Stadtteilbüro Kannenstieg / Neustädter See


 


Ansprechpartner

 

Stadtteilmanagerin 
Frau Jessica Zedler
 


Anschrift

Stadtteilbüro 
Kannenstieg /
Neustädter See

Im Brunnenhof 9
39126 Magdeburg

Telefon:
0391 / 2 88 60 44
Handy: 0151 / 54 99 47 20
EMail:
jessica.zedler@internationaler-bund.de

Sprechzeiten

Stadtteilzentrum Oase
Im Brunnenhof 9

Donnerstags, 13 bis 18.30 Uhr
 

 

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Stadtteilfonds für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See
Das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" räumt die Möglichkeit ein, einen Fonds einzurichten, durch den kleine Projekte im Rahmen der Ausrichtung des Programms gefördert werden können. Für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See wurde im Integrierten Handlungskonzept Verfügungsfonds für beide Stadtteile vorgeschlagen, die in Ergänzung zu den bestehenden Initiativfonds Gemeinwesenarbeit (GWA) die Entwicklung und Umsetzung von bürgerschaftlich getragenen Projekten und Maßnahmen unterstützen sollen.
(siehe Nachricht vom 19.07.2011)

Förderrichtlinie über die Zuwendung aus dem Stadtteilfonds der Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See
Antrag auf Förderung aus dem Stadtteilfonds für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See

Aktuelles aus dem Stadtteilbüro

Gemeinsamer Aufruf zur Unterschriftensammlung!
Wir Bürger schließen uns den GWA´s Kannenstieg und Neustädter See sowie dem Bürgerverein „Nord e.V.“ an und fordern die ganzjährige Öffnung des Nordeingangs unseres Zoos mit der Möglichkeit des Kartenerwerbs. Wenn auch Sie sich an unserer Unterschriftenaktion aktiv beteiligen möchten, können Sie die Unterschriftenliste hier herunterladen. Ausgefüllte Unterschriftenlisten bitte bei uns vorbeibringen oder zuschicken.

Liebe Mitstreiter der AG GWA Kannenstieg und Neustädter See, liebe Bürgervereinsmitglieder,
ich hatte in meiner Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Frau Zimpel, die sich engagiert für die Öffnung eines zweiten Zooeingangs einsetzt. Sie schilderte mir, dass sie am 07.07.2011 ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister Dr. Trümper geführt hat. Frau Zimpel schlug erneut die Idee vor, dass der Osteingang des Zoos ehrenamtlich geöffnet werden könnte. Auch Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen und Mitglieder des Bürgervereins „Nord e.V.“ hatten diese Idee bereits an den Oberbürgermeister herangetragen. Herr Dr. Trümper bat Frau Zimpel, dazu konzeptionell etwas zu erarbeiten und ihm vorzulegen. Frau Zimpel bat mich für diese konzeptionelle Zuarbeit um Mithilfe. Deshalb nun meine Bitte:
Wenn Sie bereit sind, sich ehrenamtlich in das Kartenverkaufshäuschen zu setzen, um den Osteingang wieder zu öffnen, dann senden Sie mir bitte eine Mail mit Ihrer Bereitschaftserklärung bis zum 05.08.2011. Das Konzept wird auf einer Öffnung in den Sommermonaten (Mai bis Oktober) basieren. Alle weiteren Details würden in einem separaten Termin mit allen Freiwilligen besprochen werden.

Auswertung Balkon-Wettbewerb 2011
Vielen Dank für die Einsendungen zu unserem Aufruf für den schönsten Balkon im Kannenstieg und Neustädter See! Unter allen Einsendungen hat die Jury folgende Preisträger ermittelt:



1. Preis: ein Baumarktgutschein über 50 € geht an Frau Regina Gericke aus der Johannes-R.-Becher-Straße




2. Preis: ein Buch über Garten- und Terassengestaltung geht an Familie Steinke aus der Salvador-AllendeStraße




3. Preis: ein stabiler Pflanzenroller geht an Vera und Jürgen Dalichau aus der Hans-Grundig-Straße.

Die Redaktion bedankt sich noch einmal bei allen, die am Balkonwettbewerb teilgenommen haben, wünscht den Gewinnern viel Spaß mit den Preisen und allen für das nächste Jahr kreative Gestaltungsideen für ihr Zuhause.
Frank Oswald, Organisator im Stadtteilbüro

Dienstag, der 29.11.2011
Festkomitee tagt erst am 29. November

Die für den 22. November, 17 Uhr, geplante Sitzung des Festkomitees für das Stadtteilfest 2012 in Nord muss verschoben werden. Das teilte Frank Oswald vom Stadtteilbüro Nord gestern mit. Das Treffen des Festkomitees findet nun am 29. November um 17 Uhr im Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9, statt. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 08.11.2011)

04.11.2011
Streit um Zooeingang mit ausgefahrenen Krallen

Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Ich habe keinen Grund und keinen Spaß daran, Geld zu verteilen, das wir nicht haben.“ „4200 Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache. Oder ist Ihnen egal, wie Familien in der Stadt denken?“ Karl-Heinz Huth, Sprecher Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg.
Die Debatte um den zweiten Zooeingang ist seit Monaten nicht totzukriegen. Oberbürgermeister Lutz Trümper sah sich veranlasst, persönlich in Nord Stellung zu beziehen, aber dennoch keinen großen Diskussionsbedarf. Rund 50 Besucher eines Forums der Arbeitsgruppen für Gemeinwesenarbeit (GWA) Kannenstieg und Neustädter See dafür umso mehr.
Lutz Trümper und Zoo-Direktor Kai Perret hatten zwar einen Joker parat, um erhitzte Gemüter zu besänftigen, den sie später auch zogen. Der OB wählte jedoch den harten Einstieg und polterte im Kranichhaus der Volkssolidarität am Schrotebogen zunächst drauflos: „Die ganze Debatte ist unehrlich. Wer einen Nordeingang will, muss auch sagen, wo her das Geld dafür kommen soll, und das können Sie nicht. Deshalb werde ich diese Diskussion auch nicht mehr mit Ihnen führen.“
Der Zooeingang im Norden ist aus Trümpers Sicht eigentlich Geschichte, seit der Stadtrat im Jahr 2010 mehrheitlich Perrets 20 Millionen Euro teurem Zooentwicklungskonzept mit der „Zoowelle“ im Vogelgesangpark als einzigem Einlass zustimmte. Der Zoo sei auf Einnahmen wie Parkgebühren oder Verkaufserlöse aus dem Shop in der „Zoowelle“ angewiesen. Damit müssten nicht zuletzt die Kredite getilgt werden, die für die Investitionen wie die „Africambo“-Anlagen und andere Attraktionen aufgenommen werden.
Bereits für den laufenden Betrieb erhalte die kommunale Zoo gGmbH aus der Stadtkasse jährlich Zuschüsse in Höhe von 3,2 Millionen Euro sowie 300.000 Euro von der Gemeinde Barleben. Ein zusätzlicher Eingang bedeute zusätzliche Investitions- und Personalkosten. Trümper: „Das muss alles refinanziert werden. Und ich habe keinen Grund und keinen Spaß daran, Geld zu verteilen, das wir nicht haben.“
Die Kritik aus Nord am fehlenden Nordeingang sei nachvollziehbar, „der Rest der Stadt sieht es aber nicht so“, sagte Trümper. Am Nordausgang werde hingegen nicht gerüttelt. Dieser sei für die Zukunft sicher.
Die Pro-Nordeingang-Fraktion, die nach eigenen Angaben 4200 Unterschriften für den zweiten Einlass sammelte, ließ sich davon nicht beeindrucken. Vertreter wie Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord argumentierten zum Beispiel mit den gesunkenen Besucherzahlen.
Diese waren 2010 im Vergleich zum Vorjahr um rund 10.000 zurückgegangen. Schuld daran sei der fehlende Nordeingang. Ein Anwohner schimpfte: „Ich fahre doch nicht mit der Straßenbahn oder dem Auto zum Zoo, wenn ich direkt am Zoo wohne!“ Ein Mieter aus der Salvador-Allende-Straße: „Sie verschenken ein Besucherpotenzial, das über die ,Zoowelle‘ nicht erschlossen wird.“
Karl-Heinz Huth, GWA-Sprecher vom Kannenstieg, sagte: „Die Schließung des Nordeingangs trifft auf breites Unverständnis bei den Magdeburgern, insbesondere in Nord. Die gesammelten Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache. Oder ist Ihnen egal, wie Familien in der Stadt denken?“
Hauptargument für den zweiten Eingang sei, „dass der Fußweg zur ,Zoowelle‘ für Familien mit Kindern, ältere Bewohner und Menschen mit Behinderungen unzumutbar ist“, erklärte Huth.
Für Kritik sorgt nach wie vor die erfolgte Testöffnung des Nordeingangs im Mai und Juni 2010. Damit hatte der Aufsichtsrat der Zoo gGmbH auf die Proteste im Norden reagiert. „Eine Öffnung über sechs oder sieben Monate wäre repräsentativer gewesen, und wir sind uns sicher, sie hätte auch ein anderes Ergebnis gezeigt“, sagte Huth. Der Zoo hatte den Versuch wegen zu geringer Nutzung als gescheitert betrachtet.
Auch der Verkauf von Jahreskarten zog nicht spürbar an. Dies hatten der Zoobetrieb und die Stadt aber zur Bedingung gemacht, um alternativ einen Nordeingang mit Chipkartensystem zu installieren. Die Vorgaben waren „niemals realisierbar“, kritisierte Huth und fragte: „War das Ergebnis so gewollt?“ Trümper ging darauf ein: „Ich stehe nach wie vor dazu: Wenn 1800 Jahreskarten im Bereich Nord verkauft werden, bauen wir den Eingang für Chipkartennutzer. Es hat sich doch aber gezeigt, dass die Jahreskarten nicht in dieser Dimension gekauft werden.“
Auch zu den gesunkenen Besucherzahlen äußerte sich Trümper: „Der Grund ist, dass wir insgesamt in der Stadt weniger Familien mit Kindern haben.“ Dies sind aus Trümpers Sicht die wahren Hauptnutzer des Zoos. Und: „Dazu kamen in den vergangenen Jahren die vielen Baustellen im Zoo, da waren doch kaum Tiere zu sehen.“ Mit der Eröffnung von „Besuchermagneten“ wie der neuen Elefantenanlage werde das Publikumsinteresse wieder steigen.
Zoodirektor Kai Perret durfte an diesem Abend die guten Nachrichten verbreiten:
„Der barrierefreie Ausbau des Ausgangs an der Nordseite wird über den Winter realisiert. Anfang 2012 beginnen die Planungen für einen Gastronomie-Neubau in Höhe des alten Osteingangs (befindet sich im Nordosten, die Redaktion). Diesen soll ein privater Investor bauen. Dort wird mit dem Neubau auch eine Eingangssituation in den Zoo geschaffen. Wir können mit dem Investor verhandeln, ob und zu welchen Bedingungen er vielleicht Kartenverkauf und -kontrolle übernehmen kann.“
Im Aufsichtsrat der Zoo gGmbH treffe dieser Vorschlag auf Wohlwollen, bestätigte Klaus Kutschmann (Fraktion CDU/BfM), eines der anwesenden Aufsichtsratsmitglieder.
OB Lutz Trümper griff schließlich den Vorschlag von Bürgervereins-Vertreterin Sandra Täntzler auf, im kommenden Jahr einen neuen, mindestens halbjährigen Testlauf für den Nordeingang zu starten. Täntzler hatte erklärt, Vereinsmitglieder stünden ehrenamtlich bereit, um die Aktion ohne zusätzlichen Personalaufwand für den Zoo zu ermöglichen. „Wenn Sie das ehrenamtlich übernehmen, können wir das machen“, sagte Trümper.
Fazit: Die für einen Nordeingang engagierten „Nordlichter“ können erneut einen Teilerfolg verbuchen. Das Thema bleibt weiter aktuell. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.11.2011)



