|
Neuer Stadtteiltreff
in der Pablo-Neruda-Str.

als eine der geplanten Maßnahmen des
Integrierten Handlungskonzeptes Magdeburg Kannenstieg-Neustädter See


So stellen sich die Architekten vom Büro „A.BB“ den Neubau des künftigen
Stadtteiltreffs an der Pablo-Neruda-Straße vor. Vorausgesetzt die Pläne finden
Zustimmung in den Ausschüssen und letztendlich im Stadtrat, könnten die
Bauarbeiten im Herbst dieses Jahres beginnen. Modell: A.BB

Direktlinks auf dieser Seite:
Aktuelle Nachrichten
Beschlüsse / Dokumente / Vorlagen
Bilder / Entwürfe / Skizzen
Nachrichtenarchiv zum Thema

Aktuelle Nachrichten
25.06.2011
Neustädter See - Stadtteiltreff wird gebaut
Altstadt (kt). Für 2,45 Millionen Euro errichtet die Stadt einen Stadtteiltreff
am Neustädter See. Der Neubau an der Pablo-Neruda-Straße wird aus dem Fördertopf
des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ finanziert. Der Stadtrat gab am
Donnerstag grünes Licht für die Baupläne.
CDU-Rat Daniel Kraatz begrüßte die Umsetzung: „Wir haben lange darauf gewartet.“
Er regte zum Schutz vor Schmierereien die Fassadengestaltung mit legalen
Graffiti an. OB Trümper (SPD): „Gute Idee!“ Dann beglückwünschte das
Stadtoberhaupt die Anwohner zu einer Investition, wie sie künftig wegen
schmelzender Fördergaben kaum mehr möglich sei: „Sagen Sie den Leuten, sie
können stolz sein. Sie haben da noch was ganz Großes abbekommen“ (Quelle:
Volksstimme vom 25.06.2011)
21.04.2011
Planungen für künftigen Stadtteiltreff am Neustädter See gehen zügig voran
Stimmt der Stadtrat im Juni zu, beginnt der Neubau im Herbst
Seit einigen Monaten laufen die Planungen für den Neubau des Stadtteiltreffs am
Neustädter See. Im Januar mussten die ursprünglichen Vorstellungen eine Nummer
kleiner werden, da die Fördermittel geringer ausfielen. Jetzt wurden die
überarbeiteten Pläne vorgelegt. Stimmt der Stadtrat im Juni zu, könnte noch im
Oktober der Baustart sein.
Die Tage des alten Schulgebäudes der IGS „Regine Hildebrandt“ sind gezählt. Der
als „Magdeburger“ Schultyp (Erfurt II) bekannte Bau wird noch in diesem Jahr
einem neuen Stadtteiltreff für alle Generationen weichen.
Ursprünglich war geplant, das Gebäude für diese neue Nutzung einfach
entsprechend umzubauen. Doch als die Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm
„Soziale Stadt“ geringer ausfielen, musste eine abgespeckte Variante her
(Volksstimme berichtete).
Dieses überarbeitete Konzept (Arbeitstitel „EW-Bau“) ist nun fertig und wird in
den kommenden Monaten seine Runden durch die Stadtratsausschüsse drehen. Wenn
die Beratung in diesen Gremien abgeschlossen ist, entscheidet der Stadtrat
endgültig im Juni darüber, ob der Stadtteiltreff in der jetzt vorgeschlagenen
Version tatsächlich gebaut wird. Folgen die Räte dem Beschlussvorschlag der
Stadtverwaltung, könnten bereits im Oktober dieses Jahres die Bagger anrollen
und das alte Schulgebäude abreißen. Der Neubau würde dann noch zwei Jahre
dauern. Somit könnte das Kinder- und Jugendhaus „Oase“, das derzeit noch im
Brunnenhof sein Domizil hat, als Hauptnutzer im September 2013 einziehen.
Vorausgesetzt, der Terminplan kann eingehalten werden. Neben der
Jugendeinrichtung sollen auch das Stadtteilmanagement, die Wechselstube und
andere Einrichtungen an der Pablo-Neruda-Straße neue Heimstätten in den zwei
Etagen und im Kellergeschoss finden. Platz dafür ist dann auf 1700 Quadratmeter.
Circa 2,5 Millionen Euro stehen für den Neubau zur Verfügung. Die
Fördermittelbescheide liegen vor und wurden im Haushalt für die Verwendung
eingestellt. Durch die geringeren Mittel musste u.a. an den Freiflächen gespart
werden. Deren Gestaltung beschränkt sich jetzt auf das Wesentlichste. Da die
Stadt den Abriss der Grundschule „An der Klosterwuhne“ perspektivisch ins Auge
fasst, könnte die dann entstehende Freifläche jedoch dem Stadtteiltreff
zugeschlagen werden.
Beim Neubau entstehen zwei winkelförmige Hauptgebäude, die durch einen
niedrigeren Zwischenbereich verbunden werden. Hier befindet sich der Eingang des
Stadtteiltreffs. Im nördlichen Gebäudeteil soll die „Oase“ unterkommen, während
der südliche Teil für die anderen Einrichtungen vorgesehen ist. Von allen
Bereichen hat man direkten Zugang zu den Freiflächen. Auf dem Gelände sollen 28
Stellplätze für Pkw angelegt werden, vier davon behindertengerecht.
Sowohl die Kinderbeauftragte der Stadt, Katrin Thäger, als auch ein
Behindertenbeauftragter haben die Pläne auf ihre Tauglichkeit für diese beiden
Gruppen abgeklopft. Ergebnis: Keine Beanstandungen, der Stadtteiltreff wird
komplett kinder- und behindertenfreundlich sein. Wickel- und Stillplätze,
barrierefreie Zugänge und Aufzüge stellen dies u. a. sicher. Von Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 21.04.2011)

