Pfahlberg nur in Sicht

Neue Bushaltestelle soll Gewerbegebiet besser erschließen

Der öffentliche Nahverkehr rückt wieder ein Stück an den Pfahlberg heran. Nachdem eine direkte Busverbindung mangels Auslastung eingestellt worden war, halten nun Regional- und Nachtbusse zumindest an der Barleber Chaussee.

Still und leise wurde über das vergangene Wochenende die neue Haltestelle „Am Pfahlberg“ eingerichtet. Direkt an der Sülzebrücke an der Barleber Chaussee halten seit dem vergangenen Sonntag die Buslinien 610 und 613 des Unternehmens „BördeBus“. Dieses hatte an diesem Tag seinen Fahrplanwechsel vollzogen und die Haltestelle neu in seinen Netzplan aufgenommen. Im Rahmen des Marego-Verbunds können damit nun auch die Kunden der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) mit ihren Zeitkarten fahren.

Bei Gesprächen innerhalb des Verbunds sei es zu dieser Kompromiss-Lösung gekommen, sagt MVB-Sprecher Tim Stein auf Volksstimme-Nachfrage. Da die Regionalbusse von „BördeBus“ auf ihrem Weg vom und zum Zentralen Omnibusbahnhof ohnehin die Barleber Chaussee entlangfahren, lag ein zusätzlicher Stopp nahe. Die 613 fährt beispielsweise werktäglich bis in den späten Abend einmal pro Stunde, Zustiegsmöglichkeiten gibt es am Neustädter Bahnhof, an der Bremer Straße und Bebertaler Straße sowie am Neustädter Platz.

Wer nun zum Gewerbegebiet am Pfahlberg mit Möbelhaus, Elektronikmarkt, Multiplexkino und Bowlingcenter will, hat es von der neuen Haltestelle zwar schon in Sicht, aber immer noch einen Fußmarsch von gut 500 Metern Länge vor sich. Im Vergleich zu vorher aber eine Verbesserung, da dieser bereits an der Straßenbahnhaltestelle Krähenstieg am Neustädter See begonnen hätte.

Ab 7. Januar wird auch die Nachtbuslinie N7 der MVB dort halten. Die kommt auf ihrer regulären Runde vom Neustädter See zum Kannenstieg dort vorbei und wird dann ebenfalls bei Bedarf halten. Anders als „BördeBus“ haben die MVB noch keine Genehmigung von der Straßenverkehrsbehörde erhalten und starten deshalb mit mehrwöchiger Verzögerung. „Mal schauen, ob das Angebot angenommen wird“, sagt Stein.

Nachdem die MVB im Jahr 2003 die Linie 73 aus Kostengründen eingestellt hatten, übernahm die Ohrebus-Gesellschaft. Da aber auch diese Verbindung nicht kostendeckend betrieben werden konnte, fiel sie vor acht Jahren weg. Seitdem warteten die Gewerbetreibenden vor Ort auf eine Lösung für eine Anbindung an den Nahverkehr. Mit der neuen Haltestelle ist ein erster Schritt getan.

(Quelle: Volksstimme, 17.12.2015)

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