Arbeitsgruppe GWA Neustädter See


 

Seit 1998 arbeiten in der Landeshauptstadt Magdeburg die „Arbeitsgruppen zur Entwicklung und Unterstützung der Gemeinwesenarbeit" – kurz Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit.
400 interessierte Magdeburger Bürgerinnen und Bürger treffen sich in 20 Arbeitsgruppen. Hier geht es vor allem um die Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil, wie man durch selbstorganisiertes Handeln unter Einbeziehung aller vorhandenen Ressourcen, die Bewohner ermutigen und befähigen kann, Problemlösungen für den eigenen Stadtteil aufzuzeigen und umzusetzen.
In den vergangenen Jahren konnten durch mehr als 70 selbstorganisierte Projekte die Verbesserung der Lebensqualität in den Stadtteilen erreicht werden. Dabei wurden jährlich bis zu 15.000 Magdeburgerinnen und Magdeburger einbezogen.
Ermöglicht wurde diese Arbeit auch durch die Bereitstellung des Initiativfonds Gemeinwesenarbeit durch den Magdeburger Stadtrat.
Sind Sie neugierig geworden auf die Arbeit dieser Arbeitsgruppe oder möchten Sie sich selbst engagieren? Hier finden Sie weiteres Infomaterial zur Arbeitsgruppe, Ansprechpartner und eine aktuelle Terminliste, wann sich die Arbeitsgruppe trifft. Bürgerinnen und Bürger die sich hier engagieren möchten, sind jederzeit herzlich willkommen!

Gemeinsamer Aufruf zur Unterschriftensammlung!
Wir Bürger schließen uns den GWA´s Kannenstieg und Neustädter See sowie dem Bürgerverein „Nord e.V.“ an und fordern die ganzjährige Öffnung des Nordeingangs unseres Zoos mit der Möglichkeit des Kartenerwerbs. Wenn auch Sie sich an unserer Unterschriftenaktion aktiv beteiligen möchten, können Sie die Unterschriftenliste hier herunterladen. Ausgefüllte Unterschriftenlisten bitte bei uns vorbeibringen oder zuschicken.

Termine

Mittwoch, der 22.02.2012
Sitzung der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit Neustädter See

Die Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Neustädter See trifft sich am 22.02.2012 um 17.30 Uhr in der KITA Kinderland, Lumumbastraße 26.

Termine der Gemeinwesenarbeitssitzungen im Stadtteil Neustädter See für das Jahr 2012
11.04.2012, 17.00 Uhr (KJH Oase)
30.05.2012, 17.30 Uhr (Seeblick)
11.07.2012, 17.30 Uhr
19.09.2012, 17.30 Uhr
24.10.2012, 17.30 Uhr
28.11.2012, 17.30 Uhr

News

Liebe Mitstreiter,
Frau Ferchland hat dem Stadtteilbüro mitgeteilt, dass sie ihr Ehrenamt als GWA-Sprecherin leider ab dem 01.01.2012 aus gesundheitlichen Gründen niederlegen muss. Wir wünschen Frau Ferchland gute Besserung und hoffen auf eine baldige Nachfolgerin/ einen baldigen Nachfolger. Interessenten für das Ehrenamt des Sprechers /der Sprecherin melden sich bitte im Stadtteilbüro (Im Brunnenhof 9) unter der Telefonnummer 0391 / 288 60 44 oder in der Sprechzeit (donnerstags, 13.00 bis 18.30 Uhr).
Frank Oswald, Organisator im Stadtteilbüro Kannenstieg/Neustädter See

Zu den Archivmeldungen auf dieser Seite

Wenn Sie mehr wissen wollen

Präsentation der gemeinsamen Sitzung der Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit Kannenstieg und Neustädter See zur Evaluierung der abgeschlossenen und laufenden Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes.
PDF-Dokument (126 kb) (15.06.2010)

Broschüre Gemeinwesenarbeit
Broschüre Ideenwerkstatt GWA
Informationsvorlage der Stadtverwaltung zur Thematik „Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit und Stadtteilmanagement

Anträge / Dokumente

GWA - Förderrichtlinie
GWA - Info zur neuen Förderrichtlinie

GWA - Antrag
GWA - Antrag vorzeitiger Maßnahmebeginn
GWA - Verwendungsnachweis u. Sachbericht

Stadtteilfonds für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See
Das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" räumt die Möglichkeit ein, einen Fonds einzurichten, durch den kleine Projekte im Rahmen der Ausrichtung des Programms gefördert werden können. Für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See wurde im Integrierten Handlungskonzept Verfügungsfonds für beide Stadtteile vorgeschlagen, die in Ergänzung zu den bestehenden Initiativfonds Gemeinwesenarbeit (GWA) die Entwicklung und Umsetzung von bürgerschaftlich getragenen Projekten und Maßnahmen unterstützen sollen.

Förderrichtlinie über die Zuwendung aus dem Stadtteilfonds der Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See
Antrag auf Förderung aus dem Stadtteilfonds für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See

Alle weiteren Infos zu den Stadtteilfonds erhalten Sie in der Rubrik Stadtteilbüro

Ansprechpartner

GWA-Sprecherin bis 31.12.2011
Frau Elvira Ferchland

Anschrift

Stadtteilbüro Kannenstieg / Neustädter See
AG GWA
Im Brunnenhof 9
39126 Magdeburg

Telefon:
0391 / 2 88 60 44

Sprechzeiten:
Stadtteilbüro
Im Brunnenhof 9

Donnerstag 15.00 bis 16.00 Uhr

Hier geht es zum Online-Formular

Protokolle der GWA-Versammlungen

Die Protokolle können Sie hier downloaden (Word- bzw. PDF-Dokument).

Protokoll vom 16.01.2007

Protokoll vom 12.02.2007

Protokoll vom 21.03.2007

Protokoll vom 16.05.2007

Protokoll vom 18.07.2007

Protokoll vom 19.09.2007

Protokoll vom 14.11.2007

Protokoll vom 16.01.2008

Protokoll vom 19.03.2008

Protokoll vom 14.05.2008

Protokoll vom 01.09.2008

Protokoll vom 17.09.2008

Protokoll vom 29.10.2008

Protokoll vom 19.11.2008

Protokoll vom 14.01.2009

Protokoll vom 04.03.2009

Brief: Namensvorschläge zum Festplatz vom 09.03.2009

Protokoll vom 15.04.2009

Protokoll vom 06.05.2009

Protokoll vom 24.06.2009

Protokoll vom 12.08.2009

Protokoll vom 04.11.2009

Protokoll vom 16.12.2009

Protokoll vom 13.01.2010

Protokoll vom 17.03.2010

Protokoll vom 21.04.2010

Protokoll vom 26.05.2010

Protokoll vom 09.03.2011

Protokoll vom 12.05.2011

Protokoll vom 29.06.2011

Protokoll vom 31.08.2011

Protokoll vom 12.10.2011

Protokoll vom 02.11.2011

Protokoll vom 22.11.2011


Archivmeldungen

04.11.2011
Streit um Zooeingang mit ausgefahrenen Krallen

Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Ich habe keinen Grund und keinen Spaß daran, Geld zu verteilen, das wir nicht haben.“ „4200 Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache. Oder ist Ihnen egal, wie Familien in der Stadt denken?“ Karl-Heinz Huth, Sprecher Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg.
Die Debatte um den zweiten Zooeingang ist seit Monaten nicht totzukriegen. Oberbürgermeister Lutz Trümper sah sich veranlasst, persönlich in Nord Stellung zu beziehen, aber dennoch keinen großen Diskussionsbedarf. Rund 50 Besucher eines Forums der Arbeitsgruppen für Gemeinwesenarbeit (GWA) Kannenstieg und Neustädter See dafür umso mehr.
Lutz Trümper und Zoo-Direktor Kai Perret hatten zwar einen Joker parat, um erhitzte Gemüter zu besänftigen, den sie später auch zogen. Der OB wählte jedoch den harten Einstieg und polterte im Kranichhaus der Volkssolidarität am Schrotebogen zunächst drauflos: „Die ganze Debatte ist unehrlich. Wer einen Nordeingang will, muss auch sagen, wo her das Geld dafür kommen soll, und das können Sie nicht. Deshalb werde ich diese Diskussion auch nicht mehr mit Ihnen führen.“
Der Zooeingang im Norden ist aus Trümpers Sicht eigentlich Geschichte, seit der Stadtrat im Jahr 2010 mehrheitlich Perrets 20 Millionen Euro teurem Zooentwicklungskonzept mit der „Zoowelle“ im Vogelgesangpark als einzigem Einlass zustimmte. Der Zoo sei auf Einnahmen wie Parkgebühren oder Verkaufserlöse aus dem Shop in der „Zoowelle“ angewiesen. Damit müssten nicht zuletzt die Kredite getilgt werden, die für die Investitionen wie die „Africambo“-Anlagen und andere Attraktionen aufgenommen werden.
Bereits für den laufenden Betrieb erhalte die kommunale Zoo gGmbH aus der Stadtkasse jährlich Zuschüsse in Höhe von 3,2 Millionen Euro sowie 300.000 Euro von der Gemeinde Barleben. Ein zusätzlicher Eingang bedeute zusätzliche Investitions- und Personalkosten. Trümper: „Das muss alles refinanziert werden. Und ich habe keinen Grund und keinen Spaß daran, Geld zu verteilen, das wir nicht haben.“
Die Kritik aus Nord am fehlenden Nordeingang sei nachvollziehbar, „der Rest der Stadt sieht es aber nicht so“, sagte Trümper. Am Nordausgang werde hingegen nicht gerüttelt. Dieser sei für die Zukunft sicher.
Die Pro-Nordeingang-Fraktion, die nach eigenen Angaben 4200 Unterschriften für den zweiten Einlass sammelte, ließ sich davon nicht beeindrucken. Vertreter wie Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord argumentierten zum Beispiel mit den gesunkenen Besucherzahlen.
Diese waren 2010 im Vergleich zum Vorjahr um rund 10.000 zurückgegangen. Schuld daran sei der fehlende Nordeingang. Ein Anwohner schimpfte: „Ich fahre doch nicht mit der Straßenbahn oder dem Auto zum Zoo, wenn ich direkt am Zoo wohne!“ Ein Mieter aus der Salvador-Allende-Straße: „Sie verschenken ein Besucherpotenzial, das über die ,Zoowelle‘ nicht erschlossen wird.“
Karl-Heinz Huth, GWA-Sprecher vom Kannenstieg, sagte: „Die Schließung des Nordeingangs trifft auf breites Unverständnis bei den Magdeburgern, insbesondere in Nord. Die gesammelten Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache. Oder ist Ihnen egal, wie Familien in der Stadt denken?“
Hauptargument für den zweiten Eingang sei, „dass der Fußweg zur ,Zoowelle‘ für Familien mit Kindern, ältere Bewohner und Menschen mit Behinderungen unzumutbar ist“, erklärte Huth.
Für Kritik sorgt nach wie vor die erfolgte Testöffnung des Nordeingangs im Mai und Juni 2010. Damit hatte der Aufsichtsrat der Zoo gGmbH auf die Proteste im Norden reagiert. „Eine Öffnung über sechs oder sieben Monate wäre repräsentativer gewesen, und wir sind uns sicher, sie hätte auch ein anderes Ergebnis gezeigt“, sagte Huth. Der Zoo hatte den Versuch wegen zu geringer Nutzung als gescheitert betrachtet.
Auch der Verkauf von Jahreskarten zog nicht spürbar an. Dies hatten der Zoobetrieb und die Stadt aber zur Bedingung gemacht, um alternativ einen Nordeingang mit Chipkartensystem zu installieren. Die Vorgaben waren „niemals realisierbar“, kritisierte Huth und fragte: „War das Ergebnis so gewollt?“ Trümper ging darauf ein: „Ich stehe nach wie vor dazu: Wenn 1800 Jahreskarten im Bereich Nord verkauft werden, bauen wir den Eingang für Chipkartennutzer. Es hat sich doch aber gezeigt, dass die Jahreskarten nicht in dieser Dimension gekauft werden.“
Auch zu den gesunkenen Besucherzahlen äußerte sich Trümper: „Der Grund ist, dass wir insgesamt in der Stadt weniger Familien mit Kindern haben.“ Dies sind aus Trümpers Sicht die wahren Hauptnutzer des Zoos. Und: „Dazu kamen in den vergangenen Jahren die vielen Baustellen im Zoo, da waren doch kaum Tiere zu sehen.“ Mit der Eröffnung von „Besuchermagneten“ wie der neuen Elefantenanlage werde das Publikumsinteresse wieder steigen.
Zoodirektor Kai Perret durfte an diesem Abend die guten Nachrichten verbreiten:
„Der barrierefreie Ausbau des Ausgangs an der Nordseite wird über den Winter realisiert. Anfang 2012 beginnen die Planungen für einen Gastronomie-Neubau in Höhe des alten Osteingangs (befindet sich im Nordosten, die Redaktion). Diesen soll ein privater Investor bauen. Dort wird mit dem Neubau auch eine Eingangssituation in den Zoo geschaffen. Wir können mit dem Investor verhandeln, ob und zu welchen Bedingungen er vielleicht Kartenverkauf und -kontrolle übernehmen kann.“
Im Aufsichtsrat der Zoo gGmbH treffe dieser Vorschlag auf Wohlwollen, bestätigte Klaus Kutschmann (Fraktion CDU/BfM), eines der anwesenden Aufsichtsratsmitglieder.
OB Lutz Trümper griff schließlich den Vorschlag von Bürgervereins-Vertreterin Sandra Täntzler auf, im kommenden Jahr einen neuen, mindestens halbjährigen Testlauf für den Nordeingang zu starten. Täntzler hatte erklärt, Vereinsmitglieder stünden ehrenamtlich bereit, um die Aktion ohne zusätzlichen Personalaufwand für den Zoo zu ermöglichen. „Wenn Sie das ehrenamtlich übernehmen, können wir das machen“, sagte Trümper.
Fazit: Die für einen Nordeingang engagierten „Nordlichter“ können erneut einen Teilerfolg verbuchen. Das Thema bleibt weiter aktuell. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.11.2011)



Im vergangenen Jahr war der Nordeingang zwei Monate lang testweise geöffnet worden. Archivfoto: Uli Lücke



Siegfried Kratz, einer der Köpfe der Initiative für die Wiederöffnung eines Nordeingangs für den Zoo, spricht am vergangenen Mittwoch im Kranichhaus. Am Tisch hinter ihm (v. r.) Zoochef Kai Perret und OB Lutz Trümper sowie Mitglieder des Zoo-Aufsichtsrates. Foto: R. Richter

03.11.2011
Zoo-Nordeingang: „Die Debatte ist unehrlich“ - OB Trümper kritisiert Forderungen aus Nord
Mehr zur Zoodebatte in Nord lesen Sie morgen in der Volksstimme.
Mit scharfen Worten hat Oberbürgermeister Lutz Trümper die Diskussion um den geforderten Zoonordeingang kritisiert: „Die ganze Diskussion ist unehrlich. Wer einen Nordeingang will, muss auch sagen, woher das Geld dafür kommen soll, und das können Sie nicht. Deshalb werde ich diese Diskussion so auch nicht mit Ihnen führen“, sagte Trümper gestern Abend. In einer gut 90-minütigen Diskussion nahm der OB gemeinsam mit Zoodirektor Kai Perret vor Stadtteilbewohnern vom Neustädter See und aus dem Kannenstieg dann doch ausführlich Stellung.
Trümper verwies darauf, dass vor Jahren mit dem 20 Millionen Euro schweren Zooentwicklungskonzept „2000plus“ im Stadtrat auch die Entscheidung für nur einen Zooeingang über die bereits neu gebaute „Zoowelle“ gefallen sei. Trümper: „Ein zweiter Zooein gang müsste zusätzlich finanziert werden, und das lohnt sich nicht.“ Die tief verschuldetet Kommune habe angesichts drohender weiterer Kürzungen bei den Landeszuweisungen kein Geld dafür, der Umweg für die Bewohner aus dem Norden zur Zoowelle sei zwar sicher ungewohnt, aber vertretbar.
Vertreter der Gemeinwesengruppen und vom Bürgerverein Nord forderten, dass der Testlauf für einen Eingang im Norden über einen Zeitraum von sechs Monaten wiederholt wird. Im Vorjahr hatte es eine zweimonatige Testphase gegeben. Anschließend hatten die kommunale Zoo gGmbH und deren Aufsichtsrat das Experiment als gescheitert bezeichnet. In Nord sammelten Bewohner 4200 Unterschriften für einen zweiten Eingang. Sie halten an ihrer Forderung fest. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.11.2011)



Voller Saal im Kranichhaus gestern bei der GWA-Sitzung mit dem OB.



Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Wer einen zweiten Zooeingang will, muss auch sagen, woher das Geld kommt.“ Fotos (2): Richter

26.10.2011
GWA kritisiert Umsetzung des Teilhabepakets

Die Leistungen aus dem Paket der Bundesregierung für Bildung und Teilhabe für Kinder aus einkommsschwachen Familien werden „noch nicht so angenommen, wie es wünschenswert wäre“. Das kritisierten Stadteilbewohner und Mitarbeiter aus sozialen Einrichtungen auf der jüngsten Sitzung der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Neustädter See.
Hintergrund: Magdeburgs Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning (Die Linke) hatte die GWA gebeten, Informationen zum Teilhabepaket im Stadtgebiet zu streuen und entsprechende Info-Blätter und Formulare zu verteilen. Daraufhin entspann sich während der Sitzung eine angeregte Diskussion. So debattierten die Teilnehmer darüber, wie „umfangreich das Antragsverfahren“ und wie“ langwierig die Antragsbearbeitung“ sei. Außerdem hätten von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Familien zum Teil Berührungsängste.
Für die Beantwortung spezieller Fragen rund um das Teilhabepaket soll eine Kollegin aus dem Sozial- und Wohnungsamt eingeladen werden, beschloss das Stadtteilgremium mehrheitlich. Die Anwesenden in der GWA sprachen sich dafür aus, zusätzlich den Sozialbeigeordneten Brüning persönlich zu einer Informationsveranstaltung nach Magdeburg-Nord einzuladen. Die Leitung der Integrativen Kindertagesstätte „Kinderland“ in der Lumumbastraße bot spontan ihre Räumlichkeiten als Versammlungsraum an. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.10.2011)

Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe (PDF-Dokument)
siehe auch Pressemitteilung vom 30.03.2011 im Nachrichtenarchiv 2011

14.10.2011
Sprühende Ideen gegen ein schmieriges Problem
Aus Schandfleck am Seeufer soll Kunstmauer werden

Neustädter See GWA-Sprecherin Elvira Ferchland machte deutlich, dass sie das schmierige Problem nicht mehr länger hin und her wälzen, sondern nun zügig aus der Welt schaffen will. Und das auf pfiffige Weise: „Wir wollen Jugendliche aus unserem Stadtteil, die sich am Seeufer treffen, für ein Projekt gewinnen. Wir stellen uns das so vor, dass die Mauer an der Uferpromenade als Kunstwand ausgewiesen und den jungen Leuten zum Sprühen zur Verfügung gestellt wird“, so Elvira Ferchland am vergangenen Mittwoch auf der GWA-Sitzung in der Kita „Kinderland.“
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler unterstützt den Vorschlag und konkretisierte: „Die Mauer soll nicht wie andernorts mit einem festen Wandbild gestaltet werden, sondern soll praktisch als kreative Spielwiese für interessierte Jugendliche aus Nord dienen. Ich stelle mir das so vor, dass die Jugendlichen sich dort ausprobieren können, die Wand immer wieder überstrichen und neu gestaltet wird. Das hätte den Nebeneffekt, dass die Spaziergänger immer aufs Neue überrascht werden.“ Mit den jetzt am Ufer zu sehenden wilden Schmierereien könnte es bald vorbei sein, wenn eine Gruppe von Jugendlichen für die Betreuung der Kunstmauer gewonnen würde. Genau das wollen Stadtteilmanagerin und GWA-Verantwortliche nun in die Hand nehmen. „Kontakte haben wir schon geknüpft“, sagte Elvira Ferchland. Sie hofft, auf der GWA-Sitzung im November weitere Fakten liefern zu können. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 14.10.2011)



Hinten hui, vorne pfui: Die beschmierte Mauer an der Promenade hebt sich negativ von Kunst und Hochhaus am See ab. Foto: R. Richter

14.09.2011
Liebe Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See,
wie Ihnen sicher bekannt ist, planen die Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See, das Stadtteilmanagement des Internationalen Bundes und der Bürgerverein „Nord e.V.“ ein gemeinsames Stadtteilfest 2012 im Stadtteil Kannenstieg. In der Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg wurde deshalb der Vorschlag gemacht, wieder ein Festkomitee zu gründen. Um frühzeitig engagierte Mitstreiter für die Festvorbereitung zu finden, möchte ich Sie deshalb im Namen des Sprecherrates Kannenstieg zu einem Vorbereitungstreffen einladen. Dieses Treffen soll am 04.10.2011 um 17.00 Uhr im Stadtteilbüro (Im Brunnenhof 9) stattfinden. Falls Sie zum genannten Termin verhindert sind, sich jedoch aktiv an den Festvorbereitungen 2012 beteiligen möchten, dann senden Sie mir bitte eine Mail.
Mit freundlichen Grüßen Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin Kannenstieg/Neustädter See

04.08.2011
Schönster Balkon in Magdeburg-Nord gesucht
Aufruf von GWA, Bürgerverein und Stadtteilmanagement
Balkonpflanzen gehören zum Sommer wie Grill und Sonnencreme. An allen möglichen Stellen werden Kästen befestigt, Töpfe auf- und Blumenampeln angehängt. Sie machen den Stadtteil bunt und sorgen für gute Laune. Doch wer hat im Norden den schönsten Balkon. Das soll jetzt ein Wettbewerb zeigen. Ob Sommerurlaub auf Balkonien oder Erholung zwischendurch: In die Gestaltung ihrer Balkone stecken auch viele „Nordlichter“ im Kannenstieg und am Neustädter See viel Zeit, Geld und Liebe.
Die GWA-Gemeinwesenarbeitsgruppen, der Bürgerverein Nord und das Stadtteilmanagement haben deshalb jetzt die Suche nach dem schönsten Balkon in Nord gestartet. „Eine Jury mit Vertretern der drei Partner wird die Qual der Wahl haben und in einigen Wochen den Sieger küren. Sie schauen sich selbst imViertel um, aber man kann sich auch mit seinem Balkon anmelden“, so Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Anmeldungen nimmt das Stadtteilbüro, Im Brunnenhof 9, entgegen, Telefon 2886044. Als Preise winken Gutscheine für Balkonpflanzen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.08.2011)



Recht verhalten bepflanzt und gestaltet sind die Balkone an der Dr.-Grosz-Straße/Barleber Straße. Wer hat mehr zu bieten? Fotos (2): Richter



Tritt mit als Jurorin für den Wettstreit an: Stadtteilmanagerin Jessica Zedler.

30.07.2011
Volksstimme-Mensch der Woche:
Marcel Härtel - Er will Nord auf Trab bringen

Marcel Härtel will im Norden einiges in Bewegung bringen. Der Magdeburger engagiert sich ehrenamtlich im Viertel und war Ideengeber für einen Stadtteillauf für Kinder und Jugendliche am Neustädter See. Obwohl viele Horte und Kindergärten teils kurzfristig absagten und nur 20 Starter über die Seepromenade flitzten, ließ Marcel Härtel den Kopf nicht hängen. Demnächst will er mit seinen Mitstreitern aus dem Bürgerverein und der AG Gemeinwesen ein Fußballturnier aufziehen und eine Bowlingmeisterschaft in Nord organisieren.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)



Marcel Härtel

30.07.2011
Diskussionen nach dem Familienfest in Magdeburg-Nord - Kannenstieg nimmt Kritik vom Neustädter See an

Das große Kinder- und Familienfest in Magdeburg-Nord liegt zwar schon über zwei Monate zurück, sorgt aber noch immer für Diskussionen. Die Macher vom Bürgerverein und aus den Gemeinwesenar beitsgruppen (GWA) landeten mit dem Stadtteilfest im Brunnenhof (Neustädter See) einen vollen Erfolg. Doch den Organisatoren um Sandra Täntzler (Bürgerverein) „schmeckte“ eines nicht: „Es wäre mehr Beteiligung vom Kannenstieg wünschenswert gewesen“, sagte sie auf der jüngsten Sitzung der GWA Kannenstieg. „Es soll ein Fest für ganz Magdeburg-Nord sein!“
Für nächstes Jahr steht daher schon fest: Das Familienfest soll im Kannenstieg stei gen. Die „Kannenstiegler“ gelobten bereits Besserung. Im Herbst soll ein Vorbereitungsteam aus beiden Stadtteilen gegründet werden, um die Planung für ein Magdeburg-Nord-Fest 2012 voranzutreiben. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)

30.07.2011
Nach Protest gegen zu steile Auffahrten - Stadt legt neue Pläne für Lindwurmbrücke vor
Für den Umbau der Rampen für die Lindwurmbrücke in Nord hat das Stadtplanungsamt neue Pläne vorgelegt. Voraussichtlich 2013 sollen diese modernisiert werden, so der neue Terminplan.
Die Überarbeitung hatte der Bauausschuss eingefordert. Den Mitgliedern werden nun auf ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag zwei neue Varianten vorliegen. Ziel ist es, die Nutzung der Rampen für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte zu erleichtern. Für sie sind die Zufahrten zur Ringüberquerung zwischen Kannenstieg und Neustädter See zu steil.
Weil das in den ursprünglichen Plänen nach Ansicht von Anwohnern und Stadträten nicht ausreichend berücksichtigt worden war, hatte es Kritik gehagelt. Aus Kostengründen einigten sich Bauausschuss und Stadtplaner auf einen Kompromiss, der zwar keine Barrierefreiheit nach DIN-Norm vorschreibt, die Rampen dennoch „weitgehend barrierefrei“ machen soll. Dies könne „nur durch eine Erweiterung der beiden Rampen in südlicher Richtung erfüllt werden“, so das Planungsamt in der Vorlage für den Ausschuss. Das Papier sei mit der städtischen Arbeitsgruppe für Menschen mit Behinderungen abgestimmt. Die Planer präsentieren zum einen eine Maximalvariante. Mit dieser könnten sogar alle Anforderungen der DIN erfüllt werden. Durch die Erweiterung der Rampen würde vor allem die notwendige Längsneigung auf sechs Prozent beschränkt und Zwischenpodeste alle sechs Meter angeordnet. Zusammen mit den ohnehin geplanten Maßnahmen (Erneuerung des Rampenbelages mit Asphaltbeton, Entwässerung und Beleuchtung, Seitenborde und Geländer, Aufwertung der Grünanlagen) rechnen die Plane für diese Variante mit Kosten von rund 600.000 Euro.
Die Stadt unterbreitet deshalb auch eine – von der Verwaltung favorisierte – kostengünstigere Variante für immerhin noch rund 500.000 Euro. „Die Längsneigung der Rampen wird hier auf sieben Prozent und der Abstand der Zwischenpodeste auf zwölf Meter begrenzt“, erklären die Stadtplaner dazu. Der bauliche Aufwand zur Erweiterung der Rampen falle damit gegenüber der Maximalvariante geringer aus. „Nach Aussage der befragten Menschen mit Behinderungen stellt diese Variante einen akzeptablen Kompromiss dar“, heißt es in dem Beschlusspapier. Entscheiden müssen nun die Mitglieder des Bauausschusses.
Vorbehaltlich der derzeit noch offenen Fördermittelbewilligung über das Städtebauprogramm „Soziale Stadt“ (Finanzierung Bund, Land und Kommune zu je einem Drittel) könnten die Rampen nach Aussage des Stadtplanungsamtes im Jahr 2013 saniert werden. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)



Bewohner von Magdeburg-Nord machten im September 2010 auf die Probleme für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte auf den steilen Rampen der Lindwurmbrücke aufmerksam. Sie forderten, dass bei der ohnehin fälligen Sanierung die Auffahrten behindertenfreundlich gestaltet werden. Foto: Richter

27.07.2011
Bürgerverein und GWA enttäuscht - Wettlauf in Nord lockt nur wenige Sportler zum Seeufer
Marcel Härtel will im Norden einiges in Bewegung bringen. Der Magdeburger engagiert sich ehrenamtlich im Viertel und ist Ideengeber für einen Stadtteillauf am Neustädter See. Der hatte gestern Vormittag Premiere und richtete sich mit Distanzen über 400 und 1000 Meter vor allem an Kinder und Jugendliche des Stadtteils. Und auch wenn die Resonanz mit nur 20 Teilnehmern doch deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb, ließ sich Marcel Härtel die Laune nicht verderben. Er plant mit seinen Mitstreitern vom Bürgerverein und aus der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) schon die nächsten sportlichen Aktionen.
„Ich selbst war mal sportlich und habe Fußball gespielt. Aber da mir das gesundheitlich heute nicht mehr so möglich ist, möchte ich auf andere Weise weiter aktiv sein. Vor allem, um dem Nachwuchs etwas zu bieten“, sagte Härtel, dessen Enkelin die Grundschule besucht. Seit Wochen trommelte er in Nord um Teilnehmer für einen ersten Stadtteillauf. „Ich war persönlich in den Horten und Kindertagesstätten.
Damit wir gerade die Kinder und Jugendlichen erreichen können, haben wir den Termin mit allen abgestimmt und auf den Vormittag gelegt. Dass dann doch so wenige Einrichtungen mitmachen, ist schon enttäuschend“, räumte Marcel Härtel ein. So hielt sich gestern Vormittag die Anzahl der freiwilligen Helfer am Start und Zieleinlauf und entlang der Strecke mit der Anzahl der Läufer beinahe die Waage.
Marcel Härtel nahm es aber sportlich. Ans Aufgeben denkt er jedenfalls noch lange nicht. Und auch Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, die die Aktion des Bürgervereins und der GWA unterstützte, machte schon kräftig Werbung für die nächsten Sportaktionen in Nord: „Es ist ein Fußballturnier in Planung, und auch im Bowling wollen wir demnächst den offiziellen Nord-Meister küren“, verriet sie.
Nicht zu vergessen: Auch gestern gab es natürlich Sieger beim Stadtteillauf. In der Kita-Wertung gewann Niklas Sarg vor Franz Koch und Romy Giehl. Beim Lauf der Grundschüler holte Dennis Geiersbach die Goldmedaille, gefolgt von Hanna Imhof und Julian Pinkow. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 27.07.2011)



Marcel Härtel hatte Idee für einen Stadtteillauf in Nord.




Voller Einsatz auf der Laufstrecke, die über die Seepromenade in Nord führte. Dennis Geiersbach, rechts im Bild, gewann die Goldmedaille über 1000 Meter. Fotos (2): Robert Richter

Dienstag, der 26.07.2011 - ab 09.00 Uhr
Aktion der AG Gemeinwesen in Nord - 1. Sommerlauf am Neustädter See am 26. Juli

Am 26. Juli sollen der Platz der Begegnung und die Seeuferpromenade in Nord sportbegeisterten „Nordlichtern“ gehören. Ab 9 Uhr ruft die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See mit Unterstützung des Bürgervereins, des IB-Stadtteilmanagements und des Sozialprojektes Neustädter See zum Sommerlauf auf. Grundschulkinder und Senioren erwartet ein 1000-Meter-Lauf entlang der Seepromenade, teilte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler mit. Für Jugendliche und Erwachsene führt der Streckenverlauf weiter über den Schrotebogen und die Zentrumsachse auf einer Länge von zwei Kilometer. Die jüngsten Starter kommen aus den Kindertageseinrichtungen des Wohngebietes. Die Minisportler eröffnen mit ihrem Lauf über 400 Meter das sportliche Geschehen. Anmeldestellen für den Seelauf sind eingerichtet im Stadtteilbüro (Im Brunnenhof 9) und im Infotreff des Sozialprojektes (Am Seeufer 8). Infos gibt es auch unter Tel. 2886044. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 01.07.2011)

22.07.2011
Freiwillige vor! Neues im Streit um den Zoo-Eingang in Nord

„Ich hatte heute in meiner Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Frau Zimpel, die sich für die Öffnung eines zweiten Zooeingangs einsetzt“, so Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin für Kannenstieg und Neustädter See gestern. „Frau Zimpel schlug erneut vor, dass der Eingang des Zoos ehrenamtlich geöffnet werden könnte. Auch Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen und des Bürgervereins hatten diese Idee bereits geäußert“, so Jessica Zedler. Nun müsse aber ein Konzept her. „Deshalb nun meine Bitte: Wer bereit ist, sich ehrenamtlich in das Kartenverkaufshäuschen zu setzen, um den Eingang wieder zu öffnen, sollte mir bitte bis zum 5. August eine Mail senden. Das Konzept wird auf einer Öffnung in den Sommermonaten basieren. Alle weiteren Details werden in einem separaten Termin mit allen Freiwilligen besprochen“, so die Managerin.
Ihre Mail-Adresse: Jessica.Zedler@internationalerbund.de
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 22.07.2011)

12.07.2011
So feierte Nord - Der Film zum Kinderfest
Am 14. Mai feierte der Magdeburger Norden das große Kinder- und Familienfest. Dank Hobbyfilmer Marcel Härtel können sich alle Interessierten einen Film über die gelungene Veranstaltung am 12. Juli um 17 Uhr in der „Oase“, Im Brunnhof, anschauen. Anmeldungen im Stadtteilbüro, Tel. 2886044. Der Eintritt ist frei.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 07.07.2011)

