48. Ausgabe (Februar 2021)

Titelbild: Silke Henke

Inhalt

Seite 2

Vorwort

Stadtteilkompass-Broschüre für Nord

Seite 3

Kleiner Mann - Großes Herz

Seite 4

„Mittendrin“ im Kannenstieg

Termine der AG GWA

Seite 5

Der Treffpunkt Wohncafé wird zur Päckchenstube

Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit

Seite 6

Aktuelles der GWA Neustädter See

Seite 7

Schnelltestzentrum im Stadtteiltreff

Eine Stadt für Alle

Seite 8

Lockdown im Advent

Seite 9

Sicherer Schulwg für Kinder

Seite 10

Helga Schettges Lyrikecke

Seite 11

Das war 2020

Seite 12

Sterne der Hoffnung

Gruß Renate Gerecke

Weihnachtliche Grüße im Kannenstieg

Impressum

 


Seite 2 - Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, am Anfang dieser neuen Ausgabe der Stadtteilzeitung möchte ich Ihnen erst einmal ein frohes und gesundes neues Jahr wünschen. Ich hoffe, Sie und Ihre Familien sind, den Umständen entsprechend, gut über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel gekommen.

Für die 48. Ausgabe ausreichende Artikel zu erarbeiten war kein einfaches Unterfangen. Die letzte Ausgabe kam im November zu Beginn des Lockdowns und seither stecken wir mittendrin. Die Frage stellte sich am  Anfang des Jahres: Was bringen wir in die Lindwurm-Zeitung?

Nun liegt die Ausgabe vor Ihnen und meine Hoffnung ist, dass Ihnen die Auswahl an Themen zusagt und die Artikel Ihr Interesse hervorrufen. Eine Seite widmet die Zeitung Lucien Henke (Seite 3). Er hat mit seiner Aktion einen tiefen Eindruck hinterlassen und mit fröhlicher Aufgeregtheit hat er die Situation im Lockdown aufgelockert.

Stadtteilanliegen sind immer auch Themen für die GWA-Gruppen in beiden Stadtteilen. Auf den Seiten 6 und 9 finden Sie Beiträge der Gemeinwesengruppen. Auf Seite 4 berichten wir über den Stand der Dinge, welche das Begegnungszentrum im Kannenstieg betreffen. Im März 2021 soll nun endlich der langersehnte Startschuss für das neue Projekt fallen. Einige Artikel blicken auf die ungewöhnliche Zeit im Advent zurück. Ob Bürgerhaus, Wohncafè, Bürgerverein oder Stadtteilmanagement, die Einrichtungen waren recht kreativ, kleine Angebote zu unterbreiten.

In den meisten Artikeln kommt man nicht drum herum, von den Einschränkungen zu schreiben. Sie bestimmen momentan das Handeln und wirken sich auf die Alltagssituationen aus. Im Stadtteiltreff Oase wurde ein Schnelltest-Zentrum eingerichtet und es wird reichlich in Anspruch genommen. Wie ich finde, eine sehr kluge Maßnahme. Momentan sind die Möglichkeiten so eingeschränkt, dass die Oase als Testzentrum auf Zeit eine sehr gute Adresse ist.

Auf Seite 11 blicken wir bildlich auf das Jahr 2020 zurück. Trotzallem kann man sagen, dass einige Projekte und Veranstaltungen stattgefunden haben, die kaum möglich erschienen. Es kostete Energie und Ideenreichtum, die Planungen auf Pandemie anzupassen. Eines sei an dieser Stelle aber auch gesagt, es hat sich gelohnt und funktioniert. Dafür sei allen Beteiligten noch einmal herzlich gedankt.

Nun genug der Vorworte, ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und Stöbern in Ihrem Lindwurm.

In diesem Sinne: Bleiben Sie uns treu!

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

 

Seite 2 - Stadtteilkompass-Broschüre für Nord

Die erste Auflage der Broschüre für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See stammt aus dem Jahr 2016. Analog zu den Internetseiten beider Stadtteile fanden sich dort nützliche Informationen zu den Institutionen und Einrichtungen im Magdeburger Norden.

Während der Lockdown-Phase im November wurden seitens des Stadtteilmanagements die Angaben überprüft und überarbeitet. Nachdem der Stadtteilkompass auf den Internetseiten neustaedtersee.de und kannenstieg.net aktualisiert war, begannen die Arbeitsschritte für die 2. Auflage der Broschüre.

Mit nunmehr 32 Seiten ist die Infobroschüre um acht Seiten erweitert und thematisch neu sortiert. Inhaltlich finden Sie alle Bereiche des öffentlichen Lebens mit Adressen, Telefonnummern und E-Mail-Kontakten. Neben Schulen und Kitas, bietet die Broschüre die Kontaktinformationen der sozialen Einrichtungen, der Kirchengemeinden, der Altenpflegeheime und Pflegedienste. Arztpraxen, Apotheken und Sanitätshäuser sind ebenso aufgeführt, wie Sport- und Fitnessmöglichkeiten sowie Bereiche der Naherholung und Spielplätze. Weitere inhaltliche Kategorien umfassen die Gastronomie, den Handel und den Dienstleistungssektor. Die Kontakte zu den Wohnungsunternehmen und Angaben zu wichtigen Ämtern und Behörden beschließen die Broschüre.