So stellen sich die Architekten vom Büro „A.BB“ den Neubau des künftigen
Stadtteiltreffs an der Pablo-Neruda-Straße vor. Vorausgesetzt die Pläne finden
Zustimmung in den Ausschüssen und letztendlich im Stadtrat, könnten die
Bauarbeiten im Herbst dieses Jahres beginnen. Modell: A.BB
25.01.2011
Kürzung der Fördermittel lässt Stadtteiltreff schrumpfen
Bauausschuss bestätigt überarbeitete Vorplanung / 2,5 statt 3,3 Millionen Euro
bewilligt
Für einen Stadtteiltreff am Neustädter See hat das Kommunale Gebäudemanagement
(KGM) überarbeitete, deutlich „abgespeckte“ Pläne vorgelegt. Statt des Umbaus
eines leer stehenden Schulgebäudes an der Pablo-Neruda-Straße soll komplett neu
gebaut werden. Der Bauausschuss gab dafür bereits grünes Licht. Grund ist laut
Stadt die Streichung von Städtebaufördermitteln. So stehen für den Treff nicht
mehr die erhofften 3,3 Millionen, sondern nur rund 2,5 Millionen Euro bereit.
Der Bauausschuss des Stadtrates hätte eigentlich bereits im November die
Vorplanung für den Stadtteiltreff Neustädter See beschließen sollen. Doch das
KGM zog die Beschlussvorlage kurzerhand zurück (Volksstimme berichtete). Grund
war nach Aussage des amtierenden Ausschussvorsitzenden Frank Schuster (CDU) die
offene Höhe der Städtebauförderung des Bundes. Im konkreten Fall ging es um die
finanzielle Ausstattung des Programms „Soziale Stadt“, über das sich im
Fördergebiet Magdeburg-Nord (Kannenstieg /Neustädter See) der Bund, das Land und
die Kommune die Kosten für Investitionen teilen.
Die Folge der Kürzungsrunde für den Stadtteiltreff Neustädter See beschreibt das
KGM in der überarbeiteten Beschlussvorlage (DS0163/10) so: „Aufgrund der
erheblichen Reduzierung der bestätigten Fördermittel stehen für das Bauvorhaben
die ursprünglich veranschlagten Mittel von 3304300 Euro nicht mehr zur
Verfügung. Der neue Kostenrahmen für das Bauvorhaben beträgt nur noch 2454500
Euro.“ Die entsprechend räumlich „abgespeckte“ Vorplanung bestätigte der
Bauausschuss am vergangenen Donnerstag einstimmig.
Das Gebäudemanagement spricht von einem „optimierten Raumprogramm“. Das Angebot
an nutzbaren Flächen wurde um rund 500 Quadratmeter reduziert auf insgesamt rund
1700 Quadratmeter in Keller-, Erd- und Obergeschoss. Das städtische Kinder- und
Jugendhaus „Oase“ (derzeit im Brunnenhof) als künftiger Hauptnutzer des Hauses,
aber auch die Wechselstube, das Stadtteilmanagement und andere vorgesehene
Nutzer müssen insgesamt mit weniger Platz auskommen. Die Raumkapazität wird
sogar
etwas geringer ausfallen als in der jetzigen „Oase“. Die alte Vorplanung hatte
einen Rückbau von zwei Etagen des Schulhauses vom Typ „Erfurt“ an der
Pablo-Neruda-Straße 11 vorgesehen.
So sollten Keller, Erd- und ein Obergeschoss genutzt werden, wobei zusätzlich
ein Anbau an der Südseite vor allem Platz für einen großzügigen
Veranstaltungssaal geboten hätte. Statt dessen wollen die Planer nun einen
teilbaren Mehrzweckraum in den Neubau integrieren.
Die Begegnungsstätte soll laut Stadtteilentwicklungskonzept für Magdeburg-Nord
ein „zentraler Anlaufpunkt im Herzen der Stadtteile“ und generationsübergreifend
genutzt werden. Laut Beschlussvorlage will das Kommunale Gebäudemanagement als
Bauherr voraussichtlich im Herbst dieses Jahres den Startschuss für das
Bauprojekt geben. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 25.01.2011)

