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Stadtteilbüro Kannenstieg / Neustädter See

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Ansprechpartner

Stadtteilmanagerin
Frau
Jessica Zedler
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Anschrift
Stadtteilbüro
Kannenstieg /
Neustädter See
Im Brunnenhof 9
39126 Magdeburg
Telefon: 0391 / 2 88 60 44
Handy:
0151 / 54 99 47 20
EMail:
jessica.zedler@internationaler-bund.de
Sprechzeiten
Stadtteilzentrum Oase
Im Brunnenhof 9
Donnerstags, 13 bis 18.30 Uhr
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Bitte
klicken Sie zur Vollansicht auf die Stadtkarte.
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der MVB
MVB-Abfahrtszeiten
(Krähenstieg
oder Neustädter Platz eingeben)
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der Deutsche Bahn
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Zentraler
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Taxiruf:
73 73 73 oder
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56 56 |

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Stadtteilfonds für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See
Das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" räumt die Möglichkeit ein,
einen Fonds einzurichten, durch den kleine Projekte im Rahmen der Ausrichtung
des Programms gefördert werden können. Für die Stadtteile Kannenstieg und
Neustädter See wurde im Integrierten Handlungskonzept Verfügungsfonds für beide
Stadtteile vorgeschlagen, die in Ergänzung zu den bestehenden Initiativfonds
Gemeinwesenarbeit (GWA) die Entwicklung und Umsetzung von bürgerschaftlich
getragenen Projekten und Maßnahmen unterstützen
sollen.
(siehe Nachricht vom 19.07.2011)
Förderrichtlinie über die Zuwendung aus dem Stadtteilfonds der Stadtteile
Kannenstieg und Neustädter See

Antrag auf Förderung aus dem Stadtteilfonds für die Stadtteile Kannenstieg und
Neustädter See

Aktuelles aus dem Stadtteilbüro
Gemeinsamer Aufruf zur
Unterschriftensammlung!
Wir Bürger schließen uns den GWA´s Kannenstieg und Neustädter See sowie dem
Bürgerverein „Nord e.V.“ an und fordern die ganzjährige Öffnung des Nordeingangs
unseres Zoos mit der Möglichkeit des Kartenerwerbs. Wenn auch Sie sich an
unserer Unterschriftenaktion aktiv beteiligen möchten, können Sie die
Unterschriftenliste hier herunterladen. Ausgefüllte Unterschriftenlisten bitte
bei
uns
vorbeibringen oder zuschicken.

Liebe Mitstreiter der AG GWA Kannenstieg und Neustädter See, liebe
Bürgervereinsmitglieder,
ich hatte in meiner Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Frau Zimpel, die
sich engagiert für die Öffnung eines zweiten Zooeingangs einsetzt. Sie
schilderte mir, dass sie am 07.07.2011 ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister
Dr. Trümper geführt hat. Frau Zimpel schlug erneut die Idee vor, dass der
Osteingang des Zoos ehrenamtlich geöffnet werden könnte. Auch Mitstreiter der
Gemeinwesenarbeitsgruppen und Mitglieder des Bürgervereins „Nord e.V.“ hatten
diese Idee bereits an den Oberbürgermeister herangetragen. Herr Dr. Trümper bat
Frau Zimpel, dazu konzeptionell etwas zu erarbeiten und ihm vorzulegen. Frau
Zimpel bat mich für diese konzeptionelle Zuarbeit um Mithilfe. Deshalb nun meine
Bitte:
Wenn Sie bereit sind, sich ehrenamtlich in das Kartenverkaufshäuschen zu setzen,
um den Osteingang wieder zu öffnen, dann senden Sie mir bitte eine Mail mit
Ihrer Bereitschaftserklärung bis zum 05.08.2011. Das Konzept wird auf einer
Öffnung in den Sommermonaten (Mai bis Oktober) basieren. Alle weiteren Details
würden in einem separaten Termin mit allen Freiwilligen besprochen werden.
Auswertung Balkon-Wettbewerb 2011
Vielen Dank für die Einsendungen zu unserem Aufruf für den schönsten Balkon im
Kannenstieg und Neustädter See! Unter allen Einsendungen hat die Jury folgende
Preisträger ermittelt:

1. Preis: ein Baumarktgutschein über 50 € geht an Frau Regina Gericke aus der
Johannes-R.-Becher-Straße

2. Preis: ein Buch über Garten- und Terassengestaltung geht an Familie Steinke
aus der Salvador-AllendeStraße

3. Preis: ein stabiler Pflanzenroller geht an Vera und Jürgen Dalichau aus der
Hans-Grundig-Straße.
Die Redaktion bedankt sich noch einmal bei allen, die am Balkonwettbewerb
teilgenommen haben, wünscht den Gewinnern viel Spaß mit den Preisen und allen
für das nächste Jahr kreative Gestaltungsideen für ihr Zuhause.
Frank Oswald, Organisator im Stadtteilbüro
Dienstag, der 29.11.2011
Festkomitee tagt erst am 29. November
Die für den 22. November, 17 Uhr, geplante Sitzung des Festkomitees für das
Stadtteilfest 2012 in Nord muss verschoben werden. Das teilte Frank Oswald vom
Stadtteilbüro Nord gestern mit. Das Treffen des Festkomitees findet nun am 29.
November um 17 Uhr im Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9, statt. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 08.11.2011)
04.11.2011
Streit um Zooeingang mit ausgefahrenen Krallen
Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Ich habe keinen Grund und keinen Spaß daran,
Geld zu verteilen, das wir nicht haben.“ „4200 Unterschriften sprechen eine
deutliche Sprache. Oder ist Ihnen egal, wie Familien in der Stadt denken?“
Karl-Heinz Huth, Sprecher Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg.
Die Debatte um den zweiten Zooeingang ist seit Monaten nicht totzukriegen.
Oberbürgermeister Lutz Trümper sah sich veranlasst, persönlich in Nord Stellung
zu beziehen, aber dennoch keinen großen Diskussionsbedarf. Rund 50 Besucher
eines Forums der Arbeitsgruppen für Gemeinwesenarbeit (GWA) Kannenstieg und
Neustädter See dafür umso mehr.
Lutz Trümper und Zoo-Direktor Kai Perret hatten zwar einen Joker parat, um
erhitzte Gemüter zu besänftigen, den sie später auch zogen. Der OB wählte jedoch
den harten Einstieg und polterte im Kranichhaus der Volkssolidarität am
Schrotebogen zunächst drauflos: „Die ganze Debatte ist unehrlich. Wer einen
Nordeingang will, muss auch sagen, wo her das Geld dafür kommen soll, und das
können Sie nicht. Deshalb werde ich diese Diskussion auch nicht mehr mit Ihnen
führen.“
Der Zooeingang im Norden ist aus Trümpers Sicht eigentlich Geschichte, seit der
Stadtrat im Jahr 2010 mehrheitlich Perrets 20 Millionen Euro teurem
Zooentwicklungskonzept mit der „Zoowelle“ im Vogelgesangpark als einzigem
Einlass zustimmte. Der Zoo sei auf Einnahmen wie Parkgebühren oder
Verkaufserlöse aus dem Shop in der „Zoowelle“ angewiesen. Damit müssten nicht
zuletzt die Kredite getilgt werden, die für die Investitionen wie die
„Africambo“-Anlagen und andere Attraktionen aufgenommen werden.
Bereits für den laufenden Betrieb erhalte die kommunale Zoo gGmbH aus der
Stadtkasse jährlich Zuschüsse in Höhe von 3,2 Millionen Euro sowie 300.000 Euro
von der Gemeinde Barleben. Ein zusätzlicher Eingang bedeute zusätzliche
Investitions- und Personalkosten. Trümper: „Das muss alles refinanziert werden.
Und ich habe keinen Grund und keinen Spaß daran, Geld zu verteilen, das wir
nicht haben.“
Die Kritik aus Nord am fehlenden Nordeingang sei nachvollziehbar, „der Rest der
Stadt sieht es aber nicht so“, sagte Trümper. Am Nordausgang werde hingegen
nicht gerüttelt. Dieser sei für die Zukunft sicher.
Die Pro-Nordeingang-Fraktion, die nach eigenen Angaben 4200 Unterschriften für
den zweiten Einlass sammelte, ließ sich davon nicht beeindrucken. Vertreter wie
Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord argumentierten zum Beispiel mit den
gesunkenen Besucherzahlen.
Diese waren 2010 im Vergleich zum Vorjahr um rund 10.000 zurückgegangen. Schuld
daran sei der fehlende Nordeingang. Ein Anwohner schimpfte: „Ich fahre doch
nicht mit der Straßenbahn oder dem Auto zum Zoo, wenn ich direkt am Zoo wohne!“
Ein Mieter aus der Salvador-Allende-Straße: „Sie verschenken ein
Besucherpotenzial, das über die ,Zoowelle‘ nicht erschlossen wird.“
Karl-Heinz Huth, GWA-Sprecher vom Kannenstieg, sagte: „Die Schließung des
Nordeingangs trifft auf breites Unverständnis bei den Magdeburgern, insbesondere
in Nord. Die gesammelten Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache. Oder
ist Ihnen egal, wie Familien in der Stadt denken?“
Hauptargument für den zweiten Eingang sei, „dass der Fußweg zur ,Zoowelle‘ für
Familien mit Kindern, ältere Bewohner und Menschen mit Behinderungen unzumutbar
ist“, erklärte Huth.
Für Kritik sorgt nach wie vor die erfolgte Testöffnung des Nordeingangs im Mai
und Juni 2010. Damit hatte der Aufsichtsrat der Zoo gGmbH auf die Proteste im
Norden reagiert. „Eine Öffnung über sechs oder sieben Monate wäre
repräsentativer gewesen, und wir sind uns sicher, sie hätte auch ein anderes
Ergebnis gezeigt“, sagte Huth. Der Zoo hatte den Versuch wegen zu geringer
Nutzung als gescheitert betrachtet.
Auch der Verkauf von Jahreskarten zog nicht spürbar an. Dies hatten der
Zoobetrieb und die Stadt aber zur Bedingung gemacht, um alternativ einen
Nordeingang mit Chipkartensystem zu installieren. Die Vorgaben waren „niemals
realisierbar“, kritisierte Huth und fragte: „War das Ergebnis so gewollt?“
Trümper ging darauf ein: „Ich stehe nach wie vor dazu: Wenn 1800 Jahreskarten im
Bereich Nord verkauft werden, bauen wir den Eingang für Chipkartennutzer. Es hat
sich doch aber gezeigt, dass die Jahreskarten nicht in dieser Dimension gekauft
werden.“
Auch zu den gesunkenen Besucherzahlen äußerte sich Trümper: „Der Grund ist, dass
wir insgesamt in der Stadt weniger Familien mit Kindern haben.“ Dies sind aus
Trümpers Sicht die wahren Hauptnutzer des Zoos. Und: „Dazu kamen in den
vergangenen Jahren die vielen Baustellen im Zoo, da waren doch kaum Tiere zu
sehen.“ Mit der Eröffnung von „Besuchermagneten“ wie der neuen Elefantenanlage
werde das Publikumsinteresse wieder steigen.
Zoodirektor Kai Perret durfte an diesem Abend die guten Nachrichten verbreiten:
„Der barrierefreie Ausbau des Ausgangs an der Nordseite wird über den Winter
realisiert. Anfang 2012 beginnen die Planungen für einen Gastronomie-Neubau in
Höhe des alten Osteingangs (befindet sich im Nordosten, die Redaktion). Diesen
soll ein privater Investor bauen. Dort wird mit dem Neubau auch eine
Eingangssituation in den Zoo geschaffen. Wir können mit dem Investor verhandeln,
ob und zu welchen Bedingungen er vielleicht Kartenverkauf und -kontrolle
übernehmen kann.“
Im Aufsichtsrat der Zoo gGmbH treffe dieser Vorschlag auf Wohlwollen, bestätigte
Klaus Kutschmann (Fraktion CDU/BfM), eines der anwesenden
Aufsichtsratsmitglieder.
OB Lutz Trümper griff schließlich den Vorschlag von Bürgervereins-Vertreterin
Sandra Täntzler auf, im kommenden Jahr einen neuen, mindestens halbjährigen
Testlauf für den Nordeingang zu starten. Täntzler hatte erklärt,
Vereinsmitglieder stünden ehrenamtlich bereit, um die Aktion ohne zusätzlichen
Personalaufwand für den Zoo zu ermöglichen. „Wenn Sie das ehrenamtlich
übernehmen, können wir das machen“, sagte Trümper.
Fazit: Die für einen Nordeingang engagierten „Nordlichter“ können erneut einen
Teilerfolg verbuchen. Das Thema bleibt weiter aktuell. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 04.11.2011)

