Nachrichtenarchiv 2011


 

24.12.2011
„Mit Decken zur Krippe“: Aktion für Tansania hilft Waisenkindern
Erneut starteten Hoffnungsgemeinde und Schule Spendenaufruf im Advent

Weihnachten ist nicht nur das Fest des Schenkens. Es ist auch das Fest des Teilens. Das machten viele Spender in der Aktion der Volksstimme: Hilfe für Ostafrika. Auch die evangelische Hoffnungsgemeinde in Magdeburg-Nord und die evangelische Grundschule in Magdeburg hatten wieder zu einer Aktion „Mit Decken zur Krippe“ aufgerufen. Die rund 1500 Euro, die dadurch nach Mapanda, einem Ort in Tansania, in dem es ein Waisenhaus für mehr als 500 Waisenkinder gibt, geschickt werden konnten, wurden vor allem dafür verwandt, den Kindern dort Schlafdecken zu kaufen. „Herzlichen Dank allen, die mithalfen. Über die Wärme in Mapanda können sich auch die freuen, die mit dafür gesorgt haben“, sagt Gabriele Herbst von der Tansaniagruppe der Gemeinde.
Die Hoffnungsgemeinde und die Grundschule organisieren in einem Partnerschaftsprojekt seit vielen Jahren Hilfe für Menschen in dem ostafrikanischen Land, das zu den ärmsten der Welt zählt. Christen wie Nichtchristen setzen sich unter dem Dach der Gemeinde zum Beispiel dafür ein, dass Jugendliche in Tansania, speziell in der Partnerregion Njombe, in den Genuss von Bildung kommen können. Die Initiative stellt für Mädchen und Jungen Schulgeld bereit.
Das in Magdeburg gesammelte Geld ermöglichte bereits hun derten von Jugendlichen einen Schulbesuch bzw. eine Ausbildung. Ihr Projekt heißt „Education is the key of life“ – Bildung ist der Schlüssel zum Leben. Diese Aktion zur Entwicklungshilfe hatten 1995 die Pfarrerin Gabriele Herbst von der evangelischen Hoffnungsgemeinde und Jesaja Mengele, ihr Kollege der Lutherischen Kirche in der Kleinstadt Njombe, gegründet. Die Magdeburger sammeln seither auf Benefizveranstaltungen und durch Patenschaften Spenden. Denn, so Gabriele Herbst, „gute Bildung ist die einzige Chance für junge Menschen in Tansania, ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern“. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 24.12.2011)



Die Magdeburger Hoffnungsgemeinde und die evangelische Grundschule organisieren seit vielen Jahren Hilfe für Kinder und Jugendliche in Tansania. Fotos: Robert Richter (1), privat




Die Kinder und ihre Betreuer in Mapanda (Tansania) zeigen die Decken. Das Bild sandten sie per E-Mail nach Magdeburg.

23.12.2011
Bürgerverein wählt neuen Chef
Mitglieder stimmen über Vorstand ab / Nächste Sprechstunde am 5. Januar

Durch den Rücktritt der bisherigen 1. Vorsitzenden Karina Ferchland aus beruflichen Gründen war die Neuwahl des Vorstandes im Bürgerverein Nord notwendig geworden. Auf der Mitgliederversammlung wurde deshalb über die Neubesetzung abgestimmt.
Während neben Sandra Täntzler (2. Vorsitzende) und Jessica Zedler (Kassenwart) auch der Schriftführer und die Kassenprüfer in ihren Funktionen bestätigt wurden, fiel die Wahl des 1. Vorsitzenden auf Marcel Härtel.
„Der Bürgerverein Nord e.V.“bedankt sich bei Karina Ferchland für ihre geleistete Arbeit und wünscht ihr beruflich und privat alles Gute“, hieß es anschließend in einer Mitteilung des Vereins. Neben der Neuwahl des Vorstandes wurde in der Mitgliederversammlung das abgelaufene Jahr ausgewertet und Vorhaben für 2012 diskutiert.
Am 5. Januar findet zwischen 16 und 18 Uhr die erste Bürgervereinssprechstunde im neuen Jahr statt. In den Räumen des Stadtteilbüros, Im Brunnenhof 9, wird der Vorstand über die Projekte im neuen Jahr informieren und für Bürgerfragen zur Verfügung stehen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.12.2011)



Der Vorstand des Bürgervereins Nord (v. l.): Sandra Täntzler, Petra Koch, Marcel Härtel, Gerald Bache, Jessica Zedler und Siegfried Kratz.

20.12.2011
200 Schals für die „Meile“ im „Café Krähe“ gesammelt - Aktion: „Demokratie braucht Stimme“
Mehr als 200 Schals sind für die nächste „Meile der Demokratie“ gestrickt, genäht, gefilzt und gehäkelt und im interkulturellen „Café Krähe“ der Hoffnungskirche in Nord abgegeben worden, teilte die Vorbereitungsgruppe mit. Alle Schals wurden mit dem Logo „Demokratie braucht Stimme“ versehen. Besucher der „Meile“ am 14. Januar in der Innenstadt können so einen Schal am Stand von „Café Krähe“ an der Hauptpost gegen eine Spende erwerben. Der Erlös soll der Arbeit mit Schülern und Jugendlichen gegen rechtsradikales Denken und für Demokratiebewusstsein zugute kommen.
„Mit einem solchen Schal kann man ein Zeichen setzen an einem Tag, an dem jeder demokratieliebende und historisch wache Mensch auf die Straße gehört. Gemeinsam müssen wir Zeichen dafür setzen, dass es nie wieder Faschismus und Natio nalsozialismus in unserem Land und in unserer Stadt geben darf. Demokratie braucht Stimme. Man kann sie nicht nur selbst genießen, man muss sie auch gut für sich selbst und andere gewaltlos verteidigen“, lautet der Aufruf der Initiatoren.
„Es beteiligten sich viele Einzelpersonen an der Schalaktion, zwei von ihnen stellten jeweils 40 Schals her! Außerdem spendeten und kreierten Künstlerinnen, Boutiquen, Schulen oder Kirchgemeinden Schals“, berichtet Theologin Gabriele Herbst, die gemeinsam mit Jana Schulze (Freiwilligenagentur), Agnes Alteneder (Stadtmission), Kirsten Mengewein (FSJ Kultur), Dr. Jürgen Martini, Dr. Maik Hattenhorst und vielen anderen bei der Vorbereitung der „Meile der Demokratie“ mitwirkt. Die wird erneut Lesungen, Musik, Mahnwachen und viele weitere Aktionen bieten. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 20.12.2011)

20.12.2011
Sport in Nord mit den Maltesern
Das Nachbarschaftszentrum „Malteser Stübchen“ sucht noch Interessierte für seinen Gymnastikkurs. Jeden Dienstag ab 9.30 Uhr sind die Teilnehmer im „Stübchen“ im Hochhaus Am Seeufer 9 aktiv, um durch verschiedene Übungen bei Musik die Muskulatur zu stärken, die Beweglichkeit zu fördern und das Gleichgewicht zu schulen. Für alle Fragen ist das Nachbarschaftszentrum telefonisch unter der Nummer 5 90 55 32 erreichbar. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 20.12.2011)

19.12.2011
Brand durch Küchenherd
Die Feuerwehr wurde gestern gegen 12.35 Uhr zu einem Wohnungsbrand in den Schrotebogen gerufen. Auf einem unbeaufsichtigten, aber angeschalteten Elektroherd waren Kartonagen in Brand geraten. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden, durch den Brand wurden aber die Küche und ein Nachbarraum in Mitleidenschaft gezogen. Die vier Wohnungsinhaber hatten sich vor dem Eintreffen der Feuerwehr auf die Straße gerettet. Das Haus wurde von den Brandschützern kontrolliert und mittels eines Spezialgeräts belüftet. Durch eine Mitarbeiterin der AWO konnte für die Bewohner ein Ersatzquartier besorgt werden. Der Brandschaden beträgt laut Feuerwehr rund 10.000 Euro. (Quelle: Volksstimme vom 19.12.2011)

14.12.2011
Ruhige Diskussion über ein lautes Problem - Zu den Beschwerden über den Lärmschutz am Magdeburger Ring:
Die am 22. November durchgeführte Beratung zu den Beschwerden über den ihrer Meinung nach nicht ausreichenden Schallschutz am Magdeburger Ring zeigte, dass es möglich und nötig ist bei Beschwerden mit einer ruhigen und sachlichen Diskussion einen konstruktiven Dialog mit den Bürgern zu führen. Im Mittelpunkt stand nicht die Frage aus dem und dem Grund, z.B. Beschluss des Stadtrates, wurde das so und so gemacht und damit basta! Hier ging es darum zu zeigen, warum aus rechtlichen, finanziellen und technischen Gründen die Schallschutzwand in der Höhe und der Abwicklung gebaut wurde. Den Anwesenden wurde glaubhaft erklärt, dass die gewählte Höhe und die Abwicklung ausreichend ist, um ca. für 86 Prozent der Bürger eine spürbare Verbesserung zu erreichen. Für die Bewohner der beiden oberen Geschosse muss seitens der Wohnungsunternehmen nach einer anderen Lösung gesucht werden, da der erreichte Lärmpegel den
gesetzlichen Vorgaben entspricht, aber für die Betroffenen nicht spürbar ist. Hier versprach der Umweltbeigeordnete eine entsprechende Unterstützung. Zu der von vielen Bürgern geforderten Lärmmessung wurde erklärt, dass eine Lärmmessung einen erheblichen zeitlichen und personellen Aufwand erforderlich macht und mit diversen Fehlern behaftet ist. Durch die Verwendung der Daten der Verkehrszählungen ist eine rechnerische Bestimmung der Lärmbelastung problemlos möglich. Die Nachmessungen haben gezeigt, dass
die rechnerisch durchgeführte Bestimmung der Lärmbelastung stimmten. Der Verwaltung und dem Ingenieurbüro möchte ich für die verständliche Darstellung der Lärmproblematik danken.
Hans-Dieter Karg, 39126 Magdeburg (Quelle: Volksstimme vom 14.12.2011)

06.12.2011
Nominiert für den Magdeburger des Jahres: Marigona Huseni
Schülerrat der IGS verhindert Awas‘ Abschiebung: Syrische Mitschülerin darf Abi in Magdeburg bauen

„Ich kann nicht verstehen, dass Menschen über andere Menschen ein Urteil abgeben können, ohne diese überhaupt einmal gesehen zu haben“, sagt Marigona Huseni. Sie ist Schülerin der IGS „Regine Hildebrandt“ im Norden der Stadt. Die Schule trägt den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, und die Schüler sind stolz darauf. Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Aktivitäten von Neonazis, an der „Regine Hildebrandt“ sind das keine Themen, sagt Marigona Huseni. Und darum hat die Klasse 12/1, in die Marigona geht, das Schicksal ihrer Mitschülerin Awas Ahmi im Frühling auch ganz besonders berührt: Die gebürtige Syrierin Awas Ahmi (17) und ihre Familie sollte aus Deutschland ausgewiesen werden.
„Awas hat uns davon erzählt, und die ganze Klasse war empört“, erinnert sich Marigona. „Manche hatten Tränen in den Augen, als sie davon gehört haben.“ Bei bloßer Empörung sollte es aber auf keinen Fall bleiben, waren sich die Schüler einig. Und dieser Entschluss hielt die Klasse 12/1 Anfang April rund 14 Tage in Atem und löste eine beispielhafte Welle von Solidarität für Awas Ahmi aus. „Als Erstes haben wir eine Unterschriftenaktion gestartet, die eigentlich nur zeigen sollte, dass wir hinter Awas stehen“, sagt Marigona. Die Schüler der „Regi ne Hildebrandt“ und die Lehrer und einige aus der Nachbarschaft haben unterschrieben. Was mit den Unterschriften tatsächlich passieren sollte, war am Anfang noch nicht ganz klar. Volksstimme-Fotograf Eroll Popova, der zu einem anderen Fototermin gerade in der Schule war, gab den Schülern dann den entscheidenden Tipp: „Ihr müsst damit an die Öffentlichkeit gehen.“
Das haben die Schüler der Klasse 12/1 dann sofort getan. Die Volksstimme wurde um Hilfe gebeten, Fernsehen und Radio folgten. „Auf einmal war die ganze Sache bekannt“, erzählt Viktoria Fritz. Öffentlichkeit allein reichte den Schülern aber nicht. Sie wollten für ihre Mitschülerin kämpfen, so bei der Jugendsprechstunde von Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD). „Er hatte sich den Fall auch gründlich angesehen, hat aber gesagt, dass er nicht weiß, ob er Awas helfen kann“, erinnert sich Marigona. Aber OB Lutz Trümper sagte zu, sich persönlich darum zu kümmern. „Eigentlich waren wir erst etwas enttäuscht und hatten weniger Hoffnung als vorher.“
An ein Aufgeben dachten die Schüler aber nicht und wurden darin von ihrer Schulleiterin und ihrer Klassenlehrerin bestärkt. „Frau Dr. Breitenfeld und Frau Balogh haben uns immer wieder Mut gemacht.“ So nahm Nelli Kiel zum Beispiel in ihrer Kirchengemeinde Kontakt zum Pfarrer auf und kam mit der Zusage zurück: Wenn die Familie Ahmi ausgewiesen werden sollte, bekommt sie Kirchenasyl! „Das hat uns wieder Hoffnung gemacht“, sagt Svenja Beck. Überhaupt hat die Schüler gewundert, dass die Familie nach Syrien ausgewiesen werden sollte, denn zu der Zeit hatten dort schon die Proteste wie in anderen arabischen Ländern begonnen und die Lage war alles andere als friedlich oder politisch stabil. „In der Ankündigung der Ausweisung für Awas stand sogar, dass sie jung sei und sich dort ein Leben aufbauen könnte“, erzählt Marigona. „In einem Land, in dem fast Bürgerkrieg herrscht.“ Aus eigener Erfahrung weiß sie auch, dass sich Kinder von Migranten in Deutschland meist eingelebt haben und sich wie Deutsche fühlen. Das gilt auch für Awas Ahmi. „Sie ist in unserer Schule voll integriert und lebt wie alle Jugendlichen hier.“ Und darum ärgerte die Schüler der „Regine Hildebrandt“ auch, dass Awas Ahmi von der Ausländerbehörde als „nicht integriert“ eingestuft wurde. „Niemand hat mit ihr gesprochen und sich ein Bild von ihr und ihrem Leben in Magdeburg gemacht“, schüttelt Marigona den Kopf. Im Rahmen ihrer Aktionen für Awas nahmen die Schüler auch Kontakt zum Caritas-Verband auf. Der Sozialverband der katholischen Kirche kennt die Probleme von Asylbewerbern gut und sagt sofort seine aktive Hilfe zu.
Und von dort kommt nach 14 Tagen dann auch die erlösende Meldung: Das deutsche Asyl- und Ausländerrecht solle geändert werden! Ausländische Jugendliche, die lange genug in Deutschland leben, dürfen bis zum 18. Lebensjahr bleiben und dann die deutsche Staatsangehörigkeit beantragen. Und da sie als Minderjährige nicht allein bleiben können, werden auch deren Eltern geduldet. Die Ausländerbehörde der Stadt Magdeburg sah die rechtliche Lage dann ebenso und teilte dies der Familie von Awas Ahmi mit. „Wir waren super glücklich und haben uns gefreut, dass unsere Aktionen am Ende doch etwas genützt haben“, sagt Marigona.
Damit haben die aufregenden Tage im April 2011 erst einmal ein gutes Ende gefunden. Awas kann in Deutschland bleiben, an der IGS in Magdeburg ihr Abitur machen und sich ein Leben hier aufbauen. Und ihre Klassenkameraden, was bleibt für sie am Ende zurück: Den Zusammenhalt in der Klasse habe die Aktion weiter gestärkt.
Und: „Wir haben alle die Erfahrung gemacht, dass man, wenn man kämpft, auch Erfolg haben kann. Und darum werden wir auch in Zukunft immer eine gute Sache unterstützen. Auch wenn wir nicht mehr hier in unserer Schule sind“, sagt Viktoria Fritz. Von Peter Ließmann (Quelle: Volksstimme vom 06.12.2011)



Marigona Huseni (Mitte) und ihre Mitschüler Eric Nordmann, Lisa Bischoff, Svenja Beck, Viktoria Fritz und Robert Kriebel haben im vergangenen April dafür gekämpft, dass eine syrische Mitschülerin nicht aus Deutschland ausgewiesen wurde. Foto: Viktoria Kühne

Ab sofort ein zusätzliches kostenloses Abo für die Stadtteilzeitung „Der Lindwurm“
Seit nunmehr 3 Jahren erscheint vierteljährlich die Stadtteilzeitung „Der Lindwurm“ im Kannenstieg und am Neustädter See. In einer Auflage von 3000 Exemplaren steht sie den Bewohnerinnen und Bewohnern kostenfrei zur Verfügung. Bislang wurden die Exemplare in verschiedenen Einrichtungen ausgelegt und konnten von dort bezogen werden.
Bis jetzt! „Der Lindwurm“ möchte populärer werden.
Das Redaktionsteam bietet daher ab sofort ein zusätzliches kostenloses Abo an. Statt die Zeitung nur über Selbstabholung in Einrichtungen der Stadtteile zu erhalten, können Sie nun den „Lindwurm“ auf Wunsch kostenlos in den Briefkasten geliefert bekommen. Mit diesem Abo-Angebot versprechen sich die Macher des Lindwurmes eine größere Leserschaft zu gewinnen. Natürlich finden Sie die aktuelle Ausgabe der Stadteilzeitung auch weiterhin in den verschiedenen Einrichtungen der Stadtteile.
Es sei ebenfalls erwähnt, dass die Stadtteilzeitung von Bürgern für Bürger gemacht wird. Es steht jedem Bewohner frei, eigene Artikel oder Geschichten im „Lindwurm“ zu veröffentlichen. Von Ihren Beiträgen lebt die Zeitung. Wollen Sie über eine spannende Stadtteilstory berichten, aber nicht selber zur Feder greifen, vereinbaren Sie einen Termin- wir schreiben Ihre Geschichte!

Ihr Abo wird entgegengenommen im Stadtteilbüro „Im Brunnenhof 9“ (persönlich oder postalisch) sowie über Telefon 2886044 bzw. unter der E-Mail: organisatoren@gmx.de. (Dieses Lieferangebot bezieht sich ausschließlich auf die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See!

2. Auflage der Stadtteilchronik in Arbeit
Die Mitarbeiter des Sozialraumprojektes Nord arbeiten auch nach dem Erscheinen der Stadtteilchronik weiter an der Geschichte des Stadtteiles. In den letzten Monaten stellten Bewohnerinnen und Bewohner neues, interessantes Material zur Verfügung.
Unser Ziel ist es, im Jahr 2013 zum 40. Geburtstag des Wohngebietes eine 2. Aufage der Chronik zu präsentieren. Dabei soll es sich um eine Chronik für beide Stadtteile handeln.
Vorallem möchten wir hauptsächlich mit Materialien der Bewohner arbeiten. Die Identität eines Stadtteiles liegt in den Menschen, welche hier leben. Wir wollen versuchen, diese Identität in die Stadtteilgeschichte zu transportieren.
Unterstützen Sie uns! Wir suchen Bilder, Unterlagen oder interessante Geschichten aus dem Kannenstieg und vom Neustädter See. Kontakt zu uns erhalten Sie über den Infotreff “Am Seeufer 8” und über das Stadtteilbüro “Im Brunnenhof 9”. Marcel Härtel, Mitarbeiter Sozialraumprojekt Neustädter See

Auswertung Balkon-Wettbewerb 2011
Vielen Dank für die Einsendungen zu unserem Aufruf für den schönsten Balkon im Kannenstieg und Neustädter See! Unter allen Einsendungen hat die Jury folgende Preisträger ermittelt:



1. Preis: ein Baumarktgutschein über 50 € geht an Frau Regina Gericke aus der Johannes-R.-Becher-Straße




2. Preis: ein Buch über Garten- und Terassengestaltung geht an Familie Steinke aus der Salvador-AllendeStraße




3. Preis: ein stabiler Pflanzenroller geht an Vera und Jürgen Dalichau aus der Hans-Grundig-Straße.

Die Redaktion bedankt sich noch einmal bei allen, die am Balkonwettbewerb teilgenommen haben, wünscht den Gewinnern viel Spaß mit den Preisen und allen für das nächste Jahr kreative Gestaltungsideen für ihr Zuhause.
Frank Oswald, Organisator im Stadtteilbüro

29.11.2011
Einbrecher naschen aus Imbisskiosk

Neustädter See (mf): Bei einem Einbruch in einen Imbisskiosk in der Salvador-Allende-Straße haben Unbekannte am Sonntag Chips und Kekse entwendet. Die Täter hatten einen Rollladen hochgeschoben und eine dahinter befindliche Scheibe eingeschlagen. (Quelle: Volksstimme vom 29.11.2011)

25.11.2011
Das niedliche Trio vom Neustädter See



Jessica Herrmann und ihr niedliches Trio Simon (40 cm /1340 g), Fabienne (38cm /1280 g) und Pietro (40 cm /1330 g); am 13. September hat sie die Drillinge in der Uni-Frauenklinik zur Welt gebracht. Damit die ersten Wochen danach für sie nicht ganz so schwierig werden, wird Jessica Herrmann von DRK-Kinderkrankenschwester Ellen Langbein (l.) tatkräftig unterstützt. Überhaupt ist die alleinerziehende Mutti allen Menschen und Organisationen, die ihr bei dieser nicht ganz alltäglichen Familiengründung geholfen haben, sehr dankbar. Dazu gehört auch der Verein „Help“. Vorstandsmitglied Wilhelm Töller (r.) stattete der jungen Familie einen Besuch ab. Foto: V. Kühne (Quelle: Volksstimme vom 25.11.2011)

24.11.2011
Schade, dass der Zoo nicht reagiert - Zur Debatte um den Zoo-Eingang in Nord:

Der zweite Zooeingang ist dringend nötig. Das sehen aber leider nur die Bürger und Zoonutzer so. Der Zoo selber leider nicht. Es ist schon schade, dass auf Vorschläge nicht eingegangen wird. Die Aktion im letzten Jahr mit dem Versuch, wie viele Bürger diesen Eingang nutzen, musste ja scheitern, denn ich kaufe doch im Haupteingang keine Karte und gehe dann wieder zurück. Und eine Jahreskarte kaufe ich mir auch nicht, nur weil der Eingang ein paar Wochen geöffnet wurde. Es ist schon schade, wir haben viele Jahre eine solche Jahreskarte gehabt, waren jede Woche mit unseren Kindern im Zoo. Ja, wegen des Zoos sind wir nach Nord gezogen. Aber diesen großen Bogen wollen wir einfach nicht laufen. Was ist überhaupt, wenn die Straße am Vogelgesang zu ist? Dann muss ich, obwohl ich den Zoo aus meinem Fenster sehen kann, mit dem Auto fahren? Auch unsere Uroma schafft es wie so viele andere Menschen nun nicht mehr. Eine Bitte an den Zoo: Es wurden doch Möglichkeiten aufgezeigt, nehmt diese Möglichkeiten an und es werden auch mehr Jahreskarten gekauft - dann auch wieder von uns! Sandra Kollwitz, 39126 Magdeburg (Quelle: Volksstimme vom 24.11.2011)

24.11.2011
„Wir können die Physik leider nicht überlisten“
Der Umweltbeigeordnete Platz erklärt vor erbosten Ringanwohnern in Nord, warum es keinen Lärmschutz für alle gibt

In einem Bürgerforum mit rund 30 Besuchern in der Hoffnungsgemeinde sagte Platz am Dienstagabend: „Wir können die Physik leider nicht überlisten.“ Mit der für rund 3,9 Millionen Euro gebauten Lärmschutzwand am Magdeburger Ring in Nord sei der technisch und finanziell bestmögliche Lärmschutz für so viele Anwohner wie möglich realisiert worden.
Sogar Karl-Heinz Huth aus der Hans-Grundig-Straße, einer der Kritiker, räumte ein: „Da hat die Stadt für 1300 Anwohner eine tolle Tat vollbracht, das kann man gar nicht hoch genug einschätzen.“
Platz gab zu: „Den übrigen rund 200 Anwohnern, die wir nicht erreicht haben, nützt das wenig, das ist mir auch klar.“ Dieser Fakt sei im Vorfeld von der Stadt aber in allen Beschlussvorlagen benannt, jedoch in der Öffentlichkeitsarbeit womöglich nicht ausreichend betont worden, sagte Platz selbstkritisch. Die Folge: Von den Betroffenen kommen massive Beschwerden (die Volksstimme berichtete mehrfach).
„Die Enttäuschung ist nachvollziehbar“, sagte Dr. Frank Thomas vom Ingenieurbüro Eco Akustik, das für die Planung zuständig war. Grund: Für die 9. und 10. Etagen sei zwar durch die sieben Meter hohe Lärmschutzwand noch eine Minderung des Schallpegels um drei Dezibel erreicht worden, was einer Halbierung der Verkehrsstärke entspreche. Doch könne diese Lärmminderung nur im direkten Vergleich empfunden werden. Thomas demonstrierte dies an Hörbeispielen. Holger Platz anschließend: „Ich habe auch keinen Unterschied gehört.“
Mit anderen Worten: In den beiden obersten Etagen wird der Lärm vom Magdeburger Ring de facto genauso laut wahrgenommen wie bisher ohne Lärmschutzwand.
Tiefbauamtschef Thorsten Gebhardt: „Verhindern ließe sich das nur, wenn wir den Ring einhausen würden. Doch das werden wir sicher alle nicht erleben, dass eines Tages der Ring eingehaust wird.“ Weitere Mieter in weiteren Etagen seien betroffen, da durch Ringauf- und Abfahrten die Führung der Lärmschutzwände aufgeweitet werden musste, erklärte Frank Thomas. Einen Rechtsanspruch auf Lärmminderung gebe es ohnehin nur, wenn Straßen in bestehenden Wohngebieten neu gebaut oder erheblich erweitert werden, betonte Gebhardt. Um Gesundheitsgefahren für Anwohner zu reduzieren, würden jedoch bundesweit Lärmaktionspläne aufgelegt, die je nach Haushaltslage umgesetzt werden. Dennoch will der Umweltbeigeordnete Holger Platz sich für die bisher nicht spürbar entlasteten Mieter in Nord einsetzen.
Zum einen müsse die Stadt sich darum bemühen, das Verkehrsaufkommen auf dem Magdeburger Ring nicht weiter zu erhöhen, zum Beispiel durch Straßenführungen im Zusammenhang mit dem Weiterbau der A14.
Zum anderen lenkte Holger Platz die Aufmerksamkeit auf Schallschutzmaßnahmen der Vermieter. Zwar seien die Wohnungen in den Hochhäusern an der nördlichen Stadteinfahrt bereits mit Schallschutzfenstern ausgestattet, jedoch nicht mit sogenannten Schallschutzlüftern. Solche Geräte (Stückpreis rund 500 Euro) könnten die Frischluftzufuhr in Räumen sichern, ohne dass ein Fenster geöffnet werden müsste.
„Wir haben in Kürze am Tisch des OB Gespräche mit den Magdeburger Wohnungsunternehmen zu verschiedenen Themen. Da werde ich Ihr Anliegen zur Sprache bringen. Und ich bitte auch Sie, sich über Mieterbeiräte oder ähnliche Gremien für eine Nachrüstung mit solchen Lüftern bei ihrem Vermieter einzusetzen“, sagte Holger Platz an die betroffenen Anwohner gerichtet. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 24.11.2011)



Karl-Heinz Huth, einer der betroffenen Anwohner, zeichnete die Probleme der lärmgeplagten Mieter nach. Fotos (3): Robert Richter



Der Beigeordnete Holger Platz (M.) sowie Amtsleiter Rolf Warschun (r.) und Detlef Schulze vom Umweltamt notieren sich Beschwerden.



Dr. Frank Thomas vom Ingenieurbüro Eco Akustik schilderte ausführlich und plastisch Entstehungsgeschichte und Auswirkungen der Lärmschutzwand in Nord. Hier zeigt er den Aufbau der Schutzelemente.
 

21.11.2011
Brandstiftung auf dem Schulhof

Neustädter See (kt): Unbekannte Täter haben am Sonnabendnachmittag ein Holzklettergerüst auf einem Schulgelände an der Pablo-Neruda-Straße in Brand gesetzt. Die Feuerwehr löschte und konnte Teile retten. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 1000 Euro. (Quelle: Volksstimme vom 21.11.2011)

17.11.2011
Von der Werft in Ehehafen
Elfi und Kurt Heinrichs aus der Dr.-Grosz-Straße (Stadtteil Neustädter See) gaben sich am Donnerstag vor 60 Jahren das Ja-Wort. Heute kommt die Verwandtschaft mit Sohn, zwei Enkelsöhnen und einem Urenkel zum Gratulieren. Kennengelernt hatten sich die beiden in der Schiffswerft in Rothensee, wo sie als Sachbearbeiterin tätig war, er als Schiffszimmerer. Elfi Heinrichs verließ die Werft später für ein Studium, arbeitete dann viele Jahre als Unterstufenlehrerin. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.11.2011)

„Wir sind noch immer glücklich zusammen, und unsere Kinder und Enkel sind unser Stolz!“ Foto: R. Richter
 

17.11.2011
Ausbau der Zoo-Haltestellen verschiebt sich auf 2013

Es war eine der letzten Amtshandlungen des langjährigen Verkehrsministers Karl-Heinz Daehre (CDU). Kurz vor seinem Abschied in den Ruhestand präsentierte er im vergangenen April die Lösung für ein jahrelanges Ärgerthema. Und das in Form eines Fördermittelbescheides für den barrierefreien Ausbau der Haltestellen am Zoo.
Der sollte in diesem Herbst beginnen und bis Ende des Jahres erledigt sein. Kosten: rund 410.000 Euro, davon die Hälfte von der EU. Getan hat sich bis heute nichts, und die Zoobesucher sind verärgert. Der prominente Haltepunkt am einzigen Zooeingang ist nach wie vor für ältere Fahrgäste, Besucher mit Rollstühlen oder Eltern mit Kinderwagen schwerlich nutzbar. Bei einem Bürgerforum in Nord schlug dem Oberbürgermeister jüngst der Protest von Zoofreunden entgegen.
Lutz Trümper beteuerte, weder die Stadt noch die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) könnten etwas dafür: „Das Geld ist da, und die Haltestellen wären schon längst wie versprochen im Bau, wenn nicht ein Bürger Einspruch dagegen eingelegt hätte.“
Sein Beigeordneter für Bauen und Verkehr und Baurechtsexperte Dieter Scheidemann (Chef des MVB-Aufsichtsrates) erläuterte die Hintergründe auf Volksstimme-Nachfrage. Demnach wollten die Verkehrsbetriebe auf ein langwieriges Planfeststellungsverfahren verzichten. Das Schnellverfahren funktioniert aber nur, wenn alle von dem Vorhaben tangierten Anlieger, Verbände und Behörden dafür ihre Zustimmung geben. Gegenwind erwarteten die MVB hier nicht. Den gab es dann aber doch. „Es gab einen einzigen Einspruch gegen den angestrebten Planverzicht“, sagte MVB-Sprecherin Birgit Münster-Rendel der Volksstimme. Stadtrat Oliver Müller (Die Linke), Aufsichtsratsmitglied der MVB, ärgert sich: „Ein Eigentümer will die Haltestellen nicht vor seiner Haustür haben und bringt das Vorhaben in Verzug. Zum Glück verfallen die Fördermittel nicht, so wurde es uns zugesagt.“ Denn nun muss das Planfeststellungsverfahren doch eingeleitet werden. Birgit Münster-Rendel, MVB, nennt die Konsequenz: „Wir können den Ausbau voraussichtlich erst im ersten Quartal 2013 realisieren.“
Für beide Haltestellen am Zoo sollen auf dem Schöppensteg Warteinseln (ein Meter breit, 50 Meter lang) sowie Wartehäuser gebaut werden. Die Anhebung der Fahrbahn soll den barrierefreien Ein- und Ausstieg für die Fahrgäste ermöglichen. Und auch eine Ampel und ein Überweg zum sicheren Überqueren des Schöppenstegs sind geplant. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 17.11.2011)



Da waren sie noch guter Dinge: Michael Jahn vom Planungsbüro, der Baubeigeordnete und MVB-Aufsichtsratschef Dieter Scheidemann, der damalige Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre, MVB-Geschäftsführer Klaus Regener und Zoodirektor Kai Perret (v. l.) im April 2011 bei der Übergabe des Fördermittelbescheids an der Haltestelle Zoo. Foto: MVB

16.11.2011
Pro und Kontra zum Nordeingang - Zur Debatte um einen Nordeingang für den Zoo:
„Diese Debatte werde ich nicht mehr mit Ihnen führen! Ihre Argumente sind unehrlich.“ Mit diesen Worten startete der OB in die GWA-Sitzung am 2. November im Kranichhaus. Nur eine Lösung, welche dem Zoo keine Kosten verursacht, sei akzeptabel und umsetzbar. Im Laufe der Sitzung kam ein Vorschlag: mit einem Unternehmer die Öffnung zu gewährleisten. Keine Kosten für den Zoo, in seiner Formulierung so dargelegt, dass es nach den anfänglichen Aussagen des OB alle Bedingungen erfüllen würde (Anmerkung: Die neue Gaststätte an der Elefantenanlage soll genau zu den Bedingungen umgesetzt werden). Dieser Vorschlag wurde vom OB in der Sitzung permanent ignoriert.
Die anwesenden Teilnehmer haben in der GWA-Sitzung nicht über den Vorschlag von Herrn Salzborn abgestimmt. Diese Abstimmung sollte dringend nachgeholt werden, denn laut Presse steht dieser Unternehmer in den Startlöchern. Nach monatelangen Diskussionen scheint diese Variante, die, für beide Seiten, einzige akzeptable Lösung darzustellen. Der Zoo hat keine Kosten und die Befürworter und Unterstützer des 2. Eingangs hätte die Bedingungen einer kostenneutralen Öffnung erfüllt. Marcel Härtel, Magdeburg

Mit dem Rollstuhl in den Zoo
Nach dem Erscheinen des Artikels entschloss ich mich mit dem Rollstuhlbike zusammen mit meinem Lebensgefährten per Fahrrad den ca. 5,6 Kilometer entfernten Magdeburger Zoo aufzusuchen. Es war ein wunderschöner Herbsttag, und wir hatten jede Menge Freude auf unserer autofreien Tour. Im Artikel wird berichtet, dass den Anwohnern der Zoo-Nordseite nicht zugemutet werden kann, den Umweg über den Eingang Zoowelle zu nutzen. Sie fordern deshalb einen weiteren Eingang an der Nordseite. Dies halte ich angesichts der hohen Umbaukosten und der klammen Kassen der Stadt für nicht vertretbar. Den relativ kleinen Umweg über den Eingang Zoowelle halte ich auch für Behinderte zumutbar. Nach meinen Recherchen beschränken sich andere Städte wie Leipzig, Hannover, Berlin auf einen Zoo-Eingang. Ich plädiere allerdings dafür, dass der Eingang Zoowelle entsprechend der UN-Behindertenkonvention barrierefrei - das heißt für alle, Menschen mit Behinderungen, mit Mobilitätseinschränkungen, ältere Menschen, Menschen mit Rollatoren und Familien mit Kindern, uneingeschränkt nutzbar – gestaltet wird. Der Eingang Zoowelle erfüllt schon jetzt einige dieser Kriterien wie Behinderten-WC, Bistro, Shop. Allerdings müssen noch normgerechte Behindertenparkplätze und unverzichtbar eine barrierefreie Straßenbahnhaltestelle Zoo errichtet werden.
Ich appelliere an diejenigen, die den Ausbau der barrierefreien Straßenbahnhaltestelle Zoo ablehnen, ihre Bedenken zugunsten eines Verkehrssystems für alle zurückzustellen. Denn vielleicht schon morgen könnten sie selbst wegen einer Mobilitätseinschränkung (Unfall, gebrochenes Bein usw.) auf eine barrierefreie Haltestelle angewiesen sein. Dies würde den Zoo für alle Bürger nicht nur der Stadt, sondern auch für die umliegenden Städte und Gemeinden attraktiver machen. Der Zoo Magdeburg könnte dies auch werbewirksam vermarkten und dadurch höhere Einnahmen erzielen. Irmgard Wandt, Hans-Peter Stavenhagen, 39108 Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 16.11.2011)

11.11.2011
Zoo-Nordeingang: Ehrliche Debatte gefragt
Zur Debatte um die Öffnung eines Nordeingangs des Zoos:

Eine ehrliche Debatte, wie vom Oberbürgermeister gefordert, zu der von den Bürgern gewünschten Öffnung eines Zooeinganges im Norden des Zoologischen Gartens ist notwendig. Anders kann man nicht miteinander umgehen. Zu dieser Ehrlichkeit gehört aber auch, dass alle Gesichtspunkte, die mit der Gestaltung des Zoo, seiner Einrichtungen und Anlagen verbunden sind, berücksichtigt werden. Die mit der Zooerweiterung verbundene Schließung des Parkplatzes am Osteingang, der erst in den 90er Jahren mit sehr viel Aufwand völlig neu errichtet worden ist, kann in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben. Was ist mit den Kosten für diese aufwendige Baumaßnahme? Können wir es uns leisten, dass nach wenigen Jahren eine völlig neu errichtete Anlage so einfach als nutzlos angesehen und geschlossen wird? Was ist mit dem ebenfalls erst vor wenigen Jahren vollständig neu hergerichteten Osteingang? Diese Investition, die nach den Mitteilungen anlässlich der GWASitzung in Zukunft wenigstens noch zeitweilig als Zwischenlösung genutzt werden soll, fällt ebenfalls nach einer nur wenige Jahre dauernden Nutzung alsbald der Spitzhacke zum Opfer. Geht das so einfach? Erwähnt werden muss auch, das die erst in den 90er Jahren hergerichtete Straße „Am Vogelgesang“ ebenfalls der neuen Elefantenanlage zum Opfer fallen soll und alsbald geschlossen wird. Wo bleiben nur die Steuergelder? Maximilian Schmidt, 39128 Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 11.11.2011)

Warum diese lange Diskussion um den Zooeingang Nord.
Jahre bevor das Wohngebiet Nord erschlossen wurde, gab es nur einen Zooeingang, der von der Kastanienstraße erreichbar war. Danach wurde der Zooeingang-Nord eröffnet. Später kam der modernere Eingang am Vogelgesang hinzu. Nun haben wir einen noch besseren Zooeingang „Die Zoowelle“. Die Stadt und auch der Zoo müssen sparen, dass weiß jeder normale Bürger. Es wäre doch kein Problem, wenn man den Nordeingang nur zum Wochenende öffnen würde. Es gibt viele Bürger, die sich ein paar Euro hinzuverdienen wollen. Da braucht man keine Arbeitsverträge für Festanstellung und die Bürger vom Wohngebiet Nord haben einen kürzeren Weg. Ich wünsche mir, dass sich unserer OB Lutz Trümper dafür einsetzt. Er möchte ja auch, dass Magdeburg weiter zu einem Anziehungspunkt wird und dazu gehört nun mal auch der Zoo.
Bernd-Jürgen Wöhler, 39126 Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 11.11.2011)

11.11.2011
„Ahoi“ bis zum nächsten Fest

Schon seit Bekanntwerden des Veranstaltungsplanes für das Jahr 2011 haben wir uns auf das Herbstfest und besonders auf den Shanty-Chor des Magdeburger Segelvereins gefreut! Alle stimmungsvollen Seemannslieder waren uns bekannt und durch Mitsingen und Schunkeln kam bald eine tolle Stimmung auf. Nach lang anhaltendem Applaus verließen uns die Männer vom Chor - bis zum versprochenen nächsten Mal - wir freuen uns schon jetzt darauf!
Ein großes Dankeschön auch an unser Küchenteam, die Pflegekräfte und Therapeuten, die uns an diesem Nachmittag so liebevoll betreuten und dafür auch einen Teil ihrer Freizeit „opferten“! Und nicht zu vergessen: ein Dank an unsere Leitung - ganz besonders an unsere Pflegedienstleiterin Helga Schwenke, die gemeinsam mit den oben genannten Kollegen für einen reibungslosen Ablauf dieser wirklich gelungenen Veranstaltung gesorgt hat. Danke - Ahoi! - bis zum nächsten Mal! Im Namen der Bewohner des Alten- und Pflegeheimes Heideweg - Edith Suchantke, Bewohnerbeirat, 39126 Magdeburg (Quelle: Volksstimme vom 11.11.2011)

09.11.2011
CDU-Stadtrat: „Nordeingang wäre sofort möglich.
Mein Eindruck ist leider, dass von Seiten der Stadt und des Zoos kein Interesse besteht.“

Hubert Salzborn will mit Unternehmerhilfe Forderung der Zoo-Anwohner aus Nord in die Tat umsetzen. Der verbale Schlagabtausch im Kranichhaus am Neustädter See zwischen den Befürwortern eines Zoo-Nordeingangs und den Gegnern mit Oberbürgermeister Lutz Trümper und Zoochef Kai Perret an der Spitze war in der Vorwoche der vorläufige Höhepunkt der monatelangen Auseinandersetzung (Volksstimme berichtete).
Der CDU-Mann Hubert Salzborn will die keinesfalls enden wollende Debatte nun in eine neue Richtung lenken. Er erklärt gar selbstbewusst, den Streitpunkt rasch aus der Welt schaffen zu können. Und das zum Wohle beider Streitparteien. „Die finanziellen Sorgen des Oberbürgermeisters teile ich, aber ich verstehe auch die Forderung der Menschen aus Nord nach einem Nordeingang“, sagt Salzborn. „Ich bin auch der Ansicht, dass mit einem Nordeingang das Potenzial möglicher Besucher aus Nord erschlossen werden kann, die es derzeit schlicht lassen, den Umweg durch den Vogelgesangpark zur Zoowelle zu gehen.“
Dabei wäre aus Salzborns Sicht eine „dauerhafte, kostenneutrale Lösung im Sinne beider Seiten sofort möglich – wenn man es ernst meinte“. Im Volksstimme- Gespräch erklärt der Stadtrat aus Neustadt seinen Plan: „Ich habe einen Unternehmer gefunden, der ist bereit in dem Gebäude des alten Nordeingangs einen Eisladen bzw. eine Verkaufsstelle zu eröffnen, wie es sie viele Jahre an der Stelle schon gab. Das Häuschen dafür ist da und könnte ohne großen Umbau genutzt werden, der Unternehmer würde sofort loslegen. Das Wichtigste:
Er wäre auch bereit, Verkauf und Kontrolle von Karten für den Zoo zu übernehmen und so ohne Personalkosten den Nordeingang zu ermöglichen“, sagt Salzborn, der den Namen des Unternehmers bislang für sich behalten will. Salzborn: „Mein Eindruck ist leider, dass von Seiten der Stadt und des Zoos, warum auch immer, kein Interesse an dieser Lösung besteht.“
In der Tat hatte Salzborn die Idee auch schon auf dem Bürgerforum in der vergangenen Woche angerissen, ohne dass der OB oder der Zoochef darauf öffentlich eingegangen wären. Stattdessen hob Trümper als Chef des Zoo-Aufsichtsrates hervor, dass die Stadt sich, bestätigt mehrheitlich vom Stadtrat, mit dem
Zooentwicklungskonzept aus wirtschaftlichen Gründen klar zu nur einem Eingang bekannt habe. Der von städtischen Zuschüssen abhängige Zoobetrieb sei auf Einnahmen aus Verkäufen im Zooshop und Gebühren aus dem geplanten neuen Parkplatz am Vogelgesang angewiesen.
Zoodirektor Kai Perret hatte während der Veranstaltung indes angekündigt, im Zuge eines Gastronomieneubaus in den nächsten Jahren am alten Nord-Osteingang mit einem möglichen privaten Investor über ein ähnliches Modell verhandeln zu wollen, wie Salzborn es nun vorschlägt. Mit dem künftigen Gastronomiebetreiber könne der Zoo auch über einen Eingang sowie die Übernahme von Kartenverkauf und -kontrolle verhandeln. Die Planungen für den Neubau sollen laut Perret 2012 beginnen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 09.11.2011)

04.11.2011
Streit um Zooeingang mit ausgefahrenen Krallen

Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Ich habe keinen Grund und keinen Spaß daran, Geld zu verteilen, das wir nicht haben.“ „4200 Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache. Oder ist Ihnen egal, wie Familien in der Stadt denken?“ Karl-Heinz Huth, Sprecher Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg.
Die Debatte um den zweiten Zooeingang ist seit Monaten nicht totzukriegen. Oberbürgermeister Lutz Trümper sah sich veranlasst, persönlich in Nord Stellung zu beziehen, aber dennoch keinen großen Diskussionsbedarf. Rund 50 Besucher eines Forums der Arbeitsgruppen für Gemeinwesenarbeit (GWA) Kannenstieg und Neustädter See dafür umso mehr.
Lutz Trümper und Zoo-Direktor Kai Perret hatten zwar einen Joker parat, um erhitzte Gemüter zu besänftigen, den sie später auch zogen. Der OB wählte jedoch den harten Einstieg und polterte im Kranichhaus der Volkssolidarität am Schrotebogen zunächst drauflos: „Die ganze Debatte ist unehrlich. Wer einen Nordeingang will, muss auch sagen, wo her das Geld dafür kommen soll, und das können Sie nicht. Deshalb werde ich diese Diskussion auch nicht mehr mit Ihnen führen.“
Der Zooeingang im Norden ist aus Trümpers Sicht eigentlich Geschichte, seit der Stadtrat im Jahr 2010 mehrheitlich Perrets 20 Millionen Euro teurem Zooentwicklungskonzept mit der „Zoowelle“ im Vogelgesangpark als einzigem Einlass zustimmte. Der Zoo sei auf Einnahmen wie Parkgebühren oder Verkaufserlöse aus dem Shop in der „Zoowelle“ angewiesen. Damit müssten nicht zuletzt die Kredite getilgt werden, die für die Investitionen wie die „Africambo“-Anlagen und andere Attraktionen aufgenommen werden.
Bereits für den laufenden Betrieb erhalte die kommunale Zoo gGmbH aus der Stadtkasse jährlich Zuschüsse in Höhe von 3,2 Millionen Euro sowie 300.000 Euro von der Gemeinde Barleben. Ein zusätzlicher Eingang bedeute zusätzliche Investitions- und Personalkosten. Trümper: „Das muss alles refinanziert werden. Und ich habe keinen Grund und keinen Spaß daran, Geld zu verteilen, das wir nicht haben.“
Die Kritik aus Nord am fehlenden Nordeingang sei nachvollziehbar, „der Rest der Stadt sieht es aber nicht so“, sagte Trümper. Am Nordausgang werde hingegen nicht gerüttelt. Dieser sei für die Zukunft sicher.
Die Pro-Nordeingang-Fraktion, die nach eigenen Angaben 4200 Unterschriften für den zweiten Einlass sammelte, ließ sich davon nicht beeindrucken. Vertreter wie Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord argumentierten zum Beispiel mit den gesunkenen Besucherzahlen.
Diese waren 2010 im Vergleich zum Vorjahr um rund 10.000 zurückgegangen. Schuld daran sei der fehlende Nordeingang. Ein Anwohner schimpfte: „Ich fahre doch nicht mit der Straßenbahn oder dem Auto zum Zoo, wenn ich direkt am Zoo wohne!“ Ein Mieter aus der Salvador-Allende-Straße: „Sie verschenken ein Besucherpotenzial, das über die ,Zoowelle‘ nicht erschlossen wird.“
Karl-Heinz Huth, GWA-Sprecher vom Kannenstieg, sagte: „Die Schließung des Nordeingangs trifft auf breites Unverständnis bei den Magdeburgern, insbesondere in Nord. Die gesammelten Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache. Oder ist Ihnen egal, wie Familien in der Stadt denken?“
Hauptargument für den zweiten Eingang sei, „dass der Fußweg zur ,Zoowelle‘ für Familien mit Kindern, ältere Bewohner und Menschen mit Behinderungen unzumutbar ist“, erklärte Huth.
Für Kritik sorgt nach wie vor die erfolgte Testöffnung des Nordeingangs im Mai und Juni 2010. Damit hatte der Aufsichtsrat der Zoo gGmbH auf die Proteste im Norden reagiert. „Eine Öffnung über sechs oder sieben Monate wäre repräsentativer gewesen, und wir sind uns sicher, sie hätte auch ein anderes Ergebnis gezeigt“, sagte Huth. Der Zoo hatte den Versuch wegen zu geringer Nutzung als gescheitert betrachtet.
Auch der Verkauf von Jahreskarten zog nicht spürbar an. Dies hatten der Zoobetrieb und die Stadt aber zur Bedingung gemacht, um alternativ einen Nordeingang mit Chipkartensystem zu installieren. Die Vorgaben waren „niemals realisierbar“, kritisierte Huth und fragte: „War das Ergebnis so gewollt?“ Trümper ging darauf ein: „Ich stehe nach wie vor dazu: Wenn 1800 Jahreskarten im Bereich Nord verkauft werden, bauen wir den Eingang für Chipkartennutzer. Es hat sich doch aber gezeigt, dass die Jahreskarten nicht in dieser Dimension gekauft werden.“
Auch zu den gesunkenen Besucherzahlen äußerte sich Trümper: „Der Grund ist, dass wir insgesamt in der Stadt weniger Familien mit Kindern haben.“ Dies sind aus Trümpers Sicht die wahren Hauptnutzer des Zoos. Und: „Dazu kamen in den vergangenen Jahren die vielen Baustellen im Zoo, da waren doch kaum Tiere zu sehen.“ Mit der Eröffnung von „Besuchermagneten“ wie der neuen Elefantenanlage werde das Publikumsinteresse wieder steigen.
Zoodirektor Kai Perret durfte an diesem Abend die guten Nachrichten verbreiten:
„Der barrierefreie Ausbau des Ausgangs an der Nordseite wird über den Winter realisiert. Anfang 2012 beginnen die Planungen für einen Gastronomie-Neubau in Höhe des alten Osteingangs (befindet sich im Nordosten, die Redaktion). Diesen soll ein privater Investor bauen. Dort wird mit dem Neubau auch eine Eingangssituation in den Zoo geschaffen. Wir können mit dem Investor verhandeln, ob und zu welchen Bedingungen er vielleicht Kartenverkauf und -kontrolle übernehmen kann.“
Im Aufsichtsrat der Zoo gGmbH treffe dieser Vorschlag auf Wohlwollen, bestätigte Klaus Kutschmann (Fraktion CDU/BfM), eines der anwesenden Aufsichtsratsmitglieder.
OB Lutz Trümper griff schließlich den Vorschlag von Bürgervereins-Vertreterin Sandra Täntzler auf, im kommenden Jahr einen neuen, mindestens halbjährigen Testlauf für den Nordeingang zu starten. Täntzler hatte erklärt, Vereinsmitglieder stünden ehrenamtlich bereit, um die Aktion ohne zusätzlichen Personalaufwand für den Zoo zu ermöglichen. „Wenn Sie das ehrenamtlich übernehmen, können wir das machen“, sagte Trümper.
Fazit: Die für einen Nordeingang engagierten „Nordlichter“ können erneut einen Teilerfolg verbuchen. Das Thema bleibt weiter aktuell. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.11.2011)



Im vergangenen Jahr war der Nordeingang zwei Monate lang testweise geöffnet worden. Archivfoto: Uli Lücke



Siegfried Kratz, einer der Köpfe der Initiative für die Wiederöffnung eines Nordeingangs für den Zoo, spricht am vergangenen Mittwoch im Kranichhaus. Am Tisch hinter ihm (v. r.) Zoochef Kai Perret und OB Lutz Trümper sowie Mitglieder des Zoo-Aufsichtsrates. Foto: R. Richter

03.11.2011
Zoo-Nordeingang: „Die Debatte ist unehrlich“ - OB Trümper kritisiert Forderungen aus Nord

siehe auch: GWA-Protokoll vom 02.11.2011

Mit scharfen Worten hat Oberbürgermeister Lutz Trümper die Diskussion um den geforderten Zoonordeingang kritisiert: „Die ganze Diskussion ist unehrlich. Wer einen Nordeingang will, muss auch sagen, woher das Geld dafür kommen soll, und das können Sie nicht. Deshalb werde ich diese Diskussion so auch nicht mit Ihnen führen“, sagte Trümper gestern Abend. In einer gut 90-minütigen Diskussion nahm der OB gemeinsam mit Zoodirektor Kai Perret vor Stadtteilbewohnern vom Neustädter See und aus dem Kannenstieg dann doch ausführlich Stellung.
Trümper verwies darauf, dass vor Jahren mit dem 20 Millionen Euro schweren Zooentwicklungskonzept „2000plus“ im Stadtrat auch die Entscheidung für nur einen Zooeingang über die bereits neu gebaute „Zoowelle“ gefallen sei. Trümper: „Ein zweiter Zooein gang müsste zusätzlich finanziert werden, und das lohnt sich nicht.“ Die tief verschuldetet Kommune habe angesichts drohender weiterer Kürzungen bei den Landeszuweisungen kein Geld dafür, der Umweg für die Bewohner aus dem Norden zur Zoowelle sei zwar sicher ungewohnt, aber vertretbar.
Vertreter der Gemeinwesengruppen und vom Bürgerverein Nord forderten, dass der Testlauf für einen Eingang im Norden über einen Zeitraum von sechs Monaten wiederholt wird. Im Vorjahr hatte es eine zweimonatige Testphase gegeben. Anschließend hatten die kommunale Zoo gGmbH und deren Aufsichtsrat das Experiment als gescheitert bezeichnet. In Nord sammelten Bewohner 4200 Unterschriften für einen zweiten Eingang. Sie halten an ihrer Forderung fest. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.11.2011)



Voller Saal im Kranichhaus gestern bei der GWA-Sitzung mit dem OB.



Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Wer einen zweiten Zooeingang will, muss auch sagen, woher das Geld kommt.“ Fotos (2): Richter

02.11.2011
Oktober-Spaß lockte Kinder aus Nord in die Kirche - Gemeinde plant weitere Kreativtage

Am Projekt „Oktober-Spaß“ der evangelischen Hoffnungsgemeinde am Krähenstieg nahmen jetzt insgesamt 23 Kinder aus dem Bereich Magdeburg Nord teil. „Die Kinder kamen aus den verschiedensten sozialen Verhältnissen und Kulturen. Es waren vier interessante, spannende, kreative und spielerische Tage“, berichtet Gemeindepädagogin Renate Crein. „Gemeinsam kamen wir ins Staunen über die reiche Fülle, aus der Gott schöpft und in der er uns leben lässt. Mit Farben, Pfützen, Gips und Steinen haben wir unsere Welt greifbar gemacht.“ Akteure und Kinder sind sich einig, dass weitere ähnliche Aktionen folgen sollen.
Im Blick hat die Gemeindepädagogin zum Beispiel bereits die kommenden Winterferien im Februar. „Wer sich dafür interessiert, kann schon jetzt per E-Mail Interesse anzeigen unter buero@hoffnungsgemeinde.de. Man kann auch bei Konzerten oder anderen Veranstaltungen für Familien und Kinder in der Hoffnungskirche am Krähenstieg reinschnuppern, denn die Kirche ist ein kulturell- soziales Zentrum im Norden der Stadt“, so Gemeindepädagogin Renate Crein weiter. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 02.11.2011)



Kreativer Kreisel: Kinder und Gemeindemitglieder der Hoffnungskirche beim gemeinsamen Werkeln unterm Kirchendach. Foto: privat

01.11.2011
Neustädter See: Auf Tuchfühlung mit Nackedeis
Joggen um den Neustädter: Frischer Wind und Seeblick für Fortgeschrittene

(Zur Vollansicht der Bilder einfach draufklicken)

       

Die Strecke im Überblick
Länge: pro Runde ca. 5,4 km
Schwierigkeit: Fortgeschrittene
Untergrund: teils gepflastert oder asphaltiert, teils Schotter
Parken: in angrenzenden Wohngebieten, z.B. in der Salvador-Allende-Straße
Positiv: frische Brisen und Seeluft, schöne Ausblicke, Parken in unmittelbarer Seenähe möglich
Negativ: Wege nicht durchweg beleuchtet, Streckenverlauf teils schwer erkennbar, zur Badesaison nur begrenzt zugänglich.

