Neustädter stehen ab September geschützt

Magdeburger Verkehrsbetriebe und Stadtverwaltung errichten neue Wartehalle an der Endhaltestelle Neustädter See

Ab September müssen die Anwohner im Bereich Endhaltestelle Neustädter See nicht mehr bei Wind und Wetter ungeschützt auf die Straßenbahn warten. Die MVB wollen dort ein neues Wartehäuschen aufbauen.

Es war ein Ärgernis für viele Fahrgäste der Magdeburger Verkehrsbetriebe im Norden der Stadt. An der Endhaltestelle am Neustädter See müssen sie seit Monaten ungeschützt und ohne Sitzmöglichkeit auf die Straßenbahnen warten. Denn die MVB hatten das Wartehäuschen abmontieren lassen – und zwar zunächst dauerhaft. Denn immer wieder war die Wartehalle Ziel von Randalierern, die Scheiben einschlugen oder das Häuschen mit Graffiti beschmierten. Doch die dauerhafte Demontage einer Wartehalle wollen die Bewohner des Viertels nicht hinnehmen. Und nun gibt es einen Hoffnungsschimmer. Denn die Magdeburger Verkehrsbetriebe planen, dort eine neue Wartehalle zu errichten. Spätestens im September, wenn die ungemütliche Jahreszeit beginnt, soll das Häuschen stehen, versicherten Klaus Zimmermann als Beigeordneter für Finanzen und Vermögen und MVB-Chefin Birgit Münster-Rendel.

Derzeit laufen Planungen mit der Firma Ströer, die das Häuschen bauen soll. Die neue Wartehalle soll jedoch nicht aus Glas sein, sondern eventuell aus Metall, so dass sie nicht so leicht zu zerstören ist. Außerdem ist geplant, Jugendliche aus dem Stadtgebiet einzubeziehen, um die Wartehalle mit Graffiti zu gestalten. Stadt und MVB legen großen Wert darauf, dass es Jugendliche aus dem Stadtgebiet sind. Auch wenn sie nicht für die häufige Zerstörung des Wartehäuschens verantwortlich seien, würde vielleicht ein Bild, das von Jugendlichen geschaffen wurde, mit mehr Respekt behandelt, hoffen Zimmermann und Münster-Rendel, die ihre Pläne am Mittwochabend während der GWA-Sitzung in der Hoffnungsgemeinde am Krähenstieg vorstellten.

Das Interesse der Bürger war groß. Etwa 30 Anwohner waren zu der Sitzung gekommen, um zu erfahren, wie es mit der Haltestelle weitergeht. Sie sollen zukünftig auch als Hilfe dienen, wenn es darum geht, Vandalismus-Schäden möglichst schnell zu beseitigen. Die MVB möchten einige Bürger zu einer Art Paten erklären, die Stadt oder MVB informieren, wenn es an der Haltestelle Schäden gibt. Dabei soll die Verantwortung keineswegs auf die Bürger abgewälzt werden, betonte Klaus Zimmermann auf Nachfrage eines Bürgers. „Sie kommen hier jeden Tag lang und sehen, wenn etwas passiert ist“, ergänzte Birgit Münster-Rendel.

Eine Videoüberwachung für die Haltestelle einzurichten, sei nicht möglich. „Dafür müssten Bundes- und Landesgesetze geändert werden“, erklärte Zimmermann auf Nachfrage eines Bürgers. Außerdem müssten diese Bänder dann ja auch beobachtet werden, was mit einem enormen Kostenaufwand verbunden wäre, der kaum zu meistern sei und sich auch in den Fahrpreisen niederschlagen würde.

Allgemein zeigten sich die Bürger zunächst jedoch zufrieden, dass überhaupt etwas passiert. Nur dass es noch einige Monate dauern wird, bis die Halle steht, finden sie bedauerlich. Denn so werden sie an heißen Sommertagen, die noch bevorstehen, bei brütender Hitze ohne Sitzmöglichkeit und Sonnenschutz auf ihre Bahnen warten müssen.

Sobald es genaue Pläne gibt, wie die Wartehalle aussehen wird, wollen sich die Magdeburger Verkehrsbetriebe und die Stadtverwaltung wieder mit der GWA in Verbindung setzen und die Pläne den Bürgern vor Ort vorstellen.

(Quelle: Volksstimme, 13.05.2016)

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