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Herzlich Willkommen am Neustädter See - Unser Stadtteil im Norden der Stadt Magdeburg

Neuigkeiten

Sa

21

Jul

2018

Was kosten die Tiere im Zoo?

Mit teuren Tieren in vielerlei Hinsicht beschäftigt sich Konstantin Ruske, Kurator für Tierbestand, am 22. Juli in der ersten öffentlichen 90-minütigen Abendführung des Jahres im Magdeburger Zoo.

Welchen Preis hat ein Paar Hyazintharas, warum sind Goldene Löwenäffchen tatsächlich „Goldstaub“ und Chinesische Schopfhirsche eigentlich unbezahlbar? Wie schützt der Zoo seine kostbarsten Pfleglinge, welche Finanzmittel muss er aufwenden, damit neue Elefanten einschweben können? Welche Gebühren sind fällig, um Weißrüsselnasenbären aus Kuba auszufliegen, was hat eine Invasivartenliste mit Wertsteigerung zu tun und wie viel „verschlingt“ die Flaschenfütterung eines Tigers in Handaufzucht? Die Besucher können auf dem Rundgang zum Tagesausklang bei angenehmen Temperaturen Interessant-Vergnügliches über materielle und ideelle Aktivposten in der Tiergesellschaft des Zoos erfahren.

Treffpunkt ist um 18 Uhr an der Zoowelle (Eingangsgebäude), die Teilnahme kostet zehn Euro (zzgl. Abendtarif für den Zooeintritt), für Kinder fünf Euro.

(Quelle: Volksstimme, 21.07.2018)

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Do

19

Jul

2018

Wassersportler trotzen Blaualgen

Während am Strandbad Neustädter See Badeverbot herrscht, ist das Wasser am Westufer unbedenklich

Im Strandbad des Neustädter Sees dürfen die Besucher nicht ins Wasser. Von Blaualgen und Badeverbot nicht betroffen ist das Cable Island. Doch auch hier bleiben wie am Kiosk im Strandbad die Besucher aus.

Christin Birkholz und Sabine Pohl sind Stammgäste von Cable Island im Neustädter See. Christin Birkholz sagt: „Bei einem so tollen Sommerwetter muss man einfach an den See und ins Wasser.“ Dabei können sich die Badegäste dieser Tage über besonders viel Platz freuen. Der Grund: Für das Strandbad auf der gegenüberliegenden Seite gilt wegen giftiger Blaualgen derzeit ein Badeverbot. Viele derer, die sonst hier zum Wasserskifahren, zum Stand Up Paddling oder zum Baden an der kleinen Badestelle kommen, ist nicht bewusst, dass hier kein Badeverbot gilt. Erst am Dienstag hat die Magdeburger Stadtverwaltung bestätigt: Bei 1,80 Meter Sichttiefe ins Wasser kann hier von einer Gefahr durch Blaualgen keine Rede sein.

Jacqueline Böhlecke betreibt gemeinsam mit ihrem Mann Carsten Cable Island und sagt: „Für uns ist das sehr ärgerlich. Bei solchem Wetter haben wir sonst volles Haus – und jetzt das.“ Viel zu tun haben die Betreiber der Wassersportanlage mit Gastronomie derzeit damit, Anrufern zu erläutern, dass der Betrieb auf der Westseite des Neustädter Sees wie gewohnt läuft. Jacqueline Böhlecke berichtet, dass gerade Firmen, die einen Tag auf dem Gelände gebucht haben oder Eltern von Kindern, die an den Ferienkursen teilnehmen, sich melden und wissen möchten, ob die gebuchten Termine stattfinden. „Das ist bei allen der Fall“, sagt Jacqueline Böhlecke.

Der Grund für den Unterschied zum mit Blaualgen belasteten Cable Island: Es liegt auf der Westseite des Neustädter Sees. Bei den in der Region vorherrschenden Westwinden werden Blaualgen, die hier wachsen, recht zügig in die Bucht auf der Ostseite des Gewässers getrieben, wo sie dann verklumpen und die ebenso unappetitlichen wie giftigen Algenteppiche bilden.

In der Bucht auf der gegenüberliegenden Seite des Sees befinden sich große Teile des gesperrten Strandbads, das von der Stadt betrieben wird und wo der Badebetrieb wieder aufgenommen werden soll, wenn es die Situation zulässt. Eine nächste Untersuchung des Wassers ist für den 25. Juli angekündigt.

