39. Augabe (November 2018)

Inhalt

Seite 2

Vorwort

„Mensch, du hast Recht

Seite 3

Eine Festveranstaltung zum Jubiläum

Seite 4

Erntedankfest in Eichenweiler

Modenschau im ASZ

Impressum

Seite 5

Mehr als ein Bolzplatz

Seite 6

Winterzauber in der Urania

Herzliche Aktion am Freiwilligentag

Leserbrief Gerdi Folda

Seite 7

Erneutes Leuchtturm-Spektakel

Seite 8

Repaircafé im Kannenstieg

Kalimandscharo bezwungen

Weihnachten in Nöten

Seite 9

Helga Schettges Lyrikecke

Seite 10/11

Rothensee- Rückblick und Vorschau

Seite 12

Leben heißt Veränderung

Seite 13

Natur-Mit Kinderaugen entdecken

Seite 14

Ein herzlicher Dank zum Abschied

Seite 15

2018-Ein Jahr in Bildern

Seite 16

Lampion Umzug 


Seite 2- Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, herzlich Willkommen zur neuen Ausgabe der Stadtteilzeitung. Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und es beginnt die Zeit in einigen Bereichen ein erstes Fazit zu ziehen. Gerade hier im Lindwurm stand das Jubiläum der Zeitung ganzjährig im Fokus. So ist es fast zwangsläufig, dass auf Seite 3 ein abschließender Artikel zum Zehnten seinen Platz findet. Rückblicke auf Veranstaltungen und Ereignisse füllen einerseits die Seiten der Stadtteilzeitung. Der Bolzplatz im Kannenstieg (Seite 5), das Kinderfest am Leuchtturm (Seite 7) oder ein Artikel über bauliche Maßnahmen im Jahr 2018 (Seite 12) stehen dafür. Kommendes und Ausblicke bilden die Ankündigungen für den Lampion Umzug (Seite 16) und das mobile Puppenspiel (Seite 8) ab. Welchen Themen sich die Stadtteilzeitung seit nunmehr zehn Jahren widmet, entscheidend sind die Menschen, die sich aktiv einbringen, die Seiten der Ausgaben mit Leben zu füllen. Und die Menschen, über die die Zeitung allzu gerne berichtet: Bewohnerinnen und Bewohner, die ihren Stadtteilen mit ihrem Wirken ein Gesicht geben, die zumeist ehrenamtlich verschiedene Aufgaben angehen und somit die Stadtteile auf diese Art und Weise mitgestalten. In dieser Ausgabe danken wir auf Seite 14 der langjährigen Sprecherin der GWA Kannenstieg, Frau Dr. Kaden. Sie beendet im November ihr Wirken in der Gemeinwesengruppe. Die Bilder des Jahres 2018 (Seite 15) zeigen nicht nur rückblickend einige Veranstaltungen. Sie sollen verdeutlichen, dass unser Lindwurm- und Stadtteilfotograf Sandro Grupe seit einigen Jahren regelmäßig das Geschehen in Nord festhält. Seine bildlichen Impressionen finden sich hier in der Zeitung, auf den Stadtteilwebseiten und auch in den Videos des Stadtteil-You-Tube-Kanals wieder.

Zum zweiten Mal berichten in der Stadtteilzeitung die Akteure aus Rothensee über ihre Aktivitäten. Auf den Seiten 10 und 11 lesen Sie, was unsere Nachbarn Jahr für Jahr auf die Beine stellen und welche Ziele und Vorhaben sie weiter verfolgen. Ab und zu über den eigenen Tellerrand hinausblicken und erkennen, wie es in anderen Stadtteilen zugeht und welche Anstrengungen dort unter anderen Bedingungen unternommen werden, läßt deutlich werden: Hier wie dort, viel Aktivität passiert auf freiwilliger Basis von engagierten Menschen. Viele Beiträge leisten Einrichtungen und Firmen, die Potentiale sind vorhanden und ehrlich gesagt immens.

Mit diesen engagierten Menschen voller Ideen möchte ich gerne auch 2019 zusammenarbeiten und damit dann auch die ein oder andere Seite dieser Zeitung ausfüllen. In diesem Sinne: Bleiben Sie uns treu!

Marcel Härtel

(Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes)


Seite 2- „Mensch, du hast Recht“

Paritätischer Sachsen-Anhalt verleiht goldene Ehrennadel 2018

Am 21. September 2018 stand bei der Mitgliederversammlung des Paritätischen Sachsen-Anhalt die bundesweite Kampagne „Mensch, du hast Recht“ im Mittelpunkt, denn die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte hat Jubiläum! Der Paritätische setzt mit seiner Kampagne „Mensch, du hast Recht!“ ein Zeichen dafür, dass wir zusammenstehen – für eine Welt, in der jeder Mensch gleichermaßen in Sicherheit und in Würde leben und selbstbestimmt an der Gesellschaft teilhaben kann. Besonders freut uns, dass hier zwei Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen-Anhalt e.V. (BSVSA), Christel Pildner (Landesvorsitzende) und Elke Both (Ehrenmitglied des Landesvorstandes) die goldenen Ehrennadel 2018 des Paritätischen Sachsen-Anhalt „für außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement als Verfechter*in und Hüter*in von Menschenrechten im Alltag sozialer Arbeit oder Lobbyist*in für Menschenrechte in gesellschaftlichen Auseinandersetzungen“ erhalten haben. Dazu gratuliert der BSVSA ganz herzlich.