Im vergangenen Jahr war der Nordeingang zwei Monate lang testweise geöffnet worden. Archivfoto: Uli Lücke



Siegfried Kratz, einer der Köpfe der Initiative für die Wiederöffnung eines Nordeingangs für den Zoo, spricht am vergangenen Mittwoch im Kranichhaus. Am Tisch hinter ihm (v. r.) Zoochef Kai Perret und OB Lutz Trümper sowie Mitglieder des Zoo-Aufsichtsrates. Foto: R. Richter

03.11.2011
Zoo-Nordeingang: „Die Debatte ist unehrlich“ - OB Trümper kritisiert Forderungen aus Nord
Mehr zur Zoodebatte in Nord lesen Sie morgen in der Volksstimme.
Mit scharfen Worten hat Oberbürgermeister Lutz Trümper die Diskussion um den geforderten Zoonordeingang kritisiert: „Die ganze Diskussion ist unehrlich. Wer einen Nordeingang will, muss auch sagen, woher das Geld dafür kommen soll, und das können Sie nicht. Deshalb werde ich diese Diskussion so auch nicht mit Ihnen führen“, sagte Trümper gestern Abend. In einer gut 90-minütigen Diskussion nahm der OB gemeinsam mit Zoodirektor Kai Perret vor Stadtteilbewohnern vom Neustädter See und aus dem Kannenstieg dann doch ausführlich Stellung.
Trümper verwies darauf, dass vor Jahren mit dem 20 Millionen Euro schweren Zooentwicklungskonzept „2000plus“ im Stadtrat auch die Entscheidung für nur einen Zooeingang über die bereits neu gebaute „Zoowelle“ gefallen sei. Trümper: „Ein zweiter Zooein gang müsste zusätzlich finanziert werden, und das lohnt sich nicht.“ Die tief verschuldetet Kommune habe angesichts drohender weiterer Kürzungen bei den Landeszuweisungen kein Geld dafür, der Umweg für die Bewohner aus dem Norden zur Zoowelle sei zwar sicher ungewohnt, aber vertretbar.
Vertreter der Gemeinwesengruppen und vom Bürgerverein Nord forderten, dass der Testlauf für einen Eingang im Norden über einen Zeitraum von sechs Monaten wiederholt wird. Im Vorjahr hatte es eine zweimonatige Testphase gegeben. Anschließend hatten die kommunale Zoo gGmbH und deren Aufsichtsrat das Experiment als gescheitert bezeichnet. In Nord sammelten Bewohner 4200 Unterschriften für einen zweiten Eingang. Sie halten an ihrer Forderung fest. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.11.2011)



Voller Saal im Kranichhaus gestern bei der GWA-Sitzung mit dem OB.



Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Wer einen zweiten Zooeingang will, muss auch sagen, woher das Geld kommt.“ Fotos (2): Richter

14.10.2011
Sprühende Ideen gegen ein schmieriges Problem
Aus Schandfleck am Seeufer soll Kunstmauer werden

Neustädter See GWA-Sprecherin Elvira Ferchland machte deutlich, dass sie das schmierige Problem nicht mehr länger hin und her wälzen, sondern nun zügig aus der Welt schaffen will. Und das auf pfiffige Weise: „Wir wollen Jugendliche aus unserem Stadtteil, die sich am Seeufer treffen, für ein Projekt gewinnen. Wir stellen uns das so vor, dass die Mauer an der Uferpromenade als Kunstwand ausgewiesen und den jungen Leuten zum Sprühen zur Verfügung gestellt wird“, so Elvira Ferchland am vergangenen Mittwoch auf der GWA-Sitzung in der Kita „Kinderland.“
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler unterstützt den Vorschlag und konkretisierte: „Die Mauer soll nicht wie andernorts mit einem festen Wandbild gestaltet werden, sondern soll praktisch als kreative Spielwiese für interessierte Jugendliche aus Nord dienen. Ich stelle mir das so vor, dass die Jugendlichen sich dort ausprobieren können, die Wand immer wieder überstrichen und neu gestaltet wird. Das hätte den Nebeneffekt, dass die Spaziergänger immer aufs Neue überrascht werden.“ Mit den jetzt am Ufer zu sehenden wilden Schmierereien könnte es bald vorbei sein, wenn eine Gruppe von Jugendlichen für die Betreuung der Kunstmauer gewonnen würde. Genau das wollen Stadtteilmanagerin und GWA-Verantwortliche nun in die Hand nehmen. „Kontakte haben wir schon geknüpft“, sagte Elvira Ferchland. Sie hofft, auf der GWA-Sitzung im November weitere Fakten liefern zu können. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 14.10.2011)



Hinten hui, vorne pfui: Die beschmierte Mauer an der Promenade hebt sich negativ von Kunst und Hochhaus am See ab. Foto: R. Richter

Präsentation der gemeinsamen Sitzung der Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit Kannenstieg und Neustädter See zur Evaluierung der abgeschlossenen und laufenden Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes.

PDF-Dokument (126 kb)

Nachrichtenarchiv

14.09.2011
Liebe Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See,
wie Ihnen sicher bekannt ist, planen die Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See, das Stadtteilmanagement des Internationalen Bundes und der Bürgerverein „Nord e.V.“ ein gemeinsames Stadtteilfest 2012 im Stadtteil Kannenstieg. In der Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg wurde deshalb der Vorschlag gemacht, wieder ein Festkomitee zu gründen. Um frühzeitig engagierte Mitstreiter für die Festvorbereitung zu finden, möchte ich Sie deshalb im Namen des Sprecherrates Kannenstieg zu einem Vorbereitungstreffen einladen. Dieses Treffen soll am 04.10.2011 um 17.00 Uhr im Stadtteilbüro (Im Brunnenhof 9) stattfinden. Falls Sie zum genannten Termin verhindert sind, sich jedoch aktiv an den Festvorbereitungen 2012 beteiligen möchten, dann senden Sie mir bitte eine Mail.
Mit freundlichen Grüßen Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin Kannenstieg/Neustädter See

04.08.2011
Schönster Balkon in Magdeburg-Nord gesucht
Aufruf von GWA, Bürgerverein und Stadtteilmanagement
Balkonpflanzen gehören zum Sommer wie Grill und Sonnencreme. An allen möglichen Stellen werden Kästen befestigt, Töpfe auf- und Blumenampeln angehängt. Sie machen den Stadtteil bunt und sorgen für gute Laune. Doch wer hat im Norden den schönsten Balkon. Das soll jetzt ein Wettbewerb zeigen. Ob Sommerurlaub auf Balkonien oder Erholung zwischendurch: In die Gestaltung ihrer Balkone stecken auch viele „Nordlichter“ im Kannenstieg und am Neustädter See viel Zeit, Geld und Liebe.
Die GWA-Gemeinwesenarbeitsgruppen, der Bürgerverein Nord und das Stadtteilmanagement haben deshalb jetzt die Suche nach dem schönsten Balkon in Nord gestartet. „Eine Jury mit Vertretern der drei Partner wird die Qual der Wahl haben und in einigen Wochen den Sieger küren. Sie schauen sich selbst imViertel um, aber man kann sich auch mit seinem Balkon anmelden“, so Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Anmeldungen nimmt das Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9, entgegen, Telefon 2886044. Als Preise winken Gutscheine für Balkonpflanzen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.08.2011)



Recht verhalten bepflanzt und gestaltet sind die Balkone an der Dr.-Grosz-Straße/Barleber Straße. Wer hat mehr zu bieten? Fotos (2): Richter



Tritt mit als Jurorin für den Wettstreit an: Stadtteilmanagerin Jessica Zedler.

05.08.2011
Stadtteilbüro wird erneut durchwühlt
Neustädter See (mf). Unbekannte haben am vergangenen Wochenende erneut in das Stadtteilbüro im Kannenstieg eingebrochen. Die Täter hatten nach ersten Erkenntnissen mit einem Werkzeug ein Fenster aufgehebelt und waren so in die Räumlichkeiten gelangt. Dort wurden mehrere Türen aufgebrochen, entwendet wurde aber offensichtlich nichts. Bereits vor einigen Tagen war das Büro des Stadtteilmanagements Ziel von Einbrechern geworden. Auch damals richteten die Täter hohen Schaden an.
(Quelle: Volksstimme vom 05.08.2011)

21.07.2011
Freiwillige vor! Neues im Streit um den Zoo-Eingang in Nord

„Ich hatte heute in meiner Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Frau Zimpel, die sich für die Öffnung eines zweiten Zooeingangs einsetzt“, so Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin für Kannenstieg und Neustädter See gestern. „Frau Zimpel schlug erneut vor, dass der Eingang des Zoos ehrenamtlich geöffnet werden könnte. Auch Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen und des Bürgervereins hatten diese Idee bereits geäußert“, so Jessica Zedler. Nun müsse aber ein Konzept her. „Deshalb nun meine Bitte: Wer bereit ist, sich ehrenamtlich in das Kartenverkaufshäuschen zu setzen, um den Eingang wieder zu öffnen, sollte mir bitte bis zum 5. August eine Mail senden. Das Konzept wird auf einer Öffnung in den Sommermonaten basieren. Alle weiteren Details werden in einem separaten Termin mit allen Freiwilligen besprochen“, so die Managerin.
Ihre Mail-Adresse: Jessica.Zedler@internationalerbund.de
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 22.07.2011)

19.07.2011
Programm „Soziale Stadt“
5000 Euro Sonderförderung für Stadtteilprojekte im Norden
Um Bürgerengagement und Ehrenamt im Magdeburger Norden zu fördern, ist zunächst für zwei Jahre ein eigener Stadtteilfonds Kannenstieg /Neustädter See aufgelegt worden. Für beide Gebiete stehen in diesem Jahr je 2500 Euro zur Verfügung, im nächsten Jahr soll sich der Betrag auf je 5000 Euro verdoppeln. Das sagte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Das Geld kommt über das Programm „Soziale Stadt“ je zu einem Drittel von Bund, Land und Kommune.
Für die geplante Umgestaltung von öffentlichen Freiflächen im Umfeld der Kindertagesstätte „Kinderland“ (Lumumbastraße) mit freiwilligen Helfern wurde ebenso bereits ein Zuschuss bewilligt wie für einen Tanzworkshop an der Grundschule „An der Klosterwuhne“ oder einen Stadtteillauf am 26. Juli am Neustädter See, den ehrenamtliche Akteure organisieren.
Förderfähig sind Sachkosten und Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten. Außerdem können gemeinnützige Einzelanschaffungen jeweils bis maximal 400 Euro bezuschusst werden. Laut Förderrichtlinie müssen die Antragsteller einen Eigenanteil von zehn Prozent für die Finanzierung eines Projektes aufbringen – in Form von Geld, Eigenleistungen oder Sponsorenbeiträgen.
Der Stadtteilfonds steht für Magdeburg-Nord zusätzlich zum Gemeinwesenfonds offen, über den für die Stadtteilarbeit aus der Stadtkasse jährlich jeweils 2580 Euro pro Stadtteil nach Kannenstieg und Neustädter See fließen. Beschlossen wurde die Auflage des Sonderfonds vom Stadtrat mit dem Handlungskonzept für Magdeburg-Nord. „Kleinere Materialausgaben, Kopier- und Druckkosten oder Gebühren sollen unbürokratisch und kurzfristig erstattet werden“, heißt es in dem zu Grunde liegenden Konzept.
Der Fonds wird vom Stadtteilmanagement Nord verwaltet. Anträge können an das Stadtteilbüro des Internationalen Bundes (IB) im Kinder- und Jugendhaus „Oase“, Im Brunnenhof 9, gerichtet werden. Die Entscheidung über die Vergabe obliegt einem Lenkungsausschuss. Darin sitzen neben der Stadtteilmanagerin auch Vertreter des Stadtplanungsamts, der Gemeinwesenarbeitsgruppen (GWA) und des Bürgervereins Nord. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.07.2011)

