Quartiersvereinbarung für Nord „nicht notwendig“

Baubeigeordneter sieht „stabile Situation“

Magdeburgs Baubeigeordneter Dieter Scheidemann sieht aktuell keine Notwendigkeit für eine sogenannte Quartiersvereinbarung für die nördlichen Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See. Das geht aus einer aktuellen Information für den Stadtrat hervor.

Solche Vereinbarungen existieren in Neu-Olvenstedt und Neu-Reform. Dort vereinbarte die Stadt mit Wohnungsunternehmen, Städtischen Werken und anderen konkrete Schritte zur städtebaulichen Entwicklung, insbesondere Abrisse leerstehender Wohnungen sowie Aufwertungsmaßnahmen im Wohnumfeld.

„Bislang war die Mehrzahl der Akteure der Meinung, dass die Situation in den Stadtteilen (gemeint sind hier Kannenstieg und Neustädter See, Anm. der Red.) so stabil ist, dass eine Quartiersvereinbarung nicht notwendig ist“, erklärt der Beigeordnete. Sollte die Situation sich in Zukunft ändern, sei ein solcher Vertragsschluss aber möglich.

Die Fraktion „Links für Magdeburg“ hatte im Stadtrat einen Prüfauftrag eingebracht. Anlass war die Veröffentlichung des aktuellen Stadtteilreports des Sozialdezernates. Darin landeten Kannenstieg und Neustädter See im Negativ-Ranking der Stadtteile mit sozialen Problemen auf dem 1. und 3. Platz.

Deshalb wollte die Fraktion „Links für Magdeburg“ auch wissen, ob es einen „Zusammenhang zwischen den sozio-ökonomischen Problemlagen und der lokalen Bau- bzw. Infrastruktursituation“ gibt. Diesen Zusammenhang stellt der Baubeigeordnete hingegen infrage: „Ob es in den letzten Jahren tatsächlich eine Negativtendenz in den beiden Stadtteilen gegeben hat, lässt sich aus dem veränderten Ranking im Stadtteilreport nicht unmittelbar schließen.“

Allerdings sei klar, dass beide Stadtteile „einer besonderen Unterstützung bedürfen“. Dies geschehe u. a. über die Städtebauförderprogramme „Stadtumbau Ost“ und „Soziale Stadt“ sowie das in Nord installierte Stadtteilmanagement.

(Quelle: Volksstimme, 24.07.2018)

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Kommentare: 1
  • #1

    Olaf W. (Mittwoch, 25 Juli 2018 23:32)

    Der Stadtteil Kannenstieg belegt ja schon seit einer Weile vordere Plätze im negativ Ranking. Deshalb ist wahrscheinlich auch von einer stabilen Situation auszugehen. Ich kann nicht verstehen unter welchen Gesichtspunkten man die Notwendigkeit einer Quartiersvereinbarung in Betracht zieht. Warum gibt es dann ein ISEK und die regelmäßigen Treffen in denen zum Ausdruck kommt, das gerade der Kannenstieg eine Quartiersvereinbarung braucht? Das lässt sich echt nicht nachvollziehen.

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