Hoch, runter, links, rechts, Sprung! Der Trampelpfad an der Ostseite des Neustädter Sees bringt mich ganz schön ins Schwitzen. Enge Kurven, unebener Untergrund und wuchernde Büsche und Bäume machen diesen Streckenabschnitt zur Herausforderung und zum Erlebnis gleichzeitig. Hätte ich nur meine lange Trainingshose angezogen … In den Gräsern warten bestimmt hunderte Zecken nur darauf, dass ich sie mitnehme und sie sich an meinem Blut satt trinken können. Beinahe bereue ich meine Entscheidung, diese Route um den Neustädter See dem harmloseren Schöppensteg vorgezogen zu haben. Wer die Straße entlang der Bahngleise östlich des Sees nutzt, um ihn zu umrunden, lässt den abenteuerlichen Uferhang nämlich komplett aus.
„Querfeldstrecken sind nur etwas für Profis und Läufer ohne Vorschäden“, warnt Dr. Margit Rudolf, Orthopädin an der Universitätsklinik Magdeburg. „Dafür fördern und fordern sie die Aufmerksamkeit des Joggers mehr.“ Sportler, die jedoch schnell umknicken oder nicht gut räumlich sehen können, sollten lieber die Straße Am Schöppensteg wählen. Anfänger können dort entspannter Laufen und leichter ein gleichmäßiges Tempo halten.
In der Badesaison, wenn das Strandbad am See geöffnet hat, sind einige Ufer- und Strandbereiche des Sees für Jogger sogar komplett unzugänglich. Auch dann müssen Jogger auf die Wegführung außerhalb des Bads ausweichen. Zwar bieten sich einem dann nicht ganz so häufig die schönen Ausblicke auf den Neustädter See mit den hohen Plattenbauten des gleichnamigen Stadtteils im Hintergrund an. Und auch der Wind, der einem als Jogger aus Seerichtung oft erfrischend entgegenschlägt, kann Am Schöppensteg nicht wehen. Aber eine Runde um den Neustädter lohnt sich trotzdem, nicht zuletzt wegen vieler kleiner und größerer Biotope rund herum.
Ursprünglich wurde der See zum Abbau von Kies geschaffen. Dieser wurde zu DDR-Zeiten einerseits zum Wiederaufbau der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg und andererseits zum Aufbau des benachbarten Wohngebiets benötigt. Eine Runde um den Neustädter ist mit rund 5,4 Kilometer Länge nicht zu unterschätzen. Wer sie nicht ganz schafft, kann zwischendurch Gehpausen einlegen. Anfänger sind aber besser an anderen Stellen in Magdeburg aufgehoben, wo sie gegebenenfalls den Lauf auch abbrechen können. Hier ist dies zwar möglich, der Weg zurück zum Auto aber mitunter recht lang. Alle, die den See zum ersten Mal umrunden, sollten dies im Uhrzeigersinn tun. Die Streckenführung ist dann leichter ersichtlich. Da die Gehwege um den See nicht durchweg beleuchtet werden, empfiehlt es sich nur bei Tageslicht zu joggen. Der Boden ist unterschiedlicher Beschaffenheit, teils sind die Wege mit Schotter bedeckt, teils auch gepflastert oder asphaltiert. Bis auf den Fußpfad durch das Strauchwerk an der Ostseite des Sees ist die Route auch recht eben, hält also keine anstrengenden Höhen bereit. Parken lässt es sich bequem in den Straßen der angrenzenden Wohngebiete, an der Salvador-Allende-Straße oder am Schrotebogen. Das Seeufer ist dann nur wenige Meter entfernt.
Wer zur richtigen Zeit joggt (bis März zum Beispiel immer sonntags von 13 bis 15 Uhr), kann auf seiner Runde um das Gewässer auch einen Blick auf teils mehr, teils weniger talentierte Wasserakrobaten erhaschen. Auf der Wasserski- und Wakeboardliftanlage Cable Island lassen sich dann nicht nur Profis, sondern auch Anfänger auf einem Kilometer Länge per Lift über das Wasser ziehen – und manchmal zu Kunststücken hinreißen.
Vorsicht nur, wer Angst vor nackten Tatsachen hat. Der FKK-Strand des Neustädter Sees ist der einzig offizielle Nacktstrand in Magdeburg. Und auch außerhalb der Badesaison kommt manch ein Magdeburger an den See, um nackt in ihm zu baden. Auch beim Fototermin für die Volksstimme-Laufserie: Während ich versuche, dem Fotografen in schöner Manier vor seine Linse zu laufen, entledigt sich hinter uns unbeeindruckt ein älterer Mann seiner Kleidung und läuft schnurstracks ins Wasser.
Auch auf dem erwähnten Trampelpfad kann es zu unfreiwilligen Begegnungen dieser Art kommen. Als ich mich ständig duckend und hüpfend durch den Pfad kämpfe, taucht vor mir plötzlich ein Mann auf. Unsicher blickt er sich um, als er mich bemerkt, scheinbar nach etwas suchend. Wenige Meter später weiß ich, wonach er gesucht hat. Besser gesagt: nach wem. Zwei Männer warten dort auf einer Picknickdecke im Gebüsch. Manche Homosexuelle nutzen den versteckten Wegabschnitt nämlich auch für Treffen und Freizügigkeiten.
Gut, dass die Stadt plant, bis 2015 in mehreren Teilen einen neuen Geh- und Radweg um den See zu bauen. Dieser soll sowohl von Joggern, Spaziergängern als auch von Radfahrern und Skatern genutzt werden können. Der erste rund 600 Meter lange Abschnitt am Strandbad ist bereits fertig.
Von Volksstimme-Volontär Marc Lechtenfeld (Quelle: Volksstimme vom 01.11.2011)

26.10.2011
GWA kritisiert Umsetzung des Teilhabepakets

Die Leistungen aus dem Paket der Bundesregierung für Bildung und Teilhabe für Kinder aus einkommsschwachen Familien werden „noch nicht so angenommen, wie es wünschenswert wäre“. Das kritisierten Stadteilbewohner und Mitarbeiter aus sozialen Einrichtungen auf der jüngsten Sitzung der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Neustädter See.
Hintergrund: Magdeburgs Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning (Die Linke) hatte die GWA gebeten, Informationen zum Teilhabepaket im Stadtgebiet zu streuen und entsprechende Info-Blätter und Formulare zu verteilen. Daraufhin entspann sich während der Sitzung eine angeregte Diskussion. So debattierten die Teilnehmer darüber, wie „umfangreich das Antragsverfahren“ und wie“ langwierig die Antragsbearbeitung“ sei. Außerdem hätten von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Familien zum Teil Berührungsängste.
Für die Beantwortung spezieller Fragen rund um das Teilhabepaket soll eine Kollegin aus dem Sozial- und Wohnungsamt eingeladen werden, beschloss das Stadtteilgremium mehrheitlich. Die Anwesenden in der GWA sprachen sich dafür aus, zusätzlich den Sozialbeigeordneten Brüning persönlich zu einer Informationsveranstaltung nach Magdeburg-Nord einzuladen. Die Leitung der Integrativen Kindertagesstätte „Kinderland“ in der Lumumbastraße bot spontan ihre Räumlichkeiten als Versammlungsraum an. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.10.2011)

Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe (PDF-Dokument)
siehe auch Pressemitteilung vom 30.03.2011 im Nachrichtenarchiv 2011

26.10.2011
Magdeburgs Zooschule bezieht mit Insekten, Reptilien und Pflanzen neue Räume im Norden
Auge in Auge mit einer Schnappschildkröte „Die Bedingungen hier sind für unseren Unterricht ideal.“ Marina Bergmann, Lehrerin in der Magdeburger Zooschule. Die Geierschildkröte hat ihr Maul sperrangelweit aufgerissen, als wolle sie dem neugierigen Betrachter beherzt in die Nase beißen. Doch hinter dem Glas des Terrariums gibt es nichts zu holen für diese großmäulige Vertreterin aus der Familie der Schnappschildkröten. Die Besucher der Eröffnungsfeier am vergangenen Montag im sanierten Haus der Grundschule an der Pablo-Neruda-Straße können unbesorgt weiter neugierig dreinschauen ...
Mit der Neugestaltung des Grundschulkomplexes für mehr als zwei Millionen Euro (Volksstimme berichtete gestern) bekam auch die Magdeburger Zooschule nach langen Wanderjahren ein festes Zuhause: „Es war lange Zeit offen, wo wir bleiben werden, ob vielleicht direkt im Zoo oder in einer anderen Schule. Jahrelang waren wir auf Reisen und machten in verschiedenen Schulen Station. Jetzt sind wir angekommen!“, sagte Marina Bergmann.
Sie ist Biologielehrerin, unterrichtet an der Integrierten Gesamtschule „Regine Hildebrandt“ in Nord sowie parallel stundenweise in der benachbarten Zooschule, einer Einrichtung der Stadt und des Landes. Die Betreuung und den Unterricht über nehmen zwei Biologielehrerinnen und eine Erzieherin.
„Rund 8000 Kinder aus Einrichtungen aller Schulformen sowie aus Kindertagesstätten besuchen jährlich die Zooschule und erleben Biologie- oder Sachkundeunterricht am lebenden Objekt“, erzählte Marina Bergmann: „Die Bedingungen hier sind für unseren Unterricht ideal. Neue Terrarien haben wir auch bekommen.“ Zwei Klassenräume im Erdgeschoss ließ die Stadt dafür sanieren. Zusätzliche Räume für Verwaltung und Lager wurden ebenfalls eingerichtet. So teilen sich nun Schnappis, Schlangen und Insekten das gelb getünchte Schulhaus in unmittelbarer Zoonähe mit 275 Schulkindern und ihren Lehrern. Ein lang erhoffter Neustart für die traditionsreiche Einrichtung.
Immerhin: Bereits seit 1973 können die jungen Magdeburger in der Zooschule Tiere und Pflanzen unmittelbar erleben. So sollen Themen wie Verhaltensforschung, Genetik, Evolution oder Züchtung von Tieren besonders naturnah veranschaulicht werden. Kindereinrichtungen, Horte, aber auch Jugendklubs können sich dafür anmelden. Je nach Thema treffen sich die Gruppen auf dem Zoogelände oder in den Räumen der Zooschule an der Pablo-Neruda-Straße. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 26.10.2011)



Ob sie vielleicht keine Politiker mag? Diese Geierschildkröte in der Magdeburger Zooschule riss ihr Maul jedenfalls weit auf, als sie am Montag von FDP-Stadtrat Hans-Jörg Schuster beobachtet wurde.
Foto: Robert Richter

25.10.2011
Hier passen Form und Inhalt zusammen!“
Grundschule „An der Klosterwuhne“ nach zweijähriger Bauzeit gestern offiziell eingeweiht
Zum Davonlaufen sei das Schulgelände für die 275 Kinder aus Nord gewesen, sagte Schulleiter Torsten Olle.
Inzwischen macht der zuvor graue, triste DDR-Einheitsbau vom Typ „Erfurt“ im sonnenblumengelben Anstrich außen wie innen einen völlig anderen Eindruck. Michael Eckert, Schulentwicklungsplaner im Kultusministerium, beschrieb ihn in drei Worten: „Hell, freundlich, einladend.“ Die Schüler selbst besangen den neuen „Wohlfühlfaktor“ in den höchsten Tönen.
Michael Eckert sieht es von der Warte des Ministeriums aus so: „Hier passen Form und Inhalt zusammen!“ Mit Projekten wie den „Schulschreibern“, die literarisch von sich reden machten, setze die Schule schließlich seit Jahren starke inhaltliche Akzente.
Für das ehemalige Gebäude des Siemensgymnasiums, das nun das „Zuhause“ der Grundschüler aus Nord ist, legte die Stadt einen Drei-Stufen-Plan auf, der seit September 2009 abgearbeitet wurde. Auf die Sanierung des Schulhauses folgten der Umbau der Sporthalle und in diesem Jahr die Neugestaltung der Außenanlagen. Auch die Zooschule hat nach Jahren der Ungewissheit mit vielen Umzügen nun unter dem Dach der Schule „An der Klosterwuhne“ eine feste Bleibe gefunden.
„Die insgesamt 2,12 Millionen Euro wurden zu 87,5 Prozent mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II gefördert“, sagte Oberbürgermeister Trümper. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ver half der Grundschule am Neustädter See zum Aufschwung. Für die nächsten Jahre kündigte Trümper indes einen Kurswechsel an. Er wolle nun alles daransetzen, den Sanierungsstau in den Kindertagesstätten abzubauen. Für die noch unsanierten Schulen heiße es aus seiner Sicht: Abwarten. Trümper begründete das insbesondere mit dem (äußerst knappen) Stadtratsbeschluss zur Öffnung der Schuleinzugsbereiche (Volksstimme berichtete) und
wiederholte gestern seinen Standpunkt: „Wir wissen im Moment noch nicht, wie die Eltern darauf reagieren werden.“
In der Grundschule „An der Klosterwuhne“ (Pablo-Neruda-Straße) sind derzeit 275 Kinder angemeldet.
Die Sanierung des Hauses begann im September 2009. Von den Gesamtkosten (2,12 Millionen Euro) entfielen 898 000 Euro auf das Schulgebäude mit Aula und Speisesaal sowie rund 1,22 Millionen Euro auf die barrierefreie Komplettsanierung der Sporthalle. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 25.10.2011)



Heinz Ulrich (l.), Chef des Kommunalen Gebäudemanagements, zeigt hier dem CDU-Stadtrat Gunter Schindehütte die Vorzüge eines neu gestalteten Klassenraums in der Grundschule „An der Klosterwuhne“. Fotos (3): Robert Richter



Schulleiter Torsten Olle (l.) in der frisch sanierten Sporthalle im Gespräch mit Michael Eckert vom Kultusministerium.



Die Sportaußenanlagen wurden mit einer 50-Meter-Laufbahn und einer Doppelweitsprunggrube ausgestattet.

24.10.2011

Sanierung der Grundschule „An der Klosterwuhne“ in der Pablo-Neruda-Straße 13 vollständig beendet
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute den sanierten Schulkomplex in der Pablo-Neruda-Straße offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit Hilfe von Fördermitteln aus dem Konjunkturpaket II konnten alle Sanierungsarbeiten mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 2,12 Mio. Euro im September 2011 beendet werden.
"Die sanierte Grundschule bietet Schülern und Lehrern ein freundliches und harmonisches Unterrichtsumfeld", freut sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper. "Mein Dank gilt allen am Bau beteiligten Firmen und Unternehmen. Unterstützt durch umfangreiche Fördermittel aus dem Konjunkturprogramm des Bundes, konnte hier ein modernes Schulgebäude entstehen."
Die insgesamt 2,12 Mio. Euro teure Maßnahme wurde zu 87,5 Prozent mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II gefördert. Den restlichen Betrag hat die Landeshauptstadt aus Eigenmitteln aufgebracht. Von den Gesamtkosten entfielen 898.000 Euro auf das Schulgebäude und rund 1,22 Mio. Euro auf die Sporthalle.
Bereits im Sommer 2010 waren die Grundschüler in das sanierte Gebäude eingezogen, doch die Arbeiten an Fassade, Sporthalle und Außenanlagen dauerten noch an. Zu den im Dezember 2009 begonnenen Baumaßnahmen gehörten die Sanierung des Schulgebäudes, inklusive der Aula und des Speiseraumes, die barrierefreie Komplettsanierung der Sporthalle sowie die Neugestaltung der Sportaußenanlagen mit Laufbahn und Doppelweitsprunggrube. Die bereits in den vergangenen Jahren sanierten WC-Anlagen und die erneuerten Fenster blieben erhalten. Die ehemaligen Fachkabinette des Siemens-Gymnasiums wurden zurückgebaut und werden nun als Klassenräume genutzt. Außerdem wurden notwendige Brandschutzmaßnahmen umgesetzt und der Gebäudegrundriss an die künftige Nutzung durch Grundschule und Hort angepasst.
Um das Gebäude besser zu erschließen, wurden Türen zur Trennung der Treppenhäuser von den Fluren und im 2. und 3. Obergeschoss neue Flure eingebaut. Der Direktionsbereich der Grundschule befindet sich nun im zweiten Obergeschoss. Durch die Veränderungen im Grundriss entstand ein zusammenhängender Hortbereich mit acht Räumen im Erd- und ersten Obergeschoss an der Gebäudesüdseite.
Für den Unterricht in den Fächern Werken, Kunst, Computer, Musik, Englisch und Hauswirtschaft gibt es nun eigene Räume. Sanitär-, Heizungs- und Elektroanlagen in den Klassenzimmern wurden erneuert bzw. überarbeitet. Die Grundschule verfügt jetzt auch über ein Datennetz mit Zugängen in allen Klassen- und Arbeitsräumen.
Neben Grundschule und Hort hat auch die Magdeburger Zooschule in dem Gebäudekomplex eine neue Bleibe gefunden. Zwei Klassenräume im Erdgeschoss wurden dafür saniert und zusätzliche Räume für Verwaltung, Lager und Garderobe eingerichtet. In der Sporthalle wurden die Sanitär- und Umkleidebereiche entkernt und barrierefrei neu gestaltet. Während der Sanierungsarbeiten wurde außerdem der Fußboden komplett erneuert und neue Unterhangdecken angebracht. Der Umkleidebereich hat nun auch neue Sanitär- und Elektroanlagen und eine elektrische Be- und Entlüftungsanlage. In der Sporthalle blieb das vorhandene Parkett erhalten, wurde aber abgeschliffen und neu lackiert, während die alte Akustikdecke ganz ausgebaut wurde. Ebenfalls Teil der Sanierungsarbeiten war die Runderneuerung der haustechnischen Anlagen. So erhielt die Sporthalle zum Beispiel eine neue, ballwurfsichere Hallenbeleuchtung und Deckenstrahlheizung. Zusätzlich wurde eine Prallwand eingebaut.
Die Fassade der Sporthalle wurde wärmegedämmt und mit elektrischen Kippfenstern versehen. Nach der Inbetriebnahme der Sporthalle im Februar 2011 und dem Abschluss der Arbeiten konnte im Sommer noch eine 50-Meter-Laufbahn und eine Weitsprunganlage errichtet werden. (Quelle Text und Bild: Pressemitteilung von Montag, 24. Oktober 2011, Landeshauptstadt Magdeburg, www.magdeburg.de)

22.10.2011
Glockenfinanzierung steht
Hoffnungsgemeinde sammelt noch für Turm

Vor etwa einem Jahr begann die evangelische Hoffnungsgemeinde in Nord für neue Kirchenglocken Spenden zu sammeln.
Hintergrund: Die jetzigen Glocken muss die Gemeinde Ende dieses Jahres der Christusgemeinde im Hopfengarten zurückgeben. Diese hat bisher keinen Glockenturm und hatte ihr Geläut deshalb vor Jahrzehnten verliehen.
Inzwischen sind mehr als 18.000 Euro an Spenden eingegangen. „Darüber freuen wir uns sehr und danken herzlich. Damit ist der Glockenguss und ein Teil der Läutemaschine bereits finanziert“, informiert der Beirat der Hoffnungsgemeinde. „Wir brauchen allerdings für unsere neuen Glocken auch einen neuen Glockenturm und haben verschiedene Fördermittel beantragt, die aber die Gesamtkosten noch nicht decken werden. Darum bitten wir weiterhin um Geldspenden für unser Glockenprojekt.“
Spendenkonto: KD-Bank, Konto-Nr.: 1562 308 012, BLZ: 350 601 90
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 22.10.2011)

21.10.2011
Hoffnungsgemeinde sammelt „Schals für Demokratie“

Kunstprojektgruppe stellt neue Aktion für die nächste Magdeburger Meile der Demokratie im Januar vor
Die Vorbereitungen für die vierte Meile der Demokratie im Januar 2012 sind bereits im vollen Gange. Eine kleine Kunstprojektgruppe, die im vergangenen Jahr die Stühleaktion und im Jahr zuvor die Aktion „Mützen für einen klaren Kopf“ initiiert hatte, plant für 2012 das Projekt „Demokratie braucht Stimme – Schals für eine stimmige Demokratie“. „Wir laden Gruppen oder Einzelpersonen, Künstler und Künstlerinnen aller Art ein, einen oder mehrere Schals zu stricken, zu filzen, zu häkeln, zu nähen und die Ergebnisse im Büro der Evangelischen Hoffnungsgemeinde abzugeben. Dort wird sich die Projektgruppe dann darum kümmern, dass alle Schals mit dem Logo ,Demokratie braucht Stimme‘ versehen werden“, sagte Theologin Gabriele Herbst, die in der Projektgruppe mitwirkt.
Die Schals wollen die Initiatoren im Januar auf der „Meile“ gegen Spenden an Besucher abgegeben. „Sie sollen sowohl generell im Straßenbild, als auch bei einer angedachten Menschenkette für Demokratie und gegen rechtes Gedankengut zum Einsatz kommen“, wünschen sich Gabriele Herbst und ihre Mitstreiter. Dazu zählen auch Dr. Maik Hattenhorst (Stadtbibliothek), Dr. Jürgen Martini (ehemaliger Dozent), Jana Schule (Freiwilligenagentur) und Agnes Alteneder (Stadtmission). Der Erlös der Aktion soll einem gemeinnützigen Projekt in Magdeburg zugute kommen, das sich der Festigung und Förderung demokratischen Denkens und Handelns zuwendet. Ev. Hoffnungsgemeinde Magdeburg-Nord, Krähenstieg 2, Telefon 2 53 08 81
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 20.10.2011)

21.10.2011
Grüne denken laut über neue Ortsräte nach

In den Ortsteilen, die seit 1994 eingemeindet wurden, gibt es sie, und die Magdeburger Bündnisgrünen überlegen laut, ob es Ortschaftsräte nicht in weiteren Stadtteilen geben sollte. Die Einrichtung von Ortschaftsräten sei in der Vergangenheit bereits mehrfach im Stadtrat diskutiert worden und laut Gemeindeordnung des Landes möglich: „Wir Bündnisgrünen überlegen nun, einen erneuten Vorstoß zu wagen und weitere Stadtteile mit direkt von der Bevölkerung gewählten Ortschaftsräten zu versehen“, heißt es in einem offenen Brief, der an die bestehenden GWA-Gemeinwesenarbeitsgruppen in den Stadtteilen versandt wurde. „Ein solches Gremium ist aber nur dann sinnvoll, wenn es die kommunalpolitisch interessierten Aktiven vor Ort auch wirklich wollen“, so Wolfgang Wähnelt, Fraktionschef der Grünen im Stadtrat, in dem Schreiben. Deshalb haben die Grünen die Akteure in den GWA-Gruppen aufgerufen, sich zu positionieren.
In Rothensee (eingemeindet im Jahr 1908) fiel die Idee in der GWA bereits durch. „Es gab keine Zustimmung, weil dafür ein sehr hoher Zeitaufwand mit einem geringen Effekt erwartet wird und dies als verlängerter Arm der Stadtverwaltung angesehen wird. Bei aktiver Arbeit der GWA ist die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung schon gut“, so der Rothenseer GWA-Sprecher Ernst Wittstock.
In der GWA Neustädter See wussten die Akteure auf ihrer jüngsten Sitzung spontan nichts mit dem Vorstoß der Grünen anzufangen. Sprecherin Elvira Ferchland vertagte den Punkt kurzerhand auf die November-Sitzung, damit sich die Akteure zunächst informieren können.
Die Bündnisgrünen sehen derweil eine ganze Reihe positiver Aspekte von Ortschaftsräten. Dazu zähle die „bessere Identifikation der Bevölkerung mit dem Stadtteil, da quasi wieder ein Gemeinderat samt Ortsbürgermeister/in besteht“. Die Bewohner hätten klare Ansprechpartner, und die Ortsräte ein Antragsrecht im Stadtrat. Außerdem hätten sie „in geringem Umfang Zugriff auf Haushaltsmittel“, so die Grünen.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 21.10.2011)

18.10.2011
Erneut Diskussionen um Victor-Jara-Straße
Meinungen zur Parkplatzsituation gehen selbst unter den Anwohnern weit auseinander

„Schon vor Jahren haben wir Stadtteilbewohner auf die chaotische Situation auf dem Innenhof der Victor-Jara-Straße hingewiesen. Große Rundgänge mit Stadtplanern hat es gegeben. Wir wollen nun endlich mal Fortschritte sehen“, schimpfte Hans Nowack, Rentner aus Nord, auf der jüngsten GWA-Versammlung in der Kita „Kinderland“: „Die Verantwortlichen sollen nun endlich hier in der GWA Farbe bekennen!“
Während die eine Hälfte der Anwohner über die Parkplatznot klagte, teilten indes andere Mieter der Victor-Jara-Straße die Einschätzung nicht. Ein Mietervertreter zur Volksstimme: „Ich finde immer einen Parkplatz.“ Auch die Vermieter halten die Aufregung für überzogen. Üppig sei das Angebot zwar nicht, aber auch nicht dramatisch schlecht, so der Tenor.
„In den vergangenen Jahren ist nicht eine Beschwerde über die Parkplatzsituation bei uns eingegangen“, sagte Sylke Lamontain vom Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Stadt Magdeburg von 1954 auf Anfrage der Volksstimme.
„Unsere Mieter aus der Victor-Jara-Straße 1-5 hatten sich einen Wäscheplatz gewünscht. Dem haben wir mit einer eingezäunten Anlage entsprochen. Noch in die sem Jahr werden wir einen Platz für die Wertstofftonnen anlegen weil die zentralen Plätze ja aufgelöst werden“, so Sylke Lamontain weiter. Auch ihre Kollegin Karin Grasse von der WBG „Otto von Guericke“ (Victor-Jara-Straße 6-7 und Allendestraße 6-10) sagte zur Parkplatzsituation: „Bei uns sind auch keine diesbezüglichen Mieterkritiken aufgelaufen.“
Die Beschwerde-Fraktion wartete derweil mit einem eigenen Vorschlag auf, um die aus ihrer Sicht angespannte Lage zu entkrampfen. Im Blick haben jene Anwohner die Brachfläche des ehemaligen Spielplatzes am Süd zipfel des Innenhofs. Das Grundstück sei verwahrlost und könne, so die schon vor Jahren aufgekommene Idee, als Parkplatz nicht nur einen äußerlich besseren Eindruck abgeben, sondern auch das Stellplatzangebot verbessern.
Die WBG 1954 hat nach Aussage von Sylke Lamontain diesen Vorschlag bereits eingehend geprüft, sagte sie der Volksstimme: „Wir haben das durchgerechnet. Der Umbau würde eine erhebliche Investition bedeuten, allerdings für die Mieter unseres Blocks, der 200 Wohnungen hat, am Ende nur 10 bis 13 Stellplätze bieten und damit die Gesamtsituation nicht wesentlich verbessern.“ Nach Abstimmung im Aufsichtsrat der „54er“ seien die Pläne deshalb ad acta gelegt worden.
Und die Stadtplaner? Die schrieben die Umgestaltung des Innenhofs der Victor-Jara-Straße in das aktuelle und vom Stadtrat beschlossene Stadtteilentwicklungskonzept für Nord bis 2020. Stadt und Wohnungsunternehmen sollten demnach das Vorhaben gemeinsam anpacken und dabei einen Zuschuss von 50 000 Euro aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ erhalten. Ob angesichts der bundesweit sinkenden Städtebauförderung das Geld in den nächsten Jahren bewilligt wird, steht jedoch in den Sternen.
Sylke Lamontain sieht in einer solchen Gemeinschaftsinitiative die einzig wirkliche Lösung für die Victor-Jara-Straße: „Dem stehen wir sehr aufgeschlossen gegenüber.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 18.10.2011)



Jede Lücke wird im Südzipfel der Victor-Jara-Straße zum Parken genutzt. Ein Teil der Anwohner ist mit der Situation zufrieden, der andere Teil spricht von chaotischen Zuständen. Fotos (2): R. Richter



Die Fläche eines ehemaligen Spielplatzes steht bei Anwohnern in der Kritik. Hier könnte nach Ansicht von Mietern der Victor-Jara-Straße ein Parkplatz gebaut werden.

14.10.2011
Sprühende Ideen gegen ein schmieriges Problem
Aus Schandfleck am Seeufer soll Kunstmauer werden

Neustädter See GWA-Sprecherin Elvira Ferchland machte deutlich, dass sie das schmierige Problem nicht mehr länger hin und her wälzen, sondern nun zügig aus der Welt schaffen will. Und das auf pfiffige Weise: „Wir wollen Jugendliche aus unserem Stadtteil, die sich am Seeufer treffen, für ein Projekt gewinnen. Wir stellen uns das so vor, dass die Mauer an der Uferpromenade als Kunstwand ausgewiesen und den jungen Leuten zum Sprühen zur Verfügung gestellt wird“, so Elvira Ferchland am vergangenen Mittwoch auf der GWA-Sitzung in der Kita „Kinderland.“
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler unterstützt den Vorschlag und konkretisierte: „Die Mauer soll nicht wie andernorts mit einem festen Wandbild gestaltet werden, sondern soll praktisch als kreative Spielwiese für interessierte Jugendliche aus Nord dienen. Ich stelle mir das so vor, dass die Jugendlichen sich dort ausprobieren können, die Wand immer wieder überstrichen und neu gestaltet wird. Das hätte den Nebeneffekt, dass die Spaziergänger immer aufs Neue überrascht werden.“ Mit den jetzt am Ufer zu sehenden wilden Schmierereien könnte es bald vorbei sein, wenn eine Gruppe von Jugendlichen für die Betreuung der Kunstmauer gewonnen würde. Genau das wollen Stadtteilmanagerin und GWA-Verantwortliche nun in die Hand nehmen. „Kontakte haben wir schon geknüpft“, sagte Elvira Ferchland. Sie hofft, auf der GWA-Sitzung im November weitere Fakten liefern zu können. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 14.10.2011)



Hinten hui, vorne pfui: Die beschmierte Mauer an der Promenade hebt sich negativ von Kunst und Hochhaus am See ab. Foto: R. Richter

11.10.2011
Neue Ringwand: Viel Enttäuschung, wenig Zuspruch - Reaktionen am Lesertelefon:
Anwohner aus oberen Etagen der 10-Geschosser bestätigen: „Lärm genauso schlimm“

Was bringt die neue Lärmschutzwand am Ring den Anwohnern wirklich? Nach der Veröffentlichung des gestrigen Beitrags mit der Überschrift „Anwohner vom Ring in Nord: ,Wir wollen endlich wieder eine Nacht durchschlafen‘“, stand das Telefon in der Redaktion kaum still. Weitere Anwohner berichteten von ihren Erfahrungen:
Ursula Stübing wohnt mit ihrem Ehemann in der Albert-Schweitzer-Str. 9, ebenfalls in der 10. Etage, und sagt: „Von der neuen Lärmschutzwand haben wir leider gar nichts, sie hat den Krach für uns überhaupt nicht verringert.“ Sie bestätigt damit, was auch die Familien Vandersee, Gent und Bläß in dem Beitrag geschildert hatten: Die neue Lärmschutzwand zeigt in den obersten Etagen der angrenzenden 10-Geschosser keine Wirkung.
So empfindet es auch Wolfgang Dames, der in der Lumumbastraße (10. Etage) nahe der Auffahrt nach Barleben wohnt. „Ich bin genau an der Ecke, wo die Autos quasi wieder rauskommen aus dem ,Tunnel‘. Mit dieser neuen Lärmschutzwand ist nichts leiser geworden, an dieser Stelle eher sogar noch lauter. Am schlimmsten sind die Lkw. Die Wand hätte ca. 150 Meter länger gebaut werden müssen“, urteilt der 69-Jährige.
Enttäuscht ist gleichfalls Ralf Braune aus der Lumumbastraße 4. Er wohnt in der 2. Etage und hätte sich mehr Lärmminderung auch in den unteren Bereichen gewünscht. „Das ist nur unwesentlich besser geworden“, lautet sein Urteil. Dies sehe auch seine Familie so, betont er. Andere Anwohner aus Etagen 1 bis 6 hatten indes berichtet, die Lärmbelastung sei in ihren Wohnungen deutlich geringer geworden. Die Meinungen gehen hier offenbar auseinander.
Von Bewohnern der obersten Geschosse kommt aber weiterhin fast ausschließlich Kritik. Nur eine Leserin, die in der 9. Etage in der Dr.-Grosz-Str. 9 wohnt, fand gestern lobende Worte für die fast 4 Millionen Euro teure Lärmschutzmaßnahme. „Unser Block steht quer zur Tangente, so dass ich seitlich auf den Ring schaue. Ich finde die Wand sehr positiv. Klar, der Lärm ist nicht weg, aber es ist leiser und ich kann jetzt wieder ein Fenster aufmachen“, berichtet Gisela Lippe.
Ganz anders Anwohner Rudolf Wischeropp aus der Otto-Nagel-Straße. Er wohnt in der 9. Etage gegenüber der Ausfahrt Ebendorfer Chaussee. „Das ist ein Witz. Hier an der Spitze fehlt ein Stück. Ich gucke auf den Ring, sehe die Fahrbahn stadtauswärts und höre auch alles, weil die gegenüberliegende Mauer den Schall zurückwirft“, sagt Rudolf Wischeropp. Und auch Evelyn Reschke aus der 7. Etage in der Lumumbastraße ist unzufrieden. „Nichts ist besser geworden, dabei hatten wir uns so auf die Lärmschutzwand gefreut“, stellt sie nun enttäuscht fest. Von Jana Wiehe (Quelle: Volksstimme vom 11.10.2011)

10.10.2011
Anwohner vom Ring in Nord: „Wir wollen endlich wieder eine Nacht durchschlafen“
Neue Lärmschutzwand fertig, aber immer noch keine Besserung für Bewohner in oberen Etagen

Bei Dieter Gent, Ruth Vandersee und Karin Bläß sitzt die Enttäuschung tief. Während die neue Lärmschutzwand die Bewohner der unteren Etagen an der Lumumbastraße gut vor dem Dauerkrach auf dem nahen Ring abschirmt, ist in den obersten Etagen des 10-Geschossers der Effekt praktisch null. „Wir merken keine Verbesserung, leider“, sagen die drei Bewohner, die als direkte Ringanrainer über Jahre schon so einiges gewohnt sind. Geändert hat sich für sie mit dem millionenschweren Lärmschutzprojekt vor der
Haustür nichts. Auch jetzt, da die neue grüne Schutzwand komplett fertig ist, können Dieter Gent, seine Partnerin Ruth Vandersee und Nachbarin Karin Bläß weder ein vernünftiges Gespräch bei geöffnetem Fenster führen, geschweige denn nachts bei offenem Fenster schlafen. „Es ist, als wenn die Lkws durchs Zimmer fahren. Ein penetrantes Dauergeräusch, ein unangenehmes Nachhallen. Das ist fast schlimmer als früher“, berichtet der 74-jährige Dieter Gent.
Zum Beweis hält er einen Schallmesser aus dem Fenster. Es ist Wochentag, ein Vormittag, und der Zeiger springt auf der Skala zwischen 60 und 70 Dezibel hin und her. Kommt ein Lkw, schlägt das Messgerät schon mal bis 76 Dezibel aus. 60-80 Dezibel, das ist der Lärm von starkem Verkehr, einem Staubsauger oder Winkelschleifer. Er gilt bei Dauerbelastung als Gesundheitsrisiko.
„Bevor die Wand stand, hatte ich Ausschläge bis 80 Dezibel. Wir liegen also nah dran“, erläutert Gent seine Messungen. Als Bewohner der 10. Etage kann er über die Lärmschutzwand auf den Ring blicken, sieht und hört, was gerade vorbeirauscht. Die Wand ist ca. 7 Meter hoch mit nach innen abgewinkelten Enden. „Unten mag das funktionieren, bei uns hier oben nicht“, stellt er nüchtern fest. Partnerin Ruth Vandersee sagt dann: „Es muss eine Lösung her, so geht das nicht weiter. Da müssen sich die Fachleute Gedanken machen, die das Ding
geplant haben.“ Der Verkehr auf dem Ring, so ahnt sie, wird in Zukunft weiter zunehmen. Und damit auch das Lärmproblem. Vielleicht hätten die Stadt und Planer vorab nicht so vollmundig Besserung für die Anwohner verkünden sollen, sagen sie. „So haben wir uns Hoffnung gemacht, sind nicht weggezogen, wie wir es schon mal geplant hatten“, ergänzt Rentner Gent. Viel haben sie in ihre Wohnungen investiert, hängen daran, doch „auf Dauer halte ich den Lärm nicht aus“, so Ruth Vandersee. Ihre Nachbarin Karin Bläß ergänzt: „Am Wochenende war es besonders schlimm. Wir möchten endlich wieder eine Nacht durchschlafen können.“
Welche Lösungen denkbar wären? „Geschwindigkeitsbegrenzungen nachts für Lkw, Flüsterasphalt, Umbau der Lärmschutzwand, es gibt sicher Wege“, meint Gent, die Frage der Finanzierbarkeit für den Moment außen vor lassend. In Bratislava habe er eine Lärmschutzwand gesehen, die sich – fast wie eine Kuppel – über die Straße legte. „Warum war so etwas hier nicht möglich“, fragt er. Er hat Zweifel, dass die neue Lärmschutzwand den Anforderungen vor Ort gerecht wird. Nach den Volksstimme-Berichten vom Sommer weiß er zudem, dass
vorab nie gemessen, sondern die Wand nach standardisierten Berechnungen geplant und gebaut wurde. Dieter Gent: „Ich lade die Experten ein. Sie können gern auch für eine Langzeitmessung zu uns kommen.“ Bereits im August, als die neue Lärmschutzwand schon weitestgehend stand, musste sich der zuständige Beigeordnete Holger Platz kritischen Fragen stellen. Wie wirkungsvoll die neue Wand für die Anwohner tatsächlich ist, sollte aber jetzt, nach Bauabschluss, geklärt werden. Von Jana Wiehe (Quelle: Volksstimme vom 10.10.2011)



Lärmschutzprojekt mit fragwürdiger Wirkung hoch oben in den 10-Geschossern am Ring: Dieter Gent und Nachbarin Karin Bläß haben sich Gehörschutz aufgesetzt, um deutlich zu machen, wie laut es am offenen Fenster ist. An Schlaf ist so kaum zu denken. Da nützt auch die neue Lärmschutzwand nichts.
Foto: Eroll Popova

30.09.2011
IGS in Nord verbindet Schulfest mit gutem Zweck - Spendenlauf für Welthungerhilfe

Neustädter See (rri). Am Freitag steigt an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Regine Hildebrandt an der Pablo-Neruda-Straße von 9.30 bis 12 Uhr ein großes Schulfest. Unter dem Motto „Eine Schule – eine Welt“ stellen Schüler ver schiedene Kulturen vor. Besucher können sich auch selbst beteiligen – bei Kooperations- und Wettspielen, beim Basteln, Schminken und einem Volleyballturnier. Für Speisen und Getränke wird gesorgt durch einen Grillstand, eine Waffelbäckerei, einen Sandwichstand, einen Saftladen und vieles mehr. Höhepunkt ist der Spendenlauf der Schüler für einen guten Zweck. Sie haben sich Sponsoren gesucht, und der Erlös kommt der Welthungerhilfe zugute. Interessierte sind eingeladen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 28.09.2011)

28.09.2011
Eichenweiler - Erntedankfest setzt Jubeljahr die Krone auf

Zum traditionellen Erntedankfest lud der Siedlerverein Eichenweiler jetzt seine Mitglieder in die Gaststätte der Familie Chrupalla ein und konnte so an die erfolgreiche Veranstaltungsreihe im Jubiläumsjahr anknüpfen.
„Auch beim Erntedankfest wurde in lockerer, fröhlicher Atmosphäre und bei abwechslungsreicher Musik getanzt, und das leckere Buffet ließ keine Wünsche offen“, berichtet Simone Lindenberg-Hülsenbeck vom Siedlerverein. „Eine Tombola mit Gewinnen für Haus und Hof sorgte für Unterhaltung, und so hatten die beiden Glücksfeen keine Mühe, die begehrten Lose ,an den Mann‘ zu bringen. Höhepunkt war – wie in jedem Jahr – die Wahl der Erntekönigin, die in diesem Jahr durch ein Wissensquiz entschieden wurde.“
Bei anregenden Gesprächen und Planungen für das kommende Jahr klang der Abend aus. „Ein besonderer Dank auch für dieses gelungene Fest gilt dem Vorstand des Siedlervereins Eichenweiler unter dem Vorsitz von Dirk Mallée“, sagte Simone Lindenberg-Hülsenbeck.
Zur Erinnerung: Die Einwohner der Gartenstadt Eichenweiler blicken immerhin im Jahr 2011 auf den 90. Jahrestag der Erschließung ihrer Wohnsiedlung und die Mitglieder des Siedlervereins auf den 80. Jahrestag ihres Vereins zurück. Und so konnten, gemeinsam mit den Sportfreunden vom SV Fortuna Magdeburg, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag der Vereinsgründung begehen, im Juni 2011 viele sportliche und kulturelle Höhepunkte geboten werden. Die Siedler begannen mit einem großen Festumzug durch die Wohnsiedlung und waren von der positiven Resonanz der Bevölkerung begeistert. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 28.09.2011)

16.09.2011
Veranstalter enttäuscht - Fußballturnier abgepfiffen

Das für den 24. September geplante Freizeitfußballturnier in Nord ist abgesagt worden. „Trotz zahlreicher Einladungen, intensiver Bemühungen und einer Anmeldeverlängerung ist kein Teilnehmerfeld für dieses Turnier zustande gekommen. Daher sehen sich die Organisatoren leider gezwungen, das geplante Turnier abzusagen“, teilte das Stadtteilbüro mit. „Ein besonderer Dank gilt dem TuS Magdeburg, welcher seinen Platz zur Ausrichtung des Turnieres zur Verfügung stellte“, hieß es weiter in der Pressemitteilung.
Aufgerufen zum Turnier auf dem Sportplatz an der Zielitzer Straße hatten die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See, der Bürgerverein Nord und das Stadtteilbüro Kannenstieg/Neustädter See des Internationalen Bundes. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 16.09.2011)

16.09.2011
Im Stadtteiltreff - Lesespaß für „Nordlichter“

Eine 14-tägige Leserunde hat das Stadtteilbüro in Nord ins Leben gerufen. Jeweils von 14 bis 16 Uhr kann jeder in ungezwungener Runde seine Lieblingsgeschichten, Märchen oder Kurz geschichten vorlesen. Wer gern liest und dies auch gern einmal vor anderen machen möchte, ist bei Kaffee oder Tee eingeladen. Nächster Termin: 21. September, Stadtteiltreff „Oase“, Im Brunnenhof 9. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.09.2011)

15.09.2011
Malteser Stübchen - Skatnachmittag
Ab 28. September findet jeden Mittwoch ein Skatnachmittag im Nachbarschaftstreff „Malteser Stübchen“, Am Seeufer 9, statt. Das reizende Spiel beginnt um 14 Uhr. Alle Skatfreunde aus dem Norden der Stadt sind eingeladen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 15.09.2011)

14.09.2011
Gemeinsames Stadtteilfest 2012
Liebe Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See,
wie Ihnen sicher bekannt ist, planen die Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See, das Stadtteilmanagement des Internationalen Bundes und der Bürgerverein „Nord e.V.“ ein gemeinsames Stadtteilfest 2012 im Stadtteil Kannenstieg. In der Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg wurde deshalb der Vorschlag gemacht, wieder ein Festkomitee zu gründen. Um frühzeitig
engagierte Mitstreiter für die Festvorbereitung zu finden, möchte ich Sie deshalb im Namen des Sprecherrates Kannenstieg zu einem Vorbereitungstreffen einladen. Dieses Treffen soll am 04.10.2011 um 17.00 Uhr im Stadtteilbüro (Im Brunnenhof 9) stattfinden. Falls Sie zum genannten Termin verhindert sind, sich jedoch aktiv an den Festvorbereitungen 2012 beteiligen möchten, dann senden Sie mir bitte eine Mail.
Mit freundlichen Grüßen Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin Kannenstieg/Neustädter See

31.08.2011
Eröffnung zweier Ausstellungen im Altenpflegeheim „Heideweg“
Freitagsmaler zeigen ihre Werke, Porträts zeigen die Bewohner

Dass die Bewohner des Altenpflegeheims „Heideweg“ am Neustädter See nicht nur fotogen, sondern selbst auch künstlerisch aktiv sind, kann man ab kommenden Dienstag, 6. September, sehen. Dann eröffnen in der Einrichtung von „Wohnen und Pflegen“ gleich zwei Ausstellungen.
Zum einen wird die Magdeburger Fotografin Beate Bussenius Porträts der Heimbewohner präsentieren. „Diese sind nicht geschönte, sondern ungeschminkte Momentaufnahmen, die sie so zeigen, wie sie wirklich sind“, beschreibt Grit Matthesius, Pflegefachberaterin des Unternehmens, die Motive. Es sind lebensfrohe Menschen darauf zu sehen, die mit ihrer natürlichen Ausstrahlung den Betrachter berühren. Einige Bewohner selbst versuchen sich bereits seit mehreren Jahren an Aquarellmalerei. „Unsere Malgruppe ‚Freitagsmaler‘
trifft sich jeden Freitag in der Sudenburger Feuerwache und zeichnet dort unter Anleitung von Bernd Bluhm ihre Bilder“, erzählt Grit Matthesius. Gertrud Kube zeigt z.B. einen Schäfer mit seinen Schafen, Ruth Serick hat eine Dame am Strand gezeichnet. Sie selbst wurde auch von Beate Bussenius vor die Kamera gelockt und wirkt damit in beiden Ausstellungen mit. Von Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 31.08.2011)

30.08.2011
Sanierung statt Abriss – 16er soll stehen bleiben
Investor will binnen Jahresfrist Bauarbeiten in der Ziolkowskistraße beginnen

Der 16-Geschosser in der Ziolkowskistraße soll nicht abgerissen werden, auch wenn er zurzeit leer ist, mit Stahlplatten verschlossen und sehr heruntergekommen aussieht. Der Eigentümer, ein Immobilienunternehmen in Berlin, will das Haus sanieren und die 132 Wohnungen wieder vermieten.
Er ist einer der letzten seiner Art und – zurzeit jedenfalls – nicht gerade eine Zierde seines Stadtteils: der 16-Geschosser „PH 16“ in der Ziolkowskistraße. „PH 16“ stand zu DDR-Zeiten für „Punkthochhaus mit 16 Geschossen“, einst entwickelt und gebaut vom Wohnungsbaukombinat Erfurt. Die 16er traten immer im Duett auf, das Schwesterhochhaus in der Ziolkowskistraße wurde vor einigen Jahren bereits abgerissen. Dieses Schicksal soll dem noch verbliebenen Gebäude erspart bleiben. Mehr noch, der Block mit der Hausnummer 22 soll eine Zukunft haben.
„Wir planen, das Hochhaus zu sanieren“, sagte gestern André Kaufmann, Prokurist der One-Immo-GmbH in Berlin, der das Gebäude gehört. Rund eine halbe Million Euro wolle man investieren, „plus X“, so Kaufmann. Die Schäden an dem Gebäude seien beträchtlich, darum könne sich die Investitionssumme noch erhöhen.
Das Gebäude müsse komplett saniert werden. „Wir werden neue Badezimmer und Fenster einbauen lassen, neue Türen, eine neue Heizungsanlage, neue Stromleitungen, eben alles“, so der Prokurist. Dazu gehöre auch die Fassade und das Umfeld des Hochhauses. Auf jeden Fall gehe man davon aus, dass die Bausubstanz in Ordnung sei. Auch habe man mit ähnlichen Objekten, etwa in Halle, bereits einschlägige Erfahrungen gemacht.
Am Ende soll der 16-Geschosser wieder ein komplettes und modernes Wohnhochhaus werden. „Wir wollen dort Wohnungen zu ortsüblichen Konditionen anbieten“, sagt André Kaufmann. Also keine Billig-Wohnungen, wie einer der Vorbesitzer es vor einigen Jahren für den 16-Geschosser geplant hatte. Auch wolle man versuchen, einen guten Mix aus Mietern zu bekommen, junge Leute, Studenten vielleicht, Senioren, Familien, Singles. „Dabei werden wir aber darauf achten, dass nicht beispielsweise eine Studenten-WG gleich neben einem Senioren-Paar wohnt“, sagt André Kaufmann. Man wolle, dass sich die Mieter wohlfühlen. Dazu gehöre auch, dass es ein Hausmeister-Team geben werde und eine „Concierge“, das heiße, jemand, der im Erdgeschoss wohne und als Ansprechpartner für die Hausgemeinschaft oder für Besucher dienen solle .Wann genau mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden soll, stehe noch nicht fest. Das hänge vom Finanzierungsplan und den
Partnerbanken ab, so der Prokurist. Es könnte noch etwa ein Jahr dauern, aber auch schon früher losgehen. „Wir wollen nicht ausschließen, dass wir vielleicht schon im nächsten Frühjahr anfangen können.“
Eines der letzten „PH 16“ ist das Hochhaus in der Ziolkowskistraße. Es ist zwar ziemlich heruntergekommen, soll aber nicht abgerissen werden. Von Peter Ließmann (Quelle: Volksstimme vom 30.08.2011)

27.08.2011
„Stadtführung“ durch das alte Magdeburg

Historische Straßenansichten in Bowlinghalle am Neustädter See enthüllt
Wie eine Ausstellungshalle präsentierte sich am Freitagabend die Bowlingbahn am Neustädter See. Zahlreiche Besucher schauten sich die Wandbilder an, die nun dauerhaft historische Stadtansichten aus dem alten Magdeburg zeigen. „Seeblick“-Inhaber Jens Heppner betätigte sich als „Stadtführer“ und geleitete die Gäste durch die meist heute im wahren Stadtbild nicht mehr zu sehenden Straßenzüge der Elbestadt vor dem Krieg.
Der Airbrushkünstler Frank Brodowski aus Cottbus hatte im Auftrag Heppners mit Druckluft, Farbe und viel Gefühl die alten Fassaden an den Wänden der Bowlinghalle wieder auferstehen lassen. Vorlage waren historische Aufnahmen. „Wir haben diese digitalisiert und die Umrisse mit einem Beamer an die Wände projiziert“, erklärte Jens Heppner. In den vergangenen fünf Wochen war die Bowlinganlage umgebaut und neu gestaltet worden. Nach der Wiedereröffnung rollen nun auch wieder die Bowlingbälle. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 27.08.2011)

27.08.2011
Verspäteter Baustart am nördlichen Ausgang - Zooausgang barrierefrei?

Der nördliche Zooausgang sollte eigentlich durch ein Drehkreuz bereits behindertengerecht sein. Ein Leserbrief machte darauf aufmerksam, dass dies nicht der Fall ist. Deshalb hat Madlen Schäfer bei Regina Jembere, Pressesprecherin des Zoos, nachgefragt.
Volksstimme: Warum wurde der nördliche Zooausgang noch nicht behindertengerecht gestaltet?
Regina Jembere: Der komplette Bereich des nördlichen Ausgangs soll saniert werden. Davon wird auch der Ausgang direkt betroffen sein.
So soll neben dem Drehkreuz ein neuer Boden verlegt werden und eine Vogelanlage entstehen. Insgesamt soll dieser Bereich da durch für die Besucher attraktiver werden. Dafür ist jedoch eine Baugenehmigung notwendig, die wir bisher noch nicht haben.
Volksstimme: Bis wann ist mit der Umgestaltung zu rechnen?
Regina Jembere: Das können wir jetzt noch nicht sagen. Wir warten nur auf die Baugenehmigung, dann legen wir sofort mit den Baumaßnahmen los und dementsprechend auch mit der Errichtung des behindertengerechten Drehkreuzes. (Quelle: Volksstimme vom 27.08.2011)

26.08.2011
Wakeboardfahrer auf dem Neustädter See
Sommerspaß für Tätowierer David zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Endlich Sonne satt, endlich Hochbetrieb in den Freibädern und an den Seen. Am „Neustädter“ Nord laufen neben dem Sommer auch die Wasserski- und Wakeboardfahrer am „Cable Island“ zu Hochform auf. Wendig, trickreich, spektakulär. Einer von ihnen ist David Krebs (33), der Tätowierer von Neustadt und ein leidenschaftlicher Wakeboardfahrer. DieVolksstimme traf ihn gestern beim Sommerspaß in Nord zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
Der Mann zieht alle Blicke auf sich. Und das nicht nur wegen des pinkfarbenen Helms, der als leuchtender Farbtupfer über den See huscht. Darunter steckt David Krebs, der ein Tattoostudio betreibt. Wenn er nicht bei seiner unter die Haut gehenden Arbeit ist, verbringt er in der warmen Jahreszeit so viel wie möglich Zeit am Neustädter See, ein Brett unter die Füße geklemmt, genauer gesagt ein Wakeboard.
„David ist unser Supersportler“, sagt anerkennend Christian „Lugi“ Dlugos, selbst seit anderthalb Jahren vom Wakeboard-Virus infiziert. Der „Supersportler“, der derlei Titulierungen mit verschmitztem Lächeln von sich weist, zeigt gern seine Tricks. Wo hat er die her? „Ich beobachte andere Fahrer, mit denen ich mich austausche, und schaue viele Videos, in denen Tricks gezeigt werden“, sagt David beim Plausch am Strand. Um gegen schmerzhafte Aufschläge auf der Wasseroberfläche gewappnet zu sein, tragen David und die anderen
Wakeboarder neben ihren Helmen auch Prallschutzwesten. Mit Schuhen und natürlich dem Wakeboard, einer Mischung aus Snow- und Surfboard, kostet so eine Starterausrüstung um die 1000 Euro, so David, der seit gut sechs Jahren am „Cable Island“ Wakeboard fährt.
„Vorher war ich viele Jahre Skateboard und Snowboard gefahren, durch Kumpel wurde ich aufs Wakeboarden aufmerksam“, erzählt der 33-Jährige. Seitdem zählt er zu den Stammfahrern auf dem „Neustädter“. An seine Anfänge erinnert er sich aber noch wie heute: „Ich bin dreieinhalb Stunden überhaupt nicht vorangekommen, bis ich so langsam den Dreh herausbekommen habe“, sagt er – und will damit Neugierigen Mut machen, sich selbst aufs Wake board oder die Wasserski zu stellen: „Jeder kann es ausprobieren, ohne schief angeschaut
zu werden, und die Ausrüstung kann man sich am Anfang ausleihen.“
Das sieht auch Sportsfreund „Lugi“ Dlugos so. Er zeigt auf eine Gruppe, die gerade die ersten Versuche auf Wasserski macht. „So stand ich vor einigen Monaten auch hier.“ Thomas Höfler, seit vier Jahren aktiver Wakeboarder, erzählt: „Ich bin vorher bereits Snowboard gefahren – ich muss sagen, das hilft gegenseitig sehr, weil die Sportarten artverwandt sind.“Tätowierer David Krebs setzt schon wieder zum nächsten Sprung an. Wasser spritzt. Ein pinkfarbener Punkt huscht über den See. Endlich Sommer am „Neustädter“.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.08.2011)

26.08.2011
Freibadsaison endet an diesem Wochenende
Neue Schwimmhallensaison startet mit geänderten Öffnungszeiten

Ab Montag wieder öffentlicher Badebetrieb in zwei Hallen / In Nord und Stadtfeld wird gebaut
Magdeburg (ba). Mit dem neuen Schuljahr starten auch die Magdeburger Schwimmhallen in die neue Saison. Seit gestern haben die Elbe- Schwimmhalle und die Schwimmhalle Olvenstedt für den Schul- und Vereinssport geöffnet. Ab kommenden Montag stehen die beiden Schwimmhallen auch für den öffentlichen Badebetrieb zur Verfügung. Die fünf Magdeburger Frei- und Strandbäder öffnen an diesem Sonntag letztmalig. Parallel dazu ist die Elbe-Schwimmhalle zusätzlich an diesem Sonnabend von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis
18 Uhr geöffnet. Die Schwimmhalle an der Großen Diesdorfer Straße wird nach umfangreicher Sanierung im letzten Quartal dieses Jahres wieder eröffnet, teilt die Stadt mit. Die Vorfreude darauf wächst sowohl bei den Wasserballern als auch bei Schulen, Vereinen und natürlich den Nutzern des öffentlichen Badebetriebes. Fast acht Millionen Euro, davon rund 3,5 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket II, wurden u.a. in die
technischen Anlagen, das Be cken, die Gebäudehülle und den Sanitär- und Umkleidebereich investiert.
Geschlossen ist derzeit auch die Schwimmhalle Nord, deren kürzlich begonnene Sanierung bis zum Sommer 2012 andauert. Für energetische Sanierungsmaßnahmen, u.a. an Badewassertechnik und Lüftung, werden insgesamt fast 1,9 Mio. Euro investiert.
Bis zur Eröffnung der Schwimmhalle in Stadtfeld-West hat die Stadtverwaltung einen Übergangsplan für die Elbe-Schwimmhalle und die Schwimmhalle Olvenstedt aufgestellt, um sowohl den Schul- und Vereinssport als auch den öffentlichen Badebetrieb abzusichern und gleichzeitig die situationsbedingten Einschränkungen so gering wie möglich zu halten. Dazu haben Mitarbeiter des Fachbereiches für Schule und Sport Gespräche mit Vertretern von Vereinen und Schulen geführt, die Situation erläutert und versucht, Kompromisse für alle
Nutzergruppen zu finden. Während der generellen Öffnungszeiten gibt es teilweise Einschränkungen wegen Schulunterrichts und Kursbetriebes. Ausführliche Öffnungszeiten der Schwimmhallen mit allen Einschränkungen und Kursen sind im Internet zu finden unter www.magdeburg.de (Quelle: Volksstimme vom 26.08.2011)

Samstag, der 27.08.2011
Konzert in Nord -Klassische Duette und Musicals / Seltene Werke, seltene Besetzung

„Wir Schwestern zwei, wir schönen …“ Unter diesem Motto steht das erste Konzert nach den Sommerferien, zu dem der Konzertverein der Hoffnungskirche einlädt. Am Sonnabend, 27. August, präsentieren ab 19.30 Uhr Beate Harten, Sopran, Annetta Müller, Alt, und Nina Sinitsyna am Flügel klassische Duette von Mendelssohn, Schumann, Brahms, Fanny Hensel-Mendelssohn und anderen Komponisten.
Im zweiten Teil des Konzertes am Krähenstieg wird Musik vom Broadway zu hören sein. Diese bekannten und beliebten Stücke aus Film und Musical haben sich die beiden Sängerinnen für zwei Stimmen arrangiert.
Die Sopranistin Beate Harten bildet zusammen mit der Pianistin Nina Sinitsyna seit über vier Jahren ein eingespieltes Team. In mehreren Konzerten, klassischen Liederabenden, sowie gemischten Programmen mit Ufa-Filmschlagern, Operettenliedern und Musical-Songs, außerdem mit kirchenmusikalischen Werken, haben sie bereits ihr Können bewiesen. Ebenso arbeitet die Pianistin schon lange mit der Altistin Annetta Müller zusammen. Was lag also näher, als die beiden Stimmen zusammenzuführen und gemeinsam ein Duett-Programm zu erarbeiten? „Die Musikliteratur hat mindestens so interessante Duette wie Sololiteratur hervorgebracht“, so Beate Harten. An diesem Abend darf sich das Publikum auf eine große Auswahl dieser nicht oft zu hörenden Werke freuen. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Arbeit des Konzertvereins der Hoffnungsgemeinde wird gebeten. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.08.2011)

15.08.2011
Jugendliche aus Vietnam besuchen auf Einladung des Magdeburger Kinder- und Jugendhauses „Oase“ Sachsen-Anhalt

Zum fünften Mal besucht gegenwärtig eine Jugendgruppe ausVietnam auf Einladung des Magdeburger Kinder- und Jugendhauses „Oase“ die Landeshauptstadt. Zwei Wochen lang werden die 15 Jugendlichen gemeinsam mit ihren deutschen Freunden ein Stückchen Sachsen-Anhalt kennenlernen.

Phuc Nguyen Hoang zählt auf: „Lukas Podolski, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm ...“ Der Junge aus der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi ist selbst verrückt nach Fußball und tritt zweimal die Woche mit Freunden das runde Leder. „Amateur“, lächelt er. Doch seit Juli 2010 hatte der 15-Jährige nicht so viel Zeit zum Kicken. Der Grund war sein großes Ziel, am bereits zur Tradition gewordenen Jugendaustausch zwischen Vietnam und Magdeburg teilzunehmen. „Ich wollte das unbedingt“, erzählt er. „Aber ich wusste auch, dass das nicht leicht werden würde. Sehr viele Jugendliche bewerben sich.“ Und neben guten Zensuren, gesellschaftlichem Engagement und Fremdsprachenkenntnis müsse man auch „Auszeichnungen“ vorweisen. Gemeint sind Teilnahme und vordere Plätze bei Wettbewerben, ähnlich der deutschen Mathematik- oder Physikolympiaden.


Und der künftige Computerspezialist hatte es im Physikausscheid weit gebracht. „Ich habe ein Jahr darauf hingearbeitet, dass ich mit ins Flugzeug steigen kann.“

Giao Nguyen Phan Quynh kommt aus dem Süden des Landes, aus Dà Lat im südlichen Teil des zentralen Berglandes. Dort, wo der vietnamesische Kaffee angebaut wird. Sie ist wie Phuc Schülerin der 9. Klasse und will Diplomatin werden. Giao ist das erste Mal in Deutschland und sehr aufgeregt. „So weit von zu Hause weg war ich noch nie“, sagt sie. „Ich freue mich sehr, das Land und das Leben der Jugendlichen kennenzulernen.“ Denn viel wisse sie nicht von Deutschland, räumt sie ein.
Giao und Phuc gehören zu den 15 Jugendlichen aus Vietnam, die auf Einladung des Kinder- und Jugendhauses „Oase“ unter Schirmherrschaft der Stadt Magdeburg noch bis zum 23. August in der Landeshauptstadt sind.
„Oase“-Projektleiterin Petra Sonnenberg kann sich noch genau an den Beginn des inzwischen regen Jugendaustausches erinnern: „Es begann 2001 mit dem Integrations-Wettbewerb der Bonner Otto-Benecke-Stiftung ,Magdeburg goes Vietnam‘.“ Die „Oase“ und das Norbertusgymnasium gewannen und durften nach Vietnam fliegen. „Die ,Oase‘-Jugendlichen waren so begeistert von dem Land, dass sie die geknüpften Beziehungen nicht wieder abreißen lassen wollten. So bekamen wir Kontakt zum Waisenhaus in Hai Duong im Nordosten des Landes, das wir mit Spenden unterstützten.“ Gleichzeitig sei mit Unterstützung Magdeburgs und des Bundes der Jugend-Austausch ins Leben gerufen worden.
In diesem Jahr stehen unter anderem ein Besuch Wernigerodes mit Wandern im Nationalpark und Visite der Glasmanufaktur, der Besuch des Lindenberg-Musicals in Berlin, ein Tanzworkshop und Erlebnispädagogik auf dem Plan. Bereits am Freitag besuchten dieVietnamesen den Magdeburger Elbauenpark. Dort malten sie an einem Bild mit, das zum Stadtfest am 3. Oktober im Magdeburger Rathaus zu sehen sein wird.
Phuc interessiert sich besonders für den Umweltschutz. Da könne Vietnam etwas von Deutschland lernen. „Die Sauberkeit hier ist bemerkenswert.“ Und wenn Giao und Phuc ihren deutschen Freunden erklären müssten, warum sie unbedingt ihr Land besuchen sollten?
Phuc: „Unsere Gastfreundlichkeit.“ Giao: „Unsere Natur und Kultur. Städte wie Hue, die alte Kaiserstadt, die Halong-Bucht im Norden, das Mekong-Delta – und natürlich meine Heimat, das Hochland mit den Kaffeeplantagen.“
Er ist aus Nordvietnam, sie aus dem Süden. Doch für die beiden Schüler ist die einstige Teilung ihres Landes, die seit 1976 Vergangenheit ist, heute kein Thema mehr. Dass am 13. August 1961 in der DDR die deutsche Teilung besiegelt worden war, wissen sie aus dem Unterricht. Doch durch die Köpfe vieler Vietnamesen geistert heute noch die DDR-Sichtweise auf die Abschottung. Von Bernd Kaufholz
(Quelle: Volksstimme vom 15.08.2011)



Vietnamesische und deutsche Jugendliche am Sonnabend im Internationalen Jugendbegegnungszentrum am Barleber See. Fotos (3): Bernd Kaufholz

Jugendaustausch - Gut angelegt
Wovor hat man Angst? Vor allen Dingen, die man nicht kennt und somit nicht versteht. Vor fremden Kulturen, fremdem Aussehen, vor fremden Menschen. Unwissen und die daraus entstehende Furcht sind ein äußerst guter Nährboden für Ablehnung – schlimmstenfalls gar für Fremdenfeindlichkeit. Und genau dort setzt der deutsch-vietnamesische Jugendaustausch, den das Magdeburger Kinder- und Jugendhaus „Oase“ seit zehn Jahren organisiert, an. Es geht ums Kennenlernen. So etwas kostet natürlich etwas. Da müssen gemeinsame Fahrten und Veranstaltungen organisiert werden, Unterbringung, Verpflegung – nichts ist zum Nulltarif zu haben. Das hat auch die Stadt Magdeburg, Träger der „Oase“, erkannt. Sie unterstützt gemeinsam mit dem Bund das bewährte Integrationsprojekt. Das selbst bei knappen Kassen. Geld, das sehr gut angelegt ist.
Von Bernd Kaufholz

13.08.2011
Mensch der Woche:
Andreas Lenz - Der Modellbauer des Sees

Neustädter See (sar). Andreas Lenz baut seit Januar im Alleingang an einem detaillierten Modell des Stadtteils Neustädter See. Am Montag präsentierte er die erste von sieben geplanten Holzplatten, auf denen Hochhäuser, Einkaufsmärkte, Plattenbauten und Kindergärten zu erkennen sind. „Die aufwendigste Arbeit ist die vielen Fenster auszusägen“, sagt der 60-Jährige, der vor acht Jahren aus Russland nach Deutschland kam. „Ich habe aus Spaß immer schon Modelle gebaut, da habe ich bei dem Angebot, das Stadtteilmodell zu bauen, nicht gezögert“, so Lenz. (Quelle: Volksstimme vom 13.08.2011)



Andreas Lenz baut ein Modell des Stadtteils Neustädter See.

13.08.2011
„Die neue Wand steht nicht zum Selbstzweck da“ / „Schallmessungen sind nur eine Momentaufnahme - Wir sollten das Bauende abwarten und dann reden“ / Beigeordneter Holger Platz will sich nach Kritik an der neuen Lärmschutzwand mit Anwohnern und Planern treffen

Kaum ist die neue Lärmschutzwand am nördlichen Magdeburger Ring überhaupt fertig gestellt, wird bereits Kritik laut. „Aus der Traum vom offenen Schlafzimmerfenster“, schrieben enttäuschte Leser zum Beispiel an die Volksstimme. Die 4-Millionen-Euro-Wand scheint in den unteren Etagen der angrenzenden 10-Geschosser gut zu funktionieren, in den oberen jedoch kaum und an den Auf-/ Abfahrten wohl gar nicht. Der Bau – eine Fehlkonstruktion? Volksstimme-Redakteurin Jana Wiehe sprach mit dem Beigeordneten für Kommunales,
Umwelt und allgemeine Verwaltung, Holger Platz.