Am gestrigen Nachmittag hat sich dort keine Handvoll von Besuchern zum Sonnenbad eingefunden. Unter den ausbleibenden Kunden leidet hier die Betreiberin des Kiosks „Happy Snack“ auf dem Gelände am Strandbad der Stadt. Seit 20 Jahren verkauft sie dort Imbiss und Getränke an die Badegäste und sagt: „So etwas hatten wir nun wirklich noch nicht.“ Normalerweise ist der Kiosk in der Ferienzeit ab Mittag geöffnet – jetzt wird aber je nach Situation entschieden. „Dann gehe ich auch einmal bei den Besuchern vorbei und frage, ob sie ein Würstchen oder eine Cola möchten“, berichtet die Betreiberin des Kiosks. Man könne jetzt nicht viel mehr machen, als die Lage zu beobachten und zu hoffen, dass es bald wieder vorbei sei mit dem Blaualgen-Spuk. Ihr geht es damit ähnlich wie denen, die am immer wieder von Blaualgen betroffenen Barleber See ihre wirtschaftliche Existenz aufgebaut haben.

Den Mitarbeitern des Strandbads scheint es ähnlich zu gehen: Sie kümmern sich derzeit um gärtnerische Tätigkeit, informieren Besucher, dass das Baden nicht erlaubt ist und überwachen das Badeverbot. Abends, wenn sie weg sind, wagen sich ein paar Mutige dann trotz der Warnung an die vorderen Stellen des Strandbads ins Wasser, an denen keine Blaualgenteppiche sichtbar sind. Damit sich die Lage hier entspannt, wären drei Tage Regen das Beste.

Nicht vom Strandbetrieb abhängig ist die Gaststätte „Am Seeblick“ ein paar Meter weiter. Daher herrscht dort auch normaler Betrieb.

(Quelle: Volksstimme, 19.07.2018)

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Mi

18

Jul

2018

Riesenmädchen bekommt Riesenbruder

Zwei Graffiti-Künstler der Gruppe Strich-Code sind zurzeit dabei, ein Riesenbild eines Kindes an die Hausgiebelwand in der Lumumbastraße zu sprayen. Das Bild wird den neunjährigen Tyler Buhlert zeigen – mit Fußball und im Trikot. Damit soll an die tolle Stimmung während des Aufstiegs des 1. FC Magdeburg in die 2. Bundesliga erinnert werden. Mit dem riesigen Graffito bekommt das „schaukelnde Mädchen“, das auf der gegenüberliegenden Wand zu sehen ist, jetzt Gesellschaft. Beide hat die Magdeburger Wohnungsbaugenossenschaft (MWG) in Auftrag gegeben.

(Quelle: Volksstimme, 18.07.2018)

 

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Mi

11

Jul

2018

Neustart mit Wohnhaus an der Allendestraße

Gewerbeimmobilie soll abgerissen werden / Investor in Gesprächen mit Stadtverwaltung

Der Gewerbekomplex an der Salvador-Allende-Straße 22a/b ist nach Jahren des Beinahe-Leerstands verkauft. Der neue Eigentümer plant den Abriss und Neubau eines reinen Wohnhauses.

Bis auf ein Second-Hand-Geschäft, das bislang tapfer die Stellung hielt, sind alle Schaufenster der Gewerbeimmobilie schon lange leer. Erst schloss die Schlecker-Drogerie, dann zogen Fleischer, Bäcker und Friseur aus, schließlich der Lebensmitteldiscounter Aldi als Ankermieter. Vier Jahre ist es jetzt her, dass die Supermarkt-Kette dem Standort am Ende der Allendestraße den Rücken kehrte und der Komplex zusehends verwaiste.

Dabei hat der geschwungene Baukörper gerade einmal etwas mehr als 20 Jahre auf dem Buckel. Der Eigentümer, der das Nahversorgungszentrum Anfang der 1990er Jahre für eine Millioneninvestition errichtete, machte die Schließung der Straße Am Vogelgesang für den Niedergang des Objekts verantwortlich. Durch den Wegfall der Verbindung für die Erweiterung des Magdeburger Zoos – mittlerweile als Africambo 2 längst eröffnet – blieben die Kunden weg, führte er an und suchte seitdem nach einem Käufer für das Objekt.

Mittlerweile ist er fündig geworden. Ein Immobilienunternehmen aus Cottbus hat das Grundstück erworben und plant den Abriss des Bestandsgebäudes. Viel mehr Informationen will der Investor jedoch noch nicht preisgeben, weil das Projekt noch in der Vorplanung steckt. Aktuell befinde man sich in „sehr guten“ Gesprächen mit der Stadtverwaltung, um zu sehen, was gebaut werden darf. Im Herbst könnte es dann genauere Informationen geben.

