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Nachrichtenarchiv 2011

24.12.2011
„Mit Decken zur Krippe“: Aktion für Tansania hilft Waisenkindern
Erneut starteten Hoffnungsgemeinde und Schule Spendenaufruf im Advent
Weihnachten ist nicht nur das Fest des Schenkens. Es ist auch das Fest des
Teilens. Das machten viele Spender in der Aktion der Volksstimme: Hilfe für
Ostafrika. Auch die evangelische Hoffnungsgemeinde in Magdeburg-Nord und die
evangelische Grundschule in Magdeburg hatten wieder zu einer Aktion „Mit Decken
zur Krippe“ aufgerufen. Die rund 1500 Euro, die dadurch nach Mapanda, einem Ort
in Tansania, in dem es ein Waisenhaus für mehr als 500 Waisenkinder gibt,
geschickt werden konnten, wurden vor allem dafür verwandt, den Kindern dort
Schlafdecken zu kaufen. „Herzlichen Dank allen, die mithalfen. Über die Wärme in
Mapanda können sich auch die freuen, die mit dafür gesorgt haben“, sagt Gabriele
Herbst von der Tansaniagruppe der Gemeinde.
Die Hoffnungsgemeinde und die Grundschule organisieren in einem
Partnerschaftsprojekt seit vielen Jahren Hilfe für Menschen in dem
ostafrikanischen Land, das zu den ärmsten der Welt zählt. Christen wie
Nichtchristen setzen sich unter dem Dach der Gemeinde zum Beispiel dafür ein,
dass Jugendliche in Tansania, speziell in der Partnerregion Njombe, in den
Genuss von Bildung kommen können. Die Initiative stellt für Mädchen und Jungen
Schulgeld bereit.
Das in Magdeburg gesammelte Geld ermöglichte bereits hun derten von Jugendlichen
einen Schulbesuch bzw. eine Ausbildung. Ihr Projekt heißt „Education is the key
of life“ – Bildung ist der Schlüssel zum Leben. Diese Aktion zur
Entwicklungshilfe hatten 1995 die Pfarrerin Gabriele Herbst von der
evangelischen Hoffnungsgemeinde und Jesaja Mengele, ihr Kollege der Lutherischen
Kirche in der Kleinstadt Njombe, gegründet. Die Magdeburger sammeln seither auf
Benefizveranstaltungen und durch Patenschaften Spenden. Denn, so Gabriele
Herbst, „gute Bildung ist die einzige Chance für junge Menschen in Tansania,
ihre Lebenssituation nachhaltig zu verbessern“. Von Robert Richter (Quelle:
Volksstimme vom 24.12.2011)

Die Magdeburger Hoffnungsgemeinde und die evangelische Grundschule organisieren
seit vielen Jahren Hilfe für Kinder und Jugendliche in Tansania. Fotos: Robert
Richter (1), privat

Die Kinder und ihre Betreuer in Mapanda (Tansania) zeigen die Decken. Das Bild
sandten sie per E-Mail nach Magdeburg.
23.12.2011
Bürgerverein wählt neuen Chef
Mitglieder stimmen über Vorstand ab / Nächste Sprechstunde am 5. Januar
Durch den Rücktritt der bisherigen 1. Vorsitzenden Karina Ferchland aus
beruflichen Gründen war die Neuwahl des Vorstandes im Bürgerverein Nord
notwendig geworden. Auf der Mitgliederversammlung wurde deshalb über die
Neubesetzung abgestimmt.
Während neben Sandra Täntzler (2. Vorsitzende) und Jessica Zedler (Kassenwart)
auch der Schriftführer und die Kassenprüfer in ihren Funktionen bestätigt
wurden, fiel die Wahl des 1. Vorsitzenden auf Marcel Härtel.
„Der Bürgerverein Nord e.V.“bedankt sich bei Karina Ferchland für ihre
geleistete Arbeit und wünscht ihr beruflich und privat alles Gute“, hieß es
anschließend in einer Mitteilung des Vereins. Neben der Neuwahl des Vorstandes
wurde in der Mitgliederversammlung das abgelaufene Jahr ausgewertet und Vorhaben
für 2012 diskutiert.
Am 5. Januar findet zwischen 16 und 18 Uhr die erste Bürgervereinssprechstunde
im neuen Jahr statt. In den Räumen des Stadtteilbüros, Im Brunnenhof 9, wird der
Vorstand über die Projekte im neuen Jahr informieren und für Bürgerfragen zur
Verfügung stehen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.12.2011)

Der Vorstand des Bürgervereins Nord (v. l.): Sandra Täntzler, Petra Koch, Marcel
Härtel, Gerald Bache, Jessica Zedler und Siegfried Kratz.
20.12.2011
200 Schals für die „Meile“ im „Café Krähe“ gesammelt - Aktion: „Demokratie
braucht Stimme“
Mehr als 200 Schals sind für die nächste „Meile der Demokratie“
gestrickt, genäht, gefilzt und gehäkelt und im interkulturellen „Café Krähe“ der
Hoffnungskirche in Nord abgegeben worden, teilte die Vorbereitungsgruppe mit.
Alle Schals wurden mit dem Logo „Demokratie braucht Stimme“ versehen. Besucher
der „Meile“ am 14. Januar in der Innenstadt können so einen Schal am Stand von
„Café Krähe“ an der Hauptpost gegen eine Spende erwerben. Der Erlös soll der
Arbeit mit Schülern und Jugendlichen gegen rechtsradikales Denken und für
Demokratiebewusstsein zugute kommen.
„Mit einem solchen Schal kann man ein Zeichen setzen an einem Tag, an dem jeder
demokratieliebende und historisch wache Mensch auf die Straße gehört. Gemeinsam
müssen wir Zeichen dafür setzen, dass es nie wieder Faschismus und Natio
nalsozialismus in unserem Land und in unserer Stadt geben darf. Demokratie
braucht Stimme. Man kann sie nicht nur selbst genießen, man muss sie auch gut
für sich selbst und andere gewaltlos verteidigen“, lautet der Aufruf der
Initiatoren.
„Es beteiligten sich viele Einzelpersonen an der Schalaktion, zwei von ihnen
stellten jeweils 40 Schals her! Außerdem spendeten und kreierten Künstlerinnen,
Boutiquen, Schulen oder Kirchgemeinden Schals“, berichtet Theologin Gabriele
Herbst, die gemeinsam mit Jana Schulze (Freiwilligenagentur), Agnes Alteneder
(Stadtmission), Kirsten Mengewein (FSJ Kultur), Dr. Jürgen Martini, Dr. Maik
Hattenhorst und vielen anderen bei der Vorbereitung der „Meile der Demokratie“
mitwirkt. Die wird erneut Lesungen, Musik, Mahnwachen und viele weitere Aktionen
bieten. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 20.12.2011)
20.12.2011
Sport in Nord mit den Maltesern
Das Nachbarschaftszentrum „Malteser Stübchen“ sucht noch
Interessierte für seinen Gymnastikkurs. Jeden Dienstag ab 9.30 Uhr sind die
Teilnehmer im „Stübchen“ im Hochhaus Am Seeufer 9 aktiv, um durch verschiedene
Übungen bei Musik die Muskulatur zu stärken, die Beweglichkeit zu fördern und
das Gleichgewicht zu schulen. Für alle Fragen ist das Nachbarschaftszentrum
telefonisch unter der Nummer 5 90 55 32 erreichbar. Von Robert Richter (Quelle:
Volksstimme vom 20.12.2011)
19.12.2011
Brand durch Küchenherd
Die Feuerwehr wurde gestern gegen 12.35 Uhr zu einem Wohnungsbrand in
den Schrotebogen gerufen. Auf einem unbeaufsichtigten, aber angeschalteten
Elektroherd waren Kartonagen in Brand geraten. Das Feuer konnte schnell gelöscht
werden, durch den Brand wurden aber die Küche und ein Nachbarraum in
Mitleidenschaft gezogen. Die vier Wohnungsinhaber hatten sich vor dem Eintreffen
der Feuerwehr auf
die Straße gerettet. Das Haus wurde von den Brandschützern kontrolliert und
mittels eines Spezialgeräts belüftet. Durch eine Mitarbeiterin der AWO konnte
für die Bewohner ein Ersatzquartier besorgt werden. Der Brandschaden beträgt
laut Feuerwehr rund 10.000 Euro. (Quelle: Volksstimme vom 19.12.2011)
14.12.2011
Ruhige Diskussion über ein lautes Problem - Zu den Beschwerden über den
Lärmschutz am Magdeburger Ring:
Die am 22. November durchgeführte Beratung zu den Beschwerden über
den ihrer Meinung nach nicht ausreichenden Schallschutz am Magdeburger Ring
zeigte, dass es möglich und nötig ist bei Beschwerden mit einer ruhigen und
sachlichen Diskussion einen konstruktiven Dialog mit den Bürgern zu führen. Im
Mittelpunkt stand nicht die Frage aus dem und dem Grund, z.B. Beschluss des
Stadtrates, wurde das so und so gemacht und damit basta! Hier ging es darum zu
zeigen, warum aus rechtlichen, finanziellen und technischen Gründen die
Schallschutzwand in der Höhe und der Abwicklung gebaut wurde. Den Anwesenden
wurde glaubhaft erklärt, dass die gewählte Höhe und die Abwicklung ausreichend
ist, um ca. für 86 Prozent der Bürger eine spürbare Verbesserung zu erreichen.
Für die Bewohner der beiden oberen Geschosse muss seitens der
Wohnungsunternehmen nach einer anderen Lösung gesucht werden, da der erreichte
Lärmpegel den
gesetzlichen Vorgaben entspricht, aber für die Betroffenen nicht spürbar ist.
Hier versprach der Umweltbeigeordnete eine entsprechende Unterstützung. Zu der
von vielen Bürgern geforderten Lärmmessung wurde erklärt, dass eine Lärmmessung
einen erheblichen zeitlichen und personellen Aufwand erforderlich macht und mit
diversen Fehlern behaftet ist. Durch die Verwendung der Daten der
Verkehrszählungen ist eine rechnerische Bestimmung der Lärmbelastung problemlos
möglich. Die Nachmessungen haben gezeigt, dass
die rechnerisch durchgeführte Bestimmung der Lärmbelastung stimmten. Der
Verwaltung und dem Ingenieurbüro möchte ich für die verständliche Darstellung
der Lärmproblematik danken.
Hans-Dieter Karg, 39126 Magdeburg (Quelle: Volksstimme vom 14.12.2011)

06.12.2011
Nominiert für den Magdeburger des Jahres: Marigona Huseni
Schülerrat der IGS verhindert Awas‘ Abschiebung: Syrische Mitschülerin darf Abi
in Magdeburg bauen
„Ich kann nicht verstehen, dass Menschen über andere Menschen ein Urteil abgeben
können, ohne diese überhaupt einmal gesehen zu haben“, sagt Marigona Huseni. Sie
ist Schülerin der IGS „Regine Hildebrandt“ im Norden der Stadt. Die Schule trägt
den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, und die Schüler sind
stolz darauf. Ausländerfeindlichkeit, Rassismus, Aktivitäten von Neonazis, an
der „Regine Hildebrandt“ sind das keine Themen, sagt Marigona Huseni. Und darum
hat die Klasse 12/1, in die Marigona geht, das Schicksal ihrer Mitschülerin Awas
Ahmi im Frühling auch ganz besonders berührt: Die gebürtige Syrierin Awas Ahmi
(17) und ihre Familie sollte aus Deutschland ausgewiesen werden.
„Awas hat uns davon erzählt, und die ganze Klasse war empört“, erinnert sich
Marigona. „Manche hatten Tränen in den Augen, als sie davon gehört haben.“ Bei
bloßer Empörung sollte es aber auf keinen Fall bleiben, waren sich die Schüler
einig. Und dieser Entschluss hielt die Klasse 12/1 Anfang April rund 14 Tage in
Atem und löste eine beispielhafte Welle von Solidarität für Awas Ahmi aus. „Als
Erstes haben wir eine Unterschriftenaktion gestartet, die eigentlich nur zeigen
sollte, dass wir hinter Awas stehen“, sagt Marigona. Die Schüler der „Regi ne
Hildebrandt“ und die Lehrer und einige aus der Nachbarschaft haben
unterschrieben. Was mit den Unterschriften tatsächlich passieren sollte, war am
Anfang noch nicht ganz klar. Volksstimme-Fotograf Eroll Popova, der zu einem
anderen Fototermin gerade in der Schule war, gab den Schülern dann den
entscheidenden Tipp: „Ihr müsst damit an die Öffentlichkeit gehen.“
Das haben die Schüler der Klasse 12/1 dann sofort getan. Die Volksstimme wurde
um Hilfe gebeten, Fernsehen und Radio folgten. „Auf einmal war die ganze Sache
bekannt“, erzählt Viktoria Fritz. Öffentlichkeit allein reichte den Schülern
aber nicht. Sie wollten für ihre Mitschülerin kämpfen, so bei der
Jugendsprechstunde von Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD). „Er hatte sich den
Fall auch gründlich angesehen, hat aber gesagt, dass er nicht weiß, ob er Awas
helfen kann“, erinnert sich Marigona. Aber OB Lutz Trümper sagte zu, sich
persönlich darum zu kümmern. „Eigentlich waren wir erst etwas enttäuscht und
hatten weniger Hoffnung als vorher.“
An ein Aufgeben dachten die Schüler aber nicht und wurden darin von ihrer
Schulleiterin und ihrer Klassenlehrerin bestärkt. „Frau Dr. Breitenfeld und Frau
Balogh haben uns immer wieder Mut gemacht.“ So nahm Nelli Kiel zum Beispiel in
ihrer Kirchengemeinde Kontakt zum Pfarrer auf und kam mit der Zusage zurück:
Wenn die Familie Ahmi ausgewiesen werden sollte, bekommt sie Kirchenasyl! „Das
hat uns wieder Hoffnung gemacht“, sagt Svenja Beck. Überhaupt hat die Schüler
gewundert, dass die Familie nach Syrien ausgewiesen werden sollte, denn zu der
Zeit hatten dort schon die Proteste wie in anderen arabischen Ländern begonnen
und die Lage war alles andere als friedlich oder politisch stabil. „In der
Ankündigung der Ausweisung für Awas stand sogar, dass sie jung sei und sich dort
ein Leben aufbauen könnte“, erzählt Marigona. „In einem Land, in dem fast
Bürgerkrieg herrscht.“ Aus eigener Erfahrung weiß sie auch, dass sich Kinder von
Migranten in Deutschland meist eingelebt haben und sich wie Deutsche fühlen. Das
gilt auch für Awas Ahmi. „Sie ist in unserer Schule voll integriert und lebt wie
alle Jugendlichen hier.“ Und darum ärgerte die Schüler der „Regine Hildebrandt“
auch, dass Awas Ahmi von der Ausländerbehörde als „nicht integriert“ eingestuft
wurde. „Niemand hat mit ihr gesprochen und sich ein Bild von ihr und ihrem Leben
in Magdeburg gemacht“, schüttelt Marigona den Kopf. Im Rahmen ihrer Aktionen für
Awas nahmen die Schüler auch Kontakt zum Caritas-Verband auf. Der Sozialverband
der katholischen Kirche kennt die Probleme von Asylbewerbern gut und sagt sofort
seine aktive Hilfe zu.
Und von dort kommt nach 14 Tagen dann auch die erlösende Meldung: Das deutsche
Asyl- und Ausländerrecht solle geändert werden! Ausländische Jugendliche, die
lange genug in Deutschland leben, dürfen bis zum 18. Lebensjahr bleiben und dann
die deutsche Staatsangehörigkeit beantragen. Und da sie als Minderjährige nicht
allein bleiben können, werden auch deren Eltern geduldet. Die Ausländerbehörde
der Stadt Magdeburg sah die rechtliche Lage dann ebenso und teilte dies der
Familie von Awas Ahmi mit. „Wir waren super glücklich und haben uns gefreut,
dass unsere Aktionen am Ende doch etwas genützt haben“, sagt Marigona.
Damit haben die aufregenden Tage im April 2011 erst einmal ein gutes Ende
gefunden. Awas kann in Deutschland bleiben, an der IGS in Magdeburg ihr Abitur
machen und sich ein Leben hier aufbauen. Und ihre Klassenkameraden, was bleibt
für sie am Ende zurück: Den Zusammenhalt in der Klasse habe die Aktion weiter
gestärkt.
Und: „Wir haben alle die Erfahrung gemacht, dass man, wenn man kämpft, auch
Erfolg haben kann. Und darum werden wir auch in Zukunft immer eine gute Sache
unterstützen. Auch wenn wir nicht mehr hier in unserer Schule sind“, sagt
Viktoria Fritz. Von Peter Ließmann (Quelle: Volksstimme vom 06.12.2011)

Marigona Huseni (Mitte) und ihre Mitschüler Eric Nordmann, Lisa Bischoff, Svenja
Beck, Viktoria Fritz und Robert Kriebel haben im vergangenen April dafür
gekämpft, dass eine syrische Mitschülerin nicht aus Deutschland ausgewiesen
wurde. Foto: Viktoria Kühne
Ab sofort ein zusätzliches kostenloses Abo für die
Stadtteilzeitung „Der Lindwurm“
Seit nunmehr 3 Jahren erscheint vierteljährlich die Stadtteilzeitung „Der
Lindwurm“ im Kannenstieg und am Neustädter See. In einer Auflage von 3000
Exemplaren steht sie den Bewohnerinnen und Bewohnern kostenfrei zur Verfügung.
Bislang wurden die Exemplare in verschiedenen Einrichtungen ausgelegt und
konnten von dort bezogen werden.
Bis jetzt! „Der Lindwurm“ möchte populärer werden.
Das Redaktionsteam bietet daher ab sofort ein zusätzliches kostenloses Abo an.
Statt die Zeitung nur über Selbstabholung in Einrichtungen der Stadtteile zu
erhalten, können Sie nun den „Lindwurm“ auf Wunsch kostenlos in den Briefkasten
geliefert bekommen. Mit diesem Abo-Angebot versprechen sich die Macher des
Lindwurmes eine größere Leserschaft zu gewinnen. Natürlich finden Sie die
aktuelle Ausgabe der Stadteilzeitung auch weiterhin in den verschiedenen
Einrichtungen der Stadtteile.
Es sei ebenfalls erwähnt, dass die Stadtteilzeitung von Bürgern für Bürger
gemacht wird. Es steht jedem Bewohner frei, eigene Artikel oder Geschichten im
„Lindwurm“ zu veröffentlichen. Von Ihren Beiträgen lebt die Zeitung. Wollen Sie
über eine spannende Stadtteilstory berichten, aber nicht selber zur Feder
greifen, vereinbaren Sie einen Termin- wir schreiben Ihre Geschichte!
Ihr Abo wird entgegengenommen im Stadtteilbüro „Im Brunnenhof 9“ (persönlich
oder postalisch) sowie über Telefon 2886044 bzw. unter der E-Mail:
organisatoren@gmx.de. (Dieses Lieferangebot bezieht sich
ausschließlich auf die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See!

2. Auflage der Stadtteilchronik in Arbeit
Die Mitarbeiter des Sozialraumprojektes Nord arbeiten auch nach dem Erscheinen
der Stadtteilchronik weiter an der Geschichte des Stadtteiles. In den letzten
Monaten stellten Bewohnerinnen und Bewohner neues, interessantes Material zur
Verfügung.
Unser Ziel ist es, im Jahr 2013 zum 40. Geburtstag des Wohngebietes eine 2.
Aufage der Chronik zu präsentieren. Dabei soll es sich um eine Chronik für beide
Stadtteile handeln.
Vorallem möchten wir hauptsächlich mit Materialien der Bewohner arbeiten. Die
Identität eines Stadtteiles liegt in den Menschen, welche hier leben. Wir wollen
versuchen, diese Identität in die Stadtteilgeschichte zu transportieren.
Unterstützen Sie uns! Wir suchen Bilder, Unterlagen oder interessante
Geschichten aus dem Kannenstieg und vom Neustädter See. Kontakt zu uns erhalten
Sie über den Infotreff “Am Seeufer 8” und über das Stadtteilbüro “Im Brunnenhof
9”. Marcel Härtel, Mitarbeiter Sozialraumprojekt Neustädter See
Auswertung Balkon-Wettbewerb 2011
Vielen Dank für die Einsendungen zu unserem Aufruf für den schönsten Balkon im
Kannenstieg und Neustädter See! Unter allen Einsendungen hat die Jury folgende
Preisträger ermittelt:

1. Preis: ein Baumarktgutschein über 50 € geht an Frau Regina Gericke aus der
Johannes-R.-Becher-Straße

2. Preis: ein Buch über Garten- und Terassengestaltung geht an Familie Steinke
aus der Salvador-AllendeStraße

3. Preis: ein stabiler Pflanzenroller geht an Vera und Jürgen Dalichau aus der
Hans-Grundig-Straße.
Die Redaktion bedankt sich noch einmal bei allen, die am Balkonwettbewerb
teilgenommen haben, wünscht den Gewinnern viel Spaß mit den Preisen und allen
für das nächste Jahr kreative Gestaltungsideen für ihr Zuhause.
Frank Oswald, Organisator im Stadtteilbüro
29.11.2011
Einbrecher naschen aus Imbisskiosk
Neustädter See (mf): Bei einem Einbruch in einen Imbisskiosk in der
Salvador-Allende-Straße haben Unbekannte am Sonntag Chips und Kekse entwendet.
Die Täter hatten einen Rollladen hochgeschoben und eine dahinter befindliche
Scheibe eingeschlagen. (Quelle: Volksstimme vom 29.11.2011)
25.11.2011
Das niedliche Trio vom Neustädter See

Jessica Herrmann und ihr niedliches Trio Simon (40 cm /1340 g), Fabienne (38cm
/1280 g) und Pietro (40 cm /1330 g); am 13. September hat sie die Drillinge in
der Uni-Frauenklinik zur Welt gebracht. Damit die ersten Wochen danach für sie
nicht ganz so schwierig werden, wird Jessica Herrmann von
DRK-Kinderkrankenschwester Ellen Langbein (l.) tatkräftig unterstützt. Überhaupt
ist die alleinerziehende Mutti allen Menschen und Organisationen, die ihr bei
dieser nicht ganz alltäglichen Familiengründung geholfen haben, sehr dankbar.
Dazu gehört auch der Verein „Help“. Vorstandsmitglied Wilhelm Töller (r.)
stattete der jungen Familie einen Besuch ab. Foto: V. Kühne (Quelle: Volksstimme
vom 25.11.2011)
24.11.2011
Schade, dass der Zoo nicht reagiert - Zur Debatte um den Zoo-Eingang in Nord:
Der zweite Zooeingang ist dringend nötig. Das sehen aber leider nur die Bürger
und Zoonutzer so. Der Zoo selber leider nicht. Es ist schon schade, dass auf
Vorschläge nicht eingegangen wird. Die Aktion im letzten Jahr mit dem Versuch,
wie viele Bürger diesen Eingang nutzen, musste ja scheitern, denn ich kaufe doch
im Haupteingang keine Karte und gehe dann wieder zurück. Und eine Jahreskarte
kaufe ich mir auch nicht, nur weil der Eingang ein paar Wochen geöffnet wurde.
Es ist schon schade, wir haben viele Jahre eine solche Jahreskarte gehabt, waren
jede Woche mit unseren Kindern im Zoo. Ja, wegen des Zoos sind wir nach Nord
gezogen. Aber diesen großen Bogen wollen wir einfach nicht laufen. Was ist
überhaupt, wenn die Straße am Vogelgesang zu ist? Dann muss ich, obwohl ich den
Zoo aus meinem Fenster sehen kann, mit dem Auto fahren? Auch unsere Uroma
schafft es wie so viele andere Menschen nun nicht mehr. Eine Bitte an den Zoo:
Es wurden doch Möglichkeiten aufgezeigt, nehmt diese Möglichkeiten an und es
werden auch mehr Jahreskarten gekauft - dann auch wieder von uns! Sandra
Kollwitz, 39126 Magdeburg (Quelle: Volksstimme vom 24.11.2011)

24.11.2011
„Wir können die Physik leider nicht überlisten“
Der Umweltbeigeordnete Platz erklärt vor erbosten Ringanwohnern in Nord, warum
es keinen Lärmschutz für alle gibt
In einem Bürgerforum mit rund 30 Besuchern in der Hoffnungsgemeinde sagte Platz
am Dienstagabend: „Wir können die Physik leider nicht überlisten.“ Mit der für
rund 3,9 Millionen Euro gebauten Lärmschutzwand am Magdeburger Ring in Nord sei
der technisch und finanziell bestmögliche Lärmschutz für so viele Anwohner wie
möglich realisiert worden.
Sogar Karl-Heinz Huth aus der Hans-Grundig-Straße, einer der Kritiker, räumte
ein: „Da hat die Stadt für 1300 Anwohner eine tolle Tat vollbracht, das kann man
gar nicht hoch genug einschätzen.“
Platz gab zu: „Den übrigen rund 200 Anwohnern, die wir nicht erreicht haben,
nützt das wenig, das ist mir auch klar.“ Dieser Fakt sei im Vorfeld von der
Stadt aber in allen Beschlussvorlagen benannt, jedoch in der
Öffentlichkeitsarbeit womöglich nicht ausreichend betont worden, sagte Platz
selbstkritisch. Die Folge: Von den Betroffenen kommen massive Beschwerden (die
Volksstimme berichtete mehrfach).
„Die Enttäuschung ist nachvollziehbar“, sagte Dr. Frank Thomas vom Ingenieurbüro
Eco Akustik, das für die Planung zuständig war. Grund: Für die 9. und 10. Etagen
sei zwar durch die sieben Meter hohe Lärmschutzwand noch eine Minderung des
Schallpegels um drei Dezibel erreicht worden, was einer Halbierung der
Verkehrsstärke entspreche. Doch könne diese Lärmminderung nur im direkten
Vergleich empfunden werden. Thomas demonstrierte dies an Hörbeispielen. Holger
Platz anschließend: „Ich habe auch keinen Unterschied gehört.“
Mit anderen Worten: In den beiden obersten Etagen wird der Lärm vom Magdeburger
Ring de facto genauso laut wahrgenommen wie bisher ohne Lärmschutzwand.
Tiefbauamtschef Thorsten Gebhardt: „Verhindern ließe sich das nur, wenn wir den
Ring einhausen würden. Doch das werden wir sicher alle nicht erleben, dass eines
Tages der Ring eingehaust wird.“ Weitere Mieter in weiteren Etagen seien
betroffen, da durch Ringauf- und Abfahrten die Führung der Lärmschutzwände
aufgeweitet werden musste, erklärte Frank Thomas. Einen Rechtsanspruch auf
Lärmminderung gebe es ohnehin nur, wenn Straßen in bestehenden Wohngebieten neu
gebaut oder erheblich erweitert werden, betonte Gebhardt. Um Gesundheitsgefahren
für Anwohner zu reduzieren, würden jedoch bundesweit Lärmaktionspläne aufgelegt,
die je nach Haushaltslage umgesetzt werden. Dennoch will der Umweltbeigeordnete
Holger Platz sich für die bisher nicht spürbar entlasteten Mieter in Nord
einsetzen.
Zum einen müsse die Stadt sich darum bemühen, das Verkehrsaufkommen auf dem
Magdeburger Ring nicht weiter zu erhöhen, zum Beispiel durch Straßenführungen im
Zusammenhang mit dem Weiterbau der A14.
Zum anderen lenkte Holger Platz die Aufmerksamkeit auf Schallschutzmaßnahmen der
Vermieter. Zwar seien die Wohnungen in den Hochhäusern an der nördlichen
Stadteinfahrt bereits mit Schallschutzfenstern ausgestattet, jedoch nicht mit
sogenannten Schallschutzlüftern. Solche Geräte (Stückpreis rund 500 Euro)
könnten die Frischluftzufuhr in Räumen sichern, ohne dass ein Fenster geöffnet
werden müsste.
„Wir haben in Kürze am Tisch des OB Gespräche mit den Magdeburger
Wohnungsunternehmen zu verschiedenen Themen. Da werde ich Ihr Anliegen zur
Sprache bringen. Und ich bitte auch Sie, sich über Mieterbeiräte oder ähnliche
Gremien für eine Nachrüstung mit solchen Lüftern bei ihrem Vermieter
einzusetzen“, sagte Holger Platz an die betroffenen Anwohner gerichtet. Von
Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 24.11.2011)

Karl-Heinz Huth, einer der betroffenen Anwohner, zeichnete die Probleme der
lärmgeplagten Mieter nach. Fotos (3): Robert Richter

Der Beigeordnete Holger Platz (M.) sowie Amtsleiter Rolf Warschun (r.) und
Detlef Schulze vom Umweltamt notieren sich Beschwerden.

Dr. Frank Thomas vom Ingenieurbüro Eco Akustik schilderte ausführlich und
plastisch Entstehungsgeschichte und Auswirkungen der Lärmschutzwand in Nord.
Hier zeigt er den Aufbau der Schutzelemente.
21.11.2011
Brandstiftung auf dem Schulhof
Neustädter See (kt): Unbekannte Täter haben am Sonnabendnachmittag ein
Holzklettergerüst auf einem Schulgelände an der Pablo-Neruda-Straße in Brand
gesetzt. Die Feuerwehr löschte und konnte Teile retten. Der Sachschaden beläuft
sich auf rund 1000 Euro. (Quelle: Volksstimme vom 21.11.2011)
17.11.2011
Von der Werft in Ehehafen
Elfi und Kurt Heinrichs aus der Dr.-Grosz-Straße (Stadtteil
Neustädter See) gaben sich am Donnerstag vor 60 Jahren das Ja-Wort. Heute kommt
die Verwandtschaft mit Sohn, zwei Enkelsöhnen und einem Urenkel zum Gratulieren.
Kennengelernt hatten sich die beiden in der Schiffswerft in Rothensee, wo sie
als Sachbearbeiterin tätig war, er als Schiffszimmerer. Elfi Heinrichs verließ
die Werft später für ein Studium, arbeitete dann viele Jahre als
Unterstufenlehrerin. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.11.2011)

„Wir sind noch immer glücklich zusammen, und unsere Kinder und Enkel sind unser
Stolz!“ Foto: R. Richter
17.11.2011
Ausbau der Zoo-Haltestellen verschiebt sich auf 2013
Es war eine der letzten Amtshandlungen des langjährigen Verkehrsministers
Karl-Heinz Daehre (CDU). Kurz vor seinem Abschied in den Ruhestand präsentierte
er im vergangenen April die Lösung für ein jahrelanges Ärgerthema. Und das in
Form eines Fördermittelbescheides für den barrierefreien Ausbau der Haltestellen
am Zoo.
Der sollte in diesem Herbst beginnen und bis Ende des Jahres erledigt sein.
Kosten: rund 410.000 Euro, davon die Hälfte von der EU. Getan hat sich bis heute
nichts, und die Zoobesucher sind verärgert. Der prominente Haltepunkt am
einzigen Zooeingang ist nach wie vor für ältere Fahrgäste, Besucher mit
Rollstühlen oder Eltern mit Kinderwagen schwerlich nutzbar. Bei einem
Bürgerforum in Nord schlug dem Oberbürgermeister jüngst der Protest von
Zoofreunden entgegen.
Lutz Trümper beteuerte, weder die Stadt noch die Magdeburger Verkehrsbetriebe
(MVB) könnten etwas dafür: „Das Geld ist da, und die Haltestellen wären schon
längst wie versprochen im Bau, wenn nicht ein Bürger Einspruch dagegen eingelegt
hätte.“
Sein Beigeordneter für Bauen und Verkehr und Baurechtsexperte Dieter Scheidemann
(Chef des MVB-Aufsichtsrates) erläuterte die Hintergründe auf
Volksstimme-Nachfrage. Demnach wollten die Verkehrsbetriebe auf ein langwieriges
Planfeststellungsverfahren verzichten. Das Schnellverfahren funktioniert aber
nur, wenn alle von dem Vorhaben tangierten Anlieger, Verbände und Behörden dafür
ihre Zustimmung geben. Gegenwind erwarteten die MVB hier nicht. Den gab es dann
aber doch. „Es gab einen einzigen Einspruch gegen den angestrebten
Planverzicht“, sagte MVB-Sprecherin Birgit Münster-Rendel der Volksstimme.
Stadtrat Oliver Müller (Die Linke), Aufsichtsratsmitglied der MVB, ärgert sich:
„Ein Eigentümer will die Haltestellen nicht vor seiner Haustür haben und bringt
das Vorhaben in Verzug. Zum Glück verfallen die Fördermittel nicht, so wurde es
uns zugesagt.“ Denn nun muss das Planfeststellungsverfahren doch eingeleitet
werden. Birgit Münster-Rendel, MVB, nennt die Konsequenz: „Wir können den Ausbau
voraussichtlich erst im ersten Quartal 2013 realisieren.“
Für beide Haltestellen am Zoo sollen auf dem Schöppensteg Warteinseln (ein Meter
breit, 50 Meter lang) sowie Wartehäuser gebaut werden. Die Anhebung der Fahrbahn
soll den barrierefreien Ein- und Ausstieg für die Fahrgäste ermöglichen. Und
auch eine Ampel und ein Überweg zum sicheren Überqueren des Schöppenstegs sind
geplant. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 17.11.2011)

Da waren sie noch guter Dinge: Michael Jahn vom Planungsbüro, der
Baubeigeordnete und MVB-Aufsichtsratschef Dieter Scheidemann, der damalige
Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre, MVB-Geschäftsführer Klaus Regener und
Zoodirektor Kai Perret (v. l.) im April 2011 bei der Übergabe des
Fördermittelbescheids an der Haltestelle Zoo. Foto: MVB

16.11.2011
Pro und Kontra zum Nordeingang - Zur Debatte um einen Nordeingang für den
Zoo:
„Diese Debatte werde ich nicht mehr mit Ihnen führen! Ihre Argumente sind
unehrlich.“ Mit diesen Worten startete der OB in die GWA-Sitzung am 2. November
im Kranichhaus. Nur eine Lösung, welche dem Zoo keine Kosten verursacht, sei
akzeptabel und umsetzbar. Im Laufe der Sitzung kam ein Vorschlag: mit einem
Unternehmer die Öffnung zu gewährleisten. Keine Kosten für den Zoo, in seiner
Formulierung so dargelegt, dass es nach den anfänglichen Aussagen des OB alle
Bedingungen erfüllen würde (Anmerkung: Die neue Gaststätte an der
Elefantenanlage soll genau zu den Bedingungen umgesetzt werden). Dieser
Vorschlag wurde vom OB in der Sitzung permanent ignoriert.
Die anwesenden Teilnehmer haben in der GWA-Sitzung nicht über den Vorschlag von
Herrn Salzborn abgestimmt. Diese Abstimmung sollte dringend nachgeholt werden,
denn laut Presse steht dieser Unternehmer in den Startlöchern. Nach monatelangen
Diskussionen scheint diese Variante, die, für beide Seiten, einzige akzeptable
Lösung darzustellen. Der Zoo hat keine Kosten und die Befürworter und
Unterstützer des 2. Eingangs hätte die Bedingungen einer kostenneutralen Öffnung
erfüllt. Marcel Härtel, Magdeburg
Mit dem Rollstuhl in den Zoo
Nach dem Erscheinen des Artikels entschloss ich mich mit dem Rollstuhlbike
zusammen mit meinem Lebensgefährten per Fahrrad den ca. 5,6 Kilometer entfernten
Magdeburger Zoo aufzusuchen. Es war ein wunderschöner Herbsttag, und wir hatten
jede Menge Freude auf unserer autofreien Tour. Im Artikel wird berichtet, dass
den Anwohnern der Zoo-Nordseite nicht zugemutet werden kann, den Umweg über den
Eingang Zoowelle zu nutzen. Sie fordern deshalb einen weiteren Eingang an der
Nordseite. Dies halte ich angesichts der hohen Umbaukosten und der klammen
Kassen der Stadt für nicht vertretbar. Den relativ kleinen Umweg über den
Eingang Zoowelle halte ich auch für Behinderte zumutbar. Nach meinen Recherchen
beschränken sich andere Städte wie Leipzig, Hannover, Berlin auf einen
Zoo-Eingang. Ich plädiere allerdings dafür, dass der Eingang Zoowelle
entsprechend der UN-Behindertenkonvention barrierefrei - das heißt für alle,
Menschen mit Behinderungen, mit Mobilitätseinschränkungen, ältere Menschen,
Menschen mit Rollatoren und Familien mit Kindern, uneingeschränkt nutzbar –
gestaltet wird. Der Eingang Zoowelle erfüllt schon jetzt einige dieser Kriterien
wie Behinderten-WC, Bistro, Shop. Allerdings müssen noch normgerechte
Behindertenparkplätze und unverzichtbar eine barrierefreie
Straßenbahnhaltestelle Zoo errichtet werden.
Ich appelliere an diejenigen, die den Ausbau der barrierefreien
Straßenbahnhaltestelle Zoo ablehnen, ihre Bedenken zugunsten eines
Verkehrssystems für alle zurückzustellen. Denn vielleicht schon morgen könnten
sie selbst wegen einer Mobilitätseinschränkung (Unfall, gebrochenes Bein usw.)
auf eine barrierefreie Haltestelle angewiesen sein. Dies würde den Zoo für alle
Bürger nicht nur der Stadt, sondern auch für die umliegenden Städte und
Gemeinden attraktiver machen. Der Zoo Magdeburg könnte dies auch werbewirksam
vermarkten und dadurch höhere Einnahmen erzielen. Irmgard Wandt, Hans-Peter
Stavenhagen, 39108 Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 16.11.2011)
11.11.2011
Zoo-Nordeingang: Ehrliche Debatte gefragt
Zur Debatte um die Öffnung eines Nordeingangs des Zoos:
Eine ehrliche Debatte, wie vom Oberbürgermeister gefordert, zu der von den
Bürgern gewünschten Öffnung eines Zooeinganges im Norden des Zoologischen
Gartens ist notwendig. Anders kann man nicht miteinander umgehen. Zu dieser
Ehrlichkeit gehört aber auch, dass alle Gesichtspunkte, die mit der Gestaltung
des Zoo, seiner Einrichtungen und Anlagen verbunden sind, berücksichtigt werden.
Die mit der Zooerweiterung verbundene Schließung des Parkplatzes am Osteingang,
der erst in den 90er Jahren mit sehr viel Aufwand völlig neu errichtet worden
ist, kann in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben. Was ist mit den Kosten
für diese aufwendige Baumaßnahme? Können wir es uns leisten, dass nach wenigen
Jahren eine völlig neu errichtete Anlage so einfach als nutzlos angesehen und
geschlossen wird? Was ist mit dem ebenfalls erst vor wenigen Jahren vollständig
neu hergerichteten Osteingang? Diese Investition, die nach den Mitteilungen
anlässlich der GWASitzung in Zukunft wenigstens noch zeitweilig als
Zwischenlösung genutzt werden soll, fällt
ebenfalls nach einer nur wenige Jahre dauernden Nutzung alsbald der Spitzhacke
zum Opfer. Geht das so einfach? Erwähnt werden muss auch, das die erst in den
90er Jahren hergerichtete Straße „Am Vogelgesang“ ebenfalls der neuen
Elefantenanlage zum Opfer fallen soll und alsbald geschlossen wird. Wo bleiben
nur die Steuergelder? Maximilian Schmidt, 39128 Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 11.11.2011)
Warum diese lange Diskussion um den Zooeingang Nord.
Jahre bevor das Wohngebiet Nord erschlossen wurde, gab es nur einen Zooeingang,
der von der Kastanienstraße erreichbar war. Danach wurde der Zooeingang-Nord
eröffnet. Später kam der modernere
Eingang am Vogelgesang hinzu. Nun haben wir einen noch besseren Zooeingang „Die
Zoowelle“. Die Stadt und auch der Zoo müssen sparen, dass weiß jeder normale
Bürger. Es wäre doch kein Problem, wenn man den Nordeingang nur zum Wochenende
öffnen würde. Es gibt viele Bürger, die sich ein paar Euro hinzuverdienen
wollen. Da braucht man keine Arbeitsverträge für Festanstellung und die Bürger
vom Wohngebiet Nord haben einen kürzeren Weg. Ich wünsche mir, dass sich unserer
OB Lutz Trümper dafür einsetzt. Er möchte ja auch,
dass Magdeburg weiter zu einem Anziehungspunkt wird und dazu gehört nun mal auch
der Zoo.
Bernd-Jürgen Wöhler, 39126 Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 11.11.2011)
11.11.2011
„Ahoi“ bis zum nächsten Fest
Schon seit Bekanntwerden des Veranstaltungsplanes für das Jahr 2011 haben wir
uns auf das Herbstfest und besonders auf den Shanty-Chor des Magdeburger
Segelvereins gefreut! Alle stimmungsvollen Seemannslieder waren uns bekannt und
durch Mitsingen und Schunkeln kam bald eine tolle Stimmung auf. Nach lang
anhaltendem Applaus verließen uns die Männer vom Chor - bis zum versprochenen
nächsten Mal - wir freuen uns schon jetzt darauf!
Ein großes Dankeschön auch an unser Küchenteam, die Pflegekräfte und
Therapeuten, die uns an diesem Nachmittag so liebevoll betreuten und dafür auch
einen Teil ihrer Freizeit „opferten“! Und nicht zu vergessen: ein Dank an unsere
Leitung - ganz besonders an unsere Pflegedienstleiterin Helga Schwenke, die
gemeinsam mit den oben genannten Kollegen für einen reibungslosen Ablauf dieser
wirklich gelungenen Veranstaltung gesorgt hat. Danke - Ahoi! - bis zum nächsten
Mal! Im Namen der Bewohner des Alten- und Pflegeheimes Heideweg - Edith
Suchantke, Bewohnerbeirat, 39126 Magdeburg (Quelle: Volksstimme vom 11.11.2011)
09.11.2011
CDU-Stadtrat: „Nordeingang wäre sofort möglich.
Mein Eindruck ist leider, dass von Seiten der Stadt und des Zoos kein Interesse
besteht.“
Hubert
Salzborn will mit Unternehmerhilfe Forderung der Zoo-Anwohner aus Nord in die
Tat umsetzen. Der verbale Schlagabtausch im Kranichhaus am Neustädter See
zwischen den Befürwortern eines Zoo-Nordeingangs und den Gegnern mit
Oberbürgermeister Lutz Trümper und Zoochef Kai Perret an der Spitze war in der
Vorwoche der vorläufige Höhepunkt der monatelangen Auseinandersetzung
(Volksstimme berichtete).
Der CDU-Mann Hubert Salzborn will die keinesfalls enden wollende Debatte nun in
eine neue Richtung lenken. Er erklärt gar selbstbewusst, den Streitpunkt rasch
aus der Welt schaffen zu können. Und das zum Wohle beider Streitparteien. „Die
finanziellen Sorgen des Oberbürgermeisters teile ich, aber ich verstehe auch die
Forderung der Menschen aus Nord nach einem Nordeingang“, sagt Salzborn. „Ich bin
auch der Ansicht, dass mit einem Nordeingang das Potenzial möglicher Besucher
aus Nord erschlossen werden kann, die es derzeit schlicht lassen, den Umweg
durch den Vogelgesangpark zur Zoowelle zu gehen.“
Dabei wäre aus Salzborns Sicht eine „dauerhafte, kostenneutrale Lösung im Sinne
beider Seiten sofort möglich – wenn man es ernst meinte“. Im Volksstimme-
Gespräch erklärt der Stadtrat aus Neustadt seinen Plan: „Ich habe einen
Unternehmer gefunden, der ist bereit in dem Gebäude des alten Nordeingangs einen
Eisladen bzw. eine Verkaufsstelle zu eröffnen, wie es sie viele Jahre an der
Stelle schon gab. Das Häuschen dafür ist da und könnte ohne großen Umbau genutzt
werden, der Unternehmer würde sofort loslegen. Das Wichtigste:
Er wäre auch bereit, Verkauf und Kontrolle von Karten für den Zoo zu übernehmen
und so ohne Personalkosten den Nordeingang zu ermöglichen“, sagt Salzborn, der
den Namen des Unternehmers bislang für sich behalten will. Salzborn: „Mein
Eindruck ist leider, dass von Seiten der Stadt und des Zoos, warum auch immer,
kein Interesse an dieser Lösung besteht.“
In der Tat hatte Salzborn die Idee auch schon auf dem Bürgerforum in der
vergangenen Woche angerissen, ohne dass der OB oder der Zoochef darauf
öffentlich eingegangen wären. Stattdessen hob Trümper als Chef des
Zoo-Aufsichtsrates hervor, dass die Stadt sich, bestätigt mehrheitlich vom
Stadtrat, mit dem
Zooentwicklungskonzept aus wirtschaftlichen Gründen klar zu nur einem Eingang
bekannt habe. Der von städtischen Zuschüssen abhängige Zoobetrieb sei auf
Einnahmen aus Verkäufen im Zooshop und Gebühren aus dem geplanten neuen
Parkplatz am Vogelgesang angewiesen.
Zoodirektor Kai Perret hatte während der Veranstaltung indes angekündigt, im
Zuge eines Gastronomieneubaus in den nächsten Jahren am alten Nord-Osteingang
mit einem möglichen privaten Investor über ein ähnliches Modell verhandeln zu
wollen, wie Salzborn es nun vorschlägt. Mit dem künftigen Gastronomiebetreiber
könne der Zoo auch über einen Eingang sowie die Übernahme von Kartenverkauf und
-kontrolle verhandeln. Die Planungen für den Neubau sollen laut Perret 2012
beginnen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 09.11.2011)

04.11.2011
Streit um Zooeingang mit ausgefahrenen Krallen
Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Ich habe keinen Grund und keinen Spaß daran,
Geld zu verteilen, das wir nicht haben.“ „4200 Unterschriften sprechen eine
deutliche Sprache. Oder ist Ihnen egal, wie Familien in der Stadt denken?“
Karl-Heinz Huth, Sprecher Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg.
Die Debatte um den zweiten Zooeingang ist seit Monaten nicht totzukriegen.
Oberbürgermeister Lutz Trümper sah sich veranlasst, persönlich in Nord Stellung
zu beziehen, aber dennoch keinen großen Diskussionsbedarf. Rund 50 Besucher
eines Forums der Arbeitsgruppen für Gemeinwesenarbeit (GWA) Kannenstieg und
Neustädter See dafür umso mehr.
Lutz Trümper und Zoo-Direktor Kai Perret hatten zwar einen Joker parat, um
erhitzte Gemüter zu besänftigen, den sie später auch zogen. Der OB wählte jedoch
den harten Einstieg und polterte im Kranichhaus der Volkssolidarität am
Schrotebogen zunächst drauflos: „Die ganze Debatte ist unehrlich. Wer einen
Nordeingang will, muss auch sagen, wo her das Geld dafür kommen soll, und das
können Sie nicht. Deshalb werde ich diese Diskussion auch nicht mehr mit Ihnen
führen.“
Der Zooeingang im Norden ist aus Trümpers Sicht eigentlich Geschichte, seit der
Stadtrat im Jahr 2010 mehrheitlich Perrets 20 Millionen Euro teurem
Zooentwicklungskonzept mit der „Zoowelle“ im Vogelgesangpark als einzigem
Einlass zustimmte. Der Zoo sei auf Einnahmen wie Parkgebühren oder
Verkaufserlöse aus dem Shop in der „Zoowelle“ angewiesen. Damit müssten nicht
zuletzt die Kredite getilgt werden, die für die Investitionen wie die
„Africambo“-Anlagen und andere Attraktionen aufgenommen werden.
Bereits für den laufenden Betrieb erhalte die kommunale Zoo gGmbH aus der
Stadtkasse jährlich Zuschüsse in Höhe von 3,2 Millionen Euro sowie 300.000 Euro
von der Gemeinde Barleben. Ein zusätzlicher Eingang bedeute zusätzliche
Investitions- und Personalkosten. Trümper: „Das muss alles refinanziert werden.
Und ich habe keinen Grund und keinen Spaß daran, Geld zu verteilen, das wir
nicht haben.“
Die Kritik aus Nord am fehlenden Nordeingang sei nachvollziehbar, „der Rest der
Stadt sieht es aber nicht so“, sagte Trümper. Am Nordausgang werde hingegen
nicht gerüttelt. Dieser sei für die Zukunft sicher.
Die Pro-Nordeingang-Fraktion, die nach eigenen Angaben 4200 Unterschriften für
den zweiten Einlass sammelte, ließ sich davon nicht beeindrucken. Vertreter wie
Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord argumentierten zum Beispiel mit den
gesunkenen Besucherzahlen.
Diese waren 2010 im Vergleich zum Vorjahr um rund 10.000 zurückgegangen. Schuld
daran sei der fehlende Nordeingang. Ein Anwohner schimpfte: „Ich fahre doch
nicht mit der Straßenbahn oder dem Auto zum Zoo, wenn ich direkt am Zoo wohne!“
Ein Mieter aus der Salvador-Allende-Straße: „Sie verschenken ein
Besucherpotenzial, das über die ,Zoowelle‘ nicht erschlossen wird.“
Karl-Heinz Huth, GWA-Sprecher vom Kannenstieg, sagte: „Die Schließung des
Nordeingangs trifft auf breites Unverständnis bei den Magdeburgern, insbesondere
in Nord. Die gesammelten Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache. Oder
ist Ihnen egal, wie Familien in der Stadt denken?“
Hauptargument für den zweiten Eingang sei, „dass der Fußweg zur ,Zoowelle‘ für
Familien mit Kindern, ältere Bewohner und Menschen mit Behinderungen unzumutbar
ist“, erklärte Huth.
Für Kritik sorgt nach wie vor die erfolgte Testöffnung des Nordeingangs im Mai
und Juni 2010. Damit hatte der Aufsichtsrat der Zoo gGmbH auf die Proteste im
Norden reagiert. „Eine Öffnung über sechs oder sieben Monate wäre
repräsentativer gewesen, und wir sind uns sicher, sie hätte auch ein anderes
Ergebnis gezeigt“, sagte Huth. Der Zoo hatte den Versuch wegen zu geringer
Nutzung als gescheitert betrachtet.
Auch der Verkauf von Jahreskarten zog nicht spürbar an. Dies hatten der
Zoobetrieb und die Stadt aber zur Bedingung gemacht, um alternativ einen
Nordeingang mit Chipkartensystem zu installieren. Die Vorgaben waren „niemals
realisierbar“, kritisierte Huth und fragte: „War das Ergebnis so gewollt?“
Trümper ging darauf ein: „Ich stehe nach wie vor dazu: Wenn 1800 Jahreskarten im
Bereich Nord verkauft werden, bauen wir den Eingang für Chipkartennutzer. Es hat
sich doch aber gezeigt, dass die Jahreskarten nicht in dieser Dimension gekauft
werden.“
Auch zu den gesunkenen Besucherzahlen äußerte sich Trümper: „Der Grund ist, dass
wir insgesamt in der Stadt weniger Familien mit Kindern haben.“ Dies sind aus
Trümpers Sicht die wahren Hauptnutzer des Zoos. Und: „Dazu kamen in den
vergangenen Jahren die vielen Baustellen im Zoo, da waren doch kaum Tiere zu
sehen.“ Mit der Eröffnung von „Besuchermagneten“ wie der neuen Elefantenanlage
werde das Publikumsinteresse wieder steigen.
Zoodirektor Kai Perret durfte an diesem Abend die guten Nachrichten verbreiten:
„Der barrierefreie Ausbau des Ausgangs an der Nordseite wird über den Winter
realisiert. Anfang 2012 beginnen die Planungen für einen Gastronomie-Neubau in
Höhe des alten Osteingangs (befindet sich im Nordosten, die Redaktion). Diesen
soll ein privater Investor bauen. Dort wird mit dem Neubau auch eine
Eingangssituation in den Zoo geschaffen. Wir können mit dem Investor verhandeln,
ob und zu welchen Bedingungen er vielleicht Kartenverkauf und -kontrolle
übernehmen kann.“
Im Aufsichtsrat der Zoo gGmbH treffe dieser Vorschlag auf Wohlwollen, bestätigte
Klaus Kutschmann (Fraktion CDU/BfM), eines der anwesenden
Aufsichtsratsmitglieder.
OB Lutz Trümper griff schließlich den Vorschlag von Bürgervereins-Vertreterin
Sandra Täntzler auf, im kommenden Jahr einen neuen, mindestens halbjährigen
Testlauf für den Nordeingang zu starten. Täntzler hatte erklärt,
Vereinsmitglieder stünden ehrenamtlich bereit, um die Aktion ohne zusätzlichen
Personalaufwand für den Zoo zu ermöglichen. „Wenn Sie das ehrenamtlich
übernehmen, können wir das machen“, sagte Trümper.
Fazit: Die für einen Nordeingang engagierten „Nordlichter“ können erneut einen
Teilerfolg verbuchen. Das Thema bleibt weiter aktuell. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 04.11.2011)

Im vergangenen Jahr war der Nordeingang zwei Monate lang testweise geöffnet
worden. Archivfoto: Uli Lücke

Siegfried Kratz, einer der Köpfe der Initiative für die Wiederöffnung eines
Nordeingangs für den Zoo, spricht am vergangenen Mittwoch im Kranichhaus. Am
Tisch hinter ihm (v. r.) Zoochef Kai Perret und OB Lutz Trümper sowie Mitglieder
des Zoo-Aufsichtsrates. Foto: R. Richter
03.11.2011
Zoo-Nordeingang: „Die Debatte ist unehrlich“ - OB Trümper kritisiert
Forderungen aus Nord
siehe auch:
GWA-Protokoll vom 02.11.2011
Mit scharfen Worten hat Oberbürgermeister Lutz Trümper die Diskussion
um den geforderten Zoonordeingang kritisiert: „Die ganze Diskussion ist
unehrlich. Wer einen Nordeingang will, muss auch sagen, woher das Geld dafür
kommen soll, und das können Sie nicht. Deshalb werde ich diese Diskussion so
auch nicht mit Ihnen führen“, sagte Trümper gestern Abend. In einer gut
90-minütigen Diskussion nahm der OB gemeinsam mit Zoodirektor Kai Perret vor
Stadtteilbewohnern vom Neustädter See und aus dem Kannenstieg dann doch
ausführlich Stellung.
Trümper verwies darauf, dass vor Jahren mit dem 20 Millionen Euro schweren
Zooentwicklungskonzept „2000plus“ im Stadtrat auch die Entscheidung für nur
einen Zooeingang über die bereits neu gebaute „Zoowelle“ gefallen sei. Trümper:
„Ein zweiter Zooein gang müsste zusätzlich finanziert werden, und das lohnt sich
nicht.“ Die tief verschuldetet Kommune habe angesichts drohender weiterer
Kürzungen bei den Landeszuweisungen kein Geld dafür, der Umweg für die Bewohner
aus dem Norden zur Zoowelle sei zwar sicher ungewohnt, aber vertretbar.
Vertreter der Gemeinwesengruppen und vom Bürgerverein Nord forderten, dass der
Testlauf für einen Eingang im Norden über einen Zeitraum von sechs Monaten
wiederholt wird. Im Vorjahr hatte es eine zweimonatige Testphase gegeben.
Anschließend hatten die kommunale Zoo gGmbH und deren Aufsichtsrat das
Experiment als gescheitert bezeichnet. In Nord sammelten Bewohner 4200
Unterschriften für einen zweiten Eingang. Sie halten an ihrer Forderung fest.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.11.2011)

Voller Saal im Kranichhaus gestern bei der GWA-Sitzung mit dem OB.

Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Wer einen zweiten Zooeingang will, muss auch
sagen, woher das Geld kommt.“ Fotos (2): Richter

02.11.2011
Oktober-Spaß lockte Kinder aus Nord in die Kirche - Gemeinde plant weitere
Kreativtage
Am Projekt „Oktober-Spaß“ der evangelischen Hoffnungsgemeinde am Krähenstieg
nahmen jetzt insgesamt 23 Kinder aus dem Bereich Magdeburg Nord teil. „Die
Kinder kamen aus den verschiedensten sozialen Verhältnissen und Kulturen. Es
waren vier interessante, spannende, kreative und spielerische Tage“, berichtet
Gemeindepädagogin Renate Crein. „Gemeinsam kamen wir ins Staunen über die reiche
Fülle, aus der Gott schöpft und in der er uns leben lässt. Mit Farben, Pfützen,
Gips und Steinen haben wir unsere Welt greifbar gemacht.“ Akteure und Kinder
sind sich einig, dass weitere ähnliche Aktionen folgen sollen.
Im Blick hat die Gemeindepädagogin zum Beispiel bereits die kommenden
Winterferien im Februar. „Wer sich dafür interessiert, kann schon jetzt per
E-Mail Interesse anzeigen unter buero@hoffnungsgemeinde.de. Man kann auch bei
Konzerten oder anderen Veranstaltungen für Familien und Kinder in der
Hoffnungskirche am Krähenstieg reinschnuppern, denn die Kirche ist ein
kulturell- soziales Zentrum im Norden der Stadt“, so Gemeindepädagogin Renate
Crein weiter. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 02.11.2011)

Kreativer Kreisel: Kinder und Gemeindemitglieder der Hoffnungskirche beim
gemeinsamen Werkeln unterm Kirchendach. Foto: privat
01.11.2011
Neustädter See: Auf Tuchfühlung mit Nackedeis
Joggen um den Neustädter: Frischer Wind und Seeblick für Fortgeschrittene
(Zur Vollansicht der Bilder einfach draufklicken)

Die Strecke im Überblick
Länge: pro Runde ca. 5,4 km
Schwierigkeit: Fortgeschrittene
Untergrund: teils gepflastert oder asphaltiert, teils Schotter
Parken: in angrenzenden Wohngebieten, z.B. in der Salvador-Allende-Straße
Positiv: frische Brisen und Seeluft, schöne Ausblicke, Parken in unmittelbarer
Seenähe möglich
Negativ: Wege nicht durchweg beleuchtet, Streckenverlauf teils schwer erkennbar,
zur Badesaison nur begrenzt zugänglich.
Hoch, runter, links, rechts, Sprung! Der Trampelpfad an der Ostseite des
Neustädter Sees bringt mich ganz schön ins Schwitzen. Enge Kurven, unebener
Untergrund und wuchernde Büsche und Bäume machen diesen Streckenabschnitt zur
Herausforderung und zum Erlebnis gleichzeitig. Hätte ich nur meine lange
Trainingshose angezogen … In den Gräsern warten bestimmt hunderte Zecken nur
darauf, dass ich sie mitnehme und sie sich an meinem Blut satt trinken können.
Beinahe bereue ich meine Entscheidung, diese Route um den Neustädter See dem
harmloseren Schöppensteg vorgezogen zu haben. Wer die Straße entlang der
Bahngleise östlich des Sees nutzt, um ihn zu umrunden, lässt den abenteuerlichen
Uferhang nämlich komplett aus.
„Querfeldstrecken sind nur etwas für Profis und Läufer ohne Vorschäden“, warnt
Dr. Margit Rudolf, Orthopädin an der Universitätsklinik Magdeburg. „Dafür
fördern und fordern sie die Aufmerksamkeit des Joggers mehr.“ Sportler, die
jedoch schnell umknicken oder nicht gut räumlich sehen können, sollten lieber
die Straße Am Schöppensteg wählen. Anfänger können dort entspannter Laufen und
leichter ein gleichmäßiges Tempo halten.
In der Badesaison, wenn das Strandbad am See geöffnet hat, sind einige Ufer- und
Strandbereiche des Sees für Jogger sogar komplett unzugänglich. Auch dann müssen
Jogger auf die Wegführung außerhalb des Bads ausweichen. Zwar bieten sich einem
dann nicht ganz so häufig die schönen Ausblicke auf den Neustädter See mit den
hohen Plattenbauten des gleichnamigen Stadtteils im Hintergrund an. Und auch der
Wind, der einem als Jogger aus Seerichtung oft erfrischend entgegenschlägt, kann
Am Schöppensteg nicht wehen. Aber eine
Runde um den Neustädter lohnt sich trotzdem, nicht zuletzt wegen vieler kleiner
und größerer Biotope rund herum.
Ursprünglich wurde der See zum Abbau von Kies geschaffen. Dieser wurde zu
DDR-Zeiten einerseits zum Wiederaufbau der Stadt nach dem Zweiten Weltkrieg und
andererseits zum Aufbau des benachbarten Wohngebiets benötigt.
Eine Runde um den Neustädter ist mit rund 5,4 Kilometer Länge nicht zu
unterschätzen. Wer sie nicht ganz schafft, kann zwischendurch Gehpausen
einlegen. Anfänger sind aber besser an anderen Stellen in Magdeburg aufgehoben,
wo sie gegebenenfalls den Lauf auch abbrechen können. Hier ist dies zwar
möglich, der Weg zurück zum Auto aber mitunter recht lang. Alle, die den See zum
ersten Mal umrunden, sollten dies im Uhrzeigersinn tun. Die Streckenführung ist
dann leichter ersichtlich. Da die Gehwege um den See nicht
durchweg beleuchtet werden, empfiehlt es sich nur bei Tageslicht zu joggen. Der
Boden ist unterschiedlicher Beschaffenheit, teils sind die Wege mit Schotter
bedeckt, teils auch gepflastert oder asphaltiert. Bis auf den Fußpfad durch das
Strauchwerk an der Ostseite des Sees ist die Route auch recht eben, hält also
keine anstrengenden Höhen bereit. Parken lässt es sich bequem in den Straßen der
angrenzenden Wohngebiete, an der Salvador-Allende-Straße oder am Schrotebogen.
Das Seeufer ist dann nur wenige Meter entfernt.
Wer zur richtigen Zeit joggt (bis März zum Beispiel immer sonntags von 13 bis 15
Uhr), kann auf seiner Runde um das Gewässer auch einen Blick auf teils mehr,
teils weniger talentierte Wasserakrobaten erhaschen. Auf der Wasserski- und
Wakeboardliftanlage Cable Island lassen sich dann nicht nur Profis, sondern auch
Anfänger auf einem Kilometer Länge per Lift über das Wasser ziehen – und
manchmal zu Kunststücken hinreißen.
Vorsicht nur, wer Angst vor nackten Tatsachen hat. Der FKK-Strand des Neustädter
Sees ist der einzig offizielle Nacktstrand in Magdeburg. Und auch außerhalb der
Badesaison kommt manch ein Magdeburger an den See, um nackt in ihm zu baden.
Auch beim Fototermin für die Volksstimme-Laufserie: Während ich versuche, dem
Fotografen in schöner Manier vor seine Linse zu laufen, entledigt sich hinter
uns unbeeindruckt ein älterer Mann seiner Kleidung und läuft schnurstracks ins
Wasser.
Auch auf dem erwähnten Trampelpfad kann es zu unfreiwilligen Begegnungen dieser
Art kommen. Als ich mich ständig duckend und hüpfend durch den Pfad kämpfe,
taucht vor mir plötzlich ein Mann auf. Unsicher blickt er sich um, als er mich
bemerkt, scheinbar nach etwas suchend. Wenige Meter später weiß ich, wonach er
gesucht hat. Besser gesagt: nach wem. Zwei Männer warten dort auf einer
Picknickdecke im Gebüsch. Manche Homosexuelle nutzen den versteckten
Wegabschnitt nämlich auch für Treffen und Freizügigkeiten.
Gut, dass die Stadt plant, bis 2015 in mehreren Teilen einen neuen Geh- und
Radweg um den See zu bauen. Dieser soll sowohl von Joggern, Spaziergängern als
auch von Radfahrern und Skatern genutzt werden können. Der erste rund 600 Meter
lange Abschnitt am Strandbad ist bereits fertig.
Von Volksstimme-Volontär Marc Lechtenfeld (Quelle: Volksstimme vom 01.11.2011)

26.10.2011
GWA kritisiert Umsetzung des Teilhabepakets
Die Leistungen aus dem Paket der Bundesregierung für Bildung und Teilhabe für
Kinder aus einkommsschwachen Familien werden „noch nicht so angenommen, wie es
wünschenswert wäre“. Das kritisierten Stadteilbewohner und Mitarbeiter aus
sozialen Einrichtungen auf der jüngsten Sitzung der Gemeinwesenarbeitsgruppe
(GWA) Neustädter See.
Hintergrund: Magdeburgs Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning (Die Linke)
hatte die GWA gebeten, Informationen zum Teilhabepaket im Stadtgebiet zu streuen
und entsprechende Info-Blätter und Formulare zu verteilen. Daraufhin entspann
sich während der Sitzung eine angeregte Diskussion. So debattierten die
Teilnehmer darüber, wie „umfangreich das Antragsverfahren“ und wie“ langwierig
die Antragsbearbeitung“ sei. Außerdem hätten von Langzeitarbeitslosigkeit
betroffene Familien zum Teil Berührungsängste.
Für die Beantwortung spezieller Fragen rund um das Teilhabepaket soll eine
Kollegin aus dem Sozial- und Wohnungsamt eingeladen werden, beschloss das
Stadtteilgremium mehrheitlich. Die Anwesenden in der GWA sprachen sich dafür
aus, zusätzlich den Sozialbeigeordneten Brüning persönlich zu einer
Informationsveranstaltung nach Magdeburg-Nord einzuladen. Die Leitung der
Integrativen Kindertagesstätte „Kinderland“ in der Lumumbastraße bot spontan
ihre Räumlichkeiten als Versammlungsraum an. Von Robert Richter (Quelle:
Volksstimme vom 26.10.2011)
Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe (PDF-Dokument)

siehe auch Pressemitteilung vom 30.03.2011 im
Nachrichtenarchiv
2011
26.10.2011
Magdeburgs Zooschule bezieht mit Insekten, Reptilien und Pflanzen neue Räume
im Norden
Auge in Auge mit einer Schnappschildkröte „Die Bedingungen hier sind
für unseren Unterricht ideal.“ Marina Bergmann, Lehrerin in der Magdeburger
Zooschule. Die Geierschildkröte hat ihr Maul sperrangelweit aufgerissen, als
wolle sie dem neugierigen Betrachter beherzt in die Nase beißen. Doch hinter dem
Glas des Terrariums gibt es nichts zu holen für diese großmäulige Vertreterin
aus der Familie der Schnappschildkröten. Die Besucher der Eröffnungsfeier am
vergangenen Montag im sanierten Haus der Grundschule an der Pablo-Neruda-Straße
können unbesorgt weiter neugierig dreinschauen ...
Mit der Neugestaltung des Grundschulkomplexes für mehr als zwei Millionen Euro
(Volksstimme berichtete gestern) bekam auch die Magdeburger Zooschule nach
langen Wanderjahren ein festes Zuhause: „Es war lange Zeit offen, wo wir bleiben
werden, ob vielleicht direkt im Zoo oder in einer anderen Schule. Jahrelang
waren wir auf Reisen und machten in verschiedenen Schulen Station. Jetzt sind
wir angekommen!“, sagte Marina Bergmann.
Sie ist Biologielehrerin, unterrichtet an der Integrierten Gesamtschule „Regine
Hildebrandt“ in Nord sowie parallel stundenweise in der benachbarten Zooschule,
einer Einrichtung der Stadt und des Landes. Die Betreuung und den Unterricht
über nehmen zwei Biologielehrerinnen und eine Erzieherin.
„Rund 8000 Kinder aus Einrichtungen aller Schulformen sowie aus
Kindertagesstätten besuchen jährlich die Zooschule und erleben Biologie- oder
Sachkundeunterricht am lebenden Objekt“, erzählte Marina Bergmann: „Die
Bedingungen hier sind für unseren Unterricht ideal. Neue Terrarien haben wir
auch bekommen.“ Zwei Klassenräume im Erdgeschoss ließ die Stadt dafür sanieren.
Zusätzliche Räume für Verwaltung und Lager wurden ebenfalls eingerichtet. So
teilen sich nun Schnappis, Schlangen und Insekten das gelb getünchte Schulhaus
in unmittelbarer Zoonähe mit 275 Schulkindern und ihren Lehrern. Ein lang
erhoffter Neustart für die traditionsreiche Einrichtung.
Immerhin: Bereits seit 1973 können die jungen Magdeburger in der Zooschule Tiere
und Pflanzen unmittelbar erleben. So sollen Themen wie Verhaltensforschung,
Genetik, Evolution oder Züchtung von Tieren besonders naturnah veranschaulicht
werden. Kindereinrichtungen, Horte, aber auch Jugendklubs können sich dafür
anmelden. Je nach Thema treffen sich die Gruppen auf dem Zoogelände oder in den
Räumen der Zooschule an der Pablo-Neruda-Straße. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 26.10.2011)

Ob sie vielleicht keine Politiker mag? Diese Geierschildkröte in der Magdeburger
Zooschule riss ihr Maul jedenfalls weit auf, als sie am Montag von FDP-Stadtrat
Hans-Jörg Schuster beobachtet wurde.
Foto: Robert Richter

25.10.2011
Hier passen Form und Inhalt zusammen!“
Grundschule „An der Klosterwuhne“ nach zweijähriger Bauzeit gestern offiziell
eingeweiht
Zum Davonlaufen sei das Schulgelände für die 275 Kinder aus Nord
gewesen, sagte Schulleiter Torsten Olle.
Inzwischen macht der zuvor graue, triste DDR-Einheitsbau vom Typ „Erfurt“ im
sonnenblumengelben Anstrich außen wie innen einen völlig anderen Eindruck.
Michael Eckert, Schulentwicklungsplaner im Kultusministerium, beschrieb ihn in
drei Worten: „Hell, freundlich, einladend.“ Die Schüler selbst besangen den
neuen „Wohlfühlfaktor“ in den höchsten Tönen.
Michael Eckert sieht es von der Warte des Ministeriums aus so: „Hier passen Form
und Inhalt zusammen!“ Mit Projekten wie den „Schulschreibern“, die literarisch
von sich reden machten, setze die Schule schließlich seit Jahren starke
inhaltliche Akzente.
Für das ehemalige Gebäude des Siemensgymnasiums, das nun das „Zuhause“ der
Grundschüler aus Nord ist, legte die Stadt einen Drei-Stufen-Plan auf, der seit
September 2009 abgearbeitet wurde. Auf die Sanierung des Schulhauses folgten der
Umbau der Sporthalle und in diesem Jahr die Neugestaltung der Außenanlagen. Auch
die Zooschule hat nach Jahren der Ungewissheit mit vielen Umzügen nun unter dem
Dach der Schule „An der Klosterwuhne“ eine feste Bleibe gefunden.
„Die insgesamt 2,12 Millionen Euro wurden zu 87,5 Prozent mit Mitteln aus dem
Konjunkturpaket II gefördert“, sagte Oberbürgermeister Trümper. Die weltweite
Finanz- und Wirtschaftskrise ver half der Grundschule am Neustädter See zum
Aufschwung. Für die nächsten Jahre kündigte Trümper indes einen Kurswechsel an.
Er wolle nun alles daransetzen, den Sanierungsstau in den Kindertagesstätten
abzubauen. Für die noch unsanierten Schulen heiße es aus seiner Sicht: Abwarten.
Trümper begründete das insbesondere mit dem (äußerst knappen) Stadtratsbeschluss
zur Öffnung der Schuleinzugsbereiche (Volksstimme berichtete) und
wiederholte gestern seinen Standpunkt: „Wir wissen im Moment noch nicht, wie die
Eltern darauf reagieren werden.“
In der Grundschule „An der Klosterwuhne“ (Pablo-Neruda-Straße) sind derzeit 275
Kinder angemeldet.
Die Sanierung des Hauses begann im September 2009. Von den Gesamtkosten (2,12
Millionen Euro) entfielen 898 000 Euro auf das Schulgebäude mit Aula und
Speisesaal sowie rund 1,22 Millionen Euro auf die barrierefreie
Komplettsanierung der Sporthalle. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom
25.10.2011)

Heinz Ulrich (l.), Chef des Kommunalen Gebäudemanagements, zeigt hier dem
CDU-Stadtrat Gunter Schindehütte die Vorzüge eines neu gestalteten Klassenraums
in der Grundschule „An der Klosterwuhne“. Fotos (3): Robert Richter

Schulleiter Torsten Olle (l.) in der frisch sanierten Sporthalle im Gespräch mit
Michael Eckert vom Kultusministerium.