Im vergangenen Jahr war der Nordeingang zwei Monate lang testweise geöffnet
worden. Archivfoto: Uli Lücke

Siegfried Kratz, einer der Köpfe der Initiative für die Wiederöffnung eines
Nordeingangs für den Zoo, spricht am vergangenen Mittwoch im Kranichhaus. Am
Tisch hinter ihm (v. r.) Zoochef Kai Perret und OB Lutz Trümper sowie Mitglieder
des Zoo-Aufsichtsrates. Foto: R. Richter
03.11.2011
Zoo-Nordeingang: „Die Debatte ist unehrlich“ - OB Trümper kritisiert
Forderungen aus Nord
Mehr zur Zoodebatte in Nord lesen Sie morgen in der
Volksstimme.
Mit scharfen Worten hat Oberbürgermeister Lutz Trümper die Diskussion
um den geforderten Zoonordeingang kritisiert: „Die ganze Diskussion ist
unehrlich. Wer einen Nordeingang will, muss auch sagen, woher das Geld dafür
kommen soll, und das können Sie nicht. Deshalb werde ich diese Diskussion so
auch nicht mit Ihnen führen“, sagte Trümper gestern Abend. In einer gut
90-minütigen Diskussion nahm der OB gemeinsam mit Zoodirektor Kai Perret vor
Stadtteilbewohnern vom Neustädter See und aus dem Kannenstieg dann doch
ausführlich Stellung.
Trümper verwies darauf, dass vor Jahren mit dem 20 Millionen Euro schweren
Zooentwicklungskonzept „2000plus“ im Stadtrat auch die Entscheidung für nur
einen Zooeingang über die bereits neu gebaute „Zoowelle“ gefallen sei. Trümper:
„Ein zweiter Zooein gang müsste zusätzlich finanziert werden, und das lohnt sich
nicht.“ Die tief verschuldetet Kommune habe angesichts drohender weiterer
Kürzungen bei den Landeszuweisungen kein Geld dafür, der Umweg für die Bewohner
aus dem Norden zur Zoowelle sei zwar sicher ungewohnt, aber vertretbar.
Vertreter der Gemeinwesengruppen und vom Bürgerverein Nord forderten, dass der
Testlauf für einen Eingang im Norden über einen Zeitraum von sechs Monaten
wiederholt wird. Im Vorjahr hatte es eine zweimonatige Testphase gegeben.
Anschließend hatten die kommunale Zoo gGmbH und deren Aufsichtsrat das
Experiment als gescheitert bezeichnet. In Nord sammelten Bewohner 4200
Unterschriften für einen zweiten Eingang. Sie halten an ihrer Forderung fest.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.11.2011)

Voller Saal im Kranichhaus gestern bei der GWA-Sitzung mit dem OB.

Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Wer einen zweiten Zooeingang will, muss auch
sagen, woher das Geld kommt.“ Fotos (2): Richter
14.10.2011
Sprühende Ideen gegen ein schmieriges Problem
Aus Schandfleck am Seeufer soll Kunstmauer werden
Neustädter See GWA-Sprecherin Elvira Ferchland machte deutlich, dass sie das
schmierige Problem nicht mehr länger hin und her wälzen, sondern nun zügig aus
der Welt schaffen will. Und das auf pfiffige Weise: „Wir wollen Jugendliche aus
unserem Stadtteil, die sich am Seeufer treffen, für ein Projekt gewinnen. Wir
stellen uns das so vor, dass die Mauer an der Uferpromenade als Kunstwand
ausgewiesen und den jungen Leuten zum Sprühen zur Verfügung gestellt wird“, so
Elvira Ferchland am vergangenen Mittwoch auf der GWA-Sitzung in der Kita
„Kinderland.“
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler unterstützt den Vorschlag und konkretisierte:
„Die Mauer soll nicht wie andernorts mit einem festen Wandbild gestaltet werden,
sondern soll praktisch als kreative Spielwiese für interessierte Jugendliche aus
Nord dienen. Ich stelle mir das so vor, dass die Jugendlichen sich dort
ausprobieren können, die Wand immer wieder überstrichen und neu gestaltet wird.
Das hätte den Nebeneffekt, dass die Spaziergänger immer aufs Neue überrascht
werden.“ Mit den jetzt am Ufer zu sehenden wilden Schmierereien könnte es bald
vorbei sein, wenn eine Gruppe von Jugendlichen für die Betreuung der Kunstmauer
gewonnen würde. Genau das wollen Stadtteilmanagerin und GWA-Verantwortliche nun
in die Hand nehmen. „Kontakte haben wir schon geknüpft“, sagte Elvira Ferchland.
Sie hofft, auf der GWA-Sitzung im November weitere Fakten liefern zu können. Von
Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 14.10.2011)

Hinten hui, vorne pfui: Die beschmierte Mauer an der Promenade hebt sich negativ
von Kunst und Hochhaus am See ab. Foto: R. Richter

Präsentation der gemeinsamen Sitzung der Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit
Kannenstieg und Neustädter See zur Evaluierung der abgeschlossenen und laufenden
Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes.
PDF-Dokument (126 kb)
Nachrichtenarchiv
14.09.2011
Liebe Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See,
wie Ihnen sicher bekannt ist, planen die Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg
und Neustädter See, das Stadtteilmanagement des Internationalen Bundes und der
Bürgerverein „Nord e.V.“ ein gemeinsames Stadtteilfest 2012 im Stadtteil
Kannenstieg. In der Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg wurde deshalb der
Vorschlag gemacht, wieder ein Festkomitee zu gründen. Um frühzeitig
engagierte Mitstreiter für die Festvorbereitung zu finden, möchte ich Sie
deshalb im Namen des Sprecherrates Kannenstieg zu einem Vorbereitungstreffen
einladen. Dieses Treffen soll am 04.10.2011 um 17.00 Uhr im Stadtteilbüro (Im
Brunnenhof 9) stattfinden. Falls Sie zum genannten Termin verhindert sind, sich
jedoch aktiv an den Festvorbereitungen 2012 beteiligen möchten, dann senden Sie
mir bitte eine Mail.
Mit freundlichen Grüßen Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin
Kannenstieg/Neustädter See
04.08.2011
Schönster Balkon in Magdeburg-Nord gesucht
Aufruf von GWA, Bürgerverein und Stadtteilmanagement
Balkonpflanzen gehören zum Sommer wie Grill und Sonnencreme. An allen
möglichen Stellen werden Kästen befestigt, Töpfe auf- und Blumenampeln
angehängt. Sie machen den Stadtteil bunt und sorgen für gute Laune. Doch wer hat
im Norden den schönsten Balkon. Das soll jetzt ein Wettbewerb zeigen. Ob
Sommerurlaub auf Balkonien oder Erholung zwischendurch: In die Gestaltung ihrer
Balkone stecken auch viele „Nordlichter“ im Kannenstieg und am Neustädter See
viel Zeit, Geld und Liebe.
Die GWA-Gemeinwesenarbeitsgruppen, der Bürgerverein Nord und das
Stadtteilmanagement haben deshalb jetzt die Suche nach dem schönsten Balkon in
Nord gestartet. „Eine Jury mit Vertretern der drei Partner wird die Qual der
Wahl haben und in einigen Wochen den Sieger küren. Sie schauen sich selbst
imViertel um, aber man kann sich auch mit seinem Balkon anmelden“, so
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Anmeldungen nimmt das Stadtteilbüro, Im
Brunnenhof 9, entgegen, Telefon 2886044. Als Preise winken Gutscheine für
Balkonpflanzen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.08.2011)

Recht verhalten bepflanzt und gestaltet sind die Balkone an der
Dr.-Grosz-Straße/Barleber Straße. Wer hat mehr zu bieten? Fotos (2): Richter

Tritt mit als Jurorin für den Wettstreit an: Stadtteilmanagerin Jessica Zedler.
05.08.2011
Stadtteilbüro wird erneut durchwühlt
Neustädter See (mf). Unbekannte haben am vergangenen Wochenende erneut in das
Stadtteilbüro im Kannenstieg eingebrochen. Die Täter hatten nach ersten
Erkenntnissen mit einem Werkzeug ein Fenster aufgehebelt und waren so in die
Räumlichkeiten gelangt. Dort wurden mehrere Türen aufgebrochen, entwendet wurde
aber offensichtlich nichts. Bereits vor einigen Tagen war das Büro des
Stadtteilmanagements Ziel von Einbrechern geworden. Auch damals richteten die
Täter hohen Schaden an.
(Quelle: Volksstimme vom 05.08.2011)
21.07.2011
Freiwillige vor! Neues im Streit um den Zoo-Eingang in Nord
„Ich hatte heute in meiner Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Frau Zimpel, die
sich für die Öffnung eines zweiten Zooeingangs einsetzt“, so Jessica Zedler,
Stadtteilmanagerin für Kannenstieg und Neustädter See gestern. „Frau Zimpel
schlug erneut vor, dass der Eingang des Zoos ehrenamtlich geöffnet werden
könnte. Auch Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen und des Bürgervereins
hatten diese Idee bereits geäußert“, so Jessica Zedler. Nun müsse aber ein
Konzept her. „Deshalb nun meine Bitte: Wer bereit ist, sich ehrenamtlich in das
Kartenverkaufshäuschen zu setzen, um den Eingang wieder zu öffnen, sollte mir
bitte bis zum 5. August eine Mail senden. Das Konzept wird auf einer Öffnung in
den Sommermonaten basieren. Alle weiteren Details werden in einem separaten
Termin mit allen Freiwilligen besprochen“, so die Managerin.
Ihre Mail-Adresse: Jessica.Zedler@internationalerbund.de
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 22.07.2011)
19.07.2011
Programm „Soziale Stadt“
5000 Euro Sonderförderung für Stadtteilprojekte im Norden
Um Bürgerengagement und Ehrenamt im Magdeburger Norden zu fördern,
ist zunächst für zwei Jahre ein eigener Stadtteilfonds Kannenstieg /Neustädter
See aufgelegt worden. Für beide Gebiete stehen in diesem Jahr je 2500 Euro zur
Verfügung, im nächsten Jahr soll sich der Betrag auf je 5000 Euro verdoppeln.
Das sagte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Das Geld kommt über das Programm
„Soziale Stadt“ je zu einem Drittel von Bund, Land und Kommune.
Für die geplante Umgestaltung von öffentlichen Freiflächen im Umfeld der
Kindertagesstätte „Kinderland“ (Lumumbastraße) mit freiwilligen Helfern wurde
ebenso bereits ein Zuschuss bewilligt wie für einen Tanzworkshop an der
Grundschule „An der Klosterwuhne“ oder einen Stadtteillauf am 26. Juli am
Neustädter See, den ehrenamtliche Akteure organisieren.
Förderfähig sind Sachkosten und Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche
Tätigkeiten. Außerdem können gemeinnützige Einzelanschaffungen jeweils bis
maximal 400 Euro bezuschusst werden. Laut Förderrichtlinie müssen die
Antragsteller einen Eigenanteil von zehn Prozent für die Finanzierung eines
Projektes aufbringen – in Form von Geld, Eigenleistungen oder
Sponsorenbeiträgen.
Der Stadtteilfonds steht für Magdeburg-Nord zusätzlich zum Gemeinwesenfonds
offen, über den für die Stadtteilarbeit aus der Stadtkasse jährlich jeweils 2580
Euro pro Stadtteil nach Kannenstieg und Neustädter See fließen. Beschlossen
wurde die Auflage des Sonderfonds vom Stadtrat mit dem Handlungskonzept für
Magdeburg-Nord. „Kleinere Materialausgaben, Kopier- und Druckkosten oder
Gebühren sollen unbürokratisch und kurzfristig erstattet werden“, heißt es in
dem zu Grunde liegenden Konzept.
Der Fonds wird vom Stadtteilmanagement Nord verwaltet. Anträge können an das
Stadtteilbüro des Internationalen Bundes (IB) im Kinder- und Jugendhaus „Oase“,
Im Brunnenhof 9, gerichtet werden. Die Entscheidung über die Vergabe obliegt
einem Lenkungsausschuss. Darin sitzen neben der Stadtteilmanagerin auch
Vertreter des Stadtplanungsamts, der Gemeinwesenarbeitsgruppen (GWA) und des
Bürgervereins Nord. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.07.2011)
Förderrichtlinie über die Zuwendung aus dem Stadtteilfonds der Stadtteile
Kannenstieg und Neustädter See