Fest steht aber, dass ein reines Wohnhaus Nachfolger für den Gewerbekomplex in der Nähe des Neustädter Sees werden soll. Dieses muss sich städtebaulich als „Brückenbau“ an die hochgeschossigen Plattenbauten sowie den Zoo als Nachbarn anpassen.

(Quelle: Volksstimme, 11.07.2018)

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Di

10

Jul

2018

Klosterwuhne-Schule: Erst der Eingang, dann der Pausenhof

Stadtverwaltung nutzt Ferienzeit für Sanierungsarbeiten an Einrichtung in der Pablo-Neruda-Straße / Weitere Pläne für den Herbst

Während die Schulkinder ihre Ferien genießen, herrscht an vielen Schulen im Stadtgebiet derzeit Hochbetrieb. Die Urlaubszeit wird traditionell dazu genutzt, um dringend notwendige Sanierungsarbeiten durchzuführen, die bei laufendem Unterrichtsbetrieb nur unter erschwerten Bedingungen möglich wären.

So auch an der Grundschule „An der Klosterwuhne“. An der Einrichtung an der Pablo-Neruda-Straße wurde in der Vorwoche damit begonnen, die Metallkonstruktion über dem Eingangsbereich zu entfernen.

Neues Dach für Treppe

Diese soll nach Angaben von Rathaussprecher Michael Reif ersetzt werden. „Es wird die Überdachung zum östlichen Treppenzugang erneuert. Diese Arbeiten werden pünktlich zum Schulbeginn beendet sein“, teilt er auf Volksstimme-Anfrage mit. Dieser ist in diesem Jahr am 9. August.

Die Grundschule am Neustädter See wird in diesem Jahr noch einmal zur Baustelle. Denn nach aktuellem Stand soll im Herbst die lang geforderte Sanierung des Pausenhofs beginnen. Seit Jahren hatte Schulleiter Torsten Olle immer wieder eine Verbesserung des Zustandes angemahnt. Nun soll es aber soweit sein. Gut 500 000 Euro waren für die Sanierung veranschlagt worden. Was genau geplant ist, wurde bis jetzt noch nicht bekannt gegeben.

(Quelle: Volksstimme, 10.07.2018)

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So

08

Jul

2018

Tyler leistet schaukelndem Mädchen Gesellschaft

Strichcode-Künstler besprühen zweiten Giebel an der Lumumbastraße

Das schaukelnde Mädchen auf dem Giebel eines Hochhauses an der Lumumbastraße wird in den nächsten Wochen Gesellschaft bekommen – und zwar von einem Fußball-Jungen. Der neunjährige Tyler Buhlert stellt sich als Motiv zur Verfügung und wird künftig das Hochhaus schmücken, das vom Magdeburger Ring aus weithin sichtbar ist, und wird auf diese Weise die Magdeburger und ihre Gäste grüßen. Das Motiv ist angelehnt an die positive Stimmung, die nach dem Aufstieg des 1. FC Magdeburg in die 2. Fußball-Bundesliga in der Stadt herrscht. Den Auftrag erhielt die Magdeburger Firma „Strichcode“, die auch schon das schaukelnde Mädchen auf den Giebel des Nachbarhauses gebracht hatte. Gordon Motsch und Tobias Hildebrandt werden das Motiv auf die Wand sprühen. An die große Höhe müssen sich die beiden erst einmal wieder gewöhnen. Ab dem achten Stockwerk werde es ihm schon etwas mulmig, erzählt Gordon Motsch. Doch daran gewöhnt er sich nach einigen Tagen. Viele Hilfsmittel haben die Künstler nicht, um das Motiv von einem kleinen Foto auf die Wand zu übertragen. Zugute kommen ihnen jedoch die Platten, mit denen der Giebel verziert ist. Denn diese dienen als Grundraster. „Wir legen sie über das Bild und können dann das Motiv nach und nach auf die Wand übertragen.“

Wie genau Tyler in Szene gesetzt wird, das sollte gestern noch nicht verraten werden. Nur so viel: Es wird ein Jubelfoto sein und der Neunjährige wird eine Hose mit der Nummer 10 des 1. FCM tragen, der Nummer von Nico Hammann. Der war gestern als Pate des Projektes ebenfalls vor Ort und hinterließ dem Neunjährigen natürlich auch ein Autogramm.

