59. Ausgabe (Dezember 2023)

Inhalt

Seite 2

Vorwort

Was wird aus dem Schlupfwinkel?

Seite 3

25 Jahre GWA in Magdeburg

Seite 4

So feierte die Grundschule Kannenstieg

Seite 5

Hort Weltentdecker eröffnen Leseoase

Seite 6

Beim Jubiläum purzeln Rekorde

Platte für Platte abgetragen

Seite 7

Weihnachtsmarkt Neustädter See

Seite 8

Rundes Kinderfest am Leuchtturm

Seite 9

Voller Stimmung auf anderer Route

Seite 10

Kraftquellen für pflegende Angehörige

Steg am Neustädter See montiert

Seite 11

Helga Schettges Lyrikecke

Seite 12

Ein großes Dankeschön

Familien-Adventskino

Impressum

(Titelbild: Hort Weltentdecker)

 


Seite 2 – Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, die 59. Ausgabe der Stadtteilzeitung „Der Lindwurm“ liegt Ihnen vor und ich begrüße Sie recht herzlich zu dieser besonderen Zeitung: Mit dieser Ausgabe geht „Der Lindwurm“ ins 16. Jahr seines Bestehens.

15 ganze Jahre begleitet die Stadtteilzeitung mittlerweile das Geschehen in den Stadtteilen Kannenstieg und Neustädter See. Gut 750 Seiten wurden im Laufe der Jahre mit Artikeln und Berichten gestaltet, dies ist schon eine stattliche Zahl. Knapp 90.000 Exemplare wurden in der Zeit gedruckt.

In dieser neuen Ausgabe dreht sich so einiges um Jubiläen. Im 50. Jahr der Grundsteinlegung feierten verschiedene Einrichtungen, Veranstaltungen und Vereine ihre runden Jubiläen. Seit 25 Jahren gibt es Gemeinwesengruppen in Magdeburg - Gleich auf Seite 3 widmet sich der Lindwurm dieser Thematik.

Auf Seite 6 lesen Sie vom 20. Kannenstieglauf des MLV Einheit. Die Grundschule Kannenstieg feierte ein Schulfest anlässlich des 10. Jahrestages der Sanierung ihres Schulgebäudes (Seite 4). Auf dem Leuchtturm-Spielplatz feierten die Spielplatzpaten mit Kindern und Familien auch mittlerweile zum zehnten Mal.

Neben den runden Feierlichkeiten werfen wir einen Blick zurück: Der Lampionumzug (Seite 9) zog wieder viele Teilnehmer auf die Straßen.

Die Ausgabe berichtet nicht nur von Veranstaltungen. Die Situation der KITA Schlupfwinkel, der neue Steg am Neustädter See und der Stand der Abrissarbeiten im Schrotebogen finden hier ihren Platz.

Selbstverständlich richtet sich der Blick nach vorne in Richtung Adventszeit. Auf Seite 12 finden Sie das Programm zum Familien-Adventskino in der Oase und auf Seite 7 eine Vorschau auf den Weihnachtsmarkt Neustädter See.

Insgesamt hoffe ich, Ihnen interessanten Lesestoff in der 59. Ausgabe bieten zu können. Ich wünsche Ihnen beim Stöbern viel Vergnügen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche und frohe Weihnachtszeit. Bleiben Sie gesund und neugierig, rutschen Sie gut ins neue Jahr.

Ein herzliches Dankeschön allen, die zu einem erlebnisreichen Jahr beigetragen haben.

In diesem Sinne: Bleiben Sie uns treu!

Marcel Härtel

(Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes)

 

Seite 2 – Was wird aus dem Schlupfwinkel?

Schlupfwinkel-Zukunft im Stadtrat diskutiert

Marcel Härtel (Stadtteilmanagement IB)

Im Sommer zogen schon drei Gruppen samt Personal in das Ausweichobjekt in der Georg-Singer-Straße. Teile des Gebäudedaches in der Victor-Jara-Straße sind so marode, dass eine Teilsperrung des Gebäudes folgte. Ab dem Februar 2024 wird dann die gesamte Schlupfwinkel-Einrichtung in der Georg-Singer-Straße ein vorläufiges Zuhause finden. Natürlich erhoffen sich die Erzieherinnen, Kinder und Eltern eine schnellstmögliche Rückkehr an den heimatlichen Standort. Der heutige Schlupfwinkel war der erste Kindergarten, der im Wohngebiet 1974 eröffnet wurde. Nicht nur aus dieser Sicht, sondern vielmehr um die Bedarfe im Stadtteil Neustädter See zu decken, ist eine zeitnahe Entscheidung und Lösung notwendig.

