44. Ausgabe (Februar 2020)

Inhalt

Seite 2

Vorwort

GWA erstellt Verkehrsanalyse

Seite 3

Neujahrsempfang im Stadtteiltreff

Seite 4

Projekt „STARK“ stellt sich vor

Seite 5

Die neuen Gesichter im Wohncafé

Fröhliches Musizieren im Heideweg

Termine der AG GWA

Seite 6

10 Jahre Bürgerverein Nord

Seite 7

Tanzen im Regen

Seite 8

KUNTERBUNT

Seite 9

Weihnachtsmarkt Neustädter See

Seite 10

Senioren in Adventsstimmung

Stadtteilfest zum Dreizigsten

Seite 11

Helga Schettges Lyrikecke

Seite 12

Und Lernen macht doch Spaß - Lernwerkstatt „mobil“

Impressum

 

Titelbild: Sandro Grupe


Seite 2 - Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser, von dieser Stelle aus, wünsche ich allen Bewohnerinnen und Bewohnern, sowie allen in den Stadtteilen Kannenstieg und Neustädter See arbeitenden Menschen ein gesundes und glückliches neues Jahr. 2020 bedeutet nicht nur ein neues Jahr, es beginnt auch ein neues Jahrzehnt. Die zwanziger Jahre beginnen in Nord mit einigen Jubiläen. Die Oase begeht seinen dreizigsten Geburtstag. Auf Seite 10 gibt Thomas Kunde einen ersten Einblick auf die Aktivitäten. Anke Grupe, Vorsitzende des Bürgervereins Nord beschreibt auf Seite 6, was den Verein seit 10 Jahren antreibt. Ein weiteres rundes Jubiläum betrifft den Lauf am Neustädter See. Dieser startet in diesem Jahr ebenfalls zum zehnten Mal.

In der neuen Ausgabe finden Sie einige Rückblicke auf die Weihnachts- und Adventszeit. Im Heideweg (Seite 5) oder im Stadtteiltreff (Seite 9), der Dezember hatte viele schöne Stunden zu bieten.

„STARK“ lautet der Projekttitel im Bürgerhaus (Seite 4) und „KUNTERBUNT“ im Stadtteiltreff Oase (Seite 8) - neue Projekte gehen 2020 an den Start. Neue Gesichter prägen jetzt das Wohncafé im Milchweg (Seite 5), in Nord bleibt vieles in Bewegung und das ist gut so. Weitere Themen in dieser Ausgabe sind der Lampionumzug im November (Seite 7), der Neujahrsempfang im Stadtteiltreff (Seite 3) und ein Artikel über die mobile Lernwerkstatt der Volkshochschule (Seite 12).

Es bleibt zu hoffen, dass die Vielfalt der Artikel in der 44. Ausgabe, jenem entspricht, was Sie sich für die erste Ausgabe im neuen Jahr erwünscht haben. Der Ansporn, Ihnen eine interessante Lektüre bereitzustellen, ist ungebrochen. Mit der Februar-Ausgabe fällt der Startschuß in ein neues Jahr. Sie ist der erste Gradmesser und spätestens mit der Dateiübergabe an die Druckerei hat ein neues Jahr endgültig begonnen. Wenn Sie nun eifrig lesen und stöbern, können Sie gewiß sein, dass das neue Jahr sicherlich wieder viele interessante und vielfältige Tage und Wochen bereit halten wird. Genügend Menschen stehen in den Startlöchern, das neue Jahr ähnlich zu gestalten, wie die Jahre zuvor.

In diesem Sinne: Bleiben Sie uns treu!

Marcel Härtel

(Stadtteilmanagement

Kannenstieg / Neustädter See des Internationalen Bundes)

Seite 2 -GWA erstellt Verkehrsanalyse


Im vergangenen Jahr befasste sich die Arbeitsgruppe Gemeinwesen Neustädter See mehrfach mit der Verkehrs- und Parksituation in verschiedenen Bereichen des Stadtteils. Mit der Unterstützung der Regionalbereichsbeamten der Polizei sammelte der Sprecherrat und das Stadtteilmanagement die Informationen und erstellte eine Zusammenfassung in einer bildlichen Dokumentation. In erster Linie werden Bereiche angesprochen, in denen die Zufahrt von Rettungsfahrzeugen erschwert wird, Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer besteht und geltende Verkehrsregeln missachtet werden. Das erstellte Papier wurde in der GWA vorgestellt und diskutiert. Nun soll es durch den Sprecherrat an die zuständigen Stellen der Landeshauptstadt Magdeburg weitergeleitet werden. Ziel ist es, mit den Verantwortlichen

eine Verbesserung der Verkehrssicherheit zu schaffen.