Seite 3- Eine Festveranstaltung zum Jubiläum


In den Wochen zuvor, bei der Vorbereitung und Planung der Veranstaltung zum Lindwurm-Jubiläum, ist der Fokus auf das Wesentliche gerichtet gewesen: Programmzusammenstellung, Material besorgen, Absprachen treffen und die Tafeln der Ausstellung bestücken. Am Tag vorher begannen die Aufbauten der Bühnen und die letzten Handgriffe waren am 8. September gegen Mittag erledigt. Alles ganz normal, wie immer. Fast! Als sich um 14.00 Uhr die ersten Gäste einfanden und mit einem Gläschen Sekt begrüßt wurden, änderte sich die Verfassung. Aus einem recht entspannten Vorbereitungsgefühl wurde ein doch aufgeregtes Kribbeln: „Läuft heute alles rund und ist das Geplante für diesen Tag, jenes, was 10 Jahre Stadtteilzeitung würdig widerspiegelt?“ Aus vielerlei Gründen waren diese Gedanken unbegründet, aber dazu später mehr. Wie erwähnt, trafen ab 14.00 Uhr nach und nach die Gäste ein. Liebend gerne hätte ich mehr Gelegenheit gehabt, mit einigen Menschen ausführlicher Zeit im Gespräch verbringen zu können. Jedoch lief alles Schlag auf Schlag. Um 14.30 Uhr durfte ich die Veranstaltung mit einigen Worten eröffnen. Jenen Menschen danken, die mit ihrer Arbeit die Stadtteilzeitung mit Leben erfüllen. Dies wollte ich bei der Begrüßung transportieren. Ohne Jessica Zedler würde die Zeitung nicht 10 Jahre existieren. Ohne die freiwilligen Zeitungsverteiler würde die Zeitung nicht bei den Menschen ankommen. Ohne eine Druckerei würde es nichts zu lesen geben. Ohne fleißige Artikelschreiber und Fotografen gäbe es kein Material und ohne Menschen, die es redaktionell und grafisch erarbeiten, würde auch nichts funktionieren. Nicht minder nervös, wie ich, warteten während der Eröffnung die Kinder der Oase-Tanzgruppe auf ihren großen Auftritt. Einige von ihnen sind erst kurz dabei und hatten an diesem Tag ihre Auftrittspremiere. 

Die Oase Tanzkids eröffneten das Bühnenprogramm des Nachmittags und mit den ersten Klängen der Musik verlor sich die Anspannung und Aufgeregtheit bei den kleinen Tänzerinnen und ehrlicherweise auch bei mir.

Mit einer Modenschau der Aurelia Kreativschneiderei folgte ein weiteres Highlight. Nicht nur die großen Models zeigten auf dem Laufsteg Kreationen im Stil der 20er Jahre. Auch einige der kleinen Tänzerinnen wurden in die Show integriert und liefen mit bunten Luftballons mit. Eine tolle Geste für die aufgeregten Mädels. Frau Röhr hatte in den wenigen Tagen nach den Ferien mit der Theatergruppe des Horts Weltentdecker und teilweise neuen Kindern die Lindwurm-Sage geprobt. Zwischen den beiden Teilen der Modenschau eroberten die Theaterkinder die Bühne und brachten ihr Stück unter Applaus zur Aufführung. Gegen 16.00 Uhr wurde die zweite Bühne aktiv in das Geschehen des Tages eingebunden. Die Magdeburger Band 6 atü spielte zum Lindwurm-Jubiläum auf und sorgte für eine gute Stimmung. Nach einiger Zurückhaltung füllte sich die Fläche vor der Bühne und die Gäste schwangen vergnügt das Tanzbein. Mit einer Bauchtanz-Darbietung von Saharas Tanzshow wurde das Bühnenprogramm des Tages rund gemacht. Im Anschluss an ihren Auftritt lies es sich unsere Bauchtänzerin nicht nehmen, mit den Kinder zusammen eine kleine Bauchtanznummer zu probieren. So endete das Treiben auf den Bühnen, wie es begann, mit einer Schar tanzender Kinder.

Zurück zu dem Gedanken am Anfang: „War das Geplante jenes, was die Stadtteilzeitung nach 10 Jahren würdig widerspiegelt?“ Nein, die Planung und die Frage, ob alles rund läuft, war es nicht. Nicht das Drumherum, sondern die Veranstaltung selber, die Menschen, die diesen Tag mit Leben erfüllten, haben der Jubiläumsfeier und der Zeitung einen würdigen Rahmen verliehen. Die fleißige Crew des Bürgervereins, alle Bühnendarsteller und alle anwesenden Gäste haben mit ihrer Teilnahme die Stadtteilzeitung würdig gefeiert. Zu diesem Anlass sind alle erschienen, aus Nord, aus Magdeburg, aus Wernigerode und aus Berlin. Ihr kamt, um eure Zeitung zu feiern und dafür möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

Seite 4- Erntedankfest im Eichenweiler

Siedlerverein Eichenweiler krönt seinen Hopfenkönig

Schon zur Tradition geworden krönte der Siedlerverein Eichenweiler am vergangenen Wochenende seinen Hopfenkönig. Jedes Jahr wird es immer wieder spannend, wenn der Siedlerverein zum Erntedankfest einlädt. Im jährlichen Wechsel werden die Erntedankkönigin und der Hopfenkönig gewählt. Bunt gedeckt, u.a. mit Kürbissen und Weintrauben aus den Gärten der Siedler, warteten die schön dekorierten Tische an diesem Tag auf die Vereinsmitglieder. Die Königin des vergangenen Jahres war für den Kauf der Losgewinne in diesem Jahr zuständig und nach der Verlosung wurde der Hopfenkönig durch einen Wissenstest gewählt. Der Vereinsvorsitzende hatte sich genügend knifflige Fragen ausgedacht, die unsere Region betreffen und so war das Ergebnis sehr knapp und wurde durch ein Stechen in diesem Jahr für Lutz Albach entschieden. Bei einem Buffett und anschließendem Tanz ließen wir den schönen Abend ausklingen.