In der Stadtratssitzung am 16.11. wurde ein Antrag der SPD-Fraktion vorgelegt, der nach Lösungen verlangt. Bis zum Ende des zweiten Quartals 2024 wird die Verwaltung aufgefordert, einen realistischen Zeit- und Kostenplan für einen Neubau zu erarbeiten.

„Es ist wichtig, die Kita-Plätze im Stadtteil Neustädter See zu erhalten und sicherzustellen, dass die Kinder weiterhin wohnortnah betreut werden. Ein Verlust dieser Kapazitäten widerspricht der aktuellen Kita-Infrastrukturplanung und darf nicht passieren“, begründet Julia Brandt die Antragsinitiative.

 

Seite 3 - 25 Jahre GWA in Magdeburg

 


Anke Grupe (Bürgerverein Nord), Marcel Härtel (Stadtteilmanagement IB)

Vor 25 Jahren wurden in Magdeburg die sogenannten GWAs eingeführt. „Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit“, eine schon sperrige Bezeichnung, wo selbst heutzutage noch Menschen fragen: „Was ist das denn?“ Es klingt förmlich, für manche Leute sozusagen amtlich und dann steckt der Begriff Arbeit gleich zweimal drinnen.

Eine GWA soll eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gewährleisten. Dort sollen Probleme in den Stadtteilen besprochen werden, eine Kommunikation zwischen Verwaltung, Stadträten und Bürgern hergestellt werden und mit dem Initiativfonds wurde ein Instrument zur Förderung von Projekten und Veranstaltungen installiert.

So weit, so gut! Doch eine funktionierende GWA-Gruppe ist weit mehr als ein Beteiligungsinstrument. In einer Gemeinwesenarbeitsgruppe gibt es zum Ersten keine Mitglieder. Alle Personen, die sich zu einer Sitzung einfinden sind Teilnehmer. Somit ist Jeder jederzeit herzlich willkommen und mit seiner Anwesenheit auch berechtigt und eingeladen, wenn es in der Sitzung zu Abstimmungen, wie zum Beispiel über Initiativfondsanträge, kommt.

Natürlich haben die Sitzungen einen Stamm von Menschen, die regelmäßig anwesend sind. Aus der Gruppe heraus wurde ein Sprecher der Gruppe gewählt. Dieser Sprecher bereitet die Sitzungen vor, erarbeitet ein Protokoll zu den Sitzungen und kümmert sich um die Kontaktaufnahme zu entsprechenden Ämtern, Unternehmen oder sonstigen Einrichtungen. Dies alles in Absprache mit den Teilnehmern der Gruppe. Der Sprecher ist somit diejenige Person, die die Gruppe nach außen vertritt. Vertreten werden die Belange der Gruppe.

Die Entwicklung der Gruppen in Magdeburg ist unterschiedlich verlaufen. Jede Gruppe beschäftigt sich mit den Belangen ihrer Stadtteile, womit einzelne Gruppen in ihren Themen nicht vergleichbar sind. Für alle Gruppen gilt jedoch, dass es ehrenamtliche Tätigkeiten sind und es somit Menschen bedarf, die sich für ihren Stadtteil einbringen wollen.

Im Kannenstieg und am Neustädter See haben im Laufe der Jahre mehrere Bürgerinnen und Bürger die Funktion im Sprecherrat ausgeübt. Sie haben sich in ihrer Zeit den anliegenden Themen gewidmet und die Gruppen Stück für Stück weitergebracht. Ohne all jene Menschen hätten die beiden Gruppen in Nord nicht die Entwicklung nehmen können, die sie genommen haben. Dafür gilt es Danke zu sagen.

Heute werden die Gruppen im Kannenstieg durch Lutz Fiedler und am Neustädter See durch Daniel Nordmann vertreten. Beide sind, wie einige ihrer Vorgänger auch Mitglied im Bürgerverein Nord und sie stehen im engen Austausch mit dem Stadtteilmanagement.

Ziel der Sitzungen in beiden Stadtteilen ist eine gezielte, sachliche und bedarfsbezogene Auseinandersetzung mit den anstehenden Thematiken. Es kann kontrovers diskutiert werden, es können unterschiedliche Meinungen auftreten, das Ziel ist in jedem Fall, die bestmögliche Lösung für den Stadtteil zu finden.