Bei den Bereichen handelt es sich unter anderem um den Schrotebogen, das Seeufer, Teile der Victor-Jara-Straße und die östliche Salvador-Allende-Straße. Die gesamte Ausarbeitung ist auf der Webseite neustaedtersee.de unter der GWA zu finden. Die Arbeitsgruppe wird in einer der folgenden Sitzungen anstreben, mit Vertretern der Stadt die Möglichkeit zu diskutieren, angesprochene Punkte zu verbessern.

Elvira Ferchland

GWA Neustädter See

(Fotos: Marcel Härtel)

Seite 3 - Neujahrsempfang im Stadtteiltreff


Die erste Veranstaltung vom Bürgerverein, Stadtteiltreff und Stadtteilmanagement im Jahr 2020 stand voll und ganz in Anerkennung der ehrenamtlichen Helfer. Die drei Akteure, die in der Oase ihren Hauptsitz haben, luden zum Neujahrsempfang für die Menschen, die mit ihrem Einsatz maßgeblich zum Gelingen vieler Projekte im Jahr 2019 beigetragen haben. Begrüßt wurden die Gäste des Abends von Thomas Kunde, Einrichtungsleiter der Oase, Anke Grupe, Vorsitzende des Bürgervereins und Marcel Härtel, Stadtteilmanager. Nach einigen Worten, in denen die Dankbarkeit und Anerkennung der Anwesenden gewürdigt wurden, wurde das vom Bürgerverein vorbereitete Buffet eröffnet. Beim Essen wurde schon angeregt über alle möglichen Themen gesprochen. Im Verlauf des Abends nutzten viele Anwesende, sich näher kennenzulernen, sich an die besonderen Momente des letzten Jahres zu erinnern und neue Pläne zu schmieden. Im Vordergrund stand, je länger der Abend dauerte, jedoch das gemeinsame Feiern der zusammen erlebten Momente aus 2019. Ob Heim@Spiele, Stadtteilfest oder andere Veranstaltungen, 2019 sind neue Gesichter hinzugekommen und haben sich nahtlos in das Geschehen eingereiht. Oft haben diese Menschen zusammen gearbeitet, nun war die Gelegenheit, sich einander kennenzulernen. Es wurde ausgelassen getanzt und der Abend entwickelte eine unglaublich schöne Atmosphäre. Wahrscheinlich hat jeder eine besondere Erinnerung an diesen Abend. Es gab einige kleine Momente, die diesen Tag prägten. Für mich als Stadtteilmanager ist es immer wieder eine große Freude und ein Privileg mit solch großartigen Menschen arbeiten zu dürfen. Es steckt unheimlich viel Herzblut in den einzelnen Veranstaltungen und es ist immer wieder aufs Neue ein Erlebnis, die Leute bei der Arbeit zu beobachten. Fleißig und gut gelaunt gehen sie ans Werk. An dem Abend nahm ich häufig die Gelegenheit wahr, mich ein wenig zurückzuziehen und den Menschen beim Feiern zuzuschauen. Sie einmal nicht beim Arbeiten zu sehen, sondern ihre Fröhlichkeit und ihre angeregten Gespräche zu beobachten, war etwas Besonderes. Sie sind teilweise so verschieden, mit unterschiedlichen Charakteren und mit ihren eigenen Geschichten. Jeder Einzelne ist anders, jedoch ihr Antrieb für ihren Kiez, das Einstehen füreinander, der Umgang miteinander und der Respekt untereinander macht diese Menschen für mich besonders und als Team unbezahlbar. Diese Menschen haben 2019 u.a. zu Recht dafür gesorgt, Stadtteil des Jahres im Elbauenpark zu werden. Sie brennen auf 2020 und all das, was uns erwartet. Sie sind bereit und motiviert, etwas zu leisten für ihr „Nord“. Und wenn ich bedenke, dass eine gewisse Zahl an Menschen aus verschiedenen Gründen nicht an diesem Tag dabei sein konnte, aber ebenso „ticken“ wie die Anwesenden, dann freue ich mich unheimlich auf all das, was gemeinsam vor uns liegt.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement

(Fotos: Sandro Grupe)


Seite 4 - Projekt „STARK“ stellt sich vor


Können Sie sich vorstellen einen Beitrag für Ihren Stadtteil und für die Forschung zu leisten?

