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Herzlich Willkommen am Neustädter See - Unser Stadtteil im Norden der Stadt Magdeburg

Neuigkeiten

Fr

02

Dez

2016

Bahn plant Lärmschutz in Eichenweiler

425 Wohneinheiten an der Ohrestraße und dem Schöppensteg sollen neue lärmdämpfende Fenster erhalten

Die Deutsche Bahn plant Lärmschutzmaßnahmen in Neue Neustadt und Eichenweiler. Im Bereich Schöppensteg und der Ohrestraße soll eine insgesamt etwa ein Kilometer lange Schutzwand errichtet werden. Auch passive Maßnahmen sind geplant.

Auf lärmschützende Maßnahmen können sich Anwohner des Schöppensteges und der Ohrestraße bis Ende 2018 einrichten. Aufgrund der gesetzlichen Lage will die Deutsche Bahn insgesamt 425 Wohneinheiten mit entsprechenden Fenstern ausstatten. Doch auf die Bürger kommen dadurch auch Kosten zu. Denn die Baukosten in Höhe von geschätzten 285 000 Euro werden nur zu 75 Prozent gefördert. 25 Prozent der Kosten müssten die Anwohner entlang der dort verlaufenden Bahnstrecke selbst tragen. Zu gleichen Teilen auf die Wohneinheiten aufgeteilt, würde das etwa 170 Euro entsprechen.

Schützenswert sind nach den gesetzlichen Vorgaben alle Räume, die nicht nur für den vorübergehenden Aufenthalt vorgesehen sind – also Schlafzimmer, Wohnzimmer, Kinderzimmer, nicht aber Badezimmer.

Doch nicht nur die Wohnhäuser will die Deutsche Bahn verbessern. Auch Lärmschutzwände sollen errichtet werden. Im Bereich Schöppensteg ist eine Lärmschutzwand von drei Metern Höhe auf einer Länge von 521 Metern geplant. Im Bereich der Ohrestraße soll die Mauer auf einer Länge von 487 Metern errichtet werden. Kostenpunkt: 1,5 Millionen Euro, die zu 100 Prozent vom Bund getragen werden.

Die Antragstellung für das Baurecht und die Finanzen beim Eisenbahn-Bundesamt ist bereits in diesem Jahr erfolgt. Im zweiten Quartal des nächsten Jahres soll das Baufeld freigemacht werden, außerdem soll es während dieser Zeit Suchschachtungen geben. Das Ende der Bauarbeiten plant die Bahn für das dritte Quartal 2018.

Während dieser Zeit kann es durchaus zu Baulärm kommen, hieß es bei einer Bürgerversammlung in der Grundschule Am Vogelgesang Anfang der Woche. Jedoch werde nicht dauerhaft gebaut, sondern die Arbeiten würden stundenweise erfolgen, erklärte eine Mitarbeiterin der Deutschen Bahn den etwa 40 anwesenden Bürgern. Präsentiert wurde auch das schalltechnische Gutachten, das bereits im Vorfeld der Beantragung erfolgt ist und Grundlage für die Baumaßnahmen ist. Demnach werden die Lärmschutzrichtwerte überschritten, so dass lärmschützende Maßnahmen ergriffen werden müssen.

(Quelle: Volksstimme, 02.12.2016)

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Di

29

Nov

2016

Neubauten am „Neustädter“

Abriss einer alten Fabrik fast abgeschlossen / Neue Lagerhalle wird errichtet

Am Neustädter See wird derzeit eine alte Fabrik abgerissen. Dort sollen Einfamilienhäuser entstehen. Außerdem baut die Stadt an anderer Stelle eine kleine Lagerhalle.

Am Neustädter See wird derzeit fleißig gearbeitet. Die Landeshauptstadt lässt dort eine kleine Halle als Werkstatt für das Strandbad und als Lagermöglichkeit für die gesamte Technik und alle Pflegegeräte sowie für Verbrauchsmaterialien und Reinigungsmittel errichten. Auch eine Personaltoilette wird integriert. Baustart für die Halle im Bereich des Kinderstrandes war im September. Ziel ist die Fertigstellung im kommenden Monat. Die Pflasterung der Freiflächen und Außenanlagen erfolgt – je nach Witterungsbedingungen – bis zum Frühjahr. Die reinen Baukosten für die Halle (ohne Freiflächen) betragen rund 167 000 Euro. 70 Prozent sind Fördergeld aus dem Programm „Soziale Stadt“.