Die Sportaußenanlagen wurden mit einer 50-Meter-Laufbahn und einer
Doppelweitsprunggrube ausgestattet.
24.10.2011
Sanierung der Grundschule „An der Klosterwuhne“ in der Pablo-Neruda-Straße 13
vollständig beendet
Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper hat heute den sanierten Schulkomplex in der
Pablo-Neruda-Straße offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit Hilfe von
Fördermitteln aus dem Konjunkturpaket II konnten alle Sanierungsarbeiten mit
einem Gesamtinvestitionsvolumen von 2,12 Mio. Euro im September 2011 beendet
werden.
"Die sanierte Grundschule bietet Schülern und Lehrern ein freundliches und
harmonisches Unterrichtsumfeld", freut sich Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper.
"Mein Dank gilt allen am Bau beteiligten Firmen und Unternehmen. Unterstützt
durch umfangreiche Fördermittel aus dem Konjunkturprogramm des Bundes, konnte
hier ein modernes Schulgebäude entstehen."
Die insgesamt 2,12 Mio. Euro teure Maßnahme wurde zu 87,5 Prozent mit Mitteln
aus dem Konjunkturpaket II gefördert. Den restlichen Betrag hat die
Landeshauptstadt aus Eigenmitteln aufgebracht. Von den Gesamtkosten entfielen
898.000 Euro auf das Schulgebäude und rund 1,22 Mio. Euro auf die Sporthalle.
Bereits im Sommer 2010 waren die Grundschüler in das sanierte Gebäude
eingezogen, doch die Arbeiten an Fassade, Sporthalle und Außenanlagen dauerten
noch an. Zu den im Dezember 2009 begonnenen Baumaßnahmen gehörten die Sanierung
des Schulgebäudes, inklusive der Aula und des Speiseraumes, die barrierefreie
Komplettsanierung der Sporthalle sowie die Neugestaltung der Sportaußenanlagen
mit Laufbahn und Doppelweitsprunggrube. Die bereits in den vergangenen Jahren
sanierten WC-Anlagen und die erneuerten Fenster blieben erhalten. Die ehemaligen
Fachkabinette des Siemens-Gymnasiums wurden zurückgebaut und werden nun als
Klassenräume genutzt. Außerdem wurden notwendige Brandschutzmaßnahmen umgesetzt
und der Gebäudegrundriss an die künftige Nutzung durch Grundschule und Hort
angepasst.
Um das Gebäude besser zu erschließen, wurden Türen zur Trennung der
Treppenhäuser von den Fluren und im 2. und 3. Obergeschoss neue Flure eingebaut.
Der Direktionsbereich der Grundschule befindet sich nun im zweiten Obergeschoss.
Durch die Veränderungen im Grundriss entstand ein zusammenhängender Hortbereich
mit acht Räumen im Erd- und ersten Obergeschoss an der Gebäudesüdseite.
Für den Unterricht in den Fächern Werken, Kunst, Computer, Musik, Englisch und
Hauswirtschaft gibt es nun eigene Räume. Sanitär-, Heizungs- und Elektroanlagen
in den Klassenzimmern wurden erneuert bzw. überarbeitet. Die Grundschule verfügt
jetzt auch über ein Datennetz mit Zugängen in allen Klassen- und Arbeitsräumen.
Neben Grundschule und Hort hat auch die Magdeburger Zooschule in dem
Gebäudekomplex eine neue Bleibe gefunden. Zwei Klassenräume im Erdgeschoss
wurden dafür saniert und zusätzliche Räume für Verwaltung, Lager und Garderobe
eingerichtet. In der Sporthalle wurden die Sanitär- und Umkleidebereiche
entkernt und barrierefrei neu gestaltet. Während der Sanierungsarbeiten wurde
außerdem der Fußboden komplett erneuert und neue Unterhangdecken angebracht. Der
Umkleidebereich hat nun auch neue Sanitär- und Elektroanlagen und eine
elektrische Be- und Entlüftungsanlage. In der Sporthalle blieb das vorhandene
Parkett erhalten, wurde aber abgeschliffen und neu lackiert, während die alte
Akustikdecke ganz ausgebaut wurde. Ebenfalls Teil der Sanierungsarbeiten war die
Runderneuerung der haustechnischen Anlagen. So erhielt die Sporthalle zum
Beispiel eine neue, ballwurfsichere Hallenbeleuchtung und Deckenstrahlheizung.
Zusätzlich wurde eine Prallwand eingebaut.
Die Fassade der Sporthalle wurde wärmegedämmt und mit elektrischen Kippfenstern
versehen. Nach der Inbetriebnahme der Sporthalle im Februar 2011 und dem
Abschluss der Arbeiten konnte im Sommer noch eine 50-Meter-Laufbahn und eine
Weitsprunganlage errichtet werden. (Quelle Text und Bild: Pressemitteilung von
Montag, 24. Oktober 2011, Landeshauptstadt Magdeburg,
www.magdeburg.de)

22.10.2011
Glockenfinanzierung steht
Hoffnungsgemeinde sammelt noch für Turm
Vor etwa einem Jahr begann die evangelische Hoffnungsgemeinde in Nord für neue
Kirchenglocken Spenden zu sammeln.
Hintergrund: Die jetzigen Glocken muss die Gemeinde Ende dieses Jahres der
Christusgemeinde im Hopfengarten zurückgeben. Diese hat bisher keinen
Glockenturm und hatte ihr Geläut deshalb vor Jahrzehnten verliehen.
Inzwischen sind mehr als 18.000 Euro an Spenden eingegangen. „Darüber freuen wir
uns sehr und danken herzlich. Damit ist der Glockenguss und ein Teil der
Läutemaschine bereits finanziert“, informiert der Beirat der Hoffnungsgemeinde.
„Wir brauchen allerdings für unsere neuen Glocken auch einen neuen Glockenturm
und haben verschiedene Fördermittel beantragt, die aber die Gesamtkosten noch
nicht decken werden. Darum bitten wir weiterhin um Geldspenden für unser
Glockenprojekt.“
Spendenkonto: KD-Bank, Konto-Nr.: 1562 308 012, BLZ: 350 601 90
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 22.10.2011)
21.10.2011
Hoffnungsgemeinde sammelt „Schals für Demokratie“
Kunstprojektgruppe stellt neue Aktion für die nächste Magdeburger Meile der
Demokratie im Januar vor
Die Vorbereitungen für die vierte Meile der Demokratie im Januar 2012 sind
bereits im vollen Gange. Eine kleine Kunstprojektgruppe, die im vergangenen Jahr
die Stühleaktion und im Jahr zuvor die Aktion „Mützen für einen klaren Kopf“
initiiert hatte, plant für 2012 das Projekt „Demokratie braucht Stimme – Schals
für eine stimmige Demokratie“. „Wir laden Gruppen oder Einzelpersonen, Künstler
und Künstlerinnen aller Art ein, einen oder mehrere Schals zu stricken, zu
filzen, zu häkeln, zu nähen und die Ergebnisse im Büro der Evangelischen
Hoffnungsgemeinde abzugeben. Dort wird sich die Projektgruppe dann darum
kümmern, dass alle Schals mit dem Logo ,Demokratie braucht Stimme‘ versehen
werden“, sagte Theologin Gabriele Herbst, die in der Projektgruppe mitwirkt.
Die Schals wollen die Initiatoren im Januar auf der „Meile“ gegen Spenden an
Besucher abgegeben. „Sie sollen sowohl generell im Straßenbild, als auch bei
einer angedachten Menschenkette für Demokratie und gegen rechtes Gedankengut zum
Einsatz kommen“, wünschen sich Gabriele Herbst und ihre Mitstreiter. Dazu zählen
auch Dr. Maik Hattenhorst (Stadtbibliothek), Dr. Jürgen Martini (ehemaliger
Dozent), Jana Schule (Freiwilligenagentur) und Agnes Alteneder (Stadtmission).
Der Erlös der Aktion soll einem gemeinnützigen Projekt in Magdeburg zugute
kommen, das sich der Festigung und Förderung demokratischen Denkens und Handelns
zuwendet. Ev. Hoffnungsgemeinde Magdeburg-Nord, Krähenstieg 2, Telefon 2 53 08
81
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 20.10.2011)
21.10.2011
Grüne denken laut über neue Ortsräte nach
In den Ortsteilen, die seit 1994 eingemeindet wurden, gibt es sie, und die
Magdeburger Bündnisgrünen überlegen laut, ob es Ortschaftsräte nicht in weiteren
Stadtteilen geben sollte. Die Einrichtung von Ortschaftsräten sei in der
Vergangenheit bereits mehrfach im Stadtrat diskutiert worden und laut
Gemeindeordnung des Landes möglich: „Wir Bündnisgrünen überlegen nun, einen
erneuten Vorstoß zu wagen und weitere Stadtteile mit direkt von der Bevölkerung
gewählten Ortschaftsräten zu versehen“, heißt es in einem offenen Brief, der an
die bestehenden GWA-Gemeinwesenarbeitsgruppen in den Stadtteilen versandt wurde.
„Ein solches Gremium ist aber nur dann sinnvoll, wenn es die kommunalpolitisch
interessierten Aktiven vor Ort auch wirklich wollen“, so Wolfgang Wähnelt,
Fraktionschef der Grünen im Stadtrat, in dem Schreiben. Deshalb haben die Grünen
die Akteure in den GWA-Gruppen aufgerufen, sich zu positionieren.
In Rothensee (eingemeindet im Jahr 1908) fiel die Idee in der GWA bereits durch.
„Es gab keine Zustimmung, weil dafür ein sehr hoher Zeitaufwand mit einem
geringen Effekt erwartet wird und dies als verlängerter Arm der Stadtverwaltung
angesehen wird. Bei aktiver Arbeit der GWA ist die Zusammenarbeit mit der
Stadtverwaltung schon gut“, so der Rothenseer GWA-Sprecher Ernst Wittstock.
In der GWA Neustädter See wussten die Akteure auf ihrer jüngsten Sitzung spontan
nichts mit dem Vorstoß der Grünen anzufangen. Sprecherin Elvira Ferchland
vertagte den Punkt kurzerhand auf die November-Sitzung, damit sich die Akteure
zunächst informieren können.
Die Bündnisgrünen sehen derweil eine ganze Reihe positiver Aspekte von
Ortschaftsräten. Dazu zähle die „bessere Identifikation der Bevölkerung mit dem
Stadtteil, da quasi wieder ein Gemeinderat samt Ortsbürgermeister/in besteht“.
Die Bewohner hätten klare Ansprechpartner, und die Ortsräte ein Antragsrecht im
Stadtrat. Außerdem hätten sie „in geringem Umfang Zugriff auf Haushaltsmittel“,
so die Grünen.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 21.10.2011)

18.10.2011
Erneut Diskussionen um Victor-Jara-Straße
Meinungen zur Parkplatzsituation gehen selbst unter den Anwohnern weit
auseinander
„Schon vor Jahren haben wir Stadtteilbewohner auf die chaotische Situation auf
dem Innenhof der Victor-Jara-Straße hingewiesen. Große Rundgänge mit
Stadtplanern hat es gegeben. Wir wollen nun endlich mal Fortschritte sehen“,
schimpfte Hans Nowack, Rentner aus Nord, auf der jüngsten GWA-Versammlung in der
Kita „Kinderland“: „Die Verantwortlichen sollen nun endlich hier in der GWA
Farbe bekennen!“
Während die eine Hälfte der Anwohner über die Parkplatznot klagte, teilten indes
andere Mieter der Victor-Jara-Straße die Einschätzung nicht. Ein Mietervertreter
zur Volksstimme: „Ich finde immer einen Parkplatz.“ Auch die Vermieter halten
die Aufregung für überzogen. Üppig sei das Angebot zwar nicht, aber auch nicht
dramatisch schlecht, so der Tenor.
„In den vergangenen Jahren ist nicht eine Beschwerde über die Parkplatzsituation
bei uns eingegangen“, sagte Sylke Lamontain vom Vorstand der
Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Stadt Magdeburg von 1954 auf Anfrage der
Volksstimme.
„Unsere Mieter aus der Victor-Jara-Straße 1-5 hatten sich einen Wäscheplatz
gewünscht. Dem haben wir mit einer eingezäunten Anlage entsprochen. Noch in die
sem Jahr werden wir einen Platz für die Wertstofftonnen anlegen weil die
zentralen Plätze ja aufgelöst werden“, so Sylke Lamontain weiter. Auch ihre
Kollegin Karin Grasse von der WBG „Otto von Guericke“ (Victor-Jara-Straße 6-7
und Allendestraße 6-10) sagte zur Parkplatzsituation: „Bei uns sind auch keine
diesbezüglichen Mieterkritiken aufgelaufen.“
Die Beschwerde-Fraktion wartete derweil mit einem eigenen Vorschlag auf, um die
aus ihrer Sicht angespannte Lage zu entkrampfen. Im Blick haben jene Anwohner
die Brachfläche des ehemaligen Spielplatzes am Süd zipfel des Innenhofs. Das
Grundstück sei verwahrlost und könne, so die schon vor Jahren aufgekommene Idee,
als Parkplatz nicht nur einen äußerlich besseren Eindruck abgeben, sondern auch
das Stellplatzangebot verbessern.
Die WBG 1954 hat nach Aussage von Sylke Lamontain diesen Vorschlag bereits
eingehend geprüft, sagte sie der Volksstimme: „Wir haben das durchgerechnet. Der
Umbau würde eine erhebliche Investition bedeuten, allerdings für die Mieter
unseres Blocks, der 200 Wohnungen hat, am Ende nur 10 bis 13 Stellplätze bieten
und damit die Gesamtsituation nicht wesentlich verbessern.“ Nach Abstimmung im
Aufsichtsrat der „54er“ seien die Pläne deshalb ad acta gelegt worden.
Und die Stadtplaner? Die schrieben die Umgestaltung des Innenhofs der
Victor-Jara-Straße in das aktuelle und vom Stadtrat beschlossene
Stadtteilentwicklungskonzept für Nord bis 2020. Stadt und Wohnungsunternehmen
sollten demnach das Vorhaben gemeinsam anpacken und dabei einen Zuschuss von 50
000 Euro aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ erhalten. Ob angesichts der
bundesweit sinkenden Städtebauförderung das Geld in den nächsten Jahren
bewilligt wird, steht jedoch in den Sternen.
Sylke Lamontain sieht in einer solchen Gemeinschaftsinitiative die einzig
wirkliche Lösung für die Victor-Jara-Straße: „Dem stehen wir sehr aufgeschlossen
gegenüber.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 18.10.2011)

Jede Lücke wird im Südzipfel der Victor-Jara-Straße zum Parken genutzt. Ein Teil
der Anwohner ist mit der Situation zufrieden, der andere Teil spricht von
chaotischen Zuständen. Fotos (2): R. Richter

Die Fläche eines ehemaligen Spielplatzes steht bei Anwohnern in der Kritik. Hier
könnte nach Ansicht von Mietern der Victor-Jara-Straße ein Parkplatz gebaut
werden.
14.10.2011
Sprühende Ideen gegen ein schmieriges Problem
Aus Schandfleck am Seeufer soll Kunstmauer werden
Neustädter See GWA-Sprecherin Elvira Ferchland machte deutlich, dass sie das
schmierige Problem nicht mehr länger hin und her wälzen, sondern nun zügig aus
der Welt schaffen will. Und das auf pfiffige Weise: „Wir wollen Jugendliche aus
unserem Stadtteil, die sich am Seeufer treffen, für ein Projekt gewinnen. Wir
stellen uns das so vor, dass die Mauer an der Uferpromenade als Kunstwand
ausgewiesen und den jungen Leuten zum Sprühen zur Verfügung gestellt wird“, so
Elvira Ferchland am vergangenen Mittwoch auf der GWA-Sitzung in der Kita
„Kinderland.“
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler unterstützt den Vorschlag und konkretisierte:
„Die Mauer soll nicht wie andernorts mit einem festen Wandbild gestaltet werden,
sondern soll praktisch als kreative Spielwiese für interessierte Jugendliche aus
Nord dienen. Ich stelle mir das so vor, dass die Jugendlichen sich dort
ausprobieren können, die Wand immer wieder überstrichen und neu gestaltet wird.
Das hätte den Nebeneffekt, dass die Spaziergänger immer aufs Neue überrascht
werden.“ Mit den jetzt am Ufer zu sehenden wilden Schmierereien könnte es bald
vorbei sein, wenn eine Gruppe von Jugendlichen für die Betreuung der Kunstmauer
gewonnen würde. Genau das wollen Stadtteilmanagerin und GWA-Verantwortliche nun
in die Hand nehmen. „Kontakte haben wir schon geknüpft“, sagte Elvira Ferchland.
Sie hofft, auf der GWA-Sitzung im November weitere Fakten liefern zu können. Von
Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 14.10.2011)

Hinten hui, vorne pfui: Die beschmierte Mauer an der Promenade hebt sich negativ
von Kunst und Hochhaus am See ab. Foto: R. Richter

11.10.2011
Neue Ringwand: Viel Enttäuschung, wenig Zuspruch - Reaktionen am Lesertelefon:
Anwohner aus oberen Etagen der 10-Geschosser bestätigen: „Lärm genauso schlimm“
Was bringt die neue Lärmschutzwand am Ring den Anwohnern wirklich? Nach der
Veröffentlichung des gestrigen Beitrags mit der Überschrift „Anwohner vom Ring
in Nord: ,Wir wollen endlich wieder eine Nacht durchschlafen‘“, stand das
Telefon in der Redaktion kaum still. Weitere Anwohner berichteten von ihren
Erfahrungen:
Ursula Stübing wohnt mit ihrem Ehemann in der Albert-Schweitzer-Str. 9,
ebenfalls in der 10. Etage, und sagt: „Von der neuen Lärmschutzwand haben wir
leider gar nichts, sie hat den Krach für uns überhaupt nicht verringert.“ Sie
bestätigt damit, was auch die Familien Vandersee, Gent und Bläß in dem Beitrag
geschildert hatten: Die neue Lärmschutzwand zeigt in den obersten Etagen der
angrenzenden 10-Geschosser keine Wirkung.
So empfindet es auch Wolfgang Dames, der in der Lumumbastraße (10. Etage) nahe
der Auffahrt nach Barleben wohnt. „Ich bin genau an der Ecke, wo die Autos quasi
wieder rauskommen aus dem ,Tunnel‘. Mit dieser neuen Lärmschutzwand ist nichts
leiser geworden, an dieser Stelle eher sogar noch lauter. Am schlimmsten sind
die Lkw. Die Wand hätte ca. 150 Meter länger gebaut werden müssen“, urteilt der
69-Jährige.
Enttäuscht ist gleichfalls Ralf Braune aus der Lumumbastraße 4. Er wohnt in der
2. Etage und hätte sich mehr Lärmminderung auch in den unteren Bereichen
gewünscht. „Das ist nur unwesentlich besser geworden“, lautet sein Urteil. Dies
sehe auch seine Familie so, betont er. Andere Anwohner aus Etagen 1 bis 6 hatten
indes berichtet, die Lärmbelastung sei in ihren Wohnungen deutlich geringer
geworden. Die Meinungen gehen hier offenbar auseinander.
Von Bewohnern der obersten Geschosse kommt aber weiterhin fast ausschließlich
Kritik. Nur eine Leserin, die in der 9. Etage in der Dr.-Grosz-Str. 9 wohnt,
fand gestern lobende Worte für die fast 4 Millionen Euro teure
Lärmschutzmaßnahme. „Unser Block steht quer zur Tangente, so dass ich seitlich
auf den Ring schaue. Ich finde die Wand sehr positiv. Klar, der Lärm ist nicht
weg, aber es ist leiser und ich kann jetzt wieder ein Fenster aufmachen“,
berichtet Gisela Lippe.
Ganz anders Anwohner Rudolf Wischeropp aus der Otto-Nagel-Straße. Er wohnt in
der 9. Etage gegenüber der Ausfahrt Ebendorfer Chaussee. „Das ist ein Witz. Hier
an der Spitze fehlt ein Stück. Ich gucke auf den Ring, sehe die Fahrbahn
stadtauswärts und höre auch alles, weil die gegenüberliegende Mauer den Schall
zurückwirft“, sagt Rudolf Wischeropp. Und auch Evelyn Reschke aus der 7. Etage
in der Lumumbastraße ist unzufrieden. „Nichts ist besser geworden, dabei hatten
wir uns so auf die Lärmschutzwand gefreut“, stellt sie nun enttäuscht fest. Von
Jana Wiehe (Quelle: Volksstimme vom 11.10.2011)
10.10.2011
Anwohner vom Ring in Nord: „Wir wollen endlich wieder eine Nacht durchschlafen“
Neue Lärmschutzwand fertig, aber immer noch keine Besserung für Bewohner in
oberen Etagen
Bei Dieter Gent, Ruth Vandersee und Karin Bläß sitzt die Enttäuschung tief.
Während die neue Lärmschutzwand die Bewohner der unteren Etagen an der
Lumumbastraße gut vor dem Dauerkrach auf dem nahen Ring abschirmt, ist in den
obersten Etagen des 10-Geschossers der Effekt praktisch null. „Wir merken keine
Verbesserung, leider“, sagen die drei Bewohner, die als direkte Ringanrainer
über Jahre schon so einiges gewohnt sind. Geändert hat sich für sie mit dem
millionenschweren Lärmschutzprojekt vor der
Haustür nichts. Auch jetzt, da die neue grüne Schutzwand komplett fertig ist,
können Dieter Gent, seine Partnerin Ruth Vandersee und Nachbarin Karin Bläß
weder ein vernünftiges Gespräch bei geöffnetem Fenster führen, geschweige denn
nachts bei offenem Fenster schlafen. „Es ist, als wenn die Lkws durchs Zimmer
fahren. Ein penetrantes Dauergeräusch, ein unangenehmes Nachhallen. Das ist fast
schlimmer als früher“, berichtet der 74-jährige Dieter Gent.
Zum Beweis hält er einen Schallmesser aus dem Fenster. Es ist Wochentag, ein
Vormittag, und der Zeiger springt auf der Skala zwischen 60 und 70 Dezibel hin
und her. Kommt ein Lkw, schlägt das Messgerät schon mal bis 76 Dezibel aus.
60-80 Dezibel, das ist der Lärm von starkem Verkehr, einem Staubsauger oder
Winkelschleifer. Er gilt bei Dauerbelastung als Gesundheitsrisiko.
„Bevor die Wand stand, hatte ich Ausschläge bis 80 Dezibel. Wir liegen also nah
dran“, erläutert Gent seine Messungen. Als Bewohner der 10. Etage kann er über
die Lärmschutzwand auf den Ring blicken, sieht und hört, was gerade
vorbeirauscht. Die Wand ist ca. 7 Meter hoch mit nach innen abgewinkelten Enden.
„Unten mag das funktionieren, bei uns hier oben nicht“, stellt er nüchtern fest.
Partnerin Ruth Vandersee sagt dann: „Es muss eine Lösung her, so geht das nicht
weiter. Da müssen sich die Fachleute Gedanken machen, die das Ding
geplant haben.“ Der Verkehr auf dem Ring, so ahnt sie, wird in Zukunft weiter
zunehmen. Und damit auch das Lärmproblem. Vielleicht hätten die Stadt und Planer
vorab nicht so vollmundig Besserung für die Anwohner verkünden sollen, sagen
sie. „So haben wir uns Hoffnung gemacht, sind nicht weggezogen, wie wir es schon
mal geplant hatten“, ergänzt Rentner Gent. Viel haben sie in ihre Wohnungen
investiert, hängen daran, doch „auf Dauer halte ich den Lärm nicht aus“, so Ruth
Vandersee. Ihre Nachbarin Karin Bläß ergänzt: „Am Wochenende war es besonders
schlimm. Wir möchten endlich wieder eine Nacht durchschlafen können.“
Welche Lösungen denkbar wären? „Geschwindigkeitsbegrenzungen nachts für Lkw,
Flüsterasphalt, Umbau der Lärmschutzwand, es gibt sicher Wege“, meint Gent, die
Frage der Finanzierbarkeit für den Moment außen vor lassend. In Bratislava habe
er eine Lärmschutzwand gesehen, die sich – fast wie eine Kuppel – über die
Straße legte. „Warum war so etwas hier nicht möglich“, fragt er. Er hat Zweifel,
dass die neue Lärmschutzwand den Anforderungen vor Ort gerecht wird. Nach den
Volksstimme-Berichten vom Sommer weiß er zudem, dass
vorab nie gemessen, sondern die Wand nach standardisierten Berechnungen geplant
und gebaut wurde. Dieter Gent: „Ich lade die Experten ein. Sie können gern auch
für eine Langzeitmessung zu uns kommen.“ Bereits im August, als die neue
Lärmschutzwand schon weitestgehend stand, musste sich der zuständige
Beigeordnete Holger Platz kritischen Fragen stellen. Wie wirkungsvoll die neue
Wand für die Anwohner tatsächlich ist, sollte aber jetzt, nach Bauabschluss,
geklärt werden. Von Jana Wiehe (Quelle: Volksstimme vom 10.10.2011)

Lärmschutzprojekt mit fragwürdiger Wirkung hoch oben in den 10-Geschossern am
Ring: Dieter Gent und Nachbarin Karin Bläß haben sich Gehörschutz aufgesetzt, um
deutlich zu machen, wie laut es am offenen Fenster ist. An Schlaf ist so kaum zu
denken. Da nützt auch die neue Lärmschutzwand nichts.
Foto: Eroll Popova
30.09.2011
IGS in Nord verbindet Schulfest mit gutem Zweck - Spendenlauf für
Welthungerhilfe
Neustädter See (rri). Am Freitag steigt an der Integrierten
Gesamtschule (IGS) Regine Hildebrandt an der Pablo-Neruda-Straße von 9.30 bis 12
Uhr ein großes Schulfest. Unter dem Motto „Eine Schule – eine Welt“ stellen
Schüler ver schiedene Kulturen vor. Besucher können sich auch selbst beteiligen –
bei Kooperations- und Wettspielen, beim Basteln, Schminken und einem
Volleyballturnier. Für Speisen und Getränke wird gesorgt durch einen Grillstand,
eine Waffelbäckerei, einen Sandwichstand, einen Saftladen und vieles mehr.
Höhepunkt ist der Spendenlauf der Schüler für einen guten Zweck. Sie haben sich
Sponsoren gesucht, und der Erlös kommt der Welthungerhilfe zugute. Interessierte
sind eingeladen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 28.09.2011)

28.09.2011
Eichenweiler - Erntedankfest setzt Jubeljahr die Krone auf
Zum traditionellen Erntedankfest lud der Siedlerverein Eichenweiler jetzt seine
Mitglieder in die Gaststätte der Familie Chrupalla ein und konnte so an die
erfolgreiche Veranstaltungsreihe im Jubiläumsjahr anknüpfen.
„Auch beim Erntedankfest wurde in lockerer, fröhlicher Atmosphäre und bei
abwechslungsreicher Musik getanzt, und das leckere Buffet ließ keine Wünsche
offen“, berichtet Simone Lindenberg-Hülsenbeck vom Siedlerverein. „Eine Tombola
mit Gewinnen für Haus und Hof sorgte für Unterhaltung, und so hatten die beiden
Glücksfeen keine Mühe, die begehrten Lose ,an den Mann‘ zu bringen. Höhepunkt
war – wie in jedem Jahr – die Wahl der Erntekönigin, die in diesem Jahr durch
ein Wissensquiz entschieden wurde.“
Bei anregenden Gesprächen und Planungen für das kommende Jahr klang der Abend
aus. „Ein besonderer Dank auch für dieses gelungene Fest gilt dem Vorstand des
Siedlervereins Eichenweiler unter dem Vorsitz von Dirk Mallée“, sagte Simone
Lindenberg-Hülsenbeck.
Zur Erinnerung: Die Einwohner der Gartenstadt Eichenweiler blicken immerhin im
Jahr 2011 auf den 90. Jahrestag der Erschließung ihrer Wohnsiedlung und die
Mitglieder des Siedlervereins auf den 80. Jahrestag ihres Vereins zurück. Und so
konnten, gemeinsam mit den Sportfreunden vom SV Fortuna Magdeburg, die in diesem
Jahr ihren 100. Geburtstag der Vereinsgründung begehen, im Juni 2011 viele
sportliche und kulturelle Höhepunkte geboten werden. Die Siedler begannen mit
einem großen Festumzug durch die Wohnsiedlung und waren von der positiven
Resonanz der Bevölkerung begeistert. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 28.09.2011)
16.09.2011
Veranstalter enttäuscht - Fußballturnier abgepfiffen
Das für den 24. September geplante Freizeitfußballturnier in Nord ist abgesagt
worden. „Trotz zahlreicher Einladungen, intensiver Bemühungen und einer
Anmeldeverlängerung ist kein Teilnehmerfeld für dieses Turnier zustande
gekommen. Daher sehen sich die Organisatoren leider gezwungen, das geplante
Turnier abzusagen“, teilte das Stadtteilbüro mit. „Ein besonderer Dank gilt dem
TuS Magdeburg, welcher seinen Platz zur Ausrichtung des Turnieres zur Verfügung
stellte“, hieß es weiter in der Pressemitteilung.
Aufgerufen zum Turnier auf dem Sportplatz an der Zielitzer Straße hatten die AG
Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See, der Bürgerverein Nord und das
Stadtteilbüro Kannenstieg/Neustädter See des Internationalen Bundes. Von Robert
Richter (Quelle: Volksstimme vom 16.09.2011)
16.09.2011
Im Stadtteiltreff - Lesespaß für „Nordlichter“
Eine 14-tägige Leserunde hat das Stadtteilbüro in Nord ins Leben gerufen.
Jeweils von 14 bis 16 Uhr kann jeder in ungezwungener Runde seine
Lieblingsgeschichten, Märchen oder Kurz geschichten vorlesen. Wer gern liest und
dies auch gern einmal vor anderen machen möchte, ist bei Kaffee oder Tee
eingeladen. Nächster Termin: 21. September, Stadtteiltreff „Oase“, Im Brunnenhof
9. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.09.2011)
15.09.2011
Malteser Stübchen - Skatnachmittag
Ab 28. September findet jeden Mittwoch ein Skatnachmittag im
Nachbarschaftstreff „Malteser Stübchen“, Am Seeufer 9, statt. Das reizende Spiel
beginnt um 14 Uhr. Alle Skatfreunde aus dem Norden der Stadt sind eingeladen.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 15.09.2011)
14.09.2011
Gemeinsames Stadtteilfest 2012
Liebe Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See,
wie Ihnen sicher bekannt ist, planen die Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg
und Neustädter See, das Stadtteilmanagement des Internationalen Bundes und der
Bürgerverein „Nord e.V.“ ein gemeinsames Stadtteilfest 2012 im Stadtteil
Kannenstieg. In der Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg wurde deshalb der
Vorschlag gemacht, wieder ein Festkomitee zu gründen. Um frühzeitig
engagierte Mitstreiter für die Festvorbereitung zu finden, möchte ich Sie
deshalb im Namen des Sprecherrates Kannenstieg zu einem Vorbereitungstreffen
einladen. Dieses Treffen soll am 04.10.2011 um 17.00 Uhr im Stadtteilbüro (Im
Brunnenhof 9) stattfinden. Falls Sie zum genannten Termin verhindert sind, sich
jedoch aktiv an den Festvorbereitungen 2012 beteiligen möchten, dann senden Sie
mir bitte eine Mail.
Mit freundlichen Grüßen Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin
Kannenstieg/Neustädter See
31.08.2011
Eröffnung zweier Ausstellungen im Altenpflegeheim „Heideweg“
Freitagsmaler zeigen ihre Werke, Porträts zeigen die Bewohner
Dass die Bewohner des Altenpflegeheims „Heideweg“ am Neustädter See nicht nur
fotogen, sondern selbst auch künstlerisch aktiv sind, kann man ab kommenden
Dienstag, 6. September, sehen. Dann eröffnen in der Einrichtung von „Wohnen und
Pflegen“ gleich zwei Ausstellungen.
Zum einen wird die Magdeburger Fotografin Beate Bussenius Porträts der
Heimbewohner präsentieren. „Diese sind nicht geschönte, sondern ungeschminkte
Momentaufnahmen, die sie so zeigen, wie sie wirklich sind“, beschreibt Grit
Matthesius, Pflegefachberaterin des Unternehmens, die Motive. Es sind
lebensfrohe Menschen darauf zu sehen, die mit ihrer natürlichen Ausstrahlung den
Betrachter berühren. Einige Bewohner selbst versuchen sich bereits seit mehreren
Jahren an Aquarellmalerei. „Unsere Malgruppe ‚Freitagsmaler‘
trifft sich jeden Freitag in der Sudenburger Feuerwache und zeichnet dort unter
Anleitung von Bernd Bluhm ihre Bilder“, erzählt Grit Matthesius. Gertrud Kube
zeigt z.B. einen Schäfer mit seinen Schafen, Ruth Serick hat eine Dame am Strand
gezeichnet. Sie selbst wurde auch von Beate Bussenius vor die Kamera gelockt und
wirkt damit in beiden Ausstellungen mit. Von Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 31.08.2011)

30.08.2011
Sanierung statt Abriss – 16er soll stehen bleiben
Investor will binnen Jahresfrist Bauarbeiten in der Ziolkowskistraße beginnen
Der 16-Geschosser in der Ziolkowskistraße soll nicht abgerissen werden, auch
wenn er zurzeit leer ist, mit Stahlplatten verschlossen und sehr
heruntergekommen aussieht. Der Eigentümer, ein Immobilienunternehmen in Berlin,
will das Haus sanieren und die 132 Wohnungen wieder vermieten.
Er ist einer der letzten seiner Art und – zurzeit jedenfalls – nicht gerade eine
Zierde seines Stadtteils: der 16-Geschosser „PH 16“ in der Ziolkowskistraße. „PH
16“ stand zu DDR-Zeiten für „Punkthochhaus mit 16 Geschossen“, einst entwickelt
und gebaut vom Wohnungsbaukombinat Erfurt. Die 16er traten immer im Duett auf,
das Schwesterhochhaus in der Ziolkowskistraße wurde vor einigen Jahren bereits
abgerissen. Dieses Schicksal soll dem noch verbliebenen Gebäude erspart bleiben.
Mehr noch, der Block mit der Hausnummer 22 soll eine Zukunft haben.
„Wir planen, das Hochhaus zu sanieren“, sagte gestern André Kaufmann, Prokurist
der One-Immo-GmbH in Berlin, der das Gebäude gehört. Rund eine halbe Million
Euro wolle man investieren, „plus X“, so Kaufmann. Die Schäden an dem Gebäude
seien beträchtlich, darum könne sich die Investitionssumme noch erhöhen.
Das Gebäude müsse komplett saniert werden. „Wir werden neue Badezimmer und
Fenster einbauen lassen, neue Türen, eine neue Heizungsanlage, neue
Stromleitungen, eben alles“, so der Prokurist. Dazu gehöre auch die Fassade und
das Umfeld des Hochhauses. Auf jeden Fall gehe man davon aus, dass die
Bausubstanz in Ordnung sei. Auch habe man mit ähnlichen Objekten, etwa in Halle,
bereits einschlägige Erfahrungen gemacht.
Am Ende soll der 16-Geschosser wieder ein komplettes und modernes Wohnhochhaus
werden. „Wir wollen dort Wohnungen zu ortsüblichen Konditionen anbieten“, sagt
André Kaufmann. Also keine Billig-Wohnungen, wie einer der Vorbesitzer es vor
einigen Jahren für den 16-Geschosser geplant hatte. Auch wolle man versuchen,
einen guten Mix aus Mietern zu bekommen, junge Leute, Studenten vielleicht,
Senioren, Familien, Singles. „Dabei werden wir aber darauf achten, dass nicht
beispielsweise eine Studenten-WG gleich neben einem Senioren-Paar wohnt“, sagt
André Kaufmann. Man wolle, dass sich die Mieter wohlfühlen. Dazu gehöre auch,
dass es ein Hausmeister-Team geben werde und eine „Concierge“, das heiße,
jemand, der im Erdgeschoss wohne und als Ansprechpartner für die
Hausgemeinschaft oder für Besucher dienen solle .Wann genau mit den
Sanierungsarbeiten begonnen werden soll, stehe noch nicht fest. Das hänge vom
Finanzierungsplan und den
Partnerbanken ab, so der Prokurist. Es könnte noch etwa ein Jahr dauern, aber
auch schon früher losgehen. „Wir wollen nicht ausschließen, dass wir vielleicht
schon im nächsten Frühjahr anfangen können.“
Eines der letzten „PH 16“ ist das Hochhaus in der Ziolkowskistraße. Es ist zwar
ziemlich heruntergekommen, soll aber nicht abgerissen werden. Von Peter Ließmann
(Quelle: Volksstimme vom 30.08.2011)
27.08.2011
„Stadtführung“ durch das alte Magdeburg
Historische Straßenansichten in Bowlinghalle am Neustädter See enthüllt
Wie eine Ausstellungshalle präsentierte sich am Freitagabend die Bowlingbahn am
Neustädter See. Zahlreiche Besucher schauten sich die Wandbilder an, die nun
dauerhaft historische Stadtansichten aus dem alten Magdeburg zeigen.
„Seeblick“-Inhaber Jens Heppner betätigte sich als „Stadtführer“ und geleitete
die Gäste durch die meist heute im wahren Stadtbild nicht mehr zu sehenden
Straßenzüge der Elbestadt vor dem Krieg.
Der Airbrushkünstler Frank Brodowski aus Cottbus hatte im Auftrag Heppners mit
Druckluft, Farbe und viel Gefühl die alten Fassaden an den Wänden der
Bowlinghalle wieder auferstehen lassen. Vorlage waren historische Aufnahmen.
„Wir haben diese digitalisiert und die Umrisse mit einem Beamer an die Wände
projiziert“, erklärte Jens Heppner. In den vergangenen fünf Wochen war die
Bowlinganlage umgebaut und neu gestaltet worden. Nach der Wiedereröffnung rollen
nun auch wieder die Bowlingbälle. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 27.08.2011)
27.08.2011
Verspäteter Baustart am nördlichen Ausgang - Zooausgang barrierefrei?
Der nördliche Zooausgang sollte eigentlich durch ein Drehkreuz bereits
behindertengerecht sein. Ein Leserbrief machte darauf aufmerksam, dass dies
nicht der Fall ist. Deshalb hat Madlen Schäfer bei Regina Jembere,
Pressesprecherin des Zoos, nachgefragt.
Volksstimme: Warum wurde der nördliche Zooausgang noch nicht behindertengerecht
gestaltet?
Regina Jembere: Der komplette Bereich des nördlichen Ausgangs soll saniert
werden. Davon wird auch der Ausgang direkt betroffen sein.
So soll neben dem Drehkreuz ein neuer Boden verlegt werden und eine Vogelanlage
entstehen. Insgesamt soll dieser Bereich da durch für die Besucher attraktiver
werden. Dafür ist jedoch eine Baugenehmigung notwendig, die wir bisher noch
nicht haben.
Volksstimme: Bis wann ist mit der Umgestaltung zu rechnen?
Regina Jembere: Das können wir jetzt noch nicht sagen. Wir warten nur auf die
Baugenehmigung, dann legen wir sofort mit den Baumaßnahmen los und
dementsprechend auch mit der Errichtung des behindertengerechten Drehkreuzes.
(Quelle: Volksstimme vom 27.08.2011)

26.08.2011
Wakeboardfahrer auf dem Neustädter See
Sommerspaß für Tätowierer David zu Lande, zu Wasser und in der Luft
Endlich Sonne satt, endlich Hochbetrieb in den Freibädern und an den Seen. Am
„Neustädter“ Nord laufen neben dem Sommer auch die Wasserski- und
Wakeboardfahrer am „Cable Island“ zu Hochform auf. Wendig, trickreich,
spektakulär. Einer von ihnen ist David Krebs (33), der Tätowierer von Neustadt
und ein leidenschaftlicher Wakeboardfahrer. DieVolksstimme traf ihn gestern beim
Sommerspaß in Nord zu Lande, zu Wasser und in der Luft.
Der Mann zieht alle Blicke auf sich. Und das nicht nur wegen des pinkfarbenen
Helms, der als leuchtender Farbtupfer über den See huscht. Darunter steckt David
Krebs, der ein Tattoostudio betreibt. Wenn er nicht bei seiner unter die Haut
gehenden Arbeit ist, verbringt er in der warmen Jahreszeit so viel wie möglich
Zeit am Neustädter See, ein Brett unter die Füße geklemmt, genauer gesagt ein
Wakeboard.
„David ist unser Supersportler“, sagt anerkennend Christian „Lugi“ Dlugos,
selbst seit anderthalb Jahren vom Wakeboard-Virus infiziert. Der
„Supersportler“, der derlei Titulierungen mit verschmitztem Lächeln von sich
weist, zeigt gern seine Tricks. Wo hat er die her? „Ich beobachte andere Fahrer,
mit denen ich mich austausche, und schaue viele Videos, in denen Tricks gezeigt
werden“, sagt David beim Plausch am Strand. Um gegen schmerzhafte Aufschläge auf
der Wasseroberfläche gewappnet zu sein, tragen David und die anderen
Wakeboarder neben ihren Helmen auch Prallschutzwesten. Mit Schuhen und natürlich
dem Wakeboard, einer Mischung aus Snow- und Surfboard, kostet so eine
Starterausrüstung um die 1000 Euro, so David, der seit gut sechs Jahren am
„Cable Island“ Wakeboard fährt.
„Vorher war ich viele Jahre Skateboard und Snowboard gefahren, durch Kumpel
wurde ich aufs Wakeboarden aufmerksam“, erzählt der 33-Jährige. Seitdem zählt er
zu den Stammfahrern auf dem „Neustädter“. An seine Anfänge erinnert er sich aber
noch wie heute: „Ich bin dreieinhalb Stunden überhaupt nicht vorangekommen, bis
ich so langsam den Dreh herausbekommen habe“, sagt er – und will damit
Neugierigen Mut machen, sich selbst aufs Wake board oder die Wasserski zu
stellen: „Jeder kann es ausprobieren, ohne schief angeschaut
zu werden, und die Ausrüstung kann man sich am Anfang ausleihen.“
Das sieht auch Sportsfreund „Lugi“ Dlugos so. Er zeigt auf eine Gruppe, die
gerade die ersten Versuche auf Wasserski macht. „So stand ich vor einigen
Monaten auch hier.“ Thomas Höfler, seit vier Jahren aktiver Wakeboarder,
erzählt: „Ich bin vorher bereits Snowboard gefahren – ich muss sagen, das hilft
gegenseitig sehr, weil die Sportarten artverwandt sind.“Tätowierer David Krebs
setzt schon wieder zum nächsten Sprung an. Wasser spritzt. Ein pinkfarbener
Punkt huscht über den See. Endlich Sommer am „Neustädter“.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.08.2011)
26.08.2011
Freibadsaison endet an diesem Wochenende
Neue Schwimmhallensaison startet mit geänderten Öffnungszeiten
Ab Montag wieder öffentlicher Badebetrieb in zwei Hallen / In Nord und Stadtfeld
wird gebaut
Magdeburg (ba). Mit dem neuen Schuljahr starten auch die Magdeburger
Schwimmhallen in die neue Saison. Seit gestern haben die Elbe- Schwimmhalle und
die Schwimmhalle Olvenstedt für den Schul- und Vereinssport geöffnet. Ab
kommenden Montag stehen die beiden Schwimmhallen auch für den öffentlichen
Badebetrieb zur Verfügung. Die fünf Magdeburger Frei- und Strandbäder öffnen an
diesem Sonntag letztmalig. Parallel dazu ist die Elbe-Schwimmhalle zusätzlich an
diesem Sonnabend von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis
18 Uhr geöffnet. Die Schwimmhalle an der Großen Diesdorfer Straße wird nach
umfangreicher Sanierung im letzten Quartal dieses Jahres wieder eröffnet, teilt
die Stadt mit. Die Vorfreude darauf wächst sowohl bei den Wasserballern als auch
bei Schulen, Vereinen und natürlich den Nutzern des öffentlichen Badebetriebes.
Fast acht Millionen Euro, davon rund 3,5 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket II,
wurden u.a. in die
technischen Anlagen, das Be cken, die Gebäudehülle und den Sanitär- und
Umkleidebereich investiert.
Geschlossen ist derzeit auch die Schwimmhalle Nord, deren kürzlich begonnene
Sanierung bis zum Sommer 2012 andauert. Für energetische Sanierungsmaßnahmen,
u.a. an Badewassertechnik und Lüftung, werden insgesamt fast 1,9 Mio. Euro
investiert.
Bis zur Eröffnung der Schwimmhalle in Stadtfeld-West hat die Stadtverwaltung
einen Übergangsplan für die Elbe-Schwimmhalle und die Schwimmhalle Olvenstedt
aufgestellt, um sowohl den Schul- und Vereinssport als auch den öffentlichen
Badebetrieb abzusichern und gleichzeitig die situationsbedingten Einschränkungen
so gering wie möglich zu halten. Dazu haben Mitarbeiter des Fachbereiches für
Schule und Sport Gespräche mit Vertretern von Vereinen und Schulen geführt, die
Situation erläutert und versucht, Kompromisse für alle
Nutzergruppen zu finden. Während der generellen Öffnungszeiten gibt es teilweise
Einschränkungen wegen Schulunterrichts und Kursbetriebes. Ausführliche
Öffnungszeiten der Schwimmhallen mit allen Einschränkungen und Kursen sind im
Internet zu finden unter www.magdeburg.de (Quelle: Volksstimme vom 26.08.2011)
Samstag, der 27.08.2011
Konzert in Nord -Klassische Duette und Musicals / Seltene Werke, seltene
Besetzung
„Wir Schwestern zwei, wir schönen …“ Unter diesem Motto steht das erste Konzert
nach den Sommerferien, zu dem der Konzertverein der Hoffnungskirche einlädt. Am
Sonnabend, 27. August, präsentieren ab 19.30 Uhr Beate Harten, Sopran, Annetta
Müller, Alt, und Nina Sinitsyna am Flügel klassische Duette von Mendelssohn,
Schumann, Brahms, Fanny Hensel-Mendelssohn und anderen Komponisten.
Im zweiten Teil des Konzertes am Krähenstieg wird Musik vom Broadway zu hören
sein. Diese bekannten und beliebten Stücke aus Film und Musical haben sich die
beiden Sängerinnen für zwei Stimmen arrangiert.
Die Sopranistin Beate Harten bildet zusammen mit der Pianistin Nina Sinitsyna
seit über vier Jahren ein eingespieltes Team. In mehreren Konzerten, klassischen
Liederabenden, sowie gemischten Programmen mit Ufa-Filmschlagern,
Operettenliedern und Musical-Songs, außerdem mit kirchenmusikalischen Werken,
haben sie bereits ihr Können bewiesen. Ebenso arbeitet die Pianistin schon lange
mit der Altistin Annetta Müller zusammen. Was lag also näher, als die beiden
Stimmen zusammenzuführen und gemeinsam ein Duett-Programm zu erarbeiten? „Die
Musikliteratur hat mindestens so interessante Duette wie Sololiteratur
hervorgebracht“, so Beate Harten. An diesem Abend darf sich das Publikum auf
eine große Auswahl dieser nicht oft zu hörenden Werke freuen. Der Eintritt ist
frei, um Spenden für die Arbeit des Konzertvereins der Hoffnungsgemeinde wird
gebeten. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.08.2011)

15.08.2011
Jugendliche aus Vietnam besuchen auf Einladung des Magdeburger Kinder- und
Jugendhauses „Oase“ Sachsen-Anhalt
Zum fünften Mal besucht gegenwärtig eine Jugendgruppe ausVietnam auf Einladung
des Magdeburger Kinder- und Jugendhauses „Oase“ die Landeshauptstadt. Zwei
Wochen lang werden die 15 Jugendlichen gemeinsam mit ihren deutschen Freunden
ein Stückchen Sachsen-Anhalt kennenlernen.
Phuc
Nguyen Hoang zählt auf: „Lukas Podolski, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm
...“ Der Junge aus der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi ist selbst verrückt nach
Fußball und tritt zweimal die Woche mit Freunden das runde Leder. „Amateur“,
lächelt er. Doch seit Juli 2010 hatte der 15-Jährige nicht so viel Zeit zum
Kicken. Der Grund war sein großes Ziel, am bereits zur Tradition gewordenen
Jugendaustausch zwischen Vietnam und Magdeburg teilzunehmen. „Ich wollte das
unbedingt“, erzählt er. „Aber ich wusste auch, dass das nicht leicht werden
würde. Sehr viele Jugendliche bewerben sich.“ Und neben guten Zensuren,
gesellschaftlichem Engagement und Fremdsprachenkenntnis müsse man auch
„Auszeichnungen“ vorweisen. Gemeint sind Teilnahme und vordere Plätze bei
Wettbewerben, ähnlich der deutschen Mathematik- oder Physikolympiaden.
Und der künftige Computerspezialist hatte es im Physikausscheid weit gebracht.
„Ich habe ein Jahr darauf hingearbeitet, dass ich mit ins Flugzeug steigen
kann.“
Giao
Nguyen Phan Quynh kommt aus dem Süden des Landes, aus Dà Lat im südlichen Teil
des zentralen Berglandes. Dort, wo der vietnamesische Kaffee angebaut wird. Sie
ist wie Phuc Schülerin der 9. Klasse und will Diplomatin werden. Giao ist das
erste Mal in Deutschland und sehr aufgeregt. „So weit von zu Hause weg war ich
noch nie“, sagt sie. „Ich freue mich sehr, das Land und das Leben der
Jugendlichen kennenzulernen.“ Denn viel wisse sie nicht von Deutschland, räumt
sie ein.
Giao und Phuc gehören zu den 15 Jugendlichen aus Vietnam, die auf Einladung des
Kinder- und Jugendhauses „Oase“ unter Schirmherrschaft der Stadt Magdeburg noch
bis zum 23. August in der Landeshauptstadt sind.
„Oase“-Projektleiterin Petra Sonnenberg kann sich noch genau an den Beginn des
inzwischen regen Jugendaustausches erinnern: „Es begann 2001 mit dem
Integrations-Wettbewerb der Bonner Otto-Benecke-Stiftung ,Magdeburg goes
Vietnam‘.“ Die „Oase“ und das Norbertusgymnasium gewannen und durften nach
Vietnam fliegen. „Die ,Oase‘-Jugendlichen waren so begeistert von dem Land, dass
sie die geknüpften Beziehungen nicht wieder abreißen lassen wollten. So bekamen
wir Kontakt zum Waisenhaus in Hai Duong im Nordosten des Landes, das wir mit
Spenden unterstützten.“ Gleichzeitig sei mit Unterstützung Magdeburgs und des
Bundes der Jugend-Austausch ins Leben gerufen worden.
In diesem Jahr stehen unter anderem ein Besuch Wernigerodes mit Wandern im
Nationalpark und Visite der Glasmanufaktur, der Besuch des Lindenberg-Musicals
in Berlin, ein Tanzworkshop und Erlebnispädagogik auf dem Plan. Bereits am
Freitag besuchten dieVietnamesen den Magdeburger Elbauenpark. Dort malten sie an
einem Bild mit, das zum Stadtfest am 3. Oktober im Magdeburger Rathaus zu sehen
sein wird.
Phuc interessiert sich besonders für den Umweltschutz. Da könne Vietnam etwas
von Deutschland lernen. „Die Sauberkeit hier ist bemerkenswert.“ Und wenn Giao
und Phuc ihren deutschen Freunden erklären müssten, warum sie unbedingt ihr Land
besuchen sollten?
Phuc: „Unsere Gastfreundlichkeit.“ Giao: „Unsere Natur und Kultur. Städte wie
Hue, die alte Kaiserstadt, die Halong-Bucht im Norden, das Mekong-Delta – und
natürlich meine Heimat, das Hochland mit den Kaffeeplantagen.“
Er ist aus Nordvietnam, sie aus dem Süden. Doch für die beiden Schüler ist die
einstige Teilung ihres Landes, die seit 1976 Vergangenheit ist, heute kein Thema
mehr. Dass am 13. August 1961 in der DDR die deutsche Teilung besiegelt worden
war, wissen sie aus dem Unterricht. Doch durch die Köpfe vieler Vietnamesen
geistert heute noch die DDR-Sichtweise auf die Abschottung. Von Bernd Kaufholz
(Quelle: Volksstimme vom 15.08.2011)

Vietnamesische und deutsche Jugendliche am Sonnabend im Internationalen
Jugendbegegnungszentrum am Barleber See. Fotos (3): Bernd Kaufholz
Jugendaustausch - Gut angelegt
Wovor hat man Angst? Vor allen Dingen, die man nicht kennt und somit nicht
versteht. Vor fremden Kulturen, fremdem Aussehen, vor fremden Menschen. Unwissen
und die daraus entstehende Furcht sind ein äußerst guter Nährboden für Ablehnung
– schlimmstenfalls gar für Fremdenfeindlichkeit. Und genau dort setzt der
deutsch-vietnamesische Jugendaustausch, den das Magdeburger Kinder- und
Jugendhaus „Oase“ seit zehn Jahren organisiert, an. Es geht ums Kennenlernen. So
etwas kostet natürlich etwas. Da müssen gemeinsame Fahrten und Veranstaltungen
organisiert werden, Unterbringung, Verpflegung – nichts ist zum Nulltarif zu
haben. Das hat auch die Stadt Magdeburg, Träger der „Oase“, erkannt. Sie
unterstützt gemeinsam mit dem Bund das bewährte Integrationsprojekt. Das selbst
bei knappen Kassen. Geld, das sehr gut angelegt ist.
Von Bernd Kaufholz
13.08.2011
Mensch der Woche:
Andreas Lenz - Der Modellbauer des Sees
Neustädter See (sar). Andreas Lenz baut seit Januar im Alleingang an einem
detaillierten Modell des Stadtteils Neustädter See. Am Montag präsentierte er
die erste von sieben geplanten Holzplatten, auf denen Hochhäuser,
Einkaufsmärkte, Plattenbauten und Kindergärten zu erkennen sind. „Die
aufwendigste Arbeit ist die vielen Fenster auszusägen“, sagt der 60-Jährige, der
vor acht Jahren aus Russland nach Deutschland kam. „Ich habe aus Spaß immer
schon Modelle gebaut, da habe ich bei dem Angebot, das Stadtteilmodell zu bauen,
nicht gezögert“, so Lenz. (Quelle: Volksstimme vom 13.08.2011)

Andreas Lenz baut ein Modell des Stadtteils Neustädter See.