Die Broschüre wurde über Mittel des Städtebauprogramms "Soziale Stadt" finanziert. Der Stadtteilkompass ist im Bürgerhaus Kannenstieg und im Stadtteilmanagement im Stadtteiltreff Oase erhältlich. Auf Grund der pandemiebedingten Einschränkungen besteht die Möglichkeit einer kontaktfreien Zustellung in Ihren Briefkasten. Hierfür senden Sie eine Mail an marcel.haertel@ib.de mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

(Foto: Marcel Härtel)

Seite 3 - Kleiner Mann - Großes Herz


Während der vergangenen Monate haben es Familien mit Kindern ebenso schwer gehabt, den Alltag zu meistern, wie alle anderen Menschen auch. Alte und junge Menschen, jeder hat die Situation annehmen müssen und versuchte, alles "auf die Platte" zu bekommen.

Keine Schule, Wechselunterricht, Aufgaben für zu Hause und wenn es ganz übel kam Quarantäne! Für Eltern neben dem Job, wenn nicht Kurzarbeit angeordnet war, mehr als eine Herausforderung. Vom Verlust an sozialen Kontakten und fehlender Bildung der Kinder ganz abgesehen... eine auf längere Sicht katastrophale Situation.

An dieser Stelle berichtet der "Lindwurm" über einen Drittklässler der Grundschule "An der Klosterwuhne", Lucien Henke.

Lucien hat, wie viele seiner Mitschüler, viel Zeit zu Hause verbringen müssen, konnte nicht zur Schule gehen und zudem wohnt und lebt der Großteil seiner Verwandtschaft weiter entfernt. Sein Anliegen wurde bekannt, als seine Mutter einen Brief in Form einer E-Mail an den Oberbürgermeister gerichtet hatte. Über einen Facebook-Eintrag gelangte der Inhalt zum Stadtteilmanagement und es begann eine, in dieser Zeit wunderbare Geschichte.

Lucien hatte begonnen zu basteln. Er fertigte mit seiner Mutter Schneemänner, Weihnachtsbäume, Weihnachtsmänner und wollte diese anfangs für seine Klassenkameraden zu Weihnachten verschenken. Lucien selbst hat Weihnachten Geburtstag und er wollte als "Weihnachtsengel" anderen Menschen eine Aufmerksamkeit bereiten. So machte er sich ans Werk und aus zwanzig Figuren wurden schnell fünfzig und wenig später an die Hundert. Zu diesem Zeitpunkt wandte sich seine Mutter an den OB. Sie erwartete nicht wirklich eine Antwort, wie sie in einem Gespräch erzählte. Der OB wird so viele Mails erhalten und ob er ihre Mail überhaupt wahrgenommen hat oder sie im Spamordner landete, sie wusste es nicht. Was sie versuchte, war etwas Unterstützung zu erhalten, denn neben den Materialien für die gebastelten Figuren hatten die Beiden begonnen, kleine Weihnachtsmänner und andere Beigaben wie Stifte, Lineale usw. zu besorgen. Aus den Figuren wurden kleine komplette Geschenktüten für, zu der Zeit, gut 100 Menschen.

Lucien und seine Mutter nahmen eine Einladung ins Stadtteilmanagement an und so führten wir eine Unterhaltung über die Bastelaktion. Silke Henke erzählte, wie alles begann, welche Motivation Lucien leitete und wie sie die ganze Aktion unterstützt und versuchte, es finanziell zu gewährleisten. Sie berichtete auch darüber, dass sie sich Gedanken gemacht hatten, die kleinen Geschenke an den Mann oder die Frau zu bringen.

Eines wurde mir sofort in diesem Gespräch bewusst, hier passiert gerade etwas Großartiges. Ein kleiner Junge, der in so einer schwierigen Situation, mit einer Intensität den Gedanken verfolgt, anderen Menschen eine Freude zu bereiten. Das war sehr beeindruckend und damit sollte und durfte er mit seiner Mutter nicht alleine bleiben. Unterstützung sollte möglich sein und dank toller Menschen konnte Lucien diese Unterstützung erhalten. Innerhalb weniger Tage konnte ich den Beiden über 200 Euro aus privaten Spenden übergeben. So konnten sie die Kosten bewältigen und weitermachen. Am Ende hatten sie unglaubliche zweihundert Geschenktüten gefertigt und die Verteilung konnte beginnen. Sie waren in der Grundschule und haben ältere Menschen in ihrem Wohnumfeld beschenkt. Über das Stadtteilmanagement wurden Übergaben im Kinderheim Kannenstieg und bei der Tafel an der Oase organisiert. Selbst waren die Zwei noch bei der Tierinsel und als weiteren Termin habe ich Lucien und seine Mutter eingeladen, bei der Nikolaus-Aktion in der Nähe des Rewe-Marktes teilzunehmen. Dort verteilte Lucien fleißig seine kleinen Tüten und hatte sichtlich Freude dabei. Standesgemäß waren seine Mutter und er in Weihnachtskostümen erschienen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Julia Brandt, Achim Späth, Stefan Seidel und dem Bürgerverein Nord für ihre Spenden bedanken.

Lieber Lucien, wir danken dir und deiner Mutter, dass wir euch ein kleines Stück bei dieser tollen Aktion begleiten konnten.

 

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

(Fotos: Silke Henke, Sandro Grupe, Kathleen Metzner)

Seite 4 - "Mittendrin" im Kannenstieg

Internationaler Bund möchte Begegnungszentrum zeitnah mit Leben füllen

 

Ende 2019 schlossen sich die Türen des Begegnungszentrums nach 12 Jahren. Mit dem Rückzug der Euro-Schulen Magdeburg als Projektträger gingen den Bewohnerinnen und Bewohnern ein Treffpunkt mit zahlreichen Angeboten und Langzeitarbeitslosen Beschäftigungsmaßnahmen verloren. In der Landeshauptstadt wurde das Projekt als ein wertvoller Bestandteil für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie als sozialer Anlaufpunkt bewertet. Die Entscheidung einer zeitnahen Fortführung erfolgte und freie Träger konnten eine Interessenbekundung einreichen. In der Folge wurde das Projekt ausgeschrieben und sollte ursprünglich Mitte 2020 wiedereröffnen.