Förderrichtlinie über die Zuwendung aus dem Stadtteilfonds der Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See
Antrag auf Förderung aus dem Stadtteilfonds für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See

18.07.2011
Einbruch beim Stadtteilmanager

Neustädter See (mf). Bei einem Einbruch in den Büroräumen des Stadtteilmanagers (Im Brunnenhof) haben die Diebe neben einem Laptop auch mehrere Hundert Euro Bargeld entwendet. Die Täter hatten zunächst ein Fenster aufgebrochen und waren so in das Gebäude gelangt. In den Räumen öffneten die Einbrecher noch gewaltsam vier Türen. (Quelle: Volksstimme vom 18.07.2011)

Dienstag, der 12.07.2011 - 17.00 Uhr
So feierte Nord - Der Film zum Kinderfest
Am 14. Mai feierte der Magdeburger Norden das große Kinder- und Familienfest. Dank Hobbyfilmer Marcel Härtel können sich alle Interessierten einen Film über die gelungene Veranstaltung am 12. Juli um 17 Uhr in der „Oase“, Im Brunnhof, anschauen. Anmeldungen im Stadtteilbüro, Tel. 2886044. Der Eintritt ist frei.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 07.07.2011)

06.07.2011
Der Norden tanzt: Workshop bringt Schüler ins Schwitzen
Initiative von AG Gemeinwesen, Bürgerverein und Stadtteilmanagement

Besonderer Unterricht in der Grundschule „An der Klosterwuhne“. Auf Initiative der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See, des Bürgervereins Nord und des Stadtteilmanagements gelang es jetzt, die Grundschule und die „Movement Dance Academy“ für ein gemeinsames Projekt zusammenzubringen. Rund 50 Kinder zwischen 6 und 11 Jahren begeisterten zwei Stunden mit Spaß, Durchhaltevermögen und Talent die Tanzlehrer wie Veranstalter gleichermaßen. Ray, Breakdance-Tanzlehrer der „Movement Dance Academy“, hatte eine Choreografie für diesen Workshop zusammengestellt.
Die Jungen und Mädchen übten und probten die Schritte mit Feuereifer. Nach wahrlich schweißtreibenden 120 Minuten brachten einige Kinder die Choreografie schon so auf das Parkett. „Wer vorher vielleicht glaubte, Breakdance sei mehr für Jungen geeignet, wurde auch in diesem Workshop eines Besseren belehrt: Selbst beim ,Posen‘ ließen sich die Mädchen nicht lumpen“, so Corinna Wohlfahrt vom Stadtteilbüro Nord: „Für alle anwesenden Teilnehmer wurde dieser Nachmittag ein Riesenspaß. Besonderer Dank gilt den Schülern, die dieses Projekt annahmen und es erst durch ihre Begeisterung zu einem Erfolg werden ließen.“



Hier üben Mädchen und Jungen aus Nord in der Grundschule „An der Klosterwuhne“ für ihre Breakdance-Choreografie. Foto: privat / Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 06.07.2011)

23.03.2011
Stadtteilmanagement - Neue Sprechzeit im Bürgerhaus in Kannenstieg

Die Sprechzeit des Stadtteilmanagements im Stadtteil Kannenstieg ändert sich. Diese findet nicht mehr dienstags, sondern ab dem 1. April immer donnerstags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr im Alten- und Servicezentrum/Bürgerhaus des Paritätischen, Johannes-R.-Becher-Straße 57 statt. Das teilte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler mit. Die Sprechzeit im Stadtteil Neustädter See bleibt unverändert: Jeden Donnerstag in der Zeit von 13 bis 18.30 Uhr freut sich die Stadtteilmanagerin auf Bürgerbesuch im Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9, unter dem Dach des Stadtteilzentrums „Oase“.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.03.2011)

17.03.2011
Sonniger Willkommensgruß am Neustädter Platz
Schandfleck ade: Stadtteilmanagerin Jessica Zedler stellt Entwurf für Wandbild vor

Die Fotomontage zeigt die Außenwand der Bärenapotheke am Neustädter Platz mit dem geplanten Wandbild, entworfen von Künstlern der Magdeburger Firma "Strichcode".
Foto:privat

Mit einem Wandbild an der Fassade der Bärenapotheke am Neustädter Platz soll ein Schandfleck des Stadtteils überstrichen werden. Stadtteilmanagerin Jessica Zedler präsentierte gestern Entwürfe für die Gestaltung der Fassade als auch des Rundbaus mit Graffiti. „In dem Entwurf wurden Themen rund um den wichtigsten Bestandteil des Stadtteils – den Neustädter See – verarbeitet. Angefangen vom schönen Sandstrand, beliebt bei Groß und Klein, bis hin zur modernen Wassersportanlage ist dieser Naturraum als Großstadtoase dargestellt“, so die Stadtteilmanagerin.
Der Rundbau hatte früher den Zugang zu einem Jugendklub im Keller geboten, im Volksmund auch „Klo-Keller“ genannt, weil es dort früher auch öffentliche Toiletten gab. Das alles soll bald endgültig Geschichte sein.
„Sobald das Wetter es erlaubt, werden die ersten vorbereitenden Schritte unternom men, um die Gestaltung praktisch umzusetzen“, sagte Jessica Zedler gestern. Stadtteilbewohner, die Fragen oder Anmerkungen dazu haben, können sich im Stadtteilbüro unter 2 88 60 44 melden.
Die Fassadengestaltung hatte die Stadtteilmanagerin kürzlich bei der Auswertung einer Fotoaktion von Jugendlichen zugesagt. Die Teilnehmer hatten besonders schöne und hässliche Seiten ihres Stadtteils fotografiert. Auch in der Bürgersprechstunde und in der AG Gemeinwesen Neustädter See war der Wunsch nach einer Verschönerung des Platzes laut geworden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 17.03.2011)



So sieht der Rundbau am Neustädter Platz derzeit aus.

23.02.2011
Schönes und Hässliches aus Nord - Fotowettstreit für Kinder ausgewertet
Schandfleck am Märchenbrunnen verschwindet im Frühjahr

Die schönsten, aber auch die aus ihrer Sicht hässlichsten Seiten von Magdeburg-Nord haben Kinder und Jugendliche in einem Fotoworkshop abgelichtet. Bei der Bestandsaufnahme soll es nicht bleiben. Für Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, Initiatorin der Aktion, steht fest, dass die kritisierten Ecken verschönert werden können. Im Frühjahr soll es losgehen. Für Juliana Strelow (11), Celina Krause (10) und Yasmine Giehl (13) aus Nord gehört der Spielplatz an der Victor-Jara-Straße mit Elefantenrutsche, Giraffenschaukel und Kletterkrokodil zu den schönsten Ecken in ihrem Stadtteil. „Besonders hässlich finden wir das Rondell am Neustädter Platz“, sagen die Mädchen. Dabei handelt es sich um den früheren Eingang zu einem früheren Jugendklub im Keller, im Volksmund auch „Klokeller“ genannt, weil es dort früher auch öffentliche Toiletten gab. Heute ist der beschmierte Rundbau in unmittelbarer Nähe zur modernen Einkaufspassage am Märchenbrunnen nur noch ein Ärgernis.
„Doch wir nehmen den Fotowettstreit der vergangenen Monate direkt zum Anlass, gegen diesen Schandfleck etwas zu unternehmen“, sagte Stadtteilmanagerin Jessica Zed ler vom IB-Stadtteilbüro, die gemeinsam mit dem Kinderund Jugendhaus „Oase“ und der Stadtsparkasse die Fotosafari für junge „Nordlichter“ ins Leben gerufen hatte. „Im Frühjahr wird der Rundbau von professionellen Graffitikünstlern gestaltet werden. Aus dem Förderprogramm ,Soziale Stadt‘ von Bund, Land und Stadt wurde dafür Geld bewilligt.“
Weitere verunstaltete Flächen könnten eventuell ebenfalls auf diese Weise aufgewertet werden. Ein Erfolg auch für Juliana, Celine, Yasmine und die anderen Mitstreiter, die mit Kameras und unter Anleitung des ehrenamtlichen Helfers André Talke mit wohlwollendem wie kritischem Blick ihr Viertel durchstreiften. „Anschließend haben wir uns am Computer an die Nachbearbeitung gemacht“, erzählt Talke, der insgesamt zehn Kinder und Jugendliche während der Aktion betreute.
Als Preisträgerinnen wurden am Montag Juliana, Celina und Yasmine ausgezeichnet. Zur Belohnung gab es u. a. MP3-Player und Fotokameras von Birgit Schönstedt, Leiterin der Sparkassen-Geschäftsstelle Nord. „Wir haben die Aktion mitgetragen, da mit ihr etwas bewegt wird. Die Kinder entdecken ihr Umfeld und regen mit ihrer Kritik an bestimmten Ecken Veränderungen an, die dann auch in Angriff genommen werden“, so Sparkassen-Sprecher Mathias Geraldy. Eine Auswahl der besten Bilder soll in der Stadtteilzeitung veröffentlicht werden. Außerdem will André Falke einen Nord-Kalender für 2012 damit gestalten. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 23.02.2011)



Die Preisträgerinnen (vorn v. l.): Celina Krause, Juliana Strelow und Yasmine Giehl. Gratulanten sind (hinten v. l.) Geschäftsstellenleiterin Birgit Schönstedt und Sprecher Mathias Geraldy (Stadtsparkasse), Workshop-Betreuer André Talke, Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Foto: R. Richter



Dieser Rundbau auf dem Neustädter Platz war früher Eingang zu Kellerräumen. Die Teilnehmer der Kinderfotoworkshops in Nord fotografierten mehrfach diesen Schandfleck an prominenter Stelle. Im Frühjahr soll diese Stelle von Graffiti-Künstlern gestaltet werden.



Bei Kindern beliebt: der Spielplatz an der Victor-Jara-Straße.
Fotos (2): Yasmine Giehl

