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Arbeitsgruppe GWA Neustädter See

Seit 1998 arbeiten in der Landeshauptstadt Magdeburg die „Arbeitsgruppen zur
Entwicklung und Unterstützung der Gemeinwesenarbeit" – kurz Arbeitsgruppen
Gemeinwesenarbeit.
400 interessierte Magdeburger Bürgerinnen und Bürger treffen sich in 20
Arbeitsgruppen. Hier geht es vor allem um die Verbesserung der Lebensqualität im
Stadtteil, wie man durch selbstorganisiertes Handeln unter Einbeziehung aller
vorhandenen Ressourcen, die Bewohner ermutigen und befähigen kann,
Problemlösungen für den eigenen Stadtteil aufzuzeigen und umzusetzen.
In den vergangenen Jahren konnten durch mehr als 70 selbstorganisierte Projekte
die Verbesserung der Lebensqualität in den Stadtteilen erreicht werden. Dabei
wurden jährlich bis zu 15.000 Magdeburgerinnen und Magdeburger einbezogen.
Ermöglicht wurde diese Arbeit auch durch die Bereitstellung des Initiativfonds
Gemeinwesenarbeit durch den Magdeburger Stadtrat.
Sind Sie neugierig geworden auf die Arbeit dieser Arbeitsgruppe oder möchten Sie
sich selbst engagieren? Hier finden Sie weiteres Infomaterial zur Arbeitsgruppe,
Ansprechpartner und eine aktuelle Terminliste, wann sich die Arbeitsgruppe
trifft. Bürgerinnen und Bürger die sich hier engagieren möchten, sind jederzeit
herzlich willkommen!
Gemeinsamer Aufruf zur
Unterschriftensammlung!
Wir Bürger schließen uns den GWA´s Kannenstieg und Neustädter See sowie dem
Bürgerverein „Nord e.V.“ an und fordern die ganzjährige Öffnung des Nordeingangs
unseres Zoos mit der Möglichkeit des Kartenerwerbs. Wenn auch Sie sich an
unserer Unterschriftenaktion aktiv beteiligen möchten, können Sie die
Unterschriftenliste hier herunterladen. Ausgefüllte Unterschriftenlisten bitte
bei
uns
vorbeibringen oder zuschicken.

Termine
Mittwoch, der 22.02.2012
Sitzung der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit Neustädter See
Die Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Neustädter See trifft sich am 22.02.2012 um 17.30 Uhr in
der KITA Kinderland, Lumumbastraße 26.
Termine der Gemeinwesenarbeitssitzungen im Stadtteil Neustädter See für das Jahr
2012
11.04.2012, 17.00 Uhr (KJH Oase)
30.05.2012, 17.30 Uhr (Seeblick)
11.07.2012, 17.30 Uhr
19.09.2012, 17.30 Uhr
24.10.2012, 17.30 Uhr
28.11.2012, 17.30 Uhr
News
Liebe Mitstreiter,
Frau Ferchland hat dem Stadtteilbüro mitgeteilt, dass sie ihr Ehrenamt als
GWA-Sprecherin leider ab dem 01.01.2012 aus gesundheitlichen Gründen niederlegen
muss. Wir wünschen Frau Ferchland gute Besserung und hoffen auf eine baldige
Nachfolgerin/ einen baldigen Nachfolger. Interessenten für das Ehrenamt des
Sprechers /der Sprecherin melden sich bitte im Stadtteilbüro (Im Brunnenhof 9)
unter der Telefonnummer 0391 / 288 60 44 oder in der Sprechzeit (donnerstags,
13.00 bis 18.30 Uhr).
Frank Oswald, Organisator im Stadtteilbüro Kannenstieg/Neustädter See
Zu den Archivmeldungen auf dieser Seite

Wenn Sie mehr wissen wollen
Präsentation der gemeinsamen Sitzung der Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit
Kannenstieg und Neustädter See zur Evaluierung der abgeschlossenen und laufenden
Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes.
PDF-Dokument (126 kb)
(15.06.2010)
Broschüre Gemeinwesenarbeit
Broschüre Ideenwerkstatt GWA
Informationsvorlage der Stadtverwaltung zur Thematik
„Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit und Stadtteilmanagement
Anträge / Dokumente
GWA - Förderrichtlinie
GWA - Info zur neuen Förderrichtlinie
GWA - Antrag
GWA - Antrag vorzeitiger Maßnahmebeginn
GWA - Verwendungsnachweis u. Sachbericht
Stadtteilfonds für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See
Das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" räumt die Möglichkeit ein,
einen Fonds einzurichten, durch den kleine Projekte im Rahmen der Ausrichtung
des Programms gefördert werden können. Für die Stadtteile Kannenstieg und
Neustädter See wurde im Integrierten Handlungskonzept Verfügungsfonds für beide
Stadtteile vorgeschlagen, die in Ergänzung zu den bestehenden Initiativfonds
Gemeinwesenarbeit (GWA) die Entwicklung und Umsetzung von bürgerschaftlich
getragenen Projekten und Maßnahmen unterstützen sollen.
Förderrichtlinie über die Zuwendung aus dem Stadtteilfonds der Stadtteile
Kannenstieg und Neustädter See

Antrag auf Förderung aus dem Stadtteilfonds für die Stadtteile Kannenstieg und
Neustädter See

Alle weiteren Infos zu den Stadtteilfonds erhalten Sie in der Rubrik
Stadtteilbüro
Ansprechpartner

GWA-Sprecherin bis 31.12.2011
Frau Elvira Ferchland
Anschrift
Stadtteilbüro Kannenstieg /
Neustädter See
AG GWA
Im Brunnenhof 9
39126 Magdeburg
Telefon: 0391 / 2 88 60 44
Sprechzeiten:
Stadtteilbüro
Im Brunnenhof 9
Donnerstag 15.00 bis 16.00 Uhr
Hier geht es zum Online-Formular
Protokolle der GWA-Versammlungen
Die
Protokolle können Sie hier downloaden (Word- bzw. PDF-Dokument).
Protokoll vom 16.01.2007
Protokoll vom 12.02.2007
Protokoll vom 21.03.2007
Protokoll vom 16.05.2007
Protokoll vom 18.07.2007
Protokoll vom 19.09.2007
Protokoll vom 14.11.2007
Protokoll vom 16.01.2008
Protokoll vom 19.03.2008
Protokoll vom 14.05.2008
Protokoll vom 01.09.2008
Protokoll vom 17.09.2008
Protokoll vom 29.10.2008
Protokoll vom 19.11.2008
Protokoll vom 14.01.2009
Protokoll vom 04.03.2009
Brief: Namensvorschläge zum Festplatz vom 09.03.2009
Protokoll vom 15.04.2009
Protokoll vom 06.05.2009
Protokoll vom 24.06.2009
Protokoll vom 12.08.2009
Protokoll vom 04.11.2009
Protokoll vom 16.12.2009
Protokoll vom 13.01.2010
Protokoll vom 17.03.2010
Protokoll vom 21.04.2010
Protokoll vom 26.05.2010
Protokoll vom 09.03.2011
Protokoll vom 12.05.2011
Protokoll vom 29.06.2011
Protokoll vom 31.08.2011
Protokoll vom 12.10.2011
Protokoll vom 02.11.2011
Protokoll vom 22.11.2011
Archivmeldungen
04.11.2011
Streit um Zooeingang mit ausgefahrenen Krallen
Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Ich habe keinen Grund und keinen Spaß daran,
Geld zu verteilen, das wir nicht haben.“ „4200 Unterschriften sprechen eine
deutliche Sprache. Oder ist Ihnen egal, wie Familien in der Stadt denken?“
Karl-Heinz Huth, Sprecher Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg.
Die Debatte um den zweiten Zooeingang ist seit Monaten nicht totzukriegen.
Oberbürgermeister Lutz Trümper sah sich veranlasst, persönlich in Nord Stellung
zu beziehen, aber dennoch keinen großen Diskussionsbedarf. Rund 50 Besucher
eines Forums der Arbeitsgruppen für Gemeinwesenarbeit (GWA) Kannenstieg und
Neustädter See dafür umso mehr.
Lutz Trümper und Zoo-Direktor Kai Perret hatten zwar einen Joker parat, um
erhitzte Gemüter zu besänftigen, den sie später auch zogen. Der OB wählte jedoch
den harten Einstieg und polterte im Kranichhaus der Volkssolidarität am
Schrotebogen zunächst drauflos: „Die ganze Debatte ist unehrlich. Wer einen
Nordeingang will, muss auch sagen, wo her das Geld dafür kommen soll, und das
können Sie nicht. Deshalb werde ich diese Diskussion auch nicht mehr mit Ihnen
führen.“
Der Zooeingang im Norden ist aus Trümpers Sicht eigentlich Geschichte, seit der
Stadtrat im Jahr 2010 mehrheitlich Perrets 20 Millionen Euro teurem
Zooentwicklungskonzept mit der „Zoowelle“ im Vogelgesangpark als einzigem
Einlass zustimmte. Der Zoo sei auf Einnahmen wie Parkgebühren oder
Verkaufserlöse aus dem Shop in der „Zoowelle“ angewiesen. Damit müssten nicht
zuletzt die Kredite getilgt werden, die für die Investitionen wie die
„Africambo“-Anlagen und andere Attraktionen aufgenommen werden.
Bereits für den laufenden Betrieb erhalte die kommunale Zoo gGmbH aus der
Stadtkasse jährlich Zuschüsse in Höhe von 3,2 Millionen Euro sowie 300.000 Euro
von der Gemeinde Barleben. Ein zusätzlicher Eingang bedeute zusätzliche
Investitions- und Personalkosten. Trümper: „Das muss alles refinanziert werden.
Und ich habe keinen Grund und keinen Spaß daran, Geld zu verteilen, das wir
nicht haben.“
Die Kritik aus Nord am fehlenden Nordeingang sei nachvollziehbar, „der Rest der
Stadt sieht es aber nicht so“, sagte Trümper. Am Nordausgang werde hingegen
nicht gerüttelt. Dieser sei für die Zukunft sicher.
Die Pro-Nordeingang-Fraktion, die nach eigenen Angaben 4200 Unterschriften für
den zweiten Einlass sammelte, ließ sich davon nicht beeindrucken. Vertreter wie
Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord argumentierten zum Beispiel mit den
gesunkenen Besucherzahlen.
Diese waren 2010 im Vergleich zum Vorjahr um rund 10.000 zurückgegangen. Schuld
daran sei der fehlende Nordeingang. Ein Anwohner schimpfte: „Ich fahre doch
nicht mit der Straßenbahn oder dem Auto zum Zoo, wenn ich direkt am Zoo wohne!“
Ein Mieter aus der Salvador-Allende-Straße: „Sie verschenken ein
Besucherpotenzial, das über die ,Zoowelle‘ nicht erschlossen wird.“
Karl-Heinz Huth, GWA-Sprecher vom Kannenstieg, sagte: „Die Schließung des
Nordeingangs trifft auf breites Unverständnis bei den Magdeburgern, insbesondere
in Nord. Die gesammelten Unterschriften sprechen eine deutliche Sprache. Oder
ist Ihnen egal, wie Familien in der Stadt denken?“
Hauptargument für den zweiten Eingang sei, „dass der Fußweg zur ,Zoowelle‘ für
Familien mit Kindern, ältere Bewohner und Menschen mit Behinderungen unzumutbar
ist“, erklärte Huth.
Für Kritik sorgt nach wie vor die erfolgte Testöffnung des Nordeingangs im Mai
und Juni 2010. Damit hatte der Aufsichtsrat der Zoo gGmbH auf die Proteste im
Norden reagiert. „Eine Öffnung über sechs oder sieben Monate wäre
repräsentativer gewesen, und wir sind uns sicher, sie hätte auch ein anderes
Ergebnis gezeigt“, sagte Huth. Der Zoo hatte den Versuch wegen zu geringer
Nutzung als gescheitert betrachtet.
Auch der Verkauf von Jahreskarten zog nicht spürbar an. Dies hatten der
Zoobetrieb und die Stadt aber zur Bedingung gemacht, um alternativ einen
Nordeingang mit Chipkartensystem zu installieren. Die Vorgaben waren „niemals
realisierbar“, kritisierte Huth und fragte: „War das Ergebnis so gewollt?“
Trümper ging darauf ein: „Ich stehe nach wie vor dazu: Wenn 1800 Jahreskarten im
Bereich Nord verkauft werden, bauen wir den Eingang für Chipkartennutzer. Es hat
sich doch aber gezeigt, dass die Jahreskarten nicht in dieser Dimension gekauft
werden.“
Auch zu den gesunkenen Besucherzahlen äußerte sich Trümper: „Der Grund ist, dass
wir insgesamt in der Stadt weniger Familien mit Kindern haben.“ Dies sind aus
Trümpers Sicht die wahren Hauptnutzer des Zoos. Und: „Dazu kamen in den
vergangenen Jahren die vielen Baustellen im Zoo, da waren doch kaum Tiere zu
sehen.“ Mit der Eröffnung von „Besuchermagneten“ wie der neuen Elefantenanlage
werde das Publikumsinteresse wieder steigen.
Zoodirektor Kai Perret durfte an diesem Abend die guten Nachrichten verbreiten:
„Der barrierefreie Ausbau des Ausgangs an der Nordseite wird über den Winter
realisiert. Anfang 2012 beginnen die Planungen für einen Gastronomie-Neubau in
Höhe des alten Osteingangs (befindet sich im Nordosten, die Redaktion). Diesen
soll ein privater Investor bauen. Dort wird mit dem Neubau auch eine
Eingangssituation in den Zoo geschaffen. Wir können mit dem Investor verhandeln,
ob und zu welchen Bedingungen er vielleicht Kartenverkauf und -kontrolle
übernehmen kann.“
Im Aufsichtsrat der Zoo gGmbH treffe dieser Vorschlag auf Wohlwollen, bestätigte
Klaus Kutschmann (Fraktion CDU/BfM), eines der anwesenden
Aufsichtsratsmitglieder.
OB Lutz Trümper griff schließlich den Vorschlag von Bürgervereins-Vertreterin
Sandra Täntzler auf, im kommenden Jahr einen neuen, mindestens halbjährigen
Testlauf für den Nordeingang zu starten. Täntzler hatte erklärt,
Vereinsmitglieder stünden ehrenamtlich bereit, um die Aktion ohne zusätzlichen
Personalaufwand für den Zoo zu ermöglichen. „Wenn Sie das ehrenamtlich
übernehmen, können wir das machen“, sagte Trümper.
Fazit: Die für einen Nordeingang engagierten „Nordlichter“ können erneut einen
Teilerfolg verbuchen. Das Thema bleibt weiter aktuell. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 04.11.2011)

Im vergangenen Jahr war der Nordeingang zwei Monate lang testweise geöffnet
worden. Archivfoto: Uli Lücke

Siegfried Kratz, einer der Köpfe der Initiative für die Wiederöffnung eines
Nordeingangs für den Zoo, spricht am vergangenen Mittwoch im Kranichhaus. Am
Tisch hinter ihm (v. r.) Zoochef Kai Perret und OB Lutz Trümper sowie Mitglieder
des Zoo-Aufsichtsrates. Foto: R. Richter
03.11.2011
Zoo-Nordeingang: „Die Debatte ist unehrlich“ - OB Trümper kritisiert
Forderungen aus Nord
Mehr zur Zoodebatte in Nord lesen Sie morgen in der
Volksstimme.
Mit scharfen Worten hat Oberbürgermeister Lutz Trümper die Diskussion
um den geforderten Zoonordeingang kritisiert: „Die ganze Diskussion ist
unehrlich. Wer einen Nordeingang will, muss auch sagen, woher das Geld dafür
kommen soll, und das können Sie nicht. Deshalb werde ich diese Diskussion so
auch nicht mit Ihnen führen“, sagte Trümper gestern Abend. In einer gut
90-minütigen Diskussion nahm der OB gemeinsam mit Zoodirektor Kai Perret vor
Stadtteilbewohnern vom Neustädter See und aus dem Kannenstieg dann doch
ausführlich Stellung.
Trümper verwies darauf, dass vor Jahren mit dem 20 Millionen Euro schweren
Zooentwicklungskonzept „2000plus“ im Stadtrat auch die Entscheidung für nur
einen Zooeingang über die bereits neu gebaute „Zoowelle“ gefallen sei. Trümper:
„Ein zweiter Zooein gang müsste zusätzlich finanziert werden, und das lohnt sich
nicht.“ Die tief verschuldetet Kommune habe angesichts drohender weiterer
Kürzungen bei den Landeszuweisungen kein Geld dafür, der Umweg für die Bewohner
aus dem Norden zur Zoowelle sei zwar sicher ungewohnt, aber vertretbar.
Vertreter der Gemeinwesengruppen und vom Bürgerverein Nord forderten, dass der
Testlauf für einen Eingang im Norden über einen Zeitraum von sechs Monaten
wiederholt wird. Im Vorjahr hatte es eine zweimonatige Testphase gegeben.
Anschließend hatten die kommunale Zoo gGmbH und deren Aufsichtsrat das
Experiment als gescheitert bezeichnet. In Nord sammelten Bewohner 4200
Unterschriften für einen zweiten Eingang. Sie halten an ihrer Forderung fest.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.11.2011)

Voller Saal im Kranichhaus gestern bei der GWA-Sitzung mit dem OB.