Simone Lindenberg-Hülsenbeck

Seite 4- Modenschau im ASZ

Seniorinnen eroberten wieder den Laufsteg

Gespannt verfolgten Seniorinnen und Senioren im ASZ im Bürgerhaus Kannenstieg die Vorführung der aktuellen Kollektion eines Chemnitzer Modeunternehmens. Professionell präsentierten die Hobbymodels Hosen, Jacken, Westen und Pullover. Die leuchtenden Farben der vorgeführten Mode widerspiegeln den goldenen Herbst, den sich viele nach den wochenlangen hochsommerlichen Temperaturen wünschen. Ein wahrer Ansturm setzte ein, als die neue Bekleidung zum Verkauf frei gegeben wurde. So manches neue Kleidungsstück bereichert nun die Garderobe der Anwesenden.

Steffi Albers

ASZ im Bürgerhaus Kannenstieg

Seite 4- Impressum

Herausgeber:

Internationaler Bund

IB Mitte gGmbH

Brenneckestr. 95

39118 Magdeburg

ViSdP: Marcel Härtel

Stadtteilmanagement

Kannenstieg/Neustädter See

Pablo-Neruda-Str.11

39126 Magdeburg

Redaktion/Layout:

Conny Pappert, Marcel Härtel

E-Mail: der.lindwurm@gmx.de

Internet:

www.neustaedtersee.de

www.kannenstieg.net

Einsendeschluss 2019

07.01.2018

05.04.2019

02.07.2019

07.10.2019

Druck:

Harzdruckerei Wernigerode GmbH

„Der Lindwurm“ erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 2000 Exemplaren. Die Zeitung wird gratis in den Stadtteilen Kannenstieg/Neustädter See ausgelegt.

 

Seite 5- Mehr als ein Bolzplatz

Nachdem am 21.09. der Oberbürgermeister zur Eröffnung des Bolzplatzes noch bedauerlich erwähnen musste, dass die neuen Paten des Areals, der 1.FC Magdeburg, nicht anwesend sein konnten, ist die Übergabe der Patenschaftsurkunde mittlerweile ebenfalls vor Ort nachgeholt worden. Der neue Bolzplatz in der Hans-Grundig-Straße ist somit nicht nur eröffnet und eingeweiht. Mit dem Team der Zweitligamannschaft des 1.FC Magdeburg ist ein überragender Pate gefunden und der Platz ist als neuer Magnet für Kinder und Jugendliche im Kannenstieg „angekommen“.

Gemeinsam mit dem Beigeordneten für Stadtentwicklung Bau und Verkehr Dr. Dieter Scheidemann, der Betriebsleiterin des Eigenbetriebes Stadtgarten und Friedhöfe Simone Andruscheck, Andrea Imwalle vom Maritim Hotel sowie Vertretern des Golfclubs Magdeburg e.V. und des GOFUS e.V. hat Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper das Areal am 21. September der Öffentlichkeit übergeben. Akteure aus dem Wohngebiet gaben der offiziellen Eröffnung einen bunten Aktions- und Angebotsrahmen.



Mit dem Bürgerverein Nord, dem Begegnungszentrum Kannenstieg der Euro-Schulen, dem Deutschen Familienverband, dem Hort der Grundschule Kannenstieg, den Jungen Humanisten, dem Stadtteiltreff Oase und dem Stadtteilmanagement sowie der Schulsozialarbeit des Internationalen Bundes beteiligten sich Einrichtungen aktiv an der Gestaltung des Nachmittags. Die ansässigen Akteure wollten der Eröffnung nicht nur beiwohnen und den neuen Platz als „gegeben und normal hinnehmen“. Sie wollten auf ihre Art und Weise deutlich machen: „Der Platz wertet den Kannenstieg auf, die Kosten und Mühen haben sich gelohnt, wir rücken die Einweihung in den öffentlichen Fokus und beleben den Platz vom ersten Tag an mit Leben. Ein interaktives DJ-Pult ist eines der Highlights des neuen Areals. Hier können Kinder und Jugendliche über Smartphones oder andere mobile Endgeräte individuell Musik abspielen. Ein gewisses Zeitfenster am Tag und eine fest eingestellte Lautstärke sorgen dafür, dass Anwohner nicht durch die Musik belästigt werden. Der Aufenthaltsbereich bietet weiteren Freizeitspaß: eine Tischtennisplatte und ein Trampolin. Darüber hinaus Bänke zum Verweilen, eine Tribüne aus treppenförmig angeordneten Sitzstufen und eine neu überarbeitete Schutzhütte. Die Kosten der Anlage beliefen sich auf ca. 210.000 Euro und wie der OB zur Eröffnung seiner Hoffnung Ausdruck verlieh, die Anlage ordentlich, intakt und sauber zu halten, schließen sich die Akteure des Kannenstiegs dieser Hoffnung an: „Ehrt euren neuen Platz und vergnügt euch darauf, ohne zu beschmieren oder zu zerstören.“

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

Seite 6- Winterzauber in der Urania

Unter dem Motto „Ein Schneemann wollt’ nicht einsam sein…“ wird die Magdeburger Lyrikerin Helga Schettge im gemütlichen Kaminzimmer der Magdeburger Urania, Nicolaiplatz 7, ein heiter-besinnliches Programm für Ihre Gäste gestalten. Der Termin dafür ist: Mittwoch, 5.Dezember 2018, 15.00 Uhr.

Wie stets, wird bei Helga Schettge auch der Humor nicht zu kurz kommen. Die Gedichte sind ein bunter Mix aus ihren nunmehr 6 „Magdeburger Poesiealben“, die – falls gewünscht - vor Ort erworben werden können, gern auch mit persönlicher Widmung. Aber auch ganz neue Texte werden an diesem Mittwochnachmittag zu hören sein. Die Autorin und die Magdeburger Urania freuen sich auf Ihr Kommen!