09.07.2011
Aktionstag für Zoo-Nordeingang

Neustädter See (rri). Die Initiative für einen Zoo-Nordeingang hat eine Bilanz zum Zootag am 3. Juli gezogen. „Der Eingang in der Straße Am Vogelgesang wurde extra dafür geöffnet. Im Vorfeld wurden Flyer mit Coupons verteilt. Selbstverständlich nutzten wir Ehrenamtlichen von den Gemeinwesenarbeitsgruppen Neustädter See und Kannenstieg sowie dem Bürgerverein Nord von 12 bis 17 Uhr die Möglichkeit, Bürger auf unser Anliegen aufmerksam zu machen“, so Siegfried Kratz vom Bürgerverein.
„Trotz des sehr regnerischen Wetters war eine signifikante Besucherfrequentierung am Nordeingang zu erkennen. Sehr viele Menschen bekundeten ihre Solidarität mit teilweise sehr persönlichem Meinungsbild zur dauerhaften Schließung unseres Nordeinganges. In nur fünf Stunden bekundeten 265 Bürger ihre Zustimmung mit Unterschrift für unsere allseits bekannte Forderung nach einer Öffnung des Nordeinganges“, so Kratz weiter. „Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen für ihre auch moralische Unterstützung. Dafür standen wir
gerne im Regen.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 09.07.2011)

06.07.2011
Der Norden tanzt: Workshop bringt Schüler ins Schwitzen
Initiative von AG Gemeinwesen, Bürgerverein und Stadtteilmanagement

Besonderer Unterricht in der Grundschule „An der Klosterwuhne“. Auf Initiative der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See, des Bürgervereins Nord und des Stadtteilmanagements gelang es jetzt, die Grundschule und die „Movement Dance Academy“ für ein gemeinsames Projekt zusammenzubringen. Rund 50 Kinder zwischen 6 und 11 Jahren begeisterten zwei Stunden mit Spaß, Durchhaltevermögen und Talent die Tanzlehrer wie Veranstalter gleichermaßen. Ray, Breakdance-Tanzlehrer der „Movement Dance Academy“, hatte eine Choreografie für diesen Workshop zusammengestellt.
Die Jungen und Mädchen übten und probten die Schritte mit Feuereifer. Nach wahrlich schweißtreibenden 120 Minuten brachten einige Kinder die Choreografie schon so auf das Parkett. „Wer vorher vielleicht glaubte, Breakdance sei mehr für Jungen geeignet, wurde auch in diesem Workshop eines Besseren belehrt: Selbst beim ,Posen‘ ließen sich die Mädchen nicht lumpen“, so Corinna Wohlfahrt vom Stadtteilbüro Nord: „Für alle anwesenden Teilnehmer wurde dieser Nachmittag ein Riesenspaß. Besonderer Dank gilt den Schülern, die dieses Projekt annahmen und es erst durch ihre Begeisterung zu einem Erfolg werden ließen.“



Hier üben Mädchen und Jungen aus Nord in der Grundschule „An der Klosterwuhne“ für ihre Breakdance-Choreografie. Foto: privat / Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 06.07.2011)

20.06.2011
Nach der Bürgersprechstunde beim OB zum Thema Zoo
Drehkreuz am Nordeingang wird tauglich für Kinderwagen

Neue Neustadt (ka). Reaktion nach dem Protestgang einer Bürgerabordnung in die OB-Sprechstunde am 25. Mai: Am ehemaligen Nordeingang des Zoos (Im Steingewände) wird in Kürze ein neues Drehkreuz installiert. Es soll künftig auch Müttern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrern hier das Verlassen des Zoogeländes ermöglichen.
Die Baufirmen stünden in den Startlöchern, sagte Zoopressesprecherin Regina Jembere. Sobald die beantragte Baugenehmigung vorliege, werde mit der Installation begonnen, erklärte sie weiter. Das Drehkreuz habe im Vergleich zum bisherigen größere Ausmaße, der Ausgang werde barrierefrei. Diesen Wunsch hatten Bewohner mehrerer Stadtteile im Norden gegenüber OB Lutz Trümper in der Bürgersprechstunde geäußert. Mit dabei waren Mütter mit Kindern, die Trümper auch in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender um Hilfe baten. In dem Punkt hatte das Stadtoberhaupt versprochen, die Angelegenheit schnell zu prüfen.
Eine generelle Wiedereröffnung des mit dem neuen Haupteingang Zoowelle (2,4 Millionen Euro Investitionskosten) geschlossenen Nordeingangs hatte er aus wirtschaftlichen und konzeptionellen Gründen abgelehnt (Volksstimme berichtete). Allerdings hatte Trümper auch die Einrichtung eines zweiten Eingangs mit Eröffnung der geplanten großen Zoogaststätte im Bereich Africambo II in Aussicht gestellt. Mit dem Ausbau der Elefantenanlage wird voraussichtlich im nächsten Jahr begonnen. Das neue Drehkreuz wird weiterhin lediglich eine Ausgangsfunktion erfüllen.
Der Vorstoß von Zookunden hat Erfolg gebracht. Bei so viel Engagement im Dauerstreit um einen zweiten Ein-/Ausgang sollte das ein erster Schritt sein. Ein elektronisch gesteuerter Eingang für Jahreskarteninhaber oder Besitzer von im Vorverkauf (vielleicht in kleinen Geschäften) erworbene Eintrittskarten könnte eine Variante sein. Im Elbauenpark sind solche Kreuze installiert. Geld und Entgegenkommen sind dafür vom Zoo erforderlich. Fakt ist – ein Sesam-öffne-Dich für den Nordbereich des Zoos bleibt an der Tagesordnung. K.-H. Kaiser
(Quelle: Volksstimme vom 20.06.2011)



Vor ihrem Gang in die OB-Sprechstunde: Ramona Pinkow, Wiebke Girth-Hoffmann, Sandra Tänzer, Siegfried Kratz, Eckhardt Bobkowski präsentieren sich vor dem Rathaus. Mit dabei Gina, Kevin, Abbey Josephine. Foto: Karl-Heinz Kaiser (Quelle: Volksstimme vom 26.05.2011)

27.05.2011
Zoo - Fata Morgana schwebt über dem Nordeingang
Zum Beitrag: „Aufsichtsrat ignoriert 3221 Bürger: Zoo-Nordeingang bleibt geschlossen“ vom 26. Mai:
In der Entwicklungskonzeption des Zoos wurde gemäß der These. „Ein Zoo – Ein Eingang“ festgelegt, dass es nur noch den neu zu bauenden Eingang am Rondell geben soll, nachdem der Zoo in südlicher Richtung erweitert wurde. Bei der Vorstellung der Erweiterungspläne wurde die Diskussion einseitig auf die Straße „AmVogelgesang“ fokussiert. Die kritischen Stimmen zu nur einem Eingang gingen in der Diskussion unter bzw. wurden ausgeklammert bis das Thema Schließung der Straße „Am Vogelgesang“ erledigt ist. Zunächst hieß es, aus wirtschaftlichen Gründen rechnet sich ein zweiter Eingang nicht.
Dann kam überraschend die Testphase, aber nur für Dauerkarteninhaber! Diese Phase wurde und wird kritisiert, weil zu kurz und nur für den kleinsten Teil der Besucher – den Dauerkarteninhaber – gedacht.
Schließlich gab es eine neue Variante. Ein Junktim: mehr Dauerkarten gleich Öffnung des Nordeinganges (aber wieder nur für die Dauerkarteninhaber). Damit wurden die GWA, der Bürgerverein und letztlich alle Bürger/innen quasi erpresst. Wenn es nicht genügend neue Dauerkarteninhaber gibt, dann bleibt der Nordeingang zu. Basta! Wie die Öffnung des Nordeinganges ohne Personal gehen soll, wurde nicht mitgeteilt. Und wenn dann doch eine Eingangskontrolle stattfindet, warum kann man dann nicht auch Karten verkaufen. Beim Südeingang wird das täglich praktiziert! Der Hinweis, das ganze Kartensystem auf einen Automaten umzustellen, wurde – wenn überhaupt – mit erheblichen Kosten ablehnend verworfen. Spätestens seit der Bundesgartenschau im Herrenkrug sind die Bürger mit dem Automatikbetrieb vertraut. Dabei wurde
gleichzeitig viel weniger Personal in den Kassen und am Einlass benötigt …
Jetzt schwebt als neue Variante über den Forderungen der Bürger eine Fata Morgana: „Später, wenn die Gastronomie der neuen Elefantenanlage ausgebaut sei, wolle man überlegen, ihn wieder als Eingang zu benutzen.“ Soll das alles gewesen sein zum Thema Wiedereröffnung des Nordeinganges??
Hans-Dieter Karg, Magdeburg

26.05.2011
Aufsichtsrat ignoriert 3221 Bürger: Zoo-Nordeingang bleibt geschlossen

Gestern übergaben Bewohner von Nord Unterschriftensammlung für Öffnung eines 2. Zooeingangs an OB Lutz Trümper. Der Aufsichtsrat der Zoo GmbH hat die Wiedereröffnung des Nordeingangs abgelehnt. Es soll aus wirtschaftlichen Gründen bei dem einen Eingang an der Zoowelle bleiben. Gestern machte sich erneut eine Bürgerinitiative beim OB stark.
Initiator Siegfried Kratz hatte sich am Mittwoch gegen 16 Uhr mit 3221 gesammelten Unterschriften in die OB-Sprechstunde begeben. In seiner Begleitung eine starke Streitmacht: Sandra Tänzer, Ramona Pinkow, Wiebke Girth-Hoffmann von den GWA Neustädter See und Kannenstieg bzw. der Bürgerinitiative Nord. Im Gefolge waren die Kinder Kevin und Gina sowie Baby Abbey-Josephine. Eckhardt Bobkowski als Nutzer der Freizeitoase war als sachkundige Verstärkung aus der älteren Generation dabei.
Die Tausenden Unterschriften seien ein Ausdruck dafür, dass sich viele Magdeburger wieder einen Eingang im Norden des Zoos wünschen, kommentierten sie bei der Übergabe an Oberbürgermeister Lutz Trümper.
Allerdings war eine für sie bittere Entscheidung bereits gefallen. Der Aufsichtsrat der Zoo GmbH nämlich hatte dieser Tage aus wirtschaftlichen Aspekten heraus beschlossen: Die Zoowelle bleibe vorerst der einzige Eingang. 100.000 Euro müssten für die Öffnung der alten Nordpforte gegenüber der Allendestraße aufgebracht werden. Diese Summe werde an dem Eingang nicht erwirtschaftet, sagte der OB, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo GmbH. Dazu müssten zum Beispiel mindestens 1700 Jahreskarten mehr erworben werden, wozu potenzielle Besucher aufgerufen worden waren. Die Rechnung ging nicht auf: Es seien bis 30. März insgesamt nur 800 Jahreskarten verkauft worden, hieß es.
Lediglich das Drehkreuz soll am Nordeingang als Ausgang in Funktion bleiben, um den Bewohnern der angrenzenden Wohngebiete wenigstens den Rückweg zu verkürzen. Das Kreuz sei für Mütter mit Kinderwagen absolut nicht passierbar, hielt Ramona Pinkow dagegen. Auch Rollstuhlfahrer kämen nicht durch, sagte die Mutter von vier Kindern. Mit zahlreichen anderen Argumenten beschworen die Vertreter der Bürgerschaft den OB, wieder einen zweiten Eingang zu öffnen. Es gehe um ca. 25.000 Bürger im nördlichen Einzugsgebiet, sagte Siegfried Kratz. Schulen und Kindergärten werde der Zoobesuch erschwert oder gar verwehrt, bedauerten Sandra Tänzer und Wiebke Girth-Hoffmann.Ältere Bürger hätten durch weite Umwege das Nachsehen, wusste Eckhardt Bobkowski.
Lutz Trümper zeigteVerständnis, verwies aber darauf, dass die Entscheidung aus dem gesamtstädtischen Blickwinkel gefallen sei. Wenn aber entgegen dem vom Stadtrat beschlossenen Entwicklungskonzept mit einem repräsentativen Eingang (2,4 Millionen Euro Kosten für die Zoowelle) anderes gewünscht werde, dann müsse zwangsläufig eine erneute Entscheidung im Rat fallen. Die 100.000 Euro für den Nordeingang müssten im Stadthaushalt eingestellt werden. Der Aufsichtsrat hält Kompromisse bereit. Bei Großveranstaltungen werde der geschlossene Eingang Am Vogelgesang geöffnet, erklärte Trümper. Später, wenn die Gastronomie in der neuen Elefantenanlage ausgebaut sei, wolle man überlegen, ihn wieder als Eingang zu nutzen. Was das Drehkreuz betreffe, da werde er mit der Zoo GmbH über mögliche Lösungen reden, sagte er.
Die gestrige Abordnung will nicht aufgeben. „Wir kämpfen weiter, suchen erneut Verbündete bei den Stadträten. Die Öffnung des Eingangs Am Vogelgesang wäre eine mögliche Alternative, Investitionen auch nicht erforderlich“, hieß es zum Schluss. Und: Bis September wollen sie 5000 Unterschriften gesammelt haben, kündigten sie an. Von Karl-Heinz Kaiser



Vor ihrem Gang in die OB-Sprechstunde: Ramona Pinkow, Wiebke Girth-Hoffmann, Sandra Tänzer, Siegfried Kratz, Eckhardt Bobkowski präsentieren sich vor dem Rathaus. Mit dabei Gina, Kevin, Abbey Josephine. Foto: Karl-Heinz Kaiser (Quelle: Volksstimme vom 26.05.2011)

17.03.2011
Sonniger Willkommensgruß am Neustädter Platz
Schandfleck ade: Stadtteilmanagerin Jessica Zedler stellt Entwurf für Wandbild vor

Die Fotomontage zeigt die Außenwand der Bärenapotheke am Neustädter Platz mit dem geplanten Wandbild, entworfen von Künstlern der Magdeburger Firma "Strichcode".
Foto:privat

Mit einem Wandbild an der Fassade der Bärenapotheke am Neustädter Platz soll ein Schandfleck des Stadtteils überstrichen werden. Stadtteilmanagerin Jessica Zedler präsentierte gestern Entwürfe für die Gestaltung der Fassade als auch des Rundbaus mit Graffiti. „In dem Entwurf wurden Themen rund um den wichtigsten Bestandteil des Stadtteils – den Neustädter See – verarbeitet. Angefangen vom schönen Sandstrand, beliebt bei Groß und Klein, bis hin zur modernen Wassersportanlage ist dieser Naturraum als Großstadtoase dargestellt“, so die Stadtteilmanagerin.
Der Rundbau hatte früher den Zugang zu einem Jugendklub im Keller geboten, im Volksmund auch „Klo-Keller“ genannt, weil es dort früher auch öffentliche Toiletten gab. Das alles soll bald endgültig Geschichte sein.
„Sobald das Wetter es erlaubt, werden die ersten vorbereitenden Schritte unternom men, um die Gestaltung praktisch umzusetzen“, sagte Jessica Zedler gestern. Stadtteilbewohner, die Fragen oder Anmerkungen dazu haben, können sich im Stadtteilbüro unter 2 88 60 44 melden.
Die Fassadengestaltung hatte die Stadtteilmanagerin kürzlich bei der Auswertung einer Fotoaktion von Jugendlichen zugesagt. Die Teilnehmer hatten besonders schöne und hässliche Seiten ihres Stadtteils fotografiert. Auch in der Bürgersprechstunde und in der AG Gemeinwesen Neustädter See war der Wunsch nach einer Verschönerung des Platzes laut geworden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 17.03.2011)



So sieht der Rundbau am Neustädter Platz derzeit aus.