07.01.2011
Stadtplaner: „Nord ist in der jetzigen Dimension nicht zukunftssicher“
Stadt und Wohnungsunternehmen verhandeln über Quartiersvereinbarung für Kannenstieg und Neustädter See
Das Wohngebiet Magdeburg-Nord mit Kannenstieg und Neustädter See ist „weder in der jetzigen Dimension, noch in allen Lagen zukunftssicher“. Zu dieser Einschätzung kommen Stadtplaner in einem bisher nicht veröffentlichten Strategiepapier (liegt der Volksstimme vor), über das die Stadt bereits mit Wohnungsunternehmen beraten hat. Überalterung und eine weiter schrumpfende Bewohnerschaft sind die Gründe. Stadt und Vermieter verhandeln über eine Quartiersvereinbarung, um gemeinsam gegenzusteuern.
Einst war Nord geplant worden, um die Wohnungsnot zu lindern. Nun droht mehr und mehr Wohnungsleerstand. Laut der Bevölkerungsprognose des Amtes für Statistik wird die Einwohnerzahl in Magdeburg-Nord (Kannenstieg und Neustädter See zusammen) von derzeit rund 16 500 bis zum Jahr 2023 weiter sinken – auf rund 14 450.
Und: Einem prognostizierten Bedarf von nur noch 9150 Wohnungen in Nord im Jahr 2023 steht in der Vorausschau ein Angebot von immer noch rund 10 000 Wohnungen entgegen. Ein Überangebot wäre also die Folge, würden die Unternehmen den Wohnraum bis dahin nicht weiter reduzieren. Die Stadtplaner legten den Vermietern in ihrem Strategiepapier entsprechend dar: „Folgt die Entwicklung dem aktuellen Trend und würden alle aktuellen Vorhaben zur Bestandsreduzierung umgesetzt, ergäbe sich im Jahr 2023 in Nord ein struktureller Überhang von 850 Wohnungen.“
Neben ohnehin geplanten oder schon realisierten Abrissen dürfte also weiterer Rückbau von nicht mehr benötigtem Wohnraum angesagt sein. Wie in diesem Jahr Im Brunnenhof geschehen und zuvor schon an der Ziolkowskistraße (16-Geschosser). Für die Zukunft soll ein mit allen Akteuren abgestimmtes Konzept entwickelt und in einer Quartiersvereinbarung fixiert werden.
Vorbilder sind Neu-Olvenstedt und Neu-Reform. Für beide DDR-Großssiedlungen schlossen Kommune, Städtische Werke, Verkehrsbetriebe und Vermieter bereits entsprechende Verträge.
Die konkreten Maßnahmen werden fortlaufend an die tatsächliche Entwicklung angepasst und alle Vorhaben im Internet sowie auf Stadtteilforen öffentlich gemacht. Die Quartiersvereinbarung ist nicht zuletzt Basis für Anträge auf Geld aus Förderprogrammen wie „Stadtumbau Ost“.
Nach diesem Muster könnte im Idealfall auch Nord „gesundschrumpfen“. Vertreter der Wohnungswirtschaft machten schon mehrfach auf öffentlichen Foren in Nord deutlich, dass sie auch für Kannenstieg und Neustädter See gern eine Quartiersvereinbarung abschließen möchten. Darin müsste sich auch die Stadtverwaltung zu konkreten Investitionen bekennen. In den nächsten Monaten soll es konkret werden. Und das ist aus Sicht der Stadtplaner auch dringend notwendig. Denn: „Nord ist weder in der jetzigen Dimension, noch in allen Lagen zukunftssicher“, so der beauftragte Planer Stephan Westermann.

Als Schwächen werden aufgeführt:

In Nord existiert eine Vielzahl uniformer Wohnungen.

Die Schließung des Nordeingangs hebt die Lagegunst durch den Zoo auf.

Nord ist hochgradig überaltert (zweithöchste Altersquotienten nach Reform: (60,8); Kannenstieg 51,5; Neustädter See 55,2; Gesamtstadt: 37,3).

Das Papier zählt ebenso die Stärken auf:

Durch die Lage am Seeufer ergeben sich für Magdeburg einmalige Wohnlagen.

Nord verfügt über eine herausragende Infrastruktur.

Der hohe Anteil an Vielgeschossern erfüllt eine Grundanforderung an altengerechten Wohnraum.

Akzeptierter Wohnstandort: bisher geringer Leerstand, geringe Fluktuation.

Unter dem Strich zeigt sich Planer Westermann optimistisch und schreibt: „Nord bleibt auch langfristig ein wesentlicher Standort des Magdeburger Wohnungsmarktes.“

Magdeburg-Nord war ab 1973 auf früherem Ackerland westlich des Kiessees gebaut worden. Damit entstand dringend benötigter Wohnraum. Bis 1983 wurden hier über das DDR-Wohnungsbauprogramm mehr als 11 000 Neubauwohnungen geschaffen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 07.01.2011)

21.08.2010
Nach monatelangen Vorbereitungen durch die GWA und den Bürgerverein „Nord e.V.“ konnten die Stadtteilbewohner des Neustädter Sees am Sonnabend ihr erstes eigenes Kiezfest feiern. Ein buntes Unterhaltungsprogramm sorgte für Abwechslung bei Jung und Alt.
Kurz nach 11 Uhr war es endlich so weit: Elvira Ferchland und Siegfried B. Kratz vom Sprecherrat der GWA Neustädter See eröffneten das erste Stadtteilfest. Eine Premiere für das Viertel, denn während anderenorts Stadtteilfeste bereits Tradition haben, gab es hier bisher noch nie ein Volksfest vor der Tür.
Auch das Wetter zeigte sich zum ersten „See“-Fest von seiner besten Seite – der „Platz der Begegnung“ war in Sonnenschein getaucht. Allerbeste Voraussetzungen, um nach Lust und Laune feiern zu können. Ein Minifußballfeld vom ALSO-Team, eine rasante Rollenrutschbahn, Ballon- und Dosenwerfen und eine kleine Hüpfburg sorgten für freudige Kinderaugen, während das bunte Unterhaltungsprogramm auf der Bühne für jeden Geschmack etwas bot.
Ob die quirligen Vierbeiner der Hundeschule, Zauberer Alfino mit seinen magischen Händen oder die Tanzeinlagen der Bonanza Linedancer oder der Cheeky Fruits – gute Laune und Applaus allerorten. Der Karatenachwuchs vom Budokanverein stellte eindrucksvoll sein Können mit der Handkante und Fußspitze unter Beweis.
„Es hat zwar einige Anstrengung gekostet, das alles hier auf die Beine zu stellen“, erzählt GWA-Sprecherin Elvira Ferchland erschöpft, jedoch glücklich: „Aber mit der tat kräftigen Hilfe des Bürgervereins ,Nord e.V.‘ sowie von der Stadtteilmanagerin Jessica Zedler ist es uns gelungen, ein tolles Fest zu organisieren.“
Nach dem Open-Air-Kino im vergangenen Jahr sollte diesmal eine eigene Fete für die Bewohner des Neustädter Sees stattfinden. In monatelanger Planungsarbeit mit zahlreichen Zu- und wieder Absagen gelang es der GWA und allen Helfern, das Fest zu organisieren.
So war u. a. auch die Freiwillige Feuerwehr aus Rothensee mit einem Einsatzwagen vor Ort, der von den Kindern sofort in Beschlag genommen wurde, genau wie ein kleiner Kremser, der gemächlich durch das Viertel zuckelte.
Zum Abend hin füllte sich der ehemalige Festplatz noch weiter und die Party mit DJ Ratzefummel und einem Wolfgang-Petry- Double konnte starten. „Als wir schließlich abbauen wollten, gab es sogar Proteste, weil einige noch weiterfeiern wollten“, wusste Stadtteilmanagerin Zedler zu berichten. Die GWA plant angesichts des Erfolges im kommenden Sommer nun sogar ein eigenes Kinderfest. Von Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 24.08.2010)

Montag, der 09.08.2010
Hat die GWA Kannenstieg noch eine Zukunft?

Bürger, Vereine und Einrichtungen sind zum ersten Treffen der Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg eingeladen. Diese ist für den 9. August, 16 Uhr, in den Räumen des Begegnungszentrums der Euro-Schulen an der Johannes-R.-Becher-Straße geplant, teilte Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord mit.
Eines der Hauptthemen wird erneut die Zukunft der Stadtteil-Arbeitsgruppe selbst sein. Diese ist wegen zu geringer Bürgerbeteiligung ungewiss. „Wir können nur noch bis zur letzten Sitzung des Jahres am 8. November massiv unterstützen, dann könnte es sein, dass für die GWA Kannenstieg das Licht ausgeht“, sagte Karina Ferchland, Vorsitzende des Bürgervereins Nord. „Ohne Bürger macht die GWA nicht wirklich Sinn, darum wollen wir möglichst viele neue Interessierte gewinnen“, sagte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Bürgerverein und Stadteilmanagement hatten in den vergangenen Wochen eine Rettungsaktion angeschoben und unter anderem Anfang Juli einen Aktionstag am Hanns-Eisler-Platz veranstaltet. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 29.07.2010)

26.06.2010
Stadt will Bürgerengagement in Kannenstieg und Neustädter See beispielhaft fördern
Der Umbau eines ungenutzten Schulgebäudes zum Stadtteiltreff, der Ausbau des Rundweges um den Neustädter See und die Modernisierung des Strandbades sind einige der größten Bauprojekte in Magdeburg-Nord für die kommenden Jahre. Im Rahmen des Stadtteilförderprogramms „Soziale Stadt“ sollen auch Sozialprojekte für Langzeitarbeitlose fortgeführt werden. Mit einem Stadtteilfonds für Kleinstinvestitionen will die Stadt Bürgerengagement fördern.
Auf einem Bürgerforum in der Grundschule „Am Kannenstieg“ steckten Magdeburgs Baubeigeordneter Dieter Scheidemann und die beauftragten Planer vom Büro „WohnBund-Beratung Dessau“ in dieser Woche die nächsten Ziele des bis zum Jahr 2020 ausgelegten Stadtteilentwicklungsprogramms für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See ab.
Mit welchem Tempo in Bauprojekte und Soziales weiter investiert werden kann, hängt aber vor allem von der finanziellen Ausstattung des Förderprogramms mit dem Titel „Soziale Stadt“ ab, in das Bund, Land und Stadt je zu einem Drittel einzahlen. Wie in der Volksstimme bereits berichtet, muss die Stadt aufgrund von Sparmaßnahmen mit einem Rückgang der Städtebauförderung rechnen. Eine Unwägbarkeit, die auch der Baubeigeordnete an den Anfang des Forums stellte, das die Bürger aus Nord – nur etwa 20 waren gekommen – von neuen Ideen für Nord begeistern und zum aktiven Mitgestalten animieren sollte. Ein Balanceakt angesichts der finanziellen Aussichten.
Dennoch will die Stadt an dem geplanten „Experiment“ eines Bürger- bzw. Stadtteilfonds festhalten, um das Bürgerengagement und ein „Wir-Gefühl“ in Nord zu fördern. Kleinere Investitionen bis zu 1000 Euro sollen damit möglich werden. Die Mittel sollen weitgehend „in Selbstverwaltung“ durch die Bewohner und Vereine vor Ort vergeben werden. Wobei das Stadtteilmanagement, die Gemeinwesenarbeitsgruppen und das Stadtplanungsamt intervenieren könnten. Auf den künftig halbjährlichen Stadtteilforen in Nord sollen die entsprechenden Projekte zur Abstimmung gestellt werden.
Ein genaues Konzept werde derzeit erst erarbeitet, Ziel sei ein „unbürokratisches“ Prozedere, sagte Scheidemann. Die „Soziale Stadt“-Mittel dafür habe die Stadt bereits beim Land beantragt.
Pro Jahr sollen möglichst ab 2011 für beide Stadtteile zunächst jeweils 2500 Euro zur Verfügung stehen, bei positiven Erfahrungen später womöglich sogar 5000 Euro, sagte Ronald Redeker vom Stadtplanungsamt. Der Stadtteilfonds könne Ausgaben ermöglichen, die über das Spektrum des bereits seit Jahren vorhandenen Initiativfonds der Gemeinwesenarbeitsgruppen (2560 Euro pro Stadtteil im Jahr) hinausreichten, sagte Monika Schmidt von der WohnBund-Beratung, die den neuen Fonds vorgeschlagen hat. So sollen Kleinstinvestitionen in die bauliche, kulturelle oder soziale Infrastruktur möglich werden. Basis sollen Wünsche und Initiativen von aktiven Bürgern und Vereinen sein.
Mitsprache auch bei größeren Investitionen soll über die Gemeinwesengruppen und die Bürgerforen gesichert werden. So will das Planungsamt demnächst auch die Planungen für die Lindwurmbrücke vorstellen. Deren Rampen sollen voraussichtlich noch in diesem Jahr erneuert werden. Anwohner dringen auf eine behindertengerechte Gestaltung. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 26.06.2010)

Ausgewählte Projekte in Nord

  • Gehwegsanierung Helene-Weigel- und Pablo-Picasso-Straße

  • Umbau eines leeren Schulgebäudes an der Pablo-Neruda-Straße zum Stadtteiltreff mit Einbeziehung des Kinder- und Jugendhauses „Oase“ (derzeit Im Brunnenhof)