Das Institut für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung der Otto-von-Guericke Universität hat in Zusammenarbeit mit dem Alten- und Service-Zentrum (ASZ) im Bürgerhaus Kannenstieg das Projekt STARK ins Leben gerufen.

Wer ist bisher am Projekt STARK beteiligt? Die Projektleitung hat Frau Dr. Astrid Eich-Krohm inne. Mitarbeiterinnen seitens des Instituts für Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung sind Helene von Stülpnagel und Luisa Kettner. Außerdem am Projekt beteiligt sind die Sozialpädagoginnen des ASZ im Bürgerhaus Kannenstieg Annette Münzel und Steffi Albers.

Gibt es besondere Voraussetzungen, um bei dem Projekt mitzumachen? Nein, es gibt keine Voraussetzungen. Jede und jeder Einzelne hat die Möglichkeit, das Projekt mit seinem oder ihrem Wissen, Erfahrungen, Ideen und Sichtweisen zu bereichern. Es wäre schön, wenn Sie bereit sind, diese Erfahrungen und Ideen mit uns zu teilen. Vielleicht bekommen Sie ja Lust, mit uns zusammen zu forschen und zu arbeiten.

Wie könnte so eine Zusammenarbeit aussehen? Im Projekt wollen wir Antworten auf konkrete Fragen finden. Diese geben wir jedoch nicht vor, denn wir wissen nicht, was Sie bewegt oder beschäftigt. Die Festlegung und Erarbeitung von Zielen und Fragen im Projekt geschieht in einem gemeinsamen Austausch. Das passiert in partizipativer Zusammenarbeit. Hierfür wollen wir eine Arbeitsgruppe gründen, die sich in Zukunft regelmäßig im ASZ im Bürgerhaus Kannenstieg trifft. Für Ende Februar ist das erste Treffen geplant, bei der eine Gesprächsrunde über Ihre Erfahrungen zu folgenden Themen geplant ist:

•Isolation

•Einsamkeit

•Gesellschaftlicher Beteiligung

• …

Diese Themen können selbstverständlich gerne durch Ihre eigenen Herzensangelegenheiten ergänzt werden.

Was haben Sie von der Teilnahme am Projekt? Sie haben die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Projektarbeit gegenseitig auszutauschen sowie miteinander und voneinander zu lernen. Haben Sie beispielsweise schon mal ein Interview geführt und ausgewertet oder waren an einer Zukunftswerkstatt beteiligt? Durch die Teilnahme können Sie einen Beitrag zur Gestaltung des sozialen Lebens im Kannenstieg leisten. Das Projekt wurde am 29.01.2020 im Rahmen einer Einführungsveranstaltung eröffnet. Interessierte und motivierte Seniorinnen und Senioren können sehr gerne dazukommen und unser Team erweitern.

Wir freuen uns!

Helene von Stülpnagel

(Fotos: Helene v. Stülpnagel, ASZ im Bürgerhaus)

Seite 5 - Die neuen Gesichter im Wohncafé

Wohncafé: Isabell Steinke und Kerstin Schneemilch sind nun die neuen Ansprechpartnerinnen im Milchweg 31. Das Quartier besteht seit 2015 und ist ein Kooperationsprojekt der Pfeifferschen Stiftungen und der Wohnungsbaugenossenschaft Otto von Guericke eG. Zu ihren Aufgaben gehören zum einen die Beratung rund um das Leben im Alter und speziell zur Pflegebedürftigkeit sowie die Vermittlung zu Kooperationspartnern (z. B. Wohnraumanpassung). Zum anderen unterstützen und bündeln sie das ehrenamtliche Engagement in Form eines Ambulanten Betreuungsdienstes sowie die Angebote im Treffpunkt Wohncafé.

„Wir empfinden es als absolut notwendig, Angebote und Strukturen zu schaffen, die ein selbstbestimmtes Leben und soziale Teilhabe im Alter ermöglichen. Das zeigen uns die Auswirkungen des demografischen Wandels und die zunehmende Vereinsamung älterer Menschen. Die Arbeit im Quartier, vor allem mit und für ältere Menschen, macht uns sehr viel Spaß. Jedoch wäre diese Aufgabe ohne die vielen engagierten Ehrenamtlichen undenkbar.“

Isabell Steinke, Kerstin Schneemilch

Wohncafé Pfeiffersche Stiftungen

(Foto: Wohncafé)