Die Magdeburger Wohnungsbaugenossenschaft (MWG) investiert einen fünfstelligen Betrag in das Bild. Ob weitere Bilder folgen werden, sei noch nicht klar, erklärte Vorstandssprecher Thomas Fischbeck. Es gebe noch zwei freistehende Giebel, von denen einer allerdings der Wobau gehöre. Vielleicht wäre dort ein Kooperationsprojekt möglich, sagte er. Pläne gebe es bislang jedoch nicht. Und so werden die beiden Kinder vorerst die einzigen bleiben, die die Magdeburger und Gäste schon von ferne grüßen.

(Quelle: Volksstimme, 07.07.2018)

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So

08

Jul

2018

Sportfest für Familien im Stadtteiltreff Oase

Wer sich nach den langen Ferien sportlich betätigen möchte, kann sich schon den Sonnabend, 18. August, vormerken. Denn der Bürgerverein Nord und das Stadtteilmanagement des IB laden an diesem Tag Familien zum Sportfest in den Stadtteiltreff Oase ein. Unterschiedlichste Disziplinen und Sportspiele warten auf die Teilnehmer, die zwischen 14 und 18 Uhr willkommen sind.

(Quelle: Volksstimme, 07.07.2018)

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Do

05

Jul

2018

Zoo-Imbiss hat die Fliegen vertrieben

Gesundheitsamt gibt nach einer weiteren Kontrolle der „Villa Kunterbunt“ grünes Licht für die Wiedereröffnung

Der am Montag geschlossene Zoo-Imbiss durfte gestern um 11.30 Uhr wieder den Betrieb aufnehmen. Das teilten die Sprecherin von Marché-Möwenpick, Betreiber der Gastronomie, und Zoosprecherin Regina Jembere mit. Rathaussprecher Michael Reif bestätigte am Nachmittag: „Es erfolgte durch unsere Lebensmittelkontrolleure vor Ort eine Nachkontrolle, die keine Beanstandungen ergab. Der Verkauf unverpackter Lebensmittel kann dort wieder ohne Einschränkungen erfolgen.“

Mitarbeiter des Gesundheitsamtes hatten nach einer Routinekontrolle zu Wochenbeginn vorübergehend eine Untersagung des Kioskbetriebes in Nachbarschaft von Streichelgehege und Spielplatz verfügt. Grund war ein starkes Aufkommen von Fliegen auf unverpackten Lebensmitteln in der Verkaufseinrichtung.

Die Betreiber reagierten prompt, bestellten einen Schädlingsbekämpfer ein, entsorgten alle unverpackten Lebensmittel und unterzogen das Imbiss-Häuschen einer gründlichen Reinigung inklusive Desinfektion.

Marché-Sprecherin Nicole Maissen entschuldigte sich im Namen ihres Unternehmens bei Zoobesuchern für die Unannehmlichkeiten, nannte die bei der Kontrolle vorgefundenen Zustände „absolut inakzeptabel“ und gelobte „weitere Maßnahmen“, die ein erneutes Auftreten einer Fliegenplage an der Lebensmittelausgabe verhindern sollen.

Eine gesundheitliche Gefährdung der Imbiss-Kunden habe nach Einschätzung der Kontrolleure zu keiner Zeit bestanden, ließ die Rathaus-Pressestelle verlauten. Kontrollen in gastronomischen Einrichtungen seien Alltag in Magdeburg und eine der Hauptaufgaben der Kontrolleure des Gesundheitsamtes, so Rathaussprecher Michael Reif. Beim jüngsten Einsatz am vergangenen Montag habe es für weitere Untersagungen keinen Anlass gegeben.

(Quelle: Volksstimme,05.07.2018)

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Do

05

Jul

2018

Fliegenplage: Amt schließt Zookiosk

Hygienekontrolleure stoppen den Verkauf unverpackter Lebensmittel neben dem Streichelgehege

Kontrolleure des Gesundheitsamtes haben den Betrieb eines Imbiss-Kiosks im Zoo untersagt. Auf den Lebensmitteln tummelten sich zu viele Fliegen. Der Betreiber entschuldigt sich bei Zoobesuchern.

