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Neuigkeiten

Mo

19

Aug

2019

Trödelmarkt im Eichenweiler

Am Sonnabend, 31. August, von 10 bis 14 Uhr, findet der 2. Siedlertrödelmarkt im Eichenweiler statt. Die Anwohner haben dazu ihre Häuser aufgeräumt und so noch einige verborgene Schätze gefunden. Diese werden sie an diesem Tag vor ihren Grundstücken zum Kauf anbieten.

Der Siedlerverein Eichenweiler hat eine lange Tradition und ein aktives Vereinsleben. Über das gesamte Jahr finden zahlreiche Veranstaltungen statt: Beginnend mit einer Mitgliederversammlung Anfang des Jahres geht es weiter mit einem gemeinsamen Ausflug, über das Sommerfest, im Herbst einen Tausch von Pflanzen, das Erntedankfest und zum Abschluss des Jahres folgt ein kleiner Weihnachtsmarkt sowie das Weihnachtsfest.

2021 wird der Verein 90 Jahre alt und die Siedlung Eichenweiler schon 100 Jahre.

(Quelle: Volksstimme, 17.08.2019)

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So

11

Aug

2019

Kinderfest auf dem Leuchtturmspielplatz

Das diesjährige „Kinderfest am Leuchtturm“ findet am Freitag, 30. August, statt. Die Spielplatzpaten vom Linke-Ortsverein Nord laden mit zahlreichen Unterstützern von 15 bis 17.30 Uhr zu Spiel und Spaß auf dem Spielplatz am Seeufer ein.

(Quelle: Volksstimme, 10.08.2019)

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So

11

Aug

2019

Havarie am „Geister-Hochhaus“

SWM reparieren defekten Hausanschluss in der Ziolkowskistraße 22 / Saniert, aber nicht vermietet

Vor dem Hochhaus Ziolkowskistraße 22 hat es eine Havarie an einer Fernwärmeleitung gegeben. Weil die Wohnungen in dem sanierten Gebäude immer noch nicht vermietet sind, können die SWM die Reparatur ohne Einschränkungen durchführen.

Seit Anfang der Woche ist die kurze Verbindung zwischen der Barleber Straße und der Ziolkowskistraße wegen Bauarbeiten gesperrt. Ein Graben zieht sich quer über die Fahrbahn. Die Städtischen Werke Magdeburg (SWM) sind dort nach einer Havarie an einer Fernwärmeleitung im Einsatz.

Der sogenannte Haubenkanal, die Betonummantelung für die eigentliche Fernwärmeleitung, ist in diesem Bereich beschädigt, erklärt SWM-Sprecherin Cornelia Kolberg auf Volksstimme-Anfrage. Die Anlage stammt aus dem Jahr 1976, als das Wohngebiet Nord aus dem Boden gestampft worden war.

Hausanschluss betroffen

Ein eher glücklicher Umstand für den kommunalen Energieversorger ist die Tatsache, dass der Schaden unmittelbar vor dem Hochhaus Ziolkowskistraße 22 auftrat. „Somit wurde nur der Hausanschluss dieses Gebäudes in Mitleidenschaft gezogen“, stellt Cornelia Kolberg fest. Und da dieses seit vielen Jahren leersteht und trotz bereits erfolgter Sanierung bis heute nicht wieder bewohnt ist, sind durch die Havarie sowie die anschließenden Reparaturarbeiten keine Kunden betroffen. Auch weitere Anlieger im Umfeld haben keine Einschränkungen in der Fernwärmeversorgung.

2013 hatte ein Berliner Investor den Sechzehngeschosser ersteigert und drei Jahre später mit der Sanierung begonnen. Innen und außen ist er praktisch seit gut einem Jahr fertig modernisiert. Doch weil u. a. noch eine 50 Meter hohe Metalltreppe als Brandschutzauflage fehlt, stehen die 134 Wohnungen bis heute leer.

Reparatur bis Monatsende

Der Investor hatte angegeben, keine Fachfirma finden zu können, die die Konstruktion zu einem Preis nach seinen Vorstellungen anfertigen wolle. Zuletzt hieß es im Frühjahr aus Berlin, dass voraussichtlich im Herbst die Vermietung beginnen könne. Aktuell sieht es danach jedoch nicht aus, ein erneuter Kontaktversuch schlug gestern fehl.