  • Erneuerung der Aufgänge zur Lindwurmbrücke

  • Konzeption für ein „Kinderzentrum Kannenstieg“ an der Pablo-Picasso-Straße mit Grundschule, Hort, Verkehrszentrum (inkl. Verlagerung des Verkehrsübungsplatzes von der Hans-Grundig-Straße), Planetarium und Kinderfilmstudio

  • Wohnumfeldgestaltung Quartier V.-Jara-Straße

Pilotprojekt für den Norden Magdeburgs aufgelegt - Stadt will Sozialarbeit effektiv machen
Die Stadt will in den kommenden Jahren die Sozialarbeit in den Stadtteilen effektiver gestalten. Mit dem Pilotprojekt „Integrierte Sozialarbeit in der Sozialregion Nord“ sollen bis 2012 die Basisdaten dafür gewonnen werden.
Magdeburg ist, wie fast alle großen Kommunen, knapp bei Kasse, folglich muss jeder Euro „zweimal umgedreht“ und vor allem effektiv eingesetzt werden. Das haben die Stadträte im vergangenen Jahr im Rahmen eines Beschlusses auch für den Sozialbereich gefordert.
Darauf hat die Verwaltung, speziell das Sozialdezernat, reagiert und ein Pilotprojekt erarbeitet. „Integrierte Sozialarbeit“ ist der Titel, und Magdeburgs Sozialregion Nord soll das Versuchsfeld werden.
Mit dem Projekt will die Stadt, so der Plan, zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen soll analysiert werden, ob die zur Verfügung stehenden Gelder auch effektiv eingesetzt werden, zum anderen will man auf die veränderte soziale Situation in den Stadtteilen reagieren.
Als Erstes soll der Ist-Zustand in Sachen Sozialarbeit aufgelistet werden. Dazu wird der Bestand aller zur Verfügung stehenden Beratungs- und Hilfsangebote ermittelt und deren Qualität bewertet. Gleichzeitig wird der Bedarf nach Sozialarbeit analysiert. Schon jetzt weiß man im Sozialdezernat, dass dieser Bedarf in den Stadtteilen unterschiedlich ist. In einem dritten Schritt dann wird eine sogenannte Infrastruktur der Sozialarbeit für die Sozialregion Nord festgelegt. Das heißt, für alle Bedarfsbereiche gibt es dann ein Netzwerk aus Angeboten, was nicht benötigt wird, ist herausgefiltert, die Gelder sind effektiv eingesetzt und soziale Benachteiligungen sind ausgeglichen.
Auf diesem Weg dahin will die Stadt mit allen für Sozialarbeit relevanten Gruppen und Einrichtungen zusammenarbeiten und sie in das Projekt mit einbeziehen. Das heißt, es wird Arbeitsgruppen geben, in denen Sozialverbände ebenso mitarbeiten, wie etwa das ARGE-Jobcenter und das städtische Sozialamt. Gleichzeitig will man auch versuchen, die Betroffenen selbst in das Projekt mit einzubeziehen. Denn speziell die Lebenslagen von Alleinerziehenden und deren Kindern, jungen Menschen unter 25 Jahren, Erwachsenen über 55 Jahren, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderungen sollen verbessert werden.
Neben den Praktikern zieht die Stadt bei diesem Projekt auch die Wissenschaft mit zu Rate. Die entsprechenden Sozial-Fakultäten von Uni und Hochschule sollen ebenfalls in den Arbeits- und Planungsgruppen und bei der Ausarbeitung von Analysen und Konzepten mitarbeiten.
Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning verspricht sich von dem Projekt grundsätzliche Erkenntnisse, die dann auf alle Stadtteile umgesetzt werden können. Dabei solle es aber nicht nur um den rein finanziellen Aspekt gehen, sondern vor allem auch darum, über eine zielgerichtete und effektive Sozialarbeit die Teilnahme sozialbenachteiligter Menschen am gesellschaftlichen Leben der Stadt zu verbessern und den verschiedenen Armutsgefahren entgegenzuwirken.
Grundsätzlich ist der Stadtrat mit dem Projekt einverstanden, Kritik kam allerdings von den Grünen. Die Sozialregion Nord, immerhin zehn Stadtteile, sei zu groß für ein derartiges Pilotprojekt und man befürchtet, so Stadtrat Thorsten Giefers, dass die Zeit bis 2012 für eine umfassende Analyse nicht ausreichen werde.
Kosten darf das Projekt der Stadt übrigens nichts. Um eine „Kostenneutralität“ zu erreichen, wurde das Sozialdezernat dazu verdonnert, Bundes- und Europa-Fördermitteltöpfe anzuzapfen.
 
Angemerkt
Effektive Sozialarbeit, natürlich, die gibt es, immer dann nämlich, wenn hilft. Effizient, also wirtschaftlich, ist Sozialarbeit wohl nie, denn wie soll sich der wirtschaftliche Nutzen von Sozialarbeit schlüssig messen lassen. Die Sozialwissenschaften gehen da von aus, dass sich Sozialarbeit und Wirtschaftlichkeit gegenseitig ausschließen Die Prozesse in der Sozialarbeit sind viel zu langfristig, als dass ihre Wirtschaftlichkeit gemessen werden könnte. Und Wirtschaftlichkeit verlangt immer nach Gewinnen, Sozialarbeit aber erzeugt „nur“ ideelle Gewinne, etwa bessere Lebensbedingungen. Den Akteuren des Projektes „Integrierte Sozialarbeit“ zu wünschen, dass sie die Balance halten können zwischen dem Spardruck, den die Stadtkasse von Magdeburg verlangt, und den Erfordernissen einer effektiven Sozialarbeit. Regiert nur der Rotstift, wird das Projekt seinem Ziel nicht gerecht – eine effektive und also hilfreiche Sozialarbeit zu schaffen.
Von Peter Ließmann (Quelle: Volksstimme vom 24.06.2010)

Neue Konzepte für Brennpunkte gesucht
Magdeburger Norden soll soziale Modellregion werden Hintergrund

Neue Konzepte gegen soziale Probleme in Magdeburg verspricht sich der Sozialbeigeordnete Hans-Werner Brüning (Die Linke) von einem Modellprogramm in Magdeburg-Nord. Das „Pilotprojekt Integrierte Sozialarbeit“ will die Stadtverwaltung gemeinsam mit sozialen Trägern und Wohlfahrtsverbänden ab diesem Jahr bis 2012 umsetzen. „Heute sind andere Rezepte gefragt als noch vor fünf Jahren“, sagte Brüning dazu. Hauptgrund sei die Langzeitarbeitslosigkeit.
Der von der Stadt schon 2008 vorgelegte Magdeburger Sozialreport zeigte im Norden soziale Brennpunkte wie Neue Neustadt, Kannenstieg und Neustädter See auf. Nun soll hier modellhaft für die ganze Stadt mit neuen Konzepten möglichst wirkungsvoll gegengesteuert werden. Es sei ein „großes Experiment“, räumt der Beigeordnete ein.
Hauptproblem sei auch in der Sozialregion Nord die Langzeitarbeitslosigkeit mit Folgen wie Bedürftigkeit, Familienproblemen oder sozialer Isolation, sagte Brüning: „Wir wollen den Menschen helfen, sich nicht selbst aufzugeben.“
Ein weiteres großes Thema in Nord sei in diesem Zusammenhang die Überschuldung vieler Haushalte, was auch die Wohnungsunternehmen in Form von Mietrückständen zunehmend zu spüren bekämen. Zugleich steht für Brüning der Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit oben auf der Prioritätenliste.
Probleme, die nicht nur im Norden drängen, aber hier nach Brünings Vorstellung beispielhaft mit neuen Rezepten bekämpft werden sollen. Hintergrund: „Wir haben in Magdeburg 4500 arbeitslose Jugendliche“, zählt Brüning etwa auf, „es gibt 22 000 Bedarfsgemeinschaften nach SGB II, mehr als die Hälfte der Neugeborenen in Magdeburg wird in Bedarfsgemeinschaften nach SGB II geboren.“
Zunächst, so sieht es der vom Sozialdezernat bereits veröffentlichte Programmplan vor, soll nun im Magdeburger Norden mit den Wohlfahrtsverbänden und freien Trägern die soziale Infrastruktur auf den Prüfstand gestellt werden. Jobcenter, Stadtplaner und Wohnungswirtschaft sollen eng einbezogen werden.
Viele gute Ansätze gebe es schon heute. Andere Projekte könnten zielgerichteter ausgelegt werden. Neue Ideen sollen Einzug halten. „Wir wollen die besten Erfahrungen aus der ganzen Stadt bündeln“, sagte Brüning.
Ressort- und Ämtergrenzen dürften keine Schranken mehr bilden. „So kann es sein, dass künftig etwa eine Einrichtung des Jugendamtes Angebote auch für andere Altersklassen macht, wie es ja schon in Magdeburg praktiziert wird“, deutete der Sozialbeigeordnete Hans-Werner Brüning im Volksstimme-Gespräch an.
Auch Einrichtungen der Altenhilfe müssten sich für manche Veränderung öffnen. So seien diese bisher meist an Wochenenden geschlossen, obwohl es auch oder gerade da Bedarf an (generationsübergreifenden) Angeboten, Stadtteilkultur und Begegnungsmöglichkeiten gebe, so ein weiteres Beispiel des Beigeordneten.
Themen wie „Gesundheitsförderung und Ernährungsberatung für benachteiligte Menschen“ sind ebenfalls im Handlungsplan des Sozialdezernats erfasst.
Bei allem, so der feste Wille der Stadtverwaltung, dürfe aber für den gebeutelten Haushalt keine zusätzliche finanzielle Belastung entstehen. Nicht zuletzt deshalb wolle man bürgerschaftliches Engagement fördern und viel auf Hilfe zur Selbsthilfe setzen.
Die Sozialregion Nord umfasst die Stadtteile Neue Neustadt, Neustädter See , Kannenstieg, Neustädter Feld, Sülzegrund, Großer Silberberg, Rothensee, Industriehafen, Gewerbegebiet Nord, Barleber See.
Ziel ist es, die Lebenslage zu verbessern für Alleinerziehende und deren Kinder, junge Menschen unter 25 Jahren, Erwachsene über 55 Jahre, Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderungen.
Im Stadtrat steht das Pilotprojekt am 27. Mai zur Abstimmung. Der Magdeburger Norden soll per Stadtratsbeschluss zur sozialen Modellregion ausgerufen werden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 20.05.2010)

Mittwoch, der 19.05.2010
Arbeitskreis zur Rettung der GWA-Gruppe Kannenstieg
Das Stadtteilmanagement Kannenstieg/Neustädter See, der Bürgerverein "Nord" und einige aktive Bürgerinnen und Bürger der Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See haben ein gemeinsames Ziel: die ehrenamtliche Arbeitsgruppe der Gemeinwesenarbeit für den Stadtteil Kannenstieg zu retten. Dazu braucht der Arbeitskreis Ihre Unterstützung! Seit dem 22.03.2010 ist die Arbeitsgruppe sprecherlos und steht damit vor vielen zu lösenden Problemen. Am 19.05.2010 findet deshalb um 18.00 Uhr im Begegnungszentrum der EuroSchulen Magdeburg (Joh.-R.-Becher-Str. 56) ein gemeinsamer Arbeitskreis statt, zu dem alle hilfsbereiten Mitstreiter recht herzlich eingeladen sind. Mit freundlichen Grüßen Jessica Zedler,
Stadtteilmanagerin Kannenstieg/Neustädter See

Montag, der 17.05.2010
Vorbereitungstreffen zum Stadtteilfest 2010

Liebe Mitstreiter der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit des Stadtteils Neustädter See,
zur Vorbereitung des Stadtteilfestes 2010 für den Stadtteil Neustädter See findet am 17.05.2010 um 18.00 Uhr im Stadtteilbüro des Stadtteilmanagements Kannenstieg/Neustädter See (Im Brunnenhof 9) ein Vorbereitungstreffen statt. Alle hilfsbereiten Mitstreiter sind dazu herzlich eingeladen.
Mit freundlichen Grüßen Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin Kannenstieg/Neustädter See

