Grüne Algen stehen für gute Wasserqualität

Verwaltung sieht bis auf regelmäßiges „Mähen“ keinen Handlungsbedarf am Neustädter See

Wie ist es um die Wasserqualität im Neustädter See bestellt? Diese Frage treibt Marcel Guderjahn, Stadtrat der Fraktion Gartenpartei/Tierschutzallianz, um. Nach der erfolgreichen Sanierung des zuvor blaualgengeplagten Barleber Sees werden am Ufer des anderen Badesees im Norden der Stadt regelmäßig Algen entdeckt. Allerdings handelt es sich dabei nicht um die gesundheitsgefährdenden Cyanobakterien, so der offizielle Name der Blaualgen, sondern um Unterwasserpflanzen. Auch aktuell säumt ein grüner Rand das Ufer des Badestrands.

Das sei aber letztendlich ein gutes Zeichen für die Wasserqualität des Neustädter Sees, wie die zuständige Beigeordnete Regina-Dolores Stieler-Hinz jetzt in einer aktuellen Stellungnahme auf eine Anfrage Guderjahns erklärt. „Grundsätzlich sind diese Wasserpflanzen und das Schilf in den Uferzonen gewünscht, da sie unter anderem auch die Blaualgenblüte verhindern beziehungsweise deutlich einschränken“, beschreibt sie.

Grund sei die Konkurrenz mit den Bakterien um Nährstoffe, wie vor allem den Phosphor. Dessen extrem hohe Konzentration im Barleber See hatte dazu geführt, dass dieser in den vergangenen Jahren mit einer Blaualgenplage zu kämpfen hatte. Immer wieder mussten Badeverbote ausgesprochen werden, um die Strandbadbesucher nicht zu gefährden. Erst eine millionenschwere Behandlung mit Aluminiumsalz konnte das Problem im Vorjahr beheben.

Im Neustädter See sei das aktuell nicht zu befürchten, meint die Beigeordnete weiter. Vielmehr bestünde dazu erst die Gefahr, wenn man aggressiver gegen die grünen Algen vorgehen würde. „Die Wasserpflanzen zu entfernen, hätte eine nicht förderliche Auswirkung auf die Wasserqualität“, betont Regina-Dolores Stieler-Hinz. Diese werde während der Saison gemäß der Badegewässerverordnung einmal im Monat getestet, erklärt sie weiter. „Die Ergebnisse dieser Proben waren alle im normalen Bereich“, stellt sie fest.

Mit einem „Mähboot“ wurden allerdings wie schon in den Vorjahren auch 2020 die Wasserpflanzen im Bereich des Strandbades beschnitten. Vor allem das Hornkraut sei vermehrt aufgetreten. „Die anhaltend sehr warme Witterung und die hohe Sonneneinstrahlung“ habe wohl die Ausbreitung begünstigt. Mehr als diese Maßnahme soll es aus Sicht der Verwaltung auch künftig nicht geben, bekräftigt Regina-Dolores Stieler-Hinz.

(Quelle: Volksstimme, 28.10.2020)

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