13.08.2011
„Die neue Wand steht nicht zum Selbstzweck da“ / „Schallmessungen sind nur eine
Momentaufnahme - Wir sollten das Bauende abwarten und dann reden“ /
Beigeordneter Holger Platz will sich nach Kritik an der neuen Lärmschutzwand mit
Anwohnern und Planern treffen
Kaum ist die neue Lärmschutzwand am nördlichen Magdeburger Ring überhaupt fertig
gestellt, wird bereits Kritik laut. „Aus der Traum vom offenen
Schlafzimmerfenster“, schrieben enttäuschte Leser zum Beispiel an die
Volksstimme. Die 4-Millionen-Euro-Wand scheint in den unteren Etagen der
angrenzenden 10-Geschosser gut zu funktionieren, in den oberen jedoch kaum und
an den Auf-/ Abfahrten wohl gar nicht. Der Bau – eine Fehlkonstruktion?
Volksstimme-Redakteurin Jana Wiehe sprach mit dem Beigeordneten für Kommunales,
Umwelt und allgemeine Verwaltung, Holger Platz.
Volksstimme:
Die neue Lärmschutzwand im Ringabschnitt Kannenstieg/Neustädter See hat bei
vielen Anwohnern Hoffnungen auf weniger Dauerlärm geweckt. Hätten Sie, und damit
meine ich alle Verantwortlichen, den Bewohnern der oberen Etagen in den
Zehngeschossern nicht vorher sagen müssen, dass es für sie kaum eine
Verbesserung geben wird – oder haben Sie es selbst nicht gewusst?
Holger Platz:
Es war schon zu erwarten, dass der Lärmschutz im unteren Bereich, dort wo die
ca. 7 Meter hohe Mauer den Verkehrslärm direkt abschirmt, besser sein wird als
in höheren Bereichen. Aber einen messbaren Effekt sollte es auch weiter oben
geben. Dass es in dieser Hinsicht jetzt mehrere Beschwerden gibt, erfüllt mich
mit Sorge.
Volksstimme:
Es gibt Anwohner, die behaupten, dass die spezielle Konstruktion der Wand,
gemeint sind die zum Ring hin abgewinkelten Enden, sogar noch zu einer
Verstärkung des Lärmproblems führt. So werde der Schall gebrochen und direkt an
die gegenüberliegenden Fassaden „geworfen“. Haben die Planer hier – salopp
formuliert – Bockmist gemacht?
Holger Platz:
Da befinden wir uns ja schon bei den fachlichen Details. Ich gehe im Moment
davon aus, dass sowohl die Planung als auch die Ausführung der Lärmschutzwand
korrekt waren.
Volksstimme:
Aber Messungen des Schalls hat es vor Ort beispielsweise gar nicht gegeben. Das
Bauwerk stützt sich allein auf Berechnungen, das hat die Verwaltung bereits im
Volksstimme-Bericht Ende Juli eingeräumt. Was sagen denn die Planer zu den
aktuellen Beschwerden der Anwohner?
Holger Platz:
Wir haben dazu nach den in der Volksstimme veröffentlichten Leserbriefen und
Beschwerden eine Stellungnahme des zuständigen Ingenieurbüros abgefordert. Die
Fachplaner sagen mir, dass es absolute Praxis ist, solche Bauwerke über
Berechnungen zu planen. Schallmessungen vor Ort sind nur eine Momentaufnahme,
werden durch viele Faktoren, wie Uhrzeit oder Wetterlage, beeinflusst. Daher
stützt man sich auf erprobte Berechnungen. Als Grundlage dient dabei die
Richtlinie für den Schallschutz an Straßen, kurz RLS-90. Die Planer erklären
hier allerdings schon, dass der Schallschutz in unteren Bereichen, wo die Wand
steht, besser ist als weiter oben. Eine Wirkung ist aber trotzdem da.
Volksstimme:
Also alles in Butter? Die Anwohner müssen sich irren. Kann man es sich so leicht
machen?
Holger Platz:
Nein, natürlich nicht. Ich habe ja schon gesagt, dass ich die Beschwerden ernst
nehme und ich schlage daher auch vor, dass wir uns gemeinsam mit betroffenen
Anwohnern und den Experten an einen Tisch setzen und alles besprechen, denn es
sind in der Tat viele Fragen offen, die aus meiner Sicht beantwortet werden
müssen. Dieses Gesprächsangebot an die Anwohner möchte ich aber mit einer Bitte
verbinden. Wir sollten noch die restlichen Arbeiten abwarten. Erst im September
wird die neue Lärmschutzwand komplett fertig gestellt sein. Dann wissen wir
endgültig, worüber wir reden.
Volksstimme:
Gut, das Angebot Ihrerseits steht. Nach Fertigstellung werden im Übrigen fast 4
Millionen Euro in die neue
Lärmschutzwand zwischen den Abfahrten Ebendorfer Chaussee und Ziolkowskistraße
geflossen sein. Mittel von Land und Bund aus dem Konjunkturpaket II sind das
sowie 12,5 Prozent Eigenanteil der Stadt. Was ist, wenn die Lärmschutzwand am
Ende wirklich nicht hält, was sie verspricht? Was kann dann noch unternommen
werden?
Holger Platz:
Lassen Sie uns doch bitte einen Schritt nach dem anderen tun. Wir warten das
Bauende ab und werden uns dann mit den Experten besprechen. Bis dahin möchte ich
zwei Dinge zu bedenken geben, ohne die genannten Probleme wegwischen zu wollen.
Erstens ist mit der Lärmschutzwand der Schallpegel insgesamt gesunken. Da
empfindet man möglicherweise einzelne Lärmquellen wie eine bollernde Harley
subjektiv als besonders laut. Vielleicht lauter als sonst, obwohl es gar nicht
so ist. Zweitens, und das hat auch eine gewisse Brisanz: Während der Baumaßnahme
galt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf dem Ring, die wegen der Enge der
Baustelle auch weitestgehend eingehalten wurde. Das führte freilich zu einer
deutlichen Lärmminderung. An diesen geringeren Lärmpegel haben sich die Anwohner
u.a. aus der Otto-Nagel- und Lumumbastraße wahrscheinlich über Monate gewöhnt,
und nun wird dieses vermutlich als subjektiver Maßstab genommen. Ich weiß, dass
sind nur Erklärungsversuche, aber möglicherweise ist auch etwas Wahres daran.
Volksstimme:
Das könnte man vor Ort durch Messungen überprüfen, obwohl leider verbindliche
Ausgangswerte fehlen. Anwohner fordern Messungen vor Ort und haben Sie auch
schon eingeladen, mal ans offene Fenster zu treten.
Holger Platz:
Wie gesagt, ich bin da für vieles offen. Die Lärmschutzwand steht ja nicht zum
Selbstzweck da, sondern sie soll für mehr Lebensqualität der Anwohner sorgen.
Also werden wir das ernsthaft bereden und weiter schauen,sobald wir den Endstand
haben. (Quelle: Volksstimme vom 13.08.2011)

Die neue Lärmschutzwand am Ring Kannenstieg sorgt in den angrenzenden
10-Geschossern nicht nur für Begeisterung. Ein Effekt soll in den oberen Etagen
kaum hörbar sein, sagen Anwohner. Foto: Jana Wiehe
12.08.2011
„Bördebogen“-Knirpse können im Frühling zurück in ihre Kita
Sozialminister übergibt Zuwendungsbescheid über 2,2
Millionen Euro für Sanierung
Sozialminister Norbert Bischoff übergab gestern im Beisein des
Sozialbeigeordneten Hans-Werner Brüning einen Fördermittelbescheid über 2,2
Millionen Euro an die Integrative Kindertagesstätte „Bördebogen“. Bereits seit
2008 steht das Haus leer, die Kinder warten seitdem in beengten
Ausweichquartieren auf die Sanierung ihrer Kita. Das neue Gebäude soll
spätestens im April 2012 fertig sein.
„Endlich!“, werden die Kinder und Erzieherinnen der Integrativen
Kindertagesstätte „Bördebogen“ denken. Denn im kommenden Frühling können sie
voraussichtlich ihr neues Domizil endlich beziehen. Natürlich nur, wenn alles
nach Plan verläuft. Das schien in den vergangenen drei Jahren oftmals nicht der
Fall gewesen zu sein. Der Bau zog sich in die Länge. Im Januar dieses Jahres
hatte es sogar Gerüchte gegeben, dass das Kita-Gebäude abgerissen werden soll.
Doch bereits damals erklärte der Träger der Einrichtung, das Paritätische
Integrative Netzwerk (PIN), dass das Gerücht nicht stimmen würde, man halte an
dem Objekt fest. Die Vorarbeiten liefen zu dem Zeitpunkt bereits. Der
eigentliche Grund der Verzögerung war die Dauer des Antragsverfahrens für die
EU- und Bundesfördermittel gewesen. Des Weiteren hätten die Baupläne ständig
überarbeitet und aktualisiert werden müssen.
Mittlerweile sind die Bauarbeiten in vollem Gange, seit Juni stehen die Gerüste
und die Entkernung läuft. Bauleiter Roman Sondej von der „Pari Sozialbau und
Immobilienverwaltung GmbH“: „In diesem Haus herrschte ein großes Chaos. Nun
sieht man die ersten Fortschritte. Das Geld ist sehr gut angelegt.“
Nach einem kleinen Programm der Kinder, bei dem das „Magdeburger Lied“
selbstverständlich nicht fehlen durfte, übergab Sozialminister Norbert Bischoff
den Kleinen den Zuwendungsbescheid, mit den Worten: „Wir wissen, wie wichtig
eure neue Kita ist, und wollen, dass ihr in einer schönen Umgebung auf die
Schule vorbereitet werdet.“ Auch der Sozialbeigeordnete Hans-Werner Brüning
nutzte die Gelegenheit, um festzustellen: „Heute ist ein Freudentag, nicht nur
für euch, sondern auch im Sinne des Kita-Sanierungsprojektes unserer Stadt.“ Von
Josephine Kroneberg (Quelle: Volksstimme vom 12.08.2011)

Bis spätestens April 2012 wird die Kita komplett saniert sein.

Sozialminister Norbert Bischoff (r.) und der Sozialbeigeordnete Hans-Werner
Brüning halten das von den Kindern gebastelte Schild für deren neue Kita
„Bördebogen“. Der Minister übergab gestern den Fördermittelbescheid für die
Sanierung der Einrichtung am Neustädter See. Fotos (2): Josephine Kroneberg

11.08.2011
Ein ganzes Viertel entsteht Platte für Platte als ein Stadtteilmodell
Andreas Lenz baut im Rahmen des Sozialraumprojekts „Neue Neustadt/Neustädter
See“
Im Rahmen eines Sozialprojekts entsteht derzeit ein Modell des
Stadtteils Neustädter See. Andreas Lenz hat in sechs Monaten die erste von
sieben geplanten Platten fertig- und am Montag vorgestellt.
Trotz seines deutschen Namens kam Andreas Lenz erst vor acht Jahren aus Russland
nach Deutschland. Als Elektriker fand er hier jedoch keine Stelle und landete in
der Arbeitslosigkeit. Als das Angebot des Jobcenters kam, aus seinem Hobby, dem
Modellbau, zumindest vorübergehend eine Beschäftigung zu machen, zögerte er
nicht lange.
Am Montag wurde die neue Runde des Sozialraumprojekts „Neue Neustadt/Neustädter
See“ offiziell eingeläutet. In dessen Rahmen arbeitet Andreas Lenz seit einem
halben Jahr an einem detailgetreuen Modell des Stadtteils Neustädter See. Den
ersten von sieben geplanten Teilen stellte er nun bei der Projekteröffnung vor.
Auf der großen Platte erkennt man die Zehngeschosser an der Straße Am
Brunnenhof, ebenso wie die Kita Bördebogen und den Jugendtreff „Oase“.
„Dort bastele ich auch an meinem Modell“, erklärt er und zeigt auf eine kleine
Tür, „hier kann man mir beim Sägen und Kleben über die Schulter schauen.“ Die
Aufgabe erscheint gewaltig, muss er doch alleine für die Platten bauten hunderte
winzige Fenster aussägen. „Im Moment grüble ich darüber, wie ich die Hochhäuser
am Seeufer angehe“, erzählt er. Hat man erst einmal einen Prototyp fertig, ginge
es leichter.Am Anfang hatte er noch einen Mitstreiter, inzwischen baut er
alleine das Viertel auf. „Doch es macht mir Spaß und ich fände es sehr schade,
wenn im Dezember Schluss damit wäre“, sagt er. Denn das Projekt läuft zunächst
nur für sechs Monate. Von Stefan Harter (Quelle: Volksstimme vom 11.08.2011)

Andreas Lenz steht vor dem ersten Teil seines Stadtteilmodells vom Neustädter
See, das er derzeit im Rahmen des Sozialraumprojekts „Neue Neustadt/Neustädter
See“ anfertigt. Sechs weitere Teile sind geplant.
Foto: S. Harter
11.08.2011
Grüne Oase in blauem Plattenbau

Die Gemeinwesen-Arbeitsgruppen, der Bürgerverein und das
Stadtteilmanagement suchen derzeit im Kannenstieg und am Neustädter See den
schönsten Balkon. Hier ein Kandidat aus der Hans-Grundig-Straße.
Weitere Anmeldungen nimmt das Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9, unter Tel. 288604
entgegen.
Foto: Harter (Quelle: Volksstimme vom 11.08.2011)

10.08.2011
Gebühren für Stellflächen an öffentlicher Straße
Private Parkuhren sorgen für Unruhe an der Wasserskianlage
Private Parkuhren an der Wasserskianlage am Neustädter See sorgen für Aufregung.
Die Zeitschaltautomaten stehen an der öffentlichen Zufahrtsstraße, gehören aber
offenbar dem Betreiber der Anlage. Bei Nichtzahlung der Gebühren werde angeblich
hart durchgegriffen.
Zwei Euro soll man in die Automaten mit dem Drehknopf stecken. Dann wird die
maximale Parkzeit von zwei Stunden aufgeladen und die Uhr tickt. „Ich kenne
solche Automaten nur aus dem Fernsehen“, schreibt Volksstimme-Leser Hans Zaros
an die Redaktion. Als Anwohner sind ihm die neuen Münzfresser unangenehm
aufgefallen.
Seit einigen Wochen stehen die Parkuhren an der Zufahrtsstraße zur
Wasserskianlage ‚Cable Island‘. Per Aufdruck wird informiert, dass sie zur
Anlage gehören. „Ein Schild, das die Gebührenpflicht kenntlich macht, fehlt“,
schreibt Hans Zaros. Was ihm aber hauptsächlich Sorgen bereite, sei das
Verhalten des Personals der Anlage. Diese würde die Parkuhren regelmäßig
kontrollieren. Wurde nicht bezahlt oder ist die Parkzeit bereits abgelaufen,
werde das Fahrzeug blockiert, so dass der Halter erst wegfahren kann, wenn er
seine Gebühren bezahlt hat.
Vor Kurzem ist es zur Eskalation gekommen, als einer der Parksünder durch
vorsichtiges Manövrieren es trotz Blockierung aus der Lücke geschafft hatte und
mehrere Mitarbeiter das Fahrzeug gestoppt hätten. Sogar die Polizei musste
kommen. „Wie kann es sein, dass Privatpersonen Gebühren an öffentlichen Straßen
erheben dürfen? Und diese dann auch noch auf diese Art und Weise durchsetzen
können?“, fragt Hans Zaros in seinem Leserbrief.
Auf Volksstimme-Nachfrage gab ein Mitarbeiter der Wasserskianlage Auskunft über
den Sachverhalt. Demnach sind die Parktaschen tatsächlich in Privatbesitz. Sie
gehören zu dem Gelände, auf dem sich auch der große, ebenfalls
gebührenpflichtige Parkplatz für die Besucher befindet. Der genannte Vorfall sei
ihm bekannt, aber erst eskaliert, nachdem ein Kollege angefahren wurde. „Erst
als der Fahrer danach flüchten wollte, haben wir ihn aufgehalten und die Polizei
gerufen“, hieß es.
„Wir könnten auch einfach abschleppen lassen, aber das wollen wir nicht. Wir
suchen lieber das Gespräch mit den Leuten“, erklärte der Mitarbeiter weiter. Den
Vorwurf der Blockade zahlungsunwilliger Parker wollte er nicht bestätigen. Träfe
dies zu, entspräche das schließlich dem Tatbestand der Nötigung. „Wir haben viel
Geld für die Parkplätze investiert, da ist es doch verständlich, dass wir das
mit den Gebühren wieder reinholen möchten“, erklärt er das Aufstellen der
Parkuhren. Von Stefan Harter (Quelle: Volksstimme vom 10.08.2011)

Die privaten Parkuhren vor den Toren der Wasserskianlage „Cable Island“ sorgen
für Verwirrung bei den Anwohnern. Sie bezweifeln deren Rechtmäßigkeit an der
öffentlichen Straße. Nach Auskunft eines Mitarbeiters handelt es sich jedoch bei
den fraglichen Stellflächen um Privatbesitz. Fotos (2): Stefan Harter

Gleich neben den Parkuhrflächen hat der Betreiber der Anlage einen Parkplatz für
Besucher eingerichtet, der pro Tag nur 1 Euro kostet.
09.08.2011
Offizieller Start für Sozialraumprojekt „Neue Neustadt/Neustädter See“
Ring frei für neue Runde im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit
Das Sozialraumprojekt „Neue Neustadt/Neustädter See“ geht in die nächste Runde.
Gestern gab Magdeburgs Sozialbeigeordneter Hans Werner Brüning den offiziellen
Startschuss. 40 Langzeitarbeitslose erhalten dabei für sechs Monate durch
Projektarbeit eine berufliche Perspektive.
Neue Neustadt/Neustädter See. Mit „Ring frei zur nächsten Runde“ eröffnet Rolf
Kunsch, Leiter des Instituts für Marktwirtschaft, in Anlehnung an seine Funktion
als Ansager im Boxring, die nächste Projektetappe. Denn bereits seit 2009
betreut er mit seinen Mitarbeitern soziale Projekte in Neue Neustadt und am
Neustädter See.Vor Kurzem gingen die Einzelprojekte „Leben mit SINN“ und
„SAMAMIGA“ zu Ende, jetzt wurden die beiden Stadtteile zu einem Projekt
zusammengefasst.
Bereits seit 1. Juni finden 40 Langzeitarbeitslose hier wieder eine
Beschäftigung. Tatjana Knochenhauer ist ein alter Hase, sie betreut seit 2009
die Besucher des Info- und Kulturzentrums in der Bremer Straße. Diese kommen
eigentlich dort hin, um sich bei Bewerbungen helfen zu lassen. Doch dabei bleibt
es nicht. „Nach dem Schreiben sitzt man oft noch eine Stunde beisammen und hört
sich die Probleme der Menschen an.Vielen fehlt einfach jemand, mit dem sie reden
können“, erzählt sie. „Ich bin gerne für die Leute der Kummerkasten“, sagt
die lebensfrohe Frau.
Marcel Härtel hat für sich eine ganz andere Aufgabe im Rahmen des Projekts
gefunden, die ihm so sehr liegt, dass er sie sogar nach dessen eventuellem Ende
weiterführen möchte. Denn die aktuelle Runde des Sozialraumprojekts läuft nur
sechs Monate, dann muss das Sozialamt erneut entscheiden, ob und wie es
weitergeht. Eine Chronik zur bald 40-jährigen Geschichte des Stadtteils
Neustädter See will Marcel Härtel aber auf jeden Fall fertigstellen. Diese soll
aber keine bloße Zusammenstellung von alten Zeitungsartikeln sein, sondern zu 85
Prozent aus den Erinnerungen und Andenken der Stadtteilbewohner selbst bestehen.
„Ich habe gerade erst über 60 Seiten Material von einer Anwohnerin bekommen“,
erzählt er. „Darin steht zum Beispiel sogar, wie die erste Familie, die 1973 in
den neuen Stadtteil zog, hieß. Bis 2013 möchte ich die Chronik schreiben“, hat
er sich ehrgeizig vorgenommen.
Außer diesen beiden Projekten gibt es u. a. in beiden Wohngebieten
Stadtteilreporter, die das aktuelle Geschehen im Quartier dokumentieren, ein
Tauschhaus, in dem von der Winterjacke bis zum Eierbecher alles getauscht werden
kann, eine Theatergruppe sowie andere soziale und kulturelle Angebote für die
Anwohner der Viertel. „11500 Besucher konnte das Info- und Kulturzentrum im
vergangenen Jahr verzeichnen“, erklärt Rolf Kunsch stolz.
Das Sozialraumprojekt „Neue Neustadt/Neustädter See“ wird durch das Sozialamt
der Stadt und das Jobcenter Magdeburg gefördert. Ziel ist es, die Teilnehmer
wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen.Von den 60 Männern und Frauen der
vorangegangenen Projektrunde fanden nach deren Abschluss 17 eine neue
Beschäftigung. „Mit dieser Quote liegt der Integrationserfolg der Maßnahme über
dem Durchschnitt“, zeigte Hans-Werner Brüning seine Anerkennung für das Projekt.
Von Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 09.08.2011)

Tatjana Knochenhauer ist seit 2009 „Kummerkasten“ für die Neue Neustädter. Sie
hilft ihnen z. B. bei Bewerbungen und hört sich ihre Alltagssorgen ab. Auch sie
ist Teilnehmerin im Sozialraumprojekt.

Marcel Härtel will bis 2013 eine umfassende Chronik für den Stadtteil Neustädter
See verfassen. Er startete im Februar im Sozialprojekt.

09.08.2011
Bauausschuss - Lindwurm-Rampe wird geplant
(sar). Die Mitglieder des Bauausschusses haben die Stadtverwaltung beauftragt,
die von ihr empfohlene Variante zum behindertengerechten Ausbau der
Lindwurmbrücke (Volkstimme berichtete) konkret zu planen. Bei der Sitzung in der
vergangenen Woche stimmten fünf Sitzungsteilnehmer für die Alternativlösung, die
zwar immer noch keinen DIN-gerechten Ausbau, aber immerhin die Akzeptanz der
Behinderten bedeuten würde. Drei Ausschussmitglieder enthielten sich.
Nun wird die Planung erarbeitet und nach deren Fertigstellung mit den
Arbeitsgruppen für Gemeinwesenarbeit und für behinderte Menschen diskutiert.
Nach der Bewilligung der Mittel aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ könnte
der Umbau 2013 geschehen. (Quelle: Volksstimme vom 09.08.2011)
06.08.2011
Künstler versprüht im „Seeblick“ den Charme des alten Magdeburgs
Inhaber Jens Heppner und seine ungewöhnliche Liebeserklärung an seine
Heimatstadt
Baustelle Bowlingbahn: Die Anlage im „Seeblick“ in Nord wird derzeit
umgebaut, während der Restaurantbetrieb normal weiterläuft. Bis zum 25. August
will Inhaber Jens Heppner die Bowlinghalle nicht nur umfassend modernisieren,
sondern auch zu einer sichtbaren Liebeserklärung an seine Heimatstadt Magdeburg
umgestalten. Ein Besuch im Seeblick soll künftig auch zur Zeitreise durch die
Stadtgeschichte werden.
Wann bekommt so ein ganzer Kerl wie Jens Heppner (49), Inhaber des „Seeblicks“
in Nord, eigentlich Gänsehaut und feuchte Augen?
Antwort: Wenn er vom alten Magdeburg erzählt und schwärmt. Das macht er in
diesen Tagen ziemlich oft. Und nicht nur das: Der Unternehmer lässt gerade seine
Heimatstadt in ihrer alten Pracht vor den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs
gewissermaßen wieder auferstehen.
Sein „Baumeister“ ist der Cottbusser Airbrushkünstler Frank Brodowski. Mit
Druckluft, Farbe und viel Gefühl in den Händen lässt er die alten Fassaden neu
an den Wänden der Bowlingbahn entstehen.
Vorlagen liefern historische Aufnahmen. „Wir haben diese digitalisiert und
werfen die Umrisse mit einem Beamer an die Wand“, erklärt Jens Heppner und
sortiert einen Stapel mit Schwarz-Weiß-Fotografien von prachtvollen, barocken
Straßenzügen. Er ist verzückt. Und plötzlich zeigt er auf seinen Unterarm:
„Erpelpelle! Ich bekomme echt Gänsehaut, wenn ich nur darüber rede.“
Künstler Frank Brodowski staunt über so viel Heimatverbundenheit: „Es ist ja
nicht die erste Bowlingbahn, die ich neu gestalten darf. Aber dass jemand sich
so mit seiner Stadt identifiziert und die ganze Bowlinghalle entsprechend
umgestalten lässt, habe ich auch noch nicht erlebt.“
Er ließ sich von Heppners „Magdeburg-Virus“ anstecken. „Ich bin begeistert, wie
er unsere Ideen umsetzt“, lobt Heppner. Bald soll sich neben prunkvollen
Gebäuden aber auch der Charme des alten Industriezentrums Magdeburg in der neuen
Lounge der Bowlinghalle widerspiegeln, um an die „Stadt des Schwermaschinenbaus“
zu erinnern. Heppners Gänsehautgefühl jedenfalls sollen in Kürze auch die
Besucher des „Seeblicks“ erleben können. Am 25. August soll die Wiedereröffnung
der Bowlingbahn gefeiert werden. „Die Gestaltung mit
alten Magdebur ger Motiven ist unsere Verbeugung vor der Stadt, in der wir seit
15 Jahren unser Geld verdienen“, sagt der Geschäftsführer Heppner. Im Dezember
feiern er und sein Team 15. Firmengeburtstag mit dem „Seeblick.“ Die
Bowlinganlage soll sich rechtzeitig runderneuert und auf dem neuesten Stand der
Technik präsentieren, in Szene gesetzt mit einem neuen Licht- und Farbkonzept,
kündigt Heppner an.
Auslöser für den Umbau war eigentlich ein handfestes Problem: „Wir haben mit dem
steigenden Grundwasserspiegel zu kämpfen. Der Wasserstand des Neustädter Sees
ist in den vergangenen Jahren um 1,16 Meter gestiegen“ sagt Heppner. „Um
möglichen Schäden vorzubeugen, isolieren wir jetzt den Boden mit Kunststoff ab,
damit gar nicht erst Wasser vordringen kann.“
Die Bowlinganlage musste daher ohnehin einmal gründlich „auf den Kopf“ gestellt
werden. „Wir bringen sie in diesem Zuge gleich technisch auf den neuesten Stand.
Insgesamt investieren wir mehr als 80.000 Euro“, so Jens Heppner. Vergangenheit
und Zukunft sollen im „Seeblick“ auf ungewöhnliche Weise verschmelzen.
Und Heppner hat schon weitere Pläne: „Wenn alles klappt, werden wir bald eine
Photovoltaikanlage auf dem Dach haben, mit der wir zwei Drittel unseres Stroms
selbst produzieren können.“ Ab 25. August sollen zunächst die Bowlingbälle auf
neuen Bahnen durchs alte Magdeburg rollen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 06.08.2011)

Strich für Strich lässt Airbrushkünstler Frank Brodowski die Fassaden
historischer Magdeburger Gebäude wieder auferstehen. Mit Luftdruck, Farbe und
viel Gefühl gestaltet er die Wände der Bowlinghalle am Neustädter See. Fotos
(2): Robert Richter

„Wir verbeugen uns vor unserer Stadt“, sagt „Seeblick“-Inhaber Jens Heppner.
05.08.2011
Enttäuschung in der Lumumbastraße
Lärmschutzwand bringt leider keine Linderung
Zur Berichterstattung über die neue Lärmschutzwand am Ring in Nord:
Wir als Anwohner der Lumumbastraße 5 der Etagen 5-10 möchten unseren Frust über
die Schallschutzmauer loswerden. Vor 5 Jahren wollten wir ausziehen. Auf Grund
der Lärmbelästigung wurde von der zuständigen Stelle darauf hingewiesen, dass
wir durch die Lärmschutzwand eine Linderung bekommen würden. Ich kaufte dann ein
Lärmmessgerät und habe damit über Jahre den Schall gemessen. Zwischen 65-80
Dezibel waren immer da.
Vorschläge, am Wochenende die Lkw mit einem Fahrverbot zu belegen oder die Pkw
in der Geschwindigkeit zu begrenzen, wurden zurückgewiesen mit der Begründung,
dass die ansässige Industrie eine Begrenzung verbietet. Die jetzt stehende Wand
erscheint uns als Fehlkonstruktion. Durch die Abknickung der letzten 1,5 Meter
wird der Schall gebrochen und schlägt gebündelt durch die Schlauchwinklung des
Kanals gegen die Wände von der 5. bis 10. Etage zurück. Ich durfte vor 65 Jahren
lernen, dass der Einfallwinkel gleich der Ausfallwinkel ist. Hier wird der
Schall sogar noch gebündelt und nicht wesentlich für uns gemindert. Im
Gegenteil, der Schall liegt jetzt immer in der Luft und erzeugt sogar
eineVibration. Der Schall wird gebündelt gegen unsere Wände der oberen Etagen
geschleudert. Auch mein Messgerät zeigt immer noch 60-70 Dezibel an. Wir möchten
die Fachleute bitten, sich dieses vor Ort anzusehen und sich selbst ein Urteil
zu bilden. Wir laden sie dazu ein. Nicht erwähnt oder aufgezeigt ist der Staub
und die Abgasverwir belungen. Uns erscheint, dass der Staub und Abgase (Smog)
zugenommen haben. Auch das Fällen der Bäume entlang der Straße war vielleicht
ein Fehler. Dieter Gent, Ruth Vandersee, Karin Bläß, Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 05.08.2011)
05.08.2011
Stadtteilbüro wird erneut durchwühlt
Neustädter See (mf). Unbekannte haben am vergangenen Wochenende erneut in das
Stadtteilbüro im Kannenstieg eingebrochen. Die Täter hatten nach ersten
Erkenntnissen mit einem Werkzeug ein Fenster aufgehebelt und waren so in die
Räumlichkeiten gelangt. Dort wurden mehrere Türen aufgebrochen, entwendet wurde
aber offensichtlich nichts. Bereits vor einigen Tagen war das Büro des
Stadtteilmanagements Ziel von Einbrechern geworden. Auch damals richteten die
Täter hohen Schaden an.
(Quelle: Volksstimme vom 05.08.2011)
05.08.2011
Anwohnerin verschreckt Diebe
Neustädter See (jw). Eine Anwohnerin in der Salvador-Allende-Straße
hat am späten Mittwochabend offenbar Mopeddiebe verschreckt. Die Frau hörte
gegen 23.35 Uhr merkwürdige Geräusche und sah aus dem Fenster. Dabei sah sie
zwei Männer, die sich an einem Motorroller zu schaffen machten. Sie rief den
Tätern zu, die sich daraufhin aus dem Staub machten. Wie sich wenig später
zeigte, hatten die Langfinger bereits die Lenkradsperre gelöst und das
Zündschloss aufgebrochen. (Quelle: Volksstimme vom 05.08.2011)
05.08.2011
Eine besondere Magdeburger Jugendliebe
Hannelore und Heinz Hohndorf aus Nord feiern eiserne Hochzeit
Neustädter See (rri). Aus einer Sandkastenliebe wurde ein Bund fürs Leben, und
das im wahrsten Sinne des Wortes: Hannelore Hohndorf (82) und ihr Mann Heinz
hatten am Mittwoch ihren 65. Hochzeitstag! Die „Eiserne“ werden sie am kommenden
Wochenende mit Verwandten und Freunden feiern. Mit dabei sind ihre vier Kinder,
sieben Enkel und fünf Urenkel.
Das bekannte Lied von der Jugendliebe würde auch auf Hohndorfs Feier passen.
Zumal die beiden bis heute unzertrennlich sind: „Wir haben praktisch schon im
Sandkasten gespielt. Na ja, mit 12 haben wir uns auf dem Spielplatz
kennengelernt. 1946 haben wir dann so jung geheiratet, dass unsere Eltern noch
zustimmen mussten, schließlich war ich erst 17“, erzählt Hannelore Hohndorf, die
wie ihr Mann eine gebürtige Magdeburgerin ist: „Wir führen bis heute eine sehr
harmonische Ehe, die von gegenseitigem Vertrauen getragen wird.“ Grund genug
also, mit der Familie auf das seltene Jubiläum anzustoßen. Die Feier in großer
Runde ist für den Sonnabend geplant. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom
05.08.2011)

Hannelore und Heinz Hohndorf aus Nord feiern eiserne Hochzeit nach 65 Ehejahren.
Foto: Robert Richter
05.08.2011
Uferbewohner freuen sich über Balkon mit Seeblick

Diesen Ausblick können die Bewohner der Straße Am Seeufer von ihren Balkonen aus
genießen. Über die Seepromenade und den Spielplatz im Leuchtturm führt der Blick
Richtung Strandbad. Außerdem kann man hier auch die Wasserskifahrer und ihre
Kunststücke beobachten. Entstanden war der See, als für den Wiederaufbau
Magdeburgs nach dem Zweiten Weltkrieg Sand abgebaut wurde. Am Westufer des Sees
begann dann 1973 der Bau des bis dahin größten Neubaugebietes der Stadt,
schlicht Magdeburg-Nord genannt.
Foto: R. Richter / Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 05.08.2011)

04.08.2011
Schönster Balkon in Magdeburg-Nord gesucht
Aufruf von GWA, Bürgerverein und Stadtteilmanagement
Balkonpflanzen gehören zum Sommer wie Grill und Sonnencreme. An allen
möglichen Stellen werden Kästen befestigt, Töpfe auf- und Blumenampeln
angehängt. Sie machen den Stadtteil bunt und sorgen für gute Laune. Doch wer hat
im Norden den schönsten Balkon. Das soll jetzt ein Wettbewerb zeigen. Ob
Sommerurlaub auf Balkonien oder Erholung zwischendurch: In die Gestaltung ihrer
Balkone stecken auch viele „Nordlichter“ im Kannenstieg und am Neustädter See
viel Zeit, Geld und Liebe.
Die GWA-Gemeinwesenarbeitsgruppen, der Bürgerverein Nord und das
Stadtteilmanagement haben deshalb jetzt die Suche nach dem schönsten Balkon in
Nord gestartet. „Eine Jury mit Vertretern der drei Partner wird die Qual der
Wahl haben und in einigen Wochen den Sieger küren. Sie schauen sich selbst
imViertel um, aber man kann sich auch mit seinem Balkon anmelden“, so
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Anmeldungen nimmt das Stadtteilbüro, Im
Brunnenhof 9, entgegen, Telefon 2886044. Als Preise winken Gutscheine für
Balkonpflanzen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.08.2011)

Recht verhalten bepflanzt und gestaltet sind die Balkone an der
Dr.-Grosz-Straße/Barleber Straße. Wer hat mehr zu bieten? Fotos (2): Richter

Tritt mit als Jurorin für den Wettstreit an: Stadtteilmanagerin Jessica Zedler.
Donnerstag, der 04.08.2011 - ab 16.00 Uhr
Workshop - Bürgerverein hat Sprechstunde
Neustädter See (rri). Am kommenden Donnerstag bietet der Bürgerverein Nord
interessierten Bewohnern der Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See eine
Sprechstunde im Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9 (Freizeitzentrum „Oase“), an. In
der Zeit von 16 Uhr bis 18 Uhr informieren Mitglieder über Inhalte und Ziele der
Vereinsarbeit. „Mit dieser Sprechstunde möchte der Bürgerverein den Dialog mit
den Bewohnern intensivieren, um ihre Anregungen für die zukünftigen Projekte mit
einzubeziehen“, teilte der Vorstand gestern mit. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 02.08.2011)
02.08.2011
Schulgebäude „geflutet“
Neustädter See (kt). Das Gebäude der ehemaligen Grundschule „Am Zoo“ in
der Pablo-Neruda-Straße ist am Wochenende von Einbrechern heimgesucht worden.
Sie hatten sich gewaltsam Zutritt zum Objekt verschafft, einen Löschwasserhahn
geöffnet und damit Teile des Erdgeschosses unter Wasser gesetzt. (Quelle:
Volksstimme vom 02.08.2011)
30.07.2011
Volksstimme-Mensch der Woche:
Marcel Härtel - Er will Nord auf Trab bringen
Marcel Härtel will im Norden einiges in Bewegung bringen. Der Magdeburger
engagiert sich ehrenamtlich im Viertel und war Ideengeber für einen
Stadtteillauf für Kinder und Jugendliche am Neustädter See. Obwohl viele Horte
und Kindergärten teils kurzfristig absagten und nur 20 Starter über die
Seepromenade flitzten, ließ Marcel Härtel den Kopf nicht hängen. Demnächst will
er mit seinen Mitstreitern aus dem Bürgerverein und der AG Gemeinwesen ein
Fußballturnier aufziehen und eine Bowlingmeisterschaft in Nord organisieren.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)

Marcel Härtel
01.08.2011
Polizei bittet um Hinweise - Wem gehört dieses Fahrrad?

Weil Jugendliche auf dem Neustädter Platz mit Steinen warfen, wurde am 13. Juli
gegen 2.30 Uhr die Polizei gerufen. Eine 17-jährige Mittäterin wurde gestellt
und hatte dieses Fahrrad dabei, von dem sie behauptete, es in einem Gebüsch
gefunden zu haben. Einzelne Rahmenteile wurden überstrichen. Die Polizei
vermutet Diebstahl, stellte das Rad sicher und sucht nun den Besitzer. Wer das
Rad vermisst, kann sich unter Tel. 5461815 melden. Foto: Polizei (Quelle:
Volksstimme vom 01.08.2011)
01.08.2011
Polizei bittet um Hinweise - Ausländerfeindliche Attacke im Supermarkt
Neustädter See (kt). Mit eindeutig ausländerfeindlicher Motivation ging am
Sonnabend kurz nach 15 Uhr eine Frau in einem Lebensmitteldiscounter am
Neustädter Platz auf eine 19-jährige Magdeburgerin vietnamesischer Herkunft los.
Wie eine Zeugin bestätigte, beschimpfte die Frau ihr Opfer zunächst massiv und
in sehr ausfallend ausländerfeindlicher Art. Schließlich packte die Angreiferin
den Kopf der 19-Jährigen und schlug ihn gegen ein Regal. Die junge Frau
vietnamesischer Herkunft erlitt dabei leichte Gesichtsverletzungen und verließ
den Einkaufsmarkt, um zu ihrem Vater zu gehen. Die Frau folgte ihr und
beschimpfte im Anschluss noch den Vater mit ausländerfeindlichen Parolen. Die
hinzugerufene Polizei nahm vor Ort Zeugenaussagen auf. Die Täterin war zu dem
Zeitpunkt allerdings schon verschwunden.
Sie wird wie folgt beschrieben: ca. 30 Jahre alt, 1,60 bis 1,70 Meter groß,
dunkel gefärbte, lange Haare und auffällige, vernarbte Kratzspuren im ganzen
Gesicht. Bekleidet war sie zur Tatzeit mit schwarzer Lederjacke und schwarzen
Jeans.
Die Polizei hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung
eingeleitet und den Staatsschutz hinzugezogen. Zeugen, die Angaben zu Tat oder
Täterin machen können, werden gebeten, sich unter Telefon 5 46 21 96 zu melden.
(Quelle: Volksstimme vom 01.08.2011)

30.07.2011
Diskussionen nach dem Familienfest in Magdeburg-Nord - Kannenstieg nimmt
Kritik vom Neustädter See an
Das große Kinder- und Familienfest in Magdeburg-Nord liegt zwar schon über zwei
Monate zurück, sorgt aber noch immer für Diskussionen. Die Macher vom
Bürgerverein und aus den Gemeinwesenar beitsgruppen (GWA) landeten mit dem
Stadtteilfest im Brunnenhof (Neustädter See) einen vollen Erfolg. Doch den
Organisatoren um Sandra Täntzler (Bürgerverein) „schmeckte“ eines nicht: „Es
wäre mehr Beteiligung vom Kannenstieg wünschenswert gewesen“, sagte sie auf der
jüngsten Sitzung der GWA Kannenstieg. „Es soll ein Fest für ganz Magdeburg-Nord
sein!“
Für nächstes Jahr steht daher schon fest: Das Familienfest soll im Kannenstieg
stei gen. Die „Kannenstiegler“ gelobten bereits Besserung. Im Herbst soll ein
Vorbereitungsteam aus beiden Stadtteilen gegründet werden, um die Planung für
ein Magdeburg-Nord-Fest 2012 voranzutreiben. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)
30.07.2011
Nach Protest gegen zu steile Auffahrten - Stadt legt neue Pläne für
Lindwurmbrücke vor
Für den Umbau der Rampen für die Lindwurmbrücke in Nord hat das
Stadtplanungsamt neue Pläne vorgelegt. Voraussichtlich 2013 sollen diese
modernisiert werden, so der neue Terminplan.
Die Überarbeitung hatte der Bauausschuss eingefordert. Den Mitgliedern werden
nun auf ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag zwei neue Varianten vorliegen.
Ziel ist es, die Nutzung der Rampen für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte zu
erleichtern. Für sie sind die Zufahrten zur Ringüberquerung zwischen Kannenstieg
und Neustädter See zu steil.
Weil das in den ursprünglichen Plänen nach Ansicht von Anwohnern und Stadträten
nicht ausreichend berücksichtigt worden war, hatte es Kritik gehagelt. Aus
Kostengründen einigten sich Bauausschuss und Stadtplaner auf einen Kompromiss,
der zwar keine Barrierefreiheit nach DIN-Norm vorschreibt, die Rampen dennoch
„weitgehend barrierefrei“ machen soll. Dies könne „nur durch eine Erweiterung
der beiden Rampen in südlicher Richtung erfüllt werden“, so das Planungsamt in
der Vorlage für den Ausschuss. Das Papier sei mit der städtischen Arbeitsgruppe
für Menschen mit Behinderungen abgestimmt. Die Planer präsentieren zum einen
eine Maximalvariante. Mit dieser könnten sogar alle Anforderungen der DIN
erfüllt werden. Durch die Erweiterung der Rampen würde vor allem die notwendige
Längsneigung auf sechs Prozent beschränkt und Zwischenpodeste alle sechs Meter
angeordnet. Zusammen mit den ohnehin geplanten Maßnahmen (Erneuerung des
Rampenbelages mit Asphaltbeton, Entwässerung und Beleuchtung, Seitenborde und
Geländer, Aufwertung der Grünanlagen) rechnen die Plane für diese Variante mit
Kosten von rund 600.000 Euro.
Die Stadt unterbreitet deshalb auch eine – von der Verwaltung favorisierte –
kostengünstigere Variante für immerhin noch rund 500.000 Euro. „Die Längsneigung
der Rampen wird hier auf sieben Prozent und der Abstand der Zwischenpodeste auf
zwölf Meter begrenzt“, erklären die Stadtplaner dazu. Der bauliche Aufwand zur
Erweiterung der Rampen falle damit gegenüber der Maximalvariante geringer aus.
„Nach Aussage der befragten Menschen mit Behinderungen stellt diese Variante
einen akzeptablen Kompromiss dar“, heißt es in dem Beschlusspapier. Entscheiden
müssen nun die Mitglieder des Bauausschusses.
Vorbehaltlich der derzeit noch offenen Fördermittelbewilligung über das
Städtebauprogramm „Soziale Stadt“ (Finanzierung Bund, Land und Kommune zu je
einem Drittel) könnten die Rampen nach Aussage des Stadtplanungsamtes im Jahr
2013 saniert werden. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)

Bewohner von Magdeburg-Nord machten im September 2010 auf die Probleme für
Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte auf den steilen Rampen der Lindwurmbrücke
aufmerksam. Sie forderten, dass bei der ohnehin fälligen Sanierung die
Auffahrten behindertenfreundlich gestaltet werden. Foto: Richter

30.07.2011
Wiedersehen im „Krug“
Otto-Grotewohl-Oberschule: Klasse 8 a, Foto 1982, Jahrgang 1974-84
Klassentreffen am 19. November um 19 Uhr im „Bayrischen Krug“ in Magdeburg,
Kontakt über Marko Albach unter msalbach@freenet.de

Otto-Grotewohl-Oberschule: Klasse 8 a, Foto 1982, Jahrgang 1974-84,
(Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)
29.07.2011
Bund und Land geben fast 4 Millionen Euro für Lärmschutz
Anwohner unterer Etagen freuen sich, in oberen gibt es Enttäuschung
Anlieger zur neuen Lärmschutzwand am Ring: Unten hui, aber oben pfui?
Das bisher größte Lärmschutzprojekt am Ring, der Neubau der Lärmschutzwand im
Abschnitt Kannenstieg/Neustädter See, steht kurz vor dem Abschluss. Mit dem
Einhängen der letzten Elemente an den Auf- und Abfahrten Ebendorfer Chaussee
wird bis Ende August der Schlusspunkt für das 3,9 Millionen-Euro-Projekt
gesetzt. Lärmschutz für rund 1500 Anwohner war versprochen. Doch die Reaktionen
fallen höchst unterschiedlich aus.
Noch bevor überhaupt das letzte Betonsegment in das Stahlskelett eingehängt ist,
wird das gewaltige Lärmschutzkonstrukt von Anwohnern kritisch beäugt. Oder
besser gesagt „belauscht“. Was bringt die 7 Meter hohe und 850 Meter lange
Betonwand zu beiden Seiten des Rings wirklich an Lärmentlastung für die
Anlieger? Die Meinungen gehen auseinander, wie Leserbriefe und Stimmen vor Ort
erkennen lassen.
Ursula Horstmann aus der direkt angrenzenden Otto-Nagel-Straße hat es gut. In
ihrer Wohnung in der 3. Etage des Zehngeschossers zeigt die neue giftgrüne
Betonwand Wirkung. „Gerade abends war der Lärm vom Ring belastend. Besonders die
Lkw wurden zur Tortur. Jetzt können wir wenigstens wieder das Fenster auflassen.
Doch, ich würde sagen: Die Wand bringt wirklich was“, meint die Frührentnerin.
So wie Ursula Horstmann verknüpfen viele Anwohner mit der neuen Lärmschutzwand
einen Gewinn an Lebensqualität.
Das Projekt an Magdeburgs größter Entlastungsstraße wird mit knapp 4 Millionen
Euro aus dem Konjunkturpaket II von Bund und Land finanziert und soll bis Ende
August zum Abschluss gebracht werden. Momentan laufen die letzten Arbeiten an
den Auf- und Abfahrten Ebendorfer Chaussee. Einige Vorwegweiser sollen noch im
Bereich der neu aufgestellten Wand angebracht werden, außerdem ein großes
Werbeschild, erklärte die Stadtverwaltung auf Nachfrage. Restarbeiten.
Im Großen und Ganzen aber steht die neue Lärmschutzwand zwischen den Abfahrten
Ebendorfer Chaussee und Ziolkowskistraße. Doch nicht überall im nahen Umfeld
herrscht bei den Anwohnern Euphorie. Sie wohne an der Ausfahrt Kannenstieg in
der 6. Etage und merke überhaupt keine Verbesserung, schildert eine junge Frau
zum Beispiel ihre Erfahrungen. Auch eine Anwohnerin aus der 10. Etage in der
Lumumbastraße zeigt sich enttäuscht. Sie spüre keine Verbesserungen, berichtet
sie.
Die Verantwortlichen hatten vorab mehr Lebensqualität für 1500 Anwohner in der
Hans-Grundig-, Otto-Nagel-, Albert-Schweitzer- und Lumumbas straße versprochen.
Ziel also nicht erreicht? Im Bereich der Auf- und Abfahrt Kannenstieg könnte
sich mit den letzten Elementen, die jetzt gesetzt werden, noch etwas tun. Das
Ergebnis bleibt abzuwarten.
Ansonsten aber verweist Stadtsprecherin Cornelia Poenicke auf Berechnungen von
Experten. Eine Geräuschbelastung durch Straßenverkehr werde „in der Regel durch
Berechnung ermittelt und nicht gemessen“, erklärt sie. Gemessen hat vor Ort also
noch niemand. Für die Berechnungen von Lärmschutzprojekten werde die „Richtlinie
für den Schallschutz an Straßen“, kurz RLS-90, angewendet. Verkehrsmenge,
Geschwindigkeit, Straßenoberfläche oder Abstand zum Gebäude fließen u. a. mit
ein. Auch das Magdeburger Lärmschutzprojekt am Ring musste eine
Pegelverringerung von mindestens 10 Dezibel dB(A) in Aussicht stellen, um
gefördert zu werden. Diese Maßgabe sei erfüllt worden, heißt es.
Starker Straßenverkehr kann in einem Haus einen Schallpegel von 65 Dezibel
verursachen, an einer Straße mit starkem Verkehr können durchaus 80 dB(A)
erreicht werden. Ein Dauerschallpegel von 65 dB(A) und mehr gilt als
krankmachend. Ab diesem Wert steigt das Risiko z. B. für
Herz-Kreislaufstörungen. Bei dauerhaften 80-100 dB(A) drohen gar Gehörschäden.
Untersuchungen der Lärmforscher haben jedoch auch ergeben, dass die subjektive
Wahrnehmung ganz anders sein kann. So empfinden die meisten Menschen eine
Pegelverringerung von 10 dB(A) als Halbierung der Lautstärke. Und 3 dB(A)
weniger seien zwar kaum wahrnehmbar, für die Gesundheit hätten diese aber schon
positive Effekte. Von Jana Wiehe
(Quelle: Volksstimme vom 29.07.2011)

Letzte Arbeiten an der neuen Lärmschutzwand am Ring in Höhe Kannenstieg. An den
Aus- und Auffahrten Ebendorfer Chaussee werden derzeit noch Betonelemente
gesetzt. Foto: Jana Wiehe
Lärmschutzwand am Ring zwischen Ebendorfer Chaussee und Ziolkowskistraße:
Zur Fahrbahn abgewinkelte Enden sollen den Schall kanalisieren und die
Lärmbelastung verringern. Der Fördermittelgeber unterstützt Projekte wie am Ring
erst ab einer Pegelverringerung von mind. 10 dB(A)
Beispiele für Lärmpegel:
• 0-20 Dezibel dB(A): Hört man kaum; Blätterrascheln, Ruhe im Radiostudio
• 25-35 dB(A): Flüstern, Zimmerventilator, Weckerticken (kann schon
Schlafstörungen verursachen)
• 40-60 dB(A): Vogelgezwitscher, leises Radio, normale Gesprächslautstärke
• 60-80 dB(A): vorbeifahrendes Auto bis hin zu starkem Verkehr, Lkw, lautes
Gespräch, Staubsauger, Haartrockner, Winkelschleifer (meist ungefährlich, aber
Risikoerhöhung von Erkrankungen bei Dauerbelastung)
• 85-105 dB(A): schweres Kfz, Handschleifgerät, Disko (unangenehm, bei längerer
Einwirkung Hörschäden)
• 110 dB(A): Schmerzgrenze erreicht (z. B. Kreissäge)
• 120 dB(A): Düsenflugzeug, Explosion
Hinhören!
Fachleute haben ausgerechnet, dass im Abschnitt der neuen Lärmschutzwand auf dem
Ring Anwohner in den Hochhäusern jetzt deutlich weniger auf die Ohren kriegen.
Mehr als 10 Dezibel kleiner falle der Schallpegel aus, sonst wäre das Projekt
auch gar nicht erst gefördert worden. Nach dem subjektiven Empfinden sollen
diese 10 Dezibel sogar eine quasi Halbierung der Lautstärke bedeuten, sagen
wiederum Experten.
Halbierung klingt gut. Tatsächlich bestätigen Anwohner, dass die neue Wand den
Lärm mindert. Ein Gewinn an Lebensqualität im pulsierenden Großstadtverkehr.
Zumindest in den unteren Stockwerken. Weiter oben, in 6. bis 10. Etagen, macht
sich aber auch Enttäuschung breit. Es sei gar nicht leiser geworden, hört man.
Unten hui, aber oben pfui? Erfüllt die 7 Meter hohe Mauer auch oben in den
Plattenbauten noch ihren Zweck? Berechnungen sind das eine. Wirklich beurteilen
können das am Ende nur die Anwohner, die dort 24 Stunden am Tag leben. Die Stadt
sollte ein offenes Ohr für die Sorgen dieser Menschen haben. Womöglich sind ja
Nachbesserungen nötig. Da muss man vielleicht auch einfach mal ein Messgerät zur
Hand nehmen und die Situation vor Ort überprüfen. Von Jana Wiehe (Quelle:
Volksstimme vom 29.07.2011)
29.07.2011
Sponsor gefunden - Licht für Lindwurm auch 2012 sicher
Die Beleuchtung des Lindwurms auf der Ringbrücke in Nord ist für das kommende
Jahr gesichert. Das teilte die Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Kannenstieg mit.
Wie es hieß, wolle Stadtrat Frank Theile (Die Linke) die Kosten 2012 übernehmen.
Eine Summe wurde nicht genannt. Bereits für dieses Jahr war ein Sponsor
eingesprungen, da die Finanzierung über die Stadtkasse eingespart wurde. Die GWA
Kannenstieg hatte daraufhin einen Aufruf gestartet und für 2011 einen Finanzier
gefunden. Der durchaus umstrittene stählerne Drache wurde 2005 eingeweiht, für
den Bau hatte sich ebenfalls die GWA eingesetzt. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 29.07.2011)

27.07.2011
Bürgerverein und GWA enttäuscht - Wettlauf in Nord lockt nur wenige Sportler
zum Seeufer
Marcel Härtel will im Norden einiges in Bewegung bringen. Der
Magdeburger engagiert sich ehrenamtlich im Viertel und ist Ideengeber für einen
Stadtteillauf am Neustädter See. Der hatte gestern Vormittag Premiere und
richtete sich mit Distanzen über 400 und 1000 Meter vor allem an Kinder und
Jugendliche des Stadtteils. Und auch wenn die Resonanz mit nur 20 Teilnehmern
doch deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb, ließ sich Marcel Härtel die
Laune nicht verderben. Er plant mit seinen Mitstreitern vom Bürgerverein und aus
der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) schon die nächsten sportlichen Aktionen.
„Ich selbst war mal sportlich und habe Fußball gespielt. Aber da mir das
gesundheitlich heute nicht mehr so möglich ist, möchte ich auf andere Weise
weiter aktiv sein. Vor allem, um dem Nachwuchs etwas zu bieten“, sagte Härtel,
dessen Enkelin die Grundschule besucht. Seit Wochen trommelte er in Nord um
Teilnehmer für einen ersten Stadtteillauf. „Ich war persönlich in den Horten und
Kindertagesstätten.
Damit wir gerade die Kinder und Jugendlichen erreichen können, haben wir den
Termin mit allen abgestimmt und auf den Vormittag gelegt. Dass dann doch so
wenige Einrichtungen mitmachen, ist schon enttäuschend“, räumte Marcel Härtel
ein. So hielt sich gestern Vormittag die Anzahl der freiwilligen Helfer am Start
und Zieleinlauf und entlang der Strecke mit der Anzahl der Läufer beinahe die
Waage.
Marcel Härtel nahm es aber sportlich. Ans Aufgeben denkt er jedenfalls noch
lange nicht. Und auch Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, die die Aktion des
Bürgervereins und der GWA unterstützte, machte schon kräftig Werbung für die
nächsten Sportaktionen in Nord: „Es ist ein Fußballturnier in Planung, und auch
im Bowling wollen wir demnächst den offiziellen Nord-Meister küren“, verriet
sie.
Nicht zu vergessen: Auch gestern gab es natürlich Sieger beim Stadtteillauf. In
der Kita-Wertung gewann Niklas Sarg vor Franz Koch und Romy Giehl. Beim Lauf der
Grundschüler holte Dennis Geiersbach die Goldmedaille, gefolgt von Hanna Imhof
und Julian Pinkow. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 27.07.2011)

Marcel Härtel hatte Idee für einen Stadtteillauf in Nord.

Voller Einsatz auf der Laufstrecke, die über die Seepromenade in Nord führte.
Dennis Geiersbach, rechts im Bild, gewann die Goldmedaille über 1000 Meter.
Fotos (2): Robert Richter
27.07.2011
Volles Kulturprogramm im Pflegeheim Heideweg - Freitagsmaler, Fest der
Generationen und mehr
Neustädter See (rri). Sommerruhe vor dem Sturm am Heideweg. Die
Bewohner des dortigen Altenpflegeheimes haben in der nächsten Zeit viel vor,
verrät Heimleiter Ingolf Ulbrich. So steht die nächste große Ausstellung der
Freitagsmaler bevor. Diese wird am 6. September um 10 Uhr im Heim am Heideweg
feierlich eröffnet, und die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. „Bei
den Freitagsmalern handelt es sich um Bewohnerinnen und Bewohner unseres Hauses,
die jeden Freitag mit dem Kleinbus zur Feuerwache in Sudenburg fahren und dort
unter sach- und fachkundiger Leitung und dem Einfühlungsvermögen von Herrn
Bluhm, der ehrenamtlich dort
tätig ist, tolle Bilder malen. Diese Zusammenarbeit besteht seit nunmehr sieben
Jahren und ist aus dem kulturellen Leben unserer Bewohner nicht mehr wegzu
denken“, so Ingolf Ulbrich. „Ausgewählte Bilder werden dann im September in
unserer Einrichtung präsentiert und in einer angemessenen Eröffnung gewürdigt.
Es ist bereits die 3. Vernissage!“ Außerdem kündigte Ulbrich bereits an: „In
diesem Jahr kommt noch die aktualisierte Bilderausstellung von Porträts alter
Menschen aus unserer Einrichtung hinzu. Hierzu gab es vor gut zwei Jahren
bereits eine größere Ausstellung der Fotografin Bussenius in der Feuerwache.
Damit nicht genug: Auch für das in Magdeburg-Nord bereits bekannte Fest der
Generationen im Altenpflegeheim Heideweg soll es eine
Neuauflage geben: Am 7. September ab 10 Uhr werden wieder rund 50 Kinder der
Patenschafts-Kita „Schlupfwinkel“ (Victor-Jara-Straße) und ebenso viele Bewohner
bei Musik, Spaß und Spiel zusammenkommen. Von Robert Richter (Quelle:
Volksstimme vom 27.07.2011)

Leiter Ingolf Ulbrich (l.) und Pflegedienstleiterin Helga Schwenke zeigen
Besucher Lothar Ludwig im Altenpflegeheim Heideweg eine Ausstellungstafel. In
der Einrichtung gibt es vielfältige kulturelle Angebote.
27.07.2011
Fahrraddiebe im Gemeinschaftsraum
Neustädter See (mf). Bei einem Einbruch in einen Gemeinschaftsfahrradkeller
eines Mehrfamilienhauses in der Dr.-Grosz-Straße haben Unbekannte am Wochenende
ein Herrenfahrrad entwendet. Der Eigentümer erstattete am Montag Anzeige.
(Quelle: Volksstimme vom 27.07.2011)
26.07.2011
Aktion der AG Gemeinwesen in Nord - 1. Sommerlauf am Neustädter See am 26. Juli
Am 26. Juli sollen der Platz der Begegnung und die Seeuferpromenade in Nord
sportbegeisterten „Nordlichtern“ gehören. Ab 9 Uhr ruft die AG Gemeinwesenarbeit
(GWA) Neustädter See mit Unterstützung des Bürgervereins, des
IB-Stadtteilmanagements und des Sozialprojektes Neustädter See zum Sommerlauf
auf. Grundschulkinder und Senioren erwartet ein 1000-Meter-Lauf entlang der
Seepromenade, teilte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler mit. Für Jugendliche und
Erwachsene führt der Streckenverlauf weiter über den Schrotebogen und die
Zentrumsachse auf einer Länge von zwei Kilometer. Die jüngsten Starter kommen
aus den Kindertageseinrichtungen des Wohngebietes. Die Minisportler eröffnen mit
ihrem Lauf über 400 Meter das sportliche Geschehen. Anmeldestellen für den
Seelauf sind eingerichtet im Stadtteilbüro (Im Brunnenhof 9) und im Infotreff
des Sozialprojektes (Am Seeufer 8). Infos gibt es auch unter Tel. 2886044. Von
Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 01.07.2011)
26.07.2011
Unbekannte steigen in Strandimbiss ein
Neustädter See (mf). Unbekannte sind in der Nacht zum Montag in einen Raum eines
Imbiss-Kiosks am Kinderstrand vom Neustädter See eingestiegen und haben mehrere
alkoholische Getränke und Würstchen entwendet. (Quelle: Volksstimme vom
26.07.2011)
22.07.2011
Freiwillige vor! Neues im Streit um den Zoo-Eingang in Nord
„Ich hatte heute in meiner Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Frau Zimpel, die
sich für die Öffnung eines zweiten Zooeingangs einsetzt“, so Jessica Zedler,
Stadtteilmanagerin für Kannenstieg und Neustädter See gestern. „Frau Zimpel
schlug erneut vor, dass der Eingang des Zoos ehrenamtlich geöffnet werden
könnte. Auch Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen und des Bürgervereins
hatten diese Idee bereits geäußert“, so Jessica Zedler. Nun müsse aber ein
Konzept her. „Deshalb nun meine Bitte: Wer bereit ist, sich ehrenamtlich in das
Kartenverkaufshäuschen zu setzen, um den Eingang wieder zu öffnen, sollte mir
bitte bis zum 5. August eine Mail senden. Das Konzept wird auf einer Öffnung in
den Sommermonaten basieren. Alle weiteren Details werden in einem separaten
Termin mit allen Freiwilligen besprochen“, so die Managerin.
Ihre Mail-Adresse: Jessica.Zedler@internationalerbund.de
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 22.07.2011)
20.07.2011
Kita „Am Neustädter See“
Auszeichnung für kleine Forscher in Nord
Aufregung bei den Forschern der Integrativen Kindertagesstätte „Am Neustädter
See“. Voller Stolz nahmen jetzt die diesjährigen Schulanfänger im Namen aller
Kinder der Einrichtung auf ihrer Abschlussfeier die Urkunde „Haus der kleinen
Forscher“ von Christin Wegner von der Bildungsakademie der Industrie- und
Handelskammer Magdeburg entgegen.
Ein Jahr lang hatten die Kinder und Erzieher „ihre Welt“ erforscht, sich
intensiv mit den Phänomenen ihrer Umwelt auseinandergesetzt und versucht auf
viele Fragen Antworten zu finden: Warum gibt es Tag und Nacht? Warum fallen wir
nicht von der runden Erde herunter? Wie entsteht ein Vul kan? Wann erscheint am
Himmel der Regenbogen? Oder: Was ist Magnetismus?
„Wir haben Kaleidoskope gebaut, Badekugeln selbst hergestellt, wurden von
Seifenblasen verzaubert und waren dem geheimnisvollen Schwarz auf der Spur“,
sagte Birgit Kersten, stellvertretende Leiterin der Kita. „Während unserer
gemeinsamen Forscherzeit sind wir zu einem echten Forscherteam
zusammengewachsen!“
Höhepunkt und Abenteuer zugleich waren die drei Forscherausflüge nach Wolfsburg
ins „Phaeno“. „Faszinierend waren hier der Wasserspielplatz, der Feuertornado,
die Lasershow und die Bewegungsbaustelle“, so Birgit Kersten.
Natürlich haben Celine, Jasmin, Leonie, Josefine, Paul, Devin, Alexander und Jan
gleich am nächsten Tag nach einem passendem Plätzchen für das „Forscherschild“
gesucht und es gefunden. Mit kleiner Unterstützung des Hausmeisters montierten
sie fachmännisch „ihr“ Schild an. Bei aller Forscherei gibt es natürlich auch
noch viele Fragen, die offen geblieben sind. „Diese geben wir unseren ,Großen‘
mit in ihre Grundschulen und wünschen ihnen weiterhin viel Spaß beim Forschen
und Experimentieren“, sagte Birgit Kersten.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 20.07.2011)

19.07.2011
Programm „Soziale Stadt“
5000 Euro Sonderförderung für Stadtteilprojekte im Norden
Um Bürgerengagement und Ehrenamt im Magdeburger Norden zu fördern,
ist zunächst für zwei Jahre ein eigener Stadtteilfonds Kannenstieg /Neustädter
See aufgelegt worden. Für beide Gebiete stehen in diesem Jahr je 2500 Euro zur
Verfügung, im nächsten Jahr soll sich der Betrag auf je 5000 Euro verdoppeln.
Das sagte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Das Geld kommt über das Programm
„Soziale Stadt“ je zu einem Drittel von Bund, Land und Kommune.
Für die geplante Umgestaltung von öffentlichen Freiflächen im Umfeld der
Kindertagesstätte „Kinderland“ (Lumumbastraße) mit freiwilligen Helfern wurde
ebenso bereits ein Zuschuss bewilligt wie für einen Tanzworkshop an der
Grundschule „An der Klosterwuhne“ oder einen Stadtteillauf am 26. Juli am
Neustädter See, den ehrenamtliche Akteure organisieren.
Förderfähig sind Sachkosten und Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche
Tätigkeiten. Außerdem können gemeinnützige Einzelanschaffungen jeweils bis
maximal 400 Euro bezuschusst werden. Laut Förderrichtlinie müssen die
Antragsteller einen Eigenanteil von zehn Prozent für die Finanzierung eines
Projektes aufbringen – in Form von Geld, Eigenleistungen oder
Sponsorenbeiträgen.
Der Stadtteilfonds steht für Magdeburg-Nord zusätzlich zum Gemeinwesenfonds
offen, über den für die Stadtteilarbeit aus der Stadtkasse jährlich jeweils 2580
Euro pro Stadtteil nach Kannenstieg und Neustädter See fließen. Beschlossen
wurde die Auflage des Sonderfonds vom Stadtrat mit dem Handlungskonzept für
Magdeburg-Nord. „Kleinere Materialausgaben, Kopier- und Druckkosten oder
Gebühren sollen unbürokratisch und kurzfristig erstattet werden“, heißt es in
dem zu Grunde liegenden Konzept.
Der Fonds wird vom Stadtteilmanagement Nord verwaltet. Anträge können an das
Stadtteilbüro des Internationalen Bundes (IB) im Kinder- und Jugendhaus „Oase“,
Im Brunnenhof 9, gerichtet werden. Die Entscheidung über die Vergabe obliegt
einem Lenkungsausschuss. Darin sitzen neben der Stadtteilmanagerin auch
Vertreter des Stadtplanungsamts, der Gemeinwesenarbeitsgruppen (GWA) und des
Bürgervereins Nord. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.07.2011)
19.07.2011
Sozialer Tag
Acht Stationen und sehr viel Freundlichkeit
Am 1. Juli durfte die Klasse 1 b der Grundschule „An der
Klosterwuhne“ im Rahmen eines „Sozialen Tages“ durch die Freiwilligen-Agentur
dank den Auszubildenden der Städtischen Werke Magdeburg einen erlebnisreichen
Wandertag genießen. Dafür möchten sich die Kinder und die Lehrerin noch einmal
recht herzlich bedanken.
Unter der Leitung eines Organisationsteams der Jugend- und
Auszubildenden-Vertretung planten die Azubis eine Park-Rallye im Zoo-Park, den
die Kinder durch interessante Aktivitäten neu entdeckten. Die Kinder
absolvierten acht Stationen, an denen sie Aufgaben erfüllen mussten und für
einen erfolgreichen Abschluss Buchstaben erhielten, deren Zusammensetzung das
Lösungswort „Schatz“ ergab. Um an die Schatztruhe zu gelangen bewältigten die
Kinder noch ein Gemeinschafts- und Geschicklichkeitsspiel. Das gemeinsame
Erleben fand mit dem Aufsteigen von Wunschballons in den Himmel seinen
Höhepunkt. Die Auszubildenden wandten sich den Kindern mit großem Engagement und
sehr viel Freundlichkeit zu. Ein Schüler sagte zur Lehrerin: „Danke, dass du das
für uns organisiert hast.“ Gibt es ein schöneres Lob für einen gelungenen Tag?
Die Auszubildenden haben Spuren hinterlassen. Mit großer Begeisterung befragten
die Kinder die Auszubildenden über ihre Tätigkeiten im Arbeitsalltag. Saskia
Puletz, Klassenlehrerin, Klasse 1 b,
Grundschule „An der Klosterwuhne“, Magdeburg (Quelle: Volksstimme vom
19.07.2011)
19.07.2011
Leser schreiben für Leser
Ereignisreiche Wochen am Heideweg
Über Veranstaltungen im Altenpflegeheim „Heideweg“ in Nord berichtet
Edith Suchantke vom Heimbeirat im Namen der Bewohner: „In unserem Heim wird
nicht nur für eine sehr gute Unterkunft, Sauberkeit und Verpflegung gesorgt. In
den vergangenen Wochen gab es gleich eine ganze Reihe besonderer
Veranstaltungen.
So wurde eine Domführung für uns organisiert. Die Bewohner, die Interesse daran
hatten und denen es gesundheitlich möglich war, wurden mit zwei hauseigenen
Kleinbussen zum Domplatz gefahren. Die Führung selbst gestaltete Herr Seifert,
ein ehrenamtlicher Stadtführer, der uns ausführlich alle Sehenswürdigkeiten im
Dom erklärte und auch geschichtliche Daten übermittelte. Vielleicht war es für
einige Bewohner sogar die erste Dombesichtigung.
Auch in diesem Jahr hieß es: ,Sport frei!‘ Alle Bewohner, die einigermaßen
,beweglich‘ waren, nahmen daran teil. Es wurde gekegelt, mit Ringen auf Büchsen
geworfen oder auf die Torwand gezielt. Wir konnten unsere Geschicklichkeit im
Angeln und Stiefelweitwurf beweisen. Das alles bei herrlichem Sommerwetter!
Höhepunkt war unser Sommerfest. Ganz kurz ausgedrückt: Es hat allen sehr gut
gefallen. Da die Mitarbeiter der Leitung und viele Therapeuten eine Masse
Erdbeeren gepflückt hatten, konnten wir dank unserer ,Küchenfeen‘ Erdbeertorte
genießen. Dazu gab es Erdbeerbowle, natürlich ,altersgerecht‘ zubereitet. Ein
Trio spielte böhmische Blasmusik. Die flotten Klänge waren den meisten von uns
bekannt, und zu dieser Musik wurde auch von einigen Bewohnern mit Hilfe der
Schwestern ein Tänzchen gewagt.
Die nächste Überraschung war die Bauchtanzgruppe des Polizei-Sportvereins,
kleinere und größere Mädchen in schillernden Kostümen. Eine sehenswerte
Darbietung. Und dann bekamen wir noch Besuch von zwei Alpakas mit ihren
Besitzern.“ (Quelle: Volksstimme vom 19.07.2011)

Alpakas am Heideweg: Die Bewohner des Pflegeheims freuten sich zum Sommerfest
über tierischen Besuch. Foto: privat
18.07.2011
Einbruch beim Stadtteilmanager
Neustädter See (mf). Bei einem Einbruch in den Büroräumen des Stadtteilmanagers
(Im Brunnenhof) haben die Diebe neben einem Laptop auch mehrere Hundert Euro
Bargeld entwendet. Die Täter hatten zunächst ein Fenster aufgebrochen und waren
so in das Gebäude gelangt. In den Räumen öffneten die Einbrecher noch gewaltsam
vier Türen. (Quelle: Volksstimme vom 18.07.2011)
16./19.07.2011
Zeitreise durch Magdeburg-Nord
Sozialprojekt Neustädter See zeigt historische Aufnahmen
Neustädter See (rri). Zur kleinen Zeitreise lädt das Sozialprojekt Neustädter
See am kommenden Dienstag ein. Im Kinder- und Jugendhaus „Oase“ (Im Brunnenhof
9) zeigen die Projektteilnehmer Bilder aus der Geschichte des Wohngebietes
Magdeburg-Nord von der Entstehung in den 1970er Jahren bis heute. Das
Sozialprojekt hatte vor einigen Monaten auch die Chronik des Stadtteils
veröffentlicht. Anmeldungen zur Veranstaltung am Dienstag werden erbeten unter
Tel. 2886044. on Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 16.07.2011)

Magdeburg-Nord im Bau – eine Aufnahme aus dem Jahr 1974.
14.07.2011
Zeugen übergeben Rowdy der Polizei
Neustädter See (mf). Zeugen haben gestern gegen 2.30 Uhr drei Jugendliche dabei
beobachtet, wie sie eine Leuchtreklame an einem Einkaufsmarkt in der
Salvador-Allende-Straße demolierten. Die Zeugen konnten eine 17-Jährige bis zum
Eintreffen der Polizei festhalten, während die anderen beiden Komplizen (eine
weibliche und eine männliche Person) flüchteten. (Quelle: Volksstimme vom
14.07.2011)

13.07.2011
Brand zerstört Aufenthaltsgebäude
Bademeister am „Neustädter“ sitzen ohne Baracke da
Neustädter See. Fassungslos stochert Maik Grotsch in den Überresten der Baracke.
„Das kann nicht wahr sein“, sagt der Leitende Schwimmmeister vom Neustädter See
über das, was sich in der Nacht zuvor ereignet hatte.
Aus ungeklärter Ursache war der Bungalow vollständig ausgebrannt, der den
Rettungsschwimmern als Umkleideund Lagerraum unter anderem für Rettungsgeräte
diente. Die Feuerwehr konnte gegen 1 Uhr nichts mehr ausrichten. Polizeisprecher
Frank Küssner: „Eine Zeugin hatte den Brand bemerkt und daraufhin die Feuerwehr
gerufen. Doch da das Rettungsschwimmerhaus vorwiegend aus Holz bestand, war
trotz umgehender Löschmaßnahmen der Feuerwehr ein Abbrennen des Gebäudes nicht
mehr abzuwenden.“
So bleibt Maik Grotsch und seinen Kollegen nichts weiter übrig als nachzusehen,
ob in dem Brandschutt noch verwendbares Material steckt. Doch das Ergebnis ist
gleich null. Alle Geräte sind verbrannt, darunter auch der mehr als 1000 Euro
teure Defibrillator, ein medizinisches Spezialgerät zur Wiederbelebung.
Unterdessen haben Brandermittler die Überreste nach Spuren durchsucht, doch eine
schnelle Aufklärung ist nicht in Sicht. Polizeisprecher Frank Küssner: „Wir
können derzeit noch keine Aussage treffen, warum die Baracke abge brannt ist.“
Unklar ist auch, ob der Brand in Zusammenhang mit einem Einbruch vor einer Woche
steht. Damals waren Getränke gestohlen worden. Fakt ist: Der Gesamtschaden
beträgt nach Angaben der Polizei rund 15 000 Euro.
Trotz des Brandes ging gestern der Badebetrieb an dem beliebten Strandbad normal
weiter. Einschränkungen gibt es nur für die Rettungsschwimmer. Sie können den
Turm nicht benutzen. Der wurde beim Brand ebenfalls beschädigt, so dass die
Rettungsschwimmer direkt vom Strand aus das Badegeschehen verfolgen müssen. Von
Rainer Schweingel (Quelle: Volksstimme vom 13.07.2011)

Maik Grotsch, leitender Schwimmmeister am See, kann das Geschehen noch immer
nicht begreifen. In der Hand hält er die Überreste des Defibrillators.