31.03.2010
Streit um Zooausbau und die Straße am Vogelgesang
SPD-Ortsverein für Schließung, GWA und Bürgerverein dagegen
Der SPD-Ortsverein Magdeburg-Nord hat sich in der Debatte um die Zooerweiterung für die Schließung der Straße Am Vogelgesang ausgesprochen. Gleichzeitig müsse die Stadt aber durch den Bau eines neuen Fuß- und Radweges am östlichen Rand des Zoogebietes eine Verbindung zwischen der östlichen Neuen Neustadt und dem Neustädter See ermöglichen, fordern die Genossen aus dem Norden.
Ortsvereinschef Marko Ehlebe sagte: „Eine Erweiterung des Zoogeländes und die damit einhergehende tiergerechtere Unterbringung der Dickhäuter ist längst überfällig. Eine dauerhafte Teilung durch eine gering befahrene Straße würde einer nachhaltigen Entwicklung des Zoos entgegenstehen.“
Aus diesem Grund sei auch die Variante einer Fußgängerbrücke „keine Lösung“, weil dadurch „die Trennung der Zooteile manifestiert“ würde. „Es ist offensichtlich, dass auf dem ohnehin knapp bemessenen Gelände eine barrierefreie Brücke nur mit erheblichen Mehrkosten für die Stadt und die Zoologischer Garten Magdeburg gGmbH realisierbar wäre“, sagte Ehlebe.
Eine Umgehungsstraße in Form eines Fuß- und Radweges zu realisieren, der auch für Rettungsfahrzeuge genutzt werden könnte, sei für die Mehrheit der Ortsvereinsmitglieder „ein guter Kompromiss zwischen den Interessen der Anwohner und der Zoobesucher“. Um den Zoo nicht vom Wohngebiet Neustädter See zu trennen, müsse bei einer Schließung der Straße Am Vogelgesang allerdings „die Öffnung eines nördlichen Zoo-Eingangs in Betracht gezogen werden“, sagte Ehlebe.
Die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See und der Bürgerverein Nord hatten in der Vorwoche eine Unterschriftenaktion gegen die Schließung der Straße gestartet (Volksstimme berichtete). Neben Zustimmung zu dieser Initiative äußerten Volksstimme-Leser aus Nord auch Kritik an dem GWA-Engagement.
GWA-Sprecherin Elvira Ferchland steht zu der Aktion. Die GWA bilde seit Jahren als „loser Zusammenschluss von Bürgern“ ein basisdemokratisches Stadtteilgremium, in dem jede Art von sachlicher Meinungsäußerung „ausdrücklich erwünscht“ sei. Von „eskalierendem Verhalten und Interessenvertretung Einzelner“, wie in einem Leserbrief vorgeworfen, könne „nicht die Rede sein“.
Elvira Ferchland stellte klar: „Wir erwarten natürlich nicht nur Gegner, sondern auch Befürworter der Straßenschließung am 14. April auf der Einwohnerversammlung mit dem Oberbürgermeister.“ OB Lutz Trümper will sich an diesem Tag um 17.30 Uhr in der „Zoowelle“ den Bürgerfragen und -meinungen zum Vo gelgesang stellen, bevor der Stadtrat eine Entscheidung fällen muss.
Rückendeckung bekommt die GWA-Sprecherin von Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Sie begleite in neutraler Funktion die GWA. „Seit einer Einwohnerversammlung Ende 2008 und mit zunehmendem Besuch von Bürgern in den Gemeinwesenarbeitssitzungen, die ihr Interesse an der Zukunft der Straße Am Vogelgesang bekundeten, haben alle Teilnehmer der GWA Neustädter See unterschiedliche Möglichkeiten aufgegriffen, um sich dem Thema inhaltlich zu nähern“, so Zedler. „Sowohl schriftlich als auch mündlich gab es einen Austausch mit Stadträten, Ämtern, Bürgern und dem Zoodirektor Dr. Kai Perret.“
Gesamtstädtische Belange würden zwar einbezogen, entscheidend für die GWA seien jedoch „speziell die Auswirkungen für den Stadtteil Neu städter See“: „Dieser stadtteilbezogene Egoismus zur Steigerung der Lebensqualität ist für die Arbeitsgruppe notwendig“, erklärt die Stadtteilmanagerin.
Die Unterschriftensammlung gegen die Schließung der Straße Am Vogelgesang sei ein Ergebnis der GWA mit allen Sitzungsanwesenden am 17. März. „Es konnten in der Sitzung jedoch nur jene Meinungen Be rücksichtigung finden, die bereit waren, ihre Stimme für ihren Stadtteil einzusetzen – unabhängig von der eigenen Auffassung zum Thema“, so Zedler. Auf der Sitzung habe sich „kein Anwesender für die Schließung der Straße Am Vogelgesang und gegen die Unterschriftenaktion ausgesprochen“.
Bei mehrheitlicher Anwesenheit von Befürwortern der Schließung wäre eine Unterschriftensammlung auch nicht zustande gekommen, argumentiert Jessica Zedler. Dass die GWA die getroffene Entscheidung nun offensiv vertrete, könne man der Gruppe nicht zum Vorwurf machen.
„Ich kann in meiner Funktion als Stadtteilmanagerin die beschriebene ,schweigende Mehrheit‘, die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils nur ermutigen, zukünftig den Weg zur GWA zu suchen, damit auch ihre Stimmen bei stadtteilrelevanten Themen Berücksichtigung finden können.“ Als Stadtteilmanagerin freue sie sich „völlig themenlosgelöst über Bürgerengagement und den ehrenamtlichen Einsatz für den Stadtteil“.
Auch der Bürgerverein Nord, der die Unterschriftenkampagne unterstützt, äußerte sich zu dem Thema. Die Aktion gegen die Straßenschließung sei auf der GWA-Sitzung mit den anwesenden Bürgern abgestimmt worden. „Daraus ziehen wir die Schlussfolgerung: Wir handeln nicht im Interesse Einzelner, sondern im Interesse vieler Bürger, Wohnungsunternehmen und Gewerbetreibenden“, sagte die Vereinsvorsitzende Karina Ferchland. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 31.03.2010)

13.08.2009
„Agenda 2020“ sieht in alter Schule neues Stadtteilzentrum
Stabsstellenchef Gottschalk: „Umsetzung schon in den nächsten zwei, drei Jahren“
Die „Oase“ in Nord soll sich weiter ausbreiten. Die Stadt möchte in den nächsten zwei bis drei Jahren in einem Gebäude des Schulkomplexes an der Pablo-Neruda-Straße ein neues Stadtteilzentrum eröffnen und dafür das bisherige Freizeitzentrum „Oase“ Im Brunnenhof aufgeben. Neben dem Ausbau des Seerundweges, der wie bereits berichtet in diesem Jahr beginnen soll, wird damit ein weiteres Großprojekt des gerade vom Stadtrat beschlossenen Stadtteilentwicklungskonzeptes angepackt. Das erfuhren die Besucher eines Stadtteilforums am Dienstagabend in der Grundschule „An der Klosterwuhne“.
Ein klassischer Jugendklub ist die „Oase“ schon lange nicht mehr. Neben dem Freizeittreff für junge Leute des Stadtteils bietet das Haus einer Vielzahl von Interessengruppen und Vereinen ein Zuhause. Stadtteilbüro oder Wechselstube sind nur zwei weitere Nutzer des einstigen DDR-Plattenbaukindergartens, der heute entsprechend schon fast aus allen Nähten platzt.
Viel Raum für Neues wird indes bald der Großschulkomplex mit fünf Unterrichtshäusern an der Pablo-Neruda-Straße bieten. Während sich die Integrierte Gesamtschule „Regine Hildebrandt“ über zwei von Grund auf modernisierte Gebäude und ein neu gestaltetes
Außengelände freut, gingen am anderen Ende mit dem Auszug des Siemensgymnasiums die Lichter gerade aus. Die Grundschule „An der Klosterwuhne“ soll Nachnutzer des besser ausgestatteten ehemaligen Gymnasiums werden. Damit werden zwei Schulen vom Typ „Erfurt“ künftig nicht mehr als Unterrichtsgebäude benötigt.
Was damit geschehen soll, beschäftigt die Anwohner schon lange: „Mit der Sanierung der IGS ,Regine Hildebrandt‘ haben wir wirklich zwei Schmuckstücke bekommen, auch die Außenanlage wurde wunderbar gestaltet“, lobte ein Mieter aus der Nachbarschaft am Dienstagabend auf dem Stadtteilforum in der Grundschule, zu dem Stadtplaner und Ämter eingeladen hatten. Die Frage bleibe allerdings: Was soll aus den anderen Gebäuden werden?
Im ressortübergreifenden Stadtteilentwicklungskonzept für die nächsten zehn Jahre – eine 108-seitige „Agenda 2020“ für Nord – zeigt das Dessauer Planungsbüro „WohnBund-Beratung“ im Ergebnis mehrerer Stadtteilrundgänge und - foren nun eine Anwort auf. Und die trifft auch bei der Stadtverwaltung auf große Gegenliebe: Eines der alten Schulgebäude soll als neues Stadtteilzentrum fungieren.
Dazu werde das Freizeitzentrum „Oase“ aus seinen beengten und ohnehin baulich veralteten Verhältnissen Im Brunnenhof an die Pablo-Neruda-Straße umziehen, sagte Dr. Ingo Gottschalk, Leiter der städtischen Stabsstelle für Jugendhilfe, Sozial- und Gesundheitsplanung: „In den nächsten zwei, drei Jahren soll sich hier sichtbar etwas tun. Die Vorplanung ist noch für dieses Jahr vorgesehen.“ Laut Handlungskonzept soll das Spektrum der „Oase“ um „Angebote für alle Alters- und Nutzungsgruppen im Stadtteil erweitert werden“. Weiter heißt es: „Entstehen soll eine zentrale Begegnungsstätte für den Stadtteil mit Betreuungs-, Bildungs-, Kultur- und Freizeitangeboten für alle Alters- und Bewohnergruppen.“ Für Umbau und Sanierung des Schulgebäudes belaufen sich die geschätzten Kosten auf rund 4,06 Millionen Euro. Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“, das Bund, Land und Kommune zu je einem Drittel f nanzieren, sollen beantragt werden. Doch selbst bei schrittweiser Umsetzung in den kommenden Jahren müssten sicher für eine Kofnanzierung noch Partner gefunden werden, geben die Planerinnen zu bedenken.
Derweil stehen laut Gottschalk für das zweite ungenutzte Schulgebäude die Zeichen auf Abriss.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.08.2009)



Auf einem Stadtteilrundgang diskutierten Anwohner bereits im Februar über die Zukunft des Schulkomplexes an der Pablo-Neruda-Straße. Die Idee eines Stadtteilzentrums soll zügig umgesetzt werden. Foto: R. Richter

Beschlussvorlage Stadt - DS0132/09
Integriertes Handlungskonzept als Grundlage einer integrierten Stadtteilentwicklung in den
Stadtteilen Kannenstieg und Neustädter See im Rahmen des Förderprogramms "Förderung
von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt"

INTEGRIERTES HANDLUNGSKONZEPT Magdeburg Kannenstieg-Neustädter See
DS0132/09 - Anlage 1: Integriertes Handlungskonzept Kannenstieg / Neustädter See

Maßnahmen des Stadtteilkonzepts (ausgewählte Vorschläge)

  • Stadtteiltreff Neustädter See in einem leeren Gebäude des Schulkomplexes

  • Öffnung und Neugestaltung des Schulgeländes im Kannenstieg

  • Quartiersvereinbarung zwischen Stadt und Wohnungsunternehmen sowie Wohlfahrtsverbänden und sozialen Einrichtungen