Am Anfang stand geschrieben, dass Gemeinwesenarbeit mehr sei, als die Sitzungen der Arbeitsgruppen. Im Laufe der Jahre ist ein Netzwerk entstanden und in den Sitzungen der GWA wurden Ideen geboren: Projekte und Veranstaltungen finden heutzutage in Kooperation mehrerer Partner statt. Die Zusammenarbeit einzelner Einrichtungen, Vereine und Unternehmen sorgen dafür, dass den Bewohnerinnen und Bewohnern gute Angebote in den Stadtteilen gemacht werden können. Die Sitzungen der GWA sind auch dabei ein sehr guter Platz, diese Dinge zu transportieren.

Um die ehrenamtliche Arbeit in den Gemeinwesengruppen nach nunmehr 25 Jahren zu würdigen, haben der Bürgerverein Nord und das Stadtteilmanagement ehemalige und aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem kleinen festlichen Empfang am 25. November eingeladen.

Sie sind neugierig geworden? Die ersten GWA-Sitzungen 2024 finden am 24.01. im Kannenstieg und am 31.01. am Neustädter See statt.

(Bilder: Archiv Stadtteilmanagement)

 

Seite 4 - So feierte die Grundschule Kannenstieg

Jubiläumsfest bringt nicht nur Kinderaugen zum Strahlen

 


Ute Krebs (Schulleiterin Grundschule)

Am Mittwoch, 11.10.2023, fand das Jubiläumsfest der Grundschule und des Hortes am Kannenstieg statt. Gefeiert wurde nicht nur das Bestehen des Standortes, sondern auch die 10 Jahre nach der Sanierung des Schulgebäudes, der Sporthalle und des Schulgeländes. Ein Novum im Stadtteil Kannenstieg und ein sehr guter Grund zum Feiern.

Über 12 Monate stand das Fest auf jeder Agenda im Schul- und Hortgeschehen. Mit fast 300 Schülern wollten wir natürlich etwas Großes und Unvergessliches auf die Beine stellen. Die leuchtenden Kinderaugen haben gezeigt, dass das gelungen ist. Auf dem Schulhof gab es Bungee Run, ein Menschenkicker Feld, ein Fußball Billard und eine Hüpfburg. Das Spielmobil war da. Es wurden Ringe geworfen, Fahrrad gefahren, bei Balancierübungen Geschick gezeigt, gegrillt, getrommelt und getanzt. Im Schulgebäude gab ebenfalls viel zu entdecken. Die Kinder konnten Buttons gestalten, Stoffbeutel bemalen, sich beim Kinderschminken verwandeln lassen.

Aber das war noch nicht alles. In enger Kooperation zwischen Schule und Hort gab es eine Verlosung für besondere „Gute Taten“. Die Kinder konnten mehrere Wochen ebendiese sammeln und tolle Preise gewinnen. Es gab zum Beispiel Gutscheine für den Zoo, Freikarten für den SCM und FCM. Auch bei der Tombola ging kein Kind leer aus, denn jedes Los war ein Gewinn. Auch beim Glücksrad gab es unzählige Preise. Außerdem war eine Galerie mit Kunstwerken der Kinder in den Horträumen ausgestellt. Im Planetarium konnten unsere Sponsoren in einer Veranstaltung und interessierte Gäste in einer weiteren Veranstaltung Einblicke in unser Sonnensystem erhaschen. Der Verkehrserziehungsraum war in liebevoller Kleinarbeit zur Schul- und Hortchronik umgestaltet. Viele Eindrücke dokumentierten die Entwicklung des Schulstandortes.

Neben Spaß und Spiel für Groß und Klein wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt. Es gab leckeren Kuchen, Grillwürstchen und Hotdogs, Kaffee und andere wohlschmeckende Getränke. Die lange Planung und Vorbereitung hat sich gelohnt. Ein besonderes Dankeschön geht an unsere Sponsoren: Stadtteilmanagement MD-Nord & Schulsozialarbeit Internationaler Bund, Kitawo, AWO, „Burkhard & Fred“, Bürgerverein Nord, IJBZ Barleber See, IKEA, EDEKA Scharke, Mäc Geiz, Globus Baumarkt, Stadtfelder, MWG, unsere Eltern und Großeltern sowie Kollegen. Ohne diese hätten wir nicht so feiern können.