Auch der Turm 1 unmittelbar am abgebrannten Bungalow wurde beim Brand
beschädigt.

Rettungsschwimmer Andreas Suck von der DRK Wasserwacht sitzt auf einem
notdürftig eingerichteten Platz und beobachtet den See. Fotos: Uli Lücke
09.07.2011
Aktionstag für Zoo-Nordeingang
Neustädter See (rri). Die Initiative für einen Zoo-Nordeingang hat eine Bilanz
zum Zootag am 3. Juli gezogen. „Der Eingang in der Straße Am Vogelgesang wurde
extra dafür geöffnet. Im Vorfeld wurden Flyer mit Coupons verteilt.
Selbstverständlich nutzten wir Ehrenamtlichen von den Gemeinwesenarbeitsgruppen
Neustädter See und Kannenstieg sowie dem Bürgerverein Nord von 12 bis 17 Uhr die
Möglichkeit, Bürger auf unser Anliegen aufmerksam zu machen“, so Siegfried Kratz
vom Bürgerverein.
„Trotz des sehr regnerischen Wetters war eine signifikante
Besucherfrequentierung am Nordeingang zu erkennen. Sehr viele Menschen
bekundeten ihre Solidarität mit teilweise sehr persönlichem Meinungsbild zur
dauerhaften Schließung unseres Nordeinganges. In nur fünf Stunden bekundeten 265
Bürger ihre Zustimmung mit Unterschrift für unsere allseits bekannte Forderung
nach einer Öffnung des Nordeinganges“, so Kratz weiter. „Wir bedanken uns ganz
herzlich bei allen für ihre auch moralische Unterstützung. Dafür standen wir
gerne im Regen.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 09.07.2011)
08.07.2011
Bei schlechtem Zeugnis sind Vorwürfe unangebracht
Eltern sollten loben und trösten / Sommerferien sind zum Entspannen da
Hamburg (rgm). Heute endet in Sachsen-Anhalt das Schuljahr und es gibt
Zeugnisse. Viele Schüler können auf überdurchschnittliche Leistungen und damit
gute Noten zurückblicken. Andere Kinder müssen um gute Zensuren und vielleicht
sogar die Versetzung bangen. Das kann nicht nur für die Kinder selbst eine
Belastung sein. Auch für Eltern ist es nicht immer leicht, gelassen zu bleiben,
informiert das Internetportal www.familie.de
Obwohl sich gerade im zweiten Schulhalbjahr in den meisten Fächern eine
Notentendenz nach oben oder unten abzeichnet, sind manche Eltern doch entsetzt,
wenn dann in den Schulzeugnissen mittelmäßige oder schlechte Noten stehen, sagt
die Psychologin Annika Lohstroh aus Hamburg. „Aber Vorwürfe bringen nicht
weiter. Gefragt ist in erster Linie Trost für das Kind. Ist es frustriert,
sollte man es in den Arm nehmen“, sagt die Expertin. Für Kinder sei es wichtig
zu wissen, dass sie sich mit Sorgen und Nöten jederzeit an die Eltern wenden
können, sagt die Expertin. Die Eltern wiederum sollten sich klarmachen, dass
auch Schüler mit schlechten Noten später große berufliche Erfolge haben können.
In einem zweiten Schritt sollten Eltern und Kind gemeinsam herausfinden, wie das
schlechte Schulzeugnis konkret zustande gekommen sind, um anschließend
Strategien für eineVerbesserung zu entwickeln. „Auf diese Weise lernen Kinder
gleichzeitig problemlösendes Vorgehen“, ist Annika Lohstroh überzeugt.
Und was, wenn Kinder mit guten Schulzeugnisnoten nach Hause kommen? Dann dürfen
Eltern sie für diese Anstrengungen gerne belohnen, etwa mit einem besonderen
Ausflug oder der Erfüllung eines anderen Wunsches. Das gilt auch für alle Fälle
von Notenverbesserungen – denn einen Notenschnitt etwa in Mathematik von 4,5 auf
3,7 zu heben, ist eine Leistung, die es zu würdigen gilt.
Nach der Schulzeugnisübergabe sollten sich Kinder auf die großen Ferien freuen
dürfen. Die Sommerferien sind
nötig, um nach Herzenslust zu spielen, seinen Hobbys nachzugehen, Neues
auszuprobieren und mit Freunden etwas zu unternehmen. Und natürlich, um mit den
Eltern eine entspannte Zeit fernab von Stundenplan und Zensuren zu verbringen.
Auch in einer Leistungsgesellschaft brauchen Kinder Zeit, um Kind zu sein. Und
genau dafür sind die Ferien da. (Quelle: Volksstimme vom 08.07.2011)

06.07.2011
Der Norden tanzt: Workshop bringt Schüler ins Schwitzen
Initiative von AG Gemeinwesen, Bürgerverein und Stadtteilmanagement
Besonderer Unterricht in der Grundschule „An der Klosterwuhne“. Auf Initiative
der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See, des Bürgervereins Nord
und des Stadtteilmanagements gelang es jetzt, die Grundschule und die „Movement
Dance Academy“ für ein gemeinsames Projekt zusammenzubringen. Rund 50 Kinder
zwischen 6 und 11 Jahren begeisterten zwei Stunden mit Spaß, Durchhaltevermögen
und Talent die Tanzlehrer wie Veranstalter gleichermaßen. Ray,
Breakdance-Tanzlehrer der „Movement Dance Academy“, hatte eine Choreografie für
diesen Workshop zusammengestellt.
Die Jungen und Mädchen übten und probten die Schritte mit Feuereifer. Nach
wahrlich schweißtreibenden 120 Minuten brachten einige Kinder die Choreografie
schon so auf das Parkett. „Wer vorher vielleicht glaubte, Breakdance sei mehr
für Jungen geeignet, wurde auch in diesem Workshop eines Besseren belehrt:
Selbst beim ,Posen‘ ließen sich die Mädchen nicht lumpen“, so Corinna Wohlfahrt
vom Stadtteilbüro Nord: „Für alle anwesenden Teilnehmer wurde dieser Nachmittag
ein Riesenspaß. Besonderer Dank gilt den Schülern, die dieses Projekt annahmen
und es erst durch ihre Begeisterung zu einem Erfolg werden ließen.“

Hier üben Mädchen und Jungen aus Nord in der Grundschule „An der Klosterwuhne“
für ihre Breakdance-Choreografie. Foto: privat / Von Robert Richter (Quelle:
Volksstimme vom 06.07.2011)
05.07.2011
Pilotprojekt MEHRLin von Bund und EU gefördert
Zwei Millionen Euro: Hilfe für Jugendliche und Langzeitarbeitslose
Integrierte Sozialarbeit startet zunächst für Region Nord und Buckau
MEHRLin steht für „Mehr Lebensqualität in Nord“; das Projekt bezieht sich auf
die Sozialregion Nord
(= Neustädter See, Neustädter Feld, Kannenstieg) und Buckau.
Aufgabengebiete sind u.a. die Betreuung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen
und arbeitslosen Jugendlichen, Betreuung von Familien, Hilfe für Behinderte und
Menschen mit Migrationshintergrund
Der Stadt Magdeburg stehen in den nächsten drei Jahren zwei Millionen Euro für
das Pilotprojekt „Integrierte Sozialarbeit in der Sozialregion Nord“
zurVerfügung. Ein Großteil des Geldes entstammt dem von der EU geförderten
Bundesprogramm „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier“ (BIWAQ).
Magdeburg. „Katastrophal“ nennt Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning die
Situation insbesondere von Langzeitarbeitslosen der Stadt. „Wir haben immer mehr
mit den Folgen der Langzeitarbeitslosigkeit zu kämpfen, weil diese Menschen mit
ihren Problemen zu oft alleingelassen sind.“ Besonders betroffen sind
Alleinerziehende und deren Kinder, junge Menschen unter 25 Jahren, Erwachsene
über 55 Jahre, Behinderte und Menschen mit Migrationshintergrund. 21.000
Bedarfsgemeinschaften (nach SGB 2) gibt es allein in Magdeburg, 14.000 sozial
betroffene Kinder, beziffert Brüning. Gezielt müsse endlich gegengesteuert
werden, dazu soll das Projekt der „integrierten Sozialarbeit“ beitragen, Hilfe
zur Selbsthilfe bieten.
Ziel:
Menschen langfristig wieder ins Berufsleben zu führen und damit ihre
Lebensqualität zu verbessern. Maßgeschneidert, wie die Initiatoren betonen. „Wir
müssen schauen, welche Voraussetzungen jeder Einzelne hat, und entsprechend
Hilfsangebote schaffen“, so Michael Scherschel vom Sozialpädagogischen Institut
(SPI). Dabei arbeiten staatliche, private und kirchliche Träger zusammen, betont
Brüning. Bereits vorhandene Projekte kommen auf den Prüfstand, werden genutzt,
ggf. aktualisiert und auch neue geschaffen.
Da immer mehr Menschen sich im Sozialdschungel nicht mehr zurechtfinden und
resignieren, sollen sie „zuhause abgeholt werden“. Es werden Angebote wohnortnah
geschaffen, versprechen die Mitstreiter vom Netzwerk.
Auf welchen Wegen das passiert, ist unterschiedlich. So ist die Erfahrung der
Hoffnungsgemeinde „Mundpropaganda“, erzählt Pfarrerin Cordula Haase, aber auch
die Jobagentur vermittle Kontakte.
Die Outlaw GmbH hat bereits gute Erfahrungen gemacht in der Zusammenarbeit mit
Jobcenter und Jugendamt, berichtet Steffen Kröner von der Arbeit in Halle. Man
setze aber auch auf Jugendklubs, wo sich mobile Sprechstunden einrichten ließen.
„Wir müssen an die Jugendlichen heran, die bereits resigniert und sich von den
Jobcentern verabschiedet haben, weil sie mit Sanktionen belegt worden sind.“ 22
Prozent der Jugendlichen in Magdeburg haben einen Hauptschul- oder gar keinen
Abschluss, betont Hans- Werner Brüning. Es gibt 13 000 arbeitslose Jugendliche
und zudem 4000 hilfsbedürftige, die aufgrund schlechter Bedingungen keine Chance
auf dem Arbeitsmarkt haben.
Schulungen, Beratungen, aber auch Gesundheitsprojekte werden angestrebt. Dabei
werden Erfahrungen aus Halle-Neustadt genutzt, wo 2008 ein BIWAQ-Projekt
startete. „Dieses Projekt bietet eine Chance“, so Brüning, „es hat eine neue
Qualität.“ Im August 2010 begann die Vorbereitungsphase für das Projekt, im
September/Oktober soll die Umsetzung begin nen. Zur Verfügung stehen dafür zwei
Millionen Euro (130 000 Euro Bundesmittel, 1,5 Mio. Euro von der EU, restl.
Eigenanteil der Stadt).
Mitwirkende sind:
Stadt Magdeburg
SPI (Sozialpädagogisches Institut), Soziale Stadt und Land
Entwicklungsgesellschaft mbH
Jobcenter Magdeburg
Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg
AWO
fair.leben Integrations- und Heimbetriebe GmbH
OUTLAW GmbH
Integrationsdienst Magdeburg/Stendal
Quartiersmanagements Neustädter Feld; Kannenstieg/Neustädter See
BBI Bildungs- und Beratungsinstitut GmbH
IMA-Institut für Marktwirtschaft GmbH
Evangelische Hoffnungsgemeinde Nord

Engagieren sich für MEHRLin (von vorn, v.l.): Kathrin Köster (SPI), Katja
Richter (AWO fair.leben), Cordula Haase (Pfarrerin Hoffnungsgemeinde), (2. R.,
v.l.) Sozialplaner Ingo Gottschalk, Steffen Kröner (Outlaw GmbH), Michael
Scherschel (SPI), Rolf Kunsch (LMA), (oben v.l.): Thomas Zenker (AWO
fair.leben), Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning und Michael Horstmann (BBI
GmbH). Foto und Text von Birgit Ahlert (Quelle: Volksstimme vom 05.07.2011)
04.07.2011
Sogar das Funkgerät der Retter gestohlen
Neustädter See (ba). In der Nacht zum Sonnabend wurde ins Strandbad Neustädter
See eingebrochen. Die Täter sind ins Hauptgebäude eingedrungen, haben das Büro
der Objektleitung, die Lagerräume und die Garage aufgebrochen und durchwühlt.
Mitgenommen haben sie einen Rassenmäher und technische Geräte wie Computer,
Faxgerät und das Funkgerät des Rettungsschwimmers sowie diverse Werkzeuge.
Außerdem wurden die Rollläden, die Tür des Kiosks und der Rettungsturm 1 mit
Graffiti besprüht. Die Polizei hat Spuren
gesichert und u.a. einen Schraubenzieher gefunden, mit dem offenbar die Türen
aufgehebelt worden sind.
(Quelle: Volksstimme vom 04.07.2011)
01.07.2011
Leerstehender 16-Geschosser in Nord - Seeufer: Wobau ringt mit sich um Zukunft
eines Hochhauses
Idyllisch liegen die Hochhäuser in Nord am Ufer und spiegeln sich auf der
Wasseroberfläche des Neustädter Sees. Doch ein Gebäude fällt zwischen den
sanierten Fassaden aus dem Rahmen: Das einzige unsanierte Hochhaus Am Seeufer in
Nord steht seit Jahren leer. Und die Zukunft des Gebäudes mit 132 Wohnungen und
Seeblick ist weiter unklar.
Wie Volksstimme-Leser Karl-Heinz Rasche aus Nord stellen sich viele Anwohner die
Frage, was aus dem „Riesen“ an der Uferpro menade des Neustädter Sees wird. „Was
geschieht mit Hochhaus Am Seeufer 10? Erst hieß es, dass es abgerissen wird, und
dann sollte es saniert werden“, fragt Rasche. Im vergangenen Jahr habe es
kurzzeitig Bauarbeiten im Gebäude gegeben. „Aber seitdem sind keine Arbeiten
mehr an dem Hochhaus erkennbar“, so der Anwohner.
Die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg (Wobau) will bis Ende des Jahres eine
Entscheidung über die Zukunft des Hochhauses treffen. Das teilte das städtische
Unternehmen auf Volksstimme-Anfrage mit. Aktuell sei die Zukunft offen.
Zwischenzeitlich hatte das Unternehmen sich nach eigenem Bekunden überraschend
gar mit Sanierungsplänen getragen. „Es ist kein Abriss vorgesehen“, so
Wobau-Chef Heinrich Sonsalla im November 2009 in der Volksstimme. Die Wobau
könne sich „mittelfristig“ durchaus eine Sanierung vorstellen, erklärte er
damals.
Ein Jahr später, im Herbst 2010, klang das in einer Mitteilung der Wobau nicht
mehr so eindeutig. Die Zukunft des Hochhauses stehe zur Debatte und alle
Möglichkeiten – Sanierung, Abriss, Rückbau – würden noch einmal unter
finanziellen Aspekten geprüft, hieß es nun.
In der Vergangenheit hatte die Wobau sich nach eigenen Angaben bereits um einen
Käufer für das 16-geschossige Haus am See bemüht, jedoch ohne Erfolg. Zuvor
hatte sich die Wobau schon seit 2005 um Fördergeld aus dem Programm „Stadtumbau
Ost“ für den Abriss des Blocks Am Seeufer 10 bemüht, jedoch dafür keine
Bewilligung erhalten. Zwischenzeitlich wurde das Gebäude schon entkernt.
Im Stadtgebiet steht das seit Jahren leer stehende Hochhaus in der Kritik. Unter
Anwohnern war bereits von einem „zweiten ,Blauen Bock‘“ in Magdeburg die Rede.
Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 01.07.2011)

Blick auf die Hochhäuser Am Seeufer in Nord. Das zweite von links steht seit
Jahren leer. Was daraus wird, soll bis Ende des Jahres beschlossen werden.

27.06.2011
Badewasserqualität in Magdeburg
Für den „Neustädter“ rät das Amt: Nach dem Baden bitte duschen!
Sommer, Sonne, Sonnenschein und Temperaturen weit über 30 Grad Celsius –
Magdeburg erlebt heute und morgen die beiden ersten heißen Sommertage des
Jahres. Abkühlung tut da gut, aber nicht in allen öffentlichen Seen ist das ohne
Probleme möglich.
Magdeburg. Wer auf der Flucht vor der Hitze zur Abkühlung am städtischen
Strandbad des Neustädter Sees ins Wasser springt, der sollte nicht nur die
allgemeinen Baderegeln beachten, sondern nach dem Bad die bereitgestellten
Duschen benutzen. Das empfiehlt das Magdeburger Gesundheitsamt.
Anlass ist Algenbefall. Dr. Eike Hennig, Leiter des Magdeburger
Gesundheitsamtes, erklärt: „Im See gibt es einen leichten Algenbefall. Die
Sichttiefe liegt derzeit bei fünf Metern. Erst bei einer algenbedingten
Sichttiefe von unter einem Meter würden wir vom Baden abraten. Wir empfehlen
trotzdem, nach dem Baden die aufgestellten Duschen zu benutzen.“
Besser sieht es im Barleber See aus. Nach Angaben des Amtes gibt es dort keinen
Algenbefall. Auch das hohe Grundwasser, das im Mai noch für eine Verschiebung
des Saisonstarts verantwortlich war, stelle nun keine Be hinderung mehr dar.
Eike Hennig: „Das Grundwasser ist nach wie vor leicht erhöht, hat jedoch keinen
Einfluss auf den Badebetrieb und die Qualität des Badewassers“.
Wegen des erhöhten Grundwasserstandes hatte sich der Uferbereich verschoben. Das
Amt ließ deshalb vor Saisonstart tonnenweise Sand auf den neuen Uferabschnitt
aufschütten. Die Qualität in den Freibäder und Badeseen ist bis auf die leichte
Eintrübung im „Neustädter“ als gut und sehr gut zu beurteilen. „Wir
überprüfen die Wasserqualität alle vier Wochen Bis jetzt gibt es keine
Einschränkungen des Badebetriebs“, so Eike Hennig. Auch die vielfach diskutierte
Gefahr, sich in den Badegewässern unter anderem mit EHEC-Bakterien anzustecken,
bezeichnet das Gesundheitsamt als „vernachlässigbar gering“.
Da natürliche Gewässer einer vielfältigen Nutzung unterliegen, könne es auch zu
Einträgen von Abwässern oder Tierfäkalien kommen, allerdings stünden dem die
regelmäßigen Kontrollen gegenüber. Prinzipiell gelte jedoch, je schlechter die
Badewasserqualität sei, desto höher ist das Risiko einer möglichen Infektion.
Gesundheitsamtsleiter Eike Hennig: „In Gegenden, in denen sich sehr viele an
EHEC erkrankte Menschen aufhalten und gegebenenfalls baden, ist eine Übertragung
von Mensch zu Mensch in einem Badegewässer denkbar. Dieses Risiko ist aber
sicher nicht höher als bei anderen Sozialkontakten. Dennoch sollte man Wasser in
Badeseen – wenn möglich – nicht trinken.“ Von Rainer Schweingel und Anna
Schätzle
(Quelle: Volksstimme vom 27.06.2011)
25.06.2011
Neustädter See - Stadtteiltreff wird gebaut
Altstadt (kt). Für 2,45 Millionen Euro errichtet die Stadt einen Stadtteiltreff
am Neustädter See. Der Neubau an der Pablo-Neruda-Straße wird aus dem Fördertopf
des Bund-Länder-Programms „Soziale Stadt“ finanziert. Der Stadtrat gab am
Donnerstag grünes Licht für die Baupläne.
CDU-Rat Daniel Kraatz begrüßte die Umsetzung: „Wir haben lange darauf gewartet.“
Er regte zum Schutz vor Schmierereien die Fassadengestaltung mit legalen
Graffiti an. OB Trümper (SPD): „Gute Idee!“ Dann beglückwünschte das
Stadtoberhaupt die Anwohner zu einer Investition, wie sie künftig wegen
schmelzender Fördergaben kaum mehr möglich sei: „Sagen Sie den Leuten, sie
können stolz sein. Sie haben da noch was ganz Großes abbekommen“ (Quelle:
Volksstimme vom 25.06.2011)

24.06.2011
„Allende“-Schüler sehen sich im September wieder

Salvador-Allende-Oberschule (Neustädter See):
Foto Klasse 8b, Jahrgang 1988/89, Abgangsjahr 1991, Klassentreffen für September
2011 geplant.
Kontakt Daniela Schleef, Telefon 2582285, E-Mail der-schleef@web.de (Foto:
privat)
(Quelle: Volksstimme vom 24.06.2011)
23.06.2011
Dank an Sandputzer
Beate Rülke beobachtete vor Kurzem zwei fleißige Arbeiter, die den Sand auf dem
Spielplatz im Innenhof der Albert-Schweitzer-Straße reinigten. Mit schwerem
Gerät waren sie angerückt, um große Steine und gefährliche Scherben aus der
Buddelkiste zu entfernen. Im Auftrag der Wobau waren die beiden jungen Männer
zugange, erfuhr die Volksstimme-Leserin auf ihre Nachfrage. Einmal im Jahr
würden sie die Grundreinigung durchführen, erzählten sie ihr. Nur ihre Firma,
die aus Brandenburg kommt, hätte die notwendigen Maschinen.
Aber auch Schaufel und Schubkarre kamen zum Einsatz. „Wo sich Herr Fuchs und
Herr Saswow als Nächstes für Sauberkeit einsetzen, weiß ich nicht. Bei uns im
Innenhof können sich jedenfalls Kinder, Eltern und Großeltern über den sauberen
Sand auf dem Spielplatz freuen“, schreibt sie an die Stadtteilredaktion. Von
Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 23.06.2011)

21.06.2011
Kleine Siedlung feiert ganz groß - Stimmungsvolles Festwochenende „90 Jahre
Gartenstadt Eichenweiler“
80, 90, 100 – klasse! Das dreifache Festwochenende in Eichenweiler war aus Sicht
der Veranstalter und in Anbetracht der großen Besucherresonanz ein voller
Erfolg. Der Siedlerverein feierte stimmungsvoll sein 80-jähriges Bestehen und
„90 Jahre Gartenstadt“, der SV Fortuna am Schöppensteg seinen 100. Geburtstag.
Mit kleinen Augen und heiserer Stimme stellte sich Dirk Mallée, Chef des
Siedlervereins, am Sonntagnachmittag den Fragen des Volksstimme-Reporters. Nach
fast vollendeten drei tollen Festtagen geriet der Vereinsvorsitzende noch einmal
so richtig ins Schwärmen: „Der Festumzug am Freitagabend war große Klasse, die
ganze Siedlung war auf den Beinen und hat Stimmung gemacht. Anschließend der
Tanz im Festzelt am Schöppensteg mit der Band ,Yellow Sky‘ war auch super und
gut besucht.Vom Neustädter See, aus der Curiesiedlung und aus der ganzen
Umgebung kamen die Leute“, erzählte Mallée, der nach eigener Aussage am
Sonnabendmorgen gegen zwei Uhr zu Hause war.
Dabei ging es unter Regie von Fortuna am Sonnabend gleich sportlich und
feierlich weiter. Oberbürgermeister Lutz Trümper wurde auch unter den Besuchern
gesehen. Während auf dem Fußballplatz der Ball rollte, boten Mitglieder des
Siedlervereins die Chronik „90 Jahre Gartenstadt Eichenweiler“ und
Fest-Souvenirs wie die grünen, bedruckten T-Shirts an. Lutz Mitternacht,
inoffizieller Chef-Chronist der Siedlung, konnte am Sonntag schließlich
vermelden: „Restlos ausverkauft!“ Die Chronik soll nun noch einmal nachgedruckt
werden. Und auch von den Shirts wird in Kürze für die noch nicht bedienten
Interessenten Nachschub erwartet. „Wir arbeiten dann unsere Reservierungslisten
ab“, sagte Dirk Mallée.
Auch sonst zeigten sich die Siedler modisch. Während am Freitag zum
Siedlungstanz Frauen aus Eichenweiler in die Rolle von Models schlüpften und
Neuheiten aus dem Neustädter Modehaus Rösener über den Laufsteg trugen, zeigten
am Sonntagnachmittag zum Kinderfest der beiden Vereine Mädchen und Jungen im
Festzelt aktuelle Sommermode. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom
21.06.2011)

Von Kopf bis Fuß auf Eichenweiler eingestellt: Helga Mitternacht und Dirk Mallée
präsentieren das offizielle
T-Shirt zum Siedlungsfest.

Modenschau: Im Festzelt zeigten Kinder am Sonntag Sommermode.
Unter den Gästen am Laufsteg Fortuna-Maskottchen „Schöppi“ (l.).

Marga Albach ist eine der Frauen vom Kreativkreis Eichenweiler, die den
Festumzug monatelang vorbereiteten.

Als Ernteköniginnen der Gartenstadt sorgten die Frauen des Siedlervereins
Eichenweiler am Freitagabend für die Farbtupfer beim großen Festumzug von der
Aue zum Schöppensteg. Dort feierten die Siedler mit vielen Gästen bis weit in
die Nacht. Fotos: Jens-Uwe Jahns (2), Robert Richter (4)
20.06.2011
Eichenweiler feiert sportlich

Drei tolle Tage sind gestern in Eichenweiler zu Ende gegangen. Auf dem
Sportplatz am Schöppensteg luden Siedlerverein Eichenweiler und SV Fortuna am
Nachmittag zum Kinder- und Familienfest ein. Gefeiert wurden 80 Jahre
Siedlerverein, 90 Jahre Gartenstadt Eichenweiler und 100 Jahre Fortuna. Foto:
Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 20.06.2011)
20.06.2011
Nach der Bürgersprechstunde beim OB zum Thema Zoo
Drehkreuz am Nordeingang wird tauglich für Kinderwagen
Neue Neustadt (ka). Reaktion nach dem Protestgang einer Bürgerabordnung in die
OB-Sprechstunde am 25. Mai: Am ehemaligen Nordeingang des Zoos (Im Steingewände)
wird in Kürze ein neues Drehkreuz installiert. Es soll künftig auch Müttern mit
Kinderwagen und Rollstuhlfahrern hier das Verlassen des Zoogeländes ermöglichen.
Die Baufirmen stünden in den Startlöchern, sagte Zoopressesprecherin Regina
Jembere. Sobald die beantragte Baugenehmigung vorliege, werde mit der
Installation begonnen, erklärte sie weiter. Das Drehkreuz habe im Vergleich zum
bisherigen größere Ausmaße, der Ausgang werde barrierefrei. Diesen Wunsch hatten
Bewohner mehrerer Stadtteile im Norden gegenüber OB Lutz Trümper in der
Bürgersprechstunde geäußert. Mit dabei waren Mütter mit Kindern, die Trümper
auch in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender um Hilfe baten. In dem
Punkt hatte das Stadtoberhaupt versprochen, die Angelegenheit schnell zu prüfen.
Eine generelle Wiedereröffnung des mit dem neuen Haupteingang Zoowelle (2,4
Millionen Euro Investitionskosten) geschlossenen Nordeingangs hatte er aus
wirtschaftlichen und konzeptionellen Gründen abgelehnt (Volksstimme berichtete).
Allerdings hatte Trümper auch die Einrichtung eines zweiten Eingangs mit
Eröffnung der geplanten großen Zoogaststätte im Bereich Africambo II in Aussicht
gestellt. Mit dem Ausbau der Elefantenanlage wird voraussichtlich im nächsten
Jahr begonnen. Das neue Drehkreuz wird weiterhin lediglich eine Ausgangsfunktion
erfüllen.
Der Vorstoß von Zookunden hat Erfolg gebracht. Bei so viel Engagement im
Dauerstreit um einen zweiten Ein-/Ausgang sollte das ein erster Schritt sein.
Ein elektronisch gesteuerter Eingang für Jahreskarteninhaber oder Besitzer von
im Vorverkauf (vielleicht in kleinen Geschäften) erworbene Eintrittskarten
könnte eine Variante sein. Im Elbauenpark sind solche Kreuze installiert. Geld
und Entgegenkommen sind dafür vom Zoo erforderlich. Fakt ist – ein
Sesam-öffne-Dich für den Nordbereich des Zoos bleibt an der Tagesordnung. K.-H.
Kaiser
(Quelle: Volksstimme vom 20.06.2011)

Vor ihrem Gang in die OB-Sprechstunde: Ramona Pinkow, Wiebke Girth-Hoffmann,
Sandra Tänzer, Siegfried Kratz, Eckhardt Bobkowski präsentieren sich vor dem
Rathaus. Mit dabei Gina, Kevin, Abbey Josephine. Foto: Karl-Heinz Kaiser
(Quelle: Volksstimme vom 26.05.2011)
20.06.2011
Legale Graffiti-Aktion auf dem Ring gestartet

Gestern gestalteten die Graffiti-Künstler David Benter, Matthias Mieglich, Kai
Neumann, Maurice Heise und Eric Mikolajetz im Auftrag der Stadt die neue
Lärmschutzwand im Norden des Magdeburger Rings. Hier arbeiten sie am Thema
„Gruson Gewächshäuser“. Nächstes Wochenende soll die Arbeit abgeschlossen sein.
Die Gestaltung wurde von einer Mehrheit im Stadtrat beschlossen, auch um
illegalen Graffiti vorzubeugen. Es hatte Gegenstimmen gegeben, die vor Ablenkung
der Autofahrer auf der Schnellstraße warnten. Foto: Uli Lücke (Quelle:
Volksstimme vom 20.06.2011)

18.06.2011
Magdeburgs neues „Stadttor“ wird ab heute zum Kunstwerk
Lärmschutzwand im Nordabschnitt des Rings wird von Graffiti-Künstlern gestaltet
Magdeburg. Rund 1000 Farbdosen werden die 13 Graffiti-Künstler an
diesem und am kommenden Wochenende an den neuen Lärmschutzwänden am nördlichen
Ring leersprühen. Bei gutem Wetter wollen sie von 8 bis 20 Uhr durcharbeiten.
Immerhin: Die Künstler müssen rund 300 Quadratmeter Fläche gestalten. „Bei guten
Wetter bekommen wir das hin, nur wenn es richtig regnet, müssen wir eine Pause
einlegen“, sagte gestern Eric Nicolagetz, einer der Sprayer.
Im April hatte der Stadtrat beschlossen, Magdeburgs neues „Stadttor“ im Norden,
die zwei jeweils rund 850 Meter langen Lärmschutzwände entlang des Rings, mit
Graffiti-Bildern gestalten zu lassen. 10 000 Euro lässt sich das die Stadt
kosten. „Wir würden sogar gern mehr dafür ausgeben, aber zurzeit ist eben nicht
genug Geld dafür im Stadthaushalt vorhanden“, sage OB Lutz Trümper während der
Präsentation des Projekts gestern im Alten Rathaus. Darum könnten auch jeweils
nur die Anfangsund Endstücke der Wand gestaltet werden.
Die Umsetzung der Kunstaktion liegt in den Händen von Ilka Schiffner. Die
Sozialarbeiterin betreut im Auftrag der Stadt das Projekt „Graffiti Magdeburg“.
In diesem Projekt finden sich Graffiti-Sprayer zusammen, die auf legale Weise
Flächen gestalten wollen. Dafür schafft Ilka Schiffner die Voraussetzungen, das
heißt, sie „sammelt“ Flächen, die legal gestaltet werden können, entwickelt
Aktionen und Projekte dafür, nimmt Kontakt zu Gebäudeeigentümern auf und kennt
auch alle Flächen, für die die Stadt verantwortlich ist und die durchaus eine
Verschönerung durch Graffiti vertragen könnten. Ziel des Ganzen ist es, den
Sprayern zu zeigen, dass es auch legal in Magdeburg geht.
Aus diesem Grund hat die Stadt die Gestaltung der Lärmschutzwände dem Projekt
„Graffiti Magdeburg“ zur Umsetzung übertragen. „Wir haben auch gezielt nach
Leuten gesucht, die schon oft mit uns zusammengearbeitet haben, da es sich bei
der Lärmschutzwand doch schon um ein Projekt handelt, das die Stadt Magdeburg
repräsentieren soll“, sagte Ilka Schiffner.
Die Stadt hatte den Inhalt der Graffiti-Kunstwerke vor gegeben. Sie müssen
„Magdeburg“ widerspiegeln. Umgesetzt werden demnach vier Motivkomplexe: die
Gruson-Gewächshäuser, der Elbauenpark, Magdeburgs Partnerstädte und Otto von
Guericke.
„Wir haben die Graffiti so gestaltet, dass sie den vorbeifahrenden Autofahrer
nicht vom Verkehr ablenken“, sagte Künstler Tobias Pötke. Autofahrer werden
folglich nur Farbflächen vorbeiziehen sehen. Die kompletten Kunstwerke können im
Grunde nur die Anlieger der Lärmschutzwände erkennen.
Wichtig sei es auch, die Graffiti-Arbeiten mit großen Schriftzügen zu gestalten.
Der Grund: In der Sprayer-Szene ist es verpönt, Graffiti-Kunstwerke oder
-Schriftzüge zu übersprühen. Darum könnten die Kunstwerke an der Lärmschutzwand
auch ein Schutz vor illegalen Graffiti sein, hofft OB Trümper. „Wir geben
jährlich rund 200 000 Euro für die Beseitigung von illegalen Graffiti aus. Das
Geld könnte man eigentlich auch in legale investieren.“
Das sehen die Künstler, die beim Graffiti-Magdeburg-Projekt mitarbeiten,
ähnlich. „Graffiti-Kunst ist eine urbane Erscheinungsform, Graffiti gehören in
eine Stadt“, sagt Christoph Ackermann.
Er und Tobias Pötke haben übrigens während der Pfingsttage an einem Parkplatz am
Damaschkeplatz ein Graffiti-Kunstwerk auf ein Gebäude aufgetragen – im Auftrag
des Eigentümers.

Die Graffiti-Künstler Tobias Pötke (M.), Eric Nicolagetz und Christoph Ackermann
(2. v. r.) präsentierten gestern zusammen mit OB Lutz Trümper (l.) und
Graffiti-Projektleiterin Ilka Schiffner die Entwürfe für die
Graffiti-Kunstwerke, mit denen ab heute die neuen Lärmschutzwände am Ring
gestaltet werden sollen.
Initiator:
Die Stadt Magdeburg
Ansprechpartnerin:
Ilka Schiffner, Jugendamt der Stadt, Tel. 5403100
Internet www. graffiti-magdeburg.de
Ziel:
Flächen für legale Graffiti-Kunstwerke in Magdeburg auffinden und an
interessierte Sprayer und Künstler vermitteln, Künstler an Gebäudeeigentümer
vermitteln, Szenetreffen organisieren, Kontakte aufbauen. Aufklärungsarbeit
darüber leisten, welche Folgen Illegale Graffiti-Aktionen haben können, somit
also auch Präventionsarbeit in der Sprayer-Szene leisten, Anspechpartner bei
Problemen sein.
Von Peter Ließmann (Quelle: Volksstimme vom 18.06.2011)

Die neuen Lärmschutzwände am Ring. Sie waren noch nicht ganz fertig, da hatten
illegale Graffiti-Sprüher schon zugeschlagen. Foto: Archiv U. Lücke
18.06.2011
Festumzug läutet am Abend Party in Eichenweiler ein - Mit Pauke und Tröte
durch die Gartenstadt
Mit einem lautstarken Umzug durch die Gartenstadt im Norden ist
gestern Abend das Festwochenende zum 90-jährigen Bestehen von Eichenweiler
eröffnet worden. Anschließend wurde im Festzelt am Schöppensteg getanzt. Bis
morgen Abend ist der Fortuna-Sportplatz das Zentrum der Feierlichkeiten.
Neustädter See/Neue Neustadt. Hingucker des Festumzugs waren die Ernteköniginnen
der Siedlung, dargestellt durch Frauen aus dem Kreativzirkel des Siedlervereins
Eichenweiler. Damit erinnerten die Frauen an die früher traditi onelle
Königinnen-Kür in der Gartenstadt. Für die Gestaltung des Umzugs hatten sich die
Frauen, die sich regelmäßig in der Siedlungsgaststätte treffen, monatelang
kräftig kreativ ins Zeug gelegt. Später am Abend traten die Frauen im Festzelt
sogar als Models auf einer Modenschau auf. Vereinschef Dirk Mallée begeistert:
„Ich finde es großartig, was sich unsere Frauen alles einfallen lassen.“
Premiere feierte gestern Abend auch die Chronik „90 Jahre Gartenstadt
Eichenweiler“, an der Siedlungsbewohner Lutz Mitternacht federführend gearbeitet
hatte. Für ihn ist das Jubiläum ein ganz besonderes Ereignis. Der 63-Jährige
erblickte in Eichenweiler das Licht der Welt und lebt bis heute hier. „Mir geht
es darum, das das, was meine Großeltern und die ersten Siedler hier aufgebaut
haben, am Leben erhalten bleibt. Dazu fühle ich mich verpflichtet.“
Dieses Wochenende steht unter dem Motto „80, 90, 100 – drei gute Gründe mit uns
zu feiern“. Hintergrund: Der Siedlerverein wurde vor 80 Jahren gegründet, die
Siedlung selbst vor 90 Jahren, und der ansässige Sportverein Fortuna wird in
diesem Jahr 100. Während heute die Fortunen beim Fest am Schöppensteg den Takt
angeben, laden beide Vereine morgen ab 13 Uhr zum Kinder- und Familienfest mit
vielen Aktionen auf den Sportplatz ein. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme
vom 18.06.2011)


Mit einem stimmungsvollen Festumzug begannen gestern die Bewohner der
Gartenstadt Eichenweiler ihr großes Festwochenende. Foto: Jens-Uwe Jahns
17. bis 19.06.2011
Siedlerverein präsentiert Chronik - Freitagabend Festumzug und Siedlerparty in
Eichenweiler
Neustädter See/Neue Neustadt (rri). Mit einem Festumzug durch die Siedlung
eröffnen die Bewohner von Eichenweiler Freitagabend ihr Jubiläumswochenende
unter dem Motto „80, 90, 100 – Drei gute Gründe, mit uns zu feiern“. Der
Siedlerverein wurde vor 80 Jahren gegründet, Grundsteinlegung für Eichenweiler
war vor 90 Jahren, und der ansässige Sportverein Fortuna feiert 100-jähriges
Bestehen. „Startpunkt für den Festumzug ist um 18 Uhr an der Aue, Ecke
Wachtelsteg. Von dort geht es bunt und lautstark durch die Siedlung zum
Festgelände auf dem Fortuna-Sportplatz am Schöppensteg“, so Vereinschef Dirk
Mallée. Im Festzelt beginnt dann um 20 Uhr die große öffentliche Siedlerparty
mit Präsentation der Siedlungschronik, Live-Musik von der Band „Yellow Sky“,
Modenschau und vielem mehr. Der Eintritt ist frei.
Während der Sonnabend von Fortuna vor allem sportlich gestaltet wird
(Volksstimme berichtete bereits), laden Sport- und Siedlerverein am Sonntag
gemeinsam zum großen Kinder- und Familienfest ab 14 Uhr auf dem Sportplatz am
Schöppensteg ein. Ponyreiten, Springburg, Bungee-Jumping, „Zoo u. Co.“,
Trödelmarkt, Kuchenbasar, Kinderdisco stehen u.a. auf dem Programm. Von Robert
Richter

(Quelle: Volksstimme vom 16.06.2011)

17.06.2011
Gelungene Feier am Neustädter See - Live-Musik und Ausstellung im „Malteser
Stübchen“
Das Nachbarschaftszentrum „Malteser Stübchen“ und die WOBAU Magdeburg luden am
vergangenen Dienstag alle feierfröhlichen „Nordlichter“ vom Neustädter See zu
einer zünftigen Sommerfete am Seeufer ein. „Auch eine drohende Regenwolke zur
Mittagszeit konnte den zahlreichen Gästen das Feiern nicht vermiesen“, freute
sich Andreas-Joachim Schmidt von den Maltesern. Aber auch im Innenbereich war
eine ganze Menge los. Zum Beispiel konnten Gäste die Ausstellung „20 Jahre
Neustädter See“ anschauen, und auch die dazu gehörige DVD, erstellt vom
Sozialprojekt Neustädter See, wurde auf dem Fest präsentiert. Dazu sorgte
Entertainer Klaus
Trümpelmann, der schon fast zum „Inventar“ im „Malteser Stübchen“ gehört, für
Live-Musik. Gegrillt wurde diesmal vom Chef aus dem Alten- und Service-Zentrum
„PIK ASZ“ der Malteser an der Leipziger Straße, Oliver Braun, persönlich. „Die
hausgemachten ,Machteburjer Klopse‘ von den Malteser-Mitarbeiterinnen Silvia
Wulff und Beate Becksmann, per Hand hergestellt, waren das Highlight“, so Monika
Riefstahl von der WOBAU Magdeburg.
Wer auf das „Malteser Stübchen“, Am Seeufer 9, neugierig geworden ist, kann
einfach vorbeischauen und sich über das vielfältige Angebot u. a. im sportlichen
Bereich informieren. So werden Kurse für Nordic-Walking oder Qigong,
Spaziergänge um den See und viele weitere Veranstaltungen organisiert. Von
Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 17.06.2011)

Oliver Braun, Chef des „PIK ASZ“ als Grillmeister auf dem Sommerfest am Seeufer.
Foto: privat
16.06.2011
Beachtliche Resonanz - Persönliche Spende für den neuen Rastplatz
Zum Artikel „Rastplatz für Rentner nur gegen Gebühr“ vom 19. Mai:
Herzlichen Dank für diesen Artikel. Viele Bewohner um den Neustädter Platz haben
sich positiv geäußert. Seit dem 1. Juni stehen jetzt zwei Stühle und Schirm
bereit, allerdings mit Gebühren gegenüber der Stadt.
Spontan haben Kunden Spenden abgegeben und diese Idee unterstützt. Erstaunt hat
uns eine Dame vom ganz anderen Ende der Stadt. Sie hat sich bei der Stadt und
beim Tiefbauamt eingesetzt und eine Spende persönlich abgegeben. Dafür allen
Spendern ein herzliches Dankeschön. Wer immer eine kleine Pause nötig hat, möge
die Stühle nutzen. S. Oelze, 39126 Magdeburg / Von Robert Richter (Quelle:
Volksstimme vom 16.06.2011)
Artikel „Rastplatz für Rentner nur gegen Gebühr“ vom 19.05.2011:
Rastplatz für Rentner nur gegen Gebühr
Blumenhändlerin am Boulevard wollte älteren Passanten helfen, macht wegen der
Kosten aber Rückzieher
Weil es auf dem Boulevard in Nord seit dem Umbau praktisch keine
Sitzgelegenheiten mehr gibt, wollte die Inhaberin eines Blumenlädchens selbst
die Initiative ergreifen und auf eigene Kosten und Verantwortung während der
Öffnungszeiten eine kleine Sitzecke für die zu einem Großteil älteren Passanten
anbieten. Die Stadt kündigte umgehend einen Gebührenbescheid an. Unverständlich
für Blumenhändlerin Sonja Oelze: „Dafür fehlen unserem kleinen Laden schlicht
die Mittel.“
Beim Umbau des Boulevards 2009 ließ die Stadt die Parkbänke verschwinden. Dafür
gab es auch aus Sicht von Sonja Oelze gute Gründe: Die Bänke seien von Trinkern
belagert worden und es habe immer wieder Lärmbelästigungen gegeben. Um nun
älteren Passanten auf dem Boulevard dennoch Sitzmöglichkeiten zu bieten, ließ
die Stadt zwei Betonhocker aufstellen. Doch die Blumenhändlerin sagt: „Die
werden nicht angenommen, schon gar nicht von Älteren, allein weil die Hocker
viel zu niedrig sind und außerdem an einer ungünstigen Stelle stehen. Die
einzigen, die sie nutzen, sind die Hunde.“
Die Unternehmerin wollte etwas für ältere Fußgänger tun. „Ich hatte die Idee,
zumindest in der warmen Jahreszeit zwei Stühle und eventuell einen Schirm
gegenüber dem Blumengeschäft aufzustellen. Morgens aufstellen, abends wegräumen,
fertig. Dabei hatte ich nicht nur an gebrechliche Menschen gedacht, sondern mir
die Sitzecke auch als kleine Gesprächsinsel vorgestellt. Davon kann es doch nie
genug geben“, erklärt Sonja Oelze. Schließlich sei der Boulevard nicht nur als
Bummelmeile, sondern auch als Ort für Kontakte, Klatsch und Tratsch bei den
Stadtteilbewohnern beliebt.
Die Geschäftsfrau fragte bei Stadtteilmanagerin Jessica Zedler nach, ob sie ihre
Sitzecke einrichten darf. „Sie telefonierte gleich mit den zuständigen Ämtern.
Und der Dämpfer kam sofort“, berichtet Sonja Oelze. „Für das Aufstellen von
Stühlen bestehe kein Bedarf, und pro Quadratmeter koste es so und so viel.“
Zusätzliche Kosten könne sie mit ihrem kleinen Blumenladen nicht tragen,
bedauert die Inhaberin. Die Einnahmen reichten meist gerade zum Überleben. Auch
auf einen gebührenpflichtigen Werbeaufsteller verzichtet sie deshalb schon seit
einiger Zeit. „Vielleicht überdenkt das Amt noch einmal sein Nein zur Sitzecke.
Es geht mir dabei doch nicht um Werbung für mein Geschäft, sondern um ein
lebendiges Miteinander im Stadtteil.“
Die Stadtverwaltung bleibt jedoch dabei: „Die Blumenhändlerin müsste tatsächlich
zahlen. Das ergab eine Prüfung bei der Straßenverkehrsbehörde“, sagte
Rathaussprecher Michael Reif gestern auf Volksstimme-Anfrage. Grundlage seien
die Sondernutzungssatzung und die Sondernutzungsgebührensatzung der
Landeshauptstadt. Im offiziellen Sprachgebrauch der Ämter klingt die Begründung
dann so: „Es handelt sich bei der Aufstellung von Stühlen mit Sonnenschirm um
die über den Gemeingebrauch hinausgehende Benutzung einer Straße bzw. eines
Gehweges und damit um eine erlaubnis- und gebührenpflichtige Sondernutzung.“ Die
Erlaubnis dafür könne das Tiefbauamt erteilen. Gegen Gebühr.
Um welche Summen geht es konkret: „Die Sondernutzungsgebühren für die
Aufstellung von Stühlen mit Sonnenschirm für einen begrenzten Zeitraum würden in
dem Bereich dieser Fußgängerzone pro Monat 0,70 Euro je Quadratmeter betragen.
Sollte die Gesamtgebühr für die Sondernutzung unter 28 Euro liegen, dann sieht
die vom Stadtrat beschlossene Gebührensatzung eine Mindestgebühr von 28 Euro
vor“, teilte Rathaussprecher Reif auf Nachfrage mit.
Blumenhändlerin Sonja Oelze sagt, sie sehe in dem alternden Stadtteil gerade am
Boulevard weiterhin den Bedarf an solchen ehrenamtlich betreuten Ruhepunkten.
„Stühle würde ich sehr gern stellen, doch für die Bezahlung fehlen unserem
kleinen Laden schlicht die Mittel.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 19.05.2011)

Sonja Oelze (l.), Inhaberin der „Blumeninsel“ am Neustädter Platz, im
Gespräch mit einer Kundin, die mit dem Rollator kommt. Sitzgelegenheiten gibt es
auf dem Boulevard nicht mehr. Foto: Robert Richter
14.06.2011
Kinder verwüsten Schulgebäude
Neustädter See (pl). Richtig viel Ärger von ihren Eltern bekamen am Sonnabend
sechs Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren.Wie die Polizei mitteilte, waren
Passanten auf Lärm in der Schule an der Pablo-Neruda-Straße aufmerksam geworden
und hatten die Polizei gerufen. Als die Beamten auf dem Schulgelände eintrafen,
sahen sie noch, wie mehrere Kinder die Flucht ergriffen. Sechs von ihnen konnten
sie aber schnappen. Bei der Kontrolle der Schule stellten die Beamten dann den
Schaden fest, den die Kinder angerichtet hatten: Alle Feuerlöscher waren geleert
und deren Pulver in den Gängen verteilt worden und die „Wandalen“ hatten die an
Wasserleitungen angeschlossenen Feuerwehrschläuche geöffnet. Das Was ser war
bereits bis in den Keller gelaufen. Die Polizei geht von mehreren Tausend Euro
Schaden dadurch aus. Die Beamten haben die Missetäter deren Eltern übergeben,
die alles andere als erfreut waren, da es jetzt Anzeigen „hageln“ wird.
(Quelle: Volksstimme vom 14.06.2011)

Wie vor 90 Jahren die Siedlung Eichenweiler entstand -
Wohnungen für Rothenseer Eisenbahner
Die Siedlung Eichenweiler feiert vom 17. bis 19. Juni das 90-jährige Bestehen.
Wie alles begann, ist in einer Chronik nachzulesen, die der Siedlerverein am
Festwochenende erstmals der Öffentlichkeit präsentieren wird. DieVolksstimme
druckt heute vorab bereits Auszüge, die die Entstehung und die ersten Jahre der
Siedlung beschreiben:
Die gravierende Wohnungsnot nach dem 1.Weltkrieg führte im Jahr 1920 zur
Verabschiedung des Reichsheimstättengesetzes. Damit wurden die Voraussetzungen
geschaffen, durch die Gründungen von Genossenschaften, Wohnraum auch für die
einkommensschwachen Schichten der Bevölkerung zu schaffen.
Die Situation in Magdeburg wurde noch dadurch erschwert, dass durch die
beginnende Erschließung des Industrie- und Hafengebietes Magdeburg-Rothensee ein
verstärkter Zuzug von Arbeitskräften nach Magdeburg erfolgte. Dies betraf auch
eine große Anzahl von Eisenbahnern, die auf den entstehenden bzw. auszubauenden
Bahnhöfen Magdeburgs beschäftigt waren.
Für die Siedlung Eichenweiler betraf das den entstehenden Verschiebebahnhof
Magdeburg-Rothensee. Dieser war für die Entwicklung des entstehenden
Industriegebietes Rothensee von grundlegender Bedeutung. Er befand sich je doch
zu diesem Zeitpunkt isoliert weit vor den Toren der Stadt. Es musste das Ziel
sein, Wohnraum zu schaffen, der sich in der Nähe der Arbeitsplätze befand.
Im Jahr 1920 gründeten 136 Eisenbahner die „Heimstättenbaugenossenschaft zu
Magdeburg eGmbH“. Bis zum Jahr 1923 entwickelte sich diese Genossenschaft stetig
als reine Eisenbahnergenossenschaft auf 2100 Mitglieder. Auf Betreiben der Stadt
Magdeburg, die durch die Entwicklung der Genossenschaft eine Benachteiligung der
Nichteisenbahner in Magdeburg sah, öffnete sich die Genossenschaft auch für
andere Mitglieder weiterer öffentlicher Bereiche. Dies war auch notwendig, um
die Unterstützung der Stadt bei weiteren Bauvorhaben zu bekommen.
Die Heimstättenbaugenossenschaft entwickelte und baute in Magdeburg drei
Siedlungen an drei verschiedenen Standorten, die heute noch existieren: die
Gartenstadt Eichenweiler in der unmittelbaren Nähe des Verschiebebahnhofes
Rothensee, die Gartenstadt Lüttgen-Salbke in der Nähe des
Reichsbahn-Ausbessungswerkes und die Gar tenstadt Westernplan.
Der Bau der Gartenstadt Eichenweiler begann im Jahr 1921 parallel an zwei
Stellen: am Schöppensteg und im Sichelweg. Die ersten Häuser entstanden als
Zwei-,Vier- und Sechsfamilienhäuser. Die Wohnungen verfügten über ca. 75
Quadratmeter Wohnfläche und einen 600 bis 800 Quadratmeter großen Garten.
Die Wohnungen waren einfach, verfügten aber über elektrisches Licht und
Wasserleitungen. Die Abwasserentsorgung erfolgte über Sickergruben. Da die
meisten der Genossenschaftsmitglieder den „minderbemittelten Volksschichten“
angehörten, durften die Miete bzw. später die Raten für die Eigenheime nicht
mehr als ein Fünftel des Jahreseinkommens betragen.
Der Genossenschaftsanteil betrug 300 Reichsmark, der in Monatsraten von drei
Reichsmark eingezahlt werden konnte. Durch die zur Wohnung gehörenden Gärten
sollte ein hoher Selbstversorgungsgrad erreicht werden.
Die so entstehende Gartenstadt mit dörflichem Charakter lag jedoch weit vor den
Toren der Stadt, ohne infrastrukturelle Anbindung und ohne Anschluss an
Straßenbahn bzw. Buslinien. Die Verbindung zur Stadt erfolgte über den
Schöppensteg zur Straßenbahnendstelle in der Neuen Neustadt (Lübecker Straße /
Alexanderstraße). Verkehrstechnisch wurde die Siedlung durch unbefestigte,
geschotterte Straßen erschlossen.
Im Jahr 1931 begann der Weiterbau der Gartensiedlung unter neuen
Voraussetzungen. Die Häuser wurden als Doppelhäuser auf Grundstücken in
Erbbaupacht errichtet. Auf der Basis des Deutschen Siedlergesetzes und als Teil
der Heimstättenbaugenossenschaft wurden diese Häuser als Erwerbslosensiedlung
errichtet. Jeder Bauwillige hatte Eigenleistungen beim Bau dieser Häuser zu
erbringen. Diese wurden mit 300 Mark angerechnet.
Jedes Haus verfügte über einen angebauten Stall und mindestens 650 Quadratmeter
Nutzgarten zur Eigenversorgung. Obstbäume und Nutzsträucher wurden den Siedlern
zur Verfügung gestellt. Zur Tilgung der Baukosten (1875 Mark vom Reich, 825 Mark
von der Stadt) und der entstehenden Zinsen musste der Siedler monatlich 15 Mark
aufbringen. Insgesamt entstanden 106 Siedlerstellen in vier Bauabschnitten. Die
ganze Siedlungsgeschichte ist in der Chronik „90 Jahre Gartenstadt Eichenweiler“
nachzulesen, die auf dem Siedlungsfest vom 17. bis 19. Juni auf dem
Fortuna-Sportplatz zu haben ist. (Quelle: Volksstimme vom 10.06.2011)

Siedler machen in Eichenweiler Land für Gärten urbar (um 1936/1937); im
Hintergrund der Rothenseer Bahnhof und die so genannte Griesemann-Siedlung.
Foto: privat
04.06.2011
Mensch der Woche: Lutz Mitternacht
Der Chronist aus der Siedlung Eichenweiler
Neustädter See (rri). Lutz Mitternacht wurde 1948 in Eichenweiler geboren und
wohnt bis heute im selben Haus. Schon seine Vorfahren siedelten hier. Das
90-jährige Bestehen von Eichenweiler ist für Mitternacht daher ein ganz
besonderes Ereignis. Er engagiert sich mit im Siedlerverein, der vom 17. bis 19.
Juni ein großes Festwochenende plant. Dabei soll eine von Mitternacht gerade in
den Druck gegebene Chronik erscheinen, an der er selbst maßgeblich mitgearbeitet
hat. Stellvertretend für die vielen weiteren engagierten Siedler ist er unser
Mensch der Woche. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.06.2011)