Seite 6- Herzliche Aktion am Freiwilligentag

„Herzen, die von Herzen kommen“-unter diesem Motto beteiligte sich das Alten- und Service-Zentrum (ASZ) im Bürgerhaus Kannenstieg an dem diesjährigen Magdeburger Freiwilligentag. Das Team des ASZ und Freiwillige machten sich im September auf den Weg im Kannenstieg und verteilten selbstgenähte Stoffherzen an Bewohner im Stadtteil. Dabei kam man ins Gespräch und informierte über das vielfältige Beratungs- und Begegnungsangebot im ASZ. Auch in Altenpflegeheimen im Kannenstieg wurde ein Herzensgruß überbracht und damit den Netzwerkpartnern für die gute Zusammenarbeit auf besonderer Weise gedankt. Finanziell unterstützt wurde die Aktion durch den Initiativfonds der GWA Kannenstieg.

Steffi Albers

ASZ im Bürgerhaus Kannenstieg


Seite 6- Leserbrief

22 Jahre wohne ich nun schon im Kannenstieg im Norden Magdeburgs. Seit 15 Jahren bin ich im Alten- und Service-Zentrum im Bürgerhaus in der J.-R.-Becher-Straße bei vielen weit gefächerten Veranstaltungen zu Gast. In der Singegruppe des ASZ bin ich seit 12 Jahren fest integriert und gehe sehr gerne jeden Dienstag dort hin. Des Weiteren gehöre ich seit 3 Jahren zu der Selbsthilfegruppe „Pflegende Angehörige von demenzkranken Menschen“. Das Singen in der Gruppe gibt mir viel Kraft bei meinem oft nicht einfachen täglichen Alltag. Dort ist eine freundschaftliche Kameradschaft und Hilfsbereitschaft entstanden, welche auch von Seiten der leitenden Sozialpädagoginnen des Bürgerhauses unterstützt und gefördert wird. Man findet stets ein offenes Ohr mit beratender Unterstützung. Dazu ein Beispiel: Am 14.8.18 brach ich mir bei einem Sturz den linken Arm und war demzufolge nicht vollständig einsatzfähig. Da setzte eine Welle der Hilfsbereitschaft von Seiten meiner Sangesfreundinnen ein, welche mich zu Tränen rührte. Aber auch aus meiner unmittelbaren Nachbarschaft bekam ich Hilfe in Form von Wäsche waschen, Betten beziehen, einkaufen und zu Arztterminen fahren. Eine der Sängerinnen, Frau Hannelore Fritsch, erklärte: „Ab sofort koche ich jeden Tag für dich und deinem Mann Mittagessen. Da habe ich endlich eine Aufgabe, die mir Freude macht und mir gut tut und die ich gern mache.“ Selbst mir jeden Morgen meine Kompressionsstrümpfe anziehen gehört zu ihren täglichen selbst auferlegten Aufgaben. Frau Fritsch ist bereits 83 Jahre alt und allen Menschen gegenüber stets hilfsbereit. Auf jeden Fall ist für mich das ASZ im Bürgerhaus ein besonderer Anlaufpunkt, nicht nur für meine Sorgen und Nöte, sondern auch für Freude und Entspannung. Man kommt mit vielen netten Menschen zusammen, kann sich austauschen, erfährt so manches, auch neue Rezepte und Ratschläge. Ich fühle mich dort fest integriert und wohl. Durch die weitgefächerten und auf uns ältere Generation zugeschnittenen monatlichen Veranstaltungen, die auch mal einen Besuch von Politikern beinhalten und rege besucht werden, ist für jeden Menschen etwas dabei.

Gerdi Folda

Seite 7- Erneutes Leuchtturm-Spektakel

Wenn jemand fragen würde, ob Anke Diethe und Joachim Spaeth vor dem ersten Spielplatzfest am Leuchtturm mit derartigem Zuspruch gerechnet hätten, wie in diesem Jahr, ihre Antwort wäre mit Sicherheit ein klares Nein gewesen. Seit der Übernahme der Patenschaft des Spielplatzes durch den Ortsverband „Die Linke“ Magdeburg Nord kümmern sich die Beiden um die Organisation des Spielplatzfestes. Immer zum Weltkindertag greifen sie das UNICEF-Motto auf und planen akribisch die Veranstaltung. „Kinder brauchen Freiräume“ lautete das Motto in diesem Jahr. Am 31. August startete dann die mittlerweile 4.Auflage am Seeufer des Neustädter Sees. Die Wobau, der Bürgerverein, das Begegnungszentrum der Euro-Schulen und das Stadtteilmanagement des IB sind als Partner von Beginn an im Boot. Mit dem Treffpunkt Kranichhaus der Volkssolidarität, der Freien Puppenbühne Magdeburg und dem Eine Welt-Projekt kamen in diesem Jahr neue Kooperationspartner hinzu, die das Fest mit ihren Angeboten bereicherten. Mit einer Bungee-Tramp-Anlage, zwei großen Hüpfburgen und jeder Menge weiterer bunter Angebote wurde die Kapazität des Spielplatzgeländes voll benötigt und ausgelastet. Zusammen mit den Akteuren und den Mitgliedern des Ortsverbandes tummelten sich ca. 40 ehrenamtliche Helfer auf dem Gelände und hielten das Geschehen am Laufen. Der Zuspruch durch die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher war immens, so dass man zu Recht sagen kann, neben dem Stadtteilfest und dem Kindertagsfest am 1. Juni hat sich das Spielplatzfest zu einem wahren Leuchtturm der Aktivitäten am Neustädter See entwickelt. Es bleibt mit Spannung und Vorfreude abzuwarten, welches Spektakel, im positivsten Sinne, uns alle im nächsten Jahr am Leuchtturm geboten wird.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

Seite 8-  Repaircafé im Kannenstieg

In der heutigen Zeit weisen viele Gegenstände nach kurzer Zeit schon Defekte unterschiedlichen Grades auf, werden weggeworfen und ersetzt – Repaircafés wollen diesem Konsum entgegenwirken. Ehrenamtliche Hobbybastler und Tüftler reparieren alleine oder gemeinsam mit anderen kaputte Dinge, geben ihnen eine zweite Chance. Das Repaircafé Nord trifft sich am 21.11. und am 19.12. von 15:00 bis 17:00 Uhr im Bürgerhaus im Kannenstieg. Auch ehrenamtliche Helfer, die Reparaturkenntnisse und -fertigkeiten auf verschiedenen Gebieten mitbringen, werden jederzeit gesucht, um dem wachsenden Andrang gerecht zu werden. Bei Interesse kommen Sie doch einfach mal vorbei und erleben Sie einen wertvollen Wissensaustausch. Weitere Informationen gibt es beim Quartiersmanagement Milchweg 0391-99 00 71 38.