Doch nicht nur das. Im Bereich von Homanns Nordufer wird derzeit ein altes Fabrikgelände abgerissen. Die Abriss-arbeiten machen bereits gute Fortschritte. Um das Grundstück hatte sich seinerzeit der Bauplaner Heiko Wiesensee bemüht. Er hatte es gekauft, weil er dort zum einen ein eigenes Wohnhaus bauen wollte, außerdem wollte er vier kleinere Teile des Grundstückes ebenfalls als Bauland zur Verfügung stellen. Bereits im Jahr 2014 hatte er von seinen Plänen berichtet.

Gestern zeigte er sich erfreut, dass der Abriss nun endlich starten konnte. An seinen Plänen hält er fest. Allerdings in abgespeckter Form. „Drei Einfamilienhäuser wollen wir bauen“, sagte er. Genaueres wolle er zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht bekanntgeben, weil noch Genehmigungen der Stadt fehlen würden, berichtete er. Der Abriss sei beinahe abgeschlossen. Noch in diesem Jahr soll das Grundstück freigemacht werden. Wann mit den Bauarbeiten für die neuen Häuser begonnen werden kann, ist noch nicht klar. „Das hängt auch von der Genehmigung der Stadtverwaltung ab“, sagte er. Ziel war, im März mit dem Bau der Einfamilienhäuser zu beginnen.

(Quelle: Volksstimme, 29.11.2016)

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Di

29

Nov

2016

Rundweg nur für Radfahrer?

Zu: „Spaziergängern am Neustädter See geht erst mal kein Licht auf“:

Wer die Begründung liest, fragt sich, wer hat dies geschrieben? Kennt er die Promenaden am See nicht und von wem sie genutzt werden? Solange der See existiert, gehen die Einwohner spazieren. Der südliche Weg wird von den Anwohnern aber auch auf ihrem Weg zum Einkaufen, zur Haltestelle oder zu den medizinischen Einrichtungen in der Dr.-Grosz-Straße und zurück gerne benutzt.

Zum anderen wird behauptet, dass es in der Allendestraße einen beleuchteten Fußweg gibt. Und der beleuchtete Fußweg auf der Rückseite der 16-Geschosser „Am Seeufer“, „Schrotebogen“ und in der Allendestraße? Spielte er keine Rolle bei der Entscheidung über die Beleuchtung des westlichen Rundweges, insbesondere bei der angespannten Haushaltslage? Wurde der Rundweg nur für Radfahrer gebaut oder können ihn alle Einwohner nutzen? Die Ausschilderung entspricht keineswegs der Straßenverkehrsordnung! Hier sollte die Bauverwaltung erst einmal die Hausaufgaben machen und sauber recherchieren.

Hans-Dieter Karg, 39126 Magdeburg

(Quelle: Volksstimme-Leserbriefe, 29.11.2016)

 

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So

27

Nov

2016

Wunschbaum soll Kinder bescheren

EURE HILFE IST GEFRAGT!!! 

AUSGEWÄHLTE MOMENTE,

FREUNDSCHAFTLICHE GESCHENKE,

ETWAS ZARTES FÜR DAS HERZ,

GÜTIG SEIN,

DAS WUNDER FÜHLEN, 

KRÄFTE SAMMELN

ODER EINFACH AN JEMANDEN DENKEN.

~Monika Minder~

 

WEIHNACHTEN - DAS FEST DER LIEBE!

Unsere Aufmerksamkeit widmen wir in diesem Jahr den Kindern aus Heim-Einrichtungen in und um Magdeburg.

Unser festlich geschmückter Weihnachtsbaum ist geziert mit liebevoll gebastelten Wünschen der Kinder im Wert von 15,00 bis 20,00 €, welche wir gerne mit eurer Unterstützung in Erfüllung gehen lassen möchten. 