Volksstimme:
Die neue Lärmschutzwand im Ringabschnitt Kannenstieg/Neustädter See hat bei vielen Anwohnern Hoffnungen auf weniger Dauerlärm geweckt. Hätten Sie, und damit meine ich alle Verantwortlichen, den Bewohnern der oberen Etagen in den Zehngeschossern nicht vorher sagen müssen, dass es für sie kaum eine Verbesserung geben wird – oder haben Sie es selbst nicht gewusst?
Holger Platz:
Es war schon zu erwarten, dass der Lärmschutz im unteren Bereich, dort wo die ca. 7 Meter hohe Mauer den Verkehrslärm direkt abschirmt, besser sein wird als in höheren Bereichen. Aber einen messbaren Effekt sollte es auch weiter oben geben. Dass es in dieser Hinsicht jetzt mehrere Beschwerden gibt, erfüllt mich mit Sorge.
Volksstimme:
Es gibt Anwohner, die behaupten, dass die spezielle Konstruktion der Wand, gemeint sind die zum Ring hin abgewinkelten Enden, sogar noch zu einer Verstärkung des Lärmproblems führt. So werde der Schall gebrochen und direkt an die gegenüberliegenden Fassaden „geworfen“. Haben die Planer hier – salopp formuliert – Bockmist gemacht?
Holger Platz:
Da befinden wir uns ja schon bei den fachlichen Details. Ich gehe im Moment davon aus, dass sowohl die Planung als auch die Ausführung der Lärmschutzwand korrekt waren.
Volksstimme:
Aber Messungen des Schalls hat es vor Ort beispielsweise gar nicht gegeben. Das Bauwerk stützt sich allein auf Berechnungen, das hat die Verwaltung bereits im Volksstimme-Bericht Ende Juli eingeräumt. Was sagen denn die Planer zu den aktuellen Beschwerden der Anwohner?
Holger Platz:
Wir haben dazu nach den in der Volksstimme veröffentlichten Leserbriefen und Beschwerden eine Stellungnahme des zuständigen Ingenieurbüros abgefordert. Die Fachplaner sagen mir, dass es absolute Praxis ist, solche Bauwerke über Berechnungen zu planen. Schallmessungen vor Ort sind nur eine Momentaufnahme, werden durch viele Faktoren, wie Uhrzeit oder Wetterlage, beeinflusst. Daher stützt man sich auf erprobte Berechnungen. Als Grundlage dient dabei die Richtlinie für den Schallschutz an Straßen, kurz RLS-90. Die Planer erklären hier allerdings schon, dass der Schallschutz in unteren Bereichen, wo die Wand steht, besser ist als weiter oben. Eine Wirkung ist aber trotzdem da.
Volksstimme:
Also alles in Butter? Die Anwohner müssen sich irren. Kann man es sich so leicht machen?
Holger Platz:
Nein, natürlich nicht. Ich habe ja schon gesagt, dass ich die Beschwerden ernst nehme und ich schlage daher auch vor, dass wir uns gemeinsam mit betroffenen Anwohnern und den Experten an einen Tisch setzen und alles besprechen, denn es sind in der Tat viele Fragen offen, die aus meiner Sicht beantwortet werden müssen. Dieses Gesprächsangebot an die Anwohner möchte ich aber mit einer Bitte verbinden. Wir sollten noch die restlichen Arbeiten abwarten. Erst im September wird die neue Lärmschutzwand komplett fertig gestellt sein. Dann wissen wir endgültig, worüber wir reden.
Volksstimme:
Gut, das Angebot Ihrerseits steht. Nach Fertigstellung werden im Übrigen fast 4 Millionen Euro in die neue
Lärmschutzwand zwischen den Abfahrten Ebendorfer Chaussee und Ziolkowskistraße geflossen sein. Mittel von Land und Bund aus dem Konjunkturpaket II sind das sowie 12,5 Prozent Eigenanteil der Stadt. Was ist, wenn die Lärmschutzwand am Ende wirklich nicht hält, was sie verspricht? Was kann dann noch unternommen werden?
Holger Platz:
Lassen Sie uns doch bitte einen Schritt nach dem anderen tun. Wir warten das Bauende ab und werden uns dann mit den Experten besprechen. Bis dahin möchte ich zwei Dinge zu bedenken geben, ohne die genannten Probleme wegwischen zu wollen. Erstens ist mit der Lärmschutzwand der Schallpegel insgesamt gesunken. Da empfindet man möglicherweise einzelne Lärmquellen wie eine bollernde Harley subjektiv als besonders laut. Vielleicht lauter als sonst, obwohl es gar nicht so ist. Zweitens, und das hat auch eine gewisse Brisanz: Während der Baumaßnahme galt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Ring, die wegen der Enge der Baustelle auch weitestgehend eingehalten wurde. Das führte freilich zu einer deutlichen Lärmminderung. An diesen geringeren Lärmpegel haben sich die Anwohner u.a. aus der Otto-Nagel- und Lumumbastraße wahrscheinlich über Monate gewöhnt, und nun wird dieses vermutlich als subjektiver Maßstab genommen. Ich weiß, dass sind nur Erklärungsversuche, aber möglicherweise ist auch etwas Wahres daran.
Volksstimme:
Das könnte man vor Ort durch Messungen überprüfen, obwohl leider verbindliche Ausgangswerte fehlen. Anwohner fordern Messungen vor Ort und haben Sie auch schon eingeladen, mal ans offene Fenster zu treten.
Holger Platz:
Wie gesagt, ich bin da für vieles offen. Die Lärmschutzwand steht ja nicht zum Selbstzweck da, sondern sie soll für mehr Lebensqualität der Anwohner sorgen. Also werden wir das ernsthaft bereden und weiter schauen,sobald wir den Endstand haben. (Quelle: Volksstimme vom 13.08.2011)




Die neue Lärmschutzwand am Ring Kannenstieg sorgt in den angrenzenden 10-Geschossern nicht nur für Begeisterung. Ein Effekt soll in den oberen Etagen kaum hörbar sein, sagen Anwohner. Foto: Jana Wiehe

12.08.2011
„Bördebogen“-Knirpse können im Frühling zurück in ihre Kita

Sozialminister übergibt Zuwendungsbescheid über 2,2 Millionen Euro für Sanierung
Sozialminister Norbert Bischoff übergab gestern im Beisein des Sozialbeigeordneten Hans-Werner Brüning einen Fördermittelbescheid über 2,2 Millionen Euro an die Integrative Kindertagesstätte „Bördebogen“. Bereits seit 2008 steht das Haus leer, die Kinder warten seitdem in beengten Ausweichquartieren auf die Sanierung ihrer Kita. Das neue Gebäude soll spätestens im April 2012 fertig sein.
„Endlich!“, werden die Kinder und Erzieherinnen der Integrativen Kindertagesstätte „Bördebogen“ denken. Denn im kommenden Frühling können sie voraussichtlich ihr neues Domizil endlich beziehen. Natürlich nur, wenn alles nach Plan verläuft. Das schien in den vergangenen drei Jahren oftmals nicht der Fall gewesen zu sein. Der Bau zog sich in die Länge. Im Januar dieses Jahres hatte es sogar Gerüchte gegeben, dass das Kita-Gebäude abgerissen werden soll. Doch bereits damals erklärte der Träger der Einrichtung, das Paritätische Integrative Netzwerk (PIN), dass das Gerücht nicht stimmen würde, man halte an dem Objekt fest. Die Vorarbeiten liefen zu dem Zeitpunkt bereits. Der eigentliche Grund der Verzögerung war die Dauer des Antragsverfahrens für die EU- und Bundesfördermittel gewesen. Des Weiteren hätten die Baupläne ständig überarbeitet und aktualisiert werden müssen.
Mittlerweile sind die Bauarbeiten in vollem Gange, seit Juni stehen die Gerüste und die Entkernung läuft. Bauleiter Roman Sondej von der „Pari Sozialbau und Immobilienverwaltung GmbH“: „In diesem Haus herrschte ein großes Chaos. Nun sieht man die ersten Fortschritte. Das Geld ist sehr gut angelegt.“
Nach einem kleinen Programm der Kinder, bei dem das „Magdeburger Lied“ selbstverständlich nicht fehlen durfte, übergab Sozialminister Norbert Bischoff den Kleinen den Zuwendungsbescheid, mit den Worten: „Wir wissen, wie wichtig eure neue Kita ist, und wollen, dass ihr in einer schönen Umgebung auf die Schule vorbereitet werdet.“ Auch der Sozialbeigeordnete Hans-Werner Brüning nutzte die Gelegenheit, um festzustellen: „Heute ist ein Freudentag, nicht nur für euch, sondern auch im Sinne des Kita-Sanierungsprojektes unserer Stadt.“ Von Josephine Kroneberg (Quelle: Volksstimme vom 12.08.2011)



Bis spätestens April 2012 wird die Kita komplett saniert sein.




Sozialminister Norbert Bischoff (r.) und der Sozialbeigeordnete Hans-Werner Brüning halten das von den Kindern gebastelte Schild für deren neue Kita „Bördebogen“. Der Minister übergab gestern den Fördermittelbescheid für die Sanierung der Einrichtung am Neustädter See. Fotos (2): Josephine Kroneberg

11.08.2011
Ein ganzes Viertel entsteht Platte für Platte als ein Stadtteilmodell
Andreas Lenz baut im Rahmen des Sozialraumprojekts „Neue Neustadt/Neustädter See“
Im Rahmen eines Sozialprojekts entsteht derzeit ein Modell des Stadtteils Neustädter See. Andreas Lenz hat in sechs Monaten die erste von sieben geplanten Platten fertig- und am Montag vorgestellt.
Trotz seines deutschen Namens kam Andreas Lenz erst vor acht Jahren aus Russland nach Deutschland. Als Elektriker fand er hier jedoch keine Stelle und landete in der Arbeitslosigkeit. Als das Angebot des Jobcenters kam, aus seinem Hobby, dem Modellbau, zumindest vorübergehend eine Beschäftigung zu machen, zögerte er nicht lange.
Am Montag wurde die neue Runde des Sozialraumprojekts „Neue Neustadt/Neustädter See“ offiziell eingeläutet. In dessen Rahmen arbeitet Andreas Lenz seit einem halben Jahr an einem detailgetreuen Modell des Stadtteils Neustädter See. Den ersten von sieben geplanten Teilen stellte er nun bei der Projekteröffnung vor. Auf der großen Platte erkennt man die Zehngeschosser an der Straße Am Brunnenhof, ebenso wie die Kita Bördebogen und den Jugendtreff „Oase“.
„Dort bastele ich auch an meinem Modell“, erklärt er und zeigt auf eine kleine Tür, „hier kann man mir beim Sägen und Kleben über die Schulter schauen.“ Die Aufgabe erscheint gewaltig, muss er doch alleine für die Platten bauten hunderte winzige Fenster aussägen. „Im Moment grüble ich darüber, wie ich die Hochhäuser am Seeufer angehe“, erzählt er. Hat man erst einmal einen Prototyp fertig, ginge es leichter.Am Anfang hatte er noch einen Mitstreiter, inzwischen baut er alleine das Viertel auf. „Doch es macht mir Spaß und ich fände es sehr schade, wenn im Dezember Schluss damit wäre“, sagt er. Denn das Projekt läuft zunächst nur für sechs Monate. Von Stefan Harter (Quelle: Volksstimme vom 11.08.2011)



Andreas Lenz steht vor dem ersten Teil seines Stadtteilmodells vom Neustädter See, das er derzeit im Rahmen des Sozialraumprojekts „Neue Neustadt/Neustädter See“ anfertigt. Sechs weitere Teile sind geplant.
Foto: S. Harter

11.08.2011
Grüne Oase in blauem Plattenbau



Die Gemeinwesen-Arbeitsgruppen, der Bürgerverein und das Stadtteilmanagement suchen derzeit im Kannenstieg und am Neustädter See den schönsten Balkon. Hier ein Kandidat aus der Hans-Grundig-Straße.
Weitere Anmeldungen nimmt das Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9, unter Tel. 288604 entgegen.
Foto: Harter (Quelle: Volksstimme vom 11.08.2011)

10.08.2011
Gebühren für Stellflächen an öffentlicher Straße
Private Parkuhren sorgen für Unruhe an der Wasserskianlage

Private Parkuhren an der Wasserskianlage am Neustädter See sorgen für Aufregung. Die Zeitschaltautomaten stehen an der öffentlichen Zufahrtsstraße, gehören aber offenbar dem Betreiber der Anlage. Bei Nichtzahlung der Gebühren werde angeblich hart durchgegriffen.
Zwei Euro soll man in die Automaten mit dem Drehknopf stecken. Dann wird die maximale Parkzeit von zwei Stunden aufgeladen und die Uhr tickt. „Ich kenne solche Automaten nur aus dem Fernsehen“, schreibt Volksstimme-Leser Hans Zaros an die Redaktion. Als Anwohner sind ihm die neuen Münzfresser unangenehm aufgefallen.
Seit einigen Wochen stehen die Parkuhren an der Zufahrtsstraße zur Wasserskianlage ‚Cable Island‘. Per Aufdruck wird informiert, dass sie zur Anlage gehören. „Ein Schild, das die Gebührenpflicht kenntlich macht, fehlt“, schreibt Hans Zaros. Was ihm aber hauptsächlich Sorgen bereite, sei das Verhalten des Personals der Anlage. Diese würde die Parkuhren regelmäßig kontrollieren. Wurde nicht bezahlt oder ist die Parkzeit bereits abgelaufen, werde das Fahrzeug blockiert, so dass der Halter erst wegfahren kann, wenn er seine Gebühren bezahlt hat.
Vor Kurzem ist es zur Eskalation gekommen, als einer der Parksünder durch vorsichtiges Manövrieren es trotz Blockierung aus der Lücke geschafft hatte und mehrere Mitarbeiter das Fahrzeug gestoppt hätten. Sogar die Polizei musste kommen. „Wie kann es sein, dass Privatpersonen Gebühren an öffentlichen Straßen erheben dürfen? Und diese dann auch noch auf diese Art und Weise durchsetzen können?“, fragt Hans Zaros in seinem Leserbrief.
Auf Volksstimme-Nachfrage gab ein Mitarbeiter der Wasserskianlage Auskunft über den Sachverhalt. Demnach sind die Parktaschen tatsächlich in Privatbesitz. Sie gehören zu dem Gelände, auf dem sich auch der große, ebenfalls gebührenpflichtige Parkplatz für die Besucher befindet. Der genannte Vorfall sei ihm bekannt, aber erst eskaliert, nachdem ein Kollege angefahren wurde. „Erst als der Fahrer danach flüchten wollte, haben wir ihn aufgehalten und die Polizei gerufen“, hieß es.
„Wir könnten auch einfach abschleppen lassen, aber das wollen wir nicht. Wir suchen lieber das Gespräch mit den Leuten“, erklärte der Mitarbeiter weiter. Den Vorwurf der Blockade zahlungsunwilliger Parker wollte er nicht bestätigen. Träfe dies zu, entspräche das schließlich dem Tatbestand der Nötigung. „Wir haben viel Geld für die Parkplätze investiert, da ist es doch verständlich, dass wir das mit den Gebühren wieder reinholen möchten“, erklärt er das Aufstellen der Parkuhren. Von Stefan Harter (Quelle: Volksstimme vom 10.08.2011)



Die privaten Parkuhren vor den Toren der Wasserskianlage „Cable Island“ sorgen für Verwirrung bei den Anwohnern. Sie bezweifeln deren Rechtmäßigkeit an der öffentlichen Straße. Nach Auskunft eines Mitarbeiters handelt es sich jedoch bei den fraglichen Stellflächen um Privatbesitz. Fotos (2): Stefan Harter



Gleich neben den Parkuhrflächen hat der Betreiber der Anlage einen Parkplatz für Besucher eingerichtet, der pro Tag nur 1 Euro kostet.

09.08.2011
Offizieller Start für Sozialraumprojekt „Neue Neustadt/Neustädter See“
Ring frei für neue Runde im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit

Das Sozialraumprojekt „Neue Neustadt/Neustädter See“ geht in die nächste Runde. Gestern gab Magdeburgs Sozialbeigeordneter Hans Werner Brüning den offiziellen Startschuss. 40 Langzeitarbeitslose erhalten dabei für sechs Monate durch Projektarbeit eine berufliche Perspektive.
Neue Neustadt/Neustädter See. Mit „Ring frei zur nächsten Runde“ eröffnet Rolf Kunsch, Leiter des Instituts für Marktwirtschaft, in Anlehnung an seine Funktion als Ansager im Boxring, die nächste Projektetappe. Denn bereits seit 2009 betreut er mit seinen Mitarbeitern soziale Projekte in Neue Neustadt und am Neustädter See.Vor Kurzem gingen die Einzelprojekte „Leben mit SINN“ und „SAMAMIGA“ zu Ende, jetzt wurden die beiden Stadtteile zu einem Projekt zusammengefasst.
Bereits seit 1. Juni finden 40 Langzeitarbeitslose hier wieder eine Beschäftigung. Tatjana Knochenhauer ist ein alter Hase, sie betreut seit 2009 die Besucher des Info- und Kulturzentrums in der Bremer Straße. Diese kommen eigentlich dort hin, um sich bei Bewerbungen helfen zu lassen. Doch dabei bleibt es nicht. „Nach dem Schreiben sitzt man oft noch eine Stunde beisammen und hört sich die Probleme der Menschen an.Vielen fehlt einfach jemand, mit dem sie reden können“, erzählt sie. „Ich bin gerne für die Leute der Kummerkasten“, sagt
die lebensfrohe Frau.
Marcel Härtel hat für sich eine ganz andere Aufgabe im Rahmen des Projekts gefunden, die ihm so sehr liegt, dass er sie sogar nach dessen eventuellem Ende weiterführen möchte. Denn die aktuelle Runde des Sozialraumprojekts läuft nur sechs Monate, dann muss das Sozialamt erneut entscheiden, ob und wie es weitergeht. Eine Chronik zur bald 40-jährigen Geschichte des Stadtteils Neustädter See will Marcel Härtel aber auf jeden Fall fertigstellen. Diese soll aber keine bloße Zusammenstellung von alten Zeitungsartikeln sein, sondern zu 85 Prozent aus den Erinnerungen und Andenken der Stadtteilbewohner selbst bestehen. „Ich habe gerade erst über 60 Seiten Material von einer Anwohnerin bekommen“, erzählt er. „Darin steht zum Beispiel sogar, wie die erste Familie, die 1973 in den neuen Stadtteil zog, hieß. Bis 2013 möchte ich die Chronik schreiben“, hat er sich ehrgeizig vorgenommen.
Außer diesen beiden Projekten gibt es u. a. in beiden Wohngebieten Stadtteilreporter, die das aktuelle Geschehen im Quartier dokumentieren, ein Tauschhaus, in dem von der Winterjacke bis zum Eierbecher alles getauscht werden kann, eine Theatergruppe sowie andere soziale und kulturelle Angebote für die Anwohner der Viertel. „11500 Besucher konnte das Info- und Kulturzentrum im vergangenen Jahr verzeichnen“, erklärt Rolf Kunsch stolz.
Das Sozialraumprojekt „Neue Neustadt/Neustädter See“ wird durch das Sozialamt der Stadt und das Jobcenter Magdeburg gefördert. Ziel ist es, die Teilnehmer wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen.Von den 60 Männern und Frauen der vorangegangenen Projektrunde fanden nach deren Abschluss 17 eine neue Beschäftigung. „Mit dieser Quote liegt der Integrationserfolg der Maßnahme über dem Durchschnitt“, zeigte Hans-Werner Brüning seine Anerkennung für das Projekt. Von Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 09.08.2011)



Tatjana Knochenhauer ist seit 2009 „Kummerkasten“ für die Neue Neustädter. Sie hilft ihnen z. B. bei Bewerbungen und hört sich ihre Alltagssorgen ab. Auch sie ist Teilnehmerin im Sozialraumprojekt.




Marcel Härtel will bis 2013 eine umfassende Chronik für den Stadtteil Neustädter See verfassen. Er startete im Februar im Sozialprojekt.

09.08.2011
Bauausschuss - Lindwurm-Rampe wird geplant

(sar). Die Mitglieder des Bauausschusses haben die Stadtverwaltung beauftragt, die von ihr empfohlene Variante zum behindertengerechten Ausbau der Lindwurmbrücke (Volkstimme berichtete) konkret zu planen. Bei der Sitzung in der vergangenen Woche stimmten fünf Sitzungsteilnehmer für die Alternativlösung, die zwar immer noch keinen DIN-gerechten Ausbau, aber immerhin die Akzeptanz der Behinderten bedeuten würde. Drei Ausschussmitglieder enthielten sich.
Nun wird die Planung erarbeitet und nach deren Fertigstellung mit den Arbeitsgruppen für Gemeinwesenarbeit und für behinderte Menschen diskutiert. Nach der Bewilligung der Mittel aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ könnte der Umbau 2013 geschehen. (Quelle: Volksstimme vom 09.08.2011)

06.08.2011
Künstler versprüht im „Seeblick“ den Charme des alten Magdeburgs
Inhaber Jens Heppner und seine ungewöhnliche Liebeserklärung an seine Heimatstadt
Baustelle Bowlingbahn: Die Anlage im „Seeblick“ in Nord wird derzeit umgebaut, während der Restaurantbetrieb normal weiterläuft. Bis zum 25. August will Inhaber Jens Heppner die Bowlinghalle nicht nur umfassend modernisieren, sondern auch zu einer sichtbaren Liebeserklärung an seine Heimatstadt Magdeburg umgestalten. Ein Besuch im Seeblick soll künftig auch zur Zeitreise durch die Stadtgeschichte werden.
Wann bekommt so ein ganzer Kerl wie Jens Heppner (49), Inhaber des „Seeblicks“ in Nord, eigentlich Gänsehaut und feuchte Augen?
Antwort: Wenn er vom alten Magdeburg erzählt und schwärmt. Das macht er in diesen Tagen ziemlich oft. Und nicht nur das: Der Unternehmer lässt gerade seine Heimatstadt in ihrer alten Pracht vor den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs gewissermaßen wieder auferstehen.
Sein „Baumeister“ ist der Cottbusser Airbrushkünstler Frank Brodowski. Mit Druckluft, Farbe und viel Gefühl in den Händen lässt er die alten Fassaden neu an den Wänden der Bowlingbahn entstehen.
Vorlagen liefern historische Aufnahmen. „Wir haben diese digitalisiert und werfen die Umrisse mit einem Beamer an die Wand“, erklärt Jens Heppner und sortiert einen Stapel mit Schwarz-Weiß-Fotografien von prachtvollen, barocken Straßenzügen. Er ist verzückt. Und plötzlich zeigt er auf seinen Unterarm: „Erpelpelle! Ich bekomme echt Gänsehaut, wenn ich nur darüber rede.“
Künstler Frank Brodowski staunt über so viel Heimatverbundenheit: „Es ist ja nicht die erste Bowlingbahn, die ich neu gestalten darf. Aber dass jemand sich so mit seiner Stadt identifiziert und die ganze Bowlinghalle entsprechend umgestalten lässt, habe ich auch noch nicht erlebt.“
Er ließ sich von Heppners „Magdeburg-Virus“ anstecken. „Ich bin begeistert, wie er unsere Ideen umsetzt“, lobt Heppner. Bald soll sich neben prunkvollen Gebäuden aber auch der Charme des alten Industriezentrums Magdeburg in der neuen Lounge der Bowlinghalle widerspiegeln, um an die „Stadt des Schwermaschinenbaus“ zu erinnern. Heppners Gänsehautgefühl jedenfalls sollen in Kürze auch die Besucher des „Seeblicks“ erleben können. Am 25. August soll die Wiedereröffnung der Bowlingbahn gefeiert werden. „Die Gestaltung mit
alten Magdebur ger Motiven ist unsere Verbeugung vor der Stadt, in der wir seit 15 Jahren unser Geld verdienen“, sagt der Geschäftsführer Heppner. Im Dezember feiern er und sein Team 15. Firmengeburtstag mit dem „Seeblick.“ Die Bowlinganlage soll sich rechtzeitig runderneuert und auf dem neuesten Stand der Technik präsentieren, in Szene gesetzt mit einem neuen Licht- und Farbkonzept, kündigt Heppner an.
Auslöser für den Umbau war eigentlich ein handfestes Problem: „Wir haben mit dem steigenden Grundwasserspiegel zu kämpfen. Der Wasserstand des Neustädter Sees ist in den vergangenen Jahren um 1,16 Meter gestiegen“ sagt Heppner. „Um möglichen Schäden vorzubeugen, isolieren wir jetzt den Boden mit Kunststoff ab, damit gar nicht erst Wasser vordringen kann.“
Die Bowlinganlage musste daher ohnehin einmal gründlich „auf den Kopf“ gestellt werden. „Wir bringen sie in diesem Zuge gleich technisch auf den neuesten Stand. Insgesamt investieren wir mehr als 80.000 Euro“, so Jens Heppner. Vergangenheit und Zukunft sollen im „Seeblick“ auf ungewöhnliche Weise verschmelzen.
Und Heppner hat schon weitere Pläne: „Wenn alles klappt, werden wir bald eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben, mit der wir zwei Drittel unseres Stroms selbst produzieren können.“ Ab 25. August sollen zunächst die Bowlingbälle auf neuen Bahnen durchs alte Magdeburg rollen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 06.08.2011)



Strich für Strich lässt Airbrushkünstler Frank Brodowski die Fassaden historischer Magdeburger Gebäude wieder auferstehen. Mit Luftdruck, Farbe und viel Gefühl gestaltet er die Wände der Bowlinghalle am Neustädter See. Fotos (2): Robert Richter



„Wir verbeugen uns vor unserer Stadt“, sagt „Seeblick“-Inhaber Jens Heppner.

05.08.2011
Enttäuschung in der Lumumbastraße
Lärmschutzwand bringt leider keine Linderung

Zur Berichterstattung über die neue Lärmschutzwand am Ring in Nord:
Wir als Anwohner der Lumumbastraße 5 der Etagen 5-10 möchten unseren Frust über die Schallschutzmauer loswerden. Vor 5 Jahren wollten wir ausziehen. Auf Grund der Lärmbelästigung wurde von der zuständigen Stelle darauf hingewiesen, dass wir durch die Lärmschutzwand eine Linderung bekommen würden. Ich kaufte dann ein Lärmmessgerät und habe damit über Jahre den Schall gemessen. Zwischen 65-80 Dezibel waren immer da.
Vorschläge, am Wochenende die Lkw mit einem Fahrverbot zu belegen oder die Pkw in der Geschwindigkeit zu begrenzen, wurden zurückgewiesen mit der Begründung, dass die ansässige Industrie eine Begrenzung verbietet. Die jetzt stehende Wand erscheint uns als Fehlkonstruktion. Durch die Abknickung der letzten 1,5 Meter wird der Schall gebrochen und schlägt gebündelt durch die Schlauchwinklung des Kanals gegen die Wände von der 5. bis 10. Etage zurück. Ich durfte vor 65 Jahren lernen, dass der Einfallwinkel gleich der Ausfallwinkel ist. Hier wird der Schall sogar noch gebündelt und nicht wesentlich für uns gemindert. Im Gegenteil, der Schall liegt jetzt immer in der Luft und erzeugt sogar eineVibration. Der Schall wird gebündelt gegen unsere Wände der oberen Etagen geschleudert. Auch mein Messgerät zeigt immer noch 60-70 Dezibel an. Wir möchten die Fachleute bitten, sich dieses vor Ort anzusehen und sich selbst ein Urteil zu bilden. Wir laden sie dazu ein. Nicht erwähnt oder aufgezeigt ist der Staub und die Abgasverwir belungen. Uns erscheint, dass der Staub und Abgase (Smog) zugenommen haben. Auch das Fällen der Bäume entlang der Straße war vielleicht ein Fehler. Dieter Gent, Ruth Vandersee, Karin Bläß, Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 05.08.2011)

05.08.2011
Stadtteilbüro wird erneut durchwühlt
Neustädter See (mf). Unbekannte haben am vergangenen Wochenende erneut in das Stadtteilbüro im Kannenstieg eingebrochen. Die Täter hatten nach ersten Erkenntnissen mit einem Werkzeug ein Fenster aufgehebelt und waren so in die Räumlichkeiten gelangt. Dort wurden mehrere Türen aufgebrochen, entwendet wurde aber offensichtlich nichts. Bereits vor einigen Tagen war das Büro des Stadtteilmanagements Ziel von Einbrechern geworden. Auch damals richteten die Täter hohen Schaden an.
(Quelle: Volksstimme vom 05.08.2011)

05.08.2011
Anwohnerin verschreckt Diebe
Neustädter See (jw). Eine Anwohnerin in der Salvador-Allende-Straße hat am späten Mittwochabend offenbar Mopeddiebe verschreckt. Die Frau hörte gegen 23.35 Uhr merkwürdige Geräusche und sah aus dem Fenster. Dabei sah sie zwei Männer, die sich an einem Motorroller zu schaffen machten. Sie rief den Tätern zu, die sich daraufhin aus dem Staub machten. Wie sich wenig später zeigte, hatten die Langfinger bereits die Lenkradsperre gelöst und das Zündschloss aufgebrochen. (Quelle: Volksstimme vom 05.08.2011)

05.08.2011
Eine besondere Magdeburger Jugendliebe
Hannelore und Heinz Hohndorf aus Nord feiern eiserne Hochzeit

Neustädter See (rri). Aus einer Sandkastenliebe wurde ein Bund fürs Leben, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Hannelore Hohndorf (82) und ihr Mann Heinz hatten am Mittwoch ihren 65. Hochzeitstag! Die „Eiserne“ werden sie am kommenden Wochenende mit Verwandten und Freunden feiern. Mit dabei sind ihre vier Kinder, sieben Enkel und fünf Urenkel.
Das bekannte Lied von der Jugendliebe würde auch auf Hohndorfs Feier passen. Zumal die beiden bis heute unzertrennlich sind: „Wir haben praktisch schon im Sandkasten gespielt. Na ja, mit 12 haben wir uns auf dem Spielplatz kennengelernt. 1946 haben wir dann so jung geheiratet, dass unsere Eltern noch zustimmen mussten, schließlich war ich erst 17“, erzählt Hannelore Hohndorf, die wie ihr Mann eine gebürtige Magdeburgerin ist: „Wir führen bis heute eine sehr harmonische Ehe, die von gegenseitigem Vertrauen getragen wird.“ Grund genug also, mit der Familie auf das seltene Jubiläum anzustoßen. Die Feier in großer Runde ist für den Sonnabend geplant. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 05.08.2011)



Hannelore und Heinz Hohndorf aus Nord feiern eiserne Hochzeit nach 65 Ehejahren. Foto: Robert Richter

05.08.2011
Uferbewohner freuen sich über Balkon mit Seeblick



Diesen Ausblick können die Bewohner der Straße Am Seeufer von ihren Balkonen aus genießen. Über die Seepromenade und den Spielplatz im Leuchtturm führt der Blick Richtung Strandbad. Außerdem kann man hier auch die Wasserskifahrer und ihre Kunststücke beobachten. Entstanden war der See, als für den Wiederaufbau Magdeburgs nach dem Zweiten Weltkrieg Sand abgebaut wurde. Am Westufer des Sees begann dann 1973 der Bau des bis dahin größten Neubaugebietes der Stadt, schlicht Magdeburg-Nord genannt.
Foto: R. Richter / Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 05.08.2011)

04.08.2011
Schönster Balkon in Magdeburg-Nord gesucht
Aufruf von GWA, Bürgerverein und Stadtteilmanagement
Balkonpflanzen gehören zum Sommer wie Grill und Sonnencreme. An allen möglichen Stellen werden Kästen befestigt, Töpfe auf- und Blumenampeln angehängt. Sie machen den Stadtteil bunt und sorgen für gute Laune. Doch wer hat im Norden den schönsten Balkon. Das soll jetzt ein Wettbewerb zeigen. Ob Sommerurlaub auf Balkonien oder Erholung zwischendurch: In die Gestaltung ihrer Balkone stecken auch viele „Nordlichter“ im Kannenstieg und am Neustädter See viel Zeit, Geld und Liebe.
Die GWA-Gemeinwesenarbeitsgruppen, der Bürgerverein Nord und das Stadtteilmanagement haben deshalb jetzt die Suche nach dem schönsten Balkon in Nord gestartet. „Eine Jury mit Vertretern der drei Partner wird die Qual der Wahl haben und in einigen Wochen den Sieger küren. Sie schauen sich selbst imViertel um, aber man kann sich auch mit seinem Balkon anmelden“, so Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Anmeldungen nimmt das Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9, entgegen, Telefon 2886044. Als Preise winken Gutscheine für Balkonpflanzen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.08.2011)



Recht verhalten bepflanzt und gestaltet sind die Balkone an der Dr.-Grosz-Straße/Barleber Straße. Wer hat mehr zu bieten? Fotos (2): Richter



Tritt mit als Jurorin für den Wettstreit an: Stadtteilmanagerin Jessica Zedler.

Donnerstag, der 04.08.2011 - ab 16.00 Uhr
Workshop - Bürgerverein hat Sprechstunde

Neustädter See (rri). Am kommenden Donnerstag bietet der Bürgerverein Nord interessierten Bewohnern der Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See eine Sprechstunde im Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9 (Freizeitzentrum „Oase“), an. In der Zeit von 16 Uhr bis 18 Uhr informieren Mitglieder über Inhalte und Ziele der Vereinsarbeit. „Mit dieser Sprechstunde möchte der Bürgerverein den Dialog mit den Bewohnern intensivieren, um ihre Anregungen für die zukünftigen Projekte mit einzubeziehen“, teilte der Vorstand gestern mit.  Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 02.08.2011)

02.08.2011
Schulgebäude „geflutet“
Neustädter See (kt). Das Gebäude der ehemaligen Grundschule „Am Zoo“ in der Pablo-Neruda-Straße ist am Wochenende von Einbrechern heimgesucht worden. Sie hatten sich gewaltsam Zutritt zum Objekt verschafft, einen Löschwasserhahn geöffnet und damit Teile des Erdgeschosses unter Wasser gesetzt. (Quelle: Volksstimme vom 02.08.2011)

30.07.2011
Volksstimme-Mensch der Woche:
Marcel Härtel - Er will Nord auf Trab bringen

Marcel Härtel will im Norden einiges in Bewegung bringen. Der Magdeburger engagiert sich ehrenamtlich im Viertel und war Ideengeber für einen Stadtteillauf für Kinder und Jugendliche am Neustädter See. Obwohl viele Horte und Kindergärten teils kurzfristig absagten und nur 20 Starter über die Seepromenade flitzten, ließ Marcel Härtel den Kopf nicht hängen. Demnächst will er mit seinen Mitstreitern aus dem Bürgerverein und der AG Gemeinwesen ein Fußballturnier aufziehen und eine Bowlingmeisterschaft in Nord organisieren.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)



Marcel Härtel

01.08.2011
Polizei bittet um Hinweise - Wem gehört dieses Fahrrad?



Weil Jugendliche auf dem Neustädter Platz mit Steinen warfen, wurde am 13. Juli gegen 2.30 Uhr die Polizei gerufen. Eine 17-jährige Mittäterin wurde gestellt und hatte dieses Fahrrad dabei, von dem sie behauptete, es in einem Gebüsch gefunden zu haben. Einzelne Rahmenteile wurden überstrichen. Die Polizei vermutet Diebstahl, stellte das Rad sicher und sucht nun den Besitzer. Wer das Rad vermisst, kann sich unter Tel. 5461815 melden. Foto: Polizei (Quelle: Volksstimme vom 01.08.2011)

01.08.2011
Polizei bittet um Hinweise - Ausländerfeindliche Attacke im Supermarkt

Neustädter See (kt). Mit eindeutig ausländerfeindlicher Motivation ging am Sonnabend kurz nach 15 Uhr eine Frau in einem Lebensmitteldiscounter am Neustädter Platz auf eine 19-jährige Magdeburgerin vietnamesischer Herkunft los.
Wie eine Zeugin bestätigte, beschimpfte die Frau ihr Opfer zunächst massiv und in sehr ausfallend ausländerfeindlicher Art. Schließlich packte die Angreiferin den Kopf der 19-Jährigen und schlug ihn gegen ein Regal. Die junge Frau vietnamesischer Herkunft erlitt dabei leichte Gesichtsverletzungen und verließ den Einkaufsmarkt, um zu ihrem Vater zu gehen. Die Frau folgte ihr und beschimpfte im Anschluss noch den Vater mit ausländerfeindlichen Parolen. Die hinzugerufene Polizei nahm vor Ort Zeugenaussagen auf. Die Täterin war zu dem Zeitpunkt allerdings schon verschwunden.
Sie wird wie folgt beschrieben: ca. 30 Jahre alt, 1,60 bis 1,70 Meter groß, dunkel gefärbte, lange Haare und auffällige, vernarbte Kratzspuren im ganzen Gesicht. Bekleidet war sie zur Tatzeit mit schwarzer Lederjacke und schwarzen Jeans.
Die Polizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet und den Staatsschutz hinzugezogen. Zeugen, die Angaben zu Tat oder Täterin machen können, werden gebeten, sich unter Telefon 5 46 21 96 zu melden. (Quelle: Volksstimme vom 01.08.2011)

30.07.2011
Diskussionen nach dem Familienfest in Magdeburg-Nord - Kannenstieg nimmt Kritik vom Neustädter See an

Das große Kinder- und Familienfest in Magdeburg-Nord liegt zwar schon über zwei Monate zurück, sorgt aber noch immer für Diskussionen. Die Macher vom Bürgerverein und aus den Gemeinwesenar beitsgruppen (GWA) landeten mit dem Stadtteilfest im Brunnenhof (Neustädter See) einen vollen Erfolg. Doch den Organisatoren um Sandra Täntzler (Bürgerverein) „schmeckte“ eines nicht: „Es wäre mehr Beteiligung vom Kannenstieg wünschenswert gewesen“, sagte sie auf der jüngsten Sitzung der GWA Kannenstieg. „Es soll ein Fest für ganz Magdeburg-Nord sein!“
Für nächstes Jahr steht daher schon fest: Das Familienfest soll im Kannenstieg stei gen. Die „Kannenstiegler“ gelobten bereits Besserung. Im Herbst soll ein Vorbereitungsteam aus beiden Stadtteilen gegründet werden, um die Planung für ein Magdeburg-Nord-Fest 2012 voranzutreiben. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)

30.07.2011
Nach Protest gegen zu steile Auffahrten - Stadt legt neue Pläne für Lindwurmbrücke vor
Für den Umbau der Rampen für die Lindwurmbrücke in Nord hat das Stadtplanungsamt neue Pläne vorgelegt. Voraussichtlich 2013 sollen diese modernisiert werden, so der neue Terminplan.
Die Überarbeitung hatte der Bauausschuss eingefordert. Den Mitgliedern werden nun auf ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag zwei neue Varianten vorliegen. Ziel ist es, die Nutzung der Rampen für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte zu erleichtern. Für sie sind die Zufahrten zur Ringüberquerung zwischen Kannenstieg und Neustädter See zu steil.
Weil das in den ursprünglichen Plänen nach Ansicht von Anwohnern und Stadträten nicht ausreichend berücksichtigt worden war, hatte es Kritik gehagelt. Aus Kostengründen einigten sich Bauausschuss und Stadtplaner auf einen Kompromiss, der zwar keine Barrierefreiheit nach DIN-Norm vorschreibt, die Rampen dennoch „weitgehend barrierefrei“ machen soll. Dies könne „nur durch eine Erweiterung der beiden Rampen in südlicher Richtung erfüllt werden“, so das Planungsamt in der Vorlage für den Ausschuss. Das Papier sei mit der städtischen Arbeitsgruppe für Menschen mit Behinderungen abgestimmt. Die Planer präsentieren zum einen eine Maximalvariante. Mit dieser könnten sogar alle Anforderungen der DIN erfüllt werden. Durch die Erweiterung der Rampen würde vor allem die notwendige Längsneigung auf sechs Prozent beschränkt und Zwischenpodeste alle sechs Meter angeordnet. Zusammen mit den ohnehin geplanten Maßnahmen (Erneuerung des Rampenbelages mit Asphaltbeton, Entwässerung und Beleuchtung, Seitenborde und Geländer, Aufwertung der Grünanlagen) rechnen die Plane für diese Variante mit Kosten von rund 600.000 Euro.
Die Stadt unterbreitet deshalb auch eine – von der Verwaltung favorisierte – kostengünstigere Variante für immerhin noch rund 500.000 Euro. „Die Längsneigung der Rampen wird hier auf sieben Prozent und der Abstand der Zwischenpodeste auf zwölf Meter begrenzt“, erklären die Stadtplaner dazu. Der bauliche Aufwand zur Erweiterung der Rampen falle damit gegenüber der Maximalvariante geringer aus. „Nach Aussage der befragten Menschen mit Behinderungen stellt diese Variante einen akzeptablen Kompromiss dar“, heißt es in dem Beschlusspapier. Entscheiden müssen nun die Mitglieder des Bauausschusses.
Vorbehaltlich der derzeit noch offenen Fördermittelbewilligung über das Städtebauprogramm „Soziale Stadt“ (Finanzierung Bund, Land und Kommune zu je einem Drittel) könnten die Rampen nach Aussage des Stadtplanungsamtes im Jahr 2013 saniert werden. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)



Bewohner von Magdeburg-Nord machten im September 2010 auf die Probleme für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte auf den steilen Rampen der Lindwurmbrücke aufmerksam. Sie forderten, dass bei der ohnehin fälligen Sanierung die Auffahrten behindertenfreundlich gestaltet werden. Foto: Richter



30.07.2011
Wiedersehen im „Krug“
Otto-Grotewohl-Oberschule: Klasse 8 a, Foto 1982, Jahrgang 1974-84
Klassentreffen am 19. November um 19 Uhr im „Bayrischen Krug“ in Magdeburg, Kontakt über Marko Albach unter msalbach@freenet.de



Otto-Grotewohl-Oberschule: Klasse 8 a, Foto 1982, Jahrgang 1974-84,
(Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)

29.07.2011
Bund und Land geben fast 4 Millionen Euro für Lärmschutz
Anwohner unterer Etagen freuen sich, in oberen gibt es Enttäuschung
Anlieger zur neuen Lärmschutzwand am Ring: Unten hui, aber oben pfui?

Das bisher größte Lärmschutzprojekt am Ring, der Neubau der Lärmschutzwand im Abschnitt Kannenstieg/Neustädter See, steht kurz vor dem Abschluss. Mit dem Einhängen der letzten Elemente an den Auf- und Abfahrten Ebendorfer Chaussee wird bis Ende August der Schlusspunkt für das 3,9 Millionen-Euro-Projekt gesetzt. Lärmschutz für rund 1500 Anwohner war versprochen. Doch die Reaktionen fallen höchst unterschiedlich aus.
Noch bevor überhaupt das letzte Betonsegment in das Stahlskelett eingehängt ist, wird das gewaltige Lärmschutzkonstrukt von Anwohnern kritisch beäugt. Oder besser gesagt „belauscht“. Was bringt die 7 Meter hohe und 850 Meter lange Betonwand zu beiden Seiten des Rings wirklich an Lärmentlastung für die Anlieger? Die Meinungen gehen auseinander, wie Leserbriefe und Stimmen vor Ort erkennen lassen.
Ursula Horstmann aus der direkt angrenzenden Otto-Nagel-Straße hat es gut. In ihrer Wohnung in der 3. Etage des Zehngeschossers zeigt die neue giftgrüne Betonwand Wirkung. „Gerade abends war der Lärm vom Ring belastend. Besonders die Lkw wurden zur Tortur. Jetzt können wir wenigstens wieder das Fenster auflassen. Doch, ich würde sagen: Die Wand bringt wirklich was“, meint die Frührentnerin. So wie Ursula Horstmann verknüpfen viele Anwohner mit der neuen Lärmschutzwand einen Gewinn an Lebensqualität.
Das Projekt an Magdeburgs größter Entlastungsstraße wird mit knapp 4 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II von Bund und Land finanziert und soll bis Ende August zum Abschluss gebracht werden. Momentan laufen die letzten Arbeiten an den Auf- und Abfahrten Ebendorfer Chaussee. Einige Vorwegweiser sollen noch im Bereich der neu aufgestellten Wand angebracht werden, außerdem ein großes Werbeschild, erklärte die Stadtverwaltung auf Nachfrage. Restarbeiten.
Im Großen und Ganzen aber steht die neue Lärmschutzwand zwischen den Abfahrten Ebendorfer Chaussee und Ziolkowskistraße. Doch nicht überall im nahen Umfeld herrscht bei den Anwohnern Euphorie. Sie wohne an der Ausfahrt Kannenstieg in der 6. Etage und merke überhaupt keine Verbesserung, schildert eine junge Frau zum Beispiel ihre Erfahrungen. Auch eine Anwohnerin aus der 10. Etage in der Lumumbastraße zeigt sich enttäuscht. Sie spüre keine Verbesserungen, berichtet sie.
Die Verantwortlichen hatten vorab mehr Lebensqualität für 1500 Anwohner in der Hans-Grundig-, Otto-Nagel-, Albert-Schweitzer- und Lumumbas straße versprochen. Ziel also nicht erreicht? Im Bereich der Auf- und Abfahrt Kannenstieg könnte sich mit den letzten Elementen, die jetzt gesetzt werden, noch etwas tun. Das Ergebnis bleibt abzuwarten.
Ansonsten aber verweist Stadtsprecherin Cornelia Poenicke auf Berechnungen von Experten. Eine Geräuschbelastung durch Straßenverkehr werde „in der Regel durch Berechnung ermittelt und nicht gemessen“, erklärt sie. Gemessen hat vor Ort also noch niemand. Für die Berechnungen von Lärmschutzprojekten werde die „Richtlinie für den Schallschutz an Straßen“, kurz RLS-90, angewendet. Verkehrsmenge, Geschwindigkeit, Straßenoberfläche oder Abstand zum Gebäude fließen u. a. mit ein. Auch das Magdeburger Lärmschutzprojekt am Ring musste eine Pegelverringerung von mindestens 10 Dezibel dB(A) in Aussicht stellen, um gefördert zu werden. Diese Maßgabe sei erfüllt worden, heißt es.
Starker Straßenverkehr kann in einem Haus einen Schallpegel von 65 Dezibel verursachen, an einer Straße mit starkem Verkehr können durchaus 80 dB(A) erreicht werden. Ein Dauerschallpegel von 65 dB(A) und mehr gilt als krankmachend. Ab diesem Wert steigt das Risiko z. B. für Herz-Kreislaufstörungen. Bei dauerhaften 80-100 dB(A) drohen gar Gehörschäden. Untersuchungen der Lärmforscher haben jedoch auch ergeben, dass die subjektive Wahrnehmung ganz anders sein kann. So empfinden die meisten Menschen eine Pegelverringerung von 10 dB(A) als Halbierung der Lautstärke. Und 3 dB(A) weniger seien zwar kaum wahrnehmbar, für die Gesundheit hätten diese aber schon positive Effekte. Von Jana Wiehe
(Quelle: Volksstimme vom 29.07.2011)



Letzte Arbeiten an der neuen Lärmschutzwand am Ring in Höhe Kannenstieg. An den Aus- und Auffahrten Ebendorfer Chaussee werden derzeit noch Betonelemente gesetzt. Foto: Jana Wiehe

Lärmschutzwand am Ring zwischen Ebendorfer Chaussee und Ziolkowskistraße:
Zur Fahrbahn abgewinkelte Enden sollen den Schall kanalisieren und die Lärmbelastung verringern. Der Fördermittelgeber unterstützt Projekte wie am Ring erst ab einer Pegelverringerung von mind. 10 dB(A)

Beispiele für Lärmpegel:

• 0-20 Dezibel dB(A): Hört man kaum; Blätterrascheln, Ruhe im Radiostudio

• 25-35 dB(A): Flüstern, Zimmerventilator, Weckerticken (kann schon Schlafstörungen verursachen)

• 40-60 dB(A): Vogelgezwitscher, leises Radio, normale Gesprächslautstärke

• 60-80 dB(A): vorbeifahrendes Auto bis hin zu starkem Verkehr, Lkw, lautes Gespräch, Staubsauger, Haartrockner, Winkelschleifer (meist ungefährlich, aber Risikoerhöhung von Erkrankungen bei Dauerbelastung)

• 85-105 dB(A): schweres Kfz, Handschleifgerät, Disko (unangenehm, bei längerer Einwirkung Hörschäden)

• 110 dB(A): Schmerzgrenze erreicht (z. B. Kreissäge)

• 120 dB(A): Düsenflugzeug, Explosion

Hinhören!
Fachleute haben ausgerechnet, dass im Abschnitt der neuen Lärmschutzwand auf dem Ring Anwohner in den Hochhäusern jetzt deutlich weniger auf die Ohren kriegen. Mehr als 10 Dezibel kleiner falle der Schallpegel aus, sonst wäre das Projekt auch gar nicht erst gefördert worden. Nach dem subjektiven Empfinden sollen diese 10 Dezibel sogar eine quasi Halbierung der Lautstärke bedeuten, sagen wiederum Experten.
Halbierung klingt gut. Tatsächlich bestätigen Anwohner, dass die neue Wand den Lärm mindert. Ein Gewinn an Lebensqualität im pulsierenden Großstadtverkehr. Zumindest in den unteren Stockwerken. Weiter oben, in 6. bis 10. Etagen, macht sich aber auch Enttäuschung breit. Es sei gar nicht leiser geworden, hört man. Unten hui, aber oben pfui? Erfüllt die 7 Meter hohe Mauer auch oben in den Plattenbauten noch ihren Zweck? Berechnungen sind das eine. Wirklich beurteilen können das am Ende nur die Anwohner, die dort 24 Stunden am Tag leben. Die Stadt sollte ein offenes Ohr für die Sorgen dieser Menschen haben. Womöglich sind ja Nachbesserungen nötig. Da muss man vielleicht auch einfach mal ein Messgerät zur Hand nehmen und die Situation vor Ort überprüfen. Von Jana Wiehe (Quelle: Volksstimme vom 29.07.2011)

29.07.2011
Sponsor gefunden - Licht für Lindwurm auch 2012 sicher

Die Beleuchtung des Lindwurms auf der Ringbrücke in Nord ist für das kommende Jahr gesichert. Das teilte die Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Kannenstieg mit. Wie es hieß, wolle Stadtrat Frank Theile (Die Linke) die Kosten 2012 übernehmen. Eine Summe wurde nicht genannt. Bereits für dieses Jahr war ein Sponsor eingesprungen, da die Finanzierung über die Stadtkasse eingespart wurde. Die GWA Kannenstieg hatte daraufhin einen Aufruf gestartet und für 2011 einen Finanzier gefunden. Der durchaus umstrittene stählerne Drache wurde 2005 eingeweiht, für den Bau hatte sich ebenfalls die GWA eingesetzt. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 29.07.2011)

27.07.2011
Bürgerverein und GWA enttäuscht - Wettlauf in Nord lockt nur wenige Sportler zum Seeufer
Marcel Härtel will im Norden einiges in Bewegung bringen. Der Magdeburger engagiert sich ehrenamtlich im Viertel und ist Ideengeber für einen Stadtteillauf am Neustädter See. Der hatte gestern Vormittag Premiere und richtete sich mit Distanzen über 400 und 1000 Meter vor allem an Kinder und Jugendliche des Stadtteils. Und auch wenn die Resonanz mit nur 20 Teilnehmern doch deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb, ließ sich Marcel Härtel die Laune nicht verderben. Er plant mit seinen Mitstreitern vom Bürgerverein und aus der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) schon die nächsten sportlichen Aktionen.
„Ich selbst war mal sportlich und habe Fußball gespielt. Aber da mir das gesundheitlich heute nicht mehr so möglich ist, möchte ich auf andere Weise weiter aktiv sein. Vor allem, um dem Nachwuchs etwas zu bieten“, sagte Härtel, dessen Enkelin die Grundschule besucht. Seit Wochen trommelte er in Nord um Teilnehmer für einen ersten Stadtteillauf. „Ich war persönlich in den Horten und Kindertagesstätten.
Damit wir gerade die Kinder und Jugendlichen erreichen können, haben wir den Termin mit allen abgestimmt und auf den Vormittag gelegt. Dass dann doch so wenige Einrichtungen mitmachen, ist schon enttäuschend“, räumte Marcel Härtel ein. So hielt sich gestern Vormittag die Anzahl der freiwilligen Helfer am Start und Zieleinlauf und entlang der Strecke mit der Anzahl der Läufer beinahe die Waage.
Marcel Härtel nahm es aber sportlich. Ans Aufgeben denkt er jedenfalls noch lange nicht. Und auch Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, die die Aktion des Bürgervereins und der GWA unterstützte, machte schon kräftig Werbung für die nächsten Sportaktionen in Nord: „Es ist ein Fußballturnier in Planung, und auch im Bowling wollen wir demnächst den offiziellen Nord-Meister küren“, verriet sie.
Nicht zu vergessen: Auch gestern gab es natürlich Sieger beim Stadtteillauf. In der Kita-Wertung gewann Niklas Sarg vor Franz Koch und Romy Giehl. Beim Lauf der Grundschüler holte Dennis Geiersbach die Goldmedaille, gefolgt von Hanna Imhof und Julian Pinkow. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 27.07.2011)



Marcel Härtel hatte Idee für einen Stadtteillauf in Nord.




Voller Einsatz auf der Laufstrecke, die über die Seepromenade in Nord führte. Dennis Geiersbach, rechts im Bild, gewann die Goldmedaille über 1000 Meter. Fotos (2): Robert Richter

27.07.2011
Volles Kulturprogramm im Pflegeheim Heideweg - Freitagsmaler, Fest der Generationen und mehr
Neustädter See (rri). Sommerruhe vor dem Sturm am Heideweg. Die Bewohner des dortigen Altenpflegeheimes haben in der nächsten Zeit viel vor, verrät Heimleiter Ingolf Ulbrich. So steht die nächste große Ausstellung der Freitagsmaler bevor. Diese wird am 6. September um 10 Uhr im Heim am Heideweg feierlich eröffnet, und die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. „Bei den Freitagsmalern handelt es sich um Bewohnerinnen und Bewohner unseres Hauses, die jeden Freitag mit dem Kleinbus zur Feuerwache in Sudenburg fahren und dort unter sach- und fachkundiger Leitung und dem Einfühlungsvermögen von Herrn Bluhm, der ehrenamtlich dort
tätig ist, tolle Bilder malen. Diese Zusammenarbeit besteht seit nunmehr sieben Jahren und ist aus dem kulturellen Leben unserer Bewohner nicht mehr wegzu denken“, so Ingolf Ulbrich. „Ausgewählte Bilder werden dann im September in unserer Einrichtung präsentiert und in einer angemessenen Eröffnung gewürdigt. Es ist bereits die 3. Vernissage!“ Außerdem kündigte Ulbrich bereits an: „In diesem Jahr kommt noch die aktualisierte Bilderausstellung von Porträts alter Menschen aus unserer Einrichtung hinzu. Hierzu gab es vor gut zwei Jahren bereits eine größere Ausstellung der Fotografin Bussenius in der Feuerwache. Damit nicht genug: Auch für das in Magdeburg-Nord bereits bekannte Fest der Generationen im Altenpflegeheim Heideweg soll es eine
Neuauflage geben: Am 7. September ab 10 Uhr werden wieder rund 50 Kinder der Patenschafts-Kita „Schlupfwinkel“ (Victor-Jara-Straße) und ebenso viele Bewohner bei Musik, Spaß und Spiel zusammenkommen.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 27.07.2011)



Leiter Ingolf Ulbrich (l.) und Pflegedienstleiterin Helga Schwenke zeigen Besucher Lothar Ludwig im Altenpflegeheim Heideweg eine Ausstellungstafel. In der Einrichtung gibt es vielfältige kulturelle Angebote.

27.07.2011
Fahrraddiebe im Gemeinschaftsraum

Neustädter See (mf). Bei einem Einbruch in einen Gemeinschaftsfahrradkeller eines Mehrfamilienhauses in der Dr.-Grosz-Straße haben Unbekannte am Wochenende ein Herrenfahrrad entwendet. Der Eigentümer erstattete am Montag Anzeige. (Quelle: Volksstimme vom 27.07.2011)

26.07.2011
Aktion der AG Gemeinwesen in Nord - 1. Sommerlauf am Neustädter See am 26. Juli

Am 26. Juli sollen der Platz der Begegnung und die Seeuferpromenade in Nord sportbegeisterten „Nordlichtern“ gehören. Ab 9 Uhr ruft die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See mit Unterstützung des Bürgervereins, des IB-Stadtteilmanagements und des Sozialprojektes Neustädter See zum Sommerlauf auf. Grundschulkinder und Senioren erwartet ein 1000-Meter-Lauf entlang der Seepromenade, teilte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler mit. Für Jugendliche und Erwachsene führt der Streckenverlauf weiter über den Schrotebogen und die Zentrumsachse auf einer Länge von zwei Kilometer. Die jüngsten Starter kommen aus den Kindertageseinrichtungen des Wohngebietes. Die Minisportler eröffnen mit ihrem Lauf über 400 Meter das sportliche Geschehen. Anmeldestellen für den Seelauf sind eingerichtet im Stadtteilbüro (Im Brunnenhof 9) und im Infotreff des Sozialprojektes (Am Seeufer 8). Infos gibt es auch unter Tel. 2886044. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 01.07.2011)

26.07.2011
Unbekannte steigen in Strandimbiss ein

Neustädter See (mf). Unbekannte sind in der Nacht zum Montag in einen Raum eines Imbiss-Kiosks am Kinderstrand vom Neustädter See eingestiegen und haben mehrere alkoholische Getränke und Würstchen entwendet. (Quelle: Volksstimme vom 26.07.2011)

22.07.2011
Freiwillige vor! Neues im Streit um den Zoo-Eingang in Nord

„Ich hatte heute in meiner Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Frau Zimpel, die sich für die Öffnung eines zweiten Zooeingangs einsetzt“, so Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin für Kannenstieg und Neustädter See gestern. „Frau Zimpel schlug erneut vor, dass der Eingang des Zoos ehrenamtlich geöffnet werden könnte. Auch Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen und des Bürgervereins hatten diese Idee bereits geäußert“, so Jessica Zedler. Nun müsse aber ein Konzept her. „Deshalb nun meine Bitte: Wer bereit ist, sich ehrenamtlich in das Kartenverkaufshäuschen zu setzen, um den Eingang wieder zu öffnen, sollte mir bitte bis zum 5. August eine Mail senden. Das Konzept wird auf einer Öffnung in den Sommermonaten basieren. Alle weiteren Details werden in einem separaten Termin mit allen Freiwilligen besprochen“, so die Managerin.
Ihre Mail-Adresse: Jessica.Zedler@internationalerbund.de
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 22.07.2011)

20.07.2011
Kita „Am Neustädter See“
Auszeichnung für kleine Forscher in Nord

Aufregung bei den Forschern der Integrativen Kindertagesstätte „Am Neustädter See“. Voller Stolz nahmen jetzt die diesjährigen Schulanfänger im Namen aller Kinder der Einrichtung auf ihrer Abschlussfeier die Urkunde „Haus der kleinen Forscher“ von Christin Wegner von der Bildungsakademie der Industrie- und Handelskammer Magdeburg entgegen.
Ein Jahr lang hatten die Kinder und Erzieher „ihre Welt“ erforscht, sich intensiv mit den Phänomenen ihrer Umwelt auseinandergesetzt und versucht auf viele Fragen Antworten zu finden: Warum gibt es Tag und Nacht? Warum fallen wir nicht von der runden Erde herunter? Wie entsteht ein Vul kan? Wann erscheint am Himmel der Regenbogen? Oder: Was ist Magnetismus?
„Wir haben Kaleidoskope gebaut, Badekugeln selbst hergestellt, wurden von Seifenblasen verzaubert und waren dem geheimnisvollen Schwarz auf der Spur“, sagte Birgit Kersten, stellvertretende Leiterin der Kita. „Während unserer gemeinsamen Forscherzeit sind wir zu einem echten Forscherteam zusammengewachsen!“
Höhepunkt und Abenteuer zugleich waren die drei Forscherausflüge nach Wolfsburg ins „Phaeno“. „Faszinierend waren hier der Wasserspielplatz, der Feuertornado, die Lasershow und die Bewegungsbaustelle“, so Birgit Kersten.
Natürlich haben Celine, Jasmin, Leonie, Josefine, Paul, Devin, Alexander und Jan gleich am nächsten Tag nach einem passendem Plätzchen für das „Forscherschild“ gesucht und es gefunden. Mit kleiner Unterstützung des Hausmeisters montierten sie fachmännisch „ihr“ Schild an. Bei aller Forscherei gibt es natürlich auch noch viele Fragen, die offen geblieben sind. „Diese geben wir unseren ,Großen‘ mit in ihre Grundschulen und wünschen ihnen weiterhin viel Spaß beim Forschen und Experimentieren“, sagte Birgit Kersten.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 20.07.2011)

19.07.2011
Programm „Soziale Stadt“
5000 Euro Sonderförderung für Stadtteilprojekte im Norden
Um Bürgerengagement und Ehrenamt im Magdeburger Norden zu fördern, ist zunächst für zwei Jahre ein eigener Stadtteilfonds Kannenstieg /Neustädter See aufgelegt worden. Für beide Gebiete stehen in diesem Jahr je 2500 Euro zur Verfügung, im nächsten Jahr soll sich der Betrag auf je 5000 Euro verdoppeln. Das sagte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Das Geld kommt über das Programm „Soziale Stadt“ je zu einem Drittel von Bund, Land und Kommune.
Für die geplante Umgestaltung von öffentlichen Freiflächen im Umfeld der Kindertagesstätte „Kinderland“ (Lumumbastraße) mit freiwilligen Helfern wurde ebenso bereits ein Zuschuss bewilligt wie für einen Tanzworkshop an der Grundschule „An der Klosterwuhne“ oder einen Stadtteillauf am 26. Juli am Neustädter See, den ehrenamtliche Akteure organisieren.
Förderfähig sind Sachkosten und Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten. Außerdem können gemeinnützige Einzelanschaffungen jeweils bis maximal 400 Euro bezuschusst werden. Laut Förderrichtlinie müssen die Antragsteller einen Eigenanteil von zehn Prozent für die Finanzierung eines Projektes aufbringen – in Form von Geld, Eigenleistungen oder Sponsorenbeiträgen.
Der Stadtteilfonds steht für Magdeburg-Nord zusätzlich zum Gemeinwesenfonds offen, über den für die Stadtteilarbeit aus der Stadtkasse jährlich jeweils 2580 Euro pro Stadtteil nach Kannenstieg und Neustädter See fließen. Beschlossen wurde die Auflage des Sonderfonds vom Stadtrat mit dem Handlungskonzept für Magdeburg-Nord. „Kleinere Materialausgaben, Kopier- und Druckkosten oder Gebühren sollen unbürokratisch und kurzfristig erstattet werden“, heißt es in dem zu Grunde liegenden Konzept.
Der Fonds wird vom Stadtteilmanagement Nord verwaltet. Anträge können an das Stadtteilbüro des Internationalen Bundes (IB) im Kinder- und Jugendhaus „Oase“, Im Brunnenhof 9, gerichtet werden. Die Entscheidung über die Vergabe obliegt einem Lenkungsausschuss. Darin sitzen neben der Stadtteilmanagerin auch Vertreter des Stadtplanungsamts, der Gemeinwesenarbeitsgruppen (GWA) und des
Bürgervereins Nord. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.07.2011)

19.07.2011
Sozialer Tag
Acht Stationen und sehr viel Freundlichkeit
Am 1. Juli durfte die Klasse 1 b der Grundschule „An der Klosterwuhne“ im Rahmen eines „Sozialen Tages“ durch die Freiwilligen-Agentur dank den Auszubildenden der Städtischen Werke Magdeburg einen erlebnisreichen Wandertag genießen. Dafür möchten sich die Kinder und die Lehrerin noch einmal recht herzlich bedanken.
Unter der Leitung eines Organisationsteams der Jugend- und Auszubildenden-Vertretung planten die Azubis eine Park-Rallye im Zoo-Park, den die Kinder durch interessante Aktivitäten neu entdeckten. Die Kinder absolvierten acht Stationen, an denen sie Aufgaben erfüllen mussten und für einen erfolgreichen Abschluss Buchstaben erhielten, deren Zusammensetzung das Lösungswort „Schatz“ ergab. Um an die Schatztruhe zu gelangen bewältigten die Kinder noch ein Gemeinschafts- und Geschicklichkeitsspiel. Das gemeinsame Erleben fand mit dem Aufsteigen von Wunschballons in den Himmel seinen Höhepunkt. Die Auszubildenden wandten sich den Kindern mit großem Engagement und sehr viel Freundlichkeit zu. Ein Schüler sagte zur Lehrerin: „Danke, dass du das für uns organisiert hast.“ Gibt es ein schöneres Lob für einen gelungenen Tag? Die Auszubildenden haben Spuren hinterlassen. Mit großer Begeisterung befragten die Kinder die Auszubildenden über ihre Tätigkeiten im Arbeitsalltag. Saskia Puletz, Klassenlehrerin, Klasse 1 b,
Grundschule „An der Klosterwuhne“, Magdeburg (Quelle: Volksstimme vom 19.07.2011)

19.07.2011
Leser schreiben für Leser
Ereignisreiche Wochen am Heideweg
Über Veranstaltungen im Altenpflegeheim „Heideweg“ in Nord berichtet Edith Suchantke vom Heimbeirat im Namen der Bewohner: „In unserem Heim wird nicht nur für eine sehr gute Unterkunft, Sauberkeit und Verpflegung gesorgt. In den vergangenen Wochen gab es gleich eine ganze Reihe besonderer Veranstaltungen.
So wurde eine Domführung für uns organisiert. Die Bewohner, die Interesse daran hatten und denen es gesundheitlich möglich war, wurden mit zwei hauseigenen Kleinbussen zum Domplatz gefahren. Die Führung selbst gestaltete Herr Seifert, ein ehrenamtlicher Stadtführer, der uns ausführlich alle Sehenswürdigkeiten im Dom erklärte und auch geschichtliche Daten übermittelte. Vielleicht war es für einige Bewohner sogar die erste Dombesichtigung.
Auch in diesem Jahr hieß es: ,Sport frei!‘ Alle Bewohner, die einigermaßen ,beweglich‘ waren, nahmen daran teil. Es wurde gekegelt, mit Ringen auf Büchsen geworfen oder auf die Torwand gezielt. Wir konnten unsere Geschicklichkeit im Angeln und Stiefelweitwurf beweisen. Das alles bei herrlichem Sommerwetter!
Höhepunkt war unser Sommerfest. Ganz kurz ausgedrückt: Es hat allen sehr gut gefallen. Da die Mitarbeiter der Leitung und viele Therapeuten eine Masse Erdbeeren gepflückt hatten, konnten wir dank unserer ,Küchenfeen‘ Erdbeertorte genießen. Dazu gab es Erdbeerbowle, natürlich ,altersgerecht‘ zubereitet. Ein Trio spielte böhmische Blasmusik. Die flotten Klänge waren den meisten von uns bekannt, und zu dieser Musik wurde auch von einigen Bewohnern mit Hilfe der Schwestern ein Tänzchen gewagt.
Die nächste Überraschung war die Bauchtanzgruppe des Polizei-Sportvereins, kleinere und größere Mädchen in schillernden Kostümen. Eine sehenswerte Darbietung. Und dann bekamen wir noch Besuch von zwei Alpakas mit ihren Besitzern.“ (Quelle: Volksstimme vom 19.07.2011)



Alpakas am Heideweg: Die Bewohner des Pflegeheims freuten sich zum Sommerfest über tierischen Besuch. Foto: privat

18.07.2011
Einbruch beim Stadtteilmanager

Neustädter See (mf). Bei einem Einbruch in den Büroräumen des Stadtteilmanagers (Im Brunnenhof) haben die Diebe neben einem Laptop auch mehrere Hundert Euro Bargeld entwendet. Die Täter hatten zunächst ein Fenster aufgebrochen und waren so in das Gebäude gelangt. In den Räumen öffneten die Einbrecher noch gewaltsam vier Türen. (Quelle: Volksstimme vom 18.07.2011)

16./19.07.2011
Zeitreise durch Magdeburg-Nord
Sozialprojekt Neustädter See zeigt historische Aufnahmen

Neustädter See (rri). Zur kleinen Zeitreise lädt das Sozialprojekt Neustädter See am kommenden Dienstag ein. Im Kinder- und Jugendhaus „Oase“ (Im Brunnenhof 9) zeigen die Projektteilnehmer Bilder aus der Geschichte des Wohngebietes Magdeburg-Nord von der Entstehung in den 1970er Jahren bis heute. Das Sozialprojekt hatte vor einigen Monaten auch die Chronik des Stadtteils veröffentlicht. Anmeldungen zur Veranstaltung am Dienstag werden erbeten unter Tel. 2886044. on Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 16.07.2011)



Magdeburg-Nord im Bau – eine Aufnahme aus dem Jahr 1974.

