Wie Augsburger Puppenkiste in Magdeburger Kitas kommt

„Schlupfwinkel“ und „Kinderlachen“ erhalten als erste Einrichtungen im Land Papilio-Zertifikat / Prävention gegen Sucht und Gewalt

In den Kindergartengruppen der beiden Kitas „Kinderlachen“ und „Schlupfwinkel“ beginnt der Tag für die Jungen und Mädchen stets mit einer Einschätzung der eigenen Gefühlslage. Mit „Zorni“, „Freudi“ oder den anderen Gefühlskobolden sollen sie zeigen, wie es ihnen gerade geht. Über die Figuren sollen die Kinder mit den Erzieherinnen ins Gespräch über den Grund für ihre Gefühle kommen, um dann gegebenenfalls gemeinsam Lösungen bei Wut oder Ärger zu finden.

Grundlage ist das Papilio- Konzept, das bundesweit in Kindereinrichtungen Anwendung findet. In Sachsen-Anhalt sind die beiden Einrichtungen des Kinderbildungswerkes Magdeburg e. V. die Ersten, die dieses Zertifikat jetzt erhielten. Ziel des Weiterbildungsprogramms für Erzieherinnen ist die frühzeitige Prävention von Sucht und Gewalt. Konkret gehe es darum, dass den Kindern bereits in diesem frühen Alter gezeigt wird, wie sie mit Problemen umgehen können, erklärt Sarah Wankum, Leiterin des „Schlupfwinkels“ am Neustädter See. Wenn sie dann in späteren Jahren Ärger in der Schule oder andere Probleme haben, sollen sie durch die Arbeit mit dem Papilio-Programm nicht auf Sucht oder Gewalt zur Konfliktlösung verfallen. Diese sozial-emotionalen Kompetenzen könnten auch schon im Kita-Alter vermittelt werden.

Trainerin Patricia Sheldon hatte die Erzieherinnen der beiden Kitas in den vergangenen zwei Jahren auf das Programm vorbereitet, was durch die Corona-Pandemie erschwert wurde. Nun konnte sie aber die Zertifikate übergeben. Zunächst sind die Erzieherinnen der über 3-Jährigen geschult worden. In einem zweiten Schritt sollen nun auch die Erzieherinnen aus der Krippe das notwendige Handwerkzeug im Umgang mit den Gefühlskobolden erlernen, wie Sarah Wankum erklärt. „Wir wollen die erste Papilio-Kita im Land werden“, sagt sie. Die Figuren wurden von der berühmten Augsburger Puppenkiste gestaltet, die das Papilio-Programm unterstützt. „Die Kobolde können bei den Kindern etwas bewegen, was Erwachsene nicht schaffen“, ist sich Sarah Wankum sicher.

(Quelle: Volksstimme, 15.12.2021)

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