(Bilder: Marcel Härtel)

 

Seite 5 - Weltentdecker eröffnen Leseoase

Tag der offenen Tür im Hort Weltentdecker- Wir feiern die Eröffnung unserer Leseoasen

 


Stephanie Biester (Hort Weltentdecker)

Mit viel Spannung und Vorfreude blickte der Hort „Weltentdecker“, unter Trägerschaft der Stiftung Ev. Jugendhilfe, dem 19.10.2023 entgegen. Nach eineinhalb Jahren intensiver Arbeit an unserem Partizipationsprojekt „Lesen in Ganztag und Hort“, konnten wir die Eröffnung der Leseoasen feiern. Schirmherr des Projekts ist der Verein „Save the Children“. Mit finanzieller Unterstützung der „Postbank“ konnten so bereits rund hundert Leseräume in ganz Deutschland geplant und eingerichtet werden.

Im Mittelpunkt der Planung standen von Anfang an die Wünsche und Ideen der Hortkinder, denn Leseoasen sollen Räume sein, in denen sich Kinder wohl fühlen und mit denen sie sich identifizieren können.

Die Kinder wählten aus ihren eigenen Kreisen Vertreter für eine Expertengruppe, diese traf sich in regelmäßigen Abständen und sammelte Ideen und bereitete eine große Umfrage vor. Jedes Hortkind konnte mit Hilfe von Wahlzetteln seine Stimme abgeben. Von der Wandfarbe, über die Möbel bis zur Medienauswahl wurde alles von unseren Kindern entschieden. Dieser ganze Prozess wurde sogar mit einem Filmteam begleitet. Die Filme dazu können auf der Internetseite von „Save the Children“ angeschaut werden.

Die Öffnung der Wahlurne und die damit verbundene Auszählung der Stimmen war ein großes Ereignis, denn endlich wurde es konkret. Mit der Auszählung der Stimmen stand das Raumthema Zoo und Weltall fest.

Es folgten Besuche in Buchhandlungen und Möbelhäusern, denn die Auswahl ist groß, aber es galt auch zu überlegen, was uns mit unserem Budget alles gekauft werden kann.

Im Februar konnten wir die Vorplanung abschließen und im weiteren Verlauf des Jahres entstanden aus Ideen und Planungen zwei gemütliche Räume, die zum Lesen, Verweilen und Entspannen einladen.

In den Räumen finden nun unsere AG`s statt, denn durch das Projekt werden Kindern spielerisch an das Lesen herangeführt. Lesen können ist ein wichtiger Grundbaustein für das Vorankommen in Schule und Leben und mit dem Projekt wird Lesefreude und Lesekompetenz gefördert und vermittelt, dass Lesen einfach Spaß macht.

Und um diesen Spaß von Anfang an zu vermitteln, wurde die Eröffnung natürlich auch groß mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Es gab Popcorn, Buttons, Kuchen und tolle Spiele. Aber das Highlight waren unsere vielen verschiedenen Vorleser an diesem Tag. Unterstützt wurden wir zum Beispiel von Eltern die Geschichten auf Arabisch und Ukrainisch mitbrachten. Das bekannte Märchen vom Rotkäppchen gab es auf Ungarisch zu hören.

Ein großer Dank geht an die bekannte Autorin Charlotte Buchholz. Sie brachte ihr Kinderbuch „Unterwegs mit Tom und Sarah. Abenteuer im Ringheiligtum Pömmelte“ mit. Die Kinder konnten einen Blick in das Buch werfen, interessantes über das Ringheiligtum erfahren und hatten das Glück der Autorin selber beim Vorlesen zuhören zu können. Auch unsere Kinder bekamen die Möglichkeit ihren Beitrag zu leisten und Auszüge aus einem Buch vorzutragen. Es fanden sich vier mutige Mädchen, eine von ihnen sogar grade erst eingeschult, die bereit waren vor unserem großen Publikum an diesem Tag vorzulesen Sie lasen aus dem Buch „Anne Hahn träumt Christian Beck“ vor und hatten sogar den prominenten Namensgeber des Buches selbst als Zuhörer.

(Bilder: Hort Weltentdecker)

 

 

 

Seite 6 - Beim Jubiläum purzeln Rekorde

Anke Grupe (Bürgerverein Nord)

Die 20. Auflage des Kannenstieglaufes des MLV Einheit fand am 15. September 2023 auf der Sportanlage Am Neuen Sülzeweg statt. Gleich acht Streckenrekorde und elf Vereinsrekorde wurden beim Jubiläum aufgestellt.