14.07.2011
Zeugen übergeben Rowdy der Polizei

Neustädter See (mf). Zeugen haben gestern gegen 2.30 Uhr drei Jugendliche dabei beobachtet, wie sie eine Leuchtreklame an einem Einkaufsmarkt in der Salvador-Allende-Straße demolierten. Die Zeugen konnten eine 17-Jährige bis zum Eintreffen der Polizei festhalten, während die anderen beiden Komplizen (eine weibliche und eine männliche Person) flüchteten. (Quelle: Volksstimme vom 14.07.2011)

13.07.2011
Brand zerstört Aufenthaltsgebäude
Bademeister am „Neustädter“ sitzen ohne Baracke da

Neustädter See. Fassungslos stochert Maik Grotsch in den Überresten der Baracke. „Das kann nicht wahr sein“, sagt der Leitende Schwimmmeister vom Neustädter See über das, was sich in der Nacht zuvor ereignet hatte.
Aus ungeklärter Ursache war der Bungalow vollständig ausgebrannt, der den Rettungsschwimmern als Umkleideund Lagerraum unter anderem für Rettungsgeräte diente. Die Feuerwehr konnte gegen 1 Uhr nichts mehr ausrichten. Polizeisprecher Frank Küssner: „Eine Zeugin hatte den Brand bemerkt und daraufhin die Feuerwehr gerufen. Doch da das Rettungsschwimmerhaus vorwiegend aus Holz bestand, war trotz umgehender Löschmaßnahmen der Feuerwehr ein Abbrennen des Gebäudes nicht mehr abzuwenden.“
So bleibt Maik Grotsch und seinen Kollegen nichts weiter übrig als nachzusehen, ob in dem Brandschutt noch verwendbares Material steckt. Doch das Ergebnis ist gleich null. Alle Geräte sind verbrannt, darunter auch der mehr als 1000 Euro teure Defibrillator, ein medizinisches Spezialgerät zur Wiederbelebung.
Unterdessen haben Brandermittler die Überreste nach Spuren durchsucht, doch eine schnelle Aufklärung ist nicht in Sicht. Polizeisprecher Frank Küssner: „Wir können derzeit noch keine Aussage treffen, warum die Baracke abge brannt ist.“ Unklar ist auch, ob der Brand in Zusammenhang mit einem Einbruch vor einer Woche steht. Damals waren Getränke gestohlen worden. Fakt ist: Der Gesamtschaden beträgt nach Angaben der Polizei rund 15 000 Euro.
Trotz des Brandes ging gestern der Badebetrieb an dem beliebten Strandbad normal weiter. Einschränkungen gibt es nur für die Rettungsschwimmer. Sie können den Turm nicht benutzen. Der wurde beim Brand ebenfalls beschädigt, so dass die Rettungsschwimmer direkt vom Strand aus das Badegeschehen verfolgen müssen. Von Rainer Schweingel (Quelle: Volksstimme vom 13.07.2011)



Maik Grotsch, leitender Schwimmmeister am See, kann das Geschehen noch immer nicht begreifen. In der Hand hält er die Überreste des Defibrillators.



Auch der Turm 1 unmittelbar am abgebrannten Bungalow wurde beim Brand beschädigt.



Rettungsschwimmer Andreas Suck von der DRK Wasserwacht sitzt auf einem notdürftig eingerichteten Platz und beobachtet den See. Fotos: Uli Lücke

09.07.2011
Aktionstag für Zoo-Nordeingang

Neustädter See (rri). Die Initiative für einen Zoo-Nordeingang hat eine Bilanz zum Zootag am 3. Juli gezogen. „Der Eingang in der Straße Am Vogelgesang wurde extra dafür geöffnet. Im Vorfeld wurden Flyer mit Coupons verteilt. Selbstverständlich nutzten wir Ehrenamtlichen von den Gemeinwesenarbeitsgruppen Neustädter See und Kannenstieg sowie dem Bürgerverein Nord von 12 bis 17 Uhr die Möglichkeit, Bürger auf unser Anliegen aufmerksam zu machen“, so Siegfried Kratz vom Bürgerverein.
„Trotz des sehr regnerischen Wetters war eine signifikante Besucherfrequentierung am Nordeingang zu erkennen. Sehr viele Menschen bekundeten ihre Solidarität mit teilweise sehr persönlichem Meinungsbild zur dauerhaften Schließung unseres Nordeinganges. In nur fünf Stunden bekundeten 265 Bürger ihre Zustimmung mit Unterschrift für unsere allseits bekannte Forderung nach einer Öffnung des Nordeinganges“, so Kratz weiter. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen für ihre auch moralische Unterstützung. Dafür standen wir
gerne im Regen.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 09.07.2011)

08.07.2011
Bei schlechtem Zeugnis sind Vorwürfe unangebracht
Eltern sollten loben und trösten / Sommerferien sind zum Entspannen da

Hamburg (rgm). Heute endet in Sachsen-Anhalt das Schuljahr und es gibt Zeugnisse. Viele Schüler können auf überdurchschnittliche Leistungen und damit gute Noten zurückblicken. Andere Kinder müssen um gute Zensuren und vielleicht sogar die Versetzung bangen. Das kann nicht nur für die Kinder selbst eine Belastung sein. Auch für Eltern ist es nicht immer leicht, gelassen zu bleiben, informiert das Internetportal www.familie.de
Obwohl sich gerade im zweiten Schulhalbjahr in den meisten Fächern eine Notentendenz nach oben oder unten abzeichnet, sind manche Eltern doch entsetzt, wenn dann in den Schulzeugnissen mittelmäßige oder schlechte Noten stehen, sagt die Psychologin Annika Lohstroh aus Hamburg. „Aber Vorwürfe bringen nicht weiter. Gefragt ist in erster Linie Trost für das Kind. Ist es frustriert, sollte man es in den Arm nehmen“, sagt die Expertin. Für Kinder sei es wichtig zu wissen, dass sie sich mit Sorgen und Nöten jederzeit an die Eltern wenden können, sagt die Expertin. Die Eltern wiederum sollten sich klarmachen, dass auch Schüler mit schlechten Noten später große berufliche Erfolge haben können.
In einem zweiten Schritt sollten Eltern und Kind gemeinsam herausfinden, wie das schlechte Schulzeugnis konkret zustande gekommen sind, um anschließend Strategien für eineVerbesserung zu entwickeln. „Auf diese Weise lernen Kinder gleichzeitig problemlösendes Vorgehen“, ist Annika Lohstroh überzeugt.
Und was, wenn Kinder mit guten Schulzeugnisnoten nach Hause kommen? Dann dürfen Eltern sie für diese Anstrengungen gerne belohnen, etwa mit einem besonderen Ausflug oder der Erfüllung eines anderen Wunsches. Das gilt auch für alle Fälle von Notenverbesserungen – denn einen Notenschnitt etwa in Mathematik von 4,5 auf 3,7 zu heben, ist eine Leistung, die es zu würdigen gilt.
Nach der Schulzeugnisübergabe sollten sich Kinder auf die großen Ferien freuen dürfen. Die Sommerferien sind
nötig, um nach Herzenslust zu spielen, seinen Hobbys nachzugehen, Neues auszuprobieren und mit Freunden etwas zu unternehmen. Und natürlich, um mit den Eltern eine entspannte Zeit fernab von Stundenplan und Zensuren zu verbringen. Auch in einer Leistungsgesellschaft brauchen Kinder Zeit, um Kind zu sein. Und genau dafür sind die Ferien da. (Quelle: Volksstimme vom 08.07.2011)

06.07.2011
Der Norden tanzt: Workshop bringt Schüler ins Schwitzen
Initiative von AG Gemeinwesen, Bürgerverein und Stadtteilmanagement

Besonderer Unterricht in der Grundschule „An der Klosterwuhne“. Auf Initiative der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See, des Bürgervereins Nord und des Stadtteilmanagements gelang es jetzt, die Grundschule und die „Movement Dance Academy“ für ein gemeinsames Projekt zusammenzubringen. Rund 50 Kinder zwischen 6 und 11 Jahren begeisterten zwei Stunden mit Spaß, Durchhaltevermögen und Talent die Tanzlehrer wie Veranstalter gleichermaßen. Ray, Breakdance-Tanzlehrer der „Movement Dance Academy“, hatte eine Choreografie für diesen Workshop zusammengestellt.
Die Jungen und Mädchen übten und probten die Schritte mit Feuereifer. Nach wahrlich schweißtreibenden 120 Minuten brachten einige Kinder die Choreografie schon so auf das Parkett. „Wer vorher vielleicht glaubte, Breakdance sei mehr für Jungen geeignet, wurde auch in diesem Workshop eines Besseren belehrt: Selbst beim ,Posen‘ ließen sich die Mädchen nicht lumpen“, so Corinna Wohlfahrt vom Stadtteilbüro Nord: „Für alle anwesenden Teilnehmer wurde dieser Nachmittag ein Riesenspaß. Besonderer Dank gilt den Schülern, die dieses Projekt annahmen und es erst durch ihre Begeisterung zu einem Erfolg werden ließen.“



Hier üben Mädchen und Jungen aus Nord in der Grundschule „An der Klosterwuhne“ für ihre Breakdance-Choreografie. Foto: privat / Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 06.07.2011)

05.07.2011
Pilotprojekt MEHRLin von Bund und EU gefördert
Zwei Millionen Euro: Hilfe für Jugendliche und Langzeitarbeitslose
Integrierte Sozialarbeit startet zunächst für Region Nord und Buckau

MEHRLin steht für „Mehr Lebensqualität in Nord“; das Projekt bezieht sich auf die Sozialregion Nord
(= Neustädter See, Neustädter Feld, Kannenstieg) und Buckau.

Aufgabengebiete sind u.a. die Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen und arbeitslosen Jugendlichen, Betreuung von Familien, Hilfe für Behinderte und Menschen mit Migrationshintergrund

Der Stadt Magdeburg stehen in den nächsten drei Jahren zwei Millionen Euro für das Pilotprojekt „Integrierte Sozialarbeit in der Sozialregion Nord“ zurVerfügung. Ein Großteil des Geldes entstammt dem von der EU geförderten Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (BIWAQ).
Magdeburg. „Katastrophal“ nennt Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning die Situation insbesondere von Langzeitarbeitslosen der Stadt. „Wir haben immer mehr mit den Folgen der Langzeitarbeitslosigkeit zu kämpfen, weil diese Menschen mit ihren Problemen zu oft alleingelassen sind.“ Besonders betroffen sind Alleinerziehende und deren Kinder, junge Menschen unter 25 Jahren, Erwachsene über 55 Jahre, Behinderte und Menschen mit Migrationshintergrund. 21.000 Bedarfsgemeinschaften (nach SGB 2) gibt es allein in Magdeburg, 14.000 sozial betroffene Kinder, beziffert Brüning. Gezielt müsse endlich gegengesteuert werden, dazu soll das Projekt der „integrierten Sozialarbeit“ beitragen, Hilfe zur Selbsthilfe bieten.

Ziel:
Menschen langfristig wieder ins Berufsleben zu führen und damit ihre Lebensqualität zu verbessern. Maßgeschneidert, wie die Initiatoren betonen. „Wir müssen schauen, welche Voraussetzungen jeder Einzelne hat, und entsprechend Hilfsangebote schaffen“, so Michael Scherschel vom Sozialpädagogischen Institut (SPI). Dabei arbeiten staatliche, private und kirchliche Träger zusammen, betont Brüning. Bereits vorhandene Projekte kommen auf den Prüfstand, werden genutzt, ggf. aktualisiert und auch neue geschaffen.
Da immer mehr Menschen sich im Sozialdschungel nicht mehr zurechtfinden und resignieren, sollen sie „zuhause abgeholt werden“. Es werden Angebote wohnortnah geschaffen, versprechen die Mitstreiter vom Netzwerk.
Auf welchen Wegen das passiert, ist unterschiedlich. So ist die Erfahrung der Hoffnungsgemeinde „Mundpropaganda“, erzählt Pfarrerin Cordula Haase, aber auch die Jobagentur vermittle Kontakte.
Die Outlaw GmbH hat bereits gute Erfahrungen gemacht in der Zusammenarbeit mit Jobcenter und Jugendamt, berichtet Steffen Kröner von der Arbeit in Halle. Man setze aber auch auf Jugendklubs, wo sich mobile Sprechstunden einrichten ließen. „Wir müssen an die Jugendlichen heran, die bereits resigniert und sich von den Jobcentern verabschiedet haben, weil sie mit Sanktionen belegt worden sind.“ 22 Prozent der Jugendlichen in Magdeburg haben einen Hauptschul- oder gar keinen Abschluss, betont Hans- Werner Brüning. Es gibt 13 000 arbeitslose Jugendliche und zudem 4000 hilfsbedürftige, die aufgrund schlechter Bedingungen keine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben.
Schulungen, Beratungen, aber auch Gesundheitsprojekte werden angestrebt. Dabei werden Erfahrungen aus Halle-Neustadt genutzt, wo 2008 ein BIWAQ-Projekt startete. „Dieses Projekt bietet eine Chance“, so Brüning, „es hat eine neue Qualität.“ Im August 2010 begann die Vorbereitungsphase für das Projekt, im September/Oktober soll die Umsetzung begin nen. Zur Verfügung stehen dafür zwei Millionen Euro (130 000 Euro Bundesmittel, 1,5 Mio. Euro von der EU, restl. Eigenanteil der Stadt).

Mitwirkende sind:
Stadt Magdeburg
SPI (Sozialpädagogisches Institut), Soziale Stadt und Land Entwicklungsgesellschaft mbH
Jobcenter Magdeburg
Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg
AWO
fair.leben Integrations- und Heimbetriebe GmbH
OUTLAW GmbH
Integrationsdienst Magdeburg/Stendal
Quartiersmanagements Neustädter Feld; Kannenstieg/Neustädter See
BBI Bildungs- und Beratungsinstitut GmbH
IMA-Institut für Marktwirtschaft GmbH
Evangelische Hoffnungsgemeinde Nord



Engagieren sich für MEHRLin (von vorn, v.l.): Kathrin Köster (SPI), Katja Richter (AWO fair.leben), Cordula Haase (Pfarrerin Hoffnungsgemeinde), (2. R., v.l.) Sozialplaner Ingo Gottschalk, Steffen Kröner (Outlaw GmbH), Michael Scherschel (SPI), Rolf Kunsch (LMA), (oben v.l.): Thomas Zenker (AWO fair.leben), Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning und Michael Horstmann (BBI GmbH). Foto und Text von Birgit Ahlert (Quelle: Volksstimme vom 05.07.2011)

04.07.2011
Sogar das Funkgerät der Retter gestohlen

Neustädter See (ba). In der Nacht zum Sonnabend wurde ins Strandbad Neustädter See eingebrochen. Die Täter sind ins Hauptgebäude eingedrungen, haben das Büro der Objektleitung, die Lagerräume und die Garage aufgebrochen und durchwühlt. Mitgenommen haben sie einen Rassenmäher und technische Geräte wie Computer, Faxgerät und das Funkgerät des Rettungsschwimmers sowie diverse Werkzeuge. Außerdem wurden die Rollläden, die Tür des Kiosks und der Rettungsturm 1 mit Graffiti besprüht. Die Polizei hat Spuren
gesichert und u.a. einen Schraubenzieher gefunden, mit dem offenbar die Türen aufgehebelt worden sind.
(Quelle: Volksstimme vom 04.07.2011)

01.07.2011
Leerstehender 16-Geschosser in Nord - Seeufer: Wobau ringt mit sich um Zukunft eines Hochhauses

Idyllisch liegen die Hochhäuser in Nord am Ufer und spiegeln sich auf der Wasseroberfläche des Neustädter Sees. Doch ein Gebäude fällt zwischen den sanierten Fassaden aus dem Rahmen: Das einzige unsanierte Hochhaus Am Seeufer in Nord steht seit Jahren leer. Und die Zukunft des Gebäudes mit 132 Wohnungen und Seeblick ist weiter unklar.
Wie Volksstimme-Leser Karl-Heinz Rasche aus Nord stellen sich viele Anwohner die Frage, was aus dem „Riesen“ an der Uferpro menade des Neustädter Sees wird. „Was geschieht mit Hochhaus Am Seeufer 10? Erst hieß es, dass es abgerissen wird, und dann sollte es saniert werden“, fragt Rasche. Im vergangenen Jahr habe es kurzzeitig Bauarbeiten im Gebäude gegeben. „Aber seitdem sind keine Arbeiten mehr an dem Hochhaus erkennbar“, so der Anwohner.
Die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg (Wobau) will bis Ende des Jahres eine Entscheidung über die Zukunft des Hochhauses treffen. Das teilte das städtische Unternehmen auf Volksstimme-Anfrage mit. Aktuell sei die Zukunft offen.
Zwischenzeitlich hatte das Unternehmen sich nach eigenem Bekunden überraschend gar mit Sanierungsplänen getragen. „Es ist kein Abriss vorgesehen“, so Wobau-Chef Heinrich Sonsalla im November 2009 in der Volksstimme. Die Wobau könne sich „mittelfristig“ durchaus eine Sanierung vorstellen, erklärte er damals.
Ein Jahr später, im Herbst 2010, klang das in einer Mitteilung der Wobau nicht mehr so eindeutig. Die Zukunft des Hochhauses stehe zur Debatte und alle Möglichkeiten – Sanierung, Abriss, Rückbau – würden noch einmal unter finanziellen Aspekten geprüft, hieß es nun.
In der Vergangenheit hatte die Wobau sich nach eigenen Angaben bereits um einen Käufer für das 16-geschossige Haus am See bemüht, jedoch ohne Erfolg. Zuvor hatte sich die Wobau schon seit 2005 um Fördergeld aus dem Programm „Stadtumbau Ost“ für den Abriss des Blocks Am Seeufer 10 bemüht, jedoch dafür keine Bewilligung erhalten. Zwischenzeitlich wurde das Gebäude schon entkernt.
Im Stadtgebiet steht das seit Jahren leer stehende Hochhaus in der Kritik. Unter Anwohnern war bereits von einem „zweiten ,Blauen Bock‘“ in Magdeburg die Rede. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 01.07.2011)



Blick auf die Hochhäuser Am Seeufer in Nord. Das zweite von links steht seit Jahren leer. Was daraus wird, soll bis Ende des Jahres beschlossen werden.

27.06.2011
Badewasserqualität in Magdeburg
Für den „Neustädter“ rät das Amt: Nach dem Baden bitte duschen!

Sommer, Sonne, Sonnenschein und Temperaturen weit über 30 Grad Celsius – Magdeburg erlebt heute und morgen die beiden ersten heißen Sommertage des Jahres. Abkühlung tut da gut, aber nicht in allen öffentlichen Seen ist das ohne Probleme möglich.
Magdeburg. Wer auf der Flucht vor der Hitze zur Abkühlung am städtischen Strandbad des Neustädter Sees ins Wasser springt, der sollte nicht nur die allgemeinen Baderegeln beachten, sondern nach dem Bad die bereitgestellten Duschen benutzen. Das empfiehlt das Magdeburger Gesundheitsamt.
Anlass ist Algenbefall. Dr. Eike Hennig, Leiter des Magdeburger Gesundheitsamtes, erklärt: „Im See gibt es einen leichten Algenbefall. Die Sichttiefe liegt derzeit bei fünf Metern. Erst bei einer algenbedingten Sichttiefe von unter einem Meter würden wir vom Baden abraten. Wir empfehlen trotzdem, nach dem Baden die aufgestellten Duschen zu benutzen.“
Besser sieht es im Barleber See aus. Nach Angaben des Amtes gibt es dort keinen Algenbefall. Auch das hohe Grundwasser, das im Mai noch für eine Verschiebung des Saisonstarts verantwortlich war, stelle nun keine Be hinderung mehr dar. Eike Hennig: „Das Grundwasser ist nach wie vor leicht erhöht, hat jedoch keinen Einfluss auf den Badebetrieb und die Qualität des Badewassers“.
Wegen des erhöhten Grundwasserstandes hatte sich der Uferbereich verschoben. Das Amt ließ deshalb vor Saisonstart tonnenweise Sand auf den neuen Uferabschnitt aufschütten. Die Qualität in den Freibäder und Badeseen ist bis auf die leichte Eintrübung im „Neustädter“ als gut und sehr gut zu beurteilen. „Wir
überprüfen die Wasserqualität alle vier Wochen Bis jetzt gibt es keine Einschränkungen des Badebetriebs“, so Eike Hennig. Auch die vielfach diskutierte Gefahr, sich in den Badegewässern unter anderem mit EHEC-Bakterien anzustecken, bezeichnet das Gesundheitsamt als „vernachlässigbar gering“.
Da natürliche Gewässer einer vielfältigen Nutzung unterliegen, könne es auch zu Einträgen von Abwässern oder Tierfäkalien kommen, allerdings stünden dem die regelmäßigen Kontrollen gegenüber. Prinzipiell gelte jedoch, je schlechter die Badewasserqualität sei, desto höher ist das Risiko einer möglichen Infektion.
Gesundheitsamtsleiter Eike Hennig: „In Gegenden, in denen sich sehr viele an EHEC erkrankte Menschen aufhalten und gegebenenfalls baden, ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch in einem Badegewässer denkbar. Dieses Risiko ist aber sicher nicht höher als bei anderen Sozialkontakten. Dennoch sollte man Wasser in Badeseen – wenn möglich – nicht trinken.“ Von Rainer Schweingel und Anna Schätzle
(Quelle: Volksstimme vom 27.06.2011)

25.06.2011
Neustädter See - Stadtteiltreff wird gebaut

Altstadt (kt). Für 2,45 Millionen Euro errichtet die Stadt einen Stadtteiltreff am Neustädter See. Der Neubau an der Pablo-Neruda-Straße wird aus dem Fördertopf des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ finanziert. Der Stadtrat gab am Donnerstag grünes Licht für die Baupläne.
CDU-Rat Daniel Kraatz begrüßte die Umsetzung: „Wir haben lange darauf gewartet.“ Er regte zum Schutz vor Schmierereien die Fassadengestaltung mit legalen Graffiti an. OB Trümper (SPD): „Gute Idee!“ Dann beglückwünschte das Stadtoberhaupt die Anwohner zu einer Investition, wie sie künftig wegen schmelzender Fördergaben kaum mehr möglich sei: „Sagen Sie den Leuten, sie können stolz sein. Sie haben da noch was ganz Großes abbekommen“ (Quelle: Volksstimme vom 25.06.2011)

24.06.2011
„Allende“-Schüler sehen sich im September wieder




Salvador-Allende-Oberschule (Neustädter See):
Foto Klasse 8b, Jahrgang 1988/89, Abgangsjahr 1991, Klassentreffen für September 2011 geplant.
Kontakt Daniela Schleef, Telefon 2582285, E-Mail der-schleef@web.de (Foto: privat)
(Quelle: Volksstimme vom 24.06.2011)

23.06.2011
Dank an Sandputzer

Beate Rülke beobachtete vor Kurzem zwei fleißige Arbeiter, die den Sand auf dem Spielplatz im Innenhof der Albert-Schweitzer-Straße reinigten. Mit schwerem Gerät waren sie angerückt, um große Steine und gefährliche Scherben aus der Buddelkiste zu entfernen. Im Auftrag der Wobau waren die beiden jungen Männer zugange, erfuhr die Volksstimme-Leserin auf ihre Nachfrage. Einmal im Jahr würden sie die Grundreinigung durchführen, erzählten sie ihr. Nur ihre Firma, die aus Brandenburg kommt, hätte die notwendigen Maschinen.
Aber auch Schaufel und Schubkarre kamen zum Einsatz. „Wo sich Herr Fuchs und Herr Saswow als Nächstes für Sauberkeit einsetzen, weiß ich nicht. Bei uns im Innenhof können sich jedenfalls Kinder, Eltern und Großeltern über den sauberen Sand auf dem Spielplatz freuen“, schreibt sie an die Stadtteilredaktion. Von Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 23.06.2011)

21.06.2011
Kleine Siedlung feiert ganz groß - Stimmungsvolles Festwochenende „90 Jahre Gartenstadt Eichenweiler“

80, 90, 100 – klasse! Das dreifache Festwochenende in Eichenweiler war aus Sicht der Veranstalter und in Anbetracht der großen Besucherresonanz ein voller Erfolg. Der Siedlerverein feierte stimmungsvoll sein 80-jähriges Bestehen und „90 Jahre Gartenstadt“, der SV Fortuna am Schöppensteg seinen 100. Geburtstag.
Mit kleinen Augen und heiserer Stimme stellte sich Dirk Mallée, Chef des Siedlervereins, am Sonntagnachmittag den Fragen des Volksstimme-Reporters. Nach fast vollendeten drei tollen Festtagen geriet der Vereinsvorsitzende noch einmal so richtig ins Schwärmen: „Der Festumzug am Freitagabend war große Klasse, die ganze Siedlung war auf den Beinen und hat Stimmung gemacht. Anschließend der Tanz im Festzelt am Schöppensteg mit der Band ,Yellow Sky‘ war auch super und gut besucht.Vom Neustädter See, aus der Curiesiedlung und aus der ganzen Umgebung kamen die Leute“, erzählte Mallée, der nach eigener Aussage am Sonnabendmorgen gegen zwei Uhr zu Hause war.
Dabei ging es unter Regie von Fortuna am Sonnabend gleich sportlich und feierlich weiter. Oberbürgermeister Lutz Trümper wurde auch unter den Besuchern gesehen. Während auf dem Fußballplatz der Ball rollte, boten Mitglieder des Siedlervereins die Chronik „90 Jahre Gartenstadt Eichenweiler“ und Fest-Souvenirs wie die grünen, bedruckten T-Shirts an. Lutz Mitternacht, inoffizieller Chef-Chronist der Siedlung, konnte am Sonntag schließlich vermelden: „Restlos ausverkauft!“ Die Chronik soll nun noch einmal nachgedruckt werden. Und auch von den Shirts wird in Kürze für die noch nicht bedienten Interessenten Nachschub erwartet. „Wir arbeiten dann unsere Reservierungslisten ab“, sagte Dirk Mallée.
Auch sonst zeigten sich die Siedler modisch. Während am Freitag zum Siedlungstanz Frauen aus Eichenweiler in die Rolle von Models schlüpften und Neuheiten aus dem Neustädter Modehaus Rösener über den Laufsteg trugen, zeigten am Sonntagnachmittag zum Kinderfest der beiden Vereine Mädchen und Jungen im Festzelt aktuelle Sommermode. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 21.06.2011)



Von Kopf bis Fuß auf Eichenweiler eingestellt: Helga Mitternacht und Dirk Mallée präsentieren das offizielle
T-Shirt zum Siedlungsfest.
 



Modenschau: Im Festzelt zeigten Kinder am Sonntag Sommermode.
 

Unter den Gästen am Laufsteg Fortuna-Maskottchen „Schöppi“ (l.).




Marga Albach ist eine der Frauen vom Kreativkreis Eichenweiler, die den Festumzug monatelang vorbereiteten.




Als Ernteköniginnen der Gartenstadt sorgten die Frauen des Siedlervereins Eichenweiler am Freitagabend für die Farbtupfer beim großen Festumzug von der Aue zum Schöppensteg. Dort feierten die Siedler mit vielen Gästen bis weit in die Nacht. Fotos: Jens-Uwe Jahns (2), Robert Richter (4)

20.06.2011
Eichenweiler feiert sportlich



Drei tolle Tage sind gestern in Eichenweiler zu Ende gegangen. Auf dem Sportplatz am Schöppensteg luden Siedlerverein Eichenweiler und SV Fortuna am Nachmittag zum Kinder- und Familienfest ein. Gefeiert wurden 80 Jahre Siedlerverein, 90 Jahre Gartenstadt Eichenweiler und 100 Jahre Fortuna. Foto: Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 20.06.2011)

20.06.2011
Nach der Bürgersprechstunde beim OB zum Thema Zoo
Drehkreuz am Nordeingang wird tauglich für Kinderwagen

Neue Neustadt (ka). Reaktion nach dem Protestgang einer Bürgerabordnung in die OB-Sprechstunde am 25. Mai: Am ehemaligen Nordeingang des Zoos (Im Steingewände) wird in Kürze ein neues Drehkreuz installiert. Es soll künftig auch Müttern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrern hier das Verlassen des Zoogeländes ermöglichen.
Die Baufirmen stünden in den Startlöchern, sagte Zoopressesprecherin Regina Jembere. Sobald die beantragte Baugenehmigung vorliege, werde mit der Installation begonnen, erklärte sie weiter. Das Drehkreuz habe im Vergleich zum bisherigen größere Ausmaße, der Ausgang werde barrierefrei. Diesen Wunsch hatten Bewohner mehrerer Stadtteile im Norden gegenüber OB Lutz Trümper in der Bürgersprechstunde geäußert. Mit dabei waren Mütter mit Kindern, die Trümper auch in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender um Hilfe baten. In dem Punkt hatte das Stadtoberhaupt versprochen, die Angelegenheit schnell zu prüfen.
Eine generelle Wiedereröffnung des mit dem neuen Haupteingang Zoowelle (2,4 Millionen Euro Investitionskosten) geschlossenen Nordeingangs hatte er aus wirtschaftlichen und konzeptionellen Gründen abgelehnt (Volksstimme berichtete). Allerdings hatte Trümper auch die Einrichtung eines zweiten Eingangs mit Eröffnung der geplanten großen Zoogaststätte im Bereich Africambo II in Aussicht gestellt. Mit dem Ausbau der Elefantenanlage wird voraussichtlich im nächsten Jahr begonnen. Das neue Drehkreuz wird weiterhin lediglich eine Ausgangsfunktion erfüllen.
Der Vorstoß von Zookunden hat Erfolg gebracht. Bei so viel Engagement im Dauerstreit um einen zweiten Ein-/Ausgang sollte das ein erster Schritt sein. Ein elektronisch gesteuerter Eingang für Jahreskarteninhaber oder Besitzer von im Vorverkauf (vielleicht in kleinen Geschäften) erworbene Eintrittskarten könnte eine Variante sein. Im Elbauenpark sind solche Kreuze installiert. Geld und Entgegenkommen sind dafür vom Zoo erforderlich. Fakt ist – ein Sesam-öffne-Dich für den Nordbereich des Zoos bleibt an der Tagesordnung. K.-H. Kaiser
(Quelle: Volksstimme vom 20.06.2011)



Vor ihrem Gang in die OB-Sprechstunde: Ramona Pinkow, Wiebke Girth-Hoffmann, Sandra Tänzer, Siegfried Kratz, Eckhardt Bobkowski präsentieren sich vor dem Rathaus. Mit dabei Gina, Kevin, Abbey Josephine. Foto: Karl-Heinz Kaiser (Quelle: Volksstimme vom 26.05.2011)

20.06.2011
Legale Graffiti-Aktion auf dem Ring gestartet



Gestern gestalteten die Graffiti-Künstler David Benter, Matthias Mieglich, Kai Neumann, Maurice Heise und Eric Mikolajetz im Auftrag der Stadt die neue Lärmschutzwand im Norden des Magdeburger Rings. Hier arbeiten sie am Thema „Gruson Gewächshäuser“. Nächstes Wochenende soll die Arbeit abgeschlossen sein. Die Gestaltung wurde von einer Mehrheit im Stadtrat beschlossen, auch um illegalen Graffiti vorzubeugen. Es hatte Gegenstimmen gegeben, die vor Ablenkung der Autofahrer auf der Schnellstraße warnten. Foto: Uli Lücke (Quelle: Volksstimme vom 20.06.2011)

18.06.2011
Magdeburgs neues „Stadttor“ wird ab heute zum Kunstwerk
Lärmschutzwand im Nordabschnitt des Rings wird von Graffiti-Künstlern gestaltet
Magdeburg. Rund 1000 Farbdosen werden die 13 Graffiti-Künstler an diesem und am kommenden Wochenende an den neuen Lärmschutzwänden am nördlichen Ring leersprühen. Bei gutem Wetter wollen sie von 8 bis 20 Uhr durcharbeiten. Immerhin: Die Künstler müssen rund 300 Quadratmeter Fläche gestalten. „Bei guten Wetter bekommen wir das hin, nur wenn es richtig regnet, müssen wir eine Pause einlegen“, sagte gestern Eric Nicolagetz, einer der Sprayer.
Im April hatte der Stadtrat beschlossen, Magdeburgs neues „Stadttor“ im Norden, die zwei jeweils rund 850 Meter langen Lärmschutzwände entlang des Rings, mit Graffiti-Bildern gestalten zu lassen. 10 000 Euro lässt sich das die Stadt kosten. „Wir würden sogar gern mehr dafür ausgeben, aber zurzeit ist eben nicht genug Geld dafür im Stadthaushalt vorhanden“, sage OB Lutz Trümper während der Präsentation des Projekts gestern im Alten Rathaus. Darum könnten auch jeweils nur die Anfangsund Endstücke der Wand gestaltet werden.
Die Umsetzung der Kunstaktion liegt in den Händen von Ilka Schiffner. Die Sozialarbeiterin betreut im Auftrag der Stadt das Projekt „Graffiti Magdeburg“. In diesem Projekt finden sich Graffiti-Sprayer zusammen, die auf legale Weise Flächen gestalten wollen. Dafür schafft Ilka Schiffner die Voraussetzungen, das heißt, sie „sammelt“ Flächen, die legal gestaltet werden können, entwickelt Aktionen und Projekte dafür, nimmt Kontakt zu Gebäudeeigentümern auf und kennt auch alle Flächen, für die die Stadt verantwortlich ist und die durchaus eine Verschönerung durch Graffiti vertragen könnten. Ziel des Ganzen ist es, den Sprayern zu zeigen, dass es auch legal in Magdeburg geht.
Aus diesem Grund hat die Stadt die Gestaltung der Lärmschutzwände dem Projekt „Graffiti Magdeburg“ zur Umsetzung übertragen. „Wir haben auch gezielt nach Leuten gesucht, die schon oft mit uns zusammengearbeitet haben, da es sich bei der Lärmschutzwand doch schon um ein Projekt handelt, das die Stadt Magdeburg repräsentieren soll“, sagte Ilka Schiffner.
Die Stadt hatte den Inhalt der Graffiti-Kunstwerke vor gegeben. Sie müssen „Magdeburg“ widerspiegeln. Umgesetzt werden demnach vier Motivkomplexe: die Gruson-Gewächshäuser, der Elbauenpark, Magdeburgs Partnerstädte und Otto von Guericke.
„Wir haben die Graffiti so gestaltet, dass sie den vorbeifahrenden Autofahrer nicht vom Verkehr ablenken“, sagte Künstler Tobias Pötke. Autofahrer werden folglich nur Farbflächen vorbeiziehen sehen. Die kompletten Kunstwerke können im Grunde nur die Anlieger der Lärmschutzwände erkennen.
Wichtig sei es auch, die Graffiti-Arbeiten mit großen Schriftzügen zu gestalten. Der Grund: In der Sprayer-Szene ist es verpönt, Graffiti-Kunstwerke oder -Schriftzüge zu übersprühen. Darum könnten die Kunstwerke an der Lärmschutzwand auch ein Schutz vor illegalen Graffiti sein, hofft OB Trümper. „Wir geben jährlich rund 200 000 Euro für die Beseitigung von illegalen Graffiti aus. Das Geld könnte man eigentlich auch in legale investieren.“
Das sehen die Künstler, die beim Graffiti-Magdeburg-Projekt mitarbeiten, ähnlich. „Graffiti-Kunst ist eine urbane Erscheinungsform, Graffiti gehören in eine Stadt“, sagt Christoph Ackermann.
Er und Tobias Pötke haben übrigens während der Pfingsttage an einem Parkplatz am Damaschkeplatz ein Graffiti-Kunstwerk auf ein Gebäude aufgetragen – im Auftrag des Eigentümers.



Die Graffiti-Künstler Tobias Pötke (M.), Eric Nicolagetz und Christoph Ackermann (2. v. r.) präsentierten gestern zusammen mit OB Lutz Trümper (l.) und Graffiti-Projektleiterin Ilka Schiffner die Entwürfe für die Graffiti-Kunstwerke, mit denen ab heute die neuen Lärmschutzwände am Ring gestaltet werden sollen.

Initiator:
Die Stadt Magdeburg

Ansprechpartnerin:
Ilka Schiffner, Jugendamt der Stadt, Tel. 5403100
Internet www. graffiti-magdeburg.de

Ziel:
Flächen für legale Graffiti-Kunstwerke in Magdeburg auffinden und an interessierte Sprayer und Künstler vermitteln, Künstler an Gebäudeeigentümer vermitteln, Szenetreffen organisieren, Kontakte aufbauen. Aufklärungsarbeit darüber leisten, welche Folgen Illegale Graffiti-Aktionen haben können, somit also auch Präventionsarbeit in der Sprayer-Szene leisten, Anspechpartner bei Problemen sein.
Von Peter Ließmann (Quelle: Volksstimme vom 18.06.2011)



Die neuen Lärmschutzwände am Ring. Sie waren noch nicht ganz fertig, da hatten illegale Graffiti-Sprüher schon zugeschlagen. Foto: Archiv U. Lücke

18.06.2011
Festumzug läutet am Abend Party in Eichenweiler ein - Mit Pauke und Tröte durch die Gartenstadt
Mit einem lautstarken Umzug durch die Gartenstadt im Norden ist gestern Abend das Festwochenende zum 90-jährigen Bestehen von Eichenweiler eröffnet worden. Anschließend wurde im Festzelt am Schöppensteg getanzt. Bis morgen Abend ist der Fortuna-Sportplatz das Zentrum der Feierlichkeiten.
Neustädter See/Neue Neustadt. Hingucker des Festumzugs waren die Ernteköniginnen der Siedlung, dargestellt durch Frauen aus dem Kreativzirkel des Siedlervereins Eichenweiler. Damit erinnerten die Frauen an die früher traditi onelle Königinnen-Kür in der Gartenstadt. Für die Gestaltung des Umzugs hatten sich die Frauen, die sich regelmäßig in der Siedlungsgaststätte treffen, monatelang kräftig kreativ ins Zeug gelegt. Später am Abend traten die Frauen im Festzelt sogar als Models auf einer Modenschau auf. Vereinschef Dirk Mallée begeistert: „Ich finde es großartig, was sich unsere Frauen alles einfallen lassen.“
Premiere feierte gestern Abend auch die Chronik „90 Jahre Gartenstadt Eichenweiler“, an der Siedlungsbewohner Lutz Mitternacht federführend gearbeitet hatte. Für ihn ist das Jubiläum ein ganz besonderes Ereignis. Der 63-Jährige erblickte in Eichenweiler das Licht der Welt und lebt bis heute hier. „Mir geht es darum, das das, was meine Großeltern und die ersten Siedler hier aufgebaut haben, am Leben erhalten bleibt. Dazu fühle ich mich verpflichtet.“
Dieses Wochenende steht unter dem Motto „80, 90, 100 – drei gute Gründe mit uns zu feiern“. Hintergrund: Der Siedlerverein wurde vor 80 Jahren gegründet, die Siedlung selbst vor 90 Jahren, und der ansässige Sportverein Fortuna wird in diesem Jahr 100. Während heute die Fortunen beim Fest am Schöppensteg den Takt angeben, laden beide Vereine morgen ab 13 Uhr zum Kinder- und Familienfest mit vielen Aktionen auf den Sportplatz ein. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 18.06.2011)



Mit einem stimmungsvollen Festumzug begannen gestern die Bewohner der Gartenstadt Eichenweiler ihr großes Festwochenende. Foto: Jens-Uwe Jahns

17. bis 19.06.2011
Siedlerverein präsentiert Chronik - Freitagabend Festumzug und Siedlerparty in Eichenweiler

Neustädter See/Neue Neustadt (rri). Mit einem Festumzug durch die Siedlung eröffnen die Bewohner von Eichenweiler Freitagabend ihr Jubiläumswochenende unter dem Motto „80, 90, 100 – Drei gute Gründe, mit uns zu feiern“. Der Siedlerverein wurde vor 80 Jahren gegründet, Grundsteinlegung für Eichenweiler war vor 90 Jahren, und der ansässige Sportverein Fortuna feiert 100-jähriges Bestehen. „Startpunkt für den Festumzug ist um 18 Uhr an der Aue, Ecke Wachtelsteg. Von dort geht es bunt und lautstark durch die Siedlung zum Festgelände auf dem Fortuna-Sportplatz am Schöppensteg“, so Vereinschef Dirk Mallée. Im Festzelt beginnt dann um 20 Uhr die große öffentliche Siedlerparty mit Präsentation der Siedlungschronik, Live-Musik von der Band „Yellow Sky“, Modenschau und vielem mehr. Der Eintritt ist frei.
Während der Sonnabend von Fortuna vor allem sportlich gestaltet wird (Volksstimme berichtete bereits), laden Sport- und Siedlerverein am Sonntag gemeinsam zum großen Kinder- und Familienfest ab 14 Uhr auf dem Sportplatz am Schöppensteg ein. Ponyreiten, Springburg, Bungee-Jumping, „Zoo u. Co.“, Trödelmarkt, Kuchenbasar, Kinderdisco stehen u.a. auf dem Programm. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.06.2011)

17.06.2011
Gelungene Feier am Neustädter See - Live-Musik und Ausstellung im „Malteser Stübchen“

Das Nachbarschaftszentrum „Malteser Stübchen“ und die WOBAU Magdeburg luden am vergangenen Dienstag alle feierfröhlichen „Nordlichter“ vom Neustädter See zu einer zünftigen Sommerfete am Seeufer ein. „Auch eine drohende Regenwolke zur Mittagszeit konnte den zahlreichen Gästen das Feiern nicht vermiesen“, freute sich Andreas-Joachim Schmidt von den Maltesern. Aber auch im Innenbereich war eine ganze Menge los. Zum Beispiel konnten Gäste die Ausstellung „20 Jahre Neustädter See“ anschauen, und auch die dazu gehörige DVD, erstellt vom Sozialprojekt Neustädter See, wurde auf dem Fest präsentiert. Dazu sorgte Entertainer Klaus
Trümpelmann, der schon fast zum „Inventar“ im „Malteser Stübchen“ gehört, für Live-Musik. Gegrillt wurde diesmal vom Chef aus dem Alten- und Service-Zentrum „PIK ASZ“ der Malteser an der Leipziger Straße, Oliver Braun, persönlich. „Die hausgemachten ,Machteburjer Klopse‘ von den Malteser-Mitarbeiterinnen Silvia Wulff und Beate Becksmann, per Hand hergestellt, waren das Highlight“, so Monika Riefstahl von der WOBAU Magdeburg.
Wer auf das „Malteser Stübchen“, Am Seeufer 9, neugierig geworden ist, kann einfach vorbeischauen und sich über das vielfältige Angebot u. a. im sportlichen Bereich informieren. So werden Kurse für Nordic-Walking oder Qigong, Spaziergänge um den See und viele weitere Veranstaltungen organisiert. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 17.06.2011)



Oliver Braun, Chef des „PIK ASZ“ als Grillmeister auf dem Sommerfest am Seeufer. Foto: privat

16.06.2011
Beachtliche Resonanz - Persönliche Spende für den neuen Rastplatz
Zum Artikel „Rastplatz für Rentner nur gegen Gebühr“ vom 19. Mai:

Herzlichen Dank für diesen Artikel. Viele Bewohner um den Neustädter Platz haben sich positiv geäußert. Seit dem 1. Juni stehen jetzt zwei Stühle und Schirm bereit, allerdings mit Gebühren gegenüber der Stadt.
Spontan haben Kunden Spenden abgegeben und diese Idee unterstützt. Erstaunt hat uns eine Dame vom ganz anderen Ende der Stadt. Sie hat sich bei der Stadt und beim Tiefbauamt eingesetzt und eine Spende persönlich abgegeben. Dafür allen Spendern ein herzliches Dankeschön. Wer immer eine kleine Pause nötig hat, möge die Stühle nutzen. S. Oelze, 39126 Magdeburg / Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 16.06.2011)

Artikel „Rastplatz für Rentner nur gegen Gebühr“ vom 19.05.2011:

Rastplatz für Rentner nur gegen Gebühr
Blumenhändlerin am Boulevard wollte älteren Passanten helfen, macht wegen der Kosten aber Rückzieher
Weil es auf dem Boulevard in Nord seit dem Umbau praktisch keine Sitzgelegenheiten mehr gibt, wollte die Inhaberin eines Blumenlädchens selbst die Initiative ergreifen und auf eigene Kosten und Verantwortung während der Öffnungszeiten eine kleine Sitzecke für die zu einem Großteil älteren Passanten anbieten. Die Stadt kündigte umgehend einen Gebührenbescheid an. Unverständlich für Blumenhändlerin Sonja Oelze: „Dafür fehlen unserem kleinen Laden schlicht die Mittel.“
Beim Umbau des Boulevards 2009 ließ die Stadt die Parkbänke verschwinden. Dafür gab es auch aus Sicht von Sonja Oelze gute Gründe: Die Bänke seien von Trinkern belagert worden und es habe immer wieder Lärmbelästigungen gegeben. Um nun älteren Passanten auf dem Boulevard dennoch Sitzmöglichkeiten zu bieten, ließ die Stadt zwei Betonhocker aufstellen. Doch die Blumenhändlerin sagt: „Die werden nicht angenommen, schon gar nicht von Älteren, allein weil die Hocker viel zu niedrig sind und außerdem an einer ungünstigen Stelle stehen. Die einzigen, die sie nutzen, sind die Hunde.“
Die Unternehmerin wollte etwas für ältere Fußgänger tun. „Ich hatte die Idee, zumindest in der warmen Jahreszeit zwei Stühle und eventuell einen Schirm gegenüber dem Blumengeschäft aufzustellen. Morgens aufstellen, abends wegräumen, fertig. Dabei hatte ich nicht nur an gebrechliche Menschen gedacht, sondern mir die Sitzecke auch als kleine Gesprächsinsel vorgestellt. Davon kann es doch nie genug geben“, erklärt Sonja Oelze. Schließlich sei der Boulevard nicht nur als Bummelmeile, sondern auch als Ort für Kontakte, Klatsch und Tratsch bei den Stadtteilbewohnern beliebt.
Die Geschäftsfrau fragte bei Stadtteilmanagerin Jessica Zedler nach, ob sie ihre Sitzecke einrichten darf. „Sie telefonierte gleich mit den zuständigen Ämtern. Und der Dämpfer kam sofort“, berichtet Sonja Oelze. „Für das Aufstellen von Stühlen bestehe kein Bedarf, und pro Quadratmeter koste es so und so viel.“
Zusätzliche Kosten könne sie mit ihrem kleinen Blumenladen nicht tragen, bedauert die Inhaberin. Die Einnahmen reichten meist gerade zum Überleben. Auch auf einen gebührenpflichtigen Werbeaufsteller verzichtet sie deshalb schon seit einiger Zeit. „Vielleicht überdenkt das Amt noch einmal sein Nein zur Sitzecke. Es geht mir dabei doch nicht um Werbung für mein Geschäft, sondern um ein lebendiges Miteinander im Stadtteil.“
Die Stadtverwaltung bleibt jedoch dabei: „Die Blumenhändlerin müsste tatsächlich zahlen. Das ergab eine Prüfung bei der Straßenverkehrsbehörde“, sagte Rathaussprecher Michael Reif gestern auf Volksstimme-Anfrage. Grundlage seien die Sondernutzungssatzung und die Sondernutzungsgebührensatzung der Landeshauptstadt. Im offiziellen Sprachgebrauch der Ämter klingt die Begründung dann so: „Es handelt sich bei der Aufstellung von Stühlen mit Sonnenschirm um die über den Gemeingebrauch hinausgehende Benutzung einer Straße bzw. eines Gehweges und damit um eine erlaubnis- und gebührenpflichtige Sondernutzung.“ Die Erlaubnis dafür könne das Tiefbauamt erteilen. Gegen Gebühr.
Um welche Summen geht es konkret: „Die Sondernutzungsgebühren für die Aufstellung von Stühlen mit Sonnenschirm für einen begrenzten Zeitraum würden in dem Bereich dieser Fußgängerzone pro Monat 0,70 Euro je Quadratmeter betragen. Sollte die Gesamtgebühr für die Sondernutzung unter 28 Euro liegen, dann sieht die vom Stadtrat beschlossene Gebührensatzung eine Mindestgebühr von 28 Euro vor“, teilte Rathaussprecher Reif auf Nachfrage mit.
Blumenhändlerin Sonja Oelze sagt, sie sehe in dem alternden Stadtteil gerade am Boulevard weiterhin den Bedarf an solchen ehrenamtlich betreuten Ruhepunkten. „Stühle würde ich sehr gern stellen, doch für die Bezahlung fehlen unserem kleinen Laden schlicht die Mittel.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 19.05.2011)



Sonja Oelze (l.), Inhaberin der „Blumeninsel“ am Neustädter Platz, im Gespräch mit einer Kundin, die mit dem Rollator kommt. Sitzgelegenheiten gibt es auf dem Boulevard nicht mehr. Foto: Robert Richter

14.06.2011
Kinder verwüsten Schulgebäude

Neustädter See (pl). Richtig viel Ärger von ihren Eltern bekamen am Sonnabend sechs Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren.Wie die Polizei mitteilte, waren Passanten auf Lärm in der Schule an der Pablo-Neruda-Straße aufmerksam geworden und hatten die Polizei gerufen. Als die Beamten auf dem Schulgelände eintrafen, sahen sie noch, wie mehrere Kinder die Flucht ergriffen. Sechs von ihnen konnten sie aber schnappen. Bei der Kontrolle der Schule stellten die Beamten dann den Schaden fest, den die Kinder angerichtet hatten: Alle Feuerlöscher waren geleert und deren Pulver in den Gängen verteilt worden und die „Wandalen“ hatten die an Wasserleitungen angeschlossenen Feuerwehrschläuche geöffnet. Das Was ser war bereits bis in den Keller gelaufen. Die Polizei geht von mehreren Tausend Euro Schaden dadurch aus. Die Beamten haben die Missetäter deren Eltern übergeben, die alles andere als erfreut waren, da es jetzt Anzeigen „hageln“ wird.
(Quelle: Volksstimme vom 14.06.2011)

Wie vor 90 Jahren die Siedlung Eichenweiler entstand - Wohnungen für Rothenseer Eisenbahner
Die Siedlung Eichenweiler feiert vom 17. bis 19. Juni das 90-jährige Bestehen. Wie alles begann, ist in einer Chronik nachzulesen, die der Siedlerverein am Festwochenende erstmals der Öffentlichkeit präsentieren wird. DieVolksstimme druckt heute vorab bereits Auszüge, die die Entstehung und die ersten Jahre der Siedlung beschreiben:
Die gravierende Wohnungsnot nach dem 1.Weltkrieg führte im Jahr 1920 zur Verabschiedung des Reichsheimstättengesetzes. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, durch die Gründungen von Genossenschaften, Wohnraum auch für die einkommensschwachen Schichten der Bevölkerung zu schaffen.
Die Situation in Magdeburg wurde noch dadurch erschwert, dass durch die beginnende Erschließung des Industrie- und Hafengebietes Magdeburg-Rothensee ein verstärkter Zuzug von Arbeitskräften nach Magdeburg erfolgte. Dies betraf auch eine große Anzahl von Eisenbahnern, die auf den entstehenden bzw. auszubauenden Bahnhöfen Magdeburgs beschäftigt waren.
Für die Siedlung Eichenweiler betraf das den entstehenden Verschiebebahnhof Magdeburg-Rothensee. Dieser war für die Entwicklung des entstehenden Industriegebietes Rothensee von grundlegender Bedeutung. Er befand sich je doch zu diesem Zeitpunkt isoliert weit vor den Toren der Stadt. Es musste das Ziel sein, Wohnraum zu schaffen, der sich in der Nähe der Arbeitsplätze befand.
Im Jahr 1920 gründeten 136 Eisenbahner die „Heimstättenbaugenossenschaft zu Magdeburg eGmbH“. Bis zum Jahr 1923 entwickelte sich diese Genossenschaft stetig als reine Eisenbahnergenossenschaft auf 2100 Mitglieder. Auf Betreiben der Stadt Magdeburg, die durch die Entwicklung der Genossenschaft eine Benachteiligung der Nichteisenbahner in Magdeburg sah, öffnete sich die Genossenschaft auch für andere Mitglieder weiterer öffentlicher Bereiche. Dies war auch notwendig, um die Unterstützung der Stadt bei weiteren Bauvorhaben zu bekommen.
Die Heimstättenbaugenossenschaft entwickelte und baute in Magdeburg drei Siedlungen an drei verschiedenen Standorten, die heute noch existieren: die Gartenstadt Eichenweiler in der unmittelbaren Nähe des Verschiebebahnhofes Rothensee, die Gartenstadt Lüttgen-Salbke in der Nähe des Reichsbahn-Ausbessungswerkes und die Gar tenstadt Westernplan.
Der Bau der Gartenstadt Eichenweiler begann im Jahr 1921 parallel an zwei Stellen: am Schöppensteg und im Sichelweg. Die ersten Häuser entstanden als Zwei-,Vier- und Sechsfamilienhäuser. Die Wohnungen verfügten über ca. 75 Quadratmeter Wohnfläche und einen 600 bis 800 Quadratmeter großen Garten.
Die Wohnungen waren einfach, verfügten aber über elektrisches Licht und Wasserleitungen. Die Abwasserentsorgung erfolgte über Sickergruben. Da die meisten der Genossenschaftsmitglieder den „minderbemittelten Volksschichten“ angehörten, durften die Miete bzw. später die Raten für die Eigenheime nicht mehr als ein Fünftel des Jahreseinkommens betragen.
Der Genossenschaftsanteil betrug 300 Reichsmark, der in Monatsraten von drei Reichsmark eingezahlt werden konnte. Durch die zur Wohnung gehörenden Gärten sollte ein hoher Selbstversorgungsgrad erreicht werden.
Die so entstehende Gartenstadt mit dörflichem Charakter lag jedoch weit vor den Toren der Stadt, ohne infrastrukturelle Anbindung und ohne Anschluss an Straßenbahn bzw. Buslinien. Die Verbindung zur Stadt erfolgte über den Schöppensteg zur Straßenbahnendstelle in der Neuen Neustadt (Lübecker Straße / Alexanderstraße). Verkehrstechnisch wurde die Siedlung durch unbefestigte, geschotterte Straßen erschlossen.
Im Jahr 1931 begann der Weiterbau der Gartensiedlung unter neuen Voraussetzungen. Die Häuser wurden als Doppelhäuser auf Grundstücken in Erbbaupacht errichtet. Auf der Basis des Deutschen Siedlergesetzes und als Teil der Heimstättenbaugenossenschaft wurden diese Häuser als Erwerbslosensiedlung errichtet. Jeder Bauwillige hatte Eigenleistungen beim Bau dieser Häuser zu erbringen. Diese wurden mit 300 Mark angerechnet.
Jedes Haus verfügte über einen angebauten Stall und mindestens 650 Quadratmeter Nutzgarten zur Eigenversorgung. Obstbäume und Nutzsträucher wurden den Siedlern zur Verfügung gestellt. Zur Tilgung der Baukosten (1875 Mark vom Reich, 825 Mark von der Stadt) und der entstehenden Zinsen musste der Siedler monatlich 15 Mark aufbringen. Insgesamt entstanden 106 Siedlerstellen in vier Bauabschnitten. Die ganze Siedlungsgeschichte ist in der Chronik „90 Jahre Gartenstadt Eichenweiler“ nachzulesen, die auf dem Siedlungsfest vom 17. bis 19. Juni auf dem Fortuna-Sportplatz zu haben ist. (Quelle: Volksstimme vom 10.06.2011)



Siedler machen in Eichenweiler Land für Gärten urbar (um 1936/1937); im Hintergrund der Rothenseer Bahnhof und die so genannte Griesemann-Siedlung. Foto: privat

04.06.2011
Mensch der Woche: Lutz Mitternacht
Der Chronist aus der Siedlung Eichenweiler

Neustädter See (rri). Lutz Mitternacht wurde 1948 in Eichenweiler geboren und wohnt bis heute im selben Haus. Schon seine Vorfahren siedelten hier. Das 90-jährige Bestehen von Eichenweiler ist für Mitternacht daher ein ganz besonderes Ereignis. Er engagiert sich mit im Siedlerverein, der vom 17. bis 19. Juni ein großes Festwochenende plant. Dabei soll eine von Mitternacht gerade in den Druck gegebene Chronik erscheinen, an der er selbst maßgeblich mitgearbeitet hat. Stellvertretend für die vielen weiteren engagierten Siedler ist er unser Mensch der Woche. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.06.2011)



Hobbychronist und engagiertes Mitglied im Vorstand des Siedlervereins: Lutz Mitternacht

01.06.2011
Stadt und Jobcenter verlängern Förderung - Sozialprojekte gehen in Nord und Neustadt in neue Runde

Neue Neustadt/Neustädter See (rri). Die Sozialprojekte Neustädter See und Neue Neustadt (Leben mit SINN) fanden dieser Tage für 40 Männer und Frauen ihren Abschluss. Hier hatten die Langzeitarbeitslosen Gelegenheit, sich auf eine zukünftige Beschäftigung oder Ausbildung vorzubereiten. „Positiv ist, dass durch das Jobcenter und das Sozialamt Magdeburg eine Weiterführung bis Dezember 2011 für weitere 40 Langzeitarbeitslose bewilligt wurde“, teilte Rolf Kunsch, Niederlassungsleiter beim Projektträger IMA (Institut für Marktwirtschaft gGmbH) mit.
In den Sozialprojekten bekommen Hartz-IV-Empfänger gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten im Stadtteil Neustädter See auf Ein-Euro-Job-Basis. „Neben dieser Arbeitsgelegenheit werden den Langzeitarbeitslosen Brücken zu Beschäftigungsverhältnissen im und außerhalb des Wohngebietes geschaffen“, so Kunsch. In beiden Stadtteilen betreiben die Teilnehmer zum Beispiel jeweils ein Begegnungszentrum, Wechselstuben bzw. Tauschbörsen für Kleidung, Schuhe, Spielsachen, betreuen Sport, Kreativ- oder Theatergruppen.
So haben sich laut Kunsch am Neustädter See die 2009 gegründete Frauensportgymnastikgruppe 50plus sowie die angebotene Computerhilfe als feste Bestandteile der Angebotspalette des Sozialprojektes etabliert.
Am Neustädter See können Interessierte die Angebote des Sozialprojektes im Infotreff Am Seeufer 8 und im Freizeitzentrum „Oase“, Im Brunnenhof 9, nutzen. In der Neuen Neustadt ist das Info- und Kulturzentrum Bremer Straße 10 die Anlaufstelle. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 01.06.2011)

