Zweiter Zooeingang als Einlochhilfe

Ostzugang seit gestern wieder geöffnet / Künftig auch Ausleihstation für neue Minigolfanlage

Der Zoo hat nach sechs Jahren wieder einen zweiten Eingang. Der damals geschlossene Pavillon im Nordosten hat ab sofort wieder geöffnet. Dort gibt es aber nicht nur Eintrittskarten, sondern bald auch Minigolfschläger zum Ausleihen.

 „Ich habe ihn sehr vermisst“, sagt Ursel Gericke, als sie gestern pünktlich um 9 Uhr als Erste den wiedereröffneten Osteingang an der Straße Am Vogelgesang nutzt. So wie sie empfanden viele der Anwohner im Norden der Stadt, als dieser 2010 im Zuge der Eröffnung der Zoowelle geschlossen worden war. Über Jahre hinweg forderten sie immer wieder den zweiten Zugang – mit Erfolg, wie jeder seit gestern sehen kann.

Angesichts der frühen Stunde und des grauen Himmels ist der Andrang am Freitagmorgen jedoch nicht allzu groß. So wie Ursel Gericke wohnt auch das Ehepaar Schefter in Nord und freut sich wieder über den kurzen Weg in den Zoo, auch Familie Jülich mit Enkel Erik nutzt die Abkürzung am Morgen. Für sie hat sich das frühe Aufstehen gelohnt, aufgrund eines technischen Fehlers funktioniert die Kasse noch nicht und sie dürfen ausnahmsweise kostenfrei hinein.

Zoodirektor Kai Perret lässt es sich nicht nehmen, persönlich vorbeizuschauen, wie der lang und heiß umkämpfte Eingang zum Auftakt angenommen wird. Er berichtet auch, dass der jetzt genutzte rechte Pavillon nur als Provisorium dient, bis sein linker Zwilling in sechs bis acht Wochen ordentlich hergerichtet sein wird. Um die versprochene Öffnung bis zum Ende der Sommerferien zu gewährleisten, wurde jetzt zunächst diese Übergangslösung gewählt.

Perret verrät auch, dass die Zoobesucher im Pavillon demnächst nicht nur Eintrittskarten kaufen, sondern auch Minigolfschläger und -bälle ausleihen werden können. „Wir bauen derzeit neben der Africambo-Lodge eine Adventure-Golf-Anlage. Sie wird voraussichtlich Ende August fertiggestellt“, erklärt er. Angesichts der Verweildauer wird die Anlage nur 9 statt der üblichen 18 Bahnen haben. Sie werden in die Landschaft integriert und mit Kunstrasen ausgelegt. Solch ein Angebot sei in deutschen Zoos einmalig, sagt Perret. Durch diese weitere Nutzung sollen auch die Personalkosten durch die zusätzliche Kasse aufgefangen werden.

Für die Vertreter des Bürgervereins Nord und der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See ist die Öffnung ein toller Erfolg. Vereinsvorsitzende Sandra Täntzler: „Wir freuen uns wahnsinnig, dass er endlich offen ist. Wir haben lange dafür gekämpft, insbesondere auch Siegfried Kratz.“ Sie hofft nun, dass er auch wirklich angenommen wird und viele Leute kommen. „Mit viel Mundpropaganda werden wir dafür sorgen, dass hier reger Verkehr herrscht“, verspricht sie dem Zoochef.

Dieser wird die Nutzung auch im Auge behalten. „Wir lassen jetzt erst mal alles auf uns zukommen. Der Wunsch ist natürlich, dass die Besucherzahlen steigen. Wenn sie sich nur verteilen, wäre das nicht so gut“, meint Perret. Die Zahlen werden an den Zoo-Aufsichtsrat weitergereicht, dieser entscheide dann weiter.

(Quelle: Volksstimme, 06.08.2016)

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