Vier Siegerpokale und zahlreiche Podestplätze sicherten sich die Athleten vom MLV Einheit. Damit bestätigten die Gastgeber ihre Dominanz beim eigenen Stadtteillauf.

Auf der 6 km-Strecke liefen Amelie Dybus in 24:05 min und Luis Groth (beide MLV) in 19:50 min direkt auf das oberste Treppchen des Siegerpodestes. Naomi Reed (MLV) und Adam Tessnow (SC Magdeburg Turnen) gewannen die 3 km-Konkurrenz. Auf der 1,5 km-Strecke behielten Luise Bessert (VfB Ottersleben) und Piet Heinicke (MLV) die Oberhand und konnten sich wie alle Sieger über ihre Pokale erfreuen.

Der Bürgerverein Nord konnte sich beim Kannenstieglauf einbringen. Es hat Freude gemacht, die Läuferinnen und Läufer mit Grillwürstchen, Kuchen und Getränken zu versorgen. Dem MLV Einheit gratulieren wir zum 20. Lauf und wünschen für die nächsten Ausgaben weiterhin viel Erfolg und zahlreiche Podestplätze.

(Bilder: Marcel Härtel)

Seite 6 - Platte für Platte abgetragen

Marcel Härtel (Stadtteilmanagement IB)

Nachdem wochenlang die Innenbereiche entkernt und Fassadenteile entfernt wurden, konnte der Rückbau im Schrotebogen beginnen. Es war schon erstaunlich zu beobachten, wie viel Vorarbeiten benötigt wurden, um einen Block dieser Größenordnung letztlich „verschwinden“ zu lassen. Nun wird Platte für Platte abgetragen und von einem Baukran zu Boden gebracht. Die ersten oberen Etagen der ehemaligen Hausnummern 19 und 20 sind mittlerweile verschwunden und die weiteren

Arbeiten schreiten zügig voran. Zukünftig planen die Wobau und die MWG eine Neubebauung im Bereich Schrotebogen / Brunnenhof. Erste Ideen haben die beiden Wohnungsunternehmen vorgestellt. Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass nach dem vollständigen Abriss an dieser Stelle alsbald neuer, dringend benötigter Wohnraum entsteht.

(Bilder: Marcel Härtel)

 

Seite 7 - Weihnachtsmarkt Neustädter See

 


Anke Grupe (Bürgerverein Nord)

Traditionell am zweiten Adventssamstag, dem 9. Dezember, laden der Bürgerverein Nord, der Stadtteiltreff Oase und das Stadtteilmanagement des IB zum Stadtteil-Weihnachtsmarkt Neustädter See ein. Zwischen 15.00 und 20.00 Uhr planen die Veranstalter mit vielfältigen Angeboten eine gemütliche weihnachtliche Atmosphäre zu gestalten.

Die Vorbereitungen laufen seit geraumer Zeit und die einzelnen Teile fügen sich nach und nach zu dem Bild, welches das Oase-Gelände am 9. Dezember für die Besucherinnen und Besucher bieten soll. Neben unterschiedlichen Ständen mit weihnachtlichen Artikeln werden einige Stände kleine Geschicklichkeitsspiele zum Zeitvertreib einladen. Für die Kleinsten wird sich das Kinderkarussell drehen und am Hau den Lukas können die Kräfte gemessen werden. Seit einigen Wochen bereiten unsere Kreativ-Verantwortlichen Silke Dunkel und Silke Henke weihnachtliche Bastelangebote vor. Da werden Tannenzapfen bemalt, Schuhkartons und Flaschen gesammelt und immer wieder neue Details diskutiert und ausprobiert. So akribisch, wie die Beiden die Köpfe zusammenstecken, dürften viele interessante Angebote am 9. Dezember auf die Kinder warten.

Musikalisch werden Burkhard und Fred für eine gute Stimmung sorgen, der Hort Weltentdecker bereitet ein kleines Programm vor und mit einer Feuershow mit Tanz und Musik wird der Abend enden.

Für den kleinen Hunger zwischendurch werden Bratwürste, Buletten und Grünkohl angeboten. Kinderpunsch und Glühwein werden selbstverständlich auf einem Weihnachtsmarkt nicht fehlen, genau wie der Weihnachtsmann für die Kinder seine Runden dreht. In diesem Sinne freuen wir uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und bedanken uns schon im Voraus bei den vielen fleißigen Helfern, die uns wieder einmal ehrenamtlich unterstützen.