Die vorübergehende Schließung des Kiosks hatten Lebensmittelkontrolleure bereits am Montag verfügt. Die Volksstimme erhielt gestern einen Hinweis auf den ungewöhnlichen Vorgang und ging dem nach. Cordula Zander, Leiterin des Zoorestaurants Africambo-Lodge, zu der auch der Imbiss gehört, verweist auf Nachfrage in die Schweiz. Hier hat die Kette Marché-Möwenpick – seit 2016 Betreiber der Zoogastronomie – ihren Sitz. Deren Sprecherin Nicole Maissen wird später aus dem fernen Kanton Zürich eine Entschuldigung an die Magdeburger Zoobesucher absetzen und versichern, „dass wir alles dafür tun werden, dass ein derartiger Vorfall der Vergangenheit angehört“.

Zoodirektor Kai Perret ist wenig amüsiert über den Vorgang und spricht als Erster öffentlich Klartext: „Ja, der Kiosk ist geschlossen worden. Es hat ein erhöhtes Fliegenaufkommen gegeben.“ Ein Schädlingsbekämpfer sei bereits am Montag vor Ort gewesen. Perret hofft auf eine schnelle Wiedereröffnung. Der Kiosk am Streichelgehege, offizieller Name „Villa Kunterbunt“, ist neben dem Restaurant Africambo-Lodge die einzige Versorgungsstation im Zoo und bietet mit Pommes, Wurst, Eis und Getränken eine Alternative zum Besuch der Gaststätte.

Vor Ort trifft die Volksstimme gestern auf eine Reihe Zoobesucher, die ihrem Ärger vor dem geschlossenen Kiosk und später auch am Zooausgang Luft machen. Von einer Fliegenplage ist gestern rund um den geschlossenen Kiosk und auch im Ziegengehege nebenan nichts auszumachen. Allerdings bestätigt der Zoodirektor aus eigener Erfahrung ein vermehrtes Fliegenvorkommen im Zoo in der aktuellen Hitzeperiode. „Wir müssen damit leben, denn der Einsatz von Insektiziden kommt für uns nicht infrage“, sagt Perret mit Blick auf die aktuelle Diskussion über die negativen Wirkungen solcher Insektengifte auf Mensch und Umwelt. Auf die Frage, ob ein Lebensmittelkiosk direkt neben einem Ziegengehege nicht generell falsch positioniert ist, sagt Perret: „Wir haben hier selbst jahrelang einen Kiosk betrieben, bevor der Betrieb an den Pächter der Gastronomie überging. So einen Vorfall hat es bisher noch nie gegeben.“

Die Rathauspressestelle gab gestern zunächst wenig konkret zu Protokoll, dass bei einer Routinekontrolle am Kiosk Hygienemängel festgestellt worden seien, „die das Inverkehrbringen von unverpackten Lebensmitteln nicht erlauben“. Später bestätigt Rathaussprecher Michael Reif auch die Fliegenplage-Version. „Unsere Kollegen vom Gesundheits- und Veterinäramt gehen nicht davon aus, dass ein gesundheitliches Risiko bestand“, so Reif weiter. Die Untersagung sei dennoch als nötig erachtet und der Betreiber zur Beseitigung der festgestellten Mängel aufgefordert worden. Wenn dies erfolgt sei, könne der Kiosk wieder öffnen.

Die für die Zoogastronomie verantwortlichen Schweizer schütten sich sprichwörtlich Asche aufs Haupt und nennen den Fliegenfund des amtlichen Hygienetrupps selbst „absolut inakzeptabel“. Marché-Sprecherin Maissen weiter: „Unser Schädlingsbekämpfer wurde sofort nach Bekanntwerden der Sachlage erneut beauftragt, weitere Maßnahmen zu ergreifen, den Standort zu inspizieren und die Fliegen zu bekämpfen. Außerdem wurden alle offenen Lebensmittel vollständig entsorgt. Der Betrieb wurde vom Schädlingsbekämpfer desinfiziert. Danach fand eine umfassende Grundreinigung statt.“ Alle Maßnahmen dienten dazu, dass der Imbiss zügig wieder öffnen könne. Dazu ist allerdings eine weitere Kontrolle von Amts wegen angesetzt. Der Zeitpunkt war gestern noch unklar.

Für die Zukunft planen die Betreiber „weitere Maßnahmen“ zur regelmäßigen Schädlingsbekämpfung abseits eines Gifteinsatzes. Geprüft werde unter anderem der Einsatz eines Ventilators, der Fliegen das Eindringen erschweren soll.

(Quelle: Volksstimme,04.07.2018)

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Di

03

Jul

2018

Plan fürs „Auspacken“ der Schrote

Unterirdisches Gewässer soll am Neustädter See für 6,6 Millionen Euro freigelegt werden

Entlang des Westufers am Neustädter See soll die bislang unterirdisch fließende Schrote „ausgepackt“ werden. Kosten für die Aktion: fast 6,6 Millionen Euro.