Seite 5 - Fröhliches Musizieren im Heideweg

 „Hoch auf dem gelben Wagen…“ schallte es im November vergangenen Jahres fröhlich im Saal des Hauses Heideweg. Wer sang denn dort so schön? - fragte sich so mancher Heimbewohner. Die Heidelerchen hatten wieder einmal zum gemeinsamen Singen eingeladen. Und die Sängerinnen des ASZ im Bürgerhaus Kannenstieg waren gern gekommen. Es ist schon seit Jahren zu einer Tradition geworden, dass Seniorinnen des ASZ mit Heimbewohnern des Hauses Heideweg gemeinsam musizieren, denn Singen tut Körper und Seele gut. Besonders freut es die Damen, dass Ergotherapeut Jürgen Franke sie dabei auf seinem Akkordeon gekonnt begleitet. Ganz sicher werden die Damen auch im neuen Jahr wieder Freude beim gemeinsamen Musizieren haben.

Steffi Albers

ASZ im Bürgerhaus Kannenstieg

(Foto: Steffi Albers)

Seite 5 - Termine der AG GWA

AG GWA Neustädter See

11.03.2020 17.30 Stadtteiltreff Oase

06.05.2020 17.30 Kranichhaus

24.06.2020 17.30 Hoffnungsgemeinde

26.08.2020 17.30 Kita Neustädter See

14.10.2020 17.30 Ort noch offen

02.12.2020 17.30 Kita Kinderland

 

AG GWA Kannenstieg

25.03.2020 17.30 Wohncafé Milchweg

20.05.2020 17.30 Ort noch offen

22.07.2020 17.30 Kita Bummi

23.09.2020 17.30 Don Bosco

25.11.2020 17.30 Lewida


Die Sitzungen beginnen jeweils um 17.30 Uhr und sind öffentlich. Änderungen sind vorbehalten.

Seite 6 - 10 Jahre Bürgerverein Nord e.V.


Am 11.02.2010 kamen 13 Menschen im Stadtteilbüro Im Brunnenhof zusammen und vollzogen in einer ersten Versammlung die Gründung des Bürgervereins Nord e.V. Die monatelange Vorbereitung für diese Gründung war abgeschlossen. Mit der Entstehung des Vereins im Februar 2010 erhielten die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See ein neues Gremium, welches zukünftig die Belange und Interessen der Menschen in Nord mit vertreten wollte. Neben den Arbeitsgruppen der Gemeinwesenarbeit entstand eine Institution, die über andere Strukturen und Möglichkeiten verfügen konnte, als es die ehrenamtlichen GWA-Gruppen leisten können. Ein neuer Akteur begann sich Schritt für Schritt in das vorhandene Netzwerk einzubringen. Von Beginn an stand für den Verein eine Partnerschaft und Kooperation mit anderen Institutionen und Einrichtungen in den Stadtteilen im Fokus. Diese Ausrichtung des Vereins trug 2013 nicht erste Früchte, eher hatte der Verein Vertrauen aufgebaut. „40 Jahre Nord - 40 Veranstaltungen“ wurde vom Bürgerverein Nord und dem Stadtteilmanagement koordiniert und mit allen beteiligten Partnern ein großartiges Erlebnis. Im Gemeinwesen wurde der Verein aktiv, übernahm 2012 in einer schwierigen Situation mit dem Vorstand ein Jahr lang den Sprecherrat der AG GWA Neustädter See. Seither waren Mitglieder des Bürgervereins in beiden GWAs im Sprecherrat aktiv und brachten sich damit in die Arbeit ein. Zu vielen Themen diskutierten und stritten die Mitglieder des Vereins mit. Das Hauptaugenmerk lag nie im Anprangern von Problemen, das Ziel war immer die Lösung der Sachfragen. Machbar, mit Augenmaß, realistisch und mit sachlicher Kommunikation wollte der Verein die Belange und Bedarfe in Nord mitgestalten. Inwiefern dies dem Verein gelungen ist, vermögen die Menschen selbst beurteilen. Der Bürgerverein wird weiterhin versuchen, Beschlüsse seiner Mitglieder umzusetzen. Die sichtbarsten Aktivitäten für die Menschen in den Stadtteilen sind die Veranstaltungen und Projekte in Nord. Der Bürgerverein hat seit seiner Gründung versucht, kulturelle und andere Aktivitäten zu etablieren oder durch seine Mitwirkung aufzuwerten. Kooperation und Miteinander standen und stehen dabei im Mittelpunkt. Gebündelt ist mehr möglich, das Zusammenspiel vieler Partner schafft zahlreiche Möglichkeiten. Wie auch immer man es betrachten möge, der Bürgerverein Nord ist dankbar dafür, dass er Teil des Ganzen in Nord sein kann. Jedes Stadtteilfest, jede andere Veranstaltung, an der der Verein mitwirken kann, belebt das Leben in Nord. Damit dies in den nächsten Jahren so bleibt oder bestenfalls noch ausführlicher werden kann, dafür setzen sich die derzeit 29 Mitglieder des Vereins ein.

