Elternkampf für einen Kinder-Bus

Im Integrativen Eltern-Kind-Zentrum wird dringend ein Transportwagen benötigt

Ein neuer Krippenwagen ist der Wunsch vieler Kinder, Eltern und Erzieher des Integrativen Eltern-Kind-Zentrums „Kinderland“ in der Lumumbastraße. Denn ganz in der Nähe der Einrichtung befinden sich viele fußläufig zu erreichende Ausflugsmöglichkeiten wie Zoo, Neustädter See und Märchenbrunnen. Eigentlich nur einen Katzensprung entfernt, stellt der Weg für die unter zweijährigen Kinder, die die „Froschgruppe“ besuchen, allerdings eine Herausforderung dar.

Ein sogenannter „Kinderbus“ mit sechs Sitzplätzen und Anschnallmöglichkeit würde Abhilfe verschaffen. Doch die Anschaffungskosten in Höhe von 1500 Euro für das Gefährt können durch die Kita selbst, ihren Träger oder den Förderverein nicht getragen werden.

Daher engagiert sich Anja Lentge, um Gelder für den dringend benötigten Krippenwagen. Auch ihr zweijähriger Sohn Matthis besucht die „Froschgruppe“ der Kindertagesstätte, in der wie in allen Gruppen der Einrichtung Regelkinder gemeinsam mit Kindern mit Förderungsbedarf untergebracht sind und betreut werden.

Anfang September wendete sich die junge Mutter daher hilfesuchend an die Stiftung der Wohnbaugenossenschaft MWG, die es seit einem knappen Jahr gibt. „Als Familiengenossenschaft wollen wir von der MWG-Stiftung das Projekt Krippenwagen nicht nur finanziell unterstützen, sondern auch Aufmerksamkeit auf diesen Wunsch lenken“, erklärt Thomas Fischbeck, Vorsitzender der MWG-Stiftung.

Die Aufmerksamkeit und die Finanzierung soll vor allem mit einer Spendenbox erreicht werden, die auf Stiftungsveranstaltungen aufgestellt wird. Abhängig von der Höhe der gesammelten Spenden wird die noch junge Stiftung einen Eigenanteil zur Finanzierung des Kinderbusses beisteuern.

Dass sich Anja Lentge um die Finanzierung des Krippenwagens kümmert ist kein Zufall. Denn bereits in der Vergangenheit hatte sich die engagierte Mutter unter anderem um die Anschaffung von Matratzen, Fahrradhelmen und Löffeln für das „Kinderland“ gekümmert. „Bisher reichten einige Telefonate mit den richtigen Kontakten aus, um die nötigen Dinge zu besorgen. Doch am Projekt Krippenwagen bin ich bei meinen Kontakten einfach nicht weitergekommen“, gesteht sie. Auch ihr Versuch Gehör bei der Stadt zu erlangen, verlief leider erfolglos. Doch für gemeinsame Ausflüge der Kita-Kinder ist ein Krippenwagen einfach notwendig.

Und so hoffen Anja Lentge und die Kinder und Erzieherinnen der Froschgruppe mithilfe der Stiftung und einem extra eingerichteten Spendenkonto auf die notwendigen finanziellen Mittel für die Anschaffung eines Krippenwagens.

(Quelle: Volksstimme, 15.10.2015)

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