Oberbürgermeister Lutz Trümper: „Wer einen zweiten Zooeingang will, muss auch
sagen, woher das Geld kommt.“ Fotos (2): Richter
26.10.2011
GWA kritisiert Umsetzung des Teilhabepakets
Die Leistungen aus dem Paket der Bundesregierung für Bildung und Teilhabe für
Kinder aus einkommsschwachen Familien werden „noch nicht so angenommen, wie es
wünschenswert wäre“. Das kritisierten Stadteilbewohner und Mitarbeiter aus
sozialen Einrichtungen auf der jüngsten Sitzung der Gemeinwesenarbeitsgruppe
(GWA) Neustädter See.
Hintergrund: Magdeburgs Sozialbeigeordneter Hans-Werner Brüning (Die Linke)
hatte die GWA gebeten, Informationen zum Teilhabepaket im Stadtgebiet zu streuen
und entsprechende Info-Blätter und Formulare zu verteilen. Daraufhin entspann
sich während der Sitzung eine angeregte Diskussion. So debattierten die
Teilnehmer darüber, wie „umfangreich das Antragsverfahren“ und wie“ langwierig
die Antragsbearbeitung“ sei. Außerdem hätten von Langzeitarbeitslosigkeit
betroffene Familien zum Teil Berührungsängste.
Für die Beantwortung spezieller Fragen rund um das Teilhabepaket soll eine
Kollegin aus dem Sozial- und Wohnungsamt eingeladen werden, beschloss das
Stadtteilgremium mehrheitlich. Die Anwesenden in der GWA sprachen sich dafür
aus, zusätzlich den Sozialbeigeordneten Brüning persönlich zu einer
Informationsveranstaltung nach Magdeburg-Nord einzuladen. Die Leitung der
Integrativen Kindertagesstätte „Kinderland“ in der Lumumbastraße bot spontan
ihre Räumlichkeiten als Versammlungsraum an. Von Robert Richter (Quelle:
Volksstimme vom 26.10.2011)
Antrag auf Leistungen für Bildung und Teilhabe (PDF-Dokument)

siehe auch Pressemitteilung vom 30.03.2011 im
Nachrichtenarchiv
2011
14.10.2011
Sprühende Ideen gegen ein schmieriges Problem
Aus Schandfleck am Seeufer soll Kunstmauer werden
Neustädter See GWA-Sprecherin Elvira Ferchland machte deutlich, dass sie das
schmierige Problem nicht mehr länger hin und her wälzen, sondern nun zügig aus
der Welt schaffen will. Und das auf pfiffige Weise: „Wir wollen Jugendliche aus
unserem Stadtteil, die sich am Seeufer treffen, für ein Projekt gewinnen. Wir
stellen uns das so vor, dass die Mauer an der Uferpromenade als Kunstwand
ausgewiesen und den jungen Leuten zum Sprühen zur Verfügung gestellt wird“, so
Elvira Ferchland am vergangenen Mittwoch auf der GWA-Sitzung in der Kita
„Kinderland.“
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler unterstützt den Vorschlag und konkretisierte:
„Die Mauer soll nicht wie andernorts mit einem festen Wandbild gestaltet werden,
sondern soll praktisch als kreative Spielwiese für interessierte Jugendliche aus
Nord dienen. Ich stelle mir das so vor, dass die Jugendlichen sich dort
ausprobieren können, die Wand immer wieder überstrichen und neu gestaltet wird.
Das hätte den Nebeneffekt, dass die Spaziergänger immer aufs Neue überrascht
werden.“ Mit den jetzt am Ufer zu sehenden wilden Schmierereien könnte es bald
vorbei sein, wenn eine Gruppe von Jugendlichen für die Betreuung der Kunstmauer
gewonnen würde. Genau das wollen Stadtteilmanagerin und GWA-Verantwortliche nun
in die Hand nehmen. „Kontakte haben wir schon geknüpft“, sagte Elvira Ferchland.
Sie hofft, auf der GWA-Sitzung im November weitere Fakten liefern zu können. Von
Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 14.10.2011)

Hinten hui, vorne pfui: Die beschmierte Mauer an der Promenade hebt sich negativ
von Kunst und Hochhaus am See ab. Foto: R. Richter
14.09.2011
Liebe Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg und Neustädter See,
wie Ihnen sicher bekannt ist, planen die Gemeinwesenarbeitsgruppen Kannenstieg
und Neustädter See, das Stadtteilmanagement des Internationalen Bundes und der
Bürgerverein „Nord e.V.“ ein gemeinsames Stadtteilfest 2012 im Stadtteil
Kannenstieg. In der Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg wurde deshalb der
Vorschlag gemacht, wieder ein Festkomitee zu gründen. Um frühzeitig
engagierte Mitstreiter für die Festvorbereitung zu finden, möchte ich Sie
deshalb im Namen des Sprecherrates Kannenstieg zu einem Vorbereitungstreffen
einladen. Dieses Treffen soll am 04.10.2011 um 17.00 Uhr im Stadtteilbüro (Im
Brunnenhof 9) stattfinden. Falls Sie zum genannten Termin verhindert sind, sich
jedoch aktiv an den Festvorbereitungen 2012 beteiligen möchten, dann senden Sie
mir bitte eine Mail.
Mit freundlichen Grüßen Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin
Kannenstieg/Neustädter See
04.08.2011
Schönster Balkon in Magdeburg-Nord gesucht
Aufruf von GWA, Bürgerverein und Stadtteilmanagement
Balkonpflanzen gehören zum Sommer wie Grill und Sonnencreme. An allen
möglichen Stellen werden Kästen befestigt, Töpfe auf- und Blumenampeln
angehängt. Sie machen den Stadtteil bunt und sorgen für gute Laune. Doch wer hat
im Norden den schönsten Balkon. Das soll jetzt ein Wettbewerb zeigen. Ob
Sommerurlaub auf Balkonien oder Erholung zwischendurch: In die Gestaltung ihrer
Balkone stecken auch viele „Nordlichter“ im Kannenstieg und am Neustädter See
viel Zeit, Geld und Liebe.
Die GWA-Gemeinwesenarbeitsgruppen, der Bürgerverein Nord und das
Stadtteilmanagement haben deshalb jetzt die Suche nach dem schönsten Balkon in
Nord gestartet. „Eine Jury mit Vertretern der drei Partner wird die Qual der
Wahl haben und in einigen Wochen den Sieger küren. Sie schauen sich selbst
imViertel um, aber man kann sich auch mit seinem Balkon anmelden“, so
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler. Anmeldungen nimmt das Stadtteilbüro, Im
Brunnenhof 9, entgegen, Telefon 2886044. Als Preise winken Gutscheine für
Balkonpflanzen. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 04.08.2011)

Recht verhalten bepflanzt und gestaltet sind die Balkone an der
Dr.-Grosz-Straße/Barleber Straße. Wer hat mehr zu bieten? Fotos (2): Richter

Tritt mit als Jurorin für den Wettstreit an: Stadtteilmanagerin Jessica Zedler.
30.07.2011
Volksstimme-Mensch der Woche:
Marcel Härtel - Er will Nord auf Trab bringen
Marcel Härtel will im Norden einiges in Bewegung bringen. Der Magdeburger
engagiert sich ehrenamtlich im Viertel und war Ideengeber für einen
Stadtteillauf für Kinder und Jugendliche am Neustädter See. Obwohl viele Horte
und Kindergärten teils kurzfristig absagten und nur 20 Starter über die
Seepromenade flitzten, ließ Marcel Härtel den Kopf nicht hängen. Demnächst will
er mit seinen Mitstreitern aus dem Bürgerverein und der AG Gemeinwesen ein
Fußballturnier aufziehen und eine Bowlingmeisterschaft in Nord organisieren.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)

Marcel Härtel
30.07.2011
Diskussionen nach dem Familienfest in Magdeburg-Nord - Kannenstieg nimmt
Kritik vom Neustädter See an
Das große Kinder- und Familienfest in Magdeburg-Nord liegt zwar schon über zwei
Monate zurück, sorgt aber noch immer für Diskussionen. Die Macher vom
Bürgerverein und aus den Gemeinwesenar beitsgruppen (GWA) landeten mit dem
Stadtteilfest im Brunnenhof (Neustädter See) einen vollen Erfolg. Doch den
Organisatoren um Sandra Täntzler (Bürgerverein) „schmeckte“ eines nicht: „Es
wäre mehr Beteiligung vom Kannenstieg wünschenswert gewesen“, sagte sie auf der
jüngsten Sitzung der GWA Kannenstieg. „Es soll ein Fest für ganz Magdeburg-Nord
sein!“
Für nächstes Jahr steht daher schon fest: Das Familienfest soll im Kannenstieg
stei gen. Die „Kannenstiegler“ gelobten bereits Besserung. Im Herbst soll ein
Vorbereitungsteam aus beiden Stadtteilen gegründet werden, um die Planung für
ein Magdeburg-Nord-Fest 2012 voranzutreiben. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)
30.07.2011
Nach Protest gegen zu steile Auffahrten - Stadt legt neue Pläne für
Lindwurmbrücke vor
Für den Umbau der Rampen für die Lindwurmbrücke in Nord hat das
Stadtplanungsamt neue Pläne vorgelegt. Voraussichtlich 2013 sollen diese
modernisiert werden, so der neue Terminplan.
Die Überarbeitung hatte der Bauausschuss eingefordert. Den Mitgliedern werden
nun auf ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag zwei neue Varianten vorliegen.
Ziel ist es, die Nutzung der Rampen für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte zu
erleichtern. Für sie sind die Zufahrten zur Ringüberquerung zwischen Kannenstieg
und Neustädter See zu steil.
Weil das in den ursprünglichen Plänen nach Ansicht von Anwohnern und Stadträten
nicht ausreichend berücksichtigt worden war, hatte es Kritik gehagelt. Aus
Kostengründen einigten sich Bauausschuss und Stadtplaner auf einen Kompromiss,
der zwar keine Barrierefreiheit nach DIN-Norm vorschreibt, die Rampen dennoch
„weitgehend barrierefrei“ machen soll. Dies könne „nur durch eine Erweiterung
der beiden Rampen in südlicher Richtung erfüllt werden“, so das Planungsamt in
der Vorlage für den Ausschuss. Das Papier sei mit der städtischen Arbeitsgruppe
für Menschen mit Behinderungen abgestimmt. Die Planer präsentieren zum einen
eine Maximalvariante. Mit dieser könnten sogar alle Anforderungen der DIN
erfüllt werden. Durch die Erweiterung der Rampen würde vor allem die notwendige
Längsneigung auf sechs Prozent beschränkt und Zwischenpodeste alle sechs Meter
angeordnet. Zusammen mit den ohnehin geplanten Maßnahmen (Erneuerung des
Rampenbelages mit Asphaltbeton, Entwässerung und Beleuchtung, Seitenborde und
Geländer, Aufwertung der Grünanlagen) rechnen die Plane für diese Variante mit
Kosten von rund 600.000 Euro.
Die Stadt unterbreitet deshalb auch eine – von der Verwaltung favorisierte –
kostengünstigere Variante für immerhin noch rund 500.000 Euro. „Die Längsneigung
der Rampen wird hier auf sieben Prozent und der Abstand der Zwischenpodeste auf
zwölf Meter begrenzt“, erklären die Stadtplaner dazu. Der bauliche Aufwand zur
Erweiterung der Rampen falle damit gegenüber der Maximalvariante geringer aus.
„Nach Aussage der befragten Menschen mit Behinderungen stellt diese Variante
einen akzeptablen Kompromiss dar“, heißt es in dem Beschlusspapier. Entscheiden
müssen nun die Mitglieder des Bauausschusses.
Vorbehaltlich der derzeit noch offenen Fördermittelbewilligung über das
Städtebauprogramm „Soziale Stadt“ (Finanzierung Bund, Land und Kommune zu je
einem Drittel) könnten die Rampen nach Aussage des Stadtplanungsamtes im Jahr
2013 saniert werden. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 30.07.2011)

Bewohner von Magdeburg-Nord machten im September 2010 auf die Probleme für
Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte auf den steilen Rampen der Lindwurmbrücke
aufmerksam. Sie forderten, dass bei der ohnehin fälligen Sanierung die
Auffahrten behindertenfreundlich gestaltet werden. Foto: Richter
27.07.2011
Bürgerverein und GWA enttäuscht - Wettlauf in Nord lockt nur wenige Sportler
zum Seeufer
Marcel Härtel will im Norden einiges in Bewegung bringen. Der
Magdeburger engagiert sich ehrenamtlich im Viertel und ist Ideengeber für einen
Stadtteillauf am Neustädter See. Der hatte gestern Vormittag Premiere und
richtete sich mit Distanzen über 400 und 1000 Meter vor allem an Kinder und
Jugendliche des Stadtteils. Und auch wenn die Resonanz mit nur 20 Teilnehmern
doch deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb, ließ sich Marcel Härtel die
Laune nicht verderben. Er plant mit seinen Mitstreitern vom Bürgerverein und aus
der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) schon die nächsten sportlichen Aktionen.
„Ich selbst war mal sportlich und habe Fußball gespielt. Aber da mir das
gesundheitlich heute nicht mehr so möglich ist, möchte ich auf andere Weise
weiter aktiv sein. Vor allem, um dem Nachwuchs etwas zu bieten“, sagte Härtel,
dessen Enkelin die Grundschule besucht. Seit Wochen trommelte er in Nord um
Teilnehmer für einen ersten Stadtteillauf. „Ich war persönlich in den Horten und
Kindertagesstätten.
Damit wir gerade die Kinder und Jugendlichen erreichen können, haben wir den
Termin mit allen abgestimmt und auf den Vormittag gelegt. Dass dann doch so
wenige Einrichtungen mitmachen, ist schon enttäuschend“, räumte Marcel Härtel
ein. So hielt sich gestern Vormittag die Anzahl der freiwilligen Helfer am Start
und Zieleinlauf und entlang der Strecke mit der Anzahl der Läufer beinahe die
Waage.
Marcel Härtel nahm es aber sportlich. Ans Aufgeben denkt er jedenfalls noch
lange nicht. Und auch Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, die die Aktion des
Bürgervereins und der GWA unterstützte, machte schon kräftig Werbung für die
nächsten Sportaktionen in Nord: „Es ist ein Fußballturnier in Planung, und auch
im Bowling wollen wir demnächst den offiziellen Nord-Meister küren“, verriet
sie.
Nicht zu vergessen: Auch gestern gab es natürlich Sieger beim Stadtteillauf. In
der Kita-Wertung gewann Niklas Sarg vor Franz Koch und Romy Giehl. Beim Lauf der
Grundschüler holte Dennis Geiersbach die Goldmedaille, gefolgt von Hanna Imhof
und Julian Pinkow. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 27.07.2011)

Marcel Härtel hatte Idee für einen Stadtteillauf in Nord.