Diese Zeichnungen zeigen den Entwurf eines Neubaus für den künftigen
Stadtteiltreff Neustädter See vom Magdeburger Planungsbüro „A.BB Architekten“.
Die Abbildung links zeigt die Ansicht von Norden, rechts ist die Ansicht der
Ostseite zu sehen.

Die Umrisse des jetzigen Schulgebäudes im Vergleich zu denen des geplanten
Neubaus für den Stadtteiltreff zeigt diese Abbildung.


Beschlüsse / Dokumente
Vorplanung für den Stadtteiltreff "Neustädter
See"
(Quelle:
www.magdeburg.de )



Bilder / Entwürfe / Skizzen
Ausgangssituation
 |
Nr.10
IGS „Regine Hildebrandt“
Nr.11
Geplanter Stadtteiltreff
Nr.12
Abriss des Schulgebäudes
Nr.13
Grundschule „An der Klosterwuhne“
|
25.01.2011 - Kürzung der Fördermittel lässt
Stadtteiltreff schrumpfen
|


So war der Umbau geplant
Entwurfszeichnung für den Stadtteiltreff Neustädter See. Sie zeigt das
zurückgebaute Schulgebäude mit einem neuen Anbau. |

Die überarbeitete Vorplanung
Die Umrisse des jetzigen Schulgebäudes im Vergleich zu denen des geplanten
Neubaus für den Stadtteiltreff zeigt diese Abbildung.
|