Der Internationale Bund bekundete sein Interesse und erhielt mit seinem Konzept den Zuschlag, das Projekt zu gestalten. Dann machten die Corona-Pandemie und seine Auswirkungen den Planungen einen großen Strich durch die Rechnung. Der Projektstart musste mehrfach verlegt werden, doch die Vorbereitungen liefen indes weiter.

Mit dem Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See und der Schulsozialarbeit in der Grundschule "Am Kannenstieg" ist der Internationale Bund seit Jahren in den Stadtteilen aktiv. Seitens des Stadtteilmanagers, der GWA-Sprecher der AG Kannenstieg, dem Bürgervereinsvorstandes und zahlreichen Bewohner*innen wurde eine Ansiedlung des Projektes im Kannenstieg favorisiert. Gerald Bache, Bereichsleiter für Gemeinwesenarbeit beim Internationalen Bund, leitet die konzeptionelle Arbeit für das Projekt und nach ersten positiven Gesprächen mit dem Eigentümer wurde sich dahingehend entschieden, das Projekt wieder am alten Standort in der Joh.-R.-Becher-Straße 56 etablieren zu wollen.

In der Zwischenzeit wird seitens des Trägers, dem Sozialamt und dem Jobcenter der 1. März als Projektbeginn angestrebt.

Das Projekt wird mit 15 Teilnehmer*innen beginnen. Konzeptionell werden vier Teilprojekte aufgebaut, die den Teilnehmer*innen verschiedene Arbeitsbereiche zuteilwerden lassen. Nach den Bestimmungen werden diese Projekte wettbewerbsneutral, gemeinwesenorientiert und zusätzlich ausgelegt sein. Im Einzelnen wird eine Tauschbörse aufgebaut, wo vier Teilnehmer*innen beschäftigt sein werden. Dieses Teilprojekt wird den Bedarfen der Bewohnerschaft gerecht. Im Kannenstieg war die Tauschbörse im alten Begegnungszentrum einer der hochfrequentierten Anlaufpunkte und wurde somit im neuen Projekt als sogenanntes "must-have" konzeptioniert. Im zweiten Teilprojekt werden sieben Teilnehmer*innen eine Kreativwerkstatt betreiben. Für dieses Teilprojekt hat der Internationale Bund schon vor Monaten Kooperationsverträge mit drei Kindertagesstätten vereinbart. In Absprachen mit den Einrichtungen wurden konkrete Bedarfe und Produkte festgelegt, die durch die Kreativwerkstatt realisiert werden. Ebenfalls Kooperationen zu anderen Einrichtungen wurden für die weiteren Teilprojekte abgeschlossen. So werden die zwei Teilnehmer*innen im Lese- und Kreativtreff Angebote für und mit dem Stadtteiltreff Oase, dem Nachbarschaftstreff Kranichhaus und dem Hort Weltentdecker entwickeln. Zwei weitere Teilnehmer*innen werden als Gemeinwesenpfleger eng mit dem Stadtteilmanagement zusammenarbeiten und über Kooperationen mit den GWA-Gruppen und dem Bürgerverein Nord agieren. Für alle vier Teilprojekte wurden genaue Tätigkeitsprofile erarbeitet und mit dem Jobcenter abgestimmt.

Momentan werden einige bauliche und sicherheitsbedingte Auflagen abgearbeitet und die Einrichtung mit Mobiliar beginnt. Auf dass der Internationale Bund nach langem pandemiebedingten Warten am 1. März 2021 endlich sagen kann: Wir sind "Mittendrin".

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

Seite 4 - Termine der GWA

 

Die Arbeitsgruppen der GWA haben 2020 durch die Einschränkungen nicht alle geplanten Sitzungen durchführen können. Die derzeitige Unsicherheit lässt keine Rückschlüsse für eine Wiederaufnahme der Beratungen zu. Trotzdem haben sich die Sprecherräte in Absprache mit dem Stadtteilmanagement darauf verständigt, vollständige Termine für 2021 festzulegen. Insofern die Sitzungen möglich werden, beginnen die Beratungen jeweils um 17.30 Uhr. Die entsprechenden Orte der Beratungen werden ebenfalls zeitnah zu den Terminen bekanntgegeben. Für Fragen zur Gemeinwesenarbeit können Sie sich gerne an die Sprecherräte wenden. Die E-Mail Kontakte lauten gwa-neustaedter-see@gmx.de, bzw. gwa.kannenstieg@gmx.de.

Termine 2021 - AG GWA Neustädter See

 

17.03.2021

05.05.2021

23.06.2021

08.09.2021

20.10.2021

01.12.2021 

Termine 2021 - AG GWA Kannenstieg

 

17.02.2021

07.04.2021

26.05.2021

14.07.2021

22.09.2021

24.11.2021


Seite 5 - Der Treffpunkt Wohncafé wird zur Päckchenstube

 

Als die Nachricht kam, dass wir aufgrund der Corona-Pandemie keinen gemeinsamen „Heiligen Abend“ verbringen dürfen, waren wir alle sehr traurig. Um unseren Gästen dennoch eine kleine Freude zu bereiten, haben die Ehrenamtlichen das Wohncafé kurzer Hand in eine „Päckchenstube“ umgebaut. Gemeinsam konnten insgesamt 33 Weihnachtspakete geschnürt und mit schönen Gaben und Leckereien gefüllt werden. Anschließend wurden sie an die Gäste verteilt. Dies war nur durch eine großzügige Spende unseres Kooperationspartners der Wohnungsbaugenossenschaft Otto von Guericke eG möglich, die sich jedes Jahr an der Weihnachtsfeier im Milchweg 31 beteiligen.