09.03.2011
GWA wählt Sprecherrat - Sprachrohr der Stadtteilbewohner
Für eine geplante Neuwahl am 9. März sucht die amtierende Sprecherin der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA), Elvira Ferchland, Mitstreiter für einen neuen Sprecherrat und ehrenamtliche Mitstreiter aus dem Stadtteil. „Wie wohl fühle ich mich an meinem Wohnort?
Was passiert in meinem Viertel? Warum lebe ich gerne in meinem Kiez? Antworten auf diese Fragen hat ein jeder. Auch kann bestimmt jeder mit Bestimmtheit sagen, was ihm nicht gefällt“, so Ferchland. „Genau diese Meinungen sind unsere Basis.“
Die GWA habe in den vergangenen Monaten versucht, eine Grundlage zu schaffen, um die Belange der Bewohner zu vertreten. „Es wurde ein Bürgerverein gegründet, es herrscht eine rege Zusammenarbeit mit dem Stadtteilmanagement und es bestehen mittlerweile gute Kontakte zu Stadträten, Vertretern aus ansässigem Gewerbe und Wohnungsunternehmen“, so Ferchland. Gemeinsam versuchten die Beteiligten, das Wohngebiet voranzubringen. „Um die Stimme der Bewohner noch stärker einwirken zu lassen, sucht die GWA interessier
te Mitstreiter“, erklärte Ferchland. Die Wahlversammlung ist am 9. März, 17.30 Uhr im Bayerischen Krug am See. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 23.02.2011)

26.11.2010
Zwischenstand einer Unterschriftenaktion - Bisher 1700 Stimmen für Zoo-Nordeingang

Der Bürgerverein Nord hat mit Helfern nach eigenen Angaben bis gestern rund 1700 Unterschriften für die Wiederöffnung des Zoo-Nordeingangs gesammelt. Die Aktion wird fortgesetzt. Parteipolitisch bekommen die Initiatoren weitere Rückendeckung. Für den gestrigen Donnerstag hatten die Initiatoren der Unterschriftenkampagne einen Stichtag gesetzt. Die Aktion, hinter der neben dem Bürgerverein Nord auch die Gemeinwesenarbeitsgruppen Neustädter See und Kannenstieg stehen, soll aber bis ins neue Jahr hinein
weitergehen, teilte der Bürgerverein gestern auf Volksstimme-Anfrage mit. Nach Vereinsangaben sind bisher, Stand gestern Nachmittag, Listen mit rund 1700 Unterschriften eingegangen. Die Akteure rechnen damit, dass weitere Listen, die Stadtteilbewohner in Eigenregie erstellt haben, noch nach und nach „eintrudeln“. Derweil bekommt die Initiative, die für die ständige Wiedereröffnung des zweiten Zooeingangs im Norden kämpft, weiteren Rückenwind.
„Der SPD-Ortsverein Magdeburg-Nord unterstützt die Forderung der Bürgerinnen nach einer ganzjährigen Öffnung des Nordeingangs unseres Zoos mit der Möglichkeit des Kartenerwerbs“, teilte Ortsvereinschef Marko Ehlebe mit. „Die Mitglieder des Ortsvereins bitten die Stadträte und die Aufsichtsratsmitglieder der Zoo gGmbH, darauf hinzuwirken.“ Nach Ansicht der Ortsvereinsmitglieder muss ein Kartenerwerb vor Ort nicht zwangsläufig mit höheren Personalkosten verbunden sein. Kassenautomaten könnten den Eintritt in den Zoo auch ohne Personal möglich machen, so die Überlegung der Genossen aus Nord.
„Für das Image der Zoo gGmbH ist es nach Auffassung des Ortsvereins nicht zuträglich, wenn die berechtigten Interessen der Bürgerinnen und Bürger aus dem Kannenstieg und Neustädter See nicht berücksichtigt werden“, erklärte Ehlebe. „Dabei sollte auch nicht vergessen werden, dass die Schließung der Straße Am Vogelgesang mit Einschränkungen für die Bürger des Stadtteils Neustädter See verbunden sein wird.“
Weiter argumentiert der Ortsvereinschef: „Die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See weisen einen über dem Durchschnitt der Stadt liegenden Anteil älterer Bewohner auf. Die Absicht der Zoo gGmbH, den Zugang zum Zoo nur über die ,Zoowelle‘ im Süden zu ermöglichen, baut für diesen Personenkreis unüberwindbare Hürden auf. Mit der jetzigen Variante würde sich der Fußweg aus dem Norden Magdeburgs für viele Bürger um das Zwei- bis Dreifache verlängern. Die Zoo gGmbH sollte überdenken, ob sie auf diese Besucher
verzichten kann.“
Die achtwöchige Probeöffnung des Nordeingangs im Mai und Juni habe gezeigt, „dass der Bedarf für einen zweiten Zooeingang vorhanden ist, da ein Drittel aller Besucher mit Jahreskarten während der Probeöffnung diesen Eingang nutzten“, so Ehlebe. Wie berichtet, hatten sich Politiker von CDU und Linkspartei bereits mit ähnlichen Argumenten für einen Nordeingang ausgesprochen. Der Bürgerverein will am 2. Dezember zur Aufsichtsratssitzung des Zoos mit Unterschriftenlisten seiner Forderung Nachdruck verleihen,  kündigten Vereinsmitglieder an. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 26.11.2010)

Gemeinsamer Aufruf zur Unterschriftensammlung!!!!
Wir Bürger schließen uns den GWA´s Kannenstieg und Neustädter See, sowie dem Bürgerverein „Nord e.V.“ an und fordern die ganz jährige Öffnung des Nordeingangs unseres Zoos mit der Möglichkeit des Kartenerwerbs.

Download der Unterschriftenliste

Liebe Unterstützer,
bitte übergeben Sie uns die ausgefüllte Unterschriftenliste persönlich im Stadtteilbüro (Im Brunnenhof 9, 39126 Magdeburg) oder senden Sie uns die Liste postalisch an folgende Adresse:

Bürgerverein „Nord e.V.“
Im Brunnenhof 9
39126 Magdeburg

Mit freundlichen Grüßen i.A. Karina Ferchland
1. Vereinsvorsitzende des Bürgervereins „Nord e.V.“

16.11.2010
Nach Negativschlagzeilen zur Endhaltestelle Neustädter See
AG Gemeinwesen sucht Konzepte gegen Vandalismus

Was tun gegen Vandalismus in Nord? Darüber diskutierte die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See jetzt. Anlass war die öffentliche Kritik am Zustand der Straßenbahnendstelle in der Volksstimme. Aber auch an anderen Ecken im Wohngebiet gibt es Ärger.
Die Endhaltestelle der Straßenbahn in Nord hatte jüngst für Schlagzeilen gesorgt. Das Wartehäuschen war mit Schmierereien verunstaltet und von Randalierern teilweise zerstört worden. Eine Sitzgelegenheit für ältere Fahrgäste suche man vergeblich, und das Umfeld sei ungepflegt, so die Anwohnerkritik.
Die Magdeburger Verkehrsbetriebe versprachen anschließend in der Volksstimme, für Verbesserungen zu sorgen. Dies erneuerte MVB-Sprecherin Birgit Münster-Rendel nun in einer Beratung der AG Gemeinwesenarbeit. Die Arbeitsgruppe hatte nach den Berichten in der Volksstimme das Thema auf die Tagesordnung gesetzt.
Erste Taten folgten bereits. So registrierten die Anwohner Grünpflegearbeiten im Umfeld der Wendeschleife. Im Gespräch ist zum Beispiel auch eine mögliche Gestaltung des Wartehäuschens mit einem legalen Graffito, um so ungewünschte Schmierereien künftig zu verhindern. Das Vandalismus-Problem bleibt. Nicht nur an der Endstelle.
Denn Ärger gibt es auch an anderen Stellen. Zum Beispiel rund um das leerstehende Gebäude am Heideweg/Ecke Im Steingewände. Früher wurde das Objekt vom Altenpflegeheim genutzt. Seit der Eröffnung des Heimneubaus steht es leer. Kein Aushängeschild für den Stadtteil. „Aber das Gelände ist auch Anziehungspunkt für Jugendliche“, so Heimleiter Ingolf Ulbricht. Zerstörungen und Schmierereien seien zu beklagen.
Unterstützung erhofft sich die AG Gemeinwesen hier wie da von der Stadtwacht, die auf Einladung von GWA-Sprecherin Elvira Ferchland an der Beratung teilnahm. Die von den Beschäftigungsgesellschaften GISE und AQB mit Ein-Euro-Jobbern besetzte Wacht zeigt, laut Selbstbeschreibung „ergänzend zum Stadtordnungsdienst und zur Polizei“, Präsenz in den Wohngebieten, aber auch in Bussen und Bahnen. Dadurch erhofft sich die Stadt mehr Ordnung und Sauberkeit. Die Stadtwächter in blauer Uniform haben aber keinerlei Befugnisse. Ihre einzige Ausrüstung: Dienst-Handy und Notizblock.
Ingolf Ulbricht setzt dennoch Hoffnungen in die Uniformierten. „Wenn sie auf frischer Tat ertappt werden, hat das bei den Jugendlichen, die bei uns am Heideweg sind, bestimmt noch eine erzieherische Wirkung.“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 16.11.2010)

13.11.2010
Streit um Zoo lässt auf Forum erneut die Emotionen hochkochen
Siegfried Kratz vom Bürgerverein: „Nord fordert den Nordeingang!“

Zoff um den geschlossenen Zooeingang in Nord und (bisher) kein Ende in Sicht. In dieser Woche kochten auf einem Stadtteilforum der AG Gemeinwesen Neustädter See im Freizeitzentrum „Oase“ die Emotionen hoch. Und eine Unterschriftenaktion läuft seit einigen Tagen auf Hochtouren. Am 2. Dezember soll dazu der Zoo-Aufsichtsrat tagen.
„Siggi, lass‘ die Emotionen weg“, flüstert ihm Vereinsfreundin Sandra Täntzler noch zu. Dann springt Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord am vergangenen Mittwochabend regelrecht von seinem Sitz auf und stellt sich in die Mitte des Versammlungssaals der „Oase“. Ein roter Kopf im gelb-grünen Neonlicht. Hektisch legt Siggi los, verhaspelt sich. „Ihr merkt, es fällt mir sehr schwer, ruhig zu bleiben“, sagt er.
Es geht um den Zoo und den Nordeingang, etwa viereinhalb Minuten lang im Siggi-Stakkato: „Es kann doch nicht sein ...“, „Es muss doch möglich sein, dass ...“, „Ein Umweg von zweieinhalb Kilometern“, „Fast 20 000 Menschen in Kannenstieg und Neustädter See ...“, „Nord fordert den Nordeingang!“, „... Unterschriften vorlegen ...“, „Danke für eure Aufmerksamkeit.“ Siegfried Kratz nimmt wieder Platz.
Wie berichtet, haben der Bürgerverein und die Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See eine Unterschriftenkampagne für den Erhalt des Zoo-Nordeingangs gestartet. Innerhalb weniger Tage sind nach Angaben der Initiatoren 600 Unterschriften zusammengekommen. „1000 sind sicher kein Problem“, so Siegfried Kratz.
„Ihr müsstet schon wieder so 3000 Unterschriften zusammenbekommen, wie damals gegen die Schließung der Straße Am Vogelgesang“, sagt nun CDU-Stadtrat Bernd Heynemann, der sich in seltener Eintracht mit Hans-Joachim Mewes ebenfalls für den Nordeingang ausspricht. Die Öffnung sei „notwendig, denn wenn die Straße Am Vogelgesang erst einmal geschlossen ist, verlängern sich die Wege für den Besucher aus den nördlichen Stadtteilen um das Dreifache.“ Der Bürgerverein will bis zum 25. November „mindestens 1000 Unterschriften“ zusammenhaben. Diese sollen am 2. Dezember zur nächsten Aufsichtsratssitzung der Zoo GmbH vorgelegt werden. An diesem Tag soll Zoochef Kai Perret eine „betriebswirtschaftliche Betrachtung zur Öffnung des Nordeingangs“ vorlegen. Dazu hatte es im Mai und Juni eine achtwöchige Probeöffnung gegeben.
In der Zeit nutzten nach Angaben des Zoos insgesamt 1229 Besucher den Nordeingang, 944 davon mit Jahreskarte. Das entspricht einem Drittel aller Besucher mit Jahreskarten in diesem Zeitraum. Kritiker bemängeln, nur Inhabern von Dauer- und Vorverkaufskarten sowie Mitgliedern des Zoofördervereins sei in Nord Einlass gewährt worden.
Mehr als 2000 spontane Besucher ohne Karten wurden stattdessen auch im Testzeitraum zum Haupteingang geschickt, erklärte denn auch Oberbürgermeister Lutz Trümper jüngst in einer Stellungnahme auf Anfrage der Linken. Zum Vergleich: Durch die Zoowelle kamen den Angaben zufolge im selben Zeitraum fast 47 800 Besucher in den Zoo. Dessen Chef Perret hatte erklärt, ein zweiter Eingang sei für den Zoo unwirtschaftlich.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.11.2010)

27.10.2010
Reaktionen auf Volksstimme-Bericht zum nördlichen Zoozugang
Unterschriftenaktion, damit Zoo auch in Nord offen bleibt
Das Thema Nordeingang Zoo beschäftigt weiterhin die Gemüter unserer Leser, wie zahlreiche Reaktionen auf den Volksstimme-Artikel vom 23. Oktober beweisen. Der Beitrag hatte die Ergebnisse einer probeweisen Wieder(Öffnung) des Nordeingangs öffentlich gemacht. Ergebnis: An 57 Tagen von Anfang Mai bis Ende Juni hatten 1229 Besucher den Nordeingang, davon 944 mit Jahreskarte, genutzt. Zoochef Perret aber hält weiter an der dauerhaften Schließung des Nordeingangs fest. Grund: Alle Besucher sollen den Eingang Zoowelle nutzen, um im Zooladen das Merchandising-Geschäft anzukurbeln. Ein weiteres Argument: Der Personalaufwand ist zu hoch.
Die Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See und Kannenstieg starteten jetzt gemeinsam mit dem Bürgerverein Nord e.V. eine Unterschriftenaktion für den Erhalt des nördlichen Zoozugangs.
Schon einmal hatten die Schließungs-Gegner Erfolg, denn die probeweise Öffnung für Jahreskarteninhaber im Mai und Juni dieses Jahres kam nur aufgrund ihrer Proteste zustande. Die Ergebnisse, so die Gegner, bewiesen, dass der nördliche Zoozugang durchaus regelmäßig benutzt wird. Immerhin schritt ein Drittel der Dauerkartennutzer im Testzeitraum durch diesen Eingang. Perret muss nun im Dezember dem Zooaufsichtsrat ein neues Konzept vorlegen, in dem auch diese Ergebnisse Berücksichtigung finden.
Die beiden GWA-Gruppen und der Bürgerverein wollen aber nicht so lange warten und machen mobil. Ihre Unterschriftenaktion soll beweisen, dass der Nordeingang für viele Menschen ein wichtiges Thema ist.
So seien insbesondere behinderte und ältere Menschen mit Rollstuhl oder Rollator benachteiligt, da „ihnen der Zugang zum Zoo gänzlich verwehrtbleibenwird“.Argument: Die Haltestelle am Haupteingang ist nicht behindertengerecht.
Zwar gab es bereits 2008 einen Antrag und im Vorjahr auch einen Stadtratsbeschluss zum behindertengerechten Ausbau, nur getan hat sich bisher nichts. Grund: Selbst die Mittel (300 000 Euro) für die günstigste und von den Stadtplanern favorisierte Variante fehlen.
Auch Stadtrat Bernd Heynemann (CDU/BfM) meldete sich nach dem Volksstimme-Bericht zu Wort. Für ihn ist „eine Öffnung notwendig, denn wenn die Straße Am Vogelgesang erst einmal geschlossen ist, erweitern sich die Wege für den Besucher aus den nördlichen Stadtteilen um das Dreifache.“ Daher sollte vor der Aufsichtsratssitzung geprüft werden, ob es den Anwohnern zuzumuten sei, einen funktionierenden Eingang nicht nutzen zu dürfen. Neben der mit Personalkosten verbundenden Variante, das Kassenhäuschen wieder zu besetzen, gibt es weitere Alternativvorschläge, z. B. die Aufstellung eines Ticketautomaten und/oder eines Drehkreuzes. Von Stefan Harter (Quelle: Volksstimme vom 27.10.2010)

21.08.2010
Nach monatelangen Vorbereitungen durch die GWA und den Bürgerverein „Nord e.V.“ konnten die Stadtteilbewohner des Neustädter Sees am Sonnabend ihr erstes eigenes Kiezfest feiern. Ein buntes Unterhaltungsprogramm sorgte für Abwechslung bei Jung und Alt.
Kurz nach 11 Uhr war es endlich so weit: Elvira Ferchland und Siegfried B. Kratz vom Sprecherrat der GWA Neustädter See eröffneten das erste Stadtteilfest. Eine Premiere für das Viertel, denn während anderenorts Stadtteilfeste bereits Tradition haben, gab es hier bisher noch nie ein Volksfest vor der Tür.
Auch das Wetter zeigte sich zum ersten „See“-Fest von seiner besten Seite – der „Platz der Begegnung“ war in Sonnenschein getaucht. Allerbeste Voraussetzungen, um nach Lust und Laune feiern zu können. Ein Minifußballfeld vom ALSO-Team, eine rasante Rollenrutschbahn, Ballon- und Dosenwerfen und eine kleine Hüpfburg sorgten für freudige Kinderaugen, während das bunte Unterhaltungsprogramm auf der Bühne für jeden Geschmack etwas bot.
Ob die quirligen Vierbeiner der Hundeschule, Zauberer Alfino mit seinen magischen Händen oder die Tanzeinlagen der Bonanza Linedancer oder der Cheeky Fruits – gute Laune und Applaus allerorten. Der Karatenachwuchs vom Budokanverein stellte eindrucksvoll sein Können mit der Handkante und Fußspitze unter Beweis.
„Es hat zwar einige Anstrengung gekostet, das alles hier auf die Beine zu stellen“, erzählt GWA-Sprecherin Elvira Ferchland erschöpft, jedoch glücklich: „Aber mit der tat kräftigen Hilfe des Bürgervereins ,Nord e.V.‘ sowie von der Stadtteilmanagerin Jessica Zedler ist es uns gelungen, ein tolles Fest zu organisieren.“
Nach dem Open-Air-Kino im vergangenen Jahr sollte diesmal eine eigene Fete für die Bewohner des Neustädter Sees stattfinden. In monatelanger Planungsarbeit mit zahlreichen Zu- und wieder Absagen gelang es der GWA und allen Helfern, das Fest zu organisieren.
So war u. a. auch die Freiwillige Feuerwehr aus Rothensee mit einem Einsatzwagen vor Ort, der von den Kindern sofort in Beschlag genommen wurde, genau wie ein kleiner Kremser, der gemächlich durch das Viertel zuckelte.
Zum Abend hin füllte sich der ehemalige Festplatz noch weiter und die Party mit DJ Ratzefummel und einem Wolfgang-Petry- Double konnte starten. „Als wir schließlich abbauen wollten, gab es sogar Proteste, weil einige noch weiterfeiern wollten“, wusste Stadtteilmanagerin Zedler zu berichten. Die GWA plant angesichts des Erfolges im kommenden Sommer nun sogar ein eigenes Kinderfest. Von Stefan Harter
(Quelle: Volksstimme vom 24.08.2010)