Nachrichtenarchiv zum Thema
21.11.2010
Stadtteiltreff Neustädter See schwebt zwischen Bau- und Kürzungsplänen
Veranschlagte Investition von 3,3 Millionen Euro ist für die Stadt wahrscheinlich nicht finanzierbar
Verwirrung um den geplanten Stadtteiltreff Neustädter See. Der
Bauausschuss des Stadtrates sollte längst das Nutzungskonzept und die Vorplanung
endgültig bestätigen. Doch die Entscheidung wurde vertagt. Aus welchem Grund,
blieb in Nord für die Bewohner, Vereine und Einrichtungen ein Geheimnis. Nun
geht die Sorge um, es könnte gestrichen werden, das mit viel Tamtam in
Bürgerforen präsentierte und aus Sicht der „Nordlichter“ dringend notwendige
Vorhaben. Drei Ausschüsse hatte die Drucksache DS0163/10 „Vorplanung für den
Stadtteiltreff Neustädter See“ bereits passiert. Sogar die Finanzpolitiker
hatten das Konzept mit einem veranschlagten Investitionsvolumen von rund 3,3
Millionen Euro abgesegnet. Im entscheidenden Bauausschuss verschwand die Vorlage
dann plötzlich von der Tagesordnung.
Vor Ort in Nord sorgte das in den vergangenen Tagen für großes Rätselraten.
„Wird der Stadtteiltreff gar gestrichen?“, fragte denn auch Stadtteilbewohner
Hans-Dieter Karg in der AG Gemeinwesenarbeit (GWA) öffentlich. Die hier
engagierten Bewohner, Vereine und Einrichtungen forderten geschlossen die
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, die auch nur fragend mit den Schultern zucken
konnte, auf, Licht ins Dunkel zu bringen: Wird der Stadtteiltreff wie
versprochen ab 2012 in einem leer stehenden Schulhaus an der Pablo-Neruda-Straße
gebaut? Die Frage ist von großer Tragweite. Und das nicht nur, weil der
Stadtteiltreff als einer der zentralen Punkte eines neuen
Stadtteilentwicklungskonzepts bis 2020 in Bürgerforen mehrfach präsentiert
wurde. Denn als Hauptnutzer ist das städtische Kinder- und Jugendhaus „Oase“
vorgesehen, erinnerte Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord in der GWA-Sitzung.
Die „Oase“, seit Jahren durch ihre breit aufgestellte Nutzerschaft mehr
aufblühendes Stadtteilzentrum denn „normaler“ Jugendklub, bietet baulich im
maroden ehemaligen Kindergartenflachbau Im Brunnenhof 9 einen traurigen Anblick.
Sollte der neue Stadtteiltreff in der alten Schule nicht kommen, so die Sicht
der Gemeinwesenarbeitsgruppe, müsste Im Brunnenhof dringend saniert werden.
Die Volksstimme erfuhr bereits: Die Stadtteilmanagerin wird voraussichtlich
keine dramatischen Botschaften übermitteln müssen, aber auch nicht nur gute
Nachrichten mitbringen können. „Die Vorplanung für den neuen Stadtteiltreff
wurde uns im Bauausschuss in der vergangenen Sitzung gar nicht erst erläutert“,
sagte der
amtierende Ausschussvorsitzende Frank Schuster (CDU) auf Volksstimme-Anfrage.
Das Kommunale Gebäudemanagement stellte die Drucksache nicht vor, sondern
kurzerhand zurück. Grund war die offene Höhe der Städtebauförderung des Bundes,
der seine Zuschüsse kürzen will. Im konkreten Fall ging es um die finanzielle
Ausstattung des Programms „Soziale Stadt“, über das sich im Fördergebiet
Magdeburg-Nord der Bund, das Land und die Kommune die Kosten für Investitionen
teilen.
Für den Stadtteiltreff könnte das bedeuten, dass eine abgespeckte Planung
erstellt werden muss, um Kosten zu sparen, so Schuster. Konkrete Zahlen und
Fakten sollen voraussichtlich in der Dezember-Sitzung des Bauausschusses
vorgelegt werden, sagte Ausschussmitglied Martin Rohrßen (SPD). Von den
veranschlagten Baukosten von rund 3,3 Millio nen Euro seien bisher schon 753 700
Euro „Soziale Stadt“-Mittel bewilligt worden, so Rohrßen, baupolitischer
Sprecher der SPD-Fraktion, mit Verweis auf die entsprechenden Angaben in der
Drucksache. Die bisherige Vorplanung sah einen Rückbau von zwei Etagen des
Schulhauses vom Typ „Erfurt“ vor, so dass künftig Keller, Erd- und ein
Obergeschoss genutzt würden. Gleichzeitig sollte ein Anbau (unter anderem mit
Veranstaltungssaal) an der Südseite errichtet werden.
Je nachdem, wie viel Geld noch aus dem Fördertopf hinzu kommt, muss die Planung
möglicherweise angepasst werden und „bescheidener“ ausfallen, erklärte Rohrßen –
und fügte hinzu: „Keinesfalls soll der Stadteiltreff gestrichen werden. Das
Projekt halten wir für absolut sinnvoll und notwendig.“ Dem schloss sich Bernd
Krause (Die Linke) im Volksstimme-Gespräch an: „Der Stadtteiltreff steht
grundsätzlich nicht in Frage.“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 20.11.2010)