Während der derzeitigen Einschränkungen durch das Corona-Virus lassen wir unsere Gäste und Klienten nicht im Stich. Unser ambulanter Betreuungsdienst unterstützt weiterhin unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen die Senior*innen zu Hause. Ebenfalls ist das Quartiersbüro zur gewohnten Zeit immer donnerstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet und von Montag bis Freitag von 10 bis 15 Uhr telefonisch erreichbar unter 0173 7236711. Wir bitten um eine vorherige Terminvereinbarung, damit wir uns Zeit für Ihr Anliegen nehmen können.

Möchten Sie sich gern mit jemanden über Gott und die Welt unterhalten, hat Lina donnerstags von 12 bis 13 Uhr unter 0391 55607564 ein offenes Ohr für Sie.

Unsere Aktion „Briefe gegen die Einsamkeit“ läuft über den Jahreswechsel hinweg. Wenn Sie gern eine Postkarte mit ein paar warmen Worten an eine andere Person schreiben möchten, können Sie diese gern an uns schicken oder in unseren Briefkasten (0105) legen. Wir leiten diese gern an Menschen weiter, die sich darüber freuen werden.

Kerstin Schneemilch 

Pfeiffersche Stiftungen

(Foto: Wohncafe Milchweg)

Seite 5 - Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit

 

Der AKS Magdeburg (Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit) ist ein Zusammenschluss von Sozialarbeiter*innen aus Studium und Praxis. Der Arbeitskreis gründete sich im Frühjahr 2019, seitdem setzt er sich für gesellschaftliche Teilhabe, Chancengleichheit, ein Leben in Würde für alle Menschen und eine fachlich autonome Soziale Arbeit ein.

Nun würde sich der AKS mit Wohnungs- und Obdachlosigkeit auseinandersetzen. Ein Ziel dabei ist es, den gesellschaftlichen Blick auf das Thema zu verändern. Dabei wird angestrebt die Vielfältigkeit der Gründe für eine entstehende Wohnungslosigkeit bewusst zu machen und die stereotypen Vorstellungen davon aufzuweichen. Außerdem stellt sich die Frage, ob Hilfen für Wohnungs- und Obdachlose an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen orientiert sind. Die daraus entstehende Kritik soll in die Stadtpolitik getragen werden. Dabei ist es wichtig, nicht ohne die Betroffenen zu handeln. Stattdessen ist es der Gedanke, ihnen den Raum zu geben sich zu ihrer Lebenssituation zu äußern und selbst Ideen oder Wünsche in das Projekt einzubringen.

Der AKS ist noch am Anfang eines Prozesses und hofft daher auf Ihre Hilfe. Vielleicht stehen Sie in Kontakt mit Betroffenen, die Interesse daran haben könnten, uns von ihrer Geschichte zu erzählen? Eventuell haben Sie auch eine Empfehlung, worauf wir im Umgang mit Betroffenen, Öffentlichkeit und politischen Akteur*innen achten sollten. Derzeitige Ideen in der Öffentlichkeitsarbeit sind eine Ausstellung zur Situation von Wohnungs-und Obdachlosen sowie ihrer Lebensumstände oder deren Publikation über andere Kanäle, wie zum Beispiel unsere Website, YouTube-Kanal oder einen Newsletter. Darüber hinaus bietet der AKS Magdeburg im April 2021 einen Workshop zum Thema "Housing First" während der Lehr-Lern-Tagung der Hochschule Magdeburg an, wobei wir gerne gewonnene Erkenntnisse einfließen lassen würden.

Andy und Phoebe

AKS Magdeburg

Seite 6 - Aktuelles der GWA Neustädter See

 

Am 18. November 2020 sollte eine Einwohnerversammlung des Oberbürgermeisters in der Sporthalle der IGS stattfinden. Die Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit, das ehrenamtlich tätige Gremium im Stadtteil, hatte im Vorfeld einen mehrseitigen Fragenkatalog erstellt und dem Büro des OB zugesandt. Leider musste die Versammlung auf Grund der Einschränkungen, wie auch die letzte geplante GWA-Sitzung im Dezember, abgesagt werden.

Viele Fragen an den OB blieben somit erst einmal unbeantwortet. Bei verschiedenen Themen wurden zwischenzeitlich auf anderen Wegen Informationen und Antworten seitens der GWA bzw. des Stadtteilmanagements eingeholt.

 

Kleinere Anfragen, darunter eine Anfrage von Siegfried B. Kratz zum Parkplatz am Seeufer / Schrotebogen bzw. eine Anfrage zu Schäden im Belag des Rundweges wurden von den entsprechenden Ämtern beantwortet.


Ein Schwerpunkt im Fragenkatalog an den OB war die Entwicklung des Quartiers Lumumbastraße. Die Vorstellungen der Arbeitsgruppe zielten auf den Spielplatz und die Wiese des ehemaligen Standortes der zweiten Kita im Innenbereich. Eine neue Gestaltung dieser Flächen liegt der GWA am Herzen und wurde daher als Anfrage formuliert. In der Tagespresse wurde im Januar seitens des Eigenbetriebes Stadtgarten darüber informiert, dass Flächen für Spielplätze gesucht werden, u.a. im Bereich Lumumbastraße. Die AG GWA wird diese Thematik im Laufe des nächsten Monate verfolgen und entsprechende Gespräche anstreben.