Hobbychronist und engagiertes Mitglied im Vorstand des Siedlervereins: Lutz
Mitternacht
01.06.2011
Stadt und Jobcenter verlängern Förderung - Sozialprojekte gehen in Nord und
Neustadt in neue Runde
Neue Neustadt/Neustädter See (rri). Die Sozialprojekte Neustädter See und Neue
Neustadt (Leben mit SINN) fanden dieser Tage für 40 Männer und Frauen ihren
Abschluss. Hier hatten die Langzeitarbeitslosen Gelegenheit, sich auf eine
zukünftige Beschäftigung oder Ausbildung vorzubereiten. „Positiv ist, dass durch
das Jobcenter und das Sozialamt Magdeburg eine Weiterführung bis Dezember 2011
für weitere 40 Langzeitarbeitslose bewilligt wurde“, teilte Rolf Kunsch,
Niederlassungsleiter beim Projektträger IMA (Institut für Marktwirtschaft gGmbH)
mit.
In den Sozialprojekten bekommen Hartz-IV-Empfänger gemeinnützige
Arbeitsgelegenheiten im Stadtteil Neustädter See auf Ein-Euro-Job-Basis. „Neben
dieser Arbeitsgelegenheit werden den Langzeitarbeitslosen Brücken zu
Beschäftigungsverhältnissen im und außerhalb des Wohngebietes geschaffen“, so
Kunsch. In beiden Stadtteilen betreiben die Teilnehmer zum Beispiel jeweils ein
Begegnungszentrum, Wechselstuben bzw. Tauschbörsen für Kleidung, Schuhe,
Spielsachen, betreuen Sport, Kreativ- oder Theatergruppen.
So haben sich laut Kunsch am Neustädter See die 2009 gegründete
Frauensportgymnastikgruppe 50plus sowie die angebotene Computerhilfe als feste
Bestandteile der Angebotspalette des Sozialprojektes etabliert.
Am Neustädter See können Interessierte die Angebote des Sozialprojektes im
Infotreff Am Seeufer 8 und im Freizeitzentrum „Oase“, Im Brunnenhof 9, nutzen.
In der Neuen Neustadt ist das Info- und Kulturzentrum Bremer Straße 10 die
Anlaufstelle. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 01.06.2011)
28.05.2011
Siedlerfrauen haben beim Festumzug den Hut auf
Vorbereitungen für großes Jubiläumswochenende in Eichenweiler
Drei
Wochen vor dem großen Siedlerfest in Eichenweiler (17. bis 19. Juni) steigt bei
den Organisatoren und Helfern die Aufregung. Für den geplanten Festumzug zum
90-jährigen Bestehen der Siedlung und zum 80. Gründungstag des Siedlervereins
liegt die Gestaltung von Kostümen und Requisiten in den Händen der
Frauenkreativgruppe. Die Volksstimme besuchte den zauberhaften Zirkel.
Ihre „Mission“ verfolgen sie mit Stricknadeln, Schere und Klebstoff: „Wir wollen
das Gemeinschaftsgefühl in Eichenweiler wieder wachrütteln“, sagt Margret
Scherbatzki, Mitbegründerin der Frauengruppe des Siedlervereins Eichenweiler,
die sich seit 1998 regelmäßig trifft. „Nach dem Abriss unseres Clubhauses vor
einigen Jahren gab es eine ziemliche Flaute. Wir hoffen, mit dem Siedlerfest
etwas zu bewegen und auch neue Mitstreiterinnen zu gewinnen.“
Der Festumzug am 17. Juni ab 18 Uhr soll eine farbenfrohe Zeitreise durch 90
Jahre Siedlungsgeschichte werden und zugleich in puncto Wir-Gefühl und
Nachbarschaftshilfe in die Zukunft weisen, wünschen sich die Frauen des
Siedlervereins. Dafür legen sie sich seit Wochen kräftig kreativ ins Zeug. Neben
dem Festumzug wollen die Frauen im Festzelt sogar als Models auf einer
Modenschau auftreten und Extravagantes auf dem Laufsteg präsentieren.
Vereinschef Dirk Mallée ist begeistert: „Ich finde es großartig, was sich unsere
Frauen alles einfallen lassen. Die Festbesucher dürfen gespannt sein!“
Der 15-köpfige Kreativzirkel trifft sich jeden zweiten Donnerstag um 19 Uhr.
„Wir haben mit Bines Bierstube am Heideweg ein neues Domizil gefunden, dafür
sind wir sehr dankbar, denn ohne Clubhaus hatten wir zunächst auch keinen Treff
mehr. Die Betreiberfamilie Chrupalla unterstützt uns toll, obwohl wir auch
manchmal ganz schön kreatives Chaos anrichten, zum Beispiel wenn wir mit Stroh
an Erntekronen arbeiten“, erzählt Ines Schäfer. Sie hatte gemeinsam mit Margret
Scherbatzki die Initialzündung für die Frauengruppe in Eichenweiler vor nunmehr
13 Jahren gegeben. In einer Zeitschrift des Siedlerbundes riefen sie Frauen aus
Eichenweiler und Umgebung zum Mitmachen auf.
Bei Handarbeiten oder Seidenmalerei blieb es aber nicht lange. „Wir veranstalten
zum Beispiel Themenabende mit der Kripo, machen Fahrradausflüge und Busreisen,
hatten schon einen Bauchtanzabend oder treffen uns zur Feuerzangenbowle“, sagt
Marga Albach. „Es gibt neben dem Kreativtreff auch noch für Männer und Frauen
einen Romméclub, der sich jeden zweiten Mittwoch um 14 Uhr in der Bierstube
trifft, und unser Rentnerclub freut sich immer mittwochs auf den Kaffeeklatsch
um 15 Uhr. Überall können wir Verstärkung gut
gebrauchen und würden uns über weitere Teilnehmer freuen“, so Marga Albach.
Interessierte erhalten von ihr unter Telefon 2 51 81 08 weitere Infos.
Reichlich Gelegenheit, sie und die anderen aus dem heiteren Siedlerzirkel
kennenzulernen, gibt es natürlich auf dem Siedlungsfest. Unter dem Motto „80 –
90 – 100“ steigt es vom 17. bis 19. Juni. Hintergrund: Seit 80 Jahren gibt es
den Siedlerverein, 90 Jahre liegt die Grundsteinlegung für die Siedlung zurück,
und 100-jähriges Bestehen feiert der Sportverein Fortuna. Auf dessen Sportplatz
wird auch das große Festzelt stehen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom
28.05.2011)

Die Kreativgruppe vom Siedlerverein Eichenweiler bereitet den großen Festumzug
für den 17. Juni vor. Hier zeigen die Frauen Blumenhüte, Mützen und Gefäße, die
in Handarbeit entstanden sind. Foto: Robert Richter

27.05.2011
Zoo - Fata Morgana schwebt über dem Nordeingang
Zum Beitrag: „Aufsichtsrat ignoriert 3221 Bürger: Zoo-Nordeingang bleibt
geschlossen“ vom 26. Mai:
In der Entwicklungskonzeption des Zoos wurde gemäß der These. „Ein Zoo – Ein
Eingang“ festgelegt, dass es nur noch den neu zu bauenden Eingang am Rondell
geben soll, nachdem der Zoo in südlicher Richtung erweitert wurde. Bei der
Vorstellung der Erweiterungspläne wurde die Diskussion einseitig auf die Straße
„AmVogelgesang“ fokussiert. Die kritischen Stimmen zu nur einem Eingang gingen
in der Diskussion unter bzw. wurden ausgeklammert bis das Thema Schließung der
Straße „Am Vogelgesang“ erledigt ist. Zunächst hieß es, aus wirtschaftlichen
Gründen rechnet sich ein zweiter Eingang nicht.
Dann kam überraschend die Testphase, aber nur für Dauerkarteninhaber! Diese
Phase wurde und wird kritisiert, weil zu kurz und nur für den kleinsten Teil der
Besucher – den Dauerkarteninhaber – gedacht.
Schließlich gab es eine neue Variante. Ein Junktim: mehr Dauerkarten gleich
Öffnung des Nordeinganges (aber wieder nur für die Dauerkarteninhaber). Damit
wurden die GWA, der Bürgerverein und letztlich alle Bürger/innen quasi erpresst.
Wenn es nicht genügend neue Dauerkarteninhaber gibt, dann bleibt der Nordeingang
zu. Basta! Wie die Öffnung des Nordeinganges ohne Personal gehen soll, wurde
nicht mitgeteilt. Und wenn dann doch eine Eingangskontrolle stattfindet, warum
kann man dann nicht auch Karten verkaufen. Beim Südeingang wird das täglich
praktiziert! Der Hinweis, das ganze Kartensystem auf einen Automaten
umzustellen, wurde – wenn überhaupt – mit erheblichen Kosten ablehnend
verworfen. Spätestens seit der Bundesgartenschau im Herrenkrug sind die Bürger
mit dem Automatikbetrieb vertraut. Dabei wurde
gleichzeitig viel weniger Personal in den Kassen und am Einlass benötigt …
Jetzt schwebt als neue Variante über den Forderungen der Bürger eine Fata
Morgana: „Später, wenn die Gastronomie der neuen Elefantenanlage ausgebaut sei,
wolle man überlegen, ihn wieder als Eingang zu benutzen.“ Soll das alles gewesen
sein zum Thema Wiedereröffnung des Nordeinganges??
Hans-Dieter Karg, Magdeburg
Aufsichtsrat ignoriert 3221 Bürger: Zoo-Nordeingang bleibt geschlossen
Gestern übergaben Bewohner von Nord Unterschriftensammlung für Öffnung eines 2.
Zooeingangs an OB Lutz Trümper. Der Aufsichtsrat der Zoo GmbH hat die
Wiedereröffnung des Nordeingangs abgelehnt. Es soll aus wirtschaftlichen Gründen
bei dem einen Eingang an der Zoowelle bleiben. Gestern machte sich erneut eine
Bürgerinitiative beim OB stark.
Initiator Siegfried Kratz hatte sich am Mittwoch gegen 16 Uhr mit 3221
gesammelten Unterschriften in die OB-Sprechstunde begeben. In seiner Begleitung
eine starke Streitmacht: Sandra Tänzer, Ramona Pinkow, Wiebke Girth-Hoffmann von
den GWA Neustädter See und Kannenstieg bzw. der Bürgerinitiative Nord. Im
Gefolge waren die Kinder Kevin und Gina sowie Baby Abbey-Josephine. Eckhardt
Bobkowski als Nutzer der Freizeitoase war als sachkundige Verstärkung aus der
älteren Generation dabei.
Die Tausenden Unterschriften seien ein Ausdruck dafür, dass sich viele
Magdeburger wieder einen Eingang im Norden des Zoos wünschen, kommentierten sie
bei der Übergabe an Oberbürgermeister Lutz Trümper.
Allerdings war eine für sie bittere Entscheidung bereits gefallen. Der
Aufsichtsrat der Zoo GmbH nämlich hatte dieser Tage aus wirtschaftlichen
Aspekten heraus beschlossen: Die Zoowelle bleibe vorerst der einzige Eingang.
100.000 Euro müssten für die Öffnung der alten Nordpforte gegenüber der
Allendestraße aufgebracht werden. Diese Summe werde an dem Eingang nicht
erwirtschaftet, sagte der OB, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo GmbH.
Dazu müssten zum Beispiel mindestens 1700 Jahreskarten mehr erworben werden,
wozu potenzielle Besucher aufgerufen worden waren. Die Rechnung ging nicht auf:
Es seien bis 30. März insgesamt nur 800 Jahreskarten verkauft worden, hieß es.
Lediglich das Drehkreuz soll am Nordeingang als Ausgang in Funktion bleiben, um
den Bewohnern der angrenzenden Wohngebiete wenigstens den Rückweg zu verkürzen.
Das Kreuz sei für Mütter mit Kinderwagen absolut nicht passierbar, hielt Ramona
Pinkow dagegen. Auch Rollstuhlfahrer kämen nicht durch, sagte die Mutter von
vier Kindern. Mit zahlreichen anderen Argumenten beschworen die Vertreter der
Bürgerschaft den OB, wieder einen zweiten Eingang zu öffnen. Es gehe um ca.
25.000 Bürger im nördlichen Einzugsgebiet, sagte Siegfried Kratz. Schulen und
Kindergärten werde der Zoobesuch erschwert oder gar verwehrt, bedauerten Sandra
Tänzer und Wiebke Girth-Hoffmann.Ältere Bürger hätten durch weite Umwege das
Nachsehen, wusste Eckhardt Bobkowski.
Lutz Trümper zeigteVerständnis, verwies aber darauf, dass die Entscheidung aus
dem gesamtstädtischen Blickwinkel gefallen sei. Wenn aber entgegen dem vom
Stadtrat beschlossenen Entwicklungskonzept mit einem repräsentativen Eingang
(2,4 Millionen Euro Kosten für die Zoowelle) anderes gewünscht werde, dann müsse
zwangsläufig eine erneute Entscheidung im Rat fallen. Die 100.000 Euro für den
Nordeingang müssten im Stadthaushalt eingestellt werden. Der Aufsichtsrat hält
Kompromisse bereit. Bei Großveranstaltungen werde der geschlossene Eingang Am
Vogelgesang geöffnet, erklärte Trümper. Später, wenn die Gastronomie in der
neuen Elefantenanlage ausgebaut sei, wolle man überlegen, ihn wieder als Eingang
zu nutzen. Was das Drehkreuz betreffe, da werde er mit der Zoo GmbH über
mögliche Lösungen reden, sagte er.
Die gestrige Abordnung will nicht aufgeben. „Wir kämpfen weiter, suchen erneut
Verbündete bei den Stadträten. Die Öffnung des Eingangs Am Vogelgesang wäre eine
mögliche Alternative, Investitionen auch nicht erforderlich“, hieß es zum
Schluss. Und: Bis September wollen sie 5000 Unterschriften gesammelt haben,
kündigten sie an. Von Karl-Heinz Kaiser

Vor ihrem Gang in die OB-Sprechstunde: Ramona Pinkow, Wiebke Girth-Hoffmann,
Sandra Tänzer, Siegfried Kratz, Eckhardt Bobkowski präsentieren sich vor dem
Rathaus. Mit dabei Gina, Kevin, Abbey Josephine. Foto: Karl-Heinz Kaiser
(Quelle: Volksstimme vom 26.05.2011)

25.05.2011
Schüler vom Neustädter See
In der Rubrik „Meine Klasse von ...“ stellen wir Schulklassen vor und nennen
Kontaktmöglichkeiten zu ehemaligen Klassenkameraden und Lehrern. Mehr
Informationen: www.volksstimme.de/klassenfoto

POS „Salvador Allende“ (Neustädter See): Klasse 10 b, Abschlussjahr 1986,
Kontakt über Heike Wetzig unter
studentin2@gmx.de (Quelle: Volksstimme
vom 25.05.2011)
21.05.2011
Haus „Heideweg“ in Nord stellt sich Qualitätstest
Prüfer im Pflegeheim: „Vom Äußeren nicht blenden lassen“
Das Altenpflegeheim „Heideweg“ in Nord hat sich gestern als erste
kommunale Einrichtung Magdeburgs der freiwilligen Qualitätsprüfung für das
deutschlandweite Heimverzeichnis gestellt. Die Bundesinteressenvertretung der
Heimbewohner testet die Lebensqualität in den stationären
Altenpflegeeinrichtungen.
Zeitgemäße Architektur, moderne Ausstattung, ruhige Lage im Grünen. Keine Frage,
das Altenpflegeheim am Heideweg ist ein Vorzeigebau. Doch davon werde er sich
nicht blenden lassen, sagt Lothar Ludwig: „Entscheidend ist für mich nicht das
äußere Bild, sondern was sich da drin abspielt.“ Eine klare Ansage gestern
Morgen 9 Uhr von dem ehrenamtlichen Gutachter des BIVA
(Bundesinteressenvertretung der Nutzer von Wohn- und Betreuungsangeboten im
Alter).
Kontrollbögen und Akten interessieren den grauhaarigen Magdeburger herzlich
wenig. „Darum kümmern sich der Medizinische Dienst der Krankenkassen und die
Heimaufsicht. Ich hinterfrage die Zufriedenheit und die Lebensqualität. Meine
Kriterien sind Autonomie der Bewohner, Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und
Achtung der Menschenwürde. Wir zeichnen Altenpflegeheime mit dem Grünen Haken
aus, in denen Respekt, Rücksichtnahme und die Wahrung der Intimsphäre
selbstverständlich sind.“
Dazu befragt der Prüfer getrennt die Heimleitung und Bewohnervertreter, schaut
hinter die Kulissen, nimmt einen Tag lang an Veranstaltungen und am Essen teil.
Ludwig engagiert sich ehrenamtlich für das Heimverzeichnis des BIVA, das im
Internet abrufbar ist, er wurde nach eigener Aussage von dem Bundesverband für
seine Aufgabe geschult.
Auch die Heime stellen sich freiwillig dem Test. „Das zusätzliche
Prüfungsverfahren des BIVA ist in der Öffentlichkeit bisher wenig bekannt.
Nachdem wir davon gehört hatten, haben wir uns gesagt: Dem wollen wir uns
stellen!“, sagte Grit Matthesius, Pflegefachberaterin bei der Wohnen und Pflegen
Magdeburg gGmbH. Das Unternehmen der Stadt Magdeburg wolle sich nach und nach
mit allen Heimen beteiligen. Gefördert wird die Initiative des BIVA vom
Bundesminis terium für Verbraucherschutz. Verliehen wird das Qualitätssiegel
jeweils für ein Jahr. In Sachsen-Anhalt wurde es laut Ludwig bisher 20 Mal
vergeben, in Magdeburg bereits an die private Einrichtung „Vitanas“.
Einrichtungsleiter Ingolf Ulbrich, der gestern mit seinem Pflegeheim „Heideweg“
in Nord beim kommunalen Träger den Anfang machte, zeigte sich optimistisch.
Gutachter Lothar Ludwig nahm am Abend gegenüber der Volksstimme so Stellung:
„Ich kann sagen, dass das Haus am Heideweg Lebensqualität und Wohlfühlatmosphäre
bietet und die Bewohner sich zufrieden äußern. Der Bericht geht nun an die
Bundesinteressenvertretung.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom
21.05.2011)

Lothar Ludwig (r.), ehrenamtlicher Gutachter für das bundesweite
BIVA-Heimverzeichnis, vor dem Pflegeheim „Heideweg“ im Gespräch mit
Einrichtungsleiter Ingolf Ulbrich und Pflegedienstleiterin Helga Schwenke.
Anschließend traf sich Ludwig u. a. mit dem Heimbeirat der Bewohner. Foto: R.
Richter

20.05.2011
Stadtteilfonds für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See
Das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" räumt die Möglichkeit ein, einen
Fonds einzurichten, durch den kleine Projekte im Rahmen der Ausrichtung des
Programms gefördert werden können. Für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter
See wurde im Integrierten Handlungskonzept Verfügungsfonds für beide Stadtteile
vorgeschlagen, die in Ergänzung zu den bestehenden Initiativfonds
Gemeinwesenarbeit (GWA) die Entwicklung und Umsetzung von bürgerschaftlich
getragenen Projekten und Maßnahmen unterstützen sollen.

19.05.2011
Rastplatz für Rentner nur gegen Gebühr
Blumenhändlerin am Boulevard wollte älteren Passanten helfen, macht wegen der
Kosten aber Rückzieher
Weil es auf dem Boulevard in Nord seit dem Umbau praktisch keine
Sitzgelegenheiten mehr gibt, wollte die Inhaberin eines Blumenlädchens selbst
die Initiative ergreifen und auf eigene Kosten und Verantwortung während der
Öffnungszeiten eine kleine Sitzecke für die zu einem Großteil älteren Passanten
anbieten. Die Stadt kündigte umgehend einen Gebührenbescheid an. Unverständlich
für Blumenhändlerin Sonja Oelze: „Dafür fehlen unserem kleinen Laden schlicht
die Mittel.“
Beim Umbau des Boulevards 2009 ließ die Stadt die Parkbänke verschwinden. Dafür
gab es auch aus Sicht von Sonja Oelze gute Gründe: Die Bänke seien von Trinkern
belagert worden und es habe immer wieder Lärmbelästigungen gegeben. Um nun
älteren Passanten auf dem Boulevard dennoch Sitzmöglichkeiten zu bieten, ließ
die Stadt zwei Betonhocker aufstellen. Doch die Blumenhändlerin sagt: „Die
werden nicht angenommen, schon gar nicht von Älteren, allein weil die Hocker
viel zu niedrig sind und außerdem an einer ungünstigen Stelle stehen. Die
einzigen, die sie nutzen, sind die Hunde.“
Die Unternehmerin wollte etwas für ältere Fußgänger tun. „Ich hatte die Idee,
zumindest in der warmen Jahreszeit zwei Stühle und eventuell einen Schirm
gegenüber dem Blumengeschäft aufzustellen. Morgens aufstellen, abends wegräumen,
fertig. Dabei hatte ich nicht nur an gebrechliche Menschen gedacht, sondern mir
die Sitzecke auch als kleine Gesprächsinsel vorgestellt. Davon kann es doch nie
genug geben“, erklärt Sonja Oelze. Schließlich sei der Boulevard nicht nur als
Bummelmeile, sondern auch als Ort für Kontakte, Klatsch und Tratsch bei den
Stadtteilbewohnern beliebt.
Die Geschäftsfrau fragte bei Stadtteilmanagerin Jessica Zedler nach, ob sie ihre
Sitzecke einrichten darf. „Sie telefonierte gleich mit den zuständigen Ämtern.
Und der Dämpfer kam sofort“, berichtet Sonja Oelze. „Für das Aufstellen von
Stühlen bestehe kein Bedarf, und pro Quadratmeter koste es so und so viel.“
Zusätzliche Kosten könne sie mit ihrem kleinen Blumenladen nicht tragen,
bedauert die Inhaberin. Die Einnahmen reichten meist gerade zum Überleben. Auch
auf einen gebührenpflichtigen Werbeaufsteller verzichtet sie deshalb schon seit
einiger Zeit. „Vielleicht überdenkt das Amt noch einmal sein Nein zur Sitzecke.
Es geht mir dabei doch nicht um Werbung für mein Geschäft, sondern um ein
lebendiges Miteinander im Stadtteil.“
Die Stadtverwaltung bleibt jedoch dabei: „Die Blumenhändlerin müsste tatsächlich
zahlen. Das ergab eine Prüfung bei der Straßenverkehrsbehörde“, sagte
Rathaussprecher Michael Reif gestern auf Volksstimme-Anfrage. Grundlage seien
die Sondernutzungssatzung und die Sondernutzungsgebührensatzung der
Landeshauptstadt. Im offiziellen Sprachgebrauch der Ämter klingt die Begründung
dann so: „Es handelt sich bei der Aufstellung von Stühlen mit Sonnenschirm um
die über den Gemeingebrauch hinausgehende Benutzung einer Straße bzw. eines
Gehweges und damit um eine erlaubnis- und gebührenpflichtige Sondernutzung.“ Die
Erlaubnis dafür könne das Tiefbauamt erteilen. Gegen Gebühr.
Um welche Summen geht es konkret: „Die Sondernutzungsgebühren für die
Aufstellung von Stühlen mit Sonnenschirm für einen begrenzten Zeitraum würden in
dem Bereich dieser Fußgängerzone pro Monat 0,70 Euro je Quadratmeter betragen.
Sollte die Gesamtgebühr für die Sondernutzung unter 28 Euro liegen, dann sieht
die vom Stadtrat beschlossene Gebührensatzung eine Mindestgebühr von 28 Euro
vor“, teilte Rathaussprecher Reif auf Nachfrage mit.
Blumenhändlerin Sonja Oelze sagt, sie sehe in dem alternden Stadtteil gerade am
Boulevard weiterhin den Bedarf an solchen ehrenamtlich betreuten Ruhepunkten.
„Stühle würde ich sehr gern stellen, doch für die Bezahlung fehlen unserem
kleinen Laden schlicht die Mittel.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 19.05.2011)

Sonja Oelze (l.), Inhaberin der „Blumeninsel“ am Neustädter Platz, im
Gespräch mit einer Kundin, die mit dem Rollator kommt. Sitzgelegenheiten gibt es
auf dem Boulevard nicht mehr. Foto: Robert Richter
19.05.2011
Wasserskianlage „Cable Island“ öffnet wieder
Brand vernichtete im April komplette Ausrüstung / „Kripo live“ bringt Fall am
Sonntag um 19.50 Uhr
Magdeburg. Die Wasserskianlage „Cable Island“ am Neustädter See startet am
Sonnabend ab 14 Uhr mit erheblicher Verspätung in die Saison. Das bestätigte
Betreiber Carsten Böhlecke auf Volksstimme-Anfrage. „Wir sind froh, dass wir den
Saisonstart auf die Reihe bekommen haben“, zeigt sich Böhlecke erleichtert. Die
Anlage litt und leidet nicht nur unter dem erhöhten Wasserstand des Sees,
sondern musste vor rund einem Monat einen weiteren schweren Schlag verkraften.
Am 20. April gegen 22 Uhr war Böhleckes Ausweichlager für die gesamte Ausrüstung
und den Shop von „Cable Island“ im Hohendodeleber Weg in Flammen aufgegangen.
Unbekannte waren auf das umzäunte Gelände eingedrungen, brachen die
Lagercontainer auf und steckten
anschließend alles in Brand, wie die Kripo inzwischen feststellte. Dabei wurden
u. a. 30 Tauchanzüge samt Zubehör vernichtet, die Polizei bezifferte den Schaden
auf 75.000 Euro. „Eine Spur der Täter haben wir aber noch nicht“, teilte
Polizeisprecher Thomas Kriebitzsch gestern mit. Er erhofft sich weitere Hinweise
von der Kripo-live-Sendung, die an diesem Sonntag ab 19.50 Uhr im MDRFernsehen
ausgestrahlt wird. Am Dienstag war ein Kamerateam am Neustädter See und am
Hohedodeleber Weg vor Ort und stellte den Tathergang nach.
„Wir haben an den Containern Hebelspuren gefunden und gehen deshalb im
Ausschlussverfahren von einem Einbruch aus“, erklärt Thomas Kriebitzsch. Die
enorme Hitzeentwicklung durch den Brand habe alle restlichen Spuren vernichtet.
Der Hohendodeleber Weg sei zwar abgelegen, doch sind dort öfter Hundebesitzer
mit ihren Tieren unterwegs. „Vielleicht ist jemand ja etwas Ungewöhnliches
aufgefallen“, hofft Kriebitzsch.
„Cable Island“-Betreiber Carsten Böhlecke, der nach dem Feuer nur die
Gastronomie öffnen konnte, musste die verbrannte Ausrüstung erst einmal aus
eigener Kasse vorfinanzieren. Wegen des immer noch erhöhten Wasserstandes ließ
er außerdem eine provisorische zweite Steganlage errichten. Dennoch können am
Sonnabend aufgrund der Bausituation nur erfahrene Wakeboard- und
Wasserski-Fahrer mit eigener Ausrüstung an den Start gehen. Ab 1. Juni sollen
dann auch wieder Anfänger fahren können.

Von Andreas Stein (Quelle: Volksstimme vom 19.05.2011)

17.05.2011
Auszeichnung wandert - Polizei reicht die Taube weiter
Magdeburg
(st). Gabriele Herbst, ehemalige Pfarrerin der Hoffnungsgemeinde, erhielt
gestern aus den Händen von Polizeipräsident Wolfgang Mönck meyer die symbolische
Friedenstaube, die im Rahmen eines Menschenrechts-Projektes von Hand zu Hand
wandert. Die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und ehemalige
Ausländerbeauftragte des Kirchenkreises wird damit für ihren unermüdlichen
Einsatz zum Schutz ausländischer Mitbürger vor fremdenfeindlichen Übergriffen
geehrt. (Quelle: Volksstimme vom 17.05.2011)
17.05.2011
Zum Kinderfest tanzen nicht nur kleine Gäste an der „Oase“
Ehrenamtliches Festkomitee und Helfer freuen sich über
Hunderte Besucher
Mit großem Spiel- und Liederspaß für kleine „Nordlichter“ landeten
dieVeranstalter des ersten Kinder- und Familienfestes am vergangenen Sonnabend
in Nord einen Volltreffer.Von ehrenamtlichen Helfern organisiert, lockte die
Veranstaltung Hunderte Besucher, die über die Festmeile Im Brunnehof bummelten
und für ein buntes Treffen der Generationen sorgten.
Neustädter See (rri). „Heute gehört die Bühne den Kindern!“, rief Musiker Roger
Altenburg, der mit vielen Mitstreitern beim großen „Liederspaß“ auf der Bühne
für den Höhepunkt des Tages sorgte. Ganz im Stile der einstigen
Mini-Playback-Show im Fernsehen präsentierte Altenburg Weltstars aus Musik und
Show. „Dafür haben wir im Vorfeld an mehreren Schulen Castings veranstaltet, um
die besten Talente für unsere Show zu finden“, verriet Altenburg. Und im
Sonnenschein tanzten vor dem Kinder- und Jugendhaus „Oase“ nicht nur die Akteure
auf der Bühne, sondern auch die Besucher davor.
„Tolle Stimmung, viele Besucher, wir freuen uns“, sagte Sandra Täntzler vom
Bürgerverein Nord, die sich im Festkomitee monatelang mit für das Kinder- und
Familienfest in Nord stark gemacht hatte. Vertreter der
Gemeinwesenarbeitsgruppen (GWA) Kannenstieg und Neustädter See, vom Jugendtreff
„Oase“ und Stadtteilmanagerin Jessica Zedler vom Internationalen Bund hatten
sich ebenfalls aktiv eingebracht. Die Aufregung bei den rund 40 ehrenamtlichen
Helfern war im Vorfeld groß, so Sandra Täntzler. „Doch jetzt, wo alles läuft,
sind wir zufrieden“, sagte denn auch Thomas Kunde, Leiter der „Oase“.Viele
weitere Vereine und Einrichtungen wie das Bürgerhaus Kannenstieg, das
Don-Bosco-Jugendzentrum, das Altenpflegeheim Heideweg, das Sozialprojekt Nord
oder die evangelische Hoffnungsgemeinde machten mit. Nicht zuletzt auch
Unternehmen und Sponsoren. „Wir wurden toll unterstützt, das hat Spaß gemacht!“,
so Sandra Täntzler. Der Spaß war auch erst am Abend vorbei. Denn vom
zwischenzeitlichen Regenschauer am Nachmittag ließen sich die „Nordlichter“
nicht verjagen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 17.05.2011)

Andrang auf der Bummelmeile „Im Brunnenhof“ am Neustädter See beim ersten
Kinder- und Familienfest des Nordens. Eine Neuauflage soll es 2012 im
Kannenstieg geben. Fotos (3): Robert Richter

Vor dem Kinder- und Jugendhaus „Oase“ sorgte auf der Festmeile auch ein Clown
für Spaß.

Grund zur Freude hatten „Oase“-Chef Thomas Kunde, Sandra Täntzler und Gisela
Plathe (r.) vom Bürgerverein.
14.05.2011
Spiel und Liederspaß im Brunnenhof

Großer Frühlingsspaß beim Straßenfest Im Brunnenhof am Neustädter See. Hunderte
Besucher bummelten am Samstag über die Festmeile und feierten mit großen und
kleinen Künstlern auf der Bühne. Höhepunkt war der „Liederspaß für Kinder“ mit
Showmusiker Roger Altenburg.
Das Kinder- und Familienfest hatten erstmals die Gemeinwesenarbeitsgruppen
Neustädter See und Kannnenstieg, Bürgerverein Nord, Jugendzentrum „Oase“ und das
Stadtteilmanagement organisiert. Viele Vereine und Einrichtungen aus Nord
schlossen sich mit ihren Angeboten an. Foto: Robert Richter
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 16.05.2011)
14.05.2011
Spiel, Spaß und Show am Sonnabend „Im Brunnhof“ - Hibbelige Helfer fiebern
Familienfest in Nord entgegen
Als „extrem hibbelig“ beschrieb Sandra Täntzler vom Bürgerverein Nord gestern
ihre und die Gemütsverfassung ihrer Mitstreiter. Nach monatelanger Vorbereitung
steigt am 14. Mai von 11 bis 18 Uhr das Familienfest in Nord. Rund 40
ehrenamtliche Helfer stehen bereit und freuen sich auf viele Besucher auf dem
Festgelände „Im Brunnenhof“ vor dem Kinder- und Jugendhaus „Oase“. Höhepunkt ist
die Show mit Kindermusiker Roger Altenburg.
Im Januar gründete sich das festliche Quintett in Nord: Die
Gemeinwesenarbeitsgruppen Neustädter See und Kannenstieg, der Bürgerverein Nord,
das Kinder- und Jugendhaus „Oase“ und Stadtteilmanagerin Jessica Zedler
starteten die Vorbereitungen für das erste Familienfest in Nord. Nun, kurz vor
dem großen Tag, steigt die Anspannung.
„Wir wollen, dass Nord mit Kannenstieg und Neustädter See zusammenwächst und die
Tangente als trennende Grenze zwischen unseren Stadtteilen überwunden wird“,
sagt Sandra Täntzler, die als stellvertretende Bürgervereinsvorsitzende auch im
zehnköpfigen Festkomitee in der ersten Reihe steht. „Auf der Bühne erwarten die
Besucher ab 11 Uhr zum Beispiel die Linedancer der Grundschule Kannenstieg, der
Budokan-Karate-Verein und Tänzer der Movement Dance Acade my“, kündigte Marcel
Härtel vom Festkomitee an. Absoluter Höhepunkt soll die Show von Musiker Roger
Altenburg mit seinem stimmungsvollen „Liederspaß für Kinder“ werden. Altenburg
ist musikalischer Botschafter des Magdeburger Förderkreises krebskranker Kinder.
„Abgerundet wird das Programm bis 20 Uhr durch unseren DJ“, so Härtel. Und:
„Natürlich wird das Festgelände rund um die Bühne mit vielen weiteren Angeboten
belebt. Wie es sich für ein Kinderfest gehört, laden Bastelstände, Hüpfburg,
Kleinfeldfußball und das AWOSpielmobil zum Mitmachen ein. Die Besucher können
auch Alpakas streicheln oder auf dem Kuchenbasar und am Grillstand schlemmen.“
Während der Bürgerverein einen Flohmarkt organisiert, wird das Sozialprojekt
Nord die Stadtteilchronik Neustädter See nebst kleiner Ausstellung präsentieren.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.05.2011)


13.05.2011
Abtauchen auf dem Neustädter Platz
Taucher und Fische im Neustädter See lenken seit Kurzem die Blicke der Passanten
auf dem Neustädter Platz auf sich. Die Fassade des Geschäftshauses an der
Nordseite wurde von Graffiti-Künstlern der Agentur „Strichcode“ mit Motiven
gestaltet, die das Freibad und Erholungsgebiet Neustädter See charakterisieren.
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler hatte die Aktion mit Geld aus dem
Förderprogramm „Soziale Stadt“ gestartet. Die Fläche stand durch Schmierereien
als Schandfleck in der Kritik. Foto: R. Richter
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.05.2011)

12.05.2011
Integrative Kindertagesstätte - Tanz im „Haus der kleinen Forscher“ am
Seeufer
In der Integrativen Kindertagesstätte „Am Neustädter See“ hat wieder
das Programm „Haus der kleinen Forscher“ mit dem zweiten großen Projekt
„Spiegel, Licht und Farben“ begonnen. Dieses Mal werden Licht und Schatten, die
Farben des Regenbogens und die verschiedensten Spiegel unter die Lupe genommen.
„Nicht nur für Kinder ist der Anblick eines bunten Regenbogens faszinierend.
Auch Erwachsene lassen sich gern durch Licht und Farben verzaubern“, so
Kita-Mitarbeiterin Birgit Kersten. „Hier gab und gibt es Berührungspunkte
zwischen den Kindern unserer Integrativen Kita und den Erwachsen des
,Otto-Lüdecke-Hauses‘ der Stiftung ,Staßfurter Waisenhaus‘. Die Tanzgruppe der
Staßfurter Wohnanlage für Menschen mit geistiger Behinderung hatte bereits einen
Auftritt mit farbenfrohen Tänzen bei uns am Neustädter See, und die 100 Kinder
der Integrativen Kita schauten begeistert zu.“
EineWoche lang hatte dieTanzgruppe intensiv in einem Workshop geübt und sich auf
diesen Auftritt vorbereitet. „Nicht nur Kinder und Erzieher waren begeistert,
auch die Tänzer selbst waren von so viel Offenherzigkeit angetan. Mit dem
Regenbogenlied bedankten sich unsere Kinder bei der Tanzgruppe und luden sie zu
selbstgebackenem Kuchen und Apfelsaft ein“, berichtet Birgit Kersten weiter.
Damit sei eine enge, generationsübergreifende Freundschaft über die Stadtgrenze
hinaus entstanden, die beide Seiten weiter pflegen wollen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 12.05.2011)

Bewohner des Staßfurter Otto-Lüdecke-Hauses bei ihrem Tanzauftritt im Garten der
Kita „Am Neustädter See“. Foto: privat
12.05.2011
„Als ich zurückkam, lag Magdeburg in Trümmern“
Käthe Eins blickt zum 100. Geburtstag auf ein bewegtes Leben zurück
Magdeburg ist für die gebürtige Ostpreußin die Stadt ihrer großen Liebe. Hier
wusch sie auch als Frisörin den Kunden den Kopf, und hier lebt sie noch heute
als stolze Mutter, Oma und Uroma. Gestern feierte Käthe Eins am Heideweg ihren
100. Geburtstag.
Ihre Eltern waren Mühlenbesitzer in der Nähe von Königsberg, und Deutschland
hatte noch einen Kaiser, als Käthe Eins am 11. Mai 1911 geboren wurde. Nach der
Schule lernte sie das Frisörhandwerk, suchte anschließend eine Arbeit und die
große Liebe. Beides fand sie über eine Zeitungsannonce in Magdeburg. „Ich fand
in Westerhüsen eine Arbeit und lernte meinen späteren Mann Fritz kennen“,
erzählt Käthe Eins. 1938 war Hochzeit, 1940 wurde Tochter Gisela geboren.
Während des Zweiten Weltkriegs zog sie zu ihren Eltern nach Ostpreußen zurück,
ihr Fritz war zum Kriegsdienst eingezogen worden. „Als ich nach dem Krieg als
Flüchtling aus Ostpreußen wieder nach Magdeburg kam, lag die schöne Stadt, die
ich verlassen hatte, in Trümmern“, erinnert sie sich. Ihr Mann kam erst 1950 aus
Kriegsgefangenschaft zurück. Ein neues Kapitel begann in der schweren
Nachkriegszeit. Und Käthe Eins arbeitete zu DDR-Zeiten wieder im Frisörsalon ...
Gestern war für Käthe Eins und ihre Angehörigen Zeit für eine Rückschau auf 100
beweg te Jahre. Ihre größte Freude seien heute ihr Enkelkind und die zwei
Urenkelkinder, so die Jubilarin. Sie selbst fühle sich durch die gute Betreuung
seit einigen Jahren im Altenpflegeheim Heideweg rundum wohl. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 12.05.2011)

Käthe Eins gestern an ihrem 100. Geburtstag.
Foto: Robert Richter

11.05.2011
Nordeingang Zoo - Testmonate ergeben kein reales Bild
Die Schließung hat für viele Einwohner in Nord fatale Folgen. Vielen Kindern,
Armen, Alten und Behinderten werden dadurch erhebliche oder totale Hindernisse
aufgebaut. Für nicht wenige Einwohner war der tägliche oder häufige Zoobesuch
zur alltäglichen Routine geworden. Die Besuche gehörten zum Tagesablauf. Auch
die Bürgervereine und Gemeindewesenarbeitsgruppen in Nord bemühen sich weiterhin
um den Nordeingang und sammeln noch immer Unterschriften, so dass sich die Zahl
der Unterschriften bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung Mitte Mai noch erhöhen
wird. Die zwei Testmonate im Vorjahr gaben überhaupt kein reales Bild über die
Nutzung des Nordeingangs, denn es gibt Einwohner, die sich erst eine Dauerkarte
nach Daueröffnung kaufen würden und solche, die von der Testöffnung gar nichts
wussten.
Es verwundert uns schon sehr, dass Vertreter der größten Parteien unserer Stadt
einen Nordeingang fordern, während ihre Vertreter im Zooaufsichtsrat für die
dauerhafte Schließung stimmen. Man darf auch gespannt sein, wie sich die
Mitglieder des neuen Seniorenbeirates der Stadt bezüglich Nordeingang für die
Senioren in Nord einsetzen werden.
Also, Herr Oberbürgermeister und Aufsichtsratsmitglieder, wir fordern die
Öffnung des Nordeingangs unter allen Umständen, damit der Zoo in unserem
hochgradig überalterten Stadtteil für alle Bürger erreichbar wird. Nach unserer
Meinung sind wir auch nicht für den Zoo da, sondern der Zoo für die Bewohner
Magdeburgs und Umgebung. Wir denken auch, dass bei 20 Millionen Baukosten
mindestens eine automatische Einrichtung den Eingang ermöglichen könnte und
fordern den Aufsichtsrat auf, mit der Diskriminierung unserer Einwohner so
schnell wir möglich Schluss zu machen. Karl-Heinz Rasche, 39126 Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 11.05.2011)
10.05.2011
Nachwuchsreporter machen „Lesequatsch“
In der Grundschule „An der Klosterwuhne“ erscheint regelmäßig die Schülerzeitung
„Lesequatsch“.
Dem „Lindwurm“ bot sich die Gelegenheit, den kleinen Nachwuchsreportern einmal
über die Schulter zu schauen.
Die Schülerzeitung wurde im August 2009 im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft
gegründet.
„Unser Ziel ist es, bei den Kindern die Freude am freien Schreiben zu wecken“,
erzählt Frau Klapper. Als Leiterin der Schülerzeitung liegt ihr Hauptaugenmerk:
„am eigenen Gestalten von Texten und Bildern. Der Spaß beim Entwickeln der
Themen steht im Vordergrund.“
Immer mittwochs arbeiten 7 Schüler und Schülerinnen der 3. und 4. Klasse an der
Schülerzeitung. Jessica, Jean-Luc, Sonique, Karina, John, Sophie und Michelle
sind dann, wie große Zeitungsreporter, ständig auf der Suche nach neuen Ideen,
Geschichten und Themen für ihre nächste Ausgabe.
Wie es sich für eine richtige Zeitung gehört, hat auch der „Lesequatsch“ feste
Themenbereiche und Rubriken.
Auf die Frage: „Was soll in die Zeitung?“ antwortet Jessica: „Es soll was
Lustiges hinein, es soll was Spannendes hinein und es soll mit uns zu tun
haben!“ Karina erklärt: „Es gibt viele Sachen, zum Beispiel Witze, Geschichten,
Elfchen und manchmal Experimente. In der Schülerzeitung gibt es auch schwierige
Fragen.“
Bei einer Zeitung von Kindern für Kinder ist es natürlich selbstverständlich,
dass es eine feste Witzeseite gibt.
In jeder Ausgabe erarbeiten die Redakteure ein Quiz und sie bieten Experimente
zum Selbermachen an.
In der März-Ausgabe 2011 haben die Zeitungsmacher das Ergebnis einer
Dezember-Umfrage veröffentlicht. Dabei handelte es sich um die
Freizeitgewohnheiten der Schüler.
Die Zeitung bietet ausserdem, durch gezielte Aufrufe, Schülern eine Plattform
für verschiedene Themen. „Die Ideen landen dann in unserem Briefkasten“, erzählt
Michelle. So können die Schulschreiber der Grundschule „An der Klosterwuhne“
einige ihrer Geschichten veröffentlichen. Von Schülern selbstgeschriebene
Gedichte werden gedruckt und zu besonderen Anlässen werden kleine Reportagen
verfasst.
Mit der Hilfe von Frau Klapper werden die Artikel am Computer bearbeitet und in
druckreife Formate gebracht. John und Sonique finden diese Arbeiten am
Spannensten. „Dabei kann man am PC üben und die Wörter richtig zu schreiben
lernen“. Selbstverständlich werden die Seiten eigenhändig ausgedruckt, die
Blätter gefaltet und dann in ihrer Reihenfolge sortiert. Der „Lesequatsch“ ist
echte Handarbeit. „Toll ist, dass alle Mithelfer sich sehr anstrengen,“ lautet
das Fazit von Jean-Luc. Der „Lindwurm“ wünscht den Machern der Schülerzeitung
bei ihrer Arbeit weiterhin viel Spaß, Erfolg und vorallem immer wieder neue und
witzige Ideen. Und falls jemand nicht weiß, was ein Elfchen ist, für den hat
Sophie noch einen Tipp: „Lest einfach unseren nächsten Lesequatsch!“
(Quelle: Stadtteilzeitung "Der Lindwurm", 9. Ausgabe)

Die Redakteure der Schülerzeitung von links:
Jean-Luc, Karina, Jessica, Sonique, Michelle, John, Sophie, Frau Klapper
07.05.2011
Unbekannte kokeln auf dem Spielplatz
Neustädter See (pl). In der Pablo-Neruda-Straße hat es am Donnerstag gegen 17.40
Uhr auf einem Spielplatz gebrannt. Wie die Polizei mitteilte, hatten unbekannte
Täter in einer Holzhütte eine Sitzgelegenheit angezündet. Durch das entstandene
Feuer wurde auch eine Wand der Hütte beschädigt. Passanten hatten das Feuer zum
Teil schon mit Sand erstickt, die Feuerwehr löschte dann noch Glutnester. Die
Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und Spuren gesichert, da von
vorsätzlicher Brandstiftung ausgegangen werde, so die Polizei. (Quelle:
Volksstimme vom 07.05.2011)

07.05.2011
Falscher Beamter mit falschem Ausweis
Neustädter See (pl). Eine 81-jährige Magdeburgerin ist am Donnerstag gegen 17
Uhr einem dreisten Betrüger auf den Leim gegangen. Nach Angaben der Polizei
hatte der Mann an der Wohnungstür der Frau in der Ziolkowskistraße geklingelt.
Als die Frau öffnete, habe er sich als Finanzbeamter ausgegeben und auch einen
selbst gebastelten „Ausweis“ gezeigt. Dann fragte er sein Opfer im barschem Ton,
warum sie die „Briefe vom Finanzamt“ nicht beantwortet habe. Die verstörte Frau
sagte, sie habe gar keinen Brief bekommen, ließ den Mann aber in ihre Wohnung.
Dort wollte der „Finanzbeamte“ Unterlagen von der Frau einsehen und erkundigte
sich, ob sie Bargeld im Hause habe. Eingeschüchtert gab sie an, Geld zu haben
und deutete wohl unbewusst auch an, wo es versteckt war. Der Täter nutzte einen
unaufmerksamen Augenblick der aufgeregten Frau, stahl das Geld und verschwand
wieder aus der Wohnung. Seine Beute: 1000 Euro.
(Quelle: Volksstimme vom 07.05.2011)
06.05.2011
17. bis 19.06.2011 - Siedlerverein bereitet 90-Jahr-Feier im Juni vor
Lutz Mitternacht wurde hier geboren und sagt: „Eichenweiler ist für mich das
coolste Dorf Magdeburgs!“
Lutz Mitternacht wurde 1948 in Eichenweiler geboren und wohnt noch heute in
jenem Haus an der Aue. Schon seine Vorfahren waren Siedler in Eichenweiler. Das
90-jährige Bestehen der Siedlung in diesem Jahr ist für Mitternacht daher ein
ganz besonderes Jubiläum. Er engagiert sich mit im Siedlerverein, der für den
Juni ein großes Festwochenende plant und eine Chronik herausgeben will. Denn:
„Eichenweiler ist für mich das coolste Dorf Magdeburgs!“, sagt Lutz Mitternacht.
„Mein Großvater hatte das Haus an der Aue gebaut, in dem ich dann auch geboren
wurde“, erzählt der 63-Jährige, der in Eichenweiler das Licht der Welt erblickte
und sein ganzes Leben hier verbrachte. „Heute geht es mir darum, das was meine
Großeltern und die ersten Siedler hier aufgebaut haben, am Leben zu erhalten,
dazu fühle ich mich verpflichtet.“
Seit Monaten arbeitet Lutz Mitternacht daher mit weiteren Mitstreitern aus dem
Siedlerverein (25 Mitgliederfamilien) an der ersten Chronik Eichenweilers, die
am Festwochenende vom 17. bis 19. Juni Premiere feiern soll. „Wir sind so gut
wie fertig und können die Schrift in Kürze in den Druck geben“, sagt der
Hobbychronist.
Im Siedlerverein aktiv ist auch Lutz Albach, der ebenfalls schon über seine
Großeltern mit Eichenweiler eng verbunden ist. „Nach dem Zweiten Weltkrieg
wurden meine Mutter und wir drei Kinder, die in der Stadt am Fischerufer gewohnt
hatten, evakuiert und mussten die Stadt verlassen. Zurück nach Magdeburg durf te
nur, wer Wohnraum nachweisen konnte. Mein Opa holte uns deshalb 1951 nach
Eichenweiler“, berichtet Albach. „Hier wohnten wir eben mit in dem Häuschen, das
mit ausgebautem Dachgeschoss für uns rund 50
Quadratmeter Wohnfläche bot – und das zu sechst! Heute unvorstellbar.“
1921 war der Grundstein für die Erwerbslosensiedlung mit 150 Wohnungen gelegt
worden. Die Heimstättenbaugenossenschaft Magdeburg stand hinter dem Vorhaben.
Ein zweiter Bauabschnitt mit 48 Wohnungen in Doppelhäusern begann 1931. „Vor
allem Handwerker und Arbeiter erhielten hier Wohnraum, die beim Bau selbst
tatkräftig mitmachen konnten. Ein Haus hatte den Wert von 3000 Reichsmark. Zehn
Prozent musste der künftige Mie ter einzahlen oder in Arbeitsleistung
aufbringen, 825 Reichsmark zahlte die Stadt, 1875
Reichsmark das Reich“, erklärt Lutz Mitternacht. „Dann musste Miete gezahlt
werden. Nach 1990 hatten die Bewohner das Vorkaufsrecht.“ So wurde er Eigentümer
seines Geburtshauses in Eichenweiler.
Auf die 90-Jahr-Feier freut sich aber auch Dirk Mallée, Vorsitzender des
Siedlervereins: „Wir haben im Juni dreifachen Grund zum Feiern: Der
Siedlerverein wird 80 Jahre, die Siedlung selbst 90 Jahre und der Sportverein
Fortuna, mit dem wir uns zusammengetan haben, feiert 100-jähriges Bestehen.“ Die
Siedler wollen den Auftakt am 17. Juni gestalten: „Das ist der Siedlertag. Um 18
Uhr soll ein bunter Festumzug durch Eichenweiler mit hoffentlich vielen
Bewohnern und Gästen als Zuschauer an der Strecke starten. Damit wollen wir an
die
Geschichte der Siedlung erinnern und unser Vereinsleben widerspiegeln.
Anschließend wird im großen Festzelt auf dem Fortuna-Sportplatz gefeiert“, so
Mallée. Der Sonnabend ist der Fortuna-Tag, und am Sonntag steigt ein gemeinsames
Kinder- und Familienfest auf dem Sportplatz. Für Lutz Mitternacht prägte der
Siedlerverein mit vielen Festen und Veranstaltungen im ehemaligen Clubhaus das
Leben in Eichenweiler. Die Bedeutung ging in den vergangenen Jahren immer weiter
zurück. „Doch“, so Mitternacht, „wir hoffen, wieder mehr
Zulauf zu erhalten und etwas für Eichenweiler zu bewegen.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 06.05.2011)

Sie helfen mit bei den Vorbereitungen für die 90-Jahr-Feier der Siedlung
Eichenweiler (v.l.):
Lutz Albach, Dirk Mallée, Hans-Gerd Seeharsch, Lutz Mitternacht und Günther
Pätzold. Foto: R. Richter

05.05.2011
Familienfest am Neustädter See am 14. Mai - Großer Liederspaß für kleine
„Nordlichter“
Am 14. Mai steigt am Neustädter See ein großes Kinder- und
Familienfest der Vereine und Einrichtungen in Nord. In diesem Rahmen will das
Sozialprojekt Neustädter See die Stadtteilchronik in erweiterter Form
präsentieren. Auf dem Festgelände am Kinder- und Jugendhaus „Oase“ (Im
Brunnenhof) möchten die Mitarbeiter außerdem die bereits fertig gestellten Teile
eines Stadtteilmodells für Nord zeigen. Höhepunkt des Tages ist die Show von
Kindermusiker Roger Altenburg.
„Die Stadt Magdeburg hat das Jahr 2011 zum ,Jahr der Jugend‘ erklärt. Unter
diesem Aspekt haben sich die Gemeinwesenarbeitsgruppen Neustädter See und
Kannenstieg entschlossen, 2011 ein gemeinsames Stadtteilfest zu organisieren“,
so Marcel Härtel, ehrenamtlicher Mitstreiter im Festkomitee. „Tatkräftige
Unterstützer sind der Bürgerverein Nord, das Kinder- und Jugendhaus „Oase“ und
das Stadtteilmanagement des Internationalen Bundes. Nach langer und intensiver
Planung und Vorbereitung freuen wir uns darauf, allen Gästen einen bunten und
fröhlichen Tag zu bereiten.“
Dafür soll am 14. Mai um 11 Uhr der Startschuss fallen. Linedancer, Karateka und
Showtänzer sind dabei. Ab 15 Uhr verbreitet der Magdeburger Showmusiker Roger
Altenburg seinen „Liederspaß für Kinder“ in Nord. Bis 20 Uhr können Besucher bei
Musik, Speisen und Getränken an der „Oase“ feiern. Dazu gibt es Bastelstände,
Kleinfeldfußball und viele weitere Aktionen.
„Nachdem die erste gedruckte Auflage der Stadtteilchronik von vielen
Stadtteilbewohnern sehr positiv angenommen wurde, bietet das Sozialprojekt am
14. Mai erstmals die Möglichkeit, das entstehende Modell des Stadtteils
Neustädter See in Augenschein zu nehmen“, sagte Brigitte Saib, Leiterin des
Sozialprojekts in Nord in Trägerschaft der IMA (Institut für Marktwirtschaft
gGmbH). „Obwohl die Arbeiten noch lange nicht abgeschlossen sind, lohnt sich ein
Blick auf die bisher fertiggestellten Objekte.“
Neben dem Modell stellt das Sozialprojekt die Wanderausstellung zur
Stadtteilchronik in leicht veränderter Form aus. „Das Hauptinteresse an diesem
Tag liegt in der Präsentation des fertiggestellten Videos zur Stadtteilchronik.
Unter dem Titel ,Die Bilder zur Chronik‘ hat unsere Medienwerkstatt einen Film
zusammengestellt, der am 14. Mai auf dem Kinder- und Familienfest Premiere
feiert und auch erworben werden kann“, so Brigitte Saib.
Auch der Bürgerverein Nord plant eine besondere Aktion; „Zum großen Kinder- und
Familienfest findet an der ,Oase‘ unter Regie des Bürgervereins Nord von 11 bis
17 Uhr ein Flohmarkt für private Anbieter statt“, teilte der Verein mit. Von
Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 05.05.2011)

Roger Altenburg kommt mit seiner Kindermusikshow am 14. Mai nach Nord zum
Familienfest. Foto: R. Richter
Samstag, der 07.05.2011
Im Flora-Park - Größte Tanzparty des Landes
Großer Silberberg (rs). Eine der landesweit größten Tanzpartys steigt am 7. Mai
im Flora-Park mitten auf der Ladenstraße. Mit „Magdeburg tanzt“ sind alle von 18
bis 60 Jahren aufgerufen zu feiern und zu tanzen, etwas zu erleben. Für Stimmung
sorgen mehr als 20 DJ und andere Künstler. 15 Tanzflächen wollen sie gemeinsam
mit ihren Gästen zum Beben bringen.
Von den Admirals über minimale elektronische Klänge, Disco-Fox, Deutsche
Schlager, Rock Classics, Black Music bis hin zu House und Power Pop garantiert
der Mix wieder Party-Spaß für viele Geschmäcker, ganz im Sinne von „Deutschland
tanzt“ – der bundesweiten Party-Kampagne des international tätigen
Veranstalters, Kulturbotschafters und Visionärs Ralf Koppetzki.
Um 22 Uhr fällt der Startschuss zur Party auf allen Flächen im gesamten
Fora-Park. Karten gibt es im Vorverkauf für 8 Euro im Center an der Kundeninfo
und Restkarten zum Preis von 12 Euro ab 21 Uhr am Veranstaltungsabend an der
Abendkasse. Es fahren kostenlose Sonderbusse der Verkehrsbetriebe zwischen
Busbahnhof/Hauptbahnhof und Flora-Park. Am Flora-Park stehen über 3000
kostenlose Parkplätze zur Verfügung. (Quelle: Volksstimme vom 04.05.2011)

05.05.2011
Carl-Miller-Bad feiert am morgigen Freitag mit großem Fest und freiem
Eintritt 60-jähriges Bestehen
Freibad Barleber See bleibt dicht – alle anderen starten am Sonnabend durch
Das Wetter zeigt sich am Sonnabend zur Eröffnung der Badesaison von
seiner schönsten Seite. Temperaturen bis 24 Grad Celsius und am Sonntag sogar
bis 26 Grad Celsius werden erwartet. Allerdings: Das größte Strandbad Barleber
See bleibt noch bis zum nächsten Wochenende wegen der Überflutung des Ufers
geschlossen. Der Neustädter See soll, wie die drei anderen Freibäder, am
Sonnabend planmäßig öffnen – teilweise mit sanierter Anlage.
Die Rettungsschwimmer hatten gestern am Neustädter See
ihren wohl eisigsten Job der Saisonvorbereitung.
In einer Kette formiert, mussten sie durch das 13 Grad Celsius kalte
Wasser im Nichtschwimmerbereich stapfen, um ihn nach Untiefen abzusuchen. Es
sollte die letzte Kontrolle zur Entscheidung über eine Öffnung des Strandbades
sein. „Da müssen wir wirklich auf Nummer sicher gehen“, erklärte Schwimmmeister
Maik Grotsch. Am Ende gab es grünes Licht. Nach seinen Angaben fehlen durch den
hohenWasserstand am flachen Kinderstrand bis zu 20 Meter Sand und im Bereich des
steileren Ufers etwa zwei Meter. Ansonsten seien keine Schäden durch den etwa
einen Meter über normal bestehenden Pegel entstanden. Freuen können sich die
Nutzer des FKK-Bereiches. Hier wurde die Anlage saniert und der Sanitärtrakt neu
gemacht. „Die Anlage soll bis auf kleine Restarbeiten am Freitag übergeben
werden“, erklärte Grotsch weiter.
Anders sieht es am Barleber See aus.
Hier hofft Schwimmmeister Nils Wübbenhorst bis zum 14. Mai eröffnen zu
können. Bis dahin gebe es noch viel zu tun. Da die gesamten Strände „abgesoffen“
sind, müssen diese nun mühsam neu angelegt werden. In der nächsten Woche werde
schweres Gerät eingesetzt, um den verbliebenen Uferbereich neu aufzubereiten.
„Wir haben erst einmal 350 Tonnen Sand be stellt, ob der aber für den Strand
reichen wird, wissen wir nicht. Uns rennt auch die Zeit davon“, erklärt
Wübbenhorst weiter. Wenn der Strand fertig ist, müssen die Bojen für den
Nichtschwimmerbereich neu gesetzt werden. Dies erfolge nach strengen
Richtlinien, bestimmte Tiefen durch Löcher oder Ausspü lungen darf es ähnlich
wie beim Neustädter See nicht geben. Wenn dasWasser irgendwann zurückgeht, so
erklärt Wübbenhorst, müssten die Bojen dann auch wieder versetzt werden. Anders
wie beim Neustädter See habe hier das Wasser auch Schäden angerichtet. So haben
alle Rettungstürme nasse Füße be kommen. Eine Toilette kann nicht mehr benutzt
werden und Turm III ist weiter stromlos. Am Rettungsturm kann auch ein
Spielplatz nicht in Betrieb genommen werden, weil dieser zum Teil noch unter
Wasser steht. Für das große Strandbad Barleber See ist die Verzögerung des
Saisonstarts ein harter Schlag. An Wochenenden mit hohen Temperaturen können bis
zu 9000 registrierte Nutzer (Spitzenwert des besten Tages im vergangenen Jahr)
das kühle Nass aufsuchen. Insgesamt seien dann bis zu 15• 000 Gäste am See
inklusive Camper und Bungalow-Siedler.
Das Carl-Miller-Bad feiert bereits am morgigen Freitag
sein 60-jähriges Bestehen.
Dazu ist ein buntes Programm geplant. Den symbolischen Startschuss geben um 9.30
Uhr Bürgermeister Rüdiger Koch und der Vorsitzende des Stadtratsausschusses für
Bildung, Schule und Sport Burkhard Lischka. Mit dabei sind am Freitag unter
anderem die Magdeburger Eisröwer, Musiker eines Ensembles der Abteilung
Jazz-Rock-Pop des Konservatoriums sowie das Sport- und Spielmobil.
Der Eintritt ist an diesem Tag frei.
Im Zuge der Saisonvorbereitung wurden für Pflege und Reparaturmaßnahmen rund
50000 Euro in allen Bädern eingesetzt, darunter 8000 Euro für das Freibad Süd,
20000 Euro für das Strandbad Barleber See, 10000 Euro für das Carl-Miller-Bad,
7000 Euro für das Erich-Rademacher-Bad und 5000 Euro für das Strandbad
Neustädter See. Die Mittel wurden hauptsächlich für Wartungs- und
Reparaturarbeiten sowie für die Herrichtung und Aufarbeitung der Grünflächen,
Wasserflächen sowie Spiel- und Freizeitflächen investiert.
Öffnungszeiten von allen Bädern: 10 bis 19 Uhr
(Regelöffnungszeit), an Hochsommertagen (um 12 Uhr mindestens 28 Grad Celsius)
ist das Bad bis 20 Uhr geöffnet. Bei kalter Witterung (um 15 Uhr weniger als 18
Grad Celsius und starke Bewölkung) sind die Freibäder nur bis 17 Uhr geöffnet.
Die Strandbäder stellen die Kassierung und Wasseraufsicht nach
Lautsprecherdurchsage ein.
-
Carl-Miller-Bad: Carl-Miller-Straße (50 mal 19 Meter Becken)
-
Erich-Rademacher-Bad, J.-Göderitz-Straße 113 (50 mal 16 Meter Becken)
-
Freibad Süd, Kirschweg (25 mal 15 Meter Becken)
-
Strandbad Barleber See, Wiedersdorfer Straße, großer Strandbereich mit
Rettungsturm, Spielplatz und Gastronomie
-
Strandbar Neustädter See, Salvador-Allende-Straße 30 bis 35, mit bewachtem
-
Eintritt: Tageskarte (3 Euro), Feierabendticket ab 17 Uhr (1,50 Euro), 11er
Karte (30 Euro), Saisonkarte für alle Frei- und Strandbäder (80 Euro),
Jahreskarte für Hallen-Frei- und Strandbäder ohne Sauna (160 Euro)
-
Ermäßigungen einer Tageskarte: Kinder, Schüler, Azubis bis 18 Jahre (1,50 Euro),
Inhaber Magdeburg-Pass (1 Euro), Schüler und Azubis über 18 Jahre, Studenten und
Rentner (2 Euro)
Von Matthias Fricke (Quelle: Volksstimme vom 05.05.2011)