Anke Grupe

Bürgerverein Nord

(Fotos: Archiv)


Seite 7 - Tanzen im Regen


Wetterkapriolen behindern Lampionumzug nicht

Die Organisation, Planungen und Vorbereitungen liefen wie am Schnürchen, der Ablauf stand fest, alle Absprachen waren getroffen, alle Beteiligten in ihre Aufgaben eingewiesen - Ein Lampionumzug mit dem Sax´n´Anhalt Orchester lockte in den letzten Jahren immense Teilnehmerzahlen. Gleisquerungen, Straßensperrungen und eine riesige Menschenmenge im Dunkeln zu navigieren bedeuten Adrenalin pur. Bei keiner anderen Veranstaltung ist die Anspannung bei den Verantwortlichen höher. Und dann...

Dauerregen

Eine knappe halbe Stunde vor dem Start harrten vielleicht einhundert Menschen am Treffpunkt aus. Immer wieder tauchte die Frage auf: „Was nun?“ Eine Rückfrage bei Uli Haase vom Orchester brachte eine kurze eindeutige Antwort: „Nicht optimal für die Instrumente, aber wir schicken keinen nach Hause. Wir spielen!“ Eine kurze Lagebesprechung mit den Beamten der Polizei über Risiko und Machbarkeit erbrachte die gleiche Aussage: „Kein Problem, trocken kann jeder, wir sind bereit!“ Schnell wurden die Streckenposten in die veränderte Route eingewiesen und der Umzug konnte sich in Bewegung

setzen. In der Zwischenzeit hatte sich der Platz gefüllt und mit wenigen Minuten Verspätung ging es musikalisch, durchnässt und gut gelaunt in Richtung Oase. Bei diesen widrigen Bedingungen kamen letztlich ca. 800 Teilnehmer und ließen den Lampionumzug auf seine Art etwas Besonderes werden. Das Zusammenspiel zwischen Orchester, Polizei, Helfern und Publikum war großes Kino. Die Stimmung war ausgelassen und die Cateringcrew am Zielort

hatte nach der Ankunft mehr als reichlich zu tun.

Und die anfängliche Anspannung? Als sich der Tross in Bewegung setzte, war sie verflogen. Es regnete, doch mit jedem einzelnen Beteiligten konnte nur alles glattgehen: Danke für diesen Abend.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement

(Fotos: Sandro Grupe, Matthias Schlüter)

Seite 8 - KUNTERBUNT


Drei Jahre lautete montags das Motto „Der kunterbunte Wochenbeginn“. Am 9. Dezember 2019 mit einem Plätzchen backen-Nachmittag beendete das Stadtteilmanagement die Projektreihe. Mit ca. 120 kunterbunten Montagen in drei Jahren erlebten die Besucherinnen und Besucher eine Vielzahl von unterschiedlichen Angeboten. Die Montage sollten Vielfalt und Abwechslung bringen und sie brachten es. Es wurde in jeglicher Art und Weise kreativ, ob gebastelt oder gemalt. Es wurde sportlich, vom Bowling über Mini- und Sockengolf, bis hin zum Fußballbillard. Theater- und Puppentheateraufführungen, Mini-Playback-Show, Light Graffiti, Schnitzeljagd oder Fototouren mit eigens erstellten Kalendern, es gab nichts, was es nicht gab. Besonders beliebt waren die Koch- und Backnachmittage oder auch die Faschings- und Halloweenfeiern.

Der kunterbunte Wochenbeginn war ein Farbtupfer, eine wöchentliche Herausforderung und wird als eine bleibende Erinnerung in den Köpfen haftenbleiben.