 

Ein weiteres Problemfeld stellte die unzureichende Beleuchtung des Schulweges in der Pablo-Neruda-Straße dar. 2020 konnte durch unterschiedliche Bestrebungen letztlich eine Lösung gefunden und umgesetzt werden. Die Landeshauptstadt veränderte die Beleuchtung und stattete die Lichtmasten mit stärkeren Leuchten aus. Bei der Thematik Beleuchtung wurde ein in der GWA diskutiertes und vom Stadtrat beschlossenes Projekt im Herbst umgesetzt: Die Beleuchtung des Rundweges an der Südseite des Neustädter Sees.

Im Fokus der nächsten Monate behält die Arbeitsgruppe die Gestaltung des Quartiers Brunnenhof / Schrotebogen. Diese Thematik umfasst die Entwicklung der Freiflächen, welche durch Abriss brachliegen sowie die Zukunft und der Zustand der Wohnblöcke im Schrotebogen. Hierzu wird die GWA entsprechend Erkundigungen einholen und die Frage formulieren: Welche Visionen bietet die WoBau als Eigentümer der Flächen und Wohnraumes für dieses Quartier? In diesem Zusammenhang begrüßt die GWA die Sanierungsmaßnahmen seitens der WoBau und der Stadtfelder-Genossenschaft im Quartier Albert-Schweitzer-Straße und Dr.-Grosz-Straße. Wie Freiflächen zukunftsorientiert gestaltet werden können, zeigen die Planungen der MWG für eine moderne Bebauung in der Victor-Jara-Straße.

Neben den baulichen Maßnahmen zeigt sich die GWA erfreut, dass in der Dr.-Grosz-Straße 1 wieder eine Kinderarzt-Praxis den Bedarf an medizinischer Versorgung sicherstellen kann.

Die Arbeitsgruppe wird weiterhin Themen aus dem Wohngebiet aufnehmen und erhofft sich zudem die Möglichkeit in absehbarer Zeit wieder eine reguläre Sitzung durchführen zu können. Nach vielen Jahren wird Elvira Ferchland ihr ehrenamtliches Amt als Sprecherin der AG GWA Neustädter See beenden und verdientermaßen den Staffelstab übergeben. Sie wird der Gruppe weiterhin zur Verfügung stehen, aber dann nur noch aus der sozusagen zweiten Reihe. Die Neuwahl des GWA Sprechers wird in der ersten Sitzung, sobald diese möglich ist, erfolgen.

Elvira Ferchland, AG GWA Neustädter See

Marcel Härtel, Stadtteilmanagement

 

(Fotos: Siegfried B. Kratz, Sandro Grupe, Marcel Härtel)

Seite 7 - Schnelltestzentrum im Stadtteiltreff

 

Am 12. Januar 2021 eröffnete der Ärztliche Direktor der Universitätsmedizin Prof. Hans-Jochen Heinze das eingerichtete Schnelltestzentrum im Stadtteiltreff Oase offiziell. Im Dezember hatte das Team der Uniklinik auf dem Alten Markt über 3000 kostenfreie, über Spenden aus der Wirtschaft bereitgestellte Schnelltests durchgeführt. Bei diesen Tests konnten weitere Ansteckungen vermieden werden, denn nach Angaben des Uniklinikums waren bei 1,8 Prozent der getesteten Personen eine Infektion nachgewiesen worden. „Unser Ziel ist es, durch die Antigen-Schnelltestung genau die Menschen zu finden, die vermutlich sonst unwissentlich andere Menschen angesteckt hätten“, so Professor Heinze. Er rief insbesondere diejenigen dazu auf, an der Aktion teilzunehmen, die mit Risikogruppen Kontakt haben. Bei einem positiven Ergebnis durch den Schnelltest wird ein PCR-Test folgen, um das Ergebnis zu bestätigen. Ein neuer Speicheltest wird im Testzentrum erprobt. Die Uniklinik erwartet dadurch neue Erkenntnisse, immerhin könnte dieser "Spuktest" auch problemlos zu Hause angewendet werden.

Das Schnelltestzentrum in der Oase ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag  jeweils von 08.30 bis 12.30 Uhr und von 13.00 bis 16.00 Uhr sowie Mittwoch 10.00 bis 14.00 und 15.00 bis 18.30 Uhr geöffnet und soll nach Angaben des KGM bis voraussichtlich Ende Februar in Betrieb bleiben.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

(Foto: Marcel Härtel)

Seite 7

Während der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“, die vom 16. bis 27. Januar 2021 stattfand, war der Slogan „Haltet Abstand! Aber haltet zusammen!“ mit dem Logo der Initiative Weltoffenes Magdeburg auf vielen Masken zu sehen.

Rassismus, Hass und Ausgrenzung machen keine Corona-Pause, daher fand die Aktionswoche digital und auf Abstand statt. Um die 40 Veranstaltungen und Aktionen unterstützten in Magdeburg mit starken Zeichen für Frieden, Weltoffenheit und Toleranz.

Mit ihrer Aktion "Herzen für Magdeburg" beteiligten sich Senior*innen und Mitarbeiterinnen des Alten- und Service-Zentrums im Kannenstieg am 18. Januar an der Aktionswoche. Sie hatten viele bunte Herzen genäht und getöpfert, die als ein sichtbares Zeichen für ein herzliches Miteinander rings um das Bürgerhaus angebracht wurden. Alle waren eingeladen, sich ein Herz auszusuchen und damit ein Stück Wärme mit nach Hause zu nehmen.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

(Foto: Steffi Albers)

Seite 8 - Lockdown im Advent

 

Nikolaus- und Adventsaktionen des Bürgervereins und des Stadtteilmanagements


Mit den Eindämmungsverordnungen von November an lösten sich alle Planungen für die Vorweihnachtszeit in Luft auf. Bei den dramatischen Anstiegen von Infektionen waren Maßnahmen zur Eindämmung zwingend notwendig. Selbst ohne den Lockdown Light im November wären die ursprünglich angedachten Veranstaltungen nicht durchführbar gewesen. Für den Bürgerverein Nord und das Stadtteilmanagement bedeutete es, den Lampionumzug und den Weihnachtsmarkt Neustädter See abzusagen. Bei beiden Veranstaltungen hätten weder wirksame Hygienekonzepte noch eine hinreichende Sicherheit gewährleistet werden können.