08.07.2010
Heute Info-Veranstaltung im Brunnenhof
Gelingt die Rettung des Kannenstieg-Gemeinwesens?

Kannenstieg. Seit Wochen und Monaten macht die Gemeinwesenarbeit Kannenstieg Schlagzeilen: Zu wenig Bürger beteiligen sich an den Sitzungen des ehrenamtlichen Gremiums. In der vergangenen Woche verteilten zahlreiche Freiwillige rund um das Kannenstieg-Center Postkarten als Einladung zu einer Informationsveranstaltung zur Gemeinwesenarbeit. Die Reaktionen der Kannenstieg-Bewohner waren gemischt: „Einige waren sehr interessiert und wollten gern kommen, andere wollten mit der Gemeinwesenarbeit nichts zu tun haben, weil man ja sowieso nichts ändern könne. Wieder andere wussten gar nicht, was die Gemeinwesenarbeit überhaupt ist“, erzählt Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, die sowohl für den Kannenstieg als auch Neustädter See zuständig ist.
Die Info-Veranstaltung findet heute von 13 bis 18.30 Uhr im Büro der Stadtteilmanagerin, Im Brunnenhof 9, statt. „Wir wollen gern erklären, was es mit der Gemeinwesenarbeit auf sich hat. Vielleicht können wir auch bereits ein paar Probleme und Wünsche der Kannenstieg-Bewohner aufnehmen und als Anstoß für weitere Aktivitäten sehen. Jeder wird gebraucht“, lädt Jessica Zedler alle Interessierten ein. Von Ariane Amann
(Quelle: Volksstimme vom 08.07.2010)

Donnerstag, der 01.07.2010
Werbeaktion im Einkaufscenter: Rettet die Kannenstieg-Gruppe
AG Gemeinwesen will am Donnerstag, dem 01.07. von 10 bis 18 Uhr im Kannenstieg-Center Bürger begeistern
Kannenstieg. Morgen gilt‘s: Die Gemeinwesenarbeit (GWA) Kannenstieg hat ein Auslaufdatum. „Wir können nur noch bis zur letzten Sitzung des Jahres am 8. November massiv unterstützen, dann könnte es sein, dass für die GWA Kannenstieg das Licht ausgeht“, sagt Karina Ferchland als Vorsitzende des Bürgervereins Nord.
Der Hintergrund: Die Bürgerbeteiligung bei der Gemeinwesenarbeit im Kannenstieg lässt arg zu wünschen übrig. „Aber ohne Bürger macht die GWA nicht wirklich Sinn, darum wollen wir möglichst viele neue Interessierte gewinnen“, sagt Quartiersmanagerin Jessica Zedler. So werden am Donnerstag von 10 bis 18 Uhr freiwillige Helfer im Kannenstieg-Center am Hanns-Eisler-Platz für die Mitarbeit in der Gemeinwesenarbeit werben.
Oft stoße man schon bei der ersten Nachfrage auf Unkenntnis: „Viele Leute wissen auch im zwölften Jahr der Existenz der GWA-Gruppen nicht, was dort eigentlich genau passiert“, sagt Jessica Zedler. Dazu komme noch erschwerend, dass manche Stadtteilbewohner vielfach nur Engagement an den Tag legten, wenn sie selbst akut von Problemen wie Baumaßnahmen und Ruhestörung betroffen sind. Jessica Zedler hört oft genug: „Das geht mich nichts an, interessiert mich nicht.“
Damit sich das ändert und damit die GWA wieder mehr Zuspruch von Bürgern aus dem Kannenstieg bekommt, wollen die Freiwilligen morgen mit Karten auf die Arbeit der Gemeinwesenarbeit aufmerksam machen. Im Nachgang der Kartenverteilung gibt es auch am kommenden Donnerstag, den 8. Juli, eine Informationsveranstaltung im Stadtteilbüro im Brunnenhof 9, bei der alle Meinungen, Ideen und Vorschläge der Interessierten für „ihren“ Kannenstieg gefragt sind. „Dabei kann es um Sauberkeit und Ordnung, Sicherheit, die Verkehrssituation, Baumaßnahmen, Spielplätze und Ähnliches gehen“, lädt Karina Ferchland ein. Besondere Kenntnisse müsse man für die Mitarbeit in der GWA nicht mitbringen: „Man wächst schon in die Aufgaben hinein. Hauptsache ist, dass man sich aktiv für seinen Stadtteil einsetzen will.“
Von Ariane Amann (Quelle: Volksstimme vom 26.06.2010)



Jessica Zedler und Karina Ferchland (v.l.) hoffen, dass sie morgen möglichst viele Freiwillige für die Mitarbeit in der Gemeinwesenarbeit begeistern können. Foto: Ariane Amann

Rettungsaktion für AG Gemeinwesen Kannenstieg - Verein wirbt: „Engagieren Sie sich für Ihren Stadtteil“
Eine Rettungsaktion für die Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg ist unter Regie des Bürgervereins Nord angelaufen. Bereits in der Vorwoche nutzten die Vereinsmitglieder einen Nachbarschaftstag im Begegnungszentrums der Euro-Schulen, um für das Stadtteilgremium und um Bürgerbeteiligung zu werben. Die Mitarbeiter des Begegnungszentrums wollen die Aktion weiter unterstützen und u. a. Postkarten im Stadtteil verteilen.
Die AG Gemeinwesen, die im Kannenstieg seit mehr als zehn Jahren besteht, ist Interessenvertretung für die Bewohner, Vereine und Einrichtungen des Stadtteils. Sie kann über einen eigenen Fonds für Stadtteilprojekte und -feste verfügen und muss an Entscheidungen der Stadt, die den Kannenstieg betreffen, beteiligt werden.
Aufgrund zu geringer Bürgerbeteiligung droht der Gruppe zum Jahresende die Auflösung, denn der ehrenamtliche Sprecherposten ist derzeit nicht besetzt. Spätestens im November muss ein neuer Sprecher gewählt werden, sonst droht die Auflösung der Gruppe. Der Bürgerverein Nord macht sich für den Erhalt stark und möchte am 1. Juli einen Aktionstag im Kannenstieg-Center am Hanns-Eisler-Platz starten. Bereits am 14. Juni steht planmäßig die nächste öffentliche Sitzung der Gemeinwesenarbeitsgruppe an. Siegfried Kratz vom Bürgerverein versandte dazu gestern Einladungen und die Tagesordnung. Treffpunkt ist um 16 Uhr das AWO-Kinderheim, Kannenstieg 1.
Thema wird neben der Rettungsaktion auch der Ärger über die Lindwurmbrücke sein. Diese kann laut Mitteilung der Stadt bei der geplanten Sanierung aus Kostengründen nicht behindertengerecht gestaltet werden. Das sorgt im Stadtteil für Kritik. Außerdem soll es Informationen zur Sternwarte, zur Neugestaltung des Strandbads Neustädter See, zur Probeöffnung des Zoo-Nordeingangs und zu geplanten Veränderungen beim Winterdienst geben. Zur Debatte stehen soll außerdem der Vorschlag für ein Stadtteilfest im Kannenstieg. Auch Mittel aus dem Initiativfonds sollen auf der Sitzung bewilligt werden, teilte Siegfried Kratz mit. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 03.06.2010)

15.06.2010
Präsentation der gemeinsamen Sitzung der Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit Kannenstieg und Neustädter See zur Evaluierung der abgeschlossenen und laufenden Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes.

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26.05.2010
Rettungsaktion mit Infotag und 1000 Postkarten geplant
Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg soll als Stadtteilgremium erhalten bleiben

Die Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg als Interessenvertretung der Bürger, Vereine und Einrichtungen des Stadtteils soll gerettet werden. Dazu wollen Bürgerverein Nord und das Stadtteilmanagement eine öffentliche Kampagne starten. Dem Stadtteilgremium droht wegen zu geringer Bürgerbeteiligung die Auflösung zum Jahresende.
Ein eigener Fonds mit Geld für Projekte im Kannenstieg und die vorgeschriebene Beteiligung an Entscheidungen der Stadtverwaltung und des Stadtrates bei stadtteilrelevanten Themen – überall in der Stadt nutzen Bürger, Vereine und Einrichtungen die vor mehr als zehn Jahren von der Stadt ins Leben gerufenen Gemeinwesenarbeitsgruppen als Interessenvertretungen für ihre Wohnviertel.
Im Kannenstieg könnte die Entwicklung wegen zu geringer Bürgerbeteiligung zurückgedreht werden. Zum Nachteil für den Stadtteil, wie Bürgerverein und Stadtteilmanagement Norden warnen. „Ohne GWA wären einige Veränderungen und Verbesserungen für den Kannenstieg nicht zustande gekommen“, sagte die Bürgervereinsvorsitzende Karina Ferchland: „Wie sollen in Zukunft Stadtteilprojekte ohne GWA laufen?“ Die Stadtteil-AG versuche, in Zusammenarbeit mit möglichst vielen Betroffenen „die Lebensqualität vor Ort zu steigern, Probleme konstruktiv und lösungsorientiert aufzugreifen und basisdemokratische Willensbildung zu ermöglichen“.
Doch im Kannenstieg blieben bisher die Vertreter von Vereinen und Einrichtungen weitgehend unter sich. Anfang des Jahres hatte dann auch die langjährige ehrenamtliche Sprecherin der Stadtteil-AG, Bürgerhausleiterin Annette Münzel, aus persönlichen Gründen ihren sofortigen Rücktritt erklärt. Ohne Sprecher sind entsprechend der Richtlinien der Stadt aber zum Beispiel keine Verfügungen über Geld aus dem Stadtteilfonds möglich.
Der Bürgerverein Nord als ein Akteur der Gemeinwesenarbeit will sich für die Rettung mit einer groß angelegten Kampagne stark machen. Der Verein setzt sich für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See ein. Doch selbst hatte er bislang im Kannenstieg kein einziges Mitglied und damit selbst das Problem der fehlenden Bürgerbeteiligung. Für Siegfried Kratz, Vorstandsmitglied des Bürgervereins, kein Grund, aufzuge ben: „Unser Ziel ist es, zehn Bürger aus dem Kannenstieg für die Stadtteilarbeit zu gewinnen.“ Davon sollen Bürgerverein und Gemeinwesenarbeitsgruppe profitieren, so die Vorstellung der engagierten „Nordlichter“. An erster Stelle steht die Neubesetzung des Sprecherpostens in der Kannenstieg-AG.
Den Auftakt für die Rettungsaktion will der Bürgerverein an diesem Donnerstag auf dem Internationalen Nachbarschaftstag des Begegnungszentrums an der Johannes-R.-Becher-Straße geben. Hier wird morgen von 14 bis 17 Uhr zu einem Familienfest eingeladen.
Außerdem ist für den 1. Juli ein Informationstag auf dem Hanns-Eisler-Platz und im Bereich des Kannenstieg-Centers geplant, teilte Karina Ferchland mit: „Viele Bürger wissen nicht, was GWA ist, und an diesem Tag wollen wir die Bürger darüber in Kenntnis setzen. Weitere Infos zu dem Tag werden noch bekannt gegeben, da wir noch in Planung sind“, sagte die Bürgervereinsvorsitzende. Im Stadtteil sollen Anfang Juli 1000 Postkarten verteilt und Plakate aufgehängt werden. Für den 7. Juli wird außerdem zu einer Versammlung zur Rettungsaktion eingeladen (18 Uhr im Begegnungszentrum der Euro-Schulen, Joh.-R.-Becher-Straße 56).
Kontakt zum Bürgerverein Nord: Telefon 2 88 60 44 (über das Stadtteilbüro Nord des Internationalen Bundes). Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 26.05.2010)

17.03.2010
Bürgerverein Nord und AG Gemeinwesen Neustädter See rufen auf - Ideen und Helfer für Stadtteilfest gesucht
Für ein mögliches Stadtteilfest 2010 am Neustädter See werden Ideen gesucht. Der neue Bürgerverein Magdeburg-Nord und die AG Gemeinwesenarbeit haben die Stadtteilbewohner aufgerufen, sich mit Vor schlagen zu beteiligen. So möchten sie erreichen, dass viele Bewohner des Viertels sich aktiv mit einbringen und das Fest von einer breiten Mehrheit der Bewohner getragen wird, erklärten die Initiatoren des Aufrufs am Mittwochabend während der Sitzung der AG Gemeinwesen im Stadtteilzentrum „Oase“. Terminlich schwebt den engagierten „Nordlichtern“ der Spätsommer vor.
Ideen nimmt der Bürgerverein Nord entgegen. Er hat jeden Donnerstag von 13 bis 18 Uhr eine Sprechzeit in der „Oase“, Im Brunnenhof 9, Telefon 2 88 60 44. Vorschläge können auch an GWA-Sprecherin Elvira Ferchland geschickt werden, E-Mail: elviraferchland@gmx.de?
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 18.03.2010)

Donnerstag, der 11.02.2010
Noch Gründungsmitglieder für Bürgerverein gesucht

Ihre Pläne zur Gründung eines Bürgerverein für Magdeborg-Nord (Kannenstieg/Neustädter See) hat Elvira Ferchland am Mittwoch in der Gemeinwesenarbeitsgruppe Neustädter See vorgestellt (Volksstimme berichtete bereits - siehe Meldung vom 05.01.2010). Einige Interessenten ließen sich für eine mögliche Mitgliedschaft eintragen. Die für eine Gründung notwendigen sieben Gründungsmitglieder sind jedoch nicht zusammengekommen. Weiter geworben werden soll für die Idee eines Bürgervereins in Nord auch am kommenden Montag (17.01.2010) in der Gemeinwesenarbeitsgruppe im Kannenstieg, die ab 16 Uhr im Begegnungszentrum der Euro-Schulen an der Johannes-R.-Becher-Straße öffentlich tagt. Elvira Ferchland sagte, für den 11. Februar sei ein weiterer Termin für Interessenten zur Vereinsgründung geplant. Dazu sind Stadtteilbewohner in die Freizeiteinrichtung „Oase“, Im Brunnenhof 9, eingeladen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.01.2010)