Doch nach drei Jahren war es Zeit, etwas zu verändern, nicht neue, aber leicht angepasste Wege zu beschreiten. Eine Veränderung bedeutet Möglichkeiten zu entdecken und diese zu entwickeln. Nach reiflichen Überlegungen wird sich der Name des Projektes nichtallzu sehr verändern: KUNTERBUNT ist treffend und unterstreicht weiterhin den Charakter der neuen Projektreihe. Einfach ausgedrückt, KUNTERBUNT wir einmal monatlich stattfinden, die Angebote werden sich Monat für Monat ändern und bewährte Formate werden 2020 wiederkehren. Der Grund ist simpel, einige Angebote weckten in den letzten Jahren Bedarfe und Nachfragen, dass mit monatlichen Veranstaltungen die Interessen gezielter gebündelt werden können und Teilhabe gewährleistet wird. Die Möglichkeiten werden besser, statt Quantität wird noch mehr Augenmerk auf Qualität gesetzt. Aus niedrigschwelligen Angeboten können nachhaltige Veranstaltungen entstehen.

Im Februar wird am Rosenmontag eine große Faschingsfeier ausgerichtet, im März steht ein Kinder-Bowling-Turnier auf dem Programm und im April, kurz vor Ostern, feiern wir ein Frühlingsfest. Neben den ehrenamtlichen Projektbegleitern werden bei den kunterbunten Veranstaltungen Kooperationspartner zur Seite stehen. Was nun eigentlich nur noch fehlt, ist die Lust der Kinder auf fröhliche und ausgelassene Nachmittage. Dass es davon reichlich gibt, haben zahlreiche Veranstaltungen in der Vergangenheit gezeigt. In diesem Sinne sehen wir uns demnächst zur großen Faschingsparty.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement

(Fotos: Archiv)

Seite 9 - Weihnachtsmarkt Neustädter See


Jahresabschluß mit Feuershow und Kerzenschein

Im Bürgerhaus Kannenstieg, bei der Lebenshilfe im Sülzeanger, im Albert Schweitzer Wohnpark von Lewida, im Kranichhaus, in den Grundschulen und Kitas oder im Wohncafé Milchweg - Dort und in anderen Einrichtungen der Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See fanden im Dezember, scheinbar dauerhaft, Weihnachtsbasare, Adventsmärkte und Weihnachtsfeiern statt. Die Adventswochen standen voll und ganz im Zeichen von Weihnachten. Der Bürgerverein Nord hatte, gemeinsam mit dem Stadtteiltreff Oase und dem Stadtteilmanagement des IB, am 7. Dezember zum Weihnachtsmarkt Neustädter See geladen.

Pünktlich um 15.00 Uhr öffnete sich die beleuchtete und vom Weihnachtsmann „bewachte“ Pforte. Auf die kleinen und großen Gäste warteten bunte und vielfältige Angebote. Drei Kreativbereiche lockten mit Baumschmuck und Traumfängernzum Basteln, an der Fotobox konnten Weihnachtscollagen erstellt werden und beim Kinderschminken wurden bunte Gesichter erschaffen. Spielerisch ging es beim Jakkolo oder Büchsenwerfen zu und wer sich musikalisch verzaubern lassen wollte, fand beim Bühnenprogramm reichlich Gelegenheit. Die Weltentdecker, eine Tanzschule, Blasmusikanten und die Freie Puppenbühne sorgten für ein großartiges Angebot. Für das leibliche Wohl wurde drinnen und draußen reichlich gesorgt. Die Feuerschalen verbreiteten Lagerfeueratmosphäre und der Weihnachtsmann drehte mit reichlich Süßigkeiten seine Runden. Nachdem sich letztlich viele junge Gäste auf dem Kart-Kurs ausgetobt hatten und sich der Abend dem Ende neigte, beendete eine Feuershow den Weihnachtsmarkt. Für das letzte Highlight des gesamten Veranstaltungsjahres des Bürgervereins und des Stadtteilmanagements wurden alle Besucherinnen und Besucher mit Kerzen ausgestattet. Mit leuchtenden Kerzen im Publikum verabschiedete sich der Bürgerverein Nord, das Stadtteilmanagement und der Stadtteiltreff in die Weihnachtszeit und dankte allen Menschen, die 2019 mit all seinen Höhepunkten, zu einem besonderen Jahr hatten werden lassen.