(Bilder: Sandro Grupe, Marcel Härtel)

 


Seite 8 - Rundes Kinderfest am Leuchtturm


Marcel Härtel (Stadtteilmanagement IB)

Wie gehabt in den letzten Jahren, fand knapp zwei Wochen nach den Sommerferien das Kinderfest am Leuchtturm statt. Am Nachmittag des 25. August starteten die Leuchtturm-Spielplatzpaten vom Ortsverband Die Linke MD-Nord das mittlerweile zehnte Spielplatzfest. In diesem Jahr kooperierten die Paten mit dem Bürgerverein Nord, dem Stadtteiltreff Oase, der Wobau Magdeburg und dem Stadtteilmanagement des Internationalen Bundes.

Am Kuchen- und Getränkestand herrschte ebenso viel Betrieb wie an den anderen Angeboten. Die Popcornmaschine lief im Dauerbetrieb heiß, an den Bastelständen blieb nicht ein Schnipsel Material übrig und die Hüpfburgen hielten dem Belastungstest stand.

Die vielen Kinder hatten sichtlich Freude und das ist der Sinn eines Spielplatzfestes. Darüber hinaus hat sich am Leuchtturm in den vergangenen Jahren ein weiterer Trend entwickelt. Neben den Kindern und Eltern finden sich immer häufiger auch ältere Menschen ein, die sich bei Kaffee und Kuchen am bunten Treiben erfreuen.

An dieser Stelle seien noch zwei Dinge gesagt: Zum Ersten möchte ich meinen Respekt denjenigen entgegenbringen und meinen Dank aussprechen, die unentgeltlich und ehrenamtlich dafür sorgten, das Spielplatzfest zu organisieren und durchzuführen. Zum Zweiten an die Gruppe von Menschen, die nichts Besseres zu tun hatten, als die Paten anzupöbeln oder sich am Kuchenstand abfällig zu äußern, dass sie mehr erwartet hätten. Am 20.09.2024 ist Weltkindertag! Zeigt einfach einmal, was ihr unter einem Kinderfest versteht und organisiert ein solches. Wir kommen gerne!

(Bilder: Marcel Härtel)

Seite 9 - Voller Stimmung auf anderer Route

Marcel Härtel (Stadtteilmanagement IB)

Der erste Freitag im November ist seit einigen Jahren reserviert. So auch in diesem Jahr. Am 3. November sammelten sich auf dem Neustädter Platz die großen und kleinen Teilnehmer zum Lampionumzug in Nord. Von der Anzahl der Teilnehmer ist der Lampionumzug sozusagen ein Selbstläufer. Ein Grund dafür ist das Sax` n´ Anhalt Orchester, der musikalische Magnet für einen stimmungsvollen Umzug durch die Straßen des Wohngebietes. Ihre musikalische Interaktion mit dem Publikum ist einzigartig.

In diesem Jahr folgte der Umzug einer veränderten Route. Es sollten einfach einmal neue Bereiche bespielt werden. So ging es vom Neustädter Platz über das Kranichhaus, dem Schrotebogen und dem Brunnenhof in einer ersten Runde zurück zum Neustädter Platz. Die zweite Runde führte dann erstmals durch die Victor-Jara-Straße über den Schlupfwinkel zum Ziel, dem Stadtteiltreff Oase. Dort warteten Glühwein, Kinderpunsch und Bratwürste auf die Teilnehmer. Trotz reichlich vorgegrillten Würstchen kamen die Bürgervereinsmitglieder an den Grills kaum hinterher. Wenn hunderte Leute fast zeitgleich eintreffen, ist es kaum zu schaffen. Wir bedanken uns hier noch einmal für die Geduld, wenn es mal einige Momente dauerte.

Einen herzlichen Dank richten wir an die Polizei, die uns bei der Streckensicherung unterstützte und begleitete.

Wir wünschen uns ein paar kleine Dinge für das nächste Jahr: Drängt euch nicht in das Orchester, die Musiker brauchen Kontakt zueinander, um ihr Programm spielen zu können. Achtet mehr darauf, dass Kinder in der Regel kleiner sind und nicht über den Haufen gerannt werden und bleibt bitte innerhalb des Zuges, der von Streckenposten vorne und hinten begleitet werden. Wir haben dabei eine einzige Absicht: Alle sollen unverletzt am Ziel ankommen. In diesem Sinne freuen wir uns auf dem Lampionumzug 2024.

