Magdeburger Angelpark bleibt vorerst geschlossen

Nach Weggang des Betreibers soll der Anglerverein die Pflege des Neustädter Sees II übernehmen

Der Angelpark Magdeburg ist geschlossen und wird es auch bis auf weiteres bleiben. Zehn Jahre lang konnten dort Angelfreunde ihrer Leidenschaft im Neustädter See II nachgehen. Das Besondere: Dank einer speziellen Konzession durfte der Betreiber auch invasive Arten einsetzen, die man in heimischen Gewässern nicht fangen kann. Störe und Regenbogenforellen zappelten so am Haken. Es war das einzige Angelgewässer dieser Art in Magdeburg.

Doch damit ist nun Schluss. Dem Vernehmen nach hat der Betreiber seine Koffer gepackt und ist ausgewandert. Weil es niemand gab, der den Angelpark übernehmen wollte, hat die Untere Fischereibehörde Ende August das Gelände zugeschlossen und den Eigentümer, das Kieswerk Barleben, beauftragt, eine Nachfolgelösung zu finden. Dieser hatte den See samt Grundstück an den Angelpark-Betreiber verpachtet gehabt.

Wie es weitergeht, weiß Matthias Kabel, Vorsitzender des Magdeburger Anglervereins e. V., der aktuell in Verhandlungen mit den Kieswerken steht. „Wir sollen für einen noch festzulegenden Zeitraum von mehreren Jahren, die Hege und Pflege für das Gewässer übernehmen“, sagt er. Dabei sollen möglichst alle invasiven Arten aus dem Neustädter See II entnommen werden, um das ehemalige Kiesloch in seinen normalen Zustand zu versetzen. Das sei eine Auflage der Fischereibehörde.

Zahl der Fische ist unklar

Wie viele Fische genau im See schwimmen, könne man derzeit noch gar nicht sagen, erklärt der Vereinsvorsitzende, da es keine Aufzeichnungen darüber gibt, was dort eingesetzt worden war. Sicher sind nur die Arten wie Afrikawelse, Saiblinge, Seeforellen oder Graskarpfen. „Wir werden deshalb den See zunächst oberflächlich beproben, um zu schauen, was drin ist“, sagt Matthias Kabel. Die gefangenen Fische können dann verwertet, sprich gegessen werden.

Der Anglerverein werde nach Abschluss des Vertrages zunächst ein Betreuungskonzept für das Gewässer erstellen. Angelgruppen und andere Vereine könnten sich demnach dann auch anmelden, um einen der 81 Angelplätze nutzen zu dürfen. Die Angler sollen sich zunächst um die Pflege des Platzes kümmern und könnten dann kostenlos angeln, erklärt Kabel.

Interesse an Erwerb

Was im Anschluss an den Pflegevertrag mit dem Neustädter See II geschieht, sei derzeit noch völlig offen. Sollte sich der Eigentümer gegebenenfalls für einen Verkauf entscheiden, würde der Landesanglerverband das fast 23 Hektar große Gewässer erwerben wollen, sagt der Vorsitzende des Magdeburger Anglervereins.

(Quelle: Volksstimme, 23.09.2019)

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