26.10.2010
Neuer Standort für die „Oase“
Stadtteiltreff am Neustädter See nimmt konkretere Formen an
Die Vorplanung zum neuen Stadtteiltreff im Wohngebiet Neustädter See
geht in die entscheidende Phase. Nachdem sowohl der Umwelt- als auch der
Finanzausschuss in den vergangenen Tagen über das Vorhaben beraten haben,
obliegt dem Bauausschuss die endgültige Beschlussfassung in der kommenden Woche.
Erst dann wird eine Vorlage für den Stadtrat erstellt.
Noch bis vor Kurzem war die Zooschule in der Pablo-Neruda-Straße 11 zu finden,
diese zog jedoch vor 14 Tagen in das Schulgebäude mit der Hausnummer 13 um.
Statt des Abrisses des nun leer stehenden Hauses Nummer 11, ist ein Umbau des
viergeschossigen Einheitsbaus aus DDRZeiten, Typ „Erfurt II“, zu einem
Stadtteiltreff geplant.
Wie die Volksstimme bereits im August berichtete, sollen nach den Plänen der
Stadt aus den bisherigen vier Etagen zwei werden, zudem soll ein Anbau die
nutzbare Fläche vergrößern. So ist geplant, dort unter anderem einen
Gemeinschaftssaal für Feste entstehen zu lassen. Dadurch soll „ein zentraler
Anlaufpunkt im Herzen des Stadtteils entstehen“.
Vorgesehen ist, dass das kommunale Kinder- und Jugendhaus „Oase“ aus den maroden
Räumen im Brunnenhof 9 auszieht und sein Angebot als Hauptnutzer des neuen
Stadtteiltreffs nach den Vorstellungen des Sozialdezernats erweitert. Das sich
derzeit ebenfalls im Brunnenhof 9 befindliche Stadtteilmanagement und die
dortige Wechselstube würden im Fall der Fälle auch in den neuen
Stadtteiltreffpunkt umziehen.
Der Umbau soll behindertengerecht geschehen, Aufzüge und eine barrierefreie
Umgebung werden dies garantieren. Im direkten Umfeld entstehen Spielflächen, ein
Grillplatz sowie ein Basketball- und Beachvolleyballfeld. Im Haus selbst sind
Fitness- und Tanzräume, ein Bistro, ein Toberaum sowie ein offener Treff für
Jugendliche mit Chill-Out-Bereich geplant.
Änderungsanträge kamen aus dem Umweltausschuss, der die Möglichkeit prüfen
lassen will, ob eine Solarstromanlage installiert werden kann bzw. ob das
Gebäude schadstoffbelastet ist.
Wenn der Bauausschuss in seiner Sitzung am 4. November den Beschluss fasst, das
Vorhaben in die Tat umzusetzen, ist die Vorplanung abgeschlossen. Dann wird die
sogenannte Entwurfsunterlage Bau erstellt, über die voraussichtlich im Februar
schließlich im Stadt rat entschieden wird.
Nach dessen Zustimmung ist ein Baubeginn Anfang 2012 avisiert, mit einem
möglichen Einzug der Nutzer Ende 2014. Die Kosten werden bisher auf 3,3
Millionen Euro geschätzt, die zu gleichen Teilen von Bund, Land und Stadt über
das Förderprogramm „Soziale Stadt“ getragen werden sollen. Entsprechende
Fördermittelanträge wurden bereits gestellt, gut 750 000 Euro davon auch schon
bewilligt. Doch nur, wenn auch die restlichen 2,5 Millionen fließen, lässt sich
das Bauvorhaben ausführen.