Sabrina Mewes-Bruchholz

Quartiersmanagement Wohncafé Milchweg der Pfeifferschen Stiftungen

Seite 8- Kalimandscharo bezwungen

Fahrradtour von Bürgerverein und Quartiersmanagement nach Zielitz

Am Samstag, den 15. September, hieß es wieder: Rauf auf den Drahtesel und rein in die Umgebung! Von strahlendem Sonnenschein begleitet, fuhren unternehmungsfreudige Senioren vom Treffpunkt Wohncafé im Milchweg zur höchsten Erhebung zwischen Magdeburg und der Ostsee. Die dritte Radtour in diesem Jahr startete um 10 Uhr und führte 27 Kilometer vorbei an Wohngebieten, Seen und Wiesen. Nach einem Zwischenstopp zur Mittagszeit im „Glindenberger Hof “ ging es gestärkt weiter zur Halde in Zielitz. Festes Schuhwerk war an diesem Tag sehr empfehlenswert, da die vier Radfahrer von einem fachkundigen Bergführer an ihrem Ziel erwartet wurden. Der Bergführer informierte während der fünf Kilometer langen Kalimandscharo Bergwanderung über die weißen Landmarken, die sich im nördlichen Sachsen-Anhalt befinden und den heimischen Bergbau. Die lehrreichen Wanderungen finden von Anfang Mai bis Ende September statt. Am Ende des Tages waren die Reisenden nicht nur um einige atemberaubende Ausblicke bereichert, sondern auch der Überzeugung: Diese Tour muss unbedingt wiederholt werden!

Sabrina Mewes-Bruchholz

Quartiersmanagement Wohncafé Milchweg der Pfeifferschen Stiftungen

Seite 8- Weihnachtsmann in Nöten

Was für Folgen würde es wohl haben, wenn der Weihnachtsmann im Dezember plötzlich krank würde? Wer übernehme seine Arbeit und würden die Kinder überhaupt Geschenke bekommen? Dieser Frage gehen Heike Dolge und Andreas-Joachim Schmidt nach. Am 4. Dezember im Begegnungszentrum Kannenstieg und am 6. Dezember im Stadtteiltreff Oase präsentieren beide ihren Lösungsvorschlag mit einem Puppenspiel der „Freien Puppenbühne“. „Wie der Osterhase den Weihnachtsmann vertritt“.

Hündchen und Kätzchen erleben viel in der Weihnachtszeit. Und dann, ein kranker Weihnachtsmann und das Fest gerät in Gefahr. Skepsis macht sich breit. Ausgerechnet der Osterhase soll den Weihnachtsmann vertreten! Er kennt zwar, neben dem Weihnachtsmann als Einziger, die Namen aller Kinder auf der Welt, aber er ist auch wärmere Temperaturen und Tageslicht gewöhnt. Hündchen und Kätzchen fragen sich: „Wie soll das nur funktionieren?“ Welche Folgen das Ganze hat und wie alte Bekannte, wie Hans und Frau Holle behilflich sind, können alle Kinder Anfang Dezember Im Begegnungszentrum und in der Oase miterleben. Das Puppenspiel wird finanziell über den Stadtteilfonds des Programms „Soziale Stadt“ durch das Stadtteilmanagement gefördert. Der Eintritt ist frei.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

Seite 9- Helga Schettges Lyrikecke

Eisblumen auf der Elbe

Eisblumen tanzen auf kaltem Gewässer –

drehen sich so wie ein Seerosenblatt,

schwimmen vorüber seit Stunden, seit Tagen,

ganz ohne Aufenthalt in unsrer Stadt.

Sie kennen nicht ihren Charme, ihre Schönheit,

wissen auch nichts davon, dass sie vergeh’n,

doch sie erinnern mit eiskaltem Tanze

uns daran, dass uns die Zeiten verweh’n.

 

Herbst am See

Nun werden die Zweibeiner

sie nicht mehr stören –

der Jubel der Spatzen

ist deutlich zu hören.

Der See und die Bäume

sind wieder die ihren,

hier können sie gänzlich

entspannt diskutieren.

Und Mutter Natur kann jetzt

endlich beginnen,

sich wieder einmal auf

sich selbst zu besinnen.

Gewimmel, Getümmel –

gehen lächelnd zur Ruh’.

Und der Herbstwind, er pfeift

uns ein Liedchen dazu.

Weihnachtserfahrungen

Die ganze Zeit über

ein Hasten und Jagen

nach den vielen Geschenken -

dies’ ewige Fragen!

Es ist alles da.

Man braucht gar nichts mehr.

Doch Weihnachten „ohne“,

fällt auch ziemlich schwer.

Dann gibt’s irgendwas -

kein Mensch weiß, was das soll.

Nun sag bloß noch, du

findest Weihnachten toll?

Dann kommen zusammen,

die sich sonst fast nie sehn.

Alles stürzt sich aufs Essen,

denn es duftet so schön,

dieses gute Menü,

wie es unsereins liebt.

Und man wurzelt es weg,

bis die Galle dann piept.

Für ein bisschen Bewegung

ist ein jeder zu voll.

Nun sag bloß noch, du

findest Weihnachten toll?

Und danach sagt man: Prost,

und dann stoßen sie an.

