Die Stadtteile Neustädter See und Kannenstieg feierten am Sonnabend die Gründung ihres Wohngebiets

Eine (meist) strahlende Sonne und viele strahlende Gesichter gab es am vergangenen Sonnabend auf dem Festgelände vor dem Stadtteiltreff „Oase“ im Brunnenhof zu sehen. Der Bürgerverein „Nord“ e.V. und das Stadtteilmanagement des Internationalen Bundes für die Stadtteile Neustädter See und Kannenstieg hatten für jedes Alter und jeden Geschmack Angebote organisiert. Zahlreiche Einrichtungen und Vereine luden an den Ständen zu Mal-, Spiel- und Bastelaktionen ein. Mitglieder des Konzertvereins der Hoffnungsgemeinde stimmten auf der Bühne klassische Töne an, die orientalischen Tänzerinnen v o n „ Saffanah“ verbogen sich beim Bauchtanz. Folklore brachte die Tanzgruppe Barleben mit, fiebrige Beats die Tänzer der IGS „Regine Hildebrandt“ und der Movement Dance Academy. Während sich auf der Bühne die Tanz- und Musikgruppen abwechselten, eroberten die jüngsten Festbesucher die vielen Spielgeräte auf der „mddc- Kindermeile“. Das Beste für viele Familien: Die meisten Angebote kosteten wenig bis gar nichts - ob im überdimensionalen Luftball im Wasserbecken rollen oder im Bungee-Trampolin um die Wette hüpfen. „So können es sich auch Familien leisten, bei denen die Kinder sonst nur davorstehen“, freute sich Marcel Härtel, Vorsitzender des Bürgervereins.

Zusammen mit Stadtteilmanagerin Jessica Zedler und bis zu 50 ehrenamtlichen Helfern, die teilweise das ganze Wochenende durcharbeiteten, stellte er das Fest zum 40. Geburtstag des Wohngebiets Nord auf die Beine. Und wie es sich für einen runden Geburtstag gehört, wurde darauf auch ordentlich angestoßen – und zwar mit allen Besuchern. Die wollten das erst gar nicht recht glauben. Denn als besondere Überraschung schenkten die Helfer in ihren unübersehbaren „40 Jahre Nord“-T-Shirts vor dem Live- Auftritt der Musikband „Fuller“ Hunderte Sektgläser ein. Marcel Härtel und Jessica Zedler hoben schließlich zum Prosit an: „Auf Nord und auf Sie, die Bewohner.“ Am 15. Februar 1973 wurde der Grundstein für die erste Platte in Magdeburg Nord gelegt, zehn Jahre später waren die beiden Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See mit über 11 000 Wohnungen entstanden. Ideal gelegen am Badestrand und dem Zoo wurde das Prestigeprojekt zur ersten Adresse für viele junge Familien in der DDR. 40 Jahre später ist diese zwar längst Geschichte, die beiden Viertel gibt es aber immer noch. Ein Umstand, der mit 40 Veranstaltungen in diesem Jahr gefeiert wird. Selbst Magdeburgs Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning zeigte sich laut Marcel Härtel überrascht angesichts der Dimensionen des Stadtteilfests. „Damit können sie ja fast „Magdeburg bewegt sich“ auf dem Alten Markt Konkurrenz machen“, habe er gesagt, erinnert sich der Bürgervereinsvorsitzende. Angesichts des historischen Elbehochwassers hatten Bürgerverein und Stadtteilmanagement das Stadtteilfest zudem spontan zur Spendenveranstaltung erklärt. An allen Ständen wiesen Hinweiszettel auf die Sammlung hin, die Erlöse der Tombola wandern ebenfalls in den Topf. Mindestens 800 Euro sind dabei zusammengekommen, konnte Marcel Härtel gestern bereits verraten. Die genaue Summe wird bis zur nächsten Veranstaltung der „40 Jahre Nord“-Reihe am kommenden Freitag, der 3. Seelauf , feststehen. Dann wird auch geklärt sein, wie das Geld an die IG Rothenseer Bürger übergeben wird. Auch wenn der Höhepunkt des Festjahres vorbei ist, geht der Feiermarathon in Nord weiter. Am Sonntag, 30. Juni, stellt die Hoffnungsgemeinde ab 14 Uhr ihr Sommer- und Tansania-Fest unter das „40 Jahre Nord“- Motto, bereits am Donnerstag wird im „Malteser Stübchen“ ebenfalls ab 14 Uhr eine 70er-Jahre- Party gefeiert. Die Stadtteilsause fand übrigens zum letzten Mal auf dem Brunnenhof- Areal statt. Denn wenn nichts dazwischenkommt, eröffnet im kommenden Jahr der neue Stadtteiltreff in der Pablo-Neruda- Straße und ein weiteres Kapitel der Stadtteilgeschichte beginnt.

(Quelle: Volksstimme)

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