Studie: Großaquarium ist machbar

400 000 Besucher jährlich / 50 Millionen Euro Investition / Offene Standortfrage

Magdeburg könnte ein Großaquarium bekommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Machbarkeitsstudie, die gestern vom Aufsichtsrat des Zoos beraten und angenommen wurde.

Die Pläne des Zoos, in Magdeburg ein Großaquarium zu bauen, haben eine wichtige Hürde genommen: Wie Zoo-Chef Kai Perret gestern mitteilte, sei eine Machbarkeitsstudie zu dem Ergebnis gekommen, dass das ehrgeizige Projekt erfolgreich umsetzbar sei.

2017 hatte der Zoo das Großprojekt ins Gespräch gebracht. Über Für und Wider wurde bereits diskutiert und auch die Standortfrage stand im Raum. Um genauere Anhaltspunkte über die Sinnhaftigkeit des Projekts zu bekommen, hat der Zoo-Aufsichtsrat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die sollte unter anderem klären, ob sich das Projekt wirtschaftlich rechnet, ob mit ausreichend Besuchern zu rechnen ist, wie die Konkurrenz aufgestellt ist und vor allem auch, wo das Aquarium in Magdeburg gebaut werden könnte.

Gestern stellten die Leipziger Beratungsgesellschaft „bbvl“, der Aquariumsexperte Dr. Jürgen Lange und Enrico Pohl vom „Pro Terra Team Magdeburg“ das 133 Seiten starke Papier vor. Darin wurde festgestellt, so Zoo-Chef Kai Perret, dass das Großaquarium nicht nur erfolgreich betrieben werden könnte, sondern sogar ohne jährliche Zuwendungen und Sonderzuschüsse aus der Stadtkasse auskommen könne. Dreh- und Angelpunkt sei allerdings die Standortfrage. Diese müsse besonders betrachtet und intensiv geprüft werden. Die Studie hatte einen Standort in unmittelbarer Nähe des Zoos in ihren Betrachtungen festgelegt. Dieser Standort wurde allerdings vom Aufsichtsrat des Zoos infrage gestellt. Darum steht der nächste Arbeitsauftrag für den Zoo als Ideengeber des Projekts fest: einen Standort finden. „Wir wollen versuchen, dieses Problem bis möglichst Mitte kommenden Jahres zu lösen“, legt Kai Perret einen ersten Zeitplan vor. Zusammen mit dem Stadtplanungsamt solle ein Standort gefunden und dem Aufsichtsrat und dem Stadtrat zur Beschlussreife vorgelegt werden. Zwar favorisiert Kai Perret einen Standort in unmittelbarer Zoonähe, ist aber für alle Diskussionen offen.

Erst, wenn die Standortfrage eindeutig geklärt sei, könne mit den konkreten Planungen für das Projekt begonnen werden. Und dann müsse es „ein großer Wurf werden“, sagt der Zoo-Chef. „Wenn wir wirklich viele Besucher aus ganz Deutschland nach Magdeburg in ein Aquarium holen wollen, dürfen wir uns nicht für eine abgespeckte Version entscheiden.“ Das Magdeburger Aquarium — Arbeitstitel „Maquaria“ — soll, so erste grobe Schätzungen, rund 50 Millionen Euro kosten und jährlich etwa 400 000 Besucher anlocken, so die konservative Kalkulation von Kai Perret.

(Quelle: Volksstimme, 07.12.2018)

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