28.05.2011
Siedlerfrauen haben beim Festumzug den Hut auf
Vorbereitungen für großes Jubiläumswochenende in Eichenweiler

Drei Wochen vor dem großen Siedlerfest in Eichenweiler (17. bis 19. Juni) steigt bei den Organisatoren und Helfern die Aufregung. Für den geplanten Festumzug zum 90-jährigen Bestehen der Siedlung und zum 80. Gründungstag des Siedlervereins liegt die Gestaltung von Kostümen und Requisiten in den Händen der Frauenkreativgruppe. Die Volksstimme besuchte den zauberhaften Zirkel.
Ihre „Mission“ verfolgen sie mit Stricknadeln, Schere und Klebstoff: „Wir wollen das Gemeinschaftsgefühl in Eichenweiler wieder wachrütteln“, sagt Margret Scherbatzki, Mitbegründerin der Frauengruppe des Siedlervereins Eichenweiler, die sich seit 1998 regelmäßig trifft. „Nach dem Abriss unseres Clubhauses vor einigen Jahren gab es eine ziemliche Flaute. Wir hoffen, mit dem Siedlerfest etwas zu bewegen und auch neue Mitstreiterinnen zu gewinnen.“
Der Festumzug am 17. Juni ab 18 Uhr soll eine farbenfrohe Zeitreise durch 90 Jahre Siedlungsgeschichte werden und zugleich in puncto Wir-Gefühl und Nachbarschaftshilfe in die Zukunft weisen, wünschen sich die Frauen des Siedlervereins. Dafür legen sie sich seit Wochen kräftig kreativ ins Zeug. Neben dem Festumzug wollen die Frauen im Festzelt sogar als Models auf einer Modenschau auftreten und Extravagantes auf dem Laufsteg präsentieren. Vereinschef Dirk Mallée ist begeistert: „Ich finde es großartig, was sich unsere Frauen alles einfallen lassen. Die Festbesucher dürfen gespannt sein!“
Der 15-köpfige Kreativzirkel trifft sich jeden zweiten Donnerstag um 19 Uhr. „Wir haben mit Bines Bierstube am Heideweg ein neues Domizil gefunden, dafür sind wir sehr dankbar, denn ohne Clubhaus hatten wir zunächst auch keinen Treff mehr. Die Betreiberfamilie Chrupalla unterstützt uns toll, obwohl wir auch manchmal ganz schön kreatives Chaos anrichten, zum Beispiel wenn wir mit Stroh an Erntekronen arbeiten“, erzählt Ines Schäfer. Sie hatte gemeinsam mit Margret Scherbatzki die Initialzündung für die Frauengruppe in Eichenweiler vor nunmehr 13 Jahren gegeben. In einer Zeitschrift des Siedlerbundes riefen sie Frauen aus Eichenweiler und Umgebung zum Mitmachen auf.
Bei Handarbeiten oder Seidenmalerei blieb es aber nicht lange. „Wir veranstalten zum Beispiel Themenabende mit der Kripo, machen Fahrradausflüge und Busreisen, hatten schon einen Bauchtanzabend oder treffen uns zur Feuerzangenbowle“, sagt Marga Albach. „Es gibt neben dem Kreativtreff auch noch für Männer und Frauen einen Romméclub, der sich jeden zweiten Mittwoch um 14 Uhr in der Bierstube trifft, und unser Rentnerclub freut sich immer mittwochs auf den Kaffeeklatsch um 15 Uhr. Überall können wir Verstärkung gut
gebrauchen und würden uns über weitere Teilnehmer freuen“, so Marga Albach. Interessierte erhalten von ihr unter Telefon 2 51 81 08 weitere Infos.
Reichlich Gelegenheit, sie und die anderen aus dem heiteren Siedlerzirkel kennenzulernen, gibt es natürlich auf dem Siedlungsfest. Unter dem Motto „80 – 90 – 100“ steigt es vom 17. bis 19. Juni. Hintergrund: Seit 80 Jahren gibt es den Siedlerverein, 90 Jahre liegt die Grundsteinlegung für die Siedlung zurück, und 100-jähriges Bestehen feiert der Sportverein Fortuna. Auf dessen Sportplatz wird auch das große Festzelt stehen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 28.05.2011)



Die Kreativgruppe vom Siedlerverein Eichenweiler bereitet den großen Festumzug für den 17. Juni vor. Hier zeigen die Frauen Blumenhüte, Mützen und Gefäße, die in Handarbeit entstanden sind. Foto: Robert Richter

27.05.2011
Zoo - Fata Morgana schwebt über dem Nordeingang
Zum Beitrag: „Aufsichtsrat ignoriert 3221 Bürger: Zoo-Nordeingang bleibt geschlossen“ vom 26. Mai:
In der Entwicklungskonzeption des Zoos wurde gemäß der These. „Ein Zoo – Ein Eingang“ festgelegt, dass es nur noch den neu zu bauenden Eingang am Rondell geben soll, nachdem der Zoo in südlicher Richtung erweitert wurde. Bei der Vorstellung der Erweiterungspläne wurde die Diskussion einseitig auf die Straße „AmVogelgesang“ fokussiert. Die kritischen Stimmen zu nur einem Eingang gingen in der Diskussion unter bzw. wurden ausgeklammert bis das Thema Schließung der Straße „Am Vogelgesang“ erledigt ist. Zunächst hieß es, aus wirtschaftlichen Gründen rechnet sich ein zweiter Eingang nicht.
Dann kam überraschend die Testphase, aber nur für Dauerkarteninhaber! Diese Phase wurde und wird kritisiert, weil zu kurz und nur für den kleinsten Teil der Besucher – den Dauerkarteninhaber – gedacht.
Schließlich gab es eine neue Variante. Ein Junktim: mehr Dauerkarten gleich Öffnung des Nordeinganges (aber wieder nur für die Dauerkarteninhaber). Damit wurden die GWA, der Bürgerverein und letztlich alle Bürger/innen quasi erpresst. Wenn es nicht genügend neue Dauerkarteninhaber gibt, dann bleibt der Nordeingang zu. Basta! Wie die Öffnung des Nordeinganges ohne Personal gehen soll, wurde nicht mitgeteilt. Und wenn dann doch eine Eingangskontrolle stattfindet, warum kann man dann nicht auch Karten verkaufen. Beim Südeingang wird das täglich praktiziert! Der Hinweis, das ganze Kartensystem auf einen Automaten umzustellen, wurde – wenn überhaupt – mit erheblichen Kosten ablehnend verworfen. Spätestens seit der Bundesgartenschau im Herrenkrug sind die Bürger mit dem Automatikbetrieb vertraut. Dabei wurde
gleichzeitig viel weniger Personal in den Kassen und am Einlass benötigt …
Jetzt schwebt als neue Variante über den Forderungen der Bürger eine Fata Morgana: „Später, wenn die Gastronomie der neuen Elefantenanlage ausgebaut sei, wolle man überlegen, ihn wieder als Eingang zu benutzen.“ Soll das alles gewesen sein zum Thema Wiedereröffnung des Nordeinganges??
Hans-Dieter Karg, Magdeburg

Aufsichtsrat ignoriert 3221 Bürger: Zoo-Nordeingang bleibt geschlossen
Gestern übergaben Bewohner von Nord Unterschriftensammlung für Öffnung eines 2. Zooeingangs an OB Lutz Trümper. Der Aufsichtsrat der Zoo GmbH hat die Wiedereröffnung des Nordeingangs abgelehnt. Es soll aus wirtschaftlichen Gründen bei dem einen Eingang an der Zoowelle bleiben. Gestern machte sich erneut eine Bürgerinitiative beim OB stark.
Initiator Siegfried Kratz hatte sich am Mittwoch gegen 16 Uhr mit 3221 gesammelten Unterschriften in die OB-Sprechstunde begeben. In seiner Begleitung eine starke Streitmacht: Sandra Tänzer, Ramona Pinkow, Wiebke Girth-Hoffmann von den GWA Neustädter See und Kannenstieg bzw. der Bürgerinitiative Nord. Im Gefolge waren die Kinder Kevin und Gina sowie Baby Abbey-Josephine. Eckhardt Bobkowski als Nutzer der Freizeitoase war als sachkundige Verstärkung aus der älteren Generation dabei.
Die Tausenden Unterschriften seien ein Ausdruck dafür, dass sich viele Magdeburger wieder einen Eingang im Norden des Zoos wünschen, kommentierten sie bei der Übergabe an Oberbürgermeister Lutz Trümper.
Allerdings war eine für sie bittere Entscheidung bereits gefallen. Der Aufsichtsrat der Zoo GmbH nämlich hatte dieser Tage aus wirtschaftlichen Aspekten heraus beschlossen: Die Zoowelle bleibe vorerst der einzige Eingang. 100.000 Euro müssten für die Öffnung der alten Nordpforte gegenüber der Allendestraße aufgebracht werden. Diese Summe werde an dem Eingang nicht erwirtschaftet, sagte der OB, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo GmbH. Dazu müssten zum Beispiel mindestens 1700 Jahreskarten mehr erworben werden, wozu potenzielle Besucher aufgerufen worden waren. Die Rechnung ging nicht auf: Es seien bis 30. März insgesamt nur 800 Jahreskarten verkauft worden, hieß es.
Lediglich das Drehkreuz soll am Nordeingang als Ausgang in Funktion bleiben, um den Bewohnern der angrenzenden Wohngebiete wenigstens den Rückweg zu verkürzen. Das Kreuz sei für Mütter mit Kinderwagen absolut nicht passierbar, hielt Ramona Pinkow dagegen. Auch Rollstuhlfahrer kämen nicht durch, sagte die Mutter von vier Kindern. Mit zahlreichen anderen Argumenten beschworen die Vertreter der Bürgerschaft den OB, wieder einen zweiten Eingang zu öffnen. Es gehe um ca. 25.000 Bürger im nördlichen Einzugsgebiet, sagte Siegfried Kratz. Schulen und Kindergärten werde der Zoobesuch erschwert oder gar verwehrt, bedauerten Sandra Tänzer und Wiebke Girth-Hoffmann.Ältere Bürger hätten durch weite Umwege das Nachsehen, wusste Eckhardt Bobkowski.
Lutz Trümper zeigteVerständnis, verwies aber darauf, dass die Entscheidung aus dem gesamtstädtischen Blickwinkel gefallen sei. Wenn aber entgegen dem vom Stadtrat beschlossenen Entwicklungskonzept mit einem repräsentativen Eingang (2,4 Millionen Euro Kosten für die Zoowelle) anderes gewünscht werde, dann müsse zwangsläufig eine erneute Entscheidung im Rat fallen. Die 100.000 Euro für den Nordeingang müssten im Stadthaushalt eingestellt werden. Der Aufsichtsrat hält Kompromisse bereit. Bei Großveranstaltungen werde der geschlossene Eingang Am Vogelgesang geöffnet, erklärte Trümper. Später, wenn die Gastronomie in der neuen Elefantenanlage ausgebaut sei, wolle man überlegen, ihn wieder als Eingang zu nutzen. Was das Drehkreuz betreffe, da werde er mit der Zoo GmbH über mögliche Lösungen reden, sagte er.
Die gestrige Abordnung will nicht aufgeben. „Wir kämpfen weiter, suchen erneut Verbündete bei den Stadträten. Die Öffnung des Eingangs Am Vogelgesang wäre eine mögliche Alternative, Investitionen auch nicht erforderlich“, hieß es zum Schluss. Und: Bis September wollen sie 5000 Unterschriften gesammelt haben, kündigten sie an. Von Karl-Heinz Kaiser



Vor ihrem Gang in die OB-Sprechstunde: Ramona Pinkow, Wiebke Girth-Hoffmann, Sandra Tänzer, Siegfried Kratz, Eckhardt Bobkowski präsentieren sich vor dem Rathaus. Mit dabei Gina, Kevin, Abbey Josephine. Foto: Karl-Heinz Kaiser (Quelle: Volksstimme vom 26.05.2011)

25.05.2011
Schüler vom Neustädter See

In der Rubrik „Meine Klasse von ...“ stellen wir Schulklassen vor und nennen Kontaktmöglichkeiten zu ehemaligen Klassenkameraden und Lehrern. Mehr Informationen: www.volksstimme.de/klassenfoto



POS „Salvador Allende“ (Neustädter See): Klasse 10 b, Abschlussjahr 1986, Kontakt über Heike Wetzig unter studentin2@gmx.de (Quelle: Volksstimme vom 25.05.2011)

21.05.2011
Haus „Heideweg“ in Nord stellt sich Qualitätstest
Prüfer im Pflegeheim: „Vom Äußeren nicht blenden lassen“
Das Altenpflegeheim „Heideweg“ in Nord hat sich gestern als erste kommunale Einrichtung Magdeburgs der freiwilligen Qualitätsprüfung für das deutschlandweite Heimverzeichnis gestellt. Die Bundesinteressenvertretung der Heimbewohner testet die Lebensqualität in den stationären Altenpflegeeinrichtungen.
Zeitgemäße Architektur, moderne Ausstattung, ruhige Lage im Grünen. Keine Frage, das Altenpflegeheim am Heideweg ist ein Vorzeigebau. Doch davon werde er sich nicht blenden lassen, sagt Lothar Ludwig: „Entscheidend ist für mich nicht das äußere Bild, sondern was sich da drin abspielt.“ Eine klare Ansage gestern Morgen 9 Uhr von dem ehrenamtlichen Gutachter des BIVA (Bundesinteressenvertretung der Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im Alter).
Kontrollbögen und Akten interessieren den grauhaarigen Magdeburger herzlich wenig. „Darum kümmern sich der Medizinische Dienst der Krankenkassen und die Heimaufsicht. Ich hinterfrage die Zufriedenheit und die Lebensqualität. Meine Kriterien sind Autonomie der Bewohner, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und Achtung der Menschenwürde. Wir zeichnen Altenpflegeheime mit dem Grünen Haken aus, in denen Respekt, Rücksichtnahme und die Wahrung der Intimsphäre selbstverständlich sind.“
Dazu befragt der Prüfer getrennt die Heimleitung und Bewohnervertreter, schaut hinter die Kulissen, nimmt einen Tag lang an Veranstaltungen und am Essen teil. Ludwig engagiert sich ehrenamtlich für das Heimverzeichnis des BIVA, das im Internet abrufbar ist, er wurde nach eigener Aussage von dem Bundesverband für seine Aufgabe geschult.
Auch die Heime stellen sich freiwillig dem Test. „Das zusätzliche Prüfungsverfahren des BIVA ist in der Öffentlichkeit bisher wenig bekannt. Nachdem wir davon gehört hatten, haben wir uns gesagt: Dem wollen wir uns stellen!“, sagte Grit Matthesius, Pflegefachberaterin bei der Wohnen und Pflegen Magdeburg gGmbH. Das Unternehmen der Stadt Magdeburg wolle sich nach und nach mit allen Heimen beteiligen. Gefördert wird die Initiative des BIVA vom Bundesminis terium für Verbraucherschutz. Verliehen wird das Qualitätssiegel jeweils für ein Jahr. In Sachsen-Anhalt wurde es laut Ludwig bisher 20 Mal vergeben, in Magdeburg bereits an die private Einrichtung „Vitanas“.
Einrichtungsleiter Ingolf Ulbrich, der gestern mit seinem Pflegeheim „Heideweg“ in Nord beim kommunalen Träger den Anfang machte, zeigte sich optimistisch. Gutachter Lothar Ludwig nahm am Abend gegenüber der Volksstimme so Stellung: „Ich kann sagen, dass das Haus am Heideweg Lebensqualität und Wohlfühlatmosphäre bietet und die Bewohner sich zufrieden äußern. Der Bericht geht nun an die Bundesinteressenvertretung.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 21.05.2011)



Lothar Ludwig (r.), ehrenamtlicher Gutachter für das bundesweite BIVA-Heimverzeichnis, vor dem Pflegeheim „Heideweg“ im Gespräch mit Einrichtungsleiter Ingolf Ulbrich und Pflegedienstleiterin Helga Schwenke. Anschließend traf sich Ludwig u. a. mit dem Heimbeirat der Bewohner. Foto: R. Richter

20.05.2011
Stadtteilfonds für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See

Das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" räumt die Möglichkeit ein, einen Fonds einzurichten, durch den kleine Projekte im Rahmen der Ausrichtung des Programms gefördert werden können. Für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See wurde im Integrierten Handlungskonzept Verfügungsfonds für beide Stadtteile vorgeschlagen, die in Ergänzung zu den bestehenden Initiativfonds Gemeinwesenarbeit (GWA) die Entwicklung und Umsetzung von bürgerschaftlich getragenen Projekten und Maßnahmen unterstützen sollen.

19.05.2011
Rastplatz für Rentner nur gegen Gebühr
Blumenhändlerin am Boulevard wollte älteren Passanten helfen, macht wegen der Kosten aber Rückzieher
Weil es auf dem Boulevard in Nord seit dem Umbau praktisch keine Sitzgelegenheiten mehr gibt, wollte die Inhaberin eines Blumenlädchens selbst die Initiative ergreifen und auf eigene Kosten und Verantwortung während der Öffnungszeiten eine kleine Sitzecke für die zu einem Großteil älteren Passanten anbieten. Die Stadt kündigte umgehend einen Gebührenbescheid an. Unverständlich für Blumenhändlerin Sonja Oelze: „Dafür fehlen unserem kleinen Laden schlicht die Mittel.“
Beim Umbau des Boulevards 2009 ließ die Stadt die Parkbänke verschwinden. Dafür gab es auch aus Sicht von Sonja Oelze gute Gründe: Die Bänke seien von Trinkern belagert worden und es habe immer wieder Lärmbelästigungen gegeben. Um nun älteren Passanten auf dem Boulevard dennoch Sitzmöglichkeiten zu bieten, ließ die Stadt zwei Betonhocker aufstellen. Doch die Blumenhändlerin sagt: „Die werden nicht angenommen, schon gar nicht von Älteren, allein weil die Hocker viel zu niedrig sind und außerdem an einer ungünstigen Stelle stehen. Die einzigen, die sie nutzen, sind die Hunde.“
Die Unternehmerin wollte etwas für ältere Fußgänger tun. „Ich hatte die Idee, zumindest in der warmen Jahreszeit zwei Stühle und eventuell einen Schirm gegenüber dem Blumengeschäft aufzustellen. Morgens aufstellen, abends wegräumen, fertig. Dabei hatte ich nicht nur an gebrechliche Menschen gedacht, sondern mir die Sitzecke auch als kleine Gesprächsinsel vorgestellt. Davon kann es doch nie genug geben“, erklärt Sonja Oelze. Schließlich sei der Boulevard nicht nur als Bummelmeile, sondern auch als Ort für Kontakte, Klatsch und Tratsch bei den Stadtteilbewohnern beliebt.
Die Geschäftsfrau fragte bei Stadtteilmanagerin Jessica Zedler nach, ob sie ihre Sitzecke einrichten darf. „Sie telefonierte gleich mit den zuständigen Ämtern. Und der Dämpfer kam sofort“, berichtet Sonja Oelze. „Für das Aufstellen von Stühlen bestehe kein Bedarf, und pro Quadratmeter koste es so und so viel.“
Zusätzliche Kosten könne sie mit ihrem kleinen Blumenladen nicht tragen, bedauert die Inhaberin. Die Einnahmen reichten meist gerade zum Überleben. Auch auf einen gebührenpflichtigen Werbeaufsteller verzichtet sie deshalb schon seit einiger Zeit. „Vielleicht überdenkt das Amt noch einmal sein Nein zur Sitzecke. Es geht mir dabei doch nicht um Werbung für mein Geschäft, sondern um ein lebendiges Miteinander im Stadtteil.“
Die Stadtverwaltung bleibt jedoch dabei: „Die Blumenhändlerin müsste tatsächlich zahlen. Das ergab eine Prüfung bei der Straßenverkehrsbehörde“, sagte Rathaussprecher Michael Reif gestern auf Volksstimme-Anfrage. Grundlage seien die Sondernutzungssatzung und die Sondernutzungsgebührensatzung der Landeshauptstadt. Im offiziellen Sprachgebrauch der Ämter klingt die Begründung dann so: „Es handelt sich bei der Aufstellung von Stühlen mit Sonnenschirm um die über den Gemeingebrauch hinausgehende Benutzung einer Straße bzw. eines Gehweges und damit um eine erlaubnis- und gebührenpflichtige Sondernutzung.“ Die Erlaubnis dafür könne das Tiefbauamt erteilen. Gegen Gebühr.
Um welche Summen geht es konkret: „Die Sondernutzungsgebühren für die Aufstellung von Stühlen mit Sonnenschirm für einen begrenzten Zeitraum würden in dem Bereich dieser Fußgängerzone pro Monat 0,70 Euro je Quadratmeter betragen. Sollte die Gesamtgebühr für die Sondernutzung unter 28 Euro liegen, dann sieht die vom Stadtrat beschlossene Gebührensatzung eine Mindestgebühr von 28 Euro vor“, teilte Rathaussprecher Reif auf Nachfrage mit.
Blumenhändlerin Sonja Oelze sagt, sie sehe in dem alternden Stadtteil gerade am Boulevard weiterhin den Bedarf an solchen ehrenamtlich betreuten Ruhepunkten. „Stühle würde ich sehr gern stellen, doch für die Bezahlung fehlen unserem kleinen Laden schlicht die Mittel.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 19.05.2011)



Sonja Oelze (l.), Inhaberin der „Blumeninsel“ am Neustädter Platz, im Gespräch mit einer Kundin, die mit dem Rollator kommt. Sitzgelegenheiten gibt es auf dem Boulevard nicht mehr. Foto: Robert Richter

19.05.2011
Wasserskianlage „Cable Island“ öffnet wieder
Brand vernichtete im April komplette Ausrüstung / „Kripo live“ bringt Fall am Sonntag um 19.50 Uhr

Magdeburg. Die Wasserskianlage „Cable Island“ am Neustädter See startet am Sonnabend ab 14 Uhr mit erheblicher Verspätung in die Saison. Das bestätigte Betreiber Carsten Böhlecke auf Volksstimme-Anfrage. „Wir sind froh, dass wir den Saisonstart auf die Reihe bekommen haben“, zeigt sich Böhlecke erleichtert. Die Anlage litt und leidet nicht nur unter dem erhöhten Wasserstand des Sees, sondern musste vor rund einem Monat einen weiteren schweren Schlag verkraften. Am 20. April gegen 22 Uhr war Böhleckes Ausweichlager für die gesamte Ausrüstung und den Shop von „Cable Island“ im Hohendodeleber Weg in Flammen aufgegangen. Unbekannte waren auf das umzäunte Gelände eingedrungen, brachen die Lagercontainer auf und steckten
anschließend alles in Brand, wie die Kripo inzwischen feststellte. Dabei wurden u. a. 30 Tauchanzüge samt Zubehör vernichtet, die Polizei bezifferte den Schaden auf 75.000 Euro. „Eine Spur der Täter haben wir aber noch nicht“, teilte Polizeisprecher Thomas Kriebitzsch gestern mit. Er erhofft sich weitere Hinweise von der Kripo-live-Sendung, die an diesem Sonntag ab 19.50 Uhr im MDRFernsehen ausgestrahlt wird. Am Dienstag war ein Kamerateam am Neustädter See und am Hohedodeleber Weg vor Ort und stellte den Tathergang nach.
„Wir haben an den Containern Hebelspuren gefunden und gehen deshalb im Ausschlussverfahren von einem Einbruch aus“, erklärt Thomas Kriebitzsch. Die enorme Hitzeentwicklung durch den Brand habe alle restlichen Spuren vernichtet. Der Hohendodeleber Weg sei zwar abgelegen, doch sind dort öfter Hundebesitzer mit ihren Tieren unterwegs. „Vielleicht ist jemand ja etwas Ungewöhnliches aufgefallen“, hofft Kriebitzsch.
„Cable Island“-Betreiber Carsten Böhlecke, der nach dem Feuer nur die Gastronomie öffnen konnte, musste die verbrannte Ausrüstung erst einmal aus eigener Kasse vorfinanzieren. Wegen des immer noch erhöhten Wasserstandes ließ er außerdem eine provisorische zweite Steganlage errichten. Dennoch können am Sonnabend aufgrund der Bausituation nur erfahrene Wakeboard- und Wasserski-Fahrer mit eigener Ausrüstung an den Start gehen. Ab 1. Juni sollen dann auch wieder Anfänger fahren können.
Von Andreas Stein (Quelle: Volksstimme vom 19.05.2011)

17.05.2011
Auszeichnung wandert - Polizei reicht die Taube weiter

Magdeburg (st). Gabriele Herbst, ehemalige Pfarrerin der Hoffnungsgemeinde, erhielt gestern aus den Händen von Polizeipräsident Wolfgang Mönck meyer die symbolische Friedenstaube, die im Rahmen eines Menschenrechts-Projektes von Hand zu Hand wandert. Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und ehemalige Ausländerbeauftragte des Kirchenkreises wird damit für ihren unermüdlichen Einsatz zum Schutz ausländischer Mitbürger vor fremdenfeindlichen Übergriffen geehrt. (Quelle: Volksstimme vom 17.05.2011)


17.05.2011
Zum Kinderfest tanzen nicht nur kleine Gäste an der „Oase“

Ehrenamtliches Festkomitee und Helfer freuen sich über Hunderte Besucher
Mit großem Spiel- und Liederspaß für kleine „Nordlichter“ landeten dieVeranstalter des ersten Kinder- und Familienfestes am vergangenen Sonnabend in Nord einen Volltreffer.Von ehrenamtlichen Helfern organisiert, lockte die Veranstaltung Hunderte Besucher, die über die Festmeile Im Brunnehof bummelten und für ein buntes Treffen der Generationen sorgten.
Neustädter See (rri). „Heute gehört die Bühne den Kindern!“, rief Musiker Roger Altenburg, der mit vielen Mitstreitern beim großen „Liederspaß“ auf der Bühne für den Höhepunkt des Tages sorgte. Ganz im Stile der einstigen Mini-Playback-Show im Fernsehen präsentierte Altenburg Weltstars aus Musik und Show. „Dafür haben wir im Vorfeld an mehreren Schulen Castings veranstaltet, um die besten Talente für unsere Show zu finden“, verriet Altenburg. Und im Sonnenschein tanzten vor dem Kinder- und Jugendhaus „Oase“ nicht nur die Akteure auf der Bühne, sondern auch die Besucher davor.
„Tolle Stimmung, viele Besucher, wir freuen uns“, sagte Sandra Täntzler vom Bürgerverein Nord, die sich im Festkomitee monatelang mit für das Kinder- und Familienfest in Nord stark gemacht hatte. Vertreter der Gemeinwesenarbeitsgruppen (GWA) Kannenstieg und Neustädter See, vom Jugendtreff „Oase“ und Stadtteilmanagerin Jessica Zedler vom Internationalen Bund hatten sich ebenfalls aktiv eingebracht. Die Aufregung bei den rund 40 ehrenamtlichen Helfern war im Vorfeld groß, so Sandra Täntzler. „Doch jetzt, wo alles läuft, sind wir zufrieden“, sagte denn auch Thomas Kunde, Leiter der „Oase“.Viele weitere Vereine und Einrichtungen wie das Bürgerhaus Kannenstieg, das Don-Bosco-Jugendzentrum, das Altenpflegeheim Heideweg, das Sozialprojekt Nord oder die evangelische Hoffnungsgemeinde machten mit. Nicht zuletzt auch Unternehmen und Sponsoren. „Wir wurden toll unterstützt, das hat Spaß gemacht!“, so Sandra Täntzler. Der Spaß war auch erst am Abend vorbei. Denn vom zwischenzeitlichen Regenschauer am Nachmittag ließen sich die „Nordlichter“ nicht verjagen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 17.05.2011)



Andrang auf der Bummelmeile „Im Brunnenhof“ am Neustädter See beim ersten Kinder- und Familienfest des Nordens. Eine Neuauflage soll es 2012 im Kannenstieg geben. Fotos (3): Robert Richter



Vor dem Kinder- und Jugendhaus „Oase“ sorgte auf der Festmeile auch ein Clown für Spaß.



Grund zur Freude hatten „Oase“-Chef Thomas Kunde, Sandra Täntzler und Gisela Plathe (r.) vom Bürgerverein.

14.05.2011
Spiel und Liederspaß im Brunnenhof



Großer Frühlingsspaß beim Straßenfest Im Brunnenhof am Neustädter See. Hunderte Besucher bummelten am Samstag über die Festmeile und feierten mit großen und kleinen Künstlern auf der Bühne. Höhepunkt war der „Liederspaß für Kinder“ mit Showmusiker Roger Altenburg.
Das Kinder- und Familienfest hatten erstmals die Gemeinwesenarbeitsgruppen Neustädter See und Kannnenstieg, Bürgerverein Nord, Jugendzentrum „Oase“ und das Stadtteilmanagement organisiert. Viele Vereine und Einrichtungen aus Nord schlossen sich mit ihren Angeboten an. Foto: Robert Richter
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 16.05.2011)

14.05.2011
Spiel, Spaß und Show am Sonnabend „Im Brunnhof“ - Hibbelige Helfer fiebern Familienfest in Nord entgegen
Als „extrem hibbelig“ beschrieb Sandra Täntzler vom Bürgerverein Nord gestern ihre und die Gemütsverfassung ihrer Mitstreiter. Nach monatelanger Vorbereitung steigt am 14. Mai von 11 bis 18 Uhr das Familienfest in Nord. Rund 40 ehrenamtliche Helfer stehen bereit und freuen sich auf viele Besucher auf dem Festgelände „Im Brunnenhof“ vor dem Kinder- und Jugendhaus „Oase“. Höhepunkt ist die Show mit Kindermusiker Roger Altenburg.
Im Januar gründete sich das festliche Quintett in Nord: Die Gemeinwesenarbeitsgruppen Neustädter See und Kannenstieg, der Bürgerverein Nord, das Kinder- und Jugendhaus „Oase“ und Stadtteilmanagerin Jessica Zedler starteten die Vorbereitungen für das erste Familienfest in Nord. Nun, kurz vor dem großen Tag, steigt die Anspannung.
„Wir wollen, dass Nord mit Kannenstieg und Neustädter See zusammenwächst und die Tangente als trennende Grenze zwischen unseren Stadtteilen überwunden wird“, sagt Sandra Täntzler, die als stellvertretende Bürgervereinsvorsitzende auch im zehnköpfigen Festkomitee in der ersten Reihe steht. „Auf der Bühne erwarten die Besucher ab 11 Uhr zum Beispiel die Linedancer der Grundschule Kannenstieg, der Budokan-Karate-Verein und Tänzer der Movement Dance Acade my“, kündigte Marcel Härtel vom Festkomitee an. Absoluter Höhepunkt soll die Show von Musiker Roger Altenburg mit seinem stimmungsvollen „Liederspaß für Kinder“ werden. Altenburg ist musikalischer Botschafter des Magdeburger Förderkreises krebskranker Kinder.
„Abgerundet wird das Programm bis 20 Uhr durch unseren DJ“, so Härtel. Und: „Natürlich wird das Festgelände rund um die Bühne mit vielen weiteren Angeboten belebt. Wie es sich für ein Kinderfest gehört, laden Bastelstände, Hüpfburg, Kleinfeldfußball und das AWOSpielmobil zum Mitmachen ein. Die Besucher können auch Alpakas streicheln oder auf dem Kuchenbasar und am Grillstand schlemmen.“ Während der Bürgerverein einen Flohmarkt organisiert, wird das Sozialprojekt Nord die Stadtteilchronik Neustädter See nebst kleiner Ausstellung präsentieren. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.05.2011)

13.05.2011
Abtauchen auf dem Neustädter Platz

Taucher und Fische im Neustädter See lenken seit Kurzem die Blicke der Passanten auf dem Neustädter Platz auf sich. Die Fassade des Geschäftshauses an der Nordseite wurde von Graffiti-Künstlern der Agentur „Strichcode“ mit Motiven gestaltet, die das Freibad und Erholungsgebiet Neustädter See charakterisieren. Stadtteilmanagerin Jessica Zedler hatte die Aktion mit Geld aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ gestartet. Die Fläche stand durch Schmierereien als Schandfleck in der Kritik. Foto: R. Richter
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.05.2011)

12.05.2011
Integrative Kindertagesstätte - Tanz im „Haus der kleinen Forscher“ am Seeufer
In der Integrativen Kindertagesstätte „Am Neustädter See“ hat wieder das Programm „Haus der kleinen Forscher“ mit dem zweiten großen Projekt „Spiegel, Licht und Farben“ begonnen. Dieses Mal werden Licht und Schatten, die Farben des Regenbogens und die verschiedensten Spiegel unter die Lupe genommen.
„Nicht nur für Kinder ist der Anblick eines bunten Regenbogens faszinierend. Auch Erwachsene lassen sich gern durch Licht und Farben verzaubern“, so Kita-Mitarbeiterin Birgit Kersten. „Hier gab und gibt es Berührungspunkte zwischen den Kindern unserer Integrativen Kita und den Erwachsen des ,Otto-Lüdecke-Hauses‘ der Stiftung ,Staßfurter Waisenhaus‘. Die Tanzgruppe der Staßfurter Wohnanlage für Menschen mit geistiger Behinderung hatte bereits einen Auftritt mit farbenfrohen Tänzen bei uns am Neustädter See, und die 100 Kinder der Integrativen Kita schauten begeistert zu.“
EineWoche lang hatte dieTanzgruppe intensiv in einem Workshop geübt und sich auf diesen Auftritt vorbereitet. „Nicht nur Kinder und Erzieher waren begeistert, auch die Tänzer selbst waren von so viel Offenherzigkeit angetan. Mit dem Regenbogenlied bedankten sich unsere Kinder bei der Tanzgruppe und luden sie zu selbstgebackenem Kuchen und Apfelsaft ein“, berichtet Birgit Kersten weiter. Damit sei eine enge, generationsübergreifende Freundschaft über die Stadtgrenze hinaus entstanden, die beide Seiten weiter pflegen wollen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 12.05.2011)



Bewohner des Staßfurter Otto-Lüdecke-Hauses bei ihrem Tanzauftritt im Garten der Kita „Am Neustädter See“. Foto: privat

12.05.2011
„Als ich zurückkam, lag Magdeburg in Trümmern“
Käthe Eins blickt zum 100. Geburtstag auf ein bewegtes Leben zurück

Magdeburg ist für die gebürtige Ostpreußin die Stadt ihrer großen Liebe. Hier wusch sie auch als Frisörin den Kunden den Kopf, und hier lebt sie noch heute als stolze Mutter, Oma und Uroma. Gestern feierte Käthe Eins am Heideweg ihren 100. Geburtstag.
Ihre Eltern waren Mühlenbesitzer in der Nähe von Königsberg, und Deutschland hatte noch einen Kaiser, als Käthe Eins am 11. Mai 1911 geboren wurde. Nach der Schule lernte sie das Frisörhandwerk, suchte anschließend eine Arbeit und die große Liebe. Beides fand sie über eine Zeitungsannonce in Magdeburg. „Ich fand in Westerhüsen eine Arbeit und lernte meinen späteren Mann Fritz kennen“, erzählt Käthe Eins. 1938 war Hochzeit, 1940 wurde Tochter Gisela geboren.
Während des Zweiten Weltkriegs zog sie zu ihren Eltern nach Ostpreußen zurück, ihr Fritz war zum Kriegsdienst eingezogen worden. „Als ich nach dem Krieg als Flüchtling aus Ostpreußen wieder nach Magdeburg kam, lag die schöne Stadt, die ich verlassen hatte, in Trümmern“, erinnert sie sich. Ihr Mann kam erst 1950 aus Kriegsgefangenschaft zurück. Ein neues Kapitel begann in der schweren Nachkriegszeit. Und Käthe Eins arbeitete zu DDR-Zeiten wieder im Frisörsalon ...
Gestern war für Käthe Eins und ihre Angehörigen Zeit für eine Rückschau auf 100 beweg te Jahre. Ihre größte Freude seien heute ihr Enkelkind und die zwei Urenkelkinder, so die Jubilarin. Sie selbst fühle sich durch die gute Betreuung seit einigen Jahren im Altenpflegeheim Heideweg rundum wohl. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 12.05.2011)



Käthe Eins gestern an ihrem 100. Geburtstag.
Foto: Robert Richter

11.05.2011
Nordeingang Zoo - Testmonate ergeben kein reales Bild

Die Schließung hat für viele Einwohner in Nord fatale Folgen. Vielen Kindern, Armen, Alten und Behinderten werden dadurch erhebliche oder totale Hindernisse aufgebaut. Für nicht wenige Einwohner war der tägliche oder häufige Zoobesuch zur alltäglichen Routine geworden. Die Besuche gehörten zum Tagesablauf. Auch die Bürgervereine und Gemeindewesenarbeitsgruppen in Nord bemühen sich weiterhin um den Nordeingang und sammeln noch immer Unterschriften, so dass sich die Zahl der Unterschriften bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung Mitte Mai noch erhöhen wird. Die zwei Testmonate im Vorjahr gaben überhaupt kein reales Bild über die Nutzung des Nordeingangs, denn es gibt Einwohner, die sich erst eine Dauerkarte nach Daueröffnung kaufen würden und solche, die von der Testöffnung gar nichts wussten.
Es verwundert uns schon sehr, dass Vertreter der größten Parteien unserer Stadt einen Nordeingang fordern, während ihre Vertreter im Zooaufsichtsrat für die dauerhafte Schließung stimmen. Man darf auch gespannt sein, wie sich die Mitglieder des neuen Seniorenbeirates der Stadt bezüglich Nordeingang für die Senioren in Nord einsetzen werden.
Also, Herr Oberbürgermeister und Aufsichtsratsmitglieder, wir fordern die Öffnung des Nordeingangs unter allen Umständen, damit der Zoo in unserem hochgradig überalterten Stadtteil für alle Bürger erreichbar wird. Nach unserer Meinung sind wir auch nicht für den Zoo da, sondern der Zoo für die Bewohner Magdeburgs und Umgebung. Wir denken auch, dass bei 20 Millionen Baukosten mindestens eine automatische Einrichtung den Eingang ermöglichen könnte und fordern den Aufsichtsrat auf, mit der Diskriminierung unserer Einwohner so schnell wir möglich Schluss zu machen. Karl-Heinz Rasche, 39126 Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 11.05.2011)

10.05.2011
Nachwuchsreporter machen „Lesequatsch“

In der Grundschule „An der Klosterwuhne“ erscheint regelmäßig die Schülerzeitung „Lesequatsch“.
Dem „Lindwurm“ bot sich die Gelegenheit, den kleinen Nachwuchsreportern einmal über die Schulter zu schauen.
Die Schülerzeitung wurde im August 2009 im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft gegründet.
„Unser Ziel ist es, bei den Kindern die Freude am freien Schreiben zu wecken“, erzählt Frau Klapper. Als Leiterin der Schülerzeitung liegt ihr Hauptaugenmerk: „am eigenen Gestalten von Texten und Bildern. Der Spaß beim Entwickeln der Themen steht im Vordergrund.“
Immer mittwochs arbeiten 7 Schüler und Schülerinnen der 3. und 4. Klasse an der Schülerzeitung. Jessica, Jean-Luc, Sonique, Karina, John, Sophie und Michelle sind dann, wie große Zeitungsreporter, ständig auf der Suche nach neuen Ideen, Geschichten und Themen für ihre nächste Ausgabe.
Wie es sich für eine richtige Zeitung gehört, hat auch der „Lesequatsch“ feste Themenbereiche und Rubriken.
Auf die Frage: „Was soll in die Zeitung?“ antwortet Jessica: „Es soll was Lustiges hinein, es soll was Spannendes hinein und es soll mit uns zu tun haben!“ Karina erklärt: „Es gibt viele Sachen, zum Beispiel Witze, Geschichten, Elfchen und manchmal Experimente. In der Schülerzeitung gibt es auch schwierige Fragen.“
Bei einer Zeitung von Kindern für Kinder ist es natürlich selbstverständlich, dass es eine feste Witzeseite gibt.
In jeder Ausgabe erarbeiten die Redakteure ein Quiz und sie bieten Experimente zum Selbermachen an.
In der März-Ausgabe 2011 haben die Zeitungsmacher das Ergebnis einer Dezember-Umfrage veröffentlicht. Dabei handelte es sich um die Freizeitgewohnheiten der Schüler.
Die Zeitung bietet ausserdem, durch gezielte Aufrufe, Schülern eine Plattform für verschiedene Themen. „Die Ideen landen dann in unserem Briefkasten“, erzählt Michelle. So können die Schulschreiber der Grundschule „An der Klosterwuhne“ einige ihrer Geschichten veröffentlichen. Von Schülern selbstgeschriebene Gedichte werden gedruckt und zu besonderen Anlässen werden kleine Reportagen verfasst.
Mit der Hilfe von Frau Klapper werden die Artikel am Computer bearbeitet und in druckreife Formate gebracht. John und Sonique finden diese Arbeiten am Spannensten. „Dabei kann man am PC üben und die Wörter richtig zu schreiben lernen“. Selbstverständlich werden die Seiten eigenhändig ausgedruckt, die Blätter gefaltet und dann in ihrer Reihenfolge sortiert. Der „Lesequatsch“ ist echte Handarbeit. „Toll ist, dass alle Mithelfer sich sehr anstrengen,“ lautet das Fazit von Jean-Luc. Der „Lindwurm“ wünscht den Machern der Schülerzeitung bei ihrer Arbeit weiterhin viel Spaß, Erfolg und vorallem immer wieder neue und witzige Ideen. Und falls jemand nicht weiß, was ein Elfchen ist, für den hat Sophie noch einen Tipp: „Lest einfach unseren nächsten Lesequatsch!“
(Quelle: Stadtteilzeitung "Der Lindwurm", 9. Ausgabe)

Die Redakteure der Schülerzeitung von links:
Jean-Luc, Karina, Jessica, Sonique, Michelle, John, Sophie, Frau Klapper

07.05.2011
Unbekannte kokeln auf dem Spielplatz

Neustädter See (pl). In der Pablo-Neruda-Straße hat es am Donnerstag gegen 17.40 Uhr auf einem Spielplatz gebrannt. Wie die Polizei mitteilte, hatten unbekannte Täter in einer Holzhütte eine Sitzgelegenheit angezündet. Durch das entstandene Feuer wurde auch eine Wand der Hütte beschädigt. Passanten hatten das Feuer zum Teil schon mit Sand erstickt, die Feuerwehr löschte dann noch Glutnester. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und Spuren gesichert, da von vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen werde, so die Polizei. (Quelle: Volksstimme vom 07.05.2011)

07.05.2011
Falscher Beamter mit falschem Ausweis

Neustädter See (pl). Eine 81-jährige Magdeburgerin ist am Donnerstag gegen 17 Uhr einem dreisten Betrüger auf den Leim gegangen. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann an der Wohnungstür der Frau in der Ziolkowskistraße geklingelt. Als die Frau öffnete, habe er sich als Finanzbeamter ausgegeben und auch einen selbst gebastelten „Ausweis“ gezeigt. Dann fragte er sein Opfer im barschem Ton, warum sie die „Briefe vom Finanzamt“ nicht beantwortet habe. Die verstörte Frau sagte, sie habe gar keinen Brief bekommen, ließ den Mann aber in ihre Wohnung. Dort wollte der „Finanzbeamte“ Unterlagen von der Frau einsehen und erkundigte sich, ob sie Bargeld im Hause habe. Eingeschüchtert gab sie an, Geld zu haben und deutete wohl unbewusst auch an, wo es versteckt war. Der Täter nutzte einen unaufmerksamen Augenblick der aufgeregten Frau, stahl das Geld und verschwand wieder aus der Wohnung. Seine Beute: 1000 Euro.
(Quelle: Volksstimme vom 07.05.2011)

06.05.2011
17. bis 19.06.2011 - Siedlerverein bereitet 90-Jahr-Feier im Juni vor
Lutz Mitternacht wurde hier geboren und sagt: „Eichenweiler ist für mich das coolste Dorf Magdeburgs!“

Lutz Mitternacht wurde 1948 in Eichenweiler geboren und wohnt noch heute in jenem Haus an der Aue. Schon seine Vorfahren waren Siedler in Eichenweiler. Das 90-jährige Bestehen der Siedlung in diesem Jahr ist für Mitternacht daher ein ganz besonderes Jubiläum. Er engagiert sich mit im Siedlerverein, der für den Juni ein großes Festwochenende plant und eine Chronik herausgeben will. Denn: „Eichenweiler ist für mich das coolste Dorf Magdeburgs!“, sagt Lutz Mitternacht.
„Mein Großvater hatte das Haus an der Aue gebaut, in dem ich dann auch geboren wurde“, erzählt der 63-Jährige, der in Eichenweiler das Licht der Welt erblickte und sein ganzes Leben hier verbrachte. „Heute geht es mir darum, das was meine Großeltern und die ersten Siedler hier aufgebaut haben, am Leben zu erhalten, dazu fühle ich mich verpflichtet.“
Seit Monaten arbeitet Lutz Mitternacht daher mit weiteren Mitstreitern aus dem Siedlerverein (25 Mitgliederfamilien) an der ersten Chronik Eichenweilers, die am Festwochenende vom 17. bis 19. Juni Premiere feiern soll. „Wir sind so gut wie fertig und können die Schrift in Kürze in den Druck geben“, sagt der Hobbychronist.
Im Siedlerverein aktiv ist auch Lutz Albach, der ebenfalls schon über seine Großeltern mit Eichenweiler eng verbunden ist. „Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden meine Mutter und wir drei Kinder, die in der Stadt am Fischerufer gewohnt hatten, evakuiert und mussten die Stadt verlassen. Zurück nach Magdeburg durf te nur, wer Wohnraum nachweisen konnte. Mein Opa holte uns deshalb 1951 nach Eichenweiler“, berichtet Albach. „Hier wohnten wir eben mit in dem Häuschen, das mit ausgebautem Dachgeschoss für uns rund 50
Quadratmeter Wohnfläche bot – und das zu sechst! Heute unvorstellbar.“
1921 war der Grundstein für die Erwerbslosensiedlung mit 150 Wohnungen gelegt worden. Die Heimstättenbaugenossenschaft Magdeburg stand hinter dem Vorhaben. Ein zweiter Bauabschnitt mit 48 Wohnungen in Doppelhäusern begann 1931. „Vor allem Handwerker und Arbeiter erhielten hier Wohnraum, die beim Bau selbst tatkräftig mitmachen konnten. Ein Haus hatte den Wert von 3000 Reichsmark. Zehn Prozent musste der künftige Mie ter einzahlen oder in Arbeitsleistung aufbringen, 825 Reichsmark zahlte die Stadt, 1875
Reichsmark das Reich“, erklärt Lutz Mitternacht. „Dann musste Miete gezahlt werden. Nach 1990 hatten die Bewohner das Vorkaufsrecht.“ So wurde er Eigentümer seines Geburtshauses in Eichenweiler.
Auf die 90-Jahr-Feier freut sich aber auch Dirk Mallée, Vorsitzender des Siedlervereins: „Wir haben im Juni dreifachen Grund zum Feiern: Der Siedlerverein wird 80 Jahre, die Siedlung selbst 90 Jahre und der Sportverein Fortuna, mit dem wir uns zusammengetan haben, feiert 100-jähriges Bestehen.“ Die Siedler wollen den Auftakt am 17. Juni gestalten: „Das ist der Siedlertag. Um 18 Uhr soll ein bunter Festumzug durch Eichenweiler mit hoffentlich vielen Bewohnern und Gästen als Zuschauer an der Strecke starten. Damit wollen wir an die
Geschichte der Siedlung erinnern und unser Vereinsleben widerspiegeln. Anschließend wird im großen Festzelt auf dem Fortuna-Sportplatz gefeiert“, so Mallée. Der Sonnabend ist der Fortuna-Tag, und am Sonntag steigt ein gemeinsames Kinder- und Familienfest auf dem Sportplatz. Für Lutz Mitternacht prägte der Siedlerverein mit vielen Festen und Veranstaltungen im ehemaligen Clubhaus das Leben in Eichenweiler. Die Bedeutung ging in den vergangenen Jahren immer weiter zurück. „Doch“, so Mitternacht, „wir hoffen, wieder mehr
Zulauf zu erhalten und etwas für Eichenweiler zu bewegen.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 06.05.2011)



Sie helfen mit bei den Vorbereitungen für die 90-Jahr-Feier der Siedlung Eichenweiler (v.l.):
Lutz Albach, Dirk Mallée, Hans-Gerd Seeharsch, Lutz Mitternacht und Günther Pätzold. Foto: R. Richter

05.05.2011
Familienfest am Neustädter See am 14. Mai - Großer Liederspaß für kleine „Nordlichter“
Am 14. Mai steigt am Neustädter See ein großes Kinder- und Familienfest der Vereine und Einrichtungen in Nord. In diesem Rahmen will das Sozialprojekt Neustädter See die Stadtteilchronik in erweiterter Form präsentieren. Auf dem Festgelände am Kinder- und Jugendhaus „Oase“ (Im Brunnenhof) möchten die Mitarbeiter außerdem die bereits fertig gestellten Teile eines Stadtteilmodells für Nord zeigen. Höhepunkt des Tages ist die Show von Kindermusiker Roger Altenburg.
„Die Stadt Magdeburg hat das Jahr 2011 zum ,Jahr der Jugend‘ erklärt. Unter diesem Aspekt haben sich die Gemeinwesenarbeitsgruppen Neustädter See und Kannenstieg entschlossen, 2011 ein gemeinsames Stadtteilfest zu organisieren“, so Marcel Härtel, ehrenamtlicher Mitstreiter im Festkomitee. „Tatkräftige Unterstützer sind der Bürgerverein Nord, das Kinder- und Jugendhaus „Oase“ und das Stadtteilmanagement des Internationalen Bundes. Nach langer und intensiver Planung und Vorbereitung freuen wir uns darauf, allen Gästen einen bunten und fröhlichen Tag zu bereiten.“
Dafür soll am 14. Mai um 11 Uhr der Startschuss fallen. Linedancer, Karateka und Showtänzer sind dabei. Ab 15 Uhr verbreitet der Magdeburger Showmusiker Roger Altenburg seinen „Liederspaß für Kinder“ in Nord. Bis 20 Uhr können Besucher bei Musik, Speisen und Getränken an der „Oase“ feiern. Dazu gibt es Bastelstände, Kleinfeldfußball und viele weitere Aktionen.
„Nachdem die erste gedruckte Auflage der Stadtteilchronik von vielen Stadtteilbewohnern sehr positiv angenommen wurde, bietet das Sozialprojekt am 14. Mai erstmals die Möglichkeit, das entstehende Modell des Stadtteils Neustädter See in Augenschein zu nehmen“, sagte Brigitte Saib, Leiterin des Sozialprojekts in Nord in Trägerschaft der IMA (Institut für Marktwirtschaft gGmbH). „Obwohl die Arbeiten noch lange nicht abgeschlossen sind, lohnt sich ein Blick auf die bisher fertiggestellten Objekte.“
Neben dem Modell stellt das Sozialprojekt die Wanderausstellung zur Stadtteilchronik in leicht veränderter Form aus. „Das Hauptinteresse an diesem Tag liegt in der Präsentation des fertiggestellten Videos zur Stadtteilchronik. Unter dem Titel ,Die Bilder zur Chronik‘ hat unsere Medienwerkstatt einen Film zusammengestellt, der am 14. Mai auf dem Kinder- und Familienfest Premiere feiert und auch erworben werden kann“, so Brigitte Saib.
Auch der Bürgerverein Nord plant eine besondere Aktion; „Zum großen Kinder- und Familienfest findet an der ,Oase‘ unter Regie des Bürgervereins Nord von 11 bis 17 Uhr ein Flohmarkt für private Anbieter statt“, teilte der Verein mit. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 05.05.2011)

Roger Altenburg kommt mit seiner Kindermusikshow am 14. Mai nach Nord zum Familienfest. Foto: R. Richter

Samstag, der 07.05.2011
Im Flora-Park - Größte Tanzparty des Landes

Großer Silberberg (rs). Eine der landesweit größten Tanzpartys steigt am 7. Mai im Flora-Park mitten auf der Ladenstraße. Mit „Magdeburg tanzt“ sind alle von 18 bis 60 Jahren aufgerufen zu feiern und zu tanzen, etwas zu erleben. Für Stimmung sorgen mehr als 20 DJ und andere Künstler. 15 Tanzflächen wollen sie gemeinsam mit ihren Gästen zum Beben bringen.
Von den Admirals über minimale elektronische Klänge, Disco-Fox, Deutsche Schlager, Rock Classics, Black Music bis hin zu House und Power Pop garantiert der Mix wieder Party-Spaß für viele Geschmäcker, ganz im Sinne von „Deutschland tanzt“ – der bundesweiten Party-Kampagne des international tätigen Veranstalters, Kulturbotschafters und Visionärs Ralf Koppetzki.
Um 22 Uhr fällt der Startschuss zur Party auf allen Flächen im gesamten Fora-Park. Karten gibt es im Vorverkauf für 8 Euro im Center an der Kundeninfo und Restkarten zum Preis von 12 Euro ab 21 Uhr am Veranstaltungsabend an der Abendkasse. Es fahren kostenlose Sonderbusse der Verkehrsbetriebe zwischen Busbahnhof/Hauptbahnhof und Flora-Park. Am Flora-Park stehen über 3000 kostenlose Parkplätze zur Verfügung. (Quelle: Volksstimme vom 04.05.2011)

05.05.2011
Carl-Miller-Bad feiert am morgigen Freitag mit großem Fest und freiem Eintritt 60-jähriges Bestehen
Freibad Barleber See bleibt dicht – alle anderen starten am Sonnabend durch
Das Wetter zeigt sich am Sonnabend zur Eröffnung der Badesaison von seiner schönsten Seite. Temperaturen bis 24 Grad Celsius und am Sonntag sogar bis 26 Grad Celsius werden erwartet. Allerdings: Das größte Strandbad Barleber See bleibt noch bis zum nächsten Wochenende wegen der Überflutung des Ufers geschlossen. Der Neustädter See soll, wie die drei anderen Freibäder, am Sonnabend planmäßig öffnen – teilweise mit sanierter Anlage.
Die Rettungsschwimmer hatten gestern am Neustädter See ihren wohl eisigsten Job der Saisonvorbereitung.
In einer Kette formiert, mussten sie durch das 13 Grad Celsius kalte Wasser im Nichtschwimmerbereich stapfen, um ihn nach Untiefen abzusuchen. Es sollte die letzte Kontrolle zur Entscheidung über eine Öffnung des Strandbades sein. „Da müssen wir wirklich auf Nummer sicher gehen“, erklärte Schwimmmeister Maik Grotsch. Am Ende gab es grünes Licht. Nach seinen Angaben fehlen durch den hohenWasserstand am flachen Kinderstrand bis zu 20 Meter Sand und im Bereich des steileren Ufers etwa zwei Meter. Ansonsten seien keine Schäden durch den etwa einen Meter über normal bestehenden Pegel entstanden. Freuen können sich die Nutzer des FKK-Bereiches. Hier wurde die Anlage saniert und der Sanitärtrakt neu gemacht. „Die Anlage soll bis auf kleine Restarbeiten am Freitag übergeben werden“, erklärte Grotsch weiter.
Anders sieht es am Barleber See aus.
Hier hofft Schwimmmeister Nils Wübbenhorst bis zum 14. Mai eröffnen zu können. Bis dahin gebe es noch viel zu tun. Da die gesamten Strände „abgesoffen“ sind, müssen diese nun mühsam neu angelegt werden. In der nächsten Woche werde schweres Gerät eingesetzt, um den verbliebenen Uferbereich neu aufzubereiten. „Wir haben erst einmal 350 Tonnen Sand be stellt, ob der aber für den Strand reichen wird, wissen wir nicht. Uns rennt auch die Zeit davon“, erklärt Wübbenhorst weiter. Wenn der Strand fertig ist, müssen die Bojen für den Nichtschwimmerbereich neu gesetzt werden. Dies erfolge nach strengen Richtlinien, bestimmte Tiefen durch Löcher oder Ausspü lungen darf es ähnlich wie beim Neustädter See nicht geben. Wenn dasWasser irgendwann zurückgeht, so erklärt Wübbenhorst, müssten die Bojen dann auch wieder versetzt werden. Anders wie beim Neustädter See habe hier das Wasser auch Schäden angerichtet. So haben alle Rettungstürme nasse Füße be kommen. Eine Toilette kann nicht mehr benutzt werden und Turm III ist weiter stromlos. Am Rettungsturm kann auch ein Spielplatz nicht in Betrieb genommen werden, weil dieser zum Teil noch unter Wasser steht. Für das große Strandbad Barleber See ist die Verzögerung des Saisonstarts ein harter Schlag. An Wochenenden mit hohen Temperaturen können bis zu 9000 registrierte Nutzer (Spitzenwert des besten Tages im vergangenen Jahr) das kühle Nass aufsuchen. Insgesamt seien dann bis zu 15• 000 Gäste am See inklusive Camper und Bungalow-Siedler.
Das Carl-Miller-Bad feiert bereits am morgigen Freitag sein 60-jähriges Bestehen.
Dazu ist ein buntes Programm geplant. Den symbolischen Startschuss geben um 9.30 Uhr Bürgermeister Rüdiger Koch und der Vorsitzende des Stadtratsausschusses für Bildung, Schule und Sport Burkhard Lischka. Mit dabei sind am Freitag unter anderem die Magdeburger Eisröwer, Musiker eines Ensembles der Abteilung Jazz-Rock-Pop des Konservatoriums sowie das Sport- und Spielmobil. Der Eintritt ist an diesem Tag frei.

Im Zuge der Saisonvorbereitung wurden für Pflege und Reparaturmaßnahmen rund 50000 Euro in allen Bädern eingesetzt, darunter 8000 Euro für das Freibad Süd, 20000 Euro für das Strandbad Barleber See, 10000 Euro für das Carl-Miller-Bad, 7000 Euro für das Erich-Rademacher-Bad und 5000 Euro für das Strandbad Neustädter See. Die Mittel wurden hauptsächlich für Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie für die Herrichtung und Aufarbeitung der Grünflächen, Wasserflächen sowie Spiel- und Freizeitflächen investiert.

Öffnungszeiten von allen Bädern: 10 bis 19 Uhr (Regelöffnungszeit), an Hochsommertagen (um 12 Uhr mindestens 28 Grad Celsius) ist das Bad bis 20 Uhr geöffnet. Bei kalter Witterung (um 15 Uhr weniger als 18 Grad Celsius und starke Bewölkung) sind die Freibäder nur bis 17 Uhr geöffnet. Die Strandbäder stellen die Kassierung und Wasseraufsicht nach Lautsprecherdurchsage ein.