Antrag auf Förderung aus dem Stadtteilfonds für die Stadtteile Kannenstieg und
Neustädter See

18.07.2011
Einbruch beim Stadtteilmanager
Neustädter See (mf). Bei einem Einbruch in den Büroräumen des Stadtteilmanagers
(Im Brunnenhof) haben die Diebe neben einem Laptop auch mehrere Hundert Euro
Bargeld entwendet. Die Täter hatten zunächst ein Fenster aufgebrochen und waren
so in das Gebäude gelangt. In den Räumen öffneten die Einbrecher noch gewaltsam
vier Türen. (Quelle: Volksstimme vom 18.07.2011)
Dienstag, der 12.07.2011 - 17.00 Uhr
So feierte Nord - Der Film zum Kinderfest
Am 14. Mai feierte der Magdeburger Norden das große Kinder- und
Familienfest. Dank Hobbyfilmer Marcel Härtel können sich alle Interessierten
einen Film über die gelungene Veranstaltung am 12. Juli um 17 Uhr in der „Oase“,
Im Brunnhof, anschauen. Anmeldungen im Stadtteilbüro, Tel. 2886044. Der Eintritt
ist frei.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 07.07.2011)
06.07.2011
Der Norden tanzt: Workshop bringt Schüler ins Schwitzen
Initiative von AG Gemeinwesen, Bürgerverein und Stadtteilmanagement
Besonderer Unterricht in der Grundschule „An der Klosterwuhne“. Auf Initiative
der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See, des Bürgervereins Nord
und des Stadtteilmanagements gelang es jetzt, die Grundschule und die „Movement
Dance Academy“ für ein gemeinsames Projekt zusammenzubringen. Rund 50 Kinder
zwischen 6 und 11 Jahren begeisterten zwei Stunden mit Spaß, Durchhaltevermögen
und Talent die Tanzlehrer wie Veranstalter gleichermaßen. Ray,
Breakdance-Tanzlehrer der „Movement Dance Academy“, hatte eine Choreografie für
diesen Workshop zusammengestellt.
Die Jungen und Mädchen übten und probten die Schritte mit Feuereifer. Nach
wahrlich schweißtreibenden 120 Minuten brachten einige Kinder die Choreografie
schon so auf das Parkett. „Wer vorher vielleicht glaubte, Breakdance sei mehr
für Jungen geeignet, wurde auch in diesem Workshop eines Besseren belehrt:
Selbst beim ,Posen‘ ließen sich die Mädchen nicht lumpen“, so Corinna Wohlfahrt
vom Stadtteilbüro Nord: „Für alle anwesenden Teilnehmer wurde dieser Nachmittag
ein Riesenspaß. Besonderer Dank gilt den Schülern, die dieses Projekt annahmen
und es erst durch ihre Begeisterung zu einem Erfolg werden ließen.“

Hier üben Mädchen und Jungen aus Nord in der Grundschule „An der Klosterwuhne“
für ihre Breakdance-Choreografie. Foto: privat / Von Robert Richter (Quelle:
Volksstimme vom 06.07.2011)
23.03.2011
Stadtteilmanagement - Neue Sprechzeit im Bürgerhaus in Kannenstieg
Die Sprechzeit des Stadtteilmanagements im Stadtteil Kannenstieg ändert sich.
Diese findet nicht mehr dienstags, sondern ab dem 1. April immer donnerstags in
der Zeit von 10 bis 12 Uhr im Alten- und Servicezentrum/Bürgerhaus des
Paritätischen, Johannes-R.-Becher-Straße 57 statt. Das teilte Stadtteilmanagerin
Jessica Zedler mit. Die Sprechzeit im Stadtteil Neustädter See bleibt
unverändert: Jeden Donnerstag in der Zeit von 13 bis 18.30 Uhr freut sich die
Stadtteilmanagerin auf Bürgerbesuch im Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9, unter dem
Dach des Stadtteilzentrums „Oase“.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.03.2011)
17.03.2011
Sonniger Willkommensgruß am Neustädter Platz
Schandfleck ade: Stadtteilmanagerin Jessica Zedler stellt Entwurf für Wandbild
vor

Die Fotomontage zeigt die Außenwand der Bärenapotheke am Neustädter Platz mit
dem geplanten Wandbild, entworfen von Künstlern der Magdeburger Firma
"Strichcode".
Foto:privat
Mit einem Wandbild an der Fassade der Bärenapotheke am Neustädter Platz soll ein
Schandfleck des Stadtteils überstrichen werden. Stadtteilmanagerin Jessica
Zedler präsentierte gestern Entwürfe für die Gestaltung der Fassade als auch des
Rundbaus mit Graffiti. „In dem Entwurf wurden Themen rund um den wichtigsten
Bestandteil des Stadtteils – den Neustädter See – verarbeitet. Angefangen vom
schönen Sandstrand, beliebt bei Groß und Klein, bis hin zur modernen
Wassersportanlage ist dieser Naturraum als Großstadtoase dargestellt“, so die
Stadtteilmanagerin.
Der Rundbau hatte früher den Zugang zu einem Jugendklub im Keller geboten, im
Volksmund auch „Klo-Keller“ genannt, weil es dort früher auch öffentliche
Toiletten gab. Das alles soll bald endgültig Geschichte sein.
„Sobald das Wetter es erlaubt, werden die ersten vorbereitenden Schritte
unternom men, um die Gestaltung praktisch umzusetzen“, sagte Jessica Zedler
gestern. Stadtteilbewohner, die Fragen oder Anmerkungen dazu haben, können sich
im Stadtteilbüro unter 2 88 60 44 melden.
Die Fassadengestaltung hatte die Stadtteilmanagerin kürzlich bei der Auswertung
einer Fotoaktion von Jugendlichen zugesagt. Die Teilnehmer hatten besonders
schöne und hässliche Seiten ihres Stadtteils fotografiert. Auch in der
Bürgersprechstunde und in der AG Gemeinwesen Neustädter See war der Wunsch nach
einer Verschönerung des Platzes laut geworden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 17.03.2011)

So sieht der Rundbau am Neustädter Platz derzeit aus.
23.02.2011
Schönes und Hässliches aus Nord - Fotowettstreit für Kinder ausgewertet
Schandfleck am Märchenbrunnen verschwindet im Frühjahr
Die schönsten, aber auch die aus ihrer Sicht hässlichsten Seiten von
Magdeburg-Nord haben Kinder und Jugendliche in einem Fotoworkshop abgelichtet.
Bei der Bestandsaufnahme soll es nicht bleiben. Für Stadtteilmanagerin Jessica
Zedler, Initiatorin der Aktion, steht fest, dass die kritisierten Ecken
verschönert werden können. Im Frühjahr soll es losgehen. Für Juliana Strelow
(11), Celina Krause (10) und Yasmine Giehl (13) aus Nord gehört der Spielplatz
an der Victor-Jara-Straße mit Elefantenrutsche, Giraffenschaukel und
Kletterkrokodil zu den schönsten Ecken in ihrem Stadtteil. „Besonders hässlich
finden wir das Rondell am Neustädter Platz“, sagen die Mädchen. Dabei handelt es
sich um den früheren Eingang zu einem früheren Jugendklub im Keller, im
Volksmund auch „Klokeller“ genannt, weil es dort früher auch öffentliche
Toiletten gab. Heute ist der beschmierte Rundbau in unmittelbarer Nähe zur
modernen Einkaufspassage am Märchenbrunnen nur noch ein Ärgernis.
„Doch wir nehmen den Fotowettstreit der vergangenen Monate direkt zum Anlass,
gegen diesen Schandfleck etwas zu unternehmen“, sagte Stadtteilmanagerin Jessica
Zed ler vom IB-Stadtteilbüro, die gemeinsam mit dem Kinderund Jugendhaus „Oase“
und der Stadtsparkasse die Fotosafari für junge „Nordlichter“ ins Leben gerufen
hatte. „Im Frühjahr wird der Rundbau von professionellen Graffitikünstlern
gestaltet werden. Aus dem Förderprogramm ,Soziale Stadt‘ von Bund, Land und
Stadt wurde dafür Geld bewilligt.“
Weitere verunstaltete Flächen könnten eventuell ebenfalls auf diese Weise
aufgewertet werden. Ein Erfolg auch für Juliana, Celine, Yasmine und die anderen
Mitstreiter, die mit Kameras und unter Anleitung des ehrenamtlichen Helfers
André Talke mit wohlwollendem wie kritischem Blick ihr Viertel durchstreiften.
„Anschließend haben wir uns am Computer an die Nachbearbeitung gemacht“, erzählt
Talke, der insgesamt zehn Kinder und Jugendliche während der Aktion betreute.
Als Preisträgerinnen wurden am Montag Juliana, Celina und Yasmine ausgezeichnet.
Zur Belohnung gab es u. a. MP3-Player und Fotokameras von Birgit Schönstedt,
Leiterin der Sparkassen-Geschäftsstelle Nord. „Wir haben die Aktion mitgetragen,
da mit ihr etwas bewegt wird. Die Kinder entdecken ihr Umfeld und regen mit
ihrer Kritik an bestimmten Ecken Veränderungen an, die dann auch in Angriff
genommen werden“, so Sparkassen-Sprecher Mathias Geraldy. Eine Auswahl der
besten Bilder soll in der Stadtteilzeitung veröffentlicht werden. Außerdem will
André Falke einen Nord-Kalender für 2012 damit gestalten. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 23.02.2011)

Die Preisträgerinnen (vorn v. l.): Celina Krause, Juliana Strelow und Yasmine
Giehl. Gratulanten sind (hinten v. l.) Geschäftsstellenleiterin Birgit
Schönstedt und Sprecher Mathias Geraldy (Stadtsparkasse), Workshop-Betreuer
André Talke, Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Foto: R. Richter

Dieser Rundbau auf dem Neustädter Platz war früher Eingang zu Kellerräumen. Die
Teilnehmer der Kinderfotoworkshops in Nord fotografierten mehrfach diesen
Schandfleck an prominenter Stelle. Im Frühjahr soll diese Stelle von
Graffiti-Künstlern gestaltet werden.