Die Reparaturarbeiten an der Fernwärmeleitung sollen nach Angaben der SWM-Sprecherin bis Ende August abgeschlossen sein. Bis dahin erfolgt eine Umleitung über die Ziolkowskistraße zur südlich gelegenen Einmündung in die Barleber Straße.

(Quelle: Volksstimme, 09.08.2019)

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So

28

Jul

2019

Bauarbeiter pflastern Schulhof

Kinder der Grundschule Klosterwuhne können sich auf neue Spielgeräte freuen

Auf dem Pausenhof der Grundschule An der Klosterwuhne wird trotz brütender Hitze fleißig gearbeitet, so dass die Bauarbeiten auf dem Schulhof Schritt für Schritt vorangehen. Aktuell werden unter anderem gerade Pflasterarbeiten realisiert. Stein für Stein wird auf diese Weise ein neuer, ebener Untergrund geschaffen. Geplant ist auf dem Schulhof unter anderem auch ein Klassenzimmer unter einem Baum. Ist es erst fertiggestellt, können die Kinder dort auch im Freien lernen. 560 000 Euro kostet die Baumaßnahme, die im Mai begonnen wurde. Unter anderem werden auch neue Spielgeräte aufgestellt, die teils mit Spendengeld finanziert wurden. Das Geld kommt aus den Förderprogrammen Stadtumbau Ost und Soziale Stadt. Etwa 370 Kinder lernen in der Schule. Sie freuen sich natürlich besonders, wenn der neue Pausenhof fertiggestellt ist und zum Spielen freigegeben wird. Um die Sanierung hatte sich die Schule lange bemüht.

(Quelle: Volksstimme, 26.07.2019)

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Sa

20

Jul

2019

Der kurze Weg zum Zoo

Neuer Rundweg für Fußgänger eröffnet

Jahrelang hatten die Anwohner darauf gewartet, nun ist es endlich so weit: Der neue Fuß- und Radweg am Zoo ist fertiggestellt.

Auf einem kurzen Weg gelangen Radfahrer und Fußgänger seit kurzem wieder von der Salvador-Allende-Straße zur Straße Am Vogelgesang. Jahrelang hatten sie darauf gewartet, nun ist das neue Teilstück zwischen Zooparkplatz und östlicher Salvador-Allende-Straße fertiggestellt und zur Nutzung freigegeben.

Der Ärger darum war groß gewesen. Schließlich konnten die Bewohner aus dem jeweils anderen Stadtteil über die Straße Am Vogelgesang schnell von einem in den anderen Stadtteil gelangen. Doch mit dem Bau von Africambo 2 und dem Elefantengehege beanspruchte der Zoo Teile der Straße, um das neue Gehege errichten zu können.

Wartezeit seit dem 15. August 2016

Die Straße Am Vogelgesang wurde am 15. August 2016 auch für Fußgänger gekappt. Die mussten dann den Umweg über die Straßen Aue und Wachtelsteg gehen. Das erste Feedback von zwei Passanten, die den Weg am Mittwoch zum ersten Mal nutzten: „Gut.“ Allerdings könnten sie schon verstehen, dass die Anwohner in dem Bereich sich beschweren würden. „Es ist schon auch Krach zu hören“, sagten die zwei Frauen, die namentlich nicht genannt werden wollten.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss nach wie vor längere Umwege in Kauf nehmen. Dabei geht es auch darum, dass die nahen Wohngebiete rund um die Allende-straße seit der Schließung der Straße Am Vogelgesang nur noch eine Zufahrtstraße haben. Sollte es einmal eine Havarie geben, wären diese Teile der Wohngebiete vom Verkehr abgeschnitten.

Vier Varianten waren nun geprüft worden, haben sich jedoch nicht als praktikabel erwiesen, wie Baubeigeordneter Dieter Scheidemann erklärte. Er verwies auch darauf, dass im Falle eines Neubaus des geplanten Aquariums am Zoo ein komplett neues Verkehrskonzept aufgestellt werden müsste.

Africambo 2 wurde im Juni 2017 eingeweiht.

(Quelle: Volksstimme, 19.07.2019)

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Do

18

Jul

2019

Kinder werden Ackerhelden

Pflanzaktion im Hort Weltentdecker sorgt für große Begeisterung

Die Mädchen und Jungen aus dem Hort Weltentdecker sind Teil eines Pflanzprojektes. Viele Pflanzen konnten die Kinder ohne Probleme benennen.

