Anwohner befürchten Parkchaos an Allendestraße

Sorge der Anlieger am Neustädter See: Neuer Seniorenwohnpark könnte bestehende Stellplatzsituation verschlimmern

Schon jetzt ist das Durchkommen am östlichen Ende der Salvador-Allende-Straße mitunter schwierig. Von der Suche nach einem Stellplatz ganz zu schweigen. Das sagen zumindest unmittelbare Anwohner des Bereichs. Sie verweisen auf das bestehende Seniorenheim am Heideweg, dessen Mitarbeiter bereits ihre Autos in der Umgebung abstellen. Durch die Baustelle für den neuen Seniorenwohnpark auf dem Gelände des früheren Einkaufszentrums habe sich die Lage noch verschärft. Die Baufahrzeuge blockieren teilweise die Fahrbahn, zum Beispiel wenn Materialien geliefert werden. Die Lkw werden zwar irgendwann wieder verschwinden, wenn das Bauvorhaben beendet ist. Doch dann kommen die Bewohner des Seniorenwohnparks, deren Besucher und natürlich die Mitarbeiter der Einrichtung. Von denen werden sicher viele auch ihr Auto abstellen wollen, so die Befürchtung der Anwohner. Aber wo sollen die noch hin? „Wer genehmigt denn so etwas?“, fragt ein Volksstimme-Leser. Die Antwort darauf ist zunächst klar: das Bauordnungsamt. Und da zum Zeitpunkt der Baugenehmigung die Stellplatzsatzung noch galt, war der Bauherr auch dazu verpflichtet, Stellplätze vorzuhalten. Nachdem der Stadtrat diese erst kürzlich gekippt hat, wird das bei künftigen Bauvorhaben nicht mehr der Fall sein. Im Fall des Seniorenwohnparks wird es auf dem Gelände 59 Stellplätze geben, wie Rathaussprecher Michael Reif auf Volksstimme-Nachfrage mitteilt. Wie diese genau aufgeteilt sein werden, erklärt er nicht. Eine Anfrage an die Convivo-Gruppe als Betreiber zur künftigen Parksituation rund um die Einrichtung blieb bislang unbeantwortet. Mit Blick auf die Anzahl der altersgerechten Wohnungen scheint die Stellplatzzahl gering.118 Einheiten sollen bezogen werden können. Hinzu kommen jeweils zwölf Plätze in zwei Senioren-WG sowie eine Tagespflege mit ihren Gästen. Und nicht zuletzt die bis zu 90 Mitarbeiter des Hauses. Michael Reif teilt aber auch mit, dass der Bereich Salvador-Allende-Straße/Heideweg bislang kein Schwerpunkt bei der Verkehrsüberwachung gewesen sei. Trotzdem gebe es hin und wieder auch dort Kontrollen. Dabei seien im vergangenen Jahr im Heideweg fünf Falschparker erwischt worden. In der Allendestraße wurden im gleichen Zeitraum 17 Strafzettel ausgestellt, wegen des Parkens im eingeschränkten Halteverbot oder vor Bordsteinabsenkungen, wie der Stadtsprecher erläutert. „Im gesamten Jahr 2020 gab es beim Ordnungsamt aus diesen beiden Straßen nur eine Beschwerde wegen Parkverstößen“, stellt Michael Reif fest. Ob sich die Zahl mit Eröffnung des Wohnparks erhöht, wird sich zeigen. Dessen Fertigstellung war für kommenden Herbst angekündigt worden.

(Quelle: Volksstimme, 05.03.2021)

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