Und ein jeder ist mal

mit ‘nem Weihnachtslied dran.

Doch die Alte gnatzt rum,

und sie denkt nur daran,

wie sie wohl ihr Geschenk

schnellstens umtauschen kann.

Mit der Zeit hat der Rest

alle Flaschen verprasst.

Und nun sage mir,

was du von Weihnachten hast…?!

 

Helga Schettge

Baumlos

„O, nein“ sprach Frau Grünfink,

„es gibt dieses Jahr

bei uns keinen Christbaum,

wie früher es war.

Die Kinder erwachsen,

die Enkel nicht hier.

Wir brauchen ihn nicht, und

das Geld sparen wir.

Ans Schmücken alleine,

denk’ oft ich mit Graus –

die Kerzen und Kugeln,

wer hält denn das aus?

Die Tannenbaumnadeln,

sie lagen umher

und machten noch lange

das Leben uns schwer.

Vielleicht nimmt der Kater

die Sache uns krumm.

Durch ihn kippte oft schon

der Weihnachtsbaum um!“

Die Grünfinks war’n wieder

von Weihnacht beseelt.

Und dennoch hat ihnen

ihr Bäumchen gefehlt!


Seite 10/11- Rothensee-Rückblick und Vorschau


Vor genau einem Jahr hatte der Stadtteil Rothensee zum ersten Mal die Gelegenheit, sich in dieser Publikation vorzustellen. Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr einen Platz eingeräumt bekommen. Und so können wir wieder über vielseitige Aktivitäten der in der AG GWA Rothensee zusammengeführten Vereine berichten.

Das Jahr begann wie jedes Jahr anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages. Dort legte die IG Rothenseer Bürger e.V. (IG) am 27.01.2018 an der Erinnerungsstele des ehemaligen KZ Magda in der Havelstraße einen Kranz zu Ehren der Opfer nieder, die in Rothensee gequält und zu Tode gekommen sind. Im März wurde in enger Zusammenarbeit der IG mit der evangelischen Reformationsgemeinde Rothensee in deren Gemeindehaus ein Lyrik-Abend unter dem Motto Bilder sprechen – Worte malen veranstaltet, bei dem Frau Pia-Monika Nittke eigene Gedichte vortrug und Ihre Tochter, Frau Elisabeth Heinemann, eigene Fotografien präsentierte, die sie den Texten zugeordnet hat. Außerdem berichtete Frau Heinemann über ihre seit Jahren erstellten Fotoserien mit Prominenten, und die dazu verfassten Lebensgeschichten. Ebenfalls im März lud die Freiwillige Feuerwehr Rothensee (FFW) zu ihrem traditionellen Osterfeuer ein, zu dem sich wieder zahlreiche Gäste einfanden. Im Mai feierte die Rothenseer Begegnungsstätte der Caritas Jung & Alt ihr 10-jähriges Bestehen, die inzwischen zu einem beliebten Treffpunkt für viele Rothenseer geworden ist. Diese Räumlichkeiten werden auch von der AG GWA und der IG zu öffentlichen Beratungen genutzt. Der Jugendclub Junge Humanisten und der Johanniter-Hort veranstalteten ebenfalls im Mai ein gemeinsames Lindwurmfest. Im Juli organisierte der Johanniter-Hort eine Ausflugsfahrt mit über 80 Rothenseer Kindern. Ein jährlicher Höhepunkt für die Jüngsten des Stadtteils ist das seit vielen Jahren stattfindende Spielplatzfest, veranstaltet von der IG Rothenseer Bürger e.V. im Zusammenwirken mit der FFW Rothensee, zu dem alle kleinen Gäste viele Spiele und andere Attraktionen wie immer gratis nutzen können. Dass das (wie bei den Rothenseer Weihnachtsmärkten) möglich ist, ist nicht zuletzt den großzügigen Unterstützungen der in und um Rothensee ansässigen Unternehmen zu verdanken. Seit Jahren findet auf Initiative der Rothenseer Traktoren-Motoren-Oldtimer-Freunde in einem privaten Hof ein Hoffest statt (dieses Jahr war es am 28.07.), bei dem u.a. eine Parade historischer Traktoren und alter Landmaschinen präsentiert wird. Das ultimative Highlight des Jahres war Ende September das Stadtteilfest anlässlich des 110. Jahrestages der Eingemeindung des Ortsteils in die Stadt Magdeburg. Oberbürgermeister Dr. Trümper gratulierte den Rothenseern und hunderte von Gästen erlebten einen Umzug, u.a. mit historischen Fahrzeugen durch die Straßen Rothensees, ein buntes Bühnenprogramm bis spät in die Nacht und zahlreiche interaktive Spiele für Kinder und Jugendliche. Ein Höhepunkt war der Auftritt der Magdeburger Taiko-Gruppe Akaishi Daiko. 

Weitere Ereignisse im verbleibenden Jahr war am 13.10. das traditionelle Eisbeinessen der FFW und die langersehnte Ereignis Neueröffnung der KITA Drachenland der Johanniter am 25.10.2018. Am 10.11. lädt die FFW zum Lampionumzug ein und das Veranstaltungsjahr 2018 wird am 01.12. mit dem 14. Rothenseer Weihnachtsmarkt abgeschlossen. Neben diesen Veranstaltungen werden unter Leitung der GWA wiederkehrend Themen in Bürgerversammlungen aufbereitet, wie die fortwährenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB), die Bemühungen um die Wiederherstellung des 10 Minuten-Straßenbahntaktes, den es seit dem Hochwasser 2013 nicht mehr gibt, künftige Bauarbeiten an der Straßenbahntrasse und zur Beseitigung von Umweltaltlasten aus DDR-Zeiten. Das Jahr 2018 geht aber nicht zu Ende ohne einen Ausblick auf das kommende Jahr. Und hier stehen bereits folgende Jubiläumstermine fest im Kalender: 25 Jahre Interessengemeinschaft Rothenseer Bürger e.V., die Teilnahme der GWA Rothensee am Super Sunday – Die Stadtteil-Challenge am 12. Mai 2019, 10-18 Uhr im Elbauenpark anlässlich dessen 20-jährigen Bestehens und der 15. Rothenseer Weihnachtsmarkt. Alle aktuellen Informationen unter www.magdeburg-rothensee.de