Voller Einsatz auf der Laufstrecke, die über die Seepromenade in Nord führte.
Dennis Geiersbach, rechts im Bild, gewann die Goldmedaille über 1000 Meter.
Fotos (2): Robert Richter
Dienstag, der 26.07.2011 - ab 09.00 Uhr
Aktion der AG Gemeinwesen in Nord - 1. Sommerlauf am Neustädter See am 26. Juli
Am 26. Juli sollen der Platz der Begegnung und die Seeuferpromenade in Nord
sportbegeisterten „Nordlichtern“ gehören. Ab 9 Uhr ruft die AG Gemeinwesenarbeit
(GWA) Neustädter See mit Unterstützung des Bürgervereins, des
IB-Stadtteilmanagements und des Sozialprojektes Neustädter See zum Sommerlauf
auf. Grundschulkinder und Senioren erwartet ein 1000-Meter-Lauf entlang der
Seepromenade, teilte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler mit. Für Jugendliche und
Erwachsene führt der Streckenverlauf weiter über den Schrotebogen und die
Zentrumsachse auf einer Länge von zwei Kilometer. Die jüngsten Starter kommen
aus den Kindertageseinrichtungen des Wohngebietes. Die Minisportler eröffnen mit
ihrem Lauf über 400 Meter das sportliche Geschehen. Anmeldestellen für den
Seelauf sind eingerichtet im Stadtteilbüro (Im Brunnenhof 9) und im Infotreff
des Sozialprojektes (Am Seeufer 8). Infos gibt es auch unter Tel. 2886044. Von
Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 01.07.2011)
22.07.2011
Freiwillige vor! Neues im Streit um den Zoo-Eingang in Nord
„Ich hatte heute in meiner Bürgersprechstunde ein Gespräch mit Frau Zimpel, die
sich für die Öffnung eines zweiten Zooeingangs einsetzt“, so Jessica Zedler,
Stadtteilmanagerin für Kannenstieg und Neustädter See gestern. „Frau Zimpel
schlug erneut vor, dass der Eingang des Zoos ehrenamtlich geöffnet werden
könnte. Auch Mitstreiter der Gemeinwesenarbeitsgruppen und des Bürgervereins
hatten diese Idee bereits geäußert“, so Jessica Zedler. Nun müsse aber ein
Konzept her. „Deshalb nun meine Bitte: Wer bereit ist, sich ehrenamtlich in das
Kartenverkaufshäuschen zu setzen, um den Eingang wieder zu öffnen, sollte mir
bitte bis zum 5. August eine Mail senden. Das Konzept wird auf einer Öffnung in
den Sommermonaten basieren. Alle weiteren Details werden in einem separaten
Termin mit allen Freiwilligen besprochen“, so die Managerin.
Ihre Mail-Adresse: Jessica.Zedler@internationalerbund.de
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 22.07.2011)
12.07.2011
So feierte Nord - Der Film zum Kinderfest
Am 14. Mai feierte der Magdeburger Norden das große Kinder- und
Familienfest. Dank Hobbyfilmer Marcel Härtel können sich alle Interessierten
einen Film über die gelungene Veranstaltung am 12. Juli um 17 Uhr in der „Oase“,
Im Brunnhof, anschauen. Anmeldungen im Stadtteilbüro, Tel. 2886044. Der Eintritt
ist frei.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 07.07.2011)
09.07.2011
Aktionstag für Zoo-Nordeingang
Neustädter See (rri). Die Initiative für einen Zoo-Nordeingang hat eine Bilanz
zum Zootag am 3. Juli gezogen. „Der Eingang in der Straße Am Vogelgesang wurde
extra dafür geöffnet. Im Vorfeld wurden Flyer mit Coupons verteilt.
Selbstverständlich nutzten wir Ehrenamtlichen von den Gemeinwesenarbeitsgruppen
Neustädter See und Kannenstieg sowie dem Bürgerverein Nord von 12 bis 17 Uhr die
Möglichkeit, Bürger auf unser Anliegen aufmerksam zu machen“, so Siegfried Kratz
vom Bürgerverein.
„Trotz des sehr regnerischen Wetters war eine signifikante
Besucherfrequentierung am Nordeingang zu erkennen. Sehr viele Menschen
bekundeten ihre Solidarität mit teilweise sehr persönlichem Meinungsbild zur
dauerhaften Schließung unseres Nordeinganges. In nur fünf Stunden bekundeten 265
Bürger ihre Zustimmung mit Unterschrift für unsere allseits bekannte Forderung
nach einer Öffnung des Nordeinganges“, so Kratz weiter. „Wir bedanken uns ganz
herzlich bei allen für ihre auch moralische Unterstützung. Dafür standen wir
gerne im Regen.“ Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 09.07.2011)
06.07.2011
Der Norden tanzt: Workshop bringt Schüler ins Schwitzen
Initiative von AG Gemeinwesen, Bürgerverein und Stadtteilmanagement
Besonderer Unterricht in der Grundschule „An der Klosterwuhne“. Auf Initiative
der Arbeitsgruppe Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See, des Bürgervereins Nord
und des Stadtteilmanagements gelang es jetzt, die Grundschule und die „Movement
Dance Academy“ für ein gemeinsames Projekt zusammenzubringen. Rund 50 Kinder
zwischen 6 und 11 Jahren begeisterten zwei Stunden mit Spaß, Durchhaltevermögen
und Talent die Tanzlehrer wie Veranstalter gleichermaßen. Ray,
Breakdance-Tanzlehrer der „Movement Dance Academy“, hatte eine Choreografie für
diesen Workshop zusammengestellt.
Die Jungen und Mädchen übten und probten die Schritte mit Feuereifer. Nach
wahrlich schweißtreibenden 120 Minuten brachten einige Kinder die Choreografie
schon so auf das Parkett. „Wer vorher vielleicht glaubte, Breakdance sei mehr
für Jungen geeignet, wurde auch in diesem Workshop eines Besseren belehrt:
Selbst beim ,Posen‘ ließen sich die Mädchen nicht lumpen“, so Corinna Wohlfahrt
vom Stadtteilbüro Nord: „Für alle anwesenden Teilnehmer wurde dieser Nachmittag
ein Riesenspaß. Besonderer Dank gilt den Schülern, die dieses Projekt annahmen
und es erst durch ihre Begeisterung zu einem Erfolg werden ließen.“

Hier üben Mädchen und Jungen aus Nord in der Grundschule „An der Klosterwuhne“
für ihre Breakdance-Choreografie. Foto: privat / Von Robert Richter (Quelle:
Volksstimme vom 06.07.2011)
20.06.2011
Nach der Bürgersprechstunde beim OB zum Thema Zoo
Drehkreuz am Nordeingang wird tauglich für Kinderwagen
Neue Neustadt (ka). Reaktion nach dem Protestgang einer Bürgerabordnung in die
OB-Sprechstunde am 25. Mai: Am ehemaligen Nordeingang des Zoos (Im Steingewände)
wird in Kürze ein neues Drehkreuz installiert. Es soll künftig auch Müttern mit
Kinderwagen und Rollstuhlfahrern hier das Verlassen des Zoogeländes ermöglichen.
Die Baufirmen stünden in den Startlöchern, sagte Zoopressesprecherin Regina
Jembere. Sobald die beantragte Baugenehmigung vorliege, werde mit der
Installation begonnen, erklärte sie weiter. Das Drehkreuz habe im Vergleich zum
bisherigen größere Ausmaße, der Ausgang werde barrierefrei. Diesen Wunsch hatten
Bewohner mehrerer Stadtteile im Norden gegenüber OB Lutz Trümper in der
Bürgersprechstunde geäußert. Mit dabei waren Mütter mit Kindern, die Trümper
auch in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender um Hilfe baten. In dem
Punkt hatte das Stadtoberhaupt versprochen, die Angelegenheit schnell zu prüfen.
Eine generelle Wiedereröffnung des mit dem neuen Haupteingang Zoowelle (2,4
Millionen Euro Investitionskosten) geschlossenen Nordeingangs hatte er aus
wirtschaftlichen und konzeptionellen Gründen abgelehnt (Volksstimme berichtete).
Allerdings hatte Trümper auch die Einrichtung eines zweiten Eingangs mit
Eröffnung der geplanten großen Zoogaststätte im Bereich Africambo II in Aussicht
gestellt. Mit dem Ausbau der Elefantenanlage wird voraussichtlich im nächsten
Jahr begonnen. Das neue Drehkreuz wird weiterhin lediglich eine Ausgangsfunktion
erfüllen.
Der Vorstoß von Zookunden hat Erfolg gebracht. Bei so viel Engagement im
Dauerstreit um einen zweiten Ein-/Ausgang sollte das ein erster Schritt sein.
Ein elektronisch gesteuerter Eingang für Jahreskarteninhaber oder Besitzer von
im Vorverkauf (vielleicht in kleinen Geschäften) erworbene Eintrittskarten
könnte eine Variante sein. Im Elbauenpark sind solche Kreuze installiert. Geld
und Entgegenkommen sind dafür vom Zoo erforderlich. Fakt ist – ein
Sesam-öffne-Dich für den Nordbereich des Zoos bleibt an der Tagesordnung. K.-H.
Kaiser
(Quelle: Volksstimme vom 20.06.2011)

Vor ihrem Gang in die OB-Sprechstunde: Ramona Pinkow, Wiebke Girth-Hoffmann,
Sandra Tänzer, Siegfried Kratz, Eckhardt Bobkowski präsentieren sich vor dem
Rathaus. Mit dabei Gina, Kevin, Abbey Josephine. Foto: Karl-Heinz Kaiser
(Quelle: Volksstimme vom 26.05.2011)
27.05.2011
Zoo - Fata Morgana schwebt über dem Nordeingang
Zum Beitrag: „Aufsichtsrat ignoriert 3221 Bürger: Zoo-Nordeingang bleibt
geschlossen“ vom 26. Mai:
In der Entwicklungskonzeption des Zoos wurde gemäß der These. „Ein Zoo – Ein
Eingang“ festgelegt, dass es nur noch den neu zu bauenden Eingang am Rondell
geben soll, nachdem der Zoo in südlicher Richtung erweitert wurde. Bei der
Vorstellung der Erweiterungspläne wurde die Diskussion einseitig auf die Straße
„AmVogelgesang“ fokussiert. Die kritischen Stimmen zu nur einem Eingang gingen
in der Diskussion unter bzw. wurden ausgeklammert bis das Thema Schließung der
Straße „Am Vogelgesang“ erledigt ist. Zunächst hieß es, aus wirtschaftlichen
Gründen rechnet sich ein zweiter Eingang nicht.
Dann kam überraschend die Testphase, aber nur für Dauerkarteninhaber! Diese
Phase wurde und wird kritisiert, weil zu kurz und nur für den kleinsten Teil der
Besucher – den Dauerkarteninhaber – gedacht.
Schließlich gab es eine neue Variante. Ein Junktim: mehr Dauerkarten gleich
Öffnung des Nordeinganges (aber wieder nur für die Dauerkarteninhaber). Damit
wurden die GWA, der Bürgerverein und letztlich alle Bürger/innen quasi erpresst.
Wenn es nicht genügend neue Dauerkarteninhaber gibt, dann bleibt der Nordeingang
zu. Basta! Wie die Öffnung des Nordeinganges ohne Personal gehen soll, wurde
nicht mitgeteilt. Und wenn dann doch eine Eingangskontrolle stattfindet, warum
kann man dann nicht auch Karten verkaufen. Beim Südeingang wird das täglich
praktiziert! Der Hinweis, das ganze Kartensystem auf einen Automaten
umzustellen, wurde – wenn überhaupt – mit erheblichen Kosten ablehnend
verworfen. Spätestens seit der Bundesgartenschau im Herrenkrug sind die Bürger
mit dem Automatikbetrieb vertraut. Dabei wurde
gleichzeitig viel weniger Personal in den Kassen und am Einlass benötigt …
Jetzt schwebt als neue Variante über den Forderungen der Bürger eine Fata
Morgana: „Später, wenn die Gastronomie der neuen Elefantenanlage ausgebaut sei,
wolle man überlegen, ihn wieder als Eingang zu benutzen.“ Soll das alles gewesen
sein zum Thema Wiedereröffnung des Nordeinganges??
Hans-Dieter Karg, Magdeburg
26.05.2011
Aufsichtsrat ignoriert 3221 Bürger: Zoo-Nordeingang bleibt geschlossen
Gestern übergaben Bewohner von Nord Unterschriftensammlung für Öffnung eines 2.
Zooeingangs an OB Lutz Trümper. Der Aufsichtsrat der Zoo GmbH hat die
Wiedereröffnung des Nordeingangs abgelehnt. Es soll aus wirtschaftlichen Gründen
bei dem einen Eingang an der Zoowelle bleiben. Gestern machte sich erneut eine
Bürgerinitiative beim OB stark.
Initiator Siegfried Kratz hatte sich am Mittwoch gegen 16 Uhr mit 3221
gesammelten Unterschriften in die OB-Sprechstunde begeben. In seiner Begleitung
eine starke Streitmacht: Sandra Tänzer, Ramona Pinkow, Wiebke Girth-Hoffmann von
den GWA Neustädter See und Kannenstieg bzw. der Bürgerinitiative Nord. Im
Gefolge waren die Kinder Kevin und Gina sowie Baby Abbey-Josephine. Eckhardt
Bobkowski als Nutzer der Freizeitoase war als sachkundige Verstärkung aus der
älteren Generation dabei.
Die Tausenden Unterschriften seien ein Ausdruck dafür, dass sich viele
Magdeburger wieder einen Eingang im Norden des Zoos wünschen, kommentierten sie
bei der Übergabe an Oberbürgermeister Lutz Trümper.
Allerdings war eine für sie bittere Entscheidung bereits gefallen. Der
Aufsichtsrat der Zoo GmbH nämlich hatte dieser Tage aus wirtschaftlichen
Aspekten heraus beschlossen: Die Zoowelle bleibe vorerst der einzige Eingang.
100.000 Euro müssten für die Öffnung der alten Nordpforte gegenüber der
Allendestraße aufgebracht werden. Diese Summe werde an dem Eingang nicht
erwirtschaftet, sagte der OB, zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Zoo GmbH.
Dazu müssten zum Beispiel mindestens 1700 Jahreskarten mehr erworben werden,
wozu potenzielle Besucher aufgerufen worden waren. Die Rechnung ging nicht auf:
Es seien bis 30. März insgesamt nur 800 Jahreskarten verkauft worden, hieß es.
Lediglich das Drehkreuz soll am Nordeingang als Ausgang in Funktion bleiben, um
den Bewohnern der angrenzenden Wohngebiete wenigstens den Rückweg zu verkürzen.
Das Kreuz sei für Mütter mit Kinderwagen absolut nicht passierbar, hielt Ramona
Pinkow dagegen. Auch Rollstuhlfahrer kämen nicht durch, sagte die Mutter von
vier Kindern. Mit zahlreichen anderen Argumenten beschworen die Vertreter der
Bürgerschaft den OB, wieder einen zweiten Eingang zu öffnen. Es gehe um ca.
25.000 Bürger im nördlichen Einzugsgebiet, sagte Siegfried Kratz. Schulen und
Kindergärten werde der Zoobesuch erschwert oder gar verwehrt, bedauerten Sandra
Tänzer und Wiebke Girth-Hoffmann.Ältere Bürger hätten durch weite Umwege das
Nachsehen, wusste Eckhardt Bobkowski.
Lutz Trümper zeigteVerständnis, verwies aber darauf, dass die Entscheidung aus
dem gesamtstädtischen Blickwinkel gefallen sei. Wenn aber entgegen dem vom
Stadtrat beschlossenen Entwicklungskonzept mit einem repräsentativen Eingang
(2,4 Millionen Euro Kosten für die Zoowelle) anderes gewünscht werde, dann müsse
zwangsläufig eine erneute Entscheidung im Rat fallen. Die 100.000 Euro für den
Nordeingang müssten im Stadthaushalt eingestellt werden. Der Aufsichtsrat hält
Kompromisse bereit. Bei Großveranstaltungen werde der geschlossene Eingang Am
Vogelgesang geöffnet, erklärte Trümper. Später, wenn die Gastronomie in der
neuen Elefantenanlage ausgebaut sei, wolle man überlegen, ihn wieder als Eingang
zu nutzen. Was das Drehkreuz betreffe, da werde er mit der Zoo GmbH über
mögliche Lösungen reden, sagte er.
Die gestrige Abordnung will nicht aufgeben. „Wir kämpfen weiter, suchen erneut
Verbündete bei den Stadträten. Die Öffnung des Eingangs Am Vogelgesang wäre eine
mögliche Alternative, Investitionen auch nicht erforderlich“, hieß es zum
Schluss. Und: Bis September wollen sie 5000 Unterschriften gesammelt haben,
kündigten sie an. Von Karl-Heinz Kaiser

Vor ihrem Gang in die OB-Sprechstunde: Ramona Pinkow, Wiebke Girth-Hoffmann,
Sandra Tänzer, Siegfried Kratz, Eckhardt Bobkowski präsentieren sich vor dem
Rathaus. Mit dabei Gina, Kevin, Abbey Josephine. Foto: Karl-Heinz Kaiser
(Quelle: Volksstimme vom 26.05.2011)
17.03.2011
Sonniger Willkommensgruß am Neustädter Platz
Schandfleck ade: Stadtteilmanagerin Jessica Zedler stellt Entwurf für Wandbild
vor

Die Fotomontage zeigt die Außenwand der Bärenapotheke am Neustädter Platz mit
dem geplanten Wandbild, entworfen von Künstlern der Magdeburger Firma
"Strichcode".
Foto:privat
Mit einem Wandbild an der Fassade der Bärenapotheke am Neustädter Platz soll ein
Schandfleck des Stadtteils überstrichen werden. Stadtteilmanagerin Jessica
Zedler präsentierte gestern Entwürfe für die Gestaltung der Fassade als auch des
Rundbaus mit Graffiti. „In dem Entwurf wurden Themen rund um den wichtigsten
Bestandteil des Stadtteils – den Neustädter See – verarbeitet. Angefangen vom
schönen Sandstrand, beliebt bei Groß und Klein, bis hin zur modernen
Wassersportanlage ist dieser Naturraum als Großstadtoase dargestellt“, so die
Stadtteilmanagerin.
Der Rundbau hatte früher den Zugang zu einem Jugendklub im Keller geboten, im
Volksmund auch „Klo-Keller“ genannt, weil es dort früher auch öffentliche
Toiletten gab. Das alles soll bald endgültig Geschichte sein.
„Sobald das Wetter es erlaubt, werden die ersten vorbereitenden Schritte
unternom men, um die Gestaltung praktisch umzusetzen“, sagte Jessica Zedler
gestern. Stadtteilbewohner, die Fragen oder Anmerkungen dazu haben, können sich
im Stadtteilbüro unter 2 88 60 44 melden.
Die Fassadengestaltung hatte die Stadtteilmanagerin kürzlich bei der Auswertung
einer Fotoaktion von Jugendlichen zugesagt. Die Teilnehmer hatten besonders
schöne und hässliche Seiten ihres Stadtteils fotografiert. Auch in der
Bürgersprechstunde und in der AG Gemeinwesen Neustädter See war der Wunsch nach
einer Verschönerung des Platzes laut geworden. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 17.03.2011)

