Zooradweg kann gebaut werden

Rechtsstreit um Ersatzverbindung für geschlossene Straße Am Vogelgesang ist beendet

Seit der Schließung der Straße Am Vogelgesang für die Erweiterung des Zoos warten Radfahrer und Fußgänger auf einen Ersatzweg. Nachdem der Rechtsstreit darum beendet wurde, soll er nun ab Oktober gebaut werden.

Einen „unsicheren Arbeitsweg über eine komplizierte und gefährliche Umfahrung“ muss Kornelia Wolter täglich mit dem Fahrrad zurücklegen, seit die Straße Am Vogelgesang vor gut einem Jahr endgültig geschlossen wurde. Die Anwohnerin des Stadtteils Neustädter See nutzt die Strecke regelmäßig und wartet nun bislang vergeblich auf die versprochene Ersatzverbindung. Die war Bedingung dafür, dass die Straße geschlossen werden konnte, um die Erweiterung des Zoos um die neue Anlage Africambo 2 zu ermöglichen.

Das Problem: Die Straße ist geschlossen, Africambo 2 eröffnet, nur der Ersatzweg für Radfahrer und Fußgänger ist noch nicht da – bis auf ein kurzes Stück im Norden an der Straße Am Steingewände, das an einem Zaun endet. Unverständlich für Kornelia Wolter, zudem es auf der empfohlenen Umleitung durch die Straßen Wachtelsteig und Aue aus ihrer Sicht mehrere gefährliche Stellen gibt. Ein Abschnitt sei „verkrautet, unübersichtlich, hat nicht die vorgeschriebene Breite und ist im Dunkeln nicht beleuchtet“, schreibt sie.

Bundesgericht entscheidet

Der Grund für die Verzögerung war die Klage eines Anwohners im September 2014 gegen die entsprechende Festsetzung für den Ersatzweg im Bebauungsplan. Die endgültige Entscheidung, mit der die Rechtsgültigkeit der Festsetzung im B-Plan festgestellt wurde, erging erst im März dieses Jahres durch das Bundesverwaltungsgericht. Damit hatte auch eine weitere Klage gegen die notwendige Neuordnung der Grundstücke im Zuge des Wegebaus ihre Grundlage verloren, erklärt Rathaussprecherin Kerstin Kinszorra auf Volksstimme-Anfrage, so dass diese Klage zurückgezogen wurde.

Der sogenannte Umlegungsausschuss der Landeshauptstadt wird diese Neuordnung nun formal feststellen, bekanntmachen und den betroffenen Eigentümern noch in diesem Monat mitteilen. Laut Tiefbauamtsleiter Thorsten Gebhardt kann der Weiterbau des Weges somit spätestens im Oktober beginnen. Bezüglich der Leserkritik an der empfohlenen Umleitungsstrecke teilt Gebhardt weiter mit, dass der Engpass nochmals geprüft wurde.

„Dieser Bereich ist beleuchtet und als gemeinsamer Fuß-/Radweg ausgeschildert. Das heißt, dass sich hier die Radfahrer auch den Fußgängern anzupassen haben. Damit ist auch bei Bedarf Absteigen gemeint, wenn es eng wird“, so der Tiefbauamtsleiter. Diese Wegeführung stelle ein vorübergehendes Provisorium dar, das in der vorliegenden Form durchaus möglich sei, erklärt Gebhardt weiter.

(Quelle: Volksstimme, 05.08.2017)

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