Die meisten Spaziergänger auf der Uferpromenade werden es gar nicht wissen, dass unter ihren Füßen die Schrote entlang fließt. Als das Neubaugebiet Magdeburg-Nord in den 1970er Jahren am Reißbrett der DDR-Stadtplaner entstand, wurde entschieden, das Flüsschen in der Erde verschwinden zu lassen. 40 Jahre später ist es für die Stadtverwaltung nun an der Zeit, diese Entscheidung rückgängig zu machen und die Schrote wieder ans Tageslicht zu holen.

„Freilegung/Renaturierung Schrote beim Neustädter See“ heißt die Drucksache, die jetzt vom Oberbürgermeister für den Weg durch die Stadtratsgremien freigegeben wurde. Darin wird detailliert erläutert, wie das Wasser wieder an die Oberfläche kommen soll. Ausgehend vom Gelände des Magdeburger Zoos, durch das die Schrote fließt und wo sie im Untergrund verschwindet, soll sie auf einer Strecke von gut einem Kilometer wieder „in einen naturnahen Zustand“ versetzt werden. Nördlich der Straßenbahnwendeschleife soll die Baumaßnahme am jetzigen Austrittspunkt enden.

Gewässerlandschaft

Aktuell ist die Trasse eine reine Grünfläche, die nicht mit Bäumen bepflanzt werden darf, weil deren Wurzeln in den Wasserlauf reichen und für Probleme sorgen könnten. Durch die Freilegung wäre dann aber eine „parkähnliche Baumbepflanzung“ möglich. Die Stützmauer, die derzeit die Uferpromenade vom oberen Gehweg entlang der Hochhäuser trennt, würde bei der Umsetzung des Projekts abgerissen werden. Stattdessen würde eine „interessant gestaltete Gewässerlandschaft“ entstehen. Nördlich der Barleber Straße soll die bestehende Brachfläche durch die Öffnung des Gewässerlaufs zu einer Sumpfzone werden.

Der neue Gewässerlauf folgt grundsätzlich geradlinig nach Norden, nur am Hochhaus Salvador-Allende-Straße 32 schwenkt er kurz nach Osten, um Platz für die erforderliche Feuerwehrzufahrt zu lassen. Bei den Querungen der Barleber Straße und Salvador-Allende-Straße sowie der Straßenbahntrasse bleibt die derzeitige Verrohrung als Brücken erhalten. Vier neue Brücken ermöglichen an den Hauptfußwegen den Übergang über die Schrote.

Fast 6,6 Millionen Euro soll das Projekt kosten. Der Löwenanteil (gut 5,2 Millionen Euro) kommt dabei über das EU-Förderprogramm Efre vom Bund. Das Land steuert 920 000 Euro bei. Der Eigenanteil der Kommune liegt bei verhältnismäßig geringen 460 000 Euro.

Hauptziel ist nach Angaben der Stadtverwaltung die Verbesserung des Wohnumfeldes und die Verschönerung des Stadtbildes. Die Maßnahme dient zudem den Zielen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Isek), insbesondere dem Leitbild: „Grüne Stadt aus Tradition“.

Verbessertes Stadtklima

Daneben spielen auch Umweltaspekte eine Rolle. Die Freilegung würde zum einen den Anforderungen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) entsprechen. Zum anderen wird die Selbstreinigungskraft des Gewässers gestärkt und das Wanderungsverhalten von Fischen und Amphibien verbessert. Schließlich würde sich dadurch auch das Stadtklima verbessern.

Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW), eigentlich zuständig für die Unterhaltung der Schrote, unterstützt die Pläne zu ihrer Freilegung, weil es „zur Erlangung der Ziele der WRRL beiträgt und sich positiv auf das Stadtbild auswirkt“.

Nach den Planungen der Stadt könnte das Projekt Ende 2020 begonnen und im Jahr darauf beendet werden. Vorausgesetzt Anfang 2019 liegt der Fördermittelbescheid vor. Bevor es schön an der Schrote wird, sind aber zunächst umfangreiche Arbeiten notwendig, die „erhebliche Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft“, inklusive Baumfällungen, bedeuten, wie die Verwaltung einräumt. Dafür sollen aber mindestens 80 neue Bäume gepflanzt werden.

(Quelle: Volksstimme, 02.07.2018)

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