Dr. Wolfgang Ortlepp

Vorsitzender der IG und Mitglied des Sprecherrats der AG GWA Rothensee


Seite 12- Leben heißt Veränderung

Nord entwickelt sich städtebaulich weiter


Wer in diesem Jahr städtebauliche Themen diskutierte, kam im Kannenstieg und am Neustädter See nicht an den Visionen eines Aquariums, an den Renaturierungsplänen der Schrote oder dem Dauerthema MVB-Trasse vorbei. Diese Großprojekte mit erheblichen finanziellen Aufwendungen sind in der Planung, in der Diskussion und von einer zeitnahen und möglichen Realisierung einiges entfernt. Den Norden Magdeburgs auf diese Themen zu reduzieren und die städtebaulichen Veränderungen im Quartier kleiner zu machen, als sie sind, wäre jedoch nur die halbe Wahrheit. Der Kannenstieg und der Neustädter See entwickeln sich kontinuierlich weiter. In vielen Bereichen entstehen neue oder sanierte Projekte. 2018 war geprägt von vielfältigen Aktivitäten. Wohnungsunternehmen sanierten umfangreich Fassaden in der Albert-Schweitzer-Straße und am Hanns-Eisler-Platz, schafften neue Park-und Außenflächen in der Victor-Jara-Straße und etablierten auf Freiflächen naturfreundliche Projekte in Form von Bienenwiesen. An anderer Stelle berichtet diese Lindwurm-Ausgabe von der Eröffnung der neuen Freizeitfläche in der Hans-Grundig-Straße.

Ein Frei- und Aufenthaltsraum für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichsten Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Die Fußweg-Sanierung der Ziolkowskistraße und die Neugestaltung der Achse zwischen nördlicher Fußgängerbrücke und MVB-Haltestelle Krähenstieg sind weitgehend abgeschlossen. Altersgerechtes Wohnen ist seit diesem Jahr im Heideweg möglich. Mit viel Aufwand ist das ehemalige Gebäude des Altenpflegeheims saniert worden. Selbstredend gehört die Qualität des Wohnens zur städtebaulichen Veränderung und Weiterentwicklung dazu. Genau wie, wenn Leerstand beendet und durch Neuansiedlung wieder belebt wird. Die Tanzschule Diefert in der Albert-Schweitzer-Straße ist ein Beispiel, wie Umnutzung funktionieren kann und leerstehende Gewerbeeinheiten mit Leben erfüllt werden können. Ähnliches wünschen sich Bewohnerinnen und Bewohner für das Areal an der östlichen Salvador-Allende-Straße. Das Gelände des ehemaligen Aldi Marktes ist verkauft und es sollen neue Investitionen fließen, das Areal neu zu gestalten.

Einen erheblichen Nutzen für das Quartier dürfte die Wiederbelebung der ehemaligen Schule in der Pablo-Neruda-Str. 12 mit sich bringen. Inwieweit welche Belegung Wirklichkeit wird, ob Sekundarschule oder IGS, ausreichend Schul- und Kita-Plätze insgesamt werten einen Stadtteil in jeder Beziehung auf. Für junge Familien ist diese Thematik immer auch ein Grund, einen Wohnort zu bewerten oder zu wählen Die begonnenen Arbeiten an der Grundschule „An der Klosterwuhne“ werden 2019 weitergeführt und ein neu gestalteter Schulhof wird Schülerinnen und Schülern hoffentlich viel Freude bereiten. Städtebaulich tat und tut sich in den nördlichen Stadtteilen weiterhin so einiges. Nachdem in den vergangenen zehn bis fünfzehn Jahren Maßnahmen in erheblichen Größenordnungen realisiert worden sind, liegt in vielen heutigen und künftigen Projekten der Fokus auf Bedarfen in Details wie Barrierefreiheit, Fuß- und Radwegen oder Straßenbeleuchtung. Schlussendlich bedeutet dies weder Stillstand noch fehlender Bedarf. Die Stadtteile werden sich städtebaulich weiter entwickeln. Neben kleineren Projekten wird man sich in Nord auch künftig mit Großprojekten auseinandersetzen. Ein Faktor an der Entwicklung zur Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität ist das Einbeziehen der Bewohnerinnen und Bewohner in diesen Prozess. Mit der Einwohnerversammlung zur Renaturierung der Schrote oder der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Akteuren vor Ort bei der Bolzplatz-Eröffnung sind an dieser Stelle zwei Beispiele genannt, die dieses Anliegen deutlich machen. Festzuhalten bleiben am Jahresende mehrere Faktoren: Städtebauplaner haben die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See weiterhin fest im Visier, Bürgerinnen und Bürger bringen sich im Gemeinwesen mit ihren Anliegen ein und dank vieler Akteure wird in Nord nicht nur in "Steine" investiert. Was nützt das schönste Haus, wenn es nicht mit Leben erfüllt wird? So gilt es ein Kompliment auszusprechen, als jenen die sich beruflich oder ehrenamtlich für die Stadtteile im Norden eingesetzt haben. 2018 war in vielerlei Hinsicht ein positives Jahr und wenn alle Beteiligten weiterhin, jeder in seinem Bereich, am selber Strang ziehen, wird sich daran auch zukünftig nichts ändern. Und dass dies so sein wird, davon bin ich überzeugt.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