So sieht der Rundbau am Neustädter Platz derzeit aus.
09.03.2011
GWA wählt Sprecherrat - Sprachrohr der Stadtteilbewohner
Für eine geplante Neuwahl am 9. März sucht die amtierende Sprecherin der
Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA), Elvira Ferchland, Mitstreiter für einen neuen
Sprecherrat und ehrenamtliche Mitstreiter aus dem Stadtteil. „Wie wohl fühle ich
mich an meinem Wohnort?
Was passiert in meinem Viertel? Warum lebe ich gerne in meinem Kiez? Antworten
auf diese Fragen hat ein jeder. Auch kann bestimmt jeder mit Bestimmtheit sagen,
was ihm nicht gefällt“, so Ferchland. „Genau diese Meinungen sind unsere Basis.“
Die GWA habe in den vergangenen Monaten versucht, eine Grundlage zu schaffen, um
die Belange der Bewohner zu vertreten. „Es wurde ein Bürgerverein gegründet, es
herrscht eine rege Zusammenarbeit mit dem Stadtteilmanagement und es bestehen
mittlerweile gute Kontakte zu Stadträten, Vertretern aus ansässigem Gewerbe und
Wohnungsunternehmen“, so Ferchland. Gemeinsam versuchten die Beteiligten, das
Wohngebiet voranzubringen. „Um die Stimme der Bewohner noch stärker einwirken zu
lassen, sucht die GWA interessier
te Mitstreiter“, erklärte Ferchland. Die Wahlversammlung ist am 9. März, 17.30
Uhr im Bayerischen Krug am See. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom
23.02.2011)
26.11.2010
Zwischenstand einer Unterschriftenaktion - Bisher 1700 Stimmen für
Zoo-Nordeingang
Der Bürgerverein Nord hat mit Helfern nach eigenen Angaben bis gestern rund 1700
Unterschriften für die Wiederöffnung des Zoo-Nordeingangs gesammelt. Die Aktion
wird fortgesetzt. Parteipolitisch bekommen die Initiatoren weitere
Rückendeckung. Für den gestrigen Donnerstag hatten die Initiatoren der
Unterschriftenkampagne einen Stichtag gesetzt. Die Aktion, hinter der neben dem
Bürgerverein Nord auch die Gemeinwesenarbeitsgruppen Neustädter See und
Kannenstieg stehen, soll aber bis ins neue Jahr hinein
weitergehen, teilte der Bürgerverein gestern auf Volksstimme-Anfrage mit. Nach
Vereinsangaben sind bisher, Stand gestern Nachmittag, Listen mit rund 1700
Unterschriften eingegangen. Die Akteure rechnen damit, dass weitere Listen, die
Stadtteilbewohner in Eigenregie erstellt haben, noch nach und nach „eintrudeln“.
Derweil bekommt die Initiative, die für die ständige Wiedereröffnung des zweiten
Zooeingangs im Norden kämpft, weiteren Rückenwind.
„Der SPD-Ortsverein Magdeburg-Nord unterstützt die Forderung der Bürgerinnen
nach einer ganzjährigen Öffnung des Nordeingangs unseres Zoos mit der
Möglichkeit des Kartenerwerbs“, teilte Ortsvereinschef Marko Ehlebe mit. „Die
Mitglieder des Ortsvereins bitten die Stadträte und die Aufsichtsratsmitglieder
der Zoo gGmbH, darauf hinzuwirken.“ Nach Ansicht der Ortsvereinsmitglieder muss
ein Kartenerwerb vor Ort nicht zwangsläufig mit höheren Personalkosten verbunden
sein. Kassenautomaten könnten den Eintritt in den Zoo auch ohne Personal möglich
machen, so die Überlegung der Genossen aus Nord.
„Für das Image der Zoo gGmbH ist es nach Auffassung des Ortsvereins nicht
zuträglich, wenn die berechtigten Interessen der Bürgerinnen und Bürger aus dem
Kannenstieg und Neustädter See nicht berücksichtigt werden“, erklärte Ehlebe.
„Dabei sollte auch nicht vergessen werden, dass die Schließung der Straße Am
Vogelgesang mit Einschränkungen für die Bürger des Stadtteils Neustädter See
verbunden sein wird.“
Weiter argumentiert der Ortsvereinschef: „Die Stadtteile Kannenstieg und
Neustädter See weisen einen über dem Durchschnitt der Stadt liegenden Anteil
älterer Bewohner auf. Die Absicht der Zoo gGmbH, den Zugang zum Zoo nur über die
,Zoowelle‘ im Süden zu ermöglichen, baut für diesen Personenkreis unüberwindbare
Hürden auf. Mit der jetzigen Variante würde sich der Fußweg aus dem Norden
Magdeburgs für viele Bürger um das Zwei- bis Dreifache verlängern. Die Zoo gGmbH
sollte überdenken, ob sie auf diese Besucher
verzichten kann.“
Die achtwöchige Probeöffnung des Nordeingangs im Mai und Juni habe gezeigt,
„dass der Bedarf für einen zweiten Zooeingang vorhanden ist, da ein Drittel
aller Besucher mit Jahreskarten während der Probeöffnung diesen Eingang
nutzten“, so Ehlebe. Wie berichtet, hatten sich Politiker von CDU und
Linkspartei bereits mit ähnlichen Argumenten für einen Nordeingang
ausgesprochen. Der Bürgerverein will am 2. Dezember zur Aufsichtsratssitzung des
Zoos mit Unterschriftenlisten seiner Forderung Nachdruck verleihen, kündigten
Vereinsmitglieder an. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 26.11.2010)
Gemeinsamer Aufruf zur
Unterschriftensammlung!!!!
Wir Bürger schließen uns den GWA´s Kannenstieg und Neustädter See,
sowie dem Bürgerverein „Nord e.V.“ an und fordern die ganz jährige Öffnung des
Nordeingangs unseres Zoos mit der Möglichkeit des Kartenerwerbs.
Download der Unterschriftenliste
Liebe Unterstützer,
bitte übergeben Sie uns die ausgefüllte Unterschriftenliste persönlich im
Stadtteilbüro (Im Brunnenhof 9, 39126 Magdeburg) oder senden Sie uns die Liste
postalisch an folgende Adresse:
Bürgerverein „Nord e.V.“
Im Brunnenhof 9
39126 Magdeburg
Mit freundlichen Grüßen i.A. Karina Ferchland
1. Vereinsvorsitzende des Bürgervereins „Nord e.V.“
16.11.2010
Nach Negativschlagzeilen zur Endhaltestelle Neustädter See
AG Gemeinwesen sucht Konzepte gegen Vandalismus
Was tun gegen Vandalismus in Nord? Darüber diskutierte die AG Gemeinwesenarbeit
(GWA) Neustädter See jetzt. Anlass war die öffentliche Kritik am Zustand der
Straßenbahnendstelle in der Volksstimme. Aber auch an anderen Ecken im
Wohngebiet gibt es Ärger.
Die Endhaltestelle der Straßenbahn in Nord hatte jüngst für Schlagzeilen
gesorgt. Das Wartehäuschen war mit Schmierereien verunstaltet und von
Randalierern teilweise zerstört worden. Eine Sitzgelegenheit für ältere
Fahrgäste suche man vergeblich, und das Umfeld sei ungepflegt, so die
Anwohnerkritik.
Die Magdeburger Verkehrsbetriebe versprachen anschließend in der Volksstimme,
für Verbesserungen zu sorgen. Dies erneuerte MVB-Sprecherin Birgit
Münster-Rendel nun in einer Beratung der AG Gemeinwesenarbeit. Die Arbeitsgruppe
hatte nach den Berichten in der Volksstimme das Thema auf die Tagesordnung
gesetzt.
Erste Taten folgten bereits. So registrierten die Anwohner Grünpflegearbeiten im
Umfeld der Wendeschleife. Im Gespräch ist zum Beispiel auch eine mögliche
Gestaltung des Wartehäuschens mit einem legalen Graffito, um so ungewünschte
Schmierereien künftig zu verhindern. Das Vandalismus-Problem bleibt. Nicht nur
an der Endstelle.
Denn Ärger gibt es auch an anderen Stellen. Zum Beispiel rund um das
leerstehende Gebäude am Heideweg/Ecke Im Steingewände. Früher wurde das Objekt
vom Altenpflegeheim genutzt. Seit der Eröffnung des Heimneubaus steht es leer.
Kein Aushängeschild für den Stadtteil. „Aber das Gelände ist auch
Anziehungspunkt für Jugendliche“, so Heimleiter Ingolf Ulbricht. Zerstörungen
und Schmierereien seien zu beklagen.
Unterstützung erhofft sich die AG Gemeinwesen hier wie da von der Stadtwacht,
die auf Einladung von GWA-Sprecherin Elvira Ferchland an der Beratung teilnahm.
Die von den Beschäftigungsgesellschaften GISE und AQB mit Ein-Euro-Jobbern
besetzte Wacht zeigt, laut Selbstbeschreibung „ergänzend zum Stadtordnungsdienst
und zur Polizei“, Präsenz in den Wohngebieten, aber auch in Bussen und Bahnen.
Dadurch erhofft sich die Stadt mehr Ordnung und Sauberkeit. Die Stadtwächter in
blauer Uniform haben aber keinerlei Befugnisse. Ihre einzige Ausrüstung:
Dienst-Handy und Notizblock.
Ingolf Ulbricht setzt dennoch Hoffnungen in die Uniformierten. „Wenn sie auf
frischer Tat ertappt werden, hat das bei den Jugendlichen, die bei uns am
Heideweg sind, bestimmt noch eine erzieherische Wirkung.“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 16.11.2010)
13.11.2010
Streit um Zoo lässt auf Forum erneut die Emotionen hochkochen
Siegfried Kratz vom Bürgerverein: „Nord fordert den Nordeingang!“
Zoff um den geschlossenen Zooeingang in Nord und (bisher) kein Ende in Sicht. In
dieser Woche kochten auf einem Stadtteilforum der AG Gemeinwesen Neustädter See
im Freizeitzentrum „Oase“ die Emotionen hoch. Und eine Unterschriftenaktion
läuft seit einigen Tagen auf Hochtouren. Am 2. Dezember soll dazu der
Zoo-Aufsichtsrat tagen.
„Siggi, lass‘ die Emotionen weg“, flüstert ihm Vereinsfreundin Sandra Täntzler
noch zu. Dann springt Siegfried Kratz vom Bürgerverein Nord am vergangenen
Mittwochabend regelrecht von seinem Sitz auf und stellt sich in die Mitte des
Versammlungssaals der „Oase“. Ein roter Kopf im gelb-grünen Neonlicht. Hektisch
legt Siggi los, verhaspelt sich. „Ihr merkt, es fällt mir sehr schwer, ruhig zu
bleiben“, sagt er.
Es geht um den Zoo und den Nordeingang, etwa viereinhalb Minuten lang im
Siggi-Stakkato: „Es kann doch nicht sein ...“, „Es muss doch möglich sein, dass
...“, „Ein Umweg von zweieinhalb Kilometern“, „Fast 20 000 Menschen in
Kannenstieg und Neustädter See ...“, „Nord fordert den Nordeingang!“, „...
Unterschriften vorlegen ...“, „Danke für eure Aufmerksamkeit.“ Siegfried Kratz
nimmt wieder Platz.
Wie berichtet, haben der Bürgerverein und die Gemeinwesenarbeitsgruppen
Kannenstieg und Neustädter See eine Unterschriftenkampagne für den Erhalt des
Zoo-Nordeingangs gestartet. Innerhalb weniger Tage sind nach Angaben der
Initiatoren 600 Unterschriften zusammengekommen. „1000 sind sicher kein
Problem“, so Siegfried Kratz.
„Ihr müsstet schon wieder so 3000 Unterschriften zusammenbekommen, wie damals
gegen die Schließung der Straße Am Vogelgesang“, sagt nun CDU-Stadtrat Bernd
Heynemann, der sich in seltener Eintracht mit Hans-Joachim Mewes ebenfalls für
den Nordeingang ausspricht. Die Öffnung sei „notwendig, denn wenn die Straße Am
Vogelgesang erst einmal geschlossen ist, verlängern sich die Wege für den
Besucher aus den nördlichen Stadtteilen um das Dreifache.“ Der Bürgerverein will
bis zum 25. November „mindestens 1000 Unterschriften“ zusammenhaben. Diese
sollen am 2. Dezember zur nächsten Aufsichtsratssitzung der Zoo GmbH vorgelegt
werden. An diesem Tag soll Zoochef Kai Perret eine „betriebswirtschaftliche
Betrachtung zur Öffnung des Nordeingangs“ vorlegen. Dazu hatte es im Mai und
Juni eine achtwöchige Probeöffnung gegeben.
In der Zeit nutzten nach Angaben des Zoos insgesamt 1229 Besucher den
Nordeingang, 944 davon mit Jahreskarte. Das entspricht einem Drittel aller
Besucher mit Jahreskarten in diesem Zeitraum. Kritiker bemängeln, nur Inhabern
von Dauer- und Vorverkaufskarten sowie Mitgliedern des Zoofördervereins sei in
Nord Einlass gewährt worden.
Mehr als 2000 spontane Besucher ohne Karten wurden stattdessen auch im
Testzeitraum zum Haupteingang geschickt, erklärte denn auch Oberbürgermeister
Lutz Trümper jüngst in einer Stellungnahme auf Anfrage der Linken. Zum
Vergleich: Durch die Zoowelle kamen den Angaben zufolge im selben Zeitraum fast
47 800 Besucher in den Zoo. Dessen Chef Perret hatte erklärt, ein zweiter
Eingang sei für den Zoo unwirtschaftlich.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.11.2010)
27.10.2010
Reaktionen auf Volksstimme-Bericht zum nördlichen Zoozugang
Unterschriftenaktion, damit Zoo auch in Nord offen bleibt
Das Thema Nordeingang Zoo beschäftigt weiterhin die Gemüter unserer
Leser, wie zahlreiche Reaktionen auf den Volksstimme-Artikel vom 23. Oktober
beweisen. Der Beitrag hatte die Ergebnisse einer probeweisen Wieder(Öffnung) des
Nordeingangs öffentlich gemacht. Ergebnis: An 57 Tagen von Anfang Mai bis Ende
Juni hatten 1229 Besucher den Nordeingang, davon 944 mit Jahreskarte, genutzt.
Zoochef Perret aber hält weiter an der dauerhaften Schließung des Nordeingangs
fest. Grund: Alle Besucher sollen den Eingang Zoowelle nutzen, um im Zooladen
das Merchandising-Geschäft anzukurbeln. Ein weiteres Argument: Der
Personalaufwand ist zu hoch.
Die Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See und Kannenstieg
starteten jetzt gemeinsam mit dem Bürgerverein Nord e.V. eine
Unterschriftenaktion für den Erhalt des nördlichen Zoozugangs.
Schon einmal hatten die Schließungs-Gegner Erfolg, denn die probeweise Öffnung
für Jahreskarteninhaber im Mai und Juni dieses Jahres kam nur aufgrund ihrer
Proteste zustande. Die Ergebnisse, so die Gegner, bewiesen, dass der nördliche
Zoozugang durchaus regelmäßig benutzt wird. Immerhin schritt ein Drittel der
Dauerkartennutzer im Testzeitraum durch diesen Eingang. Perret muss nun im
Dezember dem Zooaufsichtsrat ein neues Konzept vorlegen, in dem auch diese
Ergebnisse Berücksichtigung finden.
Die beiden GWA-Gruppen und der Bürgerverein wollen aber nicht so lange warten
und machen mobil. Ihre Unterschriftenaktion soll beweisen, dass der Nordeingang
für viele Menschen ein wichtiges Thema ist.
So seien insbesondere behinderte und ältere Menschen mit Rollstuhl oder Rollator
benachteiligt, da „ihnen der Zugang zum Zoo gänzlich
verwehrtbleibenwird“.Argument: Die Haltestelle am Haupteingang ist nicht
behindertengerecht.
Zwar gab es bereits 2008 einen Antrag und im Vorjahr auch einen
Stadtratsbeschluss zum behindertengerechten Ausbau, nur getan hat sich bisher
nichts. Grund: Selbst die Mittel (300 000 Euro) für die günstigste und von den
Stadtplanern favorisierte Variante fehlen.
Auch Stadtrat Bernd Heynemann (CDU/BfM) meldete sich nach dem
Volksstimme-Bericht zu Wort. Für ihn ist „eine Öffnung notwendig, denn wenn die
Straße Am Vogelgesang erst einmal geschlossen ist, erweitern sich die Wege für
den Besucher aus den nördlichen Stadtteilen um das Dreifache.“ Daher sollte vor
der Aufsichtsratssitzung geprüft werden, ob es den Anwohnern zuzumuten sei,
einen funktionierenden Eingang nicht nutzen zu dürfen. Neben der mit
Personalkosten verbundenden Variante, das Kassenhäuschen wieder zu besetzen,
gibt es weitere Alternativvorschläge, z. B. die Aufstellung eines
Ticketautomaten und/oder eines Drehkreuzes. Von Stefan Harter (Quelle:
Volksstimme vom 27.10.2010)

21.08.2010
Nach monatelangen Vorbereitungen durch die GWA und den Bürgerverein „Nord e.V.“
konnten die Stadtteilbewohner des Neustädter Sees am Sonnabend ihr erstes
eigenes Kiezfest feiern. Ein buntes Unterhaltungsprogramm sorgte für Abwechslung
bei Jung und Alt.
Kurz nach 11 Uhr war es endlich so weit: Elvira Ferchland und Siegfried B. Kratz
vom Sprecherrat der GWA Neustädter See eröffneten das erste Stadtteilfest. Eine
Premiere für das Viertel, denn während anderenorts Stadtteilfeste bereits
Tradition haben, gab es hier bisher noch nie ein Volksfest vor der Tür.
Auch das Wetter zeigte sich zum ersten „See“-Fest von seiner besten Seite – der
„Platz der Begegnung“ war in Sonnenschein getaucht. Allerbeste Voraussetzungen,
um nach Lust und Laune feiern zu können. Ein Minifußballfeld vom ALSO-Team, eine
rasante Rollenrutschbahn, Ballon- und Dosenwerfen und eine kleine Hüpfburg
sorgten für freudige Kinderaugen, während das bunte Unterhaltungsprogramm auf
der Bühne für jeden Geschmack etwas bot.
Ob die quirligen Vierbeiner der Hundeschule, Zauberer Alfino mit seinen
magischen Händen oder die Tanzeinlagen der Bonanza Linedancer oder der Cheeky
Fruits – gute Laune und Applaus allerorten. Der Karatenachwuchs vom
Budokanverein stellte eindrucksvoll sein Können mit der Handkante und Fußspitze
unter Beweis.
„Es hat zwar einige Anstrengung gekostet, das alles hier auf die Beine zu
stellen“, erzählt GWA-Sprecherin Elvira Ferchland erschöpft, jedoch glücklich:
„Aber mit der tat kräftigen Hilfe des Bürgervereins ,Nord e.V.‘ sowie von der
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler ist es uns gelungen, ein tolles Fest zu
organisieren.“
Nach dem Open-Air-Kino im vergangenen Jahr sollte diesmal eine eigene Fete für
die Bewohner des Neustädter Sees stattfinden. In monatelanger Planungsarbeit mit
zahlreichen Zu- und wieder Absagen gelang es der GWA und allen Helfern, das Fest
zu organisieren.
So war u. a. auch die Freiwillige Feuerwehr aus Rothensee mit einem Einsatzwagen
vor Ort, der von den Kindern sofort in Beschlag genommen wurde, genau wie ein
kleiner Kremser, der gemächlich durch das Viertel zuckelte.
Zum Abend hin füllte sich der ehemalige Festplatz noch weiter und die Party mit
DJ Ratzefummel und einem Wolfgang-Petry- Double konnte starten. „Als wir
schließlich abbauen wollten, gab es sogar Proteste, weil einige noch
weiterfeiern wollten“, wusste Stadtteilmanagerin Zedler zu berichten. Die GWA
plant angesichts des Erfolges im kommenden Sommer nun sogar ein eigenes
Kinderfest. Von Stefan Harter

