Nordeingang hat wenig Freunde

70 Prozent der Besucher aus Nord nutzen weiter die Zoowelle

Der Nordeingang des Zoos bleibt weiter ein Zankapfel. Jahrelang gefordert zeigen die aktuellen Nut- zerzahlen einen geringen Zuspruch. Zudem fehlen durch ihn Einnahmen aus dem Zoo-Laden und Parkplatzgebühren.

Bereits auf der Oktober-Sitzung hatte Oberbürgermeister Lutz Trümper durchblicken lassen, dass die Nutzerzahlen des im August 2016 wiedereröffneten Nord(ost)eingangs am Zoo „katastrophal“ seien, ohne jedoch konkrete Werte nennen zu können. Jetzt liefert diese aber die schriftliche Antwort der Stadtverwaltung auf die Anfrage von FDP-Stadträtin Carola Schumann nach.

Demnach wurden seit der Öffnung am 5. August 2016 bis zum Stichtag 31. Oktober 2017 insgesamt 315 409 Zutritte zum Zoo gezählt. Genau 38 060 Besucher nutzten dabei den Nebeneingang am Steingewände, knapp über 12 Prozent der Gesamtbesucherzahl. Diese Zahl wurde dann noch mal unterteilt nach Anwohnern des Wohngebietes Neustädter See/Rothensee und anderen. 4207 Besucher von dort nutzten in dieser Zeit den gerade von Anwohnern des Neustädter Sees geforderten Eingang. Im Vergleich gingen 9923 Besucher aus Nord und damit rund 70 Prozent durch den Haupteingang, die Zoowelle.

Carola Schumann wollte auch die Kosten für die Besetzung der Kasse wissen. Demnach werden für die Öffnung des Nordeingangs an 365 Tagen im Jahr rund 63 000 Euro an Personalkosten eingeplant.

Besucher umlenken

Deutlich wird aus der vom Finanzbeigeordneten Klaus Zimmermann unterzeichneten Information auch der ganz klare Wunsch, dass die Besucher den Haupteingang nutzen sollen. „Fehlgeleitete ortsunkundige Besucher nutzen gegenwärtig den Nordeingang überproportional. Dieser Besucherstrom sollte an den Haupteingang geführt werden“, erklärt er nämlich. Hintergrund sind die einkalkulierten Einnahmen durch Verkäufe aus dem Zoo-Laden sowie durch die Nutzung des kostenpflichtigen Zoo-Parkplatzes, die bei Nutzung des Nordeingangs wegfallen würden. Laut Zimmermanns Rechnung fehlen dadurch 34 000 und 11 500 Euro pro Jahr im Haushalt des Zoos.

OB Trümper hatte bereits angekündigt, dass sich der Zoo-Aufsichtsrat noch einmal mit dem Nordeingang beschäftigen wird.

(Quelle: Volksstimme, 06.12.2017)

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