Der Entwurf aus der Vogelperspektive gesehen
11.08.2010
Stadt legt erste Entwürfe für einen Stadtteiltreff am See vor
Umbau des alten Schulhauses und Anbau vorgeschlagen
Für einen Stadtteiltreff Neustädter See hat die Stadtverwaltung eine Vorplanung
vorgelegt. Der entsprechende Umbau eines nicht mehr genutzten Schulgebäudes an
der Pablo-Neruda-Straße könnte voraussichtlich 2012 beginnen. Die Kosten werden
auf rund drei Millionen Euro geschätzt. Der Bauausschuss des Stadtrates muss im
Herbst entscheiden, ob die Pläne in dieser Form weiterverfolgt werden sollen.
Wie berichtet, will die Stadt im Schulhaus Pablo-Neruda-Straße 11 ein Bürgerhaus
für den Stadtteil Neustädter See gründen. Damit will die Kommune nach eigener
Aussage einen „zentralen Anlaufpunkt im Herzen des Stadtteils schaffen“.
Räumlichkeiten für verschiedene Alters- und Nutzergruppen und ein
„multifunktionaler Saal zur allgemeinen Nutzung“ sollen hier bereitgestellt
werden.
Das kommunale Kinder- und Jugendhaus „Oase“ würde dann aus seinem ohnehin stark
sanierungsbedürftigen Gebäude in der Straße Im Brunnenhof ausziehen und
Hauptnutzer am neuen Standort werden. Angedacht ist zugleich eine
Konzepterweiterung der Einrichtung, heißt es in einem Konzept des städtischen
Sozialdezernats.
Kernaufgaben des Kinder- und Jugendhauses blieben indes offene Freizeitangebote
für Kinder, Jugendliche und Familien. Angebote der außerschulischen
Jugendbildung sowie internationale Jugendarbeit sollen das Programm zum Beispiel
ergänzen.
Das Jugendamt würde demnach Angebotsbereiche für Musik, Kreativarbeit, Tanz,
Sport, Fitness sowie Familienund Jugendarbeit betreiben. Weiterhin sollen im
Stadtteiltreff Neustädter See das Stadtteilmanagement, eine Wechselstube und ein
sozialpädagogischer Fundus untergebracht werden.
Wie bereits auf einer Bürgerversammlung im Juni vom Baubeigeordneten Dieter
Scheidemann öffentlich vorgestellt, bevorzugt die Stadtverwaltung eine
Umbauvariante mit einem Rückbau des alten Schulgebäudes bis zum 1. Obergeschoss.
Daneben sollen aber auch ein Gemeinschaftssaal bzw. ein „Ergänzungsneubau“ an
der Südseite angebaut und mit einem Verbinder angeschlossen werden, schlägt die
Verwaltung vor. Alle geplanten Angebote könnten im Bestandsgebäude nicht optimal
untergebracht werden, heißt es zur Begründung.
Ein Aufzug soll die Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer sicherstellen und auch
der Hauptzugang durch eine Aufschüttung des Geländes barrierefrei gestaltet
werden.
Die Nordseite würde nach der Vorplanung als Ruhebereich vorrangig auf die
Bedürfnisse von Kindern und Familien abgestimmt werden. Auf der Südseite sind
Flächen für Sport und Spiel für Kinder und Jugendliche mit einem Basketball- und
Beachvolleyballfeld sowie einem Grillplatz eingezeichnet.
Die auf rund drei Millionen Euro geschätzten Baukosten sollen über das
Förderprogramm „Soziale Stadt“ finanziert werden. Bund, Land und Stadt tragen
die Kosten dabei zu je einem Drittel. Entsprechende Anträge beim Land sind
bereits gestellt bzw. werden für das Programmjahr 2011 noch eingereicht.
Laut der vorläufigen Terminplanung könnte der Umbau des Schulgebäudes vom Typ
„Erfurt“ im Jahr 2012 beginnen. Zunächst muss jedoch der Bauausschuss des
Stadtrates im Herbst dieses Jahres über die Vorplanung abstimmen. Von Robert
Richter
(Quelle: Volksstimme vom 11.08.2010)

Entwurfszeichnung für den Stadtteiltreff Neustädter See.
Sie zeigt das zurückgebaute Schulgebäude mit einem neuen Anbau
(rechts).

