Zoo streckt seine Fühler nach Norden aus

Prüfauftrag für Erweiterung auf Parkplatz

Im Juni wird das größte Umbauprojekt des Magdeburger Zoos mit der neuen Elefantenanlage „Africambo II“ offiziell beendet. Doch schon längst laufen die Planungen für weitere großangelegte Veränderungen bei Luchs, Uhu & Co. Die Volksstimme hatte bereits die Ideen für die Umgestaltung des gesamten nordwestlichen Bereichs entlang der Schrote vorgestellt.

Doch jetzt ist eine erneute Erweiterung des eigentlichen Zoogeländes im Gespräch. Konkret geht es um die Fläche nördlich des alten Nordeingangs, die zwischen der IGS „Regine Hildebrandt“ und dem Wohnblock an der Straße Im Steingewände liegt. Derzeit befindet sich dort ein Parkplatz. Ein neuer Bebauungsplan, der für diesen Bereich aufgestellt werden soll, hat künftig eine zoologische Nutzung im Sinn.

Auf Volksstimme-Anfrage erklärt Zoo-Direktor Kai Perret, dass es sich dabei um eine reine „Erkundung“ handelt. „Wir wollen durch das Verfahren wissen, was dort überhaupt machbar ist und unter welchen Bedingungen“, sagt er, ob also ein geschlossenes Gebäude zur Tierhaltung oder auch ein offenes Gehege möglich ist. Ein konkretes Projekt gibt es seiner Aussage nach nicht.

Die Beschlussvorlage für den Stadtrat ist da schon deutlicher. „Auf dem betreffenden Gelände sollen keine Freigehege geplant werden, sondern es soll ein kompaktes Gebäude zur Haltung von Tieren in geschlossenen Räumen errichtet werden mit entsprechenden Nebenfunktionen des Zoos“, heißt es dort.

Die mögliche Zooerweiterung ist bereits am Donnerstag im Bauausschuss kritisch diskutiert worden. CDU-Stadtrat Reinhard Stern erklärte dort: „Jetzt wird deutlich, dass am jetzigen Standort die Fläche nicht reicht. Man hätte wohl vor einigen Jahren doch unserem Vorschlag folgen sollen, den Zoo in den Elbauenpark zu verlagern.“

Die Stadträte, die im Bauausschuss vertreten sind, befürchten, dass durch die Nutzung von Flächen am Rande des Zoos zu stark in die Strukturen des benachbarten Wohngebiets eingegriffen wird – sprich, dass die Stellplätze für die Autos nicht mehr reichen.

Zwar sollen laut Vorentwurf zum Bebauungsplan ohnehin die bestehenden Wegeverbindungen für den öffentlichen Fuß- und Radwegverkehr erhalten werden. Der Bauausschuss möchte dieser Vorgabe aber noch hinzufügen, dass „der Stellplatzbedarf im Gelände gedeckt werden“ soll. Wie das genau geschehen soll, wäre dann eine Aufgabe für die weiteren Planungen. In der Vorlage steht jedoch: „Der Stellplatzbedarf soll im zukünftigen Gebäude gedeckt werden“, was für ein Parkhaus oder eine Tiefgarage spricht. Das letzte Wort zum Thema hat der Stadtrat.

(Quelle: Volksstimme, 13.05.2017)

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