13.01.2010
Nächste Sitzung in Nord am 13. Januar - Streit um Vogelgesang erneut Thema der GWA

Treffen für Interessierte aus den Wohngebieten Kannenstieg und Neustädter See am 13. Januar
Neuer Anlauf für Bürgerverein in Magdeburg-Nord geplant
Für einen Bürgerverein in Magdeburg-Nord (Kannenstieg/Neustädter See) will Elvira Ferchland (54) mit weiteren Stadtteilbewohnern im neuen Jahr einen neuen Versuch starten. Die Idee ist nicht neu. Doch entsprechende Initiativen hatten sich in der Vergangenheit wieder zerschlagen.
Den Mut für einen neuen Anlauf schöpft Elvira Ferchland, die sich bereits als Sprecherin der AG Gemeinwesen am Neustädter See engagiert und einen Namen gemacht hat, aus dem im Vorjahr vom Stadtrat beschlossenen Stadtteilentwicklungskonzept „Kannenstieg 2020“.
Das 105 Seiten starke Konzept verheißt zwar einige Investitionen im Norden wie den Ausbau eines Rundwegs um den Neustädter See. Doch Millionen für Bauprojekte sind nach Auffassung der Planer vom Dessauer Büro Wohn-Bund-Beratung keinesfalls Garant für eine gute Zukunft der Wohngebiete Kannenstieg und Neustädter See. Ein Imagewandel müsse her.
Denn baulich sei das Stadtgebiet bis auf einige Ausnahmen längst gut in Schuss, die (soziale) Infrastruktur könne sich sehen lassen. Der Neustädter See hat als Freizeitund Erholungsgebiet Potenzial. Trotzdem komme das Stadtgebiet nicht vom Ruf der tristen Schlafstadt weg. Die Folge: Gerade für junge Familien seien die Viertel schlicht zu unattraktiv. Die Anonymität der Hochhäuser, Vereinsamung und Überalterung seien weitere Probleme, die mit Investitionsprogrammen allein ohnehin nicht zu lösen seien.
Neben der Stadt und den Wohnungsunternehmen könnten die Bewohner selbst mit dazu beitragen, aus der „Schlafstadt“ im Norden einen lebendigen Stadtteil zu machen. Davon ist auch Elvira Ferchland überzeugt. Als reinen Verein für Feste und Geselligkeit will sie ihre Initiative aber keineswegs verstanden wissen. Herausforderungen gebe es genug. Die Umsetzung des Stadtteilkonzeptes und angedachten Bauvorhaben müssten beispielsweise von den Bewohnern kritisch begleitet werden. Das zeige sich aktuell am Beispiel des Rundwegs um den Neustädter See. Hier sind Anlieger mit den bisherigen Plänen der Stadt nicht einverstanden. Ein Bürgerverein könnte, wie in anderen Stadtteilen seit Jahren üblich, als Sprachrohr für Anwohnerinteressen dienen und diese gegenüber der Stadt vertreten. Das gelte nicht zuletzt auch für die geforderten Lärmschutzmaßnahmen am Magdeburger Ring, macht Ferchland im Volksstimme-Gespräch klar. „Anwohner und Stadträte aus dem Kannenstieg und dem Wohngebiet Neustädter See rufe ich daher auf, sich für die Gründung eine Bürgervereins mit stark zu machen, um die Umsetzung des Handlungskonzeptes für Nord aktiv mit zu begleiten und das Miteinander im Stadtteil zu stärken“, sagt Elvira Ferchland.
Zum Beginn des neuen Jahres möchte die Magdeburgerin möglichst rasch „Nägel mit Köpfen“ machen: „Für den 13. Januar rufe ich alle Interessenten aus dem Kannenstieg und vom Neustädter See auf, um 17.30 Uhr zur Sitzung der AG Gemeinwesen ins Freizeitzentrum ,Oase‘, Im Brunnenhof 9, zu kommen.“ Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 05.01.2010)

09.01.2010
Bilanz und Ausblick der AG Gemeinwesen Neustädter See

Seit über zehn Jahren setzen sich Magdeburger in Gemeinwesenarbeitsgruppen (GWA) für ihre Stadtteile ein. Die Volksstimme blickt zum Jahreswechsel gemeinsam mit den Ehrenamtlichen auf ihre Arbeit 2009 zurück und auf das neue Jahr voraus. Heute: die GWA Neustädter See. Ariane Amann befragte deren Sprecherin Elvira Ferchland.

Volksstimme: Welche Ziele hatte Ihre Gemeinwesen-Gruppe 2009 im Stadtteil und was wurde erreicht?
Elvira Ferchland: Das Bauen der Zentrumsachse wurde nach Fertigstellung, von vielen Bür gern konstruktiv und kritisch bewertet. Das Ziel war, die Mängel zu beseitigen. Seit ca. einem Jahr ist bekannt, dass die Straße am Zoo „Am Vogelgesang“ geschlossen werden soll. Unser Ziel ist es, dass eine Ausweichstraße geschaffen wird. Sozial benachteiligte Familien sollten ins kulturelle Leben (z.B. Familienausflug) integriert werden. Für den Neustädter Festplatz wurde ein Name gesucht. Jetzt heißt er „Platz der Begegnung“. Ein großer Erfolg war unsere Sternwanderung zwischen den Stadtteilen Kannenstieg und Neustädter See. Unser Stadtteilfest mit Open-Air-Kino ist bei unseren Bürgern sehr gut angekommen. Die Zeit der GWA-Sitzung wurde von 16 auf 17.30 Uhr verschoben für Berufstätige, damit sie nach Feierabend dabei sein können.

Volksstimme: Welche Vorhaben mussten vertagt werden?
Elvira Ferchland: Die Straße am Zoo „Vogelgesang“ ist noch in Verhandlung. Der Schwerpunkt „Fuß- und Fahrradrundweg Neustädter See“ ist mit den Laubenbesitzern noch in Verhandlung. Alle anderen genannten Punkte wurden mit Erfolg erreicht.

Volksstimme: Womit würden Sie am liebsten Bürger zur Mitarbeit motivieren?
Elvira Ferchland: Mein Vorschlag ist, eine Bürgerliste zu veröffentlichen, in der die bisher genannten und wünschenswerten Vorhaben der Bürger vorgestellt werden. Die Bürger können diese Liste durch eigene Wünsche ergänzen. Ein positivesFeedbackandieBeteiligten und eine regelmäßige Kontaktpflege sind für mich selbstverständlich.

Volksstimme: Was empfanden Sie als besonders positiv an der Arbeit im Stadtteil 2009?
Elvira Ferchland: Das Positive ist, dass sich doch immer mehr Bürger einfinden und Vertrauen in unsere GWA-Arbeit setzen.

Volksstimme: Welche negativen Aspekte fallen Ihnen ein, was kann verbessert werden?
Elvira Ferchland: Vor dem Bau und der Gestaltung des Stadtgebietes sollte es zwischen den Ämtern und den Bürgern gemeinsame und intensivere Absprachen, Abstimmungen und Planungen geben, um Probleme zu verhindern.

Volksstimme: Welche Träume und Visionen haben Sie für die Arbeit in Ihrem Stadtteil? Was wäre Ihr Traum, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Elvira Ferchland: Ich möchte, dass die Bürger in diesem Stadtgebiet Vertrauen aufbauen und sich an der GWA-Arbeit rege beteiligen. Geplant ist ein Bürgertreff für Spielenachmittage oder einfaches harmonisches Zusammensein Mein größter Wunsch ist es jedoch, dass sich die Bürger einfach in unserem Stadtteil wohl fühlen.

Volksstimme: Was möchten Sie noch loswerden?
Elvira Ferchland: Ein großes Dankeschön möchte ich an die Stadtteilmanagerin Jessica Zedler loswerden, denn ohne Ihre große Unterstützung bei der Gemeinwesenarbeit wäre vieles nicht möglich gewesen.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 09.01.2010)

18.12.2009
Jahresabschluss im Amt bringt Laubenpieper auf die Palme
Protest gegen Radweg zwischen Neustädter See und Homanns Gärten / GWA-Sitzung läuft ins Leere
Als Flop erwies sich am Mittwochabend eine Sitzung der Gemeinwesenarbeitsgruppe Neustädter See (GWA) für Pächter der Laubengemeinschaft Homanns Nord. Die Laubenpieper laufen gegen die Pläne für den Bau eines Radwegs für rund 283 000 Euro zwischen dem Strandbad und ihrer Siedlung Sturm. Dazu wollten sie auf der GWASitzung mit Verantwortlichen der Stadt ins Gespräch kommen, nachdem sie bereits im November vertröstet worden waren. Doch das Stadtplanungsamt sagte kurz vorher „aus Gründen des Jahresabschlusses“ ab.
Kurz vor den besinnlichen Weihnachtsfeiertagen brannte im Freizeitzentrum „Oase“ in Nord am Mittwochabend sprichwörtlich der Baum. GWA-Sprecherin Elvira Ferchland hatte ihre liebe Not, die erhitzten Gemüter zu besänftigen. Auf der November-Sitzung musste sie die erboste Laubengemeinschaft schon einmal vertrösten, weil ohne einen Vertreter der Stadt am Tisch keine Lösung im Streit um den Bau eines Radwegs zu erzielen war.
Der Vorschlag zur Güte lautete damals: Das Thema wird vertagt. Auf einer neuen Sitzung im Dezember sollten dann Verantwortliche aus dem Stadtplanungsamt dabei sein.
Am Sitzungstag dann die böse Überraschung für die GWA-Sprecherin: „Ich habe heute eine Absage des Stadtplanungsamtes in der Post gehabt“, eröffnete sie den etwa 15 Vertretern der rund 160 Anlieger starken Laubengemeinschaft Homanns, die voller Erwartungen zur GWA-Sitzung in die „Oase“ gekommen waren.
Elvira Ferchland verlas das von Stadtplanungsamtsleiter Heinz-Joachim Olbricht unterzeichnete Schreiben. Leider könne „aus Gründen des Jahresabschlusses kein Vertreter des Stadtplanungsamtes an der GWA-Sitzung am 16. Dezem ber teilnehmen“. Ein Mitarbeiter des Planungsamtes hatte Tage zuvor seine Teilnahme bereits abgesagt, weil es „keine neuen Erkenntnisse gebe“. Die GWA-Sitzung sei nicht geeignet, „Einzelinteressen der Pächter zu diskutieren“, trug Elvira Ferchland vor.
Ein lautes Raunen ging durch den Saal. Von Einzelinteressen könne angesichts der 160 Laubenbewohner keine Rede sein, schimpften die Vertreter der Homanns-Gemeinschaft. Sie fühlen sich von Anfang an von der Stadt übergangen. Denn als die Pläne im September in der GWA erstmals vor Ort präsentiert wurden, waren die abschließenden Beschlüsse über die entsprechende Drucksache DS0213/09 durch den Bauausschuss (27. August) und den Finanz- und Grundstücksausschuss (9. September) ohnehin bereits gefallen. „Hier wurde über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden“, schimpfte eine Laubenbesitzerin.
Immerhin will die Stadt zum Beginn des neuen Jahres den Bau des voraussichtlich rund 283 000 Euro teuren Radweges starten. Hintergrund ist der seit Jahren geplante Ausbau eines Rundweges für Fußgänger und Radfahrer um den Neustädter See. Der erste Abschnitt soll nun im Bereich des Strandbades realisiert werden. Es ist geplant, den bisher durch das Strandbad verlaufenden Weg durch eine neue Trasse außerhalb des eintrittspflichtigen Badebetriebs zu ersetzen. Um ihn unabhängig von der Badesaison zu jeder Jahreszeit frei nutzbar zu machen – das wäre in der jetzigen Konstellation nicht möglich.
Warum die Laubenpieper so aufgebracht sind, schilderte der Vorsitzende der Laubengemeinschaft Holger Hünrichs: „Die Laubengemeinschaft hat viele Jahre vor der Wende durch die PGH Nord und eigene Initiativen Strom- und Wassermedien für alle Laubenbesitzer angelegt. Nun sollen wegen eines Fahrradrundweges sechs Elektrokästen auf unsere Kosten bis Ende Dezember 2009 versetzt werden.“ Grund: Die Kästen stehen auf einer Fläche, die seit 1994 der Stadt gehört. Nun will die Kommune das Grundstück für den Bau des Radweges nutzen.
„Weiterhin soll unsere Wassereinspeisung auf unsere Kosten völlig erneuert werden“, sagte Hünrichs. „Sogar sollen die Zufahrten der Laubengrundstücke nach Erhöhung der Fahrbahn von deren Pächtern selbst angepasst werden. Mit diesen Veränderungen auf unsere Kosten sind wir nicht einverstanden. Gemäß Schuld rechtsanpassungsgesetz besteht Bestandsschutz auf unsere oben genannten und vor der Wende geschaffenen Errungenschaften“.
Damit nicht genug: Der Radweg soll durch Zäune und Hecken einerseits vom Strandbad, andererseits von Homanns Gärten abgetrennt werden. Das stört die Laubengemeinschaft, weil die bisher vorhandenen direkten Zugänge von ihren Grundstücken zum Strandbad wegfallen würden. Außerdem argumentieren sie, der Rundweg um den See würde dann, abgeschottet durch einen Zaun, gar nicht mehr am See entlangführen. Protest formiert sich außerdem gegen die angekündigte Fällung von Bäumen auf dem Gelände der alten Badeanstalt Homanns.
In der Baubeschreibung, die den Stadträten vorlag, wird erklärt, „die Fällung verschiedener Bäume“ sei erforderlich. „Hierzu wurde bei der Unteren Naturschutzbehörde ein Baumfällantrag gestellt. Dieser befindet sich derzeit in Bearbeitung. Es ist davon auszugehen, dass die Bepflanzung von Bäumen als Ausgleichsmaßnahme erforderlich wird. Nach Rücksprache mit dem Fachbereich Schule und Sport können Baumpflanzungen im Bereich des Strandbades durchgeführt werden. Detaillierte Standorte sind in der weiteren Planung festzulegen“, heißt es dazu in den Unterlagen für die Stadtratsausschüsse.
Die Laubenpächter mit ihrem Vorsitzenden Holger Hünrichs forderten die Stadt auf, vor dem Baubeginn für den Radweg erst die Probleme zu klären. Die Pächter verlangen eine Bürgerversammlung mit Verantwortlichen der Stadt – möglichst im Januar. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 18.12.2009)

03.07.2009
SPD-Stadtrat will GWA-Gruppen auf den Prüfstand stellen
Diskussion um die Stadtteilarbeit in Magdeburg-Nord weitet sich aus
Eine Bestandsaufnahme der Arbeit in den Gemeinwesenarbeitsgruppen der Stadt hat Stadtrat Jens Hitzeroth (SPD) gefordert. Den Anlass der Diskussion lieferte ein Volksstimme-Bericht über Vorschläge für eine Neujustierung der Gemeinwesenarbeit, die im gerade beschlossenen Stadtteilentwicklungskonzept für Nord (Kannenstieg/Neustädter See) gemacht werden.
Zwar ließ die Debatte über die GWA-Gruppen in Nord keine Rückschlüsse für alle 20 GWAGruppen in Magdeburg zu. „Gleichwohl scheint es mir zwingend notwendig die Arbeit der GWA-Gruppen in unserer gesamten Stadt zu evaluieren“, schreibt Jens Hitzeroth in einer Pressemitteilung der neuen Fraktion „SPD-Tierschutzpartei–Future!“.
Ein Manko aus Sicht Hitzeroths: „Wenn gewollt ist, dass sich Akteure aus der Bürgerschaft in den GWA-Gruppen engagieren, müssen ihre Tagungszeiten auf berufliche Verpfichtungen etc. Rücksicht nehmen.“ In Sudenburg zum Beispiel tage die GWA regelmäßig um 14.30 Uhr. „Arbeitende und selbständige Unternehmer sind dann von einer Mitwirkung ausgeschlossen.“ Im Kannenstieg war erst kürzlich die Zeit der Sitzung von 10 Uhr auf 16 Uhr verlegt worden. Am Neustädter See tagte die Gruppe zuletzt um 17.30 Uhr. Eine Reihe von GWA-Gruppen trifft sich erst um 18 Uhr.
Es sei aber auch zu hinterfragen, „ob Stadträte die GWA als Plattform für ihre politischen Debatten, die eigentlich in den Stadtrat und in seine Ausschüsse gehören, nutzen sollten“, so Jens Hitzeroth. Fakt ist: Zahlreiche Stadträte, aber auch Landtagsabgeordnete, meist vertreten durch ihre Wahlkreismitarbeiter, nutzen die GWA-Sitzungen, um sich über aktuelle Probleme und Initiativen in den Vierteln zu informieren und gegebenenfalls mit eigenen Anträgen Initiativen aus den Stadtteilen zu unterstützen oder Probleme aufzugreifen.
Wenn zudem nun in Kannenstieg und Neustädter See überlegt werde, den GWA eine Vorprüfung von Projekten (bis 5000 Euro pro Stadtteil) zu übertragen, „bedarf es notwendiger Auswahlkriterien, die transparent und nachprüfbar gestaltet werden müssen. Jedenfalls braucht es Mechanismen, die einen Missbrauch ausschließen“, erklärt Hitzeroth.
Das ressortübergreifende Integrierte Handlungskonzept für Magdeburg-Nord war am Donnerstag vergangener Woche vom Stadtrat beschlossen worden. Die Autorinnen des Konzeptes – Planerinnen vom Büro „WohnBund-Beratung“ aus Dessau, schlagen vor, zweimal jährlich stattf ndende öffentliche Bürgerforen sollten „das zentrale Gremium der Bürgerbeteiligung für beide Stadtteile“ werden. In der Gemeinwesenarbeitsgruppe sollten professionelle Akteure, sprich Vertreter von sozialen Einrichtungen, freien Trägern, Ämtern, Kirchen oder Polizei über Fragen der Stadtteilentwicklung und neue Projekte beraten. Die Planerinnen hatten die Stadtteilarbeit in den GWA-Gruppen in Nord so analysiert: „Der Versuch, sie als Gremium der breiten Beteiligung und Mitwirkung für Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils zu öffnen, war bisher nicht dauerhaft erfolgreich.“
Im Stadtrat hatte vor der Abstimmung über das Integrierte Handlungskonzept Magdeburgs Baubeigeordneter Dieter Scheidemann (parteilos) erklärt: „Wir wollen die GWA natürlich nicht zu internen Arbeitsgruppen ohne Bürgerbeteiligung machen. Es macht uns nur Sorge, dass sie zunehmend zu reinen Planungsrunden werden, aber sie sollen unverändert weiter arbeiten.“ Über die GWA hinaus sollen demnach Stadtteilforen (mit eigenem Budget) und Stadtteilvereine als zusätzliche Instrumente der Bürgerbeteiligung gebildet werden, so Scheidemann. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.07.2009)