Dies bedeutete aber auch, dass sich beide Stadtteilakteure Gedanken machten, um in der Weihnachtszeit den Menschen etwas anzubieten. Während der vergangenen Monate war es gelungen, mit kleinen Angeboten ein wenig "Miteinander" zu gewährleisten. Selbst Veranstaltungen, wie den Lauf am Neustädter See und das Stadtteilfest, haben der Verein und das Stadtteilmanagement organisiert und erfolgreich durchgeführt. Nun sollte, trotzallem, das Jahr nicht einfach so zu Ende gehen. Als Stadtteilmanager und Vereinsvorstände haben wir nicht nur, wie jeder Andere auch, die Verpflichtung uns und andere Menschen vor Infektionen zu schützen. Wir sehen uns auch verpflichtet, Akzente zu setzen und den Bewohnerinnen und Bewohnern deutlich zu zeigen: Es gibt Möglichkeiten ohne Risiko, gewisse Dinge zu ermöglichen. Diesem Credo folgten wir die letzten Monate und so sollte es auch im November und Dezember bleiben.

Im Stadtteilmanagement entstand der Kalender 2021 und dieser war ab November verfügbar. Dazu kamen der neue Stadtteilkompass und die 47.Ausgabe der Stadtteilzeitung. Schon waren die ersten Komponenten für die folgenden Aktionen vorrätig. Im November organisierte das Stadtteilmanagement im Rahmen des KUNTERBUNT-Projektes ein Adventsbasteln für Familien. Es wurden fleißig Tüten gepackt: Kalender, Zeitung, und Bastelutensilien für die Adventszeit. Dann konnten Familien die Tüten im Stadtteilbüro abholen, mit den Kindern basteln und anschließend Bilder schicken. Die Resonanz war großartig und für die nächste und letzte KUNTERBUNT-Aktion am 4. Dezember änderte das Stadtteilmanagement das Vorgehen: Die Nikolaus-Aktion wurde in den öffentlichen Raum verlegt. Mit Mitgliedern des Bürgervereins wurden Nikolaus-Geschenktüten für die Kinder, Kalender und Zeitungen für die Erwachsenen am Rewe Markt und der Märchenbrunnenpassage verteilt. Mit dabei war auch Lucien Henke, dem in dieser Ausgabe ein eigener Artikel gewidmet ist. 

Der Bürgerverein hatte für den Dezember ebenfalls ein Adventsbasteln im öffentlichen Raum geplant. Analog zum vergangenen Jahr wollten die Vereinsmitglieder im Kannenstieg-Center, in der Märchenbrunnen-Passage oder im Stadtteiltreff mit den Menschen gemeinsam basteln. Dies war nun leider nicht möglich, so dass sich die Mitglieder entschlossen, die Materialien trotzdem an die Frau oder den Mann zu bringen. Am 18. und 21. Dezember machten sie sich auf den Weg und Vereinsmitglied Sandro Grupe bescherte im Weihnachtsmannkostüm die Menschen auf der Straße mit den zusammengestellten Bastelmaterialen.

Die Adventsaktionen wurden teilweise über Fördermittel (GWA-Initiativfonds, Soziale Stadt) und andererseits über Spenden und Eigenmittel finanziert. Der Bürgerverein Nord und das Stadtteilmanagement möchten sich auf diesem Wege für die Unterstützung bedanken.

Marcel Härtel, Stadtteilmanagement

Anke Grupe, Bürgerverein Nord

(Fotos: Sandro Grupe, Anke Grupe, Marcel Härtel, privat)

Seite 9 - Sicherer Schulweg für Kinder

 

 

Vor-Ort-Termin  Grundschule „Am Kannenstieg“


Am 02.12.2020 versammelten sich Herr Fiedler (GWA Sprecher Kannenstieg), Frau Krebs (Schulleiterin), Frau Fliegenschmidt (Schulelternvertreterin), Herr Schufft (Stadtwache), Herr Härtel (Stadtteilmanager) und Frau Brandt (Stadträtin) an der Grundschule „Am Kannenstieg“.

Auf Grund von Sicherheitsfragen auf den Schulwegen zur Grundschule wurde seitens der Schulleiterin Frau Krebs die Angelegenheit im September 2020 an die AG Gemeinwesen Kannenstieg herangetragen und um Unterstützung gebeten. Eigene Vorschläge der Schule führten bisher zu keinem Erfolg. Daraufhin wurde dieser Termin vor Ort durchgeführt und gemeinsame Vorschläge zur Erhöhung der Sicherheit erarbeitet.

1. Vorschlag

Der Fußweg zur Schule von der Pablo-Picasso-Straße und von der Südseite am Kannenstieg, direkt vor der Schule, soll am jeweiligen Beginn mit je einem Poller zu versehen werden. Begründung: Fahrzeughalter benutzen diesen Gehweg als Durchfahrt, um ihre Kinder zur Schule zu fahren.