  • Carl-Miller-Bad: Carl-Miller-Straße (50 mal 19 Meter Becken)

  • Erich-Rademacher-Bad, J.-Göderitz-Straße 113 (50 mal 16 Meter Becken)

  • Freibad Süd, Kirschweg (25 mal 15 Meter Becken)

  • Strandbad Barleber See, Wiedersdorfer Straße, großer Strandbereich mit Rettungsturm, Spielplatz und Gastronomie

  • Strandbar Neustädter See, Salvador-Allende-Straße 30 bis 35, mit bewachtem

  • Eintritt: Tageskarte (3 Euro), Feierabendticket ab 17 Uhr (1,50 Euro), 11er Karte (30 Euro), Saisonkarte für alle Frei- und Strandbäder (80 Euro), Jahreskarte für Hallen-Frei- und Strandbäder ohne Sauna (160 Euro)

  • Ermäßigungen einer Tageskarte: Kinder, Schüler, Azubis bis 18 Jahre (1,50 Euro), Inhaber Magdeburg-Pass (1 Euro), Schüler und Azubis über 18 Jahre, Studenten und Rentner (2 Euro)
    Von Matthias Fricke (Quelle: Volksstimme vom 05.05.2011)

05.05.2011
Debatte um Lärmschutzwände - Es geht um Lösungen, nicht um Standpunkte

Zur umstrittenen Gestaltung der neuen Lärmschutzwände auf dem Magdeburger Ring:
Dass sich bei Graffiti die Geister streiten, ist eine altbekannte Tatsache. Aber warum mit Totschlagargumenten (Sicherheit, Finanzen) gearbeitet wird, erscheint dem Außenstehendem schleierhaft. Insbesondere warum eine künstlerisch gestaltete Wand die Kraftfahrer ablenkt und eine der üblichen Schmierereien nicht. Dies ist mindestens erklärungsbedürftig.
Im Allgemeinen wird bei der Planung z. B. einer Wand festgelegt, wie sie nach Fertigstellung aussieht. Dass einfarbige Flächen bestimmte Gruppen quasi magisch anziehen ist eine Tatsache, der man sich stellen muss.bOb Graffiti, rankende Pflanzen o. Ä. zum Schutz der Wand gewählt werden, ist letztlich zweitrangig. Entscheidend ist doch, dass man sich vorher darüber Gedanken macht.
Bei der aufgeregten Debatte im Stadtrat dachte ich an Regine Hildebrandt: „Erzähl mir nicht, dasset nicht jeht.“ Es geht um die Lösung eines Problems, nicht um Standpunkte, die eher wie Glaubensbekenntnisse wirken. Es ging und geht nur darum, illegale Farbschmierereien an diesem Bauwerk wirksam zu verhindern.
Aber dazu wurde kein Beschluss gefasst. Stattdessen werden bestimmte Gruppierungen geradezu animiert, diese Wand „zu verschönen“. Bei vielen werden die Schmierereien als Dummer-Jungen-Streich oder im strafrechtlichen Sinne, als „Kavaliersdelikt“ angesehen.
Inzwischen gibt es aber die Tendenz, diese Taten nicht mehr nur als Ordnungswidrigkeiten einzustufen, sondern als Straftat. Die Beseitigung der Schäden ist z. T. mit erheblichen Kosten verbunden, da die Wand oftmals erheblich angegriffen wurde. Hans-Dieter Karg, 39126 Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 05.05.2011)

03.05.2011
Malteser Stübchen am Neustädter See
Wenn Silvia zum Tanz in den Mai in ihr „Stübchen“ ruft
„Tanz in den Mai mit Silvia“, verkündeten seit Wochen die Plakate am Neustädter See. Das „Malteser Stübchen“, ein Nachbarschaftszentrum in Nord, versprach „tolle Musik und einen schönen Tag, Beginn: 14 Uhr“. Die Volksstimme schlug gestern pünktlich zum ersten Takt am Seeufer auf, um Silvia und ihre Gäste beim Tanz zu erleben.
„Heute bringen wir die Hüften und alle Ersatzteile mal ordentlich in Bewegung!“, sagt Monika Riefstahl in ihrer kurzen Eröffnungsrede, und die versammelten Seniorinnen aus Nord applaudieren. Musiker Rudolf Knapp greift nun zu seinem Schifferklavier und spielt zum Tanz in den Mai im „Malteser Stübchen“ den Schneewalzer für die sogleich kräftig schunkelnde Frauenschar.
Der „Hahn im Korb“, der bisher einzige Mann in der Kaffeerunde im Hochhaus Am Seeufer 9, habe heute leider, leider keine Zeit, erzählen die Frauen. Dafür gibt Akkordeonspieler Rudolf sein Bestes, und als alle dann „Es gibt kein Bier auf Hawaii ...“ singen, kommen die ersten ins Schwitzen vom Singen und Schunkeln.
Sie grinsen vergnügt in die Runde: Silvia Wulff, die Leiterin des kleinen Stadtteiltreffpunktes mit Seeblick, und Monika Riefstahl, die sich als Seniorenbetreuerin desVermieters Wobau für das „Stübchen“ und seine zumeist älteren Besucher engagiert und daher als „Moni“ bei den Maltesern schon zum Inventar zählt. Der Maitanz im Norden der Stadt ist mal wieder ein Selbstläufer. Rudolf Knapp stimmt schon den nächsten Gassenhauer an. Und noch auf der Promenade am Ufer kann man sein Akkordeon an diesem Nachmittag hören.
Auch sonst habe sich das vom Malteser Hilfsdienst und der Wobau vor anderthalb Jahren gegründete „Stübchen“ im Viertel Gehör verschafft und einen guten Namen gemacht, erklärt das Duo Silvia und Monika. „Besonders beliebt ist die wöchentliche Wanderung am Mittwoch 10 Uhr. Bei Wind und Wetter stapfen wir um den See. Ich muss mir immer wieder eine neue Route ausdenken, aber da ich seit 30 Jahren hier in Nord wohne, ist das kein Problem“, sagt Monika Riefstahl. Anschließend kehren die Wanderer meist noch hungrig zum gemeinsamen Mittagessen ins „Malteser Stübchen“ bei Silvia Wulff ein. Geselligkeit bieten ebenso Veranstaltungen wie der Kaffeeklatsch jeden Dienstag ab 14 Uhr. „Da wird wirklich geklatscht und getratscht, was das Zeug hält, aber so soll das sein“, sagt die Leiterin des Hauses.
Den Kaffeeklatsch lässt sich auch Gerda Rondio (81), die Am Seeufer wohnt, nur in Ausnahmefällen entgehen: „Wir sind eine lustige Runde hier. Im Sommer grillen wir draußen am See. Nur beim Sport mache ich nicht mit.“ Jutta Herzberg (60) schaute als interessierte Besucherin vor einiger Zeit vorbei. „Ich wurde sofort herzlich auf genommen und habe mich von Anfang an hier wohl gefühlt“, erzählt sie. Deshalb kommt sie inzwischen meist mehrmals in der Woche ins „Stübchen“.
Dessen Konzept geht aus Sicht von Monika Riefstahl gut auf: „Unser Anliegen ist es ja, die Menschen aus der Vereinsamung in ihren Wohnungen herauszuholen und Nachbarschaftsbeziehungen zu stärken. Inzwischen treffen sich einige Stammgäste privat zu Ausflügen oder Feiern. Solche Geschichten sind für uns eine schöne Bestätigung.“
Das „Malteser Stübchen“, Am Seeufer 9, hat geöffnet: Montag bis Donnerstag 10 bis 16 Uhr, Freitag von 10.30 bis 14.30 Uhr. Weitere Infos unter Telefon 5905532. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 03.05.2011)



Maitanz im „Malteser Stübchen“ am Neustädter See: Akkordeonspieler Rudolf Knapp sorgt im Nachbarschaftszentrum für Stimmung. Foto: Robert Richter

03.05.2011
Dankeschön - Hilfe und Beratung
Ich möchte mich einmal ganz herzlich für die freundliche und kompetente Beratung bei der Pflegedienstleiterin des Alten- und Pflegeheims im Heideweg, Frau Helga Schwenke, bedanken.
Meine Oma, Waltraud Zölfel, 87 Jahre alt, musste infolge eines Sturzes zunächst eine Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen und erhielt einen Pflegeplatz. Vielen Dank für die sehr gute Betreuung meiner Oma sowie die einfühlsame Beratung der gesamten Familie. Grit Matthesius, 39106 Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 03.05.2011)

05.05.2011
Stadtteilmanagement - Sprechstunden in Nord fallen aus

Die Bürgersprechzeiten von Stadtteilmanagerin Jessica Zedler am Donnerstag von 10 bis 12 Uhr im Bürgerhaus Kannenstieg und von 13 bis 18.30 Uhr in der „Oase“ (Im Brunnenhof) entfallen krankheitsbedingt. Das teilte das Stadtteilbüro gestern mit. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 28.04.2011)

30.04.2011
Mehrheit für umstrittene Graffiti an Lärmschutzwand
Pro und Kontra in der Ratsdebatte zu Kunstprojekt am Magdeburger Ring

Die 2,3 Millionen Euro teure Lärmschutzwand im nördlichen Abschnitt des Magdeburger Rings soll mit legalen Graffiti gestaltet werden. Der Stadtrat hat einen entsprechenden Antrag der Fraktion SPD-Tierschutzpartei-future angenommen. Es gab neben Zustimmung auch Bedenken und Ablehnung zu dem Projekt.
Mirko Stage vom future-„Flügel“ der SPD-Fraktion hatte nicht nur die Graffiti-Idee auf den Weg gebracht. Am Donnerstagabend betonte er: „Die Lärmschutzwand steht, und wie man sieht, könnte sie ein bisschen schöner werden.“ Damit warb er für den bereits im Oktober 2010 eingebrachten Antrag, die Wand von Laien sowie professionellen Sprayern gestalten zu lassen. Finanziert werden solle das Projekt „über die Werbung für ansässige Firmen bzw. Sponsorengelder“.
Einbezogen in die Debatte am Donnerstag waren Ergänzungen. So hatte der Bauausschuss beschlossen, die Gestaltung mit auf Magdeburg bezogenen Motiven in den Vordergrund zu stellen. Der Umweltausschuss plädierte für die Ausdehnung des Graffiti-Projektes auf die für die Anwohner sichtbaren Außenseiten.
Ablehnung aus der CDU/ BfM-Fraktion. Er bezweifele, dass es statthaft sei, derartige Bebilderung an Verkehrseinrichtungen anzubringen, sagte Frank Schuster. Sein Fraktionschef, Wigbert Schwenke, sprang ihm bei: Auf der Schnellstraße könne man so abgelenkt werden, gab er zu bedenken. Das sei bei der Mächtigkeit des Projektes durchaus möglich und gefährlich. Seine Meinung zur Wand-Außenseite: Die Bürger würden wohl Bäume und Büsche bevorzugen.
OB Lutz Trümper stellte an der Stelle klar: DieVerwaltung – der Sozialbeigeordnete hatte das Projekt befürwortet – gehe nicht von der Gestaltung der gesamten Wand aus. Das seien auf jeder Seite 4000 Quadratmeter und nicht zu bezahlen, sagte er. Es gehe um 20 bis 30 Meter.
Im Antrag der Fraktion SPDTierschutzpartei-future ist das nicht so eingegrenzt. Oliver Wendenkampf bestätigte aber: Nicht die ganze Wand sei gemeint. Fraktionskollege Sven Nordmann (SPD-Tierschutzpartei-future) sagte, dass der Jugendhilfeausschuss der Sache positiv gegenüberstehe. Monika Zimmer, Die Linke, verwies auf den Damaschkeplatz, wo ein solches Projekt gut angekommen sei. Sven Haller, FDP, war skeptisch: Die Finanzierung sei nicht geklärt, sagte er.
Frank Schuster blieb bei der Ablehnung: Er habe auch Probleme im Zusammenhang mit der Werbung. Grundsätzlich gab er zu bedenken: „Wo fangen wir an, und wo hören wir auf?“ Der Rat beschloss mehrheitlich den Antrag mit den Änderungen aus den Ausschüssen. Von Karl-Heinz Kaiser
(Quelle: Volksstimme vom 30.04.2011)

30.04.2011
Was wird aus Hochhaus?

Seit Jahren sorgt der 16-Geschosser an der Ziolkowskistraße immer wieder für Schlagzeilen. Mehrere Eigentümerwechsel hat er in den vergangenen Jahren hinter sich. Im vorigen Jahr beschwerten sich Anwohner über das aus ihrer Sicht verwahrloste Umfeld des Gebäudes. Daraufhin reagierte die Hausverwaltung. „Nunmehr steht das Haus fast leer und die unteren Etagen wurden verbarrikadiert“, berichtet eine Volksstimme-Leserin, die in einem benachbarten Wohnblock an der Ziolkowskistraße wohnt. „Eigentlich hieß es ja im vergangenen Jahr, in diesem Frühjahr soll die Sanierung beginnen. Da wohl bald auch die letzte Familie ausziehen wird, ist für uns die Frage, was nun aus dem Hochhaus wird und was der aktuelle Eigentümer damit vorhat. Es ist zu befürchten, dass das Umfeld bald wieder so aussieht wie im Vorjahr.“ Die Volksstimme bleibt an dem Thema dran. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 29.04.2011)

30.04.2011
Geköpfter Lindwurm
Nein, am Ring war es nicht Siegfried der Drachentöter, der die Lindwurm-Plastik praktisch einen Kopf kürzer gemacht hat. Es ist ja auch nur ein visuelles Malheur. Aus einem bestimmten Winkel ist noch das komplette „Getier“ an der bekannten Fußgängerbrücke im Norden zu sehen. Ansonsten aber sind Kopf und Schwanz von der Lärmschutzwand verdeckt. Was die einen bedauern – eine solche Brückenverzierung hat nicht jede Stadt – ist anderen eher egal. Immerhin wird ein Jahrzehnte alter Wunsch nach Schallschutz verwirklicht. Da werden Prioritäten gesetzt, es kommt Freude auf. Trotzdem – gibt es vielleicht einen Kniff, hier doch etwas Transparenz zu schaffen? Von Karl-Heinz Kaiser (Quelle: Volksstimme vom 29.04.2011)

28.04.2011
Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit Neustädter See
Seit 1998 arbeiten in der Landeshauptstadt Magdeburg die „Arbeitsgruppen zur Entwicklung und Unterstützung der Gemeinwesenarbeit" – kurz Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit (GWA). Interessierte Magdeburger Bürgerinnen und Bürger treffen sich in 20 Arbeitsgruppen. Hier geht es vor allem um die Verbesserung der Lebensqualität in den Stadtteilen, wie man durch selbstorganisiertes Handeln unter Einbeziehung aller vorhandenen Ressourcen, die Bewohner ermutigen und befähigen kann, Problemlösungen für den eigenen Stadtteil aufzuzeigen und umzusetzen.
Sind Sie neugierig geworden auf die Arbeit der Arbeitsgruppe im Stadtteil Neustädter See oder möchten Sie sich selbst engagieren? Hier finden Sie weiteres Infomaterial zur Arbeitsgruppe, Ansprechpartner, eine aktuelle Terminliste, wann sich die Arbeitsgruppe trifft sowie Protokolle der letzten Sitzungen. Bürgerinnen und Bürger die sich hier engagieren möchten, sind jederzeit herzlich willkommen!

Ab 09.05.2011
Zensus 2011 – ab 9. Mai werden auch die Magdeburger befragt - Alle Infos dazu auf
www.zensus2011.de

Der Zensus 2011 erhebt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wo sie wohnen und wie sie arbeiten. Das ist wichtig, denn nur so lassen sich zentrale Fragen beantworten: Brauchen wir mehr Schulen? Gibt es genügend Wohnungen? Und wie viele Menschen erreichen bald das Rentenalter? Ohne den Zensus weiß das niemand so genau. Denn die Zahlen, auf denen derzeitige Planungen basieren, sind nicht aktuell: Die letzten Volkszählungen fanden vor dem Fall der Mauer statt, gesamtdeutsche Daten wurden seither nicht erhoben. Der Zensus 2011 wird somit die Basis für die Entscheidungen von morgen sein.

Wie verläuft der Zensus 2011?
In erster Linie werden Daten aus Verwaltungsregistern genutzt. Ergänzend sieht das Zensusgesetz 2011 aus dem Jahre 2009 eine Haushaltebefragung bei rund 10% der Bevölkerung, eine Gebäude- und Wohnungszählung bei insgesamt 17,5 Millionen Eigentümern und Eigentümerinnen sowie Befragungen in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften vor. Die ersten Befragten werden schon in Kürze eine Terminankündigung eines Interviewers oder einer Interviewerin oder einen Fragebogen der Gebäude- und Wohnungszählung per Post erhalten. Was müssen sie in diesem Fall tun?

Die Haushaltebefragung wird in Form eines persönlichen Interviews durchgeführt. Sollte den Befragten der in der Ankündigungskarte vorgeschlagene Termin nicht zusagen, kann mit dem Interviewer oder der Interviewerin ein anderer Termin abgesprochen werden. Am vereinbarten Termin wird er oder sie sich bei den Befragten vorstellen und einen speziellen Interviewerausweis vorzeigen. Zunächst stellt der Interviewer die Existenz der im Haushalt lebenden Personen fest, notiert zum Beispiel Namen und Geburtsdatum. Dann füllt er gemeinsam mit den Befragten den Fragebogen aus. Der befragte Haushalt kann den Interviewer dazu auch hereinbitten – muss er aber nicht. Sofern sie die Hilfe des Erhebungsbeauftragten nicht wünschen, können sich die Befragten auch die Frage­bogen aushändigen lassen und selbst ausfüllen. Sie müssen den Fragebogen anschließend per Post an die Erhebungsstelle zurücksenden oder dort abgeben. Für alle, die Porto sparen wollen, steht ab dem 9. Mai 2011 unter www.zensus2011.de auch ein Online-Fragebogen zur Verfügung.

Bei der Befragung in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften (wie etwa Studierendenwohnheime, Klöster oder Seniorenwohnheime) werden alle Bewohnerinnen und Bewohner ebenfalls in einem persönlichen Interview befragt. Der Ablauf ist der gleiche wie bei der Haushaltebefragung. Bewohnerinnen und Bewohner von sensiblen Einrichtungen – wie etwa Notunterkünfte, Flüchtlingslager, psychiatrische Kliniken oder Justizvollzugsanstalten – werden dagegen nicht persönlich befragt. Sie werden über die Befragung informiert und stellvertretend durch die Leiterinnen und Leiter der Einrichtungen in die Zensuserhebung einbezogen.

Die Gebäude- und Wohnungszählung wird – anders als die anderen Befragungen – rein postalisch durchgeführt. Alle 17,5 Millionen Haus- und Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer beziehungsweise die Verwalterinnen und Verwalter von Wohngebäuden er­halten um den Stichtag 9. Mai 2011 von ihrem Statistischen Landesamt den Fragebogen per Post. Dieser muss ausgefüllt und in einem ausreichend frankierten Rückumschlag an die angegebene Adresse zurückgesendet werden. Alternativ kann auch bei der Gebäude- und Wohnungszählung unter www.zensus2011.de online gemeldet werden.

Wann findet der Zensus statt?
Zensusstichtag ist der 9. Mai 2011 – zu diesem Stichtag werden die aus den Registern übernommenen Daten aktualisiert und die Befragungen starten. Anschließend werden die Einzelangaben in den statistischen Ämtern aufbereitet. Schon ab Herbst 2010 wurden die Gebäude- und Wohnungseigentümer über die Gebäude- und Wohnungszählung informiert. Erste Ergebnisse des Zensus 2011 liegen im November 2012 vor, weitere folgen ab Mai 2013.

Wer wird befragt?
Bis zu zehn Prozent der Bevölkerung werden bei der Haushaltebefragung um Auskunft gebeten.
Alle 17,5 Millionen Haus- und Wohnungsbesitzer werden bei der Gebäude- und Wohnungszählung befragt.
Zudem werden in Wohnheimen und Gemeinschaftseinrichtungen Daten erhoben.

Was wird beim Zensus gefragt?
Bei der Haushaltbefragung geht es um Fragen wie Alter, Geschlecht und Familienstand, Staatsangehörigkeit, Migrationshintergrund und Religion sowie Wohnsituation, Bildung und Berufstätigkeit.
Bei der Gebäude- und Wohnungszählung sind Baujahr, Größe und Ausstattung, aber auch die Nutzungsart (etwa „vermietet“) von Interesse.
In den Wohnheimen und Gemeinschaftseinrichtungen werden nur wenige Informationen abgefragt. Aber für genaue Einwohnerzahlen müssen auch deren Bewohner gezählt werden.
Befragte müssen Name und Anschrift angeben – die sogenannten Hilfsmerkmale. Diese ermöglichen die Organisation des Zensus: um zum Beispiel zu prüfen, wer bereits befragt wurde, oder um Doppelzählungen zu vermeiden. Hilfsmerkmale werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt gelöscht, ausgefüllte Bögen vernichtet.

Wie sicher sind meine Angaben?
Vor Ort wird der Zensus von personell, organisatorisch und räumlich unabhängigen Erhebungsstellen durchgeführt. Alle an der Organisation des Zensus 2011 beteiligten Personen werden auf das Statistikgeheimnis und den Datenschutz besonders verpflichtet. Daten dürfen nie an Dritte weitergegeben werden – zum Beispiel auch nicht ans Finanzamt, die Polizei oder die Meldestelle. Es gilt absolute Vertraulichkeit im Umgang mit allen Angaben. Ausschließlich anonymisierte Daten verlassen den abgeschotteten Bereich der statistischen Ämter und Erhebungsstellen.

Anfragen können in der Erhebungsstelle Magdeburg Zensus 2011 unter der Telefonnummer 0391 / 540 2308 bzw. unter der e-Mail Erhebungsstelle@Magdeburg.de oder direkt im Katzensprung 2, 39104 Magdeburg gestellt werden. (Quelle: www.zensus2011.de und www.magdeburg.de vom 28.04.2011)

Donnerstag, der 28.04.2011
Treffen in Eichenweiler - Siedler bereiten 90-Jahr-Feier vor

Neue Neustadt/Neustädter See (rri). Der Siedlerverein Eichenweiler lädt für den Donnerstag, 18.30 Uhr, zum nächsten Vorbereitungstreffen für das Siedlerfest „90 Jahre Eichenweiler“ ein. Treffpunkt ist „Bienes Bierstube“ am Dr.-Götz-Teich/Heideweg. „Wir suchen noch engagierte Einwohner, Freizeit- oder Interessengruppen aus unserer Siedlung, die am Freitag, dem 17. Juni, ab 18 Uhr an unserem Umzug teilnehmen möchten“, teilte der Vereinsvorsitzende Dirk Mallée mit. „Auch werden für unsere beiden Modeschauen am 17. Juni, 20 Uhr, und am 19. Juni zum Kinderfest ab 13 Uhr noch je fünf Models gesucht.“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 27.04.2011)

26.04.2011
Nach Kritik zur verbauten Sicht auf Lindwurm - Stadt sagt klipp und klar: Lärmschutz hat Vorrang
Grasgrüne Metallwände wachsen derzeit aus dem Boden entlang des nördlichen Magdeburger Rings. Im Rahmen des Konjunkturpakets II errichten Bund, Land und Stadt für 3,9 Millionen Euro noch bis Juni Lärmschutzwände, um den Motorenkrach von den Anwohnern des Kannenstiegs und des Neustädter Sees abzuhalten. Aufatmen allerorten – sollte man meinen.
Doch einigen Magdeburgern ist die grüne Wand ein Dorn im Auge, verhindert sie doch die Sicht auf ein anderes grünes Objekt: den Lindwurm, der sich seit 2005 auf der Fußgängerbrücke zwischen den beiden Stadtteilen postiert hat, um alle Gäste der Stadt zu begrüßen.
Das Kunstobjekt war schon immer umstritten. Die Befürworter sehen ihren Drachen nun aber bedroht, eben weil sie ihn nicht mehr sehen können. Denn durch die am oberen Ende abgeknickten Lärmschutzwände seien Kopf und Schwanz des Stahlungetüms nicht mehr komplett sichtbar, so der Vorwurf der Lindwurm-Liebhaber. Den „Drachentötern“ hingegen ist die freie Sicht auf die ohnehin unliebsame Konstruktion herzlich egal: „Hauptsache, wir haben endlich unsere Ruhe vor dem Straßenlärm“, sagen Anwohner.
Die Stadtverwaltung sieht das ähnlich. „Grundsätzlich hat der Lärmschutz eine höhere Priorität als die vollständige Sichtbarkeit des Lindwurms!“ teilte Stadtpressesprecher Michael Reif auf Volksstimme-Anfrage mit. Das Anliegen ist der Verwaltung bekannt und wurde auch bereits untersucht. Ergebnis: Die optimale Lärmschutzvorsorge sei nur im jetzigen Zustand gegeben. Der Einsatz transparenter Elemente für einen besseren Durchblick würde wieder mehr Lärm bedeuten. Zudem seien nur aus bestimmten Blickwinkeln Teile des Kopfes und Schwanzes verdeckt, so Reif weiter. Von Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 23.04.2011)



Die neuen Lärmschutzwände rechts und links des Magdeburger Rings verdecken aus bestimmten Blickwinkeln Kopf und Schwanz des Lindwurms. Der Lärmschutz habe aber Priorität, sagt die Stadt. Foto: S. Harter

26.04.2011
Hochwasser in den Seen: Strandbäder bleiben zum Saisonstart vorerst dicht

Land unter am Ufer vom Neustädter und Barleber See / Brand im Ausweichlager der Wasserskianlage
Die beiden Strandbäder Barleber See und Neustädter See bleiben wegen des anhaltenden hohen Wasserstandes zur Saisoneröffnung am 7. Mai dicht. Das erklärte am Donnerstag die Stadtverwaltung.Wann eine Freigabe erfolgen kann, sei noch unklar. Strand, Rettungsturm und Steg stehen unter Wasser. Beim Brand im Lager der Wasserskianlage ist in der Nacht zum Donnerstag außerdem ein Großteil der Ausrüstung vernichtet worden.
Während meteorologisch gesehen auch die langfristige Prognose auf viel Sonnenschein deutet, ziehen für die bevorstehende Freibad-Saisoneröffnung am 7. Mai dunkle Wolken auf. Die Strandbäder am Barleber See und am Neustädter See bleiben wegen des anhaltend hohen Wasserstandes bis auf Weiteres dicht, teilte gestern Stadtsprecherin Cornelia Poenicke der Volksstimme mit.
Der gesamte Uferbereich steht an beiden Seen unter Wasser. Teilweise einen Meter höher als normal. Die Stegund die Wassersportanlage sind geflutet. Der Grund sei hier immer noch der hohe Grundwasserspiegel, erklärte Cornelia Poenicke.
Ein ähnliches Bild ergibt sich auch am Barleber See. Dort stehen der Bootsverleih und die Steganlage unter Wasser. Letztere musste bereits vom Personal gesichert und an eine andere Stelle gebracht werden. Auch der Rettungsturm I steht im Wasser. Der Strandbereich ist zum großen Teil geflutet. „Hier haben die Mitarbeiter des Sportund Bäderamtes aber bereits einen leichten Rückgang des Wassers feststellen können“, meinte die Stadtsprecherin weiter.
Wie es an den beiden Seen weitergehen soll, hänge nun vom Rückgang des Wassers ab. Erst dann könne auch gesagt werden, wie hoch am Ende die entstandenen Schäden sind. Unklar sei deshalb auch noch, welche Arbeiten notwendig sind, um die Strandbäder so schnell wie möglich wieder fit zu bekommen. So könnte es sein, dass ein Teil des Sandes gerade beim Neustädter See weggespült wurde.
Bei den drei Freibädern Carl-Miller-Bad, Freibad Süd und Erich-Rademacher-Bad sei die Lage eine ganz andere. Hier habe die Stadt zur Vorbereitung der Saison rund 50 000 Euro investiert. „Diese Bäder werden am 7. Mai auch planmäßig öffnen“, sagt sie.
Die Lage an den Strandbädern ist ernst. Besonders hart hat es den Betreiber der Wasserskianlage „Cable Island“ getroffen. Betreiber Carsten Böhlecke hat nicht nur einen massiv verzögerten Start in die Saison. Er musste am Donnerstagvormittag noch einen weiteren schweren Schlag verkraften. Sein Ausweichlager für die gesamte Ausrüstung und den Shop von „Cable Island“ ist im Hohendodeleber Weg in Flammen aufgegangen. So wurden unter anderem 30 Tauchanzüge samt Zubehör durch den Brand vernichtet.
Insgesamt entstand nach ersten Angaben der Polizei ein Schaden von rund 75.000 Euro. Die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Diesdorf waren nach Angaben von Einsatzleiter Manfred Haase zwei Stunden lang im Einsatz, konnten aber nichts mehr retten. Die Kriminalpolizei hat inzwischen die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Es gebe gegenwärtig aber weder Hinweise auf Brandstiftung noch auf einen technischen Defekt, sagte Polizeisprecher Stefan Brodtrück. Immerhin: Carsten Böhlecke wies darauf hin, dass wenigstens die Gastronomie am „Cable Island“ weiterhin funktioniert und nicht vom Hochwasser betroffen ist. Von Matthias Fricke (Quelle: Volksstimme vom 23.04.2011)



Das überflutete „Cable Island“ am Neustädter See. Hier kann weiterhin kein Wassersport angeboten werden, auch der unter Wasser stehende Shop bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Der Pegel ist hier einen Meter über dem normalen Stand. Fotos: Uli Lücke

23.04.2011
Am Karsonnabend - Zwei Osterfeuer am Neustädter See

Neustädter See (sar). Die Stadtteilbewohner haben die Qual der Wahl: Die Betreiber der Wasserskianlage, Barleber Straße, im Nordwesten des Badesees laden am Sonnabend, 23. April, zu ihrem 5. Osterfeuer ein. Ab 19 Uhr ist der Eintritt für die ganze Familie frei, anschließend wird zum Ostertanz gebeten.
Als Alternative bietet die Hoffnungsgemeinde, Krähenstieg 2, am gleichen Tag ab 21 Uhr ein eigenes Osterfeuer an. Grillwürstchen und Getränke stehen zur Verpflegung bereit. Dort wird im Anschluss in der Evangelischen Hoffnungskirche eine Andacht zur Osternacht abgehalten. (Quelle: Volksstimme vom 20.04.2011)

21.04.2011
Planungen für künftigen Stadtteiltreff am Neustädter See gehen zügig voran
Stimmt der Stadtrat im Juni zu, beginnt der Neubau im Herbst

Seit einigen Monaten laufen die Planungen für den Neubau des Stadtteiltreffs am Neustädter See. Im Januar mussten die ursprünglichen Vorstellungen eine Nummer kleiner werden, da die Fördermittel geringer ausfielen. Jetzt wurden die überarbeiteten Pläne vorgelegt. Stimmt der Stadtrat im Juni zu, könnte noch im Oktober der Baustart sein.
Die Tage des alten Schulgebäudes der IGS „Regine Hildebrandt“ sind gezählt. Der als „Magdeburger“ Schultyp (Erfurt II) bekannte Bau wird noch in diesem Jahr einem neuen Stadtteiltreff für alle Generationen weichen.
Ursprünglich war geplant, das Gebäude für diese neue Nutzung einfach entsprechend umzubauen. Doch als die Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ geringer ausfielen, musste eine abgespeckte Variante her (Volksstimme berichtete).
Dieses überarbeitete Konzept (Arbeitstitel „EW-Bau“) ist nun fertig und wird in den kommenden Monaten seine Runden durch die Stadtratsausschüsse drehen. Wenn die Beratung in diesen Gremien abgeschlossen ist, entscheidet der Stadtrat endgültig im Juni darüber, ob der Stadtteiltreff in der jetzt vorgeschlagenen Version tatsächlich gebaut wird. Folgen die Räte dem Beschlussvorschlag der Stadtverwaltung, könnten bereits im Oktober dieses Jahres die Bagger anrollen und das alte Schulgebäude abreißen. Der Neubau würde dann noch zwei Jahre dauern. Somit könnte das Kinder- und Jugendhaus „Oase“, das derzeit noch im Brunnenhof sein Domizil hat, als Hauptnutzer im September 2013 einziehen. Vorausgesetzt, der Terminplan kann eingehalten werden. Neben der Jugendeinrichtung sollen auch das Stadtteilmanagement, die Wechselstube und andere Einrichtungen an der Pablo-Neruda-Straße neue Heimstätten in den zwei Etagen und im Kellergeschoss finden. Platz dafür ist dann auf 1700 Quadratmeter. Circa 2,5 Millionen Euro stehen für den Neubau zur Verfügung. Die Fördermittelbescheide liegen vor und wurden im Haushalt für die Verwendung eingestellt. Durch die geringeren Mittel musste u.a. an den Freiflächen gespart werden. Deren Gestaltung beschränkt sich jetzt auf das Wesentlichste. Da die Stadt den Abriss der Grundschule „An der Klosterwuhne“ perspektivisch ins Auge fasst, könnte die dann entstehende Freifläche jedoch dem Stadtteiltreff zugeschlagen werden.
Beim Neubau entstehen zwei winkelförmige Hauptgebäude, die durch einen niedrigeren Zwischenbereich verbunden werden. Hier befindet sich der Eingang des Stadtteiltreffs. Im nördlichen Gebäudeteil soll die „Oase“ unterkommen, während der südliche Teil für die anderen Einrichtungen vorgesehen ist. Von allen Bereichen hat man direkten Zugang zu den Freiflächen. Auf dem Gelände sollen 28 Stellplätze für Pkw angelegt werden, vier davon behindertengerecht.
Sowohl die Kinderbeauftragte der Stadt, Katrin Thäger, als auch ein Behindertenbeauftragter haben die Pläne auf ihre Tauglichkeit für diese beiden Gruppen abgeklopft. Ergebnis: Keine Beanstandungen, der Stadtteiltreff wird komplett kinder- und behindertenfreundlich sein. Wickel- und Stillplätze, barrierefreie Zugänge und Aufzüge stellen dies u. a. sicher. Von Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 21.04.2011)



So stellen sich die Architekten vom Büro „A.BB“ den Neubau des künftigen Stadtteiltreffs an der Pablo-Neruda-Straße vor. Vorausgesetzt die Pläne finden Zustimmung in den Ausschüssen und letztendlich im Stadtrat, könnten die Bauarbeiten im Herbst dieses Jahres beginnen. Modell: A.BB

21.04.2011
Polizei bietet erneut Fahrradcodierungen an

Magdeburg (mf). Die Polizei ruft auch in diesem Jahr dazu auf, das eigene Fahrrad individuell mit einer Codierung kennzeichnen zu lassen. Am besten eignet sich die eingravierte Nummer der Polizei, die auch nach der Entfernung durch die Spurensicherung sichtbar gemacht werden kann. Anhand der Ziffern und Buchstabenfolge können die Beamten auch ohne Diebstahlsanzeige den rechtmäßigen Besitzer ermitteln. Es sei sogar erwiesen, dass codierte Räder von Fahrraddieben im Regelfall verschmäht werden. Folgender öffentlicher Termin wird vom Codierungsteam im Stadtteil angeboten: 03. Mai, 10 bis 14 Uhr, Rewe-Markt in der Salvador-Allende-Straße. (Quelle: Volksstimme vom 21.04.2011)

20.04.2011
Die 9. Ausgabe der Stadtteilzeitung "Der Lindwurm" ist erschienen und liegt zur kostenlosen Mitnahme in ausgewählten Einrichtungen der Stadt aus (Stadtteilbüro, Sozialprojekt, Kitas, Schulen, Kirche...).
Weiter unten auf der Lindwurm-Webseite finden Sie alle PDF-Ausgaben unserer aller drei Monate erscheinenden Stadtteilzeitung "Der Lindwurm" - die Zeitung von Bürgern für Bürger für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See. Mit freundlichen Grüßen Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin Kannenstieg/Neustädter See

18.04.2011
Behördenrufnummer 115 – Telefonzentralen von Stadt und Land jetzt unter einem Dach

Ottostadt Magdeburg. Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und allgemeine Verwaltung, Holger Platz und Frank Bonse, Referatsleiter im Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt haben heute im ServiceCenter des bundeseinheitlichen Behördenrufs 115 fünf neue Mitarbeiter begrüßt: Die Telefonzentrale von Landesregierung und Landesverwaltung befindet sich jetzt im gemeinsamen ServiceCenter von Stadt und Land im Breiten Weg 222.
Das Pilotvorhaben D115 in Magdeburg ist ein Gemeinschaftsprojekt des sachsen-anhaltischen Innenministeriums und der Landeshauptstadt, die dafür ein gemeinsames ServiceCenter betreiben. Neben der bundeseinheitlichen Behördenrufnummer 115, die seit dem 1. Dez. 2010 in Magdeburg geschaltet ist, laufen dort die zentralen Einwahlnummern der Landeshauptstadt und des Landes Sachsen-Anhalt auf. Seit wenigen Tagen sind die Mitarbeiter der früheren Telefonzentralen von Stadt und Land auch unter einem Dach vereint: im Breiten Weg 222. Insgesamt 19 Mitarbeiter nehmen hier Anrufe entgegen.
"Der Bürger weiß ja oft gar nicht genau, welche Behörde für sein Anliegen zuständig ist", weiß Holger Platz aus Erfahrung. "Mit der 115 ist das auch gar nicht mehr notwendig, denn hier erhalten Anrufer unkompliziert die gewünschte Information - unabhängig davon, ob sie in die Zuständigkeit der Stadtverwaltung, des Landes oder einer Bundesbehörde fällt." Möglich macht dies ein Wissensmanagement, mit dem die Mitarbeiter im ServiceCenter die gewünschten Informationen schnell recherchieren können und das stetig erweitert wird.
Das ServiceCenter ist montags bis freitags von 8.00Uhr bis 18.00Uhr für die Bürgerinnen und Bürger unter der Rufnummer 115 für Fragen rund um die Verwaltung erreichbar. Für alle einlaufenden Anrufe gilt das Serviceversprechen der D 115:

- 75 % der Anrufe werden innerhalb von 30 Sec. entgegengenommen.
- 65 % der Anliegen werden sofort abschließend geklärt.

Sofern die Anfrage des Bürgers nicht sofort beantwortet werden kann, wird ein Ansprechpartner vermittelt oder das Anliegen weitergeleitet.
"Inzwischen wird die neue Rufnummer mehr und mehr von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen", zieht Magdeburgs Beigeordneter eine erste Bilanz: "Erfragt wurden in den vergangenen Monaten vor allem Informationen zu Ausweisdokumenten, Geburtsurkunden, KFZ und nach den Öffnungszeiten der Bürgerbüros."
Die Anrufzahlen lagen durch einen üblichen Neuigkeitseffekt zu Beginn im Dezember mit 1144 Anrufen auf einem erfreulichen Niveau. Nach einem Rückgang der Anrufe im Januar auf 680, steigen die Anrufzahlen nun stetig. Im Februar wählten 776 Bürger die 115 und im März schon 977. "Damit liegen wir im Bundesdurchschnitt", so Holger Platz.
Nach zweijährigem Pilotbetrieb in Modellregionen hat der bundeseinheitliche Behördenruf am vergangenen Donnerstag (14. April) den Regelbetrieb aufgenommen. Inzwischen haben rund 15,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger in sieben Bundesländern mit der 115 einen direkten telefonischen Draht in die Verwaltung.
Ein zum Ende des Pilotbetriebs veröffentlichter Abschlussbericht und die darin enthaltene Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach zum Projekt D115 verdeutlichen, dass der telefonische Bürgerservice auch im Internetzeitalter kein Auslaufmodell ist. Die Allensbachstudie zeigt auch, dass die 115 auf große Zustimmung stößt: 83 Prozent der Bevölkerung finden es gut, dass es eine einheitliche Behördennummer gibt. Der Abschlussbericht macht zudem deutlich, dass die 115 erhebliche wirtschaftliche Entlastungseffekte für die Verwaltungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene bietet.
Das vordringliche Ziel des Regelbetriebs ist es, weitere Kommunen und Länder für die 115 zu gewinnen. Der Pilotbetrieb wurde mit 13 kreisfreien Städten und Landkreisen mit insgesamt ca. 10 Millionen Einwohnern, 4 Bundesländern und 14 Bundesbehörden gestartet. Inzwischen ist der Kreis der Modellregionen stark gewachsen. Die Bundesverwaltung wird sich bis Ende des Jahres 2011 vollständig mit rund 75 Behörden und Institutionen am 115-Service beteiligen. In den Gremien für den Regelbetrieb der D 115, die jeweils paritätisch (3 Mitglieder Kommune/Land/Bund) besetzt sind, ist die Stadt Magdeburg bzw. das Land Sachsen-Anhalt durch den Beigeordneten für Kommunales, Umwelt und allgemeine Verwaltung, Holger Platz im Lenkungsausschuss - dem höchsten Gremium vertreten. In der Zentralen Arbeitsgruppe, die maßgeblich für die fachliche Steuerung und Entwicklung von D115 zuständig ist, wird das Land Sachsen-Anhalt durch Frank Bonse, Referent im Innenministerium vertreten. "Damit kann unser kooperativer Ansatz auch in den zentralen Gremien der D 115 beispielgebend verankert werden", so Magdeburgs Beigeordneter Holger Platz.
Ein wichtiger Meilenstein im neuen Regelbetrieb wird die Anpassung der Tarife für die 115-Anrufe sein. Die Tarife werden zum Ende des Jahres 2011 voraussichtlich sinken, und auch die Integration in Flatrates wird durch eine aktuelle Verfügung der Bundesnetzagentur möglich sein. Derzeit kostet ein Anruf bei der 115 aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG 7 Cent pro Minute, die Tarife aus den Mobilfunknetzen liegen überwiegend zwischen 17 und 29 Cent pro Minute.
(Quelle: Pressemitteilung von Montag, 18. April 2011, Landeshauptstadt Magdeburg)

16.04.2011
Exhibitionist geht am Neustädter See um

Neustädter See (st). Ein Exhibitionist macht den Neustädter See unsicher. Am Donnerstag gegen 14 Uhr entblößte und befriedigte er sich in der Salvador-Allende-Straße vor den Augen einer jungen Frau. Sie rief die Polizei, weil sie den Mann auch schon vor rund zwei Wochen im Seebereich gesehen hatte. Die Frau beschrieb den Exhibitionisten als ca. 40 Jahre alt und 1,75 Meter groß. Er habe eine normale Gestalt, trug eine Brille, eine blaue Jeans und eine dunkle Lederjacke. (Quelle: Volksstimme vom 16.04.2011)

16.04.2011
Verkehrsminister Daehre übergibt Förderbescheid für Haltestellen am Zoo - Barrierefreier Ausbau ab September
Neue Neustadt (rri). Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre hat gestern einen Förderbescheid für den Ausbau der Haltestellen am Zoo (Schöppensteg) an die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) übergeben. Die Straßenbahnstationen sollen noch in diesem Jahr barrierefrei und behindertengerecht umgestaltet werden (Volksstimme berichtete bereits). Baubeginn soll im September sein. „Zu einem attraktiven öffentlichen Nahverkehr gehört, dass alle Menschen das Angebot ohne Einschränkungen nutzen können“, sagte Daehre. Gerade ältere und in ihrer Mobilität beeinträchtigte Menschen benutzten häufig öffentliche Verkehrsmittel für ihre Besorgungen.
Die Gesamtkosten für den Umbau liegen bei rund 410.000 Euro. Rund 208.000 Euro davon steuert die EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bei. Im Rahmen der Bauarbeiten werden beide Haltestellen (Richtung Rothensee und Richtung Zentrum) mit jeweils einer sogenannten Zeitinsel (ein Meter breit, 50 Meter lang) sowie Wartehäusern, Haltestellenkennzeichnung, Papierkörben und einer zusätzlichen Ampel ausgestattet.
Durch die Anhebung der Fahrbahn und den Einsatz von Tief- und Rundborden (Wartebereiche befinden sich auf den Gehwegen) soll barrierefreies Ein- und Aussteigen möglich werden. Der Einbau von Aufmerksamkeitsfeldern und Blindenleitstreifen in den Gehwegen dient der Wahrnehmbarkeit der Haltestellen für Blinde und Sehschwache. Hinter der Haltestelle in Richtung Rothensee soll außerdem ein Fußgängerüberweg gebaut werden, der eine sichere Überquerung des „Schöppenstegs“ ermöglicht. Planmäßig sollen vor dem Wintereinbruch alle Arbeiten erledigt sein. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.04.2011)

15.04.2011
Magdeburger leben gern in der Landeshauptstadt - Stadtverwaltung legt umfangreiche Sozialstudie vor

80 Prozent der Magdeburgerinnen und Magdeburger leben gern in der Landeshauptstadt. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Bürgerbefragung zu den Lebensumständen der Magdeburger Bevölkerung hervor. Die repräsentative Dokumentation gewährt ausführliche Einblicke in soziale Zusammenhänge und Meinungsbilder. Insgesamt 2.570 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Magdeburgerinnen und Magdeburger beteiligten sich an der Studie, deren Erhebung sowohl schriftlich als auch über das Internet erfolgte.
Die Befragten machten dabei umfassende Angaben zu ihrer allgemeinen Lebenssituation, zu Erwerbstätigkeit und Einkommen und zu ihrer Wohnsituation. Dabei konnten sie auch eine Einschätzung der bestehenden nachbarschaftlichen Beziehungen und des Wohnumfeldes abgeben. Außerdem wurde nach der gesundheitlichen Situation und Lebensweise der Studienteilnehmer; der Bewertung der infrastrukturellen Ausstattung in den Stadtteilen und der eigenen Teilhabe an gesellschaftlichen und politischen Prozessen gefragt.
Ziel der Studie war die Erstellung einer soliden Informationsgrundlage für die sinnvolle Weiterentwicklung von Magdeburg und seinen Stadtteilen. Die gewonnenen Ergebnisse sollen der Stadtverwaltung helfen, noch gezielter soziale Dienstleistungen und Hilfen zu organisieren. Auf Basis der erhobenen Daten können zum Beispiel Rückschlüsse zur demografischen Entwicklung, zur Infrastrukturversorgung und zu den konkreten Lebenslagen der Einwohner in den Stadtteilen gezogen werden.
44 Prozent der Magdeburgerinnen und Magdeburger leben "sehr gern" in der Ottostadt, 36 Prozent wohnen "gern" hier. Mit diesen Werten liegt die Zufriedenheit mit dem Wohnen in Magdeburg auf einem ähnlich hohen Niveau wie in anderen deutschen Städten.
Die Zufriedenheit mit dem Angebot an existentiellen Versorgungseinrichtungen wie beispielsweise Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel, Ärzten und Apotheken ist in Magdeburg insgesamt sehr hoch. Je nach Einrichtung sind 80 bis 90 Prozent der Befragten "zufrieden" oder "sehr zufrieden" mit den vorhandenen Angeboten. Diese Zufriedenheit nimmt jedoch in den städtischen Randgebieten und Vororten sukzessive ab. Ältere Menschen sind mit der Erreichbarkeit von Lebensmittelgeschäften weniger glücklich, die ärztliche Versorgung sehen viele von ihnen dagegen positiv. Durchweg als zu gering bemängelt wird das vorhandene Angebot an Postdienstleitungen.
Obwohl die Polizei 2010 in Magdeburg die niedrigste Kriminalitätsrate seit zehn Jahren verzeichnen konnte, ist das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger immer noch vergleichsweise gering. Nur 37 Prozent der Befragten sind mit der öffentlichen Sicherheit in Magdeburg "zufrieden" oder "sehr zufrieden". Während sich jüngere Befragte eher sicher fühlen, steigt das Unsicherheitsgefühl mit dem Alter an.
Etwa 19 Prozent der Magdeburger leben nach Definition der Studie in relativer Armut. Dazu zählen neben den Empfängern von Arbeitslosengeld II und weiteren Sozialleistungen auch Beschäftigte und Rentner, deren monatliche Einkünfte unterhalb der Mindesteinkommensgrenze liegen.
Weiterhin geht aus der Studie u. a. deutlich hervor, dass Armut mit zunehmender Qualifikation sinkt und am höchsten unter den Personen ohne Schul- oder Berufsabschluss ist. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, führt die Landeshauptstadt Magdeburg am 9. Mai 2011 zum dritten Mal eine Fachkonferenz zur Kinder- und Familienarmut durch. Schwerpunkt der diesjährigen Fachkonferenz ist die Jugendarbeitslosigkeit. Bewertet werden soll, ob zur Verringerung von Jugendarbeitslosigkeit die bisherigen Programme und Maßnahmen zur Ausbildung, Beschäftigung und Arbeit ausreichen oder neue Lösungen angestrebt werden müssen.
Mit der Durchführung und Auswertung der Erhebung hatte die Stabsstelle für Jugendhilfe-, Sozial- und Gesundheitsplanung nach einer Ausschreibung das Institut für angewandte sozialwissenschaftliche Forschung und Evaluation Leipzig beauftragt. Die vollständigen Ergebnisse der Bürgerbefragung, deren Erhebung auf einen Beschluss des Stadtrates zurückgeht, kann im Internet unter http://www.magdeburg.de/media/custom/698_11628_1.PDF eingesehen werden bzw. steht hier zum Download bereit (213-seitiges pdf-Dokument, 4,3 Mb)
(Pressemitteilung der Landeshauptstadt Magdeburg von Donnerstag, 14. April 2011)

Wohin in den Sommerferien?
Magdeburg (rgm). Am 9. Juli beginnen in Sachsen-Anhalt die Sommerferien. Sechseinhalb Wochen dauern sie – erster Schultag ist der 25. August. Wer noch Anregungen für die Feriengestaltung sucht, findet sie hier. Rund 800 Angebote von Vereinen, Organisationen und Reiseveranstaltern haben der Jugendinfoservice Sachsen-Anhalt (Jissa) und die Volksstimme zusammengestellt. Wir werden sie ab heute in mehreren Teilen immer dienstags, donnerstags und sonnabends veröffentlichen. Detaillierte Angaben können unter den Telefonnummern der Reiseveranstalter erfragt werden.Wer dort nicht weiterkommt, kann sich an den Jugendinfoservice, Liebigstraße 5 in 39104 Magdeburg, Telefon (0391) 2 44 51 60, wenden. Die Jissa-Ferienliste steht im Internet unter www. ffz.jissa.de zum kostenlosen Download bereit.
(Quelle: Volksstimme vom 12.04.2011)

12.04.2011
Echo: CDU-Fraktionschef Schwenke: „Barrierefreie Haltestellen am Zoo längst überfällig“

Neue Neustadt/Neustädter See (rri). Die CDU-Stadtratsfraktion hat den für das zweite Halbjahr 2011 angekündigten barrierefreien Ausbau der Straßenbahnhaltestellen am Zoo (Schöppensteg) begrüßt. Damit werde ein Antrag der Fraktion aus dem Jahr 2008 durch die Magdeburger Verkehrsbetriebe nun umgesetzt. „Aus unserer Sicht war dies nach der Schließung des Nordeingangs des Zoos ein längst überfälliger Schritt. Als Fraktion hätten wir uns gewünscht, dass parallel zur Eröffnung des neuen Zooeingangs diese Maßnahme realisiert worden wäre, um auch behinderten Menschen schon ab diesem Zeitpunkt den problemlosen Zugang zu dieser Freizeit- und Bildungseinrichtung zu ermöglichen.
Dies hätte bei den damaligen Planungen mit berücksichtigt werden müssen“, sagte CDU-Fraktionschef Wigbert Schwenke. „Was den Ausbau weiterer barrierefreier Haltestellen angeht, sehen wir insbesondere im Bereich Kroatenweg dringenden Handlungsbedarf. Denn das in der Nähe befindliche Sozialdezernat ist der Anlaufpunkt für zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, darunter auch viele mit körperlichen Einschränkungen.“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 12.04.2011)

11.04.2011
Arbeitsgruppe legt Untersuchungsergebnisse zu problematischen „Aufenthaltsorten“ im öffentlichen Raum vor

Das Ordnungsamt hat gemeinsam mit einer seit 2010 existierenden Arbeitsgruppe der Stadt eine Liste zu problembehafteten Jugendtreffpunkten zusammengestellt. Darauf aufbauend will die Stadt mit einem möglichst breiten Spektrum an Maßnahmen eventuell davon ausgehende Störungen erkennen und eindämmen. Eine erste große Auswertung soll es am Donnerstag im Jugendhilfeausschuss geben.
Rund 40 mehr oder weniger feste große Jugendtreffs gibt es zurzeit in der Stadt. 34 sind gegenwärtig in einer Liste des Ordnungsamtes (nebenstehende Grafik) festgehalten. Diese werde ständig aktualisiert und nehme in den Sommermonaten ganz andere Dimensionen an als im Winter.
„Platzverweise und andere Maßnahmen von Polizei und Ordnungsamt reichen oftmals nicht aus. Probleme werden durch solche Maßnahmen unter Umständen nur an eine andere Stellen verlagert oder verschärft“, erklärt Ordnungsamtsleiter Volkmar Emcke. Die Stadt müsse sich deshalb der Problemlösung generell stellen. Aus diesem Grund hat sich im vergangenen Jahr eine Arbeitsgruppe mit dem recht steifen Namen „Gebrauch und Gestaltung öffentlicher Räume“ gegründet. Sie soll unter anderem auch verschiedene Interessenvertretungen wie das Jugendforum, den Stadtschülerrat, die Gemeinwesenarbeitsgruppen, Bürgervereine und Jugendeinrichtungen und die Hochschule Magdeburg-Stendal einbeziehen. Die Stadt beteiligt sich außerdem an einem Forschungsprojekt der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, bei dem der Magdeburger Kriminalpräventive Beirat und die neue Arbeitsgruppe von besonderem Interesse sind.
Ziel der Stadt sei es, mit verschiedenen Angeboten die Jugendlichen auf unproblematische Plätze zu leiten und dort mit einfachen Mitteln wie Papierkörben oder Baumstämmen als Sitzgruppen zu unterstützen. Als positives Beispiel nennt Ordnungsbeigeordneter Holger Platz in seinem Sachstandsbericht die Jugendgruppe der ehemaligen Friedrich-Naumann-Schule in Stadtfeld. Der Spielplatz des Hortes diente als Treff. Der Spielplatz war stets mit Glasscherben und Müll verunreinigt. Innerhalb von drei Wochen wurde mit sehr geringem Aufwand ein Angebot für die Jugendlichen mit 5 Baumscheiben gemacht. Ein aufgesägter Baumstamm und drei größere Baumscheiben als Tische sowie ein Papierkorb wurden aufgestellt. Seitdem herrscht auf dem Spielplatz Ordnung und Sauberkeit.
Ähnlich positive Beispiele gebe es auch in der Beimssiedlung. Neben der Stadtpark-Gruppe, die in den Sommermonaten auf mehr als 100 Jugendliche (aus allen Stadtteilen) anwächst, gehören auch die drei Gothik-Gruppen aus dem Domviertel (Möllenvogteigarten) sowie eine vierte Gruppe mit unterschiedlicher Zusammensetzung im Bereich des Klosterhofes dazu. Von dieser gingen in den Wintermonaten die massivsten Störungen und Sachbeschädigungen aus.
Bei dem zu beschließenden Maßnahmepaket sei zu beachten, dass es die Ausstattung der Treffs nicht zum Nulltarif gibt: Vier 110-Liter-Abfallbehälter mit Kippenaufnahme im Möllenvogteigarten kosten zum Beispiel insgesamt 2000 Euro. Eine stabile Jugendbank schlägt im Anschaffungspreis allein mit 600 Euro zu Buche.
Von Matthias Fricke (Quelle: Volksstimme vom 11.04.2011)

Die vom Ordnungsamt erstellt Treffpunktliste von den Jugendszenen in der Stadt
34 vom Stadtordnungsdienst beobachtete Treffs (Stand März 2011)

  • 01. Bahnhofsvorplatz, Punks, (Probleme; Alkoholgenuss & Betteln), ca. 10 Pers.

  • 02. Karstadt-Parkplatz, Punks, (Probleme; Betteln), sehr wenige

  • 03. Petriförder - Strombrücke, (Punks und Skater), 10 bis 30 Pers., bis 25 Jahre

  • 04. Grünanlagen unterhalb Kloster, Gothic-Szene, bis 50 Pers. bis 30 Jahre

  • 05. Möllenvogteigarten/ Kiek in de Köken, keine bestimmte Szene & Gothic, (unproblematisch) über 30 Pers. 16 -25 Jahre

  • 06. Kroatenweg 69/ehem. Kaufhalle, Schüler, bis 30 Pers. bis 18 Jahre

  • 07. Thomas-Müntzer-Str/Ecke Astonstraße, keine bestimmte Szene, 20 - 25 Pers., bis 18 Jahre (unproblematisch)

  • 08. An den Röthen/Spielplatz, keine bestimmte Szene, bis 10 Pers., bis 20 Jahre (Anwohnerbeschwerden)

  • 09. Fröbelstraße/Spielplatz, keine bestimmte Szene, 10 - 15 Pers., 14 bis 20 Jahre, verhalten sich ruhig

  • 10. Hegelstraße/Spielplatz, häufig mit Migrationshintergrund, ca. 20 Pers., 12 bis 16 Jahre

  • 11. Rondell Anna-Ebert-Brücke, keine bestimmte Szene, 5-10 Pers., 14 bis 18 Jahre,

  • 12. Pechauer Platz, 5 bis 15 Pers., 12 bis 18 Jahre, aus Wohnumfeld

  • 13. Stadtpark/Festwiese, 20 bis 100 Pers. im Sommer, 14 bis 25 Jahre, keine Szene (Alkoholkonsum, teilw. aggressiv)

  • 14. Othrichstraße, Spielplatz 20 bis 25 Pers., (keine bestimmte Szene) über 20 Jahre, Alkoholkonsum

  • 15. Wedringer Straße/Spielplatz, bis 10 Pers., bis 16 Jahre, mit Migrationshintergrund (gelegentlich Anwohnerbeschwerden)

  • 16. Neustädter Platz, bis 10 Pers., teilw. mit Migrationshintergrund,14 bis 18 Jahre

  • 17. Schule P.-Picasso-Straße, bis 20 Pers., keine Szene, 14 bis 18 Jahre (Alkoholkonsum)

  • 18. Spielplatz Neuer Sülzeweg, bis 20 Pers., keine Szene, bis 20 Jahre

  • 19. Lerchenwuhne 125, bis 20 Pers., bis 25 Jahre, keine Szene, (auffällig durch Alkohol, Autorennen, Sachbeschädigungen)

  • 20. Ummendorfer Straße, 15 bis 20 Pers., 15 bis 18 Jahre, keine Szene

  • 21. Pavillon Goethestraße, bis 10 Pers., 12 bis 18 Jahre, keine Szene (gelegentlich Ruhestörungen)

  • 22. Schellheimerplatz, bis 15 Pers., 10 bis 16 Jahre, keine Szene (Alkoholkonsum)

  • 23. Olvenstedter Platz bis 15 Pers., 10 bis 18 Jahre, mit Migrationshintergrund

  • 24. Schule Stormstraße, bis 10 Pers., Kinder, ruhig

  • 25. Windmühlenstraße 30, bis 15 Pers., 14 bis 18 Jahre, keine Szene (teilw. Alkoholkonsum und Sachbeschädigung)

  • 26. Neustädter See – Bad, 10 bis 15 Pers., 14 -18 Jahre, keine Szene, (teilw. Alkoholkonsum, Sachbeschädigung)

  • 27. S.-Allende-Straße, 15 bis 20 Pers., 14 bis 20 Jahre, keine Szene (teilw. Alkoholkonsum, Sachbeschädigung)

  • 28. Salzwedeler Straße, 10 bis 15 Pers., 14 bis 18 Jahre, keine Szene

  • 29. Skaterbahn J.-Göderitz-Straße, bis 10 Pers., bis 17 Jahre, keine Szene, ruhig

  • 30. Grundschule Hans-Grade-Straße, bis 10 Pers., bis 17 Jahre, keine Szene, ruhig

  • 31. Bolzplatz Hans-Grade-Straße, 10 bis 12 Pers., 15 bis 20 Jahre, keine Szene (teilw. Verunreinigungen)

  • 32. Weizengrund, bis 20 Pers., bis 17 Jahre, keine Szene, ruhig

  • 33. Spielplatz Bruno-Taut-Ring, bis 10 Pers., ca 10 Jahre, ruhig

  • 34. Spielplatz St.-Josef-Straße, bis 10 Pers., Kinder- und Jugendliche, ruhig (Quelle: Ordnungsamt)

09.04.2011
Ideen machen Schule: „Wir wünschen uns eine grüne Oase“
Grundschule Klosterwuhne bewirbt sich im Rahmen des Förderprojekts

Die Aktion „Ideen machen Schule“ der PSD Bank Braunschweig eG und der Volksstimme möchte kreativen Ideen einen Motivationsschub bieten. Denn mit jeweils maximal 4000 Euro werden die zehn besten Projekt-Ideen gesponsert. Einer der Kandidaten dieses gemeinsamen Wettbewerbs ist die Grundschule Klosterwuhne. Hier träumen die Schüler von ihrer „Grünen Oase – einem Ort der Stille“. „Nachdem wir unser frisch saniertes Schulgebäude letzten Sommer bezogen haben, fiel der karge Innenhof den Schülern richtig auf“, erklärt Schulleiter Torsten Olle, wie es zur Bewerbung kam. Die Worte trostlos und ungenutzt fielen. Es musste
dringend etwas passieren.
Anfang des Jahres gründete sich eine Arbeitsgruppe, und auch das Eltern-Gremium machte sich Gedanken über die graue Fläche. Dann stand es fest: Eine grüne Oase wünschen sich die Schüler. „Eine Kuschelecke mit einem Sofa und vielen Kissen“, sagt Jona Stolpmann. „Ein Beet mit Blumen wäre schön“, meint Azaria Edeling. „Unter einem Pavillon könnte man einen Tisch und Stühle platzieren“, findet Marlene Eilert. „Eine Hollywoodschaukel darf natürlich auch nicht fehlen“, gibt Lea-Sophie Müller zu bedenken. Die Ideen gehen den fünf Mädchen nicht aus, sie stehen stellvertretend für ihre ganze Schule.
Und wenn die Grundschule Klosterwuhne den Wettbewerb gewinnt, wissen die Mädchen schon ganz genau, wie sie ihre Oase nutzen. „Am besten nach der Schule zum Entspannen, Ausruhen und von der Sonne anstrahlen lassen.“ Da sind sich alle einig. Von Anna Schätzle
(Quelle: Volksstimme vom 09.04.2011)



Jona Stolpmann, Azaria Edeling, Marlene Eilert, Lea-Sophie Müller und Pia Grämmer im Innenhof der Grundschule Klosterwuhne: Hier wünschen sie sich eine schöne grüne Oase. Kl. Foto: Farbenfroh präsentiert sich die Schule nach der Sanierung. Fotos (2): Anna Schätzle

08.04.2011
Magdeburger Verkehrsbetriebe: Barrierefreier Ausbau der Zoo-Haltestelle in diesem Jahr

Der barrierefreie Ausbau der Straßenbahnhaltestellen am Zoo (Schöppensteg) soll im zweiten Halbjahr 2011 beginnen. Das teilten die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) auf Volksstimme-Nachfrage mit. Letzte Hürde ist nach Aussage von MVB-Sprecherin Birgit Münster-Rendel die Baugenehmigung. Die Haltestellen am einzigen Zoo-Eingang stehen seit Jahren in der Kritik u. a. der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Neustädter See, der kommunalen Arbeitsgruppe „Menschen mit Behinderungen“ und das städtischen Behindertenbeauftragten. Der Stadtrat hatte bereits 2008 beschlossen, dass ein Kon zept zum barrierefreien Umbau der Haltestellen am Schöppensteg erarbeitet werden soll. Mit der Beschlussfassung zum Neubau des Eingangsgebäudes „Zoowelle“ waren die entsprechenden Forderungen noch lauter geworden. Zwar legte die Stadtverwaltung auch eine Planung vor, teilte jedoch 2009 mit, für den Umbau fehle das Geld. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 08.04.2011)



Die Straßenbahnhaltestellen am Zoo auf dem Schöppensteg sollen barrierefrei werden. Laut MVB ist der Bau für das zweite Halbjahr geplant. Foto: R. Richter

08.04.2011
Spendenaktion der Hoffnungsgemeinde - Gemeinde verbucht für neue Glocken bisher 18.000 Euro

Mehr als 18.000 Euro – das ist der Stand der Spendenaktion für neue Kirchenglocken in Nord, für Besucher der Kirche am Krähenstieg abzulesen am „Spendenbarometer“ im Foyer. Die evangelische Hoffnungsgemeinde benötigt ein neues Geläut und muss einen neuen Glockenturm als Ersatz für die jetzige marode Holzkonstruk tion bauen. Die Gesamtkosten werden sich nach Angaben von Pfarrerin Cordula Haase voraussichtlich auf mehr als 90.000 Euro belaufen.
Hintergrund: Die beiden Glocken der Hoffnungskirche, die in einem separaten Glockenturm im Jahr 1988 aufgehängt wurden, waren als Dauerleihgabe nach Nord gekommen. Sie gehören eigent lich der Christusgemeinde im Hopfengarten. Diese hatte die Glocken 1948 aus Bronzeresten der zerstörten Petrikirche gießen lassen. Da aus finanziellen Gründen jedoch der Bau eines Glockenturms im Hopfengarten scheiterte, verlieh die Gemeinde ihr Geläut später.
Inzwischen plant die Christusgemeinde aber, nun endlich doch einen Glockenturm im Hopfengarten zu bauen. Deshalb möchte sie ihre Glocken zurückhaben. Die Gemeinden vereinbarten, dass die Hoffnungsgemeinde das Bronze-Duo bis zum 31. Dezember 2011 zurückgeben muss. In Nord gab es deshalb im Vorjahr bereits öffentliche Veranstaltungen und eine Reihe von Beratungen des Gemeindebeirates. Beschlossene Sache ist, dass die Hoffnungsgemeinde drei neue Glocken gießen lassen und einen neuen Glockenturm bauen lassen möchte.
Nachdem im vergangenen Jahr bereits rund 15.000 Euro gespendet worden waren, hatte sich die Gemeinde das Ziel gesetzt, 2011 noch einmal so viel Geld von Firmen und privaten Geldgebern zu sammeln, um möglichst bis zu 30.000 Euro Eigenanteil aufbringen zu können. Dazu wurden Förderanträge bei verschiedenen Geldgebern gestellt. Großes Ziel der Christen in Nord ist es, 2012 die neuen Kirchenglocken feierlich einzuweihen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 08.04.2011)