Bei Kindern beliebt: der Spielplatz an der Victor-Jara-Straße.
Fotos (2): Yasmine Giehl
07.01.2011
Stadtplaner: „Nord ist in der jetzigen Dimension nicht zukunftssicher“
Stadt und Wohnungsunternehmen verhandeln über Quartiersvereinbarung für
Kannenstieg und Neustädter See
Das Wohngebiet Magdeburg-Nord mit Kannenstieg und Neustädter See ist
„weder in der jetzigen Dimension, noch in allen Lagen zukunftssicher“. Zu dieser
Einschätzung kommen Stadtplaner in einem bisher nicht veröffentlichten
Strategiepapier (liegt der Volksstimme vor), über das die Stadt bereits mit
Wohnungsunternehmen beraten hat. Überalterung und eine weiter schrumpfende
Bewohnerschaft sind die Gründe. Stadt und Vermieter verhandeln über eine
Quartiersvereinbarung, um gemeinsam gegenzusteuern.
Einst war Nord geplant worden, um die Wohnungsnot zu lindern. Nun droht mehr und
mehr Wohnungsleerstand. Laut der Bevölkerungsprognose des Amtes für Statistik
wird die Einwohnerzahl in Magdeburg-Nord (Kannenstieg und Neustädter See
zusammen) von derzeit rund 16 500 bis zum Jahr 2023 weiter sinken – auf rund 14
450.
Und: Einem prognostizierten Bedarf von nur noch 9150 Wohnungen in Nord im Jahr
2023 steht in der Vorausschau ein Angebot von immer noch rund 10 000 Wohnungen
entgegen. Ein Überangebot wäre also die Folge, würden die Unternehmen den
Wohnraum bis dahin nicht weiter reduzieren. Die Stadtplaner legten den
Vermietern in ihrem Strategiepapier entsprechend dar: „Folgt die Entwicklung dem
aktuellen Trend und würden alle aktuellen Vorhaben zur Bestandsreduzierung
umgesetzt, ergäbe sich im Jahr 2023 in Nord ein struktureller Überhang von 850
Wohnungen.“
Neben ohnehin geplanten oder schon realisierten Abrissen dürfte also weiterer
Rückbau von nicht mehr benötigtem Wohnraum angesagt sein. Wie in diesem Jahr Im
Brunnenhof geschehen und zuvor schon an der Ziolkowskistraße (16-Geschosser).
Für die Zukunft soll ein mit allen Akteuren abgestimmtes Konzept entwickelt und
in einer Quartiersvereinbarung fixiert werden.
Vorbilder sind Neu-Olvenstedt und Neu-Reform. Für beide DDR-Großssiedlungen
schlossen Kommune, Städtische Werke, Verkehrsbetriebe und Vermieter bereits
entsprechende Verträge.
Die konkreten Maßnahmen werden fortlaufend an die tatsächliche Entwicklung
angepasst und alle Vorhaben im Internet sowie auf Stadtteilforen öffentlich
gemacht. Die Quartiersvereinbarung ist nicht zuletzt Basis für Anträge auf Geld
aus Förderprogrammen wie „Stadtumbau Ost“.
Nach diesem Muster könnte im Idealfall auch Nord „gesundschrumpfen“. Vertreter
der Wohnungswirtschaft machten schon mehrfach auf öffentlichen Foren in Nord
deutlich, dass sie auch für Kannenstieg und Neustädter See gern eine
Quartiersvereinbarung abschließen möchten. Darin müsste sich auch die
Stadtverwaltung zu konkreten Investitionen bekennen. In den nächsten Monaten
soll es konkret werden. Und das ist aus Sicht der Stadtplaner auch dringend
notwendig. Denn: „Nord ist weder in der jetzigen Dimension, noch in allen Lagen
zukunftssicher“, so der beauftragte Planer Stephan Westermann.
Als Schwächen werden aufgeführt:
In Nord existiert eine Vielzahl uniformer Wohnungen.
Die Schließung des Nordeingangs hebt die Lagegunst durch den Zoo auf.
Nord ist hochgradig überaltert (zweithöchste Altersquotienten nach Reform:
(60,8); Kannenstieg 51,5; Neustädter See 55,2; Gesamtstadt: 37,3).
Das Papier zählt ebenso die Stärken auf:
Durch die Lage am Seeufer ergeben sich für Magdeburg einmalige Wohnlagen.
Nord verfügt über eine herausragende Infrastruktur.
Der hohe Anteil an Vielgeschossern erfüllt eine Grundanforderung an
altengerechten Wohnraum.
Akzeptierter Wohnstandort: bisher geringer Leerstand, geringe Fluktuation.
Unter dem Strich zeigt sich Planer Westermann optimistisch
und schreibt: „Nord bleibt auch langfristig ein wesentlicher Standort des
Magdeburger Wohnungsmarktes.“
Magdeburg-Nord war ab 1973 auf früherem Ackerland westlich des Kiessees gebaut
worden. Damit entstand dringend benötigter Wohnraum. Bis 1983 wurden hier über
das DDR-Wohnungsbauprogramm mehr als 11 000 Neubauwohnungen geschaffen. Von
Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 07.01.2011)
21.08.2010
Nach monatelangen Vorbereitungen durch die GWA und den Bürgerverein „Nord e.V.“
konnten die Stadtteilbewohner des Neustädter Sees am Sonnabend ihr erstes
eigenes Kiezfest feiern. Ein buntes Unterhaltungsprogramm sorgte für Abwechslung
bei Jung und Alt.
Kurz nach 11 Uhr war es endlich so weit: Elvira Ferchland und Siegfried B. Kratz
vom Sprecherrat der GWA Neustädter See eröffneten das erste Stadtteilfest. Eine
Premiere für das Viertel, denn während anderenorts Stadtteilfeste bereits
Tradition haben, gab es hier bisher noch nie ein Volksfest vor der Tür.
Auch das Wetter zeigte sich zum ersten „See“-Fest von seiner besten Seite – der
„Platz der Begegnung“ war in Sonnenschein getaucht. Allerbeste Voraussetzungen,
um nach Lust und Laune feiern zu können. Ein Minifußballfeld vom ALSO-Team, eine
rasante Rollenrutschbahn, Ballon- und Dosenwerfen und eine kleine Hüpfburg
sorgten für freudige Kinderaugen, während das bunte Unterhaltungsprogramm auf
der Bühne für jeden Geschmack etwas bot.
Ob die quirligen Vierbeiner der Hundeschule, Zauberer Alfino mit seinen
magischen Händen oder die Tanzeinlagen der Bonanza Linedancer oder der Cheeky
Fruits – gute Laune und Applaus allerorten. Der Karatenachwuchs vom
Budokanverein stellte eindrucksvoll sein Können mit der Handkante und Fußspitze
unter Beweis.
„Es hat zwar einige Anstrengung gekostet, das alles hier auf die Beine zu
stellen“, erzählt GWA-Sprecherin Elvira Ferchland erschöpft, jedoch glücklich:
„Aber mit der tat kräftigen Hilfe des Bürgervereins ,Nord e.V.‘ sowie von der
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler ist es uns gelungen, ein tolles Fest zu
organisieren.“
Nach dem Open-Air-Kino im vergangenen Jahr sollte diesmal eine eigene Fete für
die Bewohner des Neustädter Sees stattfinden. In monatelanger Planungsarbeit mit
zahlreichen Zu- und wieder Absagen gelang es der GWA und allen Helfern, das Fest
zu organisieren.
So war u. a. auch die Freiwillige Feuerwehr aus Rothensee mit einem Einsatzwagen
vor Ort, der von den Kindern sofort in Beschlag genommen wurde, genau wie ein
kleiner Kremser, der gemächlich durch das Viertel zuckelte.
Zum Abend hin füllte sich der ehemalige Festplatz noch weiter und die Party mit
DJ Ratzefummel und einem Wolfgang-Petry- Double konnte starten. „Als wir
schließlich abbauen wollten, gab es sogar Proteste, weil einige noch
weiterfeiern wollten“, wusste Stadtteilmanagerin Zedler zu berichten. Die GWA
plant angesichts des Erfolges im kommenden Sommer nun sogar ein eigenes
Kinderfest. Von Stefan Harter