Marcel Härtel

Stadtteilmanagement

(Fotos: Sandro Grupe)

Seite 10 - Senioren in Adventsstimmung

Advent, Advent… - Auf diese Tagesfahrt hatten sich die Seniorinnen und Senioren des Alten- und Service-Zentrums im Kannenstieg schon seit Monaten gefreut. Mit dem Bus ging es für 50 Damen und Herren in die wunderschöne Harzstadt Goslar zur Eröffnung des Adventsmarktes. Eingebettet in die Kulisse alter Fachwerkhäuser luden viele tannengeschmückte Buden mit ihrem Glühweinduft zum Genießen ein. Süße Weihnachtsleckereien und deftige Speisen verführten zum Schlemmen. Bepackt mit liebevollen kleinen Weihnachtgeschenken traten die Senioren die Heimreise an. Natürlich war man sich einig, dass nun auch unser Magdeburger Weihnachtsmarkt erobert wird, lockte er doch in diesem Jahr mit einer faszinierenden Winterbeleuchtung.

Steffi Albers

ASZ im Bürgerhaus Kannenstieg

 

(Fotos: Steffi Albers)


Seite 10 - Stadtteilfest zum Dreizigsten

Als 2014 der Stadtteiltreff Oase in der Pablo-Neruda-Straße eröffnet worden ist, feierte das Haus die Einweihung. Ein Jahr später gab es erneut einen Grund, die Oase zu feiern: 25 Jahre waren es seinerzeit. 2020, zum Beginn des neuen Jahrzehnts, ist wieder ein Jubiläum im Kalender der Oase verzeichnet. 30 Jahre besteht die Einrichtung „Oase“. Von der Lübecker Straße über den Brunnenhof, seit sechs Jahren nun im Stadtteiltreff, die Oase hat eine lange und interessante Geschichte. Langsam aber stetig schreiten die Vorbereitungen für das Jubiläum voran. Eine Bilderausstellung ist in Arbeit und nimmt langsam Gestalt an. Der Termin für die große Feier steht bereits fest und die Planungen dafür beginnen in den kommenden Wochen. Am 8. Mai 2020 wird das 30jährige Jubiläum der Oase in großem Rahmen gefeiert. An diesem Tag wird es, mit zahlreichen langjährigen Partnern, ein großes Fest geben. Ein Stadtteilfest zu Ehren der Oase.

Wir, die Mitarbeiter dieses Hauses, möchten Sie und Ihre Familien herzlich einladen, diesen Tag mit uns zu feiern. Wir freuen uns schon heute sehr auf diesen Tag und hoffen, Sie zahlreich begrüßen zu dürfen.

Thomas Kunde

Stadtteiltreff Oase

(Fotos: Archiv)


Seite 11 - Helga Schettges Lyrikecke

Karneval

Mit Masken laufen sie durch die Stadt

und woll’n damit mancherlei wagen.

Für kurze Zeit findet Verwandlung statt

bei den Masken, die sonst alle tragen.

 

Den Bäumen in der Kastanienstraße

Und wieder habt ihr Zauberbäume

euch weiße Kerzen aufgesteckt.

Die leuchten mir bis in die Träume,

ich hab’ euch schon als Kind entdeckt.

Ihr habt erblickt mich mit dem Ranzen

den Weg zur meiner Schule geh’n,

hörtet mich singen, saht mich tanzen

und mit dem ersten Freunde steh’n.

Ihr schautet in den Kinderwagen,

betrachtetet die junge Frau.

Und als die Enkel ich getragen,

da kannten wir uns ganz genau.

Ihr strahlt mich an auf meinen Wegen,

was immer auch das Leben treibt.

Und ich empfinde es als Segen,

dass es da etwas gibt, das bleibt.

Hyazinthen-Mädchen

Du schöne Hyazinthe

mit buntem Lockenkopf -

du duftest gar verführerisch

mit deinem Blumenschopf.

Du träumst von zarten Bienen

im Frühlingssonnenschein.

Doch stehst du hinter Fensterglas,

da kommt kein Bienchen rein!

So geht’s auch manchem Mädchen,

das auf den Traumprinz hofft:

Es blüht und duftet vor sich hin,

bleibt dennoch einsam oft.

 

Eierei

Ostereier - wunderbar -

sah ich schon im Januar

in der Einkaufshalle liegen.

Draußen hat es stark geschneit,

und bis Ostern war noch Zeit,

drum hab’ ich dazu geschwiegen.

Eine Dame - wundersam -

die an mir vorüberkam,

rief die Freundin, tat ihr winken.

Fragte sie, ganz ohne Scherz:

„Wo lässt du, mein liebes Herz,

dies’ Jahr deine Eier schminken?“

 

Helga Schettge

(Fotos: Helga Schettge)

Walking mit 60

Soeben kam mir

auf meinen Wegen

eine ganz junge

Dame entgegen,

verdrehte die Augen,

als sie mich erblickte

und meinte wohl, dass ich

nicht richtig mehr tickte.