Den Stand der Spendenaktion für die neuen Kirchenglocken zeigt dieser Aufsteller in der Hoffnungskirche an. Foto: R. Richter

08.04.2011
Bürgerverein plant Flohmarkt
Im Rahmen des großen Kinder- und Familienfestes in Nord ist am Stadtteilzentrum „Oase“ (Im Brunnenhof 9) unter Regie des Bürgervereins Nord am 14. Mai von 11 bis 17 Uhr auch ein Flohmarkt für private Anbieter geplant. Stellplätze können Interessierte jeden Dienstag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr unter Telefon 2515207 beim Bürgerverein reservieren. Die Stellplatzgebühr beträgt fünf Euro. Die Verkaufstische müssen selbst mitgebracht werden. Anmeldeschluss: 26. April. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 08.04.2011)

08.04.2011
Lärmschutz kontra Lindwurm
Auf geteiltes Echo stieß gestern die an dieser Stelle veröffentlichte Lesermeinung zum Lindwurm. Der stählerne Drache, der auf einer Brücke im Norden über dem Magdeburger Ring schwebt, sei durch Teile der neuen Lärmschutzwand nur noch teilweise zu sehen, so die Kritik der einen. Sie fordern, an den betreffenden Stellen durchsichtige Elemente zum Lärmschutz zu verwenden und den Bau entsprechend anzupassen. Andere sehen das nicht so: „Hauptsache ist für uns Anwohner, dass die Lärmschutzwand endlich gebaut wird – die brauchen wir unbedingt. Jetzt darf nicht für den Lindwurm das ganze Baugeschehen durcheinander gebracht werden“, sagte eine Leserin aus Nord gestern Morgen am Redaktionstelefon. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 08.04.2011)

07.04.2011
Lindwurm verhüllt

„Gestern fuhren wir mit dem Auto von Norden her auf der Westtangente in die Stadt und haben uns erschrocken, dass die oberen abgeknickten Winkel der Lärmschutzwände undurchsichtig gestaltet werden“, so eine Volksstimme-Leserin. „Das bedeutet,dass von ,unserem‘ Begrüßungslindwurm nur noch das Mittelteil nach Fertigstellung der Maßnahme zu sehen sein wird. Kein Kopf, kein Schwanz – kein Kunstwerk, kein Begrüßungslindwurm mehr. Das können wir doch nicht so hinnehmen!“ Der Lindwurm aus Stahl war mit Fördermitteln gebaut und im Dezember 2005 eröffnet worden. „Vielleicht ist es jetzt noch möglich, etwas zu retten, indem bis zu einer gewissen Entfernung diese Winkelverkleidungen durchsichtig gestaltet werden, damit der Lindwurm sichtbar bleibt“, so die Leserin. R. / Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 07.04.2011)

06.04.2011
Hoffnungsgemeinde - Passionsmusik in Nord: „Zwischen Tag und Tag“

Am kommenden Sonntag um 10.30 Uhr erklingt in der ev. Hoffnungskirche eine Passionsmusik für gemischten Chor, Sopran solo, Rezitation, zwei Querflöten und Klavier von Stefan Scharring nach Gedichten von Gabriele Herbst, ehemals Pfarrerin in der Hoffnungsgemeinde.
Die Passionsmusik mit dem Titel „Zwischen Tag und Tag“ verbindet moderne Lyrik, Jahrhunderte alte Choraltexte und biblische Erzählungen aus dem Alten und Neuen Testament miteinander. Der Komponist Stefan Scharring hat sich durch Texte von Gabriele Herbst aus ihrer Gedichtsammlung „schwedenbittersüß“ inspirieren lassen, vertraute Choralmelodien harmonisch neu zu deuten und mit Gedichtvertonungen zu verflechten. Der meditative Charakter der Musik soll Raum schaffen für eigene Betrachtungen und Impulse setzen für neue Entdeckungen in der Passionsgeschichte. Gabriele Herbst wird ihre Gedichte selbst vortragen; es singen und musizieren Jana Auerswald, Sopran, Thekla Fritsche und Paulina Lakomy, Querflöte, Gisela Schreiber, Klavier und Orgel und der Chor der Luther- und Gesundbrunnengemeinde Halle unter der Leitung von Kantorin Uta Fröhlich. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 06.04.2011)

02.04.2011
Forderungen und Fragen bei Bürgersprechstunde
Drei Bürger zur zweiten Zoopforte: Wird Test wiederholt?
OB: „Leipziger Zoo (1,7 Millionen Besucher) hat auch nur einen Eingang“
Wird es eine neue Testphase am geschlossenen Nordeingang des Zoos geben? Siegfried Kratz aus dem Wohngebiet Neustädter See hatte in der Bürgerfragestunde vehement eine Lanze für einen zweiten Zooeingang gebrochen. Den im Vorjahr gestarteten Test wollte er nicht anerkennen. Wenn, dann müsste nicht nur den Jahreskarteninhabern, sondern allen die Gelegenheit geboten werden, sagte er in Richtung Oberbürgermeister.
Mit ihm waren zwei weitere Fürsprecher für die Wiedereröffnung des Zooeingangs in den Ratsaal gekommen. Sie stellten in ihren Wortmeldungen klar, dass die Wiederholung des ihrer Meinung nach nicht objektiven Versuchs nur eine Minimalforderung sei. Ein Zoo wie Magdeburg brauche einen zweiten Eingang, betonte Frau Zimpel. Hierbei zum Kauf von Jahreskarten zu animieren, sei für sie so etwas wie Erpressung. Sie hinterfragte die Kosten und die Möglichkeit einer Spendenaktion. Sie selbst würde sich auch ehrenamtlich an die Kasse setzen. Ein Bewohner der Allendestraße erklärte, im Rheinland sechs Zoos besucht zu haben. Drei davon hätten zwei Eingänge angeboten.
Oberbürgermeister Lutz Trümper erklärte auf die Bürgerfrage, ob er das Ansinnen unterstütze: Das habe der Aufsichtsrat zu entscheiden. Als Aufsichtsratsvorsitzender der GmbH machte er allerdings deutlich: Der Stadtrat habe mehrheitlich ein Zookonzept beschlossen. Nach diesem soll in Magdeburg ein Zoo mit einem, aber repräsentativen Eingang entwickelt werden. Jetzt habe man für gut zwei Millionen Euro den Eingang errichtet, der soll jetzt auch qualifiziert werden. Er berichtete, dass er dieser Tage mit einer Delegation zu einem Informationsbesuch im Zoo Leipzig gewesen sei. Dieser Zoo habe jährlich 1,7 Millionen Besucher. Er hat wie Magdeburg (ca. 250.000 Besucher, d. R.) nur einen einzigen Eingang.
Siegfried Kratz und der Bürger aus dem Wohngebiet sahen das trotzdem anders. Die Lage des Zoos, der in ein Wohngebiet rage, rechtfertige einen zweiten Eingang, sagten beide. Wenn die Zahlen des Tests komplett ausgewertet sind, will der Aufsichtsrat allerdings über ein Drehkreuz entscheiden. Das hatte der Zoo angekündigt. Von Karl-Heinz Kaiser Quelle: Volksstimme vom 02.04.2011)

01.04.2011
IGS „Regine Hildebrandt“ ist eine „Schule mit Courage“ - Rektorin ist richtig stolz auf ihre engagierten Schüler

Neustädter See. An der IGS „Regine Hildebrandt“ hat sich die Anspannung wieder gelegt und Lehrer wie Schüler sind glücklich: Awas Ahmi braucht nicht mehr zu befürchten, dass sie am 13. April Deutschland verlassen muss. Zwar hatte die Ausländerbehörde der Stadt für sie und ihre Familie eine Abschiebung angekündigt, ein Gespräch bei OB Lutz Trümper schaffte am Mittwoch aber mehr Klarheit in der Sache und sorgt für berechtigte Hoffnung, dass die ganze Sache für die 16-Jährige gut ausgehen wird (wir berichteten gestern).
„Wir sind darüber wirklich sehr glücklich“, sagte gestern Dr. Annette Breitenfeld, Leiterin der Schule, im Volksstimme-Gespräch. Awas könne ihr Abitur in Magdeburg machen und habe auch sonst hier eine gute Perspektive.
Richtig stolz ist Annette Breitenfeld auf ihre Schüler. „Sie haben sich schützend vor einen Menschen aus ihrer Mitte gestellt und stehen ihm in einer schwierigen Lage bei. Das macht richtig Hoffnung“, ist die Schulleiterin so begeistert wie berührt vom Engagement ihrer Schüler. Und damit lebten die Schülerinnen und Schüler auch den Anspruch, den sich die Schule im vergangenen Jahr gegeben hat. Man hatte sich um den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beworben und Anfang 2010 den Titel auch verliehen bekommen. Die Schüler hätten deutlich gezeigt, dass sie hinter der Aktion stehen und vor allem auch tatsächlich da sind, wenn es ernst werde, anerkennt die Schulleiterin. Und Klassenlehrerin Simone Balogh berichtete, dass Schüler zu ihr gekommen seien und sagten, „jetzt können wir auch mal umsetzen, was wir im Ethikunterricht behandeln“.
OB Lutz Trümper freute sich ebenfalls am Mittwoch nach seiner Jugendsprechstunde, zu der eine Delegation der Hildebrandt-Schüler gekommen war. „Magdeburg hat ja leider keinen so guten Ruf, was Rechtsradikalismus und Ausländerfeindlichkeit betrifft. Die Hildebrandt-Schüler zeigen deutlich, dass Magdeburg eben nicht so ist, wie es einige wenige politisch Verblendete erscheinen lassen wollen.“
Die Schule will jetzt weiterhin Awas Ahmi und ihre Familie in den kommenden Wochen unterstützen, wenn es darum geht, die anstehenden Probleme in Sachen Aufenthaltsgenehmigung zu meistern. „Wichtig ist, dass jetzt erst einmal die Angst aus der ganzen Sache raus ist“, sagt Schulleiterin Annette Breitenfeld.
Gestern war noch ein MDR-Fernsehteam in der Schule und hat einen Bericht über das 16-jährige Mädchen aus Syrien und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, für die „Schule mit Courage“ nicht nur ein Schild am Schuleingang ist, gedreht. Von Peter Ließmann
(Quelle: Volksstimme vom 01.04.2011)

31.03.2011
Hildebrandt-Schüler: „Wir kämpfen für Awas, sie muss bei uns bleiben“
Syrische Schülerin (16) der IGS bekommt Ausweisungsverfügung / OB lässt sich die Akten kommen und prüft
An der IGS „Regine Hildebrandt“ sind Schüler, Lehrer und Eltern schockiert: Schülerin Awas Ahmi (16) soll nach Syrien ausgewiesen werden. Dagegen kämpft die Schule. Unterschriften werden gesammelt und die Schüler nehmen Kontakt zum OB auf. Der hatte gestern dann sogar eine gute Nachricht.
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in bestimmte Regionen des Landes, Syrien wird als Krisengebiet eingestuft. Politische Verfolgungen, Entführungen, Verschleppungen von Oppositionellen, auch Folter kämen weiterhin vor. Das Land befinde sich im Kriegszustand mit Israel und werde aktuell zu den arabischen Krisengebieten gerechnet. Bei jüngsten Demonstrationen gegen die Regierung kamen rund 100 Menschen ums Leben.
In dieses Land soll Awas Ahmi am 13. April ausgewiesen werden. Der Grund: Sie und ihre Familie sind vor 12 Jahren aus Syrien geflohen, haben in Deutschland Asyl beantragt und sollen jetzt das Land verlassen, da ihr Bleiberecht aufgehoben wurde. Grund dafür sei eine Falschaussage des Vaters und eines Onkels. „Und das vor 12 Jahren“, wundert sich Stefan Persch vom Elternrat der IGS „Regine Hildebrandt“.
Awas Ahmi ist jetzt knapp 17 Jahre alt, besucht die „Hildebrandt“, gehört in ihrer Klasse mit zu den Besten, ist stellvertretende Klassensprecherin und möchte in einem Jahr ihr Abitur ablegen. Und wenn es nach ihren Mitschülern geht, soll sie das auch.
Ihre Klassenkameraden, ja die ganze Schule stellen sich vor Awas Ahmi und wollen verhindern, dass sie nach Syrien ausgewiesen wird. Dazu wurden zum Beispiel über 1000 Unterschriften an der Schule gesammelt, die fordern, dass Awas in Deutschland bleiben kann. Auch die evangelische „Hoffnungsgemeinde“ am Neustädter See wurde um Unterstützung gebeten. „Es wäre wirklich sehr traurig, wenn Awas uns verlassen müsste“, sagte ihre Klassenlehrerin Simone Balogh. „Sie ist eine tolle Schüle rin und auch ihre Schwestern, die bei uns zur Schule gegangen sind, waren so wie sie.“ Die gesamte Schule sei bestürzt von der Nachricht gewesen. Aber Simone Balogh freut sich auch, dass sich ihre Schüler so für Awas einsetzten. „Das macht Hoffnung, weil sie versuchen, alle Hebel in Bewegung zu setzen.“
Eine Schülerdelegation war gestern bei OB Lutz Trümper in der Jugendsprechstunde, denn der OB ist der oberste Dienstherr der Ausländerbehörde des Rathauses.
Trümper hatte sich die Angelegenheit vor dem Gespräch mit den Schülern von seinem Amt näher erläutern lassen, sagte er im Volksstimme-Gespräch. Demnach stelle sich für ihn die Sache so dar: Die Familie sei vor 12 Jahren nach Deutschland gekommen und habe einen Asylantrag gestellt. Dabei hatten die Eltern angegeben, staatenlos zu sein. Daraufhin sei ihr Asylantrag zwar abgelehnt worden, sie hätten aber wegen der Staatenlosigkeit ein Bleiberecht bekommen. Durch die Aussage eines Familienmitglieds sei vor einiger Zeit allerdings herausgekommen, dass die Familien syrische Staatsbürger und nicht staatenlos seien. Das stelle dann leider den Tatbestand der Erschleichung eines Bleiberechts dar. Die Lage ist kompliziert, aber nicht hoffnungslos.
„Daran können wir als Behörde nicht vorbei“, sagte Trümper, auch wenn er die damaligen Beweggründe der Eltern, die aus dem Land flüchten mussten und Schreckliches auf der Flucht erlebt hatten, durchaus nachvollziehen könne. Aber die Ausländerbehörde habe die Ausweisung der Familie von Amts wegen ausgesprechen müssen. „Das tut uns vor allem für die Kinder leid, die hier in Magdeburg voll integriert und gut ausgebildet sind. Genau solche Jugendlichen brauchen wir ja als Stadt“, sagte Trümper. Die Gesetzeslage ließ aber keine andere Entscheidung zu.
Aber der OB hatte auch eine richtig gute Nachricht: Awas brauche sich keine Sorgen zu machen, dass sie und ihre Familie am 13. April Magdeburg verlassen müssen. Allerdings ist die rechtliche Lage, die hinter dieser Aussage steckt, kompliziert. Die Familie habe die Aufforderung bekommen, dass sie am 13. April 2011 Deutschland verlassen müsse. Dieser Aufforderung könne die Familie so aber natürlich nicht nachkommen. „Erst dann können wir als Behörde aktiv werden“, sagt Trümper. Da die Familie noch als staatenlos gelte, also nicht abgeschoben werden könne, müssten über die syrische Botschaft Pässe als Nachweis ihrer syrischen Staatsangehörigkeit beschafft werden. Das könne bis zu einem Jahr dauern. In dieser Zeit trete in Deutschland ein neues Ausländergesetz in Kraft, dass besage, dass Jugendliche, die das 18. Lebensjahr erreicht haben und als integriert gelten, allein ohne ihre Eltern in Deutschland bleiben könnten. Das treffe dann auf Awas zu. Und bis dahin könne sie als Minderjährige natürlich nicht ohne ihre Eltern hier bleiben.
Dazu komme, dass die politische Lage in Syrien äußerst problematisch sei und das Land auf einen Bürgerkrieg zusteuere. Auch das müsse bei der Prüfung einer Ausweisung der Familie dann berücksichtigt werden. Awas, ihrer Familie und der gesamten IGS „Regine Hildebrandt“ ist gestern ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, sagte Lehrerin Simone Balogh erleichtert. Von Peter Ließmann (Quelle: Volksstimme vom 31.03.2011)



Die Schüler der IGS „Regine Hildebrandt“ sind sich einig: Ihre Mitschülerin Awas Ahmi (16), am Tisch mit Lehrerin Simone Balogh, darf nicht nach Syrien ausgewiesen werden. Dafür wollen sie kämpfen.
Foto: Eroll Popova

30.03.2011
„Bildungs- und Teilhabepaket“ ab heute in Kraft - Anträge können ab sofort gestellt werden

Ottostadt Magdeburg. Seit heute sind die gesetzlichen Regelungen zur Einführung des "Bildungs- und Teilhabepakets" in Kraft - und zwar rückwirkend zum 1. Januar 2011. Damit können ab sofort bedürftige Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zusätzliche Leistungen für Bildung und Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben in der Gemeinschaft erhalten. Anträge nehmen das Jobcenter sowie das Sozial- und Wohnungsamt entgegen.
Das von der Bundesregierung den Landkreisen und kreisfreien Städten als Leistungsträger übertragene Förderangebot steht für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bereit, die in Bedarfsgemeinschaften nach "Hartz IV" leben oder die einen Anspruch auf Wohngeld, Kinderzuschlag oder Sozialhilfe haben.
Für Kinder in Bedarfsgemeinschaften nach "Hartz IV" ist das Jobcenter Landeshauptstadt Magdeburg zuständig, für alle anderen ist das Sozial- und Wohnungsamt der Landeshauptstadt Magdeburg Ansprechpartner. Dort können Anträge auf Leistungen gestellt werden.
(Quelle: Pressemitteilung vom 30.03.2011 auf www.magdeburg.de)

Im Bildungs- und Teilhabepaket sind folgende Leistungen vorgesehen:

Schulausflüge und mehrtägige Klassenfahrten:
Für Schülerinnen und Schüler und für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen, können die von dieser Einrichtung in Rechnung gestellten Kosten für eintägige Ausflüge und für mehrtägige Klassenfahrten übernommen werden.

Schulbedarf:
Schülerinnen und Schüler erhalten für die Schulausstattung jeweils zum 1. August 70 Euro und zum 1. Februar 30 Euro. Anschaffungen wie Schulranzen, Sportzeug sowie Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien (z.B. Füller, Malstifte, Taschenrechner, Hefte) sollen dadurch erleichtert werden.

Schülerbeförderungskosten:
Schülerinnen und Schüler, welche die nächstgelegene Schule besuchen und diese nicht zu Fuß oder mit dem
Fahrrad erreichen können, erhalten einen Zuschuss zu ihren Schülerbeförderungskosten, wenn die Kosten nicht von anderer Seite übernommen werden.

Lernförderung:
Kinder brauchen manchmal Unterstützung, um die Lernziele in der Schule zu erreichen. Wenn die schulischen Angebote nicht ausreichen, um die bestehenden Lerndefizite zu beheben und so das Klassenziel zu erreichen, kann eine ergänzende, angemessene Lernförderung gewährt werden.

Zuschuss zum Mittagessen:
Wenn Schulen und Kindertageseinrichtungen ein gemeinsames Mittagessen anbieten, können Schülerinnen
und Schüler sowie Kinder, die eine Kindertageseinrichtung (z.B. Krippe, Kindergarten, Hort, Tagespflege, Tagesmütter) besuchen, einen Zuschuss zum Mittagessen bekommen, um die höheren Kosten auszugleichen.

Förderung der Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben:
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erhalten ein Budget von 10 Euro monatlich für Vereins-, Kultur- oder Ferienangebote, um z.B. beim Musikunterricht, beim Sport, bei Spiel und Geselligkeit oder bei Freizeiten mitmachen zu können.

Wie werden die Leistungen erbracht?
Die Leistungen werden, mit Ausnahme des Schulbedarfes und der Kosten für die Schülerbeförderung, nicht als Geldleistung erbracht. Es wird eine Kostenübernahmeerklärung ausgestellt. Die Leistungen werden vom Sozial- und Wohnungsamt bzw. vom Jobcenter Landeshauptstadt Magdeburg dann direkt mit dem jeweiligen Leistungsanbieter (z.B. der Musikschule oder dem Sportverein) abgerechnet.
Für alle Leistungen für Bildung und Teilhabe (außer für den persönlichen Schulbedarf) ist für jedes Kind ein gesonderter Antrag erforderlich.

Die Landeshauptstadt hat ausführliche Informationen über die einzelnen Leistungen für Bildung und Teilhabe in Form von weiteren Flyern und Merkblättern vorbereitet. Diese sind im Sozial- und Wohnungsamt, im Jobcenter Landeshauptstadt Magdeburg sowie in den Bürgerbüros und im Internet unter www.magdeburg.de und www.jobcenter-landeshauptstadt-magdeburg.de erhältlich.
Die Leistungen können ab sofort beantragt werden. Der Antrag ist erhältlich bei den nebenstehenden Behörden oder im Internet. Die entsprechenden Informationen und Formulare finden Sie auf der Webseite des Jobcenters in der Rubrik Bildung und Teilhabe: www.jobcenter-landeshauptstadt-magdeburg.de

Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe (PDF-Dokument)

30.03.2011
Hartz-IV-Reform in Kraft getreten

Berlin (dpa). Die lange umstrittene Hartz-IV-Reform ist in Kraft. Das Gesetzespaket wurde gestern im Bundesgesetzblatt verkündet. Damit erhalten Millionen Hartz-IV-Bezieher und ihre Partner Anfang April – rückwirkend zum 1. Januar – den um 5 auf 364 Euro erhöhten Regelsatz ausbezahlt.
(Quelle: Volksstimme vom 30.03.2011)

30.03.2011
Kinder „stiften“ aus Kita - Sechsjährige wollten „spielen gehen“

Neustädter See (ba). Aufregung in einer Kita in der Lumumbastraße gab es am Montag. Gegen 11.15 Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass zwei Kinder verschwunden seien. Bei den Ermittlungen im Umfeld sagte eine Zeugin aus, dass ein Mann zwei Kinder über den Zaun gehoben habe. Gegen 14 Uhr dann Entwarnung: Die beiden Ausreißer konnten in der Nähe der Endhaltestelle am Neustädter See entdeckt werden, offenbar unversehrt. Die beiden Sechsjährigen gaben an, sie hatten spielen gehen wollen und einen „Freund“ um Hilfe gebeten.
Dieser habe sie dann über den Zaun gehoben. Die Polizei ermittelt noch. (Quelle: Volksstimme vom 30.03.2011)

29.03.2011
Schallschutzwände in Nord mit Farbe besprüht

Schallschutzwände in Nord mit Farbe besprüht
Autos passieren den Magdeburger Ring in Richtung Norden und fahren an dem Bereich vorbei, der in den vergangenen Tagen mit Lärmschutzwänden versehen wurde. Nur kurz nach der Montage der großformatigen schallschluckenden Platten waren in Höhe der Ausfahrt Ziolkowskistraße Schmierfinken am Werk. Unbekannte be sprühten Teile der Lärmschutzwand mit Farbe. Die Lärmschutzwände sollen allerdings in Kürze professionell und legal mit Grafitti versehen werden. Das Jugendamt bereitet mit Sprayern der Stadt derzeit ein entsprechendes Projekt für die Gestaltung der Wände vor. Foto: Rainer Schweingel (Quelle: Volksstimme vom 29.03.2011)

28.03.2011
Wieder Auto in Brand gesteckt

Neustädter See (pl). Aus der Salvador-Allende-Straße wurde in der Nacht zum Sonntag gegen 4 Uhr ein brennendes Auto gemeldet. Das Feuer konnte von der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Wie die Polizei dazu berichtete, brannte ein VW-Golf, ein daneben stehender Hunday wurde ebenfalls durch die Flammen beschädigt. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von Brandstiftung aus, da auf einem der Reifen des VWs Brandbeschleuniger festgestellt worden war. Auch war es nicht das erste Mal, dass dort ein Auto angezündet worden war. Bereits am 24. Februar und am 15. März wurden auf dem gleichen Gelände, das einer Fahrschule und einem Autohaus gehört, insgesamt drei Fahrzeuge in Brand gesteckt. Die Polizei ermittelt.
(Quelle: Volksstimme vom 28.03.2011)

28.03.2011
Modell von Magdeburg Nord - Utopien der Vergangenheit, Visionen für die Zukunft



Besucher am Samstag an einem Lichtinstallations-Modell von Magdeburg Nord. Es gehört zur Ausstellung „Alphaville-MD“ des Künstlers Maix Mayer im Kunstmuseum im Kloster Unser Lieben Frauen. Geplant gewesen war zunächst, sie nur bis gestern zu zeigen. Die Ausstellungszeit wurde jedoch verlängert. Noch bis zum 15. Mai können sich Interessenten ein Bild über Vergangenheit und Zukunftsvisionen unserer Stadt im Modellformat machen. Am 10. April wird es zudem noch einmal eine Sonntagsführung geben (ab 15 Uhr). Mayer wirdmet sich seit langem der Stadtentwicklung und den Utopien der Vergangenheit, die Visionen eröffnen.
Foto: Uli Lücke (Quelle: Volksstimme vom 28.03.2011)

26.03.2011
Ein Jahr nach der Gründung - Bürgerverein Nord zieht positive Bilanz

Nach den ersten zwölf Monaten seines Bestehens hat der Bürgerverein Magdeburg-Nord eine positive Bilanz gezogen. Der Verein habe sich als gemeinsames Sprachrohr des Nordens positioniert und bereits einige Erfolge vorzuweisen, so die Vorsitzende Karina Ferchland. „Neben der Öffentlichkeitsarbeit und dem Schriftverkehr mit Ämtern und Behörden zeigten wir Präsenz im Stadtrat und machten so deutlich, dass der Norden ein gemeinsames Sprachrohr hat“, so die Vorsitzende Karina Ferchland. „Nebenher besuchten wir Lehrgänge und Weiterbildungen zum Thema ,Vereinsarbeit‘.“
Inzwischen hat der Verein nach eigenen Angaben 17 Mitglieder. „Jeder, der uns unterstützen, Mitglied im Verein (ab 16 Jahre) werden oder weitere Informationen haben möchte, kann sich gern an uns wenden“, so Karina Ferchland. Der Verein ist erreichbar unter 0160/1 41 98 21 oder per EMail unter buergerverein@ neustaedtersee.de. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.03.2011)

Und so liest sich der Rückblick auf die ersten zwölf Monate:

03. März 2010
„Nordlichter“ mit vereinten Kräften: Elf Magdeburger haben den Bürgerverein Nord gegründet. Die Mitglieder wollen sich für Interessen der Bewohner der Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See stark machen, die Lebensqualität in den Wohngebieten fördern und das Stadtgebiet kulturell bereichern.

März 2010:
Der Bürgerverein setzt sich dafür ein, dass die Straße „Am Vogelgesang“ offen bleibt, die für den Zooausbau geschlossen werden soll. Die Vereinsmitglieder starten eine Unterschriftenaktion.

Juli 2010:
Aktionstag für die Rettung der Gemeinwesenarbeitsgruppe im Kannenstieg. Der Bürgerverein, die AG Gemeinwesen (GWA) Neustädter See und die Stadtteilmanagerin verteilen Handzettel und Plakate im Kannenstieg und werben für das Stadtteilgremium.

Juli 2010:
Auf der ehemaligen Skaterbahn im Kannenstieg wird eine Kleinfeldfußballanlage aufgebaut. Dieses Projekt ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem ALSO-Projekt der Polizei und dem Bürgerverein Nord. Die Skaterbahn war zuvor unter Protest abgerissen worden, weil die Stadt kein Geld für eine notwendige Sanierung hatte. Das Fußballprojekt soll auch in diesem Jahr weitergeführt werden.

August 2010:
Nach monatelangen Vorbereitungen wird auf dem Platz der Begegnung an der Salvador-Allende-Straße ein Stadtteilfest gefeiert. Bürgerverein, AG Gemeinwesen Neustädter See und Stadtteilmanagement machten diese Aktion zu einem Erfolg.

Oktober 2010:
Der Kampf um den Nordeingang für den Zoo beginnt. Auch hier ist der Bürgerverein mit einer Unterschriftensammlung dabei. In Zusammenarbeit mit den Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See sowie vielen öffentlichen Einrichtungen kamen 2600 Unterschriften zusammen.

November 2011:
Es ist geschafft: Die AG Gemeinwesen Kannenstieg wählt einen neuen Sprecherrat und ist damit nach Monaten wieder handlungsfähig. Der Einsatz des Bürgerver eins hat sich ausgezahlt.

Dezember 2011:
Im Kinderund Jugendhaus „Oase“ veranstaltet der Bürgerverein seine erste Babyartikelbörse für Eltern aus Nord.

25.03.2011
Jugendliche schlagen Mann zusammen

Neustädter See (pl). Am Neustädter See wurde am Mittwoch gegen 18 Uhr ein 51-jähriger Magdeburger von einer Gruppe Jugendlicher verprügelt. Wie die Polizei dazu berichtete, ging der Mann mit seiner 45-jährigen Begleiterin und seinem Hund am See spazieren, als er auf die Gruppe Jugendlicher traf. Warum es genau zu der Auseinandersetzung kam, konnte die Polizei noch nicht sagen, fest steht, dass der Mann von der Gruppe angegriffen, geschlagen und zu Boden geworfen wurde. Als er am Boden lag, wurde er noch von einer Jugendlichen mehrfach geschlagen. Erst, als sie feststellte, dass ihr Opfer am Kopf blutete, ergriff die Gruppe die Flucht in Richtung Salvador-Allende-Straße. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (Quelle: Volksstimme vom 25.03.2011)

25.03.2011
Konzert in der Kirche - Großer Abend für die Gemeinde mit Ernesto Cardenal
Auf ein Konzert mit Ernesto Cardenal in der Hoffnungsgemeinde in Magdeburg-Nord am vergangenen Dienstag blickt Gabriele Herbst, Pfarrerin i. R., zurück:
Baskenmütze, wehendes Grauhaar, wache Augen. Der Dichter, Theologe und politische Visionär Ernesto Cardenal: so kennt ihn die Welt. Zum vierten Mal kam er mit der Band „Grupo Sal“ nach Magdeburg, auf einer Tournee, die ihn nun noch über Luzern bis nach Wien führen wird. Der 86-jährige Mann aus Nicaragua besuchte zum zweiten Mal die ev. Hoffnungsgemeinde, um ein Lesekonzert unter dem Titel „Den Himmel berühren“ zu geben. Etwa 180 Besucher lauschten dem berühmten lateinamerikanischen Dichter, der mit seiner poetischen, politischen, erotischen Sprache den Himmel berührt, indem er auf die Erde aufmerksam macht. Himmel ist dort, wo Gott ist, und Gott ist dort, wo Liebe und Gerechtigkeit das Leben lohnend machen, so könnte man Cardenals Himmel umschreiben. Himmel und Gott bleiben Sehnsucht aller Menschen. Weil sich alle Menschen nach Liebe und Gerechtigkeit sehnen, Marilyn Monroe wie die ausgebeuteten Kinderarbeiter, die Coltan im Kongo für die wohlhabende Handy-Welt fördern. Das war harte Lesekost, die Cardenal in den Raum stellte. Aber weiches Daherflüstern war noch nie seine Sache. „Grupo Sal“ umrahmte die Lesung, die spanische Originaltöne Cardenals und die angenehm vorgetragenen Übersetzungen durch den Schauspieler Klaus Götte umfasste, mit mitreißender Musik.
Es war ein großer Abend für die Hoffnungsgemeinde und all ihre Gäste. Viele Menschen hatten sich für die Organisation und Finanzierung des Konzertes monatelang vorbereitet, in Vertretung seien genannt: Sabine Schmolke, das Mitarbeiterteam der Hoffnungsgemeinde, Café Krähe, Ratswaagehotel, Sparkasse, Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum, Eine-Welt-Haus, Konzertverein der Hoffnungsgemeinde, Kirchenkreis u. a.. (Quelle: Volksstimme vom 25.03.2011)

24.03.2011
Qualitätsgewinn beim Dosieren von Tabletten
Erfolgreiches Modellprojekt im Pflegeheim Heideweg

Welche Chancen gibt es, die Arzneimitteltherapie und Arzneimittelsicherheit in Pflegeheimen zu verbessern? Dieser Frage nahm sich die Wohnen und Pflegen Magdeburg gGmbH an und startete einen Modellversuch, Medikamente im Altenpflegeheim „Heideweg“ durch Apothekenmitarbeiter setzen zu lassen.
Nach 18 Monaten Laufzeit berieten die beteiligten Einrichtungen jetzt, ob das manuelle Dosieren im Haus Vorteile gegenüber einem maschinell hergestellten Blister hat. So trafen sich die Verantwortlichen des Altenpflegeheimes „Heideweg“ mit der Qualitätsbeauftragten des Trägers, der städtischen gemeinnützigen GmbH, sowie dem Apothekenteam und einem Vertreter der Apothekerkammer.
„Das eindeutige Votum der Pflegekräfte war, dass durch die neue Kooperation mit einer Apotheke vor Ort eine sichere und zuverlässige Arzneimittelversorgung gewährleistet ist“, teilte die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt gestern mit. Auch wurden die kurzen Lieferzeiten bei Notfallmedikamenten hervorgehoben.
Bei maschinell hergestellten Blistern werden den Pflegeheimen Schläuche geliefert. Dabei unterscheiden sich wirkstoffgleiche Präparate manchmal in Form und Farbe, für Heimbewohner und Pflegekräfte sei das oft irreführend.
Die Sonnen-Apotheke in der Salvador-Allende-Straße beschäftigt zwei Fachkräfte, die direkt im Heim das wöchentliche Dosieren der Tabletten der Heimbewohner übernehmen. „Mit dieser Betreuung vor Ort werden die Pflegekräfte entlastet und Risiken gemindert“, so Martin Wolff, Vorstandsmitglied der Apothekerkammer.
„Wir haben eine enge Kooperation mit unseren Hausärzten gesucht. Arzneimittelunverträglichkeiten und Nebenwirkungen lassen sich nun in der regelmäßig stattfindenden Visite, an der die Apothekenfachkraft mit teilnimmt, klären. So kann die Therapie schnell verändert und angepasst werden“, sagte Pflegedienstleiterin Helga Schwenke.
Einrichtungsleiter Ingolf Ulbrich dazu: „Die Fachkräfte reißen bei den maschinellen Blistern nur noch Tütchen auf, haben aber die gesamte Verantwortung über die Arzneimittel. Hier müssen sie der Maschine vertrauen, auch wenn die Tabletten im Blister jeden dritten Tag anders aussehen. Das wollen unsere Mitarbeiter nicht, daher ist aus unserer Sicht das Tablettensetzen hier im Heim eine wirkliche Alternative. Das entscheidende Ziel der realen Zeitersparnis für die Pflegefachkräfte, die jetzt spürbar mehr Zeit für ihre Bewohner haben, mit vertretbarem finanziellen Aufwand, ist hier erreicht worden“, so Ulbrich. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 24.03.2011)

23.03.2011
Bürgerverein sucht Helfer
Der Bürgerverein Magdeburg-Nord sucht Helfer und vor allem Sponsoren für sein geplantes Kinder- und Familienfest im Wohngebiet am Neustädter See am 14. Mai. „Wir als Bürgerverein Nord arbeiten tatkräftig daran mit und möchten unseren Teil dazu beitragen, dass dieses Fest ein großer Erfolg wird“, sagt Sandra Täntzler, die 2. Vorsitzende des Vereins. „Geplant ist vom Bürgerverein der Auftritt von Showmusiker Roger Altenburg. Für sein buntes Unterhaltungsprogramm ist er vor allem bei Kindern bekannt und beliebt, da er Musik für und mit Kindern macht. Außerdem ist er Botschafter der Kinderkrebshilfe sowie Botschafter von ,Keine Gewalt gegen Kinder‘“, so Sandra Täntzler. Der Bürgerverein Nord ist per E-Mail erreichbar unter buergerverein@neustaedtersee.de oder unter Telefon 01 60/1 41 98 21.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.03.2011)

23.03.2011
Stadtteilmanagement - Neue Sprechzeit im Bürgerhaus in Kannenstieg

Die Sprechzeit des Stadtteilmanagements im Stadtteil Kannenstieg ändert sich. Diese findet nicht mehr dienstags, sondern ab dem 1. April immer donnerstags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr im Alten- und Servicezentrum/Bürgerhaus des Paritätischen, Johannes-R.-Becher-Straße 57 statt. Das teilte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler mit. Die Sprechzeit im Stadtteil Neustädter See bleibt unverändert: Jeden Donnerstag in der Zeit von 13 bis 18.30 Uhr freut sich die Stadtteilmanagerin auf Bürgerbesuch im Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9, unter dem Dach des Stadtteilzentrums „Oase“.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.03.2011)

22.03.2011
Kannenstieg/Neustädter See - AWO strukturiert für „Bummi“ um
Kita aus der Helene-Weigel-Straße soll künftig am Kannenstieg 1 ihr Domizil haben

Eltern aus Nord warten schon lange auf einen Neubau für die Kindertagesstätte „Bummi“. Der Baubeginn wurde von der Stadt und der AWO als Träger für dieses Jahr angekündigt. Als Vorstufe wurde jetzt bereits im AWO-Verbund Erziehungshilfen umstrukturiert. Aus dem AWO-Gebäude am Kannenstieg 1 ist das betreute Wohnen für junge Eltern ausgezogen. Das Kinderheim bleibt dort und wird sich das Gelände künftig mit der Kita teilen.
Nach mehr als zehn Jahren im Heimverbund der AWOErziehungshilfen ist das Betreute Wohnen für junge Mütter und Väter, wie gestern bereits in der Volksstimme vermeldet, aus dem Kannenstieg in die neuen Wohnungen an der Lumumbastraße gezogen. Der Umzug war notwendig geworden, da in das bisherige Objekt im Kannenstieg die AWO-Kita „Bummi“ mit einziehen soll.
Getreu dem Motto ‚Gut geplant ist halb umgezogen‘ begannen für die jungen Eltern die Vorbereitungen schon lange vor dem eigentlichen Umzug. Die neuen Zimmer wurden verteilt, Verantwortliche bestimmt und die Aufteilungen der Möbel wurden festgelegt. „Selbst die Dekoration der einzelnen Wohnungen wurde vorher besprochen“, sagte Edel gart Löffler, Leiterin des AWO-Verbundes Erziehungshilfen augenzwinkernd. „Unsere jungen Mütter waren schon lange vorher mit Feuereifer am Planen.“ Neun junge Frauen, ihre Kinder und die betreuenden Sozialpädagoginnen bezogen Ende Februar ihre neuen Wohnungen in der Lumumbastraße.
„Auch können sich unsere jungen Eltern so schneller an ein ,normales‘ Leben außerhalb des Heimverbundes gewöhnen“, fügte Löffler hinzu. Inzwischen hätten sich alle fleißigen Helfer von dem zweitägigen Umzug erholt und auch die jungen Mütter und ihre Kinder fühlten sich in den neuen Wohnungen pudelwohl.
Der AWO-Verbund Erziehungshilfen fasst verschiedene Bereiche der ambulanten, teilstationären und stationären Jugendhilfe zusammen. Dazu gehört die Heimerziehung von Kindern und Jugendlichen in der Einrichtung Kannenstieg, verschiedene Außenwohngruppen und Tagesgruppen, die sich in Magdeburg-Nord und Magdeburg-Reform verteilen, und das AWO-Spielmobil, welches Spielaktionen in verschie denen Stadtteilen anbietet. Insgesamt werden im AWOVerbund Erziehungshilfen 62 Kinder und Jugendliche betreut.
Die Heimbetreuung wird auch weiter im Gebäude am Kannenstieg 1 angesiedelt sein, bestätigte die AWO auf Volksstimme-Nachfrage. Doch das Gelände soll mit einem geplanten neuen Anbau künftig auch Heimstätte für die „Bummi“-Kinder aus Nord sein.
Der Neubau wird im Stadtteil sehnsüchtig erwartet, weil das jetzige Objekt an der Helene-Weigel-Straße deutlich in die Jahre gekommen ist. Schon lange ist die Kita „Bummi“ im Grunde ein einziges Provisorium. Weil die Stadt bereits seit 2005 einen Neubau für „Bummi“ im Kannenstieg plant, wird kein Geld mehr in die Sanierung gesteckt.
Ende vergangenen Jahres wurden Schäden an der Außenhülle vom Kommunalen Gebäudemanagement ausgebessert. Der Turnkeller war wegen einer Schimmelbelastung zeitweise gesperrt, wurde trockenlegt und neu abgedichtet. Das hatte auch für Schlagzeilen in der Volksstimme und Elternproteste gesorgt.
„Seit Jahren renovieren wir in Eigeninitiative die Gruppenräume“, so Eltern genüber der Volksstimme. Das Elternkuratorium pocht deshalb auf einen raschen Neubau. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 22.03.2011)



Ende vergangenen Jahres gab es ein Treffen mit Jugendamt, Kommunalem Gebäudemanagement, AWO und Elternvertretern in der Kita „Bummi“. Thema waren die Baumängel u.a. im Turnkeller. Ein Neubau für die Kita ist auf dem AWO-Gelände am Kannenstieg 1 geplant. Dort ist auch der AWO-Verbund Erziehungshilfen ansässig. Foto: R. Richter

21.03.2011
Betreutes Wohnen neu in Lumumbastraße
Nach mehr als zehn Jahren im Heimverbund der AWO Erziehungshilfen ist das Betreute Wohnen für junge Mütter und Väter aus dem Kannenstieg in die neuen Wohnungen in der Lumumbastraße gezogen. Neun junge Frauen, ihre Kinder und die betreuenden Sozialpädagoginnen bezogen Ende Februar ihre neuen Wohnungen in der Lumumbastraße. (Quelle: Volksstimme vom 21.03.2011)

19.03.2011
Ausbildung erfolgreich abgeschlossen - An der IGS „Hildebrandt“ nehmen erste Streitschlichter die Arbeit auf

Nach anderthalb Jahren Schulung durch die Schulsozialarbeit und die Mediatorinnen des Deutschen Familienverbandes Sachsen-Anhalt haben erstmals zehn Schüler der 5. bis 7. Klasse der Integrierten Gesamtschule (IGS) Regine Hildebrandt in Nord ihre Streitschlichterausbildung mit Erfolg abgeschlossen. Sie führten den geladenen Gästen auf einer Abschlussveranstaltung vor, was es bedeutet, Streitschlichter zu sein.
„Die Schlichtung findet immer in bestimmten Phasen statt, die wir lange geübt haben“, sagte Shilan Badal Kheder.
Sie gehört zu den ersten Streitschlichtern an der IGS, denen im nächsten Schuljahr weitere folgen sollen. „Wichtig ist, dass das Projekt von der Schule weiterhin unterstützt wird. Die bestausgebildeten Schlichter nützen nichts, wenn sie nicht genutzt werden“, erklärt Monique Stolte, Schulsozialpädagogin des Deutschen Familienverbandes an der IGS „Regine Hildebrandt“, bevor sie die Zertifikate verlieh.
Ziele der Streitschlichtung seien vor allem die Verbesserung des Schulklimas, die Ent lastung der Lehrkräfte von Alltagskonflikten und das Erwerben von sozialen Kompetenzen, die den Umgang mit Gleichaltrigen erleichtern. Hierbei steht ein kontinuierliches Training zum gewaltfreien Umgang mit Konflikten im Vordergrund.
„Die Arbeitsgemeinschaft wird auch weiterhin regelmäßig stattfinden. Die Kinder können sich über ihre Erfahrungen austauschen und gegenseitig davon profitieren. Auch wenn die Grundausbildung zu Ende ist, gibt es noch eine Menge zu lernen“, so Monique Stolte. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.03.2011)



Die ersten Streitschlichter der IGS „Regine Hildebrandt“ (v. l.): Agit Celik, Maximilian Gehrmann, Josh Simon, Josefine Becker, Jolina Oelsner, Vanessa Meier, Pia-Loreen Weber, Ayjan Ali und Shilan Badal Kheder.

18.03.2011
Wohnprojekt für Menschen mit Behinderungen in Nord erweitert
Selbstbestimmt – neue Mieter in der Lebenshilfe-WG am Schrotebogen
Drei neue Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderungen mit Intensivbetreuung hat die Lebenshilfe Magdeburg in einem Hochhaus am Schrotebogen eröffnet. Für die acht neuen Mieter ist das WG-Leben ein wichtiger Schritt, um sich vielleicht einmal den Traum von den „eigenen vier Wänden“ erfüllen zu können. Die Volksstimme besuchte die neuen Mieter in Nord.
Es ist früher Abend in einem Hochhaus am Schrotebogen. Es duftet nach Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Speck. Christian Jamrath steht in der nagelneuen Küche, schneidet Möhren und Kohlrabi. Im Bad rattert die Waschmaschine im Schleudergang. Die weiß gestrichenen Wände sind noch weitgehend kahl. Erst vor zwei Wochen ist der junge Mann mit seinen Mitbewohnern in die neue Wohngemeinschaft, kurz WG, eingezogen.
Es ist eine besondere WG. Die Lebenshilfe ermöglicht sie. Und für Bewohner ist es ein Meilenstein hin zu einem selbstbestimmteren Leben, so etwas wie die erste Wohnung. Denn zuvor lebten sie im Wohnheim für Menschen mit Behinderungen.
Im selben Hauseingang haben Anja Kuhrt und Anja Wilke eine Frauen-WG gegründet. Stolz zeigen sie ihre selbst eingerichteten Zimmer. CDs von Tokio Hotel haben bei Anja Kuhrt einen Ehrenplatz im Regal gefunden. Daneben reihen sich Manga-Comics aneinander. „Die sammle ich“, sagt die junge Frau, die wie die Bewohner der anderen Lebenshilfe- WGs in einer der Werkstätten des gleichnamigen gemeinnützigen Unternehmens arbeitet.
Im gemeinsamen Wohnzimmer steht ein „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel auf dem Tisch. Mit Betreuerin Yvonne Riemer, die die beiden Mädchen heute unter ihren „Fittichen“ hat, ist noch eine Partie geplant. Aber die Mitarbeiterinnen der Lebenshilfe, die bis auf die Nacht immer vor Ort sind, helfen ihnen vor allem, im ersten eigenen Haushalt zurechtzukommen. Einkaufen, Kochen, Waschen, Putzen – all das steht im Gegensatz zum vorherigen Wohnheimleben nun für die Bewohnerinnen nach der Arbeit noch unverrückbar auf dem Tagesplan.
Gerade eröffnete die Lebenshilfe am Schrotebogen in Nord drei neue Wohnungen für so genanntes Intensivbetreutes Wohnen. Acht neue Mieter zogen in frisch renovierte Räume und werden in der nächsten Zeit noch mit Details der Einrichtung beschäftigt sein. Das Mindestalter, um hier ein WG-Zimmer in Reichweite des Neustädter Sees zu bekommen, ist 18 Jahre, erzählt Hausleiterin Marika Kühne. „Insgesamt wohnen hier am Schrotebogen 56 von der Lebenshilfe betreute Menschen mit geistigen und seelischen Behinderungen, zum Teil im hier ansässigen Wohnheim, zum Teil in den Außenwohngruppen“, so Marika Kühne. „Das Ziel und der Wunsch von vielen, vor allem jungen Bewohnern ist es natürlich, einmal allein in wirklich eigene vier Wände zu ziehen, vielleicht mit einem Lebenspartner. Dafür bietet die Lebenshilfe auch ambulant betreutes Wohnen an. Dort gibt es nur eine punktuelle Betreuung für die sonst eigenständig lebenden Mieter. Das Intensiv Betreute Wohnen in den kleinen Wohngemein schaften wie hier am Schrotebogen kann ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein.“ Für die beiden Anjas, Christian und Co. ging mit dem Einzug in die neuen Wohnungen am Neustädter See jedenfalls schon ein kleiner Traum in Erfüllung. Anja Wilke sagt nach den ersten zwei Wochen: „Ich fühle mich in unserer Wohngruppe richtig wohl.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 18.03.2011)



„Mensch ärgere dich nicht“ im neuen Wohnzimmer: Die neuen WG-Bewohnerinnen Anja Kuhrt (l.) und Anja Wilke (r.) mit Betreuerin Yvonne Riemer (M.) von der Lebenshilfe. Fotos (2): R. Richter



Selbst ist der Hausmann: Christian Jamrath in der neuen Küche beim Gemüseschneiden.

17.03.2011 - Lesekonzert am 22.03.2011
„Inspiration kommt überraschend“ - Lesekonzert in der Hoffnungskirche

Der Revolutionär, Dichter und Theologe aus Nicaragua, Ernesto Cardenal, kommt mit seinem Programm „Den Himmel berühren“ am 22. März nach Magdeburg. Veranstaltungsbeginn ist um 19.30 Uhr in der Hoffnungskirche, Krähenstieg 2.
Er ist einer der wichtigsten Dichter Lateinamerikas, der Poet und Revolutionär Ernesto Cardenal. Am Dienstag, dem 22. März, besucht er mit dem Programm „Den Himmel berühren“ Magdeburg als Gast der Evangelischen Hoffnungsgemeinde und des Hotels Ratswaage. Im Biber erzählt er vorab über Liebe, Inspiration und die Kraft der Musik.
Biber: Was erwartet die Besucher beim Abend „Den Himmel berühren“?
Ernesto Cardenal: Das Publikum kann sich vor allem auf einen großartigen musikalischen Abend freuen. Es gibt Dichtung und Prosa auf Spanisch und Deutsch von mir. Ich merke immer wieder, dass die Musik das Publikum stärker fesselt als die Poesie. Aber natürlich hat das Publikum immer wieder die Möglichkeit, meine Dichtung zu hören. Der Abend ist aufgeteilt in vier Leseblöcken.
Biber: Der Titel Ihrer Konzertlesereise geht auf einen Satz von Novalis zurück. Warum haben Sie diesen gewählt?
Ernesto Cardenal: Unter meinen Texten gibt es einen, der von Novalis inspiriert wurde: „Einen Körper berühren ist wie den Himmel zu berühren“. Ich machte kurz nach dem Sieg der sandinistischen Revolution eine mystische Erfahrung in einer Militär-Maschine. In diesem Gedicht erzähle ich davon und was dieser Satz für mich bedeutet. Wir können dieses Erlebnis als mystische Meditation bezeichnen. Ich kann mir vorstellen, dass Novalis den Satz so gemeint hat, wie ich ihn verstehe.
Biber: Wie sind die Gedichte über Liebe, Revolution, Gott und die Welt entstanden? Was inspiriert Sie?
Ernesto Cardenal: Die Inspiration kommt vollkommen überraschend. Alles, auch das Trivialste, kann in mir eine tiefe Inspiration hervorrufen. In meiner Jugend war ich sehr oft verliebt, was mich zu vielen Liebesgedichten bewegte. Danach hat die Liebe zu Gott mein Leben stark bestimmt, das was ich „Bekehrung“ genannt habe. Diese Bekehrung hat mich zu mystischer Lyrik und Prosa inspiriert. Danach haben mich die großartigen Ereignisse der wunderbaren Revolution in Nicaragua zu vielen Gedichten angeregt. In den letzten 30 bis 40 Jahren meines Lebens hat mich vor allem die Wissenschaft zum Schreiben inspiriert.
Biber: Sie werden von der wunderbaren lateinamerikanischen Musik von „Grupo Sal“ begleitet. Wie wichtig ist Musik, um den Himmel berühren zu können?
Ernesto Cardenal: Es ist richtig, „Grupo Sal“ als wunderbar und wundersam zu bezeichnen. Obwohl ich über keinerlei mu sikalische Kenntnisse verfüge, kann ich die tiefe Wirkung, die die Musik im Publikum hervorruft, beurteilen. Und dies tut der Verbreitung meiner Texte sehr gut.
Biber: Ihr Leben war sehr bewegt. Sie lebten im Kloster, waren Priester und später Kultusminister Nicaraguas, sie unterstützten den Widerstand von Solentiname aus, flüchteten ins Ausland. Heute zählen Sie zu den wichtigsten Dichtern Lateinamerikas. Wie blicken Sie auf diese Stationen zurück?
Ernesto Cardenal: Es sieht so aus, als ob die Etappen meines Lebens sehr unterschiedlich, ja widersprüchlich gewesen wären, so als ob sie sich teilweise gegenseitig ausschließen. Aber für mich ist das natürlich nicht der Fall. Für mich ist es ein einziges Leben, das von Gottes Willen geführt worden ist.



Die schwarze Baskenmütze und die weißen Haare sind zu Ernesto Cardenals Markenzeichen geworden. Gemeinsam mit den Musikern von „Grupo Sal“ lädt der 86-Jährige zum Lesekonzert ein.
(Quelle: Veranstaltungsmagazin Biber / Volksstimme vom 17.03.2011)

17.03.2011
In Badeschlappen über die Straße zum Strand
Teil 2 der Volksstimme-Serie über Magdeburger Neubaugebiete: So lebt es sich am Neustädter See



Foto: Volksstimme vom 15.03.2011 - Flugdienst Magdeburg

Die einmalige Lage am Wasser macht den Stadtteil Neustädter See zu einer der beliebtesten Wohnadressen in Magdeburg. Nicht nur der Zoo lädt hier zu entspannenden Spaziergängen und Erholung ein. Lesen Sie, wofür Bewohner ihr Viertel noch so alles lieben.
„Unsere Mieter können im Sommer einfach in Badeschlappen über die Straße zum eigenen Badesee gehen“, sagt Karin Grasse vom Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft „Otto von Guericke“. Das ist natürlich nicht der einzige Grund für die große Beliebtheit der Wohngegend: „Die Wohnungsunternehmen haben hier Sanierungsmaßnahmen mit teilweise beispiellosen Aufwand und Umfang umgesetzt. Wir verfügen hier über Wohnungsgrößen und Mietkategorien für alle Zielgruppen.“ Und: „Die Infrastruktur mit sozialen und gewerblichen Dienstleistungen, Einzelhandel, Bildungs-, Sport- und Kindereinrichtungen, ausgeprägter Gemeinwesenarbeit und dem Öffentlichen Nahverkehr ist sehr gut“, so Karin Grasse.
Außerdem: „Das Negativ-Image der Neubauten ist Vergangenheit“, erklärt Heinrich Sonsalla, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg, größter Vermieter der Stadt. „Wir haben die umfassende Sanierung unseres Bestandes im gesamten Areal gestartet. Neue Grundrisse und Umbauten veränderten das Gesicht der Häuser, die nun zeitgemäßes Wohnen für Jung und Alt ermöglichen. So erinnert heutzutage beispielsweise nichts mehr an die einst engen, lichtarmen Bäder in der so genannten ,Platte‘. Wir bieten unseren Neumietern helle, einladende Bäder an und gehen individuell auf Wünsche ein.“
„Das Klischee der Schlafstadt können Sie getrost vergessen!“, verkündet selbstbewusst die beherzte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Was nicht heißen soll, dass die ruhige Stadtrandlage und die Entspannung am See plötzlich passé wären. Im Gegenteil. Doch Magdeburg-Nord, wie das Wohngebiet einst schlicht getauft wurde, habe eben auch eine bewegte Seite.
Dafür stehen engagierte „Nordlichter“, die sich in Vereinen und Einrichtungen engagieren und für ihren Stadtteil auch mal leidenschaftlich streiten. Ob es zuletzt um die Neugestaltung des Boulevards zwischen dem beliebten Märchenbrunnen und dem Seeufer ging oder um den Ausbau eines Rundwanderweges um den See – stets waren sie mit Kritik, aber auch Ideen zur Stelle. Und fürs gemeinsame Feiern nutzen Bürgerverein Nord und AG Gemeinwesen den mit viel Grün und Freilichtbühne neu gestalteten Festplatz, der nach einer Bürgerabstimmung inzwischen „Platz der Begegnung“ heißt.
Doch Plätze der Begegnung gibt es im Grunde genommen in Nord viele. Der „Seeblick“ mit der Bowlingbahn ist ebenso beliebter Treffpunkt wie die Schwimmhalle oder die einzige Wasserskianlage weit und breit, das städtische Strandbad, die Volleyballplätze oder der FKKStrand. Das Kinder- und Ju gendhaus „Oase“ ist soziales Zentrum. Am Seeufer eröffneten Wobau und Malteser einen Nachbarschaftstreff. Im Hochhaus Schrotebogen 12 ist die Volkssolidarität für Senioren da. Die ev. Hoffnungskirche ist mit dem Begegnungscafé „Krähe“ für Ausländerinnen und dem Konzertverein auch ein sozialer und kultureller Fixpunkt.
Ein klares Bekenntnis zum Stadtteil fällt nicht nur Karin Grasse von der Otto-von-Guericke-Genossenschaft entsprechend leicht: „Wir forcieren unsere Aktivitäten in diesem Wohngebiet. Die aktive Mitarbeit in der AG Gemeinwesen gehört für uns selbstverständlich dazu. Auch unterstützen wir durch Sponsoring die nichtkommerzielle, kostenfreie Stadtteilzeitung ,Der Lindwurm‘ von Bürgern für Bürger“, sagt sie.
Auch die MWG-Wohnungsgenossenschaft als größter genossenschaftlicher Vermieter orientiert sich weiter nach Norden. Gerade eröffnete die MWG eine neue Geschäftsstelle an der Klosterwuhne. Für Vermietung, Service, Spareinrichtung und Nachbarschaftsverein gibt es nun eine Anlaufstelle vor Ort. Das Unternehmen hat laut Vorstand Thomas Fischbeck ein Drittel seines Bestands in Magdeburg-Nord, das heißt mehr als 3000 Wohnungen. Mit der eigenen Geschäftsstelle, sagt Fischbeck, „unterstreichen wir die Bedeutung von Nord als wichtiger Wohnstandort“.
Den baulichen Wandel im Stadtteil Neustädter See verdeutlicht der Wohnblock in der Victor-Jara-Straße 1–5. Die Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Magdeburg von 1954“ ließ den Zehngeschosser komplett sanieren. Die Balkone an der Südseite wurden vergrößert, die Fassade auch farblich aufgefrischt. Den Mietern in den oberen Etagen bietet sich ein traumhafter Blick über die Stadt. Der Leerstand beträgt aktuell nur 2,5 Prozent.

Volksstimme-Urteil:
Die Lage am See und die Vielzahl an Freizeit- und Erholungsangeboten sind schwer zu toppen. Auch der Zoo liegt für die Bewohner vor der Haustür. Mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wurden Wohngebäude fit für die Zukunft gemacht.
Eine Schwäche neben dem hohen Altersdurchschnitt von 55,2 Jahren (Gesamtstadt: 46) ist die Anonymität der Hochhäuser. Mit Mietertreffs, Nachbarschaftszentren und Sozialprojekten kämpfen Vermieter, Stadt und soziale Träger dagegen an. Von Robert Richter (Quelle: Sonderveröffentlichung in der Volksstimme vom 15.03.2011 )

17.03.2011
Sonniger Willkommensgruß am Neustädter Platz
Schandfleck ade: Stadtteilmanagerin Jessica Zedler stellt Entwurf für Wandbild vor

Die Fotomontage zeigt die Außenwand der Bärenapotheke am Neustädter Platz mit dem geplanten Wandbild, entworfen von Künstlern der Magdeburger Firma "Strichcode".
Foto:privat

Mit einem Wandbild an der Fassade der Bärenapotheke am Neustädter Platz soll ein Schandfleck des Stadtteils überstrichen werden. Stadtteilmanagerin Jessica Zedler präsentierte gestern Entwürfe für die Gestaltung der Fassade als auch des Rundbaus mit Graffiti. „In dem Entwurf wurden Themen rund um den wichtigsten Bestandteil des Stadtteils – den Neustädter See – verarbeitet. Angefangen vom schönen Sandstrand, beliebt bei Groß und Klein, bis hin zur modernen Wassersportanlage ist dieser Naturraum als Großstadtoase dargestellt“, so die Stadtteilmanagerin.
Der Rundbau hatte früher den Zugang zu einem Jugendklub im Keller geboten, im Volksmund auch „Klo-Keller“ genannt, weil es dort früher auch öffentliche Toiletten gab. Das alles soll bald endgültig Geschichte sein.
„Sobald das Wetter es erlaubt, werden die ersten vorbereitenden Schritte unternom men, um die Gestaltung praktisch umzusetzen“, sagte Jessica Zedler gestern. Stadtteilbewohner, die Fragen oder Anmerkungen dazu haben, können sich im Stadtteilbüro unter 2 88 60 44 melden.
Die Fassadengestaltung hatte die Stadtteilmanagerin kürzlich bei der Auswertung einer Fotoaktion von Jugendlichen zugesagt. Die Teilnehmer hatten besonders schöne und hässliche Seiten ihres Stadtteils fotografiert. Auch in der Bürgersprechstunde und in der AG Gemeinwesen Neustädter See war der Wunsch nach einer Verschönerung des Platzes laut geworden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 17.03.2011)



So sieht der Rundbau am Neustädter Platz derzeit aus.