(Quelle: Volksstimme vom 24.08.2010)
08.07.2010
Heute Info-Veranstaltung im Brunnenhof
Gelingt die Rettung des Kannenstieg-Gemeinwesens?
Kannenstieg. Seit Wochen und Monaten macht die Gemeinwesenarbeit Kannenstieg
Schlagzeilen: Zu wenig Bürger beteiligen sich an den Sitzungen des
ehrenamtlichen Gremiums. In der vergangenen Woche verteilten zahlreiche
Freiwillige rund um das Kannenstieg-Center Postkarten als Einladung zu einer
Informationsveranstaltung zur Gemeinwesenarbeit. Die Reaktionen der
Kannenstieg-Bewohner waren gemischt: „Einige waren sehr interessiert und wollten
gern kommen, andere wollten mit der Gemeinwesenarbeit nichts zu tun haben, weil
man ja sowieso nichts ändern könne. Wieder andere wussten gar nicht, was die
Gemeinwesenarbeit überhaupt ist“, erzählt Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, die
sowohl für den Kannenstieg als auch Neustädter See zuständig ist.
Die Info-Veranstaltung findet heute von 13 bis 18.30 Uhr im Büro der
Stadtteilmanagerin, Im Brunnenhof 9, statt. „Wir wollen gern erklären, was es
mit der Gemeinwesenarbeit auf sich hat. Vielleicht können wir auch bereits ein
paar Probleme und Wünsche der Kannenstieg-Bewohner aufnehmen und als Anstoß für
weitere Aktivitäten sehen. Jeder wird gebraucht“, lädt Jessica Zedler alle
Interessierten ein. Von Ariane Amann
(Quelle: Volksstimme vom 08.07.2010)
Donnerstag, der
01.07.2010
Werbeaktion im Einkaufscenter: Rettet die Kannenstieg-Gruppe
AG Gemeinwesen will am Donnerstag, dem 01.07. von 10 bis 18 Uhr im
Kannenstieg-Center Bürger begeistern
Kannenstieg. Morgen gilt‘s: Die Gemeinwesenarbeit (GWA) Kannenstieg
hat ein Auslaufdatum. „Wir können nur noch bis zur letzten Sitzung des Jahres am
8. November massiv unterstützen, dann könnte es sein, dass für die GWA
Kannenstieg das Licht ausgeht“, sagt Karina Ferchland als Vorsitzende des
Bürgervereins Nord.
Der Hintergrund: Die Bürgerbeteiligung bei der Gemeinwesenarbeit im Kannenstieg
lässt arg zu wünschen übrig. „Aber ohne Bürger macht die GWA nicht wirklich
Sinn, darum wollen wir möglichst viele neue Interessierte gewinnen“, sagt
Quartiersmanagerin Jessica Zedler. So werden am Donnerstag von 10 bis 18 Uhr
freiwillige Helfer im Kannenstieg-Center am Hanns-Eisler-Platz für die Mitarbeit
in der Gemeinwesenarbeit werben.
Oft stoße man schon bei der ersten Nachfrage auf Unkenntnis: „Viele Leute wissen
auch im zwölften Jahr der Existenz der GWA-Gruppen nicht, was dort eigentlich
genau passiert“, sagt Jessica Zedler. Dazu komme noch erschwerend, dass manche
Stadtteilbewohner vielfach nur Engagement an den Tag legten, wenn sie selbst
akut von Problemen wie Baumaßnahmen und Ruhestörung betroffen sind. Jessica
Zedler hört oft genug: „Das geht mich nichts an, interessiert mich nicht.“
Damit sich das ändert und damit die GWA wieder mehr Zuspruch von Bürgern aus dem
Kannenstieg bekommt, wollen die Freiwilligen morgen mit Karten auf die Arbeit
der Gemeinwesenarbeit aufmerksam machen. Im Nachgang der Kartenverteilung gibt
es auch am kommenden Donnerstag, den 8. Juli, eine Informationsveranstaltung im
Stadtteilbüro im Brunnenhof 9, bei der alle Meinungen, Ideen und Vorschläge der
Interessierten für „ihren“ Kannenstieg gefragt sind. „Dabei kann es um
Sauberkeit und Ordnung, Sicherheit, die Verkehrssituation, Baumaßnahmen,
Spielplätze und Ähnliches gehen“, lädt Karina Ferchland ein. Besondere
Kenntnisse müsse man für die Mitarbeit in der GWA nicht mitbringen: „Man wächst
schon in die Aufgaben hinein. Hauptsache ist, dass man sich aktiv für seinen
Stadtteil einsetzen will.“
Von Ariane Amann (Quelle: Volksstimme vom 26.06.2010)