Ich lächelte mild

und lief flott vorbei.

Ach, Kleine, auch dich

verlässt einst der Mai.

Und wirst du dann selber

die sechzig anstreben,

fühlst du, wie ich jetzt: Es

ist toll, dieses Leben!

 

Kreislauf

Ohne Scherz: Es wird März,

und nun geht es frühlingswärts.

Leis und still - der April

macht dann wirklich, was er will.

Eins, zwei drei ist schon Mai,

und auch der eilt rasch vorbei.

Tag für Tag, Nacht für Nacht,

schneller als man je gedacht,

dreht das Jahr sich im Kreis,

den man nicht zu sprengen weiß.

Lass es sein, füg dich drein

in des Daseins Ringelreih’n.


Seite 12 - Und Lernen macht doch Spaß Lernwerkstatt „mobil“

Es ist Donnerstagnachmittag kurz vor 15.00 Uhr. Brigitte Blumenthal hängt schon mal das „Bitte nicht stören“ Schild an die Tür des kleinen Kreativraums im Stadtteiltreff OASE. In den nächsten zwei Stunden wird sie hier gemeinsam mit anderen erwachsenen Lernern lesen, schreiben oder Rätsel lösen und damit aktiv gegen ihre Lese- und Schreibschwäche ankämpfen. Frau Blumenthal hat selber in der OASE gearbeitet und dabei von dem Angebot der VHS Magdeburg gehört. Sie fragte einfach, ob sie mitmachen dürfte. Brigitte ist seitdem eifrig und mit viel Freude jeden Donnerstag dabei. Es fällt ihr nicht immer leicht, aber sie lässt sich auch von Schwierigkeiten nicht entmutigen. Leider gelingt es nicht immer so einfach, genau die Menschen zu erreichen, die Hilfe benötigen. In Sachsen-Anhalt besitzt etwa jeder zehnte Einwohner im Alter von 18 bis 64 Jahre nur geringe Lese- und Schreibfähigkeiten. Man spricht dann von funktionalen Analphabeten, die aus den unterschiedlichsten Gründen nie richtig lesen und schreiben gelernt haben. Viele von ihnen sind fest im Berufsleben verankert und haben erfolgreich Strategien entwickelt, um diese Schwächen zu überspielen. So fällt dem Umfeld nur selten auf, dass der Kollege oder Freund Probleme hat. Das berühmte „ich habe meine Brille nicht mit, lies du mal schnell vor“ kennt sicher der eine oder andere.

Schon seit einigen Jahren stellt die VHS Magdeburg umfangreiche Angebote im Projekt Grundbildung zur Verfügung. Als die „Lernwerkstatt mobil“, ein Ableger der Lernwerkstatt in der Leibnizstraße, ein neues festes Zuhause suchte, wurden wir vom Leiter des Stadtteiltreffs OASE, Herrn Kunde und seinem Team mit offenen Armen empfangen. Nun besteht auch im Magdeburger Norden die Möglichkeit langfristig und ohne Zwang, auf Wunsch auch anonym und vor allem mit viel Spaß gegen bestehende Defizite anzukämpfen. Wir hoffen, dass der eine oder andere sich traut und selbst aktiv wird. Wir freuen uns über jeden neuen Teilnehmer. Lernwerkstatt „mobil“ immer donnerstags von 15.00 – 17.00 Uhr im Kreativraum der OASE Ansprechpartnerin ist Frau Kreßin.

Antje Kreßin

(Fotos: Antje Kreßin)


Seite 12 - Impressum

Herausgeber:

Internationaler Bund

IB Mitte gGmbH

Brenneckestr. 95

39118 Magdeburg

 

ViSdP: Marcel Härtel

Stadtteilmanagement

Kannenstieg/Neustädter See

Pablo-Neruda-Str.11

39126 Magdeburg

 

Redaktion/Layout:

Conny Pappert, Marcel Härtel

 

E-Mail: der.lindwurm@gmx.de

 

Internet:

www.neustaedtersee.de

www.kannenstieg.net

 

Einsendeschluss 2020

07.04.2020

02.07.2020

05.10.2020

 

Druck:

Harzdruckerei Wernigerode GmbH

„Der Lindwurm“ erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 2000 Exemplaren. Die Zeitung wird gratis in den Stadtteilen Kannenstieg/Neustädter See ausgelegt.

44. Ausgabe 02.2020.pdf
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