14.07.2010
Baustart für Stadtteilzentrum in alter Schule vielleicht 2011
Ämter arbeiten aktuell an Konzept / Kinder- und Jugendhaus „Oase“ soll umziehen
Für ein Stadtteilzentrum am Neustädter See könnte nach
Ausage des Baubeigeordneten Dieter Scheidemann „im Idealfall 2011“ Baubeginn
sein. Die Begegnungsstätte soll in einem leer stehenden Schulgebäude an der
Pablo-Neruda-Straße entstehen. Neben dem Einzug des Kinder- und Jugendhauses
„Oase“ sowie weiterer Einrichtungen und Vereine könnten nach Auffassung von
Stadtplanern für ein tragfähiges Gesamtkonzept auch Mieter aus der
Privatwirtschaft einbezogen werden.
Mit Geld aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“, aufgelegt von Bund, Land und
Landeshauptstadt, soll sich der Schulkomplex an der Pablo-Neruda-Straße in den
kommenden Jahren wandeln.
Zwei der fünf Schulhäuser vom Typ „Erfurt“ sind seit dem vergangenen Jahr nach
der abgeschlossenen Modernisierung für die IGS „Regine Hildebrandt“ der ganze
Stolz der „Nordlichter“ im Stadtteil Neustädter See. Das benachbarte Gebäude der
früheren Sekundarschule steht ebenso leer wie das ehemalige Siemensgymnasium an
der Ecke Klosterwuhne. Dazwischen lernen die Mädchen und Jungen der Grundschule
in ihrem ebenso deutlich in die Jahre gekommenen Schulhaus.
Nach Aussage von Birgit Schmidt, von der Stadtverwal tung für Nord beauftragte
Stadtplanerin vom Büro „WohnBUND-Beratung Dessau“, ist für die nächsten Jahre
ein Umzug der Grundschüler ins alte Siemensgymnasium geplant, „sobald dieses
saniert ist“. Anschließend soll die jetzige Grundschule abgerissen werden.
Für die alte Sekundarschule werde derzeit in den Amtsstuben an einem Konzept für
ein Stadtteilzentrum Neustädter See gearbeitet. Angedacht sei der Rückbau des
Gebäudes auf zwei Etagen plus Kellerge schoss. Klar ist auch schon lange, dass
das städtische Kinderund Jugendhaus „Oase“, das am Standort Im Brunnenhof gerade
sein 20-jähriges Bestehen feierte, fester Bestandteil eines künftigen
Stadtteilzentrums sein wird.
„Wir müssen aber auch sehen, dass das Stadtteilzentrum nicht dauerhaft allein
von öffentlichen Mitteln abhängig bleibt“, sagte Planerin Schmidt. Nach ihrer
Überzeugung sollte das Konzept für das Zentrum nicht allein auf Zuschüssen aus
öffentlichen Kassen fußen. „Ein Teil des Finanzbedarfes sollte selbst
erwirtschaftet werden“, sagte Schmidt. Dazu könnte um Unternehmen geworben
werden, die als Sponsoren oder gleich selbst als Mitmieter des Hauses fungieren
könnten, so die Überlegung der Planerin.
Bei Anwohnern finden die Ideen für eine weitere Umgestaltung des großen
DDRSchulkomplexes bisher durchweg positiven Widerhall. Mieter der angrenzenden
Wohnblöcke forderten aber bereits öffentlich, mit der Neuordnung des Areals auch
die Parkplatzsituation im Wohnquartier zu entspannen.
Durch den Wegfall zweier Schulen sowie den Bau einiger Stellplätze auf dem
Gelände der Hildebrandtschule habe es zwar bereits eine Beruhigung gegeben. Doch
entlang der Pablo-Neruda-Straße seien vor allem an Schultagen zu wenige
Parkflächen vorhanden. Dazu komme die durchweg chaotische Parksituation im
angrenzenden Innenhof der Victor-Jara-Straße. Mit dem Abriss eines
Schulgebäudes, so die Vorstellung von Stadtteilbewohnern, könnte neben Raum für
Freizeit- und Grünanlagen womöglich auch Platz für zusätzliche Auto-Stellflächen
geschaffen werden.
Die Stadtplaner versprachen unterdessen, zu diesen Punkten in der nächsten Zeit
einen Vor-Ort-Termin mit Anwohnern zu organisieren, der auch öffentlich bekannt
gegeben werden soll. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 14.07.2010)
13.08.2009
„Agenda 2020“ sieht in alter Schule neues Stadtteilzentrum
