Frische Farbe für den Norden

Graffiti-Projekt sorgt für einzigartig gestaltete Wartehäuschen der Verkehrsbetriebe

Drei Haltestellen im Magdeburger Norden sind von Jugendlichen mit Graffiti gestaltet worden. Nun ziehen die Projektbeteiligten eine Bilanz, die positiv ausfällt.

 Drei künstlerisch gestaltete Haltestellen, insgesamt 20 Nachwuchs-Künstler sowie eine nachhaltige und kreative Stadtteilgestaltung in Magdeburg-Nord – das ist die Bilanz des Kooperationsprojektes „Der Magdeburger Norden zeigt Farbe“ der Outlaw Kinder- und Jugendhilfe Gesellschaft und der Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB).

Das Projekt richtete sich im Rahmen des Förderprogramms „Jugend stärken im Quartier“ an Schulvermeider sowie junge Menschen zwischen 12 und 26 Jahren beim Übergang von der Schule in den Beruf. Das Ziel war, die Jugendlichen dabei zu unterstützen, ihre Potenziale zu erkennen, das Vertrauen in ihr Können zu stärken und Perspektiven aufzuzeigen, um sie so zu motivieren, wieder zur Schule zu gehen, und um eine berufliche Integration zu ermöglichen. Dank der Kooperation mit den MVB konnten die Jugendlichen nicht nur eigene Ideen entwickeln, sondern auch ihren Sozialraum aktiv mitgestalten.

„Aus unserer Sicht ist das Projekt auch dank der guten Zusammenarbeit mit allen Beteiligten sehr gut verlaufen“, betont Mandy Trampe, Bereichsleiterin der Outlaw gGmbH in Magdeburg. „Die Teilnehmer hatten die Chance, ihre handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten zu entdecken und zu trainieren, und wir konnten ihnen andererseits soziale Kompetenzen wie Eigenständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässigkeit vermitteln.“

Auch MVB-Geschäftsführerin Birgit Münster-Rendel zieht ein positives Fazit: „Mit Hilfe des Projektes erhofften wir uns, illegalen Graffiti an Haltestellen vorbeugen zu können. Ich möchte mich bei allen Projektbeteiligten, allen voran bei den Jugendlichen, herzlich bedanken. Dank ihrer Kreativität sind aus den Wartehäuschen echte Unikate geworden, an denen unsere Fahrgäste sicher gern auf die nächste Straßenbahn warten.“

Jeweils in den Herbst-, Weihnachts- und Winterferien 2016/2017 konzipierten, entwarfen und besprühten die Jugendlichen die Platten der Haltestellen „Neustädter See“, „Krähenstieg“ und „Neustädter Platz“ mit typischen Stadtteil-Motiven – entweder direkt vor Ort oder in der Werkshalle der MVB. Professionelle Hilfe bekamen sie dabei in einem Graffiti-Workshop von Künstler Pawel Lickas sowie von Torsten König, Streetworker des Magdeburger Jugendamts.

Ausgangspunkt dieses Projektes war eine GWA-Sitzung, während der Klaus Zimmermann, Beigeordneter für Finanzen und Vermögen und Bürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg, den Streetworker Torsten König für ein Projekt gewinnen konnte, in dem Jugendliche Haltestellen der MVB gezielt neu gestalten. Dazu Sozialbeigeordnete Simone Borris: „Die dauerhafte und öffentliche Installation der künstlerischen Haltestellenplatten und die mediale Aufmerksamkeit verdeutlichen den Jugendlichen die Nachhaltigkeit und Selbstwirksamkeit ihrer Arbeit – das motiviert, schafft Selbstvertrauen und zeigt im besten Fall neue Perspektiven für den schulischen und beruflichen Lebensweg der jungen Menschen auf.“

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, dem Europäischen Sozialfonds und der Landeshauptstadt Magdeburg gefördert.

(Quelle: Volksstimme, 21.07.2017)

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