Jessica Zedler und Karina Ferchland (v.l.) hoffen, dass sie morgen möglichst
viele Freiwillige für die Mitarbeit in der Gemeinwesenarbeit begeistern können.
Foto: Ariane Amann
Rettungsaktion für AG Gemeinwesen Kannenstieg - Verein wirbt: „Engagieren Sie
sich für Ihren Stadtteil“
Eine Rettungsaktion für die Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg ist unter Regie
des Bürgervereins Nord angelaufen. Bereits in der Vorwoche nutzten die
Vereinsmitglieder einen Nachbarschaftstag im Begegnungszentrums der
Euro-Schulen, um für das Stadtteilgremium und um Bürgerbeteiligung zu werben.
Die Mitarbeiter des Begegnungszentrums wollen die Aktion weiter unterstützen und
u. a. Postkarten im Stadtteil verteilen.
Die AG Gemeinwesen, die im Kannenstieg seit mehr als zehn Jahren besteht, ist
Interessenvertretung für die Bewohner, Vereine und Einrichtungen des Stadtteils.
Sie kann über einen eigenen Fonds für Stadtteilprojekte und -feste verfügen und
muss an Entscheidungen der Stadt, die den Kannenstieg betreffen, beteiligt
werden.
Aufgrund zu geringer Bürgerbeteiligung droht der Gruppe zum Jahresende die
Auflösung, denn der ehrenamtliche Sprecherposten ist derzeit nicht besetzt.
Spätestens im November muss ein neuer Sprecher gewählt werden, sonst droht die
Auflösung der Gruppe. Der Bürgerverein Nord macht sich für den Erhalt stark und
möchte am 1. Juli einen Aktionstag im Kannenstieg-Center am Hanns-Eisler-Platz
starten. Bereits am 14. Juni steht planmäßig die nächste öffentliche Sitzung der
Gemeinwesenarbeitsgruppe an. Siegfried Kratz vom Bürgerverein versandte dazu
gestern Einladungen und die Tagesordnung. Treffpunkt ist um 16 Uhr das
AWO-Kinderheim, Kannenstieg 1.
Thema wird neben der Rettungsaktion auch der Ärger über die Lindwurmbrücke sein.
Diese kann laut Mitteilung der Stadt bei der geplanten Sanierung aus
Kostengründen nicht behindertengerecht gestaltet werden. Das sorgt im Stadtteil
für Kritik. Außerdem soll es Informationen zur Sternwarte, zur Neugestaltung des
Strandbads Neustädter See, zur Probeöffnung des Zoo-Nordeingangs und zu
geplanten Veränderungen beim Winterdienst geben. Zur Debatte stehen soll
außerdem der Vorschlag für ein Stadtteilfest im Kannenstieg. Auch Mittel aus dem
Initiativfonds sollen auf der Sitzung bewilligt werden, teilte Siegfried Kratz
mit. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 03.06.2010)
15.06.2010
Präsentation der gemeinsamen Sitzung der Arbeitsgruppen Gemeinwesenarbeit
Kannenstieg und Neustädter See zur Evaluierung der abgeschlossenen und laufenden
Maßnahmen des Integrierten Handlungskonzeptes.
PDF-Dokument (126 kb)
26.05.2010
Rettungsaktion mit Infotag und 1000 Postkarten geplant
Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg soll als Stadtteilgremium erhalten bleiben
Die Gemeinwesenarbeitsgruppe Kannenstieg als Interessenvertretung der Bürger,
Vereine und Einrichtungen des Stadtteils soll gerettet werden. Dazu wollen
Bürgerverein Nord und das Stadtteilmanagement eine öffentliche Kampagne starten.
Dem Stadtteilgremium droht wegen zu geringer Bürgerbeteiligung die Auflösung zum
Jahresende.
Ein eigener Fonds mit Geld für Projekte im Kannenstieg und die vorgeschriebene
Beteiligung an Entscheidungen der Stadtverwaltung und des Stadtrates bei
stadtteilrelevanten Themen – überall in der Stadt nutzen Bürger, Vereine und
Einrichtungen die vor mehr als zehn Jahren von der Stadt ins Leben gerufenen
Gemeinwesenarbeitsgruppen als Interessenvertretungen für ihre Wohnviertel.
Im Kannenstieg könnte die Entwicklung wegen zu geringer Bürgerbeteiligung
zurückgedreht werden. Zum Nachteil für den Stadtteil, wie Bürgerverein und
Stadtteilmanagement Norden warnen. „Ohne GWA wären einige Veränderungen und
Verbesserungen für den Kannenstieg nicht zustande gekommen“, sagte die
Bürgervereinsvorsitzende Karina Ferchland: „Wie sollen in Zukunft
Stadtteilprojekte ohne GWA laufen?“ Die Stadtteil-AG versuche, in Zusammenarbeit
mit möglichst vielen Betroffenen „die Lebensqualität vor Ort zu steigern,
Probleme konstruktiv und lösungsorientiert aufzugreifen und basisdemokratische
Willensbildung zu ermöglichen“.
Doch im Kannenstieg blieben bisher die Vertreter von Vereinen und Einrichtungen
weitgehend unter sich. Anfang des Jahres hatte dann auch die langjährige
ehrenamtliche Sprecherin der Stadtteil-AG, Bürgerhausleiterin Annette Münzel,
aus persönlichen Gründen ihren sofortigen Rücktritt erklärt. Ohne Sprecher sind
entsprechend der Richtlinien der Stadt aber zum Beispiel keine Verfügungen über
Geld aus dem Stadtteilfonds möglich.
Der Bürgerverein Nord als ein Akteur der Gemeinwesenarbeit will sich für die
Rettung mit einer groß angelegten Kampagne stark machen. Der Verein setzt sich
für die Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See ein. Doch selbst hatte er
bislang im Kannenstieg kein einziges Mitglied und damit selbst das Problem der
fehlenden Bürgerbeteiligung. Für Siegfried Kratz, Vorstandsmitglied des
Bürgervereins, kein Grund, aufzuge ben: „Unser Ziel ist es, zehn Bürger aus dem
Kannenstieg für die Stadtteilarbeit zu gewinnen.“ Davon sollen Bürgerverein und
Gemeinwesenarbeitsgruppe profitieren, so die Vorstellung der engagierten
„Nordlichter“. An erster Stelle steht die Neubesetzung des Sprecherpostens in
der Kannenstieg-AG.
Den Auftakt für die Rettungsaktion will der Bürgerverein an diesem Donnerstag
auf dem Internationalen Nachbarschaftstag des Begegnungszentrums an der
Johannes-R.-Becher-Straße geben. Hier wird morgen von 14 bis 17 Uhr zu einem
Familienfest eingeladen.
Außerdem ist für den 1. Juli ein Informationstag auf dem Hanns-Eisler-Platz und
im Bereich des Kannenstieg-Centers geplant, teilte Karina Ferchland mit: „Viele
Bürger wissen nicht, was GWA ist, und an diesem Tag wollen wir die Bürger
darüber in Kenntnis setzen. Weitere Infos zu dem Tag werden noch bekannt
gegeben, da wir noch in Planung sind“, sagte die Bürgervereinsvorsitzende. Im
Stadtteil sollen Anfang Juli 1000 Postkarten verteilt und Plakate aufgehängt
werden. Für den 7. Juli wird außerdem zu einer Versammlung zur Rettungsaktion
eingeladen (18 Uhr im Begegnungszentrum der Euro-Schulen, Joh.-R.-Becher-Straße
56).
Kontakt zum Bürgerverein Nord: Telefon 2 88 60 44 (über das Stadtteilbüro Nord
des Internationalen Bundes). Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom
26.05.2010)
17.03.2010
Bürgerverein Nord und AG Gemeinwesen Neustädter See rufen
auf - Ideen und Helfer für Stadtteilfest gesucht
Für ein mögliches Stadtteilfest 2010 am Neustädter See werden Ideen gesucht. Der
neue Bürgerverein Magdeburg-Nord und die AG Gemeinwesenarbeit haben die
Stadtteilbewohner aufgerufen, sich mit Vor schlagen zu beteiligen. So möchten
sie erreichen, dass viele Bewohner des Viertels sich aktiv mit einbringen und
das Fest von einer breiten Mehrheit der Bewohner getragen wird, erklärten die
Initiatoren des Aufrufs am Mittwochabend während der Sitzung der AG Gemeinwesen
im Stadtteilzentrum „Oase“. Terminlich schwebt den engagierten „Nordlichtern“
der Spätsommer vor.
Ideen nimmt der Bürgerverein Nord entgegen. Er hat jeden Donnerstag von 13 bis
18 Uhr eine Sprechzeit in der „Oase“, Im Brunnenhof 9, Telefon 2 88 60 44.
Vorschläge können auch an GWA-Sprecherin Elvira Ferchland geschickt werden,
E-Mail: elviraferchland@gmx.de?
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 18.03.2010)
Donnerstag, der
11.02.2010
Noch Gründungsmitglieder für Bürgerverein gesucht
Ihre Pläne zur Gründung eines Bürgerverein für Magdeborg-Nord
(Kannenstieg/Neustädter See) hat Elvira Ferchland am Mittwoch in der
Gemeinwesenarbeitsgruppe Neustädter See vorgestellt (Volksstimme berichtete
bereits - siehe Meldung vom 05.01.2010). Einige Interessenten ließen sich für
eine mögliche Mitgliedschaft eintragen. Die für eine Gründung notwendigen sieben
Gründungsmitglieder sind jedoch nicht zusammengekommen. Weiter geworben werden
soll für die Idee eines Bürgervereins in Nord auch am kommenden Montag
(17.01.2010) in der
Gemeinwesenarbeitsgruppe im Kannenstieg, die ab 16 Uhr im Begegnungszentrum der
Euro-Schulen an der Johannes-R.-Becher-Straße öffentlich tagt. Elvira Ferchland
sagte, für den 11. Februar sei ein weiterer Termin für Interessenten zur
Vereinsgründung geplant. Dazu sind Stadtteilbewohner in die Freizeiteinrichtung
„Oase“, Im Brunnenhof 9, eingeladen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 16.01.2010)
13.01.2010
Nächste Sitzung in Nord am 13. Januar - Streit um Vogelgesang erneut Thema
der GWA
Treffen für Interessierte aus den Wohngebieten Kannenstieg
und Neustädter See am 13. Januar
Neuer Anlauf für Bürgerverein in Magdeburg-Nord geplant
Für einen Bürgerverein in Magdeburg-Nord (Kannenstieg/Neustädter See)
will Elvira Ferchland (54) mit weiteren Stadtteilbewohnern im neuen Jahr einen
neuen Versuch starten. Die Idee ist nicht neu. Doch entsprechende Initiativen
hatten sich in der Vergangenheit wieder zerschlagen.
Den Mut für einen neuen Anlauf schöpft Elvira Ferchland, die sich bereits als
Sprecherin der AG Gemeinwesen am Neustädter See engagiert und einen Namen
gemacht hat, aus dem im Vorjahr vom Stadtrat beschlossenen
Stadtteilentwicklungskonzept „Kannenstieg 2020“.
Das 105 Seiten starke Konzept verheißt zwar einige Investitionen im Norden wie
den Ausbau eines Rundwegs um den Neustädter See. Doch Millionen für Bauprojekte
sind nach Auffassung der Planer vom Dessauer Büro Wohn-Bund-Beratung keinesfalls
Garant für eine gute Zukunft der Wohngebiete Kannenstieg und Neustädter See. Ein
Imagewandel müsse her.
Denn baulich sei das Stadtgebiet bis auf einige Ausnahmen längst gut in Schuss,
die (soziale) Infrastruktur könne sich sehen lassen. Der Neustädter See hat als
Freizeitund Erholungsgebiet Potenzial. Trotzdem komme das Stadtgebiet nicht vom
Ruf der tristen Schlafstadt weg. Die Folge: Gerade für junge Familien seien die
Viertel schlicht zu unattraktiv. Die Anonymität der Hochhäuser, Vereinsamung und
Überalterung seien weitere Probleme, die mit Investitionsprogrammen allein
ohnehin nicht zu lösen seien.
Neben der Stadt und den Wohnungsunternehmen könnten die Bewohner selbst mit dazu
beitragen, aus der „Schlafstadt“ im Norden einen lebendigen Stadtteil zu machen.
Davon ist auch Elvira Ferchland überzeugt. Als reinen Verein für Feste und
Geselligkeit will sie ihre Initiative aber keineswegs verstanden wissen.
Herausforderungen gebe es genug. Die Umsetzung des Stadtteilkonzeptes und
angedachten Bauvorhaben müssten beispielsweise von den Bewohnern kritisch
begleitet werden. Das zeige sich aktuell am Beispiel des Rundwegs um den
Neustädter See. Hier sind Anlieger mit den bisherigen Plänen der Stadt nicht
einverstanden. Ein Bürgerverein könnte, wie in anderen Stadtteilen seit Jahren
üblich, als Sprachrohr für Anwohnerinteressen dienen und diese gegenüber der
Stadt vertreten. Das gelte nicht zuletzt auch für die geforderten
Lärmschutzmaßnahmen am Magdeburger Ring, macht Ferchland im Volksstimme-Gespräch
klar. „Anwohner und Stadträte aus dem Kannenstieg und dem Wohngebiet Neustädter
See rufe ich daher auf, sich für die Gründung eine Bürgervereins mit stark zu
machen, um die Umsetzung des Handlungskonzeptes für Nord aktiv mit zu begleiten
und das Miteinander im Stadtteil zu stärken“, sagt Elvira Ferchland.
Zum Beginn des neuen Jahres möchte die Magdeburgerin möglichst rasch „Nägel mit
Köpfen“ machen: „Für den 13. Januar rufe ich alle Interessenten aus dem
Kannenstieg und vom Neustädter See auf, um 17.30 Uhr zur Sitzung der AG
Gemeinwesen ins Freizeitzentrum ,Oase‘, Im Brunnenhof 9, zu kommen.“ Von Robert
Richter
(Quelle: Volksstimme vom 05.01.2010)
09.01.2010
Bilanz und Ausblick der AG Gemeinwesen Neustädter See
Seit über zehn Jahren setzen sich Magdeburger in Gemeinwesenarbeitsgruppen (GWA)
für ihre Stadtteile ein. Die Volksstimme blickt zum Jahreswechsel gemeinsam mit
den Ehrenamtlichen auf ihre Arbeit 2009 zurück und auf das neue Jahr voraus.
Heute: die GWA Neustädter See. Ariane Amann befragte deren Sprecherin Elvira
Ferchland.
Volksstimme: Welche Ziele hatte Ihre Gemeinwesen-Gruppe 2009 im Stadtteil und
was wurde erreicht?
Elvira Ferchland: Das Bauen der Zentrumsachse wurde nach Fertigstellung, von
vielen Bür gern konstruktiv und kritisch bewertet. Das Ziel war, die Mängel zu
beseitigen. Seit ca. einem Jahr ist bekannt, dass die Straße am Zoo „Am
Vogelgesang“ geschlossen werden soll. Unser Ziel ist es, dass eine
Ausweichstraße geschaffen wird. Sozial benachteiligte Familien sollten ins
kulturelle Leben (z.B. Familienausflug) integriert werden. Für den Neustädter
Festplatz wurde ein Name gesucht. Jetzt heißt er „Platz der Begegnung“. Ein
großer Erfolg war unsere Sternwanderung zwischen den Stadtteilen Kannenstieg und
Neustädter See. Unser Stadtteilfest mit Open-Air-Kino ist bei unseren Bürgern
sehr gut angekommen. Die Zeit der GWA-Sitzung wurde von 16 auf 17.30 Uhr
verschoben für Berufstätige, damit sie nach Feierabend dabei sein können.
Volksstimme: Welche Vorhaben mussten vertagt werden?
Elvira Ferchland: Die Straße am Zoo „Vogelgesang“ ist noch in Verhandlung. Der
Schwerpunkt „Fuß- und Fahrradrundweg Neustädter See“ ist mit den Laubenbesitzern
noch in Verhandlung. Alle anderen genannten Punkte wurden mit Erfolg erreicht.
Volksstimme: Womit würden Sie am liebsten Bürger zur Mitarbeit motivieren?
Elvira Ferchland: Mein Vorschlag ist, eine Bürgerliste zu veröffentlichen, in
der die bisher genannten und wünschenswerten Vorhaben der Bürger vorgestellt
werden. Die Bürger können diese Liste durch eigene Wünsche ergänzen. Ein
positivesFeedbackandieBeteiligten und eine regelmäßige Kontaktpflege sind für
mich selbstverständlich.
Volksstimme: Was empfanden Sie als besonders positiv an der Arbeit im Stadtteil
2009?
Elvira Ferchland: Das Positive ist, dass sich doch immer mehr Bürger einfinden
und Vertrauen in unsere GWA-Arbeit setzen.
Volksstimme: Welche negativen Aspekte fallen Ihnen ein, was kann verbessert
werden?
Elvira Ferchland: Vor dem Bau und der Gestaltung des Stadtgebietes sollte es
zwischen den Ämtern und den Bürgern gemeinsame und intensivere Absprachen,
Abstimmungen und Planungen geben, um Probleme zu verhindern.
Volksstimme: Welche Träume und Visionen haben Sie für die Arbeit in Ihrem
Stadtteil? Was wäre Ihr Traum, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Elvira Ferchland: Ich möchte, dass die Bürger in diesem Stadtgebiet Vertrauen
aufbauen und sich an der GWA-Arbeit rege beteiligen. Geplant ist ein Bürgertreff
für Spielenachmittage oder einfaches harmonisches Zusammensein Mein größter
Wunsch ist es jedoch, dass sich die Bürger einfach in unserem Stadtteil wohl
fühlen.
Volksstimme: Was möchten Sie noch loswerden?
Elvira Ferchland: Ein großes Dankeschön möchte ich an die Stadtteilmanagerin
Jessica Zedler loswerden, denn ohne Ihre große Unterstützung bei der
Gemeinwesenarbeit wäre vieles nicht möglich gewesen.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 09.01.2010)
18.12.2009
Jahresabschluss im Amt bringt Laubenpieper auf die Palme
Protest gegen Radweg zwischen Neustädter See und Homanns Gärten /
GWA-Sitzung läuft ins Leere
Als Flop erwies sich am Mittwochabend eine Sitzung der Gemeinwesenarbeitsgruppe
Neustädter See (GWA) für Pächter der Laubengemeinschaft Homanns Nord. Die
Laubenpieper laufen gegen die Pläne für den Bau eines Radwegs für rund 283 000
Euro zwischen dem Strandbad und ihrer Siedlung Sturm. Dazu wollten sie auf der
GWASitzung mit Verantwortlichen der Stadt ins Gespräch kommen, nachdem sie
bereits im November vertröstet worden waren. Doch das Stadtplanungsamt sagte
kurz vorher „aus Gründen des Jahresabschlusses“ ab.
Kurz vor den besinnlichen Weihnachtsfeiertagen brannte im Freizeitzentrum „Oase“
in Nord am Mittwochabend sprichwörtlich der Baum. GWA-Sprecherin Elvira
Ferchland hatte ihre liebe Not, die erhitzten Gemüter zu besänftigen. Auf der
November-Sitzung musste sie die erboste Laubengemeinschaft schon einmal
vertrösten, weil ohne einen Vertreter der Stadt am Tisch keine Lösung im Streit
um den Bau eines Radwegs zu erzielen war.
Der Vorschlag zur Güte lautete damals: Das Thema wird vertagt. Auf einer neuen
Sitzung im Dezember sollten dann Verantwortliche aus dem Stadtplanungsamt dabei
sein.
Am Sitzungstag dann die böse Überraschung für die GWA-Sprecherin: „Ich habe
heute eine Absage des Stadtplanungsamtes in der Post gehabt“, eröffnete sie den
etwa 15 Vertretern der rund 160 Anlieger starken Laubengemeinschaft Homanns, die
voller Erwartungen zur GWA-Sitzung in die „Oase“ gekommen waren.
Elvira Ferchland verlas das von Stadtplanungsamtsleiter Heinz-Joachim Olbricht
unterzeichnete Schreiben. Leider könne „aus Gründen des Jahresabschlusses kein
Vertreter des Stadtplanungsamtes an der GWA-Sitzung am 16. Dezem ber
teilnehmen“. Ein Mitarbeiter des Planungsamtes hatte Tage zuvor seine Teilnahme
bereits abgesagt, weil es „keine neuen Erkenntnisse gebe“. Die GWA-Sitzung sei
nicht geeignet, „Einzelinteressen der Pächter zu diskutieren“, trug Elvira
Ferchland vor.
Ein lautes Raunen ging durch den Saal. Von Einzelinteressen könne angesichts der
160 Laubenbewohner keine Rede sein, schimpften die Vertreter der
Homanns-Gemeinschaft. Sie fühlen sich von Anfang an von der Stadt übergangen.
Denn als die Pläne im September in der GWA erstmals vor Ort präsentiert wurden,
waren die abschließenden Beschlüsse über die entsprechende Drucksache DS0213/09
durch den Bauausschuss (27. August) und den Finanz- und Grundstücksausschuss (9.
September) ohnehin bereits gefallen. „Hier wurde über die Köpfe der Bürger
hinweg entschieden“, schimpfte eine Laubenbesitzerin.
Immerhin will die Stadt zum Beginn des neuen Jahres den Bau des voraussichtlich
rund 283 000 Euro teuren Radweges starten. Hintergrund ist der seit Jahren
geplante Ausbau eines Rundweges für Fußgänger und Radfahrer um den Neustädter
See. Der erste Abschnitt soll nun im Bereich des Strandbades realisiert werden.
Es ist geplant, den bisher durch das Strandbad verlaufenden Weg durch eine neue
Trasse außerhalb des eintrittspflichtigen Badebetriebs zu ersetzen. Um ihn
unabhängig von der Badesaison zu jeder Jahreszeit frei nutzbar zu machen – das
wäre in der jetzigen Konstellation nicht möglich.
Warum die Laubenpieper so aufgebracht sind, schilderte der Vorsitzende der
Laubengemeinschaft Holger Hünrichs: „Die Laubengemeinschaft hat viele Jahre vor
der Wende durch die PGH Nord und eigene Initiativen Strom- und Wassermedien für
alle Laubenbesitzer angelegt. Nun sollen wegen eines Fahrradrundweges sechs
Elektrokästen auf unsere Kosten bis Ende Dezember 2009 versetzt werden.“ Grund:
Die Kästen stehen auf einer Fläche, die seit 1994 der Stadt gehört. Nun will die
Kommune das Grundstück für den Bau des Radweges nutzen.
„Weiterhin soll unsere Wassereinspeisung auf unsere Kosten völlig erneuert
werden“, sagte Hünrichs. „Sogar sollen die Zufahrten der Laubengrundstücke nach
Erhöhung der Fahrbahn von deren Pächtern selbst angepasst werden. Mit diesen
Veränderungen auf unsere Kosten sind wir nicht einverstanden. Gemäß Schuld
rechtsanpassungsgesetz besteht Bestandsschutz auf unsere oben genannten und vor
der Wende geschaffenen Errungenschaften“.
Damit nicht genug: Der Radweg soll durch Zäune und Hecken einerseits vom
Strandbad, andererseits von Homanns Gärten abgetrennt werden. Das stört die
Laubengemeinschaft, weil die bisher vorhandenen direkten Zugänge von ihren
Grundstücken zum Strandbad wegfallen würden. Außerdem argumentieren sie, der
Rundweg um den See würde dann, abgeschottet durch einen Zaun, gar nicht mehr am
See entlangführen. Protest formiert sich außerdem gegen die angekündigte Fällung
von Bäumen auf dem Gelände der alten Badeanstalt Homanns.
In der Baubeschreibung, die den Stadträten vorlag, wird erklärt, „die Fällung
verschiedener Bäume“ sei erforderlich. „Hierzu wurde bei der Unteren
Naturschutzbehörde ein Baumfällantrag gestellt. Dieser befindet sich derzeit in
Bearbeitung. Es ist davon auszugehen, dass die Bepflanzung von Bäumen als
Ausgleichsmaßnahme erforderlich wird. Nach Rücksprache mit dem Fachbereich
Schule und Sport können Baumpflanzungen im Bereich des Strandbades durchgeführt
werden. Detaillierte Standorte sind in der weiteren Planung festzulegen“, heißt
es dazu in den Unterlagen für die Stadtratsausschüsse.
Die Laubenpächter mit ihrem Vorsitzenden Holger Hünrichs forderten die Stadt
auf, vor dem Baubeginn für den Radweg erst die Probleme zu klären. Die Pächter
verlangen eine Bürgerversammlung mit Verantwortlichen der Stadt – möglichst im
Januar. Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 18.12.2009)
03.07.2009
SPD-Stadtrat will GWA-Gruppen auf den Prüfstand stellen
Diskussion um die Stadtteilarbeit in Magdeburg-Nord weitet sich aus
Eine Bestandsaufnahme der Arbeit in den Gemeinwesenarbeitsgruppen der
Stadt hat Stadtrat Jens Hitzeroth (SPD) gefordert. Den Anlass der Diskussion
lieferte ein Volksstimme-Bericht über Vorschläge für eine Neujustierung der
Gemeinwesenarbeit, die im gerade beschlossenen Stadtteilentwicklungskonzept für
Nord (Kannenstieg/Neustädter See) gemacht werden.
Zwar ließ die Debatte über die GWA-Gruppen in Nord keine Rückschlüsse für alle
20 GWAGruppen in Magdeburg zu. „Gleichwohl scheint es mir zwingend notwendig die
Arbeit der GWA-Gruppen in unserer gesamten Stadt zu evaluieren“, schreibt Jens
Hitzeroth in einer Pressemitteilung der neuen Fraktion
„SPD-Tierschutzpartei–Future!“.
Ein Manko aus Sicht Hitzeroths: „Wenn gewollt ist, dass sich Akteure aus der
Bürgerschaft in den GWA-Gruppen engagieren, müssen ihre Tagungszeiten auf
berufliche Verpfichtungen etc. Rücksicht nehmen.“ In Sudenburg zum Beispiel tage
die GWA regelmäßig um 14.30 Uhr. „Arbeitende und selbständige Unternehmer sind
dann von einer Mitwirkung ausgeschlossen.“ Im Kannenstieg war erst kürzlich die
Zeit der Sitzung von 10 Uhr auf 16 Uhr verlegt worden. Am Neustädter See tagte
die Gruppe zuletzt um 17.30 Uhr. Eine Reihe von GWA-Gruppen trifft sich erst um
18 Uhr.
Es sei aber auch zu hinterfragen, „ob Stadträte die GWA als Plattform für ihre
politischen Debatten, die eigentlich in den Stadtrat und in seine Ausschüsse
gehören, nutzen sollten“, so Jens Hitzeroth. Fakt ist: Zahlreiche Stadträte,
aber auch Landtagsabgeordnete, meist vertreten durch ihre Wahlkreismitarbeiter,
nutzen die GWA-Sitzungen, um sich über aktuelle Probleme und Initiativen in den
Vierteln zu informieren und gegebenenfalls mit eigenen Anträgen Initiativen aus
den Stadtteilen zu unterstützen oder Probleme aufzugreifen.
Wenn zudem nun in Kannenstieg und Neustädter See überlegt werde, den GWA eine
Vorprüfung von Projekten (bis 5000 Euro pro Stadtteil) zu übertragen, „bedarf es
notwendiger Auswahlkriterien, die transparent und nachprüfbar gestaltet werden
müssen. Jedenfalls braucht es Mechanismen, die einen Missbrauch ausschließen“,
erklärt Hitzeroth.
Das ressortübergreifende Integrierte Handlungskonzept für Magdeburg-Nord war am
Donnerstag vergangener Woche vom Stadtrat beschlossen worden. Die Autorinnen des
Konzeptes – Planerinnen vom Büro „WohnBund-Beratung“ aus Dessau, schlagen vor,
zweimal jährlich stattf ndende öffentliche Bürgerforen sollten „das zentrale
Gremium der Bürgerbeteiligung für beide Stadtteile“ werden. In der
Gemeinwesenarbeitsgruppe sollten professionelle Akteure, sprich Vertreter von
sozialen Einrichtungen, freien Trägern, Ämtern, Kirchen oder Polizei über Fragen
der Stadtteilentwicklung und neue Projekte beraten. Die Planerinnen hatten die
Stadtteilarbeit in den GWA-Gruppen in Nord so analysiert: „Der Versuch, sie als
Gremium der breiten Beteiligung und Mitwirkung für Bürgerinnen und Bürger des
Stadtteils zu öffnen, war bisher nicht dauerhaft erfolgreich.“
Im Stadtrat hatte vor der Abstimmung über das Integrierte Handlungskonzept
Magdeburgs Baubeigeordneter Dieter Scheidemann (parteilos) erklärt: „Wir wollen
die GWA natürlich nicht zu internen Arbeitsgruppen ohne Bürgerbeteiligung
machen. Es macht uns nur Sorge, dass sie zunehmend zu reinen Planungsrunden
werden, aber sie sollen unverändert weiter arbeiten.“ Über die GWA hinaus sollen
demnach Stadtteilforen (mit eigenem Budget) und Stadtteilvereine als zusätzliche
Instrumente der Bürgerbeteiligung gebildet werden, so Scheidemann. Von Robert
Richter (Quelle: Volksstimme vom 03.07.2009)
25.06.2009
Konzept sieht GWA-Gruppen nur noch als interne Expertenzirkel
Handlungskonzept von Stadtplanern für Nord steht heute im Stadtrat zur
Abstimmung
Im Stadtrat liegt heute das Stadtteilentwicklungskonzept für Nord (Kannenstieg/
Neustädter See) zur Abstimmung vor. Einem „Paukenschlag“ gleicht im 108-seitigen
Papier des beauftragten Planungsbüros die vorgeschlagene Neuausrichtung der
Gemeinwesenarbeit. Die Gemeinwesenarbeitsgruppen, die es überall in der Stadt
gibt, sollen nach Vorschlag der Planer künftig nicht mehr öffentlich für alle
Bürger tagen, sondern „professionellen Akteuren“ zur internen Beratung
vorbehalten sein. Für die Bürger soll es zweimal im Jahr öffentliche Foren
geben.
Das Konzept der vor elf Jahren von der Stadtverwaltung selbst initiierten
Gemeinwesenarbeitsgruppen (AG GWA) in den Stadtteilen ist für die Planer vom
Büro „WohnBund-Beratung“ aus Dessau in Nord nicht aufgegangen. Zwar hätten sich
die GWA-Gruppen im Kannenstieg und am Neustädter See „als Arbeits-,
Koordinierungs- und Abstimmungsgremium der ,professionellen‘ sozialen
Institutionen im Stadtteil etabliert“. Und sie seien schrittweise um weitere
Akteure wie Wohnungsunternehmen, Polizei, Ämter oder Kirchen ergänzt worden.
Doch die Planerinnen Birgit Schmidt, Monika Schulte und Ulrike Kegler
analysieren: „Der Versuch, sie als Gremium der breiten Beteiligung und
Mitwirkung für Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils zu öffnen, war bisher nicht
dauerhaft erfolgreich.“
Tatsächlich sitzen seit Jahren in den Arbeitsgruppen in Nord überwiegend
Akteure, die durch ihre Mitarbeit in Einrichtungen berufsmäßig mit dem Stadtteil
verbunden sind, vielfach selbst nicht im Stadtteil wohnen. So ist es aber auch
in vielen anderen Stadtgebieten. Dennoch haben interessierte Bürger jederzeit
die Möglichkeit, auch spontan die GWA-Runden zu besuchen und sich in
Diskussionen einzubringen. Zu den erfolgreichen Beispielen gehört die GWA
Neustädter Feld mit hoher Präsenz von Anwohnern.
Im Stadtteilentwicklungskonzept für Nord schlagen die Experten indes einen
grundlegenden Kurswechsel vor. In den GWA-Gruppen sollen künftig professionelle
Akteure über Fragen der Stadtteilentwicklung und neue Projekte beraten – und
zwar intern. Zu den Akteuren werden gezählt: Vertreter sozialer Einrichtungen
und freie Träger, Ämter der Stadt, Wohnungsunternehmen, Kirchen und Polizei.
Auch „aktive Bürger und Vertreter eines sich eventuell gründenden
Stadtteilvereins sollen und können in den AG GWA mitarbeiten“, heißt es zudem.
Stadträte, die bisher häufg in den GWA-Runden vertreten sind, werden nicht mit
genannt.
Die Experten betonen im gleichen Atemzug, dass natürlich „der Aktivierung des
Bürgerengagements für Belange des Stadtteils und des sozialen Lebens“ eine
„zentrale Bedeutung“ zufalle. Dazu sollen wiederum neue, öffentliche
Stadtteilforen dienen. Auf denen, so der Vorschlag, sollen die Bürger künftig
über Projekte der Stadtteilentwicklung informiert und es sollen „Vorschläge für
jährliche Projektanträge“ gesammelt werden. Wörtlich heißt es in dem Papier:
„Das Forum tagt zweimal jährlich und wird extern moderiert.“
Das Forum solle „das zentrale Gremium der Bürgerbeteiligung für beide
Stadtteile“ werden, zu dem alle Bewohner öffentlich eingeladen werden sollen.
Daneben ist aber auch von „gesetzten“ Mitgliedern des Forums aus Ämtern,
sozialen Einrichtungen oder Wohnungsunternehmen die Rede.
Ein neues Instrument könnte, so ein ergänzender Vorschlag des Planungsbüros, ein
„Verfügungsfonds“ werden. Dieser soll in Ergänzung zum bisher bereits
bestehenden GWA-Fonds ein „Instrument der Teilhabe und der Entscheidung über
konkrete Maßnahmen und Vorhaben im Stadtteil“ sein: „Seine Verwendung und
Abrechnung soll dem Stadtteilforum obliegen. Dafür muss eine ausgewogene
Besetzung und Vertretung der Bewohnergruppen im Forum gesichert werden.“ Der
Verfügungsfonds sollte demnach je Stadtteil „maximal 5000 Euro pro Jahr“
enthalten. Allerdings ist eine Vorprüfung von Anträgen durch die (interne) GWA
vorgesehen.
Zu stärkerem Bürgerengagement soll außerdem die angeregte Gründung eines
Bürgervereins beitragen. Diesen Vorschlag brachte Planerin Birgit Schmidt
bereits auf einem Stadtteilforum Anfang des Jahres ins Gespräch. Die Foren sowie
Rundgänge in den beiden Stadtteilen dienten den Planerinnen ebenso als Grundlage
für ihr Konzept wie Gespräche mit „Stadtteilexperten“ aus Vereinen und
Einrichtungen sowie Ämterrunden.
Das Konzept, das außerdem eine Reihe neuer städtebaulicher und sozialer Projekte
vorsieht, steht heute im Stadtrat zur Abstimmung. Sowohl der Ausschuss für
Stadtentwicklung, Bau und Verkehr als auch der Finanzausschuss haben es in den
Vorberatungen bereits einstimmig empfohlen.
Beschlussvorlage Stadt - DS0132/09
Integriertes Handlungskonzept als Grundlage einer integrierten
Stadtteilentwicklung in den
Stadtteilen Kannenstieg und Neustädter See im Rahmen des Förderprogramms
"Förderung
von Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt"