  • Sozialkaufladen als Weiterentwicklung bestehender Einrichtungen wie Wechselstube oder „Umsonstladen“

  • Patenschaften für Ausbildung zwischen Unternehmen und Schulen

  • Standortmanagement für Einkaufszentrum Neustädter Platz

  • Bürgerbus (Kleinbus mit Fahrplan oder als Rufbus) zur Herstellung einer öffentlichen Verkehrsverbindung von Magdeburg-Nord zum Gewerbegebiet und Kino Pfahlberg sowie zur Anbindung der Peripherie der beiden Stadtteile an den öffentlichen Nahverkehr

  • Rundweg um den Neustädter See und Weiterentwicklung des Naherholungsgebiets

  • Grünachse zwischen Kannenstieg und Neustädter See

  • Qualifizierung des Fuß- und Radwegenetzes

Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 25.06.2009)

24.02.2009
Nach einem Bürgerforum im Januar und zwei Stadtteilrundgängen Anfang Februar mit Anwohnern stellte Birgit Schmidt vom Büro WohnBund-Beratung Dessau am Dienstagabend ihre Vorschläge für ein Stadtteilentwicklungskonzept bis 2020 in der Grundschule „Am Kannenstieg“ öffentlich vor. Das Zukunftspapier mit baulichen und sozialen Projekten soll durch den Stadtrat beschlossen werden und künftig Grundlage für Förderanträge sein.
Die Reden amerikanischer Präsidenten haben zuweilen etwas, was Vorträge hiesiger Stadtplaner normalerweise nicht haben: Sie sind besonders aufrüttelnd, mitreißend, packen die Zuhörer auch schon mal bei der Ehre. „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann, sondern was ihr für euer Land tun könnt“, beschwor John F. Kennedy 1961 in der Antrittsrede als US-Präident seine Landsleute.
„Fragen Sie nicht, was die Stadt für Sie tun kann, sondern was Sie für Ihren Stadtteil tun können!“ Euphorischer Jubel brach nun nicht gleich aus nach der Rede mit abgewandeltem Kennedy-Zitat von Stadtplanerin Birgit Schmidt über das „Integrierte Handlungskonzept“ für Nord. Aber die rund 80 Magdeburger in der Aula der Grundschule „Am Kannenstieg“ horchten zumindest kurz auf. Wer weiß: Vielleicht geht dieser 24. Februar 2009 ja auch noch irgendwie in die Geschichte des Magdeburger Nordens ein ...
Die Anwohner wurden am Dienstag erneut um ihre Meinungen zur Stadtteilentwicklung und zu den Iden der Planer gebeten. EineVeranstaltung unter dem Motto „Wünsch Dir was“ könne der Abend jedoch nicht werden, sagte Birgit Schmidt gleich am Anfang.
Das ließ Michael Schneider, Lehrer und Leiter des städtischen Verkehrssicherheitszentrums für Schüler, das Teil des Kinderzentrums Kannenstieg mit Grundschule, Hort, Kinderflmstudio und Planetarium ist, nicht gelten: „Ich bin schließlich mit der Sendung ,Wünsch Dir was‘ im Fernsehen groß geworden.“ Deshalb ließ er von seinem Wunsch an die Stadtplaner auch nicht ab: Der Verkehrsübungsplatz, derzeit fernab der Schule an der Hans-Grundig-Straße/Magdeburger Ring gelegen, soll „umziehen“, und zwar auf die Freifäche des abgerissenen Gymnasiums direkt neben der Schule. Grundschulleiterin Cornelia Schade erneuerte, die versammelte Lehrerschaft im Rücken, den Wunsch nach einer Sanierung des Gebäudes und der Außenanlagen.
Den Wunsch nach mehr Blumen im Vorgarten seines Wohnblocks, den ein Anwohner äußerte, kann sich der „Kannenstiegler“ mit seinen Nachbarn aber wohl nur selbst erfüllen: „Früher war der Kannenstieg ein blühender Stadtteil, entlang der Johannes-R.-Becher-Straße standen viele Rosen in den Vorgärten.“
Für Stadtplanerin Birgit Schmidt schloss sich spätestens hier der Kreis zu ihrer Begrüßungsrede. Ihre These: Die Zukunft des Kannenstiegs hängt nicht allein von öffentlichen Investitionen, sondern stark auch vom Engagement der Bewohner selbst ab.
Beispiel: Die Wohnungsunternehmen oder auch die Stadt seien sicher bereit, Grünflächen für Bewohner als selbst bewirtschaftete Hausgärten zur Verfügung zu stellen. Kommt es bald zu einer Aktion „Blühender Kannenstieg“ gemäß dem Motto des Abends „Fragen Sie ... was Sie für Ihren Stadtteil tun können“?
Es wäre eine Aktion, die ein neuer „Bürgerverein Magdeburg-Nord“ initiieren könnte, für den sich auf Anregung von Planerin Birgit Schmidt spontan fünf Gründungsmitglieder meldeten (sieben werden allerdings rechtlich benötigt). Damit ließen sich auch andere wichtige Ziele anpacken: Nachbarschaftshilfe, Miteinander der Generationen oder Projekte für die und mit der lokalen Wirtschaft (z. B. Standortwerbung, Ausbildungspaten für Schüler).
Ein Bürgerverein wäre nicht nur aus Sicht von Planerin Birgit Schmidt wichtig für eine erfolgreiche Stadtteilentwicklung: vom reinen Wohngebiet, hin zum lebendigen Stadtteil. Auch Magdeburgs Baubeigeordneter Dieter Scheidemann begrüßte den Vorschlag und verwies auf das Beispiel Rothensee mit der Interessengemeinschaft Rothenseer Bürger. In dem Verein würden die Probleme und Ideen gesammelt, Stadt und Verein hätten jeweils feste Ansprechpartner. So sei auch der Bau eines spendenf - nanzierten Spielplatzes möglich geworden.
In Nord müssten aus Sicht von Stadtplanerin Schmidt u. a. auch diese Projekte angepackt werden: Gestaltung offener Schulhöfe, Sanierung der Kitas „Bummi“ und „Schlupfwinkel“, ein Stadtteiltreff für Neustädter See in einem ehemaligen Schulgebäude, der Ausbau des Rundwegs um den Neustädter See und die Weiterentwicklung des Sees als Freizeitstandort, Sanierung von Fuß- und Radwegen, Schaffung von Sportangeboten (z.B. Bewegungspfad für Senioren oder Basketballplatz für Jugendliche) und Maßnahmen zur Lärmminderung an der Tangente.
Bevor das Konzept fertiggeschrieben wird und in den Stadtrat geht, stehen Abstimmungen mit Ämtern und noch im März eine dritte Bürgerversammlung an (Termin wird noch bekannt gegeben).
Ein Teilnehmer der vorangegangenen Stadtteilspaziergänge lobte die Planerin: „Fast alle Meinungen und Anregungen fnden sich in ihrem Konzept wieder. Sie haben uns sehr gut zugehört. Nun kommt es darauf an, dass die Stadt nach dem Konzept handelt und es mit Leben erfüllt.“ Der Mann fügte an: „Und natürlich die Bürger.“ Denn wie hatte Birgit Schmidt gesagt: „Fragen Sie nicht, was die Stadt tun kann ...“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 27.02.2009)



Auf dem Schulhof in der Pablo-Neruda-Straße berieten Anwohner und Stadtplaner Anfang des Monats über Gestaltungsmöglichkeiten. Planerin Birgit Schmidt schlägt nun vor, einen Stadtteiltreff in einem leeren Schulgebäude einzurichten. Foto: R. Richter

Dienstag, der 24. Februar 2009
Einladung zum zweiten Stadtteilforum Kannenstieg/Neustädter See
Sehr geehrte Damen und Herren,
für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See wird seit November 2008 im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. Die Zwischenergebnisse sollen mit verschiedenen Institutionen sowie den Bürgerinnen und Bürgern der Stadtteile öffentlich diskutiert werden.
Dazu möchten das Stadtplanungsamt und wir Sie zum zweiten Stadtteilforum am Dienstag, den 24.Februar 2009, von 18 bis 20 Uhr in die Grundschule Kannenstieg in der Pablo-Picasso-Str. 20 einladen.
Dort wird das mit der Erarbeitung des Konzeptes beauftragte Büro WohnBund-Beratung Dessau seine Vorschläge für die Entwicklungsziele, Handlungsschwerpunkte und Maßnahmen vorstellen. Diesen Arbeitsstand möchten wir mit Ihnen diskutieren, um Ihre Hinweise und Ideen in die weitere Bearbeitung aufnehmen zu können. Wir möchten Sie zur Teilnahme ermuntern und freuen uns auf eine angeregte Diskussion. Mit freundlichen Grüßen Birgit Schmidt, WohnBund-Beratung Dessau
Die Grundschule Kannenstieg lädt alle interessierten Bewohner und Teilnehmer des Forums ein, vorab das Planetarium in der Grundschule zu besichtigen. Ab 17 Uhr bis zum Beginn des Forums um 18 Uhr ist am 24.02.09 das Planetarium für Besucher geöffnet.

10.02.2009
Zukunftsideen für Nord gesucht
Gestern erster Stadtteilspaziergang am Neustädter See - 50 „Stadtplaner“ auf Tour

Auf einen Stadtteilrundgang mit Stadtplanern haben sich gestern rund 50 Teilnehmer im Wohngebiet am Neustädter See begeben. Stationen waren u.a. der Innenhof der Lumumbastraße, der Schulkomplex und der Festplatz an der Salvador-Allende-Straße. Die Planer sammeln Ideen für die Stadtteilentwicklung bis 2020.
Ob Seniorenwohnanlage, Eigenheimsiedlung oder Fitnessparcours für Senioren unter freiem Himmel – spontane Einfälle hatte so mancher Teilnehmer des Rundgangs für den Schulkomplex an der Pablo-Neruda-Straße.
Klar ist, dass neben der Integrierten Gesamtschule „Regine Hildebrandt“, deren Gebäude zurzeit saniert werden, nur noch die Grundschule „An der Klosterwuhne“ Bestand haben wird, das Siemensgymnasium zieht in die Alte Neustadt. Was soll aus den übrigens Schulgebäuden aus den 1970er Jahren werden? Abriss, lautete gestern die einhellige Antwort der Anwohner. Wobei für die Grundschule ein Umzug ins jetzige Haus des Siemensgymnasiums gefordert wurde, da dieses Gebäude teilweise schon modernisiert worden sei.
Bliebe zwischen „Hildebrandts“ und Grundschule eine gewaltige Brachf äche, der es aus Sicht der Planer neues Leben einzuhauchen gilt. „Auf dem Areal gab es früher Gärn, die könnte man wieder anlegen“, so die Anregung eines Anwohners. Die traf angesichts zahlreicher Gartensparten im Umkreis und deren Sorgen, alle Parzellen zu verpachten, auf Widerspruch in der Runde.
Unwidersprochen blieb eine Station weiter hingegen die geäußerte Meinung, die 2008 abgeschlossene Neugestaltung des Festplatzes sei gelungen. Vor allem von Mietern des angrenzenden Hochhauses gibt es jedoch Vorbehalte gegen den Kiosk am Rande des Platzes.
Planerin Birgit Schmidt, WohnBUND-Beratung Dessau, notierte alles genau. Ihr Büro hat von der Stadt den Auftrag erhalten, in Zusammenarbeit mit dem Magdeburger Architekturbüro Otto ein neues Stadtteilentwicklungskonzept bis 2020 für die Stadtteile Neustädter See und Kannenstieg zu erarbeiten. Auf dessen Grundlage sollen Bauvorhaben und soziale Projekte geplant und Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“ beantragt werden.
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, für beide Viertel zuständig, freute sich über die Resonanz: „Schön, dass so viele mitgekommen sind, um sich einzubringen.“
Heute gibt es die Fortsetzung im Kannenstieg. Hier laden Planerin Birgit Schmidt und Vertreter des Stadtplanungsamtes am Nachmittag zum Rundgang ein. Treffpunkt ist um 15 Uhr die Lindwurmbrücke bzw. um 16 Uhr die Bus-Endhaltestelle. Anschließend besteht gegen 17 Uhr die Möglichkeit, gemeinsam im Bürgerhaus Kannenstieg in der Johannes-R.-Becher-Straße 57 den Stadtteilspaziergang auszuwerten und ausklingen zu lassen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 10.02.2009)

