Gemeinsames Haus als Chance für die Nord-Schulen

Hildebrandt-IGS und Leibnizschule: Offizielle Übergabe für saniertes Gebäude und Anbau an der Pablo-Neruda-Straße

Bereits seit einigen Wochen lernen nun die Schüler der Integrierten Gesamtschule (IGS) „Regine Hildebrandt“ und der Gemeinschaftsschule „Gottfried Wilhelm Leibniz“ an einem Standort. Zur offiziellen Eröffnung des sanierten Schulgebäudes an der Pablo-Neruda-Straße sowie des neu errichteten Anbaus präsentierten die Schüler nun ein gemeinsames Programm.

Im Vorfeld hatten beide Schulleiter Sorgen angemeldet, ob sich die Schüler zweier so großer Schulen vertragen werden. Bislang laufe aber alles nach Plan, sagen Torsten Schulz (IGS) und Roman Schöpp (Leibnizschule). Beide bedankten sich bei allen Beteiligten für die neuen Räumlichkeiten. Schöpp nannte es „einen Sprung von der Tradition in die Moderne“. Die Schule war in den Winterferien von einem Altbau in der Hegelstraße nach Nord gezogen. „Mit den elektronischen Tafelsystemen sind wir sehr gut ausgestattet“, sagte er. In den nächsten Wochen soll noch ein Schulserver folgen. In 14 Monaten war das eigentlich schon zum Abriss vorgesehene DDR-Schulgebäude vom Typ Erfurt umfassend saniert worden, wie Michael Truthmann, Geschäftsführer Industriebau Wernigerode, erinnerte. Zusammen mit der Wallbrecht GmbH hatte das Unternehmen von der Stadt den Zuschlag für das Projekt bekommen. „Schön, dass hier weiter schulisches Leben ermöglicht wird“, sagte er. Zusammen überreichten die beiden Unternehmen je eine 500-Euro-Spende an die Schulleiter für die weitere Ausstattung. In dem auf der Nordseite errichteten Anbau werden gut 200 Schüler der IGS unterrichtet.

Die Leibnizschule wird in den kommenden Jahren auf 550 Schüler aufwachsen. Beide Schulen haben vorher bereits für die Abiturphase kooperiert. Die Sanierung und der Neubau haben insgesamt fast neun Millionen Euro gekostet. Gut sechs Millionen Euro wurden über das Schulinfrastruktur-Programm des Landes finanziert.

Bürgermeisterin Simone Borris, die in Vertretung des erkrankten Oberbürgermeisters gekommen war, erklärte,

dass sie „einen schönen Ort des Lehrens und Lernens“ vorfinden könne. Roman Schöpp äußerte die Hoffnung in Richtung Verwaltung, dass man auch weiterhin über Herausforderungen und Probleme reden dürfe. „Wir wollen uns kritisch austauschen, um praktikable Lösungen zu finden“, sagte er. Das habe im Vorfeld des Umzugs auch bereits funktioniert, um die Bedenken auf beiden Seiten zu zerstreuen. Als dann die IGS-Schüler spontan in den Tanz der Leibnizschüler einstiegen, nahm er das als Zeichen, dass „wir gemeinsam etwas machen könne, wenn man dem eine Chance gibt“, so Schöpp.

(Quelle: Volksstimme, 06.04.2022)

 

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