05.05.2011
Debatte um Lärmschutzwände - Es geht um Lösungen, nicht um Standpunkte
Zur umstrittenen Gestaltung der neuen Lärmschutzwände auf dem Magdeburger Ring:
Dass sich bei Graffiti die Geister streiten, ist eine altbekannte Tatsache. Aber
warum mit Totschlagargumenten (Sicherheit, Finanzen) gearbeitet wird, erscheint
dem Außenstehendem schleierhaft. Insbesondere warum eine künstlerisch gestaltete
Wand die Kraftfahrer ablenkt und eine der üblichen Schmierereien nicht. Dies ist
mindestens erklärungsbedürftig.
Im Allgemeinen wird bei der Planung z. B. einer Wand festgelegt, wie sie nach
Fertigstellung aussieht. Dass einfarbige Flächen bestimmte Gruppen quasi magisch
anziehen ist eine Tatsache, der man sich stellen muss.bOb Graffiti, rankende
Pflanzen o. Ä. zum Schutz der Wand gewählt werden, ist letztlich zweitrangig.
Entscheidend ist doch, dass man sich vorher darüber Gedanken macht.
Bei der aufgeregten Debatte im Stadtrat dachte ich an Regine Hildebrandt:
„Erzähl mir nicht, dasset nicht jeht.“ Es geht um die Lösung eines Problems,
nicht um Standpunkte, die eher wie Glaubensbekenntnisse wirken. Es ging und geht
nur darum, illegale Farbschmierereien an diesem Bauwerk wirksam zu verhindern.
Aber dazu wurde kein Beschluss gefasst. Stattdessen werden bestimmte
Gruppierungen geradezu animiert, diese Wand „zu verschönen“. Bei vielen werden
die Schmierereien als Dummer-Jungen-Streich oder im strafrechtlichen Sinne, als
„Kavaliersdelikt“ angesehen.
Inzwischen gibt es aber die Tendenz, diese Taten nicht mehr nur als
Ordnungswidrigkeiten einzustufen, sondern als Straftat. Die Beseitigung der
Schäden ist z. T. mit erheblichen Kosten verbunden, da die Wand oftmals
erheblich angegriffen wurde. Hans-Dieter Karg, 39126 Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 05.05.2011)
03.05.2011
Malteser Stübchen am Neustädter See
Wenn Silvia zum Tanz in den Mai in ihr „Stübchen“ ruft
„Tanz in den Mai mit Silvia“, verkündeten seit Wochen die Plakate am
Neustädter See. Das „Malteser Stübchen“, ein Nachbarschaftszentrum in Nord,
versprach „tolle Musik und einen schönen Tag, Beginn: 14 Uhr“. Die Volksstimme
schlug gestern pünktlich zum ersten Takt am Seeufer auf, um Silvia und ihre
Gäste beim Tanz zu erleben.
„Heute bringen wir die Hüften und alle Ersatzteile mal ordentlich in Bewegung!“,
sagt Monika Riefstahl in ihrer kurzen Eröffnungsrede, und die versammelten
Seniorinnen aus Nord applaudieren. Musiker Rudolf Knapp greift nun zu seinem
Schifferklavier und spielt zum Tanz in den Mai im „Malteser Stübchen“ den
Schneewalzer für die sogleich kräftig schunkelnde Frauenschar.
Der „Hahn im Korb“, der bisher einzige Mann in der Kaffeerunde im Hochhaus Am
Seeufer 9, habe heute leider, leider keine Zeit, erzählen die Frauen. Dafür gibt
Akkordeonspieler Rudolf sein Bestes, und als alle dann „Es gibt kein Bier auf
Hawaii ...“ singen, kommen die ersten ins Schwitzen vom Singen und Schunkeln.
Sie grinsen vergnügt in die Runde: Silvia Wulff, die Leiterin des kleinen
Stadtteiltreffpunktes mit Seeblick, und Monika Riefstahl, die sich als
Seniorenbetreuerin desVermieters Wobau für das „Stübchen“ und seine zumeist
älteren Besucher engagiert und daher als „Moni“ bei den Maltesern schon zum
Inventar zählt. Der Maitanz im Norden der Stadt ist mal wieder ein Selbstläufer.
Rudolf Knapp stimmt schon den nächsten Gassenhauer an. Und noch auf der
Promenade am Ufer kann man sein Akkordeon an diesem Nachmittag hören.
Auch sonst habe sich das vom Malteser Hilfsdienst und der Wobau vor anderthalb
Jahren gegründete „Stübchen“ im Viertel Gehör verschafft und einen guten Namen
gemacht, erklärt das Duo Silvia und Monika. „Besonders beliebt ist die
wöchentliche Wanderung am Mittwoch 10 Uhr. Bei Wind und Wetter stapfen wir um
den See. Ich muss mir immer wieder eine neue Route ausdenken, aber da ich seit
30 Jahren hier in Nord wohne, ist das kein Problem“, sagt Monika Riefstahl.
Anschließend kehren die Wanderer meist noch hungrig zum gemeinsamen Mittagessen
ins „Malteser Stübchen“ bei Silvia Wulff ein. Geselligkeit bieten ebenso
Veranstaltungen wie der Kaffeeklatsch jeden Dienstag ab 14 Uhr. „Da wird
wirklich geklatscht und getratscht, was das Zeug hält, aber so soll das sein“,
sagt die Leiterin des Hauses.
Den Kaffeeklatsch lässt sich auch Gerda Rondio (81), die Am Seeufer wohnt, nur
in Ausnahmefällen entgehen: „Wir sind eine lustige Runde hier. Im Sommer grillen
wir draußen am See. Nur beim Sport mache ich nicht mit.“ Jutta Herzberg (60)
schaute als interessierte Besucherin vor einiger Zeit vorbei. „Ich wurde sofort
herzlich auf genommen und habe mich von Anfang an hier wohl gefühlt“, erzählt
sie. Deshalb kommt sie inzwischen meist mehrmals in der Woche ins „Stübchen“.
Dessen Konzept geht aus Sicht von Monika Riefstahl gut auf: „Unser Anliegen ist
es ja, die Menschen aus der Vereinsamung in ihren Wohnungen herauszuholen und
Nachbarschaftsbeziehungen zu stärken. Inzwischen treffen sich einige Stammgäste
privat zu Ausflügen oder Feiern. Solche Geschichten sind für uns eine schöne
Bestätigung.“
Das „Malteser Stübchen“, Am Seeufer 9, hat geöffnet: Montag bis Donnerstag 10
bis 16 Uhr, Freitag von 10.30 bis 14.30 Uhr. Weitere Infos unter Telefon
5905532. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 03.05.2011)

Maitanz im „Malteser Stübchen“ am Neustädter See: Akkordeonspieler Rudolf Knapp
sorgt im Nachbarschaftszentrum für Stimmung. Foto: Robert Richter
03.05.2011
Dankeschön - Hilfe und Beratung
Ich möchte mich einmal ganz herzlich für die freundliche und kompetente
Beratung bei der Pflegedienstleiterin des Alten- und Pflegeheims im Heideweg,
Frau Helga Schwenke, bedanken.
Meine Oma, Waltraud Zölfel, 87 Jahre alt, musste infolge eines Sturzes zunächst
eine Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen und erhielt einen Pflegeplatz. Vielen
Dank für die sehr gute Betreuung meiner Oma sowie die einfühlsame Beratung der
gesamten Familie. Grit Matthesius, 39106 Magdeburg
(Quelle: Volksstimme vom 03.05.2011)

05.05.2011
Stadtteilmanagement - Sprechstunden in Nord fallen aus
Die Bürgersprechzeiten von Stadtteilmanagerin Jessica Zedler am Donnerstag von 10 bis 12 Uhr im Bürgerhaus Kannenstieg und von 13 bis
18.30 Uhr in der „Oase“ (Im Brunnenhof) entfallen krankheitsbedingt. Das teilte
das Stadtteilbüro gestern mit.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 28.04.2011)
30.04.2011
Mehrheit für umstrittene Graffiti an Lärmschutzwand
Pro und Kontra in der Ratsdebatte zu Kunstprojekt am Magdeburger Ring
Die 2,3 Millionen Euro teure Lärmschutzwand im nördlichen Abschnitt des
Magdeburger Rings soll mit legalen Graffiti gestaltet werden. Der Stadtrat hat
einen entsprechenden Antrag der Fraktion SPD-Tierschutzpartei-future angenommen.
Es gab neben Zustimmung auch Bedenken und Ablehnung zu dem Projekt.
Mirko Stage vom future-„Flügel“ der SPD-Fraktion hatte nicht nur die
Graffiti-Idee auf den Weg gebracht. Am Donnerstagabend betonte er: „Die
Lärmschutzwand steht, und wie man sieht, könnte sie ein bisschen schöner
werden.“ Damit warb er für den bereits im Oktober 2010 eingebrachten Antrag, die
Wand von Laien sowie professionellen Sprayern gestalten zu lassen. Finanziert
werden solle das Projekt „über die Werbung für ansässige Firmen bzw.
Sponsorengelder“.
Einbezogen in die Debatte am Donnerstag waren Ergänzungen. So hatte der
Bauausschuss beschlossen, die Gestaltung mit auf Magdeburg bezogenen Motiven in
den Vordergrund zu stellen. Der Umweltausschuss plädierte für die Ausdehnung des
Graffiti-Projektes auf die für die Anwohner sichtbaren Außenseiten.
Ablehnung aus der CDU/ BfM-Fraktion. Er bezweifele, dass es statthaft sei,
derartige Bebilderung an Verkehrseinrichtungen anzubringen, sagte Frank
Schuster. Sein Fraktionschef, Wigbert Schwenke, sprang ihm bei: Auf der
Schnellstraße könne man so abgelenkt werden, gab er zu bedenken. Das sei bei der
Mächtigkeit des Projektes durchaus möglich und gefährlich. Seine Meinung zur
Wand-Außenseite: Die Bürger würden wohl Bäume und Büsche bevorzugen.
OB Lutz Trümper stellte an der Stelle klar: DieVerwaltung – der
Sozialbeigeordnete hatte das Projekt befürwortet – gehe nicht von der Gestaltung
der gesamten Wand aus. Das seien auf jeder Seite 4000 Quadratmeter und nicht zu
bezahlen, sagte er. Es gehe um 20 bis 30 Meter.
Im Antrag der Fraktion SPDTierschutzpartei-future ist das nicht so eingegrenzt.
Oliver Wendenkampf bestätigte aber: Nicht die ganze Wand sei gemeint.
Fraktionskollege Sven Nordmann (SPD-Tierschutzpartei-future) sagte, dass der
Jugendhilfeausschuss der Sache positiv gegenüberstehe. Monika Zimmer, Die Linke,
verwies auf den Damaschkeplatz, wo ein solches Projekt gut angekommen sei. Sven
Haller, FDP, war skeptisch: Die Finanzierung sei nicht geklärt, sagte er.
Frank Schuster blieb bei der Ablehnung: Er habe auch Probleme im Zusammenhang
mit der Werbung. Grundsätzlich gab er zu bedenken: „Wo fangen wir an, und wo
hören wir auf?“ Der Rat beschloss mehrheitlich den Antrag mit den Änderungen aus
den Ausschüssen. Von Karl-Heinz Kaiser
(Quelle: Volksstimme vom 30.04.2011)
30.04.2011
Was wird aus Hochhaus?
Seit Jahren sorgt der 16-Geschosser an der Ziolkowskistraße immer wieder für
Schlagzeilen. Mehrere Eigentümerwechsel hat er in den vergangenen Jahren hinter
sich. Im vorigen Jahr beschwerten sich Anwohner über das aus ihrer Sicht
verwahrloste Umfeld des Gebäudes. Daraufhin reagierte die Hausverwaltung.
„Nunmehr steht das Haus fast leer und die unteren Etagen wurden
verbarrikadiert“, berichtet eine Volksstimme-Leserin, die in einem benachbarten
Wohnblock an der Ziolkowskistraße wohnt. „Eigentlich hieß es ja im vergangenen
Jahr, in diesem Frühjahr soll die Sanierung beginnen. Da wohl bald auch die
letzte Familie ausziehen wird, ist für uns die Frage, was nun aus dem Hochhaus
wird und was der aktuelle Eigentümer damit vorhat. Es ist zu befürchten, dass
das Umfeld bald wieder so aussieht wie im Vorjahr.“ Die Volksstimme bleibt an
dem Thema dran. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 29.04.2011)
30.04.2011
Geköpfter Lindwurm
Nein, am Ring war es nicht Siegfried der Drachentöter, der die
Lindwurm-Plastik praktisch einen Kopf kürzer gemacht hat. Es ist ja auch nur ein
visuelles Malheur. Aus einem bestimmten Winkel ist noch das komplette „Getier“
an der bekannten Fußgängerbrücke im Norden zu sehen. Ansonsten aber sind Kopf
und Schwanz von der Lärmschutzwand verdeckt. Was die einen bedauern – eine
solche Brückenverzierung hat nicht jede Stadt – ist anderen eher egal. Immerhin
wird ein Jahrzehnte alter Wunsch nach Schallschutz verwirklicht. Da werden
Prioritäten gesetzt, es kommt Freude auf. Trotzdem – gibt es vielleicht einen
Kniff, hier doch etwas Transparenz zu schaffen? Von Karl-Heinz Kaiser (Quelle:
Volksstimme vom 29.04.2011)
28.04.2011
Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit Neustädter See
Seit 1998 arbeiten in der Landeshauptstadt Magdeburg die „Arbeitsgruppen zur
Entwicklung und Unterstützung der Gemeinwesenarbeit" – kurz Arbeitsgruppen
Gemeinwesenarbeit (GWA). Interessierte Magdeburger Bürgerinnen und Bürger treffen sich in 20
Arbeitsgruppen. Hier geht es vor allem um die Verbesserung der Lebensqualität in
den
Stadtteilen, wie man durch selbstorganisiertes Handeln unter Einbeziehung aller
vorhandenen Ressourcen, die Bewohner ermutigen und befähigen kann,
Problemlösungen für den eigenen Stadtteil aufzuzeigen und umzusetzen.
Sind Sie neugierig geworden auf die Arbeit der Arbeitsgruppe im Stadtteil
Neustädter See oder möchten Sie
sich selbst engagieren? Hier finden Sie weiteres Infomaterial zur Arbeitsgruppe,
Ansprechpartner, eine aktuelle Terminliste, wann sich die Arbeitsgruppe
trifft sowie Protokolle der letzten Sitzungen. Bürgerinnen und Bürger die sich hier engagieren möchten, sind jederzeit
herzlich willkommen!


Ab 09.05.2011
Zensus 2011 – ab 9. Mai werden auch die Magdeburger befragt - Alle Infos dazu
auf
www.zensus2011.de
Der
Zensus 2011 erhebt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wo sie wohnen und
wie sie arbeiten. Das ist wichtig, denn nur so lassen sich zentrale Fragen
beantworten: Brauchen wir mehr Schulen? Gibt es genügend Wohnungen? Und wie
viele Menschen erreichen bald das Rentenalter? Ohne den Zensus weiß das niemand
so genau. Denn die Zahlen, auf denen derzeitige Planungen basieren, sind nicht
aktuell: Die letzten Volkszählungen fanden vor dem Fall der Mauer statt,
gesamtdeutsche Daten wurden seither nicht erhoben. Der Zensus 2011 wird somit
die Basis für die Entscheidungen von morgen sein.
Wie verläuft der Zensus 2011?
In erster Linie werden Daten aus Verwaltungsregistern genutzt. Ergänzend sieht
das Zensusgesetz 2011 aus dem Jahre 2009 eine Haushaltebefragung bei rund 10%
der Bevölkerung, eine Gebäude- und Wohnungszählung bei insgesamt 17,5 Millionen
Eigentümern und Eigentümerinnen sowie Befragungen in Wohnheimen und
Gemeinschaftsunterkünften vor. Die ersten Befragten werden schon in Kürze eine
Terminankündigung eines Interviewers oder einer Interviewerin oder einen
Fragebogen der Gebäude- und Wohnungszählung per Post erhalten. Was müssen sie in
diesem Fall tun?
Die Haushaltebefragung wird in Form eines persönlichen Interviews durchgeführt.
Sollte den Befragten der in der Ankündigungskarte vorgeschlagene Termin nicht
zusagen, kann mit dem Interviewer oder der Interviewerin ein anderer Termin
abgesprochen werden. Am vereinbarten Termin wird er oder sie sich bei den
Befragten vorstellen und einen speziellen Interviewerausweis vorzeigen. Zunächst
stellt der Interviewer die Existenz der im Haushalt lebenden Personen fest,
notiert zum Beispiel Namen und Geburtsdatum. Dann füllt er
gemeinsam mit den Befragten den Fragebogen aus. Der befragte Haushalt kann den
Interviewer dazu auch hereinbitten – muss er aber nicht. Sofern sie die Hilfe
des Erhebungsbeauftragten nicht wünschen, können sich die Befragten auch die
Fragebogen aushändigen lassen und selbst ausfüllen. Sie müssen den Fragebogen
anschließend per Post an die Erhebungsstelle zurücksenden oder dort abgeben. Für
alle, die Porto sparen wollen, steht ab dem 9. Mai 2011 unter www.zensus2011.de
auch ein Online-Fragebogen zur Verfügung.
Bei der Befragung in Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften (wie etwa
Studierendenwohnheime, Klöster oder Seniorenwohnheime) werden alle Bewohnerinnen
und Bewohner ebenfalls in einem persönlichen Interview befragt. Der Ablauf ist
der gleiche wie bei der Haushaltebefragung. Bewohnerinnen und Bewohner von
sensiblen Einrichtungen – wie etwa Notunterkünfte, Flüchtlingslager,
psychiatrische Kliniken oder Justizvollzugsanstalten – werden dagegen nicht
persönlich befragt. Sie werden über die Befragung informiert
und stellvertretend durch die Leiterinnen und Leiter der Einrichtungen in die
Zensuserhebung einbezogen.
Die Gebäude- und Wohnungszählung wird – anders als die anderen Befragungen –
rein postalisch durchgeführt. Alle 17,5 Millionen Haus- und
Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer beziehungsweise die Verwalterinnen und
Verwalter von Wohngebäuden erhalten um den Stichtag 9. Mai 2011 von ihrem
Statistischen Landesamt den Fragebogen per Post. Dieser muss ausgefüllt und in
einem ausreichend frankierten Rückumschlag an die angegebene Adresse
zurückgesendet werden. Alternativ kann auch bei der Gebäude- und Wohnungszählung
unter www.zensus2011.de online gemeldet werden.
Wann findet der Zensus statt?
Zensusstichtag ist der 9. Mai 2011 – zu diesem Stichtag werden die aus den
Registern übernommenen Daten aktualisiert und die
Befragungen starten.
Anschließend werden die Einzelangaben in den statistischen Ämtern aufbereitet.
Schon ab Herbst 2010 wurden die Gebäude- und Wohnungseigentümer über die
Gebäude- und Wohnungszählung informiert.
Erste Ergebnisse des Zensus 2011 liegen im November 2012 vor, weitere folgen ab
Mai 2013.
Wer wird befragt?
Bis zu zehn Prozent der Bevölkerung werden bei der Haushaltebefragung um
Auskunft gebeten.
Alle 17,5 Millionen Haus- und Wohnungsbesitzer werden bei der Gebäude- und
Wohnungszählung befragt.
Zudem werden in Wohnheimen und Gemeinschaftseinrichtungen Daten erhoben.
Was wird beim Zensus gefragt?
Bei der Haushaltbefragung geht es um Fragen wie Alter, Geschlecht und
Familienstand, Staatsangehörigkeit, Migrationshintergrund und Religion sowie
Wohnsituation, Bildung und Berufstätigkeit.
Bei der Gebäude- und Wohnungszählung sind Baujahr, Größe und Ausstattung, aber
auch die Nutzungsart (etwa „vermietet“) von Interesse.
In den Wohnheimen und Gemeinschaftseinrichtungen werden nur wenige Informationen
abgefragt. Aber für genaue Einwohnerzahlen müssen auch deren Bewohner gezählt
werden.
Befragte müssen Name und Anschrift angeben – die sogenannten Hilfsmerkmale.
Diese ermöglichen die Organisation des Zensus: um zum Beispiel zu prüfen, wer
bereits befragt wurde, oder um Doppelzählungen zu vermeiden. Hilfsmerkmale
werden zum frühestmöglichen Zeitpunkt gelöscht, ausgefüllte Bögen vernichtet.
Wie sicher sind meine Angaben?
Vor Ort wird der Zensus von personell, organisatorisch und räumlich unabhängigen
Erhebungsstellen durchgeführt. Alle an der Organisation des Zensus 2011
beteiligten Personen werden auf das Statistikgeheimnis und den Datenschutz
besonders verpflichtet. Daten dürfen nie an Dritte weitergegeben werden – zum
Beispiel auch nicht ans Finanzamt, die Polizei oder die Meldestelle. Es gilt
absolute Vertraulichkeit im Umgang mit allen Angaben. Ausschließlich
anonymisierte Daten verlassen den abgeschotteten Bereich der statistischen Ämter
und Erhebungsstellen.
Anfragen können in der Erhebungsstelle Magdeburg Zensus 2011 unter der
Telefonnummer 0391 / 540 2308 bzw. unter der e-Mail
Erhebungsstelle@Magdeburg.de oder direkt im Katzensprung 2, 39104
Magdeburg gestellt werden. (Quelle: www.zensus2011.de und www.magdeburg.de vom
28.04.2011)
Donnerstag, der 28.04.2011
Treffen in Eichenweiler - Siedler bereiten 90-Jahr-Feier vor
Neue Neustadt/Neustädter See (rri). Der Siedlerverein Eichenweiler lädt für den
Donnerstag, 18.30 Uhr, zum nächsten Vorbereitungstreffen für das Siedlerfest „90
Jahre Eichenweiler“ ein. Treffpunkt ist „Bienes Bierstube“ am
Dr.-Götz-Teich/Heideweg. „Wir suchen noch engagierte Einwohner, Freizeit- oder
Interessengruppen aus unserer Siedlung, die am Freitag, dem 17. Juni, ab 18 Uhr
an unserem Umzug teilnehmen möchten“, teilte der Vereinsvorsitzende Dirk Mallée
mit. „Auch werden für unsere beiden Modeschauen am 17. Juni, 20 Uhr, und am 19.
Juni zum Kinderfest ab 13 Uhr noch je fünf Models gesucht.“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 27.04.2011)

26.04.2011
Nach Kritik zur verbauten Sicht auf Lindwurm - Stadt sagt klipp und klar:
Lärmschutz hat Vorrang
Grasgrüne Metallwände wachsen derzeit aus dem Boden entlang des
nördlichen Magdeburger Rings. Im Rahmen des Konjunkturpakets II errichten Bund,
Land und Stadt für 3,9 Millionen Euro noch bis Juni Lärmschutzwände, um den
Motorenkrach von den Anwohnern des Kannenstiegs und des Neustädter Sees
abzuhalten. Aufatmen allerorten – sollte man meinen.
Doch einigen Magdeburgern ist die grüne Wand ein Dorn im Auge, verhindert sie
doch die Sicht auf ein anderes grünes Objekt: den Lindwurm, der sich seit 2005
auf der Fußgängerbrücke zwischen den beiden Stadtteilen postiert hat, um alle
Gäste der Stadt zu begrüßen.
Das Kunstobjekt war schon immer umstritten. Die Befürworter sehen ihren Drachen
nun aber bedroht, eben weil sie ihn nicht mehr sehen können. Denn durch die am
oberen Ende abgeknickten Lärmschutzwände seien Kopf und Schwanz des
Stahlungetüms nicht mehr komplett sichtbar, so der Vorwurf der
Lindwurm-Liebhaber. Den „Drachentötern“ hingegen ist die freie Sicht auf die
ohnehin unliebsame Konstruktion herzlich egal: „Hauptsache, wir haben endlich
unsere Ruhe vor dem Straßenlärm“, sagen Anwohner.
Die Stadtverwaltung sieht das ähnlich. „Grundsätzlich hat der Lärmschutz eine
höhere Priorität als die vollständige Sichtbarkeit des Lindwurms!“ teilte
Stadtpressesprecher Michael Reif auf Volksstimme-Anfrage mit. Das Anliegen ist
der Verwaltung bekannt und wurde auch bereits untersucht. Ergebnis: Die optimale
Lärmschutzvorsorge sei nur im jetzigen Zustand gegeben. Der Einsatz
transparenter Elemente für einen besseren Durchblick würde wieder mehr Lärm
bedeuten. Zudem seien nur aus bestimmten Blickwinkeln Teile des Kopfes und
Schwanzes verdeckt, so Reif weiter. Von Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 23.04.2011)

Die neuen Lärmschutzwände rechts und links des Magdeburger Rings verdecken aus
bestimmten Blickwinkeln Kopf und Schwanz des Lindwurms. Der Lärmschutz habe aber
Priorität, sagt die Stadt. Foto: S. Harter
26.04.2011
Hochwasser in den Seen: Strandbäder bleiben zum Saisonstart vorerst dicht
Land unter am Ufer vom Neustädter und Barleber See / Brand im Ausweichlager der
Wasserskianlage
Die beiden Strandbäder Barleber See und Neustädter See bleiben wegen des
anhaltenden hohen Wasserstandes zur Saisoneröffnung am 7. Mai dicht. Das
erklärte am Donnerstag die Stadtverwaltung.Wann eine Freigabe erfolgen kann, sei
noch unklar. Strand, Rettungsturm und Steg stehen unter Wasser. Beim Brand im
Lager der Wasserskianlage ist in der Nacht zum Donnerstag außerdem ein Großteil
der Ausrüstung vernichtet worden.
Während meteorologisch gesehen auch die langfristige Prognose auf viel
Sonnenschein deutet, ziehen für die bevorstehende Freibad-Saisoneröffnung am 7.
Mai dunkle Wolken auf. Die Strandbäder am Barleber See und am Neustädter See
bleiben wegen des anhaltend hohen Wasserstandes bis auf Weiteres dicht, teilte
gestern Stadtsprecherin Cornelia Poenicke der Volksstimme mit.
Der gesamte Uferbereich steht an beiden Seen unter Wasser. Teilweise einen Meter
höher als normal. Die Stegund die Wassersportanlage sind geflutet. Der Grund sei
hier immer noch der hohe Grundwasserspiegel, erklärte Cornelia Poenicke.
Ein ähnliches Bild ergibt sich auch am Barleber See. Dort stehen der
Bootsverleih und die Steganlage unter Wasser. Letztere musste bereits vom
Personal gesichert und an eine andere Stelle gebracht werden. Auch der
Rettungsturm I steht im Wasser. Der Strandbereich ist zum großen Teil geflutet.
„Hier haben die Mitarbeiter des Sportund Bäderamtes aber bereits einen leichten
Rückgang des Wassers feststellen können“, meinte die Stadtsprecherin weiter.
Wie es an den beiden Seen weitergehen soll, hänge nun vom Rückgang des Wassers
ab. Erst dann könne auch gesagt werden, wie hoch am Ende die entstandenen
Schäden sind. Unklar sei deshalb auch noch, welche Arbeiten notwendig sind, um
die Strandbäder so schnell wie möglich wieder fit zu bekommen. So könnte es
sein, dass ein Teil des Sandes gerade beim Neustädter See weggespült wurde.
Bei den drei Freibädern Carl-Miller-Bad, Freibad Süd und Erich-Rademacher-Bad
sei die Lage eine ganz andere. Hier habe die Stadt zur Vorbereitung der Saison
rund 50 000 Euro investiert. „Diese Bäder werden am 7. Mai auch planmäßig
öffnen“, sagt sie.
Die Lage an den Strandbädern ist ernst. Besonders hart hat es den Betreiber der
Wasserskianlage „Cable Island“ getroffen. Betreiber Carsten Böhlecke hat nicht
nur einen massiv verzögerten Start in die Saison. Er musste am
Donnerstagvormittag noch einen weiteren schweren Schlag verkraften. Sein
Ausweichlager für die gesamte Ausrüstung und den Shop von „Cable Island“ ist im
Hohendodeleber Weg in Flammen aufgegangen. So wurden unter anderem 30
Tauchanzüge samt Zubehör durch den Brand vernichtet.
Insgesamt entstand nach ersten Angaben der Polizei ein Schaden von rund 75.000
Euro. Die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Diesdorf waren nach
Angaben von Einsatzleiter Manfred Haase zwei Stunden lang im Einsatz, konnten
aber nichts mehr retten. Die Kriminalpolizei hat inzwischen die Ermittlungen zur
Brandursache aufgenommen. Es gebe gegenwärtig aber weder Hinweise auf
Brandstiftung noch auf einen technischen Defekt, sagte Polizeisprecher Stefan
Brodtrück. Immerhin: Carsten Böhlecke wies darauf hin, dass wenigstens die
Gastronomie am „Cable Island“ weiterhin funktioniert und nicht vom Hochwasser
betroffen ist. Von Matthias Fricke (Quelle: Volksstimme vom 23.04.2011)

Das überflutete „Cable Island“ am Neustädter See. Hier kann weiterhin kein
Wassersport angeboten werden, auch der unter Wasser stehende Shop bleibt bis auf
Weiteres geschlossen. Der Pegel ist hier einen Meter über dem normalen Stand.
Fotos: Uli Lücke

23.04.2011
Am Karsonnabend - Zwei Osterfeuer am Neustädter See
Neustädter See (sar). Die Stadtteilbewohner haben die Qual der Wahl: Die
Betreiber der Wasserskianlage, Barleber Straße, im Nordwesten des Badesees laden
am Sonnabend, 23. April, zu ihrem 5. Osterfeuer ein. Ab 19 Uhr ist der Eintritt
für die ganze Familie frei, anschließend wird zum Ostertanz gebeten.
Als Alternative bietet die Hoffnungsgemeinde, Krähenstieg 2, am gleichen Tag ab
21 Uhr ein eigenes Osterfeuer an. Grillwürstchen und Getränke stehen zur
Verpflegung bereit. Dort wird im Anschluss in der Evangelischen Hoffnungskirche
eine Andacht zur Osternacht abgehalten. (Quelle: Volksstimme vom 20.04.2011)
21.04.2011
Planungen für künftigen Stadtteiltreff am Neustädter See gehen zügig voran
Stimmt der Stadtrat im Juni zu, beginnt der Neubau im Herbst
Seit einigen Monaten laufen die Planungen für den Neubau des Stadtteiltreffs am
Neustädter See. Im Januar mussten die ursprünglichen Vorstellungen eine Nummer
kleiner werden, da die Fördermittel geringer ausfielen. Jetzt wurden die
überarbeiteten Pläne vorgelegt. Stimmt der Stadtrat im Juni zu, könnte noch im
Oktober der Baustart sein.
Die Tage des alten Schulgebäudes der IGS „Regine Hildebrandt“ sind gezählt. Der
als „Magdeburger“ Schultyp (Erfurt II) bekannte Bau wird noch in diesem Jahr
einem neuen Stadtteiltreff für alle Generationen weichen.
Ursprünglich war geplant, das Gebäude für diese neue Nutzung einfach
entsprechend umzubauen. Doch als die Fördermittel aus dem Bund-Länder-Programm
„Soziale Stadt“ geringer ausfielen, musste eine abgespeckte Variante her
(Volksstimme berichtete).
Dieses überarbeitete Konzept (Arbeitstitel „EW-Bau“) ist nun fertig und wird in
den kommenden Monaten seine Runden durch die Stadtratsausschüsse drehen. Wenn
die Beratung in diesen Gremien abgeschlossen ist, entscheidet der Stadtrat
endgültig im Juni darüber, ob der Stadtteiltreff in der jetzt vorgeschlagenen
Version tatsächlich gebaut wird. Folgen die Räte dem Beschlussvorschlag der
Stadtverwaltung, könnten bereits im Oktober dieses Jahres die Bagger anrollen
und das alte Schulgebäude abreißen. Der Neubau würde dann noch zwei Jahre
dauern. Somit könnte das Kinder- und Jugendhaus „Oase“, das derzeit noch im
Brunnenhof sein Domizil hat, als Hauptnutzer im September 2013 einziehen.
Vorausgesetzt, der Terminplan kann eingehalten werden. Neben der
Jugendeinrichtung sollen auch das Stadtteilmanagement, die Wechselstube und
andere Einrichtungen an der Pablo-Neruda-Straße neue Heimstätten in den zwei
Etagen und im Kellergeschoss finden. Platz dafür ist dann auf 1700 Quadratmeter.
Circa 2,5 Millionen Euro stehen für den Neubau zur Verfügung. Die
Fördermittelbescheide liegen vor und wurden im Haushalt für die Verwendung
eingestellt. Durch die geringeren Mittel musste u.a. an den Freiflächen gespart
werden. Deren Gestaltung beschränkt sich jetzt auf das Wesentlichste. Da die
Stadt den Abriss der Grundschule „An der Klosterwuhne“ perspektivisch ins Auge
fasst, könnte die dann entstehende Freifläche jedoch dem Stadtteiltreff
zugeschlagen werden.
Beim Neubau entstehen zwei winkelförmige Hauptgebäude, die durch einen
niedrigeren Zwischenbereich verbunden werden. Hier befindet sich der Eingang des
Stadtteiltreffs. Im nördlichen Gebäudeteil soll die „Oase“ unterkommen, während
der südliche Teil für die anderen Einrichtungen vorgesehen ist. Von allen
Bereichen hat man direkten Zugang zu den Freiflächen. Auf dem Gelände sollen 28
Stellplätze für Pkw angelegt werden, vier davon behindertengerecht.
Sowohl die Kinderbeauftragte der Stadt, Katrin Thäger, als auch ein
Behindertenbeauftragter haben die Pläne auf ihre Tauglichkeit für diese beiden
Gruppen abgeklopft. Ergebnis: Keine Beanstandungen, der Stadtteiltreff wird
komplett kinder- und behindertenfreundlich sein. Wickel- und Stillplätze,
barrierefreie Zugänge und Aufzüge stellen dies u. a. sicher. Von Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 21.04.2011)

So stellen sich die Architekten vom Büro „A.BB“ den Neubau des künftigen
Stadtteiltreffs an der Pablo-Neruda-Straße vor. Vorausgesetzt die Pläne finden
Zustimmung in den Ausschüssen und letztendlich im Stadtrat, könnten die
Bauarbeiten im Herbst dieses Jahres beginnen. Modell: A.BB


21.04.2011
Polizei bietet erneut Fahrradcodierungen an
Magdeburg (mf). Die Polizei ruft auch in diesem Jahr dazu auf, das eigene
Fahrrad individuell mit einer Codierung kennzeichnen zu lassen. Am besten eignet
sich die eingravierte Nummer der Polizei, die auch nach der Entfernung durch die
Spurensicherung sichtbar gemacht werden kann. Anhand der Ziffern und
Buchstabenfolge können die Beamten auch ohne Diebstahlsanzeige den rechtmäßigen
Besitzer
ermitteln. Es sei sogar erwiesen, dass codierte Räder von Fahrraddieben im
Regelfall verschmäht werden. Folgender öffentlicher Termin wird vom
Codierungsteam im Stadtteil angeboten: 03. Mai, 10 bis 14
Uhr, Rewe-Markt in der Salvador-Allende-Straße. (Quelle: Volksstimme vom
21.04.2011)
20.04.2011
Die 9. Ausgabe der Stadtteilzeitung "Der Lindwurm" ist erschienen
und liegt zur kostenlosen Mitnahme in ausgewählten Einrichtungen der Stadt aus
(Stadtteilbüro, Sozialprojekt, Kitas, Schulen, Kirche...).
Weiter unten auf der
Lindwurm-Webseite finden Sie alle PDF-Ausgaben unserer aller drei Monate erscheinenden Stadtteilzeitung
"Der Lindwurm" - die Zeitung von Bürgern für Bürger für die Stadtteile
Kannenstieg und Neustädter See. Mit freundlichen Grüßen
Jessica Zedler,
Stadtteilmanagerin Kannenstieg/Neustädter See

18.04.2011
Behördenrufnummer 115 – Telefonzentralen von Stadt und Land jetzt unter einem
Dach
Ottostadt Magdeburg. Magdeburgs Beigeordneter für Kommunales, Umwelt und
allgemeine Verwaltung, Holger Platz und Frank Bonse, Referatsleiter im
Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt haben heute im ServiceCenter des
bundeseinheitlichen Behördenrufs 115 fünf neue Mitarbeiter begrüßt: Die
Telefonzentrale von Landesregierung und Landesverwaltung befindet sich jetzt im
gemeinsamen ServiceCenter von Stadt und Land im Breiten Weg 222.
Das Pilotvorhaben D115 in Magdeburg ist ein Gemeinschaftsprojekt des
sachsen-anhaltischen Innenministeriums und der Landeshauptstadt, die dafür ein
gemeinsames ServiceCenter betreiben. Neben der bundeseinheitlichen
Behördenrufnummer 115, die seit dem 1. Dez. 2010 in Magdeburg geschaltet ist,
laufen dort die zentralen Einwahlnummern der Landeshauptstadt und
des Landes Sachsen-Anhalt auf. Seit wenigen Tagen sind die
Mitarbeiter der früheren Telefonzentralen von Stadt und Land auch unter einem
Dach vereint: im Breiten Weg 222. Insgesamt 19 Mitarbeiter nehmen hier Anrufe
entgegen.
"Der Bürger weiß ja oft gar nicht genau, welche Behörde für sein Anliegen
zuständig ist", weiß Holger Platz aus Erfahrung. "Mit der 115 ist das auch gar
nicht mehr notwendig, denn hier erhalten Anrufer unkompliziert die gewünschte
Information - unabhängig davon, ob sie in die Zuständigkeit der Stadtverwaltung,
des Landes oder einer Bundesbehörde fällt." Möglich macht dies ein
Wissensmanagement, mit dem die Mitarbeiter im ServiceCenter die gewünschten
Informationen schnell recherchieren können und das stetig erweitert wird.
Das ServiceCenter ist montags bis freitags von 8.00Uhr bis 18.00Uhr für die
Bürgerinnen und Bürger unter der Rufnummer 115 für Fragen rund um die Verwaltung
erreichbar. Für alle einlaufenden Anrufe gilt das Serviceversprechen der D 115:
- 75 % der Anrufe werden innerhalb von 30 Sec. entgegengenommen.
- 65 % der Anliegen werden sofort abschließend geklärt.
Sofern die Anfrage des Bürgers nicht sofort beantwortet werden kann, wird ein
Ansprechpartner vermittelt oder das Anliegen weitergeleitet.
"Inzwischen wird die neue Rufnummer mehr und mehr von den Bürgerinnen und
Bürgern angenommen", zieht Magdeburgs Beigeordneter eine erste Bilanz: "Erfragt
wurden in den vergangenen Monaten vor allem Informationen zu Ausweisdokumenten,
Geburtsurkunden, KFZ und nach den Öffnungszeiten der Bürgerbüros."
Die Anrufzahlen lagen durch einen üblichen Neuigkeitseffekt zu Beginn im
Dezember mit 1144 Anrufen auf einem erfreulichen Niveau. Nach einem Rückgang der
Anrufe im Januar auf 680, steigen die Anrufzahlen nun stetig. Im Februar wählten
776 Bürger die 115 und im März schon 977. "Damit liegen wir im
Bundesdurchschnitt", so Holger Platz.
Nach zweijährigem Pilotbetrieb in Modellregionen hat der bundeseinheitliche
Behördenruf am vergangenen Donnerstag (14. April) den Regelbetrieb aufgenommen.
Inzwischen haben rund 15,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger in sieben
Bundesländern mit der 115 einen direkten telefonischen Draht in die Verwaltung.
Ein zum Ende des Pilotbetriebs veröffentlichter Abschlussbericht und die darin
enthaltene Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach zum Projekt D115
verdeutlichen, dass der telefonische Bürgerservice auch im Internetzeitalter
kein Auslaufmodell ist. Die Allensbachstudie zeigt auch, dass die 115 auf große
Zustimmung stößt: 83 Prozent der Bevölkerung finden es gut, dass es eine
einheitliche Behördennummer gibt. Der Abschlussbericht macht zudem deutlich,
dass die 115 erhebliche wirtschaftliche Entlastungseffekte für die Verwaltungen
auf kommunaler, Landes- und Bundesebene bietet.
Das vordringliche Ziel des Regelbetriebs ist es, weitere Kommunen und Länder für
die 115 zu gewinnen. Der Pilotbetrieb wurde mit 13 kreisfreien Städten und
Landkreisen mit insgesamt ca. 10 Millionen Einwohnern, 4 Bundesländern und 14
Bundesbehörden gestartet. Inzwischen ist der Kreis der Modellregionen stark
gewachsen. Die Bundesverwaltung wird sich bis Ende des Jahres 2011 vollständig
mit rund 75 Behörden und Institutionen am 115-Service beteiligen. In den Gremien
für den Regelbetrieb der D 115, die jeweils paritätisch (3 Mitglieder
Kommune/Land/Bund) besetzt sind, ist die Stadt Magdeburg bzw. das Land
Sachsen-Anhalt durch den Beigeordneten für Kommunales, Umwelt und allgemeine
Verwaltung, Holger Platz im Lenkungsausschuss - dem höchsten Gremium vertreten.
In der Zentralen Arbeitsgruppe, die maßgeblich für die fachliche Steuerung und
Entwicklung von D115 zuständig ist, wird das Land Sachsen-Anhalt durch Frank
Bonse, Referent im Innenministerium vertreten. "Damit kann unser kooperativer
Ansatz auch in den zentralen Gremien der D 115 beispielgebend verankert werden",
so Magdeburgs Beigeordneter Holger Platz.
Ein wichtiger Meilenstein im neuen Regelbetrieb wird die Anpassung der Tarife
für die 115-Anrufe sein. Die Tarife werden zum Ende des Jahres 2011
voraussichtlich sinken, und auch die Integration in Flatrates wird durch eine
aktuelle Verfügung der Bundesnetzagentur möglich sein. Derzeit kostet ein Anruf
bei der 115 aus dem Festnetz der Deutschen Telekom AG 7 Cent pro Minute, die
Tarife aus den Mobilfunknetzen liegen überwiegend zwischen 17 und 29 Cent pro
Minute.
(Quelle: Pressemitteilung von Montag, 18. April 2011, Landeshauptstadt
Magdeburg)
16.04.2011
Exhibitionist geht am Neustädter See um
Neustädter See (st). Ein Exhibitionist macht den Neustädter See unsicher. Am
Donnerstag gegen 14 Uhr entblößte und befriedigte er sich in der
Salvador-Allende-Straße vor den Augen einer jungen Frau. Sie rief die Polizei,
weil sie den Mann auch schon vor rund zwei Wochen im Seebereich gesehen hatte.
Die Frau beschrieb den Exhibitionisten als ca. 40 Jahre alt und 1,75 Meter groß.
Er habe eine normale Gestalt, trug eine Brille, eine blaue Jeans und eine dunkle
Lederjacke. (Quelle: Volksstimme vom 16.04.2011)

16.04.2011
Verkehrsminister Daehre übergibt Förderbescheid
für Haltestellen am Zoo - Barrierefreier Ausbau ab September
Neue Neustadt (rri). Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre hat
gestern einen Förderbescheid für den Ausbau der Haltestellen am Zoo
(Schöppensteg) an die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) übergeben. Die
Straßenbahnstationen sollen noch in diesem Jahr barrierefrei und
behindertengerecht umgestaltet werden (Volksstimme berichtete bereits).
Baubeginn soll im September sein. „Zu einem attraktiven öffentlichen Nahverkehr
gehört, dass alle Menschen das Angebot ohne Einschränkungen nutzen können“,
sagte Daehre. Gerade ältere und in ihrer Mobilität beeinträchtigte Menschen
benutzten häufig öffentliche Verkehrsmittel für ihre Besorgungen.
Die Gesamtkosten für den Umbau liegen bei rund 410.000 Euro. Rund 208.000 Euro
davon steuert die EU aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)
bei. Im Rahmen der Bauarbeiten werden beide Haltestellen (Richtung Rothensee und
Richtung Zentrum) mit jeweils einer sogenannten Zeitinsel (ein Meter breit, 50
Meter lang) sowie Wartehäusern, Haltestellenkennzeichnung, Papierkörben und
einer zusätzlichen Ampel ausgestattet.
Durch die Anhebung der Fahrbahn und den Einsatz von Tief- und Rundborden
(Wartebereiche befinden sich auf den Gehwegen) soll barrierefreies Ein- und
Aussteigen möglich werden. Der Einbau von Aufmerksamkeitsfeldern und
Blindenleitstreifen in den Gehwegen dient der Wahrnehmbarkeit der Haltestellen
für Blinde und Sehschwache. Hinter der Haltestelle in Richtung Rothensee soll
außerdem ein Fußgängerüberweg gebaut werden, der eine sichere Überquerung des
„Schöppenstegs“ ermöglicht. Planmäßig sollen vor dem Wintereinbruch alle
Arbeiten erledigt sein. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.04.2011)
15.04.2011
Magdeburger leben gern in der Landeshauptstadt - Stadtverwaltung legt
umfangreiche Sozialstudie vor
80 Prozent der Magdeburgerinnen und Magdeburger leben gern in der
Landeshauptstadt. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Bürgerbefragung zu
den Lebensumständen der Magdeburger Bevölkerung hervor. Die repräsentative
Dokumentation gewährt ausführliche Einblicke in soziale Zusammenhänge und
Meinungsbilder. Insgesamt 2.570 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte
Magdeburgerinnen und Magdeburger beteiligten sich an der Studie, deren Erhebung
sowohl schriftlich als auch über das Internet erfolgte.
Die Befragten machten dabei umfassende Angaben zu ihrer allgemeinen
Lebenssituation, zu Erwerbstätigkeit und Einkommen und zu ihrer Wohnsituation.
Dabei konnten sie auch eine Einschätzung der bestehenden nachbarschaftlichen
Beziehungen und des Wohnumfeldes abgeben. Außerdem wurde nach der
gesundheitlichen Situation und Lebensweise der Studienteilnehmer; der Bewertung
der infrastrukturellen Ausstattung in den Stadtteilen und der eigenen Teilhabe
an gesellschaftlichen und politischen Prozessen gefragt.
Ziel der Studie war die Erstellung einer soliden Informationsgrundlage für die
sinnvolle Weiterentwicklung von Magdeburg und seinen Stadtteilen. Die gewonnenen
Ergebnisse sollen der Stadtverwaltung helfen, noch gezielter soziale
Dienstleistungen und Hilfen zu organisieren. Auf Basis der erhobenen Daten
können zum Beispiel Rückschlüsse zur demografischen Entwicklung, zur
Infrastrukturversorgung und zu den konkreten Lebenslagen der Einwohner in den
Stadtteilen gezogen werden.
44 Prozent der Magdeburgerinnen und Magdeburger leben "sehr gern" in der
Ottostadt, 36 Prozent wohnen "gern" hier. Mit diesen Werten liegt die
Zufriedenheit mit dem Wohnen in Magdeburg auf einem ähnlich hohen Niveau wie in
anderen deutschen Städten.
Die Zufriedenheit mit dem Angebot an existentiellen Versorgungseinrichtungen wie
beispielsweise Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel, Ärzten und Apotheken ist
in Magdeburg insgesamt sehr hoch. Je nach Einrichtung sind 80 bis 90 Prozent der
Befragten "zufrieden" oder "sehr zufrieden" mit den vorhandenen Angeboten. Diese
Zufriedenheit nimmt jedoch in den städtischen Randgebieten und Vororten
sukzessive ab. Ältere Menschen sind mit der Erreichbarkeit von
Lebensmittelgeschäften weniger glücklich, die ärztliche Versorgung sehen viele
von ihnen dagegen positiv. Durchweg als zu gering bemängelt wird das vorhandene
Angebot an Postdienstleitungen.
Obwohl die Polizei 2010 in Magdeburg die niedrigste Kriminalitätsrate seit zehn
Jahren verzeichnen konnte, ist das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger immer
noch vergleichsweise gering. Nur 37 Prozent der Befragten sind mit der
öffentlichen Sicherheit in Magdeburg "zufrieden" oder "sehr zufrieden". Während
sich jüngere Befragte eher sicher fühlen, steigt das Unsicherheitsgefühl mit dem
Alter an.
Etwa 19 Prozent der Magdeburger leben nach Definition der Studie in relativer
Armut. Dazu zählen neben den Empfängern von Arbeitslosengeld II und weiteren
Sozialleistungen auch Beschäftigte und Rentner, deren monatliche Einkünfte
unterhalb der Mindesteinkommensgrenze liegen.
Weiterhin geht aus der Studie u. a. deutlich hervor, dass Armut mit zunehmender
Qualifikation sinkt und am höchsten unter den Personen ohne Schul- oder
Berufsabschluss ist. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, führt die
Landeshauptstadt Magdeburg am 9. Mai 2011 zum dritten Mal eine Fachkonferenz zur
Kinder- und Familienarmut durch. Schwerpunkt der diesjährigen Fachkonferenz ist
die Jugendarbeitslosigkeit. Bewertet werden soll, ob zur Verringerung von
Jugendarbeitslosigkeit die bisherigen Programme und Maßnahmen zur Ausbildung,
Beschäftigung und Arbeit ausreichen oder neue Lösungen angestrebt werden müssen.
Mit der Durchführung und Auswertung der Erhebung hatte die Stabsstelle für
Jugendhilfe-, Sozial- und Gesundheitsplanung nach einer Ausschreibung das
Institut für angewandte sozialwissenschaftliche Forschung und Evaluation Leipzig
beauftragt. Die vollständigen Ergebnisse der Bürgerbefragung, deren Erhebung auf
einen Beschluss des Stadtrates zurückgeht, kann im Internet unter
http://www.magdeburg.de/media/custom/698_11628_1.PDF
eingesehen werden bzw. steht hier zum Download bereit (213-seitiges
pdf-Dokument, 4,3 Mb)

(Pressemitteilung der Landeshauptstadt Magdeburg von Donnerstag, 14. April 2011)
Wohin in den Sommerferien?
Magdeburg (rgm). Am 9. Juli beginnen in Sachsen-Anhalt die Sommerferien.
Sechseinhalb Wochen dauern sie – erster Schultag ist der 25. August. Wer noch
Anregungen für die Feriengestaltung sucht, findet sie hier. Rund 800 Angebote
von Vereinen, Organisationen und Reiseveranstaltern haben der Jugendinfoservice
Sachsen-Anhalt (Jissa) und die Volksstimme zusammengestellt. Wir werden sie ab
heute in mehreren Teilen immer dienstags, donnerstags und sonnabends
veröffentlichen. Detaillierte Angaben können unter den Telefonnummern der
Reiseveranstalter erfragt werden.Wer dort nicht weiterkommt, kann sich an den
Jugendinfoservice, Liebigstraße 5 in 39104 Magdeburg, Telefon (0391) 2 44 51 60,
wenden. Die Jissa-Ferienliste steht im Internet unter
www.
ffz.jissa.de zum kostenlosen Download bereit.
(Quelle: Volksstimme vom 12.04.2011)
12.04.2011
Echo: CDU-Fraktionschef Schwenke: „Barrierefreie Haltestellen am Zoo längst
überfällig“
Neue Neustadt/Neustädter See (rri). Die CDU-Stadtratsfraktion hat den für das
zweite Halbjahr 2011 angekündigten barrierefreien Ausbau der
Straßenbahnhaltestellen am Zoo (Schöppensteg) begrüßt. Damit werde ein Antrag
der Fraktion aus dem Jahr 2008 durch die Magdeburger Verkehrsbetriebe nun
umgesetzt. „Aus unserer Sicht war dies nach der Schließung des Nordeingangs des
Zoos ein längst überfälliger Schritt. Als Fraktion hätten wir uns gewünscht,
dass parallel zur Eröffnung des neuen Zooeingangs diese Maßnahme realisiert
worden wäre, um auch behinderten Menschen schon ab diesem Zeitpunkt den
problemlosen Zugang zu dieser Freizeit- und Bildungseinrichtung zu ermöglichen.
Dies hätte bei den damaligen Planungen mit berücksichtigt werden müssen“, sagte
CDU-Fraktionschef Wigbert Schwenke. „Was den Ausbau weiterer barrierefreier
Haltestellen angeht, sehen wir insbesondere im Bereich Kroatenweg dringenden
Handlungsbedarf. Denn das in der Nähe befindliche Sozialdezernat ist der
Anlaufpunkt für zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, darunter auch viele mit
körperlichen Einschränkungen.“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 12.04.2011)

11.04.2011
Arbeitsgruppe legt Untersuchungsergebnisse zu problematischen „Aufenthaltsorten“
im öffentlichen Raum vor
Das Ordnungsamt hat gemeinsam mit einer seit 2010 existierenden Arbeitsgruppe
der Stadt eine Liste zu problembehafteten Jugendtreffpunkten zusammengestellt.
Darauf aufbauend will die Stadt mit einem möglichst breiten Spektrum an
Maßnahmen eventuell davon ausgehende Störungen erkennen und eindämmen. Eine
erste große Auswertung soll es am Donnerstag im Jugendhilfeausschuss geben.
Rund 40 mehr oder weniger feste große Jugendtreffs gibt es zurzeit in der Stadt.
34 sind gegenwärtig in einer Liste des Ordnungsamtes (nebenstehende Grafik)
festgehalten. Diese werde ständig aktualisiert und nehme in den Sommermonaten
ganz andere Dimensionen an als im Winter.
„Platzverweise und andere Maßnahmen von Polizei und Ordnungsamt reichen oftmals
nicht aus. Probleme werden durch solche Maßnahmen unter Umständen nur an eine
andere Stellen verlagert oder verschärft“, erklärt Ordnungsamtsleiter Volkmar
Emcke. Die Stadt müsse sich deshalb der Problemlösung generell stellen. Aus
diesem Grund hat sich im vergangenen Jahr eine Arbeitsgruppe mit dem recht
steifen Namen „Gebrauch und Gestaltung öffentlicher Räume“ gegründet. Sie soll
unter anderem auch verschiedene Interessenvertretungen wie das Jugendforum, den
Stadtschülerrat, die Gemeinwesenarbeitsgruppen,
Bürgervereine und Jugendeinrichtungen und die Hochschule Magdeburg-Stendal
einbeziehen. Die Stadt beteiligt sich außerdem an einem Forschungsprojekt der
Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, bei dem der Magdeburger
Kriminalpräventive Beirat und die neue Arbeitsgruppe von besonderem Interesse
sind.
Ziel der Stadt sei es, mit verschiedenen Angeboten die Jugendlichen auf
unproblematische Plätze zu leiten und dort mit einfachen Mitteln wie
Papierkörben oder Baumstämmen als Sitzgruppen zu unterstützen. Als positives
Beispiel nennt Ordnungsbeigeordneter Holger Platz in seinem Sachstandsbericht
die Jugendgruppe der ehemaligen Friedrich-Naumann-Schule in Stadtfeld. Der
Spielplatz des Hortes diente als Treff. Der Spielplatz war stets mit
Glasscherben und Müll verunreinigt. Innerhalb von drei Wochen wurde mit sehr
geringem Aufwand ein Angebot für die Jugendlichen mit 5 Baumscheiben gemacht.
Ein aufgesägter Baumstamm und drei größere Baumscheiben als Tische sowie ein
Papierkorb wurden aufgestellt. Seitdem herrscht auf dem Spielplatz Ordnung und
Sauberkeit.
Ähnlich positive Beispiele gebe es auch in der Beimssiedlung. Neben der
Stadtpark-Gruppe, die in den Sommermonaten auf mehr als 100 Jugendliche (aus
allen Stadtteilen) anwächst, gehören auch die drei Gothik-Gruppen aus dem
Domviertel (Möllenvogteigarten) sowie eine vierte Gruppe mit unterschiedlicher
Zusammensetzung im Bereich des Klosterhofes dazu. Von dieser gingen in den
Wintermonaten die massivsten Störungen und Sachbeschädigungen aus.
Bei dem zu beschließenden Maßnahmepaket sei zu beachten, dass es die Ausstattung
der Treffs nicht zum Nulltarif gibt: Vier 110-Liter-Abfallbehälter mit
Kippenaufnahme im Möllenvogteigarten kosten zum Beispiel insgesamt 2000 Euro.
Eine stabile Jugendbank schlägt im Anschaffungspreis allein mit 600 Euro zu
Buche.
Von Matthias Fricke (Quelle: Volksstimme vom 11.04.2011)
Die vom Ordnungsamt erstellt Treffpunktliste von den Jugendszenen in der
Stadt
34 vom Stadtordnungsdienst beobachtete Treffs (Stand März 2011)

-
01. Bahnhofsvorplatz, Punks, (Probleme; Alkoholgenuss & Betteln), ca. 10 Pers.
-
02. Karstadt-Parkplatz, Punks, (Probleme; Betteln), sehr wenige
-
03. Petriförder - Strombrücke, (Punks und Skater), 10 bis 30 Pers., bis 25 Jahre
-
04. Grünanlagen unterhalb Kloster, Gothic-Szene, bis 50 Pers. bis 30 Jahre
-
05. Möllenvogteigarten/ Kiek in de Köken, keine bestimmte Szene & Gothic,
(unproblematisch) über 30 Pers. 16 -25 Jahre
-
06. Kroatenweg 69/ehem. Kaufhalle, Schüler, bis 30 Pers. bis 18 Jahre
-
07. Thomas-Müntzer-Str/Ecke Astonstraße, keine bestimmte Szene, 20 - 25 Pers.,
bis 18 Jahre (unproblematisch)
-
08. An den Röthen/Spielplatz, keine bestimmte Szene, bis 10 Pers., bis 20 Jahre
(Anwohnerbeschwerden)
-
09. Fröbelstraße/Spielplatz, keine bestimmte Szene, 10 - 15 Pers., 14 bis 20
Jahre, verhalten sich ruhig
-
10. Hegelstraße/Spielplatz, häufig mit Migrationshintergrund, ca. 20 Pers., 12
bis 16 Jahre
-
11. Rondell Anna-Ebert-Brücke, keine bestimmte Szene, 5-10 Pers., 14 bis 18
Jahre,
-
12. Pechauer Platz, 5 bis 15 Pers., 12 bis 18 Jahre, aus Wohnumfeld
-
13. Stadtpark/Festwiese, 20 bis 100 Pers. im Sommer, 14 bis 25 Jahre, keine
Szene (Alkoholkonsum, teilw. aggressiv)
-
14. Othrichstraße, Spielplatz 20 bis 25 Pers., (keine bestimmte Szene) über 20
Jahre, Alkoholkonsum
-
15. Wedringer Straße/Spielplatz, bis 10 Pers., bis 16 Jahre, mit
Migrationshintergrund (gelegentlich Anwohnerbeschwerden)
-
16. Neustädter Platz, bis 10 Pers., teilw. mit
Migrationshintergrund,14 bis 18 Jahre
-
17. Schule P.-Picasso-Straße, bis 20 Pers., keine Szene, 14 bis 18 Jahre
(Alkoholkonsum)
-
18. Spielplatz Neuer Sülzeweg, bis 20 Pers., keine Szene, bis 20 Jahre
-
19. Lerchenwuhne 125, bis 20 Pers., bis 25 Jahre, keine Szene, (auffällig durch
Alkohol, Autorennen, Sachbeschädigungen)
-
20. Ummendorfer Straße, 15 bis 20 Pers., 15 bis 18 Jahre, keine Szene
-
21. Pavillon Goethestraße, bis 10 Pers., 12 bis 18 Jahre, keine Szene
(gelegentlich Ruhestörungen)
-
22. Schellheimerplatz, bis 15 Pers., 10 bis 16 Jahre, keine Szene
(Alkoholkonsum)
-
23. Olvenstedter Platz bis 15 Pers., 10 bis 18 Jahre, mit Migrationshintergrund
-
24. Schule Stormstraße, bis 10 Pers., Kinder, ruhig
-
25. Windmühlenstraße 30, bis 15 Pers., 14 bis 18 Jahre, keine Szene (teilw.
Alkoholkonsum und Sachbeschädigung)
-
26. Neustädter See – Bad, 10 bis 15 Pers., 14 -18 Jahre,
keine Szene, (teilw. Alkoholkonsum, Sachbeschädigung)
-
27. S.-Allende-Straße, 15 bis 20 Pers., 14 bis 20 Jahre,
keine Szene (teilw. Alkoholkonsum, Sachbeschädigung)
-
28. Salzwedeler Straße, 10 bis 15 Pers., 14 bis 18 Jahre, keine Szene
-
29. Skaterbahn J.-Göderitz-Straße, bis 10 Pers., bis 17 Jahre, keine Szene,
ruhig
-
30. Grundschule Hans-Grade-Straße, bis 10 Pers., bis 17 Jahre, keine Szene,
ruhig
-
31. Bolzplatz Hans-Grade-Straße, 10 bis 12 Pers., 15 bis 20 Jahre, keine Szene
(teilw. Verunreinigungen)
-
32. Weizengrund, bis 20 Pers., bis 17 Jahre, keine Szene, ruhig
-
33. Spielplatz Bruno-Taut-Ring, bis 10 Pers., ca 10 Jahre, ruhig
-
34. Spielplatz St.-Josef-Straße, bis 10 Pers., Kinder- und Jugendliche, ruhig
(Quelle: Ordnungsamt)
09.04.2011
Ideen machen Schule: „Wir wünschen uns eine grüne Oase“
Grundschule Klosterwuhne bewirbt sich im Rahmen des Förderprojekts
Die Aktion „Ideen machen Schule“ der PSD Bank Braunschweig eG und der
Volksstimme möchte kreativen Ideen einen Motivationsschub bieten. Denn mit
jeweils maximal 4000 Euro werden die zehn besten Projekt-Ideen gesponsert. Einer
der Kandidaten dieses gemeinsamen Wettbewerbs ist die Grundschule Klosterwuhne.
Hier träumen die Schüler von ihrer „Grünen Oase – einem Ort der Stille“.
„Nachdem wir unser frisch saniertes Schulgebäude letzten Sommer bezogen haben,
fiel der karge Innenhof den Schülern richtig auf“, erklärt Schulleiter Torsten
Olle, wie es zur Bewerbung kam. Die Worte trostlos und ungenutzt fielen. Es
musste
dringend etwas passieren.
Anfang des Jahres gründete sich eine Arbeitsgruppe, und auch das Eltern-Gremium
machte sich Gedanken über die graue Fläche. Dann stand es fest: Eine grüne Oase
wünschen sich die Schüler. „Eine Kuschelecke mit einem Sofa und vielen Kissen“,
sagt Jona Stolpmann. „Ein Beet mit Blumen wäre schön“, meint Azaria Edeling.
„Unter einem Pavillon könnte man einen Tisch und Stühle platzieren“, findet
Marlene Eilert. „Eine Hollywoodschaukel darf natürlich auch nicht fehlen“, gibt
Lea-Sophie Müller zu bedenken. Die Ideen gehen den fünf Mädchen nicht aus, sie
stehen stellvertretend für ihre ganze Schule.
Und wenn die Grundschule Klosterwuhne den Wettbewerb gewinnt, wissen die Mädchen
schon ganz genau, wie sie ihre Oase nutzen. „Am besten nach der Schule zum
Entspannen, Ausruhen und von der Sonne anstrahlen lassen.“ Da sind sich alle
einig. Von Anna Schätzle
(Quelle: Volksstimme vom 09.04.2011)

Jona Stolpmann, Azaria Edeling, Marlene Eilert, Lea-Sophie Müller und Pia
Grämmer im Innenhof der Grundschule Klosterwuhne: Hier wünschen sie sich eine
schöne grüne Oase. Kl. Foto: Farbenfroh präsentiert sich die Schule nach der
Sanierung. Fotos (2): Anna Schätzle

08.04.2011
Magdeburger Verkehrsbetriebe: Barrierefreier Ausbau der Zoo-Haltestelle in
diesem Jahr
Der barrierefreie Ausbau der Straßenbahnhaltestellen am Zoo (Schöppensteg) soll
im zweiten Halbjahr 2011 beginnen. Das teilten die Magdeburger Verkehrsbetriebe
(MVB) auf Volksstimme-Nachfrage mit. Letzte Hürde ist nach Aussage von
MVB-Sprecherin Birgit Münster-Rendel die Baugenehmigung. Die Haltestellen am
einzigen Zoo-Eingang stehen seit Jahren in der Kritik u. a. der
Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Neustädter See, der kommunalen Arbeitsgruppe
„Menschen mit Behinderungen“ und das städtischen Behindertenbeauftragten. Der
Stadtrat hatte bereits 2008 beschlossen, dass ein Kon zept zum barrierefreien
Umbau der Haltestellen am Schöppensteg erarbeitet werden soll. Mit der
Beschlussfassung zum Neubau des Eingangsgebäudes „Zoowelle“ waren die
entsprechenden Forderungen noch lauter geworden. Zwar legte die Stadtverwaltung
auch eine Planung vor, teilte jedoch 2009 mit, für den Umbau fehle das Geld. Von
Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 08.04.2011)

Die Straßenbahnhaltestellen am Zoo auf dem Schöppensteg sollen barrierefrei
werden. Laut MVB ist der Bau für das zweite Halbjahr geplant. Foto: R. Richter
08.04.2011
Spendenaktion der Hoffnungsgemeinde - Gemeinde verbucht für neue Glocken
bisher 18.000 Euro
Mehr als 18.000 Euro – das ist der Stand der Spendenaktion für neue
Kirchenglocken in Nord, für Besucher der Kirche am Krähenstieg abzulesen am
„Spendenbarometer“ im Foyer. Die evangelische Hoffnungsgemeinde benötigt ein
neues Geläut und muss einen neuen Glockenturm als Ersatz für die jetzige marode
Holzkonstruk tion bauen. Die Gesamtkosten werden sich nach Angaben von Pfarrerin
Cordula Haase voraussichtlich auf mehr als 90.000 Euro belaufen.
Hintergrund: Die beiden Glocken der Hoffnungskirche, die in einem separaten
Glockenturm im Jahr 1988 aufgehängt wurden, waren als Dauerleihgabe nach Nord
gekommen. Sie gehören eigent lich der Christusgemeinde im Hopfengarten. Diese
hatte die Glocken 1948 aus Bronzeresten der zerstörten Petrikirche gießen
lassen. Da aus finanziellen Gründen jedoch der Bau eines Glockenturms im
Hopfengarten scheiterte, verlieh die Gemeinde ihr Geläut später.
Inzwischen plant die Christusgemeinde aber, nun endlich doch einen Glockenturm
im Hopfengarten zu bauen. Deshalb möchte sie ihre Glocken zurückhaben. Die
Gemeinden vereinbarten, dass die Hoffnungsgemeinde das Bronze-Duo bis zum 31.
Dezember 2011 zurückgeben muss. In Nord gab es deshalb im Vorjahr bereits
öffentliche Veranstaltungen und eine Reihe von Beratungen des Gemeindebeirates.
Beschlossene Sache ist, dass die Hoffnungsgemeinde drei neue Glocken gießen
lassen und einen neuen Glockenturm bauen lassen möchte.
Nachdem im vergangenen Jahr bereits rund 15.000 Euro gespendet worden waren,
hatte sich die Gemeinde das Ziel gesetzt, 2011 noch einmal so viel Geld von
Firmen und privaten Geldgebern zu sammeln, um möglichst bis zu 30.000 Euro
Eigenanteil aufbringen zu können. Dazu wurden Förderanträge bei verschiedenen
Geldgebern gestellt. Großes Ziel der Christen in Nord ist es, 2012 die neuen
Kirchenglocken feierlich einzuweihen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme
vom 08.04.2011)