(Quelle: Volksstimme vom 24.08.2010)
Montag, der 09.08.2010
Hat die GWA Kannenstieg noch eine Zukunft?
Bürger, Vereine und Einrichtungen sind zum ersten Treffen der
Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg eingeladen. Diese ist für den 9. August, 16
Uhr, in den Räumen des Begegnungszentrums der Euro-Schulen an der
Johannes-R.-Becher-Straße geplant, teilte Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord
mit.
Eines der Hauptthemen wird erneut die Zukunft der Stadtteil-Arbeitsgruppe selbst
sein. Diese ist wegen zu geringer Bürgerbeteiligung ungewiss. „Wir können nur
noch bis zur letzten Sitzung des Jahres am 8. November massiv unterstützen, dann
könnte es sein, dass für die GWA Kannenstieg das Licht ausgeht“, sagte Karina
Ferchland, Vorsitzende des Bürgervereins Nord. „Ohne Bürger macht die GWA nicht
wirklich Sinn, darum wollen wir möglichst viele neue Interessierte gewinnen“,
sagte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Bürgerverein und Stadteilmanagement
hatten in den vergangenen Wochen eine Rettungsaktion angeschoben und unter
anderem Anfang Juli einen Aktionstag am Hanns-Eisler-Platz veranstaltet. Von
Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 29.07.2010)
26.06.2010
Stadt will Bürgerengagement in Kannenstieg und Neustädter See beispielhaft
fördern
Der Umbau eines ungenutzten Schulgebäudes zum Stadtteiltreff, der
Ausbau des Rundweges um den Neustädter See und die Modernisierung des
Strandbades sind einige der größten Bauprojekte in Magdeburg-Nord für die
kommenden Jahre. Im Rahmen des Stadtteilförderprogramms „Soziale Stadt“ sollen
auch Sozialprojekte für Langzeitarbeitlose fortgeführt werden. Mit einem
Stadtteilfonds für Kleinstinvestitionen will die Stadt Bürgerengagement fördern.
Auf einem Bürgerforum in der Grundschule „Am Kannenstieg“ steckten Magdeburgs
Baubeigeordneter Dieter Scheidemann und die beauftragten Planer vom Büro
„WohnBund-Beratung Dessau“ in dieser Woche die nächsten Ziele des bis zum Jahr
2020 ausgelegten Stadtteilentwicklungsprogramms für die Stadtteile Kannenstieg
und Neustädter See ab.
Mit welchem Tempo in Bauprojekte und Soziales weiter investiert werden kann,
hängt aber vor allem von der finanziellen Ausstattung des Förderprogramms mit
dem Titel „Soziale Stadt“ ab, in das Bund, Land und Stadt je zu einem Drittel
einzahlen. Wie in der Volksstimme bereits berichtet, muss die Stadt aufgrund von
Sparmaßnahmen mit einem Rückgang der Städtebauförderung rechnen. Eine
Unwägbarkeit, die auch der Baubeigeordnete an den Anfang des Forums stellte, das
die Bürger aus Nord – nur etwa 20 waren gekommen – von neuen Ideen für Nord
begeistern und zum aktiven Mitgestalten animieren sollte. Ein Balanceakt
angesichts der finanziellen Aussichten.
Dennoch will die Stadt an dem geplanten „Experiment“ eines Bürger- bzw.
Stadtteilfonds festhalten, um das Bürgerengagement und ein „Wir-Gefühl“ in Nord
zu fördern. Kleinere Investitionen bis zu 1000 Euro sollen damit möglich werden.
Die Mittel sollen weitgehend „in Selbstverwaltung“ durch die Bewohner und
Vereine vor Ort vergeben werden. Wobei das Stadtteilmanagement, die
Gemeinwesenarbeitsgruppen und das Stadtplanungsamt intervenieren könnten. Auf
den künftig halbjährlichen Stadtteilforen in Nord sollen die entsprechenden
Projekte zur Abstimmung gestellt werden.
Ein genaues Konzept werde derzeit erst erarbeitet, Ziel sei ein
„unbürokratisches“ Prozedere, sagte Scheidemann. Die „Soziale Stadt“-Mittel
dafür habe die Stadt bereits beim Land beantragt.
Pro Jahr sollen möglichst ab 2011 für beide Stadtteile zunächst jeweils 2500
Euro zur Verfügung stehen, bei positiven Erfahrungen später womöglich sogar 5000
Euro, sagte Ronald Redeker vom Stadtplanungsamt. Der Stadtteilfonds könne
Ausgaben ermöglichen, die über das Spektrum des bereits seit Jahren vorhandenen
Initiativfonds der Gemeinwesenarbeitsgruppen (2560 Euro pro Stadtteil im Jahr)
hinausreichten, sagte Monika Schmidt von der WohnBund-Beratung, die den neuen
Fonds vorgeschlagen hat. So sollen Kleinstinvestitionen in die bauliche,
kulturelle oder soziale Infrastruktur möglich werden. Basis sollen Wünsche und
Initiativen von aktiven Bürgern und Vereinen sein.
Mitsprache auch bei größeren Investitionen soll über die Gemeinwesengruppen und
die Bürgerforen gesichert werden. So will das Planungsamt demnächst auch die
Planungen für die Lindwurmbrücke vorstellen. Deren Rampen sollen voraussichtlich
noch in diesem Jahr erneuert werden. Anwohner dringen auf eine
behindertengerechte Gestaltung. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 26.06.2010)
Ausgewählte Projekte in Nord
-
Gehwegsanierung Helene-Weigel- und Pablo-Picasso-Straße
-
Umbau eines leeren Schulgebäudes an der Pablo-Neruda-Straße zum Stadtteiltreff
mit Einbeziehung des Kinder- und Jugendhauses „Oase“ (derzeit Im Brunnenhof)
-
Erneuerung der Aufgänge zur Lindwurmbrücke
-
Konzeption für ein „Kinderzentrum Kannenstieg“ an der Pablo-Picasso-Straße mit
Grundschule, Hort, Verkehrszentrum (inkl. Verlagerung des Verkehrsübungsplatzes
von der Hans-Grundig-Straße), Planetarium und Kinderfilmstudio
-
Wohnumfeldgestaltung Quartier V.-Jara-Straße
Pilotprojekt für den Norden Magdeburgs aufgelegt - Stadt will Sozialarbeit
effektiv machen
Die Stadt will in den kommenden Jahren die Sozialarbeit in den Stadtteilen
effektiver gestalten. Mit dem Pilotprojekt „Integrierte Sozialarbeit in der
Sozialregion Nord“ sollen bis 2012 die Basisdaten dafür gewonnen werden.
Magdeburg ist, wie fast alle großen Kommunen, knapp bei Kasse, folglich muss
jeder Euro „zweimal umgedreht“ und vor allem effektiv eingesetzt werden. Das
haben die Stadträte im vergangenen Jahr im Rahmen eines Beschlusses auch für den
Sozialbereich gefordert.
Darauf hat die Verwaltung, speziell das Sozialdezernat, reagiert und ein
Pilotprojekt erarbeitet. „Integrierte Sozialarbeit“ ist der Titel, und
Magdeburgs Sozialregion Nord soll das Versuchsfeld werden.
Mit dem Projekt will die Stadt, so der Plan, zwei Fliegen mit einer Klappe
schlagen: Zum einen soll analysiert werden, ob die zur Verfügung stehenden
Gelder auch effektiv eingesetzt werden, zum anderen will man auf die veränderte
soziale Situation in den Stadtteilen reagieren.
Als Erstes soll der Ist-Zustand in Sachen Sozialarbeit aufgelistet werden. Dazu
wird der Bestand aller zur Verfügung stehenden Beratungs- und Hilfsangebote
ermittelt und deren Qualität bewertet. Gleichzeitig wird der Bedarf nach
Sozialarbeit analysiert. Schon jetzt weiß man im Sozialdezernat, dass dieser
Bedarf in den Stadtteilen unterschiedlich ist. In einem dritten Schritt dann
wird eine sogenannte Infrastruktur der Sozialarbeit für die Sozialregion Nord
festgelegt. Das heißt, für alle Bedarfsbereiche gibt es dann ein Netzwerk aus
Angeboten, was nicht benötigt wird, ist herausgefiltert, die Gelder sind
effektiv eingesetzt und soziale Benachteiligungen sind ausgeglichen.
Auf diesem Weg dahin will die Stadt mit allen für Sozialarbeit relevanten
Gruppen und Einrichtungen zusammenarbeiten und sie in das Projekt mit
einbeziehen. Das heißt, es wird Arbeitsgruppen geben, in denen Sozialverbände
ebenso mitarbeiten, wie etwa das ARGE-Jobcenter und das städtische Sozialamt.
Gleichzeitig will man auch versuchen, die Betroffenen selbst in das Projekt mit
einzubeziehen. Denn speziell die Lebenslagen von Alleinerziehenden und deren
Kindern, jungen Menschen unter 25 Jahren, Erwachsenen über 55 Jahren, Menschen
mit Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderungen sollen verbessert
werden.
Neben den Praktikern zieht die Stadt bei diesem Projekt auch die Wissenschaft
mit zu Rate. Die entsprechenden Sozial-Fakultäten von Uni und Hochschule sollen
ebenfalls in den Arbeits- und Planungsgruppen und bei der Ausarbeitung von
Analysen und Konzepten mitarbeiten.
Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning verspricht sich von dem Projekt
grundsätzliche Erkenntnisse, die dann auf alle Stadtteile umgesetzt werden
können. Dabei solle es aber nicht nur um den rein finanziellen Aspekt gehen,
sondern vor allem auch darum, über eine zielgerichtete und effektive
Sozialarbeit die Teilnahme sozialbenachteiligter Menschen am gesellschaftlichen
Leben der Stadt zu verbessern und den verschiedenen Armutsgefahren
entgegenzuwirken.
Grundsätzlich ist der Stadtrat mit dem Projekt einverstanden, Kritik kam
allerdings von den Grünen. Die Sozialregion Nord, immerhin zehn Stadtteile, sei
zu groß für ein derartiges Pilotprojekt und man befürchtet, so Stadtrat Thorsten
Giefers, dass die Zeit bis 2012 für eine umfassende Analyse nicht ausreichen
werde.
Kosten darf das Projekt der Stadt übrigens nichts. Um eine „Kostenneutralität“
zu erreichen, wurde das Sozialdezernat dazu verdonnert, Bundes- und
Europa-Fördermitteltöpfe anzuzapfen.
Angemerkt
Effektive Sozialarbeit, natürlich, die gibt es, immer dann nämlich, wenn hilft.
Effizient, also wirtschaftlich, ist Sozialarbeit wohl nie, denn wie soll sich
der wirtschaftliche Nutzen von Sozialarbeit schlüssig messen lassen. Die
Sozialwissenschaften gehen da von aus, dass sich Sozialarbeit und
Wirtschaftlichkeit gegenseitig ausschließen Die Prozesse in der Sozialarbeit
sind viel zu langfristig, als dass ihre Wirtschaftlichkeit gemessen werden
könnte. Und Wirtschaftlichkeit verlangt immer nach Gewinnen, Sozialarbeit aber
erzeugt „nur“ ideelle Gewinne, etwa bessere Lebensbedingungen. Den Akteuren des
Projektes „Integrierte Sozialarbeit“ zu wünschen, dass sie die Balance halten
können zwischen dem Spardruck, den die Stadtkasse von Magdeburg verlangt, und
den Erfordernissen einer effektiven Sozialarbeit. Regiert nur der Rotstift, wird
das Projekt seinem Ziel nicht gerecht – eine effektive und also hilfreiche
Sozialarbeit zu schaffen.
Von Peter Ließmann (Quelle: Volksstimme vom 24.06.2010)
Neue Konzepte für Brennpunkte gesucht
Magdeburger Norden soll soziale Modellregion werden Hintergrund
Neue Konzepte gegen soziale Probleme in Magdeburg verspricht sich der
Sozialbeigeordnete Hans-Werner Brüning (Die Linke) von einem Modellprogramm in
Magdeburg-Nord. Das „Pilotprojekt Integrierte Sozialarbeit“ will die
Stadtverwaltung gemeinsam mit sozialen Trägern und Wohlfahrtsverbänden ab diesem
Jahr bis 2012 umsetzen. „Heute sind andere Rezepte gefragt als noch vor fünf
Jahren“, sagte Brüning dazu. Hauptgrund sei die Langzeitarbeitslosigkeit.
Der von der Stadt schon 2008 vorgelegte Magdeburger Sozialreport zeigte im
Norden soziale Brennpunkte wie Neue Neustadt, Kannenstieg und Neustädter See
auf. Nun soll hier modellhaft für die ganze Stadt mit neuen Konzepten möglichst
wirkungsvoll gegengesteuert werden. Es sei ein „großes Experiment“, räumt der
Beigeordnete ein.
Hauptproblem sei auch in der Sozialregion Nord die Langzeitarbeitslosigkeit mit
Folgen wie Bedürftigkeit, Familienproblemen oder sozialer Isolation, sagte
Brüning: „Wir wollen den Menschen helfen, sich nicht selbst aufzugeben.“
Ein weiteres großes Thema in Nord sei in diesem Zusammenhang die Überschuldung
vieler Haushalte, was auch die Wohnungsunternehmen in Form von Mietrückständen
zunehmend zu spüren bekämen. Zugleich steht für Brüning der Kampf gegen
Jugendarbeitslosigkeit oben auf der Prioritätenliste.
Probleme, die nicht nur im Norden drängen, aber hier nach Brünings Vorstellung
beispielhaft mit neuen Rezepten bekämpft werden sollen. Hintergrund: „Wir haben
in Magdeburg 4500 arbeitslose Jugendliche“, zählt Brüning etwa auf, „es gibt 22
000 Bedarfsgemeinschaften nach SGB II, mehr als die Hälfte der Neugeborenen in
Magdeburg wird in Bedarfsgemeinschaften nach SGB II geboren.“
Zunächst, so sieht es der vom Sozialdezernat bereits veröffentlichte
Programmplan vor, soll nun im Magdeburger Norden mit den Wohlfahrtsverbänden und
freien Trägern die soziale Infrastruktur auf den Prüfstand gestellt werden.
Jobcenter, Stadtplaner und Wohnungswirtschaft sollen eng einbezogen werden.
Viele gute Ansätze gebe es schon heute. Andere Projekte könnten zielgerichteter
ausgelegt werden. Neue Ideen sollen Einzug halten. „Wir wollen die besten
Erfahrungen aus der ganzen Stadt bündeln“, sagte Brüning.
Ressort- und Ämtergrenzen dürften keine Schranken mehr bilden. „So kann es sein,
dass künftig etwa eine Einrichtung des Jugendamtes Angebote auch für andere
Altersklassen macht, wie es ja schon in Magdeburg praktiziert wird“, deutete der
Sozialbeigeordnete Hans-Werner Brüning im Volksstimme-Gespräch an.
Auch Einrichtungen der Altenhilfe müssten sich für manche Veränderung öffnen. So
seien diese bisher meist an Wochenenden geschlossen, obwohl es auch oder gerade
da Bedarf an (generationsübergreifenden) Angeboten, Stadtteilkultur und
Begegnungsmöglichkeiten gebe, so ein weiteres Beispiel des Beigeordneten.
Themen wie „Gesundheitsförderung und Ernährungsberatung für benachteiligte
Menschen“ sind ebenfalls im Handlungsplan des Sozialdezernats erfasst.
Bei allem, so der feste Wille der Stadtverwaltung, dürfe aber für den
gebeutelten Haushalt keine zusätzliche finanzielle Belastung entstehen. Nicht
zuletzt deshalb wolle man bürgerschaftliches Engagement fördern und viel auf
Hilfe zur Selbsthilfe setzen.
Die Sozialregion Nord umfasst die Stadtteile Neue Neustadt, Neustädter See ,
Kannenstieg, Neustädter Feld, Sülzegrund, Großer Silberberg, Rothensee,
Industriehafen, Gewerbegebiet Nord, Barleber See.
Ziel ist es, die Lebenslage zu verbessern für Alleinerziehende und deren Kinder,
junge Menschen unter 25 Jahren, Erwachsene über 55 Jahre, Menschen mit
Migrationshintergrund und Menschen mit Behinderungen.
Im Stadtrat steht das Pilotprojekt am 27. Mai zur Abstimmung. Der Magdeburger
Norden soll per Stadtratsbeschluss zur sozialen Modellregion ausgerufen werden.
Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 20.05.2010)
Mittwoch, der 19.05.2010
Arbeitskreis zur Rettung der GWA-Gruppe Kannenstieg
Das Stadtteilmanagement Kannenstieg/Neustädter See, der Bürgerverein
"Nord" und einige aktive Bürgerinnen und Bürger der Stadtteile Kannenstieg und
Neustädter See haben ein gemeinsames Ziel: die ehrenamtliche Arbeitsgruppe der
Gemeinwesenarbeit für den Stadtteil Kannenstieg zu retten. Dazu braucht der
Arbeitskreis Ihre Unterstützung! Seit dem 22.03.2010 ist die Arbeitsgruppe
sprecherlos und steht damit vor vielen zu lösenden Problemen. Am 19.05.2010
findet deshalb um 18.00 Uhr im Begegnungszentrum der EuroSchulen Magdeburg
(Joh.-R.-Becher-Str. 56) ein gemeinsamer Arbeitskreis statt, zu dem alle
hilfsbereiten Mitstreiter recht herzlich eingeladen sind. Mit freundlichen
Grüßen Jessica Zedler,
Stadtteilmanagerin Kannenstieg/Neustädter See
Montag, der 17.05.2010
Vorbereitungstreffen zum Stadtteilfest 2010
Liebe Mitstreiter der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit des Stadtteils Neustädter
See,
zur Vorbereitung des Stadtteilfestes 2010 für den Stadtteil Neustädter See
findet am 17.05.2010 um 18.00 Uhr im Stadtteilbüro des Stadtteilmanagements
Kannenstieg/Neustädter See (Im Brunnenhof 9) ein Vorbereitungstreffen statt.
Alle hilfsbereiten Mitstreiter sind dazu herzlich eingeladen.
Mit freundlichen Grüßen Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin
Kannenstieg/Neustädter See
31.03.2010
Streit um Zooausbau und die Straße am Vogelgesang
SPD-Ortsverein für Schließung, GWA und Bürgerverein dagegen
Der SPD-Ortsverein Magdeburg-Nord hat sich in der Debatte um die Zooerweiterung
für die Schließung der Straße Am Vogelgesang ausgesprochen. Gleichzeitig müsse
die Stadt aber durch den Bau eines neuen Fuß- und Radweges am östlichen Rand des
Zoogebietes eine Verbindung zwischen der östlichen Neuen Neustadt und dem
Neustädter See ermöglichen, fordern die Genossen aus dem Norden.
Ortsvereinschef Marko Ehlebe sagte: „Eine Erweiterung des Zoogeländes und die
damit einhergehende tiergerechtere Unterbringung der Dickhäuter ist längst
überfällig. Eine dauerhafte Teilung durch eine gering befahrene Straße würde
einer nachhaltigen Entwicklung des Zoos entgegenstehen.“
Aus diesem Grund sei auch die Variante einer Fußgängerbrücke „keine Lösung“,
weil dadurch „die Trennung der Zooteile manifestiert“ würde. „Es ist
offensichtlich, dass auf dem ohnehin knapp bemessenen Gelände eine barrierefreie
Brücke nur mit erheblichen Mehrkosten für die Stadt und die Zoologischer Garten
Magdeburg gGmbH realisierbar wäre“, sagte Ehlebe.
Eine Umgehungsstraße in Form eines Fuß- und Radweges zu realisieren, der auch
für Rettungsfahrzeuge genutzt werden könnte, sei für die Mehrheit der
Ortsvereinsmitglieder „ein guter Kompromiss zwischen den Interessen der Anwohner
und der Zoobesucher“. Um den Zoo nicht vom Wohngebiet Neustädter See zu trennen,
müsse bei einer Schließung der Straße Am Vogelgesang allerdings „die Öffnung
eines nördlichen Zoo-Eingangs in Betracht gezogen werden“, sagte Ehlebe.
Die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See und der Bürgerverein Nord hatten
in der Vorwoche eine Unterschriftenaktion gegen die Schließung der Straße
gestartet (Volksstimme berichtete). Neben Zustimmung zu dieser Initiative
äußerten Volksstimme-Leser aus Nord auch Kritik an dem GWA-Engagement.
GWA-Sprecherin Elvira Ferchland steht zu der Aktion. Die GWA bilde seit Jahren
als „loser Zusammenschluss von Bürgern“ ein basisdemokratisches
Stadtteilgremium, in dem jede Art von sachlicher Meinungsäußerung „ausdrücklich
erwünscht“ sei. Von „eskalierendem Verhalten und Interessenvertretung
Einzelner“, wie in einem Leserbrief vorgeworfen, könne „nicht die Rede sein“.
Elvira Ferchland stellte klar: „Wir erwarten natürlich nicht nur Gegner, sondern
auch Befürworter der Straßenschließung am 14. April auf der Einwohnerversammlung
mit dem Oberbürgermeister.“ OB Lutz Trümper will sich an diesem Tag um 17.30 Uhr
in der „Zoowelle“ den Bürgerfragen und -meinungen zum Vo gelgesang stellen,
bevor der Stadtrat eine Entscheidung fällen muss.
Rückendeckung bekommt die GWA-Sprecherin von Stadtteilmanagerin Jessica Zedler.
Sie begleite in neutraler Funktion die GWA. „Seit einer Einwohnerversammlung
Ende 2008 und mit zunehmendem Besuch von Bürgern in den
Gemeinwesenarbeitssitzungen, die ihr Interesse an der Zukunft der Straße Am
Vogelgesang bekundeten, haben alle Teilnehmer der GWA Neustädter See
unterschiedliche Möglichkeiten aufgegriffen, um sich dem Thema inhaltlich zu
nähern“, so Zedler. „Sowohl schriftlich als auch mündlich gab es einen Austausch
mit Stadträten, Ämtern, Bürgern und dem Zoodirektor Dr. Kai Perret.“
Gesamtstädtische Belange würden zwar einbezogen, entscheidend für die GWA seien
jedoch „speziell die Auswirkungen für den Stadtteil Neu städter See“: „Dieser
stadtteilbezogene Egoismus zur Steigerung der Lebensqualität ist für die
Arbeitsgruppe notwendig“, erklärt die Stadtteilmanagerin.
Die Unterschriftensammlung gegen die Schließung der Straße Am Vogelgesang sei
ein Ergebnis der GWA mit allen Sitzungsanwesenden am 17. März. „Es konnten in
der Sitzung jedoch nur jene Meinungen Be rücksichtigung finden, die bereit
waren, ihre Stimme für ihren Stadtteil einzusetzen – unabhängig von der eigenen
Auffassung zum Thema“, so Zedler. Auf der Sitzung habe sich „kein Anwesender für
die Schließung der Straße Am Vogelgesang und gegen die Unterschriftenaktion
ausgesprochen“.
Bei mehrheitlicher Anwesenheit von Befürwortern der Schließung wäre eine
Unterschriftensammlung auch nicht zustande gekommen, argumentiert Jessica
Zedler. Dass die GWA die getroffene Entscheidung nun offensiv vertrete, könne
man der Gruppe nicht zum Vorwurf machen.
„Ich kann in meiner Funktion als Stadtteilmanagerin die beschriebene
,schweigende Mehrheit‘, die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils nur ermutigen,
zukünftig den Weg zur GWA zu suchen, damit auch ihre Stimmen bei
stadtteilrelevanten Themen Berücksichtigung finden können.“ Als
Stadtteilmanagerin freue sie sich „völlig themenlosgelöst über Bürgerengagement
und den ehrenamtlichen Einsatz für den Stadtteil“.
Auch der Bürgerverein Nord, der die Unterschriftenkampagne unterstützt, äußerte
sich zu dem Thema. Die Aktion gegen die Straßenschließung sei auf der
GWA-Sitzung mit den anwesenden Bürgern abgestimmt worden. „Daraus ziehen wir die
Schlussfolgerung: Wir handeln nicht im Interesse Einzelner, sondern im Interesse
vieler Bürger, Wohnungsunternehmen und Gewerbetreibenden“, sagte die
Vereinsvorsitzende Karina Ferchland. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom
31.03.2010)

