Auf der Suche nach der undichten Stelle

Leck in der neu ausgelegten Schwimmbadfolie verzögert Wiedereröffnung der Schwimmhalle Nord

Alles neu in der Schwimmhalle Nord: In den vergangenen vier Monaten wurden die Becken mit einer modernen Folie ausgelegt, neue Startblöcke und Leitern eingebaut. Für Sonnabend war die Wiedereröffnung geplant. Doch ein Leck im Schwimmerbecken verzögert das Ganze. Jetzt wird akribisch gesucht.

Sorgfältig suchen Spezialisten am Donnerstagvormittag Millimeter für Millimeter das Schwimmerbecken ab. Kurz vor der geplanten Wiedereröffnung ist ein Leck in der Schwimmhalle Nord aufgetreten. Ein Teil des frisch eingelassenen Wassers ist entwichen. Seit gestern suchen Techniker nach einer Lösung für das Problem.

In den vergangenen vier Monaten wurde die Schwimmhalle in der Albert-Schweitzer-Straße saniert. Die beiden Becken wurden mit einer modernen Kunststofffolie ausgelegt. An Stelle der alten blauen Fliesen ist jetzt ein helles Grau getreten. In der Halle freut man sich über die neue Verkleidung. Die Fliesen seien bereits porös gewesen, immer wieder hätten Löcher in den Fugen dafür gesorgt, dass Wasser entweicht, erklärt der leitende Schwimmmeister Florian Möbes.

Anfang der Woche hatte der Schwimmmeister begonnen, das Wasser in die Becken zu lassen. Alle Arbeiten waren pünktlich erledigt, die Folien fest verschweißt. Als offensichtlich wird, dass es im Schwimmerbecken höchstwahrscheinlich ein Leck gibt, muss Florian Möbes das ganze Wasser wieder ablassen. Gleich am Donnerstag sind dann die Spezialisten der zuständigen Firma vor Ort, um die Folie unter die Lupe zu nehmen.

Um das Leck in der Folie zu finden, wird diese am Donnerstag teilweise gelöst. Die Techniker lassen Gas unter die Folie strömen und suchen mit einem speziellen Messgerät nach dem Punkt, wo das Wasser möglicherweise austritt.

Wie lange die Reparatur dauert, ist noch offen. Doch sobald die Folie wieder verschweißt ist, braucht es insgesamt nur zwei Tage, bis das Becken für die Badegäste startklar ist, sagt Schwimmmeister Florian Möbes. Einen Tag dauere es, bis das Becken voll und einen weiteren Tag bis es von 12 auf 28 Grad erwärmt sowie gechlort sei.

Im Nichtschwimmerbecken ist das Wasser längst vorbereitet. Und nicht nur das: Neben der auch dort neu verlegten Folie warten einige Überraschungen auf die neuen Schwimmanfänger. Am Boden prangt jetzt nicht nur ein Seepferdchen, sondern an den Wänden verteilt sind Frösche, Seesterne und Fische unter Wasser zu finden. Das sei für die Übungen der Schwimmanfänger eine tolle Neuerung, macht Florian Möbes deutlich. Die Teilnehmer der Seepferdchen-Kurse sollen nämlich lernen unter zu tauchen und unter Wasser die Augen zu öffnen, um sich zu orientieren.

Bereits ab Sonnabend waren die ersten Schwimmkurse geplant. Es bleibe natürlich bei den Anmeldungen, versichert der leitende Schwimmmeister, jedoch würden sich die Starttermine jetzt ein wenig nach hinten verschieben.

Wird die Halle endlich wieder eröffnet, können sich die Gäste auf eine neue Ausstattung freuen. Denn auch die Leitern im Nichtschwimmerbecken sind neu, genau wie gegenüber am Schwimmerbecken. Dort stehen nach der langen Sanierungsphase im Sommer zudem acht neue Startblöcke bereit, auf Hochglanz poliert. Damit noch nicht alles: Auch die Anschlaggitter unter den Startblöcken sowie die Leinen zum Abtrennen der Bahnen sind nagelneu.

Nur das kleine Planschbecken ist in der Schwimmhalle so geblieben wie zuvor. Am Donnerstag fehlte dort auch noch das Wasser. Das gehe allerdings ganz schnell, kündigt der Schwimmmeister an. Sobald klar ist, wann eröffnet werden kann, „brauchen wir nur kurz den Hahn aufdrehen“.

Mehr Infos zu den geplanten Öffnungszeiten der Schwimmhalle Nord sowie zu den anderen Schwimmhallen in Diesdorf, Olvenstedt und der Elbeschwimmhalle, die aktuell geöffnet sind, gibt es online unter www.magdeburg.de.

(Quelle: Volksstimme, 13.10.2017)

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