...ALSO... Einfach einen Wunsch "pflücken" und bis zum 18.12. das Geschenk wieder bei uns abgeben.

Für alle, die sich im kleineren Rahmen beteiligen möchten, gibt es auch ein Sparschwein für "kleine Engel" im Café.

Wir freuen uns auf eure Unterstützung und wünschen euch und euren Liebsten eine schöne Weihnachtszeit.

Für Fragen stehen wir euch jederzeit sehr gern zur Verfügung. 

(Quelle: Cafe Pusteblume, Neustädter Platz)

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Fr

25

Nov

2016

Kalender 2017 und neuer Stadtteilkompass eingetroffen

Nachdem vor einigen Tagen der Jahreskalender 2017 "Natur in Nord" eingetroffen ist, steht nun auch der neue Stadtteilkompass zur Verfügung. Der Wegweiser für die Stadtteile Kannenstieg und Nuestädter See gibt den Bewohnerinnen und Bewohnern auf 24 Seiten u.a. einen Überblick in Einrichtungen, Institutionen, Einzelhandel, Gastronomie und Ärzte in Nord. Während der Kalender schon seit einigen Jahren regelmäßig mit unterschiedlichen Thematiken großen Anklang findet, ist ein Stadtteilkompass letztmalig 2012 verfügbar gewesen. Damals noch jeweils für die einzelnen Stadtteile. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger erhalten sowohl den Kalender, als auch den Stadtteilkompass im Stadtteiltreff Oase. Weitere Auslagen der Broschüre in den Einrichtungen der Stadtteile werden in der kommenden Woche organisiert. Beide Publikationen wurden über den Stadtteilfonds des Programms "Soziale Stadt" realisiert.

(Quelle: Stadtteilmanagement Kannenstieg/ Neustädter See des Internationalen Bundes)

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Di

22

Nov

2016

Zoo streckt seine Fühler nach Asien aus

Beliebte Einrichtung tritt Verbund mit 93 Tiergärten aus Russland, Kasachstan, aber auch Polen und Tschechien bei

Als erster deutscher Zoo ist der Zoo Magdeburg Mitglied in der Eurasiatischen Regionalen Vereinigung der Zoos und Aquarien Earaza. „Es war für uns ein logischer Schritt, dieser internationalen Zoovereinigung beizutreten, denn der Zoo Magdeburg pflegt bereits eine enge Zusammenarbeit mit den Zoos in Moskau, St. Petersburg, Kasan und vielen weiteren zoologischen Einrichtungen“, erklärt Zoodirektor Dr. Kai Perret.

Derzeit gibt es in Osteuropa etliche Neugründungen von Zoos. Einige würden derzeit rekonstruiert, und natürlich benötigten viele dieser Zoos auch Unterstützung bei ihrer Entwicklung, teilte der Zoo weiter mit. Die Earaza fördert den Tiertausch unter den Mitgliederzoos, und so können interessante Arten, die in mitteleuropäischen Zoos nicht gezeigt werden, auch in den hiesigen Tierbestand aufgenommen werden. Damit kann der Magdeburger Zoo sein tiergärtnerisches Profil weiter schärfen. Die Zoovereinigung Earaza intensiviert die Kontakte der Zoos und Aquarien untereinander und organisiert jährliche Konferenzen und Symposien zum regen Erfahrungsaustausch.

Die Earaza wurde 1994 in Moskau gegründet, ist ein großer internationaler Zooverband mit 93 Mitgliedern, überwiegend aus osteuropäischen Zoos wie Russland, Kasachstan, Kirgistan, Polen, Tschechien – aber auch Israel ist mit dabei.