INTEGRIERTES HANDLUNGSKONZEPT Magdeburg
Kannenstieg-Neustädter See
DS0132/09 - Anlage 1: Integriertes Handlungskonzept Kannenstieg /
Neustädter See

Maßnahmen des Stadtteilkonzepts (ausgewählte Vorschläge)
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Stadtteiltreff Neustädter See in einem leeren Gebäude des Schulkomplexes
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Öffnung und Neugestaltung des Schulgeländes im Kannenstieg
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Quartiersvereinbarung zwischen Stadt und Wohnungsunternehmen sowie
Wohlfahrtsverbänden und sozialen Einrichtungen
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Sozialkaufladen als Weiterentwicklung bestehender Einrichtungen wie Wechselstube
oder „Umsonstladen“
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Patenschaften für Ausbildung zwischen Unternehmen und Schulen
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Standortmanagement für Einkaufszentrum Neustädter Platz
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Bürgerbus (Kleinbus mit Fahrplan oder als Rufbus) zur Herstellung einer
öffentlichen Verkehrsverbindung von Magdeburg-Nord zum Gewerbegebiet und Kino
Pfahlberg sowie zur Anbindung der Peripherie der beiden Stadtteile an den
öffentlichen Nahverkehr
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Rundweg um den Neustädter See und Weiterentwicklung des Naherholungsgebiets
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Grünachse zwischen Kannenstieg und Neustädter See
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Qualifizierung des Fuß- und Radwegenetzes
Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 25.06.2009)
08.05.2009
Stadtteilfest abgesagt, dafür ist 1. Open-Air-Kino geplant
Gemeinwesengruppen Kannenstieg und Neustädter See planen nach der Devise
„Weniger ist mehr“
Keine große Feierlaune bei Magdeburgs „Nordlichtern“: Im Kannenstieg
steht das Stadtteil- bzw. Lindwurmfest 2009 auf der Kippe. Auch im
Nachbarstadtteil Neustädter See hat die Gemeinwesenarbeitsgruppe ein
Stadtteilfest für 2009 abgewählt. Grund auch hier: zu viel (ehrenamtlicher)
Aufwand bei zu geringer Resonanz.
Drei große Fragezeichen setzte Annette Münzel, Sprecherin der
Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA) Kannenstieg auf einer Beratung am Montag im
Bürgerhaus hinter das Lindrmfest 2009. Nach früheren Stadtteilfesten im Sommer
hatte die GWA zur Einweihung des stählernen Lindwurm-Drachens auf der Ringbrücke
in Nord 2005 in der Vorweihnachtszeit erstmals zu einem Lindwurmfest eingeladen.
Damit feierte die GWA auch ihren Anteil an der Brückengestaltung, denn gegen
viele Widerstände hatte sie sich mit Erfolg für den stadtweit umstrittenen
Stahlkoloss stark gemacht. Neuaufagen des Festes gab es seither in jedem Jahr.
Nach dem Fest 2008 fiel die Bilanz der Organisatoren aus den Reihen der GWA auch
noch positiv aus.
Inzwischen ist die Feierlaune jedoch verflogen. Aufwand und Nutzen stehen nach
Auffassung der GWA-Sprecherin in keinen Verhältnis. Und angesichts zahlreicher
Veranstaltungen überall in der Stadt sei auch klar: „Wenn wir wieder ein
Lindwurmfest machen, muss es ein Knaller sein.“ Doch wer soll diesen zünden?
Allgemeines Schulterzucken in der Gemeinwesenarbeitsgruppe bei den versammelten
Stadtteilbewohnern und Vertretern der Vereine und Einrichtungen des
Kannenstiegs.
Eine endgültige Entscheidung soll zwar erst auf der nächsten GWA-Sitzung fallen,
doch die Zeichen stehen auf Absage. Dafür machen neue Ideen die Runde.
Grundstimmung: Weniger ist mehr. Ein Lindwurm- bzw. Lampionumzug gehört ebenso
zu den Alternativvorschlägen wie ein Stadtteilsportfest, das dann natürlich
nicht erst Ende des Jahres über die Bühne gehen könnte. Fortsetzung der
Diskussion am 15. Juni auf der GWA-Sitzung im Begegnungszentrum der
Euro-Schulen.
Auch im Nachbarstadtteil Neustädter See plant die AG Gemeinwesen längst nach der
Devise „Klein, aber fein“. Hier fel die Entscheidung gegen ein drittes
Stadtteilfest nach 2007 (am See) und 2008 (Festplatz). Zu wenige Mitstreiter,
die sich für das Fest engagieren, und zu verhaltene Resonanz der
Stadteilbewohner – das waren auch hier die Gründe. Nicht zuletzt war auch die
Finanzierung für die Ehrenamtlichen immer wieder eine große Herausforderung.
Inzwischen entstand die Idee, erstmals ein Open-Air-Kino in Nord zu
veranstalten. Am Mittwoch klopfte die GWA Neustädter See auf ihrer Sitzung im
Jugendzentrum „Oase“ den Termin fest: Am 31. Juli soll auf dem Festplatz ein
Film (Titel steht noch nicht fest) für die Besucher unter freiem Himmel über die
Leinwand flimmern.
Die GWA kooperiert mit dem Kino am Pfahlberg. „Die Vorstellung soll um 21.30 Uhr
beginnen. Zuvor planen wir ab ca. 20 Uhr zur Einstimmung ein kleines
Rahmenprogramm“, sagte Stadtteilmanagerin Jessica Zedler.
Das Miteinander im Stadtgebiet stärken soll auch eine Sternwanderung am 15. Mai.
Bewohner des Kannenstiegs und des Wohngebiets Neustädter See treffen sich um
10.30 Uhr auf dem Festplatz (Platz der Begegnung), spazieren dann zum Neustädter
See, wo Gulaschkanone und alte Spiele neue Begegnungen fördern sollen. Abmarsch
für die Teilnehmer aus dem Kannenstieg ist übrigens um 10 Uhr am Bürgerhaus,
Johannes-R.-Becher-Straße 57. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 08.05.2009)
15.04.2009
„Ich kann nicht einfach die Beine hochlegen“
Elvira Ferchland (54) ist neue Sprecherin der AG Gemeinwesen Neustädter See
Elvira Ferchland ist zur neuen Sprecherin der Gemeinwesenarbeitsgruppe (GWA)
Neustädter See gewählt worden. Das Wohngebiet Nord kennt sie wie ihre
Westentasche, der ehrenamtliche Sprecherposten ist indes „eine neue, große
Herausforderung für mich“, sagt die 54-Jährige. „Doch einfach die Beine
hochlegen und nichts machen – das kann ich auch nicht.“
1976, die ersten Plattenbauten in Nord waren geradefertig gestellt, zog Elvira
Ferchland hier in eine Neubauwohnung. 33 Jahre nach dem Erstbezug wohnt sie noch
immer hier und will auch nicht weg. „Ich kenne hier alles und viele Bewohner,
und viele Leute kennen mich, sprechen mich auch schon mal auf dieses oder jenes
Problem im Viertel an“, erzählt sie. Im Mittelpunkt zu stehen, sei jedoch
eigentlich nicht ihre Sache, sagt Elvira Ferchland, die sich in der AG
Gemeinwesen engagiert.
Als plötzlich bei der Sprecherwahl nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt der
bisherigen Amtsinhaberin Ines Akdas alle auf sie zeigten, hob Elvira Ferchland
erst einmal die Hände. „Doch dann sagte ich mir, man muss sich auch neuen
Aufgaben stellen. Das Amt als GWA-Sprecherin ist eine große Herausforderung für
mich. Doch einfach die Beine hochlegen und nichts machen – das kann ich auch
nicht.“ Und so wird sie, unterstützt von Stadtteilmanagerin Jessica Zedler, am
6. Mai zum ersten Mal eine GWA-Sitzung leiten. Die AG tagt ab 16 Uhr in der
„Oase“, Im Brunnenhof, Stadtteilbewohner sind wie immer eingeladen, sich mit
einzubringen.
Die neue Sprecherin jedenfalls setzt sich für ihren Stadtteil gern ein: „Schön finde ich, dass hier die Bürger auf der Straße miteinander reden und sich
unterstützen“, so stelle sie es immer wieder fest. Zu den „heißen Eisen“, die es
jedoch anzupacken gilt, zählt Elvira Ferchland zum Beispiel die Probleme rund um
die Straße „Am Vogelgesang“, wo die Anwohner gegen eine geplante
Straßenschließung im Zuge der Zoo-Erweiterung protestieren.
Bereits die teilweise Schließung des Vogelgesangparkes für den Zoo-Ausbau stoße
nach wie vor bei vielen Stadtteilbewohnern auf Kritik, die den Park gern und
rege genutzt hätten. Auch die Neugestaltung der Zentrumsachse zwischen
Neustädter Platz Seeufer sei für die Bewohner mit vielen Fragezeichen verbunden.
Für die nächste Zeit hat sich die GWA Neustädter See aber auch schon einige neue
Aktionen vorgenommen. So soll voraussichtlich am 31. Juli erstmals ein
Open-Air-Kino im Stadtteil über die Bühne gehen, wahrscheinlich auf dem
Festplatz. Zum ARD-Aktionstag „Ist doch Ehrensache“ wird für den 9. Mai eine
Veranstaltung im Freizeitzentrum „Oase“ vorbereitet. Neben der GWA gestalten der
Jugendklub, das Jugendforum, Stadtteil management und Wechselstube das Programm
von 14 bis 20 Uhr. Für den 15. Mai ist zusammen mit der GWA Kannenstieg eine
Sternwanderung für Jung und Alt geplant. Treffpunkt für alle ist um 10.30 Uhr
der Festplatz in der Salvador-Allende-Straße. Dann geht es weiter zum Neustädter
See, wo der Stadtteilspaziergang mit einem Essen aus der Gulaschkanone enden
soll. Mit dieser Aktion möchte die GWA einen lokalen Aktionstag des Bündnisses
für Familie unterstützen. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 24.04.2009)
13.03.2009
GWA-Sprecherin tritt zurück: Neuwahl für 15. April angesetzt
Am Neustädter See sucht die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) einen neuen
Sprecher bzw. eine Sprecherin. Die bisherige Amtsinhaberin Ines Akdas erklärte
jetzt ihren Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen. Parallel laufen die
Bemühungen, einen Bürgerverein für Nord ins Leben zu rufen.
Aufgrund der aktuellen Ereignisse wurde für den 15. April um 16 Uhr im
Jugendzentrum „Oase“ eine GWA-Sondersitzung angesetzt. Dabei soll eine neue
GWA-Spitze gewählt werden. Bis dahin übernimmt
Stadtteilmanagerin Jessica Zedler kommissarisch die Leitung der
Gemeinwesenarbeitsgruppe. „Um die Pflichten und Aufgaben des Sprechers bzw. der
Sprecherin genau zu kennen, hat sich ein Arbeitskreis zusammengefunden. Dieser
wird in Vertretung für die gesamte GWA alle notwendigen Recherchen durchführen
und seine Ergebnisse in der nächsten Sitzung präsentieren“, sagte Jessica
Zedler.
Des Weiteren wurde in der letzten Sitzung ein zweiter Arbeitskreis zum Thema
„Bürgerverein/Stadtteilverein“ ins Leben gerufen. „Dieser möchte sich dem Thema
aus dem letzten Stadtteilforum intensiver widmen. Auch hier werden die
Ergebnisse der Gemeinwesenarbeitsgruppe in der nächsten Sitzung vorgestellt“, so
Jessica Zedler weiter. Beide Arbeitskreise werden von der Stadtteilmanagerin
unterstützt.
Die Idee eines Bürgervereins für Magdeburg-Nord zur weiteren Belebung der
Stadtteile Kannenstieg und Neustädter See war auf einem Bürgerforum zum neuen
Stadtteilentwicklungskonzept von Stadtplanern ins Spiel gebracht worden und
hatte eine positive Resonanz unter einigen Besuchern hervorgerufen. Für eine
Vereinsgründung werden mindestens sieben Gründungsmitglieder benötigt.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 13.03.2009)
23.01.2009
Stadtteilfest am Neustädter See steht zur Debatte
GWA-Mitglieder wollen nicht länger „Alleinunterhalter“ sein
Die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) Neustädter See und Stadtteilmanagerin Jessica
Zedler starten einen großen Aufruf an alle Bewohner des Stadtteils. „Da in den
vergangenen zwei Jahren jeweils ein großes Stadtteilfest für die Bewohner
initiiert wurde, kam in einer gemeinsamen Sitzung die Frage auf, ob diese
Veranstaltung auch im Jahr 2009 von den Bewohnerinnen und Bewohnern des
Stadtteils überhaupt gewünscht ist“, so Jessica Zedler gestern. „Es sind alle
Anwohnerinnen und Anwohner des Neustädter Sees gefragt, ob sie Ideen und
Vorschläge haben, welches kulturelle Highlight im Jahr 2009 gemeinsam mit den
Bürgerinnen und Bürgern geplant werden soll.“
Natürlich könne in diesem Jahr wieder ein Stadtteilfest veranstaltet werden.
„Allerdings“, so die Stadtteilmanagerin weiter, „ist es uns als Arbeitsgruppe
Gemeinwesen sehr wichtig, auch tatsächlich die Wünsche der Bewohner zu erfahren
und uns dafür einzusetzen. Wir bitten also die gesamte Anwohnerschaft um
Mithilfe! Jeder ist gefragt.“
Alle Vorschläge, Ideen und Anregungen können bis zum 27. Februar an folgende
Adresse gesendet werden: Jessica Zedler, Stadtteilmanagerin
Kannenstieg/Neustädter See, Internationaler Bund, Im Brunnenhof 9, 39126
Magdeburg. „Die Ideen und Vorschläge werden im Stadtteilbüro gesammelt und in
unserer nächsten GWA-Sitzung am 4. März um 16 Uhr in der KJFE ,Oase‘, Im
Brunnenhof 9, auf mögliche Realisierung besprochen. Alle Bürgerinnen und Bürger
sind recht herzlich eingeladen, an diesem Treffen teilzunehmen und sich aktiv an
der Planung 2009 zu beteiligen“, sagte Jessica Zedler. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 23.01.2009)
29.03.2008
Aktion der AG Gemeinwesen Neustädter See - 35 Helfer putzen am
Seeufer und am Neustädter Platz
Mit 35 Helfern aus dem Wohngebiet, darunter sieben Kinder, startete die AG
Gemeinwesen (GWA) Neustädter See am Sonnabend ihren diesjährigen
Frühjahrsputz. Über den Teilnehmerrekord freute sich GWA-Sprecherin Ines Akdas,
die gestern Bilanz zog und die sauberste Aktion des Jahres in Nord auswertete.
Nach der Putzpremiere im Vorjahr, bei der die Halbinsel des Neustädter Sees im
Mittelpunkt stand, zog die Putzkolonne diesmal mitten durchs Viertel: „Es wurden
die Straße Im Brunnenhof, der Neustädter Platz und der Spazierweg am Seeufer
gereinigt“, sagte Ines Akdas: „Wir haben 17 Säcke mit Müll füllen müssen.“ Um
die Verpflegung der freiwilligen Helfer kümmerten sich das Restaurant „Seeblick“
und die IMA als Träger sozialer Projekte im Stadtteil. Von Robert Richter
(Quelle: Volksstimme vom 03.04.2008) Zur Bildergalerie