Den Stand der Spendenaktion für die neuen Kirchenglocken zeigt dieser Aufsteller
in der Hoffnungskirche an. Foto: R. Richter
08.04.2011
Bürgerverein plant Flohmarkt
Im Rahmen des großen Kinder- und Familienfestes in Nord ist am
Stadtteilzentrum „Oase“ (Im Brunnenhof 9) unter Regie des Bürgervereins Nord am
14. Mai von 11 bis 17 Uhr auch ein Flohmarkt für private Anbieter geplant.
Stellplätze können Interessierte jeden Dienstag in der Zeit von 14 bis 18 Uhr
unter Telefon 2515207 beim Bürgerverein reservieren. Die Stellplatzgebühr
beträgt fünf Euro. Die Verkaufstische müssen selbst mitgebracht werden.
Anmeldeschluss: 26. April. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 08.04.2011)
08.04.2011
Lärmschutz kontra Lindwurm
Auf geteiltes Echo stieß gestern die an dieser Stelle veröffentlichte
Lesermeinung zum Lindwurm. Der stählerne Drache, der auf einer Brücke im Norden
über dem Magdeburger Ring schwebt, sei durch Teile der neuen Lärmschutzwand nur
noch teilweise zu sehen, so die Kritik der einen. Sie fordern, an den
betreffenden Stellen durchsichtige Elemente zum Lärmschutz zu verwenden und den
Bau entsprechend anzupassen. Andere sehen das nicht so: „Hauptsache ist für uns
Anwohner, dass die Lärmschutzwand endlich gebaut wird – die brauchen wir
unbedingt. Jetzt darf nicht für den Lindwurm das ganze Baugeschehen
durcheinander gebracht werden“, sagte eine Leserin aus Nord gestern Morgen am
Redaktionstelefon. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 08.04.2011)
07.04.2011
Lindwurm verhüllt
„Gestern fuhren wir mit dem Auto von Norden her auf der Westtangente in die
Stadt und haben uns erschrocken, dass die oberen abgeknickten Winkel der
Lärmschutzwände undurchsichtig gestaltet werden“, so eine Volksstimme-Leserin.
„Das bedeutet,dass von ,unserem‘ Begrüßungslindwurm nur noch das Mittelteil nach
Fertigstellung der Maßnahme zu sehen sein wird. Kein Kopf, kein Schwanz – kein
Kunstwerk, kein Begrüßungslindwurm mehr. Das können wir doch nicht so
hinnehmen!“ Der Lindwurm aus Stahl war mit Fördermitteln gebaut und im Dezember
2005 eröffnet worden. „Vielleicht ist es jetzt noch möglich, etwas zu retten,
indem bis zu einer gewissen Entfernung diese Winkelverkleidungen durchsichtig
gestaltet werden, damit der Lindwurm sichtbar bleibt“, so die Leserin. R. / Von
Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 07.04.2011)

06.04.2011
Hoffnungsgemeinde - Passionsmusik in Nord: „Zwischen Tag und Tag“
Am kommenden Sonntag um 10.30 Uhr erklingt in der ev. Hoffnungskirche eine
Passionsmusik für gemischten Chor, Sopran solo, Rezitation, zwei Querflöten und
Klavier von Stefan Scharring nach Gedichten von Gabriele Herbst, ehemals
Pfarrerin in der Hoffnungsgemeinde.
Die Passionsmusik mit dem Titel „Zwischen Tag und Tag“ verbindet moderne Lyrik,
Jahrhunderte alte Choraltexte und biblische Erzählungen aus dem Alten und Neuen
Testament miteinander. Der Komponist Stefan Scharring hat sich durch Texte von
Gabriele Herbst aus ihrer Gedichtsammlung „schwedenbittersüß“ inspirieren
lassen, vertraute Choralmelodien harmonisch neu zu deuten und mit
Gedichtvertonungen zu verflechten. Der meditative Charakter der Musik soll Raum
schaffen für eigene Betrachtungen und Impulse setzen für neue Entdeckungen in
der Passionsgeschichte. Gabriele Herbst wird ihre Gedichte selbst vortragen; es
singen und musizieren Jana Auerswald, Sopran, Thekla Fritsche und Paulina
Lakomy, Querflöte, Gisela Schreiber, Klavier und Orgel und der Chor der Luther-
und Gesundbrunnengemeinde Halle unter der Leitung von Kantorin Uta Fröhlich. Von
Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 06.04.2011)
02.04.2011
Forderungen und Fragen bei Bürgersprechstunde
Drei Bürger zur zweiten Zoopforte: Wird Test wiederholt?
OB: „Leipziger Zoo (1,7 Millionen Besucher) hat auch nur einen Eingang“
Wird es eine neue Testphase am geschlossenen Nordeingang des Zoos
geben? Siegfried Kratz aus dem Wohngebiet Neustädter See hatte in der
Bürgerfragestunde vehement eine Lanze für einen zweiten Zooeingang gebrochen.
Den im Vorjahr gestarteten Test wollte er nicht anerkennen. Wenn, dann müsste
nicht nur den Jahreskarteninhabern, sondern allen die Gelegenheit geboten
werden, sagte er in Richtung Oberbürgermeister.
Mit ihm waren zwei weitere Fürsprecher für die Wiedereröffnung des Zooeingangs
in den Ratsaal gekommen. Sie stellten in ihren Wortmeldungen klar, dass die
Wiederholung des ihrer Meinung nach nicht objektiven Versuchs nur eine
Minimalforderung sei. Ein Zoo wie Magdeburg brauche einen zweiten Eingang,
betonte Frau Zimpel. Hierbei zum Kauf von Jahreskarten zu animieren, sei für sie
so etwas wie Erpressung. Sie hinterfragte die Kosten und die Möglichkeit einer
Spendenaktion. Sie selbst würde sich auch ehrenamtlich an die Kasse setzen. Ein
Bewohner der Allendestraße erklärte, im Rheinland sechs Zoos besucht zu haben.
Drei davon hätten zwei Eingänge angeboten.
Oberbürgermeister Lutz Trümper erklärte auf die Bürgerfrage, ob er das Ansinnen
unterstütze: Das habe der Aufsichtsrat zu entscheiden. Als
Aufsichtsratsvorsitzender der GmbH machte er allerdings deutlich: Der Stadtrat
habe mehrheitlich ein Zookonzept beschlossen. Nach diesem soll in Magdeburg ein
Zoo mit einem, aber repräsentativen Eingang entwickelt werden. Jetzt habe man
für gut zwei Millionen Euro den Eingang errichtet, der soll jetzt auch
qualifiziert werden. Er berichtete, dass er dieser Tage mit einer Delegation zu
einem Informationsbesuch im Zoo Leipzig gewesen sei. Dieser Zoo habe jährlich
1,7 Millionen Besucher. Er hat wie Magdeburg (ca. 250.000 Besucher, d. R.) nur
einen einzigen Eingang.
Siegfried Kratz und der Bürger aus dem Wohngebiet sahen das trotzdem anders. Die
Lage des Zoos, der in ein Wohngebiet rage, rechtfertige einen zweiten Eingang,
sagten beide. Wenn die Zahlen des Tests komplett ausgewertet sind, will der
Aufsichtsrat allerdings über ein Drehkreuz entscheiden. Das hatte der Zoo
angekündigt. Von Karl-Heinz Kaiser Quelle: Volksstimme vom 02.04.2011)

01.04.2011
IGS „Regine Hildebrandt“ ist eine „Schule mit Courage“ - Rektorin ist richtig
stolz auf ihre engagierten Schüler
Neustädter See. An der IGS „Regine Hildebrandt“ hat sich die Anspannung wieder
gelegt und Lehrer wie Schüler sind glücklich: Awas Ahmi braucht nicht mehr zu
befürchten, dass sie am 13. April Deutschland verlassen muss. Zwar hatte die
Ausländerbehörde der Stadt für sie und ihre Familie eine Abschiebung
angekündigt, ein Gespräch bei OB Lutz Trümper schaffte am Mittwoch aber mehr
Klarheit in der Sache und sorgt für berechtigte Hoffnung, dass die ganze Sache
für die 16-Jährige gut ausgehen wird (wir berichteten gestern).
„Wir sind darüber wirklich sehr glücklich“, sagte gestern Dr. Annette
Breitenfeld, Leiterin der Schule, im Volksstimme-Gespräch. Awas könne ihr Abitur
in Magdeburg machen und habe auch sonst hier eine gute Perspektive.
Richtig stolz ist Annette Breitenfeld auf ihre Schüler. „Sie haben sich
schützend vor einen Menschen aus ihrer Mitte gestellt und stehen ihm in einer
schwierigen Lage bei. Das macht richtig Hoffnung“, ist die Schulleiterin so
begeistert wie berührt vom Engagement ihrer Schüler. Und damit lebten die
Schülerinnen und Schüler auch den Anspruch, den sich die Schule im vergangenen
Jahr gegeben hat. Man hatte sich um den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule
mit Courage“ beworben und Anfang 2010 den Titel auch verliehen bekommen. Die
Schüler hätten deutlich gezeigt, dass sie hinter der Aktion stehen und vor allem
auch tatsächlich da sind, wenn es ernst werde, anerkennt die Schulleiterin. Und
Klassenlehrerin Simone Balogh berichtete, dass Schüler zu ihr gekommen seien und
sagten, „jetzt können wir auch mal umsetzen, was wir im Ethikunterricht
behandeln“.
OB Lutz Trümper freute sich ebenfalls am Mittwoch nach seiner
Jugendsprechstunde, zu der eine Delegation der Hildebrandt-Schüler gekommen war.
„Magdeburg hat ja leider keinen so guten Ruf, was Rechtsradikalismus und
Ausländerfeindlichkeit betrifft. Die Hildebrandt-Schüler zeigen deutlich, dass
Magdeburg eben nicht so ist, wie es einige wenige politisch Verblendete
erscheinen lassen wollen.“
Die Schule will jetzt weiterhin Awas Ahmi und ihre Familie in den kommenden
Wochen unterstützen, wenn es darum geht, die anstehenden Probleme in Sachen
Aufenthaltsgenehmigung zu meistern. „Wichtig ist, dass jetzt erst einmal die
Angst aus der ganzen Sache raus ist“, sagt Schulleiterin Annette Breitenfeld.
Gestern war noch ein MDR-Fernsehteam in der Schule und hat einen Bericht über
das 16-jährige Mädchen aus Syrien und ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, für
die „Schule mit Courage“ nicht nur ein Schild am Schuleingang ist, gedreht. Von
Peter Ließmann
(Quelle: Volksstimme vom 01.04.2011)
31.03.2011
Hildebrandt-Schüler: „Wir kämpfen für Awas, sie muss bei uns bleiben“
Syrische Schülerin (16) der IGS bekommt Ausweisungsverfügung / OB lässt sich die
Akten kommen und prüft
An der IGS „Regine Hildebrandt“ sind Schüler, Lehrer und Eltern schockiert:
Schülerin Awas Ahmi (16) soll nach Syrien ausgewiesen werden. Dagegen kämpft die
Schule. Unterschriften werden gesammelt und die Schüler nehmen Kontakt zum OB
auf. Der hatte gestern dann sogar eine gute Nachricht.
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in bestimmte Regionen des Landes, Syrien
wird als Krisengebiet eingestuft. Politische Verfolgungen, Entführungen,
Verschleppungen von Oppositionellen, auch Folter kämen weiterhin vor. Das Land
befinde sich im Kriegszustand mit Israel und werde aktuell zu den arabischen
Krisengebieten gerechnet. Bei jüngsten Demonstrationen gegen die Regierung kamen
rund 100 Menschen ums Leben.
In dieses Land soll Awas Ahmi am 13. April ausgewiesen werden. Der Grund: Sie
und ihre Familie sind vor 12 Jahren aus Syrien geflohen, haben in Deutschland
Asyl beantragt und sollen jetzt das Land verlassen, da ihr Bleiberecht
aufgehoben wurde. Grund dafür sei eine Falschaussage des Vaters und eines
Onkels. „Und das vor 12 Jahren“, wundert sich Stefan Persch vom Elternrat der
IGS „Regine Hildebrandt“.
Awas Ahmi ist jetzt knapp 17 Jahre alt, besucht die „Hildebrandt“, gehört in
ihrer Klasse mit zu den Besten, ist stellvertretende Klassensprecherin und
möchte in einem Jahr ihr Abitur ablegen. Und wenn es nach ihren Mitschülern
geht, soll sie das auch.
Ihre Klassenkameraden, ja die ganze Schule stellen sich vor Awas Ahmi und wollen
verhindern, dass sie nach Syrien ausgewiesen wird. Dazu wurden zum Beispiel über
1000 Unterschriften an der Schule gesammelt, die fordern, dass Awas in
Deutschland bleiben kann. Auch die evangelische „Hoffnungsgemeinde“ am
Neustädter See wurde um Unterstützung gebeten. „Es wäre wirklich sehr traurig,
wenn Awas uns verlassen müsste“, sagte ihre Klassenlehrerin Simone Balogh. „Sie
ist eine tolle Schüle rin und auch ihre Schwestern, die bei uns zur Schule
gegangen sind, waren so wie sie.“ Die gesamte Schule sei bestürzt von der
Nachricht gewesen. Aber Simone Balogh freut sich auch, dass sich ihre Schüler so
für Awas einsetzten. „Das macht Hoffnung, weil sie versuchen, alle Hebel in
Bewegung zu setzen.“
Eine Schülerdelegation war gestern bei OB Lutz Trümper in der
Jugendsprechstunde, denn der OB ist der oberste Dienstherr der Ausländerbehörde
des Rathauses.
Trümper hatte sich die Angelegenheit vor dem Gespräch mit den Schülern von
seinem Amt näher erläutern lassen, sagte er im Volksstimme-Gespräch. Demnach
stelle sich für ihn die Sache so dar: Die Familie sei vor 12 Jahren nach
Deutschland gekommen und habe einen Asylantrag gestellt. Dabei hatten die Eltern
angegeben, staatenlos zu sein. Daraufhin sei ihr Asylantrag zwar abgelehnt
worden, sie hätten aber wegen der Staatenlosigkeit ein Bleiberecht bekommen.
Durch die Aussage eines Familienmitglieds sei vor einiger Zeit allerdings
herausgekommen, dass die Familien syrische Staatsbürger und nicht staatenlos
seien. Das stelle dann leider den Tatbestand der Erschleichung eines
Bleiberechts dar. Die Lage ist kompliziert, aber nicht hoffnungslos.
„Daran können wir als Behörde nicht vorbei“, sagte Trümper, auch wenn er die
damaligen Beweggründe der Eltern, die aus dem Land flüchten mussten und
Schreckliches auf der Flucht erlebt hatten, durchaus nachvollziehen könne. Aber
die Ausländerbehörde habe die Ausweisung der Familie von Amts wegen
ausgesprechen müssen. „Das tut uns vor allem für die Kinder leid, die hier in
Magdeburg voll integriert und gut ausgebildet sind. Genau solche Jugendlichen
brauchen wir ja als Stadt“, sagte Trümper. Die Gesetzeslage ließ aber keine
andere Entscheidung zu.
Aber der OB hatte auch eine richtig gute Nachricht: Awas brauche sich keine
Sorgen zu machen, dass sie und ihre Familie am 13. April Magdeburg verlassen
müssen. Allerdings ist die rechtliche Lage, die hinter dieser Aussage steckt,
kompliziert. Die Familie habe die Aufforderung bekommen, dass sie am 13. April
2011 Deutschland verlassen müsse. Dieser Aufforderung könne die Familie so aber
natürlich nicht nachkommen. „Erst dann können wir als Behörde aktiv werden“,
sagt Trümper. Da die Familie noch als staatenlos gelte, also nicht abgeschoben
werden könne, müssten über die syrische Botschaft Pässe als Nachweis ihrer
syrischen Staatsangehörigkeit beschafft werden. Das könne bis zu einem Jahr
dauern. In dieser Zeit trete in Deutschland ein neues Ausländergesetz in Kraft,
dass besage, dass Jugendliche, die das 18. Lebensjahr erreicht haben und als
integriert gelten, allein ohne ihre Eltern in Deutschland bleiben könnten. Das
treffe dann auf Awas zu. Und bis dahin könne sie als Minderjährige natürlich
nicht ohne ihre Eltern hier bleiben.
Dazu komme, dass die politische Lage in Syrien äußerst problematisch sei und das
Land auf einen Bürgerkrieg zusteuere. Auch das müsse bei der Prüfung einer
Ausweisung der Familie dann berücksichtigt werden. Awas, ihrer Familie und der
gesamten IGS „Regine Hildebrandt“ ist gestern ein riesiger Stein vom Herzen
gefallen, sagte Lehrerin Simone Balogh erleichtert. Von Peter Ließmann (Quelle:
Volksstimme vom 31.03.2011)

Die Schüler der IGS „Regine Hildebrandt“ sind sich einig: Ihre Mitschülerin Awas
Ahmi (16), am Tisch mit Lehrerin Simone Balogh, darf nicht nach Syrien
ausgewiesen werden. Dafür wollen sie kämpfen.
Foto: Eroll Popova
30.03.2011
„Bildungs- und Teilhabepaket“ ab heute in Kraft - Anträge können ab sofort
gestellt werden
Ottostadt Magdeburg. Seit heute sind die gesetzlichen Regelungen zur Einführung
des "Bildungs- und Teilhabepakets" in Kraft - und zwar rückwirkend zum 1.
Januar 2011. Damit können ab sofort bedürftige Kinder, Jugendliche und junge
Erwachsene zusätzliche Leistungen für Bildung und Teilhabe am sozialen und
kulturellen Leben in der Gemeinschaft erhalten. Anträge nehmen das Jobcenter
sowie das Sozial- und Wohnungsamt entgegen.
Das von der Bundesregierung den Landkreisen und kreisfreien Städten als
Leistungsträger übertragene Förderangebot steht für Kinder, Jugendliche und
junge Erwachsene bereit, die in Bedarfsgemeinschaften nach "Hartz IV" leben oder
die einen Anspruch auf Wohngeld, Kinderzuschlag oder Sozialhilfe haben.
Für Kinder in Bedarfsgemeinschaften nach "Hartz IV" ist das Jobcenter
Landeshauptstadt Magdeburg zuständig, für alle anderen ist das Sozial- und
Wohnungsamt der Landeshauptstadt Magdeburg Ansprechpartner. Dort können Anträge
auf Leistungen gestellt werden.
(Quelle: Pressemitteilung vom 30.03.2011 auf www.magdeburg.de)
Im Bildungs- und Teilhabepaket sind folgende Leistungen
vorgesehen:
Schulausflüge und mehrtägige Klassenfahrten:
Für Schülerinnen und Schüler und für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung
besuchen, können die von dieser Einrichtung in Rechnung gestellten Kosten für
eintägige Ausflüge und für mehrtägige Klassenfahrten übernommen werden.
Schulbedarf:
Schülerinnen und Schüler erhalten für die Schulausstattung jeweils zum 1. August
70 Euro und zum 1. Februar 30 Euro. Anschaffungen wie Schulranzen, Sportzeug
sowie Schreib-, Rechen- und Zeichenmaterialien (z.B. Füller, Malstifte,
Taschenrechner, Hefte) sollen dadurch erleichtert werden.
Schülerbeförderungskosten:
Schülerinnen und Schüler, welche die nächstgelegene Schule besuchen und
diese nicht zu Fuß oder mit dem
Fahrrad erreichen können, erhalten einen Zuschuss zu ihren
Schülerbeförderungskosten, wenn die Kosten nicht von anderer Seite übernommen
werden.
Lernförderung:
Kinder brauchen manchmal Unterstützung, um die Lernziele in der Schule zu
erreichen. Wenn die schulischen Angebote nicht ausreichen, um die bestehenden
Lerndefizite zu beheben und so das Klassenziel zu erreichen, kann eine
ergänzende, angemessene Lernförderung gewährt werden.
Zuschuss zum Mittagessen:
Wenn Schulen und Kindertageseinrichtungen ein gemeinsames Mittagessen anbieten,
können Schülerinnen
und Schüler sowie Kinder, die eine Kindertageseinrichtung (z.B. Krippe,
Kindergarten, Hort, Tagespflege, Tagesmütter) besuchen, einen Zuschuss zum
Mittagessen bekommen, um die höheren Kosten auszugleichen.
Förderung der Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben:
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren erhalten ein Budget von 10 Euro monatlich
für Vereins-, Kultur- oder Ferienangebote, um z.B. beim Musikunterricht, beim
Sport, bei Spiel und Geselligkeit oder bei Freizeiten mitmachen zu können.
Wie werden die Leistungen erbracht?
Die Leistungen werden, mit Ausnahme des Schulbedarfes und der Kosten für die
Schülerbeförderung, nicht als Geldleistung erbracht. Es wird eine
Kostenübernahmeerklärung ausgestellt. Die Leistungen werden vom Sozial- und
Wohnungsamt bzw. vom Jobcenter Landeshauptstadt Magdeburg dann direkt mit dem
jeweiligen Leistungsanbieter (z.B. der Musikschule oder dem Sportverein)
abgerechnet.
Für alle Leistungen für Bildung und Teilhabe (außer für den persönlichen
Schulbedarf) ist für jedes Kind ein gesonderter Antrag erforderlich.
Die Landeshauptstadt hat ausführliche Informationen über die einzelnen
Leistungen für Bildung und Teilhabe in Form von weiteren Flyern und Merkblättern
vorbereitet. Diese sind im Sozial- und Wohnungsamt, im Jobcenter
Landeshauptstadt Magdeburg sowie in den Bürgerbüros und im Internet unter
www.magdeburg.de und www.jobcenter-landeshauptstadt-magdeburg.de erhältlich.
Die Leistungen können ab sofort beantragt werden. Der Antrag ist erhältlich bei
den nebenstehenden Behörden oder im Internet. Die entsprechenden Informationen
und Formulare finden Sie auf der Webseite des Jobcenters in der Rubrik
Bildung und Teilhabe:
www.jobcenter-landeshauptstadt-magdeburg.de
Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe (PDF-Dokument)

30.03.2011
Hartz-IV-Reform in Kraft getreten
Berlin (dpa). Die lange umstrittene Hartz-IV-Reform ist in Kraft. Das
Gesetzespaket wurde gestern im Bundesgesetzblatt verkündet. Damit erhalten
Millionen Hartz-IV-Bezieher und ihre Partner Anfang April – rückwirkend zum 1.
Januar – den um 5 auf 364 Euro erhöhten Regelsatz ausbezahlt.
(Quelle: Volksstimme vom 30.03.2011)

30.03.2011
Kinder „stiften“ aus Kita - Sechsjährige wollten „spielen gehen“
Neustädter See (ba). Aufregung in einer Kita in der Lumumbastraße gab es am
Montag. Gegen 11.15 Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass zwei Kinder
verschwunden seien. Bei den Ermittlungen im Umfeld sagte eine Zeugin aus, dass
ein Mann zwei Kinder über den Zaun gehoben habe. Gegen 14 Uhr dann Entwarnung:
Die beiden Ausreißer konnten in der Nähe der Endhaltestelle am Neustädter See
entdeckt werden, offenbar unversehrt. Die beiden Sechsjährigen gaben an, sie
hatten spielen gehen wollen und einen „Freund“ um Hilfe gebeten.
Dieser habe sie dann über den Zaun gehoben. Die Polizei ermittelt noch. (Quelle:
Volksstimme vom 30.03.2011)
29.03.2011
Schallschutzwände in Nord mit Farbe besprüht

Schallschutzwände in Nord mit Farbe besprüht
Autos passieren den Magdeburger Ring in Richtung Norden und fahren an dem
Bereich vorbei, der in den vergangenen Tagen mit Lärmschutzwänden versehen
wurde. Nur kurz nach der Montage der großformatigen schallschluckenden Platten
waren in Höhe der Ausfahrt Ziolkowskistraße Schmierfinken am Werk. Unbekannte be
sprühten Teile der Lärmschutzwand mit Farbe. Die Lärmschutzwände sollen
allerdings in Kürze professionell und legal mit Grafitti versehen werden. Das
Jugendamt bereitet mit Sprayern der Stadt derzeit ein entsprechendes Projekt für
die Gestaltung der Wände vor. Foto: Rainer Schweingel (Quelle: Volksstimme vom
29.03.2011)

28.03.2011
Wieder Auto in Brand gesteckt
Neustädter See (pl). Aus der Salvador-Allende-Straße wurde in der Nacht zum
Sonntag gegen 4 Uhr ein brennendes Auto gemeldet. Das Feuer konnte von der
Feuerwehr schnell gelöscht werden. Wie die Polizei dazu berichtete, brannte ein
VW-Golf, ein daneben stehender Hunday wurde ebenfalls durch die Flammen
beschädigt. Die Polizei geht nach ersten Ermittlungen von Brandstiftung aus, da
auf einem der Reifen des VWs Brandbeschleuniger festgestellt worden war. Auch
war es nicht das erste Mal, dass dort ein Auto angezündet worden war. Bereits am
24. Februar und am 15. März wurden auf dem gleichen Gelände, das einer
Fahrschule und einem Autohaus gehört, insgesamt drei Fahrzeuge in Brand
gesteckt. Die Polizei ermittelt.
(Quelle: Volksstimme vom 28.03.2011)
28.03.2011
Modell von Magdeburg Nord - Utopien der Vergangenheit, Visionen für die Zukunft

Besucher am Samstag an einem Lichtinstallations-Modell von Magdeburg Nord. Es
gehört zur Ausstellung „Alphaville-MD“ des Künstlers Maix Mayer im Kunstmuseum
im Kloster Unser Lieben Frauen. Geplant gewesen war zunächst, sie nur bis
gestern zu zeigen. Die Ausstellungszeit wurde jedoch verlängert. Noch bis zum
15. Mai können sich Interessenten ein Bild über Vergangenheit und
Zukunftsvisionen unserer Stadt im Modellformat machen. Am 10. April wird es
zudem noch einmal eine Sonntagsführung geben (ab 15 Uhr). Mayer wirdmet sich
seit langem der Stadtentwicklung und den Utopien der Vergangenheit, die Visionen
eröffnen.
Foto: Uli Lücke (Quelle: Volksstimme vom 28.03.2011)

26.03.2011
Ein Jahr nach der Gründung - Bürgerverein Nord zieht positive Bilanz
Nach den ersten zwölf Monaten seines Bestehens hat der Bürgerverein
Magdeburg-Nord eine positive Bilanz gezogen. Der Verein habe sich als
gemeinsames Sprachrohr des Nordens positioniert und bereits einige Erfolge
vorzuweisen, so die Vorsitzende Karina Ferchland. „Neben der
Öffentlichkeitsarbeit und dem Schriftverkehr mit Ämtern und Behörden zeigten wir
Präsenz im Stadtrat und machten so deutlich, dass der Norden ein gemeinsames
Sprachrohr hat“, so die Vorsitzende Karina Ferchland. „Nebenher besuchten wir
Lehrgänge und Weiterbildungen zum Thema ,Vereinsarbeit‘.“
Inzwischen hat der Verein nach eigenen Angaben 17 Mitglieder. „Jeder, der uns
unterstützen, Mitglied im Verein (ab 16 Jahre) werden oder weitere Informationen
haben möchte, kann sich gern an uns wenden“, so Karina Ferchland. Der Verein ist
erreichbar unter 0160/1 41 98 21 oder per EMail unter buergerverein@
neustaedtersee.de. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.03.2011)
Und so liest sich der Rückblick auf die ersten zwölf Monate:
03. März 2010
„Nordlichter“ mit vereinten Kräften: Elf Magdeburger haben den Bürgerverein Nord
gegründet. Die Mitglieder wollen sich für Interessen der Bewohner der Stadtteile
Kannenstieg und Neustädter See stark machen, die Lebensqualität in den
Wohngebieten fördern und das Stadtgebiet kulturell bereichern.
März 2010:
Der Bürgerverein setzt sich dafür ein, dass die Straße „Am Vogelgesang“ offen
bleibt, die für den Zooausbau geschlossen werden soll. Die Vereinsmitglieder
starten eine Unterschriftenaktion.
Juli 2010:
Aktionstag für die Rettung der Gemeinwesenarbeitsgruppe im Kannenstieg. Der
Bürgerverein, die AG Gemeinwesen (GWA) Neustädter See und die Stadtteilmanagerin
verteilen Handzettel und Plakate im Kannenstieg und werben für das
Stadtteilgremium.
Juli 2010:
Auf der ehemaligen Skaterbahn im Kannenstieg wird eine Kleinfeldfußballanlage
aufgebaut. Dieses Projekt ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem
ALSO-Projekt der Polizei und dem Bürgerverein Nord. Die Skaterbahn war zuvor
unter Protest abgerissen worden, weil die Stadt kein Geld für eine notwendige
Sanierung hatte. Das Fußballprojekt soll auch in diesem Jahr weitergeführt
werden.
August 2010:
Nach monatelangen Vorbereitungen wird auf dem Platz der Begegnung an der
Salvador-Allende-Straße ein Stadtteilfest gefeiert. Bürgerverein, AG Gemeinwesen
Neustädter See und Stadtteilmanagement machten diese Aktion zu einem Erfolg.
Oktober 2010:
Der Kampf um den Nordeingang für den Zoo beginnt. Auch hier ist der Bürgerverein
mit einer Unterschriftensammlung dabei. In Zusammenarbeit mit den
Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See sowie vielen
öffentlichen Einrichtungen kamen 2600 Unterschriften zusammen.
November 2011:
Es ist geschafft: Die AG Gemeinwesen Kannenstieg wählt einen neuen Sprecherrat
und ist damit nach Monaten wieder handlungsfähig. Der Einsatz des Bürgerver eins
hat sich ausgezahlt.
Dezember 2011:
Im Kinderund Jugendhaus „Oase“ veranstaltet der Bürgerverein seine erste
Babyartikelbörse für Eltern aus Nord.
25.03.2011
Jugendliche schlagen Mann zusammen
Neustädter See (pl). Am Neustädter See wurde am Mittwoch gegen 18 Uhr ein
51-jähriger Magdeburger von einer Gruppe Jugendlicher verprügelt. Wie die
Polizei dazu berichtete, ging der Mann mit seiner 45-jährigen Begleiterin und
seinem Hund am See spazieren, als er auf die Gruppe Jugendlicher traf. Warum es
genau zu der Auseinandersetzung kam, konnte die Polizei noch nicht sagen, fest
steht, dass der Mann von der Gruppe angegriffen, geschlagen und zu Boden
geworfen wurde. Als er am Boden lag, wurde er noch von einer Jugendlichen
mehrfach geschlagen. Erst, als sie feststellte, dass ihr Opfer am Kopf blutete,
ergriff die Gruppe die Flucht in Richtung Salvador-Allende-Straße. Die Polizei
hat die Ermittlungen aufgenommen. (Quelle: Volksstimme vom 25.03.2011)
25.03.2011
Konzert in der Kirche - Großer Abend für die Gemeinde mit Ernesto Cardenal
Auf ein Konzert mit Ernesto Cardenal in der Hoffnungsgemeinde in
Magdeburg-Nord am vergangenen Dienstag blickt Gabriele Herbst, Pfarrerin i. R.,
zurück:
Baskenmütze, wehendes Grauhaar, wache Augen. Der Dichter, Theologe und
politische Visionär Ernesto Cardenal: so kennt ihn die Welt. Zum vierten Mal kam
er mit der Band „Grupo Sal“ nach Magdeburg, auf einer Tournee, die ihn nun noch
über Luzern bis nach Wien führen wird. Der 86-jährige Mann aus Nicaragua
besuchte zum zweiten Mal die ev. Hoffnungsgemeinde, um ein Lesekonzert unter dem
Titel „Den Himmel berühren“ zu geben. Etwa 180 Besucher lauschten dem berühmten
lateinamerikanischen Dichter, der mit seiner poetischen, politischen, erotischen
Sprache den Himmel berührt, indem er auf die Erde aufmerksam macht. Himmel ist
dort, wo Gott ist, und Gott ist dort, wo Liebe und Gerechtigkeit das Leben
lohnend machen, so könnte man Cardenals Himmel umschreiben. Himmel und Gott
bleiben Sehnsucht aller Menschen. Weil sich alle Menschen nach Liebe und
Gerechtigkeit sehnen, Marilyn Monroe wie die ausgebeuteten Kinderarbeiter, die
Coltan im Kongo für die wohlhabende Handy-Welt fördern. Das war harte Lesekost,
die Cardenal in den Raum stellte. Aber weiches Daherflüstern war noch nie seine
Sache. „Grupo Sal“ umrahmte die Lesung, die spanische Originaltöne Cardenals und
die angenehm vorgetragenen Übersetzungen durch den Schauspieler Klaus Götte
umfasste, mit mitreißender Musik.
Es war ein großer Abend für die Hoffnungsgemeinde und all ihre Gäste. Viele
Menschen hatten sich für die Organisation und Finanzierung des Konzertes
monatelang vorbereitet, in Vertretung seien genannt: Sabine Schmolke, das
Mitarbeiterteam der Hoffnungsgemeinde, Café Krähe, Ratswaagehotel, Sparkasse,
Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrum, Eine-Welt-Haus, Konzertverein der
Hoffnungsgemeinde, Kirchenkreis u. a.. (Quelle: Volksstimme vom 25.03.2011)

24.03.2011
Qualitätsgewinn beim Dosieren von Tabletten
Erfolgreiches Modellprojekt im Pflegeheim Heideweg
Welche Chancen gibt es, die Arzneimitteltherapie und Arzneimittelsicherheit in
Pflegeheimen zu verbessern? Dieser Frage nahm sich die Wohnen und Pflegen
Magdeburg gGmbH an und startete einen Modellversuch, Medikamente im
Altenpflegeheim „Heideweg“ durch Apothekenmitarbeiter setzen zu lassen.
Nach 18 Monaten Laufzeit berieten die beteiligten Einrichtungen jetzt, ob das
manuelle Dosieren im Haus Vorteile gegenüber einem maschinell hergestellten
Blister hat. So trafen sich die Verantwortlichen des Altenpflegeheimes
„Heideweg“ mit der Qualitätsbeauftragten des Trägers, der städtischen
gemeinnützigen GmbH, sowie dem Apothekenteam und einem Vertreter der
Apothekerkammer.
„Das eindeutige Votum der Pflegekräfte war, dass durch die neue Kooperation mit
einer Apotheke vor Ort eine sichere und zuverlässige Arzneimittelversorgung
gewährleistet ist“, teilte die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt gestern mit. Auch
wurden die kurzen Lieferzeiten bei Notfallmedikamenten hervorgehoben.
Bei maschinell hergestellten Blistern werden den Pflegeheimen Schläuche
geliefert. Dabei unterscheiden sich wirkstoffgleiche Präparate manchmal in Form
und Farbe, für Heimbewohner und Pflegekräfte sei das oft irreführend.
Die Sonnen-Apotheke in der Salvador-Allende-Straße beschäftigt zwei Fachkräfte,
die direkt im Heim das wöchentliche Dosieren der Tabletten der Heimbewohner
übernehmen. „Mit dieser Betreuung vor Ort werden die Pflegekräfte entlastet und
Risiken gemindert“, so Martin Wolff, Vorstandsmitglied der Apothekerkammer.
„Wir haben eine enge Kooperation mit unseren Hausärzten gesucht.
Arzneimittelunverträglichkeiten und Nebenwirkungen lassen sich nun in der
regelmäßig stattfindenden Visite, an der die Apothekenfachkraft mit teilnimmt,
klären. So kann die Therapie schnell verändert und angepasst werden“, sagte
Pflegedienstleiterin Helga Schwenke.
Einrichtungsleiter Ingolf Ulbrich dazu: „Die Fachkräfte reißen bei den
maschinellen Blistern nur noch Tütchen auf, haben aber die gesamte Verantwortung
über die Arzneimittel. Hier müssen sie der Maschine vertrauen, auch wenn die
Tabletten im Blister jeden dritten Tag anders aussehen. Das wollen unsere
Mitarbeiter nicht, daher ist aus unserer Sicht das Tablettensetzen hier im Heim
eine wirkliche Alternative. Das entscheidende Ziel der realen Zeitersparnis für
die Pflegefachkräfte, die jetzt spürbar mehr Zeit für ihre Bewohner haben, mit
vertretbarem finanziellen Aufwand, ist hier erreicht worden“, so Ulbrich. Von
Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 24.03.2011)
23.03.2011
Bürgerverein sucht Helfer
Der Bürgerverein Magdeburg-Nord sucht Helfer und vor allem Sponsoren für
sein geplantes Kinder- und Familienfest im Wohngebiet am Neustädter See am 14.
Mai. „Wir als Bürgerverein Nord arbeiten tatkräftig daran mit und möchten
unseren Teil dazu beitragen, dass dieses Fest ein großer Erfolg wird“, sagt
Sandra Täntzler, die 2. Vorsitzende des Vereins. „Geplant ist vom Bürgerverein
der Auftritt von Showmusiker Roger Altenburg. Für sein buntes
Unterhaltungsprogramm ist er vor allem bei Kindern bekannt und beliebt, da er
Musik für und mit Kindern macht. Außerdem ist er Botschafter der
Kinderkrebshilfe sowie Botschafter von ,Keine Gewalt gegen Kinder‘“, so Sandra
Täntzler. Der Bürgerverein Nord ist per E-Mail erreichbar unter
buergerverein@neustaedtersee.de oder unter Telefon 01 60/1 41 98 21.

Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.03.2011)
23.03.2011
Stadtteilmanagement - Neue Sprechzeit im Bürgerhaus in Kannenstieg
Die Sprechzeit des Stadtteilmanagements im Stadtteil Kannenstieg ändert sich.
Diese findet nicht mehr dienstags, sondern ab dem 1. April immer donnerstags in
der Zeit von 10 bis 12 Uhr im Alten- und Servicezentrum/Bürgerhaus des
Paritätischen, Johannes-R.-Becher-Straße 57 statt. Das teilte Stadtteilmanagerin
Jessica Zedler mit. Die Sprechzeit im Stadtteil Neustädter See bleibt
unverändert: Jeden Donnerstag in der Zeit von 13 bis 18.30 Uhr freut sich die
Stadtteilmanagerin auf Bürgerbesuch im Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9, unter dem
Dach des Stadtteilzentrums „Oase“.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.03.2011)

22.03.2011
Kannenstieg/Neustädter See - AWO strukturiert für „Bummi“ um
Kita aus der Helene-Weigel-Straße soll künftig am Kannenstieg 1 ihr Domizil
haben
Eltern aus Nord warten schon lange auf einen Neubau für die Kindertagesstätte
„Bummi“. Der Baubeginn wurde von der Stadt und der AWO als Träger für dieses
Jahr angekündigt. Als Vorstufe wurde jetzt bereits im AWO-Verbund
Erziehungshilfen umstrukturiert. Aus dem AWO-Gebäude am Kannenstieg 1 ist das
betreute Wohnen für junge Eltern ausgezogen. Das Kinderheim bleibt dort und wird
sich das Gelände künftig mit der Kita teilen.
Nach mehr als zehn Jahren im Heimverbund der AWOErziehungshilfen ist das
Betreute Wohnen für junge Mütter und Väter, wie gestern bereits in der
Volksstimme vermeldet, aus dem Kannenstieg in die neuen Wohnungen an der
Lumumbastraße gezogen. Der Umzug war notwendig geworden, da in das bisherige
Objekt im Kannenstieg die AWO-Kita „Bummi“ mit einziehen soll.
Getreu dem Motto ‚Gut geplant ist halb umgezogen‘ begannen für die jungen Eltern
die Vorbereitungen schon lange vor dem eigentlichen Umzug. Die neuen Zimmer
wurden verteilt, Verantwortliche bestimmt und die Aufteilungen der Möbel wurden
festgelegt. „Selbst die Dekoration der einzelnen Wohnungen wurde vorher
besprochen“, sagte Edel gart Löffler, Leiterin des AWO-Verbundes
Erziehungshilfen augenzwinkernd. „Unsere jungen Mütter waren schon lange vorher
mit Feuereifer am Planen.“ Neun junge Frauen, ihre Kinder und die betreuenden
Sozialpädagoginnen bezogen Ende Februar ihre neuen Wohnungen in der
Lumumbastraße.
„Auch können sich unsere jungen Eltern so schneller an ein ,normales‘ Leben
außerhalb des Heimverbundes gewöhnen“, fügte Löffler hinzu. Inzwischen hätten
sich alle fleißigen Helfer von dem zweitägigen Umzug erholt und auch die jungen
Mütter und ihre Kinder fühlten sich in den neuen Wohnungen pudelwohl.
Der AWO-Verbund Erziehungshilfen fasst verschiedene Bereiche der ambulanten,
teilstationären und stationären Jugendhilfe zusammen. Dazu gehört die
Heimerziehung von Kindern und Jugendlichen in der Einrichtung Kannenstieg,
verschiedene Außenwohngruppen und Tagesgruppen, die sich in Magdeburg-Nord und
Magdeburg-Reform verteilen, und das AWO-Spielmobil, welches Spielaktionen in
verschie denen Stadtteilen anbietet. Insgesamt werden im AWOVerbund
Erziehungshilfen 62 Kinder und Jugendliche betreut.
Die Heimbetreuung wird auch weiter im Gebäude am Kannenstieg 1 angesiedelt sein,
bestätigte die AWO auf Volksstimme-Nachfrage. Doch das Gelände soll mit einem
geplanten neuen Anbau künftig auch Heimstätte für die „Bummi“-Kinder aus Nord
sein.
Der Neubau wird im Stadtteil sehnsüchtig erwartet, weil das jetzige Objekt an
der Helene-Weigel-Straße deutlich in die Jahre gekommen ist. Schon lange ist die
Kita „Bummi“ im Grunde ein einziges Provisorium. Weil die Stadt bereits seit
2005 einen Neubau für „Bummi“ im Kannenstieg plant, wird kein Geld mehr in die
Sanierung gesteckt.
Ende vergangenen Jahres wurden Schäden an der Außenhülle vom Kommunalen
Gebäudemanagement ausgebessert. Der Turnkeller war wegen einer Schimmelbelastung
zeitweise gesperrt, wurde trockenlegt und neu abgedichtet. Das hatte auch für
Schlagzeilen in der Volksstimme und Elternproteste gesorgt.
„Seit Jahren renovieren wir in Eigeninitiative die Gruppenräume“, so Eltern
genüber der Volksstimme. Das Elternkuratorium pocht deshalb auf einen raschen
Neubau. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 22.03.2011)

Ende vergangenen Jahres gab es ein Treffen mit Jugendamt, Kommunalem
Gebäudemanagement, AWO und Elternvertretern in der Kita „Bummi“. Thema waren die
Baumängel u.a. im Turnkeller. Ein Neubau für die Kita ist auf dem AWO-Gelände am
Kannenstieg 1 geplant. Dort ist auch der AWO-Verbund Erziehungshilfen ansässig.
Foto: R. Richter
21.03.2011
Betreutes Wohnen neu in Lumumbastraße
Nach mehr als zehn Jahren im Heimverbund der AWO Erziehungshilfen ist das
Betreute Wohnen für junge Mütter und Väter aus dem Kannenstieg in die neuen
Wohnungen in der Lumumbastraße gezogen. Neun junge Frauen, ihre Kinder und die
betreuenden Sozialpädagoginnen bezogen Ende Februar ihre neuen Wohnungen in der
Lumumbastraße. (Quelle: Volksstimme vom 21.03.2011)
19.03.2011
Ausbildung erfolgreich abgeschlossen - An der IGS „Hildebrandt“ nehmen erste
Streitschlichter die Arbeit auf
Nach anderthalb Jahren Schulung durch die Schulsozialarbeit und die
Mediatorinnen des Deutschen Familienverbandes Sachsen-Anhalt haben erstmals zehn
Schüler der 5. bis 7. Klasse der Integrierten Gesamtschule (IGS) Regine
Hildebrandt in Nord ihre Streitschlichterausbildung mit Erfolg abgeschlossen.
Sie führten den geladenen Gästen auf einer Abschlussveranstaltung vor, was es
bedeutet, Streitschlichter zu sein.
„Die Schlichtung findet immer in bestimmten Phasen statt, die wir lange geübt
haben“, sagte Shilan Badal Kheder.
Sie gehört zu den ersten Streitschlichtern an der IGS, denen im nächsten
Schuljahr weitere folgen sollen. „Wichtig ist, dass das Projekt von der Schule
weiterhin unterstützt wird. Die bestausgebildeten Schlichter nützen nichts, wenn
sie nicht genutzt werden“, erklärt Monique Stolte, Schulsozialpädagogin des
Deutschen Familienverbandes an der IGS „Regine Hildebrandt“, bevor sie die
Zertifikate verlieh.
Ziele der Streitschlichtung seien vor allem die Verbesserung des Schulklimas,
die Ent lastung der Lehrkräfte von Alltagskonflikten und das Erwerben von
sozialen Kompetenzen, die den Umgang mit Gleichaltrigen erleichtern. Hierbei
steht ein kontinuierliches Training zum gewaltfreien Umgang mit Konflikten im
Vordergrund.
„Die Arbeitsgemeinschaft wird auch weiterhin regelmäßig stattfinden. Die Kinder
können sich über ihre Erfahrungen austauschen und gegenseitig davon profitieren.
Auch wenn die Grundausbildung zu Ende ist, gibt es noch eine Menge zu lernen“,
so Monique Stolte. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 19.03.2011)

Die ersten Streitschlichter der IGS „Regine Hildebrandt“ (v. l.): Agit Celik,
Maximilian Gehrmann, Josh Simon, Josefine Becker, Jolina Oelsner, Vanessa Meier,
Pia-Loreen Weber, Ayjan Ali und Shilan Badal Kheder.
18.03.2011
Wohnprojekt für Menschen mit Behinderungen in Nord erweitert
Selbstbestimmt – neue Mieter in der Lebenshilfe-WG am Schrotebogen
Drei neue Wohngemeinschaften für Menschen mit Behinderungen mit
Intensivbetreuung hat die Lebenshilfe Magdeburg in einem Hochhaus am
Schrotebogen eröffnet. Für die acht neuen Mieter ist das WG-Leben ein wichtiger
Schritt, um sich vielleicht einmal den Traum von den „eigenen vier Wänden“
erfüllen zu können. Die Volksstimme besuchte die neuen Mieter in Nord.
Es ist früher Abend in einem Hochhaus am Schrotebogen. Es duftet nach
Bratkartoffeln mit Zwiebeln und Speck. Christian Jamrath steht in der nagelneuen
Küche, schneidet Möhren und Kohlrabi. Im Bad rattert die Waschmaschine im
Schleudergang. Die weiß gestrichenen Wände sind noch weitgehend kahl. Erst vor
zwei Wochen ist der junge Mann mit seinen Mitbewohnern in die neue
Wohngemeinschaft, kurz WG, eingezogen.
Es ist eine besondere WG. Die Lebenshilfe ermöglicht sie. Und für Bewohner ist
es ein Meilenstein hin zu einem selbstbestimmteren Leben, so etwas wie die erste
Wohnung. Denn zuvor lebten sie im Wohnheim für Menschen mit Behinderungen.
Im selben Hauseingang haben Anja Kuhrt und Anja Wilke eine Frauen-WG gegründet.
Stolz zeigen sie ihre selbst eingerichteten Zimmer. CDs von Tokio Hotel haben
bei Anja Kuhrt einen Ehrenplatz im Regal gefunden. Daneben reihen sich
Manga-Comics aneinander. „Die sammle ich“, sagt die junge Frau, die wie die
Bewohner der anderen Lebenshilfe- WGs in einer der Werkstätten des gleichnamigen
gemeinnützigen Unternehmens arbeitet.
Im gemeinsamen Wohnzimmer steht ein „Mensch ärgere dich nicht“-Spiel auf dem
Tisch. Mit Betreuerin Yvonne Riemer, die die beiden Mädchen heute unter ihren
„Fittichen“ hat, ist noch eine Partie geplant. Aber die Mitarbeiterinnen der
Lebenshilfe, die bis auf die Nacht immer vor Ort sind, helfen ihnen vor allem,
im ersten eigenen Haushalt zurechtzukommen. Einkaufen, Kochen, Waschen, Putzen –
all das steht im Gegensatz zum vorherigen Wohnheimleben nun für die
Bewohnerinnen nach der Arbeit noch unverrückbar auf dem Tagesplan.
Gerade eröffnete die Lebenshilfe am Schrotebogen in Nord drei neue Wohnungen für
so genanntes Intensivbetreutes Wohnen. Acht neue Mieter zogen in frisch
renovierte Räume und werden in der nächsten Zeit noch mit Details der
Einrichtung beschäftigt sein. Das Mindestalter, um hier ein WG-Zimmer in
Reichweite des Neustädter Sees zu bekommen, ist 18 Jahre, erzählt Hausleiterin
Marika Kühne. „Insgesamt wohnen hier am Schrotebogen 56 von der Lebenshilfe
betreute Menschen mit geistigen und seelischen Behinderungen, zum Teil im hier
ansässigen Wohnheim, zum Teil in den Außenwohngruppen“, so Marika Kühne. „Das
Ziel und der Wunsch von vielen, vor allem jungen Bewohnern ist es natürlich,
einmal allein in wirklich eigene vier Wände zu ziehen, vielleicht mit einem
Lebenspartner. Dafür bietet die Lebenshilfe auch ambulant betreutes Wohnen an.
Dort gibt es nur eine punktuelle Betreuung für die sonst eigenständig lebenden
Mieter. Das Intensiv Betreute Wohnen in den kleinen Wohngemein schaften wie hier
am Schrotebogen kann ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein.“ Für die
beiden Anjas, Christian und Co. ging mit dem Einzug in die neuen Wohnungen am
Neustädter See jedenfalls schon ein kleiner Traum in Erfüllung. Anja Wilke sagt
nach den ersten zwei Wochen: „Ich fühle mich in unserer Wohngruppe richtig
wohl.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 18.03.2011)

„Mensch ärgere dich nicht“ im neuen Wohnzimmer: Die neuen WG-Bewohnerinnen Anja
Kuhrt (l.) und Anja Wilke (r.) mit Betreuerin Yvonne Riemer (M.) von der
Lebenshilfe. Fotos (2): R. Richter

Selbst ist der Hausmann: Christian Jamrath in der neuen Küche beim
Gemüseschneiden.

17.03.2011 - Lesekonzert am 22.03.2011
„Inspiration kommt überraschend“ - Lesekonzert in der Hoffnungskirche
Der Revolutionär, Dichter und Theologe aus Nicaragua, Ernesto Cardenal, kommt
mit seinem Programm „Den Himmel berühren“ am 22. März nach Magdeburg.
Veranstaltungsbeginn ist um 19.30 Uhr in der Hoffnungskirche, Krähenstieg 2.
Er ist einer der wichtigsten Dichter Lateinamerikas, der Poet und Revolutionär
Ernesto Cardenal. Am Dienstag, dem 22. März, besucht er mit dem Programm „Den
Himmel berühren“ Magdeburg als Gast der Evangelischen Hoffnungsgemeinde und des
Hotels Ratswaage. Im Biber erzählt er vorab über Liebe, Inspiration und die
Kraft der Musik.
Biber: Was erwartet die Besucher beim Abend „Den Himmel berühren“?
Ernesto Cardenal: Das Publikum kann sich vor allem auf einen großartigen
musikalischen Abend freuen. Es gibt Dichtung und Prosa auf Spanisch und Deutsch
von mir. Ich merke immer wieder, dass die Musik das Publikum stärker fesselt als
die Poesie. Aber natürlich hat das Publikum immer wieder die Möglichkeit, meine
Dichtung zu hören. Der Abend ist aufgeteilt in vier Leseblöcken.
Biber: Der Titel Ihrer Konzertlesereise geht auf einen Satz von Novalis zurück.
Warum haben Sie diesen gewählt?
Ernesto Cardenal: Unter meinen Texten gibt es einen, der von Novalis inspiriert
wurde: „Einen Körper berühren ist wie den Himmel zu berühren“. Ich machte kurz
nach dem Sieg der sandinistischen Revolution eine mystische Erfahrung in einer
Militär-Maschine. In diesem Gedicht erzähle ich davon und was dieser Satz für
mich bedeutet. Wir können dieses Erlebnis als mystische Meditation bezeichnen.
Ich kann mir vorstellen, dass Novalis den Satz so gemeint hat, wie ich ihn
verstehe.
Biber: Wie sind die Gedichte über Liebe, Revolution, Gott und die Welt
entstanden? Was inspiriert Sie?
Ernesto Cardenal: Die Inspiration kommt vollkommen überraschend. Alles, auch das
Trivialste, kann in mir eine tiefe Inspiration hervorrufen. In meiner Jugend war
ich sehr oft verliebt, was mich zu vielen Liebesgedichten bewegte. Danach hat
die Liebe zu Gott mein Leben stark bestimmt, das was ich „Bekehrung“ genannt
habe. Diese Bekehrung hat mich zu mystischer Lyrik und Prosa inspiriert. Danach
haben mich die großartigen Ereignisse der wunderbaren Revolution in Nicaragua zu
vielen Gedichten angeregt. In den letzten 30 bis 40 Jahren meines Lebens hat
mich vor allem die Wissenschaft zum Schreiben inspiriert.
Biber: Sie werden von der wunderbaren lateinamerikanischen Musik von „Grupo Sal“
begleitet. Wie wichtig ist Musik, um den Himmel berühren zu können?
Ernesto Cardenal: Es ist richtig, „Grupo Sal“ als wunderbar und wundersam zu
bezeichnen. Obwohl ich über keinerlei mu sikalische Kenntnisse verfüge, kann ich
die tiefe Wirkung, die die Musik im Publikum hervorruft, beurteilen. Und dies
tut der Verbreitung meiner Texte sehr gut.
Biber: Ihr Leben war sehr bewegt. Sie lebten im Kloster, waren Priester und
später Kultusminister Nicaraguas, sie unterstützten den Widerstand von
Solentiname aus, flüchteten ins Ausland. Heute zählen Sie zu den wichtigsten
Dichtern Lateinamerikas. Wie blicken Sie auf diese Stationen zurück?
Ernesto Cardenal: Es sieht so aus, als ob die Etappen meines Lebens sehr
unterschiedlich, ja widersprüchlich gewesen wären, so als ob sie sich teilweise
gegenseitig ausschließen. Aber für mich ist das natürlich nicht der Fall. Für
mich ist es ein einziges Leben, das von Gottes Willen geführt worden ist.

Die schwarze Baskenmütze und die weißen Haare sind zu Ernesto Cardenals
Markenzeichen geworden. Gemeinsam mit den Musikern von „Grupo Sal“ lädt der
86-Jährige zum Lesekonzert ein.
(Quelle: Veranstaltungsmagazin Biber / Volksstimme vom 17.03.2011)
17.03.2011
In Badeschlappen über die Straße zum Strand
Teil 2 der Volksstimme-Serie über Magdeburger Neubaugebiete: So lebt es sich am
Neustädter See

Foto: Volksstimme vom 15.03.2011 - Flugdienst Magdeburg
Die einmalige Lage am Wasser macht den Stadtteil Neustädter See zu einer der
beliebtesten Wohnadressen in Magdeburg. Nicht nur der Zoo lädt hier zu
entspannenden Spaziergängen und Erholung ein. Lesen Sie, wofür Bewohner ihr
Viertel noch so alles lieben.
„Unsere Mieter können im Sommer einfach in Badeschlappen über die Straße zum
eigenen Badesee gehen“, sagt Karin Grasse vom Vorstand der
Wohnungsbaugenossenschaft „Otto von Guericke“. Das ist natürlich nicht der
einzige Grund für die große Beliebtheit der Wohngegend: „Die Wohnungsunternehmen
haben hier Sanierungsmaßnahmen mit teilweise beispiellosen Aufwand und Umfang
umgesetzt. Wir verfügen hier über Wohnungsgrößen und Mietkategorien für alle
Zielgruppen.“ Und: „Die Infrastruktur mit sozialen und gewerblichen
Dienstleistungen, Einzelhandel, Bildungs-, Sport- und Kindereinrichtungen,
ausgeprägter Gemeinwesenarbeit und dem Öffentlichen Nahverkehr ist sehr gut“, so
Karin Grasse.
Außerdem: „Das Negativ-Image der Neubauten ist Vergangenheit“, erklärt Heinrich
Sonsalla, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg, größter
Vermieter der Stadt. „Wir haben die umfassende Sanierung unseres Bestandes im
gesamten Areal gestartet. Neue Grundrisse und Umbauten veränderten das Gesicht
der Häuser, die nun zeitgemäßes Wohnen für Jung und Alt ermöglichen. So erinnert
heutzutage beispielsweise nichts mehr an die einst engen, lichtarmen Bäder in
der so genannten ,Platte‘. Wir bieten unseren Neumietern helle, einladende Bäder
an und gehen individuell auf Wünsche ein.“
„Das Klischee der Schlafstadt können Sie getrost vergessen!“, verkündet
selbstbewusst die beherzte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Was nicht heißen
soll, dass die ruhige Stadtrandlage und die Entspannung am See plötzlich passé
wären. Im Gegenteil. Doch Magdeburg-Nord, wie das Wohngebiet einst schlicht
getauft wurde, habe eben auch eine bewegte Seite.
Dafür stehen engagierte „Nordlichter“, die sich in Vereinen und Einrichtungen
engagieren und für ihren Stadtteil auch mal leidenschaftlich streiten. Ob es
zuletzt um die Neugestaltung des Boulevards zwischen dem beliebten
Märchenbrunnen und dem Seeufer ging oder um den Ausbau eines Rundwanderweges um
den See – stets waren sie mit Kritik, aber auch Ideen zur Stelle. Und fürs
gemeinsame Feiern nutzen Bürgerverein Nord und AG Gemeinwesen den mit viel Grün
und Freilichtbühne neu gestalteten Festplatz, der nach einer Bürgerabstimmung
inzwischen „Platz der Begegnung“ heißt.
Doch Plätze der Begegnung gibt es im Grunde genommen in Nord viele. Der
„Seeblick“ mit der Bowlingbahn ist ebenso beliebter Treffpunkt wie die
Schwimmhalle oder die einzige Wasserskianlage weit und breit, das städtische
Strandbad, die Volleyballplätze oder der FKKStrand. Das Kinder- und Ju gendhaus
„Oase“ ist soziales Zentrum. Am Seeufer eröffneten Wobau und Malteser einen
Nachbarschaftstreff. Im Hochhaus Schrotebogen 12 ist die Volkssolidarität für
Senioren da. Die ev. Hoffnungskirche ist mit dem Begegnungscafé „Krähe“ für
Ausländerinnen und dem Konzertverein auch ein sozialer und kultureller Fixpunkt.
Ein klares Bekenntnis zum Stadtteil fällt nicht nur Karin Grasse von der
Otto-von-Guericke-Genossenschaft entsprechend leicht: „Wir forcieren unsere
Aktivitäten in diesem Wohngebiet. Die aktive Mitarbeit in der AG Gemeinwesen
gehört für uns selbstverständlich dazu. Auch unterstützen wir durch Sponsoring
die nichtkommerzielle, kostenfreie Stadtteilzeitung ,Der Lindwurm‘ von Bürgern
für Bürger“, sagt sie.
Auch die MWG-Wohnungsgenossenschaft als größter genossenschaftlicher Vermieter
orientiert sich weiter nach Norden. Gerade eröffnete die MWG eine neue
Geschäftsstelle an der Klosterwuhne. Für Vermietung, Service, Spareinrichtung
und Nachbarschaftsverein gibt es nun eine Anlaufstelle vor Ort. Das Unternehmen
hat laut Vorstand Thomas Fischbeck ein Drittel seines Bestands in
Magdeburg-Nord, das heißt mehr als 3000 Wohnungen. Mit der eigenen
Geschäftsstelle, sagt Fischbeck, „unterstreichen wir die Bedeutung von Nord als
wichtiger Wohnstandort“.
Den baulichen Wandel im Stadtteil Neustädter See verdeutlicht der Wohnblock in
der Victor-Jara-Straße 1–5. Die Wohnungsbaugenossenschaft „Stadt Magdeburg von
1954“ ließ den Zehngeschosser komplett sanieren. Die Balkone an der Südseite
wurden vergrößert, die Fassade auch farblich aufgefrischt. Den Mietern in den
oberen Etagen bietet sich ein traumhafter Blick über die Stadt. Der Leerstand
beträgt aktuell nur 2,5 Prozent.
Volksstimme-Urteil:
Die Lage am See und die Vielzahl an Freizeit- und Erholungsangeboten sind schwer
zu toppen. Auch der Zoo liegt für die Bewohner vor der Haustür. Mit
umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wurden Wohngebäude fit für die Zukunft
gemacht.
Eine Schwäche neben dem hohen Altersdurchschnitt von 55,2 Jahren (Gesamtstadt:
46) ist die Anonymität der Hochhäuser. Mit Mietertreffs, Nachbarschaftszentren
und Sozialprojekten kämpfen Vermieter, Stadt und soziale Träger dagegen an. Von
Robert Richter (Quelle: Sonderveröffentlichung in der Volksstimme vom 15.03.2011
)


17.03.2011
Sonniger Willkommensgruß am Neustädter Platz
Schandfleck ade: Stadtteilmanagerin Jessica Zedler stellt Entwurf für Wandbild
vor

Die Fotomontage zeigt die Außenwand der Bärenapotheke am Neustädter Platz mit
dem geplanten Wandbild, entworfen von Künstlern der Magdeburger Firma
"Strichcode".
Foto:privat
Mit einem Wandbild an der Fassade der Bärenapotheke am Neustädter Platz soll ein
Schandfleck des Stadtteils überstrichen werden. Stadtteilmanagerin Jessica
Zedler präsentierte gestern Entwürfe für die Gestaltung der Fassade als auch des
Rundbaus mit Graffiti. „In dem Entwurf wurden Themen rund um den wichtigsten
Bestandteil des Stadtteils – den Neustädter See – verarbeitet. Angefangen vom
schönen Sandstrand, beliebt bei Groß und Klein, bis hin zur modernen
Wassersportanlage ist dieser Naturraum als Großstadtoase dargestellt“, so die
Stadtteilmanagerin.
Der Rundbau hatte früher den Zugang zu einem Jugendklub im Keller geboten, im
Volksmund auch „Klo-Keller“ genannt, weil es dort früher auch öffentliche
Toiletten gab. Das alles soll bald endgültig Geschichte sein.
„Sobald das Wetter es erlaubt, werden die ersten vorbereitenden Schritte
unternom men, um die Gestaltung praktisch umzusetzen“, sagte Jessica Zedler
gestern. Stadtteilbewohner, die Fragen oder Anmerkungen dazu haben, können sich
im Stadtteilbüro unter 2 88 60 44 melden.
Die Fassadengestaltung hatte die Stadtteilmanagerin kürzlich bei der Auswertung
einer Fotoaktion von Jugendlichen zugesagt. Die Teilnehmer hatten besonders
schöne und hässliche Seiten ihres Stadtteils fotografiert. Auch in der
Bürgersprechstunde und in der AG Gemeinwesen Neustädter See war der Wunsch nach
einer Verschönerung des Platzes laut geworden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 17.03.2011)

So sieht der Rundbau am Neustädter Platz derzeit aus.
17.03.2011
Gelungenes Faschingsfest
In der Grundschule “An der Klosterwuhne” herrschte am Mittwoch, den 10.
März 2011 der Ausnahmezustand. Hexen, Cowboys, Prinzessinnen und Piraten
übernahmen das Kommando. Mit vielerlei bunten Kostümen feierten Schüler und
Lehrer ihr diesjähriges Faschingsfest. Zahlreiche Aktionsstationen, verteilt im
gesamten Schulgebäude, sorgten für Abwechslung, Spiel und Spannung. Höhepunkt
des Tages war ein Auftritt vom Clown Wuschel. In seinem Mitmachprogramm spielte,
sang und tanzte Clown Wuschel mit den Kindern.
Wer am Ende dieses Tages bei den Kindern in die Runde fragte, bekam
verständlicherweise, immer wieder eine Antwort: “Es war ein toller Tag, aber
warum ist Fasching nur einmal im Jahr?” Von Brigitte Saib


Fotos: privat
14.03.2011
Schüler der IGS Regine Hildebrandt recherchieren: Geliebte Onlinespiele – Ab
wann bin ich süchtig?
Schüler
machen Zeitung (SchmaZ) heißt es derzeit auch an der IGS Regine Hildebrandt. Am
vergangenen Donnerstag machten sich die SchmaZ-Reporter an die Recherchen. Drei
Achtklässler sammelten beim Thema „Onlinespielsucht“ ihre ersten
journalistischen Erfahrungen.
David Lavina, Tobias Klose und Roman Serebranski erklären: „Wir spielen selber
sehr gerne am Computer Rollenspiele wie ,Fiesta’ und Egoshooter wie ,Call of
Duty’. Deshalb haben wir uns für dieses Thema sehr interessiert.“
Helga Meeßen-Hühne, Leiterin der Landesstelle für Suchtfragen im Land
Sachsen-Anhalt, stand den Nachwuchsjournalisten dabei Rede und Antwort. So
erfuhren sie: Generell haben ca. 1,5 bis 2 Prozent der Onlinespieler ein großes
Abhängigkeitsproblem. Allerdings ist die Dunkelziffer derjenigen, die stark
gefährdet sind, sogar noch weitaus höher. Außerdem haben Onlinespiele einen
„Glücksspielcharakter“, so dass die User verführt werden, immer länger zu
spielen.
Doch wie genau erkennen Betroffene, dass sie abhängig sind, und wie kann man
eine Onlinespielsucht verhindern? Diesen Fragen sind die SchmaZ-Reporter auf den
Grund gegangen und werden diese in ihrem Artikel, der online erscheint,
beantworten. „Wenn Eltern Sorgen haben, dass ihre Kinder onlinespielsüchtig sein
könnten, sind die Suchtberatungsstellen die besten Anlaufstellen wie z. B. die
AWO in der Thiemstraße 12“, empfiehlt Helga Meeßen-Hühne. Die Landesstelle für
Suchtfragen bietet außerdem Infomaterial zum Thema Computersucht an. Anhand
einer Checkliste kann sich jeder selbst überprüfen: Bin ich süchtig?
Im Nachhinein sagten die Schüler über sich, dass sie nicht spielsüchtig seien,
aber vielleicht eine Neigung dazu hätten. (Quelle: Volksstimme vom 14.03.2011)

SchmaZ-Reporter beim Recherchegespräch: Die Schüler David Lavina (14), Tobias
Klose (14) und Roman Serebranski (16) sprechen mit Expertin Helga Meeßen-Hühne
und AOK-Pressesprecher Wilko Petermann über das Thema Online-Spielsucht. Foto:
Madlen Schäfer
14.03.2011
Zoo-Direktor Kai Perret: „Bereits 573 Jahreskarten verkauft“
Zum Leserbrief: „Nordeingang Zoo – Shop erneut geschlossen“ von Karl-Heinz
Rasche am 8. März 2011:
Die Darstellung von Herrn Rasche entspricht nicht den Tatsachen. Richtig ist,
dass der Zoologische Garten Magdeburg täglich ab 9 Uhr öffnet, der Zoo-Shop um
10 Uhr. Nach Rücksprache mit den Mitarbeiterinnen des Kassenbereiches können wir
festhalten, dass Herr Rasche zwischen 9.30 Uhr bzw. 9.45 Uhr sich im
Kassenbereich aufhielt. Der Zoo-Shop wurde pünktlich um 10 Uhr geöffnet, wie an
jedem Tag. Die Aussage von Herrn Rasche: „Das ist ein Hohn, wie die Einwohner in
Nord diskriminiert werden“, weisen wir befremdlich zurück.
Wie bereits mehrfach in der Volksstimme publiziert, verweisen wir hinsichtlich
des Themas „Nordeingang“ auf nachfolgenden Sachstand: Um dem Wunsch der Bewohner
des nördlichen Stadtteils entgegenzukommen, beschloss der Aufsichtsrat des
Zoologischen Gartens Magdeburg in seiner Sitzung am 2. Dezember 2010, den Bau
eines entsprechenden Zugangs Nord für Jahreskarteninhaber durchzuführen, sollte
die dafür notwendige Summe durch den Verkauf zusätzlicher Jahreskarten (1800
Stück) bis zum 31. März 2011 generiert werden. Bis einschließlich 8. März wurden
573 Jahreskarten verkauft.
Ebenso hatte sich der Aufsichtsrat klar zum Konzept „Ein Zoo mit einem Eingang“
bekannt und einstimmig den Beschluss gefasst, gemäß den bisherigen Planungen zur
Entwicklung des Zoologischen Gartens Magdeburg keinen zweiten Eingang Nord
einzurichten, weder als vollwertigen zweiten Eingang, noch als saisonalen
Nebeneingang. Dr. Kai Perret, Zoodirektor (Quelle: Volksstimme vom 14.03.2011)
Leserbrief vom 08.03.2011
Nordeingang Zoo - Shop erneut geschlossen
In der Volksstimme war zu lesen, dass Zoochef Dr. Perret weiter an der
dauerhaften Schließung des Nordeingangs festhält. Grund: Alle Besucher sollen
den Eingang Zoowelle nutzen, um im Zooladen das Merchandising-Geschäft
anzukurbeln. Ich stand am Sonntag (6. März) um 10 Uhr vor verschlos senem Shop,
obwohl schon viele Besucher den Zooeingang passiert hatten. Das ist mir schon
zum zweiten Male passiert. Wie vereinbart sich das nur mit dem
Merchandising-Geschäft? Das ist ein Hohn, wie die Einwohner in Nord
diskriminiert werden. Karl-Heinz Rasche, 39126 Magdeburg (Quelle: Volksstimme
vom 08.03.2011)
11.03.2011
„Nordic Walking“ am Neustädter See
Am 24. März startet wieder ein Kurs „Nordic Walking“ am Neustädter See mit
Dipl.-Sportlehrer Ralf Kersten. Treffpunkt ist jeden Donnerstag, 10 Uhr, das
Nachbarschaftszentrum „Malteser Stübchen“, Am Seeufer 9. Anmeldungen unter 5 90
55 32. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 11.03.2011)
11.03.2011
Treffen zur Vorbereitung des
Kinder- u. Familienfestes
Das nächste Treffen des Festkomitees findet am 17.03.2011 um 18.00 Uhr im KJH
„OASE“/Stadtteilbüro statt.
Alle ehrenamtlichen Helfer sind herzlich eingeladen!
Alle Infos zum Kinder- u. Familienfest am 14.05.2011

09.03.2011
Eichenweiler freut sich auf 90. Siedlungsgeburtstag -
Vorbereitungstreffen in der Bierstube
In Vorbereitung der Feierlichkeiten zum 90. Jahrestag der Erschließung der
Gartenstadt Eichenweiler lädt der Siedlerverein Eichenweiler alle interessierten
Bewohner zu einer Informationsveranstaltung ein. Für die geplante Festwoche vom
17. bis 19. Juni auf dem Sportplatz Am Schöppensteg werden noch aktive Helfer
und Unterstützer mit guten Ideen gesucht, teilte der Vereinsvorsitzende Dirk
Mallée mit.