(Quelle: Volksstimme, 22.11.2016)

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Mo

21

Nov

2016

Angeln am Neustädter See ist wieder gestattet

Anglerverein schließt neuen Pachtvertrag mit der Stadt Magdeburg / Fischen vom Boot aus bleibt weiterhin verboten

Harald Rohr macht am Sonnabend einen zufriedenen Eindruck. Während sein Blick über das Wasser am Neustädter See schweift, in dem sich idyllisch die Wolken und das gelb gewordene Schilf spiegeln, berichtet er erfreut, dass eine Einigung über die Nutzung des Neustädter Sees zum Angeln erzielt worden und das Fischereiverbot aufgehoben ist. 248 Tage war es Anglern nicht gestattet, ihre Posen am See auszuwerfen, berichtet er. Doch nun sind die Fischereipachtverträge mit dem Barleber Kies- und Baustoffwerk, der Landeshauptstadt Magdeburg und einer Einzelperson „unter Dach und Fach“, erzählt er, und der See gelte nun unter anglerischen Gesichtspunkten wieder als geeinter See. Einzig das Bootsangeln ist nicht gestattet. Darauf weist Harald Rohr unmissverständlich hin. Nicht nur Motor- und Ruderboote sind auf dem See verboten, auch mit kleinen Schlau- bzw. Bellybooten dürfte das Gewässer nicht befahren werden.

„Im Vordergrund steht natürlich die Hege und Pflege des Gewässers“, sagt Rohr. Da kommt auf die Angler vom Neustädter See auch Arbeit zu. Denn immer wieder hinterlassen Besucher ihren Müll im Schatten der Wohlstandsgesellschaft, wie Harald Rohr sagt. Der hat inzwischen schon alle Hände voll mit weiteren Belangen des Anglervereines zu tun. Wer Mitglied ist, kann das Gewässer kostenfrei nutzen. Wer kein Mitglied im Verein ist, der kann beim Anglerverband eine Gästekarte erwerben – sowohl Tages- als auch Monatskarten stehen zur Verfügung, berichtet Rohr. Doch wer öfter in Magdeburg angelt, für den würde sich eine Mitgliedschaft lohnen.

Wer angeln möchte, benötigt einen Fischereischein. Das Wissen hierzu wird Interessenten in einem 30-stündigen Vorbereitungslehrgang mit anschließender Prüfung vermittelt. Zur Prüfung gehören ein schriftlicher Teil mit 60 Fragen und ein mündlicher Teil. Kinder ab 8 Jahren können die Jugendfischereischeinprüfung ablegen, ab 18 Jahren ist der Fischereischein erforderlich. Nach dem behördlichen Teil fehlt dann nur noch die Erlaubnis des Fischereiausübungsberechtigten für die Vereinsgewässer.

(Quelle: Volksstimme, 21.11.2016)

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Sa

19

Nov

2016

Der Weg zum lebendigen Stadtteil

Kannenstieg und Neustädter See im Städtebauprogramm „Soziale Stadt“ / Bürger reden mit

In einem Bürgerforum im Stadtteiltreff „Oase“ wurden die bisherigen Ergebnisse des Städtebauprogramms „Soziale Stadt“ für den Kannenstieg und Neustädter See ausgewertet. Bisher umgesetzt sind Projekte für fast zehn Millionen Euro.

Der Magdeburger Norden verändert sich: „Vom Wohngebiet zum lebendigen Stadtteil“. So lautet das Motto des seit 2009 durchgeführten Städtebauprogramms „Soziale Stadt“ in den Stadtteilen Kannenstieg und Neustädter See.

In regelmäßigen Bürgerforen werden die Fortschritte des Programms mit Bürgern ausgewertet und diskutiert. Zuletzt lud das Stadtplanungsamt mit dem Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung am Donnerstag in den Stadtteiltreff „Oase“, der auch aus Mitteln des Programms errichtet wurde.

Die Maßnahmen verteilen sich auf drei Handlungsfelder und umfassen bisher Projekte für fast zehn Millionen Euro. Noch nicht abgeschlossen sind zum Beispiel der Rundweg um den Neustädter See, die Erneuerung der Fuß- und Radwege sowie die weitere Entwicklung des Freizeitstandortes Neustädter See.