18.01.2008
Ergebnisse und Vorhaben der AG Gemeinwesenarbeit
AG Gemeinwesen diskutiert über Silvesterkrawalle -
Videoüberwachung auf dem Neustädter Platz?
Die Ausschreitungen in der Silvesternacht auf dem Neustädter Platz haben am
Donnerstag auch die AG Gemeinwesen (GWA) Neustädter See beschäftigt. Ein
Anwohner aus dem Schrotebogen fragte: „Warum wird auf dem Neustädter Platz nicht
auch eine Videoüberwachung installiert?“ Bei den Krawallen waren eine
Straßenbahnfahrerin verletzt, die Bahn demoliert und Scheiben der Wartehäuschen
sowie von Geschäften zerstört worden. „Es besteht die Gefahr, dass hier eine
,Tradition‘ entsteht, denn solche Ausschreitungen zu Silvester gab ja auf dem
Neustädter Platz nicht zum ersten Mal“, sagte Olaf Kunde, Leiter des Jugendklubs
„Oase“.
Graffiti-Projekt
Die beschmierte Mauer am Seeufer soll von Graffiti-Künstlern professionell
gestaltet werden. Dafür setzt sich die AG Gemeinwesen (GWA) Neustädter See ein.
Deren Sprecherin Ines Akdas sagte am Mittwoch während der GWASitzung im
Jugendklub „Oase“: „Für das Graffiti-Projekt suchen wir Sponsoren, um u.a. die
Farben finanzieren zu können.“ Vorschläge für die Gestaltung wurden bereits im
Vorjahr während einer Veranstaltung mit Jugendlichen des Stadtteils gesucht.

Diese Meerjungfrau thront auf der Mauer am Seeufer. Wie die Plastik ist die
gesamte Mauer mit Schmierereien verunstaltet. Foto: R. Richter
Sportlicher Stadtteil
Die AG Gemeinwesen (GWA) will die Stadtteilbewohner auf Trab bringen: Geplant
ist ein Stadtteilsportfest im April oder Mai. Der genaue Termin wird in der
nächsten GWA-Sitzung am 19. März um 16 Uhr im Jugendklub „Oase“ bekannt gegeben.
Zunächst sucht die GWA für die Aktion den Kontakt zu den Sportvereinen TuS
Neustadt und Fortuna.
Junge Themen
Was bewegt die Jugendlichen im Stadtteil. Das will die AG Gemeinwesen (GWA)
herausfinden und über die Schulen sowie den Jugendklub „Oase“ junge Leute ins
Boot holen. Sie allerdings für eine kontinuierliche Mitarbeit zu gewinnen, sei
sicher schwierig, sagte Olaf Kunde, Leiter der „Oase“. „Die Jugendlichen kommen
wahrscheinlich nur dann, wenn sie ein bestimmtes Thema oder Problem aktuell
beschäftigt.“
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 18.01.2008)
04.01.2008
Das haben die Stadtteile im neuen Jahr zu bieten
Rückblick der Gemeinwesenarbeit auf das vergangene Jahr in ihrem Bereich
Die Planung von Veranstaltungen, die zur Tradition im Quartier werden sollen,
wie das erste Begegnungsfest für Jugendliche und das erste Stadtteilfest am
Neustädter See. Nach einer Pause hat sich die Gruppe wieder zusammengefunden, um
weiter für den Stadtteil zu arbeiten. Der Zulauf ist stetig, immer wieder kommen
Anfragen von Bürgern, die mitarbeiten wollen. Auch wenn schon viele Bürger an
der GWA mitwirken, soll die Beteiligung der Stadtteilbewohner noch ausgebaut
werden. Mehr Aufklärungsarbeit zur Arbeit der GWA soll betrieben werden.
Begegnungsfest und Stadtteilfest sollen wieder stattfinden, die Beteiligung der
Jugendlichen am Begegnungsfest soll ausgebaut werden. Auch ein sportliches Fest
mit Magdeburger Vereinen ist geplant.
(Quelle: Volksstimme vom 04.01.2007)
Nun ist es so weit, das Jahr 2007 neigt sich dem Ende und da möchte ich
natürlich nicht versäumen, all unseren freiwilligen Helfern, Bürgern, Sponsoren
und den Mitgliedern der GWA – Neustädter See für die außergewöhnlich gute
Zusammenarbeit zu danken.
Wie ich finde, war das ein tolles Jahr und deshalb freue ich mich schon sehr auf
Sie und viele neue Aufgaben im neuen Jahr.
Ihre Ines Akdas
27.10.2007
Begegnungsfest am Neustädter See
Aufgrund der uns all zu bekannten "Probleme" hat sich die GAW Neustädter See
entschlossen, einen Schwerpunkt ihrer Arbeit auf Jugendliche ab 12 Jahren zu
setzten. Damit soll am 27. Oktober mit einem Begegnungsfest, auf und um den
Leuchtturmspielplatz am Neustädter See, begonnen werden. Hauptanliegen ist es
die Anwohner dort etwas zu sensibilisieren, aktivieren, motivieren und eventuell
etwas zum Umdenken anzuregen.
Das Thema ist "Freundschaft und Begegnungen ohne Gewalt".
U.a. ist folgendes angedacht und auch schon teilweise organisiert:
Kostengünstige Essensversorgung von einem selbstständigen Koch hier am See
eine kostenfreie Bühne auf der Jugendliche ab 12 Jahren, nach Anmeldung, ihre
Talente - Musik, Tanzen,
Theater darbringen können
eine junge Frau, bietet "trommeln mal reinschnuppern" an
eine "Meckerbox" mit Kamera für Jugendliche "Was stinkt uns!"
Ausschreibung für einen Graffitiwettbewerb für die Mauer am Neustädter See
Die Polizei und die Wobau werden sich in irgendeiner Form beteiligen. Das
Ordnungsamt und ein Sportverein sollen auch hinzugezogen werden.
10.10.2007
Feier statt Frust: Am Seeufer steigt das 1. Begegnungsfest
Aktion der AG Gemeinwesen für Jugendliche und gegen Probleme auf der Promenade
Fröhliches Fest statt Frust und Zoff am Seeufer: Die AG Gemeinwesen plant
für den 27. Oktober von 12 bis 18 Uhr ein Begegnungsfest. Das ist der erste
Schritt eines Aktionsprogramms für Jugendliche am Neustädter See.
Die Vorgeschichte schildert die Initiatorin des Begegnungsfestes, Ute
Sommerrock: „Im Laufe des Sommers in diesem und im Vorjahr kam es immer wieder
zu Zusammenstößen zwischen Jugendlichen, den Anwohnern und der Polizei. Die
Jugendlichen, darunter auch viele Rechtsextreme, rotteten sich unten am Steg und
am Spielplatz zusammen, tranken, machten Krawall, zerstörten die Anlagen.
Glasscherben und kaputte Bänke blieben zurück. Zudem wurde man noch mit
rechtsradikalen Symbolen, Sprüchen und Grüßen belästigt“, sagt die Anwohnerin
des Neustädter Sees.
Ute Sommerrock weiter: „Ich habe daraufhin über den Herrn Polizeipräsidenten
Johann Lottmann, den ich über den Verein ,Miteinander‘ kennengelernt habe, Hilfe
erhalten. Das Ordnungsamt und die Polizei haben sich so eingesetzt, dass die
Stimmung sich doch erheblich beruhigt hat.“
Auf einem Treffen der AG Gemeinwesen (GWA) „hatten alle nur Vorschläge für
Kinder und Familien, aber die Jugendlichen blieben außen vor“, erzählt Ute
Sommerrock. „Daher hatte ich die Idee, ein Fest für Jugendliche zu veranstalten,
auf dem diese sich einfach einmal anders präsentieren können. Das Motto:
,Menschen begegnen Menschen am Neustädter See‘.“
Auf der Festmeile an den beiden 16-Geschossern am Seeufer soll eine Bühne den
jungen Leuten des Stadtteils offen stehen. „Der Wirtschaftsrat der Stadt
Magdeburg stellt uns kostenfrei eine Bühne zur Verfügung, auf der junge Menschen
von 12 bis 23 Jahren sich darstellen können. Ob sie tanzen, singen, spielen,
eine Sportart oder ihr Hobby vorstellen, ist egal, so lange keine Gewalt
verherrlicht oder Menschenrechte verletzt werden. Die Bühne soll den
Jugendlichen eine Möglichkeit bieten zu zeigen, wer sie wirklich sind“, sagt Ute
Sommerrock.
Die Anmeldungen für Bühnendarstellungen von jeweils bis zu 15 Minuten Länge
können über folgende E-Mail-Adresse eingereicht werden: Neustaedters-See@web.de
(das s am Ende von Neustaedter ist gewollt). Per Fax unter 5 62 99 73 oder per
SMS unter 0177-3 27 33 25. Anmeldeschluss ist der 25. Oktober.
Daneben werden Vorschläge für Graffiti an der beschmierten Mauer (je 4 bis 6 mal
2,5 Meter) entlang der Seepromenade gesucht. Ute Sommerrock: „Es sollen Themen
vorkommen, die der Neustädter See hergibt: Spaziergänger, Wasserski, Walker,
Natur, Leute mit Hunden, Katzen, Kinder, Jugendliche. Sie sollen das Leben am
See widerspiegeln!“ Vorschläge hierfür können ebenso ab sofort über die
genannten Verbindungen eingereicht oder auf dem Begegnungsfest am 27. Oktober
vorgestellt werden.
Von Robert Richter (Quelle: Volksstimme vom 10.10.2007)
11.09.2007
Starker Auftritt am Seeufer - AG Gemeinwesen wertet 1.
Stadtteilfest als Erfolg
Eine gelungene Premiere hat die AG Gemeinwesenarbeit (GWA) am Sonnabend mit dem
1. Stadtteilfest am Neustädter See hingelegt. Bis zum späten Abend tanzten die
Besucher am Seeufer mit den Doubles der Kultbands „Baccara“ und „Village
People“.
„Die Aufregung war natürlich im Vorfeld riesengroß“, sagte GWA-Sprecherin Ines
Akdas. Sie hatte den Großteil der Organisation gestemmt, war am Sonnabend froh,
als die Judoka von Aufbau Empor Ost ihre Künste zeigten, die Kinder 150
Luftballons in bewölkten Himmel steigen ließen und im Festzelt an der
Straßbahnendstelle Neustädter See die Musik lief.
Der Aufwand seit März habe sich gelohnt: „Unsere Stadtteilfest-Premiere war ein
voller Erfolg“, sagte die GWA-Sprecherin. „Nicht zu vergessen, dass das alles
nicht ohne die Hilfe zahlreicher Freiwilliger möglich gewesen wäre. Allen voran
die Mitarbeiter aus der Kinder- und Jugendeinrichtung „Oase“ , aus der Kita
„Bördebogen“ und von Andreas Poppe nebst Nachbarn, die für den Auf– und Abbau
der Stände verantwortlich waren.“ Das Altenpflegeheim „Heideweg“ übernahm
Transporte, die Betreiber der Wasserskianlage stellten das Festzelt bereit.
„Nicht vergessen möchte ich unsere Sponsoren. Und wenn ich an die vielen Akteure
auf der Bühne und Beteiligten rundherum denke, möchte ich sagen: Ich freue mich
schon auf das Stadtteilfest im nächsten Jahr.“
Übrigens: Auf der erst vor einigen Tagen freigeschalteten Internetseite der GWA
sind die Besucher des Stadtteilfestes eingeladen, im Gästebuch ihre Meinung zur
Party zu sagen. Ines Akdas: „Uns interessiert natürlich, wie das Fest ankam und
was wir beim nächsten Mal besser gestalten können.“ Von Robert Richter (Quelle:
Volksstimme vom 11.00.2007)

15.06.2007
2560 Euro stehen jeder Arbeitsgruppe Gemeinwesen zur Verfügung
Magdeburgs Arbeitsgruppe Gemeinwesen (GWA) hat wieder Geld. Claudia Ziegler,
Koordinatorin für Gemeinwesenarbeit in der Stadt, informierte die Sprecher, dass
„Oberbürgermeister Dr. Trümper seine Verfügung zur Haushaltssperre aufgehoben
hat. Damit ist der Initiativfonds Gemeinwesenarbeit in voller Höhe freigegeben,
das heißt, je Arbeitsgruppe stehen 2 560 Euro zur Verfügung, die aber nicht
zwingend ausgegeben werden müssen“, sagt sie.
Wolfgang Wähnelt, Sprecher der GWA Alte Neustadt, freut das. Wie das Geld im
Stadtteil eingesetzt werden kann, soll auf der Sitzung am 17. Juli im
Lokschuppen der Eisenbahnfreunde am Handelshafen beraten werden. „Gefragt sind
sinnvolle Projekte, die den Zielen der Förderrichtlinie zum Initiativfonds
entsprechen. In einigen Arbeitsgruppen wurde bereits über Projekte abgestimmt“,
sagt Claudia Ziegler.
Da, wo noch nichts entschieden wurde, sollte das nachgeholt werden. „Alle
Projektanträge sollten schnellstmöglich bei mir eingereicht werden, da die
Möglichkeit einer erneuten Haushaltssperre nach dem 30. September besteht“,
informiert sie die GWA-Sprecher.
Anträge, die bereits abgelehnt wurden, die Projekte aber noch stattfinden
werden, müssen nicht neu gestellt werden. „Die Ablehnung wird meinerseits
widerrufen und der Antrag dann bewilligt“, sagt Claudia Ziegler.
(Quelle: Volksstimme vom 15.06.2007)

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