8000 elefantastische Quadratmeter

Zum Zoogeburtstag wünscht sich der Zoodirektor zügigen Baufortschritt

Mehr als 8000 Besucher, darunter viele aus Niedersachsen und der Region, zählte am Sonnabend die lange Party zum 65. Zoogeburtstag. Zoodirektor Kai Perret hat zum Anlass ein paar Wünsche parat.

Nach Durststrecken Anfang der 1990er Jahre und in der großen Umbauära 2006 bis 2013 haben sich die Besucherzahlen im Zoo wieder stabilisiert. 2014 kletterten sie auf einen Schlag um 25 Prozent auf rund 270 000. Für 2015 fasst Kai Perret eine ähnliche Zielmarke ins Auge. Vorwendische Besucherzahlen von bis zu einer halben Million Gästen im Jahr gelten heute als illusorisch. Stetig steigend ist aber laut Perret die Zahl jener, die sich eine Dauerkarte für den Zoo kaufen (aktuell rund 3000) und die aus der Region um Magdeburg und aus Niedersachsen anreisen. „Das war auch zum Zoofest so. Da ist unser Plan aufgegangen“, freut sich Perret.

Danjana Hoffmann aus Braunschweig findet den Magdeburger Zoo „immer eine Reise wert“. Gonzalo Pätsch aus Gifhorn hält ihn allerdings für „ausbaufähig“, bemängelt die aus seiner Sicht noch zu schlecht ausgebauten Aktionsangebote für Kinder und vor allem das desolate und viel zu beengte Dickhäuterhaus. Familie Pätsch registriert erleichtert, dass im Zoohinterland, für uneingeweihte Besucher noch unsichtbar, ein neues Gehege wächst, das im Vergleich zum alten schier paradiesische Zustände bieten dürfte. Von 500 Quadratmetern wächst das Elefantenland auf rund 8000, großzügige Außenanlagen und eine Erlebniswelt mit Ausstellungszentrum inklusive.

Perrets größter Geburtstagswunsch ist der zügige Baufortschritt an ebendieser Anlage, die 2016 fertiggestellt und spätestens Anfang 2017 eröffnet werden soll. Die nötige Zooentwicklung sieht der Zoodirektor aber auch damit längst nicht beendet. Sie sei im Gegenteil eine dauerhafte Aufgabe ohne Ende, schon weil sich die Ansprüche – auch die der Zoobesucher – an Haltungsbedingungen immer weiter entwickelten. „Kein Mensch will heute mehr in engen Gehegen hinter Zäunen eingepferchte Tiere sehen und das ist auch gut so“, sagt Perret und will weitere Zäune fallen lassen. Die Huftiere sollen von neuer Landschaftsgestaltung profitieren. Der Streichelzoo entspreche heutigen Erwartungen der Gäste auch kaum mehr.

Zur Zoobelebung kann sich Perret mehr Veranstaltungen von Theater bis Musical vorstellen. „Man muss natürlich gerade mit musikalischen Sachen vorsichtig sein. Die Frage, was Rockmusik im Zoo zu suchen hat, stellen manche zu Recht. Wir wollen keinen Rummel aus dem Zoo machen.“ Einmal im Jahr – alljährlich zur Zoonacht – gestattet sich der Zoo allerdings ein rauschendes Fest. Die Besucher waren in der Mehrheit restlos begeistert.

(Quelle: Volksstimme, 10.08.2015)

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