Im Vorfeld des Bürgerforums wurden Bürger zu ihrer Zufriedenheit in den Stadtteilen gefragt: Positiv zu nennen sind demnach der bereits erfolgte Rückbau von Wohnblöcken, die beiden Stadtteiltreffs, sowie Einkaufsmöglichkeiten, ärztliche Versorgung und Nahverkehr im Kannenstieg.

Als Riesenproblem gelten hingegen die Gehwege in beiden Stadtteilen. Bemängelt werden außerdem die Einkaufsmöglichkeiten und der Nahverkehr in Neustädter See. In den Schulen sei außerdem zu viel zu tun für zu wenige Leute. Grundschule und Hort An der Klosterwuhne würden beispielsweise aus allen Nähten platzen. Die Bürger hatten auch konkrete Wünsche, die sie den Veranstaltern mit auf den Weg gaben: Aufzüge im Bürgerhaus und im Begegnungszentrum, eine Vereinssporthalle, weitere Gehwegsanierung, mehr Schulsozialarbeiter. Wichtig sei auch eine Förderung des Ehrenamts. Gerade jüngere würden dringend gebraucht.

Ob die Wünsche innerhalb des Programms umgesetzt werden können, wird nun geprüft. Die „Soziale Stadt“ soll noch bis 2020 weitergeführt werden.

(Quelle: Volksstimme, 19.11.2016)

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Do

17

Nov

2016

Spaziergängern am See geht erst mal kein Licht auf

Verwaltung lehnt Leuchten am Neustädter ab

Spaziergängern am Südufer des Neustädter Sees wird so schnell kein Licht aufgehen. Denn die Stadtverwaltung lehnt das Ansinnen der SPD-Stadtratsfraktion ab, entlang des neu asphaltierten Abschnitts des Seerundwegs parallel zur Salvador-Allende-Straße eine Beleuchtung zu installieren. Dies erklärt Magdeburgs Baubeigeordneter Dieter Scheidemann in einer aktuellen Stellungnahme, die am Dienstag öffentlich wurde.

Die SPD-Räte Marko Ehlebe und Christian Hausmann hatten den Antrag unterzeichnet, der den Oberbürgermeister dazu auffordert, „Orientierungsleuchten zur Sicherheit der Spaziergänger und Radfahrer, z. B. in Höhe der vorhandenen Sitzbänke“ aufzustellen. Damit wäre der Weg „vor allem in der dunklen Jahreszeit besser nutzbar“, argumentieren die beiden. Um Strom zu sparen und damit auch die Kosten zu senken, sollten Bewegungssensoren installiert werden, die die Leuchten nur bei Bedarf einschalten.

Scheidemann lehnt dies jedoch ab und verweist ebenfalls auf die Kosten. „Durch die immer noch angespannte Haushaltslage besteht zurzeit keine Möglichkeit zur Finanzierung“, erklärt er. Denn inklusive der angeregten Bewegungsmelder würden für den Abschnitt Baukosten von 75 000 Euro entstehen.

Gut beleuchteter Gehweg

Hinzu kommt laut dem Beigeordneten, dass es mit dem gut beleuchteten Gehweg an der Salvador-Allende-Straße bereits eine Alternative für die dunkle Jahreszeit gibt. „Fußgänger und Radfahrer könnten diesen Weg in dem fraglichen Bereich benutzen, um ihr Ziel zu erreichen“, schlägt er vor. Für die Stadtverwaltung besteht für öffentliche Straßen und Wege zudem keine generelle Beleuchtungspflicht, stellt Dieter Scheidemann fest.

(Quelle: Volksstimme, 17.11.2016)

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Mi

16

Nov

2016

Anschlag auf syrisches Geschäft

Polizei prüft in Magdeburg fremdenfeindliches Motiv / 120 000 Euro Schaden

Auf das Sonnenstudio eines Syrers ist in Magdeburg ein Brandanschlag verübt worden. Die Polizei prüft einen ausländerfeindlichen Hintergrund. Es wurden Nazischmierereien hinterlassen.

