Rettung vor dem Rückfall

Ambulant Betreutes Wohnen (ABW) für Suchtkranke hilft seit 20 Jahren

Was tun, wenn ein Rückfall auf den anderen folgt? Suchtkranke, die einen Ausweg aus dem Kreislauf aus Abstinenz und Rückfall suchen, finden Hilfe beim Ambulant betreuten Wohnen (ABW) in Magdeburg.

Auch für Thomas Diesner war das ABW der rettende Ast, der gerade noch rechtzeitig den nötigen Halt bot. Der 47-Jährige wurde im vergangenen Jahr durch Flyer auf die Paritätische Einrichtung aufmerksam. „Es kam mir damals so vor, als würde ich vor einer hohen Mauer ohne Türen stehen. Ich war hoffnungslos und hatte keine Kraft mehr“, erinnert sich der gebürtige Köthener: „Seitdem ich Unterstützung vom ABW bekomme, schwindet dieses Gefühl von Tag zu Tag ein bisschen mehr“.

Die Einrichtung des Sozialwerkes Behindertenhilfe bietet täglich 42 Betroffenen ein sicheres Umfeld, einen regelmäßigen Tagesablauf sowie zahlreiche Freizeitangebote. Sportliche Aktionen wie die traditionelle Kanufahrt, Bowling und Radtouren gehören seit Jahren fest in den Terminkalender.

„Unsere Klienten erhalten somit die Chance, ihre Lebenslage langfristig zu stabilisieren. Denn gemeinsame Aktivitäten geben Selbstvertrauen, Kraft, Teamgeist und Zuversicht. Dinge, die die Sucht unseren Klienten genommen hat“, weiß René Kwasniewski, Leiter des ABW.

In dieser Woche feierten die Mitarbeiter und Klienten das 20-jährige Bestehen der Einrichtung. Gemeinsam mit langjährigen Unterstützern wurde auf dem Gelände des Kanu-Klubs Börde e.V. gegrillt, gesungen und natürlich auf der Elbe gepaddelt. René Kwasniewski: „Mit dem Kanu-Klub Börde verbindet uns eine langjährige und enge Partnerschaft, die mit der Fluthilfe 2013 seine Anfänge nahm. Seitdem verwirklichten wir viele gemeinsame Projekte, wie zum Beispiel die alljährliche Kanutour. Die organisieren wir bereits seit 15 Jahren“.

Nicht alles ist so verlässlich. In den vergangenen 20 Jahren musste das ABW mit sämtlichen Klienten mehrere Male umziehen. „Rückführungsansprüche und Rückbau waren dafür der Grund“, erinnert sich der Einrichtungsleiter. Dennoch konnte das Angebot ständig erweitert und an die aktuellen Anforderungen angepasst werden. „Wir haben jede Schwierigkeit gemeistert bisher. Wir arbeiten alle Hand in Hand. Das wird auch in den nächsten 20 Jahren so bleiben“, ist sich René Kwasniewski sicher. Derzeit ist das ABW in der Dr.-Grosz-Straße 4 untergebracht.

Das Sozialwerk Behindertenhilfe kümmert sich um Menschen, die in Not geraten sind. In 22 Einrichtungen betreuen Fachleute in ganz Sachsen-Anhalt Menschen mit Behinderungen, Suchterkrankungen und psychischen Erkrankungen.

Ansprechpartner:

René Kwasniewski, Silke Fahrenbruch

Ambulant Betreutes Wohnen Magdeburg,

Hilfen für Suchtkranke

Dr.-Grosz-Straße 4

39126 Magdeburg

Telefon:  03 91 / 251 37 55

Telefax:  03 91 / 289 01 81

E-Mail:    rkwasniewski@paritaet-lsa.de

(Quelle: Volksstimme, 25.07.2015)

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