Stabsstellenchef Gottschalk: „Umsetzung schon in den nächsten zwei, drei Jahren“
Die „Oase“ in Nord soll sich weiter ausbreiten. Die Stadt möchte in den nächsten
zwei bis drei Jahren in einem Gebäude des Schulkomplexes an der
Pablo-Neruda-Straße ein neues Stadtteilzentrum eröffnen und dafür das bisherige
Freizeitzentrum „Oase“ Im Brunnenhof aufgeben. Neben dem Ausbau des
Seerundweges, der wie bereits berichtet in diesem Jahr beginnen soll, wird damit
ein weiteres Großprojekt des gerade vom Stadtrat beschlossenen
Stadtteilentwicklungskonzeptes angepackt. Das erfuhren die Besucher eines
Stadtteilforums am Dienstagabend in der Grundschule „An der Klosterwuhne“.
Ein klassischer Jugendklub ist die „Oase“ schon lange nicht mehr. Neben dem
Freizeittreff für junge Leute des Stadtteils bietet das Haus einer Vielzahl von
Interessengruppen und Vereinen ein Zuhause. Stadtteilbüro oder Wechselstube sind
nur zwei weitere Nutzer des einstigen DDR-Plattenbaukindergartens, der heute
entsprechend schon fast aus allen Nähten platzt.
Viel Raum für Neues wird indes bald der Großschulkomplex mit fünf
Unterrichtshäusern an der Pablo-Neruda-Straße bieten. Während sich die
Integrierte Gesamtschule „Regine Hildebrandt“ über zwei von Grund auf
modernisierte Gebäude und ein neu gestaltetes
Außengelände freut, gingen am anderen Ende mit dem Auszug des Siemensgymnasiums
die Lichter gerade aus. Die Grundschule „An der Klosterwuhne“ soll Nachnutzer
des besser ausgestatteten ehemaligen Gymnasiums werden. Damit werden zwei
Schulen vom Typ „Erfurt“ künftig nicht mehr als Unterrichtsgebäude benötigt.
Was damit geschehen soll, beschäftigt die Anwohner schon lange: „Mit der
Sanierung der IGS ,Regine Hildebrandt‘ haben wir wirklich zwei Schmuckstücke
bekommen, auch die Außenanlage wurde wunderbar gestaltet“, lobte ein Mieter aus
der Nachbarschaft am Dienstagabend auf dem Stadtteilforum in der Grundschule, zu
dem Stadtplaner und Ämter eingeladen hatten. Die Frage bleibe allerdings: Was
soll aus den anderen Gebäuden werden?
Im ressortübergreifenden Stadtteilentwicklungskonzept für die nächsten zehn
Jahre – eine 108-seitige „Agenda 2020“ für Nord – zeigt das Dessauer
Planungsbüro „WohnBund-Beratung“ im Ergebnis mehrerer Stadtteilrundgänge und -
foren nun eine Anwort auf. Und die trifft auch bei der Stadtverwaltung auf große
Gegenliebe: Eines der alten Schulgebäude soll als neues Stadtteilzentrum
fungieren.
Dazu werde das Freizeitzentrum „Oase“ aus seinen beengten und ohnehin baulich
veralteten Verhältnissen Im Brunnenhof an die Pablo-Neruda-Straße umziehen,
sagte Dr. Ingo Gottschalk, Leiter der städtischen Stabsstelle für Jugendhilfe,
Sozial- und Gesundheitsplanung: „In den nächsten zwei, drei Jahren soll sich
hier sichtbar etwas tun. Die Vorplanung ist noch für dieses Jahr vorgesehen.“
Laut Handlungskonzept soll das Spektrum der „Oase“ um „Angebote für alle Alters-
und Nutzungsgruppen im Stadtteil erweitert werden“. Weiter heißt es: „Entstehen
soll eine zentrale Begegnungsstätte für den Stadtteil mit Betreuungs-,
Bildungs-, Kultur- und Freizeitangeboten für alle Alters- und Bewohnergruppen.“
Für Umbau und Sanierung des Schulgebäudes belaufen sich die geschätzten Kosten
auf rund 4,06 Millionen Euro. Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“, das
Bund, Land und Kommune zu je einem Drittel f nanzieren, sollen beantragt werden.
Doch selbst bei schrittweiser Umsetzung in den kommenden Jahren müssten sicher
für eine Kofnanzierung noch Partner gefunden werden, geben die Planerinnen zu
bedenken.
Derweil stehen laut Gottschalk für das zweite ungenutzte Schulgebäude die
Zeichen auf Abriss.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.08.2009)

|