Seite 13- Natur-Mit Kinderaugen entdecken

Unter diesem Thema präsentiert das Stadtteilmanagement den neuen Jahreskalender für das kommende Jahr. Innerhalb der Projektreihe „Der kunterbunte Wochenbeginn“ machten sich im August fünf Kinder auf den Weg an den Neustädter See. Mit Kameras im Anschlag suchten und fanden sie reichlich Motive. Joline, Lisa, Mara, Mia und Tom, so die Namen der jungen Fotografen, sollten die kleinen Dinge ablichten, versuchen mit Ruhe und Geduld Natur ins Bild zu setzen. Im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren kein leichtes Unterfangen, wenn am Ende des Weges der Leuchtturmspielplatz einlädt. Unterstützt wurden die Kinder von ihren Eltern, sie gaben Tipps, die Kamera richtig zu halten, das Motiv zu fokussieren oder nicht alle immer dieselben Dinge zu fotografieren. Begeistert, sich gegenseitig anspornend und mit viel Eifer „schafften“ es die Fünf über 450 Bilder zu machen. Viel hilft viel, schien es, aber bei der späteren Sichtung der Aufnahmen wurde deutlich, wie zahlreich schöne Bilder entstanden waren. Über gut 80 Minuten haben sie sich Zeit gelassen, Ausdauer gezeigt und die Natur eingefangen. Der Besuch auf dem Spielplatz vor dem Rückweg in die Oase rundete für die Kinder den Tag ab. Schon 2017 wurden Kinderfotografien für den Kalender verwendet. Damals war ein Zoobesuch der Ausgangspunkt für die Idee, Kindern mit ihren Bildern den Kalender zu widmen. Nun mit einem neuen Design und


anderem Format ist der Kalender 2019 im Stadtteilbüro in der Oase erhältlich. Entdecken Sie die Seeuferpromenade aus einem anderen Blickwinkel und sichern Sie sich eines der Exemplare. Die Kinder würden sich freuen, wenn ihr Kalender gut bei Ihnen ankommt und ein Jahr lang ihr zu Hause bereichert.

Marcel Härtel

 

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

Seite 14- Ein herzlicher Dank zum Abschied

Frau Dr. Ute Kaden-Abschied der jahrelangen Sprecherin im Kannenstieg stellt die Frage einer Nachfolge

Vor gut sechs Jahren befand sich die Gemeinwesenarbeit im Kannenstieg in einer schwierigen personellen Situation. Damals übernahm Frau Dr. Ute Kaden Verantwortung und stellte sich als Sprecherin der Gemeinwesenarbeitsgruppe zur Verfügung. Gemeinsam mit Petra Zimpel brachte Frau Dr. Kaden die Arbeitsgruppe in ruhiges Fahrwasser und die Arbeit des ehrenamtlichen Gremiums war gesichert. Die Gruppe hatte wieder ein zuverlässiges Sprachrohr. Ruhig und bescheiden agierend, die Sachthemen im Fokus, prägte Frau Dr. Kaden seither die AG Gemeinwesen im Stadtteil.

Nun hat Frau Dr. Kaden aus persönlichen Gründen ihren Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Schon in der letzten Sitzung wurde über eine Nachfolge debattiert. An erster Stelle stand dort ein Dankeschön für die geleistete Arbeit. Und auch hier in der Stadtteilzeitung gilt als allererstes DANKE zu sagen: Werte Frau Dr. Kaden, vielen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz im Interesse der Bewohnerinnen und Bewohner des Kannenstiegs. Sie haben mit Ihrer ruhigen und besonnenen Art, Dinge und Themen anzugehen, gezeigt, wie Gemeinwesenarbeit sachlich und respektvoll im Umgang miteinander funktionieren kann und sollte. Auf diesem Wege wünscht Ihnen die Lindwurm- Redaktion auch in Zukunft alles Gute, Gesundheit und Schaffenskraft. Immerhin sind Sie weiterhin in unterschiedlichsten ehrenamtlichen Gremien und Projekten tätig.

Eine Sitzung der Arbeitsgruppe findet in diesem Jahr noch statt. Am 28.11.2018 beendet die GWA Kannenstieg ihr Arbeit im Wohnpark „Albert Schweitzer“. Unabhängig der Tagesordnungspunkte und der Themen heißt es dann, über eine Nachfolge zu sprechen und möglicherweise das Gremium des Sprecherrates neu zu besetzen. Aufgerufen sind engagierte Bewohnerinnen und Bewohner, welche sich für ihren Stadtteil interessieren und stark machen wollen. In der GWA können Menschen aktiv mitgestalten, sich austauschen, aktuelle Entwicklungen verfolgen und Meinungen und Ideen einbringen, ihren Stadtteil voranzubringen. Die Teilnahme steht jedermann offen, der Sprecherrat vertritt die Meinungen und Beschlüsse der Gruppe nach außen. Ein Sprecherrat organisiert die Sitzungen, erstellt die Tagesordnungen und lädt die Teilnehmer ein. Zu jeder Sitzung erstellen die Mitglieder des Sprecherrates ein Protokoll. Desweiteren betreuen sie den Initiativfonds der Landeshauptstadt, wobei die Abrechnungen bei den jeweiligen Antragstellern in der Verantwortung stehen. Ein GWA Sitzung ist immer öffentlich und kann von allen interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern besucht werden. Jede Stimme, jede Meinung zählt, die Themenvielfalt ist umfassend. Wenn Sie Interesse an der Gemeinwesenarbeit haben, sich für Ihren Stadtteil einbringen möchten, besuchen Sie gerne die Sitzung am 28. November. Wer weiß, vielleicht sind gerade Sie diejenige Person, die am Ende des Tages sagt, GWA ist ein wichtiges Thema und ich möchte mich gerne für die Nachfolge von Frau Dr. Kaden zur Verfügung stellen.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

Seite 15- 2018-Ein Jahr in Bildern

Sechs Jahre als Fotograf im Stadtteil unterwegs-Sandro Grupe schoss inzwischen zehntausende Bilder

Seite 16- Lampion Umzug

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