13.08.2009
„Agenda 2020“ sieht in alter Schule neues Stadtteilzentrum
Stabsstellenchef Gottschalk: „Umsetzung schon in den nächsten zwei, drei Jahren“
Die „Oase“ in Nord soll sich weiter ausbreiten. Die Stadt möchte in den nächsten
zwei bis drei Jahren in einem Gebäude des Schulkomplexes an der
Pablo-Neruda-Straße ein neues Stadtteilzentrum eröffnen und dafür das bisherige
Freizeitzentrum „Oase“ Im Brunnenhof aufgeben. Neben dem Ausbau des
Seerundweges, der wie bereits berichtet in diesem Jahr beginnen soll, wird damit
ein weiteres Großprojekt des gerade vom Stadtrat beschlossenen
Stadtteilentwicklungskonzeptes angepackt. Das erfuhren die Besucher eines
Stadtteilforums am Dienstagabend in der Grundschule „An der Klosterwuhne“.
Ein klassischer Jugendklub ist die „Oase“ schon lange nicht mehr. Neben dem
Freizeittreff für junge Leute des Stadtteils bietet das Haus einer Vielzahl von
Interessengruppen und Vereinen ein Zuhause. Stadtteilbüro oder Wechselstube sind
nur zwei weitere Nutzer des einstigen DDR-Plattenbaukindergartens, der heute
entsprechend schon fast aus allen Nähten platzt.
Viel Raum für Neues wird indes bald der Großschulkomplex mit fünf
Unterrichtshäusern an der Pablo-Neruda-Straße bieten. Während sich die
Integrierte Gesamtschule „Regine Hildebrandt“ über zwei von Grund auf
modernisierte Gebäude und ein neu gestaltetes
Außengelände freut, gingen am anderen Ende mit dem Auszug des Siemensgymnasiums
die Lichter gerade aus. Die Grundschule „An der Klosterwuhne“ soll Nachnutzer
des besser ausgestatteten ehemaligen Gymnasiums werden. Damit werden zwei
Schulen vom Typ „Erfurt“ künftig nicht mehr als Unterrichtsgebäude benötigt.
Was damit geschehen soll, beschäftigt die Anwohner schon lange: „Mit der
Sanierung der IGS ,Regine Hildebrandt‘ haben wir wirklich zwei Schmuckstücke
bekommen, auch die Außenanlage wurde wunderbar gestaltet“, lobte ein Mieter aus
der Nachbarschaft am Dienstagabend auf dem Stadtteilforum in der Grundschule, zu
dem Stadtplaner und Ämter eingeladen hatten. Die Frage bleibe allerdings: Was
soll aus den anderen Gebäuden werden?
Im ressortübergreifenden Stadtteilentwicklungskonzept für die nächsten zehn
Jahre – eine 108-seitige „Agenda 2020“ für Nord – zeigt das Dessauer
Planungsbüro „WohnBund-Beratung“ im Ergebnis mehrerer Stadtteilrundgänge und -
foren nun eine Anwort auf. Und die trifft auch bei der Stadtverwaltung auf große
Gegenliebe: Eines der alten Schulgebäude soll als neues Stadtteilzentrum
fungieren.
Dazu werde das Freizeitzentrum „Oase“ aus seinen beengten und ohnehin baulich
veralteten Verhältnissen Im Brunnenhof an die Pablo-Neruda-Straße umziehen,
sagte Dr. Ingo Gottschalk, Leiter der städtischen Stabsstelle für Jugendhilfe,
Sozial- und Gesundheitsplanung: „In den nächsten zwei, drei Jahren soll sich
hier sichtbar etwas tun. Die Vorplanung ist noch für dieses Jahr vorgesehen.“
Laut Handlungskonzept soll das Spektrum der „Oase“ um „Angebote für alle Alters-
und Nutzungsgruppen im Stadtteil erweitert werden“. Weiter heißt es: „Entstehen
soll eine zentrale Begegnungsstätte für den Stadtteil mit Betreuungs-,
Bildungs-, Kultur- und Freizeitangeboten für alle Alters- und Bewohnergruppen.“
Für Umbau und Sanierung des Schulgebäudes belaufen sich die geschätzten Kosten
auf rund 4,06 Millionen Euro. Fördermittel aus dem Programm „Soziale Stadt“, das
Bund, Land und Kommune zu je einem Drittel f nanzieren, sollen beantragt werden.
Doch selbst bei schrittweiser Umsetzung in den kommenden Jahren müssten sicher
für eine Kofnanzierung noch Partner gefunden werden, geben die Planerinnen zu
bedenken.
Derweil stehen laut Gottschalk für das zweite ungenutzte Schulgebäude die
Zeichen auf Abriss.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.08.2009)

Auf einem Stadtteilrundgang diskutierten Anwohner bereits im Februar über die
Zukunft des Schulkomplexes an der Pablo-Neruda-Straße. Die Idee eines
Stadtteilzentrums soll zügig umgesetzt werden. Foto: R. Richter
Beschlussvorlage Stadt - DS0132/09
Integriertes Handlungskonzept als Grundlage einer integrierten
Stadtteilentwicklung in den
Stadtteilen Kannenstieg und Neustädter See im Rahmen des Förderprogramms
"Förderung
von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt"

INTEGRIERTES HANDLUNGSKONZEPT Magdeburg
Kannenstieg-Neustädter See
DS0132/09 - Anlage 1: Integriertes Handlungskonzept Kannenstieg /
Neustädter See