(Bilder: Patrick Finzelberg)

 

Seite 10 – Kraftquellen für pflegende Angehörige

Pascale Schinkitz (Malteser Hilfsdienst)

Wenn Familienmitglieder zum Pflegefall werden, wird der Alltag von den Füßen auf den Kopf gestellt. Eltern oder Partner nur übergangsweise oder doch dauerhaft zu betreuen, ist ein Kraftakt – von der unmittelbaren Betreuung bis zu teils komplizierten Anträgen, um finanziell unterstützt zu werden. Umso wichtiger ist der Austausch mit anderen Betroffenen. Und: „Es geht auch darum, im Tun bestärkt zu werden und Zuversicht zu erleben. Denn Angehörige zu pflegen, heißt oft, einen Teil des selbstbestimmten Lebens aufzugeben“, sagt Pascale Schinkitz, Koordinatorin der Selbsthilfekontaktstelle Pflege beim Malteser Hilfsdienst e. V.

Vier Selbsthilfegruppen in Trägerschaft des Malteser Hilfsdienstes gibt es derzeit. Um Betroffenen möglichst kurze Wege zu bieten, arbeiten alle in unterschiedlichen Teilen Magdeburgs. Eine davon beispielsweise im Alten- und Seniorenzentrum „Herz ASZ“.

„Neben dem Austausch dort gehören regelmäßige Ausflüge und Tagesfahrten für pflegende Angehörige zum Angebot. Bewusste Auszeiten aus dem herausfordernden Alltag zu schaffen, ist wichtig, damit pflegende Angehörige sich nicht selbst überlasten“, sagt Pascale Schinkitz, die die Selbsthilfegruppen fachlich begleitet.

Wer Rat sucht, sich informieren oder mit anderen pflegenden Angehörigen austauschen möchte, ist zu den nächsten Selbsthilfetreffen im „Herz ASZ“ eingeladen.

Diese finden am 9. Januar und 6. Februar 2024 jeweils von 10 bis 12 Uhr statt. Es ist nicht nötig, sich anzumelden. Für Fragen ist Pascale Schinkitz telefonisch unter +49 (0) 160 402 57 96 erreichbar. Treffpunkt: „Herz ASZ“, Johannes-R.-Becher-Straße 57, 39128 Magdeburg

Die Selbsthilfekontaktstelle Pflege des Malteser Hilfsdienste wird gefördert durch das Land Sachsen-Anhalt und den Landesverbänden der Pflegekassen Sachsen-Anhalt.

 

Seite 10 - Steg am Neustädter See montiert

Marcel Härtel (Stadtteilmanagement IB)

Lange Zeit führte die Treppe am Westufer des Neustädter Sees ins Nichts. Der marode Holzsteg musste entfernt werden, zu hoch war die Gefährdung durch die morschen Stützpfeiler. Am 27. Oktober wurde nun der neue Steg angeliefert und die Montage konnte beginnen. Einige Wochen vorher wurden die Spaziergänger schon aufmerksam darauf, dass zeitnah etwas passieren würde. Die Vorbereitungen deuteten auf den Neuaufbau hin. Der neue Steg hat eine ca. sieben Meter Länge, ist aus Aluminium mit einer Oberflächenversiegelung gefertigt und wiegt ca. anderthalb Tonnen. Derzeit sind die Arbeiten an den anliegenden Flächen nicht abgeschlossen, so dass die Freigabe des Steges noch aussteht.

(Bild: Marcel Härtel)

 

Seite 11 - Helga Schettges Lyrikecke

(Fotos: Helga Schettge)

 

Engel am Weihnachtsbaum

 

Ein Weihnachtsengel, schön und hold,

die Flügelspitzen sind aus Gold,

ansonsten hergestellt aus Stroh –

er blickt uns an und macht uns froh.

 

Bei Rumpelstilzchen gab’s die Mär’,

dass Gold aus Stroh zu spinnen wär’.

Doch wurde nie dokumentiert,

wie so etwas genau passiert…

 

Der Menschen Träume sind so groß

und lassen sie nur selten los.

Man strebt nach Reichtum, Gut und Gold,

was immer man schon haben wollt’.

 

Dabei wird manchmal überseh’n,

dass Wunder überall gescheh’n.

Der kleine Engel, zart und fein,

trägt Zauber uns ins Herz hinein.

 

Blauer Winterling

 

Ein Winterling, ein kleiner,

der fand es gar nicht schön,

mit all seinen Geschwistern

so gelb umher zu steh’n.

 

Er sprach: Ich will nicht scheinen

wie alle andren hier.