Große Begeisterung herrschte gestern im Hort Weltentdecker an der Pablo-Neruda-Straße: Die Mädchen und Jungen wurden zu Ackerhelden. Hochbeete wurden gebaut und mit Erde befüllt und durften von den Mädchen und Jungen bepflanzt werden. Und die Kinder waren mit Begeisterung dabei und konnten anschließend Paprika, Salat, Mangold, Erdbeere und mehr sicher benennen – auch ohne auf den aus Klammern und Holzspießen gebauten Schildchen noch einmal nachzuschauen.

Die Kinder sind Teil des Projektes „Ackerhelden machen Schule“. Auf dieses stieß Hortleiter David Biester zufällig. „Wir wollten eigentlich gern den alten Schulgarten der Grundschule Klosterwuhne mit den Kindern nutzen“, erzählt er. Doch dieser hat inzwischen einen neuen Eigentümer und der Kontakt sei für den Hort nicht herzustellen gewesen, erzählt der Hortleiter. Wenige Wochen später erhielt er eine E-Mail, in der die „Ackerhelden“ ihr Projekt bekanntmachten. Vergangene Woche antwortete er, am nächsten Tag sei bereits die Zusage gekommen. Nur eine Woche später fand gestern der Einführungsworkshop statt, der die sieben Hortkinder, die sich dafür angemeldet hatten, restlos begeisterte.

Erste Erfahrungen auf Balkonien gesammelt

Laura und Finya (Foto) erzählten, dass sie zu Hause auch schon Blumen gepflanzt haben. Sie sind zum Beispiel für Tomaten und Erdbeeren in Balkonkästen und kleinen Kübeln verantwortlich, gießen sie und freuen sich natürlich auch über die Früchte der damit verbundenen Arbeit. Jetzt sind sie erst einmal gespannt, ob die Pflänzchen im Innenhof des Hortes auch gedeihen werden. Nach dem Einführungsworkshop wird es im Herbst noch eine Folgeveranstaltung geben, außerdem erhalten die Mitarbeiter des Hortes Material, mit dem sie mit den Kindern arbeiten können.

In insgesamt sechs Einrichtungen in Magdeburg sind die Ackerhelden in den nächsten Wochen zu Gast und wollen auf diese Weise bei Kindern ein Bewusstsein dafür schaffen, wo Lebensmittel eigentlich herkommen – und das durch alle Sinne, berichtet Tobias Paulert von den Ackerhelden. Das Projekt ist dabei auch Gesundheits- und Ernährungsbildung für Kinder und Jugendliche. Seit 2013 sind sie aktiv. „Die kleinen Ackerhelden erleben hautnah die magischen Prozesse der Natur und lernen, was biologische Vielfalt bedeutet und warum sie so wichtig ist“, erzählt er. Zudem kommen sie in Berührung mit ökologischer Landwirtschaft und erfahren, wie gesunde Lebensmittel entstehen. So erhalten sie das grundlegende Rüstzeug, um später sozial, ökologisch und gesundheitlich nachhaltige Konsumentscheidungen treffen zu können.

David Biester und Tobias Paulert sind immer wieder überrascht, wie einfach sich Kinder begeistern lassen. „Da müssen wir uns manchmal ein wenig an die eigene Nase fassen, weil Kinder viel zu selten die Gelegenheit bekommen, in Gärten zu wirtschaften“, sagt Paulert.

(Quelle: Volksstimme, 18.07.2019)

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Sa

06

Jul

2019

„Kranichhaus“ wird 20 Jahre

Das Nachbarschafts- und Servicezentrum „Kranichhaus“ in Magdeburg-Nord konnte in dieser Woche sein 20-jähriges Bestehen feiern. Die Einrichtung im Hochhaus Schrotebogen 12 befindet sich in Trägerschaft der Volkssolidarität und wird von der Landeshauptstadt Magdeburg gefördert.

Seit der Eröffnung 1999 bietet die Einrichtung vielen Interessierten die Möglichkeit, die verschiedensten Angebote der Freizeitgestaltung, wie Sport- und Spielrunden sowie Gedächtnistraining vor Ort zu nutzen.