2.Vorschlag

Die Stichstraße Kannenstieg von der Südseite zur Schule (durch das Eigenheimneubaugebiet) wird am Ende im Wendebereich oft zugeparkt. Es erfolgt eine Behinderung für die Kinder zwischen den Autos. Es liegen hier auch Beschwerden von Anwohnern vor. Außerdem wird dann die Rettungszufahrt blockiert. Der Wendebereich sollte ein Halteverbot erhalten. 

3. Vorschlag

An den drei Zugangswegen direkt in der Nähe zur Schule werden befahrene Straßen überquert. Das ist einmal der Weg parallel neben dem Schulgebäude zum Neuen Sülzeweg. Kinder überqueren dort dann die Straße. Weiterhin der Weg Pablo-Picasso-Str. Richtung Kreuzung Helene-Weigel-Str.. Hier wird ebenfalls eine belebte Kreuzung überquert. Weiterhin ist der Weg von der Schule Richtung Süden über die Straße Am Kannenstieg unübersichtlich. An diesen drei Stellen wird vorgeschlagen, jeweils in beiden Richtungen ein Schild „Achtung Schule“ aufzustellen. Weiterhin sollte an der Zufahrt Kannenstieg in die Farsleber Straße jeweils 5m von der Kreuzung ein Halteverbot eingerichtet werden. Das würde die Übersichtlichkeit beim Überqueren wesentlich erhöhen.

Der GWA-Sprecherrat bedankt sich bei Herrn Schufft von der Stadtwache für die kompetente Beratung. Frau Julia Brandt, Stadträtin, hatte sich bereit erklärt die weiteren Schritte gegenüber den zuständigen Stadtbehörden/Stadtrat usw. zu übernehmen. Sie ist aktive Teilnehmerin der AG Gemeinwesen Kannenstieg.

Die AG Gemeinwesen erwartete eine kurzfristige Prüfung und Realisierung der gemachten Vorschläge.  Mitte Januar erhielt die GWA über Frau Brandt eine Information vom Baudezernenten Herrn Dr. Scheidemann, in denen er mitteilte, dass die Vorschläge und Anregungen von der Straßenverkehrsbehörde bearbeitet worden sind. In der Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass die Beschilderung mit Schulwegtafeln an den direkten Zugängen zu den Schulen für mehr Sicherheit und Aufmerksamkeit sorgen sollen. Daher ist die Beschilderung am Neuen Sülzeweg und am Kannenstieg angeordnet und soll im Februar 2021 umgesetzt werden. Die Einrichtung von zwei Pollern wurde ebenfalls nachvollzogen.

 

Lutz Fiedler, AG GWA Kannenstieg

Marcel Härtel, Stadtteilmanagement

(Fotos: Marcel Härtel)

Seite 10 - Helga Schettges Lyrikecke

Frühling

 

Gottlob, die vielen Gärten sind jetzt bunt,

sie tragen Tulpenmeer und Fliederträume,

Kirschblüten auch und rosa Mandelbäume -

ein Blüh’n und Werden auf dem Erdenrund.

 

In allen Nestern zwitschert es und piept,

an Ernte ist noch lange nicht zu denken.

Doch Frühlingstage können Staunen schenken

und die Gewissheit, dass es Wunder gibt!

 

Frühlingsbirken

 

Es tanzen die Birkenzweige

unter dem Himmel – so blau

mit Sonne und Schäfchenwolken.

Perfekt ist des Frühlingstags Schau.

 

Noch tanzen die Birkenzweige,

sie winken uns fröhlich zu.

Lass diesen Moment uns genießen,

begrüße den Frühling auch du.

Frühlingsfahrt im April

 

Über all den grünen Büschen

hängen Tücher weiß heraus.

Von der Ferne - ohne Brille -

sieht’s wie frische Wäsche aus.

 

Doch es sind viel tausend Knospen -

kleine Blüten, wunderschön.

Gerne will man sie ergreifen,

kann sich daran satt nicht seh’n.

 

Und so winken diese Sterne

blütenweiß uns allen zu.

O, ich hab’ den Frühling gerne,

doch noch lieber bist mir DU!


Bunte Kuh*

 

Nur selten trifft man, ich geb’s zu,

im Alltag eine bunte Kuh.

Doch mir geschah’s, ich staunte sehr

und sagte gleich das Sprüchlein her:

 

„Schön Hühnchen, schön Hähnchen

und du, schöne bunte Kuh,

was sagst du dazu?“

 

Hühnchen und Hähnchen nicht dabei:

kein Krähen und kein Hühnerei.

Auch hat die Kuh sich nicht geregt

und keinen Augenblick bewegt.

 

„Schön Hühnchen, schön Hähnchen

und du, schöne bunte Kuh,

was sagst du dazu?“

 

Sie war ein Kunstwerk, Plastik nur –

und keine Brüder-Grimm-Figur.

Ich war jedoch ganz fasziniert,

dass Märchenhaftes hier passiert.

 

„Schön Hühnchen, schön Hähnchen

und du, schöne bunte Kuh,

was sagst du dazu?“

 

Im „Waldhaus“ hat man schon gespürt,

wie weit die Hilfsbereitschaft führt.

Beim Schlafen, Trinken und beim Essen

darf man die Tiere nicht vergessen!

 

„Schön Hühnchen, schön Hähnchen

und du, schöne bunte Kuh,

was sagst du dazu?“

 

Jetzt, wo man Tierschutz oft vermisst,

weiß man, wie aktuell das ist.

Ein jeder wird die Story lieben,

glaubt, dass die „Grünen“ sie geschrieben…

 

„Schön Hühnchen, schön Hähnchen

und du, schöne bunte Kuh,

was sagst du dazu?“

 

Ich ging von meiner bunten Kuh,

sie sagte keinen Mucks dazu.

