Wohnriese fällt plattenweise

Abrissarbeiten am Hochhaus Seeufer 10 sind gestartet / Fundament für Kran

Der Abriss am Hochhaus Seeufer 10 hat begonnen. Ein Schwerlastkran wird den Wohnriesen in den kommenden Wochen Platte für Platte abtragen.

Es hat begonnen: Zwar mit etwas Verspätung, aber der Abriss des Hochhauses mit der Adresse Seeufer 10 ist endlich gestartet. Beendet wird damit auch eine über zehnjährige Hängepartie um die Zukunft des 16-Geschossers. Die Prozedur dafür scheint jedoch auf den ersten Blick ungewöhnlich:

Denn ein Bagger gräbt gestern in die Wiese auf der Nordseite des Hauses erst einmal ein großes Loch. „Wir sprengen“, scherzt ein Arbeiter vor Ort. In Wahrheit werden dort die Fundamente für einen

Schwerlastkran verankert, mit dessen Hilfe das Hochhaus Platte für Platte abgetragen werden wird.

„Es wird abgerissen, wie es aufgebaut wird“, meint ein weiterer Mitarbeiter der ausführenden

Abrissfirma lapidar und erklärt, dass an den Fertigbauteilen sogar noch die Ösen von einst zu finden sind. An denen kamen die Teile in den 1970er Jahren an Ort und Stelle in luftiger Höhe und mit ihrer

Hilfe wird das Haus nun auch nach fast 40 Jahren wieder verschwinden. Zuvor hatte sich die kommunale Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) als Eigentümerin jahrelang damit schwergetan, was mit dem leerstehenden Wohnriesen passieren soll. Das Thema Abriss stand früh auf der Tagesordnung, wurde aber immer wieder verschoben. Kaufinteressenten gab es zwischenzeitlich einige, eine Sanierung mit seniorengerechten Wohnungen durch einen Investor war zuletzt ein Thema. Die Wobau selbst wollte nicht investieren. Aus wirtschaftlichen Gründen war der Verkauf letztendlich abgeblasen und stattdessen der Abriss mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Stadtumbau

Ost angesetzt worden. Nachdem der Block samt seinen 131 Wohnungen verschwunden ist, soll die Fläche zunächst begrünt werden, weitergehende Pläne gibt es offiziell noch nicht.

(Quelle: Volksstimme, 17.08.2016)

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