Ein Teppich für das Haus der Welt

„Café Krähe“ gratuliert verspätet und verfrüht zum Jubiläum der Agsa

Mit einem gestickten Wandteppich gratuliert das „Café Krähe“ der Auslandsgesellschaft verspätet und dem Einewelthaus verfrüht zum jeweils 20-jährigen Bestehen. Letzteres feiert das Jubiläum am 18. November.

 „Es war uns ein Bedürfnis“, sagt Elke Bochnig, die bei der Hoffnungsgemeinde am Neustädter See das „Café Krähe“ betreut. Zwei regelmäßige Besucherinnen des Integrationstreffs hatten in zweimonatiger Arbeit einen Teppich mit dem Logo des Einewelthauses gestickt. Diana Kamilova und Madina Karova aus Dagestan übergaben ihr Werk gestern an Michael Marquardt und Manja Lorenz, Geschäftsführer und Pressesprecherin der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt (Agsa).

Der Dachverband von Migrantenvereinen feierte eigentlich bereits im Dezember 2015 sein 20-jähriges Bestehen und sollte schon da ein Geschenk erhalten. Aus unterschiedlichen Gründen hat es aber bis jetzt gedauert, so dass aus dem Präsent auch gleich noch ein Geschenk für das nächste Jubiläum der Agsa wird. Denn im kommenden Monat blickt das Einewelthaus in der Schellingstraße auf 20 Jahre als Zentrum für Migrantenvereine und -organisationen zurück.

Ein „sprechender Name“

Am 18. November wird das ab 17 Uhr gefeiert, wie Manja Lorenz verrät, mit einem Tag der offenen Tür, einem Hauskonzert sowie einem Auftritt der Magdeburger Band „Foyal“. Das Haus hat einen „sprechenden Namen“, sagt der Agsa-Geschäftsführer, denn schließlich „gibt es nur die eine Welt, die wir trotz unterschiedlicher Herkünfte und Interessen gemeinsam gestalten“.

Wo genau der Teppich mit dem Logo des Einewelthauses einen Platz finden wird, steht noch nicht fest. Da es nicht der erste aus der Handwerkstube des „Cafés Krähe“ ist, der dort zu sehen ist, wird aber auch er einen würdigen Ort erhalten, versichert Michael Marquardt.

Das „Café Krähe“ und die Auslandsgesellschaft bzw. das Einewelthaus verbindet eine lange Partnerschaft. Von Anfang an habe man sich gegenseitig geholfen, sagt Elke Bochnig.

Die neue Pfarrerin der Hoffnungsgemeinde, Monika Peisker, fasst die Arbeit der beiden Stickerinnen zusammen: „Es ist das perfekte Geschenk, denn es symbolisiert genau das, was ihr hier gemacht habt.“ Nämlich gemeinsam etwas schaffen, wie das Symbol es zeigt.

Die Hoffnungsgemeinde betreibt das „Café Krähe“ seit Mitte der 1990er Jahre als Integrationstreff, insbesondere für Flüchtlinge aus aller Welt. Seinen Namen erhielt es durch die regelmäßigen Treffen im Kirchencafè am Krähenstieg.

Täglicher Anlaufpunkt

Flüchtlinge aus 20 Nationen kommen dort regelmäßig hin und erhalten vielfältige Unterstützung. Täglich sind bis zu 15 Asylbewerber, der Großteil Frauen, vor Ort, die unter Anleitung im Projekt „Stiche gegen Stiche“ handwerklich-künstlerischen Tätigkeiten nachgehen.

(Quelle: Volksstimme, 18.10.2016)

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