09.03.2011
Technisches Hilfswerk - Sachkundeunterricht beim THW für Schüler aus Nord
Über die Arbeit des Technischen Hilfswerks (THW) informierten sich
jetzt Drittklässler der Grundschule „An der Klosterwuhne“ im Rahmen des
Sachkundeunterrichts aus erster Hand. Sie besuchten die ehrenamtlichen Helfer
des THWOrtsverbandes Magdeburg. „Neben dem Zusammenspiel von Feuerwehr,
Rettungsdienst und der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk wurde den
wissbegierigen Kindern in einer Präsentation auch die Rolle des Technischen
Hilfswerks im Katastrophenschutz in Deutschland und im Auftrag der
Bundesrepublik
Deutschland im Ausland erläutert“, so Axel W. Moch vom THW. Nach dem
theoretischen Teil und der Vorstellung des Kinderbuches „Tom der THW- Helfer“
konnten die kleinen Besucher an verschiedenen Stationen einen praktischen
Einblick in die THW-Arbeit erlangen.
So wurde neben der Vorstellung der umfangreichen Technik des Gerätekraftwagens
auch ein Lastwagen und eine tonnenschwere Betonplatte mit einem Hebekissen
mühelos per Knopfdruck angehoben. Die Fachgruppe Führung/Kommunikation richtete
ihre entfaltbare Führungsstelle zur Besichtigung ein und übte mit den Kindern
den Notruf. Das Deutsche Rote Kreuz Magdeburg stellte einen
Krankentransportwagen zur Verfügung und rückte damit das Thema „Erste Hilfe“ in
den Blickpunkt. „Auch wurde in einigen Gruppenspielen gezeigt, wie wichtig
Teamfähigkeit und Fürsorge gegenüber anderen im Alltag ist“, so Moch. Von Robert
Richter
(Quelle: Volksstimme vom 09.03.2011)

Über die Technik des THW informieren sich die Schüler aus Nord hier an einem
Einsatzfahrzeug. Foto: privat
Freitag, der 04.03.2011
Hoffnungsgemeinde, Krähenstieg 2
Wie viele Brote habt ihr? - Weltgebetstag Chile 2011
"Wie viele Brote habt ihr?" - Diese Frage erreicht uns aus einem Land, in dem
Brot zu jeder Mahlzeit gehört, in dem auf den Tischen in vielen Häusern oft
nicht mehr steht als Brot und eine Tasse Tee, in dem immer wieder auch Brot
geteilt wird, als Zeichen der Gemeinschaft, als Zeichen gegen den Hunger in der
Welt, als Zeichen des Lebens, das eine Zukunft erhofft.
"Wie viele Brote habt ihr?" - dieser Frage müssen auch wir uns stellen. Was
können wir teilen und weitergeben, was können wir tun gegen den Hunger in der
Welt, gegen Ungerechtigkeit und Achtlosigkeit anderen Menschen gegenüber?
Solchen Fragen wollen wir nachgehen, das Weltgebetstagsland Chile kennen lernen,
in Verbundenheit mit den Menschen in Chile und überall in der Welt zu einem
ökumenischen Gottesdienst zusammen kommen und gemeinsam feiern.
16.30 Uhr - Programm für alle Generationen: Bastelangebote, kleiner Sprachkurs
Spanisch, Spiele, Tanz u.v.m.
18.00 Uhr - Ökumenischer Gottesdienst für Jung und Alt
19.00 Uhr - Chilenisches Buffet (Weinverkauf)
(Rezepte für das Buffet sind im Gemeindebüro erhältlich, es wäre schön, wenn
sich viele an den Vorbereitungen beteiligen, umso reichhaltiger wird das
Buffet!)
Pressemitteilung vom 28.02.2011
Weltgebetstag in der Hoffnungsgemeinde - Wie viel Brot habt Ihr – Frauen
stellen Chile vor
Neustädter See (pl). Die Hoffnungsgemeinde Magdeburg lädt am Freitag, 4. März,
gemeinsam mit der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt zu einem bunten Fest für
alle Generationen ein. Anlass ist der ökumenisch gestaltete Weltgebetstag, der
jedes Jahr am 1. Freitag im März in 170 Ländern der Erde begangen wird. In
diesem Jahr haben Frauen aus Chile den Gottesdienst vorbereitet und machen darin
mit ihrem Land, ihrem Denken und ihren Lebensweisen bekannt.
Als im Jahre 2007 Frauen in Chile begannen, über das Motto „Wie viele Brote habt
ihr?“ nachzudenken, ahnte niemand, dass diese Frage durch das schwere Erdbeben
vom 27. Februar 2010 einen ganz anderen Klang bekommen würde. Viele Menschen in
den betroffenen Gebieten haben damals ihr gesamtes Hab und Gut verloren, und
leben zum Teil heute noch in Holzhütten, oft noch ohne Wasser.
„Wie viele Brote habt ihr“, unter dieser Überschrift sind am 4. März Frauen,
Männer, Kinder und Jugendliche eingeladen, in einem bunten Vorprogramm und dem
Gottesdienst für alle Generationen das Land näher kennen -zulernen, in dem Brot
elementarer Bestandteil einer jeden Mahlzeit ist.
Die ev. Hoffnungsgemeinde hat gemeinsam mit der ev. Nicolaigemeinde, der kath.
St. Mechthildsgemeinde und der Ev. Akademie Sachsen-Anhalt diese Veranstaltung
vorbereitet. Um 16.30 Uhr geht es im Krähenstieg 2 mit chilenischen Spielen,
Tänzen, Geschichten, einem kleinen Sprachkurs Spanisch und kreativen Angeboten,
z.B. Schmuckgestaltung und dem Bauen von Trommeln, los.
Über das Land und die Leute informiert Pfarrerin Cordula Haase, die ein halbes
Jahr in Chile gelebt hat, immer wieder dorthin zurückkehrt und intensiv Brücken
zwischen Chile und Magdeburg baut. Außerdem wird Annette Berger, Studienleiterin
in der Ev. Akademie Wittenberg, unter dem Motto „Auf Entdeckungstour: Lehrer aus
Sachsen-Anhalt begegnen Lehrern aus Chile“ über eine Studienreise nach Chile im
Januar 2011 berichten. Ab 18 Uhr wird ein familienfreundlicher Festgottesdienst
gefeiert. Anschließend sind alle zu einem chilenischen Abendessen eingeladen.
Der Eine-Welt-Laden ist mit seinen Angeboten ebenfalls den ganzen Nachmittag und
Abend vertreten. (Quelle: Volksstimme vom 28.02.2011)
01.03.2011
Größtes Lärmschutzprojekt an der Europastraße offiziell gestartet
Fast 4 Millionen Euro werden bis Ende Juni investiert / Lutz Trümper: Leben
am Ring wird dadurch erträglicher
Praktischer Politiker-Schwenk in eine ruhigere Zukunft am Magdeburger Ring:
Gestern gegen 14.15 Uhr hoben Oberbürgermeister Lutz Trümper und
Landesumweltminister Hermann Onko Aeikens mittels Kran die erste Betonplatte für
die neue Lärmschutzwand ein. Damit starteten sie offiziell das bislang größte
Lärmschutzprojekt an Magdeburgs wichtigster Entlastungsstraße. Es ist 3,9
Millionen Euro teuer und wird etwa 1500 Anwohnern bessere Lebensqualität
bescheren. Finanziert wird das Großprojekt aus Mitteln des Bundes-
Konjunkturpakets II.
„Das Leben am Ring wird für Bewohner der Hans-Grundig-Straße, der Otto-Nagel-,
der Albert-Schweitzer- und der Lumumbastraße erträglicher“, freute sich
Oberbürgermeister Lutz Trümper mit den Nutznießern der Lärmschutzwand. Das
Stadtoberhaupt und der Umweltminister hatten vor dem offiziellen Akt die
Bedeutung des Bauwerks gewürdigt. Es ist Bestandteil des in den 90er Jahren
gestarteten Lärmschutzprogramms für Magdeburg. Hermann Onko Aeikens sagte: „Wo
Lärm ist, lässt es sich nicht gut wohnen; Lärm macht krank.“ Bereits seit
einigen Wochen werden an der neuen Lärm schutzwand im Norden des Magdeburger
Rings die Fun damente gesetzt. Die Strecke zwischen den Abfahrten Eben dorfer
Chaussee und Ziolkows kistraße ist deshalb nur einspurig befahrbar.
Die künftige Wand wird sich zu beiden Seiten des Rings auf einer Länge von je
850 Meter erstrecken. Sie wird über 7 Meter hoch. Die zur Fahrbahn abgewinkelten
Enden kanalisieren den Schall und bringen so die gewünschte Wirkung. Es handelt
sich hier um die zunächst letzte Investition zum Lärmschutz am Ring, teilte die
Stadtverwaltung gestern mit. Bislang wurden an der Coch stedter, Goslarer,
Albert-Vater und Ackerstraße sowie in Höhe Adelheidring, Lorenzweg sowie
Lübecker Privatweg derartige Wände und Wälle errichtet. Die Investitionen
beliefen sich auf rund 3 Millionen Euro. Von Karl-Heinz Kaiser

(Quelle: Volksstimme vom 01.03.2011)

Lutz Trümper (vorn) und Hermann Onko Aeikens (hinten, weißer Helm)
schwenkten symbolisch das erste Lärmschutzelement Ring ein. Sekundiert werden
die beiden Politiker von einem Mitarbeiter der hiesigen Niederlassung Eurovia
Beton, die den Millionen-Auftrag ausführt. Foto: Uli Lücke

24.02.2011
Hochzeitstag am Heideweg

Ihren 60. Hochzeitstag feiern heute Ingeburg Rahmsdorf (84) und ihr Mann Erich
(80). Zur diamantenen Hochzeit ist am Vormittag eine kleine Feierlichkeit im
Altenpflegeheim Heideweg, wo das Paar wohnt, geplant, kündigte Heimleiter Ingolf
Ulbrich an. Kennengelernt hatten sich die beiden Magdeburger über die Schwester
von Ingeburg Rahmsdorf. Sie haben zwei Kinder und drei Enkel. Beruflich war
Ingeburg Rahmsdorf als Sekretärin tätig, ihr Mann Erich als Berufskraftfahrer.
Foto: R. Richter
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 24.02.2011)
24.02.2011
Aus für Zoo-Nordeingang - Wer ist betroffen? Kinder, Alte, Arme, Behinderte
Zum umstrittenen Nordeingang des Zoos:
Ich werde den Eindruck nicht los, dass sich jeder neue Zoodirektor unbedingt
einen neuen Zooeingang bauen muss, und alles, was für die Zoobesucher mal
vorteilhaft war, schafft man ab.
Die Einwohner der Stadtgebiete Kannenstieg und Neustädter See müssen jetzt
entschieden weitere Wege zurücklegen, um den Zoo zu besuchen. Für viele ältere
Leute ist der Zoo nicht mehr erreichbar, denn die Straßenbahnhaltestelle ist
nicht behindertengerecht, und die Preise der öffentlichen Verkehrsmittel sind ja
auch wieder teurer geworden.
Für die Kinder in diesen Stadtgebieten, besonders für die Schulen und
Kindergärten, ist der Zoobesuch durch die Schließung des Nordeinganges viel
schwieriger geworden. Der Weg ist jetzt doppelt so weit, oder man muss mit der
Straßenbahn fahren, was sicher vielen Kindern nicht möglich ist.
Wen betrifft also die Schließung des Nordeinganges?
Es sind die Kinder, die Armen, die Alten und die Behinderten, also die
schwächste Gruppe der Einwohner im Wohngebiet Kannenstieg und Neustädter See. Zu
dieser Gruppe zählt unser Oberbürgermeister sicher nicht. Dann lassen sich
Entscheidungen ja auch einfacher fällen. Als Aufsichtsratsvorsitzender hat man
bestimmt die Möglichkeit, sich für diese große Gruppe einzusetzen, auch wenn es
Herrn Perret nicht passt.
Ich nehme an, der gesamte Aufsichtsrat besucht den Zoo nicht oder lässt sich vor
die Zoowelle fahren. Ich werde mir für den Zoo eine Jahreskarte kaufen, wenn der
Nordeingang offen ist und nicht auf Verdacht, dass vielleicht mal ein Drehkreuz
installiert wird. So denken viele Bewohner dieser Stadtgebiete. Aber auch
Besucher aus Braunschweig, Wolfsburg oder Helmstedt fahren zum Parkplatz
Nordeingang, weil man da auch einen Parkplatz findet. Viele irren jetzt umher,
suchen den Nordeingang und fahren dann ohne den Zoo zu besuchen, wieder nach
Hause. Das macht keinen guten Eindruck von der Stadt Magdeburg.
Petra Zimpel, Magdeburg (Quelle: Volksstimme vom 24.02.2011)
23.02.2011
Magdeburg bekommt im Norden ein neues „Stadttor“
800 Meter lange Lärmschutzwände entlang der Stadtautobahn
Wer zukünftig über den Ring von Norden aus nach Magdeburg hineinfährt, passiert
dabei ein neues „Stadttor“. Im Bereich des Stadtteils Kannenstieg wird zurzeit
die längste Lärmschutzwand der Stadt gebaut.
Auf einer Länge von 800 Metern entstehen links und rechts der vierspurigen
Fahrbahn zwei sieben Meter hohe Lärmschutzelemente, die die benachbarten Häuser
vom Verkehrslärm auf dem Ring abschirmen sollen.
Rund 3,9 Millionen Euro kostet das Projekt. 3,4 Millionen Euro davon sind
Fördermittel aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung, 500 000 Euro
steuert die Stadt Magdeburg als Eigenanteil bei. Ende Juni dieses Jahres sollen
die Lärmschutzwände fertig sein und die damit verbundene einspurige
Verkehrsführung entlang der Baustelle, die zu Staus auf dem Ring führt,
aufgehoben werden. Geplant ist auch, die Wände von Künstlern mit großen Graffiti
gestalten zu lassen, um so der illegalen Beschmierung vorzubeugen.

Von Peter Ließmann (Quelle: Volksstimme vom 23.02.2011)

23.02.2011
Schönes und Hässliches aus Nord - Fotowettstreit für Kinder ausgewertet
Schandfleck am Märchenbrunnen verschwindet im Frühjahr
Die schönsten, aber auch die aus ihrer Sicht hässlichsten Seiten von
Magdeburg-Nord haben Kinder und Jugendliche in einem Fotoworkshop abgelichtet.
Bei der Bestandsaufnahme soll es nicht bleiben. Für Stadtteilmanagerin Jessica
Zedler, Initiatorin der Aktion, steht fest, dass die kritisierten Ecken
verschönert werden können. Im Frühjahr soll es losgehen. Für Juliana Strelow
(11), Celina Krause (10) und Yasmine Giehl (13) aus Nord gehört der Spielplatz
an der Victor-Jara-Straße mit Elefantenrutsche, Giraffenschaukel und
Kletterkrokodil zu den schönsten Ecken in ihrem Stadtteil. „Besonders hässlich
finden wir das Rondell am Neustädter Platz“, sagen die Mädchen. Dabei handelt es
sich um den früheren Eingang zu einem früheren Jugendklub im Keller, im
Volksmund auch „Klokeller“ genannt, weil es dort früher auch öffentliche
Toiletten gab. Heute ist der beschmierte Rundbau in unmittelbarer Nähe zur
modernen Einkaufspassage am Märchenbrunnen nur noch ein Ärgernis.
„Doch wir nehmen den Fotowettstreit der vergangenen Monate direkt zum Anlass,
gegen diesen Schandfleck etwas zu unternehmen“, sagte Stadtteilmanagerin Jessica
Zed ler vom IB-Stadtteilbüro, die gemeinsam mit dem Kinderund Jugendhaus „Oase“
und der Stadtsparkasse die Fotosafari für junge „Nordlichter“ ins Leben gerufen
hatte. „Im Frühjahr wird der Rundbau von professionellen Graffitikünstlern
gestaltet werden. Aus dem Förderprogramm ,Soziale Stadt‘ von Bund, Land und
Stadt wurde dafür Geld bewilligt.“
Weitere verunstaltete Flächen könnten eventuell ebenfalls auf diese Weise
aufgewertet werden. Ein Erfolg auch für Juliana, Celine, Yasmine und die anderen
Mitstreiter, die mit Kameras und unter Anleitung des ehrenamtlichen Helfers
André Talke mit wohlwollendem wie kritischem Blick ihr Viertel durchstreiften.
„Anschließend haben wir uns am Computer an die Nachbearbeitung gemacht“, erzählt
Talke, der insgesamt zehn Kinder und Jugendliche während der Aktion betreute.
Als Preisträgerinnen wurden am Montag Juliana, Celina und Yasmine ausgezeichnet.
Zur Belohnung gab es u. a. MP3-Player und Fotokameras von Birgit Schönstedt,
Leiterin der Sparkassen-Geschäftsstelle Nord. „Wir haben die Aktion mitgetragen,
da mit ihr etwas bewegt wird. Die Kinder entdecken ihr Umfeld und regen mit
ihrer Kritik an bestimmten Ecken Veränderungen an, die dann auch in Angriff
genommen werden“, so Sparkassen-Sprecher Mathias Geraldy. Eine Auswahl der
besten Bilder soll in der Stadtteilzeitung veröffentlicht werden. Außerdem will
André Falke einen Nord-Kalender für 2012 damit gestalten. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 23.02.2011)

Die Preisträgerinnen (vorn v. l.): Celina Krause, Juliana Strelow und Yasmine
Giehl. Gratulanten sind (hinten v. l.) Geschäftsstellenleiterin Birgit
Schönstedt und Sprecher Mathias Geraldy (Stadtsparkasse), Workshop-Betreuer
André Talke, Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Foto: R. Richter

Dieser Rundbau auf dem Neustädter Platz war früher Eingang zu Kellerräumen. Die
Teilnehmer der Kinderfotoworkshops in Nord fotografierten mehrfach diesen
Schandfleck an prominenter Stelle. Im Frühjahr soll diese Stelle von
Graffiti-Künstlern gestaltet werden.

Bei Kindern beliebt: der Spielplatz an der Victor-Jara-Straße.
Fotos (2): Yasmine Giehl
21.02.2011
Erste Auflage der Chronik ab sofort erhältlich
Neustädter See - Die Stadtteilgeschichte von 1973 bis heute
Im Rahmen des
Sozialprojektes Neustädter See, gefördert durch das Jobcenter
und die Stadt Magdeburg, startete im Jahr 2009 das IMA Institut für
Marktwirtschaft gGmbH das Projekt „Stadtteilchronik“. Die Stadtteilchronik
Neustädter See wurde in Kooperation mit dem Stadtteilmanagement des
Internationalen Bundes umgesetzt.
IMA Projektleiterin Brigitte Saib und Stadtteilmanagerin Jessica Zedler
präsentieren mit Stolz die erste Auflage der fertigen Stadtteilchronik. Nachdem
eine Ausstellung in mehreren Einrichtungen des Stadtteils erste Eindrücke der
Chronik vermitteln konnte, bestand bis heute nur die Möglichkeit das
vollständige Werk per Internet abzurufen. PDF-Dokument (36 MB)

Ab sofort kann man die Chronik frisch gedruckt in die Hand bekommen. Zahlreiche
Anfragen interessierter Bürger und Bürgerinnen lagen dem Sozialprojekt
Neustädter See und dem Stadtteilmanagment bereits vor.
Im Infotreff Am Seeufer 8 und im Stadtteilbüro Im Brunnenhof 9 warten 500
Exemplare auf ihre neuen Besitzer.
Das Sozialprojekt Neustädter See ruft, mit dem Erscheinen der 1. Auflage,
weiterhin auf, Fotos und Zeitzeugnisse aus der Geschichte des Stadtteils
einzureichen. Damit ergebe sich die Möglichkeit, in Zukunft die Chronik zu
erweitern.
Bis dahin erhoffen sich alle an der Erstellung beteiligten Personen, dass diese
1. Auflage ein reges Interesse findet, Freude bereitet und verdeutlicht, was
sich in bald 40 Jahren am Neustädter See verändert hat. Die Broschüre kann gegen
einen geringen Unkostenbeitrag erworben werden.

IMA Projektleiterin Brigitte Saib (r.) und Stadtteilmanagerin Jessica Zedler
präsentieren mit Stolz die erste Auflage der fertigen Stadtteilchronik.

18.02.2011
Freude am Bördebogen
Wenn irgendwo in der Stadt Bäume gefällt werden, sorgt das meist für empörte
Anrufe am Lesertelefon der Volksstimme. Anders gestern im Fall des Bördebogens.
Dort herrschte regelrechte Freude über Baumfällarbeiten auf dem
Kindergartengelände. „Es geht offenbar endlich wirklich los!“, sagte erfreut
eine Mutti aus Nord am Redaktionstelefon...

18.02.2011
Nur ein Zooeingang – Aufsichtsrat fasst einstimmige Beschlüsse
Der Aufsichtsrat des Magdeburger Zoos hat sich klar zum Konzept „Ein Zoo mit
einem Eingang“ positioniert. Der Beschluss ist nach den der Volksstimme
vorliegenden Informationen am 02.12.2010 gefasst worden...

16.02.2011
Aktion der Kita „Am Neustädter See“ - Kleine
Weltraumforscher in Nord ganz groß
Wer träumt nicht davon, als Astronaut in einer Rakete zum Mond zu fliegen? „Wir
sind diesem Traum ein Stück näher gekommen!“, sagt Birgit Kersten, Erzieherin in
der Integrativen Kindertagesstätte „Am Neustädter See“: „Zwei Wochen lang
tauchten die Kinder im Rahmen des Projektes ,Sonne, Mond und Sterne‘ in die
Tiefen des Weltalls ein. Jetzt hieß es, die Himmelskörper etwas genauer unter
die Lupe zu nehmen. Wir stellten uns Fragen wie: Warum gibt es Tag und Nacht?
Warum ist der Mond mal dick und kugelrund und mal dünn und schmal? Wie
funktioniert eigentlich so ein Raketenantrieb?“
Mit zwei Teleskopen waren die kleinen Forscher schon früh am Morgen als
„Sternengucker“ unterwegs. Nach der Montage der Filter auf den Teleskopen
konnten sie gegen Mittag die Sonne beobachten.
„All unsere Forschungsergebnisse trugen wir zu einer Ausstellung zusammen und
weckten bei den Kindern und Eltern das Interesse, selbst einmal auf
Weltraumreise zu gehen“, so Birgit Kersten. „Ein Volltreffer war unsere
Abschlussparty. Auf der Suche nach Außerirdischen haben wir viele Abenteuer
bestanden und so manch knifflige Aufgabe gelöst.“
Unterstützung kam vom Planetarium. „Ein großes Dankeschön an Vera Dalichau vom
Astronomischen Zentrum Magdeburg. Ihre ehrenamtliche Arbeit ermöglicht es
Kindergartenkindern und Schulklassen im Planetarium in der Grundschule
Kannenstieg den Sternenhimmel über Magdeburg zu bestaunen“, sagte Birgit
Kersten. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 16.02.2011)

Mit einem Teleskop schauen die Kinder vom Neustädter See hier von Magdeburg-Nord
aus in die Sterne. Foto: privat

15.02.2011
KREIS ANHALT-BITTERFELD - Freie Wähler schalten „Wahl-Oh!-Mat“ frei
Zerbst (tdr). Die Partei Freie Wähler hat gestern einen eigenen „Wahl-Oh!-Mat“
gestartet. Wer die Fragen auf der Internet-Seite beantwortet, bekommt eine
Auskunft, wie stark seine politischen Ansichten mit denen der Parteien
übereinstimmen. Der Original-Wahl-O -Mat wird von der Landeszentrale für
politische Bildung nicht angeboten, weil sie auch NPD-Inhalte hätte hinterlegen
müssen. (Quelle: Volksstimme vom 15.02.2011)
http://www.wahl-oh-mat.de
(Danach erfolgt automatisch die Weiterleitung zu
http://wahl-oh-mat.freie-waehler-2011.de )
12.02.2011
Großer Beifall für kleine Schauspieler aus Nord

Große Aufregung bei den kleinen Schauspielern aus Magdeburg-Nord im Hort „An der
Klosterwuhne“ an der Pablo-Neruda-Straße: Die Theater-AG hatte jetzt nach
intensiver Vorbereitung Kinder, Erzieher und Eltern zu einer Aufführung
eingeladen. Sie zeigten das Stück „Die Schildkröte hat Geburtstag“ und ernteten
dafür von den Besuchern viel Beifall. Foto: privat / Von Robert Richter (Quelle:
Volksstimme vom 12.02.2011)
04.02.2011
Nachwuchs für Bürgerverein Nord

Abbey Josephine Pinkow heißt das jüngste Mitglied des Bürgervereins
Magdeburg-Nord, hier zu sehen mit ihrer Mama Ramona Pinkow. Geboren wurde ihr
Töchterchen am 16. Dezember um 15.16 Uhr im Städtischen Klinikum Magdeburg, 53
Zentimeter groß und 3500 Gramm schwer. „Wir gratulieren Mama Ramona Pinkow
herzlich zum süßen Nachwuchs“, so Sandra Täntzler, 2. Vereinsvorsitzende, die
die Volksstimme über die Verstärkung informierte. Foto: privat / Von Robert
Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.02.2011)

Donnerstag, der 03.02.2011
Mitstreiter für Kinder- und Familienfest 2011 gesucht


01.02.2011
MWG-Geschäftsstelle eröffnet
Genossenschaft erweitert: „Wir klopfen in Nord an“

Eine neue Geschäftsstelle für Magdeburg-Nord hat gestern die
MWG-Wohnungsgenossenschaft an der Klosterwuhne 6 eröffnet. „Wir klopfen bei den
Menschen in Nord an“, sagte Thomas Fischbeck, Vorstand der größten Magdeburger
Wohnungsgenossenschaft. Für Vermietung, Mieterservice, Spareinrichtung und
Nachbarschaftsverein der MWG sei das binnen drei Monaten umgebaute frühere
Ladengeschäft nun Anlaufstelle.
Das Unternehmen habe ein Drittel seines Bestands in Magdeburg-Nord, das heißt
mehr als 3000 Wohnungen in Kannenstieg und Neustädter See. Den Ausbau des
Geschäftsstellennetzes, der nach Mitte (Breiter Weg) und Nord demnächst auch in
Süd fortgesetzt werde, soll die Stadtteile stärken. „Wir haben zunehmend ältere
Genossenschaftsmitglieder und Mieter in Nord. Darauf reagieren wir baulich. So
haben wir zuletzt fast 20 Aufzüge in Zehngeschossern mit ebenerdigen Zugängen
gestaltet. Wir reagieren darauf aber auch, indem wir mit unserer Geschäftsstelle
nach Nord kommen und künftig in der Nähe sind.“ Damit wolle man die Bedeutung
von Nord als wichtiger Wohnstandort auch in Zukunft unterstreichen und das
Werben um jüngere Mieter und Familien unterstützen.
Er hoffe, so Fischbeck weiter, dass in diesem Jahr eine Quartiersvereinbarung
für Nord zwischen den Wohnungsunternehmen, der Stadt, den Städtischen Werken und
den MVB erarbeitet und unterzeichnet werden kann. „Damit wollen wir Transparenz
beim Stadtumbau, Nachprüfbarkeit für die Bürger und Glaubwürdigkeit erreichen.“
Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 02.02.2011)

Vorstand Thomas Fischbeck zerschnitt mit Mitgliedervertreterin Rose Würdig das
symbolische Band zur Eröffnung. Foto: Robert Richter
01.02.2011
Zahl der Unternehmen rasant gestiegen
100. Schülerfirma im Land gegründet
„Das fliegende Klassenzimmer“ von der Integrierten Gesamtschule „Regine
Hildebrandt“ in Magdeburg ist die 100. Schülerfirma Sachsen-Anhalts. Die
Schülerinnen Isabel Kampe, Maxi Müller (beide 14) und Josefine Becker (12) hoben
die Firma gestern aus der Taufe. Sie wollen Klassenfahrten und Tagesreisen für
ihre Mitschüler organisieren. Die Zahl der Schülerfirmen ist in Sachsen-Anhalt
in den vergangenen zwei Jahren stark angewachsen. Seit Start des Projekts
„Gründerkids“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) im Februar 2009
haben sich allein 38 neue Schülerfirmen gegründet. Die DKJS hatte eine
Ausschreibung des Wirtschaftsministeriums gewonnen und wird mit ihrem Projekt
von diesem sowie dem Europäischen
Sozialfonds gefördert.
In der Vielzahl von Projekten spiele „Gründerkids“ eine Schlüsselrolle, sagte
Hans-Günter Kontzog vom Wirtschaftsministerium gestern. Das Projekt sei Teil der
Existenzgründungsoffensive des Landes. An die Magdeburger Schülerinnen gewandt,
sagte Kontzog: „Ihr seid die nächste Unternehmergeneration.“ In Schülerfirmen
lernten junge Leute nicht nur Unternehmensstrukturen kennen, sondern schulten
auch wichtige Kompetenzen wie Teamfähigkeit.
Schülerfirmen gibt es laut DKJS in Sachsen-Anhalt an allen Schulformen: 43 an
Sekundar- und Gesamtschulen, 38 an Gymnasien, 10 an Förderschulen und 9 an
Berufsschulen. Die erste Firma an einer Grundschule ist in Vorbereitung.
„Gründerkids“ unterstützt Schüler unter anderem mit Seminaren.
Mehr als die Hälfte der 100 Schülerfirmen sei in der Gastronomie tätig, vor
allem in Schülercafés und in der Pausenversorgung, so die
„Gründerkids“-Mitarbeiterin Claudia Köhler. Andere gestalteten Schulkleidung
oder Internetseiten. Zunehmend betätigten sich Schüler aber auch handwerklich.
In Wittenberg etwa baue eine Schülerfirma Vogelhäuschen. In Stendal sei eine
Firma geplant, die in Anlehnung an „Jugend forscht“ Forschungsaufträge aus der
Wirtschaft erfülle. Vielfach arbeiten Schülerfirmen auch mit Unternehmen
zusammen, das „fliegende Klassenzimmer“ etwa mit einem Reisebüro. Für
vermittelte Reisen bekommen die Schüler eine Provision. Von Philipp Hoffmann
(Quelle: Volksstimme vom 01.02.2011)

Isabel Kampe (v.l.), Maxi Müller und Josefine Becker füllten gestern mit einem
Kuchenbasar ihr Startkapital auf. Foto: Philipp Hoffmann
27.01.2011
Sozialdezernat stellt Stadtteilreport 2010 vor
Das Sozialdezernat hat am vergangenen Dienstag in der Dienstberatung des
Oberbürgermeisters den „Stadtteilreport 2010“ vorgestellt. Dabei wurden 32 der
40 Stadtteile Magdeburgs nach verschiedenen sozialen Kriterien untersucht.Bei
der Untersuchung des Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit wurden Indikatoren
wie die Arbeitslosenquote, das Verhältnis zwischen alten Menschen und Kindern
(die Greis-Kind-Relation), die Umzüge innerhalb der Stadt und die
Bevölkerungsdichte untersucht. Mit den Ergebnissen des Stadtteilreports sollen
Hinweise für die Stadtplanung und Stadtentwicklung gegeben werden. So könnte
beispielsweise der erhöhte Entwicklungsbedarf in bestimmten Bereichen einzelner
Stadtteile hervorgehoben werden.
Der letzte Stadtteilreport wurde 2007 erstellt. Von Stefan Harter
(Quelle: Auszug aus dem Volksstimme-Artikel vom 27.01.2011 sowie
www.magdeburg.de)
Stadtteilreport 2010

Information zum Stadtteilreport 2010


27.01.2011
Paritätisches Integratives Netzwerk
tritt Spekulationen um das seit zwei Jahren leer stehende Gebäude entgegen /
Kita-Träger PIN will Baustart am Bördebogen Ende April 2011 feiern

Das Kindergartengelände steht seit zwei Jahren leer, weil
das Objekt teilweise baupolizeilich gesperrt worden war.
Die Sanierung lässt seitdem auf sich warten.
Foto: R. Richter |

Architektenentwurf für die Neugestaltung des Kindergartens
am Bördebogen
|
Gerüchte um einen möglichen Abriss und eine Aufgabe des
Kindergartenstandortes am Bördebogen hat das Paritätische Integrative Netzwerk
(PIN) als Träger des Hauses als unzutreffend zurückgewiesen. Das Gebäude werde
wie versprochen saniert. Voraussichtlich Ende April 2011 soll der offizielle
Startschuss für die Bauarbeiten fallen, teilte PIN-Geschäftsführerin Manuela
Tönnies gestern auf Volksstimme-Anfrage mit. Das Kita-Gebäude steht seit zwei
Jahren leer.

27.01.2011
Sozialdezernat stellt Stadtteilreport 2010 vor
Das Sozialdezernat hat am vergangenen Dienstag in der Dienstberatung des
Oberbürgermeisters den „Stadtteilreport 2010“ vorgestellt. Dabei wurden 32 der
40 Stadtteile Magdeburgs nach verschiedenen sozialen Kriterien untersucht.Bei
der Untersuchung des Dezernat Soziales, Jugend und Gesundheit wurden Indikatoren
wie die Arbeitslosenquote, das Verhältnis zwischen alten Menschen und Kindern
(die Greis-Kind-Relation), die Umzüge innerhalb der Stadt und die
Bevölkerungsdichte untersucht. Mit den Ergebnissen des Stadtteilreports sollen
Hinweise für die Stadtplanung und Stadtentwicklung gegeben werden. So könnte
beispielsweise der erhöhte Entwicklungsbedarf in bestimmten Bereichen einzelner
Stadtteile hervorgehoben werden.
Der letzte Stadtteilreport wurde 2007 erstellt. Von Stefan Harter
(Quelle: Auszug aus dem Volksstimme-Artikel vom 27.01.2011 sowie
www.magdeburg.de)
Stadtteilreport 2010

Information zum Stadtteilreport 2010

26.01.2011
Maix Mayer zeigt „Alphaville – MD“ im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen
Es sind die gewagten, auf die Zukunft gerichteten Formen von Gebäuden aus der
DDR-Zeit, die den Leipziger Künstler Maix Mayer fesseln. Bauingenieur Ulrich
Müther (1934-2007) steht für dieses in die Zukunft Gerichtete zwischen tristen
Plattenbauten. Mayer hat sich mit Müther und dessen kühnen Verwirklichungen
beschäftigt. Was er in Magdeburg fand, was ihn hier inspirierte, zeigt er im
Kunstmuseum Kloster unser Lieben Frauen.
Der Besucher der Ausstellung „Alphaville – MD“ sieht sich beim Betreten des
großen Gewölbes im Kunstmuseum mit sozialistischer Stadtplanung konfrontiert.
Wohnblöcke, Straßen, Schwimmhalle, Bäume, Mehrzweckbauten sind auf einer großen
Spanplatte vereint. Sie zeigt das Zentrum Nord. Auf das einst von der DEWAG
Neubrandenburg Produzierte ist Maix Mayer bei seinen Recherchen im
Stadtplanungsamt Magdeburg gestoßen. „Ich wollte diese modellartige Situation
nutzen“, sagt der Künstler. Die Modelle seien eine Folie für ihn, die vom
ursprünglich Dokumentarischen wegführe. „Ich transformiere sie.“Spiegel
erweitern visuell das Wohngebiet, das mit einer Lichtorgel blitzartig in gelbes,
grünes, rotes Licht getaucht wird. Taktgeber für die Scheinwerfer ist eine CD,
die man nicht hören kann, auf der jedoch nach Aussage des Künstlers ein Gespräch
von Adorno und Ernst Bloch aus dem Jahr 1964 festgehalten ist. Thema:
Möglichkeiten der Utopie heute. „Alphaville – MD“ ist bis zum 27. März zu sehen.
Von Grit Warnat
(Quelle: Volksstimme vom 26.01.2011)

Blick auf ein altes Modell, das Plattenbauten im Wohngebiet Nord zeigt. Die
Häuser werden von einer Lichtorgel beleuchtet. Für die Lichtimpulse ist ein
Gespräch auf einer CD der Taktgeber. Das Gespräch ist nicht zu hören. Fotos: Uli
Lücke
26.01.2011
„Kannenstiegler“ optimistisch
Zur Entwicklung der Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See
berichtete die Volksstimme kürzlich. Unser Leser Jürgen Dalichau meldete sich
dazu zu Wort. „Die genannten Stärken des Wohngebietes lassen sich noch
erweitern“, so der Magdeburger. „Zu nennen wären neben der hervorragenden
Infrastruktur mit Einkaufsmöglichkeiten, Ärztehaus usw. z.B. noch: Das
Wohngebiet verfügt über eine günstige Verkehrsanbindung durch Bus und
Straßenbahn, sowie über Parkflächen und Eigentumsgaragen für Pkw. Durch den
neuen, asphaltierten Weg besteht eine günstige Verbindung zum Pfahlberg mit
Einkaufsmöglichkeiten und kulturellen Einrichtungen. Im Wohngebiet sind die in
der Stadt einmaligen Einrichtungen Verkehrsübungszentrum, Kinder filmstudio und
Planetarium beheimatet. Die Grundschule ,Am Kannenstieg‘, in der sich diese
Einrichtungen sowie der Hort der AWO befinden, wird bald aufwendig saniert. Hier
wird ein Schmuckstück entstehen“, so Jürgen Dalichau. Und: „Die Wege am Rand an
den Neustädter Seen und den Barro-Seen bieten sich zu Ausflügen, zur Entspannung
und zu Naturbeobachtungen an. Der neue Rundweg um den Neustädter See wird
weitere Möglichkeiten schaffen. Es ist ein gepflegter Sportplatz vorhanden. Die
Schwimmhalle, das Strandbad, die Wasserskianlage und das Anglerparadies an den
Neustädter Seen bieten weitere Möglichkeiten zur Erholung“, zählt er weiter auf
und hält fest: „Wir Kannenstiegler fühlen uns sehr wohl und sehen die
Entwicklung optimistisch.“ R. Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.01.2011)

26.01.2011
Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord: Unterschriftensammlung für
Zoo-Nordeingang geht weiter
Die Unterschriftensammlung für einen Nordeingang des Magdeburger Zoos
geht nach Aussage des Mitinitiators Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord
unvermindert weiter. „Wir sind inzwischen bei mehr als 2300 Unterschriften und
wollen mindestens 3000 Stimmen für den Nordeingang sammeln“, so Kratz.

25.01.2011
Kürzung der Fördermittel lässt Stadtteiltreff schrumpfen
Bauausschuss bestätigt überarbeitete Vorplanung / 2,5 statt 3,3 Millionen Euro
bewilligt
Für einen Stadtteiltreff am Neustädter See hat das Kommunale Gebäudemanagement
(KGM) überarbeitete, deutlich „abgespeckte“ Pläne vorgelegt. Statt des Umbaus
eines leer stehenden Schulgebäudes an der Pablo-Neruda-Straße soll komplett neu
gebaut werden. Der Bauausschuss gab dafür bereits grünes Licht. Grund ist laut
Stadt die Streichung von Städtebaufördermitteln. So stehen für den Treff nicht
mehr die erhofften 3,3 Millionen, sondern nur rund 2,5 Millionen Euro bereit.

21.01.2011
Bisher verhaltene Resonanz - Projekt „jungbewegt“ in Nord noch „unbewegt“
Sozialbeigeordneter Brüning will ehrenamtliches Engagement Jugendlicher fördern
www.hans-werner-bruening.de

Ehrenamtliches Engagement von Kindern und Jugendlichen will Magdeburgs
Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning (Die Linke) in Magdeburg-Nord fördern.
Dazu soll ein Projekt mit dem Titel „jungbewegt“ beitragen, das Land und Stadt
aufgelegt haben. Brüning sieht darin eine mögliche Hilfe gegen
Langzeitarbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit.
Der
jüngste Sozialreport habe deutlich gemacht, dass Magdeburg-Nord mit Kannenstieg
und Neustädter See überproportional von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind,
erinnerte Hans-Werner Brüning. „Arbeitslosigkeit wird hier in zwischen bereits
vererbt. Die sozialen und auch gesundheitlichen Folgen kommen bereits in Kitas
und Schulen an“, so Brüning am Mittwochabend auf einem Forum der AG Gemeinwesen
Kannenstieg im Begegnungszentrum „Soziale Stadt“. Der Beigeordnete: „Nord ist
ein Schwerpunkt der Jugendarbeitslosigkeit.“ Er wolle keine Kinder mehr erleben,
„die als Berufswunsch ,Hartz-IV-Empfänger‘ angeben“, formulierte Brüning. Er
warb um die Beteiligung von Kindergärten, Schulen und Freizeiteinrichtungen in
Nord am Projekt „jungbewegt“. Bisher sei die Resonanz auf den Aufruf von
Landesregierung und Stadtverwaltung gerade in Magdeburg-Nord nur verhalten,
merkte der Beigeordnete an. Projektmitarbeiter würden die Einrichtungen gern
aufsuchen, um über die Initiative zu informieren.
Das Modellprojekt „jungbewegt – Dein Einsatz zählt“ war offiziell bereits im
vergangenen September gestartet worden. Junge Menschen zwischen 3 und 22 Jahren
sollen motiviert werden, selbst Verantwortung zu übernehmen und sich für das
Gemeinwohl einzusetzen. „Das Projekt hilft, Strukturen zu schaffen. Jugendliche
können selbst Projekte auf die Beine stellen und durchziehen“, hatte
Kultusministerin Birgitta Wolff (CDU) erklärt. Während der Auftaktveranstaltung
präsentierten zum Beispiel Kinder einer Kindertagesstätte aus Gommern ein
Umweltprojekt zu Insekten in ihrer Umgebung. In Weißenfels betätigen sich
Schüler als Stadtführer.
Entstanden war das Modellprojekt auf Initiative der Bertelsmann-Stiftung. Es
läuft bis 31. Dezember 2012.
Cornelia Schade, Schulleiterin der Grundschule Kannenstieg merkte dazu an: „Die
Probleme, die Herr Brüning geschildert hat, erleben wir jeden Tag. Mit vielen
Projekten, zum Beispiel zur gesunden Ernährung, versuchen wir bereits, etwas
dagegen zu unternehmen. Doch unsere bisherige Ausbildung für den
Ernährungsführerschein mit dem Landfrauenverband steht vor dem Aus, weil wir die
Honorarkosten nicht finanzieren können. Wir bräuchten dringend Sponsoren, um das
Projekt fortsetzen zu können.“
Auch ein laufendes Energiesparprojekt und andere Initiativen der Schule sollen
das Verantwortungsbewusstsein der Schüler stärken, berichtete die Schulleiterin.
Jens Antefuhr vom Kultusministerium erklärte dazu, das Projekt solle den Schulen
keine zusätzliche Arbeit aufbürden, sondern dazu anhalten, den Unterricht und
Schulprojekte einmal anders aufzuziehen und Engagement von Kindern und
Jugendlichen im Stadtteil und der Region zu entfachen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 21.01.2011)
Weiterführender Link:
http://www.sachsen-anhalt.de/LPSA/index.php?id=jungbewegt
19.01.2011
Schüler machen Zeitung (SchmaZ)
Die Schülerinnen und Schüler der IGS Regine Hildebrandt beteiligen
sich auch in diesem Jahr am SchmaZ-Projekt der Volksstimme.

Hier u. a. die Schüler Andreas Berlin, Alexander Boldt, Maximilian Bousseta,
Yvette Funk, Ole Herbst, Sebastian Kerner, Jana Köhn, Artur Kolesnik, Mika
Linke, Michelle Oestreich, Anna-Sophie Rinke, Nils Karl Rüffer, Gentiana Saiti,
Rebekka Schleef, Anna Specht, Phillip Stolpmann, Katharina Vu und Michelle
Wiegand aus der Klasse 8/1 mit ihrer Klassenlehrerin Frauke Schaale. Es fehlten
Martin Gebhardt, Gino Proemmel und Tom Schweineke. Foto: Uli Lücke (Quelle:
Volksstimme vom 19.01.2011) siehe auch:
www.igsmd.de

16.01.2011
Ab Montag (17.01.) einspurig / Start für Lärmschutz - Nadelöhr auf dem Ring
Magdeburg (ka). Der Magdeburger Ring ist ab kommendem Montag zwischen der
Ebendorfer Chaussee und der Ziolkowskistraße / Hans-Grundig-Straße in beiden
Fahrtrichtungen nur einspurig befahrbar.
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, werden die Einschränkungen auf Grund von
Bauarbeiten für die dort geplanten Lärmschutzwände zu beiden Seiten der
Europastraße erforderlich. Allerdings werden die Auf- und Abfahrten nicht
gesperrt. Wegen der einspurigen Verkehrsführung muss jedoch mit
Beeinträchtigungen gerechnet werden. In den Spitzenzeiten werden Rückstaus
erwartet. Es handele sich hier noch um vorbereitende Maßnahmen zur Errichtung
der Schallschutzwände, hieß es aus dem Tiefbauamt. Die Schallschutzwände werden
aus Mitteln des Konjunkturpakets II gebaut. Sie werden insgesamt fast 2
Kilometer lang. Die Kosten belaufen sich auf 3,4 Millionen Euro. Geschützt
werden zahlreiche Wohnbauten in Ringnähe. Die Baumaßnahmen werden bis zum 30.
Juni andauern. (Quelle: Volksstimme vom 15.01.2011)
16.01.2011
Experimentell und vielstimmig: Infotag in der IGS
Isabell und Jannik Tessmer experimentierten am Freitag im Chemiekabinett mit
Schülerin Svenja Beck (Foto v.l.). Im Musikraum probte die Schülerband
öffentlich (Bild rechts). Die Lego-AG stellte ihre programmierbaren Fahrzeuge
vor. Und im Foyer gab es Informationen zur „Schule ohne Rassismus – Schule mit
Courage“ und anderen Aktionen, an denen die IGS „Regine Hildebrandt“ sich
beteiligt. Die Integrierte Gesamtschule an der Pablo-Neruda-Straße präsentierte
sich mit einem Tag der offenen Tür zahlreichen Besuchern. Das Haus steht
Schülern aus ganz Magdeburg offen. Rund 850 Schüler lernen hier von der 5.
Klasse an bis zum Realschulabschluss oder Abitur. Text und Fotos von Robert
Richter (Quelle: Volksstimme vom 15.01.2011)
14.01.2011
Café Krähe - Bunter Beitrag aus Nord zur „Meile“
„Demokraten sitzen bunt“ heißt eine Aktion aus dem Café Krähe in Nord zur
morgigen Meile der Demokratie in der Innenstadt. In der Begegnungsstätte der
evangelischen Hoffnungsgemeinde für Migranten in Magdeburg-Nord, die es seit
1995 gibt, „geht es ohne demokratisches Verhalten gar nicht. Hier muss man
Schwarz-Weiß-Schablonen austauschen und braunes Denken hat hier keine Chance“,
sagt Mitbegründerin Gabriele Herbst. Folgerichtig, dass sich das Café Krähe von
Anfang an bei der Gestaltung der Meile der Demokratie in Magdeburg beteiligt. In
diesem Jahr zum dritten Mal. „Am Stand der ,Krähe‘ kann man am Sonnabend ein
buntes Stuhlkissen mit dem Aufnäher ,Demokraten sitzen bunt‘ für eine Spende ab
drei Euro erwerben. Die Kissen sind aus ostafrikanischen Stoffen gefertigt, denn
die Arbeit von Café Krähe ist eng mit der Tansania-Arbeit der Gemeinde
verknüpft“, erklärt Gabriele Herbst. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 14.01.2011)
12.01.2011
Sozialprojekt Neustädter See geht ins vierte Jahr
Förderung für Langzeitarbeitslose in Magdeburg-Nord verlängert
Auch 2011 wird das Sozialprojekt Neustädter See unter Regie der Institut
für Marktwirtschaft gGmbH Magdeburg (IMA) fortgesetzt. Oberstes Ziel ist
es weiterhin, Langzeitarbeitslose, die im Sozialprojekt eine Beschäftigung
bekommen, fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen und in Arbeit zu
vermitteln.
Im Sozialprojekt bekommen seit 2008 Hartz-IV-Empfänger gemeinnützige
Arbeitsgelegenheiten im Stadtteil Neustädter See auf Ein-Euro-Job-Basis.
„Neben dieser Arbeitsgelegenheit werden den Langzeitarbeitslosen Brücken
zu Beschäftigungsverhältnissen im und außerhalb des Wohngebietes
geschaffen“, teilte die IMA mit. Das Projekt wird durch die Stadt und das
Jobcenter der Arge gefördert.
Das Sozialprojekt Neustädter See geht damit 2011 in die vierte Runde. Das
bereits 2008 geschaffene Begegnungszentrum (Infotreff), Am Seeufer 8, und
die Wechselstube, eine Tauschbörse für Kleidung, Schuhe, Spielsachen und
mehr in der „Oase“, Im Brunnenhof 9, wurden auch im vergangenen Jahr von
den Stadtteilbewohnern „angenommen und rege besucht“, bilanziert die IMA.
„Die 2009 gegründete Frauensportgymnastikgruppe 50plus sowie die
angebotene Computerhilfe haben sich etabliert und sind fester Bestandteil
der Angebotspalette des Sozialprojektes.“
Magdeburgs Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning (Die Linke) hatte das
Sozialprojekt in Nord zum Modellvorhaben erklärt, dessen Erfahrungen auf
weitere Stadtteile übertragen werden sollen. Entsprechend wurden bereits
ähnliche Projekte z. B. im Kannenstieg und in Neue Neustadt gestartet. Von
Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 12.01.2011)

07.01.2011
Stadtplaner: „Nord ist in der jetzigen Dimension nicht zukunftssicher“
Stadt und Wohnungsunternehmen verhandeln über Quartiersvereinbarung für
Kannenstieg und Neustädter See
Das Wohngebiet Magdeburg-Nord mit Kannenstieg und Neustädter See ist
„weder in der jetzigen Dimension, noch in allen Lagen zukunftssicher“. Zu dieser
Einschätzung kommen Stadtplaner in einem bisher nicht veröffentlichten
Strategiepapier (liegt der Volksstimme vor), über das die Stadt bereits mit
Wohnungsunternehmen beraten hat. Überalterung und eine weiter schrumpfende
Bewohnerschaft sind die Gründe. Stadt und Vermieter verhandeln über eine
Quartiersvereinbarung, um gemeinsam gegenzusteuern.
Einst war Nord geplant worden, um die Wohnungsnot zu lindern. Nun droht mehr und
mehr Wohnungsleerstand. Laut der Bevölkerungsprognose des Amtes für Statistik
wird die Einwohnerzahl in Magdeburg-Nord (Kannenstieg und Neustädter See
zusammen) von derzeit rund 16 500 bis zum Jahr 2023 weiter sinken – auf rund 14
450.
Und: Einem prognostizierten Bedarf von nur noch 9150 Wohnungen in Nord im Jahr
2023 steht in der Vorausschau ein Angebot von immer noch rund 10 000 Wohnungen
entgegen. Ein Überangebot wäre also die Folge, würden die Unternehmen den
Wohnraum bis dahin nicht weiter reduzieren. Die Stadtplaner legten den
Vermietern in ihrem Strategiepapier entsprechend dar: „Folgt die Entwicklung dem
aktuellen Trend und würden alle aktuellen Vorhaben zur Bestandsreduzierung
umgesetzt, ergäbe sich im Jahr 2023 in Nord ein struktureller Überhang von 850
Wohnungen.“
Neben ohnehin geplanten oder schon realisierten Abrissen dürfte also weiterer
Rückbau von nicht mehr benötigtem Wohnraum angesagt sein. Wie in diesem Jahr Im
Brunnenhof geschehen und zuvor schon an der Ziolkowskistraße (16-Geschosser).
Für die Zukunft soll ein mit allen Akteuren abgestimmtes Konzept entwickelt und
in einer Quartiersvereinbarung fixiert werden.
Vorbilder sind Neu-Olvenstedt und Neu-Reform. Für beide DDR-Großssiedlungen
schlossen Kommune, Städtische Werke, Verkehrsbetriebe und Vermieter bereits
entsprechende Verträge.
Die konkreten Maßnahmen werden fortlaufend an die tatsächliche Entwicklung
angepasst und alle Vorhaben im Internet sowie auf Stadtteilforen öffentlich
gemacht. Die Quartiersvereinbarung ist nicht zuletzt Basis für Anträge auf Geld
aus Förderprogrammen wie „Stadtumbau Ost“.
Nach diesem Muster könnte im Idealfall auch Nord „gesundschrumpfen“. Vertreter
der Wohnungswirtschaft machten schon mehrfach auf öffentlichen Foren in Nord
deutlich, dass sie auch für Kannenstieg und Neustädter See gern eine
Quartiersvereinbarung abschließen möchten. Darin müsste sich auch die
Stadtverwaltung zu konkreten Investitionen bekennen. In den nächsten Monaten
soll es konkret werden. Und das ist aus Sicht der Stadtplaner auch dringend
notwendig. Denn: „Nord ist weder in der jetzigen Dimension, noch in allen Lagen
zukunftssicher“, so der beauftragte Planer Stephan Westermann.
Als Schwächen werden aufgeführt:
In Nord existiert eine Vielzahl uniformer Wohnungen.
Die Schließung des Nordeingangs hebt die Lagegunst durch den Zoo auf.
Nord ist hochgradig überaltert (zweithöchste Altersquotienten nach Reform:
(60,8); Kannenstieg 51,5; Neustädter See 55,2; Gesamtstadt: 37,3).
Das Papier zählt ebenso die Stärken auf:
Durch die Lage am Seeufer ergeben sich für Magdeburg einmalige Wohnlagen.
Nord verfügt über eine herausragende Infrastruktur.
Der hohe Anteil an Vielgeschossern erfüllt eine Grundanforderung an
altengerechten Wohnraum.
Akzeptierter Wohnstandort: bisher geringer Leerstand, geringe Fluktuation.
Unter dem Strich zeigt sich Planer Westermann optimistisch
und schreibt: „Nord bleibt auch langfristig ein wesentlicher Standort des
Magdeburger Wohnungsmarktes.“
Magdeburg-Nord war ab 1973 auf früherem Ackerland westlich des Kiessees gebaut
worden. Damit entstand dringend benötigter Wohnraum. Bis 1983 wurden hier über
das DDR-Wohnungsbauprogramm mehr als 11 000 Neubauwohnungen geschaffen. Von
Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 07.01.2011)

Quelle: http://foto-video-lehmann.de
07.01.2011
Diamanthochzeit am Schöppensteg

Ein Herz und eine Seele sind seit mehr als 60 Jahren Alma Hayt (78) und
ihr Mann Engelbert (83), die gestern diamantene Hochzeit feierten. Kennengelernt
hatten sie sich im Altmarkdorf Bertkow. Dort gaben sie sich am 6. Januar 1951
das Ja-Wort. Bald darauf zogen der gebürtige Altmärker und seine aus Lettland
stammende Frau nach Magdeburg. Er hatte hier eine Arbeit als Schmied im Kombinat
„7. Oktober“ gefunden. Alma Hayt arbeitete 30 Jahre in der Lackiererei der
Werkzeugmaschinenfabrik. Das Paar, das heute am Schöppensteg wohnt, hat eine
Tochter und einen Sohn sowie vier Enkel und zwei Urenkel. Foto: Robert Richter
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 07.01.2011)
05.01.2011
Sozialprojekt Neustädter See wird 2011 fortgesetzt
Auch 2011 wird das Sozialprojekt unter Regie der IMA (Institut
für Marktwirtschaft gGmbH Magdeburg) fortgesetzt. Bewährte Teilbereiche werden
weitergeführt, neue hinzukommen.
Alle weiteren Informationen werden wir hier in Kürze vorstellen.
Im Sozialprojekt bekommen seit 2008 ALG II-Empfänger gemeinnützige
Arbeitsgelegenheiten im Magdeburger Stadtteil Neustädter See. Neben dieser
Arbeitsgelegenheit werden den Langzeitarbeitslosen Brücken zu
Beschäftigungsverhältnissen im und außerhalb des Wohngebietes geschaffen. Oberstes Ziel ist es
weiterhin, Langzeitarbeitslose, die im Sozialprojekt eine Beschäftigung
bekommen, fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen und in Arbeit zu
vermitteln.
Das
Projekt wird durch die Stadt Magdeburg und die Jobcenter ARGE MD GmbH
gefördert. Träger des Sozialprojektes ist das Institut für Marktwirtschaft
gGmbH (IMA).
Homepage: www.ima-wissen.de
Das Sozialprojekt Neustädter See ging 2010 in die dritte Runde. Das 2008
geschaffene Begegnungszentrum (Infotreff) und die Wechselstube, eine
Tauschbörse für Kleidung, Schuhe, Spielsachen und mehr, hatten auch 2010
geöffnet und wurden von den Stadtteilbewohnern angenommen und rege besucht.
Die 2009 gegründete Frauensportgymnastikgruppe 50plus sowie die angebotene
Computerhilfe haben sich etabliert und sind fester Bestandteil der
Angebotspalette des Sozialprojektes. Weiterführender Link

Geänderte Öffnungszeiten zu Jahresbeginn
Infotreff Am Seeufer 8 sowie Büro Am Seeufer 9
- zur Zeit geschlossen (Kontakt per Telefon u. Mail möglich).
Wechselstube Im Brunnenhof 9 - Mo bis Do von 09.00 bis 18.30 Uhr sowie Fr bis 15.00 Uhr.
Angebote
Sie haben Spaß an Gymnastik? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Nur Mut
und einfach vorbeikommen!
Die Sportgruppe für alle interessierten Seniorinnen ab 50 Jahren
unter fachlicher Anleitung von Antje Böhnert trifft sich immer dienstags um
10.30 Uhr im Stadtteilzentrum „Oase“, Im Brunnenhof 9 (rechter Hauseingang).
In diesen Räumlichkeiten befindet sich auch die Wechselstube – eine Tauschbörse
für Kleidung, Schuhe, Spielsachen und mehr. Mo
bis Do von 09.00 bis 18.30 Uhr sowie Fr bis 15.00 Uhr.
Kontaktadresse:
Sozialprojekt Neustädter See
Am Seeufer 8
39126 Magdeburg
Telefon: (03 91) 7 26 56 16 - Frau Saib und (03 91) 7 26 56 18 - Frau Meier
E-Mail:
sozialprojekt@neustaedtersee.de

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