25.06.2009
Konzept sieht GWA-Gruppen nur noch als interne Expertenzirkel
Handlungskonzept von Stadtplanern für Nord steht heute im Stadtrat zur Abstimmung

Im Stadtrat liegt heute das Stadtteilentwicklungskonzept für Nord (Kannenstieg/ Neustädter See) zur Abstimmung vor. Einem „Paukenschlag“ gleicht im 108-seitigen Papier des beauftragten Planungsbüros die vorgeschlagene Neuausrichtung der Gemeinwesenarbeit. Die Gemeinwesenarbeitsgruppen, die es überall in der Stadt gibt, sollen nach Vorschlag der Planer künftig nicht mehr öffentlich für alle Bürger tagen, sondern „professionellen Akteuren“ zur internen Beratung vorbehalten sein. Für die Bürger soll es zweimal im Jahr öffentliche Foren geben.
Das Konzept der vor elf Jahren von der Stadtverwaltung selbst initiierten Gemeinwesenarbeitsgruppen (AG GWA) in den Stadtteilen ist für die Planer vom Büro „WohnBund-Beratung“ aus Dessau in Nord nicht aufgegangen. Zwar hätten sich die GWA-Gruppen im Kannenstieg und am Neustädter See „als Arbeits-, Koordinierungs- und Abstimmungsgremium der ,professionellen‘ sozialen Institutionen im Stadtteil etabliert“. Und sie seien schrittweise um weitere Akteure wie Wohnungsunternehmen, Polizei, Ämter oder Kirchen ergänzt worden.
Doch die Planerinnen Birgit Schmidt, Monika Schulte und Ulrike Kegler analysieren: „Der Versuch, sie als Gremium der breiten Beteiligung und Mitwirkung für Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils zu öffnen, war bisher nicht dauerhaft erfolgreich.“
Tatsächlich sitzen seit Jahren in den Arbeitsgruppen in Nord überwiegend Akteure, die durch ihre Mitarbeit in Einrichtungen berufsmäßig mit dem Stadtteil verbunden sind, vielfach selbst nicht im Stadtteil wohnen. So ist es aber auch in vielen anderen Stadtgebieten. Dennoch haben interessierte Bürger jederzeit die Möglichkeit, auch spontan die GWA-Runden zu besuchen und sich in Diskussionen einzubringen. Zu den erfolgreichen Beispielen gehört die GWA Neustädter Feld mit hoher Präsenz von Anwohnern.
Im Stadtteilentwicklungskonzept für Nord schlagen die Experten indes einen grundlegenden Kurswechsel vor. In den GWA-Gruppen sollen künftig professionelle Akteure über Fragen der Stadtteilentwicklung und neue Projekte beraten – und zwar intern. Zu den Akteuren werden gezählt: Vertreter sozialer Einrichtungen und freie Träger, Ämter der Stadt, Wohnungsunternehmen, Kirchen und Polizei. Auch „aktive Bürger und Vertreter eines sich eventuell gründenden Stadtteilvereins sollen und können in den AG GWA mitarbeiten“, heißt es zudem. Stadträte, die bisher häufg in den GWA-Runden vertreten sind, werden nicht mit genannt.
Die Experten betonen im gleichen Atemzug, dass natürlich „der Aktivierung des Bürgerengagements für Belange des Stadtteils und des sozialen Lebens“ eine „zentrale Bedeutung“ zufalle. Dazu sollen wiederum neue, öffentliche Stadtteilforen dienen. Auf denen, so der Vorschlag, sollen die Bürger künftig über Projekte der Stadtteilentwicklung informiert und es sollen „Vorschläge für jährliche Projektanträge“ gesammelt werden. Wörtlich heißt es in dem Papier: „Das Forum tagt zweimal jährlich und wird extern moderiert.“
Das Forum solle „das zentrale Gremium der Bürgerbeteiligung für beide Stadtteile“ werden, zu dem alle Bewohner öffentlich eingeladen werden sollen. Daneben ist aber auch von „gesetzten“ Mitgliedern des Forums aus Ämtern, sozialen Einrichtungen oder Wohnungsunternehmen die Rede.
Ein neues Instrument könnte, so ein ergänzender Vorschlag des Planungsbüros, ein „Verfügungsfonds“ werden. Dieser soll in Ergänzung zum bisher bereits bestehenden GWA-Fonds ein „Instrument der Teilhabe und der Entscheidung über konkrete Maßnahmen und Vorhaben im Stadtteil“ sein: „Seine Verwendung und Abrechnung soll dem Stadtteilforum obliegen. Dafür muss eine ausgewogene Besetzung und Vertretung der Bewohnergruppen im Forum gesichert werden.“ Der Verfügungsfonds sollte demnach je Stadtteil „maximal 5000 Euro pro Jahr“ enthalten. Allerdings ist eine Vorprüfung von Anträgen durch die (interne) GWA vorgesehen.
Zu stärkerem Bürgerengagement soll außerdem die angeregte Gründung eines Bürgervereins beitragen. Diesen Vorschlag brachte Planerin Birgit Schmidt bereits auf einem Stadtteilforum Anfang des Jahres ins Gespräch. Die Foren sowie Rundgänge in den beiden Stadtteilen dienten den Planerinnen ebenso als Grundlage für ihr Konzept wie Gespräche mit „Stadtteilexperten“ aus Vereinen und Einrichtungen sowie Ämterrunden.
Das Konzept, das außerdem eine Reihe neuer städtebaulicher und sozialer Projekte vorsieht, steht heute im Stadtrat zur Abstimmung. Sowohl der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr als auch der Finanzausschuss haben es in den Vorberatungen bereits einstimmig empfohlen.

Beschlussvorlage Stadt - DS0132/09
Integriertes Handlungskonzept als Grundlage einer integrierten Stadtteilentwicklung in den
Stadtteilen Kannenstieg und Neustädter See im Rahmen des Förderprogramms "Förderung
von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt"

INTEGRIERTES HANDLUNGSKONZEPT Magdeburg Kannenstieg-Neustädter See
DS0132/09 - Anlage 1: Integriertes Handlungskonzept Kannenstieg / Neustädter See

Maßnahmen des Stadtteilkonzepts (ausgewählte Vorschläge)

  • Stadtteiltreff Neustädter See in einem leeren Gebäude des Schulkomplexes

  • Öffnung und Neugestaltung des Schulgeländes im Kannenstieg

  • Quartiersvereinbarung zwischen Stadt und Wohnungsunternehmen sowie Wohlfahrtsverbänden und sozialen Einrichtungen

  • Sozialkaufladen als Weiterentwicklung bestehender Einrichtungen wie Wechselstube oder „Umsonstladen“

  • Patenschaften für Ausbildung zwischen Unternehmen und Schulen

  • Standortmanagement für Einkaufszentrum Neustädter Platz

  • Bürgerbus (Kleinbus mit Fahrplan oder als Rufbus) zur Herstellung einer öffentlichen Verkehrsverbindung von Magdeburg-Nord zum Gewerbegebiet und Kino Pfahlberg sowie zur Anbindung der Peripherie der beiden Stadtteile an den öffentlichen Nahverkehr

  • Rundweg um den Neustädter See und Weiterentwicklung des Naherholungsgebiets

  • Grünachse zwischen Kannenstieg und Neustädter See

  • Qualifizierung des Fuß- und Radwegenetzes

Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 25.06.2009)

08.05.2009
Stadtteilfest abgesagt, dafür ist 1. Open-Air-Kino geplant
Gemeinwesengruppen Kannenstieg und Neustädter See planen nach der Devise „Weniger ist mehr“
Keine große Feierlaune bei Magdeburgs „Nordlichtern“: Im Kannenstieg steht das Stadtteil- bzw. Lindwurmfest 2009 auf der Kippe. Auch im Nachbarstadtteil Neustädter See hat die Gemeinwesenarbeitsgruppe ein Stadtteilfest für 2009 abgewählt. Grund auch hier: zu viel (ehrenamtlicher) Aufwand bei zu geringer Resonanz.
Drei große Fragezeichen setzte Annette Münzel, Sprecherin der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Kannenstieg auf einer Beratung am Montag im Bürgerhaus hinter das Lindrmfest 2009. Nach früheren Stadtteilfesten im Sommer hatte die GWA zur Einweihung des stählernen Lindwurm-Drachens auf der Ringbrücke in Nord 2005 in der Vorweihnachtszeit erstmals zu einem Lindwurmfest eingeladen.
Damit feierte die GWA auch ihren Anteil an der Brückengestaltung, denn gegen viele Widerstände hatte sie sich mit Erfolg für den stadtweit umstrittenen Stahlkoloss stark gemacht. Neuaufagen des Festes gab es seither in jedem Jahr. Nach dem Fest 2008 fiel die Bilanz der Organisatoren aus den Reihen der GWA auch noch positiv aus.
Inzwischen ist die Feierlaune jedoch verflogen. Aufwand und Nutzen stehen nach Auffassung der GWA-Sprecherin in keinen Verhältnis. Und angesichts zahlreicher Veranstaltungen überall in der Stadt sei auch klar: „Wenn wir wieder ein Lindwurmfest machen, muss es ein Knaller sein.“ Doch wer soll diesen zünden? Allgemeines Schulterzucken in der Gemeinwesenarbeitsgruppe bei den versammelten Stadtteilbewohnern und Vertretern der Vereine und Einrichtungen des Kannenstiegs.
Eine endgültige Entscheidung soll zwar erst auf der nächsten GWA-Sitzung fallen, doch die Zeichen stehen auf Absage. Dafür machen neue Ideen die Runde. Grundstimmung: Weniger ist mehr. Ein Lindwurm- bzw. Lampionumzug gehört ebenso zu den Alternativvorschlägen wie ein Stadtteilsportfest, das dann natürlich nicht erst Ende des Jahres über die Bühne gehen könnte. Fortsetzung der Diskussion am 15. Juni auf der GWA-Sitzung im Begegnungszentrum der Euro-Schulen.
Auch im Nachbarstadtteil Neustädter See plant die AG Gemeinwesen längst nach der Devise „Klein, aber fein“. Hier fel die Entscheidung gegen ein drittes Stadtteilfest nach 2007 (am See) und 2008 (Festplatz). Zu wenige Mitstreiter, die sich für das Fest engagieren, und zu verhaltene Resonanz der Stadteilbewohner – das waren auch hier die Gründe. Nicht zuletzt war auch die Finanzierung für die Ehrenamtlichen immer wieder eine große Herausforderung.
Inzwischen entstand die Idee, erstmals ein Open-Air-Kino in Nord zu veranstalten. Am Mittwoch klopfte die GWA Neustädter See auf ihrer Sitzung im Jugendzentrum „Oase“ den Termin fest: Am 31. Juli soll auf dem Festplatz ein Film (Titel steht noch nicht fest) für die Besucher unter freiem Himmel über die Leinwand flimmern.
Die GWA kooperiert mit dem Kino am Pfahlberg. „Die Vorstellung soll um 21.30 Uhr beginnen. Zuvor planen wir ab ca. 20 Uhr zur Einstimmung ein kleines Rahmenprogramm“, sagte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler.
Das Miteinander im Stadtgebiet stärken soll auch eine Sternwanderung am 15. Mai. Bewohner des Kannenstiegs und des Wohngebiets Neustädter See treffen sich um 10.30 Uhr auf dem Festplatz (Platz der Begegnung), spazieren dann zum Neustädter See, wo Gulaschkanone und alte Spiele neue Begegnungen fördern sollen. Abmarsch für die Teilnehmer aus dem Kannenstieg ist übrigens um 10 Uhr am Bürgerhaus, Johannes-R.-Becher-Straße 57. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 08.05.2009)

15.04.2009
„Ich kann nicht einfach die Beine hochlegen“
Elvira Ferchland (54) ist neue Sprecherin der AG Gemeinwesen Neustädter See

Elvira Ferchland ist zur neuen Sprecherin der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Neustädter See gewählt worden. Das Wohngebiet Nord kennt sie wie ihre Westentasche, der ehrenamtliche Sprecherposten ist indes „eine neue, große Herausforderung für mich“, sagt die 54-Jährige. „Doch einfach die Beine hochlegen und nichts machen – das kann ich auch nicht.“
1976, die ersten Plattenbauten in Nord waren geradefertig gestellt, zog Elvira Ferchland hier in eine Neubauwohnung. 33 Jahre nach dem Erstbezug wohnt sie noch immer hier und will auch nicht weg. „Ich kenne hier alles und viele Bewohner, und viele Leute kennen mich, sprechen mich auch schon mal auf dieses oder jenes Problem im Viertel an“, erzählt sie. Im Mittelpunkt zu stehen, sei jedoch eigentlich nicht ihre Sache, sagt Elvira Ferchland, die sich in der AG Gemeinwesen engagiert.
Als plötzlich bei der Sprecherwahl nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt der bisherigen Amtsinhaberin Ines Akdas alle auf sie zeigten, hob Elvira Ferchland erst einmal die Hände. „Doch dann sagte ich mir, man muss sich auch neuen Aufgaben stellen. Das Amt als GWA-Sprecherin ist eine große Herausforderung für mich. Doch einfach die Beine hochlegen und nichts machen – das kann ich auch nicht.“ Und so wird sie, unterstützt von Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, am 6. Mai zum ersten Mal eine GWA-Sitzung leiten. Die AG tagt ab 16 Uhr in der „Oase“, Im Brunnenhof, Stadtteilbewohner sind wie immer eingeladen, sich mit einzubringen.
Die neue Sprecherin jedenfalls setzt sich für ihren Stadtteil gern ein: „Schön finde ich, dass hier die Bürger auf der Straße miteinander reden und sich unterstützen“, so stelle sie es immer wieder fest. Zu den „heißen Eisen“, die es jedoch anzupacken gilt, zählt Elvira Ferchland zum Beispiel die Probleme rund um die Straße „Am Vogelgesang“, wo die Anwohner gegen eine geplante Straßenschließung im Zuge der Zoo-Erweiterung protestieren.
Bereits die teilweise Schließung des Vogelgesangparkes für den Zoo-Ausbau stoße nach wie vor bei vielen Stadtteilbewohnern auf Kritik, die den Park gern und rege genutzt hätten. Auch die Neugestaltung der Zentrumsachse zwischen Neustädter Platz Seeufer sei für die Bewohner mit vielen Fragezeichen verbunden.
Für die nächste Zeit hat sich die GWA Neustädter See aber auch schon einige neue Aktionen vorgenommen. So soll voraussichtlich am 31. Juli erstmals ein Open-Air-Kino im Stadtteil über die Bühne gehen, wahrscheinlich auf dem Festplatz. Zum ARD-Aktionstag „Ist doch Ehrensache“ wird für den 9. Mai eine Veranstaltung im Freizeitzentrum „Oase“ vorbereitet. Neben der GWA gestalten der Jugendklub, das Jugendforum, Stadtteil management und Wechselstube das Programm von 14 bis 20 Uhr. Für den 15. Mai ist zusammen mit der GWA Kannenstieg eine Sternwanderung für Jung und Alt geplant. Treffpunkt für alle ist um 10.30 Uhr der Festplatz in der Salvador-Allende-Straße. Dann geht es weiter zum Neustädter See, wo der Stadtteilspaziergang mit einem Essen aus der Gulaschkanone enden soll. Mit dieser Aktion möchte die GWA einen lokalen Aktionstag des Bündnisses für Familie unterstützen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 24.04.2009)

13.03.2009
GWA-Sprecherin tritt zurück: Neuwahl für 15. April angesetzt
Am Neustädter See sucht die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) einen neuen Sprecher bzw. eine Sprecherin. Die bisherige Amtsinhaberin Ines Akdas erklärte jetzt ihren Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen. Parallel laufen die Bemühungen, einen Bürgerverein für Nord ins Leben zu rufen.
Aufgrund der aktuellen Ereignisse wurde für den 15. April um 16 Uhr im Jugendzentrum „Oase“ eine GWA-Sondersitzung angesetzt. Dabei soll eine neue GWA-Spitze gewählt werden. Bis dahin übernimmt
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler kommissarisch die Leitung der Gemeinwesenarbeitsgruppe. „Um die Pflichten und Aufgaben des Sprechers bzw. der Sprecherin genau zu kennen, hat sich ein Arbeitskreis zusammengefunden. Dieser wird in Vertretung für die gesamte GWA alle notwendigen Recherchen durchführen und seine Ergebnisse in der nächsten Sitzung präsentieren“, sagte Jessica Zedler.
Des Weiteren wurde in der letzten Sitzung ein zweiter Arbeitskreis zum Thema „Bürgerverein/Stadtteilverein“ ins Leben gerufen. „Dieser möchte sich dem Thema aus dem letzten Stadtteilforum intensiver widmen. Auch hier werden die Ergebnisse der Gemeinwesenarbeitsgruppe in der nächsten Sitzung vorgestellt“, so Jessica Zedler weiter. Beide Arbeitskreise werden von der Stadtteilmanagerin unterstützt.
Die Idee eines Bürgervereins für Magdeburg-Nord zur weiteren Belebung der Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See war auf einem Bürgerforum zum neuen Stadtteilentwicklungskonzept von Stadtplanern ins Spiel gebracht worden und hatte eine positive Resonanz unter einigen Besuchern hervorgerufen. Für eine Vereinsgründung werden mindestens sieben Gründungsmitglieder benötigt.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.03.2009)

