Wenn die OG 114 bowlen geht, ist sogar ein eigener Fanclub mit Herzblut dabei

Seit zehn Jahren treffen sich die Mitglieder der Ortsgruppe 114 der Volkssolidarität einmal im Monat zum geselligen Bowlen. Ein eigener Fanclub bejubelt dabei jeden Strike, dazu gibt es Kaffee und Kirschpralinen.
Seit zehn Jahren treffen sich die Mitglieder der Ortsgruppe 114 der Volkssolidarität einmal im Monat zum geselligen Bowlen. Ein eigener Fanclub bejubelt dabei jeden Strike, dazu gibt es Kaffee und Kirschpralinen.

Seit zehn Jahren treffen sich sportliche Senioren aus dem Kannenstieg einmal monatlich zum gemeinsamen Bowlen. Ein Besuch zwischen Kirschpralinen und Fanclubjubel.

Montagnachmittag kurz vor 14 Uhr, im „Seeblick“ am Neustädter See trudeln nach und nach die begeisterten Bowler der OG 114 ein. Hinter der kryptischen Abkürzung verbirgt sich die gut 300 Mitglieder starke Ortsgruppe der Volkssolidarität im Kannenstieg, die mit ihrer Interessengruppe Bowling vor Kurzem Jubiläum feiern konnte. Vor zehn Jahren hatte Brigitta Aschenbach den Vorschlag „Lasst es uns doch mal mit Bowling probieren“ in die Runde geworfen, der von den anderen Senioren mit Freude aufgegriff en wurde. Seitdem treff en sich jeden ersten Montag im Monat bis zu 40 Männer und Frauen, darunter 12 Paare, in der Bowlinganlage, um ihrem Hobby zu frönen. „Dabei geht es nicht um Höchstleistungen und Siege, sondern um das freundschaftliche Zusammensein, Spaß und Bewegung“, erklärt Brigitta Aschenbach in einem Brief, der die Volksstimme zu einem Bowling-Besuch animierte.

An den sechs Bahnen machen es sich die Hobbybowler gemütlich. Auf den Tischen stehen die ersten Tassen Kaffee und eine Schachtel Kirschpralinen, bei den Herren darf es auch ein Bierchen sein. „Meine Schöne“! „Mein Goldstück“! Die Begrüßung ist herzlich, jeder kennt jeden. Heute sind die Reihen jedoch etwas gelichtet. „Einige sind leider krank“, bedauert Brigitta Aschenbach, u.a. auch Karl-Heinz Insinger, der die Bowlinggruppe eigentlich leitet. Die bislang älteste Mitspielerin mit weit über 80 Jahren musste auch vor Kurzem gesundheitsbedingt passen, erzählt sie weiter. Auch Karin Bleidorn, Eva- Maria Kaminski und Doris Scholz können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst spielen. Das hält sie jedoch nicht davon ab, als inoffi zieller Fanclub der Gruppe jeden „Strike“ lautstark zu bejubeln. „Obwohl mein Mann heute nicht konnte, bin ich trotzdem zum Anfeuern gekommen“, erzählt Karin Bleidorn. Sie sind trotz ihrer Beobachterrolle „mit Herzblut“ dabei, sagen die drei Damen vom Bowlingtisch. Mit Herzblut Sportler ist auch Klaus Schmelzer. Seit zehn Jahren bowlt er, vor fünf Jahren gründete er zusätzlich noch eine Kegelgruppe mit, die er heute leitet. „Meine ganze Familie ist sportlich aktiv“, sagt der Senior mit der schwarz-gelben BVB-Jacke. Denn sein Enkel Marcel kickte gestern Abend mit Carbonmaske um den Halbfi naleinzug in der Champions League im Dortmunder Stadion. Beim Bowlen zugeschaut hat sein Enkel aber noch nicht. „Er hat halt keine Zeit mehr“, meint Klaus Schmelzer und nimmt sich den nächsten Ball. Sonst hätte er gesehen, wie die OG 114 mit Sport und Spaß eine gesellige Kugel schiebt.

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