Ich färbe meine Blüte,

dann schaut man nur zu mir!

 

Er wurde richtig wütend

und ärgerte sich blau.

Dadurch fiel er tatsächlich

auf in der gelben Schau.

 

Der Gärtner kam und staunte:

Du passt hier nicht hinein!

Er zog es aus der Erde,

das blaue Blümelein.

 

Nun war es ganz entwurzelt.

Und klar, dass es jetzt weiß:

Der Individuelle

zahlt einen hohen Preis!

 

Am Rande ...

 

Auf dem großen Weihnachtsmarkt

singt der Weihnachtsmann

ziemlich falsch und furchtbar laut -

halt, so gut er kann.

Kinder springen um ihn her,

spenden froh Applaus.

 

Nur die Großen sind entnervt,

nehmen schnell Reißaus.

So kurz von der Kindheit entfernt -

und schon das Freuen verlernt.

 

Auf dem großen Weihnachtsmarkt

malt ein kleiner Wicht

seine Wünsche aufs Papier,

schreiben klappt noch nicht.

 

Fordert seine Mutti auch

auf zum Zettelschreiben.

Doch sie bleibt ganz ungerührt,

und sie lässt es bleiben.

 

So kurz von der Kindheit entfernt -

und schon das Wünschen verlernt.

Auf dem großen Weihnachtsmarkt

da ist so viel Licht,

das in dieser dunklen Zeit

zu den Menschen spricht.

 

Ein Stück weiter, abseits schon,

sitzt ein Bettelmann,

den man leicht in dem Gewühl

übersehen kann.

So kurz von der Kindheit entfernt -

und schon das Hoffen verlernt…

 

Der Tannenbaum

 

Es stand dieses Bäumchen im Walde –

gar fröhlich im Sonnenschein,

doch wollte es wachsen ganz balde,

es fühlte sich winzig und klein.

 

Es hatte sehr große Gedanken

bis weit an das Himmelszelt.

Ringsum spürte es jedoch Schranken

beim Traum von der Fahrt in die Welt.

 

Und dann konnte wirklich es reisen:

Es wurde zum Weihnachtsbaum.

Hier durfte es Schönheit beweisen.

Es ging in Erfüllung sein Traum.

 

Es gehen die Träume vorüber –

kaum, dass man sie ausgeträumt.

Danach wird die Welt wieder trüber,

und man hat viel Schönes versäumt.

 

So ist es dem Baum einst ergangen.

So geht’s auch dem Menschenkind,

dem – ganz von der Glücksjagd gefangen –

das kostbare Leben zerrinnt…

 


Seite 12 - Ein großes Dankeschön ...

... an die Mieter der Salvador-Allende-Str. 6-10

Juliane Splitt (WBG OvG)

Über mehrere Monate haben die Mitglieder der Wohnungsbaugenossenschaft Otto von Guericke eG in der Salvador-Allende-Straße 6-10 Geduld und Verständnis für die Baumaßnahme an ihrem Wohnhaus gezeigt. Doch nun können sie von neuen Balkonen auf einen sehr schön gestalteten und abgeschlossenen Hof mit Spiel- und Wäscheplatz sowie einen Naschgarten schauen. Als Dankeschön lud die WBG ihre Mieter am 20.06.2023 zu einem festlichen Nachmittag ein, abgerundet mit Leckereien vom Grill, einer Vielfalt an Getränken, strahlendem Sonnenschein und netten Gesprächen.

Ansprechpartner:

WBG Otto von Guericke eG

Juliane Splitt,

Leiterin Marketing und Vertrieb

Tel. 0391/7261-257

j.splitt@guericke.de

 

Seite 12 - Impressum

 

Herausgeber:

Internationaler Bund

IB Mitte gGmbH

Brenneckestr. 95

39118 Magdeburg

 

ViSdP: Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg/Neustädter See

Pablo-Neruda-Str.11

39126 Magdeburg

 

Redaktion/Layout:

Conny Pappert, Marcel Härtel

E-Mail: der.lindwurm@gmx.de

 

Internet:

www.neustaedtersee.de

www.kannenstieg.net

 

Einsendeschluss 2024

01.02.2024

01.05.2024

01.08.2024

01.11.2024

 

Druck:

Saxoprint-Druck

 

„Der Lindwurm“ erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 2000 Exemplaren. Die Zeitung wird gratis in den Stadtteilen Kannenstieg/Neustädter See ausgelegt.

 

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