Maßnahmen des Stadtteilkonzepts (ausgewählte Vorschläge)
-
Stadtteiltreff Neustädter See in einem leeren Gebäude des Schulkomplexes
-
Öffnung und Neugestaltung des Schulgeländes im Kannenstieg
-
Quartiersvereinbarung zwischen Stadt und Wohnungsunternehmen sowie
Wohlfahrtsverbänden und sozialen Einrichtungen
-
Sozialkaufladen als Weiterentwicklung bestehender Einrichtungen wie Wechselstube
oder „Umsonstladen“
-
Patenschaften für Ausbildung zwischen Unternehmen und Schulen
-
Standortmanagement für Einkaufszentrum Neustädter Platz
-
Bürgerbus (Kleinbus mit Fahrplan oder als Rufbus) zur Herstellung einer
öffentlichen Verkehrsverbindung von Magdeburg-Nord zum Gewerbegebiet und Kino
Pfahlberg sowie zur Anbindung der Peripherie der beiden Stadtteile an den
öffentlichen Nahverkehr
-
Rundweg um den Neustädter See und Weiterentwicklung des Naherholungsgebiets
-
Grünachse zwischen Kannenstieg und Neustädter See
-
Qualifizierung des Fuß- und Radwegenetzes
Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 25.06.2009)
24.02.2009
Nach einem Bürgerforum im Januar und zwei Stadtteilrundgängen
Anfang Februar mit Anwohnern stellte Birgit Schmidt vom Büro WohnBund-Beratung
Dessau am Dienstagabend ihre Vorschläge für ein Stadtteilentwicklungskonzept bis
2020 in der Grundschule „Am Kannenstieg“ öffentlich vor. Das Zukunftspapier mit
baulichen und sozialen Projekten soll durch den Stadtrat beschlossen werden und
künftig Grundlage für Förderanträge sein.
Die Reden amerikanischer Präsidenten haben zuweilen etwas, was Vorträge hiesiger
Stadtplaner normalerweise nicht haben: Sie sind besonders aufrüttelnd,
mitreißend, packen die Zuhörer auch schon mal bei der Ehre. „Fragt nicht, was
euer Land für euch tun kann, sondern was ihr für euer Land tun könnt“, beschwor
John F. Kennedy 1961 in der Antrittsrede als US-Präident seine Landsleute.
„Fragen Sie nicht, was die Stadt für Sie tun kann, sondern was Sie für Ihren
Stadtteil tun können!“ Euphorischer Jubel brach nun nicht gleich aus nach der
Rede mit abgewandeltem Kennedy-Zitat von Stadtplanerin Birgit Schmidt über das
„Integrierte Handlungskonzept“ für Nord. Aber die rund 80 Magdeburger in der
Aula der Grundschule „Am Kannenstieg“ horchten zumindest kurz auf. Wer weiß:
Vielleicht geht dieser 24. Februar 2009 ja auch noch irgendwie in die Geschichte
des Magdeburger Nordens ein ...
Die Anwohner wurden am Dienstag erneut um ihre Meinungen zur
Stadtteilentwicklung und zu den Iden der Planer gebeten. EineVeranstaltung unter
dem Motto „Wünsch Dir was“ könne der Abend jedoch nicht werden, sagte Birgit
Schmidt gleich am Anfang.
Das ließ Michael Schneider, Lehrer und Leiter des städtischen
Verkehrssicherheitszentrums für Schüler, das Teil des Kinderzentrums Kannenstieg
mit Grundschule, Hort, Kinderflmstudio und Planetarium ist, nicht gelten: „Ich
bin schließlich mit der Sendung ,Wünsch Dir was‘ im Fernsehen groß geworden.“
Deshalb ließ er von seinem Wunsch an die Stadtplaner auch nicht ab: Der
Verkehrsübungsplatz, derzeit fernab der Schule an der
Hans-Grundig-Straße/Magdeburger Ring gelegen, soll „umziehen“, und zwar auf die
Freifäche des abgerissenen Gymnasiums direkt neben der Schule.
Grundschulleiterin Cornelia Schade erneuerte, die versammelte Lehrerschaft im
Rücken, den Wunsch nach einer Sanierung des Gebäudes und der Außenanlagen.
Den Wunsch nach mehr Blumen im Vorgarten seines Wohnblocks, den ein Anwohner
äußerte, kann sich der „Kannenstiegler“ mit seinen Nachbarn aber wohl nur selbst
erfüllen: „Früher war der Kannenstieg ein blühender Stadtteil, entlang der
Johannes-R.-Becher-Straße standen viele Rosen in den Vorgärten.“
Für Stadtplanerin Birgit Schmidt schloss sich spätestens hier der Kreis zu ihrer
Begrüßungsrede. Ihre These: Die Zukunft des Kannenstiegs hängt nicht allein von
öffentlichen Investitionen, sondern stark auch vom Engagement der Bewohner
selbst ab.
Beispiel: Die Wohnungsunternehmen oder auch die Stadt seien sicher bereit, Grünflächen für Bewohner als selbst bewirtschaftete Hausgärten zur Verfügung zu
stellen. Kommt es bald zu einer Aktion „Blühender Kannenstieg“ gemäß dem Motto
des Abends „Fragen Sie ... was Sie für Ihren Stadtteil tun können“?
Es wäre eine Aktion, die ein neuer „Bürgerverein Magdeburg-Nord“ initiieren
könnte, für den sich auf Anregung von Planerin Birgit Schmidt spontan fünf
Gründungsmitglieder meldeten (sieben werden allerdings rechtlich benötigt).
Damit ließen sich auch andere wichtige Ziele anpacken: Nachbarschaftshilfe,
Miteinander der Generationen oder Projekte für die und mit der lokalen
Wirtschaft (z. B. Standortwerbung, Ausbildungspaten für Schüler).
Ein Bürgerverein wäre nicht nur aus Sicht von Planerin Birgit Schmidt wichtig
für eine erfolgreiche Stadtteilentwicklung: vom reinen Wohngebiet, hin zum
lebendigen Stadtteil. Auch Magdeburgs Baubeigeordneter Dieter Scheidemann
begrüßte den Vorschlag und verwies auf das Beispiel Rothensee mit der
Interessengemeinschaft Rothenseer Bürger. In dem Verein würden die Probleme und
Ideen gesammelt, Stadt und Verein hätten jeweils feste Ansprechpartner. So sei
auch der Bau eines spendenf - nanzierten Spielplatzes möglich geworden.
In Nord müssten aus Sicht von Stadtplanerin Schmidt u. a. auch diese Projekte
angepackt werden: Gestaltung offener Schulhöfe, Sanierung der Kitas „Bummi“ und
„Schlupfwinkel“, ein Stadtteiltreff für Neustädter See in einem ehemaligen
Schulgebäude, der Ausbau des Rundwegs um den Neustädter See und die
Weiterentwicklung des Sees als Freizeitstandort, Sanierung von Fuß- und
Radwegen, Schaffung von Sportangeboten (z.B. Bewegungspfad für Senioren oder
Basketballplatz für Jugendliche) und Maßnahmen zur Lärmminderung an der
Tangente.
Bevor das Konzept fertiggeschrieben wird und in den Stadtrat geht, stehen
Abstimmungen mit Ämtern und noch im März eine dritte Bürgerversammlung an
(Termin wird noch bekannt gegeben).
Ein Teilnehmer der vorangegangenen Stadtteilspaziergänge lobte die Planerin:
„Fast alle Meinungen und Anregungen fnden sich in ihrem Konzept wieder. Sie
haben uns sehr gut zugehört. Nun kommt es darauf an, dass die Stadt nach dem
Konzept handelt und es mit Leben erfüllt.“ Der Mann fügte an: „Und natürlich die
Bürger.“ Denn wie hatte Birgit Schmidt gesagt: „Fragen Sie nicht, was die Stadt
tun kann ...“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 27.02.2009)

Auf dem Schulhof in der Pablo-Neruda-Straße berieten Anwohner und Stadtplaner
Anfang des Monats über Gestaltungsmöglichkeiten. Planerin Birgit Schmidt schlägt
nun vor, einen Stadtteiltreff in einem leeren Schulgebäude einzurichten. Foto:
R. Richter
Dienstag, der 24. Februar 2009
Einladung zum zweiten Stadtteilforum Kannenstieg/Neustädter See
Sehr geehrte Damen und Herren,
für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See wird seit November 2008 im
Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt ein Integriertes Handlungskonzept
erarbeitet. Die Zwischenergebnisse sollen mit verschiedenen Institutionen sowie
den Bürgerinnen und Bürgern der Stadtteile öffentlich diskutiert werden.
Dazu möchten das Stadtplanungsamt und wir Sie zum zweiten Stadtteilforum am
Dienstag, den 24.Februar 2009, von 18 bis 20 Uhr in die Grundschule Kannenstieg
in der Pablo-Picasso-Str. 20 einladen.
Dort wird das mit der Erarbeitung des Konzeptes beauftragte Büro
WohnBund-Beratung Dessau seine Vorschläge für die Entwicklungsziele,
Handlungsschwerpunkte und Maßnahmen vorstellen. Diesen Arbeitsstand möchten wir
mit Ihnen diskutieren, um Ihre Hinweise und Ideen in die weitere Bearbeitung
aufnehmen zu können. Wir möchten Sie zur Teilnahme ermuntern und freuen uns auf
eine angeregte Diskussion. Mit freundlichen Grüßen Birgit Schmidt,
WohnBund-Beratung Dessau
Die Grundschule Kannenstieg lädt alle interessierten Bewohner und Teilnehmer des
Forums ein, vorab das Planetarium in der Grundschule zu besichtigen. Ab 17 Uhr
bis zum Beginn des Forums um 18 Uhr ist am 24.02.09 das Planetarium für Besucher
geöffnet.
10.02.2009
Zukunftsideen für Nord gesucht
Gestern erster Stadtteilspaziergang am Neustädter See - 50 „Stadtplaner“ auf
Tour
Auf einen Stadtteilrundgang mit Stadtplanern haben sich gestern rund 50
Teilnehmer im Wohngebiet am Neustädter See begeben. Stationen waren u.a. der
Innenhof der Lumumbastraße, der Schulkomplex und der Festplatz an der
Salvador-Allende-Straße. Die Planer sammeln Ideen für die Stadtteilentwicklung
bis 2020.
Ob Seniorenwohnanlage, Eigenheimsiedlung oder Fitnessparcours für Senioren unter
freiem Himmel – spontane Einfälle hatte so mancher Teilnehmer des Rundgangs für
den Schulkomplex an der Pablo-Neruda-Straße.
Klar ist, dass neben der Integrierten Gesamtschule „Regine Hildebrandt“, deren
Gebäude zurzeit saniert werden, nur noch die Grundschule „An der Klosterwuhne“
Bestand haben wird, das Siemensgymnasium zieht in die Alte Neustadt. Was soll
aus den übrigens Schulgebäuden aus den 1970er Jahren werden? Abriss, lautete
gestern die einhellige Antwort der Anwohner. Wobei für die Grundschule ein Umzug
ins jetzige Haus des Siemensgymnasiums gefordert wurde, da dieses Gebäude
teilweise schon modernisiert worden sei.
Bliebe zwischen „Hildebrandts“ und Grundschule eine gewaltige Brachf äche, der
es aus Sicht der Planer neues Leben einzuhauchen gilt. „Auf dem Areal gab es
früher Gärn, die könnte man wieder anlegen“, so die Anregung eines Anwohners.
Die traf angesichts zahlreicher Gartensparten im Umkreis und deren Sorgen, alle
Parzellen zu verpachten, auf Widerspruch in der Runde.
Unwidersprochen blieb eine Station weiter hingegen die geäußerte Meinung, die
2008 abgeschlossene Neugestaltung des Festplatzes sei gelungen. Vor allem von
Mietern des angrenzenden Hochhauses gibt es jedoch Vorbehalte gegen den Kiosk am
Rande des Platzes.
Planerin Birgit Schmidt, WohnBUND-Beratung Dessau, notierte alles genau. Ihr
Büro hat von der Stadt den Auftrag erhalten, in Zusammenarbeit mit dem
Magdeburger Architekturbüro Otto ein neues Stadtteilentwicklungskonzept bis 2020
für die Stadtteile Neustädter See und Kannenstieg zu erarbeiten. Auf dessen
Grundlage sollen Bauvorhaben und soziale Projekte geplant und Fördermittel aus
dem Programm „Soziale Stadt“ beantragt werden.
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, für beide Viertel zuständig, freute sich über
die Resonanz: „Schön, dass so viele mitgekommen sind, um sich einzubringen.“
Heute gibt es die Fortsetzung im Kannenstieg. Hier laden Planerin Birgit Schmidt
und Vertreter des Stadtplanungsamtes am Nachmittag zum Rundgang ein. Treffpunkt
ist um 15 Uhr die Lindwurmbrücke bzw. um 16 Uhr die Bus-Endhaltestelle.
Anschließend besteht gegen 17 Uhr die Möglichkeit, gemeinsam im Bürgerhaus
Kannenstieg in der Johannes-R.-Becher-Straße 57 den Stadtteilspaziergang
auszuwerten und ausklingen zu lassen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme
vom 10.02.2009)