17.03.2011
Gelungenes Faschingsfest
In der Grundschule “An der Klosterwuhne” herrschte am Mittwoch, den 10. März 2011 der Ausnahmezustand. Hexen, Cowboys, Prinzessinnen und Piraten übernahmen das Kommando. Mit vielerlei bunten Kostümen feierten Schüler und Lehrer ihr diesjähriges Faschingsfest. Zahlreiche Aktionsstationen, verteilt im gesamten Schulgebäude, sorgten für Abwechslung, Spiel und Spannung. Höhepunkt des Tages war ein Auftritt vom Clown Wuschel. In seinem Mitmachprogramm spielte, sang und tanzte Clown Wuschel mit den Kindern.
Wer am Ende dieses Tages bei den Kindern in die Runde fragte, bekam verständlicherweise, immer wieder eine Antwort: “Es war ein toller Tag, aber warum ist Fasching nur einmal im Jahr?” Von Brigitte Saib




Fotos: privat

14.03.2011
Schüler der IGS Regine Hildebrandt recherchieren: Geliebte Onlinespiele – Ab wann bin ich süchtig?

Schüler machen Zeitung (SchmaZ) heißt es derzeit auch an der IGS Regine Hildebrandt. Am vergangenen Donnerstag machten sich die SchmaZ-Reporter an die Recherchen. Drei Achtklässler sammelten beim Thema „Onlinespielsucht“ ihre ersten journalistischen Erfahrungen.
David Lavina, Tobias Klose und Roman Serebranski erklären: „Wir spielen selber sehr gerne am Computer Rollenspiele wie ,Fiesta’ und Egoshooter wie ,Call of Duty’. Deshalb haben wir uns für dieses Thema sehr interessiert.“
Helga Meeßen-Hühne, Leiterin der Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt, stand den Nachwuchsjournalisten dabei Rede und Antwort. So erfuhren sie: Generell haben ca. 1,5 bis 2 Prozent der Onlinespieler ein großes Abhängigkeitsproblem. Allerdings ist die Dunkelziffer derjenigen, die stark gefährdet sind, sogar noch weitaus höher. Außerdem haben Onlinespiele einen „Glücksspielcharakter“, so dass die User verführt werden, immer länger zu spielen.
Doch wie genau erkennen Betroffene, dass sie abhängig sind, und wie kann man eine Onlinespielsucht verhindern? Diesen Fragen sind die SchmaZ-Reporter auf den Grund gegangen und werden diese in ihrem Artikel, der online erscheint, beantworten. „Wenn Eltern Sorgen haben, dass ihre Kinder onlinespielsüchtig sein könnten, sind die Suchtberatungsstellen die besten Anlaufstellen wie z. B. die AWO in der Thiemstraße 12“, empfiehlt Helga Meeßen-Hühne. Die Landesstelle für Suchtfragen bietet außerdem Infomaterial zum Thema Computersucht an. Anhand einer Checkliste kann sich jeder selbst überprüfen: Bin ich süchtig?
Im Nachhinein sagten die Schüler über sich, dass sie nicht spielsüchtig seien, aber vielleicht eine Neigung dazu hätten. (Quelle: Volksstimme vom 14.03.2011)



SchmaZ-Reporter beim Recherchegespräch: Die Schüler David Lavina (14), Tobias Klose (14) und Roman Serebranski (16) sprechen mit Expertin Helga Meeßen-Hühne und AOK-Pressesprecher Wilko Petermann über das Thema Online-Spielsucht. Foto: Madlen Schäfer

14.03.2011
Zoo-Direktor Kai Perret: „Bereits 573 Jahreskarten verkauft“

Zum Leserbrief: „Nordeingang Zoo – Shop erneut geschlossen“ von Karl-Heinz Rasche am 8. März 2011:
Die Darstellung von Herrn Rasche entspricht nicht den Tatsachen. Richtig ist, dass der Zoologische Garten Magdeburg täglich ab 9 Uhr öffnet, der Zoo-Shop um 10 Uhr. Nach Rücksprache mit den Mitarbeiterinnen des Kassenbereiches können wir festhalten, dass Herr Rasche zwischen 9.30 Uhr bzw. 9.45 Uhr sich im Kassenbereich aufhielt. Der Zoo-Shop wurde pünktlich um 10 Uhr geöffnet, wie an jedem Tag. Die Aussage von Herrn Rasche: „Das ist ein Hohn, wie die Einwohner in Nord diskriminiert werden“, weisen wir befremdlich zurück.
Wie bereits mehrfach in der Volksstimme publiziert, verweisen wir hinsichtlich des Themas „Nordeingang“ auf nachfolgenden Sachstand: Um dem Wunsch der Bewohner des nördlichen Stadtteils entgegenzukommen, beschloss der Aufsichtsrat des Zoologischen Gartens Magdeburg in seiner Sitzung am 2. Dezember 2010, den Bau eines entsprechenden Zugangs Nord für Jahreskarteninhaber durchzuführen, sollte die dafür notwendige Summe durch den Verkauf zusätzlicher Jahreskarten (1800 Stück) bis zum 31. März 2011 generiert werden. Bis einschließlich 8. März wurden 573 Jahreskarten verkauft.
Ebenso hatte sich der Aufsichtsrat klar zum Konzept „Ein Zoo mit einem Eingang“ bekannt und einstimmig den Beschluss gefasst, gemäß den bisherigen Planungen zur Entwicklung des Zoologischen Gartens Magdeburg keinen zweiten Eingang Nord einzurichten, weder als vollwertigen zweiten Eingang, noch als saisonalen Nebeneingang. Dr. Kai Perret, Zoodirektor (Quelle: Volksstimme vom 14.03.2011)

Leserbrief vom 08.03.2011
Nordeingang ‍Zoo - Shop erneut geschlossen
In der Volksstimme war zu lesen, dass Zoochef Dr. Perret weiter an der dauerhaften Schließung des Nordeingangs festhält. Grund: Alle Besucher sollen den Eingang Zoowelle nutzen, um im Zooladen das Merchandising-Geschäft anzukurbeln. Ich stand am Sonntag (6. März) um 10 Uhr vor verschlos senem Shop, obwohl schon viele Besucher den Zooeingang passiert hatten. Das ist mir schon zum zweiten Male passiert. Wie vereinbart sich das nur mit dem Merchandising-Geschäft? Das ist ein Hohn, wie die Einwohner in Nord diskriminiert werden. Karl-Heinz Rasche, 39126 Magdeburg (Quelle: Volksstimme vom 08.03.2011)

11.03.2011
„Nordic Walking“ am Neustädter See
Am 24. März startet wieder ein Kurs „Nordic Walking“ am Neustädter See mit Dipl.-Sportlehrer Ralf Kersten. Treffpunkt ist jeden Donnerstag, 10 Uhr, das Nachbarschaftszentrum „Malteser Stübchen“, Am Seeufer 9. Anmeldungen unter 5 90 55 32. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 11.03.2011)

11.03.2011
Treffen zur Vorbereitung des Kinder- u. Familienfestes
Das nächste Treffen des Festkomitees findet am 17.03.2011 um 18.00 Uhr im KJH „OASE“/Stadtteilbüro statt.
Alle ehrenamtlichen Helfer sind herzlich eingeladen! Alle Infos zum Kinder- u. Familienfest am 14.05.2011

09.03.2011
Eichenweiler freut sich auf 90. Siedlungsgeburtstag - Vorbereitungstreffen in der Bierstube
In Vorbereitung der Feierlichkeiten zum 90. Jahrestag der Erschließung der Gartenstadt Eichenweiler lädt der Siedlerverein Eichenweiler alle interessierten Bewohner zu einer Informationsveranstaltung ein. Für die geplante Festwoche vom 17. bis 19. Juni auf dem Sportplatz Am Schöppensteg werden noch aktive Helfer und Unterstützer mit guten Ideen gesucht, teilte der Vereinsvorsitzende Dirk Mallée mit.

09.03.2011
Technisches Hilfswerk - Sachkundeunterricht beim THW für Schüler aus Nord
Über die Arbeit des Technischen Hilfswerks (THW) informierten sich jetzt Drittklässler der Grundschule „An der Klosterwuhne“ im Rahmen des Sachkundeunterrichts aus erster Hand. Sie besuchten die ehrenamtlichen Helfer des THWOrtsverbandes Magdeburg. „Neben dem Zusammenspiel von Feuerwehr, Rettungsdienst und der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk wurde den wissbegierigen Kindern in einer Präsentation auch die Rolle des Technischen Hilfswerks im Katastrophenschutz in Deutschland und im Auftrag der Bundesrepublik
Deutschland im Ausland erläutert“, so Axel W. Moch vom THW. Nach dem theoretischen Teil und der Vorstellung des Kinderbuches „Tom der THW- Helfer“ konnten die kleinen Besucher an verschiedenen Stationen einen praktischen Einblick in die THW-Arbeit erlangen.
So wurde neben der Vorstellung der umfangreichen Technik des Gerätekraftwagens auch ein Lastwagen und eine tonnenschwere Betonplatte mit einem Hebekissen mühelos per Knopfdruck angehoben. Die Fachgruppe Führung/Kommunikation richtete ihre entfaltbare Führungsstelle zur Besichtigung ein und übte mit den Kindern den Notruf. Das Deutsche Rote Kreuz Magdeburg stellte einen Krankentransportwagen zur Verfügung und rückte damit das Thema „Erste Hilfe“ in den Blickpunkt. „Auch wurde in einigen Gruppenspielen gezeigt, wie wichtig Teamfähigkeit und Fürsorge gegenüber anderen im Alltag ist“, so Moch. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 09.03.2011)



Über die Technik des THW informieren sich die Schüler aus Nord hier an einem Einsatzfahrzeug. Foto: privat

Freitag, der 04.03.2011
Hoffnungsgemeinde, Krähenstieg 2
Wie viele Brote habt ihr? - Weltgebetstag Chile 2011

"Wie viele Brote habt ihr?" - Diese Frage erreicht uns aus einem Land, in dem Brot zu jeder Mahlzeit gehört, in dem auf den Tischen in vielen Häusern oft nicht mehr steht als Brot und eine Tasse Tee, in dem immer wieder auch Brot geteilt wird, als Zeichen der Gemeinschaft, als Zeichen gegen den Hunger in der Welt, als Zeichen des Lebens, das eine Zukunft erhofft.
"Wie viele Brote habt ihr?" - dieser Frage müssen auch wir uns stellen. Was können wir teilen und weitergeben, was können wir tun gegen den Hunger in der Welt, gegen Ungerechtigkeit und Achtlosigkeit anderen Menschen gegenüber?
Solchen Fragen wollen wir nachgehen, das Weltgebetstagsland Chile kennen lernen, in Verbundenheit mit den Menschen in Chile und überall in der Welt zu einem ökumenischen Gottesdienst zusammen kommen und gemeinsam feiern.

16.30 Uhr - Programm für alle Generationen: Bastelangebote, kleiner Sprachkurs Spanisch, Spiele, Tanz u.v.m.
18.00 Uhr - Ökumenischer Gottesdienst für Jung und Alt
19.00 Uhr - Chilenisches Buffet (Weinverkauf)

(Rezepte für das Buffet sind im Gemeindebüro erhältlich, es wäre schön, wenn sich viele an den Vorbereitungen beteiligen, umso reichhaltiger wird das Buffet!)

Pressemitteilung vom 28.02.2011
Weltgebetstag in der Hoffnungsgemeinde - Wie viel Brot habt Ihr – Frauen stellen Chile vor
Neustädter See (pl). Die Hoffnungsgemeinde Magdeburg lädt am Freitag, 4. März, gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt zu einem bunten Fest für alle Generationen ein. Anlass ist der ökumenisch gestaltete Weltgebetstag, der jedes Jahr am 1. Freitag im März in 170 Ländern der Erde begangen wird. In diesem Jahr haben Frauen aus Chile den Gottesdienst vorbereitet und machen darin mit ihrem Land, ihrem Denken und ihren Lebensweisen bekannt.
Als im Jahre 2007 Frauen in Chile begannen, über das Motto „Wie viele Brote habt ihr?“ nachzudenken, ahnte niemand, dass diese Frage durch das schwere Erdbeben vom 27. Februar 2010 einen ganz anderen Klang bekommen würde. Viele Menschen in den betroffenen Gebieten haben damals ihr gesamtes Hab und Gut verloren, und leben zum Teil heute noch in Holzhütten, oft noch ohne Wasser.
„Wie viele Brote habt ihr“, unter dieser Überschrift sind am 4. März Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche eingeladen, in einem bunten Vorprogramm und dem Gottesdienst für alle Generationen das Land näher kennen -zulernen, in dem Brot elementarer Bestandteil einer jeden Mahlzeit ist.
Die ev. Hoffnungsgemeinde hat gemeinsam mit der ev. Nicolaigemeinde, der kath. St. Mechthildsgemeinde und der Ev. Akademie Sachsen-Anhalt diese Veranstaltung vorbereitet. Um 16.30 Uhr geht es im Krähenstieg 2 mit chilenischen Spielen, Tänzen, Geschichten, einem kleinen Sprachkurs Spanisch und kreativen Angeboten, z.B. Schmuckgestaltung und dem Bauen von Trommeln, los.
Über das Land und die Leute informiert Pfarrerin Cordula Haase, die ein halbes Jahr in Chile gelebt hat, immer wieder dorthin zurückkehrt und intensiv Brücken zwischen Chile und Magdeburg baut. Außerdem wird Annette Berger, Studienleiterin in der Ev. Akademie Wittenberg, unter dem Motto „Auf Entdeckungstour: Lehrer aus Sachsen-Anhalt begegnen Lehrern aus Chile“ über eine Studienreise nach Chile im Januar 2011 berichten. Ab 18 Uhr wird ein familienfreundlicher Festgottesdienst gefeiert. Anschließend sind alle zu einem chilenischen Abendessen eingeladen. Der Eine-Welt-Laden ist mit seinen Angeboten ebenfalls den ganzen Nachmittag und Abend vertreten. (Quelle: Volksstimme vom 28.02.2011)

01.03.2011
Größtes Lärmschutzprojekt an der Europastraße offiziell gestartet
Fast 4 Millionen Euro werden bis Ende Juni investiert / Lutz Trümper: Leben am Ring wird dadurch erträglicher

Praktischer Politiker-Schwenk in eine ruhigere Zukunft am Magdeburger Ring: Gestern gegen 14.15 Uhr hoben Oberbürgermeister Lutz Trümper und Landesumweltminister Hermann Onko Aeikens mittels Kran die erste Betonplatte für die neue Lärmschutzwand ein. Damit starteten sie offiziell das bislang größte Lärmschutzprojekt an Magdeburgs wichtigster Entlastungsstraße. Es ist 3,9 Millionen Euro teuer und wird etwa 1500 Anwohnern bessere Lebensqualität bescheren. Finanziert wird das Großprojekt aus Mitteln des Bundes-
Konjunkturpakets II.
„Das Leben am Ring wird für Bewohner der Hans-Grundig-Straße, der Otto-Nagel-, der Albert-Schweitzer- und der Lumumbastraße erträglicher“, freute sich Oberbürgermeister Lutz Trümper mit den Nutznießern der Lärmschutzwand. Das Stadtoberhaupt und der Umweltminister hatten vor dem offiziellen Akt die Bedeutung des Bauwerks gewürdigt. Es ist Bestandteil des in den 90er Jahren gestarteten Lärmschutzprogramms für Magdeburg. Hermann Onko Aeikens sagte: „Wo Lärm ist, lässt es sich nicht gut wohnen; Lärm macht krank.“ Bereits seit einigen Wochen werden an der neuen Lärm schutzwand im Norden des Magdeburger Rings die Fun damente gesetzt. Die Strecke zwischen den Abfahrten Eben dorfer Chaussee und Ziolkows kistraße ist deshalb nur einspurig befahrbar.
Die künftige Wand wird sich zu beiden Seiten des Rings auf einer Länge von je 850 Meter erstrecken. Sie wird über 7 Meter hoch. Die zur Fahrbahn abgewinkelten Enden kanalisieren den Schall und bringen so die gewünschte Wirkung. Es handelt sich hier um die zunächst letzte Investition zum Lärmschutz am Ring, teilte die Stadtverwaltung gestern mit. Bislang wurden an der Coch stedter, Goslarer, Albert-Vater und Ackerstraße sowie in Höhe Adelheidring, Lorenzweg sowie Lübecker Privatweg derartige Wände und Wälle errichtet. Die Investitionen beliefen sich auf rund 3 Millionen Euro. Von Karl-Heinz Kaiser
(Quelle: Volksstimme vom 01.03.2011)



Lutz Trümper (vorn) und Hermann Onko Aeikens (hinten, weißer Helm) schwenkten symbolisch das erste Lärmschutzelement Ring ein. Sekundiert werden die beiden Politiker von einem Mitarbeiter der hiesigen Niederlassung Eurovia Beton, die den Millionen-Auftrag ausführt. Foto: Uli Lücke

24.02.2011
Hochzeitstag am Heideweg



Ihren 60. Hochzeitstag feiern heute Ingeburg Rahmsdorf (84) und ihr Mann Erich (80). Zur diamantenen Hochzeit ist am Vormittag eine kleine Feierlichkeit im Altenpflegeheim Heideweg, wo das Paar wohnt, geplant, kündigte Heimleiter Ingolf Ulbrich an. Kennengelernt hatten sich die beiden Magdeburger über die Schwester von Ingeburg Rahmsdorf. Sie haben zwei Kinder und drei Enkel. Beruflich war Ingeburg Rahmsdorf als Sekretärin tätig, ihr Mann Erich als Berufskraftfahrer. Foto: R. Richter
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 24.02.2011)

24.02.2011
Aus für Zoo-Nordeingang - Wer ist betroffen? Kinder, Alte, Arme, Behinderte

Zum umstrittenen Nordeingang des Zoos:
Ich werde den Eindruck nicht los, dass sich jeder neue Zoodirektor unbedingt einen neuen Zooeingang bauen muss, und alles, was für die Zoobesucher mal vorteilhaft war, schafft man ab.
Die Einwohner der Stadtgebiete Kannenstieg und Neustädter See müssen jetzt entschieden weitere Wege zurücklegen, um den Zoo zu besuchen. Für viele ältere Leute ist der Zoo nicht mehr erreichbar, denn die Straßenbahnhaltestelle ist nicht behindertengerecht, und die Preise der öffentlichen Verkehrsmittel sind ja auch wieder teurer geworden.
Für die Kinder in diesen Stadtgebieten, besonders für die Schulen und Kindergärten, ist der Zoobesuch durch die Schließung des Nordeinganges viel schwieriger geworden. Der Weg ist jetzt doppelt so weit, oder man muss mit der Straßenbahn fahren, was sicher vielen Kindern nicht möglich ist.
Wen betrifft also die Schließung des Nordeinganges?
Es sind die Kinder, die Armen, die Alten und die Behinderten, also die schwächste Gruppe der Einwohner im Wohngebiet Kannenstieg und Neustädter See. Zu dieser Gruppe zählt unser Oberbürgermeister sicher nicht. Dann lassen sich Entscheidungen ja auch einfacher fällen. Als Aufsichtsratsvorsitzender hat man bestimmt die Möglichkeit, sich für diese große Gruppe einzusetzen, auch wenn es Herrn Perret nicht passt.
Ich nehme an, der gesamte Aufsichtsrat besucht den Zoo nicht oder lässt sich vor die Zoowelle fahren. Ich werde mir für den Zoo eine Jahreskarte kaufen, wenn der Nordeingang offen ist und nicht auf Verdacht, dass vielleicht mal ein Drehkreuz installiert wird. So denken viele Bewohner dieser Stadtgebiete. Aber auch Besucher aus Braunschweig, Wolfsburg oder Helmstedt fahren zum Parkplatz Nordeingang, weil man da auch einen Parkplatz findet. Viele irren jetzt umher, suchen den Nordeingang und fahren dann ohne den Zoo zu besuchen, wieder nach Hause. Das macht keinen guten Eindruck von der Stadt Magdeburg.
Petra Zimpel, Magdeburg (Quelle: Volksstimme vom 24.02.2011)

23.02.2011
Magdeburg bekommt im Norden ein neues „Stadttor“
800 Meter lange Lärmschutzwände entlang der Stadtautobahn

Wer zukünftig über den Ring von Norden aus nach Magdeburg hineinfährt, passiert dabei ein neues „Stadttor“. Im Bereich des Stadtteils Kannenstieg wird zurzeit die längste Lärmschutzwand der Stadt gebaut.
Auf einer Länge von 800 Metern entstehen links und rechts der vierspurigen Fahrbahn zwei sieben Meter hohe Lärmschutzelemente, die die benachbarten Häuser vom Verkehrslärm auf dem Ring abschirmen sollen.
Rund 3,9 Millionen Euro kostet das Projekt. 3,4 Millionen Euro davon sind Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung, 500 000 Euro steuert die Stadt Magdeburg als Eigenanteil bei. Ende Juni dieses Jahres sollen die Lärmschutzwände fertig sein und die damit verbundene einspurige Verkehrsführung entlang der Baustelle, die zu Staus auf dem Ring führt, aufgehoben werden. Geplant ist auch, die Wände von Künstlern mit großen Graffiti gestalten zu lassen, um so der illegalen Beschmierung vorzubeugen.
Von Peter Ließmann (Quelle: Volksstimme vom 23.02.2011)

23.02.2011
Schönes und Hässliches aus Nord - Fotowettstreit für Kinder ausgewertet
Schandfleck am Märchenbrunnen verschwindet im Frühjahr

Die schönsten, aber auch die aus ihrer Sicht hässlichsten Seiten von Magdeburg-Nord haben Kinder und Jugendliche in einem Fotoworkshop abgelichtet. Bei der Bestandsaufnahme soll es nicht bleiben. Für Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, Initiatorin der Aktion, steht fest, dass die kritisierten Ecken verschönert werden können. Im Frühjahr soll es losgehen. Für Juliana Strelow (11), Celina Krause (10) und Yasmine Giehl (13) aus Nord gehört der Spielplatz an der Victor-Jara-Straße mit Elefantenrutsche, Giraffenschaukel und Kletterkrokodil zu den schönsten Ecken in ihrem Stadtteil. „Besonders hässlich finden wir das Rondell am Neustädter Platz“, sagen die Mädchen. Dabei handelt es sich um den früheren Eingang zu einem früheren Jugendklub im Keller, im Volksmund auch „Klokeller“ genannt, weil es dort früher auch öffentliche Toiletten gab. Heute ist der beschmierte Rundbau in unmittelbarer Nähe zur modernen Einkaufspassage am Märchenbrunnen nur noch ein Ärgernis.
„Doch wir nehmen den Fotowettstreit der vergangenen Monate direkt zum Anlass, gegen diesen Schandfleck etwas zu unternehmen“, sagte Stadtteilmanagerin Jessica Zed ler vom IB-Stadtteilbüro, die gemeinsam mit dem Kinderund Jugendhaus „Oase“ und der Stadtsparkasse die Fotosafari für junge „Nordlichter“ ins Leben gerufen hatte. „Im Frühjahr wird der Rundbau von professionellen Graffitikünstlern gestaltet werden. Aus dem Förderprogramm ,Soziale Stadt‘ von Bund, Land und Stadt wurde dafür Geld bewilligt.“
Weitere verunstaltete Flächen könnten eventuell ebenfalls auf diese Weise aufgewertet werden. Ein Erfolg auch für Juliana, Celine, Yasmine und die anderen Mitstreiter, die mit Kameras und unter Anleitung des ehrenamtlichen Helfers André Talke mit wohlwollendem wie kritischem Blick ihr Viertel durchstreiften. „Anschließend haben wir uns am Computer an die Nachbearbeitung gemacht“, erzählt Talke, der insgesamt zehn Kinder und Jugendliche während der Aktion betreute.
Als Preisträgerinnen wurden am Montag Juliana, Celina und Yasmine ausgezeichnet. Zur Belohnung gab es u. a. MP3-Player und Fotokameras von Birgit Schönstedt, Leiterin der Sparkassen-Geschäftsstelle Nord. „Wir haben die Aktion mitgetragen, da mit ihr etwas bewegt wird. Die Kinder entdecken ihr Umfeld und regen mit ihrer Kritik an bestimmten Ecken Veränderungen an, die dann auch in Angriff genommen werden“, so Sparkassen-Sprecher Mathias Geraldy. Eine Auswahl der besten Bilder soll in der Stadtteilzeitung veröffentlicht werden. Außerdem will André Falke einen Nord-Kalender für 2012 damit gestalten. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 23.02.2011)



Die Preisträgerinnen (vorn v. l.): Celina Krause, Juliana Strelow und Yasmine Giehl. Gratulanten sind (hinten v. l.) Geschäftsstellenleiterin Birgit Schönstedt und Sprecher Mathias Geraldy (Stadtsparkasse), Workshop-Betreuer André Talke, Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Foto: R. Richter



Dieser Rundbau auf dem Neustädter Platz war früher Eingang zu Kellerräumen. Die Teilnehmer der Kinderfotoworkshops in Nord fotografierten mehrfach diesen Schandfleck an prominenter Stelle. Im Frühjahr soll diese Stelle von Graffiti-Künstlern gestaltet werden.



Bei Kindern beliebt: der Spielplatz an der Victor-Jara-Straße.
Fotos (2): Yasmine Giehl

21.02.2011
Erste Auflage der Chronik ab sofort erhältlich
Neustädter See - Die Stadtteilgeschichte von 1973 bis heute
Im Rahmen des Sozialprojektes Neustädter See, gefördert durch das Jobcenter und die Stadt Magdeburg, startete im Jahr 2009 das IMA Institut für Marktwirtschaft gGmbH das Projekt „Stadtteilchronik“. Die Stadtteilchronik Neustädter See wurde in Kooperation mit dem Stadtteilmanagement des Internationalen Bundes umgesetzt.
IMA Projektleiterin Brigitte Saib und Stadtteilmanagerin Jessica Zedler präsentieren mit Stolz die erste Auflage der fertigen Stadtteilchronik. Nachdem eine Ausstellung in mehreren Einrichtungen des Stadtteils erste Eindrücke der Chronik vermitteln konnte, bestand bis heute nur die Möglichkeit das vollständige Werk per Internet abzurufen. PDF-Dokument (36 MB)
Ab sofort kann man die Chronik frisch gedruckt in die Hand bekommen. Zahlreiche Anfragen interessierter Bürger und Bürgerinnen lagen dem Sozialprojekt Neustädter See und dem Stadtteilmanagment bereits vor.
Im Infotreff Am Seeufer 8 und im Stadtteilbüro Im Brunnenhof 9 warten 500 Exemplare auf ihre neuen Besitzer.
Das Sozialprojekt Neustädter See ruft, mit dem Erscheinen der 1. Auflage, weiterhin auf, Fotos und Zeitzeugnisse aus der Geschichte des Stadtteils einzureichen. Damit ergebe sich die Möglichkeit, in Zukunft die Chronik zu erweitern.
Bis dahin erhoffen sich alle an der Erstellung beteiligten Personen, dass diese 1. Auflage ein reges Interesse findet, Freude bereitet und verdeutlicht, was sich in bald 40 Jahren am Neustädter See verändert hat. Die Broschüre kann gegen einen geringen Unkostenbeitrag erworben werden.

IMA Projektleiterin Brigitte Saib (r.) und Stadtteilmanagerin Jessica Zedler präsentieren mit Stolz die erste Auflage der fertigen Stadtteilchronik.

18.02.2011
Freude am Bördebogen

Wenn irgendwo in der Stadt Bäume gefällt werden, sorgt das meist für empörte Anrufe am Lesertelefon der Volksstimme. Anders gestern im Fall des Bördebogens. Dort herrschte regelrechte Freude über Baumfällarbeiten auf dem Kindergartengelände. „Es geht offenbar endlich wirklich los!“, sagte erfreut eine Mutti aus Nord am Redaktionstelefon...

18.02.2011
Nur ein Zooeingang – Aufsichtsrat fasst einstimmige Beschlüsse

Der Aufsichtsrat des Magdeburger Zoos hat sich klar zum Konzept „Ein Zoo mit einem Eingang“ positioniert. Der Beschluss ist nach den der Volksstimme vorliegenden Informationen am 02.12.2010 gefasst worden...

16.02.2011
Aktion der Kita „Am Neustädter See“ - Kleine Weltraumforscher in Nord ganz groß
Wer träumt nicht davon, als Astronaut in einer Rakete zum Mond zu fliegen? „Wir sind diesem Traum ein Stück näher gekommen!“, sagt Birgit Kersten, Erzieherin in der Integrativen Kindertagesstätte „Am Neustädter See“: „Zwei Wochen lang tauchten die Kinder im Rahmen des Projektes ,Sonne, Mond und Sterne‘ in die Tiefen des Weltalls ein. Jetzt hieß es, die Himmelskörper etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Wir stellten uns Fragen wie: Warum gibt es Tag und Nacht? Warum ist der Mond mal dick und kugelrund und mal dünn und schmal? Wie funktioniert eigentlich so ein Raketenantrieb?“
Mit zwei Teleskopen waren die kleinen Forscher schon früh am Morgen als „Sternengucker“ unterwegs. Nach der Montage der Filter auf den Teleskopen konnten sie gegen Mittag die Sonne beobachten.
„All unsere Forschungsergebnisse trugen wir zu einer Ausstellung zusammen und weckten bei den Kindern und Eltern das Interesse, selbst einmal auf Weltraumreise zu gehen“, so Birgit Kersten. „Ein Volltreffer war unsere Abschlussparty. Auf der Suche nach Außerirdischen haben wir viele Abenteuer bestanden und so manch knifflige Aufgabe gelöst.“
Unterstützung kam vom Planetarium. „Ein großes Dankeschön an Vera Dalichau vom Astronomischen Zentrum Magdeburg. Ihre ehrenamtliche Arbeit ermöglicht es Kindergartenkindern und Schulklassen im Planetarium in der Grundschule Kannenstieg den Sternenhimmel über Magdeburg zu bestaunen“, sagte Birgit Kersten. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 16.02.2011)



Mit einem Teleskop schauen die Kinder vom Neustädter See hier von Magdeburg-Nord aus in die Sterne. Foto: privat

15.02.2011
KREIS ANHALT-BITTERFELD - Freie Wähler schalten „Wahl-Oh!-Mat“ frei

Zerbst (tdr). Die Partei Freie Wähler hat gestern einen eigenen „Wahl-Oh!-Mat“ gestartet. Wer die Fragen auf der Internet-Seite beantwortet, bekommt eine Auskunft, wie stark seine politischen Ansichten mit denen der Parteien übereinstimmen. Der Original-Wahl-O -Mat wird von der Landeszentrale für politische Bildung nicht angeboten, weil sie auch NPD-Inhalte hätte hinterlegen müssen. (Quelle: Volksstimme vom 15.02.2011)

http://www.wahl-oh-mat.de
(Danach erfolgt automatisch die Weiterleitung zu http://wahl-oh-mat.freie-waehler-2011.de )

12.02.2011
Großer Beifall für kleine Schauspieler aus Nord



Große Aufregung bei den kleinen Schauspielern aus Magdeburg-Nord im Hort „An der Klosterwuhne“ an der Pablo-Neruda-Straße: Die Theater-AG hatte jetzt nach intensiver Vorbereitung Kinder, Erzieher und Eltern zu einer Aufführung eingeladen. Sie zeigten das Stück „Die Schildkröte hat Geburtstag“ und ernteten dafür von den Besuchern viel Beifall. Foto: privat / Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 12.02.2011)

04.02.2011
Nachwuchs für Bürgerverein Nord



Abbey Josephine Pinkow heißt das jüngste Mitglied des Bürgervereins Magdeburg-Nord, hier zu sehen mit ihrer Mama Ramona Pinkow. Geboren wurde ihr Töchterchen am 16. Dezember um 15.16 Uhr im Städtischen Klinikum Magdeburg, 53 Zentimeter groß und 3500 Gramm schwer. „Wir gratulieren Mama Ramona Pinkow herzlich zum süßen Nachwuchs“, so Sandra Täntzler, 2. Vereinsvorsitzende, die die Volksstimme über die Verstärkung informierte. Foto: privat / Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.02.2011)

Donnerstag, der 03.02.2011
Mitstreiter für Kinder- und Familienfest 2011 gesucht


01.02.2011
MWG-Geschäftsstelle eröffnet
Genossenschaft erweitert: „Wir klopfen in Nord an“



Eine neue Geschäftsstelle für Magdeburg-Nord hat gestern die MWG-Wohnungsgenossenschaft an der Klosterwuhne 6 eröffnet. „Wir klopfen bei den Menschen in Nord an“, sagte Thomas Fischbeck, Vorstand der größten Magdeburger Wohnungsgenossenschaft. Für Vermietung, Mieterservice, Spareinrichtung und Nachbarschaftsverein der MWG sei das binnen drei Monaten umgebaute frühere Ladengeschäft nun Anlaufstelle.
Das Unternehmen habe ein Drittel seines Bestands in Magdeburg-Nord, das heißt mehr als 3000 Wohnungen in Kannenstieg und Neustädter See. Den Ausbau des Geschäftsstellennetzes, der nach Mitte (Breiter Weg) und Nord demnächst auch in Süd fortgesetzt werde, soll die Stadtteile stärken. „Wir haben zunehmend ältere Genossenschaftsmitglieder und Mieter in Nord. Darauf reagieren wir baulich. So haben wir zuletzt fast 20 Aufzüge in Zehngeschossern mit ebenerdigen Zugängen gestaltet. Wir reagieren darauf aber auch, indem wir mit unserer Geschäftsstelle nach Nord kommen und künftig in der Nähe sind.“ Damit wolle man die Bedeutung von Nord als wichtiger Wohnstandort auch in Zukunft unterstreichen und das Werben um jüngere Mieter und Familien unterstützen.
Er hoffe, so Fischbeck weiter, dass in diesem Jahr eine Quartiersvereinbarung für Nord zwischen den Wohnungsunternehmen, der Stadt, den Städtischen Werken und den MVB erarbeitet und unterzeichnet werden kann. „Damit wollen wir Transparenz beim Stadtumbau, Nachprüfbarkeit für die Bürger und Glaubwürdigkeit erreichen.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 02.02.2011)



Vorstand Thomas Fischbeck zerschnitt mit Mitgliedervertreterin Rose Würdig das symbolische Band zur Eröffnung. Foto: Robert Richter

01.02.2011
Zahl der Unternehmen rasant gestiegen
100. Schülerfirma im Land gegründet

„Das fliegende Klassenzimmer“ von der Integrierten Gesamtschule „Regine Hildebrandt“ in Magdeburg ist die 100. Schülerfirma Sachsen-Anhalts. Die Schülerinnen Isabel Kampe, Maxi Müller (beide 14) und Josefine Becker (12) hoben die Firma gestern aus der Taufe. Sie wollen Klassenfahrten und Tagesreisen für ihre Mitschüler organisieren. Die Zahl der Schülerfirmen ist in Sachsen-Anhalt in den vergangenen zwei Jahren stark angewachsen. Seit Start des Projekts „Gründerkids“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) im Februar 2009 haben sich allein 38 neue Schülerfirmen gegründet. Die DKJS hatte eine Ausschreibung des Wirtschaftsministeriums gewonnen und wird mit ihrem Projekt von diesem sowie dem Europäischen
Sozialfonds gefördert.
In der Vielzahl von Projekten spiele „Gründerkids“ eine Schlüsselrolle, sagte Hans-Günter Kontzog vom Wirtschaftsministerium gestern. Das Projekt sei Teil der Existenzgründungsoffensive des Landes. An die Magdeburger Schülerinnen gewandt, sagte Kontzog: „Ihr seid die nächste Unternehmergeneration.“ In Schülerfirmen lernten junge Leute nicht nur Unternehmensstrukturen kennen, sondern schulten auch wichtige Kompetenzen wie Teamfähigkeit.
Schülerfirmen gibt es laut DKJS in Sachsen-Anhalt an allen Schulformen: 43 an Sekundar- und Gesamtschulen, 38 an Gymnasien, 10 an Förderschulen und 9 an Berufsschulen. Die erste Firma an einer Grundschule ist in Vorbereitung. „Gründerkids“ unterstützt Schüler unter anderem mit Seminaren.
Mehr als die Hälfte der 100 Schülerfirmen sei in der Gastronomie tätig, vor allem in Schülercafés und in der Pausenversorgung, so die „Gründerkids“-Mitarbeiterin Claudia Köhler. Andere gestalteten Schulkleidung oder Internetseiten. Zunehmend betätigten sich Schüler aber auch handwerklich. In Wittenberg etwa baue eine Schülerfirma Vogelhäuschen. In Stendal sei eine Firma geplant, die in Anlehnung an „Jugend forscht“ Forschungsaufträge aus der Wirtschaft erfülle. Vielfach arbeiten Schülerfirmen auch mit Unternehmen zusammen, das „fliegende Klassenzimmer“ etwa mit einem Reisebüro. Für vermittelte Reisen bekommen die Schüler eine Provision. Von Philipp Hoffmann
(Quelle: Volksstimme vom 01.02.2011)



Isabel Kampe (v.l.), Maxi Müller und Josefine Becker füllten gestern mit einem Kuchenbasar ihr Startkapital auf. Foto: Philipp Hoffmann

27.01.2011
Sozialdezernat stellt Stadtteilreport 2010 vor

Das Sozialdezernat hat am vergangenen Dienstag in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters den „Stadtteilreport 2010“ vorgestellt. Dabei wurden 32 der 40 Stadtteile Magdeburgs nach verschiedenen sozialen Kriterien untersucht.Bei der Untersuchung des Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit wurden Indikatoren wie die Arbeitslosenquote, das Verhältnis zwischen alten Menschen und Kindern (die Greis-Kind-Relation), die Umzüge innerhalb der Stadt und die Bevölkerungsdichte untersucht. Mit den Ergebnissen des Stadtteilreports sollen Hinweise für die Stadtplanung und Stadtentwicklung gegeben werden. So könnte beispielsweise der erhöhte Entwicklungsbedarf in bestimmten Bereichen einzelner Stadtteile hervorgehoben werden.
Der letzte Stadtteilreport wurde 2007 erstellt. Von Stefan Harter
(Quelle: Auszug aus dem Volksstimme-Artikel vom 27.01.2011 sowie www.magdeburg.de)

Stadtteilreport 2010
Information zum Stadtteilreport 2010

27.01.2011
Paritätisches Integratives Netzwerk tritt Spekulationen um das seit zwei Jahren leer stehende Gebäude entgegen / Kita-Träger PIN will Baustart am Bördebogen Ende April 2011 feiern

Das Kindergartengelände steht seit zwei Jahren leer, weil das Objekt teilweise baupolizeilich gesperrt worden war.
Die Sanierung lässt seitdem auf sich warten.
Foto: R. Richter

Architektenentwurf für die Neugestaltung des Kindergartens am Bördebogen

 

Gerüchte um einen möglichen Abriss und eine Aufgabe des Kindergartenstandortes am Bördebogen hat das Paritätische Integrative Netzwerk (PIN) als Träger des Hauses als unzutreffend zurückgewiesen. Das Gebäude werde wie versprochen saniert. Voraussichtlich Ende April 2011 soll der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten fallen, teilte PIN-Geschäftsführerin Manuela Tönnies gestern auf Volksstimme-Anfrage mit. Das Kita-Gebäude steht seit zwei Jahren leer.

27.01.2011
Sozialdezernat stellt Stadtteilreport 2010 vor

Das Sozialdezernat hat am vergangenen Dienstag in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters den „Stadtteilreport 2010“ vorgestellt. Dabei wurden 32 der 40 Stadtteile Magdeburgs nach verschiedenen sozialen Kriterien untersucht.Bei der Untersuchung des Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit wurden Indikatoren wie die Arbeitslosenquote, das Verhältnis zwischen alten Menschen und Kindern (die Greis-Kind-Relation), die Umzüge innerhalb der Stadt und die Bevölkerungsdichte untersucht. Mit den Ergebnissen des Stadtteilreports sollen Hinweise für die Stadtplanung und Stadtentwicklung gegeben werden. So könnte beispielsweise der erhöhte Entwicklungsbedarf in bestimmten Bereichen einzelner Stadtteile hervorgehoben werden.
Der letzte Stadtteilreport wurde 2007 erstellt. Von Stefan Harter
(Quelle: Auszug aus dem Volksstimme-Artikel vom 27.01.2011 sowie www.magdeburg.de)

Stadtteilreport 2010
Information zum Stadtteilreport 2010

26.01.2011
Maix Mayer zeigt „Alphaville – MD“ im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen

Es sind die gewagten, auf die Zukunft gerichteten Formen von Gebäuden aus der DDR-Zeit, die den Leipziger Künstler Maix Mayer fesseln. Bauingenieur Ulrich Müther (1934-2007) steht für dieses in die Zukunft Gerichtete zwischen tristen Plattenbauten. Mayer hat sich mit Müther und dessen kühnen Verwirklichungen beschäftigt. Was er in Magdeburg fand, was ihn hier inspirierte, zeigt er im Kunstmuseum Kloster unser Lieben Frauen.
Der Besucher der Ausstellung „Alphaville – MD“ sieht sich beim Betreten des großen Gewölbes im Kunstmuseum mit sozialistischer Stadtplanung konfrontiert. Wohnblöcke, Straßen, Schwimmhalle, Bäume, Mehrzweckbauten sind auf einer großen Spanplatte vereint. Sie zeigt das Zentrum Nord. Auf das einst von der DEWAG Neubrandenburg Produzierte ist Maix Mayer bei seinen Recherchen im Stadtplanungsamt Magdeburg gestoßen. „Ich wollte diese modellartige Situation nutzen“, sagt der Künstler. Die Modelle seien eine Folie für ihn, die vom ursprünglich Dokumentarischen wegführe. „Ich transformiere sie.“Spiegel erweitern visuell das Wohngebiet, das mit einer Lichtorgel blitzartig in gelbes, grünes, rotes Licht getaucht wird. Taktgeber für die Scheinwerfer ist eine CD, die man nicht hören kann, auf der jedoch nach Aussage des Künstlers ein Gespräch von Adorno und Ernst Bloch aus dem Jahr 1964 festgehalten ist. Thema: Möglichkeiten der Utopie heute. „Alphaville – MD“ ist bis zum 27. März zu sehen. Von Grit Warnat (Quelle: Volksstimme vom 26.01.2011)



Blick auf ein altes Modell, das Plattenbauten im Wohngebiet Nord zeigt. Die Häuser werden von einer Lichtorgel beleuchtet. Für die Lichtimpulse ist ein Gespräch auf einer CD der Taktgeber. Das Gespräch ist nicht zu hören. Fotos: Uli Lücke

26.01.2011
„Kannenstiegler“ optimistisch
Zur Entwicklung der Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See berichtete die Volksstimme kürzlich. Unser Leser Jürgen Dalichau meldete sich dazu zu Wort. „Die genannten Stärken des Wohngebietes lassen sich noch erweitern“, so der Magdeburger. „Zu nennen wären neben der hervorragenden Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten, Ärztehaus usw. z.B. noch: Das Wohngebiet verfügt über eine günstige Verkehrsanbindung durch Bus und Straßenbahn, sowie über Parkflächen und Eigentumsgaragen für Pkw. Durch den neuen, asphaltierten Weg besteht eine günstige Verbindung zum Pfahlberg mit Einkaufsmöglichkeiten und kulturellen Einrichtungen. Im Wohngebiet sind die in der Stadt einmaligen Einrichtungen Verkehrsübungszentrum, Kinder filmstudio und Planetarium beheimatet. Die Grundschule ,Am Kannenstieg‘, in der sich diese Einrichtungen sowie der Hort der AWO befinden, wird bald aufwendig saniert. Hier wird ein Schmuckstück entstehen“, so Jürgen Dalichau. Und: „Die Wege am Rand an den Neustädter Seen und den Barro-Seen bieten sich zu Ausflügen, zur Entspannung und zu Naturbeobachtungen an. Der neue Rundweg um den Neustädter See wird weitere Möglichkeiten schaffen. Es ist ein gepflegter Sportplatz vorhanden. Die Schwimmhalle, das Strandbad, die Wasserskianlage und das Anglerparadies an den Neustädter Seen bieten weitere Möglichkeiten zur Erholung“, zählt er weiter auf und hält fest: „Wir Kannenstiegler fühlen uns sehr wohl und sehen die Entwicklung optimistisch.“ R. Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.01.2011)

26.01.2011
Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord: Unterschriftensammlung für Zoo-Nordeingang geht weiter
Die Unterschriftensammlung für einen Nordeingang des Magdeburger Zoos geht nach Aussage des Mitinitiators Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord unvermindert weiter. „Wir sind inzwischen bei mehr als 2300 Unterschriften und wollen mindestens 3000 Stimmen für den Nordeingang sammeln“, so Kratz.

25.01.2011
Kürzung der Fördermittel lässt Stadtteiltreff schrumpfen
Bauausschuss bestätigt überarbeitete Vorplanung / 2,5 statt 3,3 Millionen Euro bewilligt

Für einen Stadtteiltreff am Neustädter See hat das Kommunale Gebäudemanagement (KGM) überarbeitete, deutlich „abgespeckte“ Pläne vorgelegt. Statt des Umbaus eines leer stehenden Schulgebäudes an der Pablo-Neruda-Straße soll komplett neu gebaut werden. Der Bauausschuss gab dafür bereits grünes Licht. Grund ist laut Stadt die Streichung von Städtebaufördermitteln. So stehen für den Treff nicht mehr die erhofften 3,3 Millionen, sondern nur rund 2,5 Millionen Euro bereit.

21.01.2011
Bisher verhaltene Resonanz - Projekt „jungbewegt“ in Nord noch „unbewegt“
Sozialbeigeordneter Brüning will ehrenamtliches Engagement Jugendlicher fördern
www.hans-werner-bruening.de



Ehrenamtliches Engagement von Kindern und Jugendlichen will Magdeburgs Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning (Die Linke) in Magdeburg-Nord fördern. Dazu soll ein Projekt mit dem Titel „jungbewegt“ beitragen, das Land und Stadt aufgelegt haben. Brüning sieht darin eine mögliche Hilfe gegen Langzeitarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit.

Der jüngste Sozialreport habe deutlich gemacht, dass Magdeburg-Nord mit Kannenstieg und Neustädter See überproportional von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, erinnerte Hans-Werner Brüning. „Arbeitslosigkeit wird hier in zwischen bereits vererbt. Die sozialen und auch gesundheitlichen Folgen kommen bereits in Kitas und Schulen an“, so Brüning am Mittwochabend auf einem Forum der AG Gemeinwesen Kannenstieg im Begegnungszentrum „Soziale Stadt“. Der Beigeordnete: „Nord ist ein Schwerpunkt der Jugendarbeitslosigkeit.“ Er wolle keine Kinder mehr erleben, „die als Berufswunsch ,Hartz-IV-Empfänger‘ angeben“, formulierte Brüning. Er warb um die Beteiligung von Kindergärten, Schulen und Freizeiteinrichtungen in Nord am Projekt „jungbewegt“. Bisher sei die Resonanz auf den Aufruf von Landesregierung und Stadtverwaltung gerade in Magdeburg-Nord nur verhalten, merkte der Beigeordnete an. Projektmitarbeiter würden die Einrichtungen gern aufsuchen, um über die Initiative zu informieren.
Das Modellprojekt „jungbewegt – Dein Einsatz zählt“ war offiziell bereits im vergangenen September gestartet worden. Junge Menschen zwischen 3 und 22 Jahren sollen motiviert werden, selbst Verantwortung zu übernehmen und sich für das Gemeinwohl einzusetzen. „Das Projekt hilft, Strukturen zu schaffen. Jugendliche können selbst Projekte auf die Beine stellen und durchziehen“, hatte Kultusministerin Birgitta Wolff (CDU) erklärt. Während der Auftaktveranstaltung präsentierten zum Beispiel Kinder einer Kindertagesstätte aus Gommern ein Umweltprojekt zu Insekten in ihrer Umgebung. In Weißenfels betätigen sich Schüler als Stadtführer.
Entstanden war das Modellprojekt auf Initiative der Bertelsmann-Stiftung. Es läuft bis 31. Dezember 2012.
Cornelia Schade, Schulleiterin der Grundschule Kannenstieg merkte dazu an: „Die Probleme, die Herr Brüning geschildert hat, erleben wir jeden Tag. Mit vielen Projekten, zum Beispiel zur gesunden Ernährung, versuchen wir bereits, etwas dagegen zu unternehmen. Doch unsere bisherige Ausbildung für den Ernährungsführerschein mit dem Landfrauenverband steht vor dem Aus, weil wir die Honorarkosten nicht finanzieren können. Wir bräuchten dringend Sponsoren, um das Projekt fortsetzen zu können.“
Auch ein laufendes Energiesparprojekt und andere Initiativen der Schule sollen das Verantwortungsbewusstsein der Schüler stärken, berichtete die Schulleiterin.
Jens Antefuhr vom Kultusministerium erklärte dazu, das Projekt solle den Schulen keine zusätzliche Arbeit aufbürden, sondern dazu anhalten, den Unterricht und Schulprojekte einmal anders aufzuziehen und Engagement von Kindern und Jugendlichen im Stadtteil und der Region zu entfachen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 21.01.2011)

Weiterführender Link: http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=jungbewegt

19.01.2011
Schüler machen Zeitung (SchmaZ)
Die Schülerinnen und Schüler der IGS Regine Hildebrandt beteiligen sich auch in diesem Jahr am SchmaZ-Projekt der Volksstimme.



Hier u. a. die Schüler Andreas Berlin, Alexander Boldt, Maximilian Bousseta, Yvette Funk, Ole Herbst, Sebastian Kerner, Jana Köhn, Artur Kolesnik, Mika Linke, Michelle Oestreich, Anna-Sophie Rinke, Nils Karl Rüffer, Gentiana Saiti, Rebekka Schleef, Anna Specht, Phillip Stolpmann, Katharina Vu und Michelle Wiegand aus der Klasse 8/1 mit ihrer Klassenlehrerin Frauke Schaale. Es fehlten Martin Gebhardt, Gino Proemmel und Tom Schweineke. Foto: Uli Lücke (Quelle: Volksstimme vom 19.01.2011) siehe auch: www.igsmd.de

16.01.2011
Ab Montag (17.01.) einspurig / Start für Lärmschutz - Nadelöhr auf dem Ring
Magdeburg (ka). Der Magdeburger Ring ist ab kommendem Montag zwischen der Ebendorfer Chaussee und der Ziolkowskistraße / Hans-Grundig-Straße in beiden Fahrtrichtungen nur einspurig befahrbar.
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, werden die Einschränkungen auf Grund von Bauarbeiten für die dort geplanten Lärmschutzwände zu beiden Seiten der Europastraße erforderlich. Allerdings werden die Auf- und Abfahrten nicht gesperrt. Wegen der einspurigen Verkehrsführung muss jedoch mit Beeinträchtigungen gerechnet werden. In den Spitzenzeiten werden Rückstaus erwartet. Es handele sich hier noch um vorbereitende Maßnahmen zur Errichtung der Schallschutzwände, hieß es aus dem Tiefbauamt. Die Schallschutzwände werden aus Mitteln des Konjunkturpakets II gebaut. Sie werden insgesamt fast 2 Kilometer lang. Die Kosten belaufen sich auf 3,4 Millionen Euro. Geschützt werden zahlreiche Wohnbauten in Ringnähe. Die Baumaßnahmen werden bis zum 30. Juni andauern. (Quelle: Volksstimme vom 15.01.2011)

16.01.2011
Experimentell und vielstimmig: Infotag in der IGS

Isabell und Jannik Tessmer experimentierten am Freitag im Chemiekabinett mit Schülerin Svenja Beck (Foto v.l.). Im Musikraum probte die Schülerband öffentlich (Bild rechts). Die Lego-AG stellte ihre programmierbaren Fahrzeuge vor. Und im Foyer gab es Informationen zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und anderen Aktionen, an denen die IGS „Regine Hildebrandt“ sich beteiligt. Die Integrierte Gesamtschule an der Pablo-Neruda-Straße präsentierte sich mit einem Tag der offenen Tür zahlreichen Besuchern. Das Haus steht Schülern aus ganz Magdeburg offen. Rund 850 Schüler lernen hier von der 5. Klasse an bis zum Realschulabschluss oder Abitur. Text und Fotos von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 15.01.2011)

14.01.2011
Café Krähe - Bunter Beitrag aus Nord zur „Meile“
„Demokraten sitzen bunt“ heißt eine Aktion aus dem Café Krähe in Nord zur morgigen Meile der Demokratie in der Innenstadt. In der Begegnungsstätte der evangelischen Hoffnungsgemeinde für Migranten in Magdeburg-Nord, die es seit 1995 gibt, „geht es ohne demokratisches Verhalten gar nicht. Hier muss man Schwarz-Weiß-Schablonen austauschen und braunes Denken hat hier keine Chance“, sagt Mitbegründerin Gabriele Herbst. Folgerichtig, dass sich das Café Krähe von Anfang an bei der Gestaltung der Meile der Demokratie in Magdeburg beteiligt. In diesem Jahr zum dritten Mal. „Am Stand der ,Krähe‘ kann man am Sonnabend ein buntes Stuhlkissen mit dem Aufnäher ,Demokraten sitzen bunt‘ für eine Spende ab drei Euro erwerben. Die Kissen sind aus ostafrikanischen Stoffen gefertigt, denn die Arbeit von Café Krähe ist eng mit der Tansania-Arbeit der Gemeinde verknüpft“, erklärt Gabriele Herbst. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 14.01.2011)

12.01.2011
Sozialprojekt Neustädter See geht ins vierte Jahr
Förderung für Langzeitarbeitslose in Magdeburg-Nord verlängert

Auch 2011 wird das Sozialprojekt Neustädter See unter Regie der Institut für Marktwirtschaft gGmbH Magdeburg (IMA) fortgesetzt. Oberstes Ziel ist es weiterhin, Langzeitarbeitslose, die im Sozialprojekt eine Beschäftigung bekommen, fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen und in Arbeit zu vermitteln.
Im Sozialprojekt bekommen seit 2008 Hartz-IV-Empfänger gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten im Stadtteil Neustädter See auf Ein-Euro-Job-Basis. „Neben dieser Arbeitsgelegenheit werden den Langzeitarbeitslosen Brücken zu Beschäftigungsverhältnissen im und außerhalb des Wohngebietes geschaffen“, teilte die IMA mit. Das Projekt wird durch die Stadt und das Jobcenter der Arge gefördert.
Das Sozialprojekt Neustädter See geht damit 2011 in die vierte Runde. Das bereits 2008 geschaffene Begegnungszentrum (Infotreff), Am Seeufer 8, und die Wechselstube, eine Tauschbörse für Kleidung, Schuhe, Spielsachen und mehr in der „Oase“, Im Brunnenhof 9, wurden auch im vergangenen Jahr von den Stadtteilbewohnern „angenommen und rege besucht“, bilanziert die IMA. „Die 2009 gegründete Frauensportgymnastikgruppe 50plus sowie die angebotene Computerhilfe haben sich etabliert und sind fester Bestandteil der Angebotspalette des Sozialprojektes.“
Magdeburgs Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning (Die Linke) hatte das Sozialprojekt in Nord zum Modellvorhaben erklärt, dessen Erfahrungen auf weitere Stadtteile übertragen werden sollen. Entsprechend wurden bereits ähnliche Projekte z. B. im Kannenstieg und in Neue Neustadt gestartet. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 12.01.2011)

07.01.2011
Stadtplaner: „Nord ist in der jetzigen Dimension nicht zukunftssicher“
Stadt und Wohnungsunternehmen verhandeln über Quartiersvereinbarung für Kannenstieg und Neustädter See
Das Wohngebiet Magdeburg-Nord mit Kannenstieg und Neustädter See ist „weder in der jetzigen Dimension, noch in allen Lagen zukunftssicher“. Zu dieser Einschätzung kommen Stadtplaner in einem bisher nicht veröffentlichten Strategiepapier (liegt der Volksstimme vor), über das die Stadt bereits mit Wohnungsunternehmen beraten hat. Überalterung und eine weiter schrumpfende Bewohnerschaft sind die Gründe. Stadt und Vermieter verhandeln über eine Quartiersvereinbarung, um gemeinsam gegenzusteuern.
Einst war Nord geplant worden, um die Wohnungsnot zu lindern. Nun droht mehr und mehr Wohnungsleerstand. Laut der Bevölkerungsprognose des Amtes für Statistik wird die Einwohnerzahl in Magdeburg-Nord (Kannenstieg und Neustädter See zusammen) von derzeit rund 16 500 bis zum Jahr 2023 weiter sinken – auf rund 14 450.
Und: Einem prognostizierten Bedarf von nur noch 9150 Wohnungen in Nord im Jahr 2023 steht in der Vorausschau ein Angebot von immer noch rund 10 000 Wohnungen entgegen. Ein Überangebot wäre also die Folge, würden die Unternehmen den Wohnraum bis dahin nicht weiter reduzieren. Die Stadtplaner legten den Vermietern in ihrem Strategiepapier entsprechend dar: „Folgt die Entwicklung dem aktuellen Trend und würden alle aktuellen Vorhaben zur Bestandsreduzierung umgesetzt, ergäbe sich im Jahr 2023 in Nord ein struktureller Überhang von 850 Wohnungen.“
Neben ohnehin geplanten oder schon realisierten Abrissen dürfte also weiterer Rückbau von nicht mehr benötigtem Wohnraum angesagt sein. Wie in diesem Jahr Im Brunnenhof geschehen und zuvor schon an der Ziolkowskistraße (16-Geschosser). Für die Zukunft soll ein mit allen Akteuren abgestimmtes Konzept entwickelt und in einer Quartiersvereinbarung fixiert werden.
Vorbilder sind Neu-Olvenstedt und Neu-Reform. Für beide DDR-Großssiedlungen schlossen Kommune, Städtische Werke, Verkehrsbetriebe und Vermieter bereits entsprechende Verträge.
Die konkreten Maßnahmen werden fortlaufend an die tatsächliche Entwicklung angepasst und alle Vorhaben im Internet sowie auf Stadtteilforen öffentlich gemacht. Die Quartiersvereinbarung ist nicht zuletzt Basis für Anträge auf Geld aus Förderprogrammen wie „Stadtumbau Ost“.
Nach diesem Muster könnte im Idealfall auch Nord „gesundschrumpfen“. Vertreter der Wohnungswirtschaft machten schon mehrfach auf öffentlichen Foren in Nord deutlich, dass sie auch für Kannenstieg und Neustädter See gern eine Quartiersvereinbarung abschließen möchten. Darin müsste sich auch die Stadtverwaltung zu konkreten Investitionen bekennen. In den nächsten Monaten soll es konkret werden. Und das ist aus Sicht der Stadtplaner auch dringend notwendig. Denn: „Nord ist weder in der jetzigen Dimension, noch in allen Lagen zukunftssicher“, so der beauftragte Planer Stephan Westermann.

Als Schwächen werden aufgeführt:

In Nord existiert eine Vielzahl uniformer Wohnungen.

Die Schließung des Nordeingangs hebt die Lagegunst durch den Zoo auf.

Nord ist hochgradig überaltert (zweithöchste Altersquotienten nach Reform: (60,8); Kannenstieg 51,5; Neustädter See 55,2; Gesamtstadt: 37,3).

Das Papier zählt ebenso die Stärken auf:

Durch die Lage am Seeufer ergeben sich für Magdeburg einmalige Wohnlagen.

Nord verfügt über eine herausragende Infrastruktur.

Der hohe Anteil an Vielgeschossern erfüllt eine Grundanforderung an altengerechten Wohnraum.

Akzeptierter Wohnstandort: bisher geringer Leerstand, geringe Fluktuation.

Unter dem Strich zeigt sich Planer Westermann optimistisch und schreibt: „Nord bleibt auch langfristig ein wesentlicher Standort des Magdeburger Wohnungsmarktes.“

Magdeburg-Nord war ab 1973 auf früherem Ackerland westlich des Kiessees gebaut worden. Damit entstand dringend benötigter Wohnraum. Bis 1983 wurden hier über das DDR-Wohnungsbauprogramm mehr als 11 000 Neubauwohnungen geschaffen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 07.01.2011)



Quelle: http://foto-video-lehmann.de

07.01.2011
Diamanthochzeit am Schöppensteg



Ein Herz und eine Seele sind seit mehr als 60 Jahren Alma Hayt (78) und ihr Mann Engelbert (83), die gestern diamantene Hochzeit feierten. Kennengelernt hatten sie sich im Altmarkdorf Bertkow. Dort gaben sie sich am 6. Januar 1951 das Ja-Wort. Bald darauf zogen der gebürtige Altmärker und seine aus Lettland stammende Frau nach Magdeburg. Er hatte hier eine Arbeit als Schmied im Kombinat „7. Oktober“ gefunden. Alma Hayt arbeitete 30 Jahre in der Lackiererei der Werkzeugmaschinenfabrik. Das Paar, das heute am Schöppensteg wohnt, hat eine Tochter und einen Sohn sowie vier Enkel und zwei Urenkel. Foto: Robert Richter
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 07.01.2011)

05.01.2011
Sozialprojekt Neustädter See
wird 2011 fortgesetzt

Auch 2011 wird das Sozialprojekt unter Regie der IMA (Institut für Marktwirtschaft gGmbH Magdeburg) fortgesetzt. Bewährte Teilbereiche werden weitergeführt, neue hinzukommen. Alle weiteren Informationen werden wir hier in Kürze vorstellen.
Im Sozialprojekt bekommen seit 2008 ALG II-Empfänger gemeinnützige Arbeitsgelegenheiten im Magdeburger Stadtteil Neustädter See. Neben dieser Arbeitsgelegenheit werden den Langzeitarbeitslosen Brücken zu Beschäftigungsverhältnissen im und außerhalb des Wohngebietes geschaffen. Oberstes Ziel ist es weiterhin, Langzeitarbeitslose, die im Sozialprojekt eine Beschäftigung bekommen, fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen und in Arbeit zu vermitteln.
Das Projekt wird durch die Stadt Magdeburg und die Jobcenter ARGE MD GmbH gefördert. Träger des Sozialprojektes ist das Institut für Marktwirtschaft gGmbH (IMA). Homepage: www.ima-wissen.de
Das Sozialprojekt Neustädter See ging 2010 in die dritte Runde. Das 2008 geschaffene Begegnungszentrum (Infotreff) und die Wechselstube, eine Tauschbörse für Kleidung, Schuhe, Spielsachen und mehr, hatten auch 2010 geöffnet und wurden von den Stadtteilbewohnern angenommen und rege besucht. Die 2009 gegründete Frauensportgymnastikgruppe 50plus sowie die angebotene Computerhilfe haben sich etabliert und sind fester Bestandteil der Angebotspalette des Sozialprojektes. Weiterführender Link

Geänderte Öffnungszeiten zu Jahresbeginn
Infotreff Am Seeufer 8 sowie Büro Am Seeufer 9 - zur Zeit geschlossen (Kontakt per Telefon u. Mail möglich).
Wechselstube Im Brunnenhof 9 - Mo bis Do von 09.00 bis 18.30 Uhr sowie Fr bis 15.00 Uhr.

Angebote
Sie haben Spaß an Gymnastik? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Nur Mut und einfach vorbeikommen!
Die Sportgruppe für alle interessierten Seniorinnen ab 50 Jahren unter fachlicher Anleitung von Antje Böhnert trifft sich immer dienstags um 10.30 Uhr im Stadtteilzentrum „Oase“, Im Brunnenhof 9 (rechter Hauseingang).


In diesen Räumlichkeiten befindet sich auch die Wechselstube – eine Tauschbörse für Kleidung, Schuhe, Spielsachen und mehr. Mo bis Do von 09.00 bis 18.30 Uhr sowie Fr bis 15.00 Uhr.

Kontaktadresse:
Sozialprojekt Neustädter See
Am Seeufer 8
39126 Magdeburg

Telefon: (03 91) 7 26 56 16 - Frau Saib und (03 91) 7 26 56 18 - Frau Meier
E-Mail: sozialprojekt@neustaedtersee.de