Vogelgesang bald endgültig dicht

Für die Zooerweiterung wird Straße bis Juli geschlossen / Ersatz für Geh- und Radweg fehlt noch

Der Ausbau der Elefantenanlage im Zoo geht in die heiße Phase. Spätestens Anfang Juli wird die Straße Am Vogelgesang endgültig dichtgemacht. Auch Fußgänger und Radfahrer haben dann längere Wege vor sich.

Eine knappe Mitteilung im Amtsblatt besiegelte kürzlich auch offiziell das Aus der Wegebeziehung zwischen Schöppensteg und Salvador-Allende-Straße. Der als Einziehung bezeichnete Verwaltungsakt sei aber rein formaler Natur gewesen, sagt Stadtsprecherin Kerstin Kinszorra auf Anfrage. Das Landesverwaltungsamt hat nur genehmigt, was der Stadtrat bereits 2010 beschlossen hatte: Um die neue Elefantenanlage „Africambo II“ bauen zu können, wird das Zoogelände Richtung Osten erweitert – und die Straße deshalb geschlossen.

De facto ist sie bereits seit Monaten ohnehin gesperrt, verschiedene Arbeiten u. a. von den SWM hatten dies immer wieder notwendig gemacht. Nun kommt aber endgültig das Aus, das jetzt auch Fußgänger und Radfahrer betrifft, wie Zoodirektor Kai Perret erklärt. „Wir reißen jetzt die Zäune und Mauern weg und sind dann praktisch offen wie ein Scheunentor“, sagt er. Weil dort dann zum Beispiel für die „Elefantenzäune“ mit schwerem Baugerät Stahlstreben in den Boden gerammt werden müssen, wäre es fahrlässig, noch weiter einen Durchgang zu gewähren. Spätestens Ende Juni, Anfang Juli soll es so weit sein.

Während die Autofahrer an die Umleitung über die Klosterwuhne bereits gewöhnt sind, wird die Sperrung für alle nichtmotorisierten Nutzer noch einmal eine Umstellung. Denn der eigentlich als Ersatz geplante Geh- und Radweg östlich der neuen Anlage ist noch nicht fertig. Ein Teilstück zwischen Steingewände und Aue wurde zwar schon angelegt. Doch um von dessen Ende bis zum Zooparkplatz zu gelangen, müssen Radfahrer derzeit noch einen Umweg durch die Siedlung machen und können nicht den direkten Weg nehmen.

Grund für den fehlenden Abschnitt ist ein Rechtsstreit mit einem Anlieger, wie der Zoochef erklärt. Dabei gehe es um den Abwägungsprozess während des Verfahrens für den Zoo-Bebauungsplan. Es habe zwar kürzlich eine Entscheidung vor Gericht zugunsten der Stadt und damit auch des Zoos gegeben, ob der Kläger dagegen Rechtsmittel einlegt, stehe noch nicht fest. Perret rechnet aber nicht damit, dass der Weg vor dem kommenden Jahr angelegt werden kann.

Erschwert wird die Sache noch dadurch, dass die SWM derzeit neue Abwasser-, Trinkwasser- und Gasleitungen in den Straßen Aue und Wachtelsteig verlegen und die Straßen somit kaum nutzbar sind. Laut SWM-Sprecherin Cornelia Kolberg werden diese Arbeiten noch bis Mitte September andauern.

Bis dahin wird auch „Africambo II“ fertig sein, hofft Kai Perret, damit die beiden Elefantendamen „Mwana“ und „Birma“ dort einziehen können.

(Quelle: Volksstimme, 16.06.2016)

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