Dicht umringt von Bewohnern des Stadtteils Neustädter See:
Planerin Birgit Schmidt nimmt gestern Nachmittag auf dem Festplatz an der
Salvador-Allende-Straße die Bürgermeinungen auf. Foto: R. Richter
Einladung zu einem geführten Spaziergang durch den Stadtteil Neustädter See
am 09.02.2009
Was muss sich in Nord ändern? Stadtteilrundgänge: Planer laden ein
Für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See wird seit November 2008 im
Zuge des Förderprogramms „Soziale Stadt“ ein Stadtteilentwicklungskonzept bis
2020 entwickelt. Dabei möchten die Stadt und die beauftragten Planerinnen Birgit
Schmidt und Monika Schulte den Stadtteilbewohnern Gelegenheit zur Mitwirkung
gegeben.
Erste Zwischenergebnisse wurden bereits während eines Stadtteilforums am 13.
Januar mit verschiedenen Institutionen sowie Bewohnern der Stadtteile öffentlich
diskutiert (Volksstimme berichtete). Um den bisherigen Arbeitsstand
vorzustellen, Hinweise und Ideen in die weitere Bearbeitung aufnehmen zu können,
laden die Planer nun zu geführten Spaziergängen durch die Stadtteile ein. Das
neue Stadtteilkonzept, (Fachbezeichnung: Integriertes Handlungskonzept) soll die
Stadtteilentwicklungspläne für Kannenstieg und Neustädter See von 1998 ersetzen.
Es wird nach Fertigstellung dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt werden und als
Grundlage für die Fördermittelanträge der kommenden Jahre dienen. Das von der
Landeshauptstadt Magdeburg mit der Erarbeitung des Konzeptes beauftragte Büro
WohnBund-Beratung Dessau und das Stadtplanungsamt erwarten die Interessierten am
9. Februar (Stadtteilspaziergang Neustädter See) um 15 Uhr am Märchenbrunnen auf
dem Neustädter Platz und später Hinzukommende um 16 Uhr am
Werner-von-Siemens-Gymnasium. Anschließend (gegen 17 Uhr) besteht die
Möglichkeit, gemeinsam im Jugendfreizeitzentrum „Oase“, Im Brunnenhof 9, den
Spaziergang auszuwerten und ausklingen zu lassen.
Interessierte des Stadtteils Kannenstieg erwarten die Planer am 10. Februar um
15 Uhr auf der Lindwurmbrücke und später Hinzukommende um 16 Uhr an der
Bus-Endhaltestelle. Anschließend (gegen 17 Uhr) besteht die Möglichkeit,
gemeinsam im Bürgerhaus Kannenstieg, Johannes-R.-Becher-Str. 57, den Spaziergang
auszuwerten und ausklingen zu lassen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 05.02.2009)
29.01.2009
Liebe Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Neustädter See,
für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See wird seit November 2008 im
Zuge des Förderprogramms Soziale Stadt ein Integriertes Handlungskonzept
erarbeitet. Dabei wird den Bewohnerinnen und Bewohnern Gelegenheit zur
Mitwirkung gegeben. Erste Zwischenergebnisse wurden bereits in einem
Stadtteilforum am 13. Januar 2009 mit verschiedenen Institutionen sowie den
Bürgerinnen und Bürgern der Stadtteile öffentlich diskutiert.
Um Ihnen den bisherigen Arbeitsstand vorzustellen und Ihre Hinweise und Ideen in
die weitere Bearbeitung aufnehmen zu können, möchten wir Sie, liebe
Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Neustädter See, zu einem geführten
Spaziergang durch Ihren Stadtteil einladen. Das von der Landeshauptstadt
Magdeburg mit der Erarbeitung des Konzeptes beauftragte Büro WohnBund-Beratung
Dessau und das Stadtplanungsamt erwarten Sie am 09.
Februar 2009 um 15 Uhr am Märchenbrunnen auf dem Neustädter Platz und
später Hinzukommende um 16 Uhr am Werner-von-Siemens-Gymnasium.
Anschließend (gegen 17 Uhr) besteht die Möglichkeit, gemeinsam in der KJFE Oase,
Brunnenhof 9, den Spaziergang auszuwerten und ausklingen zu lassen. Wir möchten
Sie zur Teilnahme ermuntern und freuen uns auf eine angeregte Diskussion. Vielen
Dank! Mit freundlichen Grüßen
Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin Kannenstieg/Neustädter See
23.01.2009
Stadtteilfest am Neustädter See steht zur Debatte
GWA-Mitglieder wollen nicht länger „Alleinunterhalter“ sein
Die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See und Stadtteilmanagerin Jessica
Zedler starten einen großen Aufruf an alle Bewohner des Stadtteils. „Da in den
vergangenen zwei Jahren jeweils ein großes Stadtteilfest für die Bewohner
initiiert wurde, kam in einer gemeinsamen Sitzung die Frage auf, ob diese
Veranstaltung auch im Jahr 2009 von den Bewohnerinnen und Bewohnern des
Stadtteils überhaupt gewünscht ist“, so Jessica Zedler gestern. „Es sind alle
Anwohnerinnen und Anwohner des Neustädter Sees gefragt, ob sie Ideen und
Vorschläge haben, welches kulturelle Highlight im Jahr 2009 gemeinsam mit den
Bürgerinnen und Bürgern geplant werden soll.“
Natürlich könne in diesem Jahr wieder ein Stadtteilfest veranstaltet werden.
„Allerdings“, so die Stadtteilmanagerin weiter, „ist es uns als Arbeitsgruppe
Gemeinwesen sehr wichtig, auch tatsächlich die Wünsche der Bewohner zu erfahren
und uns dafür einzusetzen. Wir bitten also die gesamte Anwohnerschaft um
Mithilfe! Jeder ist gefragt.“
Alle Vorschläge, Ideen und Anregungen können bis zum 27. Februar an folgende
Adresse gesendet werden: Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin
Kannenstieg/Neustädter See, Internationaler Bund, Im Brunnenhof 9, 39126
Magdeburg. „Die Ideen und Vorschläge werden im Stadtteilbüro gesammelt und in
unserer nächsten GWA-Sitzung am 4. März um 16 Uhr in der KJFE ,Oase‘, Im
Brunnenhof 9, auf mögliche Realisierung besprochen. Alle Bürgerinnen und Bürger
sind recht herzlich eingeladen, an diesem Treffen teilzunehmen und sich aktiv an
der Planung 2009 zu beteiligen“, sagte Jessica Zedler. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 23.01.2009)
27.03.2008
Stadtteilmanagerin lädt zur Sprechstunde
Ab dem 1. April bietet Stadtteilmanagerin Jessica Zedler Bürgersprechstunden im
Kannenstieg und am Neustädter See an. Jeden Dienstag von 13 bis 18.30 Uhr ist
sie im Bürgerhaus Kannenstieg, Johannes-R.-Becher-Straße 57, anzutreffen.
Donnerstags von 13 bis 18.30 Uhr können interessierte Stadtteilbewohner die
Stadtteilmanagerin im Kinder- und Jugendfreizeitzentrum „Oase“, Im Brunnenhof 9,
erreichen. Sowohl die erste Sprechstunde im Kannenstieg am 1. April als auch die
erste Sprechstunde am Neustädter See am 3. April sollen zu besonderen
Ereignissen werden. „Um 13 Uhr an beiden Tagen werde ich einige Worte zum
Stadtteilmanagement in Magdeburg-Nord sagen und dann zu einem kleinen
gemeinsamen Snack einladen. Ich freue mich auf viele interessierte Bürger und
Bürgerinnen, um ins Gespräch zu kommen“, sagt Jessica Zedler.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 27.03.2008)
13.02.2008
Sie ist die Stadtteilmanagerin für Nord - Jessica Zedler (26) tritt für
Kannenstieg und Neustädter See an
Das Stadtplanungsamt und der Internationale Bund haben am Montag die
Magdeburgerin Jessica Zedler als Stadtteilmanagerin für Kannenstieg und
Neustädter See vorgestellt.
Die 26-jährige Erziehungswissenschaftlerin trat ihre Stelle bereits am 1.
Februar an. „Die beiden Stadtteile kenne ich gut, denn ich habe selbst viele
Jahre im Norden Magdeburgs gelebt. Ich freue mich auf die neue Herausforderung“,
sagt Jessica Zedler.
Der See als Freizeit- und Erholungsgebiet ist zweifellos ein Pfund, mit dem Nord
künftig aus Sicht der Stadtteilmanagerin noch stärker wuchern muss. Doch
Abwanderung, hoher Altersdurchschnitt,
Arbeitslosigkeit – das sind andererseits auch hier die Probleme.
Dazu sorgte das Stadtgebiet jüngst mit den Silvesterkrawallen Jugendlicher auf
dem Neustädter Platz für Negativ-Schlagzeilen. Die Verschmutzung des Seeufers
und der Halbinsel sind „Dauerbrenner“, die Promenade macht mit der beschmierten
Mauer keinen guten Eindruck.
Im Nachbarstadtteil Kannenstieg gibt es seit Jahren Ärger mit Jugendlichen am
Freilufttreff „Rodelberg“.
Beim Stadtumbau kam durch punktuelle Abrisse und stadtweit beachtete
Umbauprojekte der Wohnungsunternehmen das Wohngebiet Kannenstieg in den
vergangenen Jahren bereits weit voran. Östlich der Tangente im Stadtteil
Neustädter See stehen erst jetzt die ersten Abrissprojekte an, aktuell an der
Ziolkowskistraße (Abriss des Hochhauses) oder mit dem Zehngeschosser demnächst
Im Brunnenhof. Wobei die Wohnungen mit Seeblick längst aufwändig saniert und
nach wie vor die gefragtesten so genannten Neubauwohnungen in Magdeburg sind.
Nach einer Förderpause soll die Entwicklung des Stadtgebiets
Kannenstieg/Neustädter See bis 2015 weiter durch das von Bund, Land und Kommune
finanzierte Programm „Soziale Stadt“ vorangetrieben werden. Das ermöglicht
sowohl Umbauprojekte wie derzeit auf dem Festplatz an der
Salvador-Allende-Straße, als auch so genannte nicht investive Maßnahmen wie das
Stadtteilmanagement. Dafür bekam der Internationale Bund als Träger den
Zuschlag, Jessica Zedler erhielt als Bewerberin die Stelle als
Stadtteilmanagerin.
„Ich muss aus all den Mosaiksteinchen ein Bild zusammensetzen.“ So beschreibt
sie ihre Aufgabe. Sie sieht sich als Mittlerin zwischen Ämtern,
Wohnungsunternehmen und Bürgern, zwischen sozialen Einrichtungen und
ehrenamtlich engagierten Bewohnern, wie sie zum Beispiel in den regen
Arbeitsgruppen für Gemeinwesenarbeit anzutreffen sind. „Diese Arbeit will ich
unterstützen, dazu nach Möglichkeit auch die zugegeben recht spärlich vertretene
Wirtschaft des Stadtteils mit heranziehen.“
Die Stadt plant außerdem zwei Beschäftigungsprojekte für Langzeitarbeitslose in
Nord, die von der Stadtteilmanagerin begleitet werden sollen.
Ansonsten geht Jessica Zedler mit wachem Blick und großer Neugier durch das
Viertel: „Ich will zunächst die Akteure vor Ort kennen lernen, von ihnen und den
Bürgern hören, welche Probleme es gibt.“ Dazu soll auch die Bürgersprechstunde
dienen, die ab März im Stadtteilbüro angeboten wird, zu finden im
Freizeitzentrum „Oase“, Im Brunnenhof. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme
vom 13.02.2008)
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