23.01.2009
Stadtteilfest am Neustädter See steht zur Debatte
GWA-Mitglieder wollen nicht länger „Alleinunterhalter“ sein

Die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See und Stadtteilmanagerin Jessica Zedler starten einen großen Aufruf an alle Bewohner des Stadtteils. „Da in den vergangenen zwei Jahren jeweils ein großes Stadtteilfest für die Bewohner initiiert wurde, kam in einer gemeinsamen Sitzung die Frage auf, ob diese Veranstaltung auch im Jahr 2009 von den Bewohnerinnen und Bewohnern des Stadtteils überhaupt gewünscht ist“, so Jessica Zedler gestern. „Es sind alle Anwohnerinnen und Anwohner des Neustädter Sees gefragt, ob sie Ideen und Vorschläge haben, welches kulturelle Highlight im Jahr 2009 gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern geplant werden soll.“
Natürlich könne in diesem Jahr wieder ein Stadtteilfest veranstaltet werden. „Allerdings“, so die Stadtteilmanagerin weiter, „ist es uns als Arbeitsgruppe Gemeinwesen sehr wichtig, auch tatsächlich die Wünsche der Bewohner zu erfahren und uns dafür einzusetzen. Wir bitten also die gesamte Anwohnerschaft um Mithilfe! Jeder ist gefragt.“
Alle Vorschläge, Ideen und Anregungen können bis zum 27. Februar an folgende Adresse gesendet werden: Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin Kannenstieg/Neustädter See, Internationaler Bund, Im Brunnenhof 9, 39126 Magdeburg. „Die Ideen und Vorschläge werden im Stadtteilbüro gesammelt und in unserer nächsten GWA-Sitzung am 4. März um 16 Uhr in der KJFE ,Oase‘, Im Brunnenhof 9, auf mögliche Realisierung besprochen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind recht herzlich eingeladen, an diesem Treffen teilzunehmen und sich aktiv an der Planung 2009 zu beteiligen“, sagte Jessica Zedler. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 23.01.2009)

29.03.2008
Aktion der AG Gemeinwesen Neustädter See - 35 Helfer putzen am Seeufer und am Neustädter Platz
Mit 35 Helfern aus dem Wohngebiet, darunter sieben Kinder, startete die AG Gemeinwesen (GWA) Neustädter See am Sonnabend ihren diesjährigen Frühjahrsputz. Über den Teilnehmerrekord freute sich GWA-Sprecherin Ines Akdas, die gestern Bilanz zog und die sauberste Aktion des Jahres in Nord auswertete.
Nach der Putzpremiere im Vorjahr, bei der die Halbinsel des Neustädter Sees im Mittelpunkt stand, zog die Putzkolonne diesmal mitten durchs Viertel: „Es wurden die Straße Im Brunnenhof, der Neustädter Platz und der Spazierweg am Seeufer gereinigt“, sagte Ines Akdas: „Wir haben 17 Säcke mit Müll füllen müssen.“ Um die Verpflegung der freiwilligen Helfer kümmerten sich das Restaurant „Seeblick“ und die IMA als Träger sozialer Projekte im Stadtteil. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.04.2008) Zur Bildergalerie

18.01.2008
Ergebnisse und Vorhaben der AG Gemeinwesenarbeit

AG Gemeinwesen diskutiert über Silvesterkrawalle - Videoüberwachung auf dem Neustädter Platz?
Die Ausschreitungen in der Silvesternacht auf dem Neustädter Platz haben am Donnerstag auch die AG Gemeinwesen (GWA) Neustädter See beschäftigt. Ein Anwohner aus dem Schrotebogen fragte: „Warum wird auf dem Neustädter Platz nicht auch eine Videoüberwachung installiert?“ Bei den Krawallen waren eine Straßenbahnfahrerin verletzt, die Bahn demoliert und Scheiben der Wartehäuschen sowie von Geschäften zerstört worden. „Es besteht die Gefahr, dass hier eine ,Tradition‘ entsteht, denn solche Ausschreitungen zu Silvester gab ja auf dem Neustädter Platz nicht zum ersten Mal“, sagte Olaf Kunde, Leiter des Jugendklubs „Oase“.

Graffiti-Projekt
Die beschmierte Mauer am Seeufer soll von Graffiti-Künstlern professionell gestaltet werden. Dafür setzt sich die AG Gemeinwesen (GWA) Neustädter See ein. Deren Sprecherin Ines Akdas sagte am Mittwoch während der GWASitzung im Jugendklub „Oase“: „Für das Graffiti-Projekt suchen wir Sponsoren, um u.a. die Farben finanzieren zu können.“ Vorschläge für die Gestaltung wurden bereits im Vorjahr während einer Veranstaltung mit Jugendlichen des Stadtteils gesucht.

Diese Meerjungfrau thront auf der Mauer am Seeufer. Wie die Plastik ist die gesamte Mauer mit Schmierereien verunstaltet. Foto: R. Richter

Sportlicher Stadtteil
Die AG Gemeinwesen (GWA) will die Stadtteilbewohner auf Trab bringen: Geplant ist ein Stadtteilsportfest im April oder Mai. Der genaue Termin wird in der nächsten GWA-Sitzung am 19. März um 16 Uhr im Jugendklub „Oase“ bekannt gegeben. Zunächst sucht die GWA für die Aktion den Kontakt zu den Sportvereinen TuS Neustadt und Fortuna.

Junge Themen
Was bewegt die Jugendlichen im Stadtteil. Das will die AG Gemeinwesen (GWA) herausfinden und über die Schulen sowie den Jugendklub „Oase“ junge Leute ins Boot holen. Sie allerdings für eine kontinuierliche Mitarbeit zu gewinnen, sei sicher schwierig, sagte Olaf Kunde, Leiter der „Oase“. „Die Jugendlichen kommen wahrscheinlich nur dann, wenn sie ein bestimmtes Thema oder Problem aktuell beschäftigt.“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 18.01.2008)

04.01.2008
Das haben die Stadtteile im neuen Jahr zu bieten
Rückblick der Gemeinwesenarbeit auf das vergangene Jahr in ihrem Bereich

Die Planung von Veranstaltungen, die zur Tradition im Quartier werden sollen, wie das erste Begegnungsfest für Jugendliche und das erste Stadtteilfest am Neustädter See. Nach einer Pause hat sich die Gruppe wieder zusammengefunden, um weiter für den Stadtteil zu arbeiten. Der Zulauf ist stetig, immer wieder kommen Anfragen von Bürgern, die mitarbeiten wollen. Auch wenn schon viele Bürger an der GWA mitwirken, soll die Beteiligung der Stadtteilbewohner noch ausgebaut werden. Mehr Aufklärungsarbeit zur Arbeit der GWA soll betrieben werden. Begegnungsfest und Stadtteilfest sollen wieder stattfinden, die Beteiligung der Jugendlichen am Begegnungsfest soll ausgebaut werden. Auch ein sportliches Fest mit Magdeburger Vereinen ist geplant.
(Quelle: Volksstimme vom 04.01.2007)

Nun ist es so weit, das Jahr 2007 neigt sich dem Ende und da möchte ich natürlich nicht versäumen, all unseren freiwilligen Helfern, Bürgern, Sponsoren und den Mitgliedern der GWA – Neustädter See für die außergewöhnlich gute Zusammenarbeit zu danken.
Wie ich finde, war das ein tolles Jahr und deshalb freue ich mich schon sehr auf Sie und viele neue Aufgaben im neuen Jahr. Ihre Ines Akdas

27.10.2007
Begegnungsfest am Neustädter See

Aufgrund der uns all zu bekannten "Probleme" hat sich die GAW Neustädter See entschlossen, einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf Jugendliche ab 12 Jahren zu setzten. Damit soll am 27. Oktober mit einem Begegnungsfest, auf und um den Leuchtturmspielplatz am Neustädter See, begonnen werden. Hauptanliegen ist es die Anwohner dort etwas zu sensibilisieren, aktivieren, motivieren und eventuell etwas zum Umdenken anzuregen.

Das Thema ist "Freundschaft und Begegnungen ohne Gewalt".

U.a. ist folgendes angedacht und auch schon teilweise organisiert:

Kostengünstige Essensversorgung von einem selbstständigen Koch hier am See
eine kostenfreie Bühne auf der Jugendliche ab 12 Jahren, nach Anmeldung, ihre Talente - Musik, Tanzen,
Theater darbringen können
eine junge Frau, bietet "trommeln mal reinschnuppern" an
eine "Meckerbox" mit Kamera für Jugendliche "Was stinkt uns!"
Ausschreibung für einen Graffitiwettbewerb für die Mauer am Neustädter See

Die Polizei und die Wobau werden sich in irgendeiner Form beteiligen. Das Ordnungsamt und ein Sportverein sollen auch hinzugezogen werden.

10.10.2007
Feier statt Frust: Am Seeufer steigt das 1. Begegnungsfest
Aktion der AG Gemeinwesen für Jugendliche und gegen Probleme auf der Promenade

Fröhliches Fest statt Frust und Zoff am Seeufer: Die AG Gemeinwesen plant für den 27. Oktober von 12 bis 18 Uhr ein Begegnungsfest. Das ist der erste Schritt eines Aktionsprogramms für Jugendliche am Neustädter See.
Die Vorgeschichte schildert die Initiatorin des Begegnungsfestes, Ute Sommerrock: „Im Laufe des Sommers in diesem und im Vorjahr kam es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen, den Anwohnern und der Polizei. Die Jugendlichen, darunter auch viele Rechtsextreme, rotteten sich unten am Steg und am Spielplatz zusammen, tranken, machten Krawall, zerstörten die Anlagen. Glasscherben und kaputte Bänke blieben zurück. Zudem wurde man noch mit rechtsradikalen Symbolen, Sprüchen und Grüßen belästigt“, sagt die Anwohnerin des Neustädter Sees.
Ute Sommerrock weiter: „Ich habe daraufhin über den Herrn Polizeipräsidenten Johann Lottmann, den ich über den Verein ,Miteinander‘ kennengelernt habe, Hilfe erhalten. Das Ordnungsamt und die Polizei haben sich so eingesetzt, dass die Stimmung sich doch erheblich beruhigt hat.“
Auf einem Treffen der AG Gemeinwesen (GWA) „hatten alle nur Vorschläge für Kinder und Familien, aber die Jugendlichen blieben außen vor“, erzählt Ute Sommerrock. „Daher hatte ich die Idee, ein Fest für Jugendliche zu veranstalten, auf dem diese sich einfach einmal anders präsentieren können. Das Motto: ,Menschen begegnen Menschen am Neustädter See‘.“
Auf der Festmeile an den beiden 16-Geschossern am Seeufer soll eine Bühne den jungen Leuten des Stadtteils offen stehen. „Der Wirtschaftsrat der Stadt Magdeburg stellt uns kostenfrei eine Bühne zur Verfügung, auf der junge Menschen von 12 bis 23 Jahren sich darstellen können. Ob sie tanzen, singen, spielen, eine Sportart oder ihr Hobby vorstellen, ist egal, so lange keine Gewalt verherrlicht oder Menschenrechte verletzt werden. Die Bühne soll den Jugendlichen eine Möglichkeit bieten zu zeigen, wer sie wirklich sind“, sagt Ute Sommerrock.
Die Anmeldungen für Bühnendarstellungen von jeweils bis zu 15 Minuten Länge können über folgende E-Mail-Adresse eingereicht werden: Neustaedters-See@web.de (das s am Ende von Neustaedter ist gewollt). Per Fax unter 5 62 99 73 oder per SMS unter 0177-3 27 33 25. Anmeldeschluss ist der 25. Oktober.
Daneben werden Vorschläge für Graffiti an der beschmierten Mauer (je 4 bis 6 mal 2,5 Meter) entlang der Seepromenade gesucht. Ute Sommerrock: „Es sollen Themen vorkommen, die der Neustädter See hergibt: Spaziergänger, Wasserski, Walker, Natur, Leute mit Hunden, Katzen, Kinder, Jugendliche. Sie sollen das Leben am See widerspiegeln!“ Vorschläge hierfür können ebenso ab sofort über die genannten Verbindungen eingereicht oder auf dem Begegnungsfest am 27. Oktober vorgestellt werden.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 10.10.2007)

11.09.2007
Starker Auftritt am Seeufer - AG Gemeinwesen wertet 1. Stadtteilfest als Erfolg
Eine gelungene Premiere hat die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) am Sonnabend mit dem 1. Stadtteilfest am Neustädter See hingelegt. Bis zum späten Abend tanzten die Besucher am Seeufer mit den Doubles der Kultbands „Baccara“ und „Village People“.
„Die Aufregung war natürlich im Vorfeld riesengroß“, sagte GWA-Sprecherin Ines Akdas. Sie hatte den Großteil der Organisation gestemmt, war am Sonnabend froh, als die Judoka von Aufbau Empor Ost ihre Künste zeigten, die Kinder 150 Luftballons in bewölkten Himmel steigen ließen und im Festzelt an der Straßbahnendstelle Neustädter See die Musik lief.
Der Aufwand seit März habe sich gelohnt: „Unsere Stadtteilfest-Premiere war ein voller Erfolg“, sagte die GWA-Sprecherin. „Nicht zu vergessen, dass das alles nicht ohne die Hilfe zahlreicher Freiwilliger möglich gewesen wäre. Allen voran die Mitarbeiter aus der Kinder- und Jugendeinrichtung „Oase“ , aus der Kita „Bördebogen“ und von Andreas Poppe nebst Nachbarn, die für den Auf– und Abbau der Stände verantwortlich waren.“ Das Altenpflegeheim „Heideweg“ übernahm Transporte, die Betreiber der Wasserskianlage stellten das Festzelt bereit. „Nicht vergessen möchte ich unsere Sponsoren. Und wenn ich an die vielen Akteure auf der Bühne und Beteiligten rundherum denke, möchte ich sagen: Ich freue mich schon auf das Stadtteilfest im nächsten Jahr.“
Übrigens: Auf der erst vor einigen Tagen freigeschalteten Internetseite der GWA sind die Besucher des Stadtteilfestes eingeladen, im Gästebuch ihre Meinung zur Party zu sagen. Ines Akdas: „Uns interessiert natürlich, wie das Fest ankam und was wir beim nächsten Mal besser gestalten können.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 11.00.2007)

15.06.2007
2560 Euro stehen jeder Arbeitsgruppe Gemeinwesen zur Verfügung

Magdeburgs Arbeitsgruppe Gemeinwesen (GWA) hat wieder Geld. Claudia Ziegler, Koordinatorin für Gemeinwesenarbeit in der Stadt, informierte die Sprecher, dass „Oberbürgermeister Dr. Trümper seine Verfügung zur Haushaltssperre aufgehoben hat. Damit ist der Initiativfonds Gemeinwesenarbeit in voller Höhe freigegeben, das heißt, je Arbeitsgruppe stehen 2 560 Euro zur Verfügung, die aber nicht zwingend ausgegeben werden müssen“, sagt sie.
Wolfgang Wähnelt, Sprecher der GWA Alte Neustadt, freut das. Wie das Geld im Stadtteil eingesetzt werden kann, soll auf der Sitzung am 17. Juli im Lokschuppen der Eisenbahnfreunde am Handelshafen beraten werden. „Gefragt sind sinnvolle Projekte, die den Zielen der Förderrichtlinie zum Initiativfonds entsprechen. In einigen Arbeitsgruppen wurde bereits über Projekte abgestimmt“, sagt Claudia Ziegler.
Da, wo noch nichts entschieden wurde, sollte das nachgeholt werden. „Alle Projektanträge sollten schnellstmöglich bei mir eingereicht werden, da die Möglichkeit einer erneuten Haushaltssperre nach dem 30. September besteht“, informiert sie die GWA-Sprecher.
Anträge, die bereits abgelehnt wurden, die Projekte aber noch stattfinden werden, müssen nicht neu gestellt werden. „Die Ablehnung wird meinerseits widerrufen und der Antrag dann bewilligt“, sagt Claudia Ziegler.
(Quelle: Volksstimme vom 15.06.2007)