Ungewöhnliche Geräusche hatten am Montagmorgen eine Anwohnerin geweckt. Gegen 3.15 Uhr sah sie, wie drei Männer die Scheibe an der Rückfront des Gebäudes einschlugen, worin sich das Solarium befindet. Kurze Zeit später sei es zu einer Explosion gekommen. Dann sah sie, wie sich das Feuer in dem Sonnenstudio ausbreitete. Die drei Männer flüchteten.

Als die ersten Polizisten vor Ort eintrafen, fanden sie nicht nur einen Brand vor, sondern auch rechtsradikale Schmierereien. An einer Wand entdeckten sie ein frisch mit roter Farbe aufgetragenes Hakenkreuz sowie den mit roter Farbe aufgetragenen Schriftzug „Raus“. Der hintere Bereich des Solariums stand zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig in Flammen.

Die Polizei prüft ein politisch motiviertes Motiv, teilte sie mit. Der Inhaber des Solariums ist ein 30-jähriger Magdeburger syrischer Nationalität.

„Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Tat einen völlig anderen Hintergrund hat“, sagte am Montagnachmittag Polizeisprecher Mike von Hoff. Auch ein Anschlag im Zuge einer Schutzgelderpressung sei möglich. Die Schmierereien könnten der Versuch sein, eine falsche Fährte zu legen. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, so der Polizeisprecher.

Der Betreiber des Sonnenstudios kam nach eigenen Angaben 2009 aus Syrien nach Deutschland. Er lebte zunächst in Halberstadt. Ein Jahr später sei er nach Magdeburg gekommen. Seit Juli 2015 betreibe er das Solarium im Norden Magdeburgs. „Es ist furchtbar“, meinte er gestern angesichts des Brandausmaßes.

Der angerichtete Schaden ist beträchtlich: Die Feuerwehr geht ersten Schätzungen zufolge von etwa 120 000 Euro aus. Personen wurden durch Feuer und Rauch nicht verletzt. Während der Brandbekämpfung mussten aber 33 Anwohner aus den Eingangsbereichen der unmittelbaren Nachbarschaft in Sicherheit gebracht werden. Die Polizei orderte wegen der niedrigen Temperaturen eigens einen Bus von den Magdeburger Verkehrsbetrieben an, um die Evakuierten vor der Kälte zu schützen. Kurz nach fünf Uhr konnten die Anwohner wieder in ihre gelüfteten Wohnungen zurückkehren. Die Wohnung direkt über dem Solarium ist derzeit unbewohnbar, die Familie fand vorerst privat Unterschlupf.

Sollte es sich bei dem Brandanschlag tatsächlich um eine Tat mit ausländerfeindlichem Hintergrund handeln, folgt sie einem traurigen Trend. In Sachsen-Anhalt wurden nach Angaben des Landeskriminalamtes seit Januar 182 politisch motivierte Straftaten gegen Ausländer verübt. Das entspricht einem Anstieg von 65 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Bereits am Freitag vergangener Woche hatte das Bundeskriminalamt in Wiesbaden auf die Steigerung rechter Gewalt verwiesen. So gab es in diesem Jahr bundesweit bereits mehr als 1800 fremdenfeindliche Straftaten, die sich insbesondere gegen Asylbewerber und Flüchtlinge richteten.

Im Falle des Magdeburger Brandanschlags ermittelt der Staatsschutz wegen schwerer Brandstiftung sowie wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Gesucht werden Zeugen, die Angaben zur Tat selbst oder zu den Hintergründen machen können. Hinweise nehmen alle Polizeidienststellen entgegen.

Oberbürgermeister Lutz Trümper reagierte auf die Tat tief betroffen. In einer Mitteilung erklärte er: „Wir tolerieren es nicht, dass Rechtsextreme ihrem Hass auf Menschen aus anderen Ländern freien Lauf lassen. Es erfüllt mich mit Wut, dass solche Straftäter nicht davor zurückschrecken, fremdes Eigentum zu zerstören und Menschenleben in Gefahr zu bringen.“

Magdeburg solle stattdessen seinen Ruf als weltoffene Stadt verteidigen. Durch den Brandanschlag ist Magdeburg auch überregional wieder in den Medien vertreten.

(Quelle: Volksstimme, 15.11.2016)

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