Derzeit findet beispielsweise freitags ein Seniorentanzkurs statt. Monatlich können die Bürger auch Termine zur Sozialberatung nutzen. Nicht zuletzt ist das „Kranichhaus“ Heimstatt mehrerer Kreativgruppen.

Der Offene Treff ist montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr sowie freitags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Weitere Infos gibt es unter Tel. 252 92 80.

(Quelle: Volksstimme, 06.07.2019)

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Sa

06

Jul

2019

Tiefbauamt beseitigt Stolperfalle in Nord

Rollstuhlfahrer Andreas Poppe ist in der Fußgängerzone auf der Nordseite der Salvador-Allende-Straße zwischen Barleber Straße und der Rampe zur Apotheke eine Stolperfalle aufgefallen. „Einige ältere Leute sind bereits gestürzt“, berichtet er. Vor einigen Tagen wandte er sich deshalb an den Baubeigeordneten Dieter Scheidemann und bat ihn um Hilfe. „Ich war sehr positiv überrascht, als ein Mitarbeiter des Tiefbauamtes zu einem Vor-Ort-Termin kam und ich ihm die Stelle zeigen konnte“, erklärt er weiter. Mittlerweile sei die Asphaltblase beseitigt worden. „Vielen Dank auch im Namen der älteren Bürger, sagt Poppe.

(Quelle: Volksstimme, 06.07.2019)

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Sa

06

Jul

2019

Hier besteht erhöhte Käfergefahr

Land veröffentlicht Karte der Quarantänezone für Asiatischen Laubholzbockkäfer

Seit 2014 hat der Asiatische Laubholzbockkäfer schon für Tausende Baumfällungen im Nordosten Magdeburgs gesorgt. Die aktualisierte Karte der Quarantänezone zeigt, wo erhöhte Aufmerksamkeit für Käferspuren gilt.

Zwölf lebende Käfer in Fallen, 62 befallene Bäume und über 9500 gefällte Bäume – das ist bislang die Bilanz des Befalls mit dem Asiatischen Laubholzbockkäfer im Nordosten Magdeburgs. Seit 2014 hält das aus Asien durch Verpackungsmaterial eingeschleppte Insekt die Anwohner Rothensees und umliegender Gemeinden in Atem. Nach neuen Funden am Bahnhaltepunkt Rothensee sowie an der Straße Am Hansehafen gilt die Quarantäne mit ihren Einschränkungen aktuell bis Mai 2023.

Die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) hat jetzt, wie bereits zuvor angekündigt, die aktualisierte Karte des Quarantänegebiets veröffentlicht. Mit 6100 Hektar Größe ist es derzeit die größte zusammenhängende Quarantänezone in Deutschland. Sie entspricht dem durchschnittlichen Flugvermögen der ausgewachsenen Käfer von rund zwei Kilometer vom jeweiligen Fundort ausgehend.

In ihr gelten für den Umgang mit potenziell gefährdeten Laubbäumen besondere Regeln. So darf Schnittholz nicht aus dem Areal herausgebracht werden, sondern muss an extra eingerichteten Sammelstellen abgegeben werden. Dort wird das Holz vor Ort vernichtet, um eine weitere Ausbreitung des Käfers zu verhindern.

Ständige Spurensuche

Wie weit er tatsächlich schon vorgedrungen ist, kann niemand sagen. Die LLG führt seit dem ersten Fund im August 2014 in der Ortslage Rothensee ein Monitoring durch, bei dem jeder Baum innerhalb der Quarantänezone einmal jährlich auf Spuren des Käfers untersucht wird. Durch die ständigen Erweiterungen der Zone durch neue Funde kommen immer wieder neue Bäume hinzu. Zehntausende Bäume gilt es, im Blick zu haben.

Käfer und/oder befallene Bäume wurden schon am Neustädter See, am Glindenberger Weg sowie ostelbisch im Wiesenpark entdeckt. 60 Fundorte wurden im Gebiet der Landeshauptstadt verzeichnet, je einer wurde im Jerichower Land sowie im Landkreis Börde entdeckt.