Dicht umringt von Bewohnern des Stadtteils Neustädter See: Planerin Birgit Schmidt nimmt gestern Nachmittag auf dem Festplatz an der Salvador-Allende-Straße die Bürgermeinungen auf. Foto: R. Richter

Einladung zu einem geführten Spaziergang durch den Stadtteil Neustädter See am 09.02.2009
Was muss sich in Nord ändern? Stadtteilrundgänge: Planer laden ein
Für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See wird seit November 2008 im Zuge des Förderprogramms „Soziale Stadt“ ein Stadtteilentwicklungskonzept bis 2020 entwickelt. Dabei möchten die Stadt und die beauftragten Planerinnen Birgit Schmidt und Monika Schulte den Stadtteilbewohnern Gelegenheit zur Mitwirkung gegeben.
Erste Zwischenergebnisse wurden bereits während eines Stadtteilforums am 13. Januar mit verschiedenen Institutionen sowie Bewohnern der Stadtteile öffentlich diskutiert (Volksstimme berichtete). Um den bisherigen Arbeitsstand vorzustellen, Hinweise und Ideen in die weitere Bearbeitung aufnehmen zu können, laden die Planer nun zu geführten Spaziergängen durch die Stadtteile ein. Das neue Stadtteilkonzept, (Fachbezeichnung: Integriertes Handlungskonzept) soll die Stadtteilentwicklungspläne für Kannenstieg und Neustädter See von 1998 ersetzen. Es wird nach Fertigstellung dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden und als Grundlage für die Fördermittelanträge der kommenden Jahre dienen. Das von der Landeshauptstadt Magdeburg mit der Erarbeitung des Konzeptes beauftragte Büro WohnBund-Beratung Dessau und das Stadtplanungsamt erwarten die Interessierten am 9. Februar (Stadtteilspaziergang Neustädter See) um 15 Uhr am Märchenbrunnen auf dem Neustädter Platz und später Hinzukommende um 16 Uhr am Werner-von-Siemens-Gymnasium. Anschließend (gegen 17 Uhr) besteht die Möglichkeit, gemeinsam im Jugendfreizeitzentrum „Oase“, Im Brunnenhof 9, den Spaziergang auszuwerten und ausklingen zu lassen.
Interessierte des Stadtteils Kannenstieg erwarten die Planer am 10. Februar um 15 Uhr auf der Lindwurmbrücke und später Hinzukommende um 16 Uhr an der Bus-Endhaltestelle. Anschließend (gegen 17 Uhr) besteht die Möglichkeit, gemeinsam im Bürgerhaus Kannenstieg, Johannes-R.-Becher-Str. 57, den Spaziergang auszuwerten und ausklingen zu lassen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 05.02.2009)

29.01.2009
Liebe Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Neustädter See,
für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See wird seit November 2008 im Zuge des Förderprogramms Soziale Stadt ein Integriertes Handlungskonzept erarbeitet. Dabei wird den Bewohnerinnen und Bewohnern Gelegenheit zur Mitwirkung gegeben. Erste Zwischenergebnisse wurden bereits in einem Stadtteilforum am 13. Januar 2009 mit verschiedenen Institutionen sowie den Bürgerinnen und Bürgern der Stadtteile öffentlich diskutiert.
Um Ihnen den bisherigen Arbeitsstand vorzustellen und Ihre Hinweise und Ideen in die weitere Bearbeitung aufnehmen zu können, möchten wir Sie, liebe Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Neustädter See, zu einem geführten Spaziergang durch Ihren Stadtteil einladen. Das von der Landeshauptstadt Magdeburg mit der Erarbeitung des Konzeptes beauftragte Büro WohnBund-Beratung Dessau und das Stadtplanungsamt erwarten Sie am 09. Februar 2009 um 15 Uhr am Märchenbrunnen auf dem Neustädter Platz und später Hinzukommende um 16 Uhr am Werner-von-Siemens-Gymnasium.
Anschließend (gegen 17 Uhr) besteht die Möglichkeit, gemeinsam in der KJFE Oase, Brunnenhof 9, den Spaziergang auszuwerten und ausklingen zu lassen. Wir möchten Sie zur Teilnahme ermuntern und freuen uns auf eine angeregte Diskussion. Vielen Dank! Mit freundlichen Grüßen
Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin Kannenstieg/Neustädter See

23.01.2009
Stadtteilfest am Neustädter See steht zur Debatte
GWA-Mitglieder wollen nicht länger „Alleinunterhalter“ sein

Die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See und Stadtteilmanagerin Jessica Zedler starten einen großen Aufruf an alle Bewohner des Stadtteils. „Da in den vergangenen zwei Jahren jeweils ein großes Stadtteilfest für die Bewohner initiiert wurde, kam in einer gemeinsamen Sitzung die Frage auf, ob diese Veranstaltung auch im Jahr 2009 von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils überhaupt gewünscht ist“, so Jessica Zedler gestern. „Es sind alle Anwohnerinnen und Anwohner des Neustädter Sees gefragt, ob sie Ideen und Vorschläge haben, welches kulturelle Highlight im Jahr 2009 gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern geplant werden soll.“
Natürlich könne in diesem Jahr wieder ein Stadtteilfest veranstaltet werden. „Allerdings“, so die Stadtteilmanagerin weiter, „ist es uns als Arbeitsgruppe Gemeinwesen sehr wichtig, auch tatsächlich die Wünsche der Bewohner zu erfahren und uns dafür einzusetzen. Wir bitten also die gesamte Anwohnerschaft um Mithilfe! Jeder ist gefragt.“
Alle Vorschläge, Ideen und Anregungen können bis zum 27. Februar an folgende Adresse gesendet werden: Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin Kannenstieg/Neustädter See, Internationaler Bund, Im Brunnenhof 9, 39126 Magdeburg. „Die Ideen und Vorschläge werden im Stadtteilbüro gesammelt und in unserer nächsten GWA-Sitzung am 4. März um 16 Uhr in der KJFE ,Oase‘, Im Brunnenhof 9, auf mögliche Realisierung besprochen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind recht herzlich eingeladen, an diesem Treffen teilzunehmen und sich aktiv an der Planung 2009 zu beteiligen“, sagte Jessica Zedler. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 23.01.2009)

27.03.2008
Stadtteilmanagerin lädt zur Sprechstunde

Ab dem 1. April bietet Stadtteilmanagerin Jessica Zedler Bürgersprechstunden im Kannenstieg und am Neustädter See an. Jeden Dienstag von 13 bis 18.30 Uhr ist sie im Bürgerhaus Kannenstieg, Johannes-R.-Becher-Straße 57, anzutreffen. Donnerstags von 13 bis 18.30 Uhr können interessierte Stadtteilbewohner die Stadtteilmanagerin im Kinder- und Jugendfreizeitzentrum „Oase“, Im Brunnenhof 9, erreichen. Sowohl die erste Sprechstunde im Kannenstieg am 1. April als auch die erste Sprechstunde am Neustädter See am 3. April sollen zu besonderen Ereignissen werden. „Um 13 Uhr an beiden Tagen werde ich einige Worte zum Stadtteilmanagement in Magdeburg-Nord sagen und dann zu einem kleinen gemeinsamen Snack einladen. Ich freue mich auf viele interessierte Bürger und Bürgerinnen, um ins Gespräch zu kommen“, sagt Jessica Zedler.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 27.03.2008)

13.02.2008
Sie ist die Stadtteilmanagerin für Nord - Jessica Zedler (26) tritt für Kannenstieg und Neustädter See an

Das Stadtplanungsamt und der Internationale Bund haben am Montag die Magdeburgerin Jessica Zedler als Stadtteilmanagerin für Kannenstieg und Neustädter See vorgestellt.
Die 26-jährige Erziehungswissenschaftlerin trat ihre Stelle bereits am 1. Februar an. „Die beiden Stadtteile kenne ich gut, denn ich habe selbst viele Jahre im Norden Magdeburgs gelebt. Ich freue mich auf die neue Herausforderung“, sagt Jessica Zedler.
Der See als Freizeit- und Erholungsgebiet ist zweifellos ein Pfund, mit dem Nord künftig aus Sicht der Stadtteilmanagerin noch stärker wuchern muss. Doch Abwanderung, hoher Altersdurchschnitt, Arbeitslosigkeit – das sind andererseits auch hier die Probleme. Dazu sorgte das Stadtgebiet jüngst mit den Silvesterkrawallen Jugendlicher auf dem Neustädter Platz für Negativ-Schlagzeilen. Die Verschmutzung des Seeufers und der Halbinsel sind „Dauerbrenner“, die Promenade macht mit der beschmierten Mauer keinen guten Eindruck.
Im Nachbarstadtteil Kannenstieg gibt es seit Jahren Ärger mit Jugendlichen am Freilufttreff „Rodelberg“.
Beim Stadtumbau kam durch punktuelle Abrisse und stadtweit beachtete Umbauprojekte der Wohnungsunternehmen das Wohngebiet Kannenstieg in den vergangenen Jahren bereits weit voran. Östlich der Tangente im Stadtteil Neustädter See stehen erst jetzt die ersten Abrissprojekte an, aktuell an der Ziolkowskistraße (Abriss des Hochhauses) oder mit dem Zehngeschosser demnächst Im Brunnenhof. Wobei die Wohnungen mit Seeblick längst aufwändig saniert und nach wie vor die gefragtesten so genannten Neubauwohnungen in Magdeburg sind.
Nach einer Förderpause soll die Entwicklung des Stadtgebiets Kannenstieg/Neustädter See bis 2015 weiter durch das von Bund, Land und Kommune finanzierte Programm „Soziale Stadt“ vorangetrieben werden. Das ermöglicht sowohl Umbauprojekte wie derzeit auf dem Festplatz an der Salvador-Allende-Straße, als auch so genannte nicht investive Maßnahmen wie das Stadtteilmanagement. Dafür bekam der Internationale Bund als Träger den Zuschlag, Jessica Zedler erhielt als Bewerberin die Stelle als Stadtteilmanagerin.
„Ich muss aus all den Mosaiksteinchen ein Bild zusammensetzen.“ So beschreibt sie ihre Aufgabe. Sie sieht sich als Mittlerin zwischen Ämtern, Wohnungsunternehmen und Bürgern, zwischen sozialen Einrichtungen und ehrenamtlich engagierten Bewohnern, wie sie zum Beispiel in den regen Arbeitsgruppen für Gemeinwesenarbeit anzutreffen sind. „Diese Arbeit will ich unterstützen, dazu nach Möglichkeit auch die zugegeben recht spärlich vertretene Wirtschaft des Stadtteils mit heranziehen.“
Die Stadt plant außerdem zwei Beschäftigungsprojekte für Langzeitarbeitslose in Nord, die von der Stadtteilmanagerin begleitet werden sollen.
Ansonsten geht Jessica Zedler mit wachem Blick und großer Neugier durch das Viertel: „Ich will zunächst die Akteure vor Ort kennen lernen, von ihnen und den Bürgern hören, welche Probleme es gibt.“ Dazu soll auch die Bürgersprechstunde dienen, die ab März im Stadtteilbüro angeboten wird, zu finden im Freizeitzentrum „Oase“, Im Brunnenhof. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.02.2008)