Da machte ich mir einen Jux

und sprach für sie das Wörtchen: „Duks“.

 

*Figur aus dem Märchen „Das Waldhaus“ der Gebrüder Grimm. Das Kunstwerk wurde 2001 von der Hallenser

Künstlerin Christiane Jung (geb. 1962 in Rathenow) ursprünglich für die Stadt Köthen geschaffen und steht nun im „Innenhof“ des Sparkassenhauptgebäudes Magdeburg, Lübecker Straße 126.

 

Helga Schettge

(Fotos: Helga Schettge)

Seite 11 - Das war 2020

 

Ein Jahr zum Vergessen! Das Jahr kann man streichen! Diese und andere Kommentare waren oft zu hören. 2020 hat ein Virus das Leben verändert, Problem bereitet und Einschränkungen hervorgebracht, die sich so niemand vorstellen konnte. Es führte Missstände zu Tage, die vor der Pandemie nicht so deutlich erkennbar waren. Engpässe in der Medizinischen Versorgung, Personalmangel in der Pflege und im Gesundheitswesen, Investitionsstau in Schulen und Infrastruktur, lahmende Digitalisierung und vieles mehr. Mit der Verbreitung des Virus begann eine schwierige Zeit und sie ist noch lange nicht zu Ende.

Was brachte uns 2020?

Entbehrungen, Herausforderungen, Einschränkungen, Frust - Dazu eine Erkenntnis: Wie viel Wert hat eine uns vertraute "Normalität", wie dankbar sollte man für die kleinen Dinge sein?

So blicken wir auf Ereignisse im 2020 zurück, die sonst normal erschienen, in diesem Jahr jedoch besondere Momente waren.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

(Fotos: Sandro Grupe, Siegfried B. Kratz, Patrick Schulz, Marcel Härtel)


Seite 12 - Sterne der Hoffnung

 

Mit einer Schautafel im Eingangsfenster des Bürgerhauses unter dem Motto "Sterne der Hoffnung" versuchen die Mitarbeiter den sonst so zahlreichen Besucherinnen und Besuchern ein wenig Zuversicht zu übermitteln. Das Bürgerhaus hat derzeit seine Türen geschlossen, so dass nur telefonischer Kontakt gehalten werden kann. Die Hoffnung einer baldigen Möglichkeit, die Angebote des Hauses wieder ausführen zu können, ist lebendig. Dann könnten die Besucher und Besucherinnen, bei bald sicher frühlingshaften Temperaturen, die neue Sitzgelegenheit im Innenhof des Bürgerhauses nutzen. Diese wurde vom Deutschen Familienverband über den Stadtteilfonds finanziert und noch im vergangenen Jahr angefertigt.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes

(Fotos: Marcel Härtel)


Seite 12 - Gruß Renate Gerecke

Liebes Team, ich wünsche Ihnen ein gesundes und besseres Jahr 2021. Vielen Dank, dass ich weiterhin ihre Zeitschrift im Briefkasten habe. Es ist immer wieder schön, in Bildern und Texten zu sehen, was in unserem Wohngebiet passiert. Leider steht alles still, so dass im Bürgerhaus Kannenstieg keine Veranstaltungen und Kurse mehr stattfinden. Die Kontakte fehlen einem sehr. Darum ist es eine große Freude, vom Bürgerhaus Kannenstieg Post zur Weihnachtszeit oder einen Anruf zum neuen Jahr zu erhalten.

Ich möchte hiermit ein Dankeschön an Frau A. Münzel und Frau S. Albers sagen, die stets ein offenes Ohr für ihre Seniorinnen haben. Ich wünsche mir unser altes Leben zurück, so dass wir die Krise bald überwunden haben und Freunde treffen können.

Regina Gericke

Seite 12 - Weihnachtliche Grüße im Kannenstieg

 

Liebevoll gestalteten täglich im Dezember Seniorinnen und Senioren des Alten- und Service-Zentrums im Bürgerhaus Kannenstieg einen Adventskalender. Mit vielen kreativen Ideen schmückten sie die Eingangstür und luden damit Spaziergänger zum Betrachten der Weihnachtsgrüße ein. So kamen die Mitarbeiterinnen des ASZ beinahe täglich mit Stadtteilbewohnerinnen ins Gespräch, die sich neugierig den Adventskalender ansahen. Auch wenn coranabedingt das ASZ für den Besucherverkehr im Dezember erneut schließen musste, so konnten doch Informationen über das sonst umfangreiche Kurs- und Veranstaltungsprogramm weitergegeben werden. Und ganz sicher wird der eine oder andere, sobald es wieder möglich ist, das ASZ besuchen.

 

Steffi Albers

ASZ im Bürgerhaus 

Seite 12 - Impressum

Herausgeber:

Internationaler Bund

IB Mitte gGmbH

Brenneckestr. 95

39118 Magdeburg

ViSdP: Marcel Härtel

Stadtteilmanagement

Kannenstieg/Neustädter See

Pablo-Neruda-Str.11

39126 Magdeburg

Redaktion/Layout:

Conny Pappert, Marcel Härtel

E-Mail: der.lindwurm@gmx.de

Internet:

www.neustaedtersee.de

www.kannenstieg.net

Einsendeschluss 2021

07.04.2021

03.07.2021

05.10.2021

Druck:

Harzdruckerei Wernigerode GmbH

„Der Lindwurm“ erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 2000 Exemplaren. Die Zeitung wird gratis in den Stadtteilen Kannenstieg/Neustädter See ausgelegt.

48. Ausgabe 02.2021.pdf
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