Erfolgt ein Fund, startet jedes Mal das gleiche Procedere: Im 100-Meter-Radius um den befallenen Baum werden alle weiteren potenziellen Wirtsbäume vorsorglich gefällt. Auch bei den 16 zuletzt entdeckten Bäumen soll das im kommenden Herbst passieren. Wie viele Bäume dann zusätzlich auf das Fällkonto des Schädlings kommen, kann bei der LLG heute noch niemand sagen.

Meldepflicht für Anwohner

Anwohner innerhalb der Quarantänezone sind verpflichtet, mögliche Käferfunde bei der LLG zu melden, auch wenn dadurch der Baumbestand ihres Grundstücks leiden würde.

Eine interaktive Karte mit Zoomfunktion ist unter www.umwelt.sachsen-anhalt.de/alb zu finden.

(Quelle: Volksstimme, 06.07.2019)

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So

30

Jun

2019

Kinderärzte für Neustädter See gesucht

Medizinisches Versorgungszentrum der Arbeiterwohlfahrt ist in Insolvenz

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) der Arbeiterwohlfahrt in der Dr.-Grosz-Straße ist geschlossen. Die MVZ GmbH ist in Insolvenz. Bis zum gestrigen Freitag lief der Betrieb. Das bestätigte die Awo auf Nachfrage der Volksstimme. Hintergrund sei gewesen, dass mehrere Arztstellen im MVZ nicht besetzt werden konnten. Unter anderem zwei Kinderärzte hatten das MVZ verlassen, auch die Dermatologie ist betroffen. Die Praxen für HNO und Neurologie bleiben in dem Haus, laufen jedoch als eigenständige Praxen und nicht unter dem Dach des MVZ weiter, sagte eine Sprecherin des Awo-Landesverbandes.

Mit den zwei derzeit nicht besetzten Kinderarztstellen verschärft sich die angespannte Versorgungslage in Magdeburg. Laut Kassenärztlicher Vereinigung (KV) gibt es in der Landeshauptstadt derzeit 19 Kinderärzte, eine Vielzahl der vertragsärztlich tätigen Kinderärzte haben jedoch ihre Leistungsgrenze erreicht, hieß es.

Davon berichtete auch Tobias Irmer von der KV bei der GWA-Sitzung Neustädter See. In dem Stadtteil leben mehr als 1750 Kinder, hieß es von der GWA. Deshalb sei das Thema MVZ auf die Tagesordnung gesetzt worden. „Die kinderärztliche Versorgung ist angespannt. Da machen wir uns Sorgen“, sagte Tobias Irmer. Deshalb habe die KV darauf gedrängt, dass die zwei Kinderarztstellen des MVZ ausgeschrieben werden. Mitte Juli soll die Ausschreibung starten. Dann müsse man schauen, ob es Bewerber gibt. Vom Zeitpunkt des Antrages auf Ausschreibung an können in dem Verfahren mehrere Monate vergehen. „Wir hoffen aber, dass die zwei Stellen zeitnah besetzt werden können“, so Tobias Irmer.

Um diese Zeit zu überbrücken, habe sich ein Arzt bereiterklärt, in geringem Umfang Patienten aufzunehmen. Darüber muss aber der Zulassungsausschuss noch befinden, der am 3. Juli zusammentrifft, so Tobias Irmer. Bei der Terminservicestelle der KV unter der Telefonnummer 0391/627 88 88 könnten Eltern anrufen, um zu erfahren, welcher Arzt in gewissem Umfang noch aufnehmen könne.

Laut KV wird die Nachbesetzung von Kinderarztpraxen zunehmend schwierig. Dies trifft vor allem auf ländliche Gebiete zu, aktuell auch auf die Stadt Magdeburg. Deshalb sei es nach Auffassung der KV dringend notwendig, mehr Ärzte auszubilden, also mehr Studienplätze zu schaffen. Die KV finanziere zudem die ambulante Weiterbildung zum Kinderarzt, um auch über diesen Weg dem Problem zu begegnen, hieß es.

Was die Dermatologie im MVZ anbelangt, so habe durch die Awo kein Antrag auf Ausschreibung der Stelle gestellt werden können. Die KV sei aber bemüht, durch eine Erweiterung der Behandlungskapazitäten anderer Praxen hier eine Verbesserung der Versorgungslage zu erreichen. Auch hierüber müsse aber der Zulassungsausschuss zunächst entscheiden, erläuterte Tobias Irmer das